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- 2017年12月28日木曜日 22:18
- ⛅ -1 °C
- 海抜: 531 m
スイスSarmenstorf47°18’36” N 8°15’6” E
Auszug/Wegzug/Weiterzug

Die Zeit ist gekommen! Raus aus unserm trauten Heim, verbringen wir die letzten Tage vor Abflug im Zwischenlager - im letzten Haus, im obersten Stock, im hintersten Eck, mit sauengem Treppenaufgang. Ein Hoch auf unsere Zügelhelfer! Dafür gab's danach Rauchwürste, und Pizza gab's auch, und danach Glühwein. Ein Prosit auf unsere letzten Tage in der Schweiz!もっと詳しく
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- 2017年12月31日日曜日
- ☀️ 11 °C
- 海抜: 531 m
スイスSarmenstorf47°18’31” N 8°14’53” E
Die Reise hat begonnen ...

So, dann melde ich (rechts auf dem Profil-Bild) mich auch mal zu Wort auf diesem Kanal. Ein paar Nettigkeiten für unsere lieben Freunde der Zügel-Crew hat Sue ja schon verteilt. Habt ihr toll gemacht. Danke. So, nachdem die aktuellen Wettquoten für die Dauer unserer Reise aufgrund der mir angeschwatzten Anpassungsunfähigkeit eher 1 Monat als 1 Jahr voraussagen, lasse ich gerne alle Zweifler und Schwarzmaler an meinem Gemüts- und Geisteszustand teil haben. Aktuell: ach, lassen wir das! Oder wie soll es einem schon gehen, wenn man seine grandios gemütliche Attika-Wohnung mit Whirlpool und Bergsicht gegen das ehemalige Kinderzimmer vom kleinen Bruder tauscht? Und der verdammte Tesla ist auch schon weg. Kommt dazu, dass scheinbar kein Zügeln ohne Kollateralschäden auskommt. Egal wie viele Decken und Tücher man besorgt, egal wie oft man darauf hinweist wie sehr man doch an seinen (Hochglanz-) Dingen hängt, zum Schluss grinsen einem diese scheiss Kratzer förmlich ins Gesicht. Verdammte Sherpas. Aber klar, man lässt sich nichts anmerken, stellt kühles Bier und was zum Essen auf den Tisch und bedankt sich bei seinen Freunden für die fantastische Team-Leistung. Toll gemacht, verdammte Sherpas. So, trotz all der Anstrengungen wollen wir aber nicht vergessen, dass wir seit den Weihnachtstagen eigentlich jeden Abend gute Gründe und Gesellschaft gefunden haben, uns die verbleibende Zeit auf gefühlten vier Quadratzentimeter Wohnfläche schön zutrinken ... Das klappt soweit also ganz gut (war ja auch nicht anders zu erwarten) und wird auch heute nicht anders aussehen, von daher, Stimmung aktuell: Dank Bratkartoffeln und Röselichöhl den xten Kater in Folge zügig überwunden und schon beinahe wieder euphorisch. Guete Rutsch und Prost!もっと詳しく
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- 2018年1月8日月曜日 16:07
- 🌫 7 °C
- 海抜: 972 m
オーストリアGaschurn46°59’9” N 10°1’46” E
Vor dem Reisen kurz verreisen ...

Servus
Aus Österreich. Das gehört zwar noch nicht zu unserer Weltreise, ist aber auch eine Reise wert. Nachdem unsere Abreise in Richtung Argentinien immer näher rückt und wir uns in der Zwischenzeit auch wirklich richtig darauf freuen, wollten wir die Skisaison nicht komplett verpassen. Und der Gedanke ein ganzes Jahr (oder mehr) jeden Tag und fast immer zu zweit zu verbringen, hat bei Susi und Strolch zeitweise etwas Beklemmung (ergo Durst) ausgelöst. Worauf wir entschieden haben, wir brauchen ein wenig Zeit für uns, zu zweit ... quasi zum üben. Also ab nach Gaschurn im schönen Vorarlberg. Wem Gaschurn kein Begriff ist, man kann hier auch suuuper Tennis-Trainingslager durchführen. Der Gerd die schnappatmige Quasselstrippe macht das mit der Tennishalle wirklich toll (https://atphero.wordpress.com/2017/11/21/traini…).
Und dann gilt es ja noch unser neustes Gadget - eine schnuckelige Mini-Drohne namens Spark - auszuprobieren und für unsere Reise einsatzfähig zu machen. Da kommen uns Berge und atemberaubende Panoramen (oder Panoramas? Egal...) natürlich gerade recht. Bilder folgen, aber zuerst üben wir jetzt ein wenig Zweisamkeit. Wann immer möglich in der Nähe einer Skihütte oder Apres-Ski-Bar, man weiss ja nie und wenn es hart auf hart kommt und die Stimmung kippt hilft Alkohol. Immer.
Servus
PS: Nach vereinzelten Feedbacks (und Drohungen nie mehr in unserem Zügel-Team mitzuwirken) sehe ich mich genötigt, hier kurz und armselig Stellung zu nehmen. Irgendwie jämmerlich, aber für meine Freunde gehe ich natürlich so weit (und noch viel weiter): Die im letzten Bericht verfasst Kritik bezüglich durch Sherpas zerkratzte Möbelstücke richtete sich ausschliesslich gegen die Situation als solche und den Umstand der visuellen und monetären Abwertung unserer Besitztümer und in keiner Form an Personen persönlich oder das Zügel-Team als Ganzes. Wir sind Euch nach wie vor unendlich dankbar für die Hilfe, und ja, ich zahle de no eis! XOXOもっと詳しく
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- 2018年1月15日月曜日 23:44
- 🌧 4 °C
- 海抜: 534 m
スイスSarmenstorf47°18’31” N 8°14’52” E
Und wenn einmal der Abschied naht …

… sagen alle das hab ich schon immer ge-ahahahahahhhnt! (https://www.youtube.com/watch?v=7dqmM17PB_Q)
Der kurze Abstecher in die Österreichischen Vorarlberge war ein voller Erfolg. Die Drohne fliegt (zum Glück oft von ganz alleine) und niemand kam ernsthaft zu Schaden. Skifahren ging auch einigermassen und die gewohnt beschissene und äusserst beschwerliche Anreise auf Skiern zur legendären (Sch-)Lammhütta oberhalb Gachurns hat sich auch wieder gelohnt.
Nun ist es aber (wirklich) bald so weit, am Mittwoch gehts nun endlich los. Und um die Verkehrssituation an Baregg, Gubrist und sonstigen Zufahrtsstrassen zum Flughafen nicht unnötig zu belasten, haben wir eigensinnig und ohne jegliches Feingefühl entschieden, dass uns niemand zum Flughafen begleiten soll. Also begleiten darf. Niemand. Unsere Reise beginnt in Sarmenstorf, wo wir am Mittwoch kurz nach der Mittagszeit in den Bus steigen werden. Und dann wars das für die Hinterbliebenen bzw. die Daheimbleibenden. Ehrlich gesagt machen wir das nicht wegen der zu erwartenden massiven Verkehrsbelastung, sondern weil wir zwei emotionsgeladenen Sicherheitsfanatiker wohl völlig aufgelöst und panisch vor dem was kommt, unsere Flug-Tickets an der Bye-Bye-Bar in reinem Vodka auflösen und trinken würden, bevor wir unsere Mütter anflehen uns nach Hause zu fahren und zuzudecken … Nein, auch Quatsch, wir haben einfach kein Lust auf das “ganze Glätsch” am Flughafen. Besser auf dem Lindenplatz, dann gehen alle völlig aufgelöst noch zum Ruckli und kompensieren die durch unseren Abgang entstandene fast unerträgliche Leere mit reichlich Schokolade, was dann wohl als “Unterstützung des lokalen Gewerbes” auf unserer Haben-Seite verbucht werden darf.
Bevor wir unseren (vor-)letzten “Tag 0”-Beitrag schliessen, bedarf es einer kurzen Erwähnung des Zunftbots vom letzten Samstag. Nach einem kniffligen Auswahlverfahren mit allerlei komödiantischen Tanzeinlagen von 3 Pärchen gebildet aus 2 Frauen und 4 (teils stämmigen und kaum mehr ansprechbaren) Männern, wurde uns unser guter Freund Tobias “Roggi” Roggwiller als neuer Zunftmeister vorgestellt. Ich gebe zu, ich war wirklich überrascht, war ich mir doch bis zur allerletzten Sekunde in der dem Tobi Kaufme die Schlagsahne in die Fresse flog sicher, dass er es dieses Jahr werden würde. Gratuliere, beiden! Wer sich nun auf den lang ersehnten und oftmals kolportierten Einzug von “Roggi de Blätzer” mit den noch öfters angekündigten 8 Majoretten freute, der wurde herbe enttäuscht. Vorerst. Denn die diesjährige Fasnacht als “Roggi de Wildi” mit zwei Majoretten, reichlich Captain Morgan und eiserner Faust zu regieren (die Wiedereinführung des “jus primae noctis” stand übrigens ganz oben auf seiner Liste, natürlich nur bis er sich für ein Leben mit Damaris entschied), trifft es äusserst genial auf den Punkt. Zumindest für die die ihn und sein Umfeld kennen. Der Rest hat (wie der Kurt, die blöde Sau, jeweils bei den ATP Berichten) wahrscheinlich schon nach dem ersten Absatz aufgehört zu lesen. Auch gut.
Also, tschüss.もっと詳しく
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- 2018年1月16日火曜日 18:08
- 🌧 5 °C
- 海抜: 534 m
スイスSarmenstorf47°18’32” N 8°14’51” E
Duu hast die Haaaare schön ... gehabt.

Shit. Britney, bisches duu?
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- 日1
- 2018年1月17日水曜日 16:42
- ⛅ 1 °C
- 海抜: 438 m
スイスZurich Airport station47°27’5” N 8°33’43” E
Herzliches bye-bye aus der bye-bye-bar

Wir sind dann mal weg.
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- 日1
- 2018年1月17日水曜日 18:14
- 🌙 11 °C
- 海抜: 612 m
スペインMadrid–Barajas Airport40°29’29” N 3°35’29” W
Stopover Madrid

Ausser Fussball nicht viel los ...
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- 日2
- 2018年1月18日木曜日 8:50
- ☀️ 23 °C
- 海抜: 38 m
アルゼンチンFlughafen Buenos Aires-Ezeiza34°48’48” S 58°32’23” W
Erstes Ziel erreicht, Buenos Aires!

Prio 1: Border Control anlächeln, Einreise ok. Prio 2: ... auf Sue warten ...
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- 日4
- 2018年1月20日土曜日 11:24
- ☀️ 27 °C
- 海抜: 43 m
アルゼンチンBuenos Aires34°36’32” S 58°22’45” W
Der Schöne und die Biest

