• Titzis on Tour
  • Sabine Titz
May – Jun 2023

Ecuador und Galapagos

Soviel ist sicher, Reisen tut immer gut.
Voltaire
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  • Trip start
    May 13, 2023
    Die Wanderschuhe scharren schon mit den Hufen

    Prolog

    May 13, 2023 in the Netherlands ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir schenken unserer Sehnsucht Wirklichkeit.
    Kennt ihr das Gefühl, wenn einen plötzlich wieder die Reiselust überkommt? Dieses Verlangen nach dem Unbekannten, dem Exotischen und dem Abenteuer? Dieses Fernweh, das einen nicht mehr in Ruhe lässt und sich erst erfüllt, wenn man sich endlich am Ort seiner Träume wiederfindet?
    Wir sind aufgeregt, denn Ecuador ist mittlerweile das 36. Land welches wir besuchen.
    Jedoch steht gar nicht das Sammeln von Reisezielen im Vordergrund, sondern es sind unsere Erwartungen an eine unglaubliche Vielfalt an Naturerlebnissen, von schneebedeckten Vulkanen bis hin zu den einzigartigen Tierarten auf Galapagos, dieser abgeschiedenen Inselgruppe mitten im Pazifik.
    Aber bis es soweit ist erwartet uns eine lange Anreise über der großen Teich.
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  • Basilika San Francisco

    Die Äquatorlinie

    May 14, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 11 °C

    Quito ist eine wunderschöne Stadt auf knapp 3000 m in den Vorläufern der Anden, die in vier atemberaubende Hochtäler eingebettet ist. Quito ist jung und dynamisch und die Heimat von über drei Millionen Menschen. Die Hauptstadt Ecuadors ist von der UNESCO als erster Ort weltweit zum Weltkulturerbe ernannt worden. Heute prägen enge Gassen, schöne Kolonialgebäude und unendlich viele Kirchen die charmante Altstadt. Hier geht quirlig zu und für uns Europäer ist die Lautstärke der vielen Straßenmusikanten und der Straßenhändler eine totale Reizüberflutung.
    Einen wunderschönen Überblick hat man von dem Hügel El Panecillo. Majestätisch thront hier das 40 m hohe Monument der Jungfrau von Quito über der Stadt.
    Auch das Äquatormonument, welches auf dem genauen Breitengrad des Äquators errichtet wurde, ist ein weiteres bemerkenswertes Wahrzeichen in Quito. 1736 hat eine französische Expedition acht Jahre lang die Äquatorlinie präzise vermessen.
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  • Ein langer Tag

    May 15, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 12 °C

    Der Wecker klingelt kurz nach 6:00 Uhr. Dann geht es los Richtung Norden.
    Unsere erste Wandertour führt uns um die Kraterlagune Cuicocha, auch bekannt als Meerschweinchensee. Die Lagune befindet sich in einem erloschenen Vulkankrater und ist von majestätischen Bergen umgeben. Wir merken sofort, dass wir uns auf 3500 m Höhe befinden. Schnell schiesst der Puls bei den Anstiegen nach oben.
    Die Kraterlagune Cuicocha ist ein großartiger Ort, um die reiche Flora und Fauna der Region zu erleben, einschließlich der unzähligen und wunderschönen Orchideenarten. Frank könnte mit seinem Wissen Botaniker sein, er zeigt und erklärt uns viele Orchideen, von denen einige endemisch sind oder von der Wissenschaft noch gar nicht erforscht sind.
    Wir kosten auch von der Chanchifrucht. Die Früchte schmecken leicht säuerlich. Isst man zu viel davon wirkt sie halluzinierend.
    Obwohl die Tour nur 12 km lang war, liegen wir in unserem typisch spanischen Hotel in Otavalo kurz nach 21:00 Uhr in den Federn.
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  • Geschäftiges Treiben

