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Ab in die Wüste

Einmal rund um die arabische Halbinsel. Von der Türkei aus in den Oman und zurück. Lue lisää
  • Die Schöne zwischen Fels und Meer

    27. helmikuuta, Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Maskat oder Muscat, die Hauptstadt des Sultanats Oman, ist eine schöne Stadt. Üppig und bunt begrünt, blitzsauber, modern und traditionell zugleich erfreut sie das Auge des Besuchers. Weiße Häuser schmiegen sich an die Hänge karger Felshügel des Hadschar-Gebirges, kilometerlange Strände flankieren die 600.000-Einwohner-Metropole. Hier kann man's, so scheint es, gut aushalten.

    Da die Sultan-Quabus-Moschee freitags dicht ist, fahren wir in den Stadtteil Mutrah mit seinem Hafen. Der historische Souk ist leider fest im Griff recht aufdringlicher Souvenirhändler. Den Hop-on-hop-off-Cabriobus ersparen wir uns aufgrund seiner absurden Preisvorstellungen (85 Euro p.P. für einen Tag). Stattdessen erklimmen wir das alte Fort, genießen den Ausblick und bewundern die kilometerlange, aufwändig als Park gestaltete Uferpromenade. Und dann heißt es abermals: Ab an den Strand!
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  • Fastenbrechen im Kollektiv

    27. helmikuuta, Oman ⋅ ☀️ 24 °C

    Vier Wochen lang nichts essen und trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang: Das sind die Eckdaten des Ramadan. Im Kern steckt freilich viel mehr dahinter: Der Arm und Reich gleichermaßen betreffende Verzicht soll die Menschen ebenso einander näher bringen wie das gemeinsame Fastenbrechen und Schlemmen am Abend.

    Uns als Touristen trifft das strenge Fastengebot zwar nicht, denn als Reisende mit mehr als 83 Kilometern Distanz zum Zuhause (da qualifizieren wir uns knapp 😜) sind ausgenommen. Doch natürlich tangiert der Ramadan auch uns. Denn tagsüber bleiben uns die herrlichsten Cafès und Wirtshäuser verwehrt: alles dicht. Wir müssen also lernen, tags auf unsere (reichlichen) eigenen Vorräte zurückzugreifen, was wir betont diskret und rücksichtsvoll tun, nicht coram publico.

    So leer die Straßen und Märkte am Tag sind, so voll sind die Supermärkte: Denn sich für den Abend mit Lebensmitteln einzudecken ist erlaubt, und vorgekocht muss schließlich auch werden.

    Kaum sinkt die Sonne gen Firmament, füllen sich überall die Parks, Strände und Plätze. Von den Grills steigen Rauchwolken auf, es duftet wie auf einem Basar, Kinder toben herum, Erwachsene lachen und plaudern. Erst tief in der Nacht werden die Teppiche, Decken und Campingstühle wieder zusammengefaltet.

    An diesen Teil des Ramadans müsste ich mich nicht lang gewöhnen...

    Muss Schluss machen. Die Strandnachbarn bringen uns Leckereien. Wir werden uns mit Datteln revanchieren.
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  • Rekorde vom Boden bis zur Decke

    28. helmikuuta, Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Imposante Moscheen der Superlative haben wir inzwischen einige gesehen. Auch die Sultan Quaboos Grand Mosque in Maskat hat Rekordverdächtiges zu bieten: Den tonnenschweren Lüster aus Swarovski-Glitzersteinen und den größten zusammenhängenden Teppich aus 1,7 Milliarden Knoten.

    Der 4300 Quadratmeter große Gebetsteppich gilt als ein Meisterwerk iranischer Knüpfkunst. Die Herstellung führte an die Grenzen des technisch Machbaren. Für diese Größe existieren keine Knüpfstühle. Daher musste der Teppich in mehreren Einzelteilen gefertigt werden. 600 Knüpferinnen waren drei Jahre lang in jeweils zwei Schichten mit deren Herstellung beschäftigt. Das Zusammennähen vor Ort nahm vier weitere Monate in Anspruch. Insgesamt wiegt der Teppich 22 Tonnen.

    Die reich mit Kalligrafien und Arabesken verzierte Holzdecke stellt das optische Gegenstück zum Teppich dar. Über dem Raum wölbt sich eine 50 Meter hohe Kuppel, in deren Mitte einer der größten Lüster der Welt hängt. Seine Grundkonstruktion besteht aus vergoldetem Metall. Er trägt 1122 Lampen, ist reich mit Swarovski-Kristallen behängt und wiegt acht Tonnen. Gefertigt wurde er von der Firma Faustig (Deutschland/Italien).