Nun haben wir es also endlich geschafft. Und ihr auch. Ständig und über Wochen davon zu hören, dass man nun für unbestimmte Zeit verreist, sich die ganze Welt anschauen wird und keine Ahnung hat, wann oder ob man jemals wieder arbeiten wird, muss einem irgendwann irgendwie ganz schön auf den Sack gehen. Das ist jetzt vorbei, wir reden nicht mehr nur darüber, wir tun es. Und ja, keine Ahnung wann wir zurückkommen und ob wir jemals wieder arbeiten werden.
Ich könnte jetzt allerlei Dinge über unsere erste Destination schreiben, Positives wie das Wetter, das unglaubliche Fleisch (wie machen die das?!), den Wein, etc. Oder die zwischen zynisch und echt genervt liegenden Dinge wie: "Ein Hostel ist definitiv kein 5* Hotel". Wer zur Hölle kann auf 25 Quadratzentimetern duschen? In welchem Universum serviert man 28-grädigen Rotwein? Aber hey, das interessiert ja doch niemanden und wenn doch, schau Dir die Fotos an!
Viel interessanter ist doch, wieso "Der Schöne und die Biest"? Zuerst aber noch ein ernsthaftes Wort zum Thema Stalking. Es ist ja ok, sich die Flugnummer(n) aufzuschreiben, um sich der sicheren Ankunft der Verreisten zu versichern. Aber die Verspätung in Zürich kundzutun noch bevor sie am Flughafen publik gemacht wurde und die sichere Landung in Argentinien über den Äther zu trällern, noch bevor die Reisenden selber wieder Empfang haben? Naja, Mütter ...
Apropos, nach pünktlichem und erstaunlich professionell koordiniertem Boarding in Madrid, wurde klar, dass die in der App beim Online-Checkin vermeintlich fehlende Sitzreihe vor unseren Sitzen nichts mit unendlicher Beinfreiheit zu tun hatte, sondern eine scheiss Wand darstellte, vor der zu sitzen, zu massiv endlicher Beinfreiheit führt. Jup, genau so hab ich mir das bei Iberia vorgestellt, Trombose-Bomber bis unter die Decke gefüllt mit spanischer Unfreundlichkeit. Aber da war ja noch das Mutter-ähnliche Wesen (etwa in gleichem Alter jedoch mit doppeltem Volumen) zu meiner Linken. Sie war anders. Von Beginn an hatte sie ein Lächeln auf den Lippen und als sie offensichtlich keinen Schimmer hatte, was sie mit dem durch die Crew ausgehändigten Formular für die Einreise tun sollte, suchte sie gedanklich um Hilfe schreiend meinen Blick. Nachdem ich diesen für zirka eine halbe Sekunde erwiderte, säuselte sie mir en paar Laute entgegen - es muss Spanisch gewesen sein -, von denen ich nicht ansatzweise eine Frage oder Information extrahieren konnte. Ich lächelte. Oder war sie gar eine "Flugbegleitung" angeheuert von Stalking-Mam? Als sie weiter auf mich einredete und den visuellen Kontakt mit mir offensichtlich genoss, beendete ich die bis dato nicht entstandene Diskussion mit meinem gewohnt akzentfreien Italienisch: "nono kapische!" ... Mein Lächeln behielt ich an.
12 Stunden später, die Maschine war eben gelandet, wiederholte sich die vor Empathie sprudelnde Konversation, welche ich erneut - diesmal in eindeutig britischem Englisch - einseitig beendete. Ich dachte, das wars. Zeit zum Aussteigen, Koffer holen, hoffen jemand hält ein Schild mit meinem Namen in der Ankunftshalle, etc. Das sah die ältere Dame anders und sie nahm wohl allen Mut (und, wie ihr gleich verstehen werdet, offensichtlich auch sämtliche im Flugzeug anwesende Dreistigkeit) zusammen, um mir via den Mann der sich in der Zwischenzeit einige Reihen vor- und somit zwischen uns gedrängelt hatte (habe ich die spanische Unfreundlichkeit bereits erwähnt?), eine Visitenkarte zuzustecken. Da ich erneut - und für alle Anwesenden sichtbar - kein Wort von ihr verstanden hatte, was ich denn mit dieser auf Papier gedruckten Kontaktinformation anfangen sollte, "übersetzte" der kleine Drängler simultan mit dem eindeutigen Handzeichen für "call me, baby!" (Daumen im Ohr und kleiner Finger vor dem Mund) und einer Art "Chapau-You'reTheMan-Grimasse".
Passiert das gerade wirklich? Ich stecke die Karte ein und lächle, etwas verkrampfter als davor, aber ich lächle. Sue hat das eben Geschehene vorerst als Flirt des kleinen Dränglers interpretiert, was nicht minder schwer zu verkraften gewesen wäre, als dass ich eben von meiner Ersatz-Mutter von Iberia Flug IB6841 angegraben wurde. Die Biest. Doch dann kam der Moment. Mein Moment. Der Kopf wurde ganz klar. Ja, ich wurde eben massiv angeflirtet (die Gütige heisst übrigens Maria Inés A., wie dem Beweisfoto zu entnehmen ist), obwohl ich keinerlei sinnvolle Worte von mir gab. Also muss das in Wallung geratene Blut ausschliesslich auf die äusserlichen Merkmalen zurückzuführen sein. Nachdem ich mich die letzten Tage aufgrund der seit Weihnachten unübersehbar gewachsenen Wampe und neu entstandener Fleischkappe eher auf der Seite "aber er isch wenigschtens nid de Dümmscht" gesehen habe, bin ich mir nun sicher: Die Glatze steht mir! Bescheiden? Ja. Schön? Auch!
Nur eine Person strahlte an diesem Tag noch heller und das war Sue. Sonnencreme hätte das zwar zu verhindern gewusst, aber so konnten wir an unserem ersten Tag gemeinsam um die Wette strahlen und die an der Fasnacht schon oft verloren gegangene Sue in einer Menschenmenge zu verlieren war an diesem Tag nur böswillig möglich ... So haben wir die Zeit in Buenos Aires bisher zusammen verbracht und doch schon einige Walking-Tours absolviert und Spots gesehen. Ist schön hier. Einzig beim "Fluss" trifft diese Beschreibung definitiv nicht zu. Weder optisch noch geruchstechnisch vermag das üble Wässerlein zu gefallen. Mit deutscher Gelassenheit schliesse ich bezüglich der Ursache auf die (wohl unfreiwillige) Aufnahme vieler Kriegsverbrecher in der Nachkriegszeit. Es wird also noch einige wenige Jahre dauern, bis das untergetauchte Pack ausgestorben und der Fluss endlich von der braunen Sosse befreit ist. Vielleicht hat es aber auch eine andere Ursache. Vielleicht frage ich mal jemanden, wahrscheinlich aber nicht.
So, es wird Zeit das nächste Steak-House aufzusuchen und weiter über das Geheimnis der lokalen Fleischzartmacher zu rätseln. Ihr hört von uns, wahrscheinlich aus Montevideo, wo wir ab Sonntag sein werden ... Eine Flugnummer gibt es nicht, wir nehmen die Fähre. Eine Fährennummer gibt es, bleibt aber zum Schutz unserer eigenen Privatsphäre geheim. Sorry Mam!もっと詳しく
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- 日6
- 2018年1月22日月曜日
- ☀️ 25 °C
- 海抜: 39 m
ウルグアイCordón34°54’16” S 56°10’17” W
Die Schöne und der Gerät

Bevor ich über unsere zweite Destination, Montevideo in Uruguay, berichten kann, muss ich noch kurz über den letzten und zugleich glorreichsten Abend in Buenos Aires sprechen. Sue hat es seit unserem Reisebeginn geschafft, auch ohne leuchtend rotes Gesicht, ein strahlendes Äusseres mit der Welt zu teilen. Wenn ihr mich fragt, Sue wird Tag für Tag schöner und ihr Dauer-Lächeln steht ihr ausgezeichnet. Aber wie Mama schon immer gesagt hat, "us jedem Lächli gits es Bächli", oder so ähnlich. Was war passiert?
Nach unseren Sonntagsaktivitäten (ich glaube es war Sport, Frühstück, Walking-Tour, und was sonst noch immer, eigentlich völlig irrelevant), kommen wir erschöpft zurück in unser schnuckeliges Hostel, als Sue wie gewohnt als erstes zu ihrem iPad greift, um "extreeem wichtige" Dinge zu erledigen. Doch der Griff geht ins Leere. Kurzum, das iPad ist weg. Jede Ecke und Schublade, jeder Rucksack und Teppichvorleger wird zig mal und stundenlang durchwühlt, nur um schlussendlich betrübt festzustellen, das scheiss iPad ist tatsächlich weg. Konsterniert sinkt die schöne Sue aufs Bett und setzt einen "die Welt hasst mich"-Blick auf, bevor ihr wortlos eine kleine Träne über die Wange kullert. Echt jetzt? Noch keine Woche vergangen und schon minus 1 iPad?! Das kann ich so nicht akzeptieren. Klauen ist das Letzte. Zuviel für etwas verlangen, ok. Aber klauen? Geht gar nicht, da werde ich zum Biest.
Ich lasse also die kollabierte Sue im Zimmer zurück und stampfe im für alle hörbaren deutschen Stechschritt gen Reception, die ist ein Stock tiefer, aktuell von einem etwa 13-jährigen Mädchen besetzt. Wie fange ich an? Zuerst der Gesichtsausdruck, ein Blick der signalisiert „sag die Wahrheit oder ich fackel die verdammte Hütte ab“. Dann die richtige Wortwahl, kurze Sätze, investigativ, jeder ist verdächtig, ich kann nichts ausschliessen. Womöglich hat das hier im Haus System. ich überlege kurz Maria Inés A., meine südamerikanische Anwältin und Verehrerin von Iberia Flug IB6841, einzuschalten. Ich denke sie hätte uns (bzw mich) gerne und ohne Entgelt in diesem heiklen Fall einer möglicherweise grossen Konspiration vertreten. Doch das kecke Mädchen hinter dem Tresen lässt sich offensichtlich nicht so schnell einschüchtern und startet ihre Ermittlungen mit einem leeren Blatt Papier, einem Stift und der Frage, wann wir der Gerät zuletzt gesehen haben. Ich bin für einen kurzen Moment beeindruckt. Das lasse ich mir aber nicht anmerken.
Sie kenne alle Angestellten, Einsatzpläne und es gäbe Videoüberwachung im ganzen Haus. Mit diesen Informationen schien mir eine Aufklärung des Verbrechens durchaus möglich. Das strukturierte Vorgehen gefällt mir, für ein Lächeln reicht es trotzdem nicht. Ich behalte also meine „erzähl keinen Scheiss“-Fratze auf und beantworte ihre Fragen kurz und präzise. Obwohl ich ehrlich gesagt nicht die leiseste Ahnung habe, ob, wann, wie oder wo das iPad zuletzt gesehen wurde. Hauptsache wir können diesen Fall gemeinsam zügig lösen. Ein wenig wie Starsky and Hutch oder Sherlock Holmes und sein zweitrangiger Helfer, dessen Name mir aus lauter Unwichtigkeit für die Geschichte gerade nicht einfällt.
Ich muss an Sue denken, wie sie gebrochen auf dem Bett liegt, eine weitere Träne vergiesst und trotzdem wunderschön aussieht. Das kann ich nicht zulassen, sie ist schliesslich auch immer für mich da, wenn ich mal wieder der Einzige bin, der sich über einen komplett belanglosen und von Unwichtigkeit nicht zu übertreffenden Quatsch enerviere. Was zwar selten(er), aber doch ab und zu (noch) vorkommt. Da höre ich auf einmal ihre Stimme meinen Namen sagen, ganz leise und weich, wie der zärtliche Hilfeschrei einer Elfe, die bereits geschwächt an der prallen Sonne zu verglühen droht. Ich halte das zuerst für eine Einbildung aufgrund der eben gehegten Gedanken. Doch ich höre meinen Namen erneut, diesmal etwas klarer. Da ich die Stimme eindeutig Sue zuordnen kann, verwerfe ich meine Theorie mit der angekokelten Elfe und strecke meinen Kopf aus der Tür in Richtung „Innenhof“.
Ja und da steht sie, am Geländer einen Stock höher, die wunderschöne Sue mit einem etwas weinerlichen Gesichtsausdruck. „Ich has gfunde“ sagt sie kurz und knapp. Meine finstere Miene bleibt finster und mein Blick bleibt einen Moment bei Sue, um kurz darauf ins Leere zu schweifen. Echt jetzt?! Das ist alles? „Pasci, ich has gfunde ...“?? Das investigative Mädchen an der Reception fährt derweil mit ihren Ermittlungen fort und wirft mir die nächste Frage mit erwartungsvollem Blick entgegen. Ich verstehe kein verdammtes Wort mehr und fühle mich zurückversetzt nach Gaschurn, als mich meine halb- bis unwissenden Tennis-Gschpändli in eine ähnlich verkackte Situation brachten.
So liess man mich dereinst im Glauben, wir hätten die gebuchten Hallenplätze ab halb zwei für 2 Stunden für uns, auf eine andere (weit weniger talentierte) Tennis-Gang los, die gerade ein kleines Turnier austrug. Natürlich räumten die Loser aufgrund meiner eindrücklichen physischen und verbalen Dominanz den Platz innerhalb von zwei Minuten. Allerdings nur um eine Minute später mit einem furchtbar schmerzlichen Sieger-Grinsen zurückzukehren, nachdem meine eben erwähnten heiss geliebten aber zu diesem Zeitpunkt komplett verhassten Companions durch die Halle riefen, dass wir die Plätze wohl erst ab halb drei für uns hätten. Echt jetzt?! Ach lasst mich doch in Ruhe mit diesem Scheiss!
Anstelle einer Antwort bringe ich also nur ein leises und von einer priese Peinlichkeit berührtes „she found it“ über die Lippen. Little Inspector Barnaby hinter der Theke scheint nicht zu verstehen und wiederholt ihre letzte Frage, die ich immer noch nicht verstehe(n will). „She found it, I‘m sorry“ sage ich etwas bestimmter, worauf Mini-Sherlock einen Jauchzer von sich gibt. „Awesome, oh, that‘s great!“ ... keine Ahnung was daran "great" sein soll, hatte ich doch eben das gesamte Personal des kollektiven und konspirativen Diebstahls beschuldigt und innerlich gedroht, den ganzen Scheiss hier niederzubrennen. Ausserdem standen wir doch so kurz davor, den Fall dank Einsatzplänen der Putzequipe und Überwachungsvideos gemeinsam zu lösen.
Naja, ich lasse das offensichtlich verwirrte Mädchen zurück und belohne Sue beim betreten des Zimmers mit einem ungewollt (oder vielleicht teilweise gewollten) bösen Blick. Sie reagiert mit entschuldigender Miene und einer zärtlichen Umarmung, bevor sie auf ihrem iPad ein weiteres Mal versucht, Candy Crush Level 983 zu schaffen. Verdammt wichtiges Zeugs eben. Dank einer weiteren Umarmung verziehen sich die Wolken schnell und ich verstehe langsam, worüber sich das kriminalistisch versierte Mädchen gefreut hat.
Schnitt, Montevideo. Die Fähre ist nicht gesunken und wir sind heil in der Hauptstadt Uruguays angekommen. Ab Minute 1 gab es eigentlich nur ein Ziel. Meer. Also für "Beautiful Sue", ich war eher auf der „faul im Park liegen“-Schiene. Aber wie schon im Film "Vincent will Meer" (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vincent_will_Meer), ist Widerstand zwecklos. Sue will Meer. Da hilft auch der Hinweis nicht, dass es sich eigentlich um einen Fluss handelt, was denn auch die furchtbar braune Kloake erklärt, die uns schon in Buenos Aires ziemlich gestunken hat. Sue ist das egal, Hauptsache nasse Füsse. Ich bleibe trocken. Vorerst. Ist schliesslich mein Geburtstag heute (danke nochmals für all die lieben Nachrichten aus der Ferne!). Zusammenfassend kann gesagt werden, die beiden südamerikanischen Metropolen sind wirklich schön, aber Sue findet dann doch, Lugano habe die schönere Promenade und Wasserfarbe. Ich stimme ihr zu.
Aber hey, aus Uruguay kommt der Wein der Weine: Don Pascual! Und so war es denn gegen Abend vorbei mit der Trockenheit. Zum Rotwein gabs ein Filet de Lomo, eine Schüssel Grünzeugs und später noch eine dicke Montecristo. Hätte der Abend anders ausgesehen, wenn dies kein Geburtstag gewesen wäre? Wohl eher nicht. Und habe ich eigentlich schon erwähnt, wie verdammt lecker Wein und Fleisch hier sind? Und wenn das medium-rare bestellte Filet de Lomo vor dem Servieren doch mal geschätzte 42h auf dem Grill vergessen gehen sollte - so sah es wirklich aus -, wird es auch anstandslos, komplett und umgehend ersetzt. Die Kruste die ich vor der äusserst bestimmten aber nicht minder freundlichen Reklamation abgeknabbert habe, war allerdings sehr geil und das abschliessend offerierte Glas Champagner liess das ausgetrocknete und stellenweise verkohlte Stück Fleisch zu einem gefühlten Gewinn werden.
Und jetzt noch das Sahnehäubchen vom Sonntag. Wer in Uruguay mit einer ausländischen Kreditkarte bezahlt, bekommt tatsächlich einen 18% Discount auf seine Rechnung! Kein Witz! Ich hatte davon gelesen, war aber nicht sicher, ob das wirklich stimmt. Laut Free-Walking-Tour-Guide Gonza steckt dahinter ein nationales Programm zur Förderung des Tourismus. Siehe da, das Geburi-Dinner entwickelte sich also definitiv zum Highlight des Tages. Geiles Land. Uruguay first und Uruguay for president! Macht doch Sinn, dass die reichen Touris weniger bezahlen als die vergleichsweise armen Locals, die sich ab und zu ein Essen auswärts gönnen.
Nun geht es für einen Tag zurück nach Buenos Aires, bevor es dann am Mittwoch mit dem Flieger (LA7744, hab dich auch lieb, Mam) nach Ushuaia geht und vielleicht endlich etwas ruhiger wird ...
Unser erstes kleines Drohnen-Video gibt's hier: https://youtu.be/omLrhyBvy6Mもっと詳しく
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- 日7
- 2018年1月23日火曜日
- ⛅ 31 °C
- 海抜: 26 m
アルゼンチンConstitución34°37’19” S 58°22’49” W
Hop over Buenos Aires

