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Kanaren-Madeira-Kapverden

Mit dem Start ins Rentnerdasein genießen wir die Sonne für drei Wochen Read more
  • Trip start
    February 2, 2024

    Start nach Gran Canaria

    February 2, 2024 in Germany ⋅ 🌬 8 °C

    Freitag um neun, Nieselregen. Elisa fährt uns und unser Handgepäck zum Wolfsburger Bahnhof. Eine Brötchentüte und ein Wasser für die Fahrt geholt, der ICE ist pünktlich (Bahnstreik pausiert netterweise während unserer ganzen Reise) und komfortabel.

    Umsteigen in Hannover Hauptbahnhof, die S-Bahn fährt trotz Nahverkehrsstreik, alles prima. Pünktlich am Flughafen angekommen. Beim Einchecken gelernt, dass Flugkartencodes für die Apple-Wallet auf Android-Wallets nicht funktionieren. Die Mail mit den Flugdokumenten gefunden, problemlos eingecheckt und ab in den Flieger.

    Pünktlich angekommen, ein Spaziergang zum Cruise Terminal und noch ein paar Schritte weiter - da lag dann das norwegische Schulschiff "Christian Radich". So ein Reisetag ist doch ein bisschen anstrengend, aber weil wir alles mit reichlich Übergangszeiten geplant hatten, gab es keinen Stress.
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  • Ein Tag in Las Palmas auf Gran Canaria

    February 3, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Acht Uhr im Hotel Livvo Lumm direkt am Hafen. Nachdem der englische Kreuzfahrer gestern Abend ausgelaufen ist, liegt heute AIDA cosma dort, wo wir morgen früh an Bord der Mein Schiff 1 gehen wollen.

    Gleich geht's los, um die Ecke rum zur Strandpromenade. Viel Betrieb dort, am und im Wasser. Erstaunlich hohe Bebauung säumt die Promenade, viele Menschen haben offensichtlich ein Appartement direkt am Meer.

    Kleiner Zwischenstopp auf der Promenade, dann auf zur Altstadt - der Weg dorthin zieht sich allerdings in der Mittagssonne ziemlich lang, und so biegen wir auf halbem Weg links ab, tauchen ein in das quirlige all-day-Las Palmas und schlendern zur Siesta zurück zum Hotel.

    Nach Siesta am frühen Abend noch ein kleiner Spaziergang rund ums Hotel zum Bistro der Wahl. Gesättigt und zufrieden heim ins Hotel, morgen geht's auf's Schiff.
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  • Boarding und auf geht's

    February 4, 2024 in Spain ⋅ 🌙 19 °C

    Acht Uhr. Die Stadt ist schon wach, wir jetzt auch. Nach dem Check-Out vom Hotel geht es fußläufig rüber zum Schiff.

    Check-In dort verläuft problemlos, wir parken das Handgepäck zwischen und erobern das Schiff. Vieles erscheint uns nach der letzten Reise bekannt, manches ist neu. Ein erster Begrüßungscocktail beim Warten darauf, dass die Kabine fertig wird; Early Check-In heißt das Zauberwort. Schiff schon nutzen, während noch die Gäste der letzten Reise auschecken.

    Nun ist die Kabine fertig. Koffer und Handgepäck auspacken, Klamotten einräumen, Badezeug angezogen und ab in den Pool, bevor der Ansturm beginnt. Danach ein Eis, Kaffee auf der eigenen Terrasse über der Kabine, abends Surf+Turf - es könnte uns schlechter gehen.

    Halb elf dann ein dreifaches TUUUUUT und raus gehtˋs aus dem Hafen - gar nicht so einfach, muss doch das Schiff im Hafenbecken drehen, das gefühlt nur wenig länger als das Schiff ist. Alles läuft problemlos und zügig - könnte sein, dass der Kapitän und seine Crew das schon das eine oder andere Mal gemacht haben. Und dann raus in die dunkle Nacht. Morgen ist Seetag auf dem Weg nach Madeira.
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  • Von Las Palmas nach Funchal/Madeira

    February 5, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 21 °C

    Heute ein reiner Seetag. Trotzdem viel zu tun. Um 10:00 Uhr auf zur Brücke, Führung durch den Käpt'n. Dazu gleich mehr.

    Danach haben wir ein Sport-Beratungsgespräch. Wir wollen also mal ein EMS Training probieren und sind gespannt. Mittags dann eine Thai-Massage, sehr entspannend. Alles ohne Fotos ;-)

    Schließlich Ausruhen, ein bisschen Kaffee und Kuchen, Blick auf's Meer, ein bisschen lesen - relaxter Tag heute. Zum Abschluss heute noch um 19:00 Uhr Empfang des Kapitäns in der X-Lounge. Wir freuen uns!

