• Titzis on Tour
  • Sabine Titz
Feb – Mar 2025

Vergangene Hochkultur

„Gehe einmal im Jahr irgendwo hin, wo du noch nie warst.“ (Dalai Lama)
Mit dieser Inspiration reisen wir nach Guatemala, Honduras und Belize an die Grenzen des ehemaligen Maya-Reiches in Mittelamerika.
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  • Trip start
    February 6, 2025

    Sí, hemos Llegado

    February 7 in Guatemala ⋅ ☀️ 25 °C

    Wieder einmal ist es eine lange Anreise bis zu unserem Reiseziel in Mittelamerika. Über 14 Flugstunden benötigen wir mit einem kurzen Stopp in New York bis nach Guatemala. Entsprechend müde fallen wir in unsere Betten, wo uns der Jetlag erst einmal nicht zur Ruhe kommen lässt.
    Es sind die feuerspeienden Vulkane und die besonderen Schnorchelreviere, die uns zu dieser Reise inspiriert haben. Und dann ist da auch noch die Mystik des Mayareiches, eine der drei südamerikanischen Hochkulturen in der Zeit vor der spanischen Eroberung. Die beiden anderen großen Kulturen waren die der Azteken und die der Inka, die ebenfalls noch immer bewundert und bestaunt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen indigenen Völkern leben von den Maya noch heute viele Nachfahren in Guatemala.
    All das gilt es in den nächsten Wochen zu entdecken.
    „Sí, hemos llegado - Ja, wir sind angekommen“
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  • Vulkan Ipala

    Feb 8–9 in Guatemala ⋅ ☁️ 27 °C

    Ein neuer Tag bricht an. Durch den Jetlag sitzen wir bereits um 5.00 Uhr munter in unseren Betten.
    Viel bekommen wir von der Metropole Guatemala City, in dessen Großraum über 5 Millionen Menschen leben, nicht mit, denn wir reisen bereits weiter nach Honduras.
    Unser Guide Antonio, selbst ein Maya vom Stamm der Caqchiquel, ist eine interessante Person. Er unterrichtet an der hiesigen Universität die Maya Schriften und ist mit seinen Vorträgen weit gereist.
    32 unterschiedliche Mayasprachen gibt es in der ganzen Mayawelt.
    Auf dem Weg nach Honduras stoppen wir am Vulkan Ipala, deren Attraktion sein beachtlicher Krater mit einem Durchmesser von 1.000 m in Form einer Lagune ist, die sogar zum Baden einlädt. Eingebettet in das zentrale Hochland gehört er zur vulkanischen Kette, die sich über weite Teile Mittelamerikas erstreckt.
    Durch den dichten Verkehr sind wir etwas unter Zeitdruck geraten und so wird aus einer Wanderung zum Vulkan eine abenteuerliche Fahrt auf einem Pickup. Am Ufer der Lagune wurden Opfergaben für eine gute Maisernte abgelegt.
    Hier mitten im Hinterland ist es üblich, dass bei den Männern die Glock lässig im Hosenbund sitzt. Ein komisches Gefühl, wenn man das sieht.
    Unser Ziel in Copan erreichen wir erst am späten Abend. Im urigen landestypischen Restaurant Nia Lola genießen wir den lauen Abend, der uns für die lange Fahrt entschädigt.
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  • 18 Kaninchen

    February 9 in Honduras ⋅ ⛅ 22 °C

    Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Mayakultur. Wir besuchen zwei Ausgrabungsstätten, Copán in Honduras und die etwas kleinere in Quiriguá in Guatemala. Die Mayaruinen von Copán sind eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Maya-Zivilisation. Sie waren zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert ein bedeutendes kulturelles und politisches Zentrum. Kunstvoll gestaltete Stelen, Tempel, Pyramiden und der beeindruckende Ballspielplatz lassen uns staunen. Besonders herausragend ist die Hieroglyphentreppe, die mit über 2.000 Glyphen die längste bekannte Maya-Inschrift enthält und seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Waxaklajuun Ub’aah K’awiil, auch bekannt als 18 Kaninchen, war der 13. und gleichzeitig bedeutendste Herrscher des Maya-Stadtstaates Copán.
    Weiter ging unsere Reise nach Quiriguá, wo sich eine weitere außerordentlich schöne Ausgrabungsstätte befindet. Die Stelen Quiriguás wurden Zentimeter für Zentimeter mit Mustern verziert, denn die Mayas verewigten auf den Stelen die Geschichte ihrer Götter in Form von Tierbildern und erhielten sie so für die Nachwelt. Sie glaubten an die Rückkehr ihrer Könige und Herrscher. Zwei dieser bedeutenden Herrscher, erzählte uns Antonio, waren „Rauchendes Eichhörnchen“ und „Achtzehn Kaninchen“.
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  • Karibik Feeling

