Staunend reisen mit Edith
Wir sind Reisende. Nachdem wir bis vor ein paar Jahren die Welt bereist und erwandert haben, wollen wir jetzt unseren Reisefokus auf Europa von Ost nach West und von Nord nach Süd legen. Balù, unser Wohnmobil, begleitet uns dabei. Leggi altro🇦🇹Innsbruck
  • Auf Harry Potters Spuren

    13 giugno 2023, Scozia ⋅ ☁️ 23 °C

    Gefahrene Strecke: 128 km
    Bisher haben wir Schottland eher bevökerungs- und autoarm erlebt. Heute aber gerieten wir ziemlich ins Geschehen.
    Zunächst fuhren wir nach Glennfinnan, weil es dort ein ganz tolles Viadukt gibt, über das nostalgisch eine Dampflok fährt. Das ist übrigens auch die Filmkulisse für einige Harry Potter Verfilmungen.
    Offensichtlich ist dieses Viadukt samt Zug ein viel begehrtes Fotomotiv. Es gibt einen riesigen Parkplatz, der schon bei unserer Ankunft ziemlich voll war. Die Leute wandern die paar km zu Viadukt, um fototechnisch in Pole Position für den nächsten Zug zu sein.
    Außerdem gibt es den Glennfinnan Viadukt-Trail, ein stark bevölkerter Rundweg. Wir suchen uns auf einem völlig unbegangenen Weg einen guten Platz zum fotografieren. Weiter wandern wollen wir dann nicht, weil es extrem schwül und heiß ist. Sieht nach Gewitter aus.
    Wir fahren dann auch bald weiter nach Fort William, wo wir eine Runde drehen und einkaufen wollen. Das mit dem Einkaufen hat gut funktioniert, das mit dem Rundedrehen nicht, weil es plötzlich wie aus Kübeln zu schütten beginnt.
    Also lassen wir das und fahren auf der A 87 Richtung Castle Eilan Donan. Es herrscht ausnehmend viel Verkehr und es schüttet in Strömen, was das Fahren sehr mühsam macht.
    Die Strecke, die wir noch fahren wollten ist ca. 100 km lang. Da die Verhältnisse schlecht sind und diese Fahrstrecke bei gutem Wetter eine der schönsten Schottlands sein soll, beschließen wir, so bald wie möglich Pause zu machen und über Nacht zu bleiben. Thomas findet einen tollen Platz etwas abseits von der Straße im Wald und wir machen's uns gemütlich mit Essen und Trinken. Und während ich gemütlich mit Miriam telefoniere kommt der Förster an Er erklärt uns sehr freundlich, aber bestimmt, dass wie hier nicht bleiben dürfen. Ok, alles zusammenpacken und auf den Parkplatz, den uns der Förster genannt hat.
    Ein Parkplatz am Straßenrand, aber on schöner Lage und erstaunlich ruhig. Und der Regen hat auch aufgehört.
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  • Ein Tag in der Kentra Bay

    12 giugno 2023, Scozia ⋅ ☁️ 21 °C

    Keine gefahrenen, nur 14 gegangene Kilometer.

    Bei Ebbe kann man von unserem Stellplatz aus lange Wanderungen im Watt machen. Allerdings muss man sich unbedingt auf sichtbaren Pfaden bewegen, wenn man das Watt verlässt, da man sonst hoffnungslos in größeren und kleineren Sumpflöchern einsinkt und man keine Chance hat auszuweichen. Das können nur die vielen Schafe, die da herumstehen.
    Aber eigentlich wollen wir ja ca. 7 km landeinwärts wandern, um im vielgepriesenen Cafè Tioram in Acharacle zu frühstücken. Die Idee war gut, das Café geschlossen. Daneben gibt es einen Store, der die ca. 20 BewohnerInnen des Ortes verpflegt. Hier gab es auch Cafè und ein paar Gutelen.
    Am Nachmittag Sonnenbad am Campsite.
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  • Wir verlassen Mull

    11 giugno 2023, Scozia ⋅ 🌧 21 °C

    Gefahrene Strecke ohne Fähre: 47 km

    Heute ist Sonntag und auf den Hebriden, aber auch in den schottischen Highlands alles zu. Trotzdem bekommen wir am Hafen in Tobermory im Hafencafe ein schottisches Frühstück, das alle Stücke spielt. Nicht ganz nach unserem Geschmack, aber Thomas muss es einmal probieren. Den Balù können wir schon mal an der Fähre anstellen. Wir stehen in Pole Position für die Fähre um 10.30. Nach uns kommen doch noch einige Wohnmobile und ein paar andere Passagiere. Tickets für die Fähre nach Kilchoan kann man direkt auf der Fähre kaufen, kostet mit Auto und 2 Personen £15.
    Die Fahrt dauert eine knappe Stunde.
    In Kilchoan angekommen, fahren wir sofort weiter nach Acharacle/Kentra Bay. Da gibt es einen Campsite, wunderschön am Meer gelegen. Kostet 10€, V/E, Toilette und Dusche hat er nicht. Wir beschließen, den morgigen Tag auch hier zu verbringen und ein bisschen die Seele baumeln zu lassen.
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  • Nach Iona, dann nach Tobermory zurück

    10 giugno 2023, Scozia ⋅ ☁️ 15 °C

    Gefahrene Strecke: 102 km (ohne Fahrt auf die Insel Iona)

    Von der Uisken Beach sind wir heute morgen nur ein paar km nach Fionnphort gefahren, von wo die Fähre nach Iona geht. Iona ist eine kleine Insel vor Mull und ist für Nicht-Einheimische mit dem Auto nicht erreichbar. Der Balù blieb also am Fährenablegeplatz stehen.
    Also fuhren wir um 10.00 Uhr mit der Fähre Die Insel Iona ist gerade mal 5 km lang und 1,5 km breit und hat ca. 80 Einwohner*innen. Sie gilt als Wiege des schottischen Christentums.
    Da die Überfahrt keine 20 Minuten dauert, ist sie Insel touristisch sehr begehrt. Am Pier des Ortes Baile Mòr, an dem die Personenfähre anlegt, gibt es eine Bar, ein Restaurant, ein Postamt und einen Souvenirladen.
    Nach einem Cappuccino mit irgendeinem süßen Teil, ziehen wir los, um die Insel zu erkunden. Vorher aber sehen wir uns nochmals die Abfahrzeiten der Fähre an. Und -oh Schreck-, die Fähre geht zwar alle halben Stunden, macht allerdings von 12.30 bis 16.15 Mittagspause.
    Da müssen wir uns jetzt leider wirklich beeilen, denn mit der Fähre um 16.15 schaffen wir unseren Dinnertermin in Tobermory nicht. Also schnell zum Kloster, vorbei am Nunnery, der Ruine eines Nonnenklosters, weiter zum Iona Abbey, die wir aber nur von außen fotografieren. Schade, dass wir so wenig Zeit haben, die Insel wäre einen Tagesbesuch wirklich wert, auch weil es einen Wanderweg rund um die Insel gibt.

