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Unterwegs in Transsilvanien

Eine Auszeit in Rumänien verbunden mit einer Wanderung auf dem Fernwanderweg "Via Transilvanica". Leia mais
  • Pause mit Wetterumschwung

    11 de setembro de 2025, Romênia ⋅ 🌧 20 °C

    Aus dem gemütlichen Faulenzen in der Hängematte wird nichts. Als ich aufwache regnet es und die Temperatur liegt bei knapp 20Grad.
    Also Frühstücke ich in Ruhe und kann danach mit hochgelegten Füßen meine weiteren Übernachtungen reservieren, denke ich. Daraus wird leider nichts. Es gibt keinen Zugang zum Internet. Der Zugang der Pension funktioniert nicht, genauso wie mein Mobilfunkempfang.
    Na ja, dann ist es so. Die Übernachtung für morgen habe ich gestern Abend reserviert. Dann alles weitere später oder morgen.
    Am Nachmittag fällt auch der Strom aus, aber nur für ein paar Minuten.
    Ein Pausentag ohne Ablenkung. 😂
    Am Nachmittag beschließe ich, doch mal kurz vor die Tür zu gehen. Ein Tag ganz ohne frische Luft geht irgendwie nicht. Als ich so an der Straße entlang spaziere, habe ich auf einmal Netz - 5G von Vodafone. So stehe ich also am Straßenrand und versende Nachrichten an die nächsten Unterkünfte und lade Beiträge im Blog hoch. Ich muss es zugeben, das Internet hat mir gefehlt. 😂

    Der Countdown läuft: 5 Etappen bis zur Donau!
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  • Mit Tageswanderern unterwegs

    12 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute geht es auf der Strasse durch das Tal der Cerna. Die Wolken weichen im Laufe des Morgens immer mehr der Sonne.
    Als ich die Nationalstrasse auf eine Nebenstraße verlasse, bemerke ich einen schwarzen Hunde, der mir mit einiger Entfernung folgt. Ich versuche ihn zu verscheuchen, aber er vergrößert den Abstand und läuft mir nach. Ich lege ihm etwas Hundefutter an den Strassenrand und irgendwann gibt er die Verfolgung auf. In einiger Entfernung sehe ich andere Wanderer vor mir und ich schließe auf. Es stellt sich heraus, das es eine Gruppe von Mitarbeitern der Mobilfunkproviders Orange ist. Sie haben einen Aktionstag "Via Transilvanica on one day". Es sind über 60 Gruppen in ganz Rumänien unterwegs. Alle gehen eine Tagesetappe. Begleitet werden die Wanderer von einem Fotografen, der hunderte von. Fotos macht. An jedem Kilometerstein wird ein Gruppenfoto gemacht. Ich schließe mich an und freue mich, heute beim Wandern Gesellschaft zu haben.
    Bei einer Quelle mit Ikone fängt der Aufstieg in die Mehedinti-Berge an. Hier sind auch einige Häuser und ein ganzes Rudel freundlicher Hunde. Zwei laufen uns bis Obârșia Cloșani nach.
    Die Landschaft unterscheidet sich sehr von den Cerna-Bergen. Überall ragen Felsen aus dem jungen Buchenwald. Es ist viel mehr Kaarst zu sehen. Oben angekommen, gibt es Ausblicke auf die Berge der Umgebung.
    Als der Abstieg beginnt, gibt es auch wieder Mobilfunkempfang. Sofort hängen alle am Telefon. 🙈 Ich nutze die Chance für eine Pause, esse Schokolade und mache ein Fotos. 😂
    Am letzten Meilenstein vor dem Bergdorf Obârșia Cloșani verabschiede ich mich von der Gruppe und mache mich auf den Weg zu meiner Unterkunft. An einem der ersten Häuser bellen mich zwei Hunde hinter dem Zaun an. Einer kommt auf die Strasse und rückt mir auf die Pelle. Keine Zeit mehr, den Elektroschocker herauszuholen. Die Wanderstöcke halten ihn auf Abstand. Er versucht in einen der Stöcke zu beißen. Aber ich komme gut aus der Situation raus.
    Heute wohne ich mal wieder in einem privaten Haus von Petre und seiner Frau Liliana. Das Badezimmer wird mit der Familie geteilt und ich wohne in einem kleinen Anbau.

