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Bike Tour Open End 2.0

Uma 985aventura de um dia na matthias.s. Leia mais
  • Dschalalabad

    12 de outubro de 2023, Afeganistão ☀️ 34 °C

    Selbst gemachtes Frühstück im Hotel. Ich hatte unbedingte Lust auf Kaffee. Mein Gaskocher weckte besonderes Interesse. Außerdem wurde anscheinend kräftig über die Taliban gelästert, die mich gestern abgeholt hatten.
    Kurz vor 7:00 Uhr bin ich gestartet und ich war dann schon gegen Mittag in Dschalalabad.
    Ein Hotel war sehr schnell gefunden, weil mich ein gut englischsprachiger Mann gleich in ein Hotel führte, eincheckte und ein paar Jungs waren sofort dabei und hatten mir mein Fahrrad und mein Gepäck in die zweite Etage getragen.
    Dann war ich in der Stadt unterwegs. Der kleine Spaziergang hat im Grunde genommen all das wieder gespiegelt, was ich die letzten zweieinhalb Wochen erlebt und wie ich die Menschen hier wahrgenommen habe. Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Neugierde und einfach auch Freude über meinen Besuch aus Deutschland in Ihrem Land. Aber auch, dass es wirklich sehr nervig sein kann, wenn man ständig das Objekt der Aufmerksamkeit ist. Schließlich musste ich die Tuktuk Flucht antreten, damit ich ein bisschen meine Ruhe hatte. Auch bei den Taliban Checkpoints wurde ich meist sehr freundlich und auch höflich behandelt. Ich hatte vor meiner Einreise nach Afghanistan keine konkrete Vorstellung, wie die Menschen hier sein würden. Machte mir keine Sorgen, weil ich seit meinem Aufenthalt in Teheran den Chatverlauf einer WhatsApp Gruppe von Afganistan Reisenden aufmerksam verfolge, was mir den fehlenden Reiseführer ersetzt hat. Ich bin sehr angenehm überrascht von allem, was ich in den letzten zweieinhalb Wochen hier erlebt habe.
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  • Peschawar

    13 de outubro de 2023, Paquistão 🌩️ 24 °C

    Heute bin ich in Pakistan eingereist. Es war der krasseste Grenzübergang den man sich vorstellen kann. Ich habe noch nie so etwas oder ähnliches gesehen. Zuerst kamen die Geldwechsler. Später dann die PolioImpfung. Die darf nicht älter als ein Jahr sein, sonst darf man nicht ausreisen. Schummeln geht nicht, es wird geschaut, ob man hinunterschluckt. Um dem Ganzen einen seriösen Anschein zu geben, zogen sich die Männer vor der Verabreichung noch schnell die Jacken mit offiziellen Emblemen an.

    Später gab’s den Ausreisestempel. Bei mir hat es etwas länger gedauert, aber die anderen bekamen die Pässe zu geschoben, als ob der Beamte beim Kartenspiel austeilt. Eine Kamera gab es nicht. Stattdessen wurde ein Handy durchs Schalterfenster geschoben und ich musste ein Selfie machen. Dann weiter um das Gepäck zu röntgen. Ein Mann lotste mich vorbei. Ich musste lediglich die hintere Tasche öffnen. Dann kam eine Riesenschlange und alle haben mich vorgelassen beziehungsweise mich vorbei gewunken. Ich wusste dann auch schnell warum.

    Überall liefen ziemlich verwahrloste Kinder herum. Sie huschten einfach an den Kontrollen vorbei. Später war klar, dass sie irgendwelche Sachen schmuggeln und stehlen. Die Beamten waren nicht Herr der Lage. Auch das Übrige war ein großes Durcheinander. Da setzte es schon mal Schläge und Ohrfeigen, insbesondere für die Kinder aber auch andere bekommen etwas ab. Die Beamten hatten auch ein Gummirohr, welches abwechselnd benutzt wurde, um Hiebe zu verteilen. Mir wurde mein Pass abgenommen und ich musste in einen Wartebereich. Die Grenze schließt zum Mittag. Obwohl ich sicher eine halbe Stunde vorher da war, musste ich die Mittagspause abwarten. Es kam dann ein Beamter, der mit mir die Einreiseformalitäten durchging. Es schien mir, als sei es der einzige normale Mensch in dem ganzen Durcheinander. Ich erfuhr gleich, dass ich nicht mit dem Fahrrad nach Peschawar fahren kann, sondern ein Taxi nehmen muss. Die Sicherheitslage erlaubt nur ein Weiterkommen mit Polizeischutz.

