Weltenbummler on Tour

Wir sind Rebecca und Daniel, die Weltenbummler, stets auf der Suche nach neuen Abenteuern getreu unserem Motto: „Great things never come from comfort zones“ 🗺🌏 Instagram: instagram.com/finnweltenbummler Dieselkasse: paypal.me/finnweltenbummler
Living in: Köln, Deutschland
  • Day170

    Kurzer Stoppover in Wien

    October 2 in Austria

    Nach wirklich sehr entspannten Tagen in der Slowakei heißt es für uns Abschied nehmen. Von dem was wir uns vorgenommen hatten, haben wir nicht allzu viel geschafft. Ein Grund mehr, wie schon gesagt, wieder zurückzukehren. Nach einem kurzen Versorgungsstopp um unsere Getränke- und Essensvorräte wieder aufzufüllen, verlassen wir die Slowakei in Richtung Österreich oder besser gesagt in Richtung Wien. Da wir noch einen Tag bis zum Beginn des Camper-Van-Summit-Meeting in Leutasch Zeit haben, war schnell die Entscheidung gefallen, einen Tag in Wien zu verbringen. Wir waren zwar erst letztes Weihnachten in Wien, aber es gibt immer was zum Anschauen und Bummeln, so dass wir uns auf einen Tag im Großstadt-Dschungel freuen.

    Am späten Vormittag fuhren wir mit der S-Bahn und U-Bahn in Richtung Wien. Unser erster Stopp war der Naschmarkt mit all seinen Köstlichkeiten. Wir lieben es über Märkte und Markthallen zu schlendern und all die verschiedensten Gerüche aufzusaugen. So spazierten wir durch die Reihen und erspähten die leckersten Dinge, wie Käse, Antipasti, Baklava, Gewürze, Obst und Gemüse und vieles mehr. Bei einem entspannten Kaffee und Tee und ein paar Sonnenstrahlen genossen wir Zeit in einer Großstadt. Manchmal auch ganz nett!

    Weiter ging es, vorbei an der Karlskirche, in Richtung Stephans Dom. Ein Besuch darf für uns bei keinem Wien Aufenthalt fehlen. Wir ließen die Fiaker an uns vorbeiziehen und klapperten die nächsten Touri-Hotspots ab. Durch den 1-ten Bezirk ging es in Richtung Hofburg und Volksgarten, vorbei an den wunderbaren Altstadt-Prachtbauten. Da das Wetter heute nicht so wirklich auf unserer Seite war und es zwischendurch immer mal wieder anfing zu regnen, ließen wir den Nachmittag in einem Irish Pub bei Fish and Chips, Burger und einem schönen Guinness als Dessert ausklingen.

    Voller Vorfreude, auf das, was uns in den nächsten vier Tagen auf unserem ersten Van Meeting in Leutasch (Tirol) erwarten wird, ging es am nächsten Morgen zeitig auf die Autobahn. Gute 400 Kilometer lagen noch vor uns, um rechtzeitig in Tirol einzutreffen.

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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day168

    Farm Camping Slowakei - Part 2

    September 30 in Slovakia

    Nachdem es gestern Abend bereits anfing dunkel zu werden und es in der Slowakei ja schon recht kühl ist, haben wir uns nur noch einen Tee gemacht und den Heizlüfter in unserem Van laufen lassen. Heute morgen sind wir dann von herrlichem Sonnenschein geweckt worden. Eigentlich hatten wir das Camp nur für die Durchreise ausgesucht, sind jedoch sowas von begeistert, dass wir den heutigen Tag definitiv hierbleiben.

    Zum Frühstück haben wir uns erstmal frische Eier organisiert und ausgiebig den Einstieg in den Tag genossen. Die Mittagssonne haben wir dazu genutzt, ein wenig die Gegend auf diversen Wanderstrecken zu erkunden. Das Camping „Sedliacky – Het Boerenhof“ in Brezno liegt unmittelbar in der niederen Tatra und die Wanderstrecken in die Umgebung beginnen direkt am Camp. Für uns ein Traum, rein in die Wanderschuhe und loslaufen. Die beiden Jungs des Camps, hatten erst vor ein paar Tagen eine neue Route markiert und so bot es sich an, dass wir diesen Track einmal Probe laufen. Vorbei noch an dem ein oder anderem Bauernhof ging es in den Wald stetig bergauf, um auf dem Plateau den gigantischen Blick über die Weiten der Slowakei schweifen zu lassen. Wir waren überrascht wie grün und hügelig die Slowakei ist. Ein Land in Europa, was wir völlig unterschätzt haben und eigentlich so gar nicht auf dem Schirm hatten.

