• Boris Eichenberger
  • Horst Schlittenhardt
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Sierra Leone 2025

A 11-day adventure by Boris, Horst & Waltraud Read more
  • Trip start
    February 3, 2025

    Back in Town

    February 2, 2025 in Switzerland ⋅ ⛅ 3 °C

    Aarau, Zürich, Brüssel, Freetown, Makeni. 4 Uhr morgens bis 10 Uhr abends.
    Diese Woche sind wir zu dritt unterwegs. Waltraud und Horst sind mit dabei. Unsere Basis ist in 3Miles bei Glorious.

  • Tag 1: Projektbesuche

    February 3, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 26 °C

    Ein Tag voller Eindrücke

    Der erste Tag in Sierra Leone war intensiv und bewegend. Noch vor Sonnenaufgang startete ich mit einer kurzen Laufrunde – ein Moment der Stille, bevor der Tag Fahrt aufnahm. Beim Frühstück bekam ich Besuch von drei Studierenden, die dank LernLift ihre Studiengebühren finanziert bekommen. Ihre Geschichten waren krass – voller Herausforderungen, aber auch voller Hoffnung. Bildung verändert Leben, und hier wird das besonders spürbar.

    Danach ging es weiter zu drei Landwirtschaftsprojekten. Überall wurden wir von singenden Frauen empfangen – ein Ausdruck purer Freude über die Unterstützung, die sie erhalten haben. Diese Momente gehen unter die Haut: Gesang als Dankbarkeit, als Zeichen für eine bessere Zukunft.

    Am Nachmittag besuchten wir eine Schule, die letztes Jahr fertiggestellt wurde. Mehr als 200 Kinder haben hier nun eine Perspektive. Bildung ist nicht nur Unterricht – sie ist die Grundlage für Veränderung, für neue Chancen, für ein anderes Morgen.

    Um 19 Uhr kehrten wir schließlich zurück – müde, voller Eindrücke, aber auch voller Dankbarkeit. Ein Tag, der zeigt, dass Hilfe ankommt. Ein Tag, der inspiriert.
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  • Mama Glorious

    February 3, 2025 in Sierra Leone ⋅ ⛅ 25 °C

    Hier eine der Heldinnen von Sierra Leone. Alle sagen "Mama" zu ihr, ich weiß warum.... Glorious managed alles und hält zu allen Kontakt. Beim Abendessen erzählte sie uns wie sie das Feedingprogram für 400 Kinder organisiert hat...man kann nur staunenRead more

  • Tag 2: Schulung in Kakamba

    February 4, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☁️ 30 °C

    Schulung in Kakamba – Eine Reise zu Albert

    Letztes Jahr habe ich Albert kennengelernt – einen erstaunlichen Mann. In einem abgelegenen und schwer zugänglichen Gebiet hat er Schulen und Kirchen aufgebaut und so Bildung und Glauben in seine Region gebracht.

    Im vergangenen April nahm er an unserer Schulung in Makeni teil. Dort entstand die Idee, dieses Jahr seine Lehrkräfte und Pastoren direkt vor Ort zu schulen.

    Die Reise von Makeni nach Kakamba dauerte zweieinhalb Stunden – und war ein echtes Abenteuer. Holprige Wege, beeindruckende Landschaften und schließlich die herzliche Begrüssung durch engagierte Menschen, die darauf brennen zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

    Es ist inspirierend zu sehen, wie Menschen unter herausfordernden Bedingungen Grosses bewirken. Die Schulung in Kakamba ist für uns mehr als ein Training – sie ist ein Zeichen der Verbundenheit und der gemeinsamen Hoffnung.
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  • Im Kleinen treu sein

    February 5, 2025 in Sierra Leone ⋅ ⛅ 28 °C

    Während es in Deutschland für jedes Bedürfnis einen Verein, einen Club, jede Menge Ausbildungsmöglichkeiten und eine Vielzahl an kirchlichen Aktivitäten gibt, braucht es hier Menschen, die den Ruf von Gott hören, etwas anzupacken und ein Stück Reich Gottes auf die Erde zu bringen.

    Vielleicht sind die beiden Schulkinder unter dem großen Baum solche Menschen.

