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Manu On Tour

6 Monate đŸŽ’đŸ“žđŸ€—đŸ™ˆ LĂ€s mer
  • Christchurch - Tag 3

    26 februari 2019, Nya Zeeland ⋅ ⛅ 20 °C

    Endlich, das Wetter wird wieder besser. Die Sonne scheint und es ist nicht mehr ganz so kalt. Der Temperatursturz der letzten Tage hat zu einer beginnenden leichten Erkältung bei mir geführt. Hätte ich auch nicht gedacht, aber ist leider so. Ich bin also definitiv ein Kind der Wärme und nicht der Kälte.

    Auf jeden Fall schaue ich mir heute endlich mal die Christchurch Art Gallery Te Puna o WaiwhetĆ« an und erfülle der netten Dame am Empfang noch die Bitte an einer Umfrage teilzunehmen. Danach fahre ich doch nochmal mit dem Bus zu dem Mobilphone Store, um evtl die Kopfhörerbuchse doch noch reparieren zu lassen. Leider ist er wieder nicht da und lässt mich nach einem Anruf statt 15min dann 1h warten. Er hätte jetzt keine Zeit das zu reparieren, aber mit seinen Lightning Kopfhörern würde es ja funktionieren. Ich soll die statt dessen mitnehmen und benutzen. Nagut, nicht ganz das was ich mir an Lösung vorgestellt hatte, aber vielleicht auch nicht so verkehrt. Das Handy nochmal öffnen, um den Slot zu reparieren birgt aktuell vielleicht doch zu viel Risiko. Wie heisst es so schön: "Never touch a running system." Kann ich ja immernoch nach meiner Rückkehr reparieren lassen, wenn ich das unbedingt will. Also wieder mit dem Bus zurück zum Busbahnhof, noch bissel durch die Stadt geschlendert, mal wieder zwei Kugeln Eis eingesammelt und dann zurück zum Hostel meine Sachen packen. Da ich bereits gegen 6:30 Uhr am Airport sein und somit um 5 Uhr aufstehen muss, wird jetzt fleißig gepackt und ich bin am Ende froh, dass ich 30kg Freigepäckgrenze habe. Ich schätze ich bin aktuell bei 25 kg angelangt. Heißt aber, ich habe noch 5kg Puffer für Sri Lanka und Sansibar. :D
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  • Von Christchurch nach Colombo

    27 februari 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Es geht weiter! Heute ist der Tag meine langsamen Heimreise gekommen. đŸ˜©
    Um 5:50 Uhr stehe ich am Busstop, um zum Airport zu gelangen. Viel geschlafen hab ich die Nacht nicht. Im Flieger nach Melbourne, wo ich leider 7h tot schlagen muss, habe ich auch nicht schlafen können, mir dafür aber endlich “The Crimes of Grindelwald” oder auch “Grindelwalds Verbrechen” angesehen. Die Originalvertonung ist deutlich besser als die Deutsche. Aber um Welten! Ich habe kurz über eine nochmaligen Citytrip in Melbourne nachgedacht, mich dann aber doch dagegen entschieden und bin am Airport geblieben. Zudem musste ich ja noch meinen Boarding Pass für den Flug nach Colombo organisieren, der mir nämlich am automatischen Check-in bei Air New Zealand nicht ausgedruckt wurde. Auf Nachfrage wurde mir in Christchurch mitgeteilt, ich müsse dann zum Schalter meiner Airline und würde ihn dort erhalten. Naja, den erhielt ich letztlich kurz vorm Boarding vom Personal...

    Es folgten 10h 40min Flug nach Colombo. Genug Zeit um Filme zu schauen und kein Auge zuzumachen. Verdammt. Na vielleicht auch nicht so schlecht, dann wird der Jetlag übersprungen. In Colombo dauerte es dann gefühlt eine Ewigkeit bis ich durch die Immigration war und meinen Stempel im Pass erhielt. Kurz nach Mitternacht Ortszeit war ich dann,dank des zuvor organisierten Shuttles endlich im Hotel.
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  • Colombo

    28 februari 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C

    Colombo: 3-4 Millionen Einwohner und die typischen Gerüche, die auch in Indien und Nepal zu finden sind. Ja, irgendwie bin ich was das betrifft wieder dort angekommen, wo alles angefangen hat. 😄 Und auch hier wird man den ganzen Tag von Tuk Tuk Fahrern genervt. „Tuk Tuk, Mam?“ „Where are you going, Mam?“ „Need help, Mam?“ ...
    Diesmal falle ich auf einen älteren Herren rein, der mir was von einem Festival erzählt, dass ich unbedingt sehen müsse und mir ein Tuk Tuk organisiert. Relativ schnell merke ich, dass es sich hierbei um eine Stadtführung durch den Tuk Tuk Fahrer handelt und breche augenblicklich ab. Ich bin überrascht, ohne Diskussion werde ich auf meinen Wunsch zum Hotel zurückgefahren. „No problem, Mam. You are safe here, Mam.“ Ist was ich als Antwort auf meine Reaktion erhalte. Hmm, das ist mal neu!

    Ich bezahle meine 4€ für die 8km und gehe kurz ins Hotel, bevor ich meine eigene Sightseeingtour fortsetze. Ich hatte einfach keine Lust, den ganzen Tag in einem Tuk Tuk durch die Gegend zu fahren und wieder von einem Tempel zum nächsten zu jagen. Ich krame in meiner Reisekosmetiktasche nach meinem Ring, den ich genau für Asien eingepackt habe, setze ihn auf und bin ab jetzt: Glücklich verheiratet! Tadaaa!!! đŸŽŠđŸ‘đŸ€Ł

    Ich stiefle also einfach ein bissel mit meiner Kamera durch die Strassen, kaufe mir für 30 Rupees ein Chickensamosa und auf dem Local Fruit Market 6 Mangostan für 100 Rupees (Kurs 1:200) also 50 Cents. Ja, das ist wieder ein ganz anderer Schnack als in Australien und Neuseeland. Aber auch hier fällt auf, das Handeln alles ist und die Hautfarbe der Garant fürs „Übers Ohr gehauen werden“. Warum? Der Straßenhändler zuvor wollte tatsächlich 50 Rupees für 1 Mangostan haben! Netter Versuch!
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  • Galle - Tag 1

    1 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    AHHHH-echt, wirklich? Ich fasse es nicht!!!! Es ist 4:45 Uhr und die Chinesin in meinem Zimmer schmeißt ihren Laptop an! Gehts noch? Ich versuche das 45min zu ignorieren, geht nicht! Ok, das nächste Zimmer wird ein EZ! Reicht jetzt wirklich! Ja, ich kann echt mufflig werden, wenn man mir meinen Schlaf klaut! *grr*

    Aber ok, somit bin ich wenigstens tatsächlich um kurz vor 8 Uhr mit meinem ganzen Gepäck am Bahnhof und kaufe mir mein Zugticket nach Galle. Jetzt halte man sich fest, Ticketpreis 240 Rupees (1,20€)!!! Weg ca. 170km, Fahrzeit 2h30min. Goody on top, die Zugtüren sind während der Fahrt offen und man kann sich schön in die Tür stellen und die Landschaft vorbeiziehen sehen. Toll! 👏 Am Bahnhof in Colombo treffe ich Alex, einen Deutschen der eigentlich gerade in Indien unterwegs ist und nur hier ist, um sein Visum dort zu verlängern, also dafür einmal aus- und wieder einreisen muss. Wir setzen uns zu 2 weiteren deutschen Mädels in den Zug und unterhalten uns die Fahrt. Netter Kerl, 27 und beginnt im April eine Yogalehrerausbildung in Indien. Er steigt in Hikkaduwa aus, während ich noch einen Ort weiter nach Galle fahre. Dort angekommen, werden sämtliche Tuk Tuk Fahrer ignoriert und ich lege den Kilometer bis zu meiner Unterkunft im Fort zu Fuß zurück. Natürlich bin ich viel zu früh da, aber die Männer beeilen sich, dass Zimmer fix für mich herzurichten. Super lieb! Ich habe mir eines mit direktem Meerblick und an den Festungsmauern gegönnt und: Für mich allein!!! Endlich!!!
    Da noch der ganze Nachmittag vor mir liegt, wird dieser zum Erkunden des Fortviertels mit seinen süßen, kleinen Gassen genutzt. Zum Mittag um 15:30 Uhr gibt es lecker Oktopus und später am Abend nochmal ein super leckeres Curry von „Mama“. Die Familie hat die Terrasse ihres kleinen Hauses mit Stühlen und Tischen bestückt und „Mama“ kocht seit einigen Jahren mit Papas Unterstützung für die Gäste. Sohn und Tochter servieren. Verdammt lecker!!!