    Danach das Gepäck röntgen auf der pakistanischen Seite und dann warteten gleich die Polioimpfer. Zum Glück hatte ich den gelben Zettel nicht weggeworfen, so blieb mir eine zweite Impfung erspart. Danach gab es den Einreisestempel. Der Pass wurde mir gleich darauf hin von einem Beamten, der mich durch das Durcheinander gelotst hatte wieder abgenommen, damit ich nicht irgendwo verschwinde, sondern mit Polizeieskorte nach Peschawar fahre. Nach langer Zeit des Wartens kam dann auch ein Taxi. Der Kofferraum war nicht gerade groß. Das Auto fuhr mit Gas, und die riesige Gasflasche nahm schon einen großen Teil vom Kofferraum ein. Der Taxifahrer meinte das Fahrrad geht rein. Er hatte einen etwa 1 m langen Strick. Zum Glück hatte ich meine ziemlich lange Rebschnur gleich griffbereit. Danach wurden Fotos gemacht vom Taxifahrer, dem Polizisten der mich eskortierte und mir. Eine dänische Frau ist auch aus Afghanistan eingereist und bekam die gleiche Prozedur. Sie hatte sich ein Taxi bestellt und so konnten wir uns keines teilen. Irgendwann ging’s dann los. Wir waren schließlich drei Autos mit Reisenden und jeweils mit Maschinenpistole bewaffneten Beamten unterwegs. Die Polizisten wurden unterwegs ausgetauscht, und jedes Mal wurde ein Foto gemacht, wer mit wem im Auto sitzt. Insgesamt hielten wir fünf oder sechs mal auf der 60 km langen Strecke an. In der Stadt fuhren wir im Konvoi. Zuerst ein Pick-up mit Sirene und drauf ein Mann mit Sonnenbrille und großem Schießgewehr und dann die drei Autos mit Warnblinklicht im dichten Verkehr, fast Stoßstange an Stoßstange. Ich hatte nur Angst um mein Fahrrad, beziehungsweise dass irgend jemand hinten drauf fährt. Zum Glück ging alles gut aber das Hotel, welches ich mir ausgesucht hatte, war ausgebucht zwei andere auch. Erst das vierte Hotel hatte noch ein Zimmer frei. Zur Freude des Taxifahrers, der mir gleich eine ordentliche Preiserhöhung nannte.

    Ich bin total k.o. und auch froh, dass meine Reise durch Afganistan so gut geklappt hat. Es ist ein Land, dass nicht leicht zu bereisen ist. Schon gar nicht mit dem Fahrrad.
    Die Berichterstattung in westlichen Medien ist einseitig und vermittelt ein vollkommen falsches Bild von diesem Land. Es ist nicht das erste Mal auf meiner Reise, dass mir das sehr deutlich wird.
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  • Pause in Peschawar

    16 de outubro de 2023, Paquistão ☁️ 18 °C

    Zweimal habe ich schon das Hotel gewechselt. Die günstigen Hotels dürfen keine Ausländer beherbergen weil sie keine Security haben. Jetzt habe ich ein Hotel in der Altstadt mit einem Mann, der das Hotel mit einer Maschinenpistole bewacht.
    Ziemlich laut hier, aber hier ist das Leben. Ich liege mal wieder flach. Irgendwas hat mich erwischt. Grippaler Infekt oder keine Ahnung was. Weil ich mich in einem Malaria Hochrisikogebiet aufhalte,
    war ich mal beim Arzt. Der meinte, ich habe keine Malaria und mir dann trotzdem Malariatabletten gegeben. In einer Woche sollte es besser sein. Inshallah.
    Die Fotos sind von gestern und das Video von heute bei meinem abenteuerlichen Versuch einen Geldautomaten finden, der auch funktioniert.
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  • Spaziergang durch die Altstadt