    Was aber viel wichtiger ist: In der Moschee herrscht kein bedrückend-beklemmendes Gefühl, wie es oft in christlichen Gotteshäusern aufkommt. Hier spürt man eine freundliche Leichtigkeit und kann sich im wahrsten Sinn des Wortes unbelastet dem Staunen über die überbordende Pracht, Handwerkskunst, Detailliebe und Ornamentik hingeben.

    Ach ja: 40 Millionen Euro hat die 2001 nach sechsjähriger Bauzeit eingeweihte Moschee aus 300.000 Tonnen indischem Sandstein offiziell gekostet. Der wahre Preis wird auf das Doppelte geschätzt...
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  • Des Sultans gute Gabe

    28. helmikuuta, Oman ⋅ ☀️ 28 °C

    Was das Ding gekostet hat, weiß niemand. Ist aber auch egal: Schließlich war's ein Geschenk. Ein Geschenk des Sultans von Oman an sein Land, seine Leute: Das Royal Opera House in Maskat.

    Ein bisschen hat sich der kunst- und kulturbeflissene Monarch auch selbst beschenkt mit dem opulenten Musiktempel, der 2011 nach nur viereinhalbjähriger Bauzeit - da dauert in Deutschland schon das Genehmigungsverfahren länger! - eingeweiht wurde. Eine Loge ist der Royal Familie reserviert.

    1100 Zuhörer passen in das Haus, das in der Golfregion seinesgleichen sucht. Die Vorstellungen sind fast immer lange ausgebucht. Technisch stellt die Oper das Nonplusultra dar, versichert der Führer - von der größten Orgel weit und breit über Licht- und Tontechnik vom Feinsten bis hin zu hydraulisch verstellbaren Bühnenböden und Balkonlogen.

    Da hat sich der Sultan nicht lumpen lassen.
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  • Erfrischende Launen der Natur

    1. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 28 °C

    Der Oman mag ein Wüstenland sein - ein wüstes Land ist er nicht. Zwischen schroffen, kargen Felsen hat sich die Natur manch wunderbare Laune einfallen lassen. Zwei davon haben wir bereits besucht, weitere sollen folgen. Inshallah!

    Man hätte den Eingang zur Schlucht Wadi Shab natürlich auch auf die andere Flußseite bauen können. Aber dann entginge den Besuchern das Übersetzen auf wackeligen Holzkänen - und dem Fährmann ein Rial (2 Euro) pro Person.
    Wir sind früh dran und machen uns in der Kühle des Morgens vor den Touristenmassen auf den knapp einstündigen Weg hinein in den immer enger werdenden Canyon zwischen hoch aufragenden, roten Felswänden. Über Kies, Geröll und große Felsblöcke geht es teils mühsam voran, doch was uns erwartet am Ende, ist den Aufstieg allemal wert: Ein Becken mit kristallklarem, wohltemperierten Wasser, das grünlich schimmert. Gut 20 Minuten schwimmt und geht man von hier aus weiter, erreicht eine Höhle und an deren Ende einen Wasserfall.

    Als Gott, Allah oder wer auch immer das Paradies schuf, übte er wohl hier - und war schon weit fortgeschritten.

    Lauwarmes Wasser auch im Bimmah Sinkhole, einem 20 Meter tiefen Loch in der Erde, das sich auftat, als unterspülter Kalksteinfels kollabierte. Eine natürliche Riesen-Badewanne, zu erreichen über 83 stark überdimensionierte Treppenstufen.

    Die arabische Sprache zeichnet sich ja durch ihre Blumigkeit aus. Weshalb die Doline, die dem Volksglauben nach durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sein soll, Hawiyat Najm heißt: „Der tiefe Brunnen des fallenden Sterns“.
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  • So ein Kahn kann d(h)auern

    1. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Dhau nennt man schnelle, wendige Schiffe, die einst das Netz der Handelswege über den indischen Ozean spannen. Komplett aus Holz aus aller Herren Länder werden sie gefertigt.

    Erleben kann man das in einer Werft in Sur, wo ein besonders prächtiges Exemplar auf Dock liegt. Derzeit wartet man auf die Maschine. Wenn sie da ist, wird es noch ein, zwei Jahre d(h)auern, bis der Kahn fertig ist.
    Einstweilen schnitzen die Bootsbauer an kleineren Schiffen - oder sie basteln Miniaturen für den Museums-Shop. Offenbar auch ein einträgliches Geschäft.
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  • Karteln an der Uferpromenade

    1. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 27 °C

    Auf dem Weg zum Abendessen drücken uns Wildfremde frisch frittierte Leckereien in die Hand: man soll nicht darben im Ramadan! Auf dem Rückweg winken mich Männer, die am Rand der Uferpromenade karteln, auf Chai und Kaffee zu sich - Häppchen inklusive. Fremde sind Gäste, Gäste sind Freunde im Oman.

