Leona Knobel

Joined September 2016
  • Day448

    Hallo, alle spirituell Angehauchten unter euch und die, die es gern wären :D
    Ihr kennt das Phänomen, dass die besten Texte aus der Krise heraus entstehen. Blöd, ich befinde mich nämlich in alles anderem als einer Krise, weswegen der folgende Text möglicherweise untypisch kunstlos klingen wird, aber egaaaal...
    Ich dachte ich melde mich mal aus Kassels Welt, aus dem Dorf mit Straßenbahnen, der Documenta Metropole, dem Herkules Beherberger. Eine Stadt, die im Sommer mit steigendem Temperaturen und Laune der Menschen aufblüht, als wäre die durch Winterfrustration eingedämmte Lebenslust jedes Einzelnen endlich am explodieren!
    Hier war heute nämlich Tag der Erde und für mich in einer Zeit persönlicher Festigung und geringfügiger, positiver Veränderung in der Lebensführung eine optimale Gelegenheit geerdet zu werden.

    Klingt zu esoterisch? Keine Sorge, ich hab nicht zu viel die happiness oder flow gelesen, aber ich sag einfach mal wie's ist...

    Die Sonnenstrahlen locken nicht nur seit einigen Tagen die Menschen an Fulda, Buga, in Biergärten und Geselligkeit, sondern haben vor allem heute zahlreiche Leute in dir Straßen und Gassen rund um die Uni am HoPla gebracht.
    Dort fehlte von Second Hand Markt und Kleidertausch sowie food sharing und internationale Speisen über politische Info- und Aktionsstände bis hin zu Marktbuden mit Rächerstäbchengeruch und Hippie Kleidung nix. Während ich den Geruch des Sommers und den Flair dieses Szenarios inhalierte, schlenderte ich mit meiner gingerhaarfarbigen Begleitung über den Markt und hatte wohl zum ersten Mal jemand um mich, der bei den selben Ständen wie ich Dinge wie diese losließ: "Oha, da muss ich hin!" "Omg, Federohrringe!" "Alternative Schulkonzepte?!"
    Der Plan, den ganzen Markt in den 2 letzten Stunden (da alles schon gegen 18 Uhr schließt und wir spät dort waren) komplett abzuklappern, scheiterte an der Horizonterweiterung, die an jeder Ecke winkte.
    Die Food Sharing Mission des AStA und das Konzept der Sudbury School of Kassel löste neben dem Wonderlandfestival bereisenden Klamottenstand die größte Faszination in uns aus. Ganz unverkennbar war demnach die Energie, die gen Mittag nur so zwischen den Menschen funkte, wodurch ein vibrantes Umfeld geschaffen wurde, in dem zu Reggae oder elektronischen Klängen keine Seele still stand.

    Und wer braucht schon einen Plan des weiteren Vorhabens.. Warum auf das Mögliche versteifen, und das unmittelbar Geschehene demnach weniger genießen? Statt dem stupiden Abklappern des ganzen Marktes, der mit einsetzendem Gewitter pünktlich um 6 abbaute, ließen wir uns mit dem Regen durch die Straßen spülen, ungewiss was kommen mochte, nix erwartend und auf alles gefasst.
    So strandeten wir im Schlachthof, wo wir zu schlecht gemixter Musik, die dennoch in Fleisch und Blut überging, abzappelten. Dabei machten wir, wie den ganzen bisherigen Tag und die letzten Tage in Kassel, einige Interessante Bekanntschaften, mit denen es uns anschließend ins Kanak trieb, wo mit Lounge, Psytracks und Rap Improvisation die Hoola Hoop schwingenden Leute auf Trab gehalten wurden.
    Bekanntschaft Matthias fasste ganz hervorragend in einen spannenden Gespräch zusammen, was er ihn mir sah und welche Veränderung ich derzeit bestreite. Denn gerade durch den Einfluss der gedreadlockten Gingerhaarfarbenen und gemeinsamen Aktivitäten wie Skaten, Kunst und Kultur genießen, sich kreativ ausleben, Gitarre spielen und Musicalsongs feiern, eröffnen sich mir völlig neue Leidenschaften. Beziehungsweise teile ich alte mit jemand neuem. Von wegen sowas passiert nur auf Reisen in die Ferne. All das Potenzial, um sein eigenes Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen liegt direkt vor uns. Und welche Zeit des Jahres wäre besser, um neue Erfahrungen zu machen und Gitarre zu lernen bei trautem Feuer unter Frühlingsgefühlen und Anbruchsstimmung. Oder am sonnenbeschienenen und trotzdem arschkalten See wie der Buga. Denn dort und in der gesamten Aue sprießen die Menschen in Picknickkreisen aus dem Boden wie die Osterglocken es Mitte März tun. Erstmals mit dem Fahrrad durch Kassel tourend erlebt man diese Stadt, für die viele Leute nicht mehr als die im Eingangssatz erwähnten Assoziationen übrig haben, Kassel mit ganz neuem Charme. Wenn man etwa die Fulda entlang braust, die Goetheanlage passiert oder einfach durch die Aue cruist und der Weg von Sport- zur allgemeinen Uni in rasenden 10min. geschafft ist. Beinttraining inklusive.
    Auch ein nächtlicher Ritt ins Dorf Spiekershausen war prägend. Dort trafen sich Menschen zu einem Saunawagenevent, Lifemusic, die ich durch den ausgedehnten Fahrradritt verpasst hatte, Lagerfeuer und nach dem saunieren in der Fulda schwimmen. Neu gewonnene Bekanntschaften trifft man so hier und da, ob im Café Neu, an der Buga oder beim Psychedelic Laboratory - eine ganz neue, verrückte Veranstaltungsreihe, zu dem 3 Infos genügen: ▶️selbsternannte Künstler, Soziologen und Philosophen in ▶️Sofaatmospähre auf ▶️Nintendo DS produzierte Musik tanzend und diese genießend.

    Tolle Menschen hab ich auch bei dem neuen Nebenjob als Gamemasterin bei den Lockbusters - Escape Rooms um mich.
    Diese hießen mich bereits beim ersten gemeinsamen Frühstück mit dem Chef und der folgenden Rallye durch die Stadt herzlich willkommen, bei der wir unsere eigenes Spiel testeten und mit IPad und Equipment , viel Witz und Motivation als Weltretter durch Kassel streiften. Super lustig, diese spielaffinen Menschen.
    Doch auch auf der Arbeit oder beim privaten Horrorspielabend sind sie stets für einen Lacher zu haben. Dabei wird sich meist ein Insider nach dem anderen über den snack- und drinksbeladenen Tisch geschmettert. Da ist Freude vor dem nächsten Arbeitstag vorprogrammiert.
    Dann heißt es als Gamemasterin Menschen in das Spiel einzuführen, indem man eine kurze Einleitung und Background Geschichte liefert, bevor man 1h im "Big Brother is watching you" Style dafür sorgt, dass die Menschen einem nicht die Möbel zerpflücken und auch ja ordentlich die Rätsel lösen. Das ist quasi Gesellschaftsanalyse pur. Und wenn eine Gruppe nach 50 Minuten nicht mal in dem 2. Raum ist, was sich ruckzuck mal als extremer Stressfaktor für den empathischen Gamemaster erweist, dann freut man sich auf ein Bierchen danach. Oder auf einen Abstecher zur Backfactory oder in die Innenstadt. Denn dort geht es kommendes Wochenende bei der Casseler Freyheyt mittelalterlich zu, dann ist ja bald das Frühlingsfest.. Oder die Silence Party, die Freunde vom mir ins Leben riefen. Zahlreiche Geburtstage und Treffen mit den Wolfhager Bienen. Und eh man sich versieht, befindet man sich mitten in die Festivalzeit katapultiert- herrlich, der Frühling und der Sommer! 🌞

    Klingt nach zu viel Freizeit und Freiheit?
    Dabei bin ich eine der wenigen Studenten, die ich kenne, die sich darüber sorgen, dass sie nicht genug Veranstaltungen dieses Semester haben, weil sich alles überschneidet und ungünstig aufeinander aufbaut. Wenn ich jemanden besorgt erzähle, ich habe nur 10 Wochenstunden wird mir meist verständnislos mitgeteilt" Entspann dich, ich habe nur 6!"
    Also, mit so einem Studentenleben kann ich leben.