    17 de outubro de 2023, Paquistão ⛅ 18 °C

    Etwas weniger faulenzen als gestern inklusive eines Spaziergangs durch die Altstadt.
    Gerade ist ein deutsches Paar mit ihrem Auto hier im Hotel angekommen und berichten auch von ihren Afganistan-Erlebnissen.Leia mais

  • Mahabat-Khan-Moschee und Sethi House

    18 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 21 °C

    Heute hatte ich ein kleines Besichtigungsprogramm:
    Die Mahabat-Khan-Moschee ist eine sehr schöne, weiße Moschee aus dem 17. Jahrhundert.
    Das Sethi House ist ein traditionelles Haus in der Altstadt von Peschawar. Es wurde bis 2000 von bis zu sieben Familien bewohnt. Es ist sehenswert und erlaubt ein Stück weit einen Einblick in die Kultur dieses Landes beziehungsweise dieser Gegend. Es gibt noch zahlreiche Häuser dieser Art in der Altstadt. Allerdings ist es wegen der dichten Bebauung oftmals schwierig, die schönen Fassaden zu bewundern.Leia mais

  • Grand Trunk Road

    19 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 19 °C

    Die Grand Trunk Road ist eine der ältesten Fernhandelsstraßen in Süd Asien. Sie wird heute noch genutzt. Ziemlich viel LKW Verkehr. Aber es hätte schlimmer sein können. Am Mittag gab es ein paar Hotels an der Strecke. Mir war das zu früh zum aufhören für heute. Leider kam dann nichts mehr. Bis kurz vor Sonnenuntergang bin ich gefahren. Dafür wird es morgen etwas weniger sein.Leia mais

  • Islamabad

    22 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 18 °C

    Drei Tage Islamabad. Komplettes Kontrastprogramm zu Peschawar.
    Islamabad wurde in den 1960er Jahren auf dem Reißbrett entworfen und gebaut. Alles ist Quadratisch und man findet sich sehr schnell zurecht. Sehr viele Parks und Grünflächen. Die Entfernung sind recht groß. Mit dem Fahrrad ist man aber ziemlich schnell, weil die Straßen sehr gut sind.

    Ich habe mein Indien Visum mit allen Unterlagen fertig gemacht, um sie abzugeben.

    Die Fotos sind von der Faisal Moschee. Diese gehört zu den größten Moscheen der Welt und wurde von Saudi-Arabien finanziert. Es ist die National Moschee von Pakistan.

    Islamabad hat für mich sonst nicht viel zu bieten.
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  • Srinagar Highway

    23 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 15 °C

    Um 9 Uhr öffnet die Visum Agentur. Lange Schlangen, Frauen und Männer stehen getrennt an. Es ging dann aber recht zügig. Das Handy musste man vorher abgeben. Es fehlen noch Kopien und den Kopierer durfte ich nicht benutzen. Also machte ich mich auf die Suche. Wieder zurück in der Agentur, wollte der Mitarbeiter meinem Antrag nicht annehmen, weil ich das „ö“ in meinem Namen als „oe“ geschrieben habe. Es gab dann eine ziemliche Diskussion. Hoffe mal es gibt keine Probleme mit dem Visum. Schon im Vorfeld war es ziemlich nervig, weil die pakistanischen Behörden die Internetseite gebannt haben und man eine VPN Software braucht, damit es funktioniert. Vorher hatte ich es schon zu jeder Tages- und Nachtzeit probiert, weil ich dachte die Seite sei überlastet. Schließlich bekam ich den Tipp von Juri, dem deutschen Radfahrer, den ich schon in Saudi-Arabien und Afganistan getroffen hatte und der auch am tüfteln ist, wie man die Seite öffnet.
    Danach bin ich gestartet. Mein Ziel ist es, ein Stück weit den Karakorum Highway zu fahren. Ich weiß noch nicht wie weit. Es wird auch ein bisschen vom Wetter und von den Verhältnissen abhängig sein. In den Bergen kommt jetzt der Winter mit großen Schritten.
    Am Abend bin ich bis kurz vor Sonnenuntergang gefahren. Die Tage sind jetzt recht kurz. Camping war nicht möglich, da es nur steile Berghänge gibt. Außerdem wurde ich mal wieder vor wilden Tieren gewarnt, Unter anderem diesmal vor dem Leoparden.
    Es gibt ein paar Hotels, aber die sind oberhalb meiner bevorzugten Preisklasse. Dann musste ich nehmen, was kommt. Das Hotel wäre eigentlich gar nicht so schlecht, wenn das Zimmer sauber wäre. Die Ekel -Grenze ist erreicht. Als mir das Zimmer gezeigt wurde, handelte ich es runter. Danach kam ein anderer Mann und sagte mir einen etwas höheren Preis. Den musste ich dann bezahlen. Kurze Zeit später kam ein dritter Mann und wollte noch mal Geld. Die Kommunikation war sehr schwierig, weil keiner Englisch spricht. Immerhin kam dann noch mal ein Mann, der das Zimmer reinigen sollte. Zumindestens hatte er Utensilien dabei, mit denen man so etwas machen könnte. Im Zimmer sind außer mir noch dutzende Mücken. Zum Glück habe ich mein Innenzelt im Zimmer aufschlagen können. Das Abendessen ging aufs Haus. Wahrscheinlich herrscht Uneinigkeit, weil man mir einen recht hohen Preis für das Zimmer abverlangt hatte. Immerhin umgerechnet unverschämte elf Euro. Der Kellner, der mehrmals nach mir schaut, ob ich noch Wünsche habe, spuckt ab und zu mal auf den Boden. Jetzt bin ich so richtig in Pakistan angekommen.
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  • Muzaffarabad