    Nach ein paar Orientierungsschwierigkeiten, da die Marker heruntergefallen waren bzw. etwas zu spartanisch verteilt wurden, ging es durch Wiesen und Felder immer mit dem Blick in Richtung Camp zurück. Den Abend ließen wir am gemeinsamen Feuerplatz ausklingen. Da wir sowieso die einzigen Gäste auf dem Camp waren, hatten wir unser Lagerfeuer ganz für uns alleine. Obwohl nicht so ganz, zu späterer Stunde als das Feuer bereits so richtig gut brannte und ordentlich Wärme abgab, gesellten sich noch die Katzen des Camps zu uns. Mein Liebling, der rot-orangene Kater, ließ es sich auch nicht nehmen und genoss die Wärme und ein paar Streicheleinheiten auf meinen Knien. Fun-Fact vielleicht so am Rande, als wir nach drei Tagen das Camp verließen, wurden wir gebeten den rot-orangenen Kater bitte nicht mitzunehmen.

    Da wir uns auch auf diesem Camp in der Slowakei so sehr wohlfühlten, blieben wir erneut hängen. Eigentlich, wie bereits gesagt, sollte es nur zur Durchreise sein, da wir auf dem Weg ins slowakische Paradies waren. Mittlerweile wird die Zeit sehr eng, bis zum Camper-Van-Summit-Meeting in Leutasch (Tirol) und all unsere Marker auf unserer persönlichen Google-Karte werden wohl nicht umsetzbar sein. Naja, für uns ein Grund der Slowakei nicht den Rücken zuzuwenden, sondern schnellstmöglich nochmal vorbeizuschauen. So verbrachten wir einen weiteren Tag mit Faulenzen, Spazieren, Wäsche waschen, die Sonne genießen und einem weiteren frischen gebackenen Apfelkuchen. Es war einfach zu verlockend die frischen Äpfel von den Bäumen nicht in einem frisch gebackenen Kuchen zu verarbeiten.

    Unser Stopp in der Slowakei ist jetzt völlig anders verlaufen, als eigentlich geplant. Hier haben wir jedoch endlich Mal wieder auf unserer Reise Camps gefunden, die uns förmlich dazu aufgefordert haben, die Zeit anzuhalten und einfach mal zu genießen. Natürlich haben die abendlichen Lagerfeuer dazu beigetragen, die Atmosphäre und das Gefühl von Freiheit zu verstärken. Für uns steht ganz klar fest, Farm-Camping und die Slowakei wurden nicht das letzte Mal von uns besucht. Ein Land mit jeder Menge Potenzial, was nicht unentdeckt bleiben sollte. Des Weiteren gibt es noch ein drittes Farm-Camp in der Nähe von Košice, „Camping Sokol“, welches wir unbedingt noch ausprobieren wollen und unser Abenteuer im slowakischen Paradies steht ja auch noch aus. Wir kommen zurück und zwar bald – versprochen!

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  • Day166

    Banska Stiavnica - das Bergbaudorf

    September 28 in Slovakia

    Nach einigen entspannten Tagen beim Camping Lazy wurde es schlussendlich Zeit für uns wieder aufzubrechen. Wir wollten noch ein bisschen die Slowakei unsicher machen und es stand noch so einiges auf unserer persönlichen To-Do-Liste drauf. Nach einer großen Verabschiedungsrunde, ging es für uns zurück auf die Straße. Auf unserer heutigen Route stand als erstes das Bergbaudorf „Banská Stiavnica“.

    Wir hatten den Tipp bekommen, einmal durch das Örtchen durchzufahren und oben auf dem Berg an der Kirche den Parkplatz zu wählen. Den Tipp können wir nur weitergeben. Für 0,50 € die Stunde steht man hier zentral und super günstig. Bei herrlichsten Sonnenschein spazierten wir durch das wirklich hübsche Bergdorf und können definitiv verstehen, warum die Slowaken sagen, es ist „die schönste Stadt“ der Slowakei. Viele tolle alte Gebäude und kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster, welches wir so sehr lieben, gibt es. Eine alte Burg, die von Außen wirklich interessant aus sah. Ein kleiner Minen-Rundgang direkt an der Touristeninformation, sowie eine deutliche größere Mine, die in der Nebensaison nur noch am Wochenende geöffnet hat. Leider ... wir waren unter der Woche da!

    Was auch ganz spannend war, in Banská Stiavnica gibt es die erste Liebesbank der Welt. In der Bank gibt es 100.000 Schließfächer in denen Liebende aus aller Welt ihre Liebesgeschichte aufbewahren können. Wie ich finde eine witzige und zugleich romantische Sache, und auch dieser Ort kann mit einer Führung besichtigt werden.