Nochmals eine Nacht im Hostel Portal Del Sur in Buenos Aires und ein paar Fotos von der Durchreise nach Ushuaia.
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- 日8
- 2018年1月24日水曜日
- ⛅ 14 °C
- 海抜: 89 m
アルゼンチンUshuaia54°47’53” S 68°17’52” W
Partnerlook des Grauens

Wir machen uns also auf den Weg nach Ushuaia, dem "Ende der Welt". Als wir so in der Abflughalle für "domestic flights" in Buenos Aires sitzen, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Sue und ich sind im Partnerlook unterwegs, grüne Hose und so. Shit, wie konnte das passieren? Haben wir doch genügend sich unterscheidende Kleidungsstücke in unseren prall gefüllten Rucksäcken. Nach einer kurzen (und ergebnislosen) Diskussion stelle ich mir bzw uns die Frage, wieso findet man(n) den Partnerlook eigentlich so zum Kotzen? Ich nutze die verhasste Wartezeit und recherchiere im Internet. Dabei stosse ich auf die durchaus treffende Bezeichnung vom Märchen-Pärchen-Alptraum (http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/05/17/…), welche die Zurschaustellung der "ach so Verliebtheit" für Aussenstehende zum Alptraum werden lässt. Ja, zum Kotzen ist das. Da wir uns noch immer nicht einig sind, ob wir denn nun im Partnerlook unterwegs sind, bzw Sue es nicht einsieht (ganz nebenbei, ich liebe diese Diskussionen, man tauscht Meinungen und allerlei Begründungen derer aus und zum Schluss habe ich doch recht. Und wenn der andere mal recht haben sollte? Hm, das schauen wir dann wenn es mal soweit ist), schalte ich einen Gang höher bzw ein externes Gremium ein ...
Ja wen nehmen wir denn da? Ich unterbreche einfach mal die 3 älteren und sympathischen Mitmenschen, welche uns zu dem Zeitpunkt gegenüber sitzen, in ihrem ohnehin belanglosen Gespräch über vergangene Reisen. Wir leben und reisen schliesslich heute. Meine freundliche Anfrage „may you help us with a quick outfit assessment?“ scheint noch keinen Sinn zu machen. Alle drei sitzen da und lächeln verlegen. Scheisse, was soll das? Nuschel ich oder was? Habe doch die letzten 5 Minuten eure Gespräche belauscht und kann mit Sicherheit sagen, du bist Amerikaner und ihr ein Pärchen aus England (nicht im Partnerlook). Oder habe ich vielleicht immer noch meine einschüchternde „erzähl keinen Scheiss“-Fratze auf? Hm, könnte sein. Einen Spiegel habe ich aber gerade nicht zur Hand und so versuche ich es zur Abwechslung einfach mit einem breiten Lächeln und weiterführenden Erklärungen zum gewünschten Assessment: „would you consider this a partnerlook?“ ... Jetzt kommt Bewegung ins Gespräch (liegt wohl am Lächeln) und nach kurzer Musterung und Besprechung ist das Jury-Ergebnis eindeutig. Natürlich sitzen wir unübersehbar im Partnerlook da. Wusst ichs doch, ein Gefühl von Erfolg und Freude überkommt mich, wie es sich für einen Sieger gehört, welches sich allerdings nach geschätzten 2 Sekunden in ein Gefühl der Abneigung und Scham wandelt. Wäre doch besser gewesen, Sue hätte recht gehabt.
Nachdem ich den ersten Schock aufgrund der eben geschaffenen Fakten überwunden habe und mit Sue im Flieger sitze, merke ich dann doch wieder, dass wir wie unsere grünen Hosen zusammen gehören. Und so hole ich mir alle paar Minuten einen Kuss ab und kann wie immer die Finger nicht von ihr lassen. Klar, für Singles zum Kotzen, für andere eher weniger, und so lassen wir die Armlehne zwischen uns auch auf diesem Flug oben. Ausserdem einigen wir uns bei der Begründung für die Abneigung denn auch darauf, dass (vor allem) man(n) sich in erster Linie ein wenig peinlich berührt fühlt beim Betrachten eines Pärchens im Partnerlook, weil man(n) selber nicht den Mut hat seine Zuneigung in der Form nach aussen zu tragen, denn dort wird man(n) angreifbar und verletzlich ... Shit, ich schweife ab und "sülze" rum, sorry, der Flieger von Latam Flug LA7744 füllt sich und ist dank angemessener Beinfreiheit und äusserst freundlichem Personal kein Vergleich zum Trombosebomber von Iberia. Bravo.
Im Flieger beginne ich mit dem Buch „The Power of Now“, während Sue an ihren Video-Post-Production-Skills arbeitet. Als eine Combi aus dem coolen TopGun-Maverick und dem weniger coolen dafür eher kleinen und dicken Bruno (de Kameramaa!) liefere ich eindrückliches Bildmaterial von unserer schnuckeligen Drohne, aus welchem Sue dann noch eindrücklichere Clips fertigt. Erste Beispiele erobern bald Youtube! Vielleicht. Das Buch habe ich von meinem grossen Bruder geschenkt bekommen und ich bin sofort in seinem Bann. Schliesslich befinden wir uns auf einer äusseren UND inneren Entdeckungsreis, wie er es treffend formuliert hat. Unser Glück liegt in unseren eigenen Händen. So geht es auch bei „The Power of Now“ - wie in vielen spirituellen und meditativen Lehren - um die destruktive Kraft der eigenen Gedanken, die einen viel mehr beherrschen als man sich eingestehen möchte. Die Kunst liegt darin, den Moment zu leben ohne von Gedanken gestört, die von Natur aus hauptsächlich die Vergangenheit durchwühlen oder die Zukunft vorauszusagen versuchen (hört mal genau hin, dann werdet ihr es schnell realisieren).
Shit, ich schweife schon wieder ab. Entschuldigung! Aber kein Wunder wurde das Buch auch von Oprah Winfrey - die erste Talk-Masterin die es zur Milliardärin geschafft hat (Warnung: Aussage basiert auf gefährlichem Halbwissen und ich habe keinen Bock den Wahrheitsgehalt zu recherchieren) - gehiped, das Buch ist wirklich fesselnd. Aber ja, die Guru-Posts masse ich mir erst an, nachdem wir Indien, die Wiege der Spiritualität, besucht haben.
Ich lebe also für einen kurzen Moment den Moment, bevor meine eigenen Gedanken wieder Überhand nehmen und mich sämtliche Flüge meines Lebens durchgehen lassen, um zu bestimmen, in welchem Flieger ich denn die meiste Beinfreiheit genoss (ganz eindeutig in der Business-Class von Singapore Arlines, lange her, war ne schöne Zeit). Der Landeanflug entwickelt sich dank der vorherrschenden patagonischen Winde zu einer veritablen Achterbahnfahrt und auch das absturzartige Aufsetzen lässt auf Rückenwind und Vollgummireifen schliessen. Aber einmal mehr haben alle überlebt. Wir auch. Um ein Haar hätte ich mich dem frenetischen Applaus der Überlebenden angeschlossen. Aber der ist etwa gleich verpönt wie der Partnerlook. Also sitze ich einfach da und erfreue mich am Moment.
Und was macht man nun am Ende der Welt? Der Nationalpark, natürlich, ein Must-See. Das erzählt man hier aber scheinbar jedem und so sind denn auch alle da, trotz saftiger Preise (die angepeilten 100.- pro Tag werden in Ushuaia sehr wahrscheinlich nicht reichen). Wohl so ein "once in a lifetime" Ding. Und wie ich gesagt habe, klauen geht gar nicht, zu viel verlangen, ok. Und wir müssen ja unbedingt da rein, so oder so, ich habe Pavel eine Karte vom südlichsten Briefkasten der Welt versprochen ... und er soll diese Postkarte bekommen. Er liess mich schliesslich auch mit seinem R8 (nota bene mein damaliges Traumauto) und der schönen Sue auf dem Beifahrersitz nach und durch Locarno cruisen. Dafür und für die zahlreichen Segeltörns (und siegreichen Regatten ua gegen den schönen jedoch unfotogenen und nachweislich langsameren Robin) als Skipper stehe ich wohl noch lange in seiner Schuld.
Also ab zu den Bussen zum Park ... Ha, und wer steht denn da etwas hilflos und als einziger ohne Ticket? Bob (wie wir später erfahren haben), der Ami aus der Partnerlook-Jury, seines Zeichens Biologe und nach eigenen Aussagen in erster Linie am ... äh, an den Vögeln interessiert. Ohne uns wirklich zu erkennen, erkundigt er sich nach den Tickets, die er für überteuert hält. Wir geben ihm zwar Recht, haben aber, wie es sich für einfältige Touristen gehört, keine Alternative parat. Nachdem er sich dann doch noch erkundigt, woher wir uns denn kennen würden, bestätigt er, dass wir diesmal definitiv nicht im Partnerlook unterwegs wären, aber auf jeden Fall toll aussehen würden. Vor allem Sue. Freut mich. Es sollte nicht das letzte Wiedersehen sein an diesem Tag.
Im Park angekommen, wandern wir los und von einer Wandergruppe zur nächsten. So ist das eben, wenn jeder mal das Ende der Welt sehen will, zumindest eines davon. Sue zieht nach meiner kurzen Nörgelei aufgrund des vorherrschenden Massentourismus mit grossen Schritten davon und sieht in grün/weiss/hipster-beige zum Anbeissen süss aus. (An dieser Stelle gäbe es noch einen ganzen Abschnitt zum Thema "gänzlich in frischem Knoblauch getränkte Zwischenverpflegung vom Vortag für die immer hungrige Sue", welcher mir allerdings verboten wurde. Zusammenfassend sei aber die Frage erlaubt: wie kann etwas so Schönes nur so müffeln?). Nach unzähligen Überholmanövern mittels Anrempeln älterer Leute und kleiner Kinder, lichtet sich das Feld allmählich. Wir ziehen uns das Maillot Jaune über und sind plötzlich für uns. Wunderschöne Trampelpfade führen entlang der Küste, was uns ein wenig ans Wallis erinnert, einfach mit Meer-Brise. Schade ist einzig (neben dem omnipräsenten Knoblauchgeruch), dass eine wirklich breite Strasse (es können problemlos zwei Reisecars kreuzen, während am Strassenrand Glace verkauft wird, was nie so passiert ist, nur um die Dimension zu verdeutlichen) quer durch den ganzen Nationalpark führt. So gibt es zahlreiche Reisecars, Busse und Mietautos, welche die Highlights und Hotspots, die wir uns zu Fuss teils hart erarbeiten, einfach so anfahren. Crétins!
Nach ein paar Stunden erreichen wir eine Art Guest-House, was sich als riesiges Restaurant mit etwa 200 Sitzplätzen und 15-seitiger Speisekarte entpuppt. Mitten im Nationalpark?! Wir essen trotzdem die mitgebrachten Früchte und Nüsse, bevor wir für den anschliessenden Kaffee die Mega-Lodge beehren. Als wir uns danach den Weg nach draussen bahnen, werden wir durch Ruths Lächeln abrupt gestoppt. Da sitzt sie, die komplette Partnerlook-Jury vereint. Die gemeinsame Zeit als unsere Jury scheint zu neuen Freundschaften zu führen. Gern geschehen. Ruth und Peter, wie sie uns später verraten, erkennen uns sofort und freuen sich über alle Massen uns zu sehen. Bob der kleine Vogelkundler scheint erneut keine Ahnung zu haben, wer da vor ihm steht. Was ist mit dem bloss los? Wohl mehr Vögel als Menschen gesehen im Leben. Oder einfach zu viele Vogelbeeren genascht. Wir lassen Bob the Brain bei seinen neuen Freunden und wandern weiter.
Kurz bevor wir unser Tagesziel am Ende des Parks erreichen, erkennen wir den universellen Fehler des Tages, der an diesem Tag ausnahmsweise uns unterlaufen ist. Wir brechen fast zusammen als wir realisieren, dass wir die versprochene Postkarte nicht wie versprochen geschrieben und eingeworfen haben, als wir unsere Wanderung bei eben diesem Briefkasten begannen. Zu gross war der Trubel und der Drang möglichst schnell weg von den Massen und in Führung zu gehen. Jetzt sind wir Stunden entfernt und der Tag neigt sich dem Ende. Die letzte Chance ist also der Shuttle-Bus Fahrer, der uns wieder zurück nach Ushuaia fahren wird. Optimistisch packt Sue ihren ganzen Charme aus, um den eben eingetroffenen Fahrer - ich nenne ihn Ramon (Madlen wird wissen warum) - von einem kleinen Umweg zu überzeugen. Als ich merke, dass es Sue, der ich fremdsprachlich nicht das Wasser reichen kann, nicht zu schaffen scheint, schalte ich mich mit allerlei Gesten in die Diskussion ein. Doch auch das mehrfache Reiben der Fingerspitzen, als eindeutiges Zeichen einer versuchten Bestechung, helfen hier nicht weiter. Ramon will oder kann einfach nicht. Ich versuche noch für einen Augenblick den Moment zu leben, aber zu spät. Ich bin stinksauer. Auf Ramon, mich, Sue und das Universum.
Ramon der Arsch, aka der Unbestechliche, nimmt uns noch ein Stückchen mit, bevor wir dem schmerzenden Halux den Kampf ansagen und ein paar weitere Kilometer unter die Füsse zu nehmen. Endlich am abgelegenen Post-Office angekommen, stellen wir enttäuscht aber nicht überrascht fest, dieses ist schon geschlossen. Ist ja auch schon spät geworden. Also entscheiden wir uns anstelle der Ansichtskarte im Briefkasten für ein Foto von mir am Briefkasten, welches Pavel dann als Post via "Eine-Postkarte-Pro-Tag-Gratis"-App erhalten soll. Wir finden es sowieso passender, anstelle einer einfältigen Ansichtskarte ein Foto mit meinem zwar leicht schmerzverzerrten aber trotzdem siegreichen Grinsen zu verschicken. Mission accomplished!
Nach allerlei weiteren Ausflügen und Expeditionen, von denen sicher noch Bilder folgen werden, machen wir uns als nächstes auf nach El Calafate (in der Hoffnung, dass es dort dann wirklich ruhiger und die Berichte wieder etwas kürzer werden). Nachdem wir festgestellt hatten, dass alle Busse aus Ushuaia heraus für Tage oder gar Wochen ausgebucht sind, nehmen wir erneut den Flieger. Soviel zu "mir lueged de vorzue und so". Total fail! Verdammte Anfänger ... Vielleicht lernen wir was daraus, vielleicht auch nicht. Was wir allerdings schon gelernt haben, ist Kleidungsstücke erst zu wechseln, wenn sie stinken und nicht weil einem das gleiche Outfit am nächsten Tag stinkt. Ausser beim Partnerlook.
Ein Video zum Ausblick aus unserer Wohnung in Ushuaia gibt's hier: https://youtu.be/OQdvWAjL3y8もっと詳しく