    Als Juwel für mich selbst habe ich das Wort von Jesus empfangen, "im Kleinen treu zu sein"
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  • Zweiter Tag der Schulung in Kakamba

    February 5, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☁️ 36 °C

    Die Nacht im Hotel White House in Kamakwie war angenehm – das Bier vom Vorabend hat sicher seinen Teil dazu beigetragen. Doch lange ausschlafen war keine Option: Um 8:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg nach Kakamba. Die Strasse dorthin ist mehr als abenteuerlich, doch King George III – unser treues Fahrzeug – meisterte selbst die behelfsmässige Brücke aus Brettern mit beeindruckender Leichtigkeit.

    Das heutige Thema unserer Schulung: „Leadership is the art to make possible what seems to be impossible today.“ Ein Satz, der nicht nur Führungspersönlichkeiten inspiriert, sondern auch genau zu den Herausforderungen dieser Region passt. Die Diskussionen waren intensiv – vor allem beim Thema häusliche Gewalt, das hier ein grosses Problem darstellt. Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung zu fördern, sondern auch gesellschaftlichen Wandel zu begleiten.

    Gegen Mittag bekamen wir besonderen Besuch: Eine Siebenerdelegation aus Dorfältesten und dem Imam kam zu uns. Sie baten uns eindringlich, noch mehr für ihre Region zu tun. Eine bewegende Begegnung, die zeigt, wie gross das Vertrauen ist, das uns entgegengebracht wird – und wie dringend der Bedarf an Unterstützung bleibt.

    Die Rückreise nach Makeni wurde dann zur echten Prüfung. Schlaglöcher, sandiger Untergrund – einmal rutschten wir sogar von der Strasse ab. Doch unser Vierradantrieb brachte uns rasch wieder auf den richtigen Weg. Ein sinnbildlicher Abschluss für diesen Tag voller Herausforderungen und wichtiger Begegnungen.
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  • Von einem anderen Stern

    February 6, 2025 in Sierra Leone ⋅ ⛅ 24 °C

    Zwanzig Augenpaare starren mich an, die Kinder bewegen sich nicht, verziehen keine Miene, sie halten etwa einen Meter Abstand...ich glaube sie denken ich komme von einem anderen Stern...so eine weiße Frau sogar mit ganz weißen Haare!?!? Dann kommt plötzlich das kleinste Mädchen von ihnen und stupft mich mit ihrem kleinen Finger in meine Wade, dann lachen alle und das Eis ist gebrochen.
    Aber wenn ich mich so umsehe und diese Armut sehe, dann denke ich ich komme von einem anderen Stern...
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  • 20 Jahre Schule von Almamy Kamara – Ein

    February 6, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute feiern wir ein ganz besonderes Jubiläum: Die Schule von Almamy Kamara wird 20 Jahre alt! Was einst als kleine Primarschule mit vier Klassenzimmern aus Holz begann, hat sich zu einer Gesamtschule mit bis zu 500 Schülern entwickelt. Ein beeindruckendes Wachstum, das zeigt, was mit Vision, Hingabe und partnerschaftlicher Unterstützung möglich ist.

    Wir sind von Anfang an dabei gewesen. Unser erstes Projekt, Menschen das Lesen und Schreiben beizubringen, startete genau hier – in den Abendstunden, als die Arbeit des Tages getan war. Doch Bildung braucht Licht, und so halfen wir damals, den Ort mit Strom und Beleuchtung auszustatten. Dieser erste Schritt legte den Grundstein für eine tiefe und beständige Zusammenarbeit.

    Bis heute stehen wir der Schule nahe, begleiten ihre Entwicklung und unterstützen, wo es nötig ist. Der heutige Festtag erinnert uns daran, wie wichtig Bildung als Schlüssel für eine bessere Zukunft ist. Jedes Kind, das hier lernt und wächst, trägt dazu bei, die Gemeinschaft und die Gesellschaft zu verändern.

    Wir feiern nicht nur die vergangenen 20 Jahre, sondern blicken auch voller Hoffnung in die Zukunft. Möge die Schule weiterhin ein Ort der Chancen, des Lernens und der Inspiration sein – für viele weitere Generationen!
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  • Unerwartete Spuren unseres Wirkens

    February 7, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 26 °C

    Seit mehr als zwanzig Jahren sind wir in Sierra Leone aktiv. Mit jeder Schule, jedem Landwirtschaftsprojekt, jeder Kirche, jedem Ausbildungsprogramm und jeder Geschäftsgründung hoffen wir, positive Spuren zu hinterlassen. Das Feedback unserer Mitarbeitenden vor Ort ermutigt uns: Tausende von Menschen werden erreicht, Leben verändert sich, Perspektiven entstehen.