    Wir erreichen also pünktlich die Fähre zurück nach Fionnphort. Von dort sind es noch ca. 90 km nach Tobermory, zum größten Teil auf Single Track Roads.

    In Tobermory gibt es im Verwaltungsgebäude eine öffentlich zugängliche Dusche, wo man für £2 7 Minuten kann duschen kann. Haben wir gemacht.
    Dann wieder auf unseren Übernachtungsplatz von vor 2 Tagen und ab ins Restaurant Mishdish. Haben super und teuer gespeist und außerdem ein italienisches Paar kennengelernt, die beide an der Uni in Glasgow arbeiten und die uns einige interessante Hintergrundinformationen zum Thema Brexit geben konnten.
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  • Tobermory-Uisken Beach

    9 giugno 2023, Scozia ⋅ ⛅ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 103 km, Hardcore, nahezu ausschließlich Single Track Roads, zu einem großen Teil in relativ schlechtem Zustand.
    Frühstück gab's noch in der besten Bäckerei auf Mull in Tobermory.
    Die heutige Strecke ist ein Traum. Immer entlang an Lochs und Meer, sogar über einen Pass, nahezu um die halbe Insel herum. Das Autofahren ist zwar anstrengend, aber macht richtig Spaß. Unser heutiger Übernachtungsplatz ist an der Uisken Beach. Kostet 10£. Die Besitzer haben großes Vertrauen in die Gäste. Am Ende des Weges steht einfach ein Holzhäuschen mit genauen Anweisungen, wie das Geld zu hinterlegen ist.
    Der Platz ist traumhaft und liegt direkt am Meer. Neben ein paar Campern wird er hauptsächlich von Schafen und Kaninchen bevölkert.
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  • Auf die Hebriden (Isle of Mull)

    8 giugno 2023, Scozia ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 116km ohne Fähre
    In der Früh gingen wir noch kurz auf die Burg Tarbert, die allenfalls noch als Ruine bezeichnet werden kann.
    Anschließend gab's noch ein relativ üppiges Frühstück beim malaysischen Inder aus Nepal in Tarbert. Hier fiel uns zum ersten Mal die unterschiedliche Preisgestaltung zwischen take away und sit in auf. Hier in Schottland ist take away sowieso das gängigste Restaurantkonzept.
    Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Oban, wo wir einen ausgedehnten Besichtigungsspaziergang machten. Vor allem hat mich das dortige Kolosseum neugierig gemacht. Eigentlich heißt es McCaig’s Tower und ist ein herausragendes Wahrzeichen Obans. Dieses granitene Gebäude, das dem Kolosseum im Alten Rom gleicht, wurde vom einheimischen Banker John McCaig zwischen 1890 und 1900 erbaut. Es wurde teilweise als Monument für seine Familie errichtet und auch dazu, für die einheimischen Steinmetze Arbeit zu schaffen. The Tower wurde nie vollendet; heute ist es ein öffentlicher Garten mit herrlichem Blick über die Oban Bay Richtung der Inseln.

    Von Oban aus gehen nahezu alle Fähren auf die inneren Hebriden, entsprechend quirlig geht es auch im Hafen zu, mit vielen Restaurant, Bars und Fish & Chips Standln.
    Unsere Fähre nach Craignure auf Mull ging erst um 17.00 Uhr, sodass wir reichlich Zeit hatten. Das Ticket konnten wir vor Ort für £22,50 buchen. Die Überfahrt dauert 50 Minuten und wir fuhren dann noch 35 km weiter nach Tobermory, natürlich auf einer Single Track Road (A848)
    Tobermory mit kleinem Hafen ist ein ausnehmend hübscher Ort. Übernachten konnten wir mitten im Ort direkt am Meeresufer.
    Und wir sind ja lernfähig. Wissend, dass wir mindestens 2-3 Tage auf Mull bleiben und von Tobermory aus dann wieder aufs "Festland" fahren, haben wir für Samstag Abend eine Tisch im Fischrestaurant Mishdish reserviert.
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  • Von Arrochar nach Tarbert

    7 giugno 2023, Scozia ⋅ ☀️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 124 km
    Heute bekam ich es zum ersten Mal mit den einspurigen Straßen, den Single Track Roads, zu tun. Zuerst war ich natürlich etwas nervös, aber das geht easy. Die Straßen sind zwar einspurig, aber es gibt ca. alle 200 m Ausweichplätze. Zu diesem Zweck gibt es ein ganz gut funktionierendes System an Licht- und Blinksignalen, das man aber bald durchschaut hat. Jetzt gilt es nur noch, auf der richtigen Seite (links) auszuweichen. 😀
    Mein diesbezügliches Mantra ist: Immer ohne Ausnahme auf der Seite fahren, parken, ausweichen, wo das Lenkrad ist. Und das geht gut.

    Zunächst aber fuhren wir auf einer ganz normalen Straße, der A83, bis Inveraray, ein schöner Ort am Loch Fyne. Da gibt es auch ein schönes Castle (Invevaray), das wir leider nur von außen fotografieren konnten, weil es gerade restauriert wird.