    Wie ihr seht, hat das älteste Bergdorf der Slowakei jede Menge zu bieten und gehört nicht umsonst seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir waren wirklich von dem Charme des Ortes total begeistert und hätten stundenlang umherbummeln können und in den Cafés die Zeit genießen. Irgendwann muss man jedoch vorankommen und aufbrechen.

    Weiter ging es für uns nach Hornsek, um uns eine der acht Holzkirchen aus der Slowakei anzuschauen, welche ebenfalls Weltkulturerbe sind. Hier müssen wir sagen, dass wir nach den Holzkirchen in Rumänien etwas enttäuscht waren. Wenn es auf dem Weg liegt, kann man es machen, extra dafür einen Umweg einlegen, würden wir nicht.

    Recht spät am Abend kamen wir dann an einem weiteren Farm-Camping an und waren erneut hin und weg von der speziellen Atmosphäre.
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  • Day165

    Slowakei: Farmcamping Lazy

    September 27 in Slovakia

    Nach einem netten Nachmittag in Brünn (Brno), ging es heute in ein neues Land. So jockelten wir also weiter auf der Landstraße entlang, in Richtung Slowakei. Wir hatten Glück, die Einreise in die Slowakei verlief ganz unkompliziert und ohne Stau über eine Nebenstrecke oberhalb von Bratislava.

    Zur Begrüßung präsentierte uns die Slowakei die besten Straßenverhältnisse ever, die Rillen zwischen den einzelnen Betonplatten waren so riesig, dass wir uns wie in einem Panzer vorkamen. „Einmal durchschütteln bitte!“ Unser erster Stopp in der Slowakei war für uns ein ganz Besonderer. Wir wollten erstmalig Farm-Camping ausprobieren und hatten dafür einen ganz bestimmten Ort im Kopf.

    Es sollte nach Cerovo gehen, nahe der ungarischen Grenze, in die absolute Einöde. Genau das war es, was wir gesucht haben, unendliche Weite an Feldern, Wald und ein Bauernhof mitten drin. Camping Lazy ist eine absolute Idylle und auf den ersten Blick waren wir sofort verliebt. Wir hatten freie Platzwahl und suchten uns den schönsten Platz aus.

    Im Anschluss machten wir eine Orientierungsrunde und begrüßten Trudy das Hausschwein, Rosa eine der vielen Ziegen, die Schafe, die ganzen Hühner und die beiden Pferde auf der Koppel. An jeder Ecke gab es was zu erleben ... Wahnsinn! Eines unserer Highlights war ganz sicher unsere eigene Feuerstelle. So cool, jeder Platz kann wann und wie lange er will, ein eigenes Lagerfeuer machen. Einzige Bedingung der Hosts „keine Bäume im Wald fällen, sondern nur das bereits tote Holz nutzen“ - kein Problem, das bekommen wir hin. Also ging es bevor es dunkel wurde in den Wald, zum Holz suchen. So schleppten wir Äste und kleinere Hölzer aus dem Unterholz in Richtung Van. Nachdem wir das Holz gesammelt hatten, wurden wir von der Schafherde überfallen, die neben uns auf der Koppel standen. Als eines den Zaun überwunden hatten, rannten alle hinterher und wir waren von ihnen eingekreist. Finn hatte mal wieder neue Freunde, die sich an ihn schmiegten.

    Sobald es anfing zu dämmern, hockten wir vor unserem eigenen Lagerfeuer und ließen uns von den Flammen wärmen. Wow ist das schön ... das ist Vanlife pur für uns! Die Nacht wurde eisig kalt und wir hatten erstmalig auf unserer Tour Frost. Es guckte nur noch so gerade unsere Nasenspitze aus dem Schlafsack raus und am nächsten morgen wollte erstmal keiner aus dem Van aussteigen. Wir wurden von der Sonne begrüßt und so genossen wir bei unter 10 Grad nach langen mal wieder ein Frühstück im Freien.

    Da hier alles so schön entspannt und relaxt war, entschieden wir spontan einen weiteren Tag Farm-Camping zu genießen. Im Camp eigenem Garten kann man sich mit Obst und Gemüse versorgen und so wurde mal wieder gebacken. Die Äpfel lachten uns so unwiderstehlich an, dass wir spontan ein eigenes Apfelkuchen Rezept kreierten und eh wir uns versahen, duftete es bereits nach frischem Kuchen aus unserem Omnia.