    Doch manchmal treibt unser Wirken auch überraschende Blüten. Als einer unserer Mitarbeitenden Vater wurde, wollte er seinem Sohn meinen Namen geben – eine unerwartete Ehre. Doch dann schenkte ihm Gott eine Tochter. Und so trägt sie nun den Namen Borissa.

    Ein kleines Mädchen, das einen Namen mit unserer Geschichte verbindet. Eine Erinnerung daran, dass unsere Arbeit nicht nur Strukturen verändert, sondern auch Herzen berührt.
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  • Ein Morgen voller Überraschungen

    February 7, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 27 °C

    Manchmal beginnt ein Tag anders, als man es sich vorgestellt hat. Heute war so ein Morgen. Noch halb verschlafen kam die betrübliche Nachricht: Die Batterie von King George III wurde gestohlen.

    Unser Auto musste die Nacht über draussen vor dem Hotel parken – kein geschützter Platz, aber der Manager hatte uns versichert, dass der Wachmann am Tor ein Auge darauf haben würde. Doch eine Batterie ist schnell ausgebaut, und am Morgen war klar: Jemand hatte sich in der Nacht bedient.

    Die Reaktion von Abdul, dem Hotelbesitzer, war unerwartet. Er ist ursprünglich aus Deutschland, und als er von dem Diebstahl erfuhr, war er ausser sich vor Wut. Ohne zu zögern, feuerte er den Wachmann. Doch damit nicht genug: In einem Moment grosszügiger Gastfreundschaft überreichte er uns seine eigene, brandneue Autobatterie.

    Was bleibt, ist eine Mischung aus Ärger, Erleichterung und Dankbarkeit. Ärger über die Dreistigkeit des Diebstahls. Erleichterung, dass das Problem so schnell gelöst wurde. Und Dankbarkeit für eine Geste, die zeigt, dass ehrliche Menschen sich nicht von ein paar nächtlichen Langfingern entmutigen lassen.

    Manchmal begegnet man Gastfreundschaft in den unerwartetsten Momenten. Und vielleicht ist das die beste Erinnerung, die man von einem Ort mitnehmen kann.
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  • Kreative Reparatur

    February 7, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 29 °C

    Wenn Improvisation zur Kunst wird

    Heute Morgen brauchte King George III nicht nur eine neue Batterie – auch der Seitenspiegel benötigte dringend etwas Pflege. Vor einer Woche hatte ein kleiner Unfall seine Spuren hinterlassen, und Ersatzteile waren nicht so einfach aufzutreiben. Doch anstatt zu resignieren, wurden wir Zeugen eines wahren Künstlers der Improvisation.

    Mit geschickten Händen wurde ein neuer Spiegel zurechtgeschnitten, während zerbrochene Plastikteile mit heißem Eisen verödet wurden. Bruchstellen erhielten Verstärkung durch geschickt platzierte Metallstücke. Kein Ersatzteil? Kein Problem. Hier wurde nicht gewartet, sondern gehandelt.

    Diese Art der Reparatur ist mehr als eine Notlösung – sie ist ein Ausdruck von Kreativität, Einfallsreichtum und Pragmatismus. In einer Welt, in der oft nur noch ersetzt statt repariert wird, erinnert uns solche Handwerkskunst daran, dass vieles mit ein wenig Geschick und Geduld wieder instand gesetzt werden kann.

    King George III ist nun wieder bereit für die Straße – mit einem Spiegel, der nicht nur seinen Zweck erfüllt, sondern auch eine Geschichte erzählt.
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  • Eine Reise durch den Geschmack

    February 8, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 23 °C

    Essen ist Heimat

    Essen ist mehr als nur Energiezufuhr. Es bedeutet Heimat, Gemütlichkeit und Zugehörigkeit. In jeder Region der Welt sind die Speisen von der Kultur und den lokalen Zutaten geprägt. Wer reist oder für längere Zeit in einem anderen Land lebt, merkt schnell, wie stark der eigene Geschmackssinn mit der gewohnten Küche verwurzelt ist.