    Heute Nacht haben wir in Funchal angelegt - Wir sind gespannt auf Madeira.
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  • Auf der Brücke morgens um halb elf

    February 5, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 21 °C

    Kurz vor zehn Treffen der Technik-Affinen an der Galeriebar, Einweisung in die Dos und Don'ts - Fotografieren darf nur eine, die Bordfotografin, und das tut sie gut und reichlich. Dann geht's gemeinsam auf Deck 10 durch eine unauffällige Tür - Staff only - einen Gang um zwei Ecken und dann Safety Code an einer weiteren Tür - Bridge - eingetickert, kurzer Dialog über die Gegensprechanlage, und die Tür geht auf. Ziemlich unspektakulär, diese Brücke, denn das Schiff ist ja durchaus breit.

    In der Mitte geballt die Steuerungstechnik, gruppiert um drei bequeme Arbeitsplätze. Wir lernen, wie viele Offiziere und Matrosen bei welchem Wetter und bei welchen Fahrtzuständen auf der Brücke zu sein haben, wie es mit den Schichten und Ruhezeiten aussieht, was man auf welchem Bildschirm alles übereinanderlegen kann, um in jeder Situation die richtigen Informationen zu bekommen. Aktuell, mitten auf dem Atlantik. steuert der Autopilot, das Anlegen geschieht manuell.

    Auf den beiden äußersten Enden der Brücke, den Nocks, gibt es jeweils ein Hilfssteuerpult für das manuelle Anlegen, dazu ein Fenster im Boden, um zu sehen, wie weit die Bordwand noch vom Kai entfernt ist. Dazwischen ist - nichts, auf der linken Seite, und ein Besprechungstisch - auf der rechten.

    Wir erhalten viele interessante Antworten auf unsere Fragen, zum Bremsweg des Schiffes aus voller Fahrt, Antriebsleistung und vielem mehr. Eine Stunde voller Eindrücke und Informationen. Zum Schluss noch eine Fotosession mit dem Käpt'n - er macht es gern.
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  • Funchal und Umgebung mit Ralf

    February 6, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

    Dienstag 10:00 Uhr. Nach einem guten Frühstück treffen wir uns mit Ralf, der vor Jahren von Deutschland über Ägypten nach Madeira ausgewandert ist, und entern zusammen mit Sabine und Rolf aus Bochum seinen Peugeot. Unser Weg wird uns heute durch die Sehenswürdigkeiten des südlichen Madeira führen, zu vielen kleinen und schönen Orten.

    Die Insel ist grün und bergig. Ralf erzählt, dass es kaum abgrenzbare Jahreszeiten gibt; immer ist das Klima milde und freundlich. Die Pflanzen tragen alle drei Monate Früchte. Ab und zu gibt es Sturm und Starkregen, dann ist es wieder "wie immer". Ein verzweigtes System von Gräben, die Levanten, bringen das Wasser aus den Bergen zu den Feldern und Gärten.

    Über kleine, kurvige Straßen fahren wir verschiedene Orte an. Überall ist es ruhig, nicht überlaufen. Wir fahren mit dem Korbschlitten eine Bergstraße hinunter - im öffentlichen Verkehr übrigens, die Autos lassen uns durch, unsere Steuerleute die Autos auch. Wir schauen von 1.850 m hohen Bergen in die Täler, erfahren, warum das Nonnental so heißt, obwohl es dort kein Kloster gibt, und sehen Gleitschirmfliegern an der Steilküste von oben auf die Schirme - von dem Cabo Girão Skywalk, einem gläsernen Aussichtspunkt aus.

    Noch eine Poncha, den traditionellen Drink Madeiras, in einem ebenso traditionellen Bistro genommen - kann man sich dran gewöhnen - und dann setzt uns Ralf direkt am Schiff wieder ab. Ein schöner Tag. Jetzt noch kurz verschnaufen, dann Abendessen - und nach ein paar Takten Musik in der Galeriebar freuen wir uns auf einen Bummel durch Funchal morgen.
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  • Abfahrt aus Funchal

    February 7, 2024, Nordatlantik ⋅ ⛅ 20 °C

    Funchal um halb acht - Zum Morgen-Espresso ein Bild der Frontkamera: Die Marella Explorer hat in der Nacht vor unserem Bug festgemacht. Das ist die ehemalige Mein Schiff 1, die inzwischen verkauft wurde.