    Der Countdown läuft: 4 Etappen bis zur Donau und weniger als 100km!
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  • Die Mehedinti-Berge im Nebel

    13 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute habe ich eine kurze Etappe. So sitze ich den Regenschauer nach dem Frühstück gemütlich im Trockenen aus. Es geht durch den Ort und am Gemischtwarenladen stoppe ich das erste Mal, um Schokolade und einen Bleistift mit Radiergummi zu kaufen. Eine weitere Taste meines Navigationsgerätes ist kaputt gegangen. Mit dem Radiergummi und Panzertape kann ich sie reparieren. Gut das die Schule gerade wieder angefangen hat. So kann ich mir sogar die Farbe des Radiergummis aussuchen. 😜
    Nächster Stopp in der Bar um nach dem Via T. Stempel zu fragen. Mit dem Besitzer entwickelt sich eine Unterhaltung mit den üblichen Fragen. Ich glaube, die habe ich schon hunderte Male beantwortet und finde trotzdem jede dieser Unterhaltungen schön, 😊
    Jetzt verlasse ich Obârșia‑Cloșani aber wirklich. Auf dem ersten Anstieg kommt mir ein alter Mann mit zwei Eimern voller Tomaten entgegen. Ihr könnt euch denken was passiert? Genau: wohin? woher? alleine? und so weiter. Er erklärt mir den Weg, auch wenn ich nur einen Bruchteil verstehe. Zum Abschied schenkt er mir Tomaten. Ich nehme nur eine, obwohl er mir mehr anbietet. Meine Erklärung: "Rucsacul este greu - der Rucksack ist schwer". Er versteht mich.
    Je höher ich hinaufsteige um so dichter wird der Nebel. Schade, für die Etappe wird im Wanderguide von den tollen Ausblicken geschwärmt.
    Auf den Wegen sind jede Menge Spuren von Schafen. Tatsächlich sehe ich kurz vor mir einen Hirten seine Herde über den Weg treiben, aber er biegt ab und ist mit den Tieren hinter Bäumen verschwunden. Der letzte Hund ist entspannt und interessiert sich nicht für mich. Der zweiten Herde begegne ich wenig später und auch hier keine Hunde. Da hat der Wunsch ans Universum heute sehr gut funktioniert. 😊
    Ich habe leider zu unpräzise gewünscht und den Schäferhund in Seliștea, dem ersten Ort nach dem Abstieg, nicht bedacht. Er kommt durch das offene Tor auf die Straße und bellt mich mit gefletschten Zähnen an, während seine Besitzer seelenruhig im Garten sind. 😤
    Der weitere Weg führt über die Straße nach Isverna. Im Laden kaufe ich leckere Kekse und eine ziemlich süße Limonade. Ich mache es mir auf einem Stuhl vor der Tür gemütlich und verputze meinen Einkauf. Ich habe einen tollen Blick auf den Dorfplatz und mir fällt ein Transporter mit vielen Blumenkränzen auf, der vor der Kirche steht. Außerdem ist in der Kirche ein kommen und gehen. Was es damit wohl auf sich hat? Das erfahre ich leider nicht.
    Gegen 14Uhr bin ich schon an meiner Pension. So kann ich den ganzen Nachmittag ausruhen und mein Navi reparieren. 😊

    Der Countdown läuft: 3 Etappen bis zur Donau!
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  • eBikes und Hunde