So schön! Eure Berichte meine ich natürlich! 🙈und so scheisse sehen eure Hosen gar nicht aus. Sus zumindest nicht. Ich freue mich wie ein Honig Kuchen Pferd auf die Karte 🗺 . Ps mit dir beim segeln zu Siegen macht ganz besonders Spass. Ich werde gerne mehr lesen. Macht’s gut liebe Grüsse Pavel

旅行者Nimm Sie jetzt auch wenn sie stinkt 😂😂 dSue cha doch gar ned möffle die esch es Unicorn pupst Gletzer ond chotzt rägeböge.

Sue and PasciHeading north clise to the coast, so we think Chile, Bolivia, Peru, Colombia...
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- 日9
- 2018年1月25日木曜日
- ⛅ 13 °C
- 海抜: 62 m
アルゼンチンDepartamento de Ushuaia54°50’48” S 68°29’26” W
Tierra del Fuego National Park

Ein paar Fotos vom schönen und stellenweise überfüllten Nationalpark, der ja im letztes Post schon ausgiebig thematisiert wurde.
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- 日10
- 2018年1月26日金曜日
- ⛅ 12 °C
- 海抜: 186 m
アルゼンチンDepartamento de Ushuaia54°45’34” S 68°14’59” W
Laguna de los témpanos y glacier

Traumhafte Tageswanderung durchs Auenland, hinauf (ca. 500m) zu einem Gletscher samt idyllischem See. Ein Video dazu gibt's hier: https://www.youtube.com/watch?v=b3ui6sw3T00

Sue and Pascihaha ja, han genau a dich denkt! es het mega viil freii Pferd gha im Wald... teilwiis hends richtigi Blockade gmacht ;)
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- 日11
- 2018年1月27日土曜日
- ⛅ 13 °C
- 海抜: 5 m
アルゼンチンIslas Bertha54°51’15” S 68°11’6” W
Bootstour auf dem Beagle Kanal

4-stündige Bootstour auf dem schönen Beagle Kanal inklusive Seelöwen, Pinguinen und Kormoranen! Einen kurzen Landgang mit Panoramablick auf Ushuaia, Kafi-Schnaps und Kekse obendrauf. Ein Video dazu gibt's hier: https://youtu.be/18u3C052BgUもっと詳しく
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- 日12
- 2018年1月28日日曜日
- 🌬 16 °C
- 海抜: 212 m
アルゼンチンEl Calafate50°20’22” S 72°15’41” W
Flamingos für Mia, das Penthouse für uns

Welcome to El Calafate, bienvenido a El Calafate! Will Smith singt dies zwar für Miami, aber das interessiert hier grad niemanden. Unsere Reise zieht uns gen Norden (ist ja auch logisch, vom Ende der Welt gibt es nicht mehr viele Richtungen in die man gehen kann und Antarktis sparen wir uns für den 40. Hochzeitstag, wie das unsere Jury-Mitglieder Ruth und Peter gerade machen), ins schöne und beschauliche El Calafate. Ein Skigebiet mit 400m Pisten. Für Schweizer Verhältnisse wie gesagt eher beschaulich. Es erinnert uns ein wenig an Zermatt. Einfach mit Autos. Und ohne Schnee. Also wie Zermatt im Sommer mit vielen lauten Autos. Ungefähr.
Ohne den atemberaubenden Anblick des Perito Moreno Gletschers können wir hier natürlich nicht weg. Details: schau Fotos. Und da die arme Familie Taeschler trotz rosa Koffer und rosa Säule in der Ankunftshalle im sonst tollen Südafrika doch keine Flamingos gefunden haben, spazierten wir kurzerhand noch zur Laguna Nimez, nur knapp 1 Kilometer vom Zentrum entfernt (auf dem Weg haben wir dann auch noch das passende Heim für die Taeschlers gesehen und versucht einen Verkauf zu verhandeln, erfolglos, keine Wunder dass wir arbeitslos sind). Ein kleines Paradies für eine Vielzahl von Vogelarten. Hätte uns nicht gewundert, wenn wir den vergesslichen Bob noch beim Beeren sammeln erwischt hätten. Haben wir aber nicht. Und so teilen wir gerne ein paar Bilder von wunderbar pinken und in Patagonien ansässigen Flamingos. Ich dachte zwar die mögen es etwas wärmer, aber die fühlen sich hier sichtlich wohl. Nicht wie die schöne Sue, der ist meistens zu kalt bzw zu windig.
Auch sonst gibt es unzählige Vogelarten zu beobachten. Klinge jetzt grad wie ein schnulziger Vogelkundler, aber ja, die Lagune hat wirklich etwas einzigartiges. Oft sieht man die Tierchen zu zweit und meistens im peinlichen Partnerlook. So werden wir denn auch Zeugen eines etwas eigenwilligen Paarungsrituals oder was auch immer das war. Während der eine blauschnablige Enterich unermüdlich versuchte seine kleine Chicca abzuschirmen, versucht der andere Blauschnabel - nennen wir ihn mal Ramon - sich durch geschickte Tauchmanöver kurz hinter die Kleine zu buxieren, um sie dann wohl mit einem Satz von hinten zu ... naja, ihr wisst schon. Das scheint über Stunden so zu gehen. Ramon, der kleine Schmutzfink, gibt zwar nicht auf und quietscht lauthals vor sich hin, schafft es aber in den beobachteten 10 Minuten doch nie zum Schuss. Pfeife. Hauptsache grosse Klappe und so. So werden die nächsten blauschnäbligen Babys wohl nicht von Ramon abstammen. Wahrscheinlich auch gut so.
Den Wind habe ich ja schon kurz erwähnt. Der ist hier überall, immer. Immer immer. Und zwar ungestüm und böig. Für ein paar Tage ist das ja ok, aber auf lange Zeit daran gewöhnen ist aus unsere Sicht kaum möglich. Und im Winter soll es noch heftiger sein. Generell wechselt das Wetter hier schneller als meine Stimmung bei schlechtem Essen oder warmem Wein (oder Sue’s Stimmung ohne Essen), eine unaufhörliche Textil-Ambivalenz zwischen T-Shirt und Ski-Anzug. Ziemlich Borderline alles. Trotzdem schön hier.
Im weiteren Verlauf dieser Patagonien-Expedition führt uns der Weg nun zuerst nach El Chalten auf einen Campingplatz namens Bonanza (ich weiss, lustig, "sag gute Nacht John Boy" und so), etwas ausserhalb vom Zentrum (Budget schonen, Hawaii kommt ja dann irgendwann auch noch), bevor wir dann mit Bussen und 2 Nächten in Los Antiguos nach Bariloche weiterreisen. Dann schauen wir dann weiter. Nächstes grösseres Ziel ist Santiago de Chile, für wo wir heute noch die freundliche Bestätigung von Lisa (wir hatten sie an einer Hochzeit in Moldawien kennengelernt, sie handelt mit Wein und lebt in China) erhalten haben, dass wir ihr Penthouse in der Stadt nutzen dürfen. Yeah Baby! Uuhh lieb! Darauf freuen wir uns also schon jetzt.もっと詳しく
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- 日15
- 2018年1月31日水曜日
- ⛅ 21 °C
- 海抜: 399 m
アルゼンチンEl Chaltén49°19’53” S 72°53’11” W
Camping mit Alex. Und Robin.

Wir nehmen also den Bus nach El Chalten, eine Stadt die erst 1985 ihren Anfang nahm und sich seither zu einem der Trekking-Mekkas Patagoniens entwickelt hat. Wie könnte es anders sein? Nach 5 Minuten Fahrt muss schon das erste Frauenzimmer aufs Klo, wobei „Wohnung“ es schon eher trifft. Das tut hier aber wirklich nichts zur Sache und darf durchaus als unnötig diffamierend verurteilt werden. Kurze Zeit später hat es bereits eine Schlange vor dem Kabäuschen (aka Scheisshäuschen). Und noch ein wenig später muss dann auch Sue. Tss, was ist nur mit diesen Mädels los. Doch dann, auf einmal und ohne Vorwarnung, kommt dieses untrügliche Gefühl in mir auf. Ich muss auch. So eine Scheisse. Also nicht ganz, aber nahe dran. Ich lasse mir nichts anmerken und bleibe sitzen.
Und dann wäre da noch der Fahrer. Schon kurz nach Beginn der Fahrt meint Sue noch, dass sie gar nicht gern auf Plätzen sitzt, von denen man den Fahrer sieht (wir sehen zwar nur seinen rechten Arm, aber das scheint zu reichen). Als eben dieser rechte Arm unaufhörlich zu gestikulieren und rumzufuchteln anfängt, anstelle sicher das Lenkrad zu umklammern, weiss ich was sie meint. Wir sind uns nicht sicher, ob Ramon ewig am Telefon hängt oder wie Bob schon zu viele Beeren gefuttert und darum einen an der Waffel hat. Keine der Optionen gefällt uns. Nicht zuletzt weil das Busfahren, wie schon der Landeanflug, aufgrund der starken und böigen Winde in dieser Region, ständiges Intervenieren des Fahrers benötigt, um nicht neben der Strasse oder im Gegenverkehr zu landen. Ich schliesse die Augen, verschränke die Arme, massiere leicht die verbliebene und hartnäckige Speckrolle und konzentriere mich auf das einzige was zählt im Leben, den Moment. Solange er noch ist.
Und wieder haben alle überlebt und niemand ist ernsthaft zu schaden gekommen. Ramon scheint seine Defizite ja auch schon vorher gehabt zu haben und trotzdem hat er es geschafft, uns sicher nach El Chalten zu chauffieren. Der Wind bläst, die Frisur sitzt. Meine zumindest. Handy-Empfang in dieser Gemeinde? Fehlanzeige. So werden wir die nächsten Tage also ohne direkte und konstante Verbindung zu Freunden, Familie und dem belanglosen Restlärm des Internets auskommen müssen. Vielleicht mal reden miteinander. Oder mehr schlafen. Hoffentlich wird das Internet uns auch vermissen.
Nun zum Campingplatz, der war sehr einfach. Einfach sehr einfach. So auch die zur Verfügung gestellten Refugios (eine Art Küche bzw Kochhütte, schau Foto). Licht und Duschen gibts nur zwischen 7 und 10 abends. Mehr braucht es aber auch nicht. Wlan? Genau. Wir hatten uns bereits im Vorfeld für die günstige Variante eines Doms entschieden, eine einfach Plastikhülle in der ein durchaus vernünftiges Bett steht. Das ganze auf Pfeilern über einem kleinen Teich bzw Sumpf gebaut. So gesehen ganz idyllisch. Als kleiner Bonus streifen die umliegenden Büsche schon bei minimalem Wind mit ihren Ästen an der vergilbten Hülle, was aus dem Inneren betrachtet an kleine Kinderhände und einige Szenen aus Blair Witch Project erinnert. Gemütliches Camping eben, insbesondere wenn es stürmt und trotz undichtem Eingang wie aus Eimern schüttet. Last but not least, eisig kalt war es auch, also frieren wir uns trotz zusätzlicher Decke den eingeschüchterten Arsch ab. Wie ich mich auf unser Penthouse freue. Aber hey, am nächsten Morgen soll es dann mit Hiking los gehen. Raus in die Natur und so.
Und siehe da, geweckt von Sonnenstrahlen (ja der Dom hatte auch ein vergilbtes Fenster) und Vogelgezwitscher, raus aus dem Skianzug und ab ins T-Shirt, warmer Wind bläst und die Sonne scheint. Ziel ist die Laguna de Los Tres, am Fusse des Mount Fitz Roy mit atemberaubender Aussicht. Näher kommt man dem Matterhorn Patagoniens ohne Kletterausrüstung nicht, doch der letzte Aufstieg hat es in sich (scheisse war das steil). Kaum auf der Strasse auf dem Weg zum 3km entfernten Anfang des Hiking Trails, hält auch schon das erste Auto von sich aus und fragt, ob es uns denn mitnehmen könne. Claro Amigo! Patagonien kann also auch anders.
So waren, um es vornweg zu nehmen, die folgenden Tage auf dem Camping dank vielen herzlichen und interessanten Menschen ein richtiges Highlight. Besonders erwähnenswert ist Alex, ein Argentinier in seinen mid-Vierzigern der ganz vernünftig Englisch spricht und öfters mit uns abhängt. Er teilt sein Zelt mit seinem etwa 10-jährigen Sohn und freut sich schon, bis Frau und Tochter in ein paar Tagen dazu stossen. Da er mit seinem Pick-up unterwegs ist, können wir ihn mehrmals als Mitfahrgelegenheit nutzen. Irgendwie erinnert mich Alex an meinen alten Freund Thorsten. Das einzige Problem mit ihm ist sein Sohn. Der knuffige Junge ist anständig, süss, vital und ganz offensichtlich ein tolles Kind. Und sein Name? Ramon. Ach du Scheisse. Echt jetzt? Wieso?! Der arme Junge. Ich kann das nicht und gehe dem Kind wann immer möglich aus dem Weg. Und wenn er mich denn doch mal erwischt und anlächelt, so nenne ich ihn innerlich einfach Robin, was es einigermassen erträglich macht. Einigermassen.
Aber zurück zur eigentlichen Geschichte. Nach der erst-abendlichen Schlotterpartie (aufgrund der Temperatur und der um Hilfe flehenden Kinderhände) wurde am Morgen nach dem Zwiebelprinzip eingekleidet, man weiss ja nie welche Wetterkapriolen (oder Kinder fressende Hexen) einen noch erwarten in diesem verrückten Patagonien. Doch schon nach 10 Minuten verschwanden dank brennender Morgensonne die meisten Schichten im Rucksack und nach etwa 30 Minuten waren wir beide schon leicht durchgeschwitzt beim untersten Long-Sleeve angekommen. Und für einen Moment steht die Erde still. Unglaublich aber wahr, wir hätten kein identischeres Outfit aus unseren Rucksäcken zaubern können. Man könnte denken (nein, man muss bei dem Anblick davon ausgehen, schau Foto), dass wir uns bewusst so gekleidet haben oder zumindest beim Anziehen den Umstand billigend in Kauf genommen haben. Dem war aber aus bereits bekannter und tief verankerter intrinsischer Abneigung gewiss nicht so. Nachdem ich den unvermittelt einsetzenden Brechreiz durch dem Hyperventilieren ähnliche Atemübungen überwunden hatte, blieb lediglich dieses leicht beklemmende Gefühl der Scham. Und da sich die schöne Sue nervte, dass es mich nervte, hatten wir schon zwei Dinge gemeinsam an diesem sonst so wunderschönen Tag.
Zur Landschaft will ich wirklich nichts schreiben, Sue‘s Fotos erzählen das viel besser. Wobei man wohl nie in Fotos festhalten kann, wie unglaublich eindrücklich die Welt hier ist. So trage ich denn auch unsere kleine Drohne immer tapfer mit, man weiss ja nie wann und wo sich eine passende Gelegenheit bietet. Allerdings scheinen die unstetigen und ungestümen Winde hier den Einsatz sehr bewusst zu verhindern. Wohl aus Angst die Bilder würden noch mehr Touristen anlocken. Und dann sind da noch die Drohnen-Verbotsschilder, die hängen auch bei jedem Nationalpark-Eingang. Wir lassen unsere Spark die Tage also als zusätzliches Trainingsgewicht im Rucksack. Aus Respekt vor dem Wind.
Als nächstes „Highlight“ wartet nun der Nachtbus auf uns, 11h nach Los Antiguos. So sparen wir auch gleich eine Übernachtung, was wir ziemlich sicher mit entsprechend viel Rotwein belohnen werden. Melatonin und Ohrenstöpsel liegen für die Fahrt bereit und wir hoffen insgeheim, dass Crazy-Ramon heute frei hat. Meinem Rucksack-Odor nach zu urteilen, wäre ein Waschtag in Los Antiguos angebracht. Yay, und schon wieder eine Aufgabe, Mission accepted!もっと詳しく