    Zu Fuß geht es auf in die Altstadt von Funchal. Auf dem Weg, vorbei am Forschungsschiff Maria S. Merian der Deutschen Forschungsgemeinschaft aus Rostock, ein schönes Vergleichs-Blick auf die beiden Schiffe, die als Mein Schiff 1 vom Stapel liefen, und auf die Entwicklung, die sozusagen zwischen Mutter und Tochter liegt.

    Nach einer halben Stunde Fußweg sind wir im Kern der Stadt Funchal angekommen. Allenthalben werden Buden, Lichter und Lautsprechertürme für den Karneval nächsten Montag aufgebaut. Wir besuchen die Straße der bemalten Haustüren, die Zona Vieja - zig sorgfältig angepasste Bretter und Bleche legen die Wirte der zahlreichen Bistros und Restaurants raus über die Gosse, um in der schmalen Gasse Platz zu schaffen für ihre Mittagstische. Wir entern ein Bistro unter der Seilbahn zum Monte.

    Entspannt wandern wir zurück zum Schiff, legen eine kleine Pause ein - dabei legt unser Dampfer ab und geht auf die Fahrt zurück zu den Kanaren, nach Santa Cruz de La Palma - und begeben uns dann in den Sportbereich zum EMS-Training. Nach dieser fachgerecht und freundlich-bestimmt von Lena begleiteten Übung sind wir geschafft und bereiten uns durch intensiv-Ausruhen und Duschen auf den Abend vor.
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  • Wind auf La Palma

    February 8, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C

    Noch ein halber Tag auf La Palma. Wir haben die Zeit genutzt, um uns auf eigene Faust Santa Cruz (de la Palma, auf Teneriffa gibt es auch ein Santa Cruz - morgen) anzuschauen, da unser Ausflug zum whale watching wegen des Windes abgesagt wurde. Mit Rückenwind ging es in die historische Altstadt. Vom alten Rathaus dann durch eine kleine Markthalle, wo wir Zuckerrohrsaft probiert haben. Weiter ging es durch die kleinen Gassen an den schön bepflanzen Balkonkästen vorbei zurück Richtung Schiff.

    Auf jeder Tour gibt es eine White Pooleparty - heute war es soweit. Mit toll verkleideten Schauspielern, Musik der 60er, 70er und 80er und einem immer gut gelauntem Käpt'n wurde nach dem Auslaufen das Pooldeck geentert.

    Morgen früh sind wir auf Teneriffa und schauen uns den Nationalpark an.
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  • Lava, Magma und Stein

    February 9, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 24 °C

    Teneriffa - nach dem Führstück holt Gerhard uns mit seinem Taxi vom Schiff ab. Die Fahrt geht zunächst auf der vierspurigen (!) Autobahn am Flughafen vorbei. Erstaunt sind wir zu erfahren, dass der städtische Großraum Santa Cruz (de Tenerife) / La Laguna gut 300.000 Einwohner hat. Eine Metro überquert die Autobahn, zwei Universitätskrankenhäuser gibt es und eine Uni mit vielen jungen Leuten. Eine Million Menschen bewohnen die Insel insgesamt.

    Wir verlassen die Autobahn ostwärts und fahren in das Agana-Gebirge. Waren wir von der fehlenden Vegetation und dem städtischen Ambiente von Santa Cruz zunächst enttäuscht, sind wir jetzt entschädigt: Pinien und Eukalyptusbäume, viele Kräuter und Stauden säumen unseren Weg auf gewundener Straße, wie wir sie auch vom Harz kennen. Schließlich eröffnet sich ein wunderschöner Blick durch die Berge auf die Bucht von Santa Cruz und unser Schiff, wie es da im Hafen liegt.

    Nun geht es zurück ins Tal und von dort auf der anderen Seite westwärts in Richtung des Nationalparks Teide, dessen Mittelpunkt der bekannte Vulkan ist. Über 50 km müssen wir fahren, auf dem Kamm einer Bergkette zunächst durch einen riesigen Pinien- und Eukalyptuswald, der bis zur Baumgrenze bei 1.800 Höhenmetern reicht; Hier hat es vor einem halben Jahr einen gewaltigen Waldbrand gegeben, und schwarz stehen die Bäume da. Das Unterholz ist verschwunden, sehr licht und durchlässig schaut es aus. Allenthalben kommen kleine grüne Zweige zwischen der verkohlten Rinde hervor, junge Kräuter und Stauden wachsen hoch, und in einiger Zeit wird es hier wieder so grün sein wie auf der Ostseite der Insel.