    Euphorische, beschwingte Grüße
    #Just do it!
    #hashtagsindsomöchtegernoder?!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day1

    Hey, habt ihr euch schon mal mit dem Naturzustand beschäftigt?
    Oder mit Hobbes und Rousseau, die wohl bekanntesten Philosophen und Staatstheoretiker der Neuzeit... Mag sein, dass euch das einen Scheiß interessiert, was für mich ebenso unvorstellbar ist, wie Leute, die die Natur hassen; denn... Philosophie, was übrigens altgriechisch ist und "Die Lehre zur Weisheit" bedeutet, ist quasi wie dir Natur : alles umgebend, Fragen, Rätsel und Wunder dieser Welt beantwortend und dabei noch tausend mehr aufwerfend, alles und jeden betreffend!

    Lange Rede kurzer Sinn, nachdem ich im Zuge meines Philosophiestudiums ein Seminar zur Thematik hatte und bedauerlicherweise meine Untalentiertheit bzgl. Hausarbeitschreiben feststellte, wollte ich zumindest hier mal etwas über die beiden Herrschaften und ihrer Idee vom Naturzustand berichten.

    Das Spannende ist nämlich, dass Rousseau dem guten alten Hobbes immer als Konträrperson gegenüber gestellt wird.. Betrachtet man sich allerdings einige Aussagen Rousseau s etwas genauer, ist darin mehr Hobbesartigkeit zu finden als man es zuvor zu glauben vermochte.

    Aber erstmal zu den Basics :
    Der Naturzustand (NZ) ist ein von unterschiedlichen Philosophen hypothetisch gedachter Zustand des wilden Menschen im Ursprung, vor dessen gesellschaftlichem Sein geschweige denn sozialen Stämmen- der Mensch wir als isolierter Solitär betrachtet und analysiert, um letztlich seine wahre Bestimmung oder auch die Notwendigkeit einer Gesellschaftsgründung daran festzustellen.

    Mit seiner super bekannten Aussage: "Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf" bringt Hobbes sein pessimistisches Menschenbild auf den Punkt. Der Mensch sei von seinen egoistischen Bedürfnissen, die, weil alle Menschen im Prinzip gleich sind, mit denen der Mitmenschen kollidieren einer ständiger Konkurrenz und demnach einem ständigen Kriegszustand aller gegen aller ausgesetzt, da jeder gleichermaßen nach Macht und Sicherheit zugunsten der Selbsterhaltung strebt.
    Rousseau sagt zwar ebenfalls, dass ein uns angeborenen Trieb die Selbsterhaltung, aber gleichermaßen auch das Mitleid sei. Ganz im Gegenteil zu Hobbes gloriiziert der romantisch-dramatische Franzose den Naturzustand. Denn er betrachtet den Menschen neutral als allein herumstreunernden Solitär, der in völliger Freiheit ohne Abhängigkeit einsam lebt, mal hier rumvögelt und mal dort einen Apfel vom Baume pflückt, zumal er doch von Natur aus ein Vegetarier sei (dieser Aspekt wird hingegen typisch Rousseauischer Argumentationsweise leider nicht ausführlich ausgeführt oder gar begründet). Jener tierartig Umhergwandelnde denke nicht bis morgen und hat keinerlei Bedürfnis längere Zeit mit Artgenossen zu verweilen. Und hier ist der spannende Unterschied der beiden Philosophen, die übrigens auch in ihrer grundsätzlichen Methodik und Stil widersprüchlicher nicht sein könnten; während der französischen Rousseau in mehreren Werken, wie unter anderem dem "Diskurs über den Ursprung und die Ungleichheit unter den Menschen" einschließlich unzähliger Anmerkungen, Fußnoten (wer liebt sie nicht?) und Einschübe seine ausschweifend behandelte Argumentation niederlegt, fasst der mechanisch und rationaldenkendere Engländer Hobbes seine Theorien im Leviathan gebündelt zusammen und schafft so gar den Ach so groß in der Philosophie diskutieren Begriff der FREIHEIT in einem Satz abzuhaken 😃 aber zurück zum Thema :

    Während Hobbes den NZ als verlassenswert ansieht und aufgrund der brutal kriegerischen Welt einen Ausweg in Vertragsschließungen und letztlich in einem absoluten Herrscher aka Leviathan, der die Bedürfnisse aller Untertanen repräsentiert, sieht, scheint dieser NZ für Rousseau der Himmel auf Erden zu sein. Erst die zufälligen Begegnungen zwischen den Menschen hätten neben Fähigkeiten wie Soziliabilität und Perfektibilität zu gegenseitigen Abhängigkeiten geführt. Mit der Entwicklung des Verstandes und der Sprache entstanden Gruppen unter den Menschen, die sich wegen der natürlichen Ungleichheit (die Hobbes so ja nicht erwähnt, geht er doch von einer Gleichheit aus) zu vergleichen beginnen ; Hass, Habsucht und Neid entstehen, all die Laster und Übel zu denen die vermehrte Entwicklung in Richtung Gesellschaft beiträgt. Während der Mensch im NZ nach Rousseau bloß Sicherheit und Weibchen begehrt habe, erschafft er sich plötzlich "künstliche Bedürfnisse", metaphysische Nöte wie etwa die Wissenschaft und Künste, die laut Rousseau unnötig seien. Zurück zur Natur wäre seine liebste Forderung, doch da das dem in gesellschaftlichen Ketten liegenden Menschen nun nicht mehr möglich ist, sieht auch Roussau ein, dass ein Vertrag her muss. Auch wenn er anders als Hobbes keine konkreten Rechtsgrundlagen und Handlungsanweisungen gibt, sondern bloß theoretisch die Sache betrachtet.
    Es ist verrückt, wenn man sich Rousseau''s Werk (oben erwähntes so wie die "Abhandlung über die Wissenschaft und Künste" aus dem 18.Jhdt) als zivilisierter Mensch ansieht und bemerkt wie ein Gelehrter plötzlich die Wissenschaft argumentativ zerreißt und quasi für eine Rückkehr in einen vorgesellschaftlichen Zustand, in meiner Meinung nach tierische Primitivität plädiert. Zumal er neben der Verherrlichung des NZ andererseits die Robustheit und spartanisch brutale Lebensweise der Menschen aufgreift, die aber gleichermaßen beschönigt beschreibt: Selektion juhuuu!
    Und daran zeigt sich die spannende und häufig übersehene Parallele zu Hobbes, der survival of the fittest mäßig den NZ schildert. Denn ist das Wort Selektion nicht nur ein beschönigender Ausdruck für Überleben des Stärkeren?
    Also auch Rousseau greift versteckt diese Brutalität des NZ auf, sieht sie aber weniger als zerstörerische Kraft und damit Gefahr für den Menschen als er es dem zivilisatorischen Fortschritt zuschreibt.
    Obwohl die beiden Philosophen so unterschiedlich schreiben und die Notwendigkeit eines Staates begründen -
    Für Hobbes der austritt aus dem Krieg aller vs. Aller
    Und für Rousseau die Lösung der durch erste Stämme und Gemeinschaften entstandenen Problematiken
    - haben Sie doch sehr ähnliche Vorgehensweisen und Argumente, die ebenso nur anders gewertet und gewichtet werden.
    Grundverschieden ist allerdings auch der Ausgangspunkt von ungleichen Menschen bei Rousseau und gleichen, Interessenkonflikte herbeiführenden Menschen bei Hobbes.
    Wo finden wir uns da wieder?