    14 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☁️ 20 °C

    Als ich am Rathaus von Isverna vorbei komme, sehe ich eine Verleihstation mit blauen eMountainbikes. Wer leiht die wohl aus? Das Projekt ist auf jeden Fall durch die EU gefördert. Auf eine zweite Station treffe ich im Laufe des Tages in Balta. 🤔
    Heute ist es zwar bewölkt, aber nicht nebelig. So gibt es Aussicht auf die umliegenden Berge.
    Als ich die letzten Häuser von Isverna hinter mir gelassen habe wird der Anstieg steiler. Kurz vor dem Ende muss ich an einem Haus vorbei. Auf dem Tisch vor dem Haus liegt ein Hund, ganz entspannt. Das ändert sich als ich näher komme und vorbei gehen will. Er bellt nicht nur, sondern fletsch die Zähne. So nutze ich zum ersten Mal den Elektroschocker. Das zeigt Wirkung und das Geräusch erschreckt ihn so, daß er ziemlich viel Abstand zu mir gewinnt. Wow, so habe ich die Wirkung noch nicht gesehen.
    Aber gut zu wissen, daß es auch mit meinem Minigerät funktioniert. Um es ganz klar zu formulieren: Es geht nur um das Geräusch, nicht die Hunde damit zu berühren.
    Der weitere Weg führt mich über eine Ebene mit riesigen Farnen und nach dem Abstieg durch das Dorf Gornovița, mit einer imposanten orthodoxen Kirche. Über eine Asphaltstrasse geht es nach Balta. Als ich mir einen Platz für eine Pause wünsche, taucht am Straßenrand eine Picknickbank auf. 😊
    Nach wenigen Kilometern erreichen ich den Ort. Im Gemischtwarenladen gibt es alkoholfreies Bier - meine Lieblingssorte. So mache ich direkt noch eine Pause.
    Energiegeladen starte ich auf die zweite Hälfte meiner Etappe. Ich biege von der Hauptstrasse auf eine Schotterstrasse ab, vorbei an einem "geparkten" Pferdefuhrwerk und verlasse den Ort.
    Ich laufe in eine offene Ebene und sehe schon aus der Ferne eine riesige Schafherde. Das müssen bestimmt 100 Tiere sein. Oh nein, geht durch meinen Kopf. Aber da sehe ich zwei Menschen auf der Strasse. Gut, es sind Hirten dabei. Ich rufe um auf mich aufmerksam zu machen. Tatsächlich laufen die Schutzhunde auf mich zu, bleiben aber in einiger Entfernung stehen und hören auf zu bellen. Einzig ein kleiner Wachhund kommt bellend auf mich zu. Als ich näher komme, zähle ich 6 Schutz- und 4 Wachhunde. Die beiden Hirten sind ganz entspannt und die Hunde sind es auch. Die beiden haben ihre Hunde gut trainiert. Das ist eine positive Erfahrung, denn vor den Schutzhunden habe ich die größte Angst.
    Gut gelaunt gehe ich weiter und es geht wieder den Berg hinauf. Oben erwartet mich die nächste Überraschung. Ein Schäferhund liegt vor einem Haus. Vorbeischleichen oder Krach machen? Ich entscheide mich für die zweite Option. Er kläfft mich an und ein zweiter, kleinerer Hund kommt aus dem Hof geschossen. Die beiden kommen von unterschiedlichen Seiten an mich heran. Zweiter Einsatz des Elektroschocker. Nicht die gleiche Wirkung wie am Vormittag, aber sie halten mehr Abstand und lassen mich auf der Strasse passieren. Jetzt reicht es mir so langsam, aber das war noch nicht alles. Als ich wieder Absteige sehe ich aus der Ferne schon einen riesigen Hund auf der Wiese vor einem Bauernhof. Er beobachtet mich, aber alles ganz entspannt. Ein paar Meter weiter stelle ich fest, daß in ein paar hundert Metern hinter einer Baumreihe eine Schafherde grast. Da gehört er dazu.
    Im weiteren Verlauf des Weges komme ich noch an ein paar Bauernhöfen mit kläffenden Hunden vorbei. Einer hat nur leider keinen Zaun und zwei Schutzhunde und ein kleinerer Wachhund rennen auf mich zu. Ich kann sie über die gesamte Wiese kommen sehen. Auf meine Bitte die Hunde zu rufen, reagiert niemand. Vielleicht ist keiner da? Als sie mich auf der Strasse erreichen - dritter Einsatz des Elektroschockers. Der kleine Hund flüchtet sofort zurück zum Haus und die beiden Schutzhunde lassen mich ziehen.
    Ich erreiche das Tal und eine Asphaltstrasse. Am Strassenrand mache ich eine kurze Pause, bevor der letzte Anstieg des Tages beginnt. Als ich den Rucksack gerade abgesetzt habe, kommt ein Auto und hält neben mir. Es ist auf Englisch schnell geklärt, daß alles in Ordnung ist, ich nur eine Pause mache und keine Hilfe brauche. 😊
    Als ich fast oben bin, freue ich mich, das es nur noch ein paar Kilometer zu meiner Unterkunft in Jupânești sind. Aber schon wieder Hundegebell. Ich bemerke das er angekettet ist und entspanne, als ich aus dem Augenwinkel einen zweiten Hund durch den Zaun schlüpfen sehe. Jetzt reicht es mir. Bevor dieser mich erreicht kommt der Elektroschocker ein viertes Mal zum Einsatz. Die Hunde werde ich definitiv nicht vermissen.
    Kurz vor meiner Unterkunft gerate ich noch in einen Regenschauer, aber alles halb so wild. Als ich in Jupânești ankomme, werde ich herzlich von meinem Gastgeber Tudor und seinem Hund Nera begrüßt. Warum können nicht alle Hunde so freundlich mit Menschen sein?

