• Werner Götz
December 2016

Von Windhoek nach Kapstadt

Eine Fahrt quer durch Namibia und Südafrika von der Hauptstadt Windhoek bis zum Kap der guten Hoffnung. Und das mit einer Enduro auf Pisten durch die Wüste und über die Berge. Read more
  • Trip start
    December 11, 2016

    Windhoek - unser Startpunkt

    November 12, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Uralte Wüsten, Sanddünen, Hitze und Staub, aber auch faszinierende Landschaften, Canyons, Savannen und Buschland mit einer vielfältigen Tierwelt das bietet der Süden Namibias. All dies lässt sich wunderbar in Form einer Motorradreise erfahren, im wahrsten Sinn des Wortes. Voraussgesetzt, dass Pisten und leichtes Offroadgelände keine Fremdwörter sind.
    An Kontrasten fehlt es auf dieser Tour nicht. Geht es doch über 2500 Kilometer von der Hauptstadt Namibias aus bis nach Kapstadt in Südafrika, durch Wüsten und Savannen, Berge und Canyons.
    Motorräder der Wahl sind BMWs XChallenges. Gutes Fahrwerk und Motor, aber eine lausige Verkabelung wie sich immer wieder zeigen wird. Denn die nicht staubdichten Schalter und Stecker der Enduro sorgen für manch Unterbrechung und sogar für einen hefigen Sturz auf steiniger Piste. Ohne größere Schäden an Mensch und Maschine.

    Die Route: Windhoek (Namibia), Solitaire, Sossusvlei, Aus, Kolmanskuppe, Lüderitz, Canyon Roadhouse, Fish-River-Canyon, Grenzübertritt am Oranje-Fluss, Oranje-Fluss, Cederberge, Melkbosstrand, Kapstadt
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  • Von Windhoek bis Sesriem (260 km)

    November 12, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 31 °C

    Unsere Tour führt uns von Windhoek aus Richtung Südwest zuerst nach Sesriem, der Namib-Wüste entgegen. Auf erst mal einfacheren Wellblechpisten. Gut, um sich mit dem Moped vertraut zu machen. Kein Problem, 80 km/h sind drin. Später auch deutlich mehr. Kaum habe ich mich an die BMW gewöhnt, so nach 40 km, geht der Motor aus. Kurze Fehlersuche, Vermutung ist ein Wackelkontakt in einem Stecker, also die Ersatzmaschine, eine Suzuki abgeladen, die BMW drauf auf den Hänger. Fehlersuche auf heute Abend verschoben. Die Suzuki fährt sich ganz anders, ist auch nicht so kräftig und für mich etwas instabiler. Mir liegt die BMW mehr. Wenn sie denn fährt, was die Suzuki ohne Probleme macht.
    Nächster Stopp ist der Spreetshoogte-Pass, hier bietet sich ein gigantischer Ausblick runter zur Namib. An dieser Randstufe haben sich vor 100 Millionen Jahren Südamerika und Afrika getrennt. Der Pass soll mit einem Gefälle von 22 Prozent einer der steilsten Namibias sein.
    Kurz darauf folgt Solitaire. Tankstelle, Werkstatt, General Store, Hotel, eine Bäckerei, that´s it. Mitten in der Wüste und wahrscheinlich jedem Reisenden bekannt, der sich Richtung Sossusvlei aufmacht. Bekannt auch der vielen, verstaubten 60er- und 70er-Jahre Oldtimer wegen, die vor sich hin gammeln. Ein schönes „Örtchen“ mit Flair. Bekannt zudem wegen des guten Apfelkuchens, den es hier gibt.
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  • Es wird gecampt

    November 12, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Abends nach den 260 km ist dann erst einmal der Aufbau der Zelte angesagt, die Reparatur der BMW und dann geht es zum Essen in ein Restaurant in der nahe gelegenen Lodge. Wir sind schon im Nationalparkgelände, mit unsere Motorrädern dürfen wir nur auf den Zeltplatz. Weiter hinein zu den Dünen von Sossusvlei sind Motorräder verboten. Aber Trucks, Allradfahrzeuge und alles Vierrädrige darf rein…Read more