    May 16, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 12 °C

    Am Vormittag sind wir unterwegs auf den Märkten von Otavalo. An jedem Tag ist Markt und die Waren werden von den indigenen Völkern der Otavalenos und Cayambe in ihrer traditionellen Kleidung feilgeboten. Neben allerlei Touristennepp bietet der Markt auch hochwertige Stoffe, Schmuck und Schnitzereien aus indigener Herstellung. Weiter geht es in die Markthalle. Weniger interessieren uns die Fleisch- und Fischstände. Uns zieht es zu dem Obst- und Gemüsebereich, wo Frank uns die Vielzahl der exotischen und für uns unbekannten Früchte erklärt. Natürlich darf eine Verkostung nicht fehlen. Highlight ist ein Saftstand, wo es Levanta Muertos gibt. Inhalt sind Luzerne, Malz, Pollen, Honig, unzählige exotische Früchte und Wachteleier mit Schale. Alles durch den Mixer - fertig. Eine Vitamin- Eiweiß - und Proteinbombe. Schmeckte lecker.
    Anschließend pilgern wir zum heiligen Wasserfall der Otavalenos, dem Cascada de Peguche, der sich 30 m in die Tiefe stürzt.
    Für das Abendessen besuchen wir ein kleines uriges Kaffee mit typisch einheimischen Gerichten. Eine Besonderheit ist hier lecker Kakao mit Halumikäse.
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  • Auf der Straße der Vulkane

    May 16, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 13 °C

    Alexander von Humboldt gab der Straße den Namen, da links und rechts die Vulkane wie an einer Schnur aufgereiht sind. Einer der bekanntesten ist der Cotopaxi, mit 5897m der zweithöchste Berg in Ecuador.
    Auf der Fahrt nach Isinlivi, unser heutiger Ausgangspunkt zur Tour, fühlen wir uns versetzt in unser heimisches Alpenvorland. Hier ist aber alles gewaltiger, die Reisehöhe liegt zwischen 2500m bis 3600m und über uns thronen die Vulkane.
    Mitten in den Bergen startet unsere landwirtschaftlich reizvolle Tour auf dem Quilotoa Loop. Eigentlich ein 4 Tage Trail, von dem wir die zweite Etappe unter unsere Füße nehmen. 800 Höhenmeter und 13km Länge stehen am Ende des Tages auf dem Zettel.
    Auf der Tour bekommen wir einen Eindruck wie das einfache ländliche Leben in den Anden funktioniert.
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  • Laguna Quilotoa

    May 18, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir übernachten in dem komfortablen und gemütlichen Cloud Forest Hostel. Überall bullern schon am Nachmittag die Holzöfen, die eine wohlige Wärme erzeugen, denn draußen wird es schnell ziemlich kalt und aufziehende Wolken hüllen die Landschaft in eine mystische Stimmung. Zum Abendessen erfüllt ein bunter Mix aus Sprachen den Raum. Spanisch, Englisch und Deutsch dominieren. Noch ein bisschen schwatzen, das obligatorische Bier trinken und schon liegen wir wieder kurz nach 20:00 Uhr in den Federn.
    Das Morgenritual ist nun schon eingeübt. Mit dem zweiten Hahnenschrei klingelt 6:00 Uhr der Wecker. Packen, Frühstück und los geht es.
    Mit ständigen Auf-und Abstiegen umrunden wir den Kratersee Laguna Quilotoa. Es ist eine spektakuläre Rundtour immer zwischen 3500m bis 4000 m. Ein langer steiler Anstieg führt auf die höchste Zacke, den Gipfel Quilotoa, wo wir stolz Gipfelfotos schießen. Ständig verwandeln sich die Farben des Kratersees durch das Spiel aus Wolken, Wind und Sonne. Wir sind mittlerweile gut akklimatisiert und können die Ausblicke genießen.
    Mit diesen Eindrücken tragen wir den heutigen Tag als Glückstag in den Kalender ein.
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  • Pailón del Diablo

