MGC Tag 3: Hausach - Staufen
I går, Tyskland ⋅ ☀️ 31 °C
Wieder um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, schon die ersten Vorbereitungen getroffen und dann um 6:30 Uhr pünktlich zum prima Gasthof-Frühstück bereit gestanden. Danach fertig gemacht, das Rad gesattelt und um 7:30 Uhr war dann Abfahrt. Geplant war diese Etappe eigentlich mit Constantin, der jedoch leider aufgrund der Hitze und auch leicht angeschlagen absagen musste 😬
Zuerst mit schönem Rückenwind im Tal nach Haslach, bevor dann der erste kurze knackige Anstieg anstand. Mit kaum Verkehr, frischen Beinen und noch angenehmer Temperatur einwandfrei zu fahren. Erst ein Tal mit einigen typischen Schwarzwald Bauernhöfen und vielen Störchen entlang, bevor es am Ende noch kurz steil wurde.
Danach folgte einige Schweinehügel durch ein richtiges Hinterland, hier und da mal ein paar Häuser, Scheunen und Ställe, dafür sogut wie verkehrsfrei und es war herrlich ruhig. Weiter ging es ins Simonswälder Tal, wo ich mich auch kurz in einem Supermarkt hydriert, da es so langsam wärmer wurde. Danach folgte ein längerer Anstieg mit moderater Steigung entlang der Wilden Gutach, der die meiste Zeit als richtiger Rollerberg bezeichnet werden konnte (auch mal nett zur Abwechslung kein brettharter Anstieg 😄). In einer schönen Abfahrt ging es dann hinab nach Kirchzarten, kurz in eine Bäckerei eingefallen, Wasser aufgefüllt und ab zum letzten Pass des Tages, dem Schauinsland (der Hausberg von Freiburg).
Und dieser hatte es in sich 🙄 Der Start war noch harmlos, aber dann kam es knüppeldick: die Steigung zog enorm an und viel selten unter 10%, dazu gesellten sich die brutale Mittagshitze und fast die ganze Zeit voll in der prallen Sonne, vor allem unten mega viel Verkehr, ein feiner Gegenwind und dazu hatte ich noch brennende Fußsohlen (vermutlich aufgrund der Hitze und Belastung bei steilen Anstiegen, dehnen sich bei Wärme aus...) 🫣🥵🙈 Nichtsdestotrotz kämpfte ich mich Meter um Meter nach vorne bzw oben. Die Rettung kam dann 100 Höhenmeter vor der Passhöhe in Form eines eiskalten Kneippbeckens, das war richtig genial und nach dieser Pause war der restliche Anstieg nur noch Formsache 😍😄
Die Belohnung für diese Strapazen folgte in der Abfahrt nach Münstertal - super Belag, wenige kurven und sausteil - da konnte man es richtig laufen lassen 🚀🥰 Nächste Aufgabe: eine Unterkunft finden. Da das Angebot in Münstertal sehr überschaubar und teuer war, sich ich schlussendlich auf Staufen aus, die zusätzlichen 5km weiter das Tal hinunter waren noch im Tank 😉
Radklamotten gewaschen, geduscht und dann die Überraschung: es regnete ganz ordentlich - gutes Timing mal wieder 🤗 Nach dem Regen ins Städtchen gelaufen und mir einen leckeren Mühlenburger mit Pommes einverleibt, war auch bitter nötig 😋
Morgen steht dann ein "Ruhetag" mit nur 70 Kilometern an 🤪
3/10 Etappen
353/1120 Kilometer
6783/22500 HöhenmeterLæs mere
MGC 2026 Tag 2: Bühlertal - Hausach
29. juli, Tyskland ⋅ ☀️ 34 °C
Bei der angekündigten Hitzewelle kam es mir sehr gelegen, dass es schon ab 6:30 Uhr Frühstück gab. Also früh aufgestanden und beim sehr guten Frühstücksbuffet (u.a. mit Lachs, Eiern, Antipasti und frischen Erdbeeren 😋) zugeschlagen.
Abfahrt war dann kurz vor 8 Uhr und es ging sofort in den ersten Anstieg Richtung Hornisgrinde. Dieser war sehr angenehm zu fahren, sehr viel noch im bewaldeten Schatten, kaum Verkehr, moderate Steigungswerte und ich kam das erste Mal auf dem Trip über 1000m Höhe. Selbst auf dem kurzen Stück auf der Schwarzwaldhochstraße zum Mummelsee war der Verkehr noch sehr überschaubar. Den Gipfel ließ ich links liegen und begab mich gleich in die Abfahrt Richtung Oppenau.
Hier ging es dann sogleich in den nächsten Anstieg zum Breitenberg und zur Renchtalhütte. Bisher gefällt mir die Route der Planer des Ultrarennens richtig gut: verkehrsarme bis teils verkehrsfreie Straßen mit meist gutem Straßenbelag, so kann es gerne weitergehen 🤗 Hintenraus wurde dieser Anstieg doch recht steil, aber bei noch viel Schatten stellte mich das noch vor keine großen Probleme :)
Hinunter nach Bad Griesbach geschossen, wo ich meine Unterkunft für heute in Hausach buchte und meine Flaschen bei der Quelle vom Schwarzwaldsprudel auffüllen konnte. Dies war auch bitter nötig, da es so langsam immer heißer wurde und ich noch zwei knackige Pässe vor mir hatte 🥵
Nun folgte der Anstieg zum Löcherbergwasen, 3,4km mit 319 Höhenmetern, also 9,4% im Schnitt, ein richtiges Brett, das ich aber auch knackte. Kurze Abfahrt nach Oberharmersbach, bevor dann der letzte Anstieg des Tages Richtung Brandenkopf folgte, der mich auch nochmal vor allem auf den letzten zwei Kilometern und 200 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen brachte 😬 Nach einem letzten kleinen Gegenanstieg ging es nur noch bergab ins heutige Ziel Hausach. Hier musste ich dann den ersten Materialschaden feststellen - siehe Bild 🧦🤣
Ein paar Getränke und Snacks im Supermarkt gekauft, eine leckere Pizza (die Pizzeria hatte ich noch von meiner Westweg Wanderung 2021 gut in Erinnerung) und zwei Kugeln Eis gegessen.