    Schweigend verfolge ich das Kartenspiel, ohne mir die Regeln erschließen zu können. Die Männer spielen Baloot (بلوت): ein sehr populäres Stichspiel, das dem französischen Belote stark ähnelt. Es wird üblicherweise zu viert (zwei Teams) mit 32 Karten ausgeübt.
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  • Marktwirtschaft im Freien

    1. maaliskuuta, Oman ⋅ 🌙 24 °C

    Der Souk von Sur beginnt wie die Textilmeile von Neu-Delhi mit indischem Glitzerfummel in 1001 Laden. Dann kommen die Gold- und Klunkerhändler, und schließlich wird es bunt und wild und schön. Die engen Gassen münden in einen Platz, auf dem sich Fischer und Gemüseverkäufer niedergelassen haben. Bis tief in die Nacht wird gefeilscht, gekauft und geplaudert.

    Eine Weile unterhalte ich mich mit einem älteren Herrn, der gut Englisch spricht, über Traditionen, Familie und gesellschaftliche Veränderungen. Und stellen fest: Herkunft ist einerlei. Was die Menschen bewegt, ist im Prinzip überall gleich.

    Das ist der Orient, wie ich ihn liebe.
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  • Turteln mit Turtles

    2. maaliskuuta, Oman ⋅ 🌙 23 °C

    Heute gibt's mal Aufnahmen aus dem Rotlichtmilieu. Denn die Hauptdarsteller/innen sind lichtscheu.

    Im äußersten Osten des Oman, bei Ras al-Hadd, findet sich eines der weltweit wichtigsten Brutgebiete der Meeresschildkröten, der grünen zumal. Zwar geht deren Hauptsaison erst im April los. Aber wir versuchen unser Glück und buchen eine Abendführung im Naturreservat Ras al-Jinz. Möge der Fast-Vollmond uns gewogen sein.

    Er ist es. Kaum hat die Ranger-Vorhut ein Exemplar bei der Eiablage entdeckt, werden wir - es ist schon nach 21 Uhr - mit Bussen zum Strand gefahren. Ab hier bewegen wir uns nur noch still im Mondlicht und folgen dem roten Schein der Taschenlampe, die das Turtle-Auge nicht blendet.

    Erst wenn ein Weibchen sich auf den Rückweg ins Meer macht, dürfen sich Menschen ihm nähern. Zu groß wäre sonst die Gefahr, dass die streng geschützten Tiere aus Angst die Eiablage abbrechen. Arterhaltung geht hier vor Touri-Bespaßung. Gut so.

    Aus einer tiefen Sandkuhle schaufelt sich eine "chelonia agassizii" mühsam hervor. Soeben hat sie nach schwerer Buddelei gut 100 tischtennisballgroße Eier in den weichen Sand gepresst, die dort nun zwei bis drei Monate reifen, bis die Mini-Turtles schlüpfen. Ist der Sand wärmer als 28 Grad, entstehen Weibchen. Bei Temperaturen darunter werden es männliche Exemplare. Bevor die Mutter sich vom Gelege zurückzieht, legt sie ein Camouflage-Loch an, um Fressfeinde von ihren Eiern abzulenken.

    Man merkt, dass die zwei bis vier Zentner schweren Meerestiere für die Fortbewegung an Land nur mäßig adaptiert sind. Mit kräftigen Flossenschlägen schleift das Weibchen ihren Panzer über den Sand, bis eine Welle die im Rotlicht glänzende Kuppel erfasst und leicht hinausgleiten lässt ins lauwarme Wasser. Geschafft!

    Derweil haben ein paar Meter weiter Dutzende frisch geschlüpfte Baby-Turtles noch zu kämpfen. Mit angeborenem Instinkt wenden sie sich am Ausgang ihrer Bruthöhle direkt Richtung Meer, das sie mit hektischem Strampeln zu erreichen versuchen - Purzelbäume inklusive. Als wüssten sie, dass sie erst halbwegs in Sicherheit sind, wenn sie ihren Lebensraum erreicht haben.

    Bevor sie mit zehn bis 15 Jahren geschlechtsreif sind, werden die Jungtiere einmal fast den ganzen Planeten umrundet haben. Eines Tages, nach etwa 25 Jahren, werden die begatteten Weibchen zur Eiablage just an jenen Strand zurückkehren, an dem sie einst geschlüpft sind.