    Als ich zurück in meine Pension komme, habe ich eine längere Unterhaltung mit dem Manager. Er gibt mir einige Tipps für meine Reiseroute und obendrauf erklärt er mir, dass ich niemandem sonst außer mir selbst trauen soll. Vorallem, da ich alleine unterwegs sei. In Bussen und Bahnen solle ich auf meine Sachen aufpassen. Ich sei generell sicher, aber er hätte auch schon andere Dinge gehört und deshalb solle ich aufpassen. Jaaa, hatte ich mir schon gedacht...
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  • Galle - Tag 2

    2 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 27 °C

    9:00 Uhr und es klopft an meine Zimmertür. Großartig, ich bin grad der Dusche entsprungen und das Personal ist männlich. Egal! Handtuch übergeworfen und Kopf zwischen Tür und Wand zur Kommunikation ins freie geschoben. “Breakfast Mam. Your breakfast is ready. It’s time!” Ähm, ok. Ich denke bis 10:00 Uhr, aber ok. „Give me 10min, ok?“
    Schaffe ich natürlich nicht ganz, aber das akademische Viertel tut’s auch, denke ich mir. Die Jungs sind echt putzig. Ich bekomme Omelett mit 2 Toast, noch ein Garlic Sandwich, also 2 Toastscheiben mit Butter und frisch geschnittenem Knobi. Oh ha... Dazu gibt es ein Kännchen Tee, eine Fruchtplatte mit Ananas, Melone und Banane und zum Schluss bekomme ich noch einen Erdbeermilchshake. Als ich mich erfolgreich in mein Zimmer zurückgerollt und das Bett erreicht hatte, bin ich da erstmal für 1h liegengeblieben und eingeschlafen. Der absolute Hammer. Mich hat ein Frühstück umgehauen! đŸ˜łđŸ€ŠđŸ»‍♀

    Wieder ansprechbar und halbwegs zurechnungsfähig habe ich mich dann gegen Mittag, immernoch total satt, auf den Weg Richtung Bahnhof gemacht, um die Zugzeiten für meine morgige Weiterreise zu checken. Dort kam ich dann mit einem Singhalesen ins Gespräch der mich letztlich zu einem einheimischen Gewürzladen gebracht hat. Ich gebe zu, ich war mega skeptisch nach den Erfahrungen in Indien, Nepal und Colombo, aber er meinte zu mir, er will kein Geld, er will mir helfen. Deutschland hätte 2004 nach dem Tsunami viel Geld gespendet und wäre gekommen, um Sri Lanka zu helfen. Sein Haus hatte er verloren, viele Freunde leider auch, aber seiner Familie ginge es gut. Die Deutschen hätten seinem Land geholfen, jetzt möchte er mir helfen. Wieder eine ganz neue Erfahrung und er verabschiedet sich wirklich höflich in dem Gewürzladen von mir. Das gibt es also doch noch.

    Für den kleinen älteren Mann im Gewürzladen muss ich den Tagesumsatz gesprengt haben. Ich habe 5 Tüten Gewürze und 2 Tüten Tee gekauft und er hat gestrahlt. Als Geschenk gab es noch 1 Tüte Curryblätter dazu. Es sei heute ein guter Tag gewesen, war seine Aussage. Ich bedanke mich und wandere mit meinen Gewürzen im Rucksack zurück ins Fort. Auf dem Rückweg denke ich noch eine Weile über das Tsunami Gespräch mit dem Mann nach. Leute wären hingelaufen und hätten geschaut, wie das Meer verschwindet, die Fische eingesammelt, um wenig später die 10m Welle zu sehen. Sie seien nicht weggelaufen, weil Tsunamis bisher in Sri Lanka unbekannt waren. Jetzt hätte man aber ein Frühwarnsystem installiert, das helfe, soetwas wie damals zu verhindern.
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  • Mirissa - Tag 1

    3 mars 2019, Sri Lanka ⋅ 🌧 25 °C

    Hotelzimmer ist bezahlt, ich bin mit samt meinem Gepäck am Bahnhof von Galle und habe mein Zugticket nach Mirissa in der Hand. Am Bahnsteig treffe ich auf Australier von Tasmanien und ein deutsches Mädel aus Frankfurt/Main. Die Bahn bringt mich heute nach Mirissa, ein Hafenstädtchen, das bekannt ist für Whale Watching, Strand und Seafood. Die Fahrt über unterhalte ich mich mit der Frankfurterin, die einen Ort vor mir aussteigt. Am Bahnhof von Mirissa angekommen sozialisiere ich mich spontan mit 2 anderen deutschen Frauen und teile mir mit ihnen ein Tuk Tuk. Das klappte doch schon mal super. Meine Unterkunft finde ich auch flink, kann sofort mein Zimmer beziehen, springe in meinen Bikini und packe meine Sachen für den Strand. Allerdings heißt es zuvor noch nach einem Geldautomaten Ausschau halten, denn mit 50 Rupies komme ich nicht weit und vorallem bekomme ich nicht viel zu essen dafür. Was darauf passiert, zeigt wieder wie klein die Welt doch manchmal ist. Während ich nach meinem ATM Ausschau halte, geht eine Frau vor mir und sucht mit Hilfe ihres Handys ganz offensichtlich ebenfalls nach dem Weg. Sie dreht sich um, unsere Blicke treffen sich und wir schauen uns beide super überrascht an! Können es beide kaum glauben! Es ist die Holländerin, die auf der Whitsundays Segeltour in Australien vor 3 Monaten das Bett unter mir hatte. Was für ein Zufall, zumal sie quasi gleich wieder zu ihrem Bus muss. Deshalb unterhalten wir uns auch nur für 5 min. Sie erzählt mir, dass sie aufgrund meiner Berichte auch nach Myanmar gereist ist, es ebenfalls sehr faszinierend fand und am Mittwoch wieder zurück nach Hause fliegt. Als wir uns verabschieden wünschen wir uns noch alles Gute und sind beide noch immer etwas perplex über diesen Zufall.

    Als ich mich dann endlich mit Geld versorgt hatte, bin ich auf dem Weg zum Strand an einem Waffelladen vorbei gelaufen und habe beschlossen mein Frühstück nachzuholen. Bananenwaffel und Kaffee Latte. Oh ja, das brauche ich jetzt. Wenig später treffe ich auf der Straße Alex, den Deutschen aus der Bahn von vorgestern wieder und wir gehen gemeinsam an den Strand. Leider macht der Regen am Abend dann einen ordentlichen Strich durch unsere Abendplanung mit Live Musik und Weinchen. Aber egal, ich muss eh früh raus, denn ich habe mir einen Whale Watching Trip für morgen früh gegönnt. Also borge ich mir von meiner Guest House Vermieterin einen Regenschirm und gehe in das Fischrestaurant um die Ecke, um mir wieder ein Oktopuscurry zu bestellen.
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  • Mirissa - Tag 2

    4 mars 2019, Sri Lanka ⋅ 🌧 26 °C

    Heute ging’s auf Walsafari. Ich hatte mir gestern nach meiner Ankunft hier in Mirissa noch über mein Guest House eine Whale Watching Tour gebucht. Um 6:00 Uhr heute früh stand dann der Tuk Tuk Fahrer vor der Tür und brachte mich zum Hafen. Gegen 7:00 Uhr ging es raus aufs Meer und tatsächlich konnten wir einige Wale sehen. Leider war keiner bereit sich mal aus dem Wasser zu heben, aber immerhin durften wir Rücken und Schwanzflosse bewundern. Schon beeindruckend! đŸ€©

    Vor dem ablegen des Bootes aus dem Hafen hatte ich allerdings noch nach einer Tablette gegen Seekrankheit gefragt, da ich an meine leider nicht gedacht hatte. Prinzipiell nicht schlimm, ich bekam auch eine, allerdings ist bei ganz vielen dieser Pillen ja die einsätzende Schläfrigkeit ein Problem. Und so war es dann auch. Ich hatte ein nettes Gespräch mit einer Belgierin, die als Coach arbeitet und ich bemerkte im Gespräch, wie ich immer müder wurde. Zurück im Guest House habe ich erst einmal die nächsten 3h im Bett verbracht. Mich irgendwann wieder hochgekämpft und halbwegs ansprechbar habe ich mich dann mit dem Alex aus dem Zug auf einen Kaffee und 2 Pancakes am Strand getroffen.