    February 10 in Guatemala ⋅ ☁️ 23 °C

    Der Ausgangspunkt für die heutige Unternehmung ist die Hacienda Tijax am Rio Dulce. Eine Dschungellodge, mit absolutem Karibikfeeling, versteckt in den Mangroven. Das Klima ist zur Zeit ein Mix aus Regen und Sonne, einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 100 %, aber warmen Temperaturen. Durch diesen Wettermix werden wir abwechselnd nass bis auf die Haut und einige Minuten später dampfen wir in der Sonne. Wir starten mit einem kleinen Boot direkt von der Lodge und passieren die Festung Sankt Philippe, aus dem Jahr 1595, die vor Piraten schützen sollte. An der Mündung des mächtigen Rio Dulce erreichen wir Livingston, ein Ort, der nur mit dem Boot erreichbar ist und stark von den Garifuna geprägt ist. Die Garifuna sind Abkömmlinge der ehemaligen afrikanischen Sklaven, die ihr Leben ruhig angehen. Auf dem Rückweg lassen wir uns von der Flora und Fauna in den Mangroven verzaubern.
    Letztendlich wartet noch eine Überraschung auf uns. Wir fahren zu einem warmen Wasserfall. Was passiert? Es regnet. Also gleich am Auto in die Badesachen und ab geht’s. Und Tatsache, in Badewannentemperatur lassen wir das warme Wasser auf unsere Köpfe prasseln.
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  • Im subtropischen Regenwald

    February 11 in Guatemala ⋅ ☀️ 27 °C

    Die ganze Nacht prasseln die Regenschauer auf unser Wellblechdach, da ist an Schlaf kaum zu denken. Auch bei unserer Fahrt in den Norden begleitet uns zunächst das für den subtropischen Regenwald typische Regenwetter.
    Noch vor 40 Jahren war hier undurchdringlicher Dschungel. Mit der Straßenverbindung nach Flores begann dann die Abholzung des Dschungels und die Urbanisierung der Region.
    Unser neuer Guide Manfred kommt aus Chemnitz und lebt seit über 30 Jahren hier. Von ihm erfahren wir viel zu den Veränderungen im Land. Guatemala hat etwa die Größe von Ostdeutschland. Heute leben hier etwa 14 Millionen Menschen. Die Bevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren etwa verdoppelt.
    Wir besuchen Yaxhá, die antike Maya-Stadt, in der heutigen Provinz Petén. Die Stadt liegt tief im Regenwald versteckt und erstreckt sich entlang des Yaxhá-Sees. Ein Phänomen der Seen ist es, aller 40 Jahre zu steigen und damit ist die einzige Straße überspült, also wieder ab ins Boot. Yaxha besitzt Tempel und Pyramiden. Besonders bemerkenswert ist ihre gut erhaltene Akropolis, die wir sogar erklimmen dürfen. Uns überkommt ein erhabenes Gefühl auf den Stufen der Maya zu wandeln.
    Die Maya-Zivilisation bestand aus zahlreichen Stadtstaaten, die durch Handel, Diplomatie und oft auch durch Kriege miteinander verbunden waren. Die Handelswege erstreckten sich von Mexiko, über Honduras, Guatemala, El Salvador bis Belize.
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  • Die Luxushauptstadt

    February 12 in Guatemala ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Höhepunkt auf unserer Mayatour ist Tikal – die antike Maya-Metropole, einst eine pulsierende Megacity voller Pyramiden, Paläste und vermutlich sehr gestresster Priester. Zwischen 200 und 900 n. Chr. erlebte die Stadt ihre Blütezeit, bevor sie mysteriös verlassen wurde (wahrscheinlich kein WLAN mehr 😂). Die tatsächliche Ursache für den Untergang des Majareiches waren eher Überbevölkerung, Nahrungsmangel durch Missernten und Kriege.
    Heute ist Tikal UNESCO-Weltkulturerbe, das uns mit seinen beeindruckenden Ruinen, dichten Dschungelkulissen und gelegentlichen Brüllaffen-Serenaden begeistert. Bei unserem fünfstündigen „Stadtbummel“ erleben wir ein beeindruckendes und einmaliges Zusammenspiel zwischen Kultur und Natur. Das Zentrum von Tikal hatte damals immerhin eine Ausdehnung von 16 km² und in der Stadt lebten etwa 80.000 Menschen. Heute ist der Nationalpark ein geschützter Bereich. Wer einen Indiana-Jones-Vibes sucht, ist hier genau richtig!
    Nach unserer Tour gibt es noch einen Abstecher nach Flores. Die Stadt ist der Gouverneurssitz von Petén und bekannt für seinen spektakulären Blick auf die untergehende Sonne. So lassen wir den Abend auf der Skybar Itza Flores ausklingen.
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  • In die Unterwelt