    Mit dem Erreichen der Baumgrenze ändert sich das Landschaftsbild dramatisch. Nur noch Braun-, Grau- und Ockertöne prägen die gewaltigen vulkanischen Schutt- und Felsenhalden. Dazwischen hier und da graugrünes und graubraunes Buschwerk. Das Feuer ist bis hierher auch vorgedrungen. Wir fahren in den Nationalpark. In dieser unwirklichen Landschaft werden immer wieder Filme gedreht - sicher spülen die Erlaubnisse auch gutes Geld in die Nationalpark-Kasse, und viel kaputtmachen kann man sicher auch nicht, angesichts der schieren Größe der unbelebten Natur hier.

    Im Infocenter des Nationalparks schauen wir einen kurzen Film über die Entstehung der Insel und ihrer prägenden Landschaft, die Zehntausende von Jahren gedauert hat - ein Wimpernschlag gemessen an der Entwicklung der Erde. Dann geht es weiter zum Teide, der heute eine Pudelmütze aus Wolken trägt. Die Seilbahn zum Gipfel auf 3.700 m fährt nicht, zu windig und neblig ist es oben in den Wolken. Wir schauen uns noch das Wahrzeichen der Gegend an, Roques de García, merkwürdig von der Erosion freigelegte ehemalige Vulkanschlote, die heute als Felsen in der Landschaft stehen.

    Kalt ist es hier oben, trotz der wärmenden Sonne, und windig - so nehmen wir den Weg zur Nordküste, durchfahren die landestypische Bebauung dort, suchen noch einen schönen Aussichtspunkt an der nördlichen Steilküste auf - und dann bringt Gerhard uns zurück zum Schiff. Inzwischen hat sich das Wetter zugezogen, die Wolken kommen von Norden durchs Tal und verdrängen den Saharawind. Überwältigt von den Eindrücken, auch etwas erschöpft, erholen wir uns kurz und nehmen dann ein leckeres Abendessen im "Surf and Turf".
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  • Nacht, Wind und Regen

    February 9, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 21 °C

    Auf Teneriffa hatte sich das Wetter zur Abfahrt zugezogen. Ablegen mussten wir mit Schlepperunterstützung - der Käpt'n hatte uns auf der Brücke erklärt, bis zu welcher Windstärke das Schiff allein an- und ablegen kann, wann es Unterstützung braucht und wann es nicht mehr in die Häfen einfahren darf.

    Nun waren wir beim Auslaufen gerade beim Essen - daher gibt es hier keine Schlepper- oder Wind-und-Regen-Bilder, sondern eine Cocktail-Impression.

    Um eine ruhige Fahrt zu gewährleisten, sind wir dann etwas schneller und südlich von Gran Canaria entlang gefahren - angekommen sind wir pünktlich.
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  • Strandpromenadenkunst und Sonne satt

    February 10, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir lassen es gemächlich angehen, denn Fuerteventura und ihre Hauptstadt Puerto del Rosario bieten neben einem hellen Sandstrand (aufgeschüttet?) "nur" noch eine Strandpromenade mit allerlei Kunstwerken, die wir nachmittags, nach der Mittagssonne, mal anschauen wollen.

    Am Nachmittag also gehen wir von Bord. Unmittelbar am Hafenausgang beginnt die Hafenpromenade mit einer Vielzahl an Skulpturen, die alle leider nicht beschriftet sind; so bleiben uns nur Vermutungen und das Internet um herauszufinden, weshalb, wieso und warum.

    Nach einem schönen Spaziergang zurück zum Schiff, einem kleinen Essen auf der Heckterrasse und dem Auslaufen bei einsetzenden Dunkelheit platzieren uns über dem Pooldeck für die Abschiedsparty (für viele andere Mitfahrende, die nicht in die Kapverden mitkommen, und den supersympatischen Käpt'n - er geht in den Wohlverdienten! - Schade, gern wären wir mit ihm weiter- und nochmal gefahren).

    Heute sind wir flott unterwegs bei 2,5 m Wellen, aber... man merkt es nicht!
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  • Seetag 1: weiter zu den Kapverden

    February 12, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 21 °C

    Seit zwei Uhr nachts sind wir unterwegs mit Süd-Süd-West Kurs 220° zu den Kapverden. Die Abfahrt hat sich verzögert, eine Unregelmäßigkeit wurde beim Routinecheck vor dem Auslaufen an einer Maschine angezeigt, und die Spezialisten brauchten einige Zeit, um die Ursache zu entdecken und zu beseitigen.

