Atenção Cabo Verde
March 3 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Tenha cuidado, um saxão apressado está a preparar-se para uma conquista marítima em março.
O meu equipamento está embalado e pronto para a expedição de iate à vela até à sua ilha paradisíaca.
Santa Maria • Ilha Sal
March 4 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Die 20-stündige Anreise von Dresden bis in Afrikas atlantischen Vorposten war anstrengend und lief reibungslos, um das seglerische Abenteuer Rund um die westafrikanischen Inseln mit Erfahrung zu füllen.
Im absoluten Surfmekka von Santa Maria auf der Insel Sal, empfängt mich Tereza in ihrer AIRBNB-Wohnung bei 22°C Lufttemperatur und einer frischen Brise Wind aus Nordost. Der Saharawind ist trocken und gefühlt kühl. Ich bin überrascht, meine kurzen Hosen sind zu zeitig zum Einsatz gekommen.
Die sechs Stunden Direktflug im TUI-Bomber aus Düsseldorf über Boa Vista nach Sal wären eine eigene Geschichte wert, ich verkneife sie mir und ziehe meine Schlüsse daraus. Auf den beiden Inseln Sal und Boa Vista schießen riesige all inklusive Hotels aus dem Boden und benötigen Nachschub an sonnenhungrigen Touristen, die Surfer und die Segler sind die Enthusiasten vor Ort.
Ich bin zum ersten Mal matt und ausgepowert von der Anreise zu einer Segelexpedition, die Kraft ist alle und als rauschender Sachse in den Ozeanen dieser Welt, lasse ich mir nicht den Tipp vom Rastaman „Umar“ entgehen. Er wollte mir ursprünglich etwas zum Rauschen anbieten um den Tag ausklingen zu lassen. Das war mir zu hart und nahm seinen zweiten Vorschlag an, mit süffig einheimischen Craftbeer in Angulos Beach Club am letzten Ende des afrikanischen Vorposten im Atlantik driftete ich mit Blick nach Brasilien der glitzernden Anderswelt entgegen.
Morgen geht’s weiter ich brauche Schlaf, dass oder die Craft der Biere bei untergehender Sonne laugen noch die letzten Körner aus mir heraus.
https://www.angulocaboverde.comRead more
Reserva Natural Costa da Fragata • Sal
March 5 in Cape Verde ⋅ 🌬 20 °C
Zum Akklimatisieren vor Ort zählt es nicht nur ortsübliche Rieten und Gebräuche mit Elektrolyten zu sich zu nehmen, sondern sich auch an das vorherrschende Klima und Höhe über NN (Normalnull) anzupassen. Dies geht für mich am Besten auf Inseln mit Besteigung der höchsten Erhebung und nordöstlich von Santa Maria bietet sich mir die Gelegenheit.
Im Naturschutzgebiet Reserva Natural Costa da Fragata an der Ostküste von Sal erhebt sich der Berg Ponta da Fragata mit knapp hundert Metern in die Höhe und bietet einen guten Überblick über die Südspitze von Sal mit dem unter Kite-Surfern berühmten Strandabschnitt Kite Beach Cabo Verde.
Nur wegen dem Ausblick auf den Berg geklettert bin ich nicht, wie gesagt eine kleine sportliche Betätigung zum Akklimatisieren und Druckanpassung vor Ort sind der Nebeneffekt. Weil ich faul bin im Urlaub, erspare ich mir den Abstieg und nehme die ZIPLINE für die Rückkehr.
Die Anfahrt an den Fuß des Gipfels führt durch geschützte wüstenähnliche Landschaft mit kargem Bewuchs und straffem Saharawind aus Nordost, Hier können einfach keine Bäume wachsen, es ist keine humusreiche Erde vorhanden. Für die Kite-Surfer das ideale Gebiet um in den Brandungswellen ihre Bahnen zu ziehen für ins im offenen Pickup gibt es ständig feinen Sand ins Gesicht.
Die ZIPLINE Caboverde ist vollprofessionell aufgestellt und das Erlebnis einen Kilometer in der Luft zu schweben, fast zu fliegen ist atemberaubend bei dieser Kulisse und Wetter.
Den Abend schließe ich im Restaurante Art Kafé, bei einem Ziegenkäse auf frischem Salat und Cachupa mit Fisch, unter netter Begleitung von Stephie aus den Niederlanden und neoklassischen Klängen der Live-Band ab.
https://www.kitebeachcaboverde.com
https://ziplinecaboverde.comRead more

Traveler
Also Norbert, das muss man dir lassen, du hast ein Auge für ungewöhnliche Motive! Könnte die Vorlage für ein surrealistisches Bild sein!

TravelerJa Birgit, da gab es noch eine Katze, die war der Boss auf dem Tressen. Doch die Situation auf Bild zu bannen klappt nicht immer, eine Momentaufnahme halt. 😎✌️
No Limits • Ilha Sal
March 6 in Cape Verde ⋅ 🌬 22 °C
Das Fazit als Erstes, ein Tag auf Sal kann viele Facetten haben die völlig gegensätzlicher nicht sein können. Kein Surfen, kein Segeln, kein Faulenzen am Strand sondern 68km Offroad durch die Wüste.
Es geht vor Sonnenaufgang 06:47 Uhr in den Tag mit Action ungeahnten Ausmaßes. Ich möchte mit No Limits Adventure die Insel erkunden und das mit einem 4-Weel Quad-Fahrzeug.
Um für eine Mondmission gerüstet zu sein, bietet sich diese vierstündige Challange rund um an.
Die Eindrücke während der Fahrt durch die Lavalandschaften von Sal sind schwer zu dokumentieren, ich hatte beide Hände voll zu tun und einen Quad-Wechsel auf der Tour, um dieses Abenteuer zu Erleben und am Ende voller Staub behangen lebend der Mission zu entsteigen.