    Am späten Nachmittag wurde dann noch was gearbeitet ... wir, oder besser gesagt ich, versuchte mich am Ziegen melken. Garnicht mal so einfach! Mit meiner mageren Ausbeute hätten wir wohl nicht sooo einen super leckeren Ziegenkäse zum Frühstück essen können. Nach einer kleinen Runde über die Felder ging es anschließend nochmal in den Wald zum Holz holen. Später hockten wir mit Lui und Steffi von Comewithus2 und Dani und Ralf von Three_on_the_road gemeinsam am Lagerfeuer und wir plauderten bei einem Bierchen über unsere Abenteuer in Europa. Vanlife verbindet!

    Schlussendlich sind wir drei Tage beim Camp Lazy hängengeblieben und haben die Zeit unendlich genossen. Wenn ihr entschleunigen wollt und einfach mal die Seele baumeln lassen wollt, ist dies der perfekte Ort. Morgens vom grunzen von Trudy geweckt werden und abends stundenlang am Lagerfeuer hocken! Was braucht man mehr? That’s life!

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  • Day162

    Der Drachen von Brünn

    September 24 in Czech Republic

    Auch wenn das Wetter minimal besser ist als gestern, entschieden haben wir uns bereits gestern Abend, Prag zu verlassen. Vielleicht kommen wir irgendwann nochmal auf ein Wochenende her, aber für dieses Mal, haben wir genug gesehen. Da im River Camp Prag bereits um 10:00 Uhr Checkout Time ist, waren wir heute bereits früh auf den Beinen.

    Bereits um 10:00 Uhr saßen wir in Finn und probierten den lästigen Stadtverkehr hinter uns zu lassen. Da wir ja ohne Vignette in Tschechien fahren, verpassten wir zwei Mal die richtige Abfahrt und waren schön völlig entnervt und Daniel verfluchte abermals, dass wir ohne Vignette unterwegs sind. Wie sagt er es immer so schön ... „sparen am falschen Ende“. Der dritte Versuch war dann erfolgreich und wir waren auf der Landstraße in Richtung Brünn (im tschechischen: Brno) unterwegs.

    Es war mal wieder eine Tour quer durchs Land und die gut 300 km zogen sich wie Kaugummi. Da wir uns über unseren Schlafplatz für heute Nacht noch uneinig waren und mangels Alternativen nicht wirklich Auswahl vorhanden war, steuerten wir das Camp Hana gute 20 km vor Brünn an. Es lag auf dem Weg in die Stadt und wir wollten einen Blick riskieren. Da wir so freundlich begrüßt wurden und bereits mit Informationsmaterial überschüttet wurden, entschieden wir spontan, hier bleiben wir. Da die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch ganz passabel war und wir innerhalb der nächsten 15 Minuten den Bus nehmen konnten .... parkten wir Finn schnell auf der riesigen Wiese und liefen los. Checkin und alle anderen Formalitäten sollten wir abends machen ... kein Problem.

    So saßen wir um halb drei erst im Bus und kurze Zeit später in einer nostalgischen Bahn in Richtung Brünn. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt! In Brünn selbst wurden wir von einem kurzen aber heftigen Hagelschauer begrüßt und dann schien wieder die Sonne. Der einzige Nachteil, es war bitterlich kalt.

    Wir spazierten durch die Innenstadt von Brünn, die wirklich winzig ist, obwohl Brünn die zweitgrößte Stadt in Tschechien ist. Es gab ein paar nette Gebäude und Kirchen, an denen wir vorbei gingen, aber nichts spektakuläres. Fast hätten wir das Wahrzeichen der Stadt den „Brünner Drachen“ verpasst. Wir waren bereits zweimal dran vorbei gelaufen, bis wir den Torbogen an der Touristeninformation am Alten Rathaus entdeckten und ein Krokodil unter der Decke hingen sahen. Viele Sagen drehen sich um den Drachen von Brünn, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzte oder aber, dass das Krokodil ein Geschenk des ungarischen Königs ans Volk war ... was nun der Wahrheit entspricht wird ein Geheimnis für sich bleiben. Warum man vom Drachen spricht, wo es doch ein Krokodil ist, hat sich uns auch nicht erschlossen.

