February - March 2017
  • Day51

    Kiwi wird zum Yeti...

    March 31, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Auckland zeigt sich für die letzte Übernachtung nicht ganz von der besten Seite..es nieselt und dunkelt aber die Sonne zeigt sich dann ganz kurz und genau für den Sonnenuntergang mit lila Wolken auf dem Mt. Eden. Passt perfekt: was für ein Paradies auf Erden. So schön, dass man die Zeit völlig vergisst und die zwei Monate auf einmal plötzlich schon vorbei sind! Unglaublich!
    Ich geniesse ein letztes Mal Fish n Chips, spüre die noch warme Spätsommerluft in der Nacht, lasse mich durch den City Trubel treiben und entspanne in einer letzten Yogastunde. Nun sitze ich am Flughafen, esse meine letzte weltbeste Avocado und freu mich unglaublich auf die 19+5h Fliegen + 6h Transit in Dubai. NICHT! Das nennt man dann wohl eine “Weltreise“.

    Aber auch wenn der Urlaub hier so unglaublich schnell vorbei ging und man nie gern ein schönes Land verlässt, so freu ich mich doch sehr auf Nepal, eine spannende Expedition auf den Island Peak und meine erwartete Begleitung!

    Der Kiwi wird nun zum Yeti, yeah, byebye long white cloud and see ya!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day50

    Road Trip durch die Nordinsel

    March 30, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Hatten ihr schon mal n Mietwagen? Hattet ihr den auch umsonst? :-)
    Ich muss unbedingt schnell nach Auckland und möchte trotzdem noch was von der Insel sehn. Da kommt mir “Transfercars“ gut gelegen und ich bekomme für zwei Tage ein hübsches KLEINES Auto für genau Null Dollar. Wer das jetzt für einen Trick, Abzocke oder Übertreibung hält, sollte sich hier unbedingt vom Gegenteil überzeugen. Es gibt viele One Way Mieten und dann muss das Auto irgendwie wieder zurück oder dahin, wo es vom nächsten Kunden gebraucht wird. Daher kann man sich auf diese Transfer Cars bewerben und diese kostenlos zurück fahren. Man bekommt ein gewisses Zeitfenster (ca 700km in 48h) und zahlt lediglich die optionale Versicherung und Sprit. Was für ein Auto, das erfährt man dann mit der Schlüsselübergabe. Und ich muss nun echt keine Sorgen mehr haben, in diesem Dauerregen zelten zu müssen :-)

    So fahre ich zum Ort mit dem längsten Namen der Welt.. Sorry aber ich kann Taumata­whakatangihanga­koauau­o­tamatea­turi­pukaka­piki­maunga­horo­nuku­pokai­whenua­ki­tana­tahu
    nicht aussprechen. Ihr etwa?

    Übernachtet wird an einem einsamen Stellplatz am wunderschönen Sandstrand. So einsam, dass ich morgens um 5h schon losfahre, weil's mir echt zu einsam wird.

    Weiter geht's durch die Thermalregion, Taupo und Rotorua auf dem Thermal Explorer Highway. Da es ununterbrochen regnet, explore ich vor allem den Gestank von Schwefel und sehe immerhin blubbernde Mudpools. Super! Aber Baden ist mir darin bei 60-80Grad doch zu warm.
    Vorbei gings auch am MerinoCenter. Nicht zu übersehen oder?

    Abends übernachte ich im Auenland, auf einer Farm, direkt in Sichtweite von Hobbiton, dem Museum und Originaldrehort der Hobbitstadt. Diesmal war's nicht so einsam! Hobbiton ist für einen Fan ein Muss, ich gönn mir nur den morgendlichen Cappuccino dort, denn 80$ (50€) Eintritt sind für einen Nicht Fan zu viel und ich muss ja das Auto abgeben.. mit genau Null Fahrfehlern hab ich meine eigene Linksfahrprüfung dann in Auckland bestanden und trauere dem riesigen Kofferraum jetzt schon hinterher! Aber links fahren ist schon eine Herausforderung, v.a. weil Blinker u Scheibenwischer auch vertauscht sind. Es hat viel geregnet !
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  • Day45

    Erdbeben in Wellington?