    Zeigt sich nicht Hobbes Menschenbild beim simplen Betrachten von spielenden Grundschulkinder während einer Schneeballschlacht? Oder während selbsterfundenen, zerstörerischen Spielen, die dem von Freud begründeten destructio Trieb gerecht werden? Aber sind das noch ursprüngliche Kinder oder von der Gesellschaft bereits Verdorbene?
    Ist es überhaupt noch möglich in den Naturzustand jemals zurück zu kehren? Oder erstrebenswert?

    Who knows... Würde mein Philosophieproffesor da sagen 😉
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  • Day274

    New walls, new words, new world

    October 31, 2017 in Germany

    Es gibt unzählige Reiseblogs. Und unzählige Menschen, die Reiseblogs lesen. Aber warum eigentlich? Möglicherweise möchten sie wie bei einem guten Roman kurzerhand in das Abenteuer des Reisenden eintauchen. Mit ihm ums Great Barrier Reef und durch zu volle Straßen Bangkoks tauchen. Vielleicht wollen sie so dem Reisenden nah sein, oder der Welt🌎 Denn möglicherweise hat sie schon immer mal interessiert, wie australische Kids erzogen sind, wie die Leute in Malaysia den Po apputzen (gar nicht ;) oder das es in Amerika keine ordentlichen Döner gibt. Zumal sie in absehbarer Zeit selbst nicht dorthin kommen✈️
    Doch warum haben insbesondere Reiseblogs eine so große Anziehungskraft? Und was sind die ehemals Reisenden, Schreibwütigen, wenn sie plötzlich digital inexistent zu werden scheinen, in der Absenke verschwinden und einen Alltag aufnehmen, der es nicht mehr wert ist, darüber zu berichten. Ich denke, viele Lebensphasen sind es wert, davon zu erzählen...
    Erinnert ihr euch noch an eure erste richtige Wohnung oder WG?
    Der anfangs schleichende und sich plötzlich überstürzende Prozess, seit der Entscheidung ich werde zu Kumpel Tim ins uninahe Königstor in Kassel ziehen übers alleinige Tragen von gefühlt 200 Paletten (eig. 10;) bis hin zur ersten Nacht mit der eigenen Bettwäsche erlebte ich als äußerst spannend.
    Wenn man in diese anfangs so anonyme Wohnung, in dieses leerstehende bestenfalls nach Tapete und frischen IKEA Möbeln riechende Zimmer tritt und es immer mehr zu seinem eignen macht.
    Auch, wenn die anfängliche Unsicherheit, die diese weißen Wänden, welche mich à la Manier "Mal mich bunt" anzuschreien scheinen, immer auf mich und meinen unentschlossenen Geist bewirken zu Beginn schwer auszuschalten ist sprudeln doch nach längerem Wirken der Wände auf einen die Ideen. Ideen zu Gestaltungmöglichkeiten. Hier eine Lampe, da ein Bett, Teppich dort, was Ausgefallenes an dieser Stelle, ihr kennt das Spiel. Shabby Chic Look mit urbanen indie ethno graffity style lautet der von mir entschiedene Einrichtungsstil. Passt perfekt zu mir!
    Ähnlich der Ideen sprudelt die Euphorie bei Umsetzung der Überlegungen. Hätte nie gedacht, dass einfache Hochtragen von Europaletten bis zur letztich 10., das Bett vervollkommenden Palette könnte eine so tiefe Zufriedenheit in mir auslösen.
    Und am Besten ist es doch, wenn man sich nicht zu viel Konzept überlegt. Wenn man einfach mal los legt.
    Und vor allem wenn man eine große Schwester, mit herausragendem Einrichtungs- und Dekorationsgeschmack hat, die zufällig zur selben Zeit gerade aus ihrer Wohnung in ein kleines Zimmer zieht (und irgendwann leider wider in eine Wohnung, aber his dahin.... :) und einiges abzutreten hat💕 So konnten wir uns detailliertere Gedanken an einen Teppich oder die Kissen- und Kissenbezugwahl ersparen, zumal Zerdenken der unbegrenzten Möglichkeiten ja sowieso meist in Handlungsunfähigkeit münden. Stattdessen hatten Mom, Sina und ich eines Abends etliche Bettsachen erst in Mom's Transporter und kurzerhand auf mein künftiges Palettenbett geschmissen. Das simple Einstecken einer Lichterkette vervollständigte die Glücksgefühle auslösende Tat😊
    Nach und nach richte ich mich nun mehr ein und freue mich über jedes bisschen Selbstbestimmung, jedes bisschen Kreieren und Personalisieren, sich in den eigenen 4 Wänden wiederfinden und darin verlieren.

    Von besonderen Glück kann ich auch von Mitbewohner Tim sprechen, mit dem ich wohl fortan eine rein platonische Beziehung führen werde, der genauso gut im Kochen von Tiefkühlkost ist, wie ich und durch seinen hervorragenden Musikgeschmack zu jeder Lebenslage die passende Stimmung in die Bude spielt. Euphorische, Motivierende momentan. Ach, und der denselben Rhythmus hat wie ich, Indem er auch unter der Woche mal bis in die Puppen seine virtuellen Videospiel Puppen tanzen lässt, oder selbst tanzen geht - klar, mit mir! -, sodass morgens um 7 nur Aktivität in der Wohnung ist, wenn man NOCH wach ist und nicht schon 😁 um nur einige vorteilhafte Gemeinsamkeiten zu nennen.

    Abgesehen von Tims Musikgeschmack und der sich tagtäglich höher stapelnden Pfand- und Gasflaschensammlung gibt es auch sonst allerlei zu entdecken. So zum Beispiel die Möglichkeit, mein Zimmerfenster, welches offenbar so verklebt war, dass ich es als nicht aufmachbar und als Suizidsicherungsfenster deklariert hatte, dass man es doch öffnen kann, was wir dank Sinas Fensteröffnenskills feststellten. Ja man kann es öffnen. Und sogar durchgucken, wenn es geputzt ist. Ach, à propos Putzen zu diesem Thema äußerte ich doch tatsächlich in einem denkbar lustigen, stillen Moment inmitten einer geselligen Runde aus Kommilitonen bei uns, wie toll ich es finde, "dass es hier so verdammt dreckig ist!" Bevor Tim das in den falschen Hals kriegen konnte, verabreichte ich ihm einem Drink zum in den Hals kippen sowie rauchbare Kippen, um zu erklären, wie es gemeint war. Denn tatsächlich empfinde ich es als äußerst erfüllend, eine verstaubten Oberfläche zu wischen oder während dem sonst unproduktiven Toilettengang sämtliche durch Staub grau wirkenden Möbel und Gegenstände in Toilettenreichweite wieder weiß werden zu lassen🚽🚿 Damit das hier niemand falsch versteht, mein Mitbewohner und die Bude ist an sich super sauber, nur das Bad neigt, vermutlich aufgrund der Lüftung zu schnellem Einstauben und dass der Kühlschrank von der Seite, die Dunstabzugshaube von oben oder die Fläche, auf die sich die Flaschensammlungen türmen geputzt ist, kann man in einem Single Haushalt eines Mannes (entschuldigt die sexistische Kack💩) ja nicht voraussetzen😉
    Naja, bevor das hier zum Haushaltsratgeber abdriftet, wollte ich noch erwähnen, dass Tim übrigens ein Typ des Kalibers "Du kochst Spaghetti OHNE Fleisch? Ouh, danke... Dann musst du nichts für mich mit kochen" ist und folglich auf meine Frage, ob ich Salatbesteck kaufen solle mit einem entsetzten "Nein!?!?" antwortete und meine anschließende, fast unnötig gewordene Frage: "Also, haben wir welches? ;)" auf gleiche entgeisterte Weise verneinte😁