    Der Countdown läuft: 2 Etappen bis zur Donau!
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  • Der erste Blick auf die Donau

    15 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☀️ 26 °C

    Die ganze Nacht hat es geregnet und im Tal hängt der Nebel. Also wandere ich in den Dunst, den die Sonne bald vertreibt.
    In Jupanesti sind viele kläffende Hunde auf der Strasse, aber die beschäftigen sich untereinander. Eine Dame mit einer Ziegenherde, die auch unterwegs ist, begrüßt sehr das ich das Elektroschock Gerät habe, als sie es in meiner Hand bemerkt mit den Worten "foarte bine" - sehr gut. 😉
    Weiter führt mich der Weg nach Cireșu. Hier kaufe ich im Laden noch etwas fürs Mittagessen ein. An einem der letzten Häuser komme ich mit einer alten Dame ins Gespräch, die von meiner Wanderung beeindruckt ist und mir den Rat mit gibt, vorsichtig wegen der Hunden und Bären zu sein. Mit guten Wünschen verabschieden wir uns. Weit komme ich allerdings nicht. Daniela und ihr Mann, die auch Zimmer für Wanderer haben, laden mich als ich vorbeigehe zu einer Tasse Kaffee ein. So sitzen wir eine Weile zusammen und unterhalten uns in einem Mix aus Rumänisch, Englisch und Unterstützung von Übersetzungsapps. Sie lassen mich nicht gehen, bevor ich Obst für meinen Weg eingepackt habe. 😉
    Es sind immer wieder so wundervolle Begegnungen. Das werde ich sehr vermissen. 😊
    Jetzt wird der Weg richtig schön. Auf schmalem Pfad durch den Wald und über Felsen. Leider nur für ein paar Kilometer. Dann geht es für den Rest der Etappe auf Strassen weiter, allerdings mit Ausblick auf die Gipfel des Retezat.
    Meine Mittagspause mache ich bei einem riesigen Kreuz oberhalb des Ortes Godeanu. Von hier sehe ich zum ersten Mal die Donau und Drobeta Turnu-Severin - mein Ziel. Ich kann es kaum glauben!
    Im Ort Păunești bekomme ich von einer Frau, die gerade Weintrauben erntet welche geschenkt. Etwas später mache ich bei einem Brunnen Pause, als ein Herr mit deutlich zu verstehen gibt, ich soll das Wasser nicht trinken. Er bietet mir Trinkwasser an, aber ich will nur eine Pause auf der Bank machen. Ich bin bestens mit Wasser versorgt.
    Die Fürsorge der Menschen die mir entgegengebracht wird, werde ich auch vermissen. 😊
    Noch 3km und ich erreiche meine Unterkunft in Balotești. Zu meiner Überraschung ist noch ein Wanderer hier. Er ist heute in Drobeta Turnu-Severin gestartet und löchert mich den ganzen Nachmittag und Abend mit Fragen. Ich schenke ihm mein Hundefutter, da er etwas ratlos bezüglich des Umgangs mit den Strassenhunden ist.

