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2026 - VanTour Frankreich Normandie

Unser Jahresurlaub 2026 mit dem Miet-Camper Van durch die Normandie und zurück an den Loire Schlössern entlang, Read more
  • Trip start
    June 20, 2026

    Tag 1+2 Anreise zur Normandie

    Jun 20–21 in France ⋅ ☁️ 30 °C

    Die ersten beiden Tage waren wie immer die Anreise in unser Urlaubsland. Wir wollten eigentlich auf dem Weg in die Normandie einen Zwischenstopp im Saarland an der Völkinger Hütte machen und das UNESCO Industriedenkmal besichtigen.

    Leider war es so unglaublich heiß 🥵 dass wir uns entschieden haben direkt nach Frankreich zu fahren. Auch auf der Französischen Seite gibt es kleine Eisenhütten und Bergwerke.

    In Frankreich kommt man zuerst im „Bundesland“ Grande East an. Das ist aber kaum touristisch. Die Orte durch die wir gefahren sind waren ziemlich runtergekommen. Viel Müll auf den Straßen, Sperrmüll vor den Häusern kaum Leute auf den Straßen und im Internet keine guten Bewertungen der Stellplätze. Daher haben wir auf einem Bauernhof übernachtet und sind dann weiter zum nächsten Ziel nach Verdun gefahren.
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  • Tag 3 - Verdun

    June 22 in France ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach dem wir zwei Tage fast nur gefahren sind, haben wir heute Verdun besucht. Verdun ist durch die Schlacht von Verdun aus dem ersten Weltkrieg (1914-1918) bekannt.

    Die Schlacht bei Verdun fand im Jahr 1916 statt und dauerte fast ein Jahr. Es war die verlustreichste Schlacht im 1. WK mit 350.000 Gefallenen. (…also 1000 Tote pro Tag!) Auf dem ehemaligen Schlachtfeld ist heute ein sehr interessantes Museum und ein Kriegsgräber Friedhof.

    Insgesamt ein würdevoller Ort für die vielen Menschen die dort ihr Leben verloren und ein Besuch der Nachdenklich gemacht.

    Schon damals wurden nach dem Waffenstillstand Friedensabkommen unterzeichnet und wenige Jahre später begann das Schreckliche erneut.

    Genauso ist es heute immer noch. Warum lernt die Menschheit nichts aus der Vergangenheit?
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  • Tag 4 - Outlet Shopping

    June 23 in France ⋅ ☁️ 31 °C

    Nach dem Besuch des Memorial sind wir ca. 4 Stunden weiter in Richtung Meer gefahren. Zeit genug um sich über das Memorial und das dort Gesehene Gedanken zu machen. Wie bei allen Kriegen bleibt zum Schluss die Frage warum so viele Menschen ihr Leben verlieren mussten.

    Nach jedem Krieg werden Friedensabkommen geschlossen die wenige Zeit später leider wieder gebrochen werden.

    Wir haben uns durch den Stau im nördlichen Pariser Stadtring geschlängelt und einen kurzen (erfolgreichen) Einkaufsstopp in der Pariser Outlet-Mall gemacht. 🛍️
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  • Tag 4 - Spur des Impressionismus

    June 23 in France ⋅ ⛅ 36 °C

    Nächstes Ziel und somit das letzte Ziel für den heutigen Tag war das Anwesen vom Maler Claude Monet (1840-1926). Der große Meister und Gründer des Impressionismus.

    Monet lebte in diesem Anwesen über 40 Jahre. Viele seiner Kunstwerke entstanden in seinem Garten. Aber auch andere Orte in der Normandie hat er gemalt.

    Das Anwesen und der kleine Ort ersticken im Massentourismus. Aber es ist gut organisiert. Man muss eigentlich online die Tickets buchen. Aber wir sind spontan ohne Reservierung hin gefahren und hatten Glück kurz vorm Feierabend Einlass zu bekommen.

    Das Anwesen ist wirklich hübsch anzuschauen mit einem unglaublich schönen Garten. Nach dem Tod des Meisters wurde das Anwesen von Monets Sohn an den Staat verkauft und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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  • Tag 5+6 - Die schönste Ruine Frankreichs

    Jun 24–25 in France ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute wollten (!) wir in die Abtei Jumièges, die angeblich schönste Ruine Frankreichs. Leider blieb es nur bei dem Vorhaben. Wir hatten den heißesten Tag den wir jemals erlebt haben. Außen 43,7* und im Van 44,9* Grad.

    Den schönen Stellplatz am Kloster mussten wir wegen der Hitze verlassen und haben uns an der Seine einen schattigen Platz für den Tag gesucht. Mehr als Schiffe auf der Seine zu beobachten war nicht möglich.

    Am nächsten Morgen haben wir dann das Kloster besichtigt. Es hat eine eindrucksvolle Geschichte. Im Jahr 650 gegründet und immer wieder erweitert war es im Mittelalter das größte Benediktiner Kloster in Europa.

    Während der Französischen Revolution wurde das Kloster zerstört und 1795 an einen Unternehmer verkauft der es als Steinbruch nutzte und die Steine und Säulen bei anderen Bauwerken in der Umgebung verwendete. Im Jahr 1850 wurde die Anlage weiter verkauft und die neuen Eigentümer begannen die vorhandenen Gebäudeteile zu sichern.

    Wir hatten mit unserem Normandie Pass (Kostet 1€/Person) freien Eintritt.
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  • Tag 6 - Yport und Ankunft an der Alabasterküste

    June 25 in France ⋅ ☁️ 27 °C

    Mittlerweile sind wir schon eine Woche unterwegs und kommen nun an die Küste. Wir wollen Richtung Bretagne fahren und die Landungsstrände der Alliierten aus dem zweiten Weltkrieg besichtigen.

    Zum Glück wird das Wetter in der gesamten nächsten Woche etwas erträglicher.

    Die erste Stadt in unserer Planung ist Étretat. Die bekannte Küstenstadt mit den Kreidefelsen, die schon die impressionistischen Maler inspiriert hat.

    Da Étretat sehr überlaufen ist und wir auch noch Fécamp anschauen wollen haben wir uns für einen Campingplatz zwischen den beiden Städtchen in Yport entschieden. Das war eine sehr gute Wahl.

    Mit der Linienbus kann man Étretat und Fécamp von Yport aus sehr gut erreichen. Unser Campingplatz an den Klippen in Yport war großartig und nicht teuer.
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  • Tag 7 - Étretat und Kreidefelsen

    June 26 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    In unserer Reiseplanung für die Normandie stand Étretat ganz oben. Die berühmten Kreidefelsen wollten wir auf jeden Fall erkunden und das Örtchen selbst ist auch sehr hübsch anzuschauen.

    Mit dem Linienbus für 2€/Person sind wir ohne Parkplatzprobleme
    in Étretat angekommen. Der Ort ist sehr Touristisch und nicht sehr groß. Étretat ist beidseitig von Kreidefelsen umgeben, einerseits das Postkartenmotiv und auf der anderen Seite eine kleine Kirche auf den Klippen.

    Das Wetter war sonnig und windig gemischt und perfekt für den Ausflug. Natürlich sind wir auch auf den Kreidefelsen hochgelaufen.

    Neben dem Kreidefelsen dürfte wohl ein Gebäude im Ort das am meisten Fotografierte Objekt sein. Ein beeindruckendes Gasthaus aus dem 15.Jahrhundert, das aber erst seit dem 19.Jahrhundert an dieser Stelle steht. Es wurde in einem etwa 10 Kilometer entfernten Dorf im Jahre 1900 abgebaut und hier errichtet. Ein wirklich schöner Ort.

    Auch eine historische Markthalle mit allem möglichen Krimskam gibt es zu sehen.
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  • Tag 8 - Fischerort Fécamp

    June 27 in France ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute sind wir mit dem öffentlichen Nahverkehr in den kleinen Fischerort Fécamp gefahren. Es ist schon etwas schwierig sich ohne französische Sprachkenntnisse durchzufinden. Aber irgendwie geht es schon.

    Heute war Wochenmarkt in Fécamp wir haben den Stadtbummel mit einem ausgiebigen Spaziergang über den Markt begonnen und sind anschließend durch Hafen, Strandpromenade und Altstadt geschlendert. Besonders beeindruckend ist die Historische Schloss-Fabrik „Palais Bénédictine“

    Das Palais Bénédictine ist ein absolut faszinierender Ort, der optisch irgendwo zwischen Märchenschloss, gotischer Kathedrale und opulenter Renaissance-Architektur schwebt.

    Erbaut wurde der Palast Ende des 19. Jahrhunderts (eröffnet 1888, nach einem Brand 1900 neu aufgebaut) von Alexandre-Prosper Le Grand. Er war ein sehr geschäftstüchtiger Weinhändler aus Fécamp. Er hatte ein altes Buch mit einer Rezeptur für einen Kräuterlikör aus dem ehemaligen Benediktinerkloster der Stadt wiederentdeckt (oder die Geschichte zumindest marketingtechnisch genial so verpackt).

    Weil der Likör namens Bénédictine weltweit einschlug wie eine Bombe, baute er diesen Palast als Mischung aus repräsentativem Kunstmuseum und tatsächlicher Produktionsstätte – eine echte Palast-Fabrik.

    Von dem Likör hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Logisch dass ich ein Fläschchen mitgenommen habe (0,5L = 20€) schließlich muss der Prachtbau ja erhalten werden. Maria hat abends beim verkosten gesagt „das schmeckt wie Hustensaft“. 😂
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  • Tag 9 - Honfleur die Reise ins Mittelalter

    June 28 in France ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir sind nach zwei Tagen auf dem Campingplatz in Yport, mit Erkundung der benachbarten Orte, weiter entlang der Küste gefahren. Nächstes Zeil das mittelalterliche Städtchen Honfleur.

    Honfleur ist wirklich zauberhaft aber auch sehr Touristisch. Wir sind gegen Mittag angekommen. Es gibt einen Campingplatz direkt am Stadtzentrum. Der machte aber Mittagspause. Daher haben wir auf dem Stellplatz der Stadt am kleinen Hafen ein tollen Platz gefunden. Gegen morgens um 3 Uhr sind wir durch starken Rauchgeruch aufgewacht. Ein Ausflugsschiff im Hafen brannte. Es gab zum Glück nur Sachschaden.

    Aber erstmal zum Anreisetag. Am Nachmittag ging es durch die kleinen Gassen. Es gibt sehr viele Restaurants, Galerien, Schmuckgeschäfte und sonstige Künstlerische Geschäfte.

    Das meistfotografierte Motiv von Honfleur ist vermutlich das alte Hafenbecken aus dem 17. Jahrhundert mit bis zu sieben Stockwerken hohen Fachwerkhäusern mit Schieferfassaden. Das absolute Postkartenmotiv.

    Direkt neben dem Hafen ist die Holzkirche Église Sainte-Catherine aus dem 15. Jahrhundert. Es ist die größte Holzkirche Frankreichs mit separaten Glockenturm. Da die Steinkirchen im Hundertjährigen Krieg zerstört wurden und Stein knapp war, bauten Schiffszimmerleute die Kirche komplett aus Holz.
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  • Tag 10 - The British Normandy Memorial

    June 29 in France ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir fahren weiter Richtung Westen und kommen an die Landungsstrände der Alliierten aus dem zweiten Weltkrieg.

    Vor dieser Reise hatten wir keine Vorstellung von diesem Strandabschnitt der sich mit etwa 80 Kilometer in 5 Bereiche aufteilt. Diese Strandbereiche haben eine große Bedeutung für die Befreiung der Welt von der Naziherrschaft.

    Hier sind am 06.Juni 1944 am sogenannten D-Day die Alliierten mit ihren Truppen angelandet und haben sehr verlustreich das besetze Frankreich befreit und somit das Ende des zweiten Weltkrieges erreicht. Mit der Operation Overlord begann die alliierte Invasion zur Befreiung Westeuropas. 

    An diesem einzigen Tag landeten rund 156.000 Soldaten an fünf ausgewählten Strandabschnitten. Heute ist die gesamte Region eine Mischung aus weitläufigen Landschaften, historischen Freilicht-Gedenkstätten und eindrucksvollen Museen.

    Wir haben uns heute das Britische Memorial Ver-su-Mer angeschaut. Es ist das neueste Memorial an den Landungsstränden. In diesem Bereich starben am ersten Tag der Landung 1.462 Soldaten. Es ist ein sehr bewegender Besuch.
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  • Tag 11 - D-Day Strände Juno und Gold Beach

    June 30 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir fahren weiter entlang der Küste und der Landungsstrände und besuchen den sogenannten Juno und Gold Beach. Die Namen zu den Strandabschnitten kommen aus dem zweiten Weltkrieg.

    Vor der Reise in die Normandie hatten wir keine konkrete Vorstellung über diese Region. Die gesamte Region ist sehr Geschichtsträchtig und stimmt mich sehr nachdenklich.

    Am Gold Beach in Arromanches-les-Bains haben wir auf dem Stellpatz mit Blick auf den wohl bedeutungsvollsten Abschnitt übernachtet und am nächsten Morgen das 360* Kino besucht. Durch die moderne Kinotechnik ist man sehr nahe an den Empfindungen wie das damals wohl gewesen ist.

    Anschließend haben wir uns noch den kleinen Ort mit Museum angeschaut und einen ausgedehnten Strandspaziergang gemacht. In den Dünen an den Stränden sind noch sehr viele Bunker, auch mit den Geschützten, von damals zu sehen. Überall wird durch Schautafeln und Denkmäler über die damaligen Geschehnisse informiert.

    In den Orten stehen auch noch einige Panzer und Militärfahrzeuge von damals. Es gibt viele Souvenir Shops in denen man Kriegsbezogene Souvenirs kaufen kann. Die Region lebt stark vom Kriegstourismus.
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  • Tag 12 - D-Day Strände Omaha und Utha Beach

    July 1 in France ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir sind mittlerweile den DrittenTag an den Landungstränden in Richtung Bretagne unterwegs. Die Region ist 80 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg immer noch sehr Kriegslastig geprägt. Ich glaube man kann sich hier auch mehrere Wochen mit dem Thema beschäftigen. Wir wollen uns heute die letzten Gedenkstätten ansehen.

    Geplant haben wir den Amerikanischen und Deutschen Soldaten Friedhof. Der Amerikanische Soldaten Friedhof direkt am Omaha Beach ist der beeindruckendste aller Friedhöfe in der Normandie. Die gesamte Anlage ist Typisch amerikanisch mit Großparkplatz und Visitor Center angelegt. Im Center ist ein sehr eindrucksvolles Museum eingerichtet. Alles kostenlos zugänglich. Wenn man sich das Amerikanische Museum angeschaut hat, ist man ausreichend informiert und muss meiner Meinung nach kein weiteres Museum anschauen.

    Anschließend waren wir noch direkt an der Skulptur am Omaha Beach und haben den Deutschen Soldatenfriedhof besucht. Nach So vielen Kriegsbegegnungen in den letzten Tagen wollen wir so langsam dieses Kapitel abschließen und wieder die schönen Seiten der Normandie entdecken. Mal sehen ob das gelingt…
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    Trip end
    July 11, 2026