  • Ausflug ins Dead Vlei

    November 13, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 16 °C

    Früh am Morgen vor dem Sonnenaufgang geht es los. Ein Kaffee muss genügen. Da Motorräder verboten sind, fahren wir in dem Begleitfahrzeug ein Stück Richtung den Dünen bis zu einem Haltepunkt nahe dem Dead Vlei, eine alte, durch eine Düne abgeschnittene Senke, in dem bizarre abgestorbene Bäume stehen. Die toten Bäume sind teilweise sehr alt, sie verrotten in dem Klima nur sehr langsam. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag ist das Licht- und Farbenspiel auf den Dünen am schönsten. Ich selber war schon zweimal hier, die Mitreisenden auch schon einmal, also machen wir es kurz, wandern nur zum Dead Vlei, lassen die berühmten Dünen bei Sossusvlei aus. Dafür geht es früher zurück und nach dem richtigen Frühstück und Packen lieber mit den Enduros weiter.Read more

  • Sesriem bis Aus (340 km)

    November 13, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 32 °C

    Unser erstes Tagesziel ist Aus. Über kilometerlange, schnurgerade Buckelpisten kommen wir mit rund 120 bis 130 km/h zügig voran. Wir fahren mit etwa einen halben bis einen Kilometer Abstand, des Staubs wegen. Unser Guide Dirk mit dem Begleitfahrzeug fährt immer irgendwo hinter uns her. Falls einer liegen bleibt.
    Wir haben Tagesrucksäcke dabei, mit viel Wasser und Foto-/Filmkamera. Ab und an kommen Autos entgegen mit der entsprechenden Staubfahne. Ein kurzer Blindflug ist die Folge. Schlimmer noch ist, wenn ein Auto vorausfährt. Dann heißt es möglichst schnell vorbei, zu überholen. Kilometerlang hinterherzuckeln mit entsprechendem Abstand geht nicht. Kommt aber nicht allzu oft vor. Einmal überholt uns jedoch ein Namibier mit seinem Allradler, er dürfte um die 160 km/h drauf haben. Erlaubt sind 100 km/h. Kommen Kurven, heißt es die Geschwindigkeit auf 80 km/h oder langsamer – je nach Radius – zu reduzieren, ist die Seitenhaftung auf Schotter doch gering.
    Die letzten Kilometer geht es auf Asphalt nach Aus, das mögen die Enduros und die grobstolligen Reifen weniger. Der Name Aus bedeutet „Große Schlange“. Die Stadt liegt an der Nationalstraße B4 und der Lüderitzbahn von Lüderitz nach Keetmanshoop. Heute legten wir mit den Enduros rund 340 km zurück, davon die letzten zehn auf Asphalt. Übernachtet wird diesmal nicht im Zelt, sondern in einem komfortablen Zimmer. Kaum teurer als der Zeltplatz, wobei die schon recht günstig sind.
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  • Aus bis Kolmanskuppe (105 km)

    November 14, 2016 in Namibia ⋅ 26 °C

    Nach den zwei längeren Etappen geht es heute gemütlicher zu Werke. 120 km Strecke stehen heute insgesamt auf dem Programm. Wir machen einen Abstecher nach Lüderitz, weichen von der Tour Richtung Kapstadt ab.
    Das erste Ziel ist Kolmannskuppe, eine alte Geisterstadt. Es soll einst die reichste Stadt Afrikas zu Zeiten des Diamantenbooms Anfang des 20. Jahrhunderts gewesen sein. Ich habe die Stadt schon einmal vor nunmehr rund 25 Jahren besucht. Es hat sich nicht allzuviel geändert. Außer dass wir damals die einzigen hier waren.
    Anfangs fand man die Diamantan einfach im Sand, ab 1908 wurde die gesamte Gegend von der deutschen Besatzung als Sperrgebiet ausgewiesen, um die 36.000 Quadratkilometer groß. Ist es auch heute noch, denn noch immer werden in den Weiten der Wüste Diamanten abgebaut. Ein einziger Mann fand damals in einem Areal von 50 Quadratmetern in wenigen Stunden 600 Karat Diamanten, am Boden liegend. Bei Vollmond glitzerte es in einem Tal so stark, dass man es das Märchental nannte.
    Aus dem Diamanten-Camp entwickelte sich recht schnell eine Siedlung mit herrschaftlichen Steinvillen nach deutschem Vorbild, Dienst- und Verwaltungsgebäude, E-Werk, Schule, Krankenhaus, auch ein Theater, Turnhalle und Kegelbahn. 400 Menschen lebten hier in einer lebensfeindlichen Umgebung, Mit der Zeit ließen die Funde nach, 1930 stellte man dann die Förderung ein. Ende der 1950er-Jahre verließen dann die Letzten die Stadt. Seitdem holt sich die Wüste die Stadt zurück.
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  • Wir erreichen Lüderitz (15 km)