    Ihr seht, wir ergänzen uns auf der einen Seite und sind auf der anderen komplementär!
    Nun freue ich mich auf die nächsten Tage und Wochen, das nächste Mal Fenster putzen, der baldigen Existenz von Obstkisten und Duftkerzen und einem vollem Kühlschrank, der mehr zu bieten hat, als ein Abteil voll Cola, eins voll Bier und einer Packung Sandwichkäse. Dann trau ich mich wohlmöglich auch mal, Euch einzuladen! 😜😘
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  • Day25

    New York, New York, New York

    September 4, 2017 in the United States

    Die Stadt, die nie schläft. Die laut Alishia Keys inspirieren soll und in der du dich brandneu fühlen kannst👼 Zwar haben wir nicht viel von der nächtlichen Aktivität mitbekommen, da es teilweise nachts regnete, wir gegen Mitternacht müde in unserer Mariott Hotelbetten fielen und ich ja leider 1 Jahr zu jung bin, um in Bars und Discos zu kommen💃 Doch Alishia hat nicht zu viel versprochen, wie wir nach einem Flugtag mit der mittelmäßigen Fluglinie American Airlines✈️ bereits feststellten. Aber von vorne : Zuerst einmal ging es für 60$, was uns zeigte, dass NY nicht gerade günstig ist💸 vom John F. Kennedy Flughafen durch die imposante Stadt über die Brooklyn Bridge straight to Manhattan. Denn im Kern dieser weltbekannten Metropole lag unweit des World Trade Centers das Mariott Hotel, welches für 3 Nächte unsere luxuriöses Zuhause sein sollte.
    Schon beim Spaziergang durch die Straßen Manhattans, an Ground Zero vorbei, Richtung Pier 16 des Hudson Rivers und Teilen des Broadway's hatte die Stadt mich komplett in ihren Bann gezogen, ich fühlte mich vom ersten Moment an angekommen, zuhause und von den zahlreichen Lichter der eng aneinander in den Himmel ragenden Bauten durch und durch inspiriert.
    Vom wüstenartigen trockenen Tucson begrüßten uns in New York grüne Parks und westliches Klima⛅

    Am nächsten Morgen entschieden wir uns wieder für eine Hop on & Hop off Bus, den ich grundsätzlich in jeder Stadt empfehlen kann, - nein- konnte. Hier in New York allerdings war die deutsche Touristenguide - Stimme abwechselnd entweder von einer betrunkenen Frankfurterin, von einem stotternden Mann oder einer weder englische noch deutsche Wörter richtig aussprechenden Chinesin, sodass wir fast alle auf den englischen Guide auswichen💭 Viele Infos gab es eh nicht, zwischendrin wurde man dramatischerweise mit Jazz vollgedudet. Manchmal sagte der Guide Dinge 3 Mal (na immerhin wissen wir jetzt, dass das 2012 gebaute World Trade Center auch Freedom Tower, dass das 2012 gebaute World Trade Center auch Freedom Tower genannt wird, (seht ihr? ;) und wieder Jazz!
    Am Abend stiegen wir beim Times Square in die Nachttour durch Brooklyn ein🚌 dabei sank meine Euphorie darüber, unerwartet die Plätze in der ersten Reihe ergattert zu haben, synchron mit jedem gegen die Scheibe passendelnden Regentropfen, der die Sicht zunächst einschränkte und letztlich komplett auslöschte☔ Auch veranlasste der stärker werdende Regen, dass alle hektisch an ihren Regencapes rumzuppelten, sodass wir von den wenigen Jazz Musik unterbrechenden Ansagen quasi null mitbekamen. War aber nicht schlimm, denn deren Funktionalität ließ bei dem Wetter sowieso zu Wünschen übrig, sodass Dad und ich letztlich auf dem Handybildschirm New York bestaunten😀
    Danach kann ich von derartigen Bussen, deren Haltestellen schwer zu finden und deren Karten nicht wahrheitsgemäß gezeichnet sind, abraten, zumal echte New Yorker sowieso die U-Bahn empfehlen! 😊
    Immerhin brachte uns der Bus zum Rockefeller Center, welches zur Zeiten der Great Depression von Rockefeller 259 m in den Himmel gebaut wurde und somit jahrzehntelang das höchste Gebäude Manhattans war. Auch entstand hier das weltweit berühmte Foto der 11 auf einer Stange sitzende Bauarbeiter "Lunch atop a Skyscraper"📷
    Von jener Höhe genossen wir die absolut eindrucksvolle Aussicht auf die Wolkenkratzer Landschaft, in der ein Gebäude in Punkto Rekorde, Höhe oder Design das andere übertrumpft. Hudson River und East River druchschlängeln kunstvolles das Gebäudemeer und das rechtwinklige Straßennetz New Yorks. Und inmitten zischen den Highlights, die vom bunten Times Square übers kultige Empire State Building bis hin zum glanzvollen Freedom Tower reichen🏬🏦🏫🏢🏪🏩⛪🏨🏧🏦 liegt mein persönliches Highlight, der CENTRAL PARK. Ein einschneidender rechteckiger riesen Stadtpark, der sich saftig dunkelgrün aus der grau blauen Masse hervorhebt🌳 Näher betrachtet säumen sich an dessen Westend zahlreiche Museen, in der Nähe sind Schule, die Promis wie Lady Gaga besuchten und malerische Kirchen (5. größte der Erde). All das gibt Aufschluss über "lots of things to do" womit New York Bewohner oder Liebhaber die Stadt oft beschreiben.
    Unser kurzer Aufenthalt reicht aber gerade mal, um den Stadtkern unsicher zu machen, mit eine Turbofähre die Brücken zu unterfahren, während diesmal ein kreischender Amerikaner, mit besonderem Hang zu Witzen, die nur Einheimische versteht, die Guidestimme ist und um beim 9/11 Memorial in das dazugehörige Museum zu gehen. Dieses war übrigens sehr emotional und imposant aufgebaut und drückte bei den gut 200 Leuten aller Länder, die sich mit uns vor den Gebäudeüberresten, Infotafeln oder erschreckenden Bilder tummelten, auf die Tränendrüse. Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung zumal sie einen mit einem unbeschreiblichen Gefühl entlässt, die sich aus Hass, Wut, Trauer und Tatendrang zusammen mischt, sodass es fast schwer fiel, danach wieder wie ein Tourist durch NY's Straßen zu bummeln. Die sind übrigens wesentlich glanzloser und dreckiger als gedacht, mir gefällt allerdings die dadurch entstehende Gemütlichkeit. Auch harmonisieren rustikale Altbauten optimal mit futuristischen Architekturwundern. Die Stadt hat auf jeden Fall Stil. Allerdings waren wir schon etwa verwundert, dass New York und bekannte Hotspots wie z.B die Wallstreet überhaupt nicht glamourös oder edel sind. Hingegen Ted's Prophezeiung hab ich auch nicht Woody Ellen geschweige denn überhaupt irgendwelche sehenswerte Persönlichkeiten gesehen. Und die vielen Bettler lassen einem wirklich am Sozialsystem (von dem man ja eigentlich gar nicht sprechen kann) Amerikas zweifeln. Hingegen unserer Erwartungen ist insbesondere Manhattan und die Leute weniger stressig. Nur einige Arbeitende warten unfreundlicher als wie wir es sonst von Amerika gewohnt waren. Na immerhin nicht Arbeitende Bewohner gaben sich gewohnt aufgeschlossen und hilfsbereit 😊 weswegen Dad und ich am letzten Abend unserer 3 wöchigen Reise bei einem exzellenten Italiener in schicken Viertel Upper West Side landeten, dank einer vorangegangenen Debatte mit 2 Amerikanerinnen, die am Essen waren und zwei dazu Stoßenden über die besten Restaurants im Umkreis 😁 Beim Essen ließen wir die Reise in entspannter Atmosphäre Revue passieren, was den perfekten Ausklang darstellte😇