    Der Countdown läuft: 1 Etappe bis zur Donau!
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  • Der letzte Kilometerstein

    16 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich bin am letzten Meilenstein der Via Transilvanica angekommen! 😊
    Dieser ist im Park eines Museum, das schon geschlossen ist als ich ankomme. Aber der Pförtner sieht mich und lässt mich durch den Seiteneingang rein. 🥰 Das ist so schön und für mich in diesem Moment unglaublich wichtig. So gehe ich die letzten Schritte. Dieser Moment hat mich in den letzten Tagen motiviert weiter zu gehen.
    So setzte ich mich und lehne am letzten Kilometerstein - ultimul borna. "Geschafft!" - das geht durch meinen Kopf.
    Ich bin tatsächlich 1.400km durch Rumänien gelaufen und fürsorglichen, hilfsbereiten, gastfreundlichen Menschen begnet. Sei es das sie mir Obst oder Gemüse aus ihren Gärten geschenkt, ein Gespräch mit mir begonnen oder mir Unterkunft gegeben haben. Dieses ehrliche Interesse der Menschen, hat mich diesen ganzen weiten Weg begleitet.
    Aber nicht nur das, ich habe neue Freunde aus der ganzen Welt gefunden. Sie haben mich einen Teil des Weges begleitet und wir hatten zusammen eine gute Zeit.
    Ausserdem bin ich an meinen 67 Wandertagen an weit mehr als tausend Kunstwerk vorbeigelaufen. Jeder Kilometerstein ist durch einen Künstler geschaffen und ein Unikat. Für mich eine Quelle der Inspiration und Motivation.

    Rumänien auf diese langsame Weise zu entdecken war ein unglaubliches Abenteuer und ich möchte auf keinen Tag verzichten.
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  • Donauufer in Drobeta Turnu-Severin

    17 de setembro de 2025, Romênia ⋅ 🌬 20 °C

    Ich wache um 7Uhr auf, obwohl ich ausschlafen könnte. Aber die Zeit hat sich in den letzten Monaten eingespielt. 😉
    Ich sitze lange beim Frühstück und trinke Kaffee.
    Der Tag beginnt langsam und ich mache einen Spaziergang in die Stadt. Irgendwann bin ich wieder beim Museum des Eisernen Tores, in dessen Park der letzte Meilenstein steht. Ich habe die Hoffnung, das heute jemand da ist, den ich bitten kann ein Foto von mir zu machen. Ich werde nicht enttäuscht. Ich nutze die Gelegenheit mit den letzten erhaltenen Pfeiler der Trajan-Brücke, die seid letztem Jahr zum UNESCO Kulturerbe gehört, anzuschauen. Aber auf mehr Sightseeing habe ich keine Lust.
    Am Abend treffe ich mich mit Alexandra, sie ist die junge Frau, die zusammen mit Tășuleasa Social einen weiteren Meilenstein auf der Donauinsel Șimian platziert hat. Ich hatte sie nach einem Transfer gefragt. Da war meine Anfrage zu kurzfristig, da es keine reguläre Verbindung gibt und immer ein Boot der Hafenverwaltung angefragt werden muss. Schade, aber vielleicht gibt es bald eine Lösung. 😊
    Alexandra erzählt mir von ihrer NGO "Front la Dunăre", die die historischen Gebäude und Orte entlang des Ufers erhalten und für sie Öffentlichkeit zugänglich machen will. Dazu gehört auch die Überfahrt zur Insel Șimian.
    Es macht Spaß mit ihr am Donauufer unterwegs zu sein und mit welcher Begeisterung sie mir die historischen Hintergründe und Ideen für die Zukunft erklärt.
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  • Mit dem Zug nach Bukarest