    24 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 21 °C

    Muzaffarabad ist die Hauptstadt des teilautonomen Gebietes Azad Kashmir. Im Moment kommt man ohne Genehmigung rein. Ich habe mich nicht vorher erkundigt und es einfach probiert. An der Grenze zum autonomen Gebiet ist ein PolizeiCheckpoint. Der Polizist sagte mir es sei eine sehr friedliche Gegend. Bin nochmals in ein Hotel, weil das Gelände sehr steil ist und man keinen Platz zum Camping findet, außer vielleicht direkt neben der Straße. Der Polizist hat vorhin angerufen und gefragt, ob ich in einem Hotel untergekommen bin. Das hatten wir so abgemacht. Heute stimmt der Preis. Das Zimmer ist super sauber für 2000 pakistanische Rupien. Und es gibt eine warme Dusche. Umrechnungskurs ist zur Zeit 285pr auf den Euro.Leia mais

  • Mansehra-Naran Highway / Kawai

    25 de outubro de 2023, Paquistão ☀️ 17 °C

    Die Landschaft wird spektakulärer beziehungsweise die Berghänge steiler und die Straße windet sich gewagt mit vielen Gegenanstiegen, so dass heute nicht viel an Höhe gewonnen werden konnte.
    Auf meiner Route Richtung NordPakistan bin ich heute in die Provinz Khyber Pakhtunkhwa eingereist. Beim Checkpoint wurden nur meine Daten aufgenommen. Später bei einem PolizeiCheckpoint waren sich die Beamten nicht im Klaren, was sie mit mir machen sollten. Anscheinend ist die Gegend nicht wirklich sicher. Als ich dann sagte, dass ich im Hotel übernachte, durfte ich weiterfahren.
    Eigentlich hatte ich mit Polizeieskorte gerechnet. Das wurde von anderen Radfahren berichtet, die den Karakorum Highway gefahren sind. Aber der ist in dieser Provinz weiter westlich. Es gibt auch eine aktuelle Reisewarnung für Khyber Pakhtunkhwa. Aber die Formulierungen sind vage und beziehen sich hauptsächlich auf Gebiete nahe der afghanischen Grenze, sodass ich denke, dass es für mich passt. Die viele Polizeipräsenz stört nicht und gibt ein gewisses Sicherheitsgefühl.
    Für ein WildCamping wäre es schwierig, einen Platz zu finden. Alles, was irgendwie eben ist, ist bebaut. Und in den Ortschaften hätte ich sehr viel Zuschauer, falls ich dort mein Zelt aufbauen würde. Das HotelZimmer kostet wieder 2000 Rupien. Das scheint hier der Einheitspreis zu sein. Es ist sauber. Aber warmes Wasser zum duschen gibt es hier auch mal wieder nicht.
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  • Mansehra-Chilas Highway/ Kaghan