    FUNFAKT: Der Central Park ist mit seinen 3.41qkm größer als der Kleinstaat Monaco 😋

    FUNNY STORY: Ihr kennt doch sicher diese Rollatoren für Menschen mit Gehproblemen. Von denen stehen in Amerika in herkömmlichen Supermärkten oft ein Dutzend rum und nach langem Zögern und einer Unterhaltung mit einer Nutzerin, ob man sie auch ohne Gehbehinderung verwenden dürfe, siegte beim vergangenen Einkaufen meine Neugier Außerdem sprach die Frau mir zu, davon gebe es ja genug.
    Daraufhin begann ein abenteuerlicher 10kmh Trip durch den Laden, bei denen ich fast Regale ab und umräumte, Dad und Co. mal umher kutschierte und vor streng dreinblickenden Verkäufern davon raste. Mega spaßig! Solltet ihr unbedingt mal nutzen, wenn ihr alt seid oder nie werden wollt! 😉

    FRAGT EUCH MAL: Angesichts unserer Diskussionen, ob man über rote Ampeln gehen kann (meine Argumentation) oder nicht (Andy's und Saskia's), weil man damit Regeln verstoße, die es gebe müsse und man langfristig, wenn alle so handeln würden, das System sprenge. Meine Verteidigung bezog gewisses situationsangepasstes Verhalten mit ein und die Überlegung, dass vieles nur funktioniere, wenn es nicht zu viel tun. Aber würde mir dieses Einstellung nicht gewisse Vorrechte verschaffen?
    Wann geht ihr bei Rot über die Ampel? Oder fahrt? Oder Brecht nachts uns Schwimmbad ein? Seid ihr dabei gerecht? Und wann kann das verheerende Konsequenzen haben?
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  • Day21

    Leben und lernen in⏩Tucson

    August 31, 2017 in Germany

    Tucson, eine Stadt von der wir vorerst vermuteten sie sei den Cowboystädten wie Goldfield gleich, entpuppte sich mit rund 530.000 Einwohnern und als Standort der Universität of Arizona als 2.größte Stadt dieses Bundesstaates. Entsprechend der Uni ist es eine sehr studentische und hippe Stadt mit einer Bar- und Kneipenszene, von der wir in Phoenix nur träumen konnten. Und Inspirierende Menschen erst, die dort leben und lernen - der Wahnsinn! 😍 Ach, hatte ich erwähnt, dass wir am Anfang unserer Amerikareise beim Durchqueren sämtlicher NP und Orte ausschließlich uninspirierende Menschen trafen, was mich richtig deprimierte, bis in Las Vegas oder Tucson endlich mein ästhetisches Bedürfnis gestillt wurde👼
    Apropos Ästhetik, solltet ihr jemals eine amerikanische Toilette benutzen, achtet mal auf die Dramatik mit der das gerade Ausgeschiedenen routierend gerade so als würde es zum Abschied sagen "Sieh mich am und sag mir nochmal Tschüss" 💩von der Toilettenspülung quasi eingezogen wird. Deutsche Toiletten schlucken hingegen 🚽

    Eine der bahnbrechensten Erfahrungen überhaupt, hatten wir beim Besuch der Biospähre 2. Ihr habt sicher schonmal von dieser künstlichem Welt gehört, die komplett autark und abgeschieden von der Außenwelt funktionieren sollte und 1991 acht Wissenschaftler dies zu erproben für 2 Jahre lang einschloss. Nicht? Dann hier noch einige Infos, denn das Wissen über derartige Technik und Wissenschaft könnte auch den ein oder anderen von euch bereichern😉 Im Jahre 1987 begannen die 4 Jahre andauernden Bauarbeiten für eine Welt, die unterschiedlichen Biospähren künstlich erschafft, von Saguaro Wüste über Regenwald bis hin zu hocheffizienten Obst - und Gemüsegärten und sogar ein über 2.5 Mio. Liter umfassender Ozean. Zur Komplexität des Bauwerks gehören außerdem etliche technische Gebäude sowie die Technosphäre, ein Energiezentrum oder die "Lunge", alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und setzt zahlreiche Rechnungen voraus. Ursprünglich ging es darum durch Erschaffung einer komplett unabhängigen Welt auszutesten, ob Leben auf dem Mars möglich wäre. Doch gewisse Mängel * wie undichte Gebäude und das nur teilweise hereinscheinende Sonnenlicht haben dem Projekt der 8 Pioneere ein Ende gesetzt. Seit dem gab es nur noch ein zweites, ähnliches Experiment, doch die Welt, die in den Besitz der Universität Arizona überging, wird zu zahlreichen Forschungs- und Weiterbildungszwecken genutzt.
    Inmitten der Kakteengrün-gelben Wüste Arizonas ragen die einzelnen Komplexe in futuristischem Baustil aus der Erde (siehe Foto) und durch eine luftversiegelnde Tür gings in die Welt voller Wissenschaft, wo wir in in einer hervorragenden Tour über die Möglichkeiten der heutigen Möglichkeiten aufgeklärt wurden🌐
    Diese hat mein Interesse für Wissenschaft definitiv erweckt oder verstärkt. Besonders wichtig ist übrigens auch LEO (Landscape Envir Observatory)😋 wie wir erfuhren. In 2033 soll es übrigens auf den Mars gehen, wo u.a Gemüsegartenanpflanzung auf dem Programm stehen könnte 😉