    Wie sie das machen, lässt Forschende bis heute rätseln. Man vermutet, dass sich die Reptilien am Magnetfeld der Erde orientieren.
    Ein wahres Wunder der Natur.
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  • Viel Strand um nichts

    3. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 27 °C

    Stell Dir vor, es ist Sandstrand - und keiner geht hin! Abermals haben wir heute einen kilometerlangen Uferstreifen samt Infrastruktur wie Pavillons, WC und und Grills komplett für uns allein. In Rimini würden hier handtuchgroße Claims abgesteckt und mit Sonnenschirmstecken verteidigt. Hier aber juckt das Meer offenbar niemanden, außer vielleicht um mit dem 4x4 ein bisschen rumzutoben.
    Abwechslungsreich ist das Meeresufer im Nordosten des Oman. Schroffe Klippen mit senkrechten Felswänden wechseln sich mit karibisch anmutenden Stränden ab. Die Dörfer am Meer sind das komplette Gegenteil der größeren, gepflegten Städte. Hier geht es noch ursprünglich und rustikal zu. Omani sehen wir indes selten. Die meisten Einwohner stammen augenscheinlich aus Indien oder Bangladesh. Sie prägen nicht nur das Straßenbild, sondern auch die Küche.
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  • In die Touri-Falle getappt

    4. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Immer wenn es irgendwo besonders schön ist auf der Welt, kommt eines Tages ein nutz- und skrupelloser Investor daher und macht mit Baggern und Beton alles kaputt. So auch im Wadi Bani Khalid, das als absolutes "must see" im Oman gepriesen wird mit seinen azurblauen Naturpools in einer felsigen Schlucht. Das absolute Nonplusultra.

    Das wäre es durchaus, wenn die Besucher - und es sind inzwischen Massen - nicht von einer Großbaustelle begrüßt würden. Von der aus geht es auf betonierten Pfaden hinein ins einstige Paradies, das inzwischen zur Influencer-Badeanstalt verkommen ist. Wie schade!

    Wenn man sich all die Leute wegedenkt und den Lärm und den Beton, dann findet man auch hier noch wunderschöne Blickwinkel. Doch die sind einfach nochmal so schön, wenn man sie sich - wie kürzlich im Wadi Shab - selbst mühsam erschließen muss.
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  • Eine Nacht nach Beduinen-Art

    4. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Die Wüste hat es uns angetan, auch wenn sie uns in Saudi-Arabien einiges abverlangt hat und wir viel Lehrgeld in Form von schweißtreibender Schaufelarbeit zahlen mussten. Trotzdem zieht es uns im Oman abermals in einen großen Sandkasten, die Wahiba Sands. Aber diesmal spielen wir nach dem Motto " play it safe".

    Beduinen-Flair versprechen hier zahllose Camps in den Dünen, von urig bis glamourös. Wir entscheiden uns für eine bodenständige Version mit Minimal-Komfort und werden nicht enttäuscht. Unsere Fahrzeuge bleiben auf sicherem Terrain, derweil uns 4x4s wie auf Wolken durch den weichen Sand zum Zeltlager schaukeln.

    Fast staubfeines, gelbes Pulver haben wir unter den Füßen, als wir uns die ersten Dünen hochkämpfen, um spektakuläre Ausblicke zu genießen. Später chauffieren uns Fahrer mit Karacho und einem Schuss Draufgängertum zum Sonnenuntergangs- Aussichtspunkt. Wie gerne säße ich selbst hinterm Steuer des Land Cruisers!

    Später kredenzt uns Abdul Malik ein köstliches Abendessen, das wir landestypisch am Boden lümmelnd genießen. Doch der 37-Jährige hat für uns weit mehr parat als gutes Essen. Er erteilt uns, ohne es zu wissen, eine Lektion in Demut und Respekt.

    Abdul Malik kommt aus dem Jemen. Das Nachbarland des Oman wird seit Jahren von Rebellen terrorisiert und kommt nicht zur Ruhe. Um seine Familie versorgen zu können, ging der verzweifelte Vater einer Tochter und eines Sohnes vor zwei Jahren in den Oman in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden.

    Was er fand, ist moderne Sklaverei. Für wenig Geld heuerte er als Küchenspülkraft an, erhielt eine karge Schale Reis am Tag - wer sich Essensreste nahm, bekam sie vom Lohn abgezogen. Nur einmal pro Woche durfte Abdul Malik duschen, trotz der Drecksarbeit. "Ich ging in die Moschee, um mich zu waschen", erzählt er.

    Inzwischen hat er einen besseren Job, er ist die gute Seele des Camps, der Koch und Kümmerer. Trotzdem muss er sich mit 100 Rial im Monat - 220 Euro - begnügen. Aber Hauptsache, er kann seiner Familie Geld schicken - der Familie, die er seit zwei Jahren nicht gesehen hat. Seine beiden Kinder können die Schule besuchen. Die findet - der Vater zeigt uns Fotos - unter einem Baum im Dorf statt. Ein Gebäude gibt es nicht.

    Abdul Malik strahlt, wen wundert es, eine gewisse Melancholie aus, er wirkt müde, erschöpft. Optimistisch wolle er bleiben, stark müsse er sein - das sei er seinem Vater, einem Landwirt, schuldig. Und so backt der 37-Jährige am Lagerfeuer Beduinenbrot, erzählt von Beduinenbräuchen und führt im Sand Beduinentänze auf, obschon er kein Beduine ist und die Wüstenmenschen verachtet. Außer Kamelen hätten sie nämlich nichts im Sinn.