    May 19, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 22 °C

    Wir verlassen das Hochland und fahren nach Baños, das Tor zum Amazonas. Die Stadt liegt idyllisch gelegen auf 1800 m und es herrscht ein mildes, frühlingshaftes Klima.
    Unterwegs im malerischen Pastaza-Tal fahren wir vorbei an imposanten Schluchten, Felsspalten und Wasserfällen. Auf einem „Naturpfad“ erklärt uns Frank wieder viel Interessantes über die unendliche Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten in den Gärten. Uns überrascht eine sensationelle Seilbahnfahrt über das tief eingeschnittene Flusstal und eine Wanderung zum gigantischen Wasserfall el Pailón del Diablo – die Schlucht des Teufels. Ein hiesiger Investor hat aus einer Weide einen Bergnebelwald der Superlative in Ecuador geschaffen.
    Unser persönliches Highlight war ein Flug an einer Zipline über den Puerta del Cielo. Über einen Kilometer lang schwebten wir über der Schlucht. Ein unglaubliches Erlebnis.
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  • Mirador de la Virgen

    May 20, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 14 °C

    Die neue Wallfahrtskirche „Nuestra Señora de Agua Santa“ ist erst vor etwa 100 Jahren auf den Grundmauern einer alten Kirche erbaut worden. Die Legende besagt, dass die Statue der Jungfrau Maria, die sich in der Kirche befindet, Wunder vollbringen kann und Pilgern und den Gläubigen Schutz und Segen schenkt. Vielleicht hat die Jungfrau Maria 1999 geholfen, als der Vulkan Tungurahura das letzte Mal Schutt und Asche gespuckt hat und Banos verschont hat.
    Heute ist der Ort das touristische Zentrum in Equador und am Wochenende wird es quirlig. Da schnüren wir doch lieber die Wanderschuhe und wandern zum Mirador de la Virgen. 600m über Banos genießen wir den spektakulären Ausblick vom „Café del Cielo“.
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  • Sangay 5230 m, aschespuckender Vulkan

    Im grünen Paradies

    May 21, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 23 °C

    Das besondere an Ecuadors Landschaft sind die verschiedenen Klimazonen vom Hochland über den Bergnebelwald bis zum tropischen Amazonas.
    Auf dem Weg in das Tiefland machen wir einen Raftingstopp auf dem Rio Pastaze und alle haben einen Riesengaudi. Nur Jörg verzichtet und ist total traurig, aber er möchte das Event seiner neuen Hüfte nicht zumuten.
    In Puyo besuchen wir noch einmal einen Markt. Es ist unglaublich wieviel exotische Früchte auf dem einheimischen Markt zu entdecken sind. Einige Amazonasspezialitäten sind die Früchte und Würmer der Chontapalme oder der
    Vajuca Tee, eine Mateart von der Stechpalme.
    Frank erklärt uns die unerschöpflichen Naturprodukte einer Amazonasapotheke. Die Menschen hier vertrauen mehr der Heilmedizin.
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  • Der versteckte Wasserfall

    May 22, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir übernachten in einer Lodge mit „WOW-Effekt“. Vom Mirador gibt es einen großartigen Rundblick über das Tal mit dem Rio Pastaze und dem Dschungel. Im Hintergrund überragen die Anden die Szenerie.
    Ausgestattet mit Machete, Gummistiefel und Badesachen machen wir uns auf den Weg durch den Dschungel zum versteckten Wasserfall. Vincente, unser Guide, hat neun Kinder und 22 Enkel. Er erzählt, dass er sein Wissen über den Amazonas an seine Kinder weitergibt, damit die Traditionen nicht in Vergessenheit geraten. Wir gehen, für uns zum Teil ohne erkennbare Wege, durch das Dickicht. Unsere Mückenstiche behandeln wir mit Drachenblut vom Drachenblutbaum. Total verschwitzt freuen wir uns auf die Abkühlung im Wasserfall. Das letzte Wegstück müssen wir schwimmen, bevor sich der Wasserfall vor uns auftut. Der Genuss der Abkühlung ist nur von kurzer Dauer, denn der Rückweg ist wieder matschig und erfordert unsere Konzentration. Glück und Zufriedenheit erfüllt uns in der Rangerstation nach der Rückkehr.
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  • Dorfleben

    May 23, 2023 in Ecuador ⋅ 🌧 20 °C

    Die ganze Nacht schüttet es wie aus Kannen und der Regen trommelt ohrenbetäubend, begleitet von Blitzen und Donner, auf unser Blechdach. Früh tauchen Wolken und aufsteigender Wasserdampf die Landschaft in eine mystische Atmosphäre.
    Unser Guide Vincente lädt uns in sein Dorf ein, wo verschiedene Generationen einer Familie zusammenleben. Um Inzucht zu vermeiden, werden junge Mädchen aus anderen Amazonasdörfern in die Gemeinschaft geholt und mit den jungen Burschen verheiratet. Das Leben in den Dörfern ist weitestgehend autark, neben Landwirtschaft wird Fischzucht betrieben . Vincente verdient Geld als Guide und seine Familie unterhält Touristen mit den indigenen Traditionen. Wir haben Spaß als wir uns mit dem Blasrohr versuchen, was erstaunlich gut funktioniert. Auf dem Einbaum geht es auf dem Rio Puyo stromab zum Mittagessen, wo unsere erlebnisreichen Tage im Amazonasgebiet zu Ende gehen.
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  • Der höchste Bahnhof auf 3600m

    Über die Kordilleren

    May 24, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 14 °C

    Ein langer Reisetag bringt uns in den Süden nach Cuenca, der drittgrößten Stadt Ecuadors. Obwohl die Strecke nur knapp 400 Km lang ist, sind wir fast 9 Sunden unterwegs. Langsamfahrede Laster auf der Panamerikana und ständige Poller in den Ortschaften bremsen uns aus. Außerdem besteht das Straßennetz hier nur aus Kurven. Nix für schwache Magen.
    Ein paar Stopps verkürzen die Reisezeit. Leider spielt das Wetter nicht mit und der mit 6362m höchste Berg, der Chimborazo, versteckt sich größtenteils in den Wolken.
    Die älteste Kirche aus dem Jahr 1543 steht mitten im Hochland und die Fassade besteht aus einem Mix aus Inkaelementen und Symbolen vom Franziskanerorden.
    Der nächste Stopp sind die Inkaruinen von Ingapirca. Es ist das bedeutendste Monument der Inkakultur in Ecuador.
    Buszeit ist Recherchezeit:
    Der US-Dollar ist offizielles Zahlungsmittel. Eingeführt wurde er 1999 im Ergebnis eines El Niño, der die komplette Infrastruktur zerstört hat. Der Dollar hat das Land zwar stabilisiert, die Abhängigkeit von den USA vergrößert und die Bevölkerung zunächst total verarmt. Heute ist der Dollar weitestgehend akzeptiert, jedoch ist das Wohlstandsgefälle noch ziemlich hoch.
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  • Santo DomingoKathedrale der unbefleckten EmpfängnisBürgermeisteramt4000$ Rohling für einen Panamahut

    Cuenca und der Panamahut

    May 25, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 10 °C

    Cuenca, heute ein UNESCO-Weltkulturerbe, wurde 1557 von den Spaniern gegründet und ist für ihre gut erhaltene Altstadt aus der Kolonialzeit bekannt. Enge Kopfsteinpflasterstraßen sind von farbenfrohen Häusern mit weißen Fassaden und roten Ziegeldächern gesäumt. Die traditionelle Architektur zeigt Einflüsse aus der spanischen Kolonialzeit, mit Balkonen, Innenhöfen und verzierten Fassaden.
    Die Altstadt von Cuenca beherbergt auch zahlreiche Kirchen, Klöster und Plätze, die das kulturelle Erbe der Stadt widerspiegeIn. Es gibt eine Vielzahl von Kunsthandwerksläden, Galerien und traditionellen Märkten. In den engen Gassen reihen sich Cafés, Restaurants und Geschäfte, die das pulsierende Leben der Stadt widerspiegeln. Der Spaziergang durch die charmante Altstadt ist für uns wie eine Zeitreise und eine unvergessliche Erfahrung.