    26 de outubro de 2023, Paquistão ☀️ 14 °C

    Es geht weiter auf und ab. Jetzt bin ich schon knapp über 2000 m. Es zieht sich. Aber es ist sehr schön. Nachdem gestern mein Garmin runtergefallen ist und das Glas zersprungen ist, hat heute mein Seitenständer den Dienst quittiert. Wie es aussieht, ist das Ding nicht reparabel.
    Hab heute früher Schluss gemacht. Ein Mann hat mir ein sauberes Zimmer für 1000 Rupien gegeben und mir dann noch ein Restaurant gezeigt, wo ich für 200 Rupien essen konnte.
    Vermutlich sind das die Preise für Einheimische.
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  • Mansehra-Chilas Highway

    27 de outubro de 2023, Paquistão

    Gerade lasse ich den Tag Revue passieren. Ich liege im Zelt. Ein bisschen Hunger habe ich, hatte keine Lust mehr zu kochen. Draußen ruft jemand: es ist einer der Polizisten vom Polizei Checkpoint neben dem ich heute mein Zelt aufgeschlagen habe. Er bringt mir etwas zum Essen. Es ist ziemlich lecker. Die Bergstraße zum Babusar Pass ist nur von 9:00 Uhr bis 2:00 Uhr am Nachmittag geöffnet. Es war sowieso höchste Zeit, einen Platz zu finden, bevor es dunkel wird. Hier im letzten Ort gibt es eine Vielzahl von Hotels. Alles ist geschlossen. Winterpause. Am Ortsausgang beim PolizeiCheckpoint war dann das Ende meiner heutigen Tour. Man hat mir einen Platz zum Camping direkt neben der Polizeistation gezeigt. Die Beamten sind wohl ziemlich besorgt, weil es in der Nacht sehr kalt werden wird. Aber ich bin sehr gut ausgerüstet und habe keine Sorge.Leia mais

  • Babusar Top 4177 m

    28 de outubro de 2023, Paquistão

    Heute das Highlight. Anscheinend macht die Bergstraße doch schon 6:00 Uhr auf. Einige Autos standen Schlange. Als es hell wurde, durften sie fahren. Ich habe Frühstück gemacht und bin dann gestartet. Die freundlichen Polizisten hatten sich noch mal hingelegt.
    Anfangs ging es leicht, dann immer schwerer. Den steilen Schlussanstieg dann nur noch schiebend. Oben angekommen herrschte irgendwie eine Art Volksfeststimmung. Ich habe etwas gegessen und mich dann für das „Gipfelfoto“ angestellt.
    Jetzt folgt die nur 42 km lange Abfahrt zum Karakorum Highway, die eine Höhendistanz von über 3100 m überwindet. Die schattenseitige Abfahrt war dann extrem kalt. Unterwegs fragte ich zwei Polizisten nach einer Campingmöglichkeit. Mir wurde gesagt, ich soll bis Chilas weiterfahren und dort in ein Hotel gehen. Aber das war viel zu weit, weil es schon kurz vor Sonnenuntergang war. Zwei Polizeistationen weiter, auf etwa 3000 m, hat man mir dann einen Platz in einem Raum angeboten, wo zwei Motorräder standen. Angeblich ist die Gegend hier nicht sicher.
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  • Karakorum Highway / Bunar