    February 13 in Guatemala ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir verlassen die idyllisch gelegene Villa Maya. Bevor es soweit ist, werden wir wieder vom Krokodil Pancho zum Frühstück begrüßt.
    Wir besuchen die älteste Mayastadt Ceibal, ein alter Handelsposten, wo acht- bis zehntausend Menschen lebten. Nur ein ganz kleiner Teil der gesamten Anlage ist hier ausgegraben. Weiter geht die Fahrt in Richtung Hochland. Während der langen Autofahrt lauschen wir den Storys aus dem bewegten Leben von unserem Guide Manfred, der heute im Ruhestand ist, aber so ziemlich alles erlebt und überall im Land bekannt ist. Er arbeitete als Hoteldirektor, Reiseleiter, Lehrer, Chef sozialer Projekte und irgendwie ist er auch Lebenskünstler mit einer außergewöhnlichen positiven Ausstrahlung. Einer seiner Sprüche aus vergangenen Zeiten: „Wenn in der Hauptstadt die Panzer vor dem Palast stehen, sitzen bei uns im Jungle die Affen noch immer auf den Bäumen“😂
    Unseren Funact erleben wir im Höhlensystem von Candelaria. Bei den Maya galten die Höhlen als Zugang zur Unterwelt. Auch wir steigen hinab und lassen uns auf Tubes durch die Höhle treiben. Eine kleine Klettereinlage führt uns noch zu einigen Opferstätten. Leider zum großen Teil ohne Fotos, da die Tour nicht handytauglich war. Obwohl die Fahrstrecken gar nicht so weit sind, machen die „schlafenden Polizisten, Schlaglöcher und LKWs jegliche Zeitplanung zu nichte. „ Schlafende Polizisten“ oder Tumulos sind Bodenwellen zur Reduzierung der Geschwindigkeit. Besonders in den Ortschaften sind die Dinger oft kurz hintereinander. Richtig nervig.
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  • Zwischen den Wolken

    February 14 in Guatemala ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach drei wunderbaren Tagen verabschieden wir uns in Cobán von Manfred und Wilson. Cobán ist so etwas wie Guatemalas geheimer Balkon: Hoch in den Bergen gelegen, oft in Nebel gehüllt herrscht ständig eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Stadt empfängt uns mit hektischen Verkehrslärm und von der kolonialen Pracht ist wenig übrig geblieben.
    Ab jetzt wird uns Laura bei den nächsten Aktivitäten begleiten.
    Guatemala ist voller magischer Orte, aber Semuc Champey, nicht weit von Coban entfernt, ist, als hätte sich Mutter Natur gedacht: „Lasst uns die Schönheit mal auf 200 % drehen!“ Also machten wir uns auf den Weg.
    Das letzte Wegstück zum Park ist auf einem Pickup ein Test für die Rückenmuskulatur, eine Schotterpiste, die sich anfühlte, als hätte sie ein betrunkener Ziegenhirte entworfen.
    Doch dann: Semuc Champey! Türkisblaue Naturpools, umrahmt von üppigem Dschungel. Das Wasser war so klar, dass selbst unsere Zehen fotogen aussahen. Wir ließen uns im Becken treiben und fühlten uns wie ein VIP im Whirlpool der Götter.
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  • Korridor des Nebelwaldes

    February 15 in Guatemala ⋅ ☁️ 17 °C

    Unsere Tour führt durch das Baja Verapaz zurück nach Guatemala City. Es ist eine der grünsten und vielfältigsten Regionen mit dichten Nebelwäldern, rauschenden Flüssen und der Heimat des Quetzal.
    Der Quetzal ist eines der bedeutendsten Symbole Guatemalas und steht für Freiheit, Spiritualität und Naturverbundenheit. Bereits in der vorkolonialen Zeit verehrten die Maya diesen farbenprächtigen Vogel als heilig. Seine leuchtend grünen und roten Federn schmückten die Gewänder von Königen und Hohepriestern, da der Quetzal als Bote der Götter galt. Heute ist der Quetzal nicht nur das Nationaltier Guatemalas, sondern auch Namensgeber der Landeswährung und zentraler Bestandteil des Wappens. Um diesen außergewöhnlichen Vogel zu schützen, wurden verschiedene Naturschutzgebiete eingerichtet, darunter das Ranchitos del Quetzal, welches wir besuchen. Das private Naturreservat bietet nicht nur einen geschützten Lebensraum für den Quetzal, sondern auch eine Möglichkeit für uns, ihn in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten. Leider lässt sich der scheue Vogel dann doch nicht blicken.
    Weiter geht die lange Fahrt durch das Motagua-Flusstal mit seiner trockenen, wüstenähnlichen Landschaft – ein starker Kontrast zu den feuchten Nebelwäldern.
    Guatemala Stadt empfängt uns mit dem üblichen Verkehrschaos.
    Die Hauptstadt ist in 25 Zonen gegliedert. Zone 1 ist das historische Zentrum. Alle anderen Zonen liegen spiralförmig um das Zentrum. Laura überzeugte uns auf einen Stadtrundgang zu verzichten. Selbst für Einheimische ist es in Zone 1 nicht sicher genug. Da bleibt nur eine kurze„ Panoramafahrt“ mit dem Auto. Unser Hotel liegt in Zone 10, eine klassische Hotelzone, wo alles „save“ ist. Eine andere Welt, nur 5km von Zone 1 entfernt. Trotz der sicheren Umgebung fallen überall private Wachmänner auf. Die Pumpgun ist allgegenwärtig.
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  • Chichi