    Was für ein tapferer Mann Du bist, Abdul Malik! Der Abend mit Dir im ewigen Sand, nur ein paar Minuten weg von der Zivilisation und so nah dran an Deinem Schicksal, wird lange nachklingen.
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  • Renaturierung

    5. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 26 °C

    Stein. Lehm. Holz. Das waren jahrhundertelang die einzigen Baustoffe, die zur Verfügung standen. Nicht mehr benötigte Gebäude zu beseitigen, liegt nicht unbedingt in der Wesensart der arabischen Welt. Lieber wird nebenan neu gebaut. Die Altsubstanz bleibt sich selbst überlassen und den Kräften der Natur. Häuser zerfallen in ihre Bestandteile: Stein. Lehm. Holz.

    Sirat und Birkat a Mouz sind zwei Oasenstädte, in denen dieser Renaturierungsprozess schön zu erleben ist. Die ursprünglichen Dörfer aus dem 17. Jahrhundert sind zu Ruinen verfallen. Man läuft durch Wohnzimmer, schaut in Küchen und Schlafzimmer, steigt auf Dachterrassen. Irgendwann lebten hier mal Menschen. Wie es ihnen wohl erging damals?

    Behutsam wird heute das eine oder andere Haus renoviert, neues Leben kehrt ein. Das ausgeklügelte Bewässerungssystem von einst mit seinen offenen Kanälen besteht noch. Und die Oasen mit ihren Dattelpalmen sind so grün wie eh und je. Sie haben all die Jahrhunderte überdauert.
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  • Die Tütenkinder von Nizwa

    5. maaliskuuta, Oman ⋅ 🌙 23 °C

    Halbzeit! 15 von 30 Tagen Tages-Fasten sind vorbei. In der islamischen Welt mag das Anlass zur Freude sein, großartig gefeiert wird das Bergfest aber - im Gegesatz zum Zuckerfestcam Ende der Durststrecke - nicht.

    Anders in Nizwa. Dort steigt zur Halbzeit des Ramadan traditionell Laylat al-Aqaba, ein Fest, das Gemeinschaft, Spiritualität und Freude für Kinder verbindet. Ähnlich dem landesweiten Qaranqasho ziehen Kinder in traditioneller Kleidung durch die Straßen, singen Lieder und sammeln Süßigkeiten sowie Geschenke von Nachbarn - der Gipfel des Fastenmonats. Ich hatte Glück und war mit der Kamera mittendrin.
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  • Der große Auftrieb

    6. maaliskuuta, Oman ⋅ 🌙 19 °C

    Das mit der Leinenführigkeit müssen sie noch etwas üben, die Bauern und Beduinen, die freitags in aller Herrgottsfrüh ihre Schafe und Rinder auf den Viehmarkt nach Nizwa bringen. Dann müssten sie sich nämlich nicht von ihren störrischen Tieren durch die Manege ziehen lassen zur allgemeinen Belustigung derer, die nur schauen wollen und nicht handeln.

    Das Geschrei ist groß, wenn die Anbieter den potentiellen Abnehmern ihre blökende, bockende Ware vorführen. Mit geübtem Griff tasten die Händler den Körperbau ab und werfen einen prüfenden Blick aufs Gebiss. Der Qualitätscheck geht schnell, das Preisgeschachere dauert. Gezetert und geflucht wird viel. Eine Augen- und Ohrenweide, die allerdings ihre Grenzen findet, wenn es um den Transport der Tiere geht.
    Denn auch den schonenden, artgerechten Umgang müssen manche Bauern und Beduinen noch üben.
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  • Anden-Feeling im Rosengarten

    6. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 22 °C

    Hoch oben im Al-Hajar-Gebirge, auf über 2000 Metern, liegen auf einem Hochplateau ein halbes Dutzend Dörfer, so wie Al Ayn. Der Blick von dort aus lässt einen unweigerlich an die Anden denken ob der Terrassen, mit denen in mühevoller Arbeit den steilen Hängen Flächen für Ackerbau abgetrotzt wurden.

    Angebaut werden auf dem „Grünen Berg“ (Jabal Akhdar) nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Damaszener-Rosen. Sie werden traditionell
    in Lehmöfen zu hochwertigem Rosenwasser destilliert. Diese Essenz gehört zur omanischen Kultur und ist ein wesentlicher Bestandteil des Nationaldesserts Halwa.

    Im Frühjahr, vor der Ernte, tauchen die Rosenblüten die Berghänge in zarte Rosatöne.
    Wir sind zu spät dran. Die nächste Blüte dauert noch.