    29 de outubro de 2023, Paquistão ☁️ 18 °C

    Es war gestern Abend noch ein bisschen nervig. Die Polizisten haben sicher mindestens fünf mal angeklopft und wollten irgendetwas: Passkontrolle, fragen ob ich genügend Komfort habe, fragen ob ich Tee möchte, nur mal schauen… usw.
    Heute Morgen musste ich ein bisschen warten, bis ich starten konnte. Ich wusste dann bald warum: Es gab eine Polizeieskorte und wir mussten auf das Auto warten. Es war gestern eine gute Entscheidung, bei der Polizei zu fragen, wo ich schlafen kann. Das Tal war anfangs sehr steil und dicht besiedelt. Die Menschen hier im Tal gehören anscheinend einer anderen Ethnie bzw. einer Minderheit an. Alles wirkt auch deutlich ärmlicher. Nach wenigen Kilometern war das Polizeiauto weg. Es ging 20 km bergab bis ich auf dem Karakorum Highway angekommen bin. Dort gab es eine Polizeistation und ich wurde zum Interview gebeten. Die Gegend ist angeblich sicher. Aber ich sollte kein Camping machen, weil es viele Hunde gibt, die über mich herfallen könnten.
    Ich habe meine Route angegeben: Via Shausar Lake und Deosai Nationalpark nach Skardu und dann zurück nach Islamabad über den Karakorum Highway.
    Die Polizisten sagten mir, dass ich zum See hoch fahren kann. Allerdings liegen noch einige Polizeicheckpoints auf dem Weg und es könnte sein, dass sie mich wegen der Kälte nicht hoch lassen. Oder aus irgendeinem anderen Grund, die Polizei ist ja diesbezüglich ziemlich erfinderisch.
    Habe wieder ein schönes, sauberes Zimmer für umgerechnet sieben Euro.
    Gerade das Abendessen und schon wieder kommt die Polizei. Einer spricht ganz gut Englisch. Der andere hat eine Kalaschnikow. Sie wollen wissen woher ich komme und wohin ich fahren möchte. Ich habe es heute
    mindestens schon fünf mal der Polizei erklärt.
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  • Nanga Parbat View Point

    30 de outubro de 2023, Paquistão ☀️ 12 °C

    Heute am Vormittag bin ich zur Raikot Brücke gefahren. Dort ist die Auffahrt zur berühmten Märchenwiese. Mit dem Fahrrad mache ich es definitiv nicht. Es sind 20 km und 2000 Höhenmeter auf Geröllpiste. Mit dem Geländewagen kostet es 65 €. Ich bin dann weitergefahren zum Abzweig ins Astoretal und habe mir oberhalb am Nanga Parbat Viewpoint ein Zimmer in einem kleinen Hotel genommen.Leia mais

  • Karakorum Highway / Chilas

    31 de outubro de 2023, Paquistão 🌙 16 °C

    Nach einem kurzen Ausflug ins Astore Tal habe ich heute Vormittag beschlossen nach Islamabad zurückzukehren. Es wird mir zu lang, wenn ich noch zum Deosainationalpark und weiter nach Skardu fahre. Falls es mit meinem Visum für Indien nicht klappt, ist der zweite Versuch wieder zeitintensiv und ich habe „nur“ ein 60 Tage Visum für Pakistan.
    Es ist ein bisschen schade, weil es hier im Norden von Pakistan wirklich sehr schön ist. Aber es ist auch eine Sackgasse und ich muss alles wieder zurückfahren.
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  • Karakorum Highway / Sumar Nadi

    1 de novembro de 2023, Paquistão ☁️ 10 °C

    Das Abendessen gestern im Hotel war ganz lecker. Deshalb freute ich mich sehr aufs Frühstück. 8:00 Uhr hatten wir abgemacht, aber alles schläft noch und ich bin gefahren. 100 m vom Hotel entfernt war ein kleines Restaurant. Das Frühstück wurde mir vom Inhaber spendiert.
    Ich bin dann gerade mal 10 km bis zum ersten Polizei Checkpoint gekommen, dort musste ich mein Fahrrad ins Polizei Auto laden und dann ging’s per Pick-up einige Kilometer bis zu einem anderen Posten. Security Problem hieß es. Dort sollte ich auf ein anderes Polizei Fahrzeug warten, aber es kam keines und so konnte ich dann fahren. Nach ein paar Kilometern hieß es dann wieder Fahrrad ins Auto. Nach ein paar Kilometern Pick-up konnte ich dann weiterfahren. Aber bald hatte ich neue Begleiter und die wechselten sich dann den ganzen Tag lang ab. Am späteren Nachmittag sollte ich noch mal das Fahrrad aufladen. Vermutlich waren meine Bergfahrten zu langsam und die Beamten wollten Feierabend machen. Es wurde mit allen Mitteln versucht, mir schmackhaft zu machen, dass es besser wäre, mein Fahrrad aufzuladen. Mir wurde gesagt im Polizei Auto bin ich viel besser vor Steinschlägen geschützt, als mit meinem Fahrradhelm. Sie waren da schon recht kreativ.
    Die wunderschöne Landschaft ist aber mit dem Fahrrad viel eindrücklicher zu genießen.
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  • Karakorum Highway / Kamila

