Wir machen rüber nach Italien 🇮🇹⛴️🚐
Jun 25–26 in Italy ⋅ 🌙 26 °C
Oder wie Britti eine Außenkabine, eine Blume und einen Vorderreifen zum Geburtstag bekam
Jetzt war es also soweit.
Griechenland lag hinter uns, Italien wartete vor uns, und dazwischen lag diese große Fähre von Igoumenitsa nach Bari. Eine ganze Nacht auf dem Meer. Ein riesiges Schiff. Ein Silberpfeil im Bauch der Fähre. Und Britti mit einem Geburtstagsgeschenk, das vermutlich nicht jede Frau sofort versteht 😄
Ich hatte ihr nämlich eine richtig schöne Außenkabine geschenkt. Mit Blick nach draußen, mit etwas Komfort, mit diesem Gefühl von: Heute schlafen wir nicht irgendwo, heute fahren wir wie Leute, die sich ein kleines bisschen Luxus verdient haben ❤️
Und dann bekam sie noch ein zweites Geschenk.
Den rechten Vorderreifen.
Ja, richtig gelesen 😂
Weil vorne beide Reifen neu mussten, dachte ich mir: Wenn Britti schon als Beifahrerin auf dieser Seite sitzt, dann soll sie wenigstens ihren eigenen Reifen haben. Sicherheit, Romantik und Gummiabrieb in einem Geschenk. Mehr Beziehung geht fast nicht. Andere schenken Schmuck, ich schenke Fahrstabilität.
Aber von Anfang an.
Erst mussten wir vor dem Zoll parken. Und dann kam schon der erste kleine Titanic Moment. Britti musste durch den Zoll, ich mit dem Silberpfeil ganz außen herum durch die großen Tore. Für normale Menschen ist das ein logistischer Ablauf. Für Britti war es kurz so, als würden wir uns vielleicht zum letzten Mal sehen 😄
Sie schaute mich an, als würde gleich eine dramatische Filmmusik einsetzen.
Ich sagte nur:
„Ich stehe auf der anderen Seite, wenn du rauskommst.“
Und so war es auch.
Kurz darauf kam schon die WhatsApp:
„Ich bin draußen, ich bin draußen!“
Ich fuhr hin, holte sie ab, und da stand sie schon, winkend, erleichtert, zufrieden. Da wusste ich: Der erste Teil der Mission war geschafft. Kein Drama. Kein verlorenes Britti. Kein Suchtrupp am Hafen 😄❤️
Dann stellten wir uns an die Fähre. Und natürlich hieß es erstmal warten. Über zwei Stunden. Aber was macht man, wenn man nachts vor einer Fähre steht, umgeben von Wohnmobilen, LKWs, Autos und Menschen, die alle irgendwie müde, aufgeregt und leicht verwirrt aussehen?
Richtig.
Man guckt Fußball.
Deutschlandspiel. Wir standen da zwischen Hafenlampen, Motorengeräuschen und Reisenden aus halb Europa, und auf irgendeinem Bildschirm lief Fußball, während hinter uns langsam dieser riesige Schiffskörper aus der Nacht auftauchte. ⚽🌙
Und dann kam sie.
Die Fähre.
Ein Riesenteil. Dunkel, gewaltig, fast wie ein schwimmender Berg. Dann öffnete sich vorne dieses riesige Maul. Eine Rampe kam herunter, so groß, dass ich dachte, da könnte man auch eine Kleinstadt einladen. Und plötzlich wurde aus Warten Aktion.
Alle mussten schnell rauf. LKWs, Autos, Wohnmobile. Alles bewegte sich. Hafenpersonal winkte, zeigte, rief, pfiff, und man hatte kurz das Gefühl, man sei nicht auf einer Fähre, sondern bei einer militärischen Großverladung mit Urlaubsabsicht 😄
Und dann musste Britti sich wieder von mir trennen.
Sie musste allein hoch aufs Schiff. Ich musste mit dem Silberpfeil allein in den Bauch der Fähre fahren.
Und ich sage euch, das war schon ein Erlebnis.