    Von Invevaray bis Tarbert wird die Straße dann häufig zum Single Track Trail, entsprechend mehr Zeit brauchten wir, weil ja immer wieder ausgewichen werden muss. In einer kleinen Siedlung kam uns eine Frau um roten Kleinwagen entgegen. Sie blieb stehen und gestikulierte ganz aufgeregt. Wir sollen mit unserem Auto, das ja das Lenkrad auf der falschen Seite hat, ja nicht zu weit links fahren, sonst landen wir in einem Graben, der tiefer ist, als er aussieht. Wir waren ganz gerührt, ob dieser Fürsorge. Die Fahrt war doch recht anstrengend und wir machten Rast auf einem wunderschönen Platz mitten im Wald. Zuerst wollten wir hier übernachten, aber nach einer längeren Pause beschossen wir doch, weiterzufahren bis Tarbert. Dort wollten wir richtig gut Fisch essen gehen. Allerdings haben wir die Rechnung ohne die Wirtinnen gemacht. Zwei empfehlenswerte Restaurants gibt's im Ort und beide sind komplett ausgebucht. Nach einem Spaziergang im Dorf gehen wir dann halt im Auto essen. Pasta geht immer.
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  • Glasgow und weiter nach Arrochar

    6 giugno 2023, Scozia ⋅ ⛅ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 124 km
    Heute Vormittag blieben wir noch in Glasgow, vor allem, weil ich das Riverside Museum besuchen wollte. Wir fuhren also dahin und das Museum ist wirklich erstaunlich. Wie in so vielen Museen in Großbritannien, ist auch in diesem Museum der Eintritt frei.
    Im Riverside Museum hängt oder steht so ziemlich jedes Verkehrsmittel, mit dem der Mensch schneller oder bequemer unterwegs ist als auf seinen zwei eigenen Beinen. Die Palette geht von Tour-de-France-Rennrädern über Rolls-Royce-Limousinen und Linienbussen bis hin zu Harley-Davidson-Bikes und Kinderwagen, bloß Raketen, Flugzeuge und Hubschrauber fehlen.

    Man kann in Lokomotiven klettern und sich anschauen, wie eine U-Bahn funktioniert. Und wenn man das alles ausprobiert hat, kann man noch ein paar Stunden auf Computerbildschirme drücken und wischen: Knapp hundert Displays liefern Audiomaterial, Videos und Zusatzinformationen.

    Nachdem wir das alles ausführlich besichtigt und im Museumscafe ordentlich gefrühstückt hatten, versorgten wir uns noch mit Lebensmitteln und britischer Sim-Card und fuhren dann weiter nach Luss am Loch Lomond. Ein Loch ist in Schottland entweder ein See oder ein Fjord. Was für die Innsbrucker*innen der Gardasee, ist für die Glasgower*innen Loch Lomond. Luss ist aber ein netter Ort, touristisch ziemlich aufgehübscht und es ist auch recht viel los.
    Uns fällt auf, dass Schottinnen und Schotten eine etwas andere Vorstellung von Temperatur haben, als wir. Während ich mit Daunenjacke herumspaziere, liegen ein paar Unverdrossene im Bikini am Strand. Nein, ins Wasser gehen sie dann doch nicht.
    Von Luss sind wie dann weiter gefahren nach Arrochar an Loch Long. Dort gibt es einen sympathischen Campingplatz (20€), plus 1 £ für Dusche. Alles inklusive, auch Strom.
    Brian sieht hier nach dem Rechten.
    Hier haben wir die Schweizer*innen Iris und Martin mit Luxuskarrosse kennengelernt und einen netten Abend verbracht und Martins Weißwein genossen.
    Nur die Midgies (winzig kleine Stechmücken) haben uns irgendwann das gemütliche Beisammensein verleidet.
    Übrigens: Dunkel wirds erst um 22.30 ( bei uns 23.30)
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  • Glasgow

    5 giugno 2023, Scozia ⋅ ☀️ 21 °C

    Gefahrene Strecke: 143 km
    In der Früh noch tanken, Frühstück im Café Royal in Annan und dann fuhren wir zügig nach Glasgow. Die Strecke über die M8 ist gut befahren, aber alles problemlos. Wir parken auf einem großen Parkplatz nicht weit weg von der Innenstadt. Hier bleiben wir auch overnight.
    Wir machen uns dann relativ planlos auf, die Stadt zu besichtigen, was mich wieder in meiner Überzeugung bestärkt, große Städte, die man zum ersten Mal besucht, unbedingt mit kompetenter Führung zu erkunden oder zumindest mit dem Sightseeingbus.
    Dennoch sehen wir doch einiges und es gibt durchaus Sehenswertes in Glasgow. Z.B. den Hauptbahnhof oder die Georgestreet oder St.Mungo-Cathedral mit dem viktorianischen Elite-Friedhof Nekropolis , oder den Park Green Glasgow oder das Rathaus oder einfach die Promenade am River Clyde.
    Unsere Konzentration auf Glasgow wurde allerdings von den neuen Nachrichten aus der SPÖ beeinträchtigt, sodass wir uns hinsetzen mussten und fassungslos österreichische Medien konsumieren.
    Dennoch: Ich finde schon, dass Glasgow einen Besuch wert ist.
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  • In Schottland angekommen

    4 giugno 2023, Inghilterra ⋅ ⛅ 21 °C

    Gefahrene Strecke: 136 km
    In der Früh haben wir heute noch einen Spaziergang am River Lune in Lancaster gemacht. Ein kurzer Stadtbummel, ein feines Frühstück so richtig mit Croissant und Cappuccino und ganz ohne Beans und Hot Dog und dann machten wir uns wieder auf den Weg.. Jetzt aber ganz richtig nach Schottland.
    Es geht eigentlich immer auf der M6, einer Autobahn, sodass wir gut voran kommen. Mautgebühren gibt es hier in Großbritannien nicht, außer auf kurzen Teilstrecken rund um London.

    Schottland beginnt für uns bei Gretna Green. Genau dahin wollte ich schon als Jugendliche, animiert von einem Song von Cliff Richard "Kein Zug nach Gretna Green".
    Das Besondere an diesem Ort? Gretna Green galt im 19. Jahrhundert als Heiratsparadies für junge Engländer*innen. In England war nämlich die Ehe unter 21 ohne Einwilligung der Eltern nicht möglich. In Schottland aber durfte man und so hat Gretna Green als schottischer Grenzort ein einträgliches Geschäft entwickelt und junge Paare aus ganz England flohen nach Gretna Green und ließen sich vom dortigen Schmied, ja, vom Schmied!!! trauen.
    Der Ort hat noch bis Ende des 20. Jahrhunderts Sänger wie Udo Lindenberg, aber auch diverse Schnulzensänger und Poeten inspiriert. Heute ist der Ort touristisch vermarktet und entsprechend verkitscht. In der dortigen Schmiede wir aber immer noch fröhlich geheiratet.