    Der Panamahut
    ist ein traditioneller Strohhut, der aus dem feinen Toquilla-Stroh hergestellt wird und seinen Ursprung in Ecuador hat. Obwohl der Hut seinen Namen von Panama erhalten hat, wird er in Wirklichkeit in Ecuador gefertigt. Der Panamahut ist ein zeitloses Accessoire, das für Eleganz und Stil steht und für viele ein Symbol für den Sommer und das Reisen ist.
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  • Schluchten, Seen, Wasserfälle

    May 26, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 7 °C

    Auf einer Panoramaroute fahren wir hinauf in die Hochlandtundra zum Cajas Nationalpark. Auf etwa 4000m wandern wir durch die Überbleibsel der letzten Eiszeit. Es ist ein sehr unregelmäßiges Gebiet mit fast 240 dunklen Lagunen und unzähligen endemischen Pflanzen. Wir staunen über die Vielfalt, die sich in der rauen und feuchten Umgebung durchsetzen kann. Es ist kalt hier oben, erst gegen Mittag werden die Temperaturen angenehmer. Eigentlich sind wir gut akklimatisiert, trotzdem spielt der Puls bei den leichten Anstiegen in dieser Höhe Yo-Yo.
    Bei der Weiterfahrt nach Guayaquil queren wir den Paso Tres Cruces auf 4167m. Von hier gehts ständig steil und kurvenreich abwärts an die tropisch feuchtheiße Küste.
    An der Straße im Tiefland wechseln sich verschiedene Felder in einer unglaublichen Ausdehnung ab. Zuckerrohr, Bananen, Reis werden von hier in alle Welt exportiert.
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  • Reflexionen

    May 26, 2023 in Ecuador ⋅ ☀️ 32 °C

    Zwei intensive und erlebnisreiche Wochen mit unglaublich vielen Informationen und Eindrücken, die wir nie vergessen werden, liegen hinter uns. Frank, unser Guide, war gleichermaßen Botaniker, Geologe, Historiker oder einfach nur ein aufmerksamer Führer. Oft hatten wir die Qual der Wahl aus seinen Erläuterungen das Essentielle für uns Aufzuschreiben.
    Auch wenn Ecuador sicher eine positive Entwicklung nimmt, ist das Wohlstandsgefälle augenscheinlich. Gerade die Landbevölkerung hat kaum eine Chance an der Entwicklung teilzunehmen. Selbst viele junge Menschen kehren nach ihren College in die Dörfer zurück, gefangen in den alten traditionellen Leben aus Feld- und Hausarbeit und Kinderkriegen. Mit den vorhandenen Ressourcen, wie Bodenschätze, fruchtbare Böden und einem Durchschnittsalter von 26 Jahren hätte Ecuador alle Voraussetzungen für eine dynamischere Entwicklung.
    Gern hätten wir etwas mehr Zeit gehabt zum Luftholen, jedoch lässt unser Reiseplan das leider nicht zu und so starten wir nach einer kurzen Nacht voller Vorfreude zum zweiten Teil nach Galapagos.
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  • Anflug San Cristobal

    Bilder im Kopf

    May 27, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach umfangreichen Sicherheitkontrollen dürfen wir endlich in die Protected Area. Jährlich dürfen nur etwa eine Viertelmillion Touristen Galapagos besuchen, um das einzigartige Archipel zu schützen. Dabei waren die Inseln in der Vergangenheit auch Strafkolonie oder Militärstützpunkt der USA im zweiten Weltkrieg.
    Heute wird der Umweltschutz groß geschrieben. Da 356 Tage im Jahr die Sonne scheint und auch keine Industrie Strom benötigt, kommen 100% des Strombedarfs aus Solaranlagen.
    Bei einem ersten kleinen Rundgang in San Cristobal stolpern wir förmlich über Seelöwen, Leguane oder Krabben. Wir sind happy und mit Bildern im Kopf steigt die Vorfreude auf die nächsten Tage.
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  • Kicker Rock

    May 28, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 28 °C

    Immer wenn wir denken nix kann uns mehr überraschen, werden wir eines Besseren belehrt. Nach einer kurzen Fahrt aus dem Hafen auf einem klapprigen Boot, finden wir uns auf einem Katamaran mit allem Komfort wieder. Unser cooles Tagesprogramm ist relaxen, baden, schnorcheln. Etwa zwei Stunden sind es bis zum Hotspot, dem Kicker Rock, eine 1,5 Millionen Jahre alte Zacke einsam im Pazifik. Ringsherum entdecken wir die unglaubliche Unterwasserwelt. Es tummeln sich Meeresschildkröten, Rochen, Hammerhaie, unzählige Fischarten und Delphine . Der Stein selbst ist Zufluchtsort für Blaufusstölpel, Rotschwanztropikvögel und natürlich Seelöwen.
    Auch wenn wir nicht alles auf die Kamera bekommen, genießen wir einen perfekten Tag.
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  • Jurassic Park

    May 30, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 24 °C

    Bereits früh um 7:00 Uhr startet das Schnellboot zu einer rauhen Überfahrt und nach zwei Stunden mit harten Wellenschlägen erreichen wir unser neues Domizil, die Insel Santa Cruz, Sitz der Charles Darwin Foundation.
    Bei einem hoch interessanten und informativen Besuch der Forschungsstation erfahren wir viel über die hiesige Tierwelt. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt den Landschildkröten, die in der Station aufgezogen werden. Die Männchen erreichen ein Gewicht bis zu 400 kg, während die Weibchen es „nur“ auf etwa 90 kg bringen. Das leichtere Gewicht führte dazu, dass weibliche Tiere intensiver bejagt wurden. Heute versucht die Forschungsstation das Gleichgewicht wieder herzustellen.
    Immerhin sind die Tiere von der Eiablage bis zur Geschlechtsreife 25 Jahre im Gehege der Station. Erst dann beginnt die Auswilderung. Zur Zeit ist noch nicht bekannt, wie alt Landschildkröten tatsächlich werden können. Erst in einigen, vielleicht 100 Jahren werden Erkenntnisse über die wirkliche Lebenserwartung vorhanden sein.
    Als wir die Tiere in freier Wildbahn erleben, fühlen wir uns wie im Jurassic Park.
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  • Kobolde der Finsternis

    May 31, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Mit über 1000 PS pflügen wir über den Pazifik zur größten Galapagosinsel Isabella. Da die Insel keinen Flughafen hat und nur über den Seeweg erreichbar ist, wohnen in dieser Abgeschiedenheit knapp 2000 Menschen ständig hier. 99% der Insel sind Naturreservate, die Hälfte davon ist durch die Lava unzugänglich und nur vom Helikopter zu beobachten. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, wenn überall Seelöwen und Leguane rumliegen. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte vorgelagerte Insel Las Tintoreras ist es besonders die Brutstätten der Leguane zu suchen und die Leguankinder in den kleinen Kolonien zu beobachten. Die wirken dann wie „ Kobolde der Finsternis“. Ein kurzes Schnorchelabenteuer, wo die Seelöwen mit uns spielen, beschließt den Tag.Read more

  • Wellenreiten

    May 31, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Es ist wie immer, zu besonderen Spots führen oft „steinige“ Wege. Als wir am Morgen zum Schnorchel Hotspot aufbrechen, wissen wir noch nicht was uns erwartet. Mit einem kleinen Boot geht es hinaus auf den rauen Pazifik zur Insel Los Tuneles. Etwa eine Stunde werden wir so richtig durchgeschüttelt, aber die Bandscheiben halten durch. Am Ziel sind einige von unserer Truppe ziemlich mitgenommen. Entschädigt werden wir mit einer unglaublichen Unterwasserwelt. Wir sind den Meeresschildkröten zum Greifen nahe, können einem Schwarm Manta Rochen folgen und sogar Weißspitzen-Riffhaie zeigen sich. Die vielen unzähligen bunten kleinen und großen Fische bleiben unerwähnt.
    Auf der surreal erscheinenden Roca Union sehen wir sie dann endlich, die Blaufusstölpel. Ein beeindruckendes Schauspiel, den eigentlich scheuen Vögeln bei der Balz ganz nah zu sein.
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  • Caldera 10km DurchmesserMangrovesTschüss Isabela