    Der Tag endete schließlich mit einem leckeren gegrillten Lobster als Abendessen. Den hatte ich seit Kuba vor 3 Jahren nicht mehr.
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  • Udawalawe

    5 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 31 °C

    So, die 3cm Kaki, die gestern auf meinem Moskitonetz rumturnte, bin ich ja nun in diesen Breitengraden schon gewohnt. Was ich allerdings heute in meinem Zimmer fand, war dann auch für mich neu und semi-erfreulich, um es mal nett auszudrücken. Bin gerade damit fertig meinen großen schwarzen Rucksack komplett neu zu packen, als ich mit meinem kleinen blauen weitermachen will, ihn hochnehme und zwischen ihm und der Wand was großes, zusammengerolltes schwarzes sehe. “Kann nicht sein!” denke ich mir. “Geht nicht, darf nicht sein, kann hier unmöglich reingekommen sein, wie zum Henker ist DAS hier reingekommen!!! Bitte lass es tot sein!!!” So mein ungefährer Gedankenverlauf...
    Natürlich war es nicht tot! Warum sollte es auch! Wo bleibt denn da der Spaß! đŸ€š Und rollte sich schön langsam aus, sodass ich den schwarzen Skorpion 🩂 in all seiner Pracht bewundern durfte. Na toll! Was soll das denn nun wieder?!? Foto??? Diesmal nicht!! Das Ding hab ich nicht mehr aus den Augen gelassen! Stattdessen meine Gummisandale geschnappt, Zimmertür aufgemacht, einmal ausgeholt und Skorpion über die Fliesen mit Schwung nach draußen befördert. Hinterhergelaufen, nochmal ausgeholt und über die Terrasse Richtung Straße geschossen. Blöd nur, wenn sich das Vieh am Teppich festkrallt. Mittlerweile fand es dann auch irgendwie meine Umgangsform mit ihm nicht so toll und versuchte sich zu verteidigen. So gut war ich noch nie im Sicherheitsabstand einhalten. Inzwischen kam dann der Guesthouse Besitzer und übernahm sofort die weitere Umsiedlung. Er meinte, durch den starken Regen letzte Nacht seien viele Skorpione hier. Nett, aber doch nicht in MEINEM Zimmer!!!! Soviel zum Thema campen im Outback Australiens sei gefährlich! đŸ˜±đŸ˜ł Ich hab die Nacht mit ‘nem Skorpion verbracht und frag mich noch immer, wie der in mein Zimmer gelangen konnte. Alles war zu über Nacht. Mist, das Fenster hatte ich tagsüber leicht offen gelassen. Na ich weiß, was ich definitiv nicht mehr machen werde.

    Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg nach Udawalawe. Ich hab keine Lust auf überfüllten Bus und 2 Mal umsteigen mit meinem ganzen Gepäck. Also nehme ich das Angebot vom Hostel an, mich fahren zu lassen. Nicht ganz preiswert (40€ für 120km) aber komfortabler. Ja, ich bin grad bequem. Außerdem werd ich um die irren Busfahrer mit ihrer
    Pseudorennstrecke “Straße” eh nicht herumkommen, denn auch von Udawalawe nach Ella gibt es keinen Zug, leider! Also auf gehts mit dem Bruder meines Guesthousebesitzers auf eine 1,5h Autofahrt. Sein Englisch ist nicht so gut, aber trotzdem versucht er mich mehrfach während der Fahrt davon zu überzeugen, dass ich doch besser in Ella übernachten soll. Was ich denn in Udawalawe will, da soll ich doch nach der Safari weiterfahren. Ella sei doch viel schöner. Als ich ihm sage, ich hätte die Unterkunft bereits gebucht, kommt sofort ich solle sie stornieren. Bitte wie?? 😳 Nein, mal eben nicht und alles ist schon ok so.
    Zwischendrin wieder die Frage, ob ich verheiratet sei und wo mein Mann ist, wie alt ich bin, um schließlich in der neugierigen Frage zu Gipfeln, wieviel ich denn für mein Hostelzimmer bezahlen würde. So langsam geht er mir doch auf den Zeiger der Gute. 800 LKR meine ich. “No, 8000 LKR, Mam.” “No, 800!” “800? No, Mam, 8000.” Hast du das Zimmer gebucht oder ich? denke ich mir etwas leicht ungehalten, zumal ihn das überhaupt nichts angeht. Also wird etwas deutlicher erklärt, das es 800 sind und danach war das Thema dann auch durch. Zum Glück waren es eh nur noch 4km bis zu meinem Guest House, sodass hier keine Chance einer weiteren Gesprächsvertiefung bestand.

    In meinem Guest House angekommen habe ich auch gleich eine Safari für morgen früh gebucht, bin danach Mittag essen gegangen und zum Elefanten Waisenhaus gelaufen, um dort festzustellen, dass es nur zu den Fütterungszeiten geöffnet hat. Die Logik verstehe ich nicht ganz, soll doch das Eintrittsgeld direkt für die Elefantenaufzucht genutzt werden und dann wird auf 4 Termine/Tag begrenzt? Gut, dann geht es halt wieder die 3km zurück. Ich kann eh gerade eine Dusche mehr als dringend gebrauchen...
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  • Udawalawe National Park

    6 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ☁ 22 °C

    4:20 Uhr - es ist mal wieder Zeit mitten in der Nacht aufzustehen. Um 5:00 Uhr steht der Jeep für die Safari durch den Udawalawe National Park vor der Tür. Leider müssen wir 1h vor dem Nationalpark warten bis er geöffnet wird, sodass es leider nichts mit dem Sonnenaufgang wird. Dafür sehen wir während der 3,5 h holpriger Fahrt viele Vögel, Wasserbüffel, Affen, einen Salamander, eine Rieseneidechse und natürlich Elefanten inkl. Elefantenbabies. đŸ€—

    Kurz nach 11 Uhr bin ich zurück in meiner Unterkunft und organisiere mir über mein Guesthouse ein Tuk Tuk für die Fahrt nach Ella. Ich habe den Bus abgewählt, weil es wieder umsteigen mit meinem schweren und großen Gepäck bedeutet hätte und weil ich noch immer nicht bereit bin Lebensjahre abzugeben. Ja, vielleicht übertreibe ich, aber ich kenne die Fahrweise noch aus Indien und habe sie auch hier beobachtet. Außerdem ist mein Hauptargument wirklich mein Gepäck von insgesamt 32kg đŸ€ŠđŸ»‍♀.

    Ich fahre also 2h mit dem Tuk Tuk bis in die Berge nach Ella. Mein Kopf schmerzt immer mehr und ich ahne woran das liegen könnte. Zum Frühstück gab es nur Bananen und ein paar Kekse, die in meinem kleinen Frühstücksbeutel der Unterkunft waren. Ich hatte keine Zeit mir noch was zu essen zu organisieren, bevor ich los bin. Mein Kreislauf schaltet bei sowas dann ja gern auf Sparflamme, was bedeutet, dass ich kurz einnicke. In Ella angekommen, heißt es dann Unterkunft finden, was nach 10min suchen auch klappt. Ich lasse mein Gepäck dort, da das Zimmer noch nicht fertig ist und schleife mich ins nächste Kaffee den Hang hinunter an der Straße. Ich bestelle mir ein für Sri Lankische Verhältnisse viel zu teures Panini und einen Melonen-Ingwer-Smoothie, was hoffentlich helfen wird, die Kopfschmerzen zu eliminieren und mich aus dem Modus Sparflamme in den Normalbetrieb zu bringen.