    Nach einer guten Stunde Gretna Green hatten wir genug von Liebesschlössern, Herzen jeglicher Art, Liebeslabyrinthen und jeder Menge Liebeskitsch.
    Wir fuhren weiter nach Annan, einer netten kleinen Stadt im Südwesten Schottlands. In einem sehr netten Lokal mit dem einfachen Namen "Our Place" haben wir einen Tisch fürs Abendessen reserviert und sind dann weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz "Waterfoot" gefahren. Ein wunderschöner Platz am Meer. Dass wir uns an einem sehr geschichtsträchtigen Ort befinden, haben wir erst dort gesehen. Waterfoot war nämlich von Mitte des 18. bis Mitte des 19. Jhdts ein berühmter Hafen, von dem aus die schottischen Auswanderer nach Amerika verschifft wurden. Jetzt erinnert nur mehr eine verwitterte Gedenktafel an diese Geschichten.
    Außerdem durften wir die schottische Gastfreundschaft kennenlernen. Kaum standen wir 20 Minuten da, kam ein älteres Paar vorbei und hieß uns herzlich willkommen in Schottland, freute sich darüber, dass wir genau an diesem Platz übernachten wollten und erzählte uns einiges über die Geschichte dieses Ortes.
    Am Abend gingen wir also Essen und ich muss jetzt mal meine Vorurteile bezüglich schottischer Küche revidieren. Es war nämlich ausgezeichnet.
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  • United Kingdom und Linksverkehr

    3 giugno 2023, Inghilterra ⋅ 🌬 16 °C

    Gefahrene Strecke: 572 km ohne Fähre

    Heute sind wir schon um 7 aufgestanden, um alles flott zu machen, tanken und um 9 Uhr an der Fähre zu sein, die um 10.00 ablegte. Schon komisch, die akribischen Grenzkontrollen innerhalb Europas. Sogar in jedes Fach unseres Wohnmobils haben sie geschaut.

    Aber ging alles gut. Die Überfahrt nach Dover dauerte 2 Stunden.
    In Dover runter von der Fähre und ab in den Linksverkehr. Da kommen schon gleich mal 3 Trainingskreiaverkehre. Panik im ersten, Schweißausbrüche im zweiten und im dritten geht's schon problemlos. Und ab dann geht's easy.

    Wir fahren zügig Richtung Norden, vorbei an London, an Manchester bis nach Lancaster, wo wir nach 7 Stunden Fahrt (viel Stau um London) beschließen, zu übernachten. Der Übernachtungsplatz ist nicht schön, aber als Zwischenstopp für eine ruhige Nacht ok.
    Es gibt Spargel mit Kartoffeln und Käse
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  • Anreise nach Schottland

    2 giugno 2023, Lussemburgo ⋅ ☀️ 13 °C

    Gefahrene Strecke: 610 km und 440 km
    So, jetzt sind wir auf der Anreise nach Schottland. Ist doch ein weiter Weg. 1050 km nur bis zur Fähre nach England.
    Gestern Start zu Hause um 10.30. Gefahren sind wir dann 610 km bis Mondorf-les- Bains in Luxemburg. Dort gibt es einen feinen kostenlosen Wohnmobilstellplatz. Luxemburg hat übrigens den billigsten Diesel der ganzen Reise.
    Die Fahrt war bis auf die übliche nervenaufreibende Tour über den Fernpass ganz ohne Hindernisse.
    Heute fuhren wir dann die 440 km weiter bis nach Gravelines in die Nähe von Dünkirchen-Dunkerque, von wo aus morgen früh um 10.00 unsere Fähre nach Dover geht. Jetzt stehen wir auf dem Campingplatz Le Plage.
    Es weht ein kalter Wind, deshalb ist unser Spaziergang an den geschichtsträchtigen Strand von Dünkirchen sehr kurz ausgefallen. Da es weit und breit keine offenen Restaurants gibt, haben wir uns mit Caprese und Spargelrisotto selbst versorgt.
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  • Am Hafen von Olbia

    20 maggio 2023, Italia ⋅ 🌧 17 °C

    So, Endspurt. Am Hafen von Olbia warten wir auf die Abendfähre. Der Himmel weint wegen unserer Abreise 😀. Oder will er uns mit dem nassen Fetzen vertreiben? 🤔

    Danke, Sardinien. Schön wars

  • Capo testa und la Valle della Luna

    19 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 84 km
    Heute sind wir nach Capo Testa gefahren. Capo Testa ist das nordwestlichen Cap Sardiniens. Von dort kann man deutlich Bonifacio auf Korsika sehen. Korsika ist von hier quasi nur einen Steinwurf entfernt.
    Obwohl uns der Wettergott auch heute in Stich lässt,kann ich nur sagen: Ein absoluter Traum. Das schönste Cap, das ich je gesehen habe.
    Wir haben etwa 2 km vor dem Leuchtturm geparkt, sind dann zum Leuchtturm gewandert und von dort abgestiegen zu Cala dell'indiana und dann durch das Valle della Luna ( Tal des Mondes), wieder zurück zum Ausgangspunkt gewandert sind. Der Besuch von Capo Testa und die Wanderung über, unter und durch die fantasievoll geformten Granitblöcke ist ein absolutes Highlight und ein Muss für jede/n Sardinienreisende/n.

    Nach der Wanderung si d wir dann zu einem wunderschönen Übernachtungsplatz am Meer gefahren, an der Costa Serena bei Porto Pollo. Leider können wir diesen Platz so gar nicht genießen, weil es gerade in Strömen regnet.
    Das ist heute unsere letzte Nacht auf Sardinien. Morgen Abend geht unsere Fähre von Olbia nach Livorno und dann fahren wir direkt nach Hause.
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  • Traumlandschaft am Monte Pulchiana

    19 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 16 °C

    Gestern Vormittag sind wir zunächst noch nach Isola rossa frühstücken gefahren und dann ganz gemütlich weiter zum Agriturismo La Cerra auf dem Gemeindegebiet von Tempio Pausania. Ganz toller Agriturismo zwischen Korkeichen und Granitblöcken in unmittelbarer Nähe des größten Monolithen Sardiniens, des Monte Pulchiana. Die Zufahrt ist herausfordernd, aber machbar. Wohnmobile wie unseres stehen keine dort, nur Kastenwägen.
    Hier richten wir uns ein. Am Abend dann gibt es ein köstliches 4 gängiges Menü des Hauses aus nahezu ausschließlich eigenen Produkten, dazu eine Flasche Rotwein aus der Produktion des Nachbarn.