    Sierra Negra

    June 1, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Die Galapagosinseln sind das Ergebnis eines vulkanischen Hotspots im Pazifischen Ozean, deren Entstehung vor etwa fünf Millionen Jahren begann, als Lavaströme aus dem Meeresboden aufstiegen und allmählich Inseln formten.
    Noch immer sind die Vulkane äußerst aktiv und haben im Laufe der Jahrhunderte zu einer Vielzahl von Ausbrüchen geführt. Am 5. Juni 2018 ereignete sich auf Isabela der letze Ausbruch, als der Vulkan Sierra Negra, einer der aktivsten Vulkane der Inselkette, eine beeindruckende Spur der Zerstörung hinterließ und zugleich faszinierende geologische Veränderungen formte.
    Bei einer Wanderung durch die erkalteten Lavafelder können wir in der kargen Landschaft unterschiedliche Lavaströme bestaunen, die zum Teil skurrile Formen hervorgebracht haben.
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  • Mauer der Tränen

    June 2, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Bevor wir am Nachmittag das Schnellboot zurück nach Santa Cruz nehmen, lernen wir die andere dunkle Seite von Isabela kennen. Bei einer Fahrradtour zur Mauer der Tränen erfahren wir viel über die ehemalige und berüchtigte Strafkolonie, die sich zwischen 1946 und 1959 hier befand. Damals waren die Galapagos-Inseln nicht der Ort, den wir heute schätzen, sondern ein entfernter Rückzugsort für Abenteurer oder Ausgestoßene und ein Ort für politische Gefangene und gewöhnliche Straftäter. „The Wall or Tears“ ist der einzige verbliebene Beweis für dieses Gefangenenlager. Heute erinnert die "Mauer der Tränen" als Überbleibsel des Strafgefangenenlagers an diese traurige Vergangenheit. Sie steht als Mahnmal für das Leiden der Insassen.
    Nachdenklich radeln wir zurück, jedoch beim Ausblick auf die herrliche Landschaft vergessen wir schnell unsere dunklen Gedanken. Und so beschließt ein schweißtreibender Ausflug unsere Zeit auf Isabela.
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  • Auf der Zielgeraden

    June 3, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Bevor es morgen von der vorgelagerten Insel Baltra in den Flieger geht, bleibt noch ein Tag für eine abschließende Unternehmung. Wie immer auf dieser Reise muss der Wecker klingeln, denn Frühstück gab es fast jeden Tag zwischen 6:00 Uhr und 7:00 Uhr. Das frühe Aufstehen ist schnell vergessen, denn auf einem Motorsegler den Tag zu verbringen ist ein toller Urlaubsausklang. Während einer angenehmen Brise gleitet das Schiff heute, im Gegensatz zu den letzten Überfahrten, ruhig durch die Wellen. Zwischendurch gehts mit dem Dingi an Land auf die unbewohnte Insel South Plaza, wo wir in der gleißenden Sonne gelb leuchtende Landleguane vor die Linse bekommen.
    Wir relaxen an Bord und nach einem letzen Schnorchelausflug bleibt genügend Zeit, um die Erlebnisse auf Galapagos zu reflektieren. Melancholie macht sich breit, als im Hintergrund auch noch Rod Steward und Michael Bolton dudelt.
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  • Epilog

    June 3, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir empfinden für die Erlebnisse der letzten Wochen viel Dankbarkeit und sind uns bewusst, dass diese Reise nicht selbstverständlich war. Egal ob bei den anstrengenden Touren im Hochland, den Erlebnissen im Dschungel oder der Einzigartigkeit auf Galapagos.
    Ecuador hat unsere Erwartungen übertroffen und ist ein großer Fußabdruck in unserer Reisehistorie. Dabei macht es Spaß das Erlebte aufzuschreiben und zu dokumentieren, denn nur so werden die Erinnerungen greifbar und geben unseren Fußabdrücken einen Sinn.
    Mit jeder Tour, wie dieser, steigt die Motivation noch mehr besondere Plätze auf unserer schönen Erde zu entdecken. Soviel ist sicher, mit unseren Fußabdrücken sind wir noch nicht fertig.
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    Trip end
    June 5, 2023