    Wir hatten einen netten Nachmittag, auch wenn es wirklich bitterlich kalt war und können sagen, wenn Brünn oder Brno auf dem Weg liegt, haltet für einen kleinen Spaziergang und eine Kaffeepause ruhig an. Erwartet nicht zu viel ... es gibt ein paar nette Ecken, sowie Cafés und Bars und vergesst nicht beim Brünner Drachen vorbei zu schauen. Man ist halt recht schnell durch, aber nett ist es trotzdem.
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  • Day161

    Abstecher nach Prag

    September 23 in Czech Republic

    Nach einer sturmreichen Nacht mit viel Regen und Gewitter ist es heute morgen recht kühl in Prag. Aber wir wollen mal nicht meckern, es hat wenigstens aufgehört zu regnen. So gibt es erstmal ein entspanntes Frühstück und dann geht’s los in Richtung Straßenbahn.

    In weniger als 30 Minuten stehen wir mitten im Stadtzentrum von Prag auf dem Altstädter Ring. Um uns besser zu orientieren, suchen wir eine Touristeninformation auf und bewaffnet mit einem Stadtplan bummeln wir los. Bereits auf den ersten Metern können wir unseren Augen kaum glauben ... in den Buden auf dem Herbstmarkt gibt es die ersten Weihnachtsdekoartikel und es gibt Glühwein. Die Temperaturen sind tatsächlich im niedrigem einstelligen Bereich, so dass ein Glühwein nicht die schlechteste Idee wäre, aber irgendwas in uns drin sträubt sich noch davor. Es ist noch September und noch keine Zeit für Glühwein!

    Bei einem Prag Besuch darf natürlich nicht die Karlsbrücke fehlen, so marschierten wir noch durch die ein oder andere Gasse und standen dann am Ufer der Moldau mit fantastischem Blick auf die Brücke. Die Sonne kommt gerade auch mal zum Vorschein und so gibt’s tatsächlich ein schönes Panoramafoto. Wir spazieren, durch die wie wild fotografierenden Asiaten, über die Karlsbrücke auf die Prager Kleinseite. Hier schafften wir es nicht mehr an den hunderten von Striezel-Bäckern vorbei zu gehen. Der Duft stoppte uns und wir genießen einen Baumstriezel mit Zimt und Zucker. So lecker!

    Zurück auf der anderen Moldau-Seite schauten wir noch beim Pulverturm und der ein oder anderen Kirche vorbei. Nach einem zünftigen Essen in einem der zahlreichen Pilsener Urquell Kneipen ging es zurück zum Camp. Mittlerweile hatte es auch wieder angefangen zu regnen und so hockten wir mit laufender Standheizung auf Stufe 3 im Van und ließen den Tag ausklingen.
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  • Day160

    Sächsische Schweiz - Bastei

    September 22 in Germany

    Nach zwei Tagen wandern, ging es für uns nach dem Frühstück weiter. Wir hatten ja noch einiges vor, bevor wir am 3. Oktober in Leutasch auf dem CVSM 2018 sein wollen. Bevor wir die sächsischen Schweiz jedoch für das Erste verlassen, sollte es noch zu dem Spot schlechthin gehen. Wenn man die sächsischen Schweiz mal googlet, kommt ein Bild in tausendfacher Ausfertigung ... das Bild der Bastei. Natürlich wollten auch wir oder besser gesagt, ich ein solches Bild haben. Wenn man schon mal hier ist, warum nicht den meist fotografierten Ort der sächsischen Schweiz anschauen?!

    Gesagt getan, wurde das Navi programmiert und schon ging es los. Da wir gelesen hatten, dass es Shuttlebusse gibt und so auch ganz entspannt die etwas weiter entfernten Parkplätze angesteuert werden können, machten wir dies. Die Kosten halten sich auch absolut im Rahmen, parken 3,-€ für den ganzen Tag und das Shuttle einfache Strecke 1,-€ pro Person. Wir entschieden uns den Hinweg schön durch die Felder und den Wald im Sonnenschein bis zur Bastei zu spazieren.

    Wow, als wir an der Bastei ankamen, wurden wir bereits von Menschenmassen erschlagen, zumindest kam es uns so vor, nach zwei Tagen wandern, wo wir auf weit mehr als 30 km nicht mehr als vielleicht 30 Menschen getroffen haben. Man merkt direkt, dass das der Ort ist, der beim Besuch der sächsischen Schweiz von den Reisebussen und Tourveranstaltern angefahren wird. Naja egal, auch wenn uns das jetzt nicht wirklich zusagt, müssen wir da jetzt durch.

    Wir schlängeln uns durch die für uns schleichenden Massen, mal rechts - mal links vorbei, bis wir den ersten Fotostop erreichen. Die Bastei (mit ihrer berühmte Brücke) ist noch nicht dabei, aber ein herrlicher Blick auf die Felsen des Sandelbsteingebirge. Weiter ging es in Richtung Plattform, um einen schönen Blick auf die Elbe zu ergattern. Sehr schön, sieht auf jeden Fall schonmal richtig klasse aus. „Aber wo ist jetzt die sagenumwobene Brücke“, fragten wir uns.