    In Anschluss an diesem Ausflug in die Vergangenheit und Zukunft zugleich, suchte Dad hingegen meiner Einwände, das Bummeln zur Essenssuche viel schöner ist, online ein Restaurant heraus, um den Hunger der sich langsam in uns anbahnenden Divas zu stillen🍴 Das Texas Steakhouse erwies sich als hervorragende Wahl und war offenbar sehr beliebt, wie die endlose Schlange in einer Art Wartezimmer UND vor der Tür verdeutlichte. Zum Glück war Menschenansturm als wir bereits gegessen hatten. Dabei wussten wir gar nicht wie uns geschieht, als plötzlich ein Haufen Kellner uns in dem engen Gang eine ungekonnte aber doch unterhaltsame Tanz Performance darboten💃 Ebenso erfreulich war der Genuss der 3 doppelt gebrachten Salate und meines Stahlschwammteile beinhaltenden Burgers, der daraufhin erstattet wurde. Dann schmeckt's gleich doppelt gut🍔

    In dem empfehlenswerten Sheraton Hotel, ließen wir die bisherige Reise perfekt ausklingen, denn dooferweise musste sämtliche Trinkvorräte geleert werden🍻 Das verrichteten wir im Garten des Sheratons im (Whirl)Pool bis spät in die Nacht, beobachteten endlich die Sterne und genossen Tucsons nächtliche Sommerwärme.
    Um 7 Uhr ging der Flieger über Phoenix, was in Anbetracht der Tatsache, dass es nur eine Stunde Autofahrt dorthin ist, wenig Sinn macht, zumal wir auch im Flugzeug länger rollten als flogen 😀 aber das war wohl nicht anders buchbar und der 80 Personen Flieger war eher wie ein Panoramaflug über Tucson. So bot er optimale Aussicht auf die gigantisch aus der Erde empor ragenden Berge und die Skyline und es fällt auf, dass mir das betonige und rechtwinklig angeordnete Phoenix selbst von oben unsympathischer ist, als das lebendige Tucson.
    Jetzt freuen wir uns bereits auf New York 🛄✈️

    FUNFAKT: *Ein Grund, warum das Biospähre 2 Projekt 1993 gescheitert ist, war u.a eine unkontrollierbare Ameiseninversion und witzigerweise bissen die winzigen "Crazy Ants" getauften Krabbeltiere selbst Dad s Beine blutig. Ouh😕
    FUNNY STORY: Keine Ahnung, ob es die Uhrzeit war (4 am) oder altersbedingte Verwirrtheit, aber als das Wasser aus unserem Hotelzimmer Waschbecken nicht ablief, griff Dad kurzerhand zum Taschenmesser. Auf meine irritierte Frage, was er vorhabe, entgegnete er nur "Naja, da gibt's ja keine Stöpsel oder so, damit das Wasser abfließen kann, Mistding". Nachdem er mit dem Messer erfolglos am Waschbecken rumgewerkelt hatte, drückte ich einfach auf den Syphonverschluss🔧

    FRAGT EUCH MAL: Stellt euch vor, ihr seid mit ausschließlich 20 Jährigen und 2 über 50 Jährigen Menschen 2 Jahre auf engstem Raum in einer von Biosphäre 1 abgeschiedenen Welt...
    Während wir am Originaltisch saßen, an dem diese Gruppe Experimenteller täglich speiste, diskutierten wir eine Frage, von der wir wussten, die Forscher hatten vor lauter Wahnsinn ebenfalls darüber diskutiert:
    Wie lange würde es wohl dauern, den Tisch, wäre er Schokolade, zu verspeisen? 😅 (Wir rechnete aus, dass der Tisch 2450 🍫Schokoladentafeln wäre ;) Und, wie lange könntest du davon leben?
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  • Day20

    Heiß, heißer ⏩Baseball in Phoenix !

    August 30, 2017 in the United States

    Gegen Nachmittag erreichten wir die Stadt Phoenix, von der ich bis dato nicht mehr wusste, als das sie 30 Sekunden in "Twilight" als ehemaliger Wohnort von Bella vorkommt.
    Laut Internet lag unsere Hotel nah am Zentrum, weswegen wir von dort aufbrachen, um uns mit der unbekannten Stadt bekannt zu machen. Als erstes fiel die sengende Hitze auf, wie ich sie in keinem Land je erlebt habe, sie fühlte sich an, als würde sie jedes einzelne Fitzelchen meiner Haut verbrennen und wegen der das Atmen vergleichbar mit dem in finnischen Saunen war. Mit diesem lodernden Feuer auf der Haut, war das Laufen mühsam, doch in Phoenix gab es eh nicht viel zu entdecken, da das Stadtbild von Betonbauten, zahlreichen leeren Parkplätze und breite saubere Wege und Straßen durch doninierr ist.
    Aber gut, uns trieb es erst einmal in eine gemütliche Restaurant - Bar, die, wie so vieles nahe der Grenze zu Mexiko, mexikanisch angehaucht war, dementsprechend überfordert waren wir mit dem in doppelten Sinn heißen Essen: scharf und dampfend wurden uns Gerichte geliefert, deren spanischer Name uns wenig sagte, die aber alle vorzüglich schmeckten. Dort betrachteten wir auch kurze eine Baseballspiel Übertragung, die dazu veranlasste, dass ich wehmütig mitteilte:"Das steht übrigens auch auf meiner To-do in America - Liste, dazu hat unsere Reise aber keine Zeit geboten..."

    Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass wir uns kurz darauf tatsächlich in einem Baseball Stadion beim Match zwischen Gastgeber D-Backs und L.A. Auf der Tribüne versehen. Und das kam so:
    Vom unspektakulären Zentrum Phoenix' gleichgültig gestimmt, folgten wir planlos aber neugierig einer Menschenmasse, mit der wir vors Stadion schwommen. Ganz spontan spielten wir mit dem Schnappsidee einem der Farbigen Tickets für das, wie wir erfuhren, Baseballspiel, abzukaufen. Aus Schnappsidee und meinem Traum wurde traumartige Realität und in Null Komma nix waren wir stolze Besitzer eines von 20$ auf 12,50 runtergehandelten Tickets (da das Spiel schon seit einigen Minuten zugange war) und wurden durch Flughafenkontrollen gleichende Sicherheitmaßnahmen herein gelassen.
    Die folgenden 3 (!) Stunden (ein Baseballspiel endet nach variabler Zeit nachdem 9 sogenannte "Inings" gespielt wurden) machtem wir große Augen, versuchte Mithilfe der Schl**** Goggle und intensiven analytischem Beobachten das Spiel und seine Regeln zu verstehen. Wir freuten uns über die Kiss Cam, die uns aus amerikanischen Teeniefilmen en Begriff war, jubelten mal mit den einen, mal mit den anderen mit, bis wir endlich ALLE verstanden, dass Phoenix in weiß spielt. Nungut, die Tatsache, dass Arizona weiß, hellgrau trug, machte es uns Unwissenden nicht einfach. So war es schon amüsant, dass selbst nach 180 Spielminuten unsere Daddy's fragten, welches Team Phoenix sei, besonders amüsant allerdings, dass Daddy zunehmends ungeduldig und genervt war, wenn er nicht sofort verstand, warum neben ihm gerade gejubelt wird, was ganz offensichtlich seine Genuß des Spiels eindämmte😀 Immerhin klärte uns ein vor uns sitzender und sehr patriotischer Ami über gewisse Rituale wie z.B Erdnüsse beim Spielen essen auf.
    Immer wieder neigte man dazu, daß sich Darbietende mit Fußballspielen zu vergleichen, deren Popularität in Deutschland ja mit Baseball in America vergleichbar ist. Es fiel auf, dass es viel geselliger und entspannter ist, da man zwischen den Sets öfter mal plaudern oder was essen kann. Durch die Interaktion mit den Zuschauern, die neben der Kisscam kleine Spiele oder das begehrte Werfen von Spielbällen ins Publikum umfasst, wird es wesentlich unterhaltsamer und das Spiel an sich sorgte stetig für (An) Spannung und Jubel, wie es kein Fußballspiel könnte. Insgesamt waren Menschen aller Gesellschaftsschichten, Nationalitäten und Altersstufen zusammen und erhitzen durch ihr Mitfiebern das (zum Glück klimatisierte) Stadion 😍 muss man mal erlebt haben!