    18 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute beginnt meine Rückreise.
    Um kurz vor 11Uhr sitze ich im Zug nach București (deutsch: Bukarest 😉). Es wird eine lange Reise und die CFR (rumänische Bahngesellschaft) gibt sich alle Mühe mir ein Gefühl von "Zug fahren in Deutschland" zu geben. 🙈 In Craiova müssen alle Fahrgäste in Busse umsteigen - Schienenersatzverkehr würde es die DB nennen. In Craiova ist nichts ausgeschildert. Man fragt den Schaffner oder läuft einfach hinterher. 😂
    Als ich eine Station später wieder im Zug sitze, fährt der einfach nicht ab. Erst muß die Lok gewechselt werden. Mit etwa 30Min. Verspätung geht es weiter. Es gibt keine Durchsage, warum es die Verspätung gibt. Allerdings sind alle Fahrgäste recht entspannt, obwohl sich viele Gespräche (soweit ich es verstehe) um die langen Fahrzeiten des Zuges drehen. Da summieren sich weitere Minuten hinzu, so das ich in Bukarest mit fast 2Std. Verspätung nach 9Std. Fahrzeit am Gara de Nord ankomme.
    Ich bin mit Phil, einem Wanderer aus Neuseeland der einige Tage vor mir die Via T. beendet hat, verabredet. Er hat es sich in der Bar gemütlich gemacht als ich eine Stunde zu spät eintreffe. Wir haben einen tollen Abend und quatschen über unsere Erfahrungen und feiern unseren Erfolg. Es ist schön, sich mit Phil auszutauschen. Ich glaube einige Dinge verstehen wir einfach ohne viele Worte darüber zu verlieren, da wir die gleiche Erfahrung gemacht haben. Wir sind uns einig, daß der Sound Rumäniens bellende Hunde in der Nacht sind. 😂
    Als wir etwas essen wollen, ist es schon nach 22Uhr und die Küche hat geschlossen. Die Zeit ist nur so verflogen.
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  • Bye Bye Beautiful

    20 de setembro de 2025, Romênia ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern hat mich der Zug der CFR absolut pünktlich nach Brașov gebracht. Die Strecke führt durch Sinaia und Predeal mit einem Ausblick auf die Gipfel der Bucegi-Berge - Panoramafahrt.
    Am Nachmittag habe ich mein Auto in Râșnov abgeholt. Gleichzeitig aufs fahren und das Navi zu konzentrieren ist mir am Anfang etwas schwer gefallen, so habe ich unfreiwillig eine Rundfahrt durch den Ort gemacht. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich gut an meinem Hotel angekommen. Um eine Freundin zu zitieren: "Autofahren ist wie Țuica trinken, das verlernt man nicht!". 😇
    Als ich dann meine Tasche im Zimmer hatte, war ich etwas überfordert - ich musste mich entscheiden was ich anziehe. Das war die letzten Monate leichter. 😂
    Heute habe ich mich dann auf den Weg nach Sibiu gemacht, aber nicht ohne an der ersten Tankstelle den Reifendruck zu kontrollieren. Gute Idee, da hat ziemlich viel Luft gefehlt. 🫣 Wenn ich schon dabei bin, direkt auch den Ölstand prüfen. Jetzt kann die Reise Richtung Westen beginnen.
    In meiner "üblichen" Unterkunft war kein Appartment frei, so bin ich eine Strasse weiter in einem Hotel abgestiegen - ziemlich chic.
    Ein Besuch in Sibiu ist für mich immer mit dem Piața Cibin (deutsch: Zibinsmarkt) verbunden. Aktuell gibt es jede Menge Paprika und Auberginen. Bei den Paprika konnte ich nicht wiedersehen, genauso wie bei den wilden Blaubeeren. Die kann ich unterwegs essen, habe ja eine Küchenausstattung im Auto. Am Nachmittag habe ich mich einfach durch die Stadt treiben lassen.
    Das ist fürs erste meine letzte Nacht in Rumänien. La revedere, țară frumoasă!
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  • Zweimal noch schlafen