    Schnell die Wegweiser nochmal gecheckt und weiter ging’s ... nach einigen Stufen konnten wir die Bastei sehen und die ersten Fotos knipsen. Die Brücke selbst kostenfrei und so standen wir recht schnell mitten drauf. Wir hatten recht Glück und obwohl Samstag war und schönes Wetter konnten wir uns ohne Gedrängel frei bewegen. Die Felsenburg wird aktuell saniert und nur kleine Stücke sind begehbar, so dass wir uns gegen die Besichtigung entschieden haben. Wir spazieren lieber noch was umher.

    Wir entdecken noch eine weitere Plattform auf einem Felsen, von dem man eine herrliche Aussicht auf die Brücke und die Bastei hat. Hier heißt es leider anstehen! Naja egal, wir haben Zeit und sind nicht auf der Flucht. Es geht recht zügig voran und so standen wir nach gut fünf Minuten oben auf der Plattform und genossen die Aussicht. Nicht nur der Blick auf die Brücke war genial, sondern auch die Aussicht auf die Felsformationen und das Tal der sächsischen Schweiz. Wunderschön ... das Anstellen hat sich gelohnt!

    Mit dem Bus ging es dann zurück zum Parkplatz und rüber über die Grenze nach Tschechien. Kurz hinter der Grenze bot sich noch ein Fotoshoot mit Finn an einem alten Flugzeug, welches als Restaurant heute fungiert. Da wir uns entschieden haben, die Kosten für eine Vignette zu sparen, jockelten wir die nächsten Stunden über die Landstraße und passierten den ein oder anderen Ort, bis wir an unserem Ziel in Prag eintrafen.

    Unser Camp ist zentral gut gelegen mit einem direktem Bahnanschluss innerhalb weniger Minuten bis ins Zentrum. Der Rest ist so lala ... für den Preis ist wahrscheinlich auch nicht mehr drin. Da es mittlerweile aus Eimern gießt und wir teilweise bei den Windböen das Gefühl haben weg zu fliegen, entschieden wir uns den Abend mit Ravioli aus der Dose schön gemütlich im warmen zu verbringen. Unsere Sightseeingtour in Prag läuft uns ja nicht weg.
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  • Day159

    Steile Stiegen am Hermannseck

    September 21 in Germany

    Noch im Bett liegend kam die erste und wichtigste Frage des Tages „was sagen unsere Füße“? ... sie schmerzten noch ein wenig, aber die verarzteten Blasen hatten sich bereits wieder zurück gebildet, so dass einer neuen Tour nichts im Wege stand. Nach einem ausgiebigen Frühstück, mit frischen Brötchen - was wir beim Campen als kleinen Luxus genießen, ging es eine Stunde später als gestern erneut in Richtung Wanderparkplatz.

    Durch Zufall hatten wir gestern mit anderen Wanderern die Empfehlung der „steilen Stiegen am Hermannseck“ bekommen und nach ein wenig Recherche bereits gestern Abend, war die Entscheidung unserer heutigen Tour bereits gefallen.

    Unser markierter Pfad führte uns als erstes zur Unteren Schleuse und bog dann unterwegs rechts ab in Richtung Hermannseck. Wir waren nach den Fotos im Netz und den Erzählungen wirklich gespannt was uns erwartet. Zuerst genossen wir von hier oben abermals eine tolle Aussicht über die Gesteinsformationen der Sächsischen Schweiz und waren begeistert. Wir lieben es, wenn die Aussichten so facettenreich sind wie hier.

    Und jetzt wartete das Highlight unserer heutigen Tour auf uns. Bereits der Blick die steilen Stufen hinab zwischen den Felswänden war schon gigantisch. Ein mulmiges Gefühl kam schon in mir auf, ob ich hier tatsächlich hinunter klettern wollte. Es war verdammt steil und die einzelnen Stufen sehr eng. Des Weiteren kam noch hinzu, dass der Weg um die Kurve ging im Fels und wir keine Ahnung hatten, ob uns jemand von unten entgegen kommt. Es gibt ja noch die Alternativroute „bequem“ ... aber nein, die kommt für uns Abenteurer nicht in Frage!