    Der Himmel ist sehr bewölkt, so macht der Tag einen ziemlich grauen Eindruck. Erst nachmittags kommt die Sonne durch. Beim Herausschauen durch unsere großen Fenster bemerken wir etwas mitten im Ozean - Wale sind es nicht - ein Griff nach dem Fernglas, das in jeder Kabine bereitliegt, zeigt tatsächlich ein kleines, offenes Boot mit vielleicht 20 Menschen drauf, das zielstrebig an uns vorbei in Richtung Kanarische Inseln strebt. Betroffen und still wird uns klar, dass unser Schiff nichts tun wird, solange das Boot nicht Hilfe fordert, und dass dieses wiederum keine Hilfe fordern wird, weil die Menschen nach Europa und nicht nach Cabo Verde, ein eigener afrikanischer Staat, wollen.

    Während Dicko gegen Mittag eine Männermassage genießt, bildet sich Acki bei einem Vortrag über die Kapverden weiter. Nachmittags hält Prof. Arand einen weiteren Vortrag über die Portugiesische Spielart des Faschismus, dem Dicko interessiert folgt - es gibt doch immer wieder was zu lernen. Das Abendessen reduzieren wir auf ein Döner mit Pommes und belohnen uns abschließend mit einem Espresso Martini.
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  • Seetag 2: noch weiter zu den Kapverden

    February 13, 2024, Nordatlantik ⋅ ☀️ 21 °C

    Morgens halb acht. Strahlende Sonne erfüllt die Kabine mit Helligkeit. Das Wetter zeigt sich von seiner schönsten Seite, milde Wärme, leicht bewegte, meeresfrische Luft.

    Nach dem entspannten Frühstück wollen wir den Tag auf der Front-Veranda genießen, aber da ist wenig Platz, denn TUI dreht einen Werbefilm hat und einen Teil abgesperrt. So vertreibt die Sonne Acki auf unserer "Dachterrasse" schnell in den Schatten, und Dicko genehmigt sich eine Portion Wissen bei Prof. Arand, der heute über die Kolonialisierung von den Griechen bis zur Aufgabe der letzten portugiesischen Kolonien in der Mitte der Siebziger des letzten Jahrhunderts berichtet. Gut, dass TUI denjenigen Kreuzfahrtpassagieren, die es interessiert, auch die Informationen dieser Art über die Ziele, die wir besuchen, nicht vorenthält.

    Ein leckeres italienisches Essen beschließt einen ruhigen, interessanten Seetag. Morgen früh um sieben landen wir in Mindelo auf den kapverdischen Inseln und wollen (noch) nicht den Spuren der Sklaverei, sondern der Seaturtles folgen.
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  • Mindelo auf Sao Vincente, Kapverden

    February 14, 2024 in Cape Verde ⋅ 🌬 25 °C

    Sieben Uhr, das Schiff hat angelegt. Wir schauen über die Hafenbucht auf die Nachbarinsel Santo Antao, sie ist vulkanisch-gebirgig und auf den ersten Blick unwirtlich. Allerlei kleine Tanker und Frachter liegen hier auf Reede, denn der Hafen ist nicht groß; die Außenpier wird von der Mein Schiff 1 dominiert, der Bug unmittelbar an den Schiffen der Hafenbehörde, das Heck gerade so eben noch festgemacht.

    Ein wunderbar milder Tag zum Seaturtle Snorkling - nach wie immer exzellentem Frühstück gehen wir zur Hafeneinfahrt, werden von Angela und Paolo begrüßt, treffen uns mit einer vierköpfigen Berliner Familie und fahren mit einem Neunsitzer Taxi quer über die Insel am Flughafen vorbei zu einem Fischerdorf, wo die Seeschildkröten bereits an die interessierten Menschen gewöhnt sind. Nach kurzer Einweisung schieben zehn Leute unser kleines Holzboot vom Strand, und ein paar Meter weiter draußen sind schon allerlei Boote und Menschen im Wasser draußen. Die Brillen aufgesetzt, ab ins Wasser - es ist wunderbar warm, nicht zu salzig, prima Sicht in der geringen Tiefe. Acki hat Spaß und Dicko Husten; so entert er das Boot recht schnell wieder und beoachtet das Treiben von außen.

    Nach einer guten halben - oder mag es eine ganze Stunde gewesen sein? - kehren alle an Bord zurück, mit einer passenden Woge geht es an Land; dankeschön an die Männer und ab im Minibus zurück zum Hafen. Eine tolle Erfahrung, sehr empfehlenswert. Wir hoffen, dass wir von Angela noch ein paar Unterwasserfotos bekommen werden, die einer unserer Guides gemacht hatte.