    March 25, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Vom tiefen Süden ging's auf einmal hoppladihop auf die Nordinsel... dem Propellerflieger sei dank (schon mal Gewöhnung an den Anflug nach Lukla im Himalaya!) Und schon bin ich in Wellington. Die Zeit rennt und drum musste ich tausend schöne Orte der Südinsel auslassen, so auch Christchurch. Das dann beim nächsten Mal :-)

    Wellington ist hip! Und cool! Und kulturell! Und einfach gemütlich..mit 200.000 Einwohnern eine nette Hauptstadt und doch irgendwie metropolig mit den Wolkenkratzern, Partymeilen und Besucherströmem. Mein Hostel ist quasi mittendrin nahe der Cuba Street und hier ist echt was los!

    Prompt lande ich auch gleich im Nachtmarkt, einer Mischung aus Karneval mit Guggenmusik (und hier tanzt echt jeder mit!), Buskers, Streetfestival und Essensmultikulti mit tausend Ständen und Wägen entlang der Strassen..da ich unter Dauerhunger leide (Riesen Portionen Rührei mit Speck u Pancakes mit Ahornsirup füllen morgens langsam die leeren Keller wieder auf) gabs Dumpling, Frühlingsrollen, süssen Hefeklops mit BBQ Füllung und Lassi.. jetzt gehts wieder!

    Die Hafenpromenade ist sehr gemütlich, viel Action und Vorstellungen..heute war indisches Holi Farbenfestival, Underground Market und live Musik an jeder Ecke. Schöne Musik wohlgemerkt!
    Und Abends dreht sich wieder alles ums Essen, wird's malaysian Noodles? japanische Udon Noodles mit Huhn? chinesisch Huhn Süßsauer? Gebratener Reis? Ich liebe diese Foodcourts, man sitzt mitten in einer Lagerhalle und rundherum 20-30 Küchen und du musst nur noch auswählen...

    Tagsüber gibt's Nahrung fürs Gehirn! Endlich mal wieder Museum! Das bekannte und kostenlose “Te Papa“ (von Tepapatuanuku, der Mutter Erde, die um die Sonne kreist) behandelt so ausführlich und interaktiv die Natur u Kultur des Landes, dass ich wohl 5 Tage lang da drin bin.
    Tag 1 war mein Thema Erdbeben u Vulkane... ohne jetz eine Lektion zu halte, erwähne ich nur dass die Ozeanplatte unter Christchurch pro Jahr 25mm in den Süden geschoben wird und ein Teil der Insel bald (= in 10Mio Jahren) unter der Kontinentalplatte Australiens verschwindet. Also beeilt euch, wenn ihr die Insel noch sehen wollt! Ein aktueller Artikel beschreibt Auswirkungen des letzten Bebens im Nov 2016: Nord&Südinsel sind 5 Meter näher aneinander gerutscht: http://www.radionz.co.nz/news/national/327328/kaikoura-quake-moved-south-island-5-metres
    Von dem Thema so bewegt, hab ich dann gleich in der Nacht darauf doch tatsächlich die Erde beben hören. Ich liege mit Oropax im 3. Stock und werde geweckt von Krachen und Wackeln. Oh Gott!!! Halb im Traum denke ich noch, dass ich vielleicht träume und es wackelt immer noch!! Ich berühre den Fussboden und der wackelt auch!! Und jetzt? Aufstehen und rausrennen?
    Bis ich auf einmal realisiere, dass sich meine etwas korpulente Zimmernachbarin im wackeligen Stockbett über mir ziemlich intensiv hin u herwälzt..aaahhhhh, kein Erdbeben, nur Bettbeben mit quietschigen Eisenstäben..so geht's mir noch ein paar mal in dieser Nacht. Morgen hab ich das Thema dann hoffentlich verarbeitet :-)

    Tag 2 entschied ich mich für die Abteilung Tiere, Vögel, Kiwis, Dinosaurier; besonders die dunkle Unterwasserwelt ist wie im Gruselfilm.. was da an Urzeit Getier aus der Tiefe gefischt wird?! Dazu hab ich dann aber nix geträumt!