    Als wir am nächsten Morgen von einer Einheimischen in unseren Glauben, dass man tatsächlich nichts in Phoenix machen kann, bestätigt wurden, suchten wir Gewässer um den unaushaltbaren Temperaturen zu trotzen. Dabei mussten wir etwas enttäuscht feststellen, dass Großteile des auf unseren Karten verzeichneten Salt Rivers ausgetrocknet waren. Letztlich fanden wir doch einen Fluss, in dem wir wie Flusskrebse im angewärmtem 30cm hohen Wasser lagen, dessen Entspannungsfaktor durch unglaublich starke Strömung eingeschränkt wurde.
    Nach dem Abkühlen fuhren wir noch an dem Saguaro Lake vorbei, der allerdings eher für Bootsbesitzer interessant ist.
    Danach ging es durch filmreife Kakteenlandschaft kurzerhand zur Ghost Town Goldfield, in der ihrem Namen entsprechend im 19Jhdt. Gold abgebaut wurde. Die hölzernen Laden- und Saloon Fassaden boten perfekte Fotokulisse und es war schön zu glauben, all das sei bon früher erhalten. Doch der Minenführer im kostümierten Cowboyoutfit klärte uns auf, dass vieles in dies kultigen Örtchen für Touristen erbaut wurde, dennoch war alles an der Oberfläche ebenso authentisch wie darunter, wo gerade Erwähnter uns in einer Führung durch die Goldmine Leben und Arbeiten der Minenarbeiter näher brachte und regelrecht spüren ließ. Besonders erstaunt waren wir über XY, ein erfahrener Minenarbeiter, welcher 13 Tage mit einer Flasche Wasser und 4 Wachskerzen zugeschüttet dort unten überlebte.

    Nach diesen Ausflug in alte Zeiten tickte unsere Reiseuhr leider wieder, weswegen wir nach Tucson aufbrachen.

    FUNFAKT: Selbst Einheimische, wie wir von unserem Uber Fahrer und einer getroffenen Frau noch erfahren sollten, bezeichnen Phoenix als Stadt ohne Kern oder schlichtweg als strange und schauten uns an wie ein Auto, als wir uns erkundigten, was ma in Phoenix machen oder sehen könnte.

    FUNNY STORY: Was man nicht alles für ein schönes Foto opfert, heutzutage, bewies Andy, als er nach Einstellen des Selbstauslösers zu uns gerannt kam und auf dem Weg gefährlich nah an Kakteen entlangschrabbte. Nach 30 sekündiger Fotoserie entdeckte wir, dass der vermeintliche Kratzer am Beine, den Andy sich mit der Hand hatte abstreifen wollen, nun in Form eines 5cm Stück Kaktus rief in seine Hand verankert war😂 Ebenso wie aus seine Hand war an diesem Tag des Öfteren Splitter aus Flip Flops rausholen angesagt 😝

    FRAGT EUCH MAL: Aber hey, dafür hat Dad ganz andere Sachen, wie z.B gewisse Spielabfolgen registriert. Was wäre euch aufgefallen, worauf hättet ihr wohl den Fokus gelegt, wenn 100 neue Eindrücke auf Euch einprasseln? Wäre es eher das Verhalten der Fans, das Design der Trikots, die Architektur des Stadiums oder tatsächlich das Spiel?
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  • Day20

    Good old America⏩Grand Canyon&Flagstaff

    August 30, 2017 in the United States

    Der GRAND CANYON , eins der 7 Weltwunder, 2. meistbesuchter Nationalpark Amerikas, Top 1 Touristenmagnetpunkt, eine Fläche von 4926.08 qkm, Höhenunterschiede von über 1800m, 1900 Ma Jahre Entstehungsgeschichte⛰️ Man hört viel über den Grand Canyon und endlich hatten wir die
    Chance uns den berühmten Schluchten, die der Colorado River geformt hatte und durchfließt, zu erblicken.
    Als wir an dem ersten Ausblick kamen, fiel sofort auf, dass hier ein ganz anderer Wind wehte als in den NP bisher; so war es nicht nur etwas kälter und demnach absolut angenehm, sondern Alien oder Escada Parfum, welches Vorbeigehende einem in die Nase trieben, verrieten, dass hier nicht nur Wanderlustige un Naturliebhaber zu Besuch sind, sondern teilweise aufgetakelte Touristen aus aller Welt👠👜💲 Erstaunlicherweise war es dennoch sehr friedlich und entspannende an jeglichen Aussichtspunkten, an denen wir diesmal gnadenlos überall anhielten, zumal wir nun gut im Zeitplan liegen. So konnte man seelenruhig den wirklich irren Ausblick auf die vielseitigen und teilweise 99km (!) entfernt liegenden Felsen genießen, verträumt den episch vorüberziehenden Condorn folgen oder süße Eichhörnchen beobachten🐀
    Trotz schöner Aussicht muss ich allerdings gestehen, dass mich persönlich die Gewaltigkeit des Canyons überfordert, weiß man doch gar nicht so recht, wo man anfangen soll, diesen zu erkunden. Außerdem hab ich meist das Gefühl, nicht wirklich an einem Ort zu sein* wenn ich diesen nicht mit meinen 5 Sinnen und makrokosmisch erlebt habe. Dafür wäre Campen inmitten der Felsen, actionreiches Rafting auf dem Colorado River, wovon meine Oma mir früher schon vorschwärmte oder eine Wanderung nötig gewesen🚤🚵🚶Auch Grand Canyon Village war wesentlich unspektakulärer als erwartet, weder rustikal geschweige denn schnuckelig designt, hatte es außer hübschem Merchandise nicht viel zu bieten💲

    Umso schöner wurde es dann glücklicherweise aber in FLAGSTAFF, wo wir nach 200 auf der Route 66 gefahrenen Metern gegen Abend ankamen⛽ und feststellten, dass man in unserem Viertel nur auf den breiten Gehwegen nach rumliegenden Müll gucken musste, um alle, sich in dieser Straße aneinander reihende Fastfoodketten auszumachen🍔🍕🍟🍩🍱🍪🍴
    Wir entschieden uns auf mein Drängeln und unsere knurrenden Mägen für Sizzler, ein oldschool Restaurant, von dessen Popularität und All-you-can-eat-Buffett bereits in Dad's 20 Jahre altem Reiseführer gesprochen wird. Und es war ein Volltreffer! Zwar musste man erst bestellen und bezahlen, wonach wir überfragt vor einem riesigen Salat/Dessert Buffet standen, von dem wir kein Ahnung hatten, ob wir es mit bezahlt hatten, nach und nach fand man das aber raus. Ich gönnte mir mehrere Salatteller und war mit dem dazu bestellten Hühnchen🍗 bereits überfordert, während die anderen sogar ihre Teller leer geputzt hatten, als wir erfuhren, dass das ausgiebige Dessertbuffet ebenso wie unendlich Limo bei uns allen inklusiv war. Ouh ha, wir haben uns alle ein wenig überschätzt...
    Daraufhin hatte ich das Gefühl, ich könnte nur noch aufstehen, wenn 2,3 Leute meinen Bauch von unten hoch drücken, so sehr verstärkte mein Mageninhalt plötzlich die Gravitationskraft. Wir gingen alle nur gemäßigten Schrittes und extrem gebückt zurück zum endlos weit weg erscheinendem Hotel, wobei wir möglichst versuchten keine weiteren Übelkeit erregenden Essensgerüche eizuatmen😯😷😂
    Dennoch waren wir am nächsten Morgen bei Frühstück im ultimativ alternativen Café Macy's wieder voll dabei und genossen zum ersten Mal frischen Kaffee (O-ton Saskia) und das wohl gesündeste Frühstück bislang ebenso wie die studentisch hippe Atmosphäre.
    Ebenso toll ging es in Downtown Flagstaffs weiter, wo die Historische Route 66 entlang geht. Der Rétrokern ist das, was man sich unter einem authentischem Amerika der 50er Jahre vorstellt. Fans von Vintage Artikeln und ebenso jenem Rétro Stil sollten hier definitiv mal die geschmackvollen Läden abklappern. Hammer!