    Zurück auf dem Schiff, erstmal unter die Dusche und etwas chillen.
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  • Praia auf Santiago

    February 15, 2024 in Cape Verde ⋅ 🌬 22 °C

    Dicko: "Ich fühle mich außerhalb meiner Komfortzone...."

    Was ist passiert? Wir hatten eine private Tour über die Insel gebucht. Nun sitzen wir in einem zugegeben engen, unbequemen mini-Bus und fahren über die Insel bei entweder gefühlt 30°, oder zugiger Klimaanlage. Doch die interessante Tour entschädigt schnell. Nach kurzem Weg finden wir in Cidade Velha den Kern der Besiedlung von Santiago: den (Sklaven)markt mit den angrenzenden Portugiesenhäusern und der Kirche. Dieses Weltkulturerbe ist natürlich bewohnt und täglich genutzt.

    Birgit, unsere Guide, ist mit ihrem Mann vor Jahren schon nach Cabo Verde ausgewandert. Sie vermisst die Annehmlichkeiten Deutschlands nicht und schätzt das ruhige, bodenständige Leben in der Sonne hier. Sie erzählt uns auf den langen Fahrtabschnitten viel über dieses Leben: die drei Tage Regen im Jahr, die Fluch und Segen zugleich sind und überhaupt den Anbau von Mais, Zuckerrohr, Maniok usw. ermöglichen; über die immer frischen Esswaren, weil es keine verlässliche Kühlung gibt und die Hühner vom Hof direkt in den Kochtopf wandern; Über die vielen kleinen Erfolge wie neue Spielplätze, neue Straßenbeleuchtung und dies und jenes, die in den Nachrichten stets vor den Katastrophen der Welt verbreitet werden.

    Wir fahren durch den Serra Malagueta Nationalpark zum Markt und Strand von Tarrafal. Unterwegs nehmen wir einen landestypischen Imbiss mit Leber und Schweinefleischröllchen in einem Bistro am Wegesrand. Überall werden Speisen und Souvenirs direkt an der Straße verkauft. Es gibt außer den Schiffstouristen nur wenige Weiße auf der Insel, die eher bei Wanderern als bei Strandgästen bekannt ist.

    Vom Strand fahren wir ins Landesinnere ins Ribiera di Principal Tal, das im Gegensatz zur übrigen Insel wunderbar grün ist; im Tal liegt eine von den Chinesen gebaute kleine Talsperre, die im Tal mittels Tröpfchenbewässerung Landbau ermöglicht. Johanna führt dort ein beliebtes Restaurant und bewirtet uns köstlich. Über die Ostküste gelangen wir pünktlich und erschöpft zum Schiff zurück.

    Nach kurzer Erholung noch eine schöne Varieté-Vorstellung mit Dinner auf dem Schiff, ein Absacker in der Galerie-Bar und dann ist der Tag schon herum.
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  • Seetag 3: zurück zu den Kanaren

    February 16, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 22 °C

    Windig ist es. Brauchte der Käpt'n gestern schon Schlepperunterstützung beim Anlegen an der kleinen Pier von Praia, so hatte er gestern Abend schon den Bug im Wind, musste "nur" mit voller Kraft der Querstrahlmaschinen vom Pier ablegen und Kurs nach Norden zu nehmen - heute geht es mit 20 Knoten, rund 36 km/h pro Stunde gegen den nordnordöstlichen Wind zurück zu den Kanaren. Die Passagieren werden gebeten, immer eine Hand zum Haltsuchen frei zu haben, aber so schlimm ist es wirklich nicht.

    Ein Tag zum Sonnen, durch's-Schiff-Streichen und Weiterbilden.

    Prof. Arand spricht heute über die Dekolonisierung Afrikas - Leider ein Zustand der Instabilität, der noch mehr als zu Kolonialzeiten von den verschiedensten Wirtschafts- und Machtinteressen der ganzen Welt gefördert wird. Eine einfache Lösung wird es nicht geben können. Von dem ganzen riesigen Kontinent ist nur die winzigkleine Inselgruppe Mauritius eine "lupenreine Demokratie", der Rest deckt das ganze Spektrum von "ziemlich demokratisch handelnden Staaten" bis zu "lupenreinen Diktaturen" ab.
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  • Seetag 4: Nachts schlimme Überraschung

    February 17, 2024, Nordatlantik ⋅ 🌬 20 °C

    Nachts um vier, die Passagiere schlafen, der Navigationsoffizier entdeckt eine blinkende Taschenlampe mitten im Meer. Da wird beigedreht und die Lage untersucht. Ein Flüchtlingsboot ist augenscheinlich seetüchtig und nicht in akuter Not, die Dünung mit 3,5 m zu hoch, um gefahrlos ein Tenderboot auszusetzen. Die Rettungsleitstelle bestellt einen Frachter, der sich in der Nähe befindet, zur Überwachung. Er trifft um halb acht ein. Kurz vor neun entdecken wir auch die Geflüchteten zwischen uns und dem Frachter. Die Rettungsleitstelle gibt unsere Fahrt frei und wir nehmen wieder Kurs auf Gran Canaria.