    Tag 3 waren die Maoris dran und die ausführliche und wie immer traurige Geschichte der Europäer, in diesem Fall Engländer, die die ehemaligen Einwohner unterdrückt haben. Aber die Maoris sind wohl weltweit die einzige indigene Gruppe, die heute einen festen und voll integrierten Platz in der Gesellschaft haben. Und NZ ist sehr geprägt von ihrer Sprache

    Tag 4 hatte ich genug von Kultur u vermiss die Natur.
    Auf geht's zu den Red Rocks vor der Stadt... anscheinend gibt es dort Seehunde. Laut Schild vor Ort wohl nur von Mai-August und man muss 20 Meter Abstand halten..sie können beissen. Und dann lag direkt am Wegesrand so ein armer toter Seehund, völlig verrenkt und hat mega gestunken. Ich wäre fast drauf getreten, man erwartet ja keinen Seehund im Gras...mal etwas genauer betrachten...WOOOOOOUUUUUU, das Viech bewegt sich!!!!!!
    Wohl doch ned tot und stinkt wohl immer so! Mit einem GROSSEN Satz bin ich von einem halben auf 20 Meter Abstand gegangen und der Seehund hat sich gemütlich geräkelt, um gleich wieder weiterzuschlafen. Hui!
    Es folgten dann noch sechs weitere Seehunde, aber in sicherem Abstand auf den Felsen. Trotzdem, so nah war ich frei lebenden Seehunden noch nie!
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  • Day37

    Tough Mudder - Stewart Island im Matsch

    March 17, 2017 in New Zealand ⋅ ☁️ 8 °C

    Nun, jetzt bin ich im Süden. Noch südlicher wäre dann Antarktika und so fühlen sich die Temperaturen auch bald an. Hier wirds so langsam Herbst und der kommt von Süden nach Norden gezogen.

    Stewart Island heisst das Paradies hier. Ist bekannt für seine Ursprünglichkeit, unberührte Natur in reinster Form, die 22.000 Kiwivögel, wenig Menschen, Regenwald und Matsch! V.a. Matsch! Es gibt einen “Great Walk“, 3Tage Wanderung auf gepflegten Wegen, betreuten Hütten und relativ gut frequentiert. Dann gibt es die Nord Runde, 11Tage Wanderung auf ungepflegten Wegen (alle 5 Jahre geht mal ein Ranger durch und lässt die umgestürzten Bäume liegen), einfachen Hütten, absolut einsam (an geschäftigen Tagen sind 5 Personen auf dem Weg) und Matsch, der je nach Regenfällen bis zum Hals gehen kann (KEIN Scherz!!! Und es regnet an 210 Tagen im Jahr). Für was glaubt ihr, hab ich mich entschieden? Wer mich kennt, weiss, dass ich gern ein Dreckspatz bin :-)
    Warum man so was macht? Keine Ahnung! Vielleicht damit sich die Dusche rentiert? Schlammpackungen sind ja bekanntlich verjüngend?

    Da die Tour eine einzige Runde durch den dichten Urwald ist, kann man auch nicht abkürzen und muss die nächste Hütte erreichen. Vor oder zurück. Jäger haben mir erzählt, dass ein Engländer morgens ihre Hütte verlassen hat und abends an genau der selben Hütte bei den Jägern wieder angekommen ist... er hat nach der Brotzeit nicht mehr gewusst, aus welchem Gestrüpp er kam und ist promt in die falsche der zwei Richtungen gelaufen ist.. 7 Stunden Marsch für den Kiwi! Der Tag besteht auch meistens aus 7 Stunden Schlammwaten. JA man kann für ELF Kilometer SIEBEN Stunden brauchen!