Im zweiten Drittel der Tour hat mein Quad #80 den Geist aufgegeben, Zündspule einfach abgerissen durch die harten Vibrationen während der Fahrt über die Lavabrocken. Um nicht in der Wüste zurückzubleiben, gab mir der Chief sein Quad #32 mit mehr Power für den Rest der Fahrt und ich war gerettet, er selber blieb mit dem havarierten Gefährt zurück übergab das Team an seinen Second Commander der uns sicher zur Basis zurückgebracht hat. Was aus dem Chief mit dem defekten Quad geworden ist, ich hoffe das Beste die Sonne steht senkrecht und bildet Fata Morgana’s in Sal’s Steinwüste.
Die Sonne stand astronomische Zeit 12:32 Uhr im Zenit und allen Crewmitgliedern der Wüstentour stand Stolz und ein Grinsen im Gesicht beim nachträglichen Entstauben der Ausrüstung und der groben Reinigung von sich selbst. Eine Expedition in die Wüste in den Mittagsstunden zu starten hätte wahrscheinlich noch mehr Ausfälle an Mensch und Maschine gebracht.
Den gesamten Nachmittag habe ich mir frei genommen, um meine geschundene Kleidung und mich selbst nach allen Regeln der Kunst zu Reinigen, schließlich wollte ich nicht Freitag Abends ins afrikanische Nachtleben der Kapverden eintauchen, ohne den Staub und Sand der Insel in den Lokalitäten zu verteilen.
Der Abend endete mit einem vorzüglichen kapverdianischen Menü im Lokal Bom Petisck. Ein Oktupus Salat nach Art des Hauses gefolgt von gegrilltem Thunfisch und als Höhepunkt „Romeu e Julieta“ der Ziegenkäse der Insel mit Papayamarmelade, es ist auch eine Genussreise die hier vor Afrika stattfindet.
Auf dem Rückweg zur heimatlichen Hütte in der Rua de Alcanena konnte ich den afrikanischen Rhythmen in der Cocconut Bar nicht wiederstehen und beobachtete bei einem einheimischen Grogue in der Hand die Metamorphose europäischer Surfermädels zu Tänzerinen. Erstaunlich wie schnell die afrikanischen Rhythmen aufgenommen und umgesetzt werden.
Morgen trifft sich die Crew der SY Alboran Pacharan in Palmeira und ich entfliehe der afrikanischen Leichtigkeit und steige auf das Sportgerät für die nächsten zwei Wochen auf, es wird garantiert gesegelt, der Wind war die letzten Tage straff bei 20kt plus.
https://nolimitsadventure.com
https://www.thecoconutroom.comRead more
Sabi Grupo Djembe • The Coconutroom
March 6 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Wie schnell afrikanische Rhythmen und Bewegungen durch europäische Surfermädels Freitags Abend in Santa Maria aufgenommen werden und verwandeln können.
https://www.thecoconutroom.com
Sabi Grupo Djembe
https://www.instagram.com/sabigrupodjembe?igsh=…Read more
Palmeira • Sal
March 7 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Unsere Crew trifft sich heute Nachmittag im Hafen von Palmeira und übernimmt die SY Pacharan unter spanischer Flagge laufend vom Vercharterer Alboran.
Nach einem kleinen Aperitif zum Empfang der Mannschaft in Quioscue Coca Cola werden schnell erste Details besprochen und die Proviantliste erstellt. Wir wollen für eine Woche uns mit allem Nötigsten versorgen da wir nicht wissen, wie die kleinen Mercados in den Fischerdörfchen auf den Inseln in Menge und Vielfalt aufgestellt sind.
Hier in Palmeira haben die Chinesen den Handel mit den Waren des täglichen Bedarfs fest in ihrer Hand und sind sehr gut bestückt, die Liste ist in einer Stunde abgearbeitet und Wong transportiert mit dem Dreirad unseren Proviant direkt an den Pier zum Umladen auf die Schute. Das Verstauen im Schiff geht routiniert von der Hand und im Dunkeln setzte die Crew über, um im Esplanada Rotterdam direkt am Pier unser erstes gemeinsames Abendessen zu genießen.
Paulinõ empfiehlt für uns eine maritime gemischte Platte mit Reis, Kartoffeln, Kürbis, Maniok und Süsskartoffeln und es war am Ende so viel und köstlich, dass wir noch gute Teile des Mahls am nächsten Morgen Aufwärmen können.
Thunfisch, Dorade, Grouper, Languste, Pulpo und noch einige andere für mich absolute Premieren aus dem Ozean kamen frisch gefangen und gegrillt auf den Tisch, mehrere kühle kapverdianische Strelas rundeten das Geschmackserlebnis ab.
Alle sinken zufrieden in ihre Kojen, morgen machen wir uns mit dem Schiff vertraut.Read more
Santa Maria • Murdeira • Sal
March 8 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Am späten Vormittag startet unsere Crew nach der Sicherheitseinweisung durch Skipper Albert in Palmeira unseren Törn Rund Kapverden mit dem Tagesziel in den Süden der Insel Sal zu Segeln.
In einer kurzen Einführungsrunde mit der SY Pacharan die Segelmanöver mit der Crew routiniert einzuüben, bietet sich bei bestem Wetter die Gelegenheit dazu. Auf der Fahrt an der Westküste Sal’s ziehen an unserer Backbordseite die Hotelburgen der großen Urlaubsanbieter vorbei und der Wind schiebt mit beständigen 20kt Wind aus Nordost unsere SY Pacharan mit 6-7kt Fahrt durchs Wasser.