    Um auf das Hochplateau zu gelangen, ist übrigens Vierradantrieb vorgeschriebe n, obwohl eine prächtig ausgebaute Teerstraße steil nach oben führt. Ein Polizeiposten lässt niemanden ohne 4x4 hinauf, wenngleich PS hier viel wichtiger wären als Traktion.

    Auf die Dienste örtlicher Chauffeure, die an der Kontrollstelle lauern, verzichten wir. Jörgs Lkw wird heute zum Bus-Shuttle.
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  • Batmans Burg und andere Festungen

    7. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 28 °C

    Rings um die einstige Hauptstadt des Oman, Nizwa, gib es zahlreiche alte Burgen, Festungen und Herrschaftssitze. Während mancherorts - wie etwa in Tanuf - nur noch Grundmauern stehen, sind andere Anlagen kunstvoll restauriert worden und geben nun stolz Zeugnis vergangener Epochen.

    Von den Top 3 sind zwei UNESCO-Weltkulturerbe: Die Forts von Nizwa und Bahla. Erstere preist sich zwar als meistbesichte Attraktion in der Region. Weitläufiger und imposanter ist indes Bahla. Den Sieg unter den Top 3 trägt allerdings Jabreen Castle davon - eine herrschaftliche Trutzburg mit besonders reich und schön verzierten und gestalteten Räumen (und einem formidablen, trotz Ramadan auch tags geöffneten Cafè).

    Vieles ist den drei Anlagen gleich, das ausgeklügelte Bewässerungssystem etwa oder die Verteidigung mittels Lochfallen und heißem Dattelsaft, mit dem Eindringlinge übergossen wurden. Trotz allem lohnt der Besuch des kompletten Trios, denn die Forts könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein Alleinstellungsmerkmal hat indes die Burg von Bahla: Eine große Fledermaus-Kolonie. Lautlos schwirren einem die Nachtjäger um die Ohren. Fsszinierend.
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  • Eine Wucht, diese Schlucht

    7. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 22 °C

    Das Flussbett am Grund der Schlucht Al Nakhur ist vom senkrecht abfallenden Rand aus mit bloßem Auge kaum zu erkennen - so tief ist das Tal, das sich über Jahrmillionen am Fuß des Dreitausenders Jebel Shams in den höchsten Berg des Omans gefräst hat.

    Der Beiname "Grand Canyon" trifft somit absolut zu. Gegenüber seinem US-Pendant hat dieser gigantische Schlitz in der Landschaft indes einen enormen Vorteil: Man kann - und darf - unbehelligt bis direkt an die Kante fahren und dort campieren. Großartig!

    Um das Mini-Dorf Wadi Ghab zu erreichen, wo der "balcony walk" genannte Fußweg in den Canyon beginnt, quält man sich derzeit durch 15 Kilometer staubige Baustelle. Die Zufahrt zu diesem Naturparadies wird gerade mit maximalem Aufwand ausgebaut zur Komfortstrecke. Statt drei Iglu-Appartements werden in Wadi Ghab vermutlich bald 30 stehen. Neue Ferien-Ressorts werden aus dem scharfkantigen Granit gestampft, und die junge Frau, die im Dorf ihre aus Schafwolle selbstgemachten Bändchen und Schlüsselanhänger verkauft, wird Souvenir-Massenware aus China feilbieten.

    Vor allem aber dürfte das Campen am Canyonrand dann ein für alle Mal vorbei sein...
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  • Eine Straße soll das sein?!?

    8. maaliskuuta, Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Es gibt sie noch, die Straßen, die zwar auf Google Maps als solche angepriesen werden, die aber in Wahrheit nur in Stein gemeißelte Ortsverbindungen sind - befahrbar für Einheimische und Wahnsinnige. Also genau das, was wir suchen nach tagelanger Ödnis auf gepflegten Teerstrecken, die uns zu Asphaltcowboys machen ob des Dauer-Rodeos über die omnipräsenten speed bumps im XXL-Format. Dann doch lieber holterdipolter im ersten Gang über Pisten, die eigentlich nur für Offroader gedacht sind. Durch eine Dauerbaustelle seit - gefühlt - 1824, auf der die Arbeiten scheinbar vor Jahrzehnten eingestellt wurden. Puderartiger Staub dringt durch jede Ritze (Wozu eigentlich? Unsere Fenster sind doch eh offen!), der Ölwannenschutz kracht unerbittlich auf Fels, die Reifen krallen sich an der Traktionsgrenze in losen Kies und Schotter. Links die Felswand, rechts der Abgrund, vor uns atemberaubend viel Gegend, wie sie noch kein Weißware-Wohnmobilist zu sehen bekommen hat. Einfach herrlich!