Wasn‘t finished yet!!!!!!! As M.-L. mentioned beforehand Pasci, in the case, that upon your return, you should have difficulties in finding a new job witin a reasonable amount of time, I would suggest trying your fantastic ability as a writer!!! What an extrordinary talent!!! Your articulate, fascinating and humorous manner of expression is wonderful!!! AND Sue, no question, your photography is absolutely stunning!!! ENJOY!!! and take care!!! 😘😘 Doina
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- 日19
- 2018年2月4日日曜日
- ☀️ 1 °C
- 海抜: 226 m
アルゼンチンLos Antiguos46°32’55” S 71°37’43” W
Gespenstisch gut Kirschen essen

Schlafen im Bus nach Los Antiguos ging eigentlich ganz gut. Der Fahrer machte seine Arbeit wirklich gut und die Sitze hatten bis auf die beschränkte Beinfreiheit viel Komfort zu bieten. Aber es gibt halt immer diesen einen Menschen, der sie alle schafft. In diesem Fall eine im pinken Jogging-Anzug gekleidete stämmige Dame, wohl etwa in meinem Alter. Einfach älter. Ramona, wie sie höchstwahrscheinlich heisst, ist bei einem ersten Zwischenstopp zugestiegen, was ich dank einer ersten Tiefschlafphase im Melatoninrausch nicht mitbekommen habe. Erst eine Stunde vor Ankunft, nachdem ich meine Oropax entfernt habe, erkenne ich das Ausmass des Leidens meiner Mitinsassen der unteren Car-Ebene. Andere dürften weit weniger geschlafen haben als ich. Hoffentlich ist niemand bewaffnet, denn das könnte bei der Ankunft eng werden für Ramona.
Ich bin mir (fast) sicher, Ramona ist ein liebenswerter und kongenialer Mensch. Aber das?! Das gehört nicht in einen Schlafwagen oder die Öffentlichkeit, das gehört in eine Klinik. Die Dame leidet augen- bzw ohrenscheinlich an einer dramatischen Form der Schlafapnö, wie das in der Form wohl keiner der Mitfahrenden je erlebt hat. Bis zu 30 Sekunden (!, ich habe die Zeit gestoppt) liegt Ramona regungslos da (und es wäre sicher nicht ganz zutreffend zu sagen, man hofft in den 30 Sekunden irgendwie, dass es das war mit Ramona ... das wäre etwas gar drastisch, aber in der Tendenz zutreffend), ehe ihr Körper hyper-panisch um Luft ringt und ähnlich einem Freitaucher nach mehreren Minuten unter Wasser literweise Leben zurück in die Lungen saugt. In ihrem Fall allerdings begleitet von diesem fiesen, kratzbürstigen Röcheln. Meine Fresse geht die ab.
Einige denken jetzt sicher, ach komm, der übertreibt doch. Der hat ja in Brusimpiano auch schon den kaum hörbar schnarchenden und unfotogenen Robin mit dem Kissen versucht zu ersticken ... Aber hey, die Leute im Bus fangen sogar an Videos von Ramona aufzuzeichnen, wohl für die Gerichtsverhandlung nach der Mordanklage gegen unbekannt. Das geht mir dann aber doch zu weit. Ich lasse aus sicherer Entfernung das Band mitlaufen. Das wird zwar nicht im Ansatz das effektive Akustik-Inferno im Taqsa-Bus dokumentieren können, aber vielleicht den Hauch einer Idee der Frequenz und des sich überschlagenden Taktes geben. Wer nämlich versucht im Rhythmus mitzuatmen, wie man das im Militär neben Schnarch-Nasen gerne versucht hat, fühlt sich wie beim Versuch Walzer zu tanzen, während Dubstep-Pionier Skrillex an den Turntables steht und sein Bangarang zum Besten gibt (https://youtu.be/YJVmu6yttiw).
Nach unserer ersten und erstaunlich positiven Camping-Experience in El Chalten, haben wir uns in Los Antiguos für ein Airbnb-Zimmer in einem kleinen Haus entschieden. Also keine ganze Unterkunft für uns. Ehrlich gesagt ist es wie schon das Camping einfach die günstigste Variante, bei der wir noch einen eigenen Raum für uns alleine haben. Wir werden also von Susana (mit etwas Verspätung) vom Bus Terminal abgeholt und zu ihr nach Hause chauffiert. Das Haus ist winzig, aber süss. Wie jedoch die in Airbnb beschriebenen 10 Personen darin Platz finden sollen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Wir bleiben zum Glück die einzigen Gäste für die zwei Nächte. Susana scheint sich voll und ganz dem Airbnb-Mama-Dasein verschrieben zu haben und so stehen 2 Minuten nach der Ankunft bereits Kaffee, Tostadas und frischer Orangensaft auf dem Tisch.
Doch auch mit Susana stimmt etwas nicht, die Frau quasselt ohne Unterbruch. Seit der herzlichen Begrüssungsumarmung am Bus Terminal steht der Kiefer nicht mehr still. Da ich selber kein einziges Wort von ihr verstehe, sie spricht nämlich weder Englisch noch langsam, gehe ich davon aus, dass sie sich irgendwie mit Sue unterhält. Sue gibt denn auch ab und zu einige Laute von sich, aber ihr hilfesuchender Blick am Küchentisch verrät, dass auch bei ihr keine 10% vom Gesagten einen Sinn ergeben. Die ältere und sicher sehr nette Dame kommt mir ein wenig vor wie die Zerzauste bei den Simpsons. Die mit den vielen Katzen, Tiere hats hier nämlich auch einige. Genau, Crazy Cat Lady. hektisch, durch den Wind, laut, immer mit den Tieren beschäftigt und keiner hat eine Ahnung, was sie will oder macht. Wirklich faszinierend, nachdem ich ihr in astreinem Schul-Spanisch erkläre „despacito por favor, non ablar bien espaniol“, scheint das ihre Taktfrequenz gar weiter zu erhöhen. Lachend erzählt sie mir weitere lustige Anekdoten aus ihrem Leben und lässt mich doch komplett im Dunkeln. Die frisst doch sicher auch diese komischen Beeren, die sind wirklich nicht gut fürs Gehirn.
Apropoz Beeren, es sind die Kirschen, die diesen Ort speziell machen. Die gibts hier überall und immer. Wären Mont Cherry aus Südamerika, sie kämen aus Los Antiguos. Mehr aber auch nicht. Und ich mag weder Mont Cherry noch Kirschen besonders. Das Städtchen ist trotz Hochsaison irgendwie verschlafen und fast schon gespenstisch ruhig. Auch am schönen See tut sich eigentlich gar nichts. Wäre also gut möglich, dass Crazy Cat Lady durch ihr unaufhörliches und unverständliches Gerede in erster Linie der gespenstischen Stille entgegen wirken will, welche sie selber in den Wahnsinn treibt. Irgendwie klappt das aber nicht und macht die ganze Szenerie eher noch ein wenig unheimlicher. So sind denn auch die Offices der einzigen zwei Reiseagenturen trotz aktueller Öffnungszeit nie besetzt. Wo sind bloss alle? Grosse Party und niemand sagt uns doofen Touris Bescheid? Oder erwachen die Halbtoten erst nach Sonnenuntergang zum Leben? Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Sonntag ist und es die Locals hier eher mit Monica Morells „Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an“ haben (... am Montag feierten die Los Antiguaner dann ganz zufällig ihren 70. Geburtstag, da waren dann tatsächlich ein paar Leute an der Parade). Wir nutzen die halbwegs funktionierenden Velos (eines hat ein klapprige Rücktritt-Bremse, das andere keine) und cruisen einige Stunden durch die Gegend, während unsere Kleider bereits zum Trocknen in der Sonne hängen. Genau, unsere Haupt-Mission war dank eigener Waschmaschine im Hinterhof ein Klacks und mit zwei schnellen Waschgängen auch schon erledigt. Wir riechen also wieder gut. Anders als sonst, aber gut.
Da wir uns für keine der zwei möglichen Exkursionen in der Nähe von Los Antiguos begeistern konnten (und auch zweifeln, dass jemand erschienen wäre solange es hell ist), lautet unsere zweite Mission die Planung der nächsten Wochen. Schliesslich reichen unsere bisher getätigten Buchungen nur noch ein paar Tage bis Bariloche und wir sind uns nicht sicher, ob wir das Haus vor unserer Abreise nochmals verlassen sollen. Crazy Cat Lady scheint nämlich auch äusserst verwirrt, so legt sie uns zum Frühstück gerne mal zwei Messer neben jeden Teller (eines zum Essen und eines zum Kämpfen?!) und als wir am Abend zuvor gegen 22:30 vom Abendessen zurück kamen (meine Fresse war das Fleisch wieder ein Traum, Bife de Chorizo vom Allerfeinsten), war die ganze Hütte verschlossen. Einen Schlüssel hatten wir bis dato nicht erhalten und so waren wir froh, unser Zimmerfenster einen Spalt offen gelassen zu haben. Geschlafen haben wir dann wieder erstaunlich gut.
Unsere nächste Destination: Bariloche, das Patagonische Davos. Oder auch nicht. Wir haben einen 13h-Taqsa-Bus tagsüber gebucht und hoffen ihn weder mit Ramon noch Ramona zu teilen. Wir werden sehen ...もっと詳しく
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- 日22
- 2018年2月7日水曜日
- ☀️ 16 °C
- 海抜: 821 m
アルゼンチンCentro Civico41°8’4” S 71°18’56” W
Fit durch die Bündner Berge