Nach dreieinhalbstündiger Fahrt erreichen wir unseren Ankerplatz vor dem ehemaligen Fischerdorf Santa Maria und der Anker fällt und hält im ersten Anlauf. Der starke Wind und der hohe Schwell lassen in uns die Entscheidung reifen hier nicht die Nacht zu verbringen und flüchten wieder an die Westküste, um kurz vor Murdeira am Hotel Melia Tortuga Wind- und Wellengeschützt die Nacht zu verbringen. Auch hier fällt der Anker routiniert und hält sofort in Sand bei 10 Meter Wassertiefe.
Martin und ich unternehmen einen abendlichen Abstecher mit dem Dinghi an Land und erkunden die gepflegte und hochklassige Hotelanlage. Der Rundgang endet in der Bar Marley mit einem Drink am Lagerfeuer des angrenzenden Hotelstrandes mit Bilck auf unsere ankernde SY Pacharan.
An Bord kocht Carsten ein Ratatouile an Spaghetti und die gesamte Crew sinkt zufrieden nach dem nächtlichen Absacker in die Kojen.
Strecke 17sm
Genua und Großsegel 2. Reff
15-23kt Wind NO
Heiter bis Wolkig
AnkernRead more
Tarrafal • São Nicolau
March 9 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Mitternacht der Wecker klingelt, Albert, Martin und ich bereiten die Abfahrt vor und heben den Anker um 00:30 Uhr. Das Großsegel und die Genua werden gesetzt und wir starten mit einer Nachtfahrt unsere 73sm Strecke bis zur Insel São Nicolau.
Die ersten zweieinhalb Stunden übernimmt Albert die Nachtwache und ab drei Uhr übernehmen Martin und ich die zweite Schicht im Dunkeln. Bei strammer Fahrt von 6-7kt durchs Wasser zieht unsere SY Pacharan unter Segel nach Westen und der Sonnenaufgang auf See ist faszinierend mitzuerleben.
Es ist für mich immer wieder der beste Moment mit den uns umgebenden Elementen auf See dieses Schauspiel aufzusaugen.
Die gesamte Strecke bis nach Tarrafal herrscht blauer Himmel mit leichter Bewölkung unter besten Segelbedingungen. Die Wellen des Atlantik werden nach der Landabdeckung spürbar größer, sind im Schnitt vier Meter und rollen unter unserem Schiff im Abstand von 40-50 Metern durch. Delphine zeigen mit einer Begrüßung an unserem Bug den Weg durch das Küstengewässer, São Nicolau kommt am Horizont in Sicht.
Nachmittags um 16:00 Uhr erreichen wir die Bucht vor Tarrafall und lassen den Anker fallen. Ruslan, ein einheimischer verkappter Reiseführer und Organisator, entdeckt unser Schiff als erster und schwimmt die 300 Meter von Land aus zu unserem Schiff und nimmt Kontakt auf. Er ist sehr geschickt im Anpreisen der Inselhöhepunkte und bietet sich als Reiseführer an, wir machen mit ihm ein Abendessen in seiner angepriesenen Galereria Leon für um sieben Uhr aus.
Bis dahin klarieren Albert und ich in der örtlichen Policia ein und ergänzen auf dem Rückweg beim ortsansässigen Chinesen unsere Fehlbestände an Proviant, es gibt auch hier alles in dem kleinen Laden vor Ort.
Am Abend kommt das von Ruslan organisierte Taxiboot mit deutscher Pünktlichkeit und bringt unsere gesamte Mannschaft an der Thunfischfabrik an Land und wir speisen vorzüglich Tuna und Grouper in Ruslan’s verwandschaftlich geführten Lokalität, einfach und bodenständig gegrillter Fisch der morgens noch im Ozean schwamm.
Rundum ein langer Schlag in der Inselwelt der Kapverden nach Westen bei besten Bedingungen auf See und an Land.
Strecke 73sm
Groß 2. Reff + Genua
14-17kt Wind SO
Heiter bis Wolkig
AnkernRead more
Mindelo • São Vicente
March 10 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C
Wir heben den Anker noch im Dunklen vor sechs Uhr und tuckern mit Motor aus der Bucht vor Tarrafal.
Mit nachlassender Landabdeckung nimmt der Wind zu und wir Segeln mit Vollzeug in Richtung Nordwest. Der Antlantik gibt ordentlich Welle von bis zu sechs Meter und mit einsetzendem Regen komme ich mir vor wie Segeln vor Schottland. Im Lee ziehen die hohen Berge von São Vicente nebelverhangen an uns vorbei und das Wetter verlangt alles von unserer Crew ab, es geht sehr gut vorwärts.
An der Nordspitze der Insel biegen wir nach Westen ab und die schroffe Bergwelt mit ihren steilabfallenden Hängen und scharfen Spitzen trotzen der Brandung des Atlantik, es regnet ununterbrochen der Mannschaft ist es inzwischen egal. Ich habe das volle Ölzeug an und dachte vorher nicht dieses in Afrikas Vorposten im Atlantik einsetzten zu müssen, es war die Mutter der Porzellankiste die Ausrüstung komplett zu haben.
Nachmittags machen wir im Mindelo Harbour am Schwimmsteg fest und sind in der Zivilisation mit allen Annehmlichkeiten für Mensch und Maschine zurück.
Ein rundum anspruchsvoller Segeltag an der Nordostflanke der kapverdischen Inseln unter ungewöhnlich feuchtnassen Bedingungen.
Nach dem Einklarieren am frühen Abend füllen wir in einer ersten Aktion den dezimierten Proviant auf und der Abend schließt mit Spagetti Carbonara an kapverdianischem Weißwein.