    Heute machten wir eine Wanderung in dieser beeindruckenden Landschaft aus Granitblöcken und Macchia. Das Wetter scheint schlechter zu werden, daher wandern wir sehr zügig durch die manchmal undurchdringlich scheinenden Sträucher und Büsche. Wir kommen ganz nahe an den Monte Pulchiana. Hinauf gehen wir nicht, das bleibt Klettrer*innen vorbehalten.
    Passende Wander- und Kletterempfehlungen bekommt man übrigens im Agriturismo von Chiara, der Tochter des Hauses, aber auch von deren Vater.
    Am Abend nochmal tolles Essen im Agriturismo.
    Wir haben bezahlt: 25 € pro Übernachtung und 30 € pro Person und Menü einschließlich Wein und Mirto und Filu ferru (ist ein spezieller sardischer Grappa).
    Heute Abend ist es übrigens saukalt.
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  • Nichtstun am Strand

    16 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Wetter heute war wieder einmal nicht gerade berauschend: windig und relativ kühl. Trotzdem war unser Übernachtungsplatz am Strand von Marinedda (bei Isola Rossa) einfach super. Wie beschließen, noch einen Tag zu bleiben und es uns gemütlich zu machen. Wir spazieren am späteren Vormittag die paar km in den Ort Isola Rossa, ein reiner Fremdenverkehrsort. Dennoch hat die eine oder andere Bar und das eine oder andere Restaurant geöffnet, sodass wir zu unseren Cappuccini und Cornetti kommen. Aber Isola rossa muss man wirklich nicht besuchen.
    Auf dem Rückweg wollen wir noch in den Supermarkt am Ortsanfang gehen. Der hat uns aber gerade vor der Nase zugesperrt. Mittagspause. Aber nicht nur wir stehen vor verschlossenem Tor.
    Denn innerhalb des eingezäunten Platzes steht ein Italiener mit seinem Lieferwagen. Den haben sie übersehen und eingesperrt. War aber dann sehr kurzweilig, weil wir uns mit ihm und seiner Frau, die schließlich auch aus dem Wagen kam, blendend unterhalten haben. 2 Fiorentiner*innen, die hier gerade ihr Ferienhaus auflösen.
    Den Nachmittag verbrachten wir zunächst in einer Strandbar und dann mit lesen und kramen im Wohnmobil. Richtig gemütlich.
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  • Lago di Coghina - Isola Rossa

    15 maggio 2023, Italia ⋅ ⛅ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 75 km
    In der Früh sind wir heute noch zum Lago di Coghinas spaziert. Eigentlich wollten wir über die Staumauer gehen und eine schöne Runde machen. Leider ist der Zugang zur Staumauer dermaßen versperrt, dass es nicht einmal gelingt über den Zaun zu klettern.
    Also das Ganze wieder zurück und dann fahren wir weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz in Isola Rossa am Strand von Marinedda. Hier ist es wirklich wahnsinnig schön, wenn auch überhaupt nicht einladend zum Baden oder Am-Strand-Liegen. Wir machen noch eine tolle Klippenwanderung am Nachmittag und genießen dann den Abend am Meer nebst Sonnenuntergang.
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  • Stintino - Lago di Coghinas

    14 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 124 km
    Der heutige Tag war zwar sehr interessant und lehrreich, aber auch mit mühsamer Fahrerei verbunden. Und hier, wo wir jetzt sind, am Lago di Coghinas, ist es wunderschön. Es gibt halt kein Internet, sodass ich den Blog erst in den nächsten Tagen uploaden kann.
    Aber der Reihe nach. In der Früh fahren wir nach Porto Torres. Die Stadt liegt am Golf von Asinara und ist eine Hafenstadt. Von hier gehen die meisten Fähren zwischen Sardinien und Korsika. Eigentlich wollten wir uns die berühmte römische Brücke anschauen, aber die ist ziemlich zugewuchert und dem Verfall preisgegeben. Rundherum gibt es ein paar römische Ausgrabungen und den Torre Aragonese am Hafen.
    Wirklich sehenswert habe ich in der Stadt nichts gefunden, aber wie immer hat mich das Treiben am Hafen fasziniert.
    Dann fuhren wir weiter etwas ins Landesinnere zur Kirche Santissima Trinità di Saccaragia. Eine wunderschöne Kirche im Pisanischen Stil. Steht ganz allein auf weiter Flur. Absolut sehenswert. Und das sage ich obwohl ich Kirchen in der Regel gar nichts abgewinnen kann.
    So eine ähnliche Kirche, aber viel kleiner, gibt es ein paar km weiter, in Bulzi, auch noch. Die schauen wir uns auch noch an. Und hier bekommen wir für den Eintritt von 4€/Person eine persönliche Führung von Claudio. Sehr interessant.
    Und dann gings weiter zu dem Platz, an dem wir jetzt sind. Die Fahrt war herausfordernd, die Straßen eng mit Schlaglöcher, zum Schluss Schotterpiste mit Bäumen, die in die Straße hereinwuchern. Aber ging alles gut und jetzt stehen wir auf einem wunderschönen Platz, nichts ist zu hören außer Kuhglocken. Die Kühe sehen wir nicht.
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  • Tramariglio - Stintino

    13 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 95 km
    Heute ist tatsächlich ein richtiger Regentag. Also wird nichts aus unserer Wanderung zum Torre della Pegna. Also beschließen wir weiterzufahren.
    Zunächst fahren wir ans Kap, also nach Capo Caccia. Dort ist auch der Eingang zur Neptungrotte, der größten Tropfsteinhöhle Sardiniens. Wider Erwarten ist dort ziemlich Einiges los und es gibt kaum Parkplätze. Wir fragen uns, wie das hier im Sommer geht. Wir wollen aber nicht in die Höhle, sonder auf den Leuchtturm von Capo Caccia. Geht aber nicht, weil alles militärische Zone ist.
    Zwischen Tamariglio und Capo Caccia kann man übrigens zu dieser Jahreszeit nahezu überall mit dem Camper frei stehen.