Unsere nächste Destination heisst Bariloche, was wie eine Kombination aus Davos und St. Moritz daherkommt. Ziemlich viel Schweiz hier am nördlichen Ende Patagoniens. im Winter ist Bariloche das grösste Skigebiet Argentiniens mit 43 Skiliften und über 130km Pisten. Aber es ist ja Hochsommer hier, also nix mit Après-Ski. Leider. Die Fahrt mit dem Bus kann ohne nennenswerte Vorkommnisse rapportiert werden. Langweilig? Absolut. Nach der zwölften Herde Lamas und der siebten Straussenfamilie hat man die Fauna auf diesem letzten Abschnitt Patagoniens irgendwann gesehen. Von daher werden wir wenn möglich bevorzugt den Nachtbus buchen, trotz der omnipräsenten Gefahr von Ramon oder Ramona als Sitznachbar.
Natürlich achten wir auch im Argentinischen St. Moritz auf unser Budget und entschliessen uns für einen weiteren Hike, also zu Fuss die Schönheit der Region erkunden. Wie es sich für Flachländer gehört, entscheiden wir uns erneut für die gröbste Route. Andere nehmen sich dafür einen Guide, aber wir haben ja die schöne Sue an der Karte und mich der optimistisch drauf los trampelt ... Hoch zum Refugio Frey auf 1700m. Der Aufstieg ist richtig schön, durch Bambus-Wälder (hier, im grössten Skigebiet? Ja, und er scheint den garstigen Wintern besser zu trotzen als die zarten Pflänzchen die uns Pavel damals auf die Terrasse gestellt hat. Wobei vielleicht hätte man sie auch im Winter einfach mal giessen müssen, aber Immi steht ja eh mehr auf heimisches Nadelgewächszeugs) und zum Schluss eben doch auch wieder elend steil den Berg hinauf. Doch wir werden auch hier mit einem malerischen Bergsee und grandioser Aussicht für die Strapazen belohnt.
An der Stelle würden wir uns auch gerne nochmals für die vielen nützlichen Geschenke bedanken! Der Traubenzucker machte die steilen Aufstiege erst möglich, die Sackmesser sind immer auf Mann und haben schon viele Flaschen geöffnet und Gemüse geschnitten, und ja, die "Weltenbummler"-T-Shirts im Partnerlook wurden auch schon getragen. Aus offensichtlichen Gründen bisher noch nicht zur selben Zeit. Aber das kann ja noch kommen.
Während ich mir beim steilen Aufstieg die Musik von Rocky vorstelle und mich schon auf dem Gipfel tänzeln sehe, klingt das Schnauben von Sue (formerly known as Jacqueline) eher nach dem Italian Stallion (auch ein Film von Sylvester Stallone, allerdings weniger bekannt. Aber ja, der Mann hat auch schon Pornos gemacht, https://youtu.be/uv8oJ2LeSso). Beim wiederholten Umwandern beweglicher Hindernisse auf unserer Route (also andere, lächerlich langsame Wanderer), bemerke ich, dass meine Liebste etwas hinterher hinkt und ein anderes Wander-Pärchen zwischen uns lässt. Nachdem sie mir einen charmant vorwurfsvollen Blick zuwirft, erstarre ich für einen Moment selber zu einem dieser nervigen Hindernisse.
Als mir Sue gesteht, dass sie „am Limit“ läuft, bin ich nur mässig beeindruckt und lasse ihr den Vortritt. Just in dem Moment beobachten wir eine ähnliche Szene ein paar Meter weiter oben, allerdings reagiert der rassige Spanier mit weniger Zurückhaltung sondern mit einem lauten Lachen und einem heftigen Klaps auf den Arsch der Leidenden. Davon bin ich schon eher beeindruckt und tue dies mit einem halblauten „giberes!“ kund. Sue’s Stimmung scheint dies nicht zu erhellen. Und so versuche ich denn erst gar nicht, es dem Spanier nachzumachen. Trotzdem, geile Siech.
Ich weiss gar nicht genau woher meine aktuell ganz akzeptable Fitness kommt. Von den sporadischen Besuchen in meinem ehemaligen Sarmi-Gym (welches in der Zwischenzeit von Kevin und Reni übernommen und in „Die Gute Stube“ transformiert wurde) wohl eher nicht. Sue mutmasst weil wir die letzten Tage bzw schon Wochen Patagonien mehrheitlich zu Fuss entdecken und uns gut ernähren. Glaube ich auch nicht. Dann muss es ganz offensichtlich an den vielen Stunden auf und neben dem Platz mit meinen ATP Heroes liegen. Die hoch professionellen Trainings mit Head Coach Jarda und die hart umkämpften Duelle mit den restlichen Tennislegenden, allen voran Kurt die Pfeife, zahlt sich also aus. Das klingt jetzt ein wenig prahlerisch. Und das ist es auch. Und zwar völlig zurecht. Oder wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass der pummelige Junge mal alle abhängt am Berg? In Bariloche? Genau, ich auch nicht. Vielmehr hatte ich bei der damaligen Fahrradprüfung Angst, den leichten Anstieg zwischen Meisterschwanden und Fahrwangen nicht ohne absteigen zu schaffen und somit als UT (= untauglich) durchzufallen. Zum Glück konnte ich mir mit 14 dann sofort ein Töffli leisten.
Ich bin zur Zeit also recht fit und das lässt der 12-jährige Junge in mir die schöne und offensichtlich weniger fite Sue auch mehrmals wissen. Sie dankt es mir einige Minuten später, nach einer Bemerkung meinerseits, wonach meine Haut wegen dem ganzen Staub und der Sonnencreme extrem hell erscheint, mit einem nonchalanten und leicht schnoddrigen „nid wiisser als suscht“. Touchéé. Ich gebe ihr einen Kuss und wir lächeln uns an. Dann setzen wir unseren Marsch gen Gipfel in vielerlei Hinsicht geteilter Meinung fort, wobei ich ihr auf den ersten drei Schritten bereits wieder 4m abnehme und davon ziehe. Und tschüss.
Entgegen einiger Voraussagen geniessen wir die Zeit zusammen und das Reisen auf einfachen Pfaden sehr. Klar, ich freu mich auch wie Wolle auf das Penthouse und jede Menge Champagner (denn unsere Ankunft in Santiago markiert schliesslich den Abschluss von Monat 1 unserer Reise und dem aktuellen Bitcoin-Kurs nach zu urteilen, wird die Reise wohl doch nicht ewig dauern. Aber das kann sich in den nächsten Monaten ja wieder ändern, drum let's pop some bottles!). Wir haben die tote Hose bei Crazy Cat Lady ja noch für die Planung und Organisation der nächsten Wochen genutzt. Und die sehen wie folgt aus:
⁃ Am 9.2. mit dem Schiff von Bariloche nach Puerto Varas in Chile (man gönnt sich ja auch sonst alles)
⁃ Vom 10.2. bis 17.2. mit einem Mietwagen von der Insel Chiloé über die Sieben-Seen-Route bis nach Santiago
⁃ Vom 17.2. bis 23.2. in Lisa's Penthouse in Santiago (party hard!)
⁃ Am 23.2. mit dem Bus durch die Anden nach Mendoza
⁃ Vom 23.2. bis 1.3. mit dem Mietwagen den Weinbauern und Steaks nach
⁃ Am 1.3. Flug nach Iguazu zu den berühmten Iguazu Falls, welche die Niagara Falls bei Weitem in den Schatten stellen
⁃ Am 4.3. Flug nach Salta, von wo aus wir die furchtbar trockenen Wüsten Atakama und/oder Uyuni erreichen wollen
Ja und dann schauen wir wieder. Wer also für die bevorstehenden Locations noch gute Tipps hat, immer her damit!もっと詳しく
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- 日24
- 2018年2月9日金曜日
- ⛅ 14 °C
- 海抜: 61 m
チリPuerto Varas41°19’3” S 72°58’57” W
Chiles Einhörner und sonstige Primaten

Unsere Weiterreise von Bariloche nach Puerto Varas, eine ehemalige Kolonie von 30‘000 Deutschen, war etwas ganz Besonderes. Anstelle von Flugzeug oder Nachtbus, haben wir uns für die etwas teurere, ganztägige und umso spannendere Reise mittels 3 Schiff- und 4 Busfahrten durch die Anden von Argentinien nach Chile entschieden. Schon im ersten Bus war klar, wir sind die Jüngsten. Also Sue. Ich hatte das Glück, direkt hinter Ramon Senior zu sitzen, der in seinem bisherigen Leben ganz offensichtlich nicht in den Genuss eines Knigge-Kurses gekommen ist, der auch Flugzeug- und Bus-Manieren behandelt hätte. Tja, ich schon. Da sieht man mal was so ein lausiges Bachelor-Studium einen alles lehrt, aber wie im vorliegenden Fall dann doch nichts nützt. Trotz enger Bestuhlung und ohne jegliche Vorwarnung mittels kurzem Blick nach hinten, knallt mir Ramon der Knallfrosch gleich zu Beginn die Sitzlehne in die Kniescheibe, die sich für einen kurzen Moment überlegt, aus lauter Trotz spontan und für alle hörbar zu brechen, es dann aber doch nicht tut. Zum Glück für Ramon Sen. Ich stecke das Messer zurück in den Rucksack, weine die Schmerzen in mich hinein und lasse mir nichts anmerken.
Ansonsten erleben wir eine ausgezeichnet organisierte Tour, fast wie eine Schulreise. So mit ständigen Step-by-Step Erklärungen und 15 Wiederholungen. Das könnte im Laufe des Tages möglicherweise irgendwann auch nerven, wir werden sehen. Und siehe da, wer sollte trotz massiver Mehrfachkommunikation und -repetition bereits nach der ersten Schiffs-Etappe als erstes von der Gruppe getrennt und verloren gehen? Klar, wir, die zwei „Cheap-Fuck“-Backpack-Touris mitten im Reisegrüppli „Rentnerglück“ (wobei da war noch Isa aus Wädenswil, die war auch jung und sei an der Stelle herzlich gegrüsst). Habe doch gesagt, ich verstehe kein scheiss Spanisch (wobei das lasse ich mir wie so vieles natürlich nicht anmerken) und für mich klang das nach „in the“ und nicht „behind the“ Hotel. Ausserdem hat es geregnet, huere Behinder! Man hat uns dank längerer Suche mit laufendem Motor aber doch noch gefunden und mitgenommen. Sue war froh, denn in dem Gebiet regnet es über 300 Tage im Jahr. Zumindest kannte jetzt jeder aus der Gruppe die bescheuert unselbständigen „Kids from Switzerland“.
Dank spektakulär wechselhaftem Wetter zeigten sich uns so viele, grosse und kräftige Regenbogen wie noch nie. Klar, wir sind ja noch jung. Die farbigen Lichterscheinungen schienen quasi in Griffweite und ich war mir fast sicher, dass bald Einhörner, aus deren Arsch die Dinger ja bekanntlich entspringen, über unseren Köpfen kreisen und Sue in der Folge vor Glück (und in Kombination mit dem Verzehr zuckersüsser Medialunas und einem enttäuschend faden Schinken-Käse-Toast) platzen wird. Soweit kam es aber nicht. Zum Glück. Trotzdem, übler Kitsch. Es blieb also eine sehr beeindruckende und absolut empfehlenswerte Andenquerung, die einen ua durch den nach Yellowstone zweitältesten Nationalpark der Welt, mit holprigen Busfahrten auf über 1000m und wieder runter auf 150m über Meer, und vorbei an unzähligen massiven Araucarien führt (mein Dad liebt diese stacheligen Biester). Zu Beginn der Reise hatten wir auch das argentinische Zollpersonal dabei, denn die Grenze die wir passieren, lag mitten im „kalten“ Regenwald (im Winter liegt 2m Schnee) mit über 1000-jährigen Sequoias.
Die mag mein Dad auch. Er hat sich letztes Jahr sogar ein kleines Exemplar von etwa einem Meter in seinen Park gepflanzt (der Begriff „Garten“ wird der Realität einfach nicht gerecht), was angesichts der 15 Jahre für 1 cm Wachstum ziemlich optimistisch scheint mit 75, man kauft in dem Alter schliesslich auch keine dicken Bücher mehr. Aber hey, der grüne Daumen zeigt nach oben und der Park ist sein Ding. Auch die orange/roten Lieblingsblumen aus meiner Kindheit sind hier heimisch. Die heissen laut anwesenden passionierten und pensionierten Biologen entweder „Mombretia“ oder „Crocosmia“, man war sich nicht einig. Da wünscht man sich doch gleich Bob den Beeren-Junkie oder meinen Dad auf Platz, die hätten sicher gewusst, dass sie (wie ich später von Google erfahre) „Mombretia Crocosmia“ heissen. Bravo. Chile scheint irgendwie eine Art Dad-Land, denn auch die hat mein Dad jedes Jahr zum Blühen gebracht. Nach der Fahrradprüfung somit schon meine zweite Kindheitserinnerung innerhalb einer Woche und zur Abwechslung sogar eine positive. Obwohl, meine dicken Finger haben das Pflücken der zarten Pflänzchen damals ziemlich erschwert. Armer Junge. Hätte Dad besser mal mehr Salat und Gemüse gepflanzt im Park.
Nach all den schönen Etappen und Kindheitserinnerungen verlässt uns das Glück allerdings. Gebuchter Mietwagen in Puerto Montt? Gibt es nicht, alle auf der Strasse. Gebucht? Irgendwie schon. Unser Geld? Jaa, das wurde vor einer Woche schon abgebucht. Aber ein Auto gibts trotzdem nicht. Alle unterwegs. „Our sincere apologies, we will refund you“. Echt jetzt? „Da krigisch son Hals!“ ... soviel zu „die nächsten Wochen sind geplant/gebucht“. Wir verstehen das als Prüfung, flippen erst mal komplett aus und (wie auch im Studium des Öfteren) brechen ob der aus den Fugen geratenen Welt synchron und mit einem lauten Stöhnen zusammen. Reisen ist Kacke. Nach einigen Stunden reglos am Boden rafft uns Sue aber wieder auf und wir entwickeln einen neuen Plan. Doch zuerst den verdammten Primaten von rentalcars.com einschenken ...
***
Hi
This is very very frustrating and the worst user experience I ever had with a booking platform. I had to request an update on my already paid(!) booking 3 times, just to finally learn TODAY that I will not have a car the day I actually AM in Puerto Montt! I‘m sure there were more cars available a few days ago, so what do you suggest I should do from here?? Take taxis to all our booked destinations?! Your service is absolutely ridiculous if a cancelation and refund is your only option the day I should get the car I already paid for ...
P. Rode
***
Check. So, nun sieht unser Plan für die kommenden Tage neu nach Bus fahren, 3 Tage Insel Chiloé (da leben nämlich Pinguine), 4 Tage Pucon/Villarrica und dann Santiago aus ... somit sogar Geld gespart, welches aus meiner Sicht sofort in Rotwein (oder Bitcoins) zu investieren ist. Chunt aso scho guet. Wahrscheinlich.もっと詳しく

Huhu, hab gerade euren Bericht gelesen weil ihr auf dieser Plattform die letzten wart, die vor mir hier waren 😊 ihr klingt sympathisch, ich hoffe, ihr habt die Pinguine gesehen (ich leider nicht!) Grüße aus Puerto Varas!