Morgen wollen wir die Stadt tiefer erkunden.
Strecke 49sm
Groß 2. Reff + Genua
6-22kt Wind NO
Wolkig mit Regen
Festmachen am SchwimmstegRead more
Cidade do Mindelo • São Vicente
March 11 in Cape Verde ⋅ 🌬 22 °C
Mindelo wird uns die nächsten drei Tage als Basis zur Erkundung der beiden nordwestlichsten Inseln dienen.
Hier vor Ort ist der gewohnte europäische Festlandsstandard präsent und die ursprünglich westafrikanische Lebensart und rudimentäre Versorgung mit dem Nötigsten muss man hier suchen und findet sie in der dritten vierten Nebenstraße hinter dem herausgeputzten Stadtzentrum.
Die Stadt ist auf die Besuche von Kreuzfahrtschiffen ausgelegt und zur Zeit wird ein dritter Anleger für die Abfertigung der Passagierschiffe gebaut, bei unserem Stopp liegt keiner der Riesen am Pier.
Der Tag ist Wolkenverhangen und es regnet leicht und beständig. Wir sind etwas irritiert, da es nur fünf Regentage im Jahr auf den Kapverden geben soll und dies unser zweiter Tag mit Regen hier vor Ort ist.
Der erste Weg führt zur Markthalle im Zentrum von Mindelo und hier blüht der Handel mit allerlei Waren durch die Einheimischen. Auch wenn es etwas nicht am Stand gibt, so hilft man sich gegenseitig und organisiert die fehlende Ware beim Nachbarhändler alle arbeiten gefühlt zusammen. Die Kommunikation ist schwierig in Kreol doch nicht unmöglich, wir bekommen alles was wir auf dem Zettel haben, einfach eine Augenweide für alle Sinne.
Bei einem Abstecher in eine kleine Bäckerei lernen wir Marion kennen, eine ausgewanderte Deutsche die sich schnell für unser Abenteuer begeistert und ihren Geschäftssinn als Touristenführerin ins Spiel bringt für unsere geplanten Erkundungen der Insel São Vincente und Santo Antão. Schnell haben wir eine Inselführung für den nächsten Tag mit ihr ausgemacht und den Kontakt zu Josef geknüpft, der für die gegenüberligende Insel der Spezialist ist.
Wir kehren nachmittags rundum zufrieden und mit vielen Eindrücken des wusseligen afrikanisch angehauchten Mindelo aufs Schiff zurück.
Skipper Albert läuft als Smutje am Abend zu Höchstform auf, als er aus bestem abgehangenem Rindfleisch vom Mercado Municipal eine Bolognese mit Pasta zaubert.
Der Abend endet feuchtfröhlich tief in der Nacht am ruhigen Schwimmsteg fest vertäut im Hafen.Read more
Ilha de São Vicente
March 12 in Cape Verde ⋅ 🌬 20 °C
Brigitte hat heute Geburtstag und mit einem kleinen Kuchen plus Präsent wird der Tag stilvoll gestartet.
Nach dem Frühstücken halbneun Uhr treffen wir Marion vor dem Club Nautilus und beginnen unsere Erkundung der Insel São Vicente.
Das Wetter ist nicht auf unserer Seite, es nieselt mit leichtem Regen am Morgen und Fabio, der einheimische Fahrer des Toyota Bus, erzählt uns das zwei Tage Regen am Stück im März eine Seltenheit auf den Kapverden ist.
Marion’s Tour führt durch Mindelo Stadt und sie erläutert uns die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe der verschiedenen Stadteile, die sich in der Bebauung aus den unterschiedlichsten Epochen widerspiegeln. Sie legt großes Augenmerk auf die Wandbemalungen mit der künstlerischen Verarbeitung der erlebten Geschichte der Kreolen und Westafrikaner.
Wir verlassen die Stadt und sind sofort in einer kargen Vulkanlandschaft, die geteerte Piste geht nach dem ersten Drittel der Wegstrecke in einen über hundert Jahre alten Lavapflasterweg über, der eng an den Berg geschmiegt und mit Steinschlag durchsetzt bis auf den Gipfel in 1200m Höhe führt.
Der Ausblick ist bescheiden bis null, da wir in Wolken gehüllt sind und es ist sehr kühl auch der Grogue an der Gipfelhütte bringt kaum Wärme. Für die Touristen wird hier gezeigt wie die Kapverdianer ursprünglich Süßwasser gewonnen haben, mit aufgestellten feingewebten Matten die das Wasser aus den Wolken kondensieren lassen und sofort in ein kleines Auffangbecken leiten und danach in ein Bewässerungssystem zu den Anbauflächen mit Obst und Gemüse ablenken. Heute wird Wasser in staatlichen Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen und in Galonen verkauft.
Die Rückfahrt führt über Salamansa, ein gewachsenes Fischerdorf mit riesigem Sandstrand, den Wanderdünen an der Nordküste mit feinstem Saharasand und einem Abstecher zu einer Künstlerin ganz im Osten in Calahu.
Wieder zurück in Mindelo kehrt die Crew Nachmittags im kleinen Atlantis Bistro zum Mittagessen ein, Marion möchte mit ihren Touren die einheimischen kleinen Händler und Garküchen damit unterstützen.
Abends wird uns Marion auf eine musikalische Erkundungstour durch die Bars und Clubs Mindelos mit dem „ Morna „ einer populären und verbreiteten Musikrichtung Cabo Verdes führen.
Der Stil wird häufig mit dem portugiesischen Fado verglichen, gespielt wird mit Gitarren, „Cavaquinho“ Geige und einer 10-saitigen Gitarre. Der große Star der Morna international bekannt gemacht hat ist Cesária Évora, die Königin des Morna.Read more
Ilha de Santo Antão
March 13 in Cape Verde ⋅ ☁️ 20 °C
Die nordwestlichste Insel der Kapverden ist landschaftlich der Höhepunkt unseres Törns. Tropische Täler und vulkanische Mondlandschaften erwarten uns in der durch ein Bergmassiv geteilten Insel.
An den riesigen Bergen die bis zu 1800m Höhe erreichen bleibt die feuchtwarme Luft des Atlantik hängen und bildet Wolken und Nebel im Überfluss, dass gewonnene Wasser wird in jedem Tal der Nordostküsten zu reichem Ackerbau und Viehzucht genutzt und erzeugt Nebelwälder und dichten Dschungel den man nicht für möglich hält wenn man sich der Insel von Süden nähert.
Joseph, der uns von Marion empfohlen wurde, hat mit unserem Guide Denis einen englischsprachigen Führer organisiert mit dem wir in sieben Stunden einen Teil der Insel erkunden.
Der Toyotabus erklimmt auf abenteuerlichen Lavasteinpisten den Gipfelgrat auf 1200m der Insel und wir steigen zu einer kleinen Wanderung am erloschenen Krater Cova de Paul aus und befinden uns mitten im Nebelwald. Es nieselt und um uns herum absolut dichter Wald, in die Caldera des Kraters können wir nicht blicken die Sichtweite beträgt 200m. Überall Plantagen für Zuckerrohr, Kartoffeln, Mais, Bananen und Papaya, dazwischen Weiden Kühe, Ziegen, Schafe und Esel.
Vegetation und Wasser im Überfluss.
Nächster Stopp ein spektakulärer Blick in das Tal der Türme Ribera de Paúl, die Wände gehen senkrecht dschungelbewachsen 500m in die Tiefe. Mit einer kleinen Wanderung im Tal selbst ergeben sich wieder andere Blickwinkel von unten nach oben und die Sonne schiebt in der Mittagsstunde die Wolken beiseite und es entwickelt sich ein Farbspiel ungedachten Ausmaßes.
Nachmittags essen wir bei Denis Mutter in Restaurant und Bar Cachoera mitten im Dschungel zu Mittag. Es gibt Fisch und Schweinefleisch kreolischer Art und einen Karamellpuding zum Abschluss.
An der Nordküste fahren wir eine komplett neu gebaute Straße mit Tunneldurchstichen in den riesigen Steilküsten wieder zurück nach Porto de Novo. Die Wellen des Atlantik zeigen hier ihre volle Wucht und Pracht, baden ist hier unmöglich.
Die Fähre bringt uns 17:00 Uhr in einer einstündigen Fahrt zurück nach Mindelo und alle sind richtig hin und weg von den gesammelten Eindrücken der grünen Insel Santo Antão.
Martin kredenzt ein Kichererbsen Curry zum Abend, der feuchtfröhlich in der Tiefe der Nacht endet.Read more
Tarrafal • Santo Antão
March 14 in Cape Verde ⋅ ⛅ 19 °C
Nach dem anstrengenden Programm von gestern beginnt der Tag gemächlich und wir legen Mittags ein Uhr in Mindelo ab mit dem Ziel Tarrafal, dass an der Westküste Santo Antão’s liegt.
Laut Marion und verschiedensten Marineführern lässt es sich dort gut Ankern und eventuell Wale beim Dösen an der Wasseroberfläche beobachten.
Die kurze Stecke bei leichtem Wind und gutem Wetter ist in dreieinhalb Stunden gesegelt und in der Windabdeckung schiebt uns der Motor die letzten fünf Seemeilen nach.
Der Anker hält vor einem tiefschwarzem Lavasandstrand in zehn Meter Tiefe vor einer riesigen Felswand die 200m senkrecht aufsteigt.
Mit den vorbeifahrenden Fischern ist schnell unser Abendessen in der Bar Zany direkt am Strand ausgemacht und ich erfülle meinen geheimen Traum, einmal eine gegrillte Languste am westlichsten Punkt Afrikas zu genießen.
Das Übersetzen und Anlanden am schwarzen Strand ist abenteuerlich und gelingt beim ersten Versuch, auch zurück geht es knietief durch die Brandung auf das kleine Fischerboot.
13:00 Ablegen
16:00 Ankern
Acht Uhr Bar Zany
Wenig Wind zum Schluẞ
Strecke 23sm
Groß + Genua + Motor
9-19kt Wind NO
Heiter
AnkernRead more

Traveler
Schon wieder so ein giftiges Teil am Strand! Die sollen ja sogar in totem Zustand gefährlich sein.
Tarrafall • São Nicolau
March 15 in Cape Verde ⋅ ⛅ 20 °C
Im Morgengrauen zum Sonnenaufgang so der Plan wollen wir den Anker heben für die rund 65 Seemeilen nach São Nicolau, in der Praxis wird es ein Alarmstart mitten in der Nacht.
Halbdrei Uhr bei stockdunkler Nacht wird unser Ankerplatz dermaßen unruhig durch Schwell und drehende Winde, wir liegen nur 100m vom Strand entfernt auf acht Meter Wassertiefe, dass Skipper Albert sich für den zeitigeren Aufbruch entscheidet um in tieferen Gewässern des Antlantik die SY Pacharan zu sichern. Das Ankermanöver und das Setzen der Segel ist in kurzer Zeit erledigt und unser Schiff zieht mit Generalkurs 120° durch die Nacht, ich leg mich wieder in die Koje für meine 05:00 Uhr beginnende Wache.