    Der nächtliche Zwischenfall ist natürlich Thema überall beim Frühstück und auch beim Vortrag von Prof. Arand über Las Palmas und Gran Canaria, den wir gegen Mittag genießen. Dicko lässt sich im Barber Shop noch den Kopf verschönern. Nun heißt es, den großen Koffer für die Rückreise zu packen und rauszustellen. Dann noch ein schönes Abschiedsessen im Lieblingsrestaurant, und morgen früh um neun müssen wir aus der Kabine raus mit den beiden Handgepäck-Koffern, die uns durch die kommende Woche in Playa del Inglés begleiten sollen.
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  • Zurück in Las Palmas

    February 18, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Sonntag halb fünf früh; nach rascher Fahrt erreicht unser Schiff pünktlich Las Palmas. Um halb sechs nimmt auch die AIDA Stella ihren Platz auf der anderen Seite des Kais ein. Entspannt aufstehen, die letzten Sachen in die kleinen Koffer stecken - pünktlich um kurz vor neun räumen wir die Kabine, parken die Koffer in der Abtanz-Bar und gehen ein letztes Mal im Esszimmer frühstücken.

    Das Schiff wird überall für die neuen Gäste durchgeputzt, wir winken noch den Service-Leuten zu, die wir in den letzten Tagen immer wieder gesehen haben, und dann noch ein bisschen über die Decks flanieren, bis um 13:00 Uhr unser Bustransfer zum Flughafen fährt. Dort holen wir uns unseren Mietwagen ab und fahren weiter nach Playa del Inglés ins Bohemia Suites and Spa, unserer Basis für die kommende Woche.

    Es ist sehr windig, aus Osten legt sich feinster Sahara-Staub über alles: ein leichter Kalima.
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  • Der erste Tag in Playa del Inglés

    February 19, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Viertel nach neun, wir frühstücken über den Dächern von Playa del Inglés. Danach verabreden wir noch zwei Spa-Termine und gehen an den Hotel-Pool, der sich mit verschiedenen Becken und Sitz-Inseln rund um das Erdgeschoss des Hotels zieht. Am Strand ist es noch zu unwirtlich; der Kalmar bläst nach wie vor viel feinen Sand aus der Sahara über den Ort und will sich erst nach und nach im Laufe des Tages beruhigen.

    Am späten Abend treffen wir uns in der Rooftop Bar noch mit Hemingway in flüssiger Form.
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  • Ein Abend in Puerto de Mogán

    February 19, 2024 in Spain ⋅ 🌙 22 °C

    Nachmittags erholen wir uns kurz vom Nichtstun und fahren dann über die supermoderne Autobahn mit vielen Tunnels nach Puerto de Mogán. Dort gibt es eine wunderschöne Strandbucht mit einer Laden- und Restaurantzeile. Wir flanieren mit den anderen Gästen auf und ab, essen ein wenig Tapas und ein Eis und lauschen den Klängen einer Straßenband.

    Um 22:00 Uhr schließen Restaurants und Läden, die Band packt ein, die Touristen verlaufen sich in ihre Quartiere - ein schöner Tag geht zu Ende, wir fahren heim.
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  • Tag 2 in Playa del Inglés

    February 20, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Morgens um acht hat sich der Wind gedreht und ist ruhiger geworden, wenn auch noch Dunst über dem Meer liegt. Heute Mittag sind wir im Spa verabredet, deshalb wollen wir auch ein bisschen rund um "Kultur für alle Sinne" tätig werden. So suchen wir uns ein schattiges, zugfreies Plätzchen und erweitern die bestehende Excel-Tabelle zu den Kosten um einen Ablaufplan. So kann man prima die Zeit bis zur Massage überbrücken und den Flüssigkeitshaushalt mit stillem Wasser (und Aperol Spritzz) stützen.