Beim Radfahren war die Hitze tatsächlich noch ganz gut auszuhalten. Im Tal jedoch war es draußen (vor allem in der prallen Sonne) unerträglich heiß, hat sich angefühlt wie im Glutofen 🥵🔥🫣
Morgen heißt es also bei den erwarteten Temperaturen wieder früh starten - Frühstück gibt's glücklicherweise wieder ab 6:30 Uhr 🙏
2/10 Etappen
242/1120 Kilometer
4500/22500 HöhenmeterLæs mere
MGC 2026 Tag 1: Neustadt (Weinstraße) - Bühlertal
28. juli, Tyskland ⋅ ☀️ 28 °C
Nach einem kurzen Intermezzo in der Heimat mit 3 Tagen durchschnaufen, viel Schlaf, gutes Essen und die Füße hochlegen (bis auf Wasserschleppen und Gießen 😀), ging es heute wieder auf Tour.
Durch Zufall bin ich vor ein paar Monaten auf ein Ultrarennen gestoßen, und zwar das MittelgebirgeClassique:
"Die festgelegte Route von MittelgebirgeClassique führt die Teilnehmer über rund 40 Pässe im Pfälzerwald, Schwarzwald, Jura und in den Vogesen.
Die Strecke ist überwiegend asphaltiert und daher mit dem Rennrad gut zu bewältigen. Es wird jedoch auch einige (sehr) kurze Gravel-Passagen geben. Die höchsten Pässe in der Pfalz erreichen rund 600m, im Schwarzwald, Jura und den Vogesen steigen die Pässe auf über 1400m an.
1120 Kilometer | 22,500 Höhenmeter"
Der diesjährige Sieger benötigte für das Rennen etwas mehr als zwei Tage (51h 9min). Ich werde es aber etwas entspannter angehen und plane 10 Tage ein 😄
Los gings heute morgen um kurz nach 5 Uhr zum Bahnhof in Osterburken. Die Morgendämmerung setzte gerade ein und ich kam ohne Probleme an. Jedoch war es noch ziemlich zapfig bei ca. 10 Grad 🥶 Schon nach 10 Minuten zeigte sich die Bahn wieder von seiner besten Seite: Signalstörung und 15min Pause.... Somit verpasste ich natürlich meinen Umstieg in Heidelberg und musste den nächsten Zug nehmen. Aber kein Problem, so ging es dann eben um Punkt 9 Uhr in Neustadt an der Weinstraße los.
Durch den Pfälzerwald ging es zuerst am Hambacher Schloss vorbei, weiter durch unzählige Weinberge und es standen auch gleich die ersten beiden Pässe auf dem Programm, die jedoch sogut wie verkehrsfrei prima zu fahren waren. Danach folgte ein welliges Terrain, wo sich die Höhenmeter auch aufsummierten. Eine Straßensperrung (schockt mich nicht mehr 😂) mit frischem Teer konnte ich zum Glück auf dem gut zu fahrenden Radweg entlang der Straße umgehen. In Bad Bergzabern versorgte ich mich dann etwas in einer Bäckerei, machte eine kurze Mittagspause und buchte das Hotel für heute Nacht. Weiter gings dann über die französische Grenze nach Wissembourg und ein weiterer Pass folgte.
Nun folgten knapp 50 flache Kilometer (so wie es aussieht vorerst die letzten für die nächsten Tage 😬😄) auf teils guten Radwegen, bevor es dann auf der Höhe von Rastatt wieder über den Rhein nach Deutschland ging. Zum Schluss ging es dann schon in den Schwarzwald und ein erster kleiner Anstieg wurde hier bezwungen, bevor es hinab in mein heutiges Etappenziel in Bühlertal ging.
Schnell die Radsachen gewaschen und geduscht und ab zum Supermarkt um die Ecke, um ein paar Getränke und snacks zu kaufen. Das Restaurant im Hotel hatte heute Ruhetag, der Hotelwirt lobte jedoch das türkische Fachgeschäft nebenan und so freute ich mich mit knurrendem Magen auf einen Döner. Jedoch hatte der Laden heute aufgrund Reparaturarbeiten geschlossen 🙈 Also nochmal zum Edeka zurück und mich von der Bäckerei versorgt.
Die morgige Etappe wird aufgrund der erwarteten Hitzewelle etwas kürzer ausfallen, nichtsdestotrotz ist der ein oder andere Schwarzwaldpass zu bezwingen 😀
1/10 Etappen
149/1120 Kilometer
2250/22500 HöhenmeterLæs mere
























BURGERPOMMES AUF DIE 1! [Lennart Karl]