    FUNFAKT: Während wir uns im Hotel in Tuba City darüber wunderten, warum die Rezeptionisten allen die aktuelle Uhrzeit sagt⏰ wunderten wir uns am nächste Morgen viel mehr, wie spät es nun sei, als wir Wind davon bekamen in eine andere Zeitzone gekommen zu sein. Um 8 oder 9 Uhr morgens plädierte ich im Halbschlaf für 8 Uhr, um noch weiterschlafen zu können, doch den gesamten Vormittag blieben wir ziemlich planlos unterwegs. Plan- und zeitlos 😊

    FUNNY STORY: Booking.com ist einfach, schnell, unkompliziert. Eben jene Eigenschaften des Online Hotelfinders brachten uns vorgestern Abend etwas in Bredouille. Nach kurzer Recherche fand ich 2 luxuriöse Hotelzimmer für lau, Frühstück, WLAN, Parkplätze, Fitnesscenter und alles drum und dran, in Cameron sollte es liegen, was laut unserer Navi 3min. entfernt lag. Dumm nur, dass es mehrere Cameron im auf-Stadtnamen-bezogen-unkreativem Amerika gibt. Das Cameron lag leider in Wisconsin statt Arizona, damit 23h entfernt und die Stornierungkosten waren 20$ höher als der Buchungspreis. Bödööm.

    FRAGT EUCH MAL: Was bedeutet Reise für Euch? Ab wann beginnt eine Reise, wie intensiv muss etwas erlebt werden?
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  • Day16

    Durch Canyons in Cowboy-Hut⏩Bryce Canyon

    August 26, 2017 in the United States

    Nach den letzten Einkäufen in dem Mekka für Shopping-, Feier- oder Spielwütige musste ich wehleidig Abschied von Vegas nehmen, denn gegen Mittag fuhren wir nach langen Diskussionen Richtung Price Canyon. Denn der Argumentation von uns allen, wir müssten nicht noch 100 Nationalparks sehen, die sich alle extrem gleichen, sonder würden lieber einen intensiv erleben, widersprach Daddy etwas stoisch damit, dass er ja weiß, was Richtung Norden auf uns wartet*
    Ich danke ihm extrem, dass er so durchssetzungsfähig war und uns diese Schönheit nicht vorenthalten wollte, die sich uns bei abendlicher Ankunft in Bryce Canyon City in Form von rustikalen Motels und niedlichen Indianershops bereits offenbarte. Auch der Weg zu diesem gemütlichen Ort umfasste fantastische Bergdurchquerungen und die letzten Sonnenstrahlen erleuchteten poetisch den Fels.
    Zufälligerweise hatte ich exakt die Unterkunft gebucht, in der Dad, Mom und Sina vor 20 Jahren untergekommen waren, nur war diese auf die 3 fache Größe angeschwollen und ließ dank hölzernen Zimmern mit Seeblick, einem Fitnessraum fürs morgendliche Workout und (Whirl)Pool keine Wünsche offen. Ruby's Inn, wirklich empfehlenswert!
    An diesem Abend machten Dad und ich einen Abstecher in den Gift Shop , bevor wir die anderen im Imbiss treffen wollten. Dazu kamm es aber nie, da die beiden uns nach gefühlten 2h Cowboy-Hut Anprobe von eben jenen wegzerren mussten. Nicht aber um vorher zuzuschlagen... Zum Glück war Dad so Fan von meinem Hut, dass ich dessen Notwendigkeit in meinem Kleiderschrank gar nicht argumentativ erläutern musste und auch für seinen ⚽Kopf fanden wir am nächsten Tag das Passende👒👢
    Der Abend wurde zu einem der lustigsten bisher, da Andy uns mit Old school Rätseln ärgerte, die Dad und mich in den Wahnsinn trieben und vor deren Auflöung wir uns zu schlafen weigerten 😂 oder wisst ihr etwa noch, wie "Affe, Affe, Affe, Affe, Elefant" geht?✋ Oder dieses Korken zwischen Daumen und Zeigefinger drücken und mit der entgegengesetzten Hand auseinander nehmen? 👏Und so weiter... ARGH

    BRYCE CANYON
    Nach in einer Reihe stehenden Männern benannt, ist er wohl eine der faszinierendsten Felsformationen der Erde, da 3 vergangene Ären also quasi millionenjahre alte Geschichte in die dadurch 3 farbigen Schichten der Felssäulen gemeißelt sind und bis heute Regen und Schnee für stetige Veränderungen, ihr kennt das Spiel, verantwortlich sind. Der Navajo Loop war endlich eine etwas längere Wanderung nachdem wir bisher hauptsächlich mit dem Auto Aussichtspunkte angefahren waren.
    Nach einem gigantischen Essen im Ruby's Inn bestehend aus 5 Gänge Gourmetbuffet für 15$💸 ging es nachmittags weiter Richtung

    ARCHES NATIONALPARK
    Durch den Capital Reef NP führte der Weg durch felsige Landschaft zum Arches NP.
    Trotz dem sich anbahnenden Gefühl, nicht schon wieder Steine sehen zu wollen, überzeugte auch dieser Park, der sich durch seine Steinbrücken und Bögen (=Arches) auszeichnet. Während Bryce Canyon eher in sonnigem Orange strahlte, leuchten die Felsen hier in erdigem Tiefrot, zwischen denen der rote Sand teilweise strandartige Kulissen schafft. Auch die Felsen, die an Klecksburgen erinnerten, die man als Kind im Strandurlaub aus Massen nassen Sandes übernander träufelte, faszinierten mich ebenso wie die wunderbare Kletter und Rumkrakselbeschaffenheit der Felsen hier.

    Am Abend in einer spontan gefundenen Unterkunft scheiterte ich an dem Versuch, entspannt zu baden, da es hier meist keine Stöpsel geschweige denn Brause zum Badewannen auswaschen gibt, sodass ich in einer 5cm hohen Brühe bestehend aus Dreck des Badewannengrundes der letzten Jahrzehnte und etwas Wasser hockte. Also, nicht weiterzuempfehlen 😜

    Der naheliegende Ort MOAB gefiel mir besonders gut, da es quasi Epizentrum abenteuerlicher und sportlicher Touren ist. Wer also ebenfalls Fan von Mountainbiking, Klettern oder Rafting ist, sollte doch einem Urlaub hier in Erwägung ziehen. Verspielte Läden tun neben sehr rustikalen Motels ihr übriges. