Spain
Hermigua

Here you’ll find travel reports about Hermigua. Discover travel destinations in Spain of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

7 travelers at this place:

  • Day31

    Der einmalige Wald

    May 7 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    In der Nacht wurden die Laute durch das Tal weiter getragen und schallten gemächlich durch unser Fenster. Eine wunderbare Akustik.

    Das Frühstück stand wie vereinbart auf einem kleinen Beistelltisch außen vor unserem Appartement. Es gab Saft, Kaffee, Brot und Aufstriche, sowie ein paar Kekse und Obst und Gofio. Völlig ausreichend und auch lecker. Nach der Stärkung begannen wir unsere Wanderung.

    Schon in der Nacht habe ich geträumt, ich stehe auf einem kleinen Vorsprung an einer Felswand und halte mich kurz an einem Seil fest. Diese Vorstellung hatte ich von unserem heutigen Aufstieg. Innerlich war ich deshalb schon von Anfang an aufgewühlt und nervös. Zunächst mussten wir wieder eine paar lange Treppen nach oben gehen, ehe wir einer kleinen Straße folgen konnten. Wir kamen an "Petra und Pedro" vorbei, den felsigen Wahrzeichen von "Hermigua". Zwei nebeneinander stehende riesige Felsen. Der "Mann" ragt 150m und die "Frau" 80m in die Höhe. Geologische betrachtet, handelt es sich bei den Zwillingsfelsen um Vulkanschlote.

    Wir gingen unterhalb von ihnen vorbei und direkt in den "Barranco del Cedro". Ein wunderbar grünes Tal eröffnete sich uns. Alles blühte und grünte. Die Fruchtbarkeit sprühte einen farbenfroh ins Auge. Wir kamen an einen kleinen Weiher vorbei und folgten weiter dem Pfad. Weiter aufwärts war dann ein kleiner Stausee "Presa de los Tiles" und direkt dahinter bei einem kleinen Wasserfall, ein schattiger Rastplatz.

    Ab diesem Stausee ging es steil auf felsigen Grund und Stufen nach oben. Ausblicke ins Tal gab es immer wieder und auch einen ziemlich großen Wasserfall, an dem wir aber nicht direkt vorbei kamen. Schon bei dem kleinen Rastplatz hatte ich ein Bier getrunken und gehofft, dass sich dadurch meine Höhenangst etwas im Zaum hält. Scheinbar war es auch so. Ziemlich erschöpft kamen wir oben in "El Cedro" an. Dort gab es einen Campingplatz und ein Restaurant. Wir gingen jedoch zum Rastplatz und nahmen eine Pause und Obst zu uns. An einem Bach kamen wir an einer Entenmutter mit ihren süßen Küken vorbei 🦆🐥.

    Nach einer kurzen Orientierung wo wir nun lang gehen müssen, denn hier kreuzten sich viele Wanderwege, gingen wir leicht bergauf. Im Verlauf kann man sagen, dass wir immer weiter leicht bergauf gingen und das bis 1300m.
    Es wurde sehr waldig und schattig. Das war auch gut so, denn es gab keine Wolken und die Sonne hatte freie Bahn. Wir gingen auf herrlichen Waldwegen entlang, die ich nur aus meiner Kindheit kannte oder im Fernsehen gesehen habe. Das Orchester waren die Vögel und die Insekten. Das Licht- und Schattenspiel war einfach grandios und das kräftige Grün war einfach unglaublich. Wir blieben so oft stehen um zu staunen und zu fotografieren. Letztlich kann man mit Fotos sowieso nicht die Eindrücke festhalten, aber wir wollten es zumindest versuchen. Mal ging es hinab in ein ein Tal, wo sich ein Bach schlängelte, dann überquerten wir über kleine Holzbrücken oder über Steine den Bach, um am anderen Ende wieder etwas empor zusteigen.

    Dann kamen wir zu einer kleinen Kirche, der "Ermita Nuestra Señora de Lourdes". Eine " englische Dame" im 19. Jahrhundert, unterrichtete die Kinder eines auf "La Gomera" eingewanderten Italiener. Sie war sehr hoch angesehen und sie erfüllte sich mit dieser Wallfahrtskirche ihren Traum.

    An der Wallfahrtskirche vorbei wieder in den alten und urigen Wald hinein und die selben Eindrücke waren wieder da. So ging es stundenlang weiter. Mitten auf dem Wanderweg mussten wir einen wilden Naturbienenstock umgehen. Manchmal begegneten uns andere Wanderer oder gar ganze Gruppen. Aber es war zu ertragen und die Schönheit der Natur, ließ uns die anderen schnell wieder vergessen.

    Wir waren im Nationalpark "Garajonay" und er bedeckt mit 10% die Insel. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Seit 1988 ist das Gebiet auch Europäisches Vogelschutzgebiet. Manchmal wabern noch die Nebel durch die Lorbeer- und Zedernbäume. Bei uns aber nicht. Dafür hatten wir noch herrliche Blicke bis nach Teneriffa und dem Teide.

    "Die Legende von Gara und Jonay:
    Die schöne Prinzessin Gara lebte noch vor der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert auf La Gomera. Sie verliebte sich in den armen Bauernsohn Jonay aus Teneriffa. Dieser fuhr aus Liebe täglich auf einem Floß zur Nachbarinsel, um seine Geliebte zu treffen. Doch die Verbindung stand unter keinem guten Stern: Ein Priester sagte den beiden großes Unheil voraus. Als sich beide das Jawort zur Eheschließung geben wollten, schien sich die Prophezeiung zu erfüllen. Ein starkes Erdbeben erschütterte Teneriffa. Der Vulkan Teide spie Lava, das Meer um La Gomera färbte sich blutrot, und die Insel begann zu glühen. Die Adelsfamilie der Prinzessin versuchte daraufhin, die Heirat der beiden zu verhindern und brachte Jonay gewaltsam nach Teneriffa zurück. Seine Liebe jedoch war so groß, dass er wenige Wochen später erneut auf La Gomera landete. Gemeinsam floh das Paar ins Hochland und versteckte sich in den dichten Wäldern hoch oben auf der Insel. Als beide keinen Ausweg für ihre Liebe mehr sahen, nahmen sie eine an beiden Enden gespitzte Lanze aus Lorbeerholz und stießen sie sich durch die Brust. In inniger Umarmung ging das Liebespaar in den Tod.
    Dies ist nur eine Version von einigen verschiedenen dieser Legende. Aber seit jener Zeit, so sagen die Gomeros, trägt der höchste Berg und der heutige Nationalpark auf La Gomera den Namen Garajonay."
    Quelle: Wikipedia

    Es ging dann steiler nach oben und wir kamen an einem Parkplatz heraus. Wir überquerten diesen und gingen weiter dem Pfad entlang. Dann kamen wir zu einem grossen Erholungsgebiet "La Laguna Grande" in Form eines Rastplatzes Grillmöglichkeit, Spielplatz und Informationszentrum zu Flora und Fauna. Hier machten wir kurz Rast, gingen ins Informationszentrum und dann weiter durch ein Gebiet, wo es vor Jahren gebrannt haben musste. Die Spuren waren zum Teil noch deutlich an den Bäumen zu erkennen.

    Wir verließen dann den "Parque Nacional Garajonay" und liefen dann auf sonnigen Pfaden weiter zwischen Blumenwiesen mit summenden Bienen und bunten Schmetterlingen. Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke über Palmen und Terrassenfeldern bis hinunter zum Meer mit Sicht auf die Inseln El Hierro und La Palma.

    Dann erreichten wir zuerst "Chipude", dem angeblich ältesten Ort auf "La Gomera". Am Kirchplatz kauften wir uns etwas zu trinken, machten eine kleine Pause und besichtigten die Kirche. Sehr ungewöhnlicher innerer Aufbau. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Ab hier folgten wir dann wieder dem GR131 zuerst nach "El Cercado" und durch eine Schlucht nach "Las Hayas", unserem heutigen Zielort. Hier übernachteten wir wieder in einem schönen Landhotel und haben sehr gut im dazugehörigen Restaurant zu Abend gegessen. Es gab nur ein einziges Menü zur Auswahl und das war sogar fast komplett vegan bis auf den Ziegenkäsebrotaufstrich und dem Dessert. Dazu genossen wir einen guten Weißwein aus eigener Produktion.
    Read more

  • Day30

    Die grüne Schönheit

    May 6 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Trotz Ohrstöpsel, weil noch etwas länger Lärm von draußen rein kam, haben wir gut geschlafen - für unsere Verhältnisse. Nach dem Aufstehen ging es in das Erdgeschoß von dem Hotel. Dort gab es ein Frühstücksbuffet. Gute Auswahl, Qualität war okay.

    Danach zogen wir los und wie gestern Abend noch abgesprochen, wollen wir mit dem Bus eine Station in die Berge fahren und uns so 1000m Aufstieg ersparen. Aber zuerst ein Souvenir gekauft - Kühlschrankmagnet. Von jeder insel haben wir jetzt einen und für meine liebe Schwester bringen wir auch von jeder Insel einen mit. Dann noch kurz den "Torre del Conde" - ein alter Wachturm - angesehen. Danach gingen wir zur "zentralen" Busstation und nahmen in einem doch recht grossen Bus Platz. Die Fahrt zu dem ersten Busstop dauerte ca. 30 Minuten und war sehr sehr sehr kurvenreich und es ging nur aufwärts.

    Wir stiegen am Mirador "Dellogada de Peraza" aus. Nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch Knotenpunkt von Wanderwegen und Busstation. Irgendwie war ich von der Bustour so angetickert, dass ich gleich beim aussteigen merkte, das wird schwierig heute mit der Höhe. Und so war es auch. Sogleich sagte ich zu Olaf "... Diesen Weg dort kann ich nicht gehen ...". Die Anspannung stieg und wurde durch eine kleinen Hund, der beim Mirador frei herum lief, etwas aufgelöst. Olaf freundete sich mit dem kleinen süßen Hund an und er folgte uns dann noch ein kleines Stück. Nach etwa 10 Minuten versuchte ich den den Weg zu gehen und rechts ging es steil hinunter. Ich konnte förmlich die Kraft spüren, welche mich in den Abgrund ziehen wollte.

    Eine Weile gingen wir so weiter und die Beschaffenheit des Weges wurde etwas besser und sogar richtig gut. Eine Zeitlang dachten wir, als wir so über Wiesen gingen, wir sind in Österreich. Dann erreichten wir die Kapelle "Ermita de Nuestra Señora de las Nieves" mit herrlichen Ausblicken ins Tal und auf den Teide von Teneriffa. Wirklich wunderbar.

    Weiter ging es dann erst durch einen kleinen Wald und dann wieder an die Straße, welche immer etwas parallel von uns verlief. An einer Stelle war für Fußgänger eine Art "Gang" gebaut worden. Mit Geländer und der Fußweg aus Gitterrost. Rechts ging es steil hinunter. Das war etwas zu viel des "Guten". Laut singend überquerte ich diese ca. 20 Meter lange Stelle - eine Ewigkeit. Dann kamen wir zu einem anderen anderen "Mirador Del Morro De Agando". Erneut nahm ich meine Kraft zusammen und bestieg den Wanderweg steil nach oben. Wobei es rechts und links dann steil runter ging. Plötzlich war es vorbei. Ich konnte weder vorwärts noch rückwärts gehen. Auf "allen Vieren" beugte ich über der Steintreppe, unfähig auch nur irgend einen Schritt zu machen. Die Gedanken rotierten in meinem Kopf und die Tränen kamen mir. Nach einer Weile riss ich mich zusammen und ging zurück zum Ausgangspunkt.

    Olaf war sehr einfühlend und nahm Rücksicht. Wir gingen ein gutes Stück die Straße nach oben - natürlich. Dort erreichten wir wieder einen Mirador und wir machten eine Pause. Es war ganz ruhig zwischen uns beiden.

    Dann sagte ich, wir müssen jetzt losgehen, sonst gehe ich nicht mehr weiter. Gesagt getan. Es ging rechts auf einem Weg parallel etwas abgesetzt an der Straße weiter zu einer Kreuzung. Bis dahin gingen wir durch einen kleinen Wald. Zwar ging es rechts immer noch ziemlich steil hinunter, aber das wurde durch die Bäume etwas verdeckt.

    An der der Kreuzung würde es dann besser. Denn es ging nicht mehr nur bergauf, sondern auch bergab. Wir gingen ähnlich wie vor der Kreuzung zwar an steilen, aber sehr dicht bewachsenen Hängen entlang. Es war sehr schattig und auch sehr schön. Mal war der Weg sehr breit, dann wieder schmal. Mehrmals besprachen wir die geplante Route. Ob wir die so weiter gehen wollen oder auf der Straße. Wir wählten die von uns geplante Route und das war auch gut so. Denn die landschaftlichen Erlebnisse waren einfach ein Traum. Anders kann ich es nicht sagen. Nach dem ich mich auch wieder etwas "beruhigt" hatte, konnte ich all das Schöne im uns herum auch genießen. Alles war so grün und friedlich. Die Vögel zwitscherten, die Bienen summten. Es blühte und grünte überall. Hier und da ein kleiner Wasserfall und die Ausblicke waren der Hammer. Selten so viel grüne Schönheit gesehen.

    In der Ferne sahen wir dann auch schon unser heutiges Ziel - " Hermigua". Ein weit verzweigter und verstreuter Ort. Ein Ortskern war nicht auszumachen. Es war zwar noch entfernt, aber wir sahen auch, dass wir noch ziemlich tief hinab mussten. Und das bedeutete auch wieder ein paar Herausforderungen für mich. Aber irgendwie lief es seit dem "Vorfall" wo mir die Tränen kamen, etwas besser und so meisterten wir auch dieses letzte Stück.

    Wir gingen zu unserem Appartement und checkten ein. Erschöpft und glücklich tranken wir eine Flasche Wein, welche wir uns schon am Vorabend für das Appartement bestellt hatten. Dann duschten wir und gingen kurz in der Ort, schauten uns das kleine 400 Jahre alte Konvent mit der Kirche an, kauften in einem Supermarkt Wasser und was zu knabbern. Dann gingen wir in einem Restaurant etwas essen. Auch das war sehr lecker.
    Dann zogen wir uns in unser Appartement mit den Panoramafenstern und herrlichem Bergblick zurück und genossen dort das Knabberwerk und eine zweite Flasche Weißwein aus "La Gomera".
    Read more

  • Day3

    Hermigua

    November 30, 2016 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Hermigua das Bananen Dorf
    Dort leben noch viele Leute, es gibt noch eine der letzten Gofi- Mühle (Maismehlrösterei).

    1 kg Bananen braucht etwa 800 Liter Wasser, das ist sehr viel, vorallem wenn La Gomera nur vom Oberflächenwasser Lebt & Wirtschaftet.

    weiter nach Baja Borallos, mit Blick auf Teneriffa, wo deutlich sichtbar der "Teide" zu sehen ist und an den hoch gelegen Küsten-wanderwege nach Playa de Caleta wo ein Serveza auf uns gewartet hat ;-)
    Playa de Caleta ist ganz feiner schwarzer Sand

    das war die schönste Wanderung, mit 19km, mittlere Anstrengung
    Read more

  • Day14

    Juego de Bolas, La Gomera

    November 25, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Mit einer Größe von 3.984 Hektar bedeckt der 1981 gegründete Nationalpark 10 Prozent dieser Insel. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Seit 1988 ist das Gebiet auch Europäisches Vogelschutzgebiet.
    Das Besucherzentrum Juego de Bolas befindet sich außerhalb des Parks in La Palmita-Agulo. Es ist im kanarischen Stil erbaut und bietet Ausstellungen und Filme über den Nationalpark, sowie zur Geschichte und Kultur der Insel. Der Garten des Besucherzentrums ist als Botanischer Garten gestaltet und zeigt viele auf La Gomera heimische Pflanzen. So auch die Königsprotea.Read more

  • Day14

    Hermigua, La Gomera

    November 25, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Das Tal Hermigua wurde schon von den Guanchen (Altkanarier) bewohnt. Bei ihnen gehörte es zum Gebiet der Mulagua. Der Ursprung der Gemeinde Hermigua liegt im 16. Jahrhundert, als der Ortsteil Valle Alto entstand.
    Die ehemalige Verschiffungsstelle (mit La Piscina - ehemaliges Bananenwaschbecken und heutiges Meerwasserschwimmbecken)Read more

You might also know this place by the following names:

Hermigua, إرميغوا, هرمیگوا, Hermigva, Эрмигуа, Ермігуа, 埃尔米瓜

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now