    21 de setembro de 2025, Hungria ⋅ ☀️ 30 °C

    ... dann bin ich wieder zu Hause.
    Heute morgen habe ich Sibiu verlassen und bin Richtung Ungarn gefahren. Kecskemét ist mein Ziel.
    Die Sonne lacht den ganzen Tag und die Temperatur klettert über die 30Grad Marke.
    Mit den neuen Stoßdämpfer, ihr erinnert euch vielleicht das sie auf der Anreise ihren Geist aufgegeben haben, fährt sich die Landstraße viel entspannter. Liegt bestimmt auch ein bisschen an der gewonnenen Erfahrung mit rumänischen Strassen. 😉 Ich freue mich trotzdem als ich wieder auf die Autobahn auffahren kann. So komme ich am Nachmittags an meinem Hotel in Ungarn an.
    Nach der Fahrt fühle ich mich genauso geschafft, wie nach 30km auf der Via T. 🫣 Da kommt mir eine Abkühlung im hoteleigenen Pool gerade recht.
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  • Traun - letzte Station

    22 de setembro de 2025, Áustria ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach eine unruhigen Nacht, bin ich heute schon früh gestartet. Ich glaube mir fehlt das Hundegebell. 🫣
    Der Weg durch Ungarn zieht sich. Auf der Autobahn sind viele Baustellen und rund um Budapest ist viel Verkehr.
    Das gleiche gilt für Österreich. Nur das da die Verkehrsspitze rund um Wien ist. In Österreich steht alle paar Kilometer ein Blitzer. Google sagt sehr viele während der Navigation an. Egal, einfach an die vorgegebene Geschwindigkeit halten. Das ist tatsächlich in Österreich am leichtesten, da wirklich nur ganz wenige Raser unterwegs sind.
    Mein Ziel ist Traun, das ich am frühen Nachmittag erreiche. Nach der ganzen Sitzerei mache ich noch einen Spaziergang durch die Stadt. Leider wird das Wetter schlechter. Aus den dichter werdenden Wolken fallen die ersten Regentropfen. So schlendere ich zum Hotel zurück und verbringe einen entspannten Abend.
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  • Zurück zu Hause

    23 de setembro de 2025, Alemanha ⋅ ☁️ 17 °C

    Am Frühstücksbuffet des Hotel gibt es Vollkornbrot. Die erste Scheibe nach vier Monaten - ein echter Genuss.
    Als ich auschecke komme ich mit der Hotelchefin ins Gespräch. Sie erinnert sich an mich und erzählt mir, daß sie an mich gedacht hat, als Motorradfahrer bei ihr übernachtet haben, die Bären auf der Transfăgărășan Passtrasse gesehen haben. So klein ist die Welt. 😊
    An der deutschen Grenze wird die Autobahn einspurig, aber es gibt keine Kontrolle. Nach etwa 20km auf der Autobahn, kommt ein Wagen mit Lichthupe angeflogen und drängeln. Herzlich Willkommen in Deutschland!
    Ich komme gut durch und bin ohne Stau am frühen Nachmittag in Wiesbaden. Als ich in meine Wohnung ankomme, wartet eine Überraschung auf mich. Meine Freunde haben meinen Kühlschrank gefüllt.
    Ihr seid die Besten - vielen Dank. 🥰
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    Final da viagem
    23 de setembro de 2025