    90 herausfordernde, mühsame Kilometer sind es vom uralten Bergdorf Misfat al Abriyyin mit seinen traditionellen, offenen Bewässerungsrinnen zu den gar nicht mal so heißen Quellen bei Nakhal, wo Putzerfische sich kitzelnd der Hautpflege annehmen. Im Schatten einer trutzigen Burganlage beziehen wir unser Nachtquartier nach einem erfüllenden Rallyetag.
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  • Die Küste der Kuriositäten

    10. maaliskuuta, Oman ⋅ ☁️ 28 °C

    Wer von Maskat aus gen Norden Richtung Vereinigte Arabische Emirate fährt, der tut gut daran, die Autobahn zu meiden, auch wenn die Küstenstraße oft nur ein besserer Feldweg ist. Denn der Strand hier hat immensen Unterhaltungswert.

    Kurioser kann ein Meeresufer eigentlich kaum sein. Es entspricht so gar nicht unseren europäischen Erwartungen. Zunächst mal deshalb, weil der flache Sandstrand trotz besten Badewetters über endlose Kilometer nahezu menschenleer ist. Und das, obwohl es viele Abschnitte gibt mit breiten, nachts hell beleuchteten Promenaden, mit Parks und Pavillons, mit Spielplätzen, Cafè- und Imbissbuden und oft sogar mit sanitären Facilitäten (und damit ideale Stellplätze für Freicamper). Tags verwaist, abends aber rege frequentiert.

    Doch was zwischen diesen erschlossenen Abschnitten liegt, ist viel sehenswerter. Vielerorts haben direkt am Meer Beduinen, Dauercampern gleich, ihre Lager aufgeschlagen. Vor allem aber reihen sich dicht an dicht rudimentäre Unterstellplätze für Fischerboote - meist mit Palmwedeln gedeckte, offene Holzkonstruktionen, in denen auch Netze, Reusen und Werkzeug aufbewahrt werden. Uralte, verbeulte Jeeps ohne Zulassung dienen dazu, die Schiffe an Land zu ziehen und ins Wasser zu schieben. Und mitten in diesem Kuddelmuddel steht häufig eine Art Terrasse mit durchgesessenen Sofas oder ausrangierten Autositzen als Treffpunkt für die Fischer.

    Das ist die Seeseite der Uferstraße. Landeinwärts reiht sich eine Mini-Moschee an die andere. Alle paar hundert Meter steht eine - mal frisch gestrichen, mal schon mit dicker Patina. So wie die Häuser in der zweiten Reihe. Von der bescheidenen Behausung bis zur reich verzierten Neubau-Villa ist alles dabei. Die Motivglocke kommt auf diesem Stück Küste jedenfalls nie zur Ruhe.

    P.S. Der Zickzackkurs der hier dokumentierten Route liegt daran, dass teils das GPS-Signal fehlt. Es wird vermutlich wegen des Krieges gegen den Iran gestört. Die Straße von Hormus ist ja nicht weit...
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  • Ein Stück Seidenstraßen-Pracht

    11. maaliskuuta, Oman ⋅ ☁️ 26 °C

    Die Sultan-Qaboos-Moschee in Sohar mit ihren vier stattlichen Minaretten und einer in sattem Blau strahlenden Kuppel sieht ganz anders aus als die Allah-Häuser, die wir aus der südlichen Golfregion kennen. Sie erinnert stark an die Architektur auf der Seidenstraße im Iran oder in Usbekistan.

    Und in der Tat: Der erst vor zehn Jahren, am 28. Oktober 2016, eröffnete Prachtbau wurde von der Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand inspiriert. Er zeichnet sich durch seine Schnitzereien und eine Kristallkuppel aus - und durch einen weitläufigen, top-gepflegten Park.

    Das war unser letztes Highlight im wunderschönen Oman, einem perfekten und wärmstens zu empfehlenden Reiseland. Jetzt geht es in die Vereinigten Arabischen Emirate, Richtung Dubai. Der Andrang an der Grenze hält sich in Grenzen...
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  • Vom Sande verweht

    11. maaliskuuta, Yhdistyneet Arabiemiirikunnat ⋅ ☁️ 30 °C

    Wie sieht es aus, wenn sich die Wüste eine Siedlung zurückerobert? Zu erleben ist das in der Al Madam Ghosttown, um die sich einige Mythen ranken.

    Sand dringt durch jede Ritze, er "fließt" fast so gut wie Wasser. Und er schluckt, was ihm im Weg steht. Das war vermutlich der Grund, warum die in den 1970ern für Beduinen gebaute Siedlung nach etwa zwei Jahrzehnten aufgegeben wurde.

    Der Sand blieb Sieger.
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  • Wo die Palmen Glitzer tragen

    11. maaliskuuta, Yhdistyneet Arabiemiirikunnat ⋅ ☁️ 25 °C

    Nun also Dubai. Gestern noch campierten wir an einem Strand, der geprägt war von schäbigen Fischerhütten. Heute liegt unser Nachtquartier am Kite Beach für Fitness-Affine, keine 250 Kilometer weiter nördlich und doch in einer völlig anderen, US-amerikanisch geprägten Welt.