Du rollst mit 7,50 Metern Wohnmobil in diesen tiefen Schiffsbauch hinein, links und rechts riesige LKWs, überall Stahl, Rampen, Geräusche, Männer mit Warnwesten, die dich einweisen, als würdest du gerade eine Mondlandung rückwärts einparken. Siehe Video. Genau so fühlt sich das an 🚐⛴️😄
Kaum stand der Silberpfeil, kam schon wieder eine WhatsApp von Britti:
„Ich bin hier. Ich bin da. Nicht, dass du mich nicht findest.“
Und liebe Leserinnen und Leser, genau das ist echte Liebe.
Nicht Rosen. Nicht Gedichte. Nicht große Worte.
Sondern die Angst, dass der Liebste im Schiffsbauch verschwindet und nie wieder zur Kabine findet 😂❤️
Ich fand sie natürlich. Irgendwann. Und dann kamen wir in unsere Außenkabine. Draußen Nacht, drinnen diese kleine schwimmende Ruhe, und plötzlich war all der Hafenstress weg.
Vor dem Schlafengehen übergab ich meiner kleinen hüpfenden Britti noch eine kleine Blume 🌸
Sie grinste. Dieses echte Grinsen. Dieses Britti Grinsen, bei dem man weiß: Ja, das Geschenk ist angekommen. Nicht nur die Blume. Nicht nur die Kabine. Sondern der ganze Moment.
Wir lagen da, irgendwo zwischen Griechenland und Italien, und sprachen uns wieder zu, noch mehr Abenteuer zu erleben. Noch mehr Wege. Noch mehr verrückte Plätze. Noch mehr Geschichten, bei denen man vorher denkt: Das kann doch keiner glauben.
Aber zuerst musste Italien kommen.
Am nächsten Morgen war es soweit. Bari. Hitze. Italien. Und eigentlich sollte Britti wieder allein von Bord gehen. Eigentlich.
Aber wer Britti kennt, weiß: Wenn sie einmal beschlossen hat, irgendwo nicht mehr wegzugehen, dann geht sie da nicht mehr weg 😄
Sie hüpfte einfach ins Wohnmobil und blieb sitzen. Keine Diskussion. Kein Aussteigen. Kein zweiter Titanic Moment. Sie war drin, sie blieb drin, und so rollten wir beide ganz langsam gemeinsam von der Fähre.
Und dann traf uns Italien.
40 Grad.
Nicht warm. Nicht sommerlich. Sondern diese Hitze, bei der du aussteigst und sofort denkst: Hat hier jemand den Backofen offen gelassen? ☀️🔥
Aber es half nichts. Jetzt mussten die beiden Vorderreifen getauscht werden. Ich war ja schon seit Tagen mit einem Händler in Kontakt, auf Italienisch, mit viel Schreiben, viel Übersetzen und viel Hoffnung. ChatGPT sei Dank, sonst hätte ich vermutlich irgendwann nur noch „Reifen bitte schnell“ geschrieben und gebetet 😂
Und was soll ich sagen?
Es klappte wie am Schnürchen.
Der Reifen war bestellt.
Wir kamen an.
Alles lief.
Und nach etwa 30 Minuten waren wir schon wieder startklar.
Britti hatte also ihren Geburtstagsreifen bekommen, der Silberpfeil stand wieder sicher auf neuen Vorderfüßen, und wir konnten weiter Richtung Süden.
Nächstes Ziel: Ostuni.
Und dort erwartete uns eine Hitze, die wirklich alles konnte. Eine Stadt, weiß, hell, schön, aber so heiß, dass selbst Schatten aussah, als hätte er keine Lust mehr.
Doch dann kam am Abend etwas, womit wir nicht gerechnet hatten.
Eine gigantische Änderung.
Fast schon eine komplette Wendung unseres ganzen Abenteuers.
Denn manchmal plant man eine Reise.
Und manchmal schaut einen die Reise an und sagt:
„Schön gedacht, Kai. Aber jetzt machen wir mal etwas ganz anderes.“ 😄🚐🇮🇹
Was genau passiert ist, erzähle ich euch in der nächsten Geschichte.
Bleibt dran.
Denn Italien hat uns nicht einfach empfangen.
Italien hat direkt angefangen, unseren ganzen Plan umzuschreiben.Read more
















TravelerWillkommen in Italy 😂 und viele schöne Momente für Euch zwei 👍
Schönwetterwanderer
Da waren wir noch guter Dinge
Alles Liebe noch nachträglich zum Geburtstag liebe Britta [Karin und Klaus]