Juli 2019
  • Day5

    Afterthoughts! We got t. summit goin up!

    July 25, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 38 °C

    Während es dieser Tage im ganzen Land mit bis über 42 Grad so heiß wie noch nie ist, denke ich zurück an die Zugspitze - dort waren es gerade einmal 14 Grad auf dem Gipfel ( ebenfalls eine ungewöhnlich hohe Temperatur )! Zwei Tage sind vergangen..... irgendwie ist es seltsam, fast unwirklich, daß wir Vorgestern noch auf dem Dach Deutschlands gestanden sind.

    Das war schon eine unglaublich tolle Besteigung! Auf der Autofahrt zurück nach Hause dachte ich noch, daß ich jetzt erst einmal keine Lust mehr habe auf Berge zu kraxeln - der harte Aufstieg und zwei Tage gefühlt ohne Schlaf..... ich war erschöpft, meine Oberschenkel brannten - von den Knien ganz zu schweigen!

    Gerade eben habe ich auf YouTube ein Video über die gleiche Route gesehen, die wir zum Gipfel gewählt haben - und da sind wir wirklich gelaufen??? Unglaublich, wie dramatisch sich vor allem das letzte Stück ( was für tiefe Abgründe ) zeigt, wenn man sich in Ruhe einen Film darüber ansehen kann und nicht seine volle Aufmerksamkeit auf die nächsten Schritte richten muß!

    Auf jeeeden Fall habe ich wieder Lust auf einen Gipfel zu steigen! Die Kraft die für einen solchen Aufstieg verbraucht wird, gibt der Berg um ein Vielfaches zurück - ein unbeschreibliches Gefühl von Energie und Lebendigkeit.... ich würde am liebsten gleich wieder los!

    Die nächste Herausforderung steht für mich schon fest - es soll der "Jebel Toubkal" ( 4176 m ü. NHN ), der höchste Berg Marrokos werden.... aber erst im nächsten Jahr. Gesundheit und Bonität vorausgesetzt und..... İnşallah natürlich 🧿🧿🧿!

    Nach einem Abenteuer ist vor einem Abenteuer!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day3

    2230 vertical meters to go - Last part

    July 23, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 29 °C

    Three in summit happiness:

    Gegen 10.00 Uhr brechen wir zur letzten Gipfeletappe auf. Das steile Geröllfeld ist für jeden von uns eine Herausforderung! Nur sehr langsam kommen wir voran - jeder Schritt muß ganz genau bedacht werden....., bloß nicht ins Rutschen kommen!

    Manchmal muss ich auf allen Vieren weiter - mein schwerer Rucksack entwickelt bei dieser Steigung öfters eine Eigendynamik, die mich einmal fast aus dem Gleichgewicht bringt. Um kleine Ziele zu setzen, fixiere ich immer wieder einen Felsbrocken vor mir liegend ( Motivationssteine ), den ich ansteuere.....wieder einige Meter geschafft! Sind die Felsbrocken zu weit auseinander, wird nach 10 Schritten hintereinander kurz gestoppt..... Pause, tief Luft holen!

    Auf Höhe vom Schneefernerhaus, ist die schwierige Passage endlich geschafft - erst einmal durchatmen, was für eine spektakuläre Aussicht!

    Es geht im Fels weiter - gespannte Stahlseile und Steigeisen bis zum Gipfel sind große Hilfen! Häufig müssen kleine Passagen erklettert werden..... wie heißt es immer so schön? Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten vorhanden sein!

    Erstmalig kommt mein Klettergurt zum Einsatz, der mit zwei Karabinern am Stahlseil verbunden wird - mehr Sicherheit, auch mental! Es geht einfacher voran als auf dem schwierigen Geröllfeld, jedoch beeinflussen mich immer wieder die steilen Abgründe - ich versuche, ausschließlich den schmalen Weg selbst zu fokussieren, so klappt es deutlich besser! Ramses meint an einer solchen Stelle passend: "Und jetzt hier mit dem Paraglider starten und direkt zurück nach Garmisch, das wärs doch"! Na dann, das nächste Mal.... ich bin dabei 😂😂👉😎😎!

    Nach einer Felswand kommt fast schon überraschend das "Münchner Haus" auf dem Gipfel in Sicht. Unser Ziel scheint so nahe - es sind jedoch noch ca. 100 Höhenmeter zu steigen.....!

    Gegen Mittag haben wir endlich den Gipfel in 2962 m ü. NHN erreicht und "klatschen" das Grenzschild Bundesrepublik Deutschland ab - geschafft!