    1,5h später bin ich zurück in meiner Unterkunft, kann ich mein Zimmer beziehen und starte mit Eva aus Köln, die ebenfalls Gast ist und unserer Guesthouse Besitzerin eine Cooking Class. Gut, unsere Gueshouse Lady kocht eher und wir schauen zu, schnippeln mal oder raspeln die Kokosnuss, aber das ist in Ordnung. Am Ende entstanden aus wenigen Zutaten und Unmengen Chiliflakes und Knoblauch 8 leckere Curry und ein Salat. Serviert wird alles mit braunem (rotem) Reis.
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  • Ella - Tag 1

    7 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ☁ 23 °C

    Die Nine Arch Bridge und der Little Adam’s Peak stehen heute auf meiner Sightseeingliste für die Umgebung um Ella. Die Nine Arch Bridge ist ein Viadukt und mit eines der besten Beispiele für die koloniale Architektur des Landes. Sie wird auch “Bridge in the Sky” genannt und wurde lediglich aus Stein, Cement und Ziegeln erbaut. Ursprünglich war der Einsatz von Stahl geplant, doch der 1. Weltkrieg forderte alle Stahlresourcen für andere Zwecke und so entschlossen sich die singhalesischen Erbauer auf die obigen Materialien zurück zu greifen. Die Fertigstellung der Brücke erfolgte 1921. Sie ist 91,4m lang, 7,6m breit, 24,4m hoch und besitzt 9 Bögen. Umgeben von einer Teeplantage und etwas Wald ist sie landschaftlich schön im Hochland Sri Lanka’s gelegen. Im Anschluss ging es über kleine Pfade und durch eine Teeplantage hindurch, hinauf zum Little Adams Peak, der eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge bot. Leider begann es dort oben dann auch zu regnen, weshalb ich mal wieder ein wenig nass wurde und mit meinen Sneakers einen echt rutschigen Rückweg über die Felsen hatte. Aber gut, nicht zu ändern.

    Von meiner Wanderung zurück habe ich mich ein wenig im Ort umgesehen, den Bahnhof für meine Weiterreise nach Kandy erkundet und dabei festgestellt, das die 163km in 6-7h zurückgelegt werden. Oh man! Na ich hoffe, ich bekomme einen Sitzplatz und muss nicht stehen. Aber auch kein Wunder bei 20-25 km/h Höchstgeschwindigkeit. Noch ein wenig weiter durch das Örtchen und hoch zu den Bahngleisen für ein paar nette Fotos, bevor die heisse Dusche lockt.

    Der Abend verlief dann auch mal wieder anders als gedacht. Ich wollte eigentlich nur kurz runter an die Hauptstraße was essen. Da in dem Lokal, dass ich mir für mein schnelles Abendessen auserkoren hatte kein Platz mehr frei war, habe ich mich letzlich zu einem Europäer mit an den Tisch gesetzt. So kam ich mit dem walisischen Journalisten Rob(ert) ins Gespräch und erfuhr bei einem Drink ein bisschen was über seine Familie und seine Liebe zum Salsa tanzen.
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  • Ella - Tag 2

    8 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ☀ 28 °C

    Ich habe mich heute spontan entschlossen, doch nicht nach Nuwara Eliya zu fahren. Ich wollte es eigentlich als Zwischenstopp auf dem Weg nach Kandy einlegen, um die 6-7h Fahrt etwas zu kürzen, aber nun riet mir heute beim Frühstück eine andere Deutsche von dem Örtchen ab. Zum einen sei es recht kühl oben in den Bergen und zum anderen sei dort nicht wirklich viel zu sehen. Mir war heute irgendwie eh nicht nach packen und Bahn fahren, also bleibe ich noch einen Tag länger. Ich beschließe etwas die Bahngleise entlangzulaufen und die Natur zu genießen. Die Züge fahren wie gesagt zwischen 10 bis max. 20-25km/h und kündigen sich bereits aus der Ferne durch lautes Hupen an. Zudem machen es die Einheimischen genauso und es wird auch in jedem Reiseführer so beschrieben. Einfach kurz die Gleise verlassen und warten bis der Zug vorbei ist, nebenher den Kindern im Zug zuwinken und danach seinen Weg fortsetzen. Die Züge fahren hier auch eher im 1-2h Takt.

    Irgendwann unterhalte ich mich auf meinem Weg vorbei an Reisfeldern mit einem Einheimischen eine Weile. Der Gute hat vom Betelnuss kauen kaum noch Zähne, die verbliebenen sind rotbraun verfärbt, genauso wie das Weiss in seinen glasigen Augen, aber er spricht gutes Englisch und ist freundlich. Zudem ist es mal wieder Zeit, sich auf sowas einzulassen, denke ich mir. So erfahre ich etwas über fragwürdige Guides, welche Touristen oben an den Schienen auf dem Weg zum Ella Rock abfangen, um ihre Dienste anzubieten, etwas über das Café das er selbst hier an den Reisfeldern mit einem Freund betreibt und das sie auch Cooking Classes mit dem selbst angebauten Gemüse anbieten, aber auch etwas über seinen Gewürzgarten. Zudem gibt er mir den Tipp, bei meiner Weiterreise in wenigen Tagen nicht nach Colombo zurück zu fahren sondern in Negombo zu übernachten. Es sei deutlich dichter am Flughafen gelegen, hätte den Strand und sei daher schöner. Ich bedanke mich bei ihm, wünsche ihm alles Gute und mache mich auf den Rückweg nach Ella. Unterwegs treffe ich dann Paul und Mila, ein ganz junges deutsches Pärchen Anfang 20, die vor 3 Wochen mit ihrer 6 monatigen Reise durch Asien gestartet sind. Wir gehen gemeinsam zurück nach Ella, essen im Café noch etwas zusammen und ich gebe Ihnen meinen verbliebenen Rest Tigerbalm. Ich werde ihn die letzten 3 Wochen nicht mehr brauchen und selbst wenn, tut es das jap. Öl auch, das ich noch dabei habe.

    Zurück im Guesthouse bezahle ich meine Rechnung bei meiner wirklich lieben Guesthouse Lady Namili. Sie bringt mir am Abend noch ein Tüte mit selbstangebautem Kaffee aus ihrem Garten vorbei, nachdem ich gefragt hatte. Sie hatte ihn sogar bereits gemahlen, super lieb. Ich bedanke mich, wünsche ihr alles Gute, falls wir uns am nächsten Morgen nicht mehr sehen und packe meine Sachen.
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  • Von Ella nach Kandy

    9 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ☁ 24 °C

    Um 6:39 Uhr nehme ich den Zug nach Kandy. Ich habe Glück und er ist leer. Super, ich muss keine 6h stehen. Die Welt meint es also gut mit mir. Danke! 🙏 Was das bedeutet hätte, sehe ich Stunden später kurz vor Kandy. Das Gros die Touristen bereist die Südroute im Uhrzeigersinn, was gerade auf der Strecke Kandy-Ella zu überfüllten Zügen führt. Ich bin also froh, mich für die “Anti-Clockwise” Richtung entschieden zu haben.