Den ganzen Tag bin ich als „Skipper of The Day“ ausgewählt und leite die Geschicke der SY Pacharan. Unser Schiff segelt bei bestem Wetter südlich an São Vicente vorbei und lässt die Inseln Ilhéu Branco und Ilhéu Raso an Steuerbord liegen. Mittags, die Sonne steht senkrecht, inspiziert ein zwei Meter großer Zitronenhai unser Schiff und schwimmt Spalier und taucht wieder ab. São Nicolau kommt am Nachmittag in Sichtweite und der Anker hält im ersten Anlauf an der Westküste vor Tarrafal.
Mein erstes Ankermanöver als Skipper mit einer Crew mitten im Atlantik ist eine Erfahrung die ich nicht missen möchte und das kreolische „Strela“ Ankerbier gleicht den unterhopften Zustand in mir aus.
Zum Abend bereitet Sandra für alle ein Curry mit Cocosmilch und Reis zu, morgen wollen wir mit Ruslan als Reiseführer die Insel im Landgang unsicher machen.
Mittags Hai gesichtet ca. 2m lang
Strecke 64sm
Groß + Genua + Motor
3-13kt Wind NNO
Bedeckter Himmel
AnkernRead more
Ilha de São Nicolau
March 16 in Cape Verde ⋅ ☁️ 21 °C
Unsere Crew wird zeitig sieben Uhr geweckt da der von uns gewählte Ankerplatz vom Vorabend heute Früh für ein Tankschiff benötigt wird, dass Treibstoff für die Insel anliefert und den gesamten Vormittag über eine schwimmende Pipeline die zweihundert Meter bis an Land pumpt. Wir und andere ankernden Segler setzten die Schiffe um und beobachten das Ankern des Tankers und die Vorbereitungen zum Umpumpen.
Der Tag bringt uns spektakuläre Eindrücke und eine Wanderung auf der Nordseite der Insel die Ruslan für uns organisiert hat. Wie auf allen anderen Inseln der Kapverden ist die nordöstliche Seite der Insel das völlige Gegenteil der kargen flach abfallend Mondlandschaft auf der Westseite.
Üppiges Grün, fliesendes Wasser und vielfältiger Ackerbau bringen Überfluss und Farbe in die Landschaft.
Der übliche Toyota-Bus HIACE bringt uns über Serpentinen auf den Gipfelgrat und eine Wanderung beginnt in Cachaço in 800m Höhe und führt ins Tal bis nach Ribera Brava auf 150m über Normalnull, es ist ein ausgewiesener Wanderweg der SNC3-Saniclau Trails Nha Caminhe.
Rechts und links des Weges einheimische Quartiere alle als Selbstversorger ausgelegt mit üppigen Obst- und Gemüseanbau. Der Besuch einer Grogue-Brennerei ist der absolute Höhepunkt und wir sehen wie mit einfachsten Mitteln aus Zuckerrohr die Melasse zum Grogue verarbeitet wird, ein köstlicher Schluck des hochprozentigen Gesöfs inklusive.
Im kleinen Städtchen taleinwärts holt uns der Bus ab und wir fahren an die nordwestlichste Spitze zum Cape Carbeirinho. Hier sieht man live und in voller Wucht wie der Atlantik an der Vulkaninsel arbeitet, die freigelegten und rundgeschliffenen Gesteinsformationen sind ein Spiel der Natur und für die Sinne.
Auf dem Rückweg zur SY Pacharan essen wir noch kurz zum Nachmittag in der Galetaria Leon Hühnchen mit Reis und nach dem Ausklarieren bei der örtlichen Polizei setzt uns Ruslan vom Fischerpier zu unserem Schiff über. Wir bedanken und verabschieden uns bei Ruslan und São Nicolau für die unvergesslichen Eindrücke und Unterstützung.
Noch am Abend legen wir ab, um über Nacht bis nach Boa Vista ganz im Osten der Kapverden zu Segeln.
19:00 Anker auf Start nach Santa Monica Boa Vista
Nachtfahrt
Strecke 25sm
Groß + Genua + Motor
9-13kt Wind NO
Leicht bewölkt
SternenhimmelRead more
Buckelwale • Boa Vista
March 17 in Cape Verde ⋅ 🌬 22 °C
Den ganzen Tag ziehen wir nach Südosten durch den Atlantik bei 2-3m Welle und gutem Wind aus Ostnordost. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei Vollzeug mit 5,6kt über Grund im vorausgedachten Level um am Nachmittag an der Südspitze der Insel Boa Vista in der Praia Santa Monica zu Ankern.
Im Dunklen begegnet uns kein einziges Schiff und auch der Sternenhimmel zeigt sich uns nicht, es ist Bewölkt und schwarzgraue Nacht. Carsten und ich nehmen die Hundewache ab 00:00Uhr und reisen diese ohne Besonderheiten ab, unsere SY Pacharan segelt kursstabil mit Autopilot.
Acht Uhr Morgens kommt Land in Sicht und vor uns liegen vier Stunden bis nach Santa Monica. Vor dem riesigen gelben Sandstrand fällt der Anker um halbeins Mittags doch der Ankerplatz ist unruhig um über Nacht hier zu bleiben. Wir beschließen bis nach Sal Rei im Norden von Boa Vista weiterzusegeln und lichten den Anker.
Kurz nach 16:00 Uhr vor der Westküste Boa Vistas, Sal Rei ist schon in Sicht, bietet sich uns ein Schauspiel der Natur von dem man vielleicht mal geträumt hat und jetzt wird es Wirklichkeit.
Vor uns rund eine Seemeile entfernt westlich der Praia de Chaves spielt eine Buckelwalgruppe an der Wasseroberfläche mit Nachwuchs und wir pirschen uns langsam an. Zwanzig Minuten geben wir uns den Naturschauspiel hin und alle an Bord sind fasziniert von dem eben Erlebten.