    February 16 in Guatemala ⋅ ☁️ 23 °C

    Chichicastenango ist aus zweierlei Hinsicht bekannt. Zum einen für seinen bis heute wichtigen, farbenfrohen, überregionalen Markt der Hochlandindianer, aber auch für die besondere Mystik des Ortes.
    Der Markt von Chichicastenango gilt als einer der größten und farbenprächtigsten Indigenenmärkte Mittelamerikas.
    Schon beim Betreten des Marktes werden wir sofort von der lebhaften Atmosphäre gefangen genommen. Handgefertigte Textilien der Maya, die mit ihren leuchtenden Farben und traditionellen Mustern die Geschichte der Region widerspiegeln, prägen das Bild. Neben Stoffen findet man auch kunstvolle Holzschnitzereien, Keramik, Schmuck und religiöse Artefakte. Es ist in den Menschenmassen die totale Reizüberflutung.
    Vor der Kirche Santo Tomás, verschmelzen indigene Rituale mit katholischen Traditionen. Dort beten Einheimische mit Weihrauch und Opfergaben, was den spirituellen Charakter des Marktes unterstreicht.
    Ein Besuch in Chichicastenango ist mehr als ein Einkaufserlebnis – es ist eine kulturelle Reise in die Traditionen und das Erbe der Maya.
    Es ist eine authentische Atmosphäre mit einer unglaublichen Herzlichkeit der Menschen, die diesen Markt zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
    Die nächsten Nächte schlafen wir direkt am Lago de Atitlán wo wir in einem urigen Kaffee noch einen Absacker nehmen.
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  • Gedanken im Kopf

    February 17 in Guatemala ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute erobern wir unseren zweiten Vulkan, den Cerro de Oro, auch liebevoll schlafender Elefant genannt. Beim Aufstieg hängen unsere Gedanken noch an den letzten Tagen fest.

    Nationalstolz:
    Der Nationalstolz in Guatemala ist stark mit der indigenen Kultur und Geschichte des Landes verbunden. Besonders die Nachkommen der Maya, die einen bedeutenden Teil der Bevölkerung ausmachen, bewahren stolz ihre Sprache, Traditionen und Kunsthandwerk. Ihre Identität zeigt sich in farbenfrohen Trachten, der Bewahrung alter Bräuche und dem Widerstand gegen die kulturelle Assimilation. Ihre tief verwurzelte Verbindung zur Natur und zu spirituellen Traditionen trägt maßgeblich zur nationalen Identität Guatemalas bei.

    Sicherheit:
    Der Friedensvertrag von 1996 zwischen der guatemaltekischen Regierung und der Guerillabewegung beendete den 36 Jahre andauernden Bürgerkrieg, in dem über 200.000 Menschen ums Leben kamen, viele davon indigene Zivilisten. Der Vertrag umfasste Vereinbarungen zur Demobilisierung der Guerilla, zur Reform des Militärs und zur Stärkung der Menschenrechte. Trotz des Abkommens blieben soziale Ungleichheit und politische Spannungen in Guatemala bestehen. Auch heute sind Waffen in der Öffentlichkeit, unabhängig von Polizei, Militär oder Privatpersonen allgegenwärtig. Trotzdem fühlen wir uns hier überall sicher und können uns größtenteils frei bewegen.

    Verkehr:
    Die Infrastruktur in Guatemala ist in vielen Bereichen unterentwickelt, insbesondere die Verkehrswege stellen eine Herausforderung dar. Kein Wunder, dass die Reisegeschwindigkeit durch Schlaglöcher, Erdrutsche und Tumolos bestimmt wird. Manchmal benötigen wir für 30 km 1,5 Sunden. Der öffentliche Nahverkehr basiert vor allem auf Tucktuck’s und Bussen, darunter die farbenfrohen „Chicken Busses“, die für ihren unsicheren Betrieb bekannt sind.

    Umwelt und Natur:
    Guatemalas Naturschönheiten sind beeindruckend, darunter majestätische Vulkane, dichte Regenwälder, tiefblaue Seen, wie der Atitlán-See und eine artenreiche Tierwelt. Nationalparks wie der Tikal-Nationalpark im Petén beherbergen nicht nur Maya-Ruinen, sondern auch eine vielfältige Flora und Fauna. Die Küstenregionen bieten wunderschöne Strände und artenreiche Mangrovenwälder.
    Der Umweltschutz steht jedoch vor großen Herausforderungen. Abholzung, illegale Landwirtschaft und der Klimawandel bedrohen viele Ökosysteme. Zwar gibt es Schutzgebiete und Umweltinitiativen, aber mangelnde Durchsetzung von Gesetzen und wirtschaftliche Interessen erschweren nachhaltige Maßnahmen.
    Der heutige Nachmittag ist ein Moment zum Luftholen und um die Gedanken zu sortieren.
    Wir fühlen uns hier wohl und freuen uns auf die Aktivitäten der nächsten Tage.
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  • 3053