    Gemischte Gefühle bei uns allen - Stolz und Erleichterung ( alles ist gut gegangen ).....Nadine kommen beim Blick von der Aussichtsterrasse fast die Tränen! Toll gemacht Frau Ragab, diese Aussicht hast du dir wahrlich verdient und..... meinen vollen Respekt für deine Leistung gibt's obendrauf! Über Ramses gibt's nicht viel zu sagen - der Mann ist fit! Ebenso Christel und Marianne - die beiden sind wenige Meter unterhalb vom Gipfel an uns vorbei "gerauscht". Und mein Resümee? Die Zugspitze war deutlich schwieriger zu besteigen, als der Teide vor zwei Monaten - das hätte ich so nicht erwartet! Es war anstrengend, aber meine Fitness hat mich nicht im Stich gelassen - da geht auf jedenfall noch a bisserl mehr 😏!

    Auf den ursprünglich eingeplanten Gipfel-Käsekuchen im "Münchner Haus" verzichten wir gerne, ebenso wie auf die wenigen Meter mehr zum vergoldeten Gipfelkreuz ( diesmal wirklich nur ein Katzensprung entfernt ) das mit der Sonne um die Wette zu strahlen scheint.

    Viel zu viele Menschen sind unterwegs auf dem Dach Deutschlands - was für ein Zirkus! Die Menschenmassen machen mir Angst, mir kommen die Tränen - bloß schnell zur Seilbahn.....
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  • Day3

    2230 vertical meters to go - Part 4

    July 23, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C

    On the way to the summit:

    Die Nacht zu Zehnt in der Wirtsstube war eben so, wie eine Nacht zu Zehnt in einer Wirtsstube eben so ist! Zzgl...., einer extrem verhaltensauffälligen Stubenfliege, die permanent um meinen Kopf gesurrt ist - mitten in der Nacht,.... permanent 😡!

    Wenig ausgeruht brechen wir um 7.30 Uhr auf - bis zum Gipfel mit seinen 2962 m ü. NHN, sind es noch über 900 Höhenmeter zu kraxeln!

    Wir starten gut, obwohl uns die steilen Anstiege so früh am Tage schwerfallen - warmlaufen ist angesagt! Das Wetter allerdings ist heute perfekt und gibt sich die größte Mühe, alle weißblauen Bayernklischees zu bedienen. Das Weiß bezieht sich aktuell jedoch nicht auf Schäfchenwolken am Himmel ( der ist stahlblau und völlig wolkenfrei ), sondern auf verbleibende Schneefelder, die vereinzelt überquert werden müssen.

    Nach etwas mehr als 2 Stunden, gelangen wir an eine Wegkreuzung. Links führt der Pfad zum Gletscherbahnhof "Sonnalpin", wo ich letztes Jahr im gleichen Monat, wegen einer aufkommenden Schlechtwetterfront, den finalen Aufstieg abbrechen musste - rechts führt ein sehr steiler, mehrere hundert Meter langer Serpentinenpfad, vorbei an der Forschungsstation "Schneefernerhaus" direkt in Richtung Gipfel.

    Hatte ich schon erwähnt, daß der Pfad aus lockerem Geröll sehr steil ist? Ich meine..... so richtig steil, mit sicherlich über 30 Prozent Steigung?

    Bei uns dreien ( genauer gesagt sind wir mittlerweile zu fünft - Christel und Marianne haben sich uns vor rund einer Stunde angeschlossen ) mischen sich Respekt und Zweifel..... wie sich zeigen wird, völlig zu Recht!
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  • Day2

    2230 vertical meters to go - Part 3

    July 22, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    A bit suffer is part of this hike:

    "Auf der Landkarte sieht es aus, als ob die Knorrhütte nur einen Katzensprung von der Reintalangerhütte entfernt liegt", meinte Nadine die letzten Tage einmal. Aber nur, so möchte ich ergänzen, wenn man auch wie eine Katze springen kann!

    Um 15.30 Uhr geht's weiter - vor uns liegen rund 700 Höhenmeter. Und....., die haben es in sich! Sehr steile, lange Anstiege auf oft lockerem Geröll sind wahrlich kein Spaziergang.

    Drei Stunden Kraxlerei später sind wir wohlbehalten, aber sehr erschöpft, von unserer insgesamt 23 Kilometer langen Tageswanderung in der DAV-Hütte angekommen. Trotz vorheriger Online-Anmeldung, bekommen wir keine Schlafplätze in den Matrazenlagern mehr - die Hütte ist voll bis unters Dach! Alternativ dürfen wir um 22.30 Uhr, für 6,50 € pro Person, unser Nachtlager in der Wirtsstube beziehen.

    Da haben wir so richtig Glück gehabt ( das wir die Nacht in der Wirtsstube und nicht in den Matrazenlagern verbringen können ) behaupte ich mal! Mein Schlafplatz bastele ich mir, mit meinem Rucksack als Kopfkissen, auf dem Fußboden und kann mich so richtig ausbreiten!
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  • Day2

    2230 vertical meters to go - Part 2

    July 22, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    From "Partnach Gorge" to *Reintalanger Hut":

    Unser Weg Richtung Zugspitzgipfel, führt durch Bergwälder weiter über die Bockhütte zur Reintalangerhütte. Die Landschaft wird immer alpiner - was haben wir nur für ein Glück mit dem Wetter! Die DAV-Hütte direkt am Gebirgsflüßchen Partnach, erreichen wir 6 Stunden nach unserem Aufbruch in Garmisch - jetzt erst mal chillen, bevor es nachher weiter mit dem kräftezehrenden Aufstieg ( ca. 700 Höhenmeter ) zur Knorrhütte geht!Read more

  • Day2

    2230 vertical meters to go - Part 1

    July 22, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    The "Partnach Gorge" :

    Kurz nach 5.30 Uhr sind wir alle mehr oder weniger wach. Die Nacht im Zelt war soweit in Ordnung - das morgendliche Bergpanorama direkt vor uns, ist jedoch um Längen besser!

    Unser "Expeditionfahrzeug" steht zwei Stunden später, für die nächsten zwei Tage auf dem Parkplatz direkt neben der Olympia-Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Um 8.00 Uhr sind die Rucksäcke geschultert, der Aufstieg ( insgesamt 2230 Höhenmeter ) zur Zugspitze beginnt!

    Der Weg führt uns am Olympischen Skistadion ( hier wurden durch Adolf Hitler am 6. Februar 1936 die IV. Olympischen Winterspiele eröffnet ) vorbei - bis zum Eingang der Partnachklamm sind rund 20 Minuten zu laufen. Die ca. 700 Meter lange Schlucht, ist in den Sommermonaten von 6.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Am Tickethäuschen sind 5 € Eintritt zu bezahlen, danach wird es spektakulär!

    Wir laufen, oft in gebückter Haltung, durch ein atemberaubendes Naturwunder und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus! Aufgrund der frühen Tageszeit sind fast keine anderen Besucher im "Minicanyon" - unter uns der reißende Gebirgsfluss Partnach, über uns bis zu 80 Meter hohe Steilwände, ein tolles Erlebnis!
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  • Day1

    This time a threesome

    July 21, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    4. Juli 2018 - 05.45 Uhr:

    Ein wunderschöner Sonnenaufgang bringt das Wettersteingebirge vor der Knorrhütte ( 2051 m ü. NHN ) zum glühen. Nach einer durchwachsenen Nacht, bin ich 30 Minuten später, als einer der ersten auf den Beinen - bis zum Zugspitzgipfel sind noch ca. 900 Höhenmeter zurück zu legen!

    Nach rund zwei Stunden Fußmarsch jedoch, ist für mich der Gipfelsturm an der Sonnalpin Gletscherbahn ( 2600 m ü. NHN ) zu Ende - schlechtes Wetter, dichter Nebel, zu gefährlich!

    Heute - 18.00 Uhr:

    Unsere Zelte sind auf dem Campingplatz "Camping Erlebnis Grainau" ( www.pure-camping.de ) aufgebaut. Das beeindruckende Zugspitzmassiv liegt direkt vor uns und sorgt für verhaltene, respektvolle Vorfreude!? Wieso berichte ich eigentlich im Plural? Ach ja....., es sollte noch erwähnt werden, daß diesmal Ramses und Nadine zur Unterstützung mit dabei sind - da kann ja bei meinem zweiten Versuch Deutschlands höchsten Gipfel zu besteigen, fast nichts mehr schiefgehen, oder?!

    Beim Anblick der gewaltigen Berge direkt vor uns wird sofort klar, daß die Wanderung morgen ( wiederum bis zur Knorrhütte ) kein Spaziergang wird, aber so haben wir es uns ja ausgesucht! Abgesehen davon, gibt es bei weitem schlimmere Schicksale, als durch die sommerliche Bergwelt des Zugspitzmassivs zu wandern.

    Aktuell auf jedenfall für "Lurch" a.k.a "Hummelhirn". Im Drogeriemarkt Müller / Lauda gibt es derzeit ganz offensichtlich Versorgungsengpässe bei seinen Lieblings-Leckerlis..... die mit Hühnchengeschmack! Andere Leckerlis müssen als Ersatz her - oh je, das geht ja gar nicht....., schwierige Zeiten😅😅😅!
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