    2 de novembro de 2023, Paquistão 🌙 11 °C

    Gleich nach dem Losfahren, 3 Stunden Pause wegen Bauarbeiten am Karakorum Highway. Danach konnte ich unbehelligt weiterfahren. An einem Shop waren zufällig Polizisten, die meinten ich brauche Security. Sie waren offenbar sehr verwundert, dass ich alleine mit meinem Fahrrad durch die Gegend fahre. An einem der nächsten Checkpoints stand die Eskorte schon bereit. Ich hatte aber keine Lust das Fahrrad aufzuladen, und so fuhren sie nach längeren Diskussionen hinter mir her.
    In Kamila war ich der Meinung, die Polizisten hätten sich von mir verabschiedet und ich hätte meine Ruhe. Dem war aber nicht so. Als ich ein Hotel gefunden hatte, waren sie plötzlich wieder da. Mit Konsequenzen:
    Ich durfte das Hotel nicht verlassen, nicht einmal zum Essen. Mir wurde etwas aus einem Restaurant gebracht. Ein Mann mit einer Maschinenpistole blieb die ganze Nacht vor meinem Zimmer. Ich wäre so gerne noch auf dem Basar gegangen, um ein paar Fotos zu machen. Keine Chance. Später am Abend kommen noch zwei Polizisten in Zivilkleidung und erklärten mir die Situation und die Sicherheitslage in relativ gutem Englisch.
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  • Besham

    3 de novembro de 2023, Paquistão 🌙 20 °C

    Es hat eine Wachablösung gegeben. Den „ neuen“ Polizisten fragte ich nach einem Frühstück. Wir sind dann zusammen in ein Restaurant gegangen. Danach hatte er mir angeboten, noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt mit mir zu machen.
    Ohne Eskorte ging es dann weiter und ich habe mich richtig frei gefühlt. Aber es dauerte nicht lange und es kam die Polizei. Heute hatte ich keine Lust auf Diskussionen und habe mein Fahrrad aufgeladen. Ein bisschen misstrauisch war ich schon, weil die Polizisten in Zivil unterwegs waren und das Polizeiauto auch vom Schrottplatz hätte geklaut sein können. Aber es hatte immerhin ein Nummernschild und ein Funkgerät.
    Die Polizisten waren anscheinend froh, dass ich kooperierte. Sie hätten sonst stundenlang hinter mir her fahren müssen. Es waren vier Teams abschnittsweise mit mir beschäftigt.
    Ich wurde praktisch von einem Zuständigkeitsbereich zum anderen weitergereicht. Es hat lückenlos funktioniert. Kurz vor der Stadt wurde ich an einem Polizei Checkpoint abgesetzt. Der Kommandant fragte, ob ich eine Escort wünsche. Als ich verneinte, meinte er, ich könne fahren. Ich bin in ein Hotel eingecheckt, wo eine asiatische Reisegruppe Mittagspause gemacht hat. Sauberes Zimmer mit endlich mal einer warmen Dusche.
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  • Ein Tag Pause in Besham

    4 de novembro de 2023, Paquistão 🌙 20 °C

    Heute mache ich mal nichts.
    Außer der erfolglosen
    Suche nach einem Geldautomaten. Ich habe bei zehn verschiedenen Banken probiert Geld zu bekommen. Bei einem Automaten hätte es dann geklappt, für 1000 Rupien Gebühren.Leia mais