    Okay, es wird geknobelt, wer geht vor, obwohl das Ergebnis egal gewesen wäre, Daniel hätte immer zuerst gehen müssen ... wer soll mich sonst unten auffangen, wenn ich ausrutsche. Teilweise war es zu eng zwischen den beiden Felswänden, dass wir unsere Rucksäcke vom Rücken nehmen mussten und nur noch seitlich klettern konnten. Platzangst ist hier definitiv Fehl am Platz! Als Daniel sicher und unversehrt unten angekommen war, kletterte ich oben los. Ich begann vorwärts und wechselte zwischendurch auf die Variante rückwärts die Stufen hinunter zu klettern. Was für ein Adrenalin Schub und ein gutes Gefühl wenn man unten ankommt.

    Eine ganz klare Empfehlung die Stiegen von unten nach oben zu klettern, also von der Unteren Schleuse nach oben zum Hermannseck.Die Sicht nach oben ist tausendmal angenehmer, als der Blick in die Tiefe. Auch wenn es auf den Bildern nicht so rüberkommt, es ist verdammt steil und bei schlechten Wetterverhältnissen ganz klar nicht zu empfehlen, da es zudem sehr rutschig werden kann.

    Unten angekommen, ging es entlang der Krinice zurück zum Einstiegspunkt der Oberen Schleuse. Ganz ruhig und idyllisch schlängelt sich der aufgestaute Fluss hier durch die Schlucht. Weiter ging es durch den Wald und die umliegenden Felder wieder zurück nach Hinterhermsdorf, um uns noch eine kühle Erfrischung beim „zum Wanderstübel“ in der Sonne zu genehmigen.
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  • Day158

    Nach vier Wochen at Home, diversen Modifizierungen, Erweiterungen und Werkstatt-Terminen für Finn, sind wir wieder unterwegs. Endlich! Irgendwie hatten wir das Nomadenleben und das Schlafen in Finn vermisst.

    Es ist Mittwoch morgen, wir sitzen im Auto und können starten. Unser erster Stopp soll noch in Deutschland sein und zwar in der Sächsischen Schweiz, so oft haben wir gehört, dass es dort traumhafte Wanderstrecken geben soll und da das Wetter in den nächsten Tagen auch mitspielen soll, war alles geklärt. Die Strecke dorthin war jedoch eine einzige Tortur. Eine Baustelle nach der nächsten, dass sind wir nicht mehr gewöhnt ... wenn es in Osteuropa überhaupt eine Autobahn gab, dann waren die immer leer.

    Nach mehr als sechs Stunden und etwas entnervt, kommen wir in der Sächsischen Schweiz oder besser gesagt in Hinterhermsdorf an. Wir fahren auf das Camp und dann die böse Überraschung, „eigentlich sind wir ausgebucht“ ... natürlich sind wir, wie in den vergangenen vier Monaten auch, ohne Reservierung losgefahren. War das unser Fehler?!?! „Kinders, wie lange wollt ihr denn bleiben“, fragt uns die nette Dame hinter der Rezeption mit ihrem sächsischen Akzent. Wir antworteten: „zwei bis drei Tage zum Wandern“. „Aber dann müsst ihr einmal umziehen, dann kriegen wir da noch was hin“, teilte uns die Dame mit. Gebongt, das machen wir, Hauptsache wir haben einen Platz auf dem wir stehen können.

    Der nächste Tag weckte uns schon mit Sonnenschein und um zehn waren wir bereits mit Sack und Pack parat zum Wandern. Es sollte ne kleinere Runde zum Eingewöhnen werden und so ging es in Richtung Wanderparkplatz am Ende des Ortes und dann direkt in den Wald. Herrlich, es war so schön ruhig und friedlich und nur ein paar wenige Rentner unterwegs.

    Als erstes ging es in Richtung Königsplatz, hier genossen wir erstmalig die Aussicht über über das Elbsandsteingebirge und die umliegenden Wälder. Weiter ging es über die Schweinslöcher (ein paar Löcher im Fels durch die man durchging) weiter in Richtung Rabenstein. Hier oben waren wir völlig alleine und bestaunten die wunderschöne Aussicht und kletterten ein wenig auf den Felsen herum. Da wir uns gerade sehr weit oben befanden, mussten wir einige Höhenmeter wieder bergab nehmen und so kletterten wir Stufe um Stufe hinab um ein Stück der Krinice in Richtung Zeughaus zu folgen. Unsere Markierung verließ recht schnell die Ebene am Fluss und so ging es rechter Hand wieder bergauf. Schnell fragten wir uns, ob es hier nicht auch eine Verbindung auf dem Grad gegeben hätte? Naja jetzt kletterten wir gefühlte tausend Stufen wieder bergauf über die Thorwalder Wande und die Hickelhöhle. Da wir bereits schon einige Kilometer in den Knochen hatten, waren wir für jede Pause um ein Foto zu knipsen dankbar und so kam unsere neue Kamera auch erstmalig so richtig zum Einsatz. Endlich am Zeughaus angekommen, freuten wir uns über die lang herbei gesehnte kühle Erfrischung. Das tat gut, immer nur Wasser trinken ist auf Dauer doch sehr eintönig.