    November 14, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    15 Kilometer weiter haben wir unser Tagesziel erreicht, Lüderitz. Heute leben hier um die 20.000 Menschen mehr oder weniger gut von der Fischerei, dem Tourismus und zu einem kleineren Teil noch vom Offshore-Diamantenabbau. Die Arbeitslosenquote soll 60 Prozent betragen. Viele wandern ab. Vor Jahren waren es noch über 30.000 Bewohner. Dennoch, die farbenprächtige Stadt bietet dem Besucher zahlreiche schöne aus der deutschen Kolonialzeit stammende, oft restaurierte Bauten im Jugendstiel und wilhelminischen Baustil. Überragt wird sie von der evangelisch-lutherischen Felsenkirche aus dem Jahre 1911.
    Wir übernachten im Kratzplatz,, oben auf dem Dach ist ein altes Motorrad zu sehen. Besonders empfehlenswert der dazugehörige Pub. Für vier frisch gefangene, große Langusten löhnte ich gerade mal rund 15 Euro (inkl. Suppe und Salat vom Buffet). Generell gilt, das Essen ist sehr gut in Namibia, viel Wild wie Oryx, Springbock oder Kudu, und alles ist für uns recht preiswert. Für zehn Euro kann man schon ausgiebig essen und trinken.
    Offiziell heißt Lüderitz heute Naminüs, das ließ der Präsident letztes Jahr per Dekret verkünden. Gegen den Widerstand vieler, besonders jüngerer, farbiger Bewohner. Viele wollen ihren deutschen Namen behalten. Sie nennen sich selbst Buchter – auch in der Stammessprache. Deutschstämmige gibt es in der Stadt vielleicht noch ein paar Dutzend.
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  • Lüderitz zum Canyon Road House (360 km)

    November 15, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Es geht zurück ins Landesinnere, via Aus über eine Teerstrecke rund 280 km bis zu einem Abzweig Richtung Fish River Canyon. Vor der Abzweigung noch eine kurze Rast im Seeheim Hotel, eine Lodge an der alten Piste Richtung Süden. Die aber nicht mehr gewartet wird, schadet der Lodge enorm. Auf jeden Fall ist sie einen Besuch wert, nicht nur des guten Kaffees und Kuchens wegen. Rund zehn Kilometer weiter führt dann – endlich – wieder eine Piste gegen Süden. Hier kann man wieder Gas geben bis 80 km weiter unser Ziel die Roadhouse Canyon Lodge erscheint. Vorher aber noch ein paar Fotostopps, bei einem macht meine Maschine wieder Probleme. Das Zündschloss weigert sich seinen Dienst zu tun. Bei den anderen beiden Maschinen ist es schon ausgebaut und durch einen zuverlässigen Kippschalter ersetzt. Wir machen nicht lange rum, führen das Anschlusskabel aus der Verkleidung heraus, schließen es mit einem Drahtbügel an einem Kabelbinder einfach kurz. Weiter geht’s. Wird später übrigens die einzig funktionierende dauerhafte Lösung.Read more

  • Oldtimer-Himmel auf Erden

    November 15, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Wenige Kilometer später ist das Canyon Roadhouse erreicht. Ein Traum für alle Liebhaber alter Autos, quasi der Oldtimerhimmel auf Erden. Zu Dutzenden stehen sie hier herum, im Freien, wunderbar arrangiert. Aus einem wächst ein uralter Baum, ein andere spiegelt sich in einem Teich (mitten in der Wüste), auf der Terrasse ist man zwischen den Fahrzeugen, auch im Restaurant teilen sich die Autos, Schilder, Tanksäulen und vieles mehr den Platz mit den Tischen, an denen gegessen und getrunken wird. Die Bar ist dekoriert mit unzähligen Nummernschildern aus aller Welt. ich denke, die Bilder sprechen für sich und sagen mehr als 1000 Worte.Read more

  • Es wird wieder gecampt

    November 15, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir zelten auf dem Campingplatz hinter der Lodge, nach dem Zeltaufbau steht die Reparatur des Zündschlosses meiner BMW an. Zerlegt stellen wir eine kalte Lötstelle fest, die mal Kontakt hat, mal nicht. Lötstellen an einer Enduro! BMW, setzen, sechs. Also neu angelötet, geht nicht anders und siehe da, sie funktioniert wieder. Also ab ins Restaurant und gut gegessen und getrunken, vorher aber noch ein „Sprung“ in den eiskalten Pool.Read more

