August - September 2016
  • Day25

    Nationalpark Chiloé

    September 11, 2016 in Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Es regnete auch am heutigen Tag. Doch wer uns kennt, weiss, dass wir bei solch nass-kaltem Wetter auf keinen Fall lieber auf dem Sofa liegen und fernsehen würden. Also packten wir unsere wenigen Wandersachen zusammen und fuhren mit dem Minibus die eine Stunde bis zum Eingang des Nationalparkes Chiloé, welcher sich fast über die ganze Insel erstreckt. Auf den Wanderpfaden waren wir nahezu alleine und konnten die einzigartige Landschaft sogar mit einigen Aufhellungen am Himmel geniessen. Uns wurde ein Wechselspiel zwischen dickem Wald mit wunderschönem Moosboden, dornigen Buschlandschaften und weichen, sandigen Hügeln geboten. Kurz nachdem wir vom verwilderten Strand, auf welchen Kühe weideten und wir uns darum nicht ans Wasser wagten (jährlich sterben mehr Menschen bei einem Angriff einer Kuh, als bei einer Haiattacke), zurückgekehrt waren, begann es wieder, in Ströhmen zu regnen.
    Wunderschön ist der Park aber trotzdem und mit etwas Glück, das uns leider verwehrt blieb, können sogar interessante Tiere beobachtet werden.
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  • Day24

    Isla Grande de Chiloé/Castro

    September 10, 2016 in Chile ⋅ ⛅ 9 °C

    Auf der Insel Chiloé befindet sich die drittälteste Stadt Chiles. Dies ist - ja richtig geraten - Castro. Strategisch gesehen, wurde die Stadt aber eher unvorteilhaft erbaut, denn früher wurde sie immer wieder Opfer von Piratenangriffen.

    Die Insel selber ist besonders bekannt für ihre hohe Anzahl an Kirchen, die nur aus Holz erbaut worden sind - welches es auf Chiloé in Hülle und Fülle gab. Es kam des Öfteren vor, dass eine dieser Kirchen dem Feuer zum Opfer fiel. Die Kirchen wurden aber jeweils sorgfältig und originalgetreu wieder aufgebaut.

    Castro gefiel uns ganz gut. Wir besuchten zudem Dalcahue und Ancud. Die bunten Holzhäuser, die Holzkirchen in ihren Pastellfarben und die gepflegten Pärke mochten wir sehr.
    Ein Must-do nicht nur auf Chiloé ist, Kuchen essen gehen. Wenn die Chilenen etwas gut können, dann sind es ganz klar Torten und Cheesecakes aller Art!
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  • Day23

    Puerto Montt

    September 9, 2016 in Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Es regnete und der Wind verunmöglichte uns fast, unseren Schirm aufzuspannen (ja, ich habe einen Schirm dabei und war schon öfters froh darüber).
    Wir verzogen uns in ein Shoppingcenter. Sowieso war es wiedermal nötig, ein paar kaputte Kleider zu ersetzen.

    Gegen Nachmittag verzogen sich die Regenwolken und wir konnten an der belebten Uferpromenade entlang spazieren. Wir landeten auf einem Markt, der handgemachte Sachen wie Holzschnitzereien, Pullover, Mützen oder Schmuck anbot und mussten feststellen, dass diese Souvenirstücke seit Ecuador ziemlich ähnlich aussahen.

    Bevor wir nach Argentinien fuhren und nachdem wir von der Insel Chiloé zurückkehrten (siehe nachfolgender Beitrag), checkten wir nochmals in Puerto Montt ein. Von hier aus besuchten wir das kleine Städtchen Puerto Varas, welches am See Llanquihue liegt und einen herrlichen Blick auf zwei Vulkane auf der anderen Seite des Sees bietet.

    Da wir eine extrem hübsche und liebevoll gepflegte Unterkunft gefunden hatten (Hospedaje Javiera), wo wir im grossen Zimmer sogar einen 'echten' Tisch stehen hatten, genossen wir die freie Zeit mit faulenzen und Filme schauen. Auch das muss mal sein.
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  • Day21

    Valdivia

    September 7, 2016 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

    Nur einen vollen Tag verbrachten wir in Valdivia. Das war zwar Zeit genug um die wichtigsten Punkte zu sehen, aber es wäre sicher auch schön, etwas mehr Zeit hier zu verbringen.
    Leider war es jetzt nicht nur noch frisch, sondern auch bewölkt und zum Teil regnerisch. Nichts desto trotz schlenderten wir durch die Strassen.
    Valdivia liegt am Wasser. In dieser Gegend ist das Land in viele Inseln und Halbinseln untergeteilt und so kommt es, dass die Stadt zwar nicht direkt am Meer erbaut wurde, sondern auf einer Landzunge, aber irgendwie doch am Meer liegt.
    Wir entdeckten viele Mähnenrobben und beobachteten die mächtigen Tiere, wie sie sich gegenseitig von der Plattform ins Wasser schubsten.

    Dann kamen wir zum Fischmarkt, wo sich alles Mögliche versammelt hatte: Menschen, die einen Fisch kaufen wollten; Menschen, die welchen verkauften; Menschen, die den Fang für den Verkauf vorbereiteten, sprich: Köpfe, Flossen und Eingeweide entfernten (die Fische waren bereits tot) und dann noch solche wie wir: Menschen, die dem bunten Treiben zuschauten. Und es war sehr amüsant, dieses Schauspiel zu beobachten. Denn hinter den 'den-Fisch-zum-Verkauf-vorbereiten' Menschen warteten unzählige Robben, Möwen, Pelikane, Geier und andere Vögel auf einen Happen Fischreste, welches jeweils mutig erkämpft und verteidigt wurde.

    Zwar hätten wir noch stundenlang zuschauen können, doch wir hatten noch eine andere Besonderheit vor uns: der Besuch eines U-Bootes. Leider war die Führung in spanisch und wir verstanden nicht ganz alles, aber auch nur schon einmal im Innern eines solchen Unterwasserbootes gewesen zu sein, war sehr spannend. Sich vorzustellen, dass sich auf kleinstem Raum bis zu dreissig Männer mehrere Wochen im Drei-Schichten-Arbeitssystem (abwechselnd wird gearbeitet, geschlafen oder die 'Freizeit' genossen) aufgehalten haben, ist schwierig.
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  • Day19

    Nationalpark Huerquehue

    September 5, 2016 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Wie bereits erwähnt, wir befanden uns in der Nebensaison, was bedeutete, dass wir fast alleine in diesem grossen Wald unterwegs waren.
    Es war ziemlich kalt, doch wir gaben die Hoffnung nicht auf, dass die Sonne noch ein wenig aufwärmen möge. Doch der schöne, grüne Wald war dicht und liess offensichtlich seit einiger Zeit fast keine Sonnenstrahlen durch, denn je weiter hoch der Weg führte, umso mehr Schnee lag auf dem Pfad. Und irgendwie lag dieser blöde Schnee hauptsächlich auf dem Pfad... Natürlich hatten wir überhaupt nicht mit solch winterlichen (oder widerlichen?) Bedingungen gerechnet und somit völlig falsches Schuhwerk an den Füssen.
    Der Park an und für sich mit den vielen kleinen Seen war aber wunderschön.
    Der Abstieg erwies sich als ziemlich schwierig, denn zum einen war es sehr glatt und eisig und zum anderen gab es Abschnitte, welche sehr matschig geworden waren im Verlauf des Tages.
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  • Day17

    Pucón

    September 3, 2016 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Pucón schlossen wir vom ersten Moment an in unsere Herzen: gepflegte (Holz-)Häuschen, Gärten, Strassen, Pärke... Umgeben von einem See, Wäldern, Bergen und einem verschneiten Vulkan.
    Zur Hauptsaison scheint hier einiges los zu sein, denn es gibt ein grosses Angebot an Unterkünften, Geschäften und Restaurants.
    Da wir aber in der Nebensaison unterwegs waren, hatte vieles geschlossen. Trotzdem waren wir nicht unglücklich, denn unsere Unterkunft zum Beispiel hätte fast doppelt soviel gekostet, wären wir zur Hauptsaison hier gewesen! Zudem war es sehr ruhig und problemlos möglich, alleine am See entlang zu schlendern. Der grosse Kiesstrand liess erahnen, dass es im Sommer heiss werden konnte. Die vielen Wintersport-Angebote liessen aber auch auf schneereiche Winter schliessen - zumindest in den Bergen.
    Leider konnten wir vielen Aktivitäten nicht nachkommen, da sie wegen des heftigen Windes nicht durchgeführt wurden oder weil es uns schlichtweg zu kalt war. Aber von baden in heissen Quellen über Vulkanbesteigung und anschliessendem hinunterfahren auf Skiern bis hin zu River Rafting oder Fallschirm springen, in Pucón findet sich für jeden Geschmack etwas.
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  • Day14

    Concepción

    August 31, 2016 in Chile ⋅ ☀️ 11 °C

    Die Fahrt von Santiago nach Concepción dauerte gut sechs Stunden. Unterwegs konnten wir beobachten, wie sich allmählich die Landschaft veränderte. Wo oben im Norden noch sandiges und trockenes Wüstengebiet war, zeigte sich die Umgebung bereits ab La Serena viel grüner und mit Büschen und einzelnen Bäumen. Nun nahm die Menge an Bäumen zu. Seit wir in Deutschland nach Mexiko abgeflogen waren, hatten wir keine Wälder mehr gesehen, die uns mit Laub- und Nadelhölzern so sehr an das nördliche Europa erinnerten.

    Concepción erschien uns als eher kleine Stadt. Sie zählt aber fast das Doppelte an Einwohner im Vergleich zu Bern.

    Wir gönnten einander das erste Mal auf unserer langen Reise ein paar Stunden für sich alleine.
    So besuchte Stuwi einen kleinen Park, der lebensgrosse Dinosaurierfiguren ausgestellt hatte, sowie das naturhistorische Museum.

    Und ich begab mich auf die Suche eines Gartens, der in meiner App 'Maps.me' als Sehenswürdigkeit angepriesen wurde. Ich landete auf dem Campus einer weiteren Universität.

    Sowieso leben in Concepción sehr viele junge Menschen. Die Stadt ist als Universitäts-Stadt bekannt. Die Universitäten sind die Hauptbesichtigungspunkte für Besucher in Concepción.
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  • Day13

    Santiago

    August 30, 2016 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Eigentlich wurde uns Santiago nicht besonders nahegelegt. Wir besuchten die Hauptstadt trotzdem. Unsere Unterkunft war ein kleines Apartment im achtzehnten Stockwerk eines Hochhauses mitten im Stadtkern. Der Ausblick war genial und wir konnten sogar die verschneiten Anden sehen.
    Wir hatten absolutes Wetterglück, denn entgegen aller Aussagen, Santiago sei stets grau und bewölkt, erwischten wir zwei Tage mit tiefblauem Himmel und heiter Sonnenschein.
    Auch die Stadt ist recht schön. Sie bietet vielleicht nicht so viele Attraktionen wie Medellin, Panama-City oder New York; vielleicht lag es aber auch daran, dass unsere Lust, eine Stadt zu besichtigen, gerade nicht besonders gross war.

    Zeit für ein Zwischenfazit: In ganz Südamerika sind die Menschen aus Chile nicht sehr beliebt. Sie haben den Ruf, arrogant und versnobt zu sein. Wir haben da unsere eigene Theorie aufgestellt: wir glauben, die umliegenden Länder mögen Chile nicht, weil die Menschen hier extrem freundlich und hilfsbereit sind. Zudem ist Chile ein wunderschönes und reiches Land, was bei umliegenden, ärmeren Ländern eventuell sauer aufstossen könnte.
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  • Day11

    Valparaiso

    August 28, 2016 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Valparaiso, die Stadt der Wandbilder, Graffitis und Hundekacke.
    Besonders der ältere Teil der Stadt wurde liebevoll und sehr bunt gestaltet. Die Wandbilder und Graffitis sind sehr kreativ und inspirierend. Valparaiso ist voller Leben; überall gibt es musizierende Gruppen, auf kleinen Plätzen finden Theater für Kinder statt und die vielen Kaffees sind gut besucht. Die angebotenen Kuchen sind 'leider' durchwegs unglaublich gut!
    Alte Aufzüge erleichtern den Weg in den oberen Teil der Stadt.

    Augenfällig waren die vielen (sehr vielen!) Strassenhunde. Nirgendwo sahen wir bisher so viele obdachlose Hunde. Und die verschmutzen leider die Strassen. Einmal mehr stellte ich mir dieselbe Frage, die mich seit Mexiko beschäftigt: wie oft im Leben steht ein Amerikaner in eine Hundescheisse? Und merkt er es überhaupt? Ich meine, auch uns hat es leider schon mehrmals erwischt und wir geben uns eigentlich viel Mühe, nicht hineinzutreten. Hingegen spazieren alle anderen immer frischfröhlich in der Gegend herum, ohne den Boden eines Blickes zu würdigen. Und glaubt mir, es gibt immer Fussabdrücke in der braunen Masse... Sorry, ich hoffe, ihr seid nicht gerade beim Essen ;-)
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  • Day8

    Valle de Elqui

    August 25, 2016 in Chile ⋅ 🌙 10 °C

    Im Gebiet um La Serena kommt alles zusammen: Meer, Wüste, Berge und ein Tal, welches ganzjährig ein mildes bis heisses Klima aufweist. Hier, im Elqui-Tal, gedeien Weintrauben besonders gut. In jeder Ecke gibt es Weingüter, Brennereien für Pisco (Schnaps aus Trauben, wobei sich die Herstellung von derjenigen des Grappas unterscheidet) oder Bierbrauereien. Besonders lecker ist auch das Eis.
    Das Elqui-Valley gehört zu den fruchtbarsten Gebieten in Chile. Viele Früchte und Gemüsesorten werden hier angebaut.
    Im Dorf 'Pisco de Elqui' sei das chilenische Nationalgetränk Pisco erfunden worden. Peru habe das Rezept einfach übernommen.
    Da das Tal auf unzählige Sonnenstunden zählen kann, gibt es Restaurants, die nur mit Solarenergie kochen.
    Das Essen war übrigens auch hier ausgezeichnet.
    Die Dörfer im Elqui-Tal sind ruhig und gepflegt. Hier würde es sich gut ein paar Tage entspannen lassen.

    Wir besuchten den Entstehungspunkt des Flusses Elqui, welcher aus einem Fluss aus Schmelzwasser und einem aus Quellwasser besteht. Die beiden Flüsse fliessen an diesem Punkt zusammen. Interessant ist, dass sich die Wassermassen erst nach etwa 100 Metern vollständig vermischt haben. Bis dorthin fliessen ein Streifen dreckiges Schmelzwasser und ein Streifen klares Quellwasser nebeneinander her. Auf viele Menschen hat dieser spezielle Ort eine spirituelle Wirkung. Für mich waren es einfach zwei Flüsse, welche zu einem wurden, aber es sah trotzdem cool aus!

    Dadurch, dass in dieser Gegend der Himmel fast immer wolkenlos und sehr klar ist und die Lichtverschmutzung gering ist, gibt es hier eine Anhäufung an Observatorien. Nur auf der südlichen Erdhalbkugel lassen sich so viele Sterne beobachten. Europa, Asien und die USA schicken ihre riesigen Teleskope nach Chile um den Weltraum zu erforschen.
    Bei unserer Besichtigung im Mamalluca durften wir durch ein Teleskop schauen und sahen zum Beispiel den Saturn. Es wurden uns verschiedene Sternbilder erklärt, eine Sternansammlung (Cluster) gezeigt und an diesem Abend hatten wir zusätzlich die seltene Möglichkeit, fünf Planete (Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Merkur) mit blosem Auge zu sehen.
    Wow, was für ein aussergewöhnliches Erlebnis!
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