    Hier begegnen mir neue Aromen und Konsistenzen: die Schärfe der Chili, das Bittere der Kartoffelblätter oder die besondere Textur von getrocknetem Fisch. Unsere Sensoren sind das nicht gewohnt – doch genau das macht das Essen zu einer spannenden Entdeckungsreise. Natürlich essen wir mit, wenn für uns gekocht wird, denn Essen verbindet. Aber oft kochen wir auch selbst – eine Mischung aus Vertrautem und Neuem.

    Meine Mutter hat mich gut auf diese experimentelle Küche vorbereitet. Ein Basisrezept ist immer eine gute Grundlage, aber man darf mit dem arbeiten, was da ist. So entstehen kreative Kombinationen: Rösti mit Süsskartoffeln oder Porridge mit Hafer und Milchpulver. Manche Dinge lassen sich gut ersetzen, manche besser kombinieren – doch eines bleibt unverrückbar: Schweizer Brot. Nichts kommt an den vertrauten Geschmack heran. Egal, wo auf der Welt ich bin – ein Stück gutes Brot bleibt ein Stück Heimat.
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  • Bauen in Sierra Leone

    February 8, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 26 °C

    Dies ist der Rohbau des Gebäudes für die Secondary school. Er wurde mit den Geldern des Praise Camps Schweiz 2022 finanziert. Hier können die Schüler einen Abschluss machen, der unserem Abitur entspricht.

    Für den Bau hat eine Person die Bauaufsicht und beim Mauern hilft das ganze Dorf mit. Pläne müssen keine eingereicht werden. Es gibt keine Behörden dafür. Trotzdem sind die Bauwerke hier sehr stabil. Es gibt praktisch keine Einstürze.

    Bauen ohne Baugenehmigung. Für mich als Deutschen undenkbar ... lässt aber einen großen Spielraum für Eigeninitiative. Was Bürokratieabbau so alles bewirken kann ...
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  • Fast gestrandet in Sierra Leone

    February 9, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 36 °C

    doch nicht wegen Afrika

    „This is Africa“ – dieser Satz fällt oft, wenn etwas nicht funktioniert. Ein resigniertes Achselzucken, eine Einladung, sich an Unzuverlässigkeit zu gewöhnen. Doch diesmal ist es nicht Afrika, das mich fast stranden lässt, sondern Brussels Airlines.

    Mein Rückflug aus Sierra Leone war für Donnerstag geplant. Dann kam die Nachricht: Flug gestrichen. Grund? Ein technischer Defekt an einem Flugzeug. Also wurde ich kurzerhand auf Mittwoch umgebucht. Doch kaum hatte ich mich darauf eingestellt, kam die nächste Hiobsbotschaft: Auch der Mittwochflug fällt aus. Diesmal wegen des Streiks des Bodenpersonals in Brüssel.

    Der früheste Rückflug? Eine Woche später. Klar, 35 Grad und Sonne wären verlockend, aber ab Freitag stehen wichtige Termine in der Schweiz an. Also blieb mir nichts anderes übrig, als auf eigene Faust eine neue Verbindung zu suchen.

    Mein neuer Reiseplan? Ein Umweg quer über den Kontinent: Mittwoch früh geht es los nach Äthiopien, von dort nach Mailand und schliesslich nach Zürich. Theoretisch. Denn wenn ich eines gelernt habe in diesen Tagen, dann das: Es kann immer noch anders kommen…
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  • Intensiv, inspirierend, lehrreich

    February 10, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute ist der zweite Tag unseres Trainings in 3 Miles, und die Dynamik nimmt weiter zu. Vertreter:innen aus neun verschiedenen Orten sind angereist für drei intensive Tage. Die Energie im Raum ist spürbar – es ist nicht nur ein Lernen, sondern auch ein gegenseitiges Ermutigen und Wachsen.

    Unsere Abende sind besonders intensiv: Wir treffen jeweils drei Gruppen für je eine Stunde, sodass jede Gruppe Zeit für Austausch, Fragen und Reflexion hat. Das bedeutet drei herausfordernde und zugleich inspirierende Gespräche pro Abend. Diese Struktur verlangt von allen höchste Konzentration, aber sie bringt auch eine besondere Tiefe mit sich.