    Außer Keksen habe ich nichts weiter zu essen dabei und hoffe auf den Zugservice in Form von Einheimischen die Tee und auch Essbares beim durchlaufen verkaufen. Ich werde nicht enttäuscht. Tatsächlich kommt der Chai-Mann vorbei und ich kaufe ihm ein Becherchen für 100 Rupees ab. Wenig später hat er Baguettes dabei und ich schlage bei einem Eibaguette zu. Frühstück gesichert. 😄 Nach 6h und einem anderen Verkäufer im Zug, der mich übers Ohr haut (grummel), komme ich gegen Mittag in Kandy an. Gepäck aufsetzen und losstiefeln zum Hostel. Eigentlich habe ich das Hostel nur wegen seiner Nähe zum Bahnhof gebucht und hatte keine grossen Erwartungen, aber es ist tatsächlich wie der Name “The Oasis” verspricht, eine Oase in Kandy. Super sauber, beruhigende Musik im Hintergrund, sehr nettes und vorallem gepflegtes Ambiente. Das beste Hostel, in dem ich seit Ophir (Neuseeland) war. Vielleicht weil ein Deutscher und ein Singhalese das Hostel zusammen betreiben. Nach einer erfrischenden Dusche gönne ich mir im dazugehörigen Eisladen unten ein leckeres Passionsfrucht-Mint-Eis und mache mich anschließend auf den Weg zum Zahntempel. Hier wird von Ausländern der stolze Eintrittspreis von 1500 Rupees (7,50€) verlangt. Warum machen wir das eigentlich nicht genauso beim Besuch unserer Kirchen? Einheimische 1€ und Ausländer 10€. Das würde so manche Sanierung besser vorantreiben. Ja, ok, ich höre ja schon auf... Ich bezahle ja auch brav, gebe meine Schuhe ab, versuche wieder nicht über Hygiene und Fusspilz nachzudenken und wandere in den Tempel. Ich bleibe bis zur Puja, der abendlichen Zeremonie. Den Zahn sehe ich zwar nicht, ist mir ehrlich gesagt auch egal, dafür aber das ganze drum herum. Es ist nett und interessant anzusehen, aber wahrscheinlich habe ich in den letzten Monaten zu viele buddhistische Tempel gesehen, um jetzt noch in totale Begeisterung zu verfallen.
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  • Sigiriya - Die Felsenstadt

    10 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach einem guten Frühstück von Udo, dem deutschen Mitbesitzer meines Hostels und einem kleinen Plausch habe ich mal wieder meine Pläne umgeworfen. Ich werde noch eine weitere Nacht hier in dieser wirklich süßen Oase von Hostel bleiben und nach Sigiriya fahren. Es wird ein Tagesausflug und ich werde mich dann heute auch Mal auf das Abenteuer Bus fahren einlassen. Die 2,5h für 65km bis nach Dambulla verlaufen gut, dann muss ich umsteigen und erwische einen Bus der allen Ernstes 30min auf seinen Kondukteur wartet. Ich werd irre. Für 17km brauche ich doch tatsächlich 1,5h.

    Die fast 30US$ Eintritt um 1200 Stufen auf einen Felsen raufzukrakseln erwähne ich nicht weiter, dafür hab ich beim Einlass geglaubt ich bin im falschen Film. Folgendes ist passiert und widerspricht wieder einmal meiner Logik: Ich muss die Eintrittskarte vorzeigen und ein gelangweilter Wachmann meint, er müsse meinen Rucksack kontrollieren. Ok, von mir aus. Er zieht die Plastikflasche aus der Seitentasche heraus, zückt sein Cuttermesser und macht sich am Aufkleber zu schaffen. Auf meine Frage, was er da macht, antwortet er nur “It’s poison”. WAS? Ich frage wieso? Antwort: “It’s poison” Klar, ein Aufkleber ist Gift. Da ich durch die letzte Busfahrt schon bissel genervt bin, regt mich das grad auf. Sowas dämliches, echt mal. Ich ziehe die zweite Trinkflasche aus der anderen Seitentasche und meine ganz provokant: “Oh, you want to do the same with this one, as well?” Er nickt. Von mir aus, mach doch. Zwischenzeitlich lege ich die Eintrittskarte seiner Kollegin zum Abstempeln vor und gehe zu ihm zurück. Er ist mit der ersten Plastikflasche fertig und meint “Ok” und winkt mich durch. Wie jetzt? Verarschen kann ich mich alleine. Nicht mit mir, nicht heute, nicht wo ich angefressen bin. Ich frage ihn, ob er nicht die andere Flasche auch noch fertig machen will. “Nein!” Ach, das Etikett ist nicht giftig? Er guckt mich nur an. Ich frage ihn, ob er nicht den Rucksack noch überprüfen will. “Nein, oder OK!” Ich schiebe den Reisverschluss 2cm auf und es kommt “OK”! Wie jetzt? Er will nicht reinschauen? Es kommt nur "OK OK" und ich werde weiter gewunken. Ich packe meine Flasche ein, frage ihn ob der Kleber daran jetzt nicht giftig ist und beschwere mich, das jetzt alles an der Flasche klebt. "Thanks for that!" Bekommt er mit einem giftigen Blick zusammen serviert. Was für ein Idiot! Also ehrlich, sorry, aber sowas selten dämliches, nur weil er Langeweile hat. Das kommt ja an die indische Logik ran! Den Rucksack überprüfen wollen und nach einem Etikett aufhören und mir eine klebrige Flasche zurückgeben. Zumal das die aus dem festen, super transportierbaren Plastik ist, die ich seit den Cookinseln mit mir rumschleppe. Gut, ich rege mich die nächsten 30 Minuten beim Erklimmen der 1200 Stufen auf den Sigiriya Rock ab. Oben angekommen hat man einen wunderbaren Blick auf das umliegende Tal. Trotzdem rechtfertigen der Blick und die wenigen Fragmente der einst historischen Stadt keinesfalls die 30 US$ Eintritt.

    Da mein letzter Bus zurück nach Kandy um 18:00 Uhr von Dambulla aus geht, bleibt mir auch nicht viel Zeit. Mit dem Sonnenuntergang wird es also nichts, ist aber auch nicht schlimm, denn da bot Bagan in Myanmar eine deutlich bessere Kulisse. Die Rückfahrt nach Kandy mit Umstieg in Dambulla verläuft reibungslos. Natürlich werde ich wieder von einem Mann angesprochen und nach Nationalität, Familienstand, Kinder und Ehemann gefragt. Das Anlegen einer Sondermailadresse hat sich bisher auch als gute Idee herausgestellt...
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  • Von Kandy nach Negombo

    11 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute hatte ich alles. Irren Busfahrer, langsamen Busfahrer, 2 mal umsteigen und einen offensichtlich bescheissenden Kondukteur. Unglaublich...

    Nach dem Frühstück bei Udo und Ramesh im Hostel und dem Tipp statt der Bahn doch lieber den Bus zu nehmen, mache ich mich auf den Weg zum Busbahnhof. Ich nehme wieder den Shortcut und bin 3min später unten, frage mich nach dem Bus nach Negombo durch und erhalte die Antwort, das es erst in 1,5h einen Direktbus gibt. Mit Umsteigen in Colombo ginge. Ok, von mir aus. Also rein in den Local Bus und ab gehts. Ich erhalte ein Ticket für einen Ort einiges vor Colombo. Eine kürzere Verbindung, wie mir irgendwann auch der ältere Mann neben mir im Bus erklärt. Mittlerweile ist dieser brechend voll und ich bin froh einen Sitzplatz zu haben. Natürlich werde ich von dem älteren Herrn gefragt, ob ich verheiratet bin, Kinder habe und wo mein Mann ist. Das wird mir heute noch zwei weitere Male passieren, denn ich werde insgesamt 3 verschiedene Busse nehmen müssen, um in Negombo anzukommen und der Tuk Tuk Fahrer nutzt die 3km vom Busterminal zum Guesthouse auch sehr gut, um seine Neugierde in dieser Hinsicht zu befriedigen.
    Ich überspringe hier einfach mal den frechen Kondukteur, der bis zum Schluss gewartet hat, um das Fahrgeld von mir zu kassieren. Der hat tatsächlich alles bisher erlebte getoppt und war richtig dreist. Ich rechne einfach jetzt mal mit 10 Cent, die ich für das Ticket zuviel bezahlt habe und nicht mit 20 Rupees.
    Allerdings habe ich genau in diesem Bus wieder einen älteren Herren kennengelernt - ja, ich lasse mich ansprechen, wo soll ich in so einer rollenden Blechbüchse auch hin? - und mich höflich mit ihm unterhalten. Er hat wiederum dafür gesorgt, dass ich ein Tuk Tuk zum Preis für Einheimische bekommen habe, dass ich dann nochmal um 50 Rupees drücken konnte. Hat die 20 mehr für den Bus bissel ausgeglichen. Ich bedanke mich bei Oswald Perera, der anscheinend eine Jobagentur führt, zumindest sagt das seine Businesscard und bin 10min später in meinem Guesthouse.