  • Roadhouse bis zum Oranje-Fluss (220 km)

    November 16, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 34 °C

    Es geht zum Fish-River-Canyon. Auch hier war ich schon einmal vor etwa 25 Jahren. Aber es ist ein gewaltiger Unterschied ob mit dem Auto oder Motorrad. Der Fish-River Canyon, Afrikas gewaltigste Schlucht soll nach dem Grand Canyon der zweitgrößte weltweit sein. Je nach Messmethode. Er ist 160 km lang, bis zu 27 km breit und bis 549 m tief. Im Canyon herrschen Sommers Temperaturen um 50° Celsius. Nur einige wenige, grüne Busche wie Kameldorn, Weißdorn und Tamarisken sind in der trockenen Landschaft zu sehen. Vereinzelt findet man zudem Köcherbäume.
    Der Fluss führt meist – wie auch jetzt – nur geringe Wassermengen, während der trockenen Jahreszeit sieht man häufig nur einzelne Tümpel. Nach seltenen Regengüssen im Sommer verwandelt er sich jedoch gern in einen reißenden Strom. Der Canyon ist Teil eines Naturschutzgebietes. Man kann auch Wanderungen im Canyon machen, Voraussetzung ist eine gute Kondition. Sie ist offiziell auch nur in den kühleren Wintermonaten zwischen Mai und August gestattet und erfordert eine Genehmigung des Namibia Wildlife Resorts in Windhoek. Für die 86 km muss man fünf Tage einrechnen. Leichtere, dennoch schöne Wanderungen sind im westlich gelegenen privaten Canyon Nature Park machbar.
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  • Am Fish-River-Canyon, der Sturz

    November 16, 2016 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir fahren ein kurzes Stück auf steiniger, enger Piste den Canyon entlang. Bei etwa 50 bis 60 km/h, im Stehen, 2. Gang und in einer Kurve geht plötzlich der Motor aus. Ist wie wenn man stark bremst. Also kopfüber abgestiegen und auf den faustgroßen, harten Steinen abgerollt. Keine Chance. Aber dafür hat man ja gute Schutzkleidung. Schrammen im Helm, ein paar blaue Flecken und eine leichte Rippenprellung. Das war´s.
    Am Moped den Lenker verzogen, einen Spiegel und den letzten Blinker geschrottet, die Fußraste demoliert. Also auf und gleich weiter. Am Eingang dann den Lenker wieder gerichtet und die Reste der Fußraste. Später das Zündschloss lahmgelegt, die Ursache für den Motoraussetzer. Aber nicht die Lötstelle war´s, die hat gehalten. Sondern Staub im Zylinder. Also wieder Kabel herausgeführt und Drahtbrücke als Zündschlüssel. Hat dann wunderbar funktioniert.
    Eines aber bleibt. Die BMW startet nur, wenn der Ganghebel in Neutralstellung ist. Nur neutral ist für den Sensor nicht neutral. Sprich, der Schalthebel muss an einem ganz bestimmten Punkt stehen, damit sie startet. Nicht umsonst hat BMW die Maschine schnell wieder eingestellt. Schade eigentlich.
    Dennoch. Ich habe mich am Ende fast in die Maschine „verliebt“. Wie, wenn man ein Pferd gezähmt hat. Überlege, ob ich nicht versuche in Deutschland eine Gebrauchte zu bekommen und mit staubresistenten Steckverbindern, Schaltern und einigen anderen Umbauten wirklich gelände- und wüstentauglich mache.
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  • Weiter zur Grenze und zum Oranje