    February 18 in Guatemala ⋅ ☁️ 17 °C

    Fünf Uhr früh klingelt der Wecker, denn heute steht unser erster 3000‘er auf dem Plan. Wir wollen den 3053 Meter hohen Vulkan San Pedro besteigen.
    Wir erhalten Nachrichten, dass es am Berg Überfälle auf Touristen gegeben hat, was auch unser Guide Ari bestätigt. Er meinte aber, dass jetzt Polizisten die Situation am Berg sichern und somit alles save ist. Mit diesem unsicheren Gefühl lassen wir uns im Schnellboot durchschütteln, welches uns über den Atitlán bringt. Dann geht’s mit dem Pick Up, wie immer stehend auf der Ladefläche, zum Ausgangspunkt unserer Tour. Gleich bei der Registrierung zerstreuen sich unsere Bedenken, denn es sind viele Wanderer am Berg. 92, 84, 90 sind die Geburtsdaten, die wir im Buch lesen. Wir sind also wieder die Oldies.
    Der steile und staubige Aufstieg verlangt uns so einiges ab. Wir werden immer wieder von Ari gepusht, da Mittags die Wolken den Blick versperren. Während Sabine tapfer nach oben stapft, muss ich mich die ganze Zeit richtig quälen. Nach dreieinhalb Stunden und 1200 Höhenmetern erreichen wir glücklich den Gipfel. Kurz ein Gipfelfoto geschossen und dann geht’s schon wieder runter.
    Was für ein Tag und was für ein Erlebnis. Wir beide sind stolz wie Bolle.
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  • Die Alaskaspitze

    February 19 in Guatemala ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir wechseln die Aktivität aufs Mountainbike. Die Strecke führt am Atitlán entlang der touristischen Orte San Marcos, San Pedro und San Pablo. Es galt ordentlich in die Pedalen zu treten, denn es ging berg auf, berg ab, vorbei an Bars, Restaurants, Verkaufsständen und anderen teuren Touristenneps. Interessant ist ein Besuch einer lokalen Färberei und Weberei.
    Wir bekommen die verschiedenen Pflanzen erklärt, womit die Indigenen all ihre bunten leuchtenden Stoffe herstellen. Auch beim Weben durften wir zuschauen. Um einen Schal fertig zu stellen braucht man sage und schreibe 3 Monate.
    Als Nächstes stolpern wir über eine Schokoladenmanufaktur. Auch hier wird den Besuchern erklärt, wie das Prozedere von der Kakaofrucht bis zum fertigen Produkt aussieht. Probiert und gekauft haben wir natürlich auch🤣 Man könnte sagen, wir sind in die Touristenfalle getappt, aber es hat auch Spaß gemacht.
    Nicht zu vergessen die Bienen 🐝 Honig, alles für die Schönheit und Gesundheit wurde dort hergestellt.

    Auf der Fahrt nach Quetztaltenango, der zweitgrößten Stadt Guatemalas mit über 1 Million Einwohnern, passieren wir den höchsten Punkt auf der Panamerikana in Mittelamerika. Auf über 3000 Meter Höhe zeigt das Thermometer gerade mal 12 Grad. Deshalb spricht der Volksmund von der Alaskaspitze. Quetztaltenango liegt eingerahmt von 7 Vulkanen in einem Hochtal auf 2400 Metern. Wir steigen in einem Stadthotel ab und sind gespannt auf die morgigen Ereignisse.
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  • Es gibt FischChristentum und Mayaglaube

    500 Stufen

    February 20 in Guatemala ⋅ ☁️ 14 °C

    Unser heutiges Ziel ist der 2990m hohe Vulkan Chicabal, dessen Kratersee heilig ist. Hier wurden bereits zu Zeiten der Maya Zeremonien abgehalten.
    Auf einem abenteuerlichen Pfad quält sich unser Pick-up nach oben an den Rand des Kraters. Die freundliche Polizeipräsenz am Gipfel dient ausschließlich der Prävention bei bedeutenden Touristen-Hotspots.
    Wir steigen 500 Stufen hinab zum See und treffen auf einige Mayafrauen bei einer kleinen Zeremonie, die in ihrem Glauben zu den Göttern in der Unterwelt beten.
    Wir genießen die mystische Stimmung am See, die sich je nach Wolken und Sonneneinstrahlung von dramatisch zu freundlich ändert. Die 200 Höhenmeter wieder nach oben sind schnell gemacht. Wir haben genügend Zeit in einem schönen Kaffee dem Tag einen würdigen Abschluss zu bescheren.
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  • KaffeebankRosenkranzjungfrauRathausBlick zum Vulkan Santa MariaSan Andres XeculSchlaftrunk Tequila