    Da ich keine vollen 11 Tage Zeit hab entscheide ich mich für 3Tage Richtung Norden, Gipfel und wieder Retour. Also rein in die Gamaschen und auf in die Schlammschlacht, ausgestattet mit einem Sicherheitschip, den man im Notfall aktiviert und dann kommt sowas wie ne Rega, und vieeeeel Motivationsschoggi. Rauf und runter an den Wurzeln, durch den Urwald, durch die Bäche, balanciert über Steine und Äste, über wackelige 1 Personen Hängebrücken, begleitet von grünen Papageien, bezwitschernden Vogelgesängen und ein paar Rehen. Plötzlich steht man am Strand voller Muscheln, Möven und Albatrossen (theoretisch manchmal auch Seelöwen oder Pinguine, aber dieses Glück hatte ich nicht).

    Der Weg findet sich dank Markierungen an Bäumen und Fussspuren (gut sichtbar im Matsch :-) ). Aber bloss nicht den Weg verlassen, sonst irrt man ein paar Jahre durch das Dickicht! Auf dem Weg zum Gipfel gibt es dann nur noch hüfthohe Sträucher, aber selbst da hab ich mal kurz panisch die Karte ausgepackt, weil echt kein Weg mehr zu sehen war. Und immer der Nase nach könnte hier bös enden.

    Liebe Freunde des Survival Runs von Thun..das wär was für euch!! Is nicht so dass man dreckige Schuhe sehen würde, man sieht GAR KEIN Schuh mehr. Wobei die schlammige Realität gar nicht so furchtbar war. Maximal ein Meter tief ist der Matsch und diese Stellen konnte man umgehen. Und oft war der Weg auch trocken und sandig. Meist laufe ich einfach mitten durch den Schlamm, egal wie tief, denn beim Weg aussenrum muss man eh nur durchs Gebüsch u wenn man schön angestrengt über die Äste am Boden rund um die schwarzen Pfützen balanciert, dann landet man meist mit der schönsten Pirouette und Gesicht voran im Dreck. Ich nicht, hab mir vorab freiwillig Matsch ins Gesicht geschmiert, um die Maori Mud Geister zu versöhnen.

    Die Hütten waren traumhaft, immer direkt am Strand gelegen, Sonnenaufgang par excellence, mit Rehen im Vorgarten und Sandflies, die deine Kleidung wie eine schwarze Schicht bedecken!
    In einer Hütte war ich dann zwei Nächte, davon eine tatsächlich ganz allein. Du weisst, dass mind. 24h NIEMAND vorbei kommen wird, kein Handy Empfang, kein nichts, ausser der Sturm, der wie irre ans Dach peitscht! Die Hütte knarzt und kracht und die Ratte raschelt in den Plastiktüten. Klar wird's dann mal kurz mulmig aber das ist Natur! Darin muss man vertrauen, was leichter ist, als manch Menschen zu vertrauen. Die Angst entsteht nur aus blühender Phantasie.
    Die andren Nächte teilte ich die Hütten mit Bayern und Schweizern..bin ich nicht in Neuseeland????

    Nach 6 Tagen zurück im Dorf, bei Fish n Chips und Bier, frisch geduscht und Schuhe wieder sauber, sind die Beine müde, denn es war eine der anstrengenden Wanderungen. Aber die Laune ist prächtig, die Gelassenheit ist perfekt und das Training für Nepal sollte langsam reichen..

    Die letzten 10 Tage Neuseeland brechen an, mal sehn, was da noch so kommt.
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  • Day34

    Essen - Fotos die Zweite

    March 14, 2017 in New Zealand ⋅ 🌙 11 °C
  • Day34

    Essen - ein wichtiges Kapitel

    March 14, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Ja das Essen ist nicht nur grundsätzlich wichtig, sondern im Ausland auch immer besonders amüsant und natürlich vieeeeeel besser als daheim (bis auf das deutsche Brot, Kaiserschmarrn, Fondue, Brezen, und und und).
    Fangen wir an mit der Kiwi! Die habe und werde ich hier nicht essen können. ALLE werden exportiert und dafür italienische importiert! Gut, soviel zur Ökobilanz.

    Weiter geht's mit unglaublich leckeren Avocados, Orangen, Pfirsichen, Pflaumen in tausend Farben und den Kiwanos..muss noch herausfinden ob das ne Tante der Kiwi ist.. ich nenn es Kiwi-Igel und schmeckt wie eine Banane mit Salatgurkenkonsistenz und nem Schuss Zitrone.
    Heut hat der Bus an einer Plantage angehalten und der FruitShop war ein kunterbunter fruchtiger Traum!