    Es ist eine intensive Erfahrung – nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für uns. Wir lernen genauso viel wie sie. Die Perspektiven, die Geschichten, die Herausforderungen, die uns begegnen, erweitern unser eigenes Verständnis und bereichern unser Training enorm.

    Wir sind gespannt auf die kommenden Tage und freuen uns darauf, weiterhin gemeinsam unterwegs zu sein – mit offenen Herzen und offenen Gedanken.
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  • Equipping the saints

    February 11, 2025 in Sierra Leone ⋅ ⛅ 21 °C

    Ich liebe es, wie Boris das macht und lerne einiges von ihm: Er lehrt hier hauptsächlich durch Fragen stellen. Ob das in der großen Runde oder in der Kleingruppe ist, ob bei ORA, beim Team-Meeting, bei Intervision oder bei der klassischen Lehre: Er stellt immer Fragen, greift die Antworten auf und formuliert daraus neue Fragen. So führt er die Leute an den Punkt, an dem Erkenntnis kommt. Erkenntnis aus der Bibel, Erkenntnis aus dem Hören aufeinander und letztlich Erkenntnis durch den Heiligen Geist.

    Mich erinnert das an die Bibelstelle Jeremia 31:33-34: »Ich werde ihr Denken mit meinem Gesetz füllen, und ich werde es in ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Niemand muss dann noch seine Freunde belehren und keiner seinen Bruder ermahnen: `Lerne den Herrn kennen!´ Denn alle werden mich kennen, alle, vom Kleinsten bis hin zum Größten«, spricht der Herr.

    Auch wenn diese Trainingstage (8:30 - 22:00) sehr ausgefüllt sind, bei Temperaturen von bis zu 38° C: Wir lieben es. Das Lernen, das Hören auf Gott, die gemeinsamen Anbetungs- und Ministryzeiten und die Begegnungen.
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  • Laufen im Morgengrauen

    February 11, 2025 in Sierra Leone ⋅ ☁️ 21 °C

    ein besonderer Start in den Tag

    Der Morgen beginnt oft mit einer kleinen Laufrunde – ein Moment der Ruhe, bevor der Tag an Fahrt aufnimmt. Je nach Tagesprogramm starten wir früh, manchmal sogar noch vor Sonnenaufgang. In diesen Stunden liegt eine besondere Stimmung in der Luft: die Stille vor dem Erwachen des Tages, die kühle Frische, bevor die Sonne die Erde aufheizt.

    Mein treuer Laufpartner ist Bockarieh. Seit meinem längeren Aufenthalt hier begleitet er mich zuverlässig auf jeder Runde. Über die Zeit hinweg ist daraus mehr als nur gemeinsamer Sport geworden – es sind Gespräche, gemeinsames Schweigen und das geteilte Erleben der Natur, das uns verbindet.

    Unsere Lieblingsstrecke führt durchs Hinterland. Über staubige Wege, manchmal auf schmalen Trails, quer durch kleine Sümpfe, wo wir über Baumstämme balancieren müssen. Jeder Lauf ist ein kleines Abenteuer, eine Erkundungstour durch die Landschaft, die uns umgibt.

    Es gibt kaum eine bessere Art, den Tag zu beginnen. Die Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, der Kopf wird frei, und das Gefühl, mit der Natur verbunden zu sein, begleitet uns in alles, was danach kommt.
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  • Sie kam, um DANKE zu sagen

    February 11, 2025 in Sierra Leone ⋅ ⛅ 23 °C

    Mariato Jallo lebt mit ihren fünf Kindern allein, ihr Mann hat die Familie verlassen, als die Kinder noch klein waren.
    Diese Frau ist in meinen Augen eine Heldin.
    Sie baut Reis und Erdnüsse an damit sie die Miete für das Haus und die Schuluniformen für die Kinder bezahlen kann.
    Zwei von ihren Kindern werden von unseren Förderprogrammen unterstützt.
    Deshalb kam sie zu uns und wollte einfach nur DANKE sagen. Sie sagt, es ist für sie eine enorm große Hilfe.
    Sie sitzt uns gegenüber und bedankt sich immer wieder. Das berührt mich sehr.
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  • Rückreise

    February 12, 2025 in Sierra Leone ⋅ 🌙 23 °C

    Abschied aus Sierra Leone: Eine Reise beginnt mitten in der Nacht

    Nach einer kurzen Nacht klingelt der Wecker um 2:30 Uhr. Die letzten Dinge werden gepackt, eine schnelle Dusche, das Auto wird beladen – dann geht es los. Die Fahrt von Makeni nach Lungi liegt vor uns. Drei Stunden haben wir eingeplant, um pünktlich am Flughafen zu sein.

    Für mich bedeutet das Abschied. Mein Weg führt über Addis Abeba zurück nach Hause. Horst und Waltraud bleiben noch zwei Tage in Freetown, bevor sie mit der Fähre nach Conakry weiterreisen. Von dort geht es für sie nach Senegal und schließlich weiter nach Gran Canaria. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Ziele – und doch sind wir alle noch für einen Moment durch diese gemeinsame Zeit in Sierra Leone verbunden.

    Während wir durch die nächtlichen Straßen fahren, zieht die letzte Woche noch einmal an mir vorbei. Begegnungen, Gespräche, Eindrücke – all das wird mich noch lange begleiten. Reisen verändert. Man nimmt neue Perspektiven mit, lässt aber auch immer ein Stück von sich zurück.

    Die Straße nach Lungi ist ruhig. Die ersten Zeichen des Morgens lassen sich am Horizont erahnen. Ein neuer Tag beginnt, eine Reise endet – oder vielleicht fängt sie gerade erst an.
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  • Zwischenstopp

    February 12, 2025 in Ethiopia ⋅ ☀️ 23 °C

    Zwischenstopp in Addis Abeba – Ein kurzer Moment des Innehaltens

    Der erste Teil meiner Rückreise ist geschafft. Nach den intensiven Tagen unterwegs tut es gut, für einen Moment durchzuatmen – und das erst noch mit Stil. Die hinterste Reihe im Flugzeug gehörte mir allein. Eine seltene Luxusklasse in der Economy: genug Platz, um mich auszustrecken, die Stille hinter mir und ein kleiner Moment, um die Erlebnisse der vergangenen Tage sacken zu lassen.

    Addis Abeba. Ein Ort, der für viele nur ein Transitpunkt ist, für andere ein faszinierender Knotenpunkt zwischen Afrika und der Welt. Die Atmosphäre am Flughafen mischt afrikanische Gelassenheit mit internationalem Treiben. Menschen auf dem Weg in alle Himmelsrichtungen, manche entspannt, andere mit gehetzten Blicken, auf der Suche nach ihrem Anschlussflug oder einem kurzen Moment der Ruhe.

    Ich gönne mir einen Burger und ein Bier für 30 Dollar – Flughafenpreise eben. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber nach Stunden im Flugzeug schmeckt selbst ein mittelmässiger Burger wie ein Festmahl. Während ich esse, beobachte ich das bunte Treiben um mich herum. Reisende mit schweren Augenlidern, Flughafenmitarbeiter, die routiniert durch die Gänge schlendern, und immer wieder Durchsagen, die Menschen in alle möglichen Ecken der Welt rufen.

    Während ich hier sitze, spüre ich die Müdigkeit der Reise, aber auch die Vorfreude auf das, was noch kommt. Ein Zwischenstopp ist nicht nur eine logistische Notwendigkeit, sondern auch eine Einladung, kurz innezuhalten. Ein Blick zurück auf das, was hinter mir liegt. Ein Blick nach vorne auf das, was kommt.

    Bald geht es weiter. Nächster Halt: Zuhause.
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  • Letzter Stopp: Zürich

    February 13, 2025 in Switzerland ⋅ 🌧 6 °C

    Es ist kalt. Es ist nass.

    Der Flughafen Zürich hat auch seine Vorzüge: Er ist sauber, effizient und verlässlich. Das Gepäck kommt schnell, und auf den Anzeigetafeln steht genau, wann der nächste Zug fährt. Kein Chaos, keine Hektik – Schweizer Präzision in ihrer besten Form.

    Doch das wahre Highlight meiner Ankunft? Die Sandwiches von Steiner. Frisch, simpel und unvergleichlich gut. Ein Muss bei jeder Rückkehr.
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    Trip end
    February 13, 2025