    Sightseeingtour

    February 21 in Guatemala ⋅ ☁️ 20 °C

    Das historische Zentrum von Quetztaltenango heißt Xela. Bei einem kurzen Spaziergang besuchen wir die Kirche des heiligen Geistes aus dem 15. Jahrhundert, die allerdings zum Großteil beim Erdbeben von 1902 zerstört wurde. Nur die Frontfassade ist erhalten geblieben. Prägende Elemente in der wiederaufgebauten Kirche des Heiligen Geistes sind aufwendige Silberarbeiten, mit denen die Altare belegt wurden. Im Vergleich zu anderen mittelamerikanischen Ländern sind die Kirchen in Guatemala wesentlich schlichter und bei weitem nicht so prunkvoll, wie zum Beispiel in Ecuador.
    Der historische Kern von Xela mit der alten Kaffeebank, einem schönen zentralen Platz und dem Verwaltungsgebäude ist ein angenehmer Kontrast zu dem sonst eher tristen Stadtbild.
    Unsere Fahrt führt uns weiter nach Almolonga, zum größten Obst- und Gemüsemarkt des Landes. Immer wieder bestaunen wir die Frauen in ihren ganz unterschiedlichen schönen Trachten mit bunten Röcken, Schürzen und Blusen. Selbst der Trauerzug, dem wir zufällig beiwohnen, ist ein Spektakel an bunten Farben.
    Weiter geht die Fahrt nach den Dorf Zunil. Wir besuchen den dortigen Friedhof mit seinen vielen Gräbern und frischen Blumen. Die Indigenen glauben an die Wiedergeburt der Toten und bringen jede Woche frische Blumen zum Grab.
    Zu allerletzt ein Abstecher zu den schwefelhaltigen Thermalquellen“ Fuentes Georginas“. Eine Wohltat für den Körper und Entspannung pur.
    Am Abend ist unser Ziel für die nächsten 3 Tage Antigua.
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  • Der pazifische Feuerring

    February 22 in Guatemala ⋅ ⛅ 18 °C

    Guatemala liegt am Pazifischen Feuerring und ist eines der vulkanreichsten Länder Mittelamerikas. Es gibt über 30 Vulkane, von denen noch einige aktiv sind.
    Wir sind in Antigua angekommen, die von drei Vulkanen, dem Volcán de Agua, dem Volcán de Fuego, der 2018 das letzte Mal ausgebrochen ist und dem Volcán de Atagenango eingerahmt ist.
    Mit den letzten beiden wollen wir uns noch beschäftigen.
    Der Vulkanismus prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen, die ständig mit den Gefahren wie Ascheregen, Lavaströmen und Erdbeben umgehen müssen.

    Im 18. Jahrhundert war Antigua das koloniale Juwel Mittelamerikas, in dieser Zeit ließen wohlhabende spanische Händler und Kaffeebarone prachtvolle Villen errichten. Die „Villa Colonial“ ist eine davon. Sie war Treffpunkt von Adeligen und Kaufleuten, die im schattigen Innenhof Handel trieben und rauschende Feste feierten. Durch ein Erdbeben wurde sie zerstört, aber mit Liebe zum Detail restauriert und so hat sie ihren kolonialen Charme bewahrt .
    Heute empfängt das Hotel „Villa Colonial“ Reisende aus aller Welt, die den Geist vergangener Zeiten in den bunten Fassaden, den schmiedeeisernen Balkonen und den Kopfsteinpflasterwegen wiedererleben können.
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  • Gänsemarsch

    February 23 in Guatemala ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir haben ein Alter erreicht, in dem unser Verstand sagt: „Wir können das“, aber unsere Körper sagen: „Versucht es und ihr werdet es bereuen!“
    Mit diesem etwas mulmigen Gefühl und einer gehörigen Portion Respekt starten wir zu unserem Hike auf dem Acatenango.
    Die Tour ist der touristische Höhepunkt in Guatemala. Am Berg gibt es 42 einfache Camps, die täglich etwa 500 Wanderer aufnehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass wir uns im Gänsemarsch die 1200 Höhenmeter in die Oberschenkel drücken. Unsere Gruppe bestand aus 20 Leuten aus den unterschiedlichsten Nationen: Dänen, Franzosen, Holländer, Finnen, Mexikaner, US Amerikaner und wir. Vom Alter könnten das alles unsere Kinder sein, die mit uns unterwegs waren. 🙈 Da wir zusätzlich zu unseren Tagesrucksäcken das Essen und 4 Liter Wasser tragen sollen, entscheiden wir uns doch die Hilfe von Trägern zu nutzen. Es ist ohne Gepäck trotzdem wieder ein anstrengender Aufstieg, aber nach etwa vier Stunden erreichen wir glücklich unser Camp, das auf 3600m liegt und gleichzeitig unser Schlafplatz ist.
    Warum quälen wir uns eigentlich hier hoch?
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  • Fuego

    February 24 in Guatemala ⋅ ☁️ 9 °C

    Die ganze Tour dreht sich garnicht um den Atagenango, sondern um den Fuego, ein feuerspeiender Vulkan mit Eruptionen im 15 Minuten Takt. Leider schläft der Fuego im Moment, außer ein paar Aschewolken gibt es keine nennenswerten Eruptionen. Trotzdem oder gerade deswegen sind wir wieder einmal Stolz auf das Erreichte und genießen die einmaligen, unbeschreiblichen und grandiosen Ausblicke. Das klare Wetter beschert uns den wunderschönsten Sonnenuntergang am Berg.
    Kaum ist die Sonne aber untergegangen, fallen die Temperaturen deutlich unter 0 Grad Celsius. Mütze, Handschuhe und warme Sachen sind Pflicht. Trotzdem frieren wir und an einen entspannten Schlaf ist in der Höhe und bei den Temperaturen nicht zu denken. Sehnsüchtig erwarten wir den Sonnenaufgang, der einfach nur Glück in unsere Herzen zaubert. Die Boys am Berg bescheren uns einen heissen Kaffee und wir gehen gestärkt den langen Abstieg an.