Im Hafen von Sal Rei machen wir an der Mooringboje fest, die uns der wuselige Organisator vor Ort „Zelito“ zuweist. Nach 73 Seemeilen geht ein Segeltag mitten im Atlantik zu Ende der für mich mit dem Schauspiel der Buckelwale in die Geschichte eingeht.
Abends wird von Brigitte und Sandra Pasta mit einer Thunfisch-Soße und Rote Beete - Linsensalat zubereitet.
Strecke 73sm
Groß + Genua + Motor
9-19kt Wind ONO
Stark Bewölkt
Ankern
Buckelwale gesichtet vor Praia de ChavesRead more
Sal Rei • Boa Vista
March 18 in Cape Verde ⋅ 🌬 22 °C
Nach den längeren Strecken über See faulenzen wir heute und lassen das Örtchen Sal Rei auf uns einwirken.
Nach einem ausgiebigen und gemeinsamen Frühstück setzt uns Albert mit dem Dinghi in zwei Tenderbootfahrten an Land. Wäsche waschen, Proviant mit Spezialitäten ergänzen und den Ort erkunden sind die Vormittagsunternehmungen.
Mit Martin, Casten, Sandra und Torsten tingle ich an der Promenade entlang und sehe den Fischern beim Anlanden ihres Fanges zu, die Fische werden sofort ausgenommen und verkaufsfertig gemacht. In den kleinen Schaluppen wird mit Harpune, Langleine und Schleppleine gefischt, die Erfolge sind Gelbflossenthunfische, Mahi Mahi, Wahoo, Zackenbarsche und Bonitos alle in der Meterklasse an Größe.
Bis zum Ende des Stadtstrandes passieren wir kleine Hotelanlagen, Surfer- und Tauchschulen, der Sand ist saharagelb und fein, dass Wasser ozeanklar und in allen grün- und türkisfarben glitzert es in der afrikanische Sonne.
Im Windclub François Guy- Kite/wing/wind & Surf school genehmigen wir uns ein kreolisches Hopfen und sehen den Surfern bei ihrem Sport zu, es ist immer wieder erstaunlich wie mit wenig Wind und einem Segel in der Hand Vortrieb und Geschwindigkeit auf dem Wasser erreicht wird.
Afrikanisch heiß und senkrecht brennt die Sonne, nach unseren letzten Tagen auf See mit viel Wind, bedecktem Himmel und Regen ein für nicht möglich gehaltener Zustand, es lässt sich nur im Schatten aushalten.
Auf dem Rückweg zur SY Pacharan biegen wir noch in einen Kaufhaus ab, dass vom Sofa über Kettensägen und frischen Fisch auf drei Etagen alles zu bieten hat was der Mensch so braucht, alles rational angeordnet ohne Firlefanz und Werbung, hier gibt es sogar „Jägermeister“.
Unser bestelltes Trinkwasser bringt „Zelito“ mit der Versorgungsschute in Kanistern ans Schiff und wir füllen alle Tanks in Handarbeit mit Schlauch und Mundpumpe wieder auf.
„Zelito“ das Phänomen der Quirlige träumt von einer Marina hier in Sal Rei mit ihm als Manager und er arbeitet rund um die Uhr an seinem Traum, sein Ruf eilt über die Kapverden hinweg. Im Gummiboot der TUI-Flottile bringt er uns an Land und wir kehren im Casa do Pescador zum Lunch ein, ich genehmige mir Ceviche und gegrillten Pulpo, auch die Rückfahrt mitten in der Nacht funktioniert reibungslos mit „Zelitos“ Chauffeur-Service.Read more
Santa Maria • Sal
March 19 in Cape Verde ⋅ ☁️ 22 °C
Kaiserschmarren zum Frühstück auf einem Segelboot gibt es auch nicht alle Tage.
Helmut zaubert mit Brigitte zusammen und den Möglichkeiten die die Kombüse der SY Pacharan hergeben diese österreichische Spezialität mitten in Westafrika. Rosinen, Staubzucker und ein mechanischer Schneebesen wurden gestern auf die Schnelle in Sal Rei organisiert, um heute Morgen für den Eischnee in Einsatz zu kommen.
Vor dem Mittag legen wir ab und machen von der Mooringungboje los, Brigitte leitet die Geschicke der SY Pacharan auf der heutigen Strecke nach Santa Maria als „Skipper of The Day“.
Mit Motor und gehisstem Großsegel verlassen wir die Küstengewässer von Boa Vista. Segeln ist bei dem heutigen leichten Wind von vorn kaum möglich, durch Kreuzen am Wind würde sich unsere Strecke durchs Wasser derart verlängern, dass wir den ganzen Tag bis Sal benötigen würden.
Mittags ein euphorisches Rufen von Michael, Wale an Backbord und wir ändern den Kurs um die Strecke zu den Walen zu verkürzen, Motor aus und Treibenlassen sind jetzt angesagt, die Buckelwale spielen mit ihren Flossen an der Oberfläche und ziehen nach Süden ab. Wir setzten Kurs Nord.
Kaum zwei Stunden später kreuzen wir den Kurs einer Pilotwalschule von ungefähr 20 - 30 Tieren und wir geben uns dem majestätischen gleiten der Wale hin. Absolute Ruhe herrscht bei uns auf dem Schiff und das Ein- und Ausatmen der Pilotwale ist deutlich zu hören. Nach zehn Minuten ändern die Wale ihren Kurs und verschwinden in unserem Heckwasser am Horizont.
Zur Übung am Nachmittag für die gesamte Mannschaft ein MOB-Manöver (Mann über Bord) mit Fender, alles läuft am Schnürchen und der Fender ist in drei Minuten wieder an Bord.