    Rechtzeitig zum Massagetermin ist auch die Lust aufgebraucht, und die fingerfertige Masseurin hilft Dicko, die Verspannungen im Nackenbereich loszuwerden. Nach kurzer Ruhepause wieder an den Pool, Acki übt sich im Wasserschweben, Dicko im auf-der-Liege-liegen. Gegen fünf regt sich Appetit, und nach einem kleinen Imbiss wollen wir Playa les Inglés weiter zu Fuß erkunden und landen schließlich im Yumbo beim Wapa Tapa - richtig gut!
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  • Weiter geht's nach Gáldar und zurück!

    February 21, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Es ist warm, aber windig, und so entscheiden wir, den Tag für eine ausgedehnte Tour quer über die Insel nach Gáldar und "außenrum" zurück zu nutzen. Danke liebe Jule für die liebevolle Ausarbeitung der Tour! - Nach allerlei Vorbereitungen geht es gegen Mittag los (wir sind ja air conditioned).

    Was beim Blick auf die Karte mit reichlich Kurven so aussah wie "Im Süden rauf, im Norden wieder runter", entpuppt sich unterwegs als eine felsige Landschaft, die bis auf fast 1.600 m ansteigt. Kurz gesagt, es geht in Serpentinen rauf, ein bisserl runter, wieder rauf, wieder runter und so weiter und so weiter. Google Maps schlägt uns dabei Abkürzungen vor, denen wir leichtfertig folgen - und die haben es in sich. Entweder sind sie eng, oder steil, oder eng und steil. Aber Acki hat alles gemeistert - trotz der Temperaturen, die zwar "oben" auf der Wasserscheide auf 17 Grad absinken, aber im Norden dann auch wieder bei den "üblichen" 24 Grad einstellen.

    Spannend zu sehen, wie im Süden die Berghänge karg und trocken dastehen, während wir es im Norden mit kanarischen Kieferwäldern und reichlich Vegetation zu tun haben. Das liegt an den meist von Nordwesten wehenden Winden, die Feuchtigkeit vom Meer mitbringen; diese regnet an den Nordhängen aus, wenn die Luft aufsteigen muss, und der Wind kommt im Süden als trocken-heißer Föhnwind die Hänge wieder herunter. Wieder viel gelernt und schon am frühen Abend erschöpft zur Ruhe gegangen!
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  • Tag 4: Hotel-Tag!

    February 22, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Halb zehn bei schönstem Wetter: es ist Zeit für das wie immer leckerste Frühstück. Heute ist chilling day mit Lomi Lomi und Restaurant-Abend im Bohemia Suites and Spa. Start am Pool (wunderbar gestaltet mit verschiedenen Becken in mehreren Ebenen mit vielen Liege- und Sitzecken sowie Bistro-Bar - perfekt!).

    Später dann Lomi-Lomi für Acki und Computi-Computi für Dicko, close to the mermaid. Dann noch ein Häppchen und ein Domino auf der Terrasse. Ein bisschen chic gemacht für's Abendessen - auch das Restaurant im Hotel ist perfekt.
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  • Tag 5: Spaziergang am Strand

    February 23, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach dem Frühstück erstmal Sonne tanken und Vitamin-D-Produktion ankurbeln. Ein wenig im Wasser geplantscht. Nach dem Mittag, wenn die Sonne sich ein bisschen senkt, wollen wir am Strand lang laufen Richtung Dünen und dann mal schauen.

    Ein feiner Sand, der da den Weg aus der Sahara hierher gefunden hat. Keine Verschmutzung, praktisch keine Steine. Dann durch die Dünen zurück nach Maspalomas - schon durchaus anstrengend. Schließlich noch die altehrwürdige Mall CITA besucht und lecker italienisch gespeist.

    Abschluss in unserer Rooftop Bar.
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  • Letzter Tag in Playa des Inglés

    February 24, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute gibt es etwas mehr Wind, aber nicht die Kalima mit dem Sahara-Sand. Entsprechend tragen die Wellen Schaumkronen, und unser wie eine Kanzel im achten Stock rausgebauter Frühstücksraum wippt leise. Heute ist der das-Beste-Tag. Morgen geht's heim.

    Erstmal das beste Frühstück, dann an den besten Pool mit der besten Sonne; Acki testet das beste Wasser, dann beste Nachos an der besten Poolbar. Kurz die beste Sonne genießen, dann nochmal ins beste Wasser - und zum guten Schluss die besten Tapas im Wapa Tapa, wo uns der Wirt (wir sind zum zweiten Mal da) begrüßt, als wären wir seine liebsten Stammgäste.

    Closing beim besten Barmixer auf dem Rooftop. For a few bubbles. And an espresso martini.
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