    Nach einer erfrischenden Dusche bin ich dann um 16:00 Uhr soweit, mir etwas zum Mittag zu organisieren. Von Ramesh hatte ich vor Abreise noch den Tipp erhalten, unbedingt das Restaurant “Lords” in Negombo aufzusuchen. Super Essen und von einem Briten geführt, so seine Aussage. Also machen wir das doch. Allerdings warte ich bis zum Abendessen und spaziere einfach etwas den Strand entlang, der erschreckend schmutzig ist. Müll überall. Da haben wir das Plastikproblem life und in Farbe an einem der breitesten Touristenstrände Sri Lankas. Allerdings warum auch nicht, denn das ganze Land bzw. die ganze Insel ist davon übersät. Hier nehmen sich Nepal, Indien und Sri Lanka nichts, leider. Jedenfalls gönne ich mir im “Lords” ein wirklich fantastisches Shrimps-Curry zum Abendessen. Der Service ist einmalig und entspricht dem in gehobenen Lokalen. Ich erhalte zudem ein Booklet zur Geschichte von Lokal und Eigentümer, der sich mittels der Einnahmen aus dem Restaurant für die Sterilisation von Strassenhunden und auch Katzen einsetzt. Die Tiere werden eingefangen und im mobilen OP-Truck kastriert bzw. sterilisiert um je nach Zustand des Tieres freigelassen oder in der Auffangstation behalten und aufgepäppelten zu werden, denn einige sind tatsächlich in fürchterlichem Zustand. So hat Martin Fullerton, Eigentümer des Restaurants und Gründer der “Dogstar” und “Catstar Foundation” mittlerweile fast 50 Hunde und 5 Katzen bei sich zu Hause. Spätestens jetzt ist mir klar, warum Ramesh mir das Restaurant neben der guten Küche noch empfohlen hat, denn auch er hat zwei Strassenhunde bei sich zu Hause aufgenommen.
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  • Negombo

    12 mars 2019, Sri Lanka ⋅ ⛅ 29 °C

    Tja, Pech gehabt. Zum ersten Mal klappt es nicht mit meiner Strategie ein Zimmer für eine Nacht zu buchen und dann zu verlängern. Ok, dann müssen wir also für die letzte Nacht nochmal umziehen. Da ich eh um 4:00 Uhr morgens mit dem Tuk Tuk zum Airport muss, nehme ich mir ein einfaches Hostelzimmer für 5€. Völlig ausreichend, aber im Vergleich zu meinem 5€ Hostelzimmer bei Udo und Ramesh in Kandy dann teuer. Jedenfalls organisiere ich mir über meine Hostellady ein Tuk Tuk für die frühen Morgenstunden, buche mir dann fix meine erste Unterkunft in Sansibar Town und begebe mich an den Strand.

    Ich finde ein Fleckchen, an dem kein Plastikmüll oder sonstiger Unrat in Form von Kartoffelsäcken oder Badeschlappen rumliegt und springe kurz ins Wasser. Zwischendurch werde ich von Strandverkäufern angesprochen, die aber bei einem “No thanks.” weiterziehen. Von daher ist es durchaus erträglich. 2h und eine kostenlose Kopfmassage von einem Yogalehrer später - diesmal war ich cleverer und habe einfach gesagt, ich hätte kein Geld dabei - war ich zurück im Hostel.

    Der Tag beschert mir dann allerdings eher einen traurigen Abschluss. Ich stehe am Strand um den Sonnenuntergang anzuschauen, als ich etwas im Meer treiben sehe und anhand der Flossenform hoffe, das ich mich täusche. Relativ schnell wird das tote Tier an Land gespült und von den anwesenden Einheimischen an den Strand gezogen. Ich sehe meinen ersten Delphin in freier Umgebung und er ist tot. 😱
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  • Von Colombo nach Sansibar

    13 mars 2019, Förenade arabemiraten ⋅ ☀ 19 °C

    Um 4:00 Uhr werde ich von meinem Tuk Tuk Fahrer abgeholt und zum Airport gebracht. Er enttäuscht mich nicht und fragt ebenfalls nach Familienstand, Kindern und meinem Ehemann. Dafür das er mich auf 21 Jahre schätzt, mir einen Trolley für den schweren Rucksack organisiert und sonst super bemüht ist, bekommt er ein stattliches Trinkgeld von 100 Rupees. Außerdem hatte ich keine Lust noch eine weitere Währung mit mir rumzuschleppen, geschweigedenn darauf zu warten, bis er den 1000er gewechselt hatte.

    Ich checke also mein Gepäck ein und versuche dann noch die restlichen 576Rupees loszuwerden. Gelingt mir leider nicht. Es reicht für einen maßlos überteuerten Cookie đŸȘ und dennoch bleibt etwas übrig. Vorallem aber die Münzen, die ich die letzte Woche für Busfahrten gebraucht hätte und dann gestern im Hostel bekommen habe. Toll. Also doch eine weitere Währung in meiner Sammlung. Was ich mittlerweile an Fremdwährung zu Hause habe ist schon interessant. Um 6:25 Uhr startet dann der Flieger in Richtung Dubai. Der Flug verläuft ruhig, dank meines in Neuseeland erstandenen Kissens und der Decke finde ich an meinem Fensterplatz etwas Schlaf und Wache bei der Durchsage für den Landeanflug wieder auf. Raus aus der Maschine, kurz zum Transitterminal gelaufen und an meine Freundin Anne einen lieben Gruß von Dubai nach Abu Dhabi geschickt. 5min gewartet und schon ging das Boarding für Sansibar los. Würde es doch auch so fix auf meinem Rückflug nach Deutschland gehen, aber nein, da muss ich wieder 7h Aufenthalt in Doha haben und das über Nacht...
    Auf Sansibar angekommen klappt alles erstaunlich schnell. Immigration Card ausgefüllt, 50US$ für das Visa on arrival rübergeschoben, Stempel und Pass entgegengenommen, Gepäck gegriffen, draußen meinen Abholservice gefunden und 20 min nach Landung sitze ich im Auto Richtung Stonetown. Na das ging mal fix. Im Hostel, das super große Betten hat und direkt gegenüber vom Freddie Mercury House - ja, er stammt von Sansibar - liegt, treffe ich zwei deutsche Mädels, 22 Jahre jung, die ebenfalls für 14 Tage in Tansania unterwegs waren. Sie geben mir einen guten Restauranttipp für das Abendessen. Ich streife also Dank Maps.me problemlos durch die verwirrenden, eng verschlungenen Gassen Stonetowns und finde das „Lukmaan“, wo geschäftiges Treiben herrscht. Einheimische und Touristen geniessen hier die Landesküche bei frisch gepressten Säften, die ich bereits in Sri Lanka wieder sehr geschätzt habe. Auf dem Rückweg zum Hostel wurde noch in einem Miniladen etwas Wasser und Gingerale organisiert. Nach einer Runde Tischkicker sowie dem vergeblichen Versuch die WLAN-Verbindung zwischen meinem Handy und dem Router herzustellen ging’s dann einfach ins Bett. War ein langer Tag.
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  • Stonetown