    Am Morgen sendet der Verstand noch eine Information an unseren Körper. Wir haben es nicht bereut und konnten die Einmaligkeit des Augenblicks genießen. Natürlich ist es immer eine ziemliche Quälerei, aber wo ist es das nicht am Berg?
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  • Antigua

    February 25 in Guatemala ⋅ ⛅ 18 °C

    Antigua ist mit seinem kolonialen Charme einzigartig und hat nichts vergleichbares zu anderen Städten in Guatemala. Das über 100 Jahre alte Kopfsteinpflaster, die liebevoll restaurierten alten Gebäude, die nach dem Erdbeben wieder aufgebaut wurden oder die vielen Kirchen (einige Ruinen, andere intakte Gotteshäuser). All das verleiht der Stadt einen unbeschreiblichen Charme.
    Wir sind heute mit Olga unterwegs, die uns mit ihrem umfangreichen Wissen über die Kultur und die Historie der Stadt sehr angenehm mit Informationen vollstopft. Es ist unmöglich alles zu verarbeiten.
    Der Orden de La Plata Merced (Orden der Barmherzigkeit) wurde 1218 in Barcelona gegründet und spielte während der Kolonialzeit eine bedeutende Rolle in Antigua. Die Mercedarier errichteten im 16. Jahrhundert das beeindruckende Kloster und die Kirche La Merced, die bis heute als eines der schönsten Beispiele kolonialer Barockarchitektur gilt. Der Orden verstand es sich mit den Indigenen zu arrangieren und so findet man Elemente aus der Maya Kultur in einigen katholischen Kirchen wieder. Darüber hinaus widmete sich der Orden der Seelsorge und Bildung. Trotz Erdbeben und politischer Veränderungen bleibt La Merced ein historisches Wahrzeichen Antiguas.
    Bei unserem Streifzug durch die Stadt verkosten wir den weltbekannten Rum Zacapa. Der rinnt wie Öl durch die Kehle.
    Weiter geht’s zu einem Jade Showroom. Auf unserer Reise haben wir schon sehr viel über die Verwendung von Jade erfahren. Jade ist grün? Nein! Es gibt Jade in sehr vielen Farbnuancen. Wir lassen uns die Verarbeitung vom Stein 🪨 zum Schmuckstück zeigen.
    Bei einem Absacker in einer kleinen Bar genießen wir unseren letzten gemeinsamen Abend, bevor wir uns leider von Silke und Dietmar verabschieden müssen. Die gemeinsame Zeit hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen in Deutschland.
    Für uns geht es nun weiter Richtung Belize, wo wir den nächsten Teil unserer Mittelamerika Tour starten.
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  • Verkehrschaos in Guate
    Anflug über Flores

    Logistikmarathon

    February 26 in Belize ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Wecker klingelt heute um 4.00 Uhr. Pünktlich um 4.30 Uhr geht es zum Flughafen. Olga meinte schon gestern, dass wir vielleicht 2 Stunden für die 30 km brauchen. Und tatsächlich wühlen wir uns so lange durch das übliche Verkehrschaos.
    Beim einchecken nach Flores geht es mal wieder ums Gepäck. Angeblich hätten wir keine 20kg gebucht, also müssen wir 120€ fürs Gepäck löhnen. Das Problem gab es ja schon einmal in Thailand, wo alles unkompliziert gelöst wurde. Das gleiche erwarten wir auch dieses Mal.
    Unsere Ausreise aus Guatemala und Einreise nach Belize verlief vollkommen problemlos und schneller als erwartet sind wir in unserer Lodge. Das erste was uns in Belize sofort ins Auge sticht, ist die Sauberkeit auf den Straßen und der kreolische Baustil der Häuser.
    Unsere Pine Ridge Lodge empfängt uns mit einer großzügigen und gepflegten Anlage mitten im Wald. Allerdings haut uns das Preisniveau fast aus den Socken. Mal sehen wie wir damit in den nächsten Tagen umgehen.
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  • Zurück ins Glück

    February 27 in Belize ⋅ ☁️ 30 °C

    In der Annahme, dass das Lodgeleben im Jungle von Belize ähnlich ist wie in Costa Rica, hatten wir vor, vier Tage in der Pine Ridge Lodge zu bleiben. Weder der Komfort, noch die angebotenen Aktivitäten erfüllten unsere Erwartungen. Auch preislich lagen die Kosten für die angebotenen privaten Touren immer zwischen 300 bis 500 US Dollar. Das hätte unsere Urlaubskasse erheblich gesprengt. Ein bisschen Organisation war notwendig, um unsere Zelte im Jungle gleich wieder abzubrechen und an die Küste weiter zu reisen.
    Schon auf der Fahrt auf dem Humming Bird Highway können wir nur staunen. Nirgends Müll, eine wunderschöne Landschaft mit Jungle und Landwirtschaft in Harmonie, schöne kreolische Häuser und kaum Verkehr machen das Reisen angenehm.
    Kurzfristig haben wir uns für die nächsten Tage in einer Lodge direkt am Beach eingemietet und schon bei der Ankunft hüpft unser Herz in die Höhe.
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  • Im Wasser