Abends erreichen wir Santa Maria und Brigitte steuert den Ankerplatz direkt vor dem alten Hafen Porto Antigo an und der Anker hält im zweiten Anlauf.
Die Sonne geht in einem unfassbaren Rot über Santa Maria unter und leichte afrikanische Rhythmen schallen bis an unser Boot. Sandra bereitet aus den letzten Restern unseres Proviants zum Abendessen Cuscus mit Kichererbsen-Linsensalat und Spaghetti mit Thunfisch-Tomatensoße zu, Roter und weißer Wein runden den Tag ab. Die Nacht liegen wir ruhig und sinken in den Schlaf.
Strecke 28sm
Groß + Genua + Motor
9-19kt Wind NNW
Wolkenlos
MOB-Manöver
Ankern
Buckelwale gesichtet westlich Sal Rei
Pilotwalschule auf halber Strecke zwischen Boa Vista und SalRead more

Traveler
Tolle Aufnahme Da haste aber wieder mächtig in den Abendrot-Farbtopf gegriffen! Gib's zu!

TravelerNix geschönt, es ist reine Physik, in der Nähe des Äquators ist der Eintauchwinkel der Sonne steiler und die Reflektion an die Wolkendecke und die gesättigte feuchtwarme Luft erzeugen die Lichtbrechung von unterhalb des Horizonts, ca 1-2 Sonnendurchmesser steht die Sonne dann unter dem Horizont, hält ca. 1-2min die Farbe , war ich wieder der Schlaumeier 🙄😉
Palmeira • Sal
March 20 in Cape Verde ⋅ ☁️ 22 °C
Spiegelei gab es die ganz Fahrt nicht zum Frühstücken, heute bereitet diese Spezialität Albert aus den letzten Eiern unseres Proviants zu und alles was der Kühlschrank noch zu bieten hat.
Kleiner Einblick in die Proviantverbräuche der letzten zwölf Tage durch die neunköpfige Crew:
180 Eier, 26 Tafeln Schokolade, 1 Nudossi (Import aus Sachsen) 2kg Nutella, 8kg Pasta/Spaghetti, jeden Tag frisches weißes Brot oder Kokossemmeln, 20l Cola Zero, Trinkwasser in Galonen + Bier, Wein und Poncha ich lasse die Mengen offen.
Unser letzter Schlag von 18sm Strecke startet 10:30 Uhr mit dem Anker heben vor Santa Maria und wir setzen beide Segel bei leichtem Wind aus Nord. Wir Motoren zusätzlich bei fast wolkenlosem Himmel und wenig Welle, um am Nachmittag in Palmeira die SY Pacharan bei Alboran Charter wieder zu übergeben.
Die Sonne brennt unerbittlich wenn kein laues Lüftchen für Abkühlung sorgt und die langgezogenen Atlantikwellen brechen an der Westküste Sal‘s in den langen weißen Sandstränden der Hotelanlagen und Steilklippen an unserer Steuerbordseite.
Wir machen ganz routinemäßig an der Mooringboje im Hafen von Palmeira fest und unser Törn Rund um die Kapverden geht mit leicht über 400sm zu Ende. Es war alles dabei, schönstes Segelwetter mit anspruchsvollen Amwindkursen und auch starke Wellen des Atlantik mit schlechtem Wetter und Regen doch mit der SY Pacharan unter Capitan Albert und der Crew hatte ich nie das Gefühl von Unsicherheit und die Seebeine aller sind wieder ein Stück gewachsen.
Ein rundum gelungener Törn mit vielen Entdeckungen an Land und der afrikanischen Leichtigkeit der kreolischen Einwohner vor Ort auf den verschiedensten Eilanden.
Den Tag schließen wir ab mit einem Abendessen im Quiosque Coca Cola ein kleiner Fischgrill direkt an der Pier. Die Köchin geht zehn Schritte zu den Fischern und ordert die Fische und Meeresfrüchte sofort um sie auf dem Grill zuzubereiten, frischer und besser geht es nicht.
Mit Weißwein CHA Fogo, Poncha und kreolischem Strela ist auch für die feuchtfröhlichen Genüsse gesorgt.
In der Nacht reisen Brigitte und Helmut schon in die Schweiz zurück und verlassen das Schiff, wir anderen der Crew lassen bei einem letzten Glas Wein an Bord die Eindrücke der letzten Wochen Revue passieren.
Danke an die Crew SY Pacharan
Skipper Albert, Brigitte & Helmut, Sandra & Thorsten, Martin, Michael, Carsten und Norbert.
Strecke 18sm
Genua und Großsegel
3-13kt Wind Nord
Heiter
MooringbojeRead more
































































































































































































































































































































































































