    Da es regnet, haben wie auch gar keine Lust, anderweitig auf den diversen Felsen herumzuturnem und so fahren wir weiter nach Argentiera an Sardiniens Nordwestküste. Der Ort ist ei e verlassene Bergbausiedlung. Bis 1963 wurde hier Silber abgebaut und im Ort war reges Treiben. Jetzt ist der Ort verlassen und die verfallenen Bauwerke der ehemaligen Minen und Wohnhäuser wirken trostlos und morbide. Es werden (oder wurden) Versuche unternommen, den Ort wiederzubeleben und in irgendeiner Form touristisch zu beleben. Aber offensichtlich blieb es beim Versuch.
    Nach einem ausführlichen, interessanten Spaziergang im Ort fuhren wir weiter nach Stintino am nordwestlichen Zipfel Sardiniens. Und hier begegnen wir auf unserer Sardininienreise zum ersten Mal dem touristischen Wahnsinn. Stintino ist für Surfer und Kiter ein Paradies, wirklich. Aber was hier an größenwahnsinnigen Bausünden begangen wurde, lässt den Tiroler Tourismus vor Neid erblassen. Eine ganze Satellitenstadt mit allem, was zu einer Stadt gehört wurde in der Nähe von Stintino aus dem Boden gestampft. Derzeit ist weder ein Haus bewohnt noch hat eine Bar oder ein Geschäft geöffnet. Geisterstadt. Natürlich wird es im Sommer belebt sein, aber da geht es um 3 Monate. In der übrigen Zeit steht das Zeug leer und der Zahn der Zeit nagt an ihm.
    In Stintino schauen wir eine Zeit lang den Surfern zu, der Wellengang ist beachtlich, trinken Cafè in der Bar am Strand und fahren dann auf den Campingplatz La Pineta etwas südlich von Stintino.
    Feiner Platz sehr liebevoll instand gehalten, kostet 25€ plus Dusche extra.
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  • Cala de la Barca und Monte Timidone

    12 maggio 2023, Italia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute bleibt das Auto stehen. Es ist wieder Wandertag. Wie gesagt: Der Plan war ja vom Besucherzentrum des Parks von Porto Conte aus auf den Monte Timidone zu gehen.
    Porto Conte ist übrigens s eine fast kreisrunde Bucht nördlich von Alghero mit dem Parco faunistico, Pinien- und Eukalyptuswälchen und dahinter die zackige Felskulisse von Capo Caccia.
    Von unserem Parkplatz aus aber gibt es einen Wegweiser zum Monte Timidone und laut dem müssen wir nicht zum Besucherzentrum zurück.
    Unser Fußweg führt uns vorbei am Gefängnismuseum, das in den alten Mauern des Gefängnisses von Tamariglio untergebracht ist. Das war ein Gefängnis für aufständische Bauern. Hier gibt es aber noch eine Reihe andere Gebäude dieses ehemaligen Gefängniskomplexes, u.a. auch die Villa des Gefängnisdirektors.

    Um in den Park zu kommen gibt es einen markierten Weg, der uns nötigt, über den Zaun dieses Gefägniskomplexes zu klettern. Von dort marschieren wir dann los zur Cala della Barca. Eine Wahnsinnsbucht, die man einfach gesehen haben muss.
    Und dann geht's weiter auf den Monte Timidone, der zwar nur 361 m hoch ist, aber einen sagenhaften Ausblick bietet. Und: Es ist genauso kalt da oben, wie auf einem richtigen Berg. 😉
    Die Wanderung ist nicht zu unterschätzen: Obwohl wir nur 361 hm bewältigen müssen (ja, wir starten bei null) legen wir doch immerhin 15 km zurück.
    Das war es dann für heute
    Zurück auf unserem Parkplatz wollen wie es uns gemütlich machen, bis wir plötzlich ein eigenartiges Geräusch hören. Da marschiert ungefähr 5 m neben uns eine Wildsau mit ihren Jungen durchs Gebüsch. Die halten sich noch eine Zeil lang in unserer Nähe auf und ignorieren uns komplett. Irgendwann verziehen sie sich wieder ins Gebüsch.
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  • Bosa-Alghero-Spaggia di Tamariglio

    11 maggio 2023, Italia ⋅ ☀️ 19 °C

    Gefahrene Strecke: 69 km
    In Bosa haben wir heute noch gefrühstückt, in einer Bar an der zentralen Kreuzung. Da spielt sich das morgendliche Leben des Ortes ab. Ich finde es immer sehr spannend, das zu beobachten.
    Von Bosa sind wir dann die Küstenstraße nach Alghero gefahren, wo wir ein bisschen außerhalb am Straßenrand geparkt haben.
    Alghero war über 400 Jahre lang eine katalanische Enklave. Die sardischen Bewohner wurden quasi über Nacht umgesiedelt und durch katalanische ersetzt – und so sprechen noch heute viele meist ältere Einwohner Algheros den katalanischen Dialekt Algherese.
    Über dem Rathaus weht neben der sardischen, italienischen und europäischen Flagge auch die katalanische. Eine begehbare Stadtmauer ist noch zu einem großen Teil erhalten.
    Die Stadt an sich wirkt quirlig und lebendig. Viele kleine Geschäfte finden sich in der Fußgängerzone.
    Berühmt ist Alghero auch wegen seiner Korallen und der Langustenfischerei.
    Die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

    Nach zwei-drei Stunden Alghero fuhren wir dann weiter Richtung Capo Caccia.
    Dort wollen wir 2 -3 Tage bleiben und ein paar Wanderungen machen. Denn dort, in der Bucht von Porto Conte, gibt es den Parco di Porto Conte, mit unendlich vielen Wandermöglichkeiten. Auf unserer Strecke liegt das Besucherzentrum des Parks. Dort haben wir schon mal Informationen eingeholt, erfahren, dass man mit dem Auto einen Teil des Parks befahren kann, aber nicht im Park übernachten darf. Interessiert uns eh nicht, mit dem Auto in den Park zu fahren. Außerdem: Der Eintritt in den Park kostet 8 € pro Person.
    Mit diesen Informationen beschließen wir, morgen wieder zu kommen und eine unserer geplanten Touren zu machen. Jetzt brauchen wir nur noch einen Übernachtungsplatz. Den finden wir ein paar km weiter in Tramariglio. Ein großer Parkplatz, wahrscheinlich für den Strand und wir sind ganz allein.
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  • Sennariolo - Bosa

    10 maggio 2023, Italia

    Gefahrene Strecke: 45 km
    In der Nacht hat es ganz schön geregnet und gestürmt. Im Wohnmobil ist der Regen immer besonders laut und hört sich nach mehr an, als es ist.

    Heute fahren wir zunächst weiter nach Bosa. Schon von Weitem sieht man das mächtige Kastell, die Festung Malaspina aus dem 12. Jahrhundert, welches die Silhouette der mittelalterlichen Stadt prägt.
    Die mittelalterliche Altstadt in ihrer heutigen Form entstand zum größten Teil nach der Errichtung des Kastells und zieht sich in dessen Schatten den Berg hinauf.

    Der Temo, der einzige schiffbare Fluss Sardiniens, verleiht der Stadt ihre besondere Atmosphäre: Palmen, prachtvolle Bürgerhäuser und bunte Fischerboote säumen sein Ufer. Jenseits des Temo steht noch heute die alte Gerberei, die der Stadt einst zu ihrem Wohlstand verhalf: Bosa war ein wichtiges Zentrum der Fell- und Lederverarbeitung.
    Das Herz der Altstadt bildet der mit Granit gepflasterte Corso Vittorio Emanuele. Von hier aus verliert man sich
    im Gewirr der pittoresken kleinen Gassen der „Sa Costa“, mit ihren verwinkelt angeordneten bunten Häusern, die nahezu alle zum Verkauf stehen.
    Zahlreiche Treppen und Gassen führen von der Altstadt aus hinauf zum verfallenen Castello Malaspina. Von hier bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf Altstadt.

    Bevor wir wirklich weiterfahren, fahren wir noch an der Kirche San Pietro Extramuros vorbei.

    Punkt halb vier kommt der Pförtner, öffnet die Eingangstor, kassiert 8€ von uns und setzt sich dann wieder zwecks Smartphonarbeit in sein Auto

    Inmitten einer üppigen Gartenlandschaft steht San Pietro "außerhalb der Stadtmauern". Das balkengedeckte Hauptschiff dieser ältesten romanischen Kirche Sardiniens beeindruckt durch archaische Schlichtheit.

    Von hier fahren wir dann am späteren Nachmittag noch ein paar km ins Landesinnere nach Tinnura, das uns wegen eines Tierkreiszeichen-Brunnens und wegen der Murales interessiert. Und was soll ich sagen: Ein kleiner, bezaubernder Ort mit einem tatsächlich sehr interessanten Brunnen der Tierkreiszeichen. Nichts Antikes, sondern erst knapp 20 Jahre alt und sehr gelungen. Besonders schön finden wir auch die Murales.

    Zum Abschluss kehren wir in der Wine-Bar "A casa mia" ein, wo wir unter einem Wahnsinns- Marillenbaum köstlichen Malvasier kosten, der hier in der Gegend angebaut wir. Mit dem Wirt, der ein sehr interessanter Typ ist, entspann sich ein interessantes Gespräch über Weinbau, Marillenverarbeitung, Kunst und Künstler in Tinnura usw.
    Dann kamm noch eine kleine italienische Reisegruppe aus Verona, mit denen wir uns kurz unterhalten haben und die dann unsere Zeche bezahlten "perchè siete delle persone molto simpatiche" 😍😘
    Von Tinnura fuhren wir aber dann wieder zurück nach Bosa, wo wir auf einem Parkplatz am Temo übernachten.
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  • Ein paar km weiter nach Sennariolo

    9 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute nur 8 km gefahren.
    Zuerst aber haben wir beim Torre noch eine schöne Rundwanderung an der Küste gemacht und dann einen gemütlichen Nachmittag mit lesen, schreiben und Ordnung machen.
    Gegen 5 sind wir dann die Rumpelpiste zurückgefahren bis zur Abzweigung Santa Vittoria. Von dort waren es dann noch 600 m bis zum Restaurant La Rosa dei Venti. Dort gibt es einen Stellplatz, der alles kann. Angeblich gibt es sogar warme Dusche, stellte sich aber dann als Outdoor Solardusche heraus, die natürlich nur bei schönem Wetter funktioniert. Heute hat's ja gut geklappt. Der Platz kostet 18 €, außer man isst im zugehörigen Restaurant, dann ist der Platz kostenlos. Wir haben gern die Chance genutzt, wieder Mal im Restaurant zu essen. Sehr sympathisches Lokal, nette Betreiber*innen, gutes Essen aus lauter heimischen Produkten, aber doch etwas überteuert. War alles in allem aber ein feiner Abend.Leggi altro

  • Sinis Halbinsel - Turre de foghe

    8 maggio 2023, Italia ⋅ ☁️ 19 °C

    Gefahrene Strecke: 64 km
    Das Wetter lässt etwas zu wünschen übrig. Immer dieser Mistral, der es relativ kühl macht. Wir gehen von unserem Übernachtungsplatz bis an das Ende der Halbinsel Sinis zum Leuchtturm. Die Strecke ist etwa 6 km lang und archäologisch interessant.
    Irgendwie wirkt die Gegend, trotz ziemlich einiger Ferienhäuser, total ausgestorben. Dennoch gibt es dann um den Ort San Giovanni viele Bars und Restaurants, von denen einige geöffnet haben.
    Der Weg geht immer in Meereshöhe und wir kommen zunächst zu den Ruinen der antiken Stadt Tharros: An dieser Stelle errichteten die Phönizier im 8. Jahrhundert v. Chr. eine Stadt und nutzten diese als Handelsniederlassung. Auf einem Hügel entstand die Stadt Tharros, die später von den Puniern eingenommen wurde und als bedeutender Handelshafen galt. Nachdem die Römer die Punier besiegt hatten, fiel Tharros in die Hände des Römischen Reiches. Viele antike Völker haben also ihre Spuren in Tharros hinterlassen, so dass der Ort auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann.
    Heute sieht man noch die Überreste eines römischen Tempels. Sonst eigentlich nur jede Menge Trümmer, die derzeit noch von Wissenschafter*innen akribisch analysiert werden. Um einen guten Eindruck von Tharros zu bekommen, muss man das Gelände nicht unbedingt betreten und Eintritt zahlen. Es ist von außen gut einsehbar und vor allem wegen seiner Lage beeindruckend. Gegenüber von den Ausgrabungen, auf einer Anhöhe la torre di San Giovanni. Zu diesem Turm muss man schon wegen der herrlichen Aussicht hinaufgehen. Ca. 1,5 km weiter kommen wir dann zum Leuchtturm von Capo San Marco, der aber nicht besucht werden kann, weil die Zone, auf der er steht, militärisches Sperrgebiet ist.
    Auf dem Rückweg besuchen wir noch die Chiesa di San Giovanni di Sinis
    Sie steht an dem Ort, an dem vorher zunächst eine phönizisch-punische Nekropole und dann ein christlicher Friedhof lag und ist eine der ältesten Kirchen Sardiniens: sie wurde in der byzantinischen Zeit, um das 6. Jahrhundert n. Chr., aus Sandbausteinen gebaut. Es handelte sich bei der Kirche vermutlich um eine Taufkapelle.
    Nach so viel Kultur fuhren wir dann weiter zum Turre de foghe, weiter nördlich, schon ganz in der Nähe von Bosa. (Liegt auf dem Gemeindegebiet von Tresnuraghes)
    Die Fahrt dorthin ist wieder einmal eine riesige Herausforderung über Rumpelpisten, dass wir für 5 km eine halbe Stunde brauchen. Aber es lohnt sich. Der Platz dort ist ein Traum und wir genießen eine wunderschönen Abend und erleben zum ersten Mal auf Sardinien einen traumhaften Sonnenuntergang.
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  • Su Nuraxi und dann weiter ans Meer

    7 maggio 2023, Italia ⋅ ☀️ 22 °C

    Gefahrene Strecke: 92 km
    11 km von Baradilli entfernt liegt Sardiniens größte Nuraghensiedlung Su Nuraxi di Barumini. Die haben wir heute besucht.
    Ein Kilometer außerhalb des Orts Barumini, am Nordrand der Hügellandschaft Marmilla, thront die best erhaltenste Großnuraghe Sardiniens. 1949 nach schweren Regenfällen und Erdrutschen wurde sie entdeckt und 1997 erklärte sie die UNESCO zum Weltkulturerbe.
    Noch weiter außerhalb liegen ca. 150 Fundamente ehemaliger Rundbauten, einer Dorfanlage aus der Zeit 1200 v.Chr. wohingegen der innere Nuraghenkern aus der Zeit 2000 v.Chr. stammt.

    Die Funktion dieser Nuraghen ist bis heute umstritten. Wahrscheinlich waren es Kultstätten und bei Bedarf Verteidigungsanlagen. Über das Volk, das diese Nuraghen gebaut hat, ist so gut wie gar nichts bekannt. Denn erstaunlicherweise hatten die keine Schrift- bzw. Zeichensprache und somit gibt es diesbezüglich keine interpretierbaren Funde.
    Und noch etwas: Nuraghen gibt es ausschließlich auf Sardinien.

    Nach diesem sehr lehrreichen Vormittag fuhren wir nun weiter ans Meer und zwar auf die Halbinsel Sinis. Auf dem Weg erledigten wir noch den Einkauf. Jetzt stehen wir auf einem schönen Parkplatz etwas oberhalb vom Strand.
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  • Archäologische Wanderung

    6 maggio 2023, Italia ⋅ ☀️ 24 °C

    Gefahrene Strecke: 77 km
    Wir haben also am Parkplatz der Grotta su Mannau übernachtet. In der Früh bekamen wir überraschenden Besuch von einer Ziegenherde.
    Die Grotte haben wir aber nicht besucht
    Dennoch haben wir die notwendigen Infos über diese Grotte eingeholt. Einen Besuch haben wir uns erspart, weil wir hier schon 2 Grotten besucht haben.
    Wasser, Stein und Zeit – diese drei Elemente braucht eine Grotte, um zu wachsen. Die Grotte Su Mannau in Fluminimaggiore ist eine der schönsten und größten Grotten in ganz Sardinien – und mit ihren permanent 16 Grad eines der angenehmen Ausflugsziele auf der Insel speziell im Sommer.
    Su Mannau ist immer noch dabei, sich zu entwickeln. Während andere Grotten bereits fossil werden und sich wegen der klimatischen Veränderungen in einer Art Stillstand befinden.

    Die Grotte also nicht, dafür aber doch eine archäologische Wanderung durch das Antas- und Mannau Tal. Von Archäologie ist aber bei dieser Wanderung nicht allzu viel zu sehen. Nur der Ruinenkomplex des Tempio von Antas und die Überreste einer Nuraghensiedlung.
    Die Tour heute ist recht gemütlich und dauert knappe 3 Stunden. Der Weg ist zwar gut markiert, aber auch die Markierungen lassen viele Möglichkeiten offen. Thomas hat sich aber die tolle tschechische App heruntergeladen (mapy.cz), die uns schon gleich beim ersten Mal gute Dienste geleistet hat.

    Am Abend fahren wir dann weiter nach Baradilli. Dort gibt es eine kostenlose Area Sosta Camper, mit Strom, Wasser, Ver- und Entsorgungsmöglichkeit und warmer Dusche.
    Baradilli hat noch etwas ganz besonders: Es ist die kleinste Gemeinde Sardiniens mit 77 Einwohnern. Aber 3 Pizzerie/Restaurants. Eine Pizzeria haben wir heute besucht: Sa scolla. Der Besitzer hatte die Idee, in der größten (Cagliari) und kleinsten Gemeinde Sardiniens ein Lokal zu eröffnen. Und siehe da: Das Lokal ist riesig, hat sicher 70 Plätze und wurde im Laufe des Abends tatsächlich voll.
    Wirklich gute Pizza und guter Wein.
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