    February 28 in Belize ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute wollen wir das Element Wasser erleben. Eigentlich sollte der Foodprint auf dem Wasser heißen, aber wir lagen auch sehr viel im Wasser🤣Am Hotel liegen Kajaks und Stand up Paddles bereit und man kann alles nutzen, wie man es möchte. Paddeln ist ja nichts Neues für uns, aber auf so ein Board zu steigen schon. Silke und Dietmar meinten, es wäre garnicht so schwer. Der Anfang begann im knien, das war okay! Das aufstehen und paddeln bei Wellengang gestaltete sich schon eher schwieriger. Natürlich blieb es nicht aus, dass wir vom Brett fielen. Auch das aufsteigen gestaltete sich eher schwierig. Auf alle Fälle hatten wir viel Spaß und werden es sicher bei weniger Wellen noch einmal versuchen.
    Am Nachmittag schwingen wir uns aufs Rad und wissen noch nicht wo wir landen werden. Die Straße ist schon lange in Schotter übergegangen, aber befahrbar. Laut Google soll es noch eine Bar geben. Plötzlich kommt ein Schild: Beachfront Bar Mancos . Schon von weiten hören wir laute Musik. Hier steppt der Bär. Da halten wir an und lassen uns von der relaxten Atmosphäre der Locals entführen.
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  • Die Langsamkeit

    March 1 in Belize ⋅ ☁️ 27 °C

    Hopkins, wo die Langsamkeit zu Hause ist, ist ein lang gezogener Ort mit Mangroven auf der einen Seite, in der Mitte eine Landzunge mit dem kleinen Örtchen und auf der anderen Seite der Karibik Beach. Überall gibt es kleine Cafés und Restaurants. Jedes Hotel hat Fahrräder, um von A nach B zu kommen. Für die Räder braucht man kein Schloss, man stellt sie einfach irgendwie ab. Jeder grüßt jeden und es ist sicher.
    Heute, am Samstag, ist der erste Tag nach der Lobster Saison. Da ist es auch in den Restaurants wesentlich ruhiger. Wir haben das Gefühl ab heute ist Nebensaison. Alles ist relaxed, weniger Touristen sind unterwegs und die Locals genießen einfach den Tag. Familien sitzen zusammen, es wird gekocht und getratscht. Von Burnout hat hier noch niemand etwas gehört. 😂
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  • SUPpen und Mangroven

    March 1 in Belize ⋅ 🌙 26 °C

    Das Meer ist heute sehr ruhig und das heißt, rauf aufs Brett. Es wird mit jedem Mal besser und es macht riesig Spaß, das SUPpen.
    Fussläufig von unserem Hotel erreichbar, entdecken wir einen herrlichen Platz mitten in den Mangroven. Über das Schild Krokodile nicht füttern, müssen wir erst einmal schmunzeln. Doch als wir das Babykrokodil entdecken, sehen wir das anders. Wo es Kleine gibt, sind natürlich auch Große unterwegs.
    Ab jetzt startet wieder unser geplantes Programm. Wir verlassen die angenehme Hotelzone, um direkt ins Village umzuziehen. Unser neues zu Hause ist nun ein kleines lokales Guesthouse mitten im prallen Dorfleben.
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  • Biolumineszenz

    March 3 in Belize ⋅ 🌙 26 °C

    Es gibt eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, Geräuschen und Erlebnissen, die nur in bestimmten Teilen der Welt erlebt werden können. Biolumineszenz ist ein solches Naturwunder, das in der Nähe der Sittee River Marina in Hopkins Village vorkommt.
    Die Biolumineszenz entsteht durch die Wechselwirkung von Salz- und Süßwasser mit den lokalen Algen und ist ein wahrer Augenschmaus. Neben der Majestät des hellblauen Leuchtens kann auch der Anblick von Fischen, Quallen und anderen Meereslebewesen erlebt werden, die unter der Oberfläche herumtollen.
    Als erstes gehen wir auf die Suche nach Krokodilen. Im Schein der Taschenlampe sieht man die Augen in der Dunkelheit leuchten. Die Ausbeute ist aber eher gering. Der Höhepunkt, die Andersonlagune, kommt zum Schluss. Wir konnten uns im Vorfeld schlecht vorstellen was da passiert. Mit den Ellenbogen im Wasser Kreise schlagen und es wurde alles blau. Die Spur des Motors erschien als blauer Streifen und am schönsten war es den Fischen zu zu schauen, wie sie ihre Linien ziehen. Es ist wie Magie. Manche Dinge kann man schlecht fotografieren, aber ein Erlebnis ist es für immer.
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