  • Zurück in Islamabad

    5 de novembro de 2023, Paquistão ⛅ 17 °C

    Heute steht eine schwere Bergetappe auf dem Programm, bevor es wieder bergab Richtung Islamabad geht. Am Morgen ist mir meine Spannschraube vom Fahrradsattel gebrochen. Alle möglichen Ersatzteile, schleppe ich mit, damit habe ich nicht gerechnet.
    Kurz vor Mittag sammelt mich dann die Polizei ein. Es geht weiter wie auf den letzten Etappen. Am Anfang fand ich es gar nicht so schlecht, weil sie mich ziemlich den ganzen Berg hochgefahren haben. Insgesamt waren etwa zehn Teams damit beschäftigt, mich bis zum Abend gleich nach Islamabad zu bringen. Die ganzen Umsteigeprozeduren, das Warten zwischendurch und ständig die gleichen Fragen waren ein bisschen mühsam.
    20 km Kilometer vor Islamabad war dann Schluss mit Taxidienst. Islamabad Police hat mit zwei Motorrädern übernommen und ich musste nebenher treten. Die Jungs waren ziemlich cool und sie lieferten unter anderem eine filmreife Szene, in dem sie gleich mal die sechsspurige Einfahrtstraße zur Stadt mit ihren Blaulichtmotorrädern absperrten, damit ich mit meinem Fahrrad die Straße überqueren konnte, um in ein Hotel auf der anderen Straßenseite zu gelangen.
    Das war mir viel zu teuer und wir suchten zusammen nach einem günstigerem, welches aber gerade umgebaut wurde . Ich wurde noch ein Stück begleitet. Dann fuhr ich alleine weiter, was für mich wesentlich stressfreier war, weil es sehr anstrengend ist in der Dunkelheit neben oder hinter einem Blaulichtmotorrad zu fahren. Allerdings muss man dann wesentlich mehr aufpassen, weil nicht mehr so rücksichtsvoll gefahren wird. Um 9:00 Uhr abends war ich dann in einer Unterkunft.
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  • Islamabad Fahrradreparatur

    7 de novembro de 2023, Paquistão ☁️ 24 °C

    Mir wurde ein Fahrradladen empfohlen, den ich gestern und heute für längere Zeit besucht habe. Mein Seitenständer hat jetzt eine Außenfeder. Es schaut auch ziemlich stabil aus. Eine Maschinenschraube konnte so modifiziert werden, dass sie die Sattelspannschraube ersetzt . Es war ein Martyrium mit einem Sattel ohne Spannschraube zu fahren. Das Tretlager hat schon lange sehr viel Spiel. Schuld sind wahrscheinlich die vielen Flussdurchquerung in Kirgistan. Es war total rostig. Allerdings haben sie nur sehr günstige Tretlager und es muss wohl bald wieder gewechselt werden. Eine neue Kette habe ich auch drauf gemacht. Morgen hole ich eine Schutzblech Halterung ab, die gefertigt wird.
    Und mein Spiegel soll auch noch repariert werden. Jetzt bin ich ganz happy, dass ich wieder ein Fahrrad habe, was ganz gut funktioniert.

    Außerdem habe ich gestern mein Indienvisum erhalten. Jetzt kann es weitergehen.
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  • Rawalpindi

    8 de novembro de 2023, Paquistão ⛅ 25 °C

    Am Mittag bin ich ausgecheckt. Muss die Zeit ja möglichst ausnutzen, für die ich im Hotel bezahle. Dann zum Bike Shop: mein Spiegel und die Schutzblechhalterung wurde repariert. Ich habe nicht mal zwei Euro dafür bezahlt. Hier in Pakistan wird viel mehr repariert und viel weniger weggeworfen.
    Danach die kurze Fahrt nach Rawalpindi und die anschließende Suche nach einem günstigem Hotel. Es war gar nicht so einfach etwas zu finden. Entweder waren die Hotels ausgebucht, total verdreckt oder für Ausländer nicht zugelassen. Bin schließlich in einem Hotel mit einem etwas höherem Preisniveau.
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  • Jhelum

    10 de novembro de 2023, Paquistão

    Nachts gab es ein starkes Gewitter und viel Regen. Außerdem waren Schüsse unweit des Hotels zu hören. Der Eindruck, in einem nicht gerade sicherem Reiseland unterwegs zu sein, hat sich nochmals verstärkt. Nach dem Frühstück bin ich gestartet. Meine Vorderradbremse funktioniert nicht mehr. Vielleicht sind es die Auswirkungen von den Transporten in den Polizeifahrzeugen. Der Umgang war nicht gerade immer sorgfältig und jetzt ist die Bremsleitungen von meiner hydraulischen Felgenbremse anscheinend nicht mehr dicht.
    Ansonsten eine lange Etappe und die Landschaft ist nicht gerade reizvoll.
    Die Fotos vom Abend im Basar.
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