    14 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C

    Wie auch in Asien verfügt das Hostel in Stowntown über Cubes die mit einem Vorhang für mehr Privatsphäre abgetrennt werden können. Zudem haben die Betten eine Größe in der locker 2 Personen schlafen können. Super angenehm also. Ich habe auch mal locker 9h geschlafen. Nach dem frühen Aufstehen gestern aber auch kein Wunder. Frühstück gibt es im kleine 100m entfernten Stonetown Café, wo ich auch die beiden deutschen Mädels von gestern, Miriam und Laura, wieder treffe. Danach laufe ich ein wenig durch die engen verschlungenen Gassen von Stowntown, entdecke beim Verlaufen einige nette Fleckchen, wie das Kholle House. Nichtsahnend gehe ich hin, weil ich dachte es gehöre zu den öffentlich zugänglich Gebäuden, die zu besichtigen wären. Ein junger Mann erklärt mir ich möge kurz warten und dann führt mich tatsächlich eine sehr nette Afrikanerin durch das kleine Hotel mit 6 Zimmern. Sie zeigt mir sogar eines der Zimmer, das im typisch arabischen Stil eingerichtet ist. Ein sehr süßes Hotel und für einen Aufenthalt in Stonetown wirklich zu empfehlen. Ich streife weiter durch die Gassen und lande irgendwann bei einem kleinen Schuhladen. Ein TripAdvisor-Aufkleber weist auf gute Bewertungen im Netz und ich frage die 4 Amerikaner, ob sie sich die Schuhe gerade haben anfertigen lassen. Es wäre möglich, aber nein, sie hätten nur neue gekauft. Sie wären vor 3 Jahren schon einmal hier gewesen und so begeistert von der Qualität, das sie jetzt wiederkommen mussten. Ok, überzeugt. Meine Treckingsandalen sind kaputt, riechen alles andere als gut und in den Sneakers dampfen meine Füße. Also finden Mr. Surti und ich handgefertigte Ledersandalen in seinem Shop, den er zusammen mit seinem Sohn betreibt, für mich und es gibt von ihm noch einen kleinen Schlüsselanhänger aus Leder dazu. Endlich neue Sandalen. 😄 Zusammen mit Laura und Miriam geht es dann später auf den Nightmarket zum Abendessen. Ein leckeres Shawarma und einen gegrillten Oktopus mit Pommes müssen heute mal reichen. 😂LĂ€s mer

  • Von Stonetown nach Jambiani

    15 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach einem guten Spanish Omlette, Obstsalat und Masala Tee war ich bereit auszuchecken und mich zusammen mit Miriam und Laura auf den Weg nach Jambiani zu machen. Ursprünglich hatte ich es als einen meiner letzten Stopps auf Sansibar geplant, aber da die beiden einen Freund dort besuchen wollten, begleitete ich sie einfach. Für meine erste Dalla Dalla (Minibus) Erfahrung auch eine sehr gute Entscheidung. Hat uns leider nicht davor bewahrt so richtig schön übers Ohr gehauen zu werden und das 10-fache des eigentlichen Preises für das erste Dalla Dalla zu zahlen, was uns auch mächtig geärgert hat, aber was hilft es. Zumindest kenne ich jetzt den normalen Preis für den Weg zurück. Trotzdem unglaublich mit welcher Dreistigkeit und ohne rot zu werden die Typen lügen können. Wir hatten noch gesagt mehr als 300 Schilling zahlen wir nicht aber nein, unter 2000 ging nichts. Für mich sogar 3000 TSH aufgrund des Gepäcks. Da kann man schon richtig sauer werden, wenn man bemerkt, dass 300 TSH der richtige Preis war. đŸ€ŻđŸ’Ł

    Die Dalla Dalla Fahrt selbst war dann ebenfalls ein Erlebnis, vorallem die im zweiten. Aus dem ersten Dalla Dalla wurden wir nach 5km wieder rausgelassen und mussten in ein zweites umsteigen. War das erste noch ein Minibus, so war das zweite einfach eine Art Lastenfahrzeug mit überdachter Ladefläche. Mein Rucksack wurde auf dem Dach verschnürt, wir drei quetschten uns mit auf die Bänke auf der Ladefläche und wenn man dachte es wäre voll, Irrtum. Es wurde gequetscht und geschoben, was das Zeug hält. Wir waren froh, als wir nach 1,5h von der Ladefläche krabbeln konnten.
    Mit ein wenig Nachfragen bei den Einheimischen fanden wir dann auch meine Unterkunft und ich lernte Davi aus Brasilien und Abdullah aus Qatar kennen. Den Nachmittag verbrachten wir alle am Strand, gönnten uns einen Cocktail und genossen das Meer.
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  • Jambiani

    16 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 32 °C

    Strandtag. Heute wurde relaxt. Nach dem Frühstück sind Abdullah und ich etwas den Strand entlanggelaufen. Kurz nach dem Start von unserer Unterkunft hatten wir auch schon die ganze Zeit Begleitung. Ein Einheimischer heftete sich an unsere Fersen. Er schien ganz offensichtlich nichts anderes zu tun zu haben, wie einige hier im Dorf und gesellte sich einfach ungefragt dazu und verließ uns erst, als wir in ein Strandkaffee gingen und ich mich freundlich bei ihm verabschiedete.

    Mit Davi trafen wir uns zum Mittagessen, nachmittags lockte das Wasser, am Abend gab es auf meine Anfrage vom Morgen leckeres Oktopuscurry, gekocht von unserem Guesthousebesitzer und den klaren Sternenhimmel nutzten wir für eine kleine Fotosession am Strand.
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  • Von Jambiani zurĂŒck nach Stonetown

    17 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 32 °C

    Während Davi seine Übungseinheit auf der Ukulele vollzog, haben Abdullah und ich uns nochmal in ein Strandcafé gesetzt, bevor es zurück nach Stonetown geht. Ich habe mich entschieden ihn zu begleiten, da es leider außer der Option teures Taxi keine preiswerte Möglichkeit gibt, direkt von Jambiani nach Matemwe zu reisen. Ist man allein unterwegs haut das also schon ganz schön rein. Also zurück nach Stonetown und morgen mit einem Dala Dala nach Matemwe. Gesagt getan. Allerdings haben wir uns statt der 2h Fahrt mit dem Dala Dala spontan für eine 45min Fahrt mit dem Taxi entschieden. Zu zweit geht das dann schon mal. Dennoch 10.000 Schilling für das Taxi statt 2.000 TSH für das Dala Dala sind schon eine gute Differenz.

    In Stonetown habe ich mich für die eine Nacht im gleichen Hostel einquartiert wie Abdullah und das komplette Frauenzimmer für mich allein. Es ist super nah zur Dala Dala Station, sodass ich morgen mit meinem Gepäck nicht wieder durch die halbe Stadt laufen muss und der Mitarbeiter im Hostel bot mir zudem noch seine Hilfe beim Finden des richtigen Dala Dalas am nächsten Tag an. Vielleicht zahle ich dann mal einen vernünftigen Preis? Nach einer kurzen Dusche suchten Abdullah und ich uns etwas zum Abendessen und landeten beim durchlaufen der engen Gassen bei einem netten Restaurant. Auf dem Weg dorthin gab es den preiswertesten Kaffee bei einem Straßenverkäufer, den ich je getrunken habe. 100 TSH = 0,04 € kostete der Becher mit Inhalt eines doppelten Espresso. Und ganz ohne Touriaufschlag!
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  • Von Stonetown nach Matemwe

    18 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute gab es mal ein local low budget Frühstück um die Ecke und im Anschluss noch einen kleinen Streifzug mit Abdullah über den Fisch- und Gewürzmarkt von Stonetown. Der Obst- und Gemüsemarkt zeigt auch eine gute Bandbreite, vorallem diesmal so große Bananen, wie ich sie bisher noch nicht gesehen habe. 😳

    Zurück im Hostel hält der Mitarbeiter tatsächlich sein Wort und bringt mich zum Dala Dala nach Matemwe. Er verhandelt für mich und erzielt genau den Preis, den ich auch bereit gewesen wäre zu zahlen. 2000 TSH für mich und 1.000 TSH für meinen Rucksack. Ja, mittlerweile freut es mich ein wenig, wenn sie sich mit meinem schweren Rucksack abmühen müssen und mich mit großen Augen anschauen, wie ich denn sowas tragen kann. Tja, bissel müßt ihr euch das Geld schon verdienen Jungs. 😏 Und auf ging es wieder in einem Ladeflächen Dala Dala in Richtung Matemwe. Die Fahrt ist staubig und holprig ohne Ende. Mit einem Blick auf meinen Rock beschließe ich ihn später definitiv zu waschen. Diesmal sind zwei Holländer mit an Bord, eine ältere Lady und ihr Sohn. Er erzählt mir stolz, seine Mutter sei die älteste Backpackerin die mit ihm reist. Super knuffig die beiden. 😄 Nach ca. 2h komme ich dann staubig und total durchgeschüttelt in meiner Unterkunft an. Diesmal habe ich mir mit 26 €/Nacht mal etwas teureres geleistet. Die kleine Hotel- bzw. Bungalowanlage liegt direkt am Strand. Mein Bungalow ist sehr süß, das Bett Hüfthoch, sodass ich reinklettern muss und ich bin mit 1,75m schon nicht klein, hat ein großes Bad, eine kleine Garderobe und sogar eine kleine Chaiselonge. Aber erstmal muss ich duschen und Sachen waschen. Als ich Bluse und Rock durchwasche traue ich meinen Augen kaum. Die Bluse hatte ich erst gestern Abend durchgespült und den Rock 4 Tage an. Das Wasser war schwarz! đŸ˜± Wenn Handwäsche das erzielt, dann bin ich gespannt, was meine Waschmaschine in einer Woche erreicht! 🧐
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  • Matemwe - Tag 1

    19 mars 2019, Tanzania ⋅ ☀ 30 °C

    Lazy day! Naja, nicht so ganz. Ich bin zumindest den Strand auf und ab gelaufen und habe die Preise in den umliegenden Tauchzentren für Tauchen und Schnorcheln um die Insel Mnemba gecheckt.