    Für den Rückweg zum Camp wählten wir die kürzeste Strecke, da wir bereits 20 Kilometer hinter uns hatten und für eine "kleine Wanderung" es doch ganz schön viel heute war. So gequalmt haben unsere Füße bisher auch noch nie ... Am Ende waren es dann 24km.

    Geht’s morgen wieder auf große Wandertour? Man darf gespannt sein, was unsere Füße morgen früh sagen.
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  • Day121

    Der fröhliche Friedhof

    August 14 in Romania

    Nachdem wir gestern unseren Abend am Lagerfeuer und mit einem Mix aus rumänisch-französischem Essen verbracht hatten, haben wir uns heute morgen spontan entschieden, eine weitere Nacht in Sacalaseni auf dem Camping „Noroc“ zu bleiben. Erneut haben wir ein kleines familiäres Camp gefunden, wo wir mit unserem Van direkt im Garten parken und uns pudelwohl fühlen, was nicht immer der Fall war in Rumänien.

    Mittlerweile sind wir in der Region Maramures im Norden von Rumänien und der Westukraine angekommen. Die Region ist bekannt für ihre Holzkirchen, die zum Teil UNESCO Weltkulturerbe sind. Wenn wir schon mal in der Region sind, lassen wir es uns nicht nehmen, die ein oder andere Kirche anzuschauen. Von unseren Hosts bekommen wir noch einen Routen-Vorschlag und schon sitzen wir im Van und düsen los. Unser erster Stopp ist das Örtchen „Surdesti“, hier finden wir die höchste Holzkirche der Welt. Der Glockenturm ist 72 Meter hoch und somit ist die Kirche, das höchste Gebäude, welches vollständig aus Eichenholz erbaut wurde. Wir hatten riesiges Glück und waren pünktlich um 12:00 Uhr mittags vor Ort und konnten live miterleben, wie noch per Hand die Glocken auf dem Turm geschlagen wurden. Für eine Spende von einem Euro pro Person haben wir uns noch das Innere der Kirche angeschaut, wo heute noch zu besonderen Anlässen der Gottesdienst zelebriert wird.

    Unterwegs hielten wir noch an der ein oder anderen Holzkirche und fuhren immer weiter in Richtung der ukrainischen Grenze. Unser eigentliches Ziel für heute war der sogenannten „Merry Cemetery“. Irgendwie schon etwas merkwürdig, aber in Rumänien gehört der „Merry Cemetery“ in Sapanta zu den Touristen-Attraktionen. Als wir in dem kleinen Örtchen ankommen, ist das Chaos, wie so oft in Rumänien, bereits perfekt. Auf der schmalen Friedhofsstraße parken rechts und links die Pkw´s, Reisebusse und Wohnmobile und zwischendurch probieren die Dorfbewohner noch diverse Souvenirs an die Touristen zu bringen. Diesmal war das Glück tatsächlich auf unserer Seite und kurz vor uns fuhr ein größerer SUV aus einer Lücke und wir passten hinein.

    Irgendwie war es ja schon ein komisches Gefühl einen Friedhof als Sehenswürdigkeit zu besichtigen, aber die bunt bemalten Grabsteine zogen uns ganz schnell in ihren Bann. Auch hier zahlten wir eine kleine Spende von einem Euro pro Person zur Fertigstellung der Friedhofskirche (das Innere der Kirche war noch ein völliger Rohbau) und schon spazierten wir durch die Gräberreihen. Die Grabmale waren alle unterschiedlich, da auf ihnen eine kleine Geschichte über den Verstorbenen, seinen Beruf oder auch seine Todesursache bebildert war. So konnten auch wir uns zu jedem Verstorbenen unser eigenes Bild bzw. unsere eigene Geschichte machen. Der „Merry Cemetery“ wie der Name schon sagt, soll ein fröhlicher Ort sein, an dem geweint und gelacht werden kann zur selben Zeit. Zuerst waren wir doch recht skeptisch einen Friedhof als Sehenswürdigkeit anzusehen, doch jetzt müssen wir sagen, der erste Gedanke mag vielleicht etwas makaber klingen, aber wir haben diesen Weg bis an die ukrainische Grenze keineswegs bereut. Manchmal muss man außergewöhnlichen Dingen eine Chance geben!
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