    November 16, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 21 °C

    Zurück auf die Strecke. Es geht eine kurvige Piste runter nach Ai Ais. Dann lässt man es sich gutgehen. Wollte ich schon vor 25 Jahren, nur hatten wir nicht ausreichend Zeit. Aber jetzt. Also auf zu einem Bad im warmen Thermalwasser.
    Dann geht es via Aussenkehr und Noordoewer zurück auf die Piste Richtung Oranje-Fluss und dem Grenzübergang bei Vioolsdrift. Nahe des Flusses wird es grüner, auf großen Flächen baut man Trauben für den Export vorwiegend nach Europa an. Die kosten dann bei Aldi und Lidl weniger als in Namibia. Ein Monat dauert die Erntezeit, farbige Arbeiter wohnen dann in einfachen Holzhütten mit ihren Familien, kehren danach in ihre Stammesgebiete zurück. Inzwischen fahren wir wieder auf Asphalt, kommen recht spät an die Grenze. Vier Kontrollen, mehrere Stempel, nach etwa 20 Minuten sind wir in Südafrika.
    Noch ein paar Kilometer Piste den Oranje entlang – gegen die untergehende Sonne, in dem Staub heißt das Blindflug – sind wir auf dem urigen Campingplatz Oewerbos River Camp direkt am Fluss gelegen. Man meint, man sei von den Geräuschen und Bewuchs her beinahe in den Tropen. Urig sind übrigens auch die Besitzer. Der Oranje-Fluss ist übrigens mit etwa 2160 km Länge der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika, fließt durch Lesotho und Südafrika und bildet an seinem Unterlauf auf 500 km die Grenze zwischen Südafrika und Namibia. Heute legten wir 220 km zurück, davon 170 km auf der Piste.
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  • In den Cederbergen (540 km)

    November 17, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 26 °C

    Früh geht es los. Heute heißt es, Strecke zu machen. Wir haben die Route umgeschmissen, fahren jetzt direkt in die Cederberge, legen zwei Tagesetappen zu einer zusammen – von der Fahrtstrecke her. 460 km Asphalt und 80 km Piste liegen vor uns. Die Reichweite der Mopeds liegt bei rund 200 km, Tankstellen gibt es aber ausreichend. Nur zweimal müssen wir aus den Kanistern im Begleitfahrzeug nachtanken, während der gesamten Tour. Die 7 entlang geht es via Springbok, Kemieskroon, Nuwewrus, Vanrhynsdorpbis nach Clanwilliam. In Clanwilliams bleibt mal eine andere BMW stehen, eine Sicherung ist raus. Kommt bei den Maschinen an und an vor, Ursache unbekannt. Ist auch nur einmal während der Tour passiert. Dann ab auf die Piste hinein in die Cederberge, eine traumhafte Landschaft. Wir sind etwa 200 km Luftlinie nördlich von Kapstadt. 1973 hat man die Cederberge als Wilderness Area proklamiert, damit besitzen sie Naturschutzstatus, sind sogar Teil eines Weltnaturerbes der Unesco.Read more

  • Campen in wunderbarer Landschaft

    November 18, 2016 in South Africa ⋅ 15 °C

    Wunderbare Landschaften, faszinierende Felsformationen aus Sandstein, seltene bizarre Zedern, all das sieht man hier. Zudem handelt es sich um ein touristisch kaum erschlossenes Gebiet. Den Namen erhielten die Berge durch die ehemals zahlreich hier vorkommenden Zedern, das aber ist Vergangenheit. Im Sommer, also jetzt, ist es hier trocken und heiß, im Winter kann Schnee fallen. Unser Ziel ist die Cederberg Oasis, ein wunderbar in den Bergen gelegener Campingplatz. Hier bleiben wir zwei Tage.Read more

  • Unterwegs in den Cederbergen

    November 18, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir machen am kommenden Tag eine Tour nach Wupperthal, hin und zurück rund 80 km. Enge, kurvenreiche steinige oder sandige Piste, teilweise Offroad. Macht richtig Spaß, wenn es auch nicht ohne ist. Jedenfalls für einen Offroad-Novizen wie mich. Unser Guide fährt mit der Ersatzmaschine mit.
    Der kleine abgeschiedene Ort in den Cederbergen wurde 1829 als Missionsstation gegründet. Er ist bis heute regionales Zentrum mit Post, Schule, Klinik, Pfarrei, Geschäften und einer Schuhfabrik, die wir auch besichtigen. Nur ist alles gerade ausgeflogen, werden Schuhe etwa nach Clanwilliams ausgeliefert, gehen alle mit. Hergestellt werden die traditionellen Veldskoene (Feldschuhe). Angebaut wird hier auch der wirtschaftlich wichtige Rooibostee. Die Missionare zogen 1998 weg, seitdem übernehmen die Mitglieder der Gemeinde die Verwaltung, wurden 2005 rechtlich als Genossenschaft anerkannt. Heute leben hier in der Region rund 4.000 Menschen, im Dorf selber etwa 500 Einwohner. Uns geht es heute jedoch in erster Linie ums Fahren auf engen, kurvenreichen Pisten in der wunderschönen Gegend. Dennoch auf dem Rückweg einen Abstecher zu einem schönen natürlichen Pool. Gut zum Abkühlen, Wassertemperatur 18 °Celsius. Kalt, wenn man die Umgebungstemperatur mit in Betracht zieht. Insgesamt etwas über 110 km standen heute auf dem Programm, und jeder Einzelne hat sich gelohnt.
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  • Cederberge bis Melkbosstrand (250 km)