    Dann natürlich ganz amerikanisch Mc, KFC, Wendy's (nein ich schick dir kein Burger!), Pizza Hut, Fastfood und Slowfood Burger round and round..am besten sind die FishBurger.

    Fisch gibt's aber meistens in Form von Fish n Chips, ohne Essig! Muscheln, Austern, Garnelen gibt's auch zahlreich, stehen aber nicht auf meinem Speiseplan, da Restaurants eher selten Besuch von mir bekommen. Den englischen Einfluss schmeckt man auch in den variationsreichen Pies, mit Fleisch, Gemüse, Feta..hmmmmm, nur der mit Ziege war, wie er sich anhört..ziegig!

    Zum Fisch passt natürlich Wein! NZ ist bekannt für den ausserordentlich exquisiten Sauvignon Blanc! Und der ist ausserordentlich exqisit....teuer! Aber nicht nur Wein, sondern auch Cider und das bekannte Craftbeer. Die Maiselsmitarbeiter hätten hier ihre wahre Freude und Schule. Es gibt mehr Craftbeer als Standard Ale.
    Alkohol ist generell teuer, es gibt ihn v.a. in speziellen Liquor Stores zu kaufen. Ich war ja schon irgendwie geschmeichelt als ich meinen Ausweis für eine Flasche Cider zeigen musste. Dann war ich schon irgendwie genervt, weil meine ID nicht akzeptiert wurde und ich ohne Cider weiterziehen musste. Der Reisepass lag schön ganz unten im Rucksack.
    Was man aber ohne Pass bekommt, ist GingerBeer. Hat nix mit Bier zu tun sondern ist Ingwer Limonade. Fein! Das importiere ich!

    Und das schönste Shopping für mich (neben Outdoor Shops) ist in Supermärkten. Hier gibts noch echten Pumpernickel, Bavarian Bread (sind Sonnenblumenkerne unser Markenzeichen?), echtes Swiss Bread in Form von Toastbrot (was ist denn das liebe Schweizer?), Ovaltine (sind ein paar Buchstaben im Ozean untergegangen?) Und für die Hunde gibt's 3kg Streichwurst Bruno..gut dass da 'chicken' oder 'lamb' draufsteht, sonst könnte man noch meinen, da sei 'Hund' drin.
    Ach ja und woran merkt man dass Ostern kommt???
    Am Schoggi Kiwi, der sein Schoggi Ei brütet!

    Ganz wichtig ist ja dass der Tag gut beginnt, mit super Cappuccino (das können die hier!) und Muffin oder Pancakes..hmmmm mit Ahornsirup! Aber nicht zu verwechseln mit den Pancake Rocks (Gesteinsformationen, nicht zum Anbeissen).

    In dem Sinne an Guadn oder Prost, ich hör jetz bei einem Cider dem Gitarristen im Irish Pub zu!
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  • Day33

    Bus-Wandern auf der Südinsel

    March 13, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 8 °C

    In NZ gibt es NEUNZEHN Gipfel über 3.000! WOOOOOW! Aber immerhin mehr als in
    Deutschland;-)
    Die sogenannten Südalpen trennen die sehr verregnete Westküste von der eher trockenen und flachen Ostküste und Christchurch.
    Kann ich bestätigen! Es regnet! Ich bin nämlich auf Gipfelsuche, bzw. auf Suche nach längeren Strecken, die man in einem Anstieg am Stück hochgehen kann. Davon gibt's nämlich gar nicht so viele, denn die meisten sind unbegehbar wegen Naturschutzgebiet, dichtestem Regenwald oder dann gleich mit Gletscher on top.

    Also steht auf dem Programm: Westküste entlang der Alpen runter, Bus nach irgendwo, Berg, Bus nach irgendwo Nr 2, Berg 2, Bus nach..usw. Und auf diesen recht langen Fahrten spielt der Busfahrer (die hier zur Erinnerung unglaublich nett und lustig sind) auch noch Reisegruppenleiter und erklärt Flora und Fauna.. daher mein Wissen über die Gipfelzahl und den Manuka Tree, dem man neben dem feinen Manuka Honig auch das bekannte Teebaumöl verdankt... nicht verwechseln bitte! Honig in Tee und Öl auf Wunden..andersherum schmeckts ned!