    Dubai, da sind Geld und Überfluss zuhause. Dubai, das ist Fassade, Lifestyle, Luxus und Dekadenz, aber auch Design, mutige Architektur, kulinarische Vielfalt und glamouröse Show. Junge Leute aus aller Herren Länder toben sich, knapp geschürzt, am Strand aus und posen für Instagram & Co., derweil in der noblen Dubai Mall Downtown traditionell schwarz gewandete und verschleierte Frauen sich bei Gucci, Prada und Co. mit güldenem Schnickschnack behängen. Jeder glänzt in dieser Stadt auf seine Weise. Ein Blick auf Straßen und Parkplätze rundet den Eindruck ab: Auf dicke Hose zu machen ist hier essentieller Daseinsbestandteil.

    Ein nächtlicher Stadtrundgang ist faszinierend, zweifelsohne - auch wenn so gar nichts echt zu sein scheint in diesem mit brachialem Tempo weiter wachsenden Vier-Millionen-Einwohner-Moloch, in dem alles immer noch größer, noch greller sein muss. So wie das gewaltige, dreistöckige Zehn-Millionen-Liter-Aquarium im Einkaufszentrum, in dem Haie ihre Kreise ziehen und Stachelrochen mit sanftem Flossenschlag anmutig durchs Wasser schweben.

    Derweil am Fuß des 830 Meter hohen Burj Khalifa musikalisch begleitete Wasserspiele laufen, ploppt am Handy eine Warnmeldung auf: Raketenalarm, bitte nach Möglichkeit in Innenräumen bleiben. So wirklich zu tangieren scheint das indes niemanden. Keine Spur von Aufregung. Das Leben geht weiter. Nach 20 Minuten vermeldet das Handy Entwarnung. Irgendwann in den frühen Morgenstunden folgt ein weiterer Alarm. Ich verschlafe ihn.

    Ebenso verpassen werde ich wohl die Turmbesteigung des Burj Khalifa. 50 Euro kostet die Fahrstuhlfahrt, aber dann ist man noch nicht mal halb oben. Wer ganz zur Spitze will, löhnt 700 Dirham - fast 170 Euro. Thanks, but no, thanks.
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  • Die Zukunft ist bunt!

    12. maaliskuuta, Yhdistyneet Arabiemiirikunnat ⋅ ☁️ 28 °C

    DNA ist ja nun nicht unbedingt das Zeug, das große Emotionen auszulösen vermag - es sei denn, man ist Naturwissenschaftler oder Gerichtsmediziner. Und doch hat mir DNA heute ein paar Glückstränen in die Augen getrieben.

    Schuld daran ist Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum. In seinem am 22.2.22 eröffneten Museum of the Future verbirgt sich unter anderem eine DNA-Sammlung von tausenden von Spezies. Und die werden so wunderschön in Szene gesetzt, dass es einem die Sprache verschlägt. Kunst und Wissenschaft verschmelzen zu einer farbenfrohen Installation, an der man sich nicht satt sehen kann.

    Das Zukunftsmuseum ist weit mehr als ein futuristisches Gebäude mit effekthaschendem Inhalt. Es bietet Teleskop-Blicke auf übermorgen, ohne das Jetzt und Hier und Heute auszublenden. Wird uns Energie aus dem All helfen, den Planet Erde lebenswert zu erhalten? Kann Biotechnologie im Wettlauf mit Klimawandel und Artensterben zum Erfolg führen? Wie lässt sich pfleglich mit Körper und Seele umgehen? Alle Facetten des Daseins greift das Museum auf - teils etwas verspielt, teils technisch präzise, teils kreativ und überraschend. Aber niemals eintönig.

    Mit mehr als 40 Euro ruft der Zukunftstempel zwar einen stolzen Eintrittspreis auf. Doch allein schon eine Träne in einer schnöden Gen-Sammlung zu vergießen, ist jeden Cent davon wert.
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  • Eine Melange, fotogen und absurd

    12. maaliskuuta, Yhdistyneet Arabiemiirikunnat ⋅ ⛅ 25 °C

    Ob mit dem E-Roller auf der Strandpromenade oder mit dem Taxi durch die Hochhausschluchten - Dubai bietet aus fast allen Blickwinkeln reizvolle Motive. Und es werden immer mehr: Baustelle reiht sich an Baustelle. Mit allen Schattenseiten urbaner Expansion. Der fast ausschließlich aufs Auto fokusierte Verkehr wälzt sich auf zwölfspurigen Straßen mit dreistöckigen Knoten durch Dubai. Und gigantische Leitungstrassen, zeugen vom Energiehunger dieser niemals zur Ruhe kommenden, merkwürdigen Melanche aus US-Amerika und Arabien.Lue lisää