    November 19, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 26 °C

    Es sind noch etwas über 250 km nach Kapstadt, 90 davon Piste. Wir verlassen die grandiosen Cederberge, fahren über mehrere Passabschnitte mit Namen wie Grootrivier-Blinkberg oder Gydopass. Dann kurz vor Kapstadt Asphaltstraßen durch die Obstgärten von Ceres – durch die enge Schlucht des Baains Kloof-Pass nach Wellington im Weinanbaugebiet bis zum berühmten Bloubergstrand mit seiner Hintergrund Kulisse, dem Tafelberg. Wir sind nahe Kapstadt, übernachten in dem idyllischen Vorort Melkbos. Besonders angetan hat mir an diesem Tag die Strecke durch die Berge über dem Baains Kloof Pass. Obwohl geteert handelt es sich um eine fantastische, kurvenreiche enge Passtrasse, die eigentlich einer Wiederholung harrt. Doch soviel Zeit bleibt leider nicht.
    Der Bain’s Kloof Pass soll einer der eindrucksvollsten Bergpässe in Südafrika sein. Erbaut wurde die Straße zwischen 1848 und 1852 von Andrew Geddes Bain, einem legendären Straßenbaumeister in Südafrika. Mit Gewehrpulver sprengten 350 Mann diesen Pass in die Berge. Die Strecke steht unter Denkmalschutz. Hier sollen auch die Foto- und Filmfahrten bei der Vorstellung der neuen African Twin von Honda durchgeführt worden sein.
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  • Die letzte Etappe

    November 20, 2016 in South Africa ⋅ 25 °C

    Kapstadt ist die älteste Stadt Südafrikas mit einer bezaubernden Lage am Ozean und einem schönen Hinterland. Natürlich nimmt man in der Stadt auch heute noch die Folgen der Apartheid wahr. Das dauert einfach bis sich alles normalisiert. Wahrzeichen ist sicherlich der 1086 m hohe Tafelberg, der heute Nationaldenkmal ist und auf dem es mehr Pflanzenarten geben soll als in ganz Großbritannien. Kapstadt ist sicherlich von der Lage her mit eine der schönsten Städte weltweit, bietet eine faszinierende Mischung aus Afrika, Europa, Karibik und Kalifornien.
    Auf dem Weg zum Kap geht es noch kurz zum Pinguin-Strand Boulders Beach. 1983 entdeckte man ein einzelnes Pärchen am Strand, heute leben etwa 2100 des afrikanischen Pinguins in dem Schutzgebiet. Wir nehmen auch noch den Chapmans Peak auf einer der schönsten Küstenstraßen an der Steilküsten mit und erreichen letztendlich nach 8 Tagen das Kap.
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  • Am Kap der guten Hoffnung

    November 20, 2016 in South Africa ⋅ 🌬 22 °C

    Wir erreichen nach rund 2500 km mit zahlreichen Touristen in Bussen, Vans, Geländewagen und Autos das Kap der guten Hoffnung. Werden in unserer staubigen Montur und den mitgenommenen BMWs selbst zum Fotomotiv. Tückisch für Schiffe ist das Kap durch zahlreiche, weit ins Meer hineinragende Felsen, die nur einen halben bis drei Meter unter dem Wasserspiegel liegen. Hinzu kommen die starken Winde, die Segelschiffe, die an sich weit genug vom Land weg sind, wieder Richtung Küste drücken. Mindestens 23 Wracks dokumentieren diese Gefahr.
    Mit dem Motorrad zu reisen hat einfach eine andere Qualität als mit einem Auto oder Wohnmobil. Ohne das abwerten zu wollen, denn besonders das Wohnmobil bietet auch viel. Mit dem Moped jedenfalls nimmt man die Umwelt ganz anders wahr, die Hitze, die Straßen und Pisten, die Lebensfeindlichkeit der Wüste, den Staub und den Wind, der einen enorm austrocknet… und man ist den Menschen die hier leben einfach viel näher. Man kommt sehr schnell ins Gespräch, ist nicht so abgeschottet. Und es fordert einen immer wieder auf den langen und teils etwas schwierigeren Etappen. Ruft nach Fortsetzung.
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    Trip end
    December 21, 2016