    Berg 1 der Avalanche Peak...ein netter steiler Kletteranstieg mit felsigem Gipfel und uuuuunglaublich vielen Edelweiss. Das ist verkehrte Welt! Erdbeben in der CH u Edelweiss in NZ!
    Und auf dem Gipfel saßen zwei Keas, wunderschöne Papageien mit kunterbunten Federn.

    Berg 2 der Alex Knobs (wörtliche Übersetzung: Knubbel...irreführend mit 1000hm Anstieg!).. der war quasi Pflicht, weil er Ausblick auf den mir wichtigsten Gletscher bietet, den Franz Josef Glacier... Papa, war ne Ehrensache, hat mir aber mehr als einen Schweisstropfen beschwert. Des kost ne Runde!
    Bemerkenswert ist der Gletscher auch, weil sich innerhalb von 30km sowohl Gletscher, Regenwald als auch Meer finden... coole Kombi! Oben trifft man kaum jemanden, aber ne nette Lausannerin, die Top Tipps für meine Rangerkarriere hat... dass man dafür nach NZ muss!?
    Neben Franz Josef gibts noch Fox. Zwei Hauptgletscher auf denen alle 10 min ein Heli landet (damit jeder mal nen Gletscher anfassen darf!). Kann ja niemand was für sein Herkunftsland ohne Gletscher, aber Ökotourismus ist das nicht!

    Berg 3 der Mt Roys in Wanaka...gemütliche Stadt am See, schaut eher nach Kanada aus hier. Und es reeeeeechnet. Daher Yoga statt Wandern und schwupps, die nächste Schweizerin kreuzt meinen inspirativen Weg des Rangerwerdens. Ihr kann ich dafür mit Tipps für ne Farming Zukunft aushelfen. Zum Wandern gibt's nur zwei Sachen zu sagen
    - Gipfel IN der Wolke = Traumaussicht, wenn man Grau mag. Die angesagtesten Grautöne, hell, dunkel, verschleiert, graumelliert, absolut im Trend!
    - Schafe, Schafe, Schafe

    Und nun geht's weiter nach Queenstown u dann ab auf die Stewart Island, im Süden des Südens der Südinsel. Übrigens ist der NORDEN rund um Auckland grad überschwemmt..also don't worry, ich bin im SÜDEN!!
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  • Day22

    Strand, Strand...wie Sand am Meer!

    March 2, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Abel Tasman Coast Track: Puh..ich kann kein Strand mehr sehn! Und kein Sand! Und v.a. keine Sandfliegen (sandflies im original)! Das sind so liebe kleine Fruchtfliegen-Imitate, die jeden Flecken freie Haut von dir aufstechen, Strohhalm rein und ab geht die Trinkparty. Den Kater allerdings badest nur du selbst aus, in Form von juckenden Stichen, schlimmer als bei jeder Moskito!
    Aber soooo schlimm war's dann auch wieder nicht: ein schönster Strand folgt dem nächsten schönsten. Und dann noch einer...abgewechselt von kühlem Buschdickicht, Auf- und Abstiegen über Felsen, Hängebrücken und wieder Strand. 5 Tage lang! Das Wetter war mal wieder ausgezeichnet, d.h. ich war mehr im Wasser als in den Wanderschuhen! Und die Schuhe auch mal im Wasser! Und im Sand! Und Sand IN den Schuhen!

    So dramatisch überlaufen wie angekündigt war der Track nicht, die Masse verteilt sich auch auf Kajaks, Wassertaxis, Hütten etc. An Campingplätzen hab ich extra die Kleinen ausgesucht..mit nur zwei weiteren Zelten hat man sich dann die Privatbucht geteilt. Und den alleroberkitschigsten Sonnenaufgang in erster Reihe, wie im Film! Nur sitzt der Traumprinz in der Schweiz und neben mir ne Möve...

    Und da lauf ich so durch den dichten Busch - tagelang von Asia Nudeln und Instantkaffee gestärkt - und stehe auf einmal vor einer Bar mit ChilloutMusik, Sauvignon Blanc und Pizza im Angebot. Da kann man ja mal ne Ausnahme machen und um 11h schon zuschlagen bzw sich vollschlagen und sich danach an den Strand schlagen weil man ist so erschlagen! Aber guuuuuuut!

    Die weiteren traumhaften Sonnenaufgänge übergehe ich jetzt mal aus Anstand und schließe mit den Seehunden, die da einfach so faul am Fels herumliegen. Einfach schön die Natur!!

    Der Abel Tasman verdient wirklich die Auszeichnung des schönsten Tracks und ist ohne weitere Wanderkenntnisse zu schaffen, auch wenn manche Strecken im Sand mit dem Rucksack echt anstrengend sind und 'runter zur Bucht' auch immer 'rauf zum Track' bedeutet. Informieren sollte man sich aber über Ebbe und Flut! Sonst kann man schon mal 4 Stunden warten bis gewisse Wegabschnitte wieder ohne Wasser sind, bzw bis man wieder Wasser unterm Kiel hat..da musste der Kapitän wohl im Trockenen übernachten;-)

    Jetzt wird erst mal der Sand abgeduscht!
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  • Day17

    Wellington und schon im Süden

    February 25, 2017 in New Zealand ⋅ 🌙 12 °C

    Das Adrenalin oder auch die komischen Dämpfe vom Vulkan lassen nach...nach einer langen Busfahrt bin ich in Wellington und eigentlich doch ned. Heute ist Samstag und ein unglaublich wichtiges Cricket- oder Rugbyspiel, da findet kein Kiwi mehr ein Zimmer. Also gibt's als besondere Grüsse an den Matrosen einen kurzen Hafenrundgang bei den Fotos. Betonung liegt auf kurz, da mein Rucksack nach dem Supermarkt gestern nun definitiv die 20kg Marke überschritten hat! Ab sofort gibt's nicht nur Couscous!

    Die einzigen 'historischen' Orte sind die zwei Kräne am Glasgow Steg, die noch im Original existieren..alles andere ist erneuert. In der grossen Lagerhalle Shed 13 ist heut eine Kletterhalle und ein Kajaklager. Andere Sheds sind 'soziale und kulturelle Begegnungsorte' (https://discover.stqry.com/v/shed-6/s/5d8bc092a24b26f74360b7246e3c9621) und aus dem alten Leuchtturm wurde eine Kinderrutsche. Das Münchner Hofbräuhaus darf natürlich nicht fehlen;-)
    Insgesamt eine sehr lebendige und angenehme Stadt, ich komm wieder!

    Wellington ist im Süden der Nordinsel, in einer Bucht gelegen. Von hier geht die Fähre 3h durch die Cook-Passage zur Südinsel. Der Wind peitschte mit ca 70 km/h ans Schiff, gefühlt wars noch mehr..aber ich will Wale und Delfine sehn! Also hielt ich's doch 2h am Bugdeck aus, festgekrallt am Geländer, und hab doch sehr viele Wellen und ne Möve gesehn.. mehr nicht. Super!

    Ach und wer in NZ einen Smoothie bestellt, der bekommt einen Fruchtmilchshake. Wer einen Milkshake bestellt, der bekommt eine Schoggimilch, manchmal auch mit Vanille..also aufpassen bei Laktoseintoleranz!

    Ab sofort bin ich also auf der Südinsel und die ganze kommende Woche auf dem Abel Tasman Track, tagsüber über weissen Sand laufend, eventuell mal zwischendurch Kajak paddelnd, nachts an leeren Stränden zeltend. Alle, die sich jetzt schon Sorgen machen, bitte zuhören: es sind offizielle Nationalparks Campingplätze, die ich buchen musste und der Ranger kommt kontrollieren.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Abel_Tasman_Coast_Track

    Dann mal los...
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  • Day16

    Kraterblick

    February 24, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Los geht die Mission.. gut gestärkt mit einem feinen Craft Beer am Abend vorher - wobei der Name 'Breakfast' dann doch eher in eure Zeitzone passt!

    Da ist er: der Mt Ngauruhoe, mit einem perfekten Vulkan Kegel...ich nenn ihn lieber Schicksalsberg bevor der Knoten in der Zunge gar nicht mehr aufgeht. Absolut super Wetter, die anfänglichen Wolken geben der Szenerie den passenden mystischen Touch.

    Der erste Tag war ein easy 3h Trip. Man bekommt ein Gefühl für die Wildnis: ich hab eine Spinne beobachtet, die eine Fliege gefressen hat. Mega Wildnis! Ich nehm mich in Acht!
    Der zweite Tag beginnt mit einem PowerBoost: mein InstantKaffee ist 2010 abgelaufen und schmeckte ernsthaft besser als jede Plörre aus dem Automaten. Vor 9h braucht man nicht loslaufen da die ersten 3h auf dem Tongario Crossing, NZs bekanntestem Tagesmarsch, liegen. D.h. täglich 1'000 (Pseudo-) Wanderer, die den Marsch ihres Lebens laufen, verstopfen den einzigen Weg. Ihnen ist Respekt zu zollen, denn mit Sneakers, kurzer Hose und Kamera in der Hand einen scharfkantigen und schotterrutschigen Vulkan hochzulaufen ist wohl wirklich ein besonderes Erlebnis. Selten hab ich mehr Schürfwunden, Bänderdehnungen und erschöpfungstriefende Gesichter auf einem Haufen gesehn. Ein Turnschuhfritze wollte mir meinen Wanderstock abkaufen, weil er gestürzt war. Mein Lidl-Gandalfstock bleibt bei mir!
    Alleine war ich also ned..aber die Magie der Natur war dennoch zu spüren. Ein Schritt, zwei zurückgerutscht, ein Schritt und noch einer.. 600hm lang..und plötzlich schaut man über den Kraterrand.. und sieht: Felsen. Coooooool! Ich hab in den Krater reingespuckt aber das hat keine nennenswerte chemische Reaktion ausgelöst. Die Vorstellung, dass genau aus dem Loch glühende Lava fliessen kann, ist spektakulär, genauso wie die Aussicht, der Stolz und der Hunger. An einer Ecke raucht es aus der Felswand, riecht wie eine warme Meeresbrise und zeigt doch irgendwie dass es hier lebt.
    Runter war eine lustige Rutschpartie, straight down in dem tiefen Schotter, juhuuuuui!
    Der restliche Weg war dann wirklich fast nur für mich allein und voller Adrenalin, auf den Mt. Tongariro, vorbei an Kraterseen, Ork-Höhlen und Schwefelquellen. Nach 9h Marsch ist es zu wunderbar, in der gemütlichen Hütte zu kochen u mit den andren die Erlebnisse und Schoggi zu teilen.
    Apropos Hütten: in der Hauptsaison gibt es auf jeder Hütte Gaskocher und ein kompetenter und lustiger Ranger mit einer Gesprächsrunde jeden Abend. Platz für 20-30 Leute, Matratzen, Wasser und Toiletten sind immer vorhanden aber leider nie ein Koch der Älpermaggronen oder Kaiserschmarrn macht.

    Die letzten zwei Tage waren geprägt von einer unglaublich weiten, abwechslungsreichen und unberührten Landschaft und von intensiven Tagträumen: ich hab mich gefühlt wie Obelix..vor mir schwebten XXL Burger, Pizza, Currypot, Monsternudeln und Snickers. Verdammt hab ich Hunger!!! Ausser Couscous u leeren Pasta gibt der Rucksack nimmer viel her..
    Im Village angekommen gabs als ALLERerstes ein riesen Sandwich, Fanta, ne ganze Packung Cookies und abends ne Einkehr im PizzaHut!!!

    Quintessenz:
    - Natur kann verzaubern wenn man sie wahrnimmt
    - unbedingt spannenderes Essen vorher einkaufen
    - 4 Tage in einer Hütte macht aus Fremden Freunde.
    - ich werd Ranger!
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