    Ich entscheide mich letztlich für Schnorcheln und will auf meinem Rückweg zum Hotel buchen, als ich am Strand mit einem Einheimischen ins Gespräch komme. Er arbeitet in einer Privatvilla ein paar Meter weiter. Ich lasse mir seine Arbeitsstätte zeigen, denn er bietet mir an, den Schnorcheltrip über einen Fischer für 35US$ durchzuführen. Kann ja jeder erzählen, dass er in einem guten Hotel arbeitet, aber er tut es wirklich. Ich lerne zudem den sehr jungen deutschen Manager des Hauses, Fabian, kennen. Nach einigem Hin und Her endet der Tag damit, dass ich doch über unser Hotel buche, nochmal 10US$ spare und mit zwei weiteren Gästen aus dem Hotel morgen die Unterwasserwelt um die Insel Mnemba anschaue.LĂ€s mer

  • Matemwe - Tag 2

    20 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 33 °C

    Ich werd irre. Da ist unsereins wieder an so einer Trauminsel mit türkisfarbenem Meer, weißer Sandbank und tiefblauem Meer im Hintergrund und meine Kamera gibt auf. Sie hat eben noch funktioniert und jetzt ist der Mechanismus zum Ausfahren des Objektivs hin. Vor 6 Monaten gekauft und jetzt kaputt. 😭 Gut, ignorieren und genießen.

    Ich bin mit Axel aus Deutschland und Jean aus Belgien auf einem kleinen Fischerboot zur Insel Mnemba rausgefahren. Die 25US$ sind für diesen Ausflug in keinem Fall gerechtfertigt gewesen und überteuert. Keine Rettungswesten an Board, das Equiment (Schnorchel und Maske) auch nicht überragend. Aber gut. Wir kommen an unserem ersten Spot an, springen ins Wasser und sind sofort von zahlreichen Fischen umringt, was wirklich schön war, aber auch von kleinen und etwas größeren Quallen. Die waren wiederum nicht so toll. Aus meinem Sonnenbrand auf den Cook Islands gelernt, habe ich mich diesmal mit Longsleeve Shirt und Leggins komplett geschützt und dennoch konnte ich die fiesen kleinen Berührungen der Quallen spüren. Nicht angenehm, wenn sie den Weg zum Mund bzw. den Lippen gefunden hatten. Aber gut da müssen wir halt mit den Schnorchlern von ca. 20 weiteren Booten durch. Beide Spots an denen wir Schnorcheln waren waren schön, viele bunte Fische in traumhafter Umgebung, allerdings war deutlich das Sterben der Korallen ersichtlich. Leider war auch hier wieder zu sehen, das es diverse Schnorchler und Taucher gibt, die nicht in der Lage sind, ihre Flossen vernünftig einzusetzen, was den Korallen auch nicht gerade gut tut. 🙁

    Zurück im Hotel ging es erst einmal an den Pool, später mit Axel zum Mittagessen im Strandlokal nebenan und am Abend mit ihm und den beiden älteren Belgiern Jean und Ivan in ein anderes kleinen Strandlokal. Ein netter Tagesausklang. Was aber immer wieder hier auffällt, nie ist Wechselgeld vorhanden. Man wird quasi dazu gezwungen Trinkgeld zu geben oder es dauert 10min extra, bis das Wechselgeld organisiert ist. Das nervt schon ordentlich.
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  • Von Matemwe nach Nungwi

    21 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C

    Drei Tage relaxen sind um und es geht weiter zum letzten Strandort auf meiner Liste. Nungwi im Norden soll sehr schön sein. Deutlich touristischer, aber ein wenig mehr Trubel ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Ich packe also meine Sachen, checke aus, vergesse leider, dass der Rezeptionist, der nie Wechselgeld hat *nerv*, mir noch 1000 Schilling schuldet *verdammt* und warte zusammen mit Axel auf das Dala Dala. Ein einheimischer Jugendlicher kommt vorbei und stellt mir wirre Fragen bis zum Eintreffen des Dala Dala. Wer mich kennt, hätte spätestens nach 5min begriffen, das es Zeit wird, das Weite zu suchen, nicht der junge Mann. Im Rahmen meiner Möglichkeiten bleibe ich höflich und stelle einige ketzerische Gegenfragen. Zum Glück kommt das Dala Dala nach 15min und ich bin ihn los. Aber egal. Im Dala Dala hängt tatsächlich mal eine Preisliste somit gibt es keine Probleme beim Bezahlen. Das zweite Dala Dala nach dem Umstieg ist endlich mal ein Minibus, völlig überfüllt und ich muss auch wieder 1000 TSH extra für meinen Rucksack zahlen. Wir kommen in Nungwi an und während Axel zum Strand geht suche ich meine Unterkunft. Dort angekommen stellt sich heraus, dass ich doch tatsächlich für April und nicht für März gebucht habe. Da habe ich wohl bissel geschlafen. Ist allerdings auch wiederum nicht so verkehrt, denn so erhalte ich das Zimmer für den günstigen Nebensaisonpreis. Ich bezahle für 2 Nächte, diesmal in Euro, was mir ein wenig Puffer in Sachen Essen gehen einräumt und lasse mir zusammen mit Maria aus Polen von Ali, dem Manager aus Ägypten den Weg zum Strand zeigen. Mit Maria, die perfekt deutsch spricht, verbringe ich dann auch den weiteren Nachmittag, wir essen im Strandrestaurant zusammen Mittag, erkunden ein wenig die Gegend und gönnen uns in einer weiteren Strandbar einen Sundowner.

    Ach, ich hab ja ganz vergessen zu erwähnen, dass meine Kamera wieder funktioniert. Wie das? Naja, mir lässt sowas ja immer keine Ruhe, also habe ich gestern Abend einfach mal etwas sanft den Rand des Objektivs reingedrückt und siehe da, es schien die Blockade gelöst zu haben. Schade für Mnemba, aber Jean will mir seine Fotos senden, wenn er wieder in Belgien ist.
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  • Nungwi - Tag 1

    22 mars 2019, Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C

    Wenn ich meinem Handy vertrauen darf, dann bin ich heute zusammen mit Maria 16km und fast 22.000 Schritte gelaufen. Na, wenn das mal kein Erfolg ist. Diese 16km belaufen sich zu 95% auf unseren mehrstündigen Strandspaziergang erst von Nungwi nach Kendwa, zurück bis zum Nungwi Leuchtturm, um danach wieder zurück zu unserem Guesthouse zu gelangen.

    Ich bin ganz froh so gut vorgebräunt zu sein, denn trotz Sonnencreme, ich habe nur noch etwas LF30 übrig, ist die Sonne doch recht intensiv, wie man an Maria sehen kann. Während sie sich gut verbrannt hat, bin ich mit einem leicht geröteten Nacken und einer leicht brennenden Kniekehle davon gekommen, was morgen ok sein wird.

    Am Abend sind wir zwei für den Sonnenuntergang, einen Sundowner und eine Kleinigkeit zum Abendessen noch einmal an den Strand zurückgekehrt. Hier konnten wir die Einheimischen Männer bei ihren Freiluftfitnessaktionen beobachten, wo ich wirklich zugeben muss, dass die Übungen nicht schlecht bzw. die Männer wirklich gut trainiert sind.
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