Sue and PasciHey, das ist natürlich schade! Ich hoffe somit, dass sich die Pinguine woanders gezeigt haben. Wir hatten mehr Glück wie der nächste Footprint zeigt: https://findpenguins.com/3u310jt5d4hqs/footprin… ... die Reise haben wir danach aber nicht abgebrochen und seither 7x Pinguine gefunden ... 🐧😄😎 LG aus China
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- 日25
- 2018年2月10日土曜日
- ⛅ 12 °C
- 海抜: 51 m
チリPuerto Castro42°28’49” S 73°45’45” W
Feiern mit Fidel, bis die Stimmung kippt

Castro empfängt uns mit einem schrillen und dank unzähligen mehr oder weniger improvisierten Grillständen nach Asado duftenden Stadtfest. Also nicht Fidel, der ist ja tot. Und auch nicht sein kleiner Bruder Raul, sondern die Stadt Castro auf der Insel Chiloé. Einige tausend Leute tummeln sich Samstag und Sonntag auf den Strassen und vor grossen Bühnen, auf denen logischerweise südamerikanische Takte den Ton angeben. Und was macht man in so einer Situation am besten? Klar, schnell das gesparte Geld vom Mietwagenreinfall aus der Hose kramen und Wein bestellen. Bitcoins haben wir ja schon. Reserva? Why not ... Gran Reserva? Uh, habt ihr auch?! Her damit! Dieser wird natürlich sogleich „smaak!“-gerecht dokumentiert. Ich habe schliesslich die ehrbare Aufgabe unseres auf Lebzeiten gewählten Vereinspräsidenten erhalten, alle Weine auf unserer Reise zu dokumentieren, zu bewerten und monatlich die Highlights zu rapportieren. Und wenns der Präsi sagt ...
So gesehen, Stimmung gut. Und nach einem Tagesausflug in einem weiteren Nationalpark, wartete ja noch das Highlight unserer Reise überhaupt. Ich hatte Sue schon gewarnt, dass unsere „Find Penguins“-Mission nach dem Besuch der Magellan- und Humboldt-Pinguine auf Chiloé bereits erfüllt wäre und wir eigentlich wieder nach Hause können. Sie wollte trotzdem hin. Und die Dinger sind wirklich süss, aber das sollen die Bilder erzählen.
Da wir danach länger auf den einzigen Bus hätten warten müssen, entschieden wir uns, es als Tramper zu versuchen. Ein zweites Pärchen hatte die gleiche Idee und was als eine Art Daumen-Battle startete, endete nach wenigen Minuten zu viert auf der Ladefläche eines Pickups. Die Aussicht auf der 40-minütigen Fahrt zurück nach Ancud hätte also nicht besser sein können, der Sitzkomfort und die Gesellschaft schon. Obwohl, es war ihr Daumen-Treffer den sie mit uns geteilt haben. Geili Sieche. Trotzdem, hätte meine „smaak!“-Gschpändli als Gesellschaft vorgezogen. Von denen hätte sicher mindestens einer eine Flasche Wein im (Ruck-)Sack gehabt. Mit Mr und Ms Chile gabs halt nur die Aussicht und ein wenig Small-Talk. Boring AF.
Noch wissen wir nicht genau, ob es am teuren Wein, an der lauten Musik, den vielen Menschen, am verlorenen Daumen-Battle oder eben doch an der Tatsache, dass wir die Pinguine schon gefunden haben lag, aber irgendwie gabs dann schlechte Stimmung. Ziemlich frostig. Drum hör ich jetzt auch auf hier. Basta. Wahrscheinlich lag es eh an Sue. Sehr wahrscheinlich aber auch nicht. Nächster Halt: Pucón (inkl. Besteigung des Volcán Villarrica).もっと詳しく
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- 日29
- 2018年2月14日水曜日
- ☀️ 16 °C
- 海抜: 221 m
チリPucón39°16’39” S 71°58’16” W
Zucker heilt alle Wunden

Erwartungsgemäss war die Ursache für die frostige Stimmung bald gefunden. Ich war aufgrund bewusster Mangelernährung ausschliesslich mittels mehrfach ungesättigter (oder unsättigender?) Fettsäuren mehrfach unterzuckert und Sue hatte einfach Hunger. Oder war müde. Wahrscheinlich beides. Zum Glück hatte ich noch eine Tüte saure Gummiringe im Gepäck, die ich tags zuvor heimlich gekauft hatte. Genüsslich mampfte ich den einfältigen Zucker vor mich hin, ohne auch nur im Traum daran zu denken, Sue etwas davon abzugeben. So blieb die Stimmung noch ein paar Minuten eisig, bis ich mich dann gegen Ende der Tüte doch noch dazu erbarmen liess, Sue am sauren Zucker-Flash teilhaben zu lassen. Also eigentlich war mir einfach schon richtig schlecht vom künstlichen Geschmacksinferno, aber es fühlte sich trotzdem irgendwie grosszügig, ja gar altruistisch an. Und das Ergebnis ist ja dasselbe. Einmal mehr habe ich somit die Stimmung gerettet. Somit also ein Mal, bisher.
Pucón selber hat uns dann von Anfang an begeistert und wir hätten auch Aktivitäten für eine ganze Woche oder mehr gefunden. Entschieden haben wir uns einmal mehr für einen Hiking-Day in einem Nationalpark (wer jetzt denkt, dieses National-Park-Hiking wird auf die Dauer langweilig, hat recht, aber ein paar Mal geht noch), dann ein Tag Pause und am Strand liegen, bevor es dann tags darauf auf den Volcán Villarrica soll. Das Teil ist richtig richtig imposant. Von jeder Ecke des Städtchen sieht man diesen kolossalen kargen Koloss, mehrheitlich mit Schnee bedeckt und mit leicht rauchendem schwarzem Schlund. Unsere Gefühle sind eine Mischung aus Vorfreude und einem Heidenrespekt vor dem Aufstieg. Also eigentlich Sue's Gefühle. Ich finde die (Warn-)Hinweise für die Vorbereitung von wegen am Vorabend keinen Alkohol, reichlich Pasta essen, früh aufstehen und viel Wasser trinken, etc. für völlig unangebracht und übertrieben. Schliesslich bin ich fit wie Sau. We'll see ...
Vom Nationalpark und unserem Pausentag am Strand will ich eigentlich gar nichts schreiben, würde mich mit den meisten Kommentaren wie "uii, doch auch verdammt steil" ... "beim ständigen Überholen der vielen lahmen Enten geschwitzt wie Anton", "Schnauze Ramon, ich fliege die Drohne wenn es mir passt!", "wow, auch hier für die Strapazen belohnt" ... etc einfach wiederholen. Das muss nicht sein. Und Sue hat ja wieder soo schöne Fotos gemacht. Ganz toll wie sie das macht, die Sue. Ausserdem liessen die Winde auch wieder ein paar Drohnenaufnahmen (inkl. Valentine's Day Special) zu, der Link zum Clip gibt's am Ende des Beitrags. Auch das macht Sue ganz toll. Das einzige Vorkommnis das ich wirklich für erwähnenswert halte, ist die Busfahrt vom Nationalpark zurück nach Pucón. Also eigentlich das Warten auf den Bus. Viele Optionen hat man nicht, um von diesem abgelegenen Ort zurück in die Stadt zu kommen. Und so waren die schöne und ziemlich durchgeschwitzte Sue und ich denn auch nicht alleine mit der Hoffnung, einen Platz im sehnlichst erwarteten 17:10 Uhr Bus zu ergattern.
Ich bin schlecht im Schätzen, würde aber sagen, es hatte genug Leute, um mindestens 3 Busse zu füllen. Allerdings wusste niemand wirklich, wo auf diesem Abschnitt der Bus denn genau halten würde. Wir auch nicht. Und so liessen sich dann diverse taktische Manöver und Verschiebungen einzelner Personen und ganzer Gruppen beobachten. Eine geregelte "First come, first serve"-Ordnung war nicht zu erkennen und es spielte wohl auch keine Rolle, wer schon ein Ticket für die Fahrt in der Hand hielt (wir hatten schon eines, aber das schien niemanden zu beeindrucken). Sue schien das irgendwie kalt zu lassen oder sie beurteilte die Situation anders (oder auch gar nicht). Ich für meinen Teil erhöhte die Taktfrequenz meines Denkapparates und durchlief in Gedanken diverse Szenarien. Wie und was genau in meinem Kopf vorging, bleibt natürlich mein Geheimnis (quasi eine Art "competitive advantage" im Zeichen von "survival of the fittest"). Aber wer mich kennt, weiss, dass ich selten lange anstehe am Skilift oder in anderen ungeordneten Schlangen.
Dass es heute nicht ganz ohne unbeabsichtigte leichte Rempler und vorsichtiges Schieben ausgehen wird, war mir zu dem Zeitpunkt schon klar. Wie in einer solch beinahe lebensbedrohliche Situation üblich, war ich bereit, Frauen und Kinder kaltblütig und taktisch vor den Bus zu werfen, um eine günstige Halteposition zu erzwingen. Als der Bus dann mit reichlich Verspätung um die Ecke bog, waren die Spiele eröffnet. Um die Erläuterungen rund um die strategischen Positionierung und Bewegungen abzukürzen, hier nur die Frage: Wer bestieg als erstes den Bus? Und das sogar ohne Frauen oder Kinder auf die Fahrbahn zu schmeissen? Ich weiss, eine beschissen rhetorische Frage. Natürlich ich. Eigentlich. Wären da nicht drei unglaublich freche Mädchen gewesen, gefühlt alle so um die 14, die sich über die rechte Flanke wieselflink vor die Türe gemogelt haben. Ich war ob der Frechheit ziemlich beeindruckt muss ich zugeben und liess sie denn auch gewähren, obwohl ich dank der zuvor durchlaufenen Szenarien und blitzschneller Reflexe - ich war einmal ein richtig guter Goali mit viel Potential nach oben ... ok, ich war einfach nur Goali - die Chance hatte, die zwei letzteren Gören mit einem leichten und völlig unbeabsichtigten Body-Check mit voller Wucht gegen die Bus-Tür klatschen zu lassen. Ich war also erneut grosszügig und bestieg den Bus als erster Erwachsener. Und wo war Sue? Hm, immer noch am Staunen. Zu ihrem Glück habe ich ihr den Platz neben mir dann freigehalten.
Und dann war an unserem letzten Tag in Pucón ja noch das mit dem rauchenden und aktivsten der 60 aktiven Vulkane in Chile. Lange und minutiös geplante Vorbereitung mit früh ins Bett, richtig essen, kein Alk und dem ganzen Theater. Um 06:30 ging es los, mit dem Büsli bis auf 1'400m und von da mit einem Sessellift (wobei man dies in unseren Breitengraden nicht so nennen und auch nicht für Personentransporte nutzen dürfte) auf 1'800m, quasi das Basislager. Richtige Wandervögel verzichten auf den Lift (der kostet zusätzlich soviel wie eine Tageskarte in St. Moritz), in unserer Gruppe wäre ich allerdings der einzige Vogel gewesen. Ab dann gehts nur in eine Richtung, bergauf, auf über 2'800m. Das klingt jetzt nach viel, aber um hier mal Tacheles zu reden, es war wie erwartet ein verdammter Spaziergang. Eine Gruppe von 8 plus 3 Guides. Und da wo ich (mit Sue im Schlepptau) bei unseren "self-guided" Hikes normalerweise zum Überholen der ganzen Hindernisse ansetzen würde, machten die Guides ... nichts. Gemütlich schlängelte sich die Gruppe als eine von vielen die Geröll- und Schnee-Serpentinen hinauf, ohne dass es mich (und zu meinem Erstaunen auch Sue) auch nur einen Tropfen Schweiss gekostet hat. Andere schon. Schön war es trotzdem. Richtig schön. Und der Abstieg ein ganz neues und aussergewöhnliches Erlebnis. Trotz teils heftigen Winden, liessen wir unsere kleine Spark bei diversen Gelegenheiten in die Luft. Gibt also auch noch einen Clip und mein Beitrag endet hier.
Und nun? Ja jetzt geht es direkt und leider weniger müde als erwartet zum Nachtbus, auf nach Santiago. Das Penthouse wartet auf uns!
Hier der Link zum "Valentine's Hike in Pucon": https://youtu.be/q6ru7hBOg7Uもっと詳しく
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- 日32
- 2018年2月17日土曜日
- ☀️ 25 °C
- 海抜: 581 m
チリSanta Lucia Hill33°26’13” S 70°38’13” W
1 Monat auf Weltreise, hallo Penthouse

Pünktlich zu unserem ersten Reise-Jubiläum haben wir unser Penthouse in Santiago bezogen (nota bene for free, zumindest hoffen wir das immer noch). So ist dieser Post auch nicht viel mehr als ein kleiner Video-Gruss zum Jubiläum, denn wir vermissen Euch alle, auch wenn man uns das weder ansieht noch anmerkt. Das zweite (Gruss-)Video hatte nicht wirklich ein Konzept und trotzdem hat es jemanden aus dem Konzept gebracht. Wir hatten denn auch schon eine Flasche Rotwein intus, als wir uns zu lokalem Spumante und Zigarre aufs Roof-Top begaben ...もっと詳しく
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- 日35
- 2018年2月20日火曜日
- ☀️ 22 °C
- 海抜: 544 m
チリQuinta Normal33°26’56” S 70°40’9” W
Penthäuser braucht die Welt ... Ich auch

Dank unseren äusserst professionell produzierten Clips, konnte sich ja schon jeder ein Bild unserer Bleibe in Santiago machen. Was man in den Clips allerdings nicht erkennt, ist die unglaublich herzliche „Betreuung“ die wir hier erfahren durften. So war bei unserer Ankunft der Kühlschrank bereits mit allerlei frischen (Frühstücks-) Leckereien gefüllt. Diverse Früchte rundeten das feudale Bild ab. Nach 4 Wochen Hostels und gewölbten Plastikhüllen fühlt sich das Penthouse schon irgendwie artgerechter an. Pandas kriegen im Zoo ja auch ihren Bambus und keine stinkigen Säublumen vorgesetzt und Eisbären haben ihr kaltes Plantschbecken und keine scheiss Klettergärten. Etwa so ist das mit mir und dem Penthouse auch. Irgendwie. Sue ist sich diesbezüglich noch uneins. Sie ist ja auch noch jung.
Dies darf somit aber als direkter Aufruf verstanden werden, uns weitere Penthäuser irgendwo auf unserer Reiseroute umsonst zur Verfügung zu stellen. Das wäre echt toll. Unsere Kontaktdaten habt ihr ja. Einfach schreiben wenn ihr etwas habt oder jemanden kennt. Bitte helft mir, uns. Danke. Ansonsten könnte es durchaus sein, dass wir es dem Paolo und der Kim gleichtun müssen (http://www.tilllate.com/de/story/mysweetapple-p…), um uns die Penthäuser auch gegen Entgelt leisten zu können. Wobei das dürfte noch ein längerer Entscheidungs-Prozess werden, wie mir Sue versichert hat.
Das 3-stöckige Apartment in Santiago wäre auch eine ideale Bleibe für einen City-Trip mit meinen heiss geliebten Züri-Boyz. Das klingt jetzt ein wenig homo und das ist es auch. Erwartungsgemäss würde Miro irgendwelche Stühle vom Dach schmeissen und Kevin würde laut lachend einen Kopfsprung in den leeren Whirlpool wagen, während Claudio bereits vergeblich versucht, auf dem Sofa ein wenig Schlaf zu finden. Ja und Dani und ich? Hm, wir würden das ganze Theater natürlich aufs Schärfste verurteilen und uns wie Erwachsene benehmen, während ich parallel und heimlich alles auf Video aufzeichne. Fürs Debriefing mit den Kindsköpfen. Und die Versicherung, falls nötig. Und weil es eben doch auch irgendwie lustig ist. Insbesondere wenn dann Dani einige Drinks später kindlich (bzw kindsköpfig) auf den primitiven Zug aufspringt und versucht, sein gesamtes Bargeld (unter Umständen auch seine Kreditkarten) aus dem Taxi heraus auf Passanten regnen zu lassen. Zum Glück hat Dani nie Münz im Sack (ich glaube er schmeisst das Zeugs immer weg, einfach zu schwer), das könnte sonst mal ins Auge gehen. Kurz nachdem er dann vollends das Bewusstsein verliert, schnappe ich mir jeweils Dani’s ganze Kohle und verprasse sie anschliessend für Champagner, Vodka und was sonst noch im Angebot ist. Er weiss ja sowieso nicht was er damit gemacht hat oder hätte. Und so kommt auch bei diesen Aktionen nie jemand ernsthaft zu Schaden. Ausser Dani's Konto, aber der Dani ist ja Direktor bei einer Bank.
Wie unser Video vom letzten Post aber beweist, läuft das bei mir und Sue mehr auf der romantischen Schiene ab. So mit Kerzen und schöner Musik. Auch schön. Da wir aber nicht den ganzen Tag im Penthouse sitzen können - wobei einen Tag haben wir auch das geschafft -, besuchten wir auch eines der grössten Shopping-Center der Stadt, untergebracht im höchsten Gebäude Lateinamerikas. Wer jetzt denkt, das macht Spass, irrt. Die ersten Stunden gehen ja noch. Aber wenn man Sue dann alleine losziehen lässt, sich brav in ein "Kinderparadies für Männer" setzt - in meinem Fall anstelle dieses Pools mit tausenden farbigen Bällen leider kein prall gefülltes Pub in dem hochkarätige Fussballspiele gezeigt werden und die Meute betrunkener Gleichgesinnter "you never walk alone" brüllt, sondern ein primitiv einfaches und lächerlich unspektakuläres Kafi - und hofft, dass sich die Liebste an die vereinbarte "Abholzeit" einhält, wird man(n) herbe enttäuscht. Vor allem wenn der Handy-Akku völlig überraschend für ein iPhone noch vor dem Abendessen den Geist aufgibt, man(n) somit offline ist und damit in die nächste desolate und beinahe lebensbedrohliche Situation schlittert.
Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte den gelangweilt herumstehenden Security gebeten, mir den Funk für eine wichtige Center-Durchsage á la "De trurig Pascal suecht sini Sue, bitte im Chinderparadies abhole!" auszuhändigen. Keine Ahnung wie ich dem Wannabe-Polizisten mein Begehren in Italo-Spanisch vorgetragen hätte. Gut möglich, dass beide Seiten innert Sekunden handgreiflich geworden wären. Zum Glück kam die schrecklich unpünktliche Sue mit 25 Minuten Verspätung um die Ecke, bevor ich mir eine schlagfertige Opening-Line für den kleinen Mann in Veste überlegt hatte. Also haben einmal mehr alle überlebt.
Da wir relativ viel Zeit haben in Santiago (frühere Flüge nach und von Iguazu waren einfach zu teuer für uns Cheap-Fuck-Travelers), haben wir uns für diverse Wine-Tastings direkt auf den Vineyards angemeldet. Sue teilt sicher noch ein paar Fotos von Viña Cousiño Macul in Santiago sowie unserer feuchtfröhlichen Schulreise zu Emiliana und Bodegas RE in Casablanca, auf der uns auch Karin (LG!) begleitete, mit der ich schon die Bänke vom Kindergarten bis in die Bez geteilt habe. Als Vorstandsmitglied eines aufstrebenden Wein-Clubs („smaak!“ forever!) nehme ich solche Tastings natürlich immer sehr ernst und halte mich penibel an die vom Präsidenten vorgegebene Bewertungs-Struktur. Ich bin ein Mensch der Strukturen mag. Und saures Gummizeugs.
Aber zurück zum Wein. Sind wir mal ehrlich, bei Degustationen gibt es zwei grundverschiedene Typen - den „Spucker“ und den „Schlucker“. Ok, es gibt noch den Typ Sue, also den „Stehenlasser“, total verpönt und auch eher selten anzutreffen. Ich bin ein Schlucker (lediglich bezogen auf Degustationen, auch wenn die Züri-Boyz Geschichte auch anderes vermuten lässt), ich meide also diese ekligen Spuckbehälter wie der Teufel das Weihwasser. Ich trinke auch einfach gerne. Und viel. Auch die Reste von Sue. Einziges Problem - wenn man dem überhaupt so sagen will -, nach dem zweiten oder dritten Glas auf leeren Magen ist man schon etwas tipsy, nach dem fünften eigentlich schon besoffen. Und ab dann werden die Weine einfach immer besser und besser und die Struktur immer flexibler und weicher. Glas für Glas. Und so kann ich nach all den heiteren Besäufnissen ... äh, Degustationen, ein klares Fazit ziehen: Ganz fantastische Weine hier in Chile. Top Ware, ganz grosses Kino. Glaube ich.
Und wäre das alles nicht schon genug des Guten gewesen, wurden wir neben einem äusserst leckeren venezuelianischen Dinner bei Freunden von Sue, an unserem letzten Tag in Santiago auch noch vom Vater eines Freundes (nennen wir ihn einfach Pedro Fictivo, um die Privatsphäre des realen Pedro nicht zu verletzen, wobei Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen natürlich rein zufällig sind) zu einem wunderbar familiären Tag am Meer eingeladen: „Mittagessen in Zapallar, dann ausnüchtern am Strand und etwas baden, danach zurück“. Es wurde ein fantastischer Seafood-Lunch gepaart mit kühlem Chardonnay und flankiert von Pisco-Sour und etwas das an Appenzeller erinnerte, gefolgt von einigen Stunden Beach unter ständiger Beobachtung unzähliger majestätischer Pelikane und durch die Luft springender Delphine. Kitschig? Ziemlich. Für einen Kurzen Augenblick glaubte ich dann noch ein fliegendes Einhorn gesehen zu haben, aber das lag wohl am Pisco.
Was mich neben diesem eindrücklichen Set ebenfalls zu beeindrucken vermochte, war Pedro‘s Fahrstil. „Angenehm zügig“ - oder wie Pedro selber sagt, „flüssig“ -, also ganz nach meinem Geschmack. Was mir ein breites Lächeln entlockt, hat auch zur Folge, dass sich andere bereits (bomben-)festgeschnallte Fahrgäste zusätzlich an jegliche greifbare Fahrzeuginnenteile klammern und bei gewissen Überholmanövern diese typischen Zischgeräusche erzeugen, wie man sie auch bei Zahnschmerzen von sich gibt und die auch Sue perfekt beherrscht. Zusammen mit dem sporadischen Hupen abgedrängter Fahrzeuge, was ich für gewöhnlich als eine Art Bestätigung und unterwürfige Zustimmung der unterlegenen Verkehrsteilnehmer interpretiere, ergab sich eine wunderbar dynamische Geräuschkulisse, bei welcher einmal mehr alle überlebt haben. Danke Pedro Fictivo!
Unsere nächste Destination: Mendoza. Also zurück nach Argentinien. Wein, Wein und noch mehr Wein. Und so Gott bzw Rentalcars will, ein Mietwagen. Wir werden sehen ...もっと詳しく
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- 日41
- 2018年2月26日月曜日
- ☀️ 25 °C
- 海抜: 762 m
アルゼンチンMendoza32°53’22” S 68°50’45” W
Mendoza - Wein, wein, weimn ...

Wir also mit dem bus so nach Mendotza. Hat fiil jereschnet. Und wir dann so sex tage mit Wein, wein, weimn wweikbn frkzx ofrnvcrlnl wwrtzzg bmlüüifesv gewdde bugezk wein lotdgdd gff wein nvfev wein ghvk sex n jvlvifc olkhdqfcb vkb vb vhjjbv wein nkh kb jbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb ...
Next: Flug (FO5450) nach Iguazu am 1.3.
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Okeoke. Natürlich gibt es noch ein paar weitere wenn auch teils verschwommene Erinnerungen an Mendoza. Wir waren ja nicht nur betrunken. Aber endlich mal. Auch das Saturday-Night-BBQ im Hostel in Mendoza City entpuppte sich als eine richtig steile Sause. Ausserdem haben wir ja das mit dem Mietwagen nochmals versucht via Rentalcars, den Pfeifen. Und was soll ich sagen? Es hat geklappt. Wobei, ich wollte ja einen Tesla. Weiss. Und schnell. Wie mein über alles geliebtes „Schinkenbrot“ eben. Aber Tesla gabs nicht, also haben wir etwas sehr ähnliches genommen. Also das Gefährt, das die nach dem Preis aufsteigend sortierte Liste als erstes ausspuckte. Das Resultat? Ein scheusslich hässlicher Chevi „schiessmichtot“ von einer Firma namens Cactus. Mir reicht die erste Silbe. Ich hoffe Sue hat keine Fotos gemacht. Was würden denn alle meine versnobten (Private-)Banker-Freunde von mir denken? Wobei, da sind ja nur noch Dani und Isli, und die sind ja eigentlich ganz cool ohne Schlips.
Wie der Tesla hat auch der Chevi, der ziemlich sicher im Kofferraum vom Tesla Platz hätte, ... äh, vier Sitze. Ohne Leder. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon. Zumindest für mich. Naja, schalten macht ja auch Spass und dank Pedro Fictivo (aka The Stig, https://g.co/kgs/DYAuS2) haben wir ja hautnah miterlebt, wie wenige Verkehrsregeln es effektiv zu beachten gibt in Südamerika. Dieser Umstand dürfte den Tesla-Autopiloten sowieso eher ausbremsen. Und so schlage ich die vom Navi errechnete Ankunftszeit dank altmodisch manueller Fahrweise bei jeder Gelegenheit und sehr zur Freude von Sue. Denke ich. Ihren Kommentaren nach zu urteilen, ist sie auf jeden Fall sehr bei der Sache. „Es isch ROOOT!“ ... „do chasch NID überhole!“ ... „das langed NIE!“ ... Tss.
Wir nutzen das kleine Scheisserchen also, um mit überhöhter Geschwindigkeit und doch total lässig und entspannt - „flüssig“, wie The Stig es nennt - von einer Weinerei zur nächsten zu cruisen und uns allerlei Wein präsentieren zu lassen. Guten Wein. Das können sie hier wirklich. Und nachdem wir uns in Santiago irgendwie schon wieder an den ganzen Luxus gewöhnt haben, entschieden wir uns neben den teils schäbigen Hostel-Zimmern in dieser Woche für drei Übernachtungen auf drei verschiedenen Weingütern. Das hätte auch einen perfekten „smaak!“-Ausflug ergeben. Salentein ist wahnsinnig imposant, Gimenez Riili sehr familiär mit toller Küche und Cecchin? Hm, Cecchin ist Bio, einfach nur Bio.
Jaja, kosten tun so Winery-Guesthouses natürlich einiges mehr als ein Hostel. Aber wenn man berücksichtig, dass jeweils noch eine Tour, oft ein Tasting und manchmal sogar noch eine ganze Flasche Wein auf dem Zimmer inkludiert ist, ist es immer noch scheiss teuer. Aber man gönnt sich ja auch sonst alles und die verbliebene Speckrolle sehnt sich seit Wochen hartnäckig nach Gesellschaft. Sue für ihren Teil kontemplierte ob der selbst gewählten Unterkünfte, dass die Reise dann wohl schon im Dezember enden könnte, man aber vieles gesehen und möglichst nichts ausgelassen hätte. Ich lächelte, nickte leicht und dachte mir nur „deine vielleicht“! Wir werden sehen. Go Bitcoin, go!
Ein kurzes Video dazu gibt's hier: https://youtu.be/Jmx8T7ep8iMもっと詳しく
旅行者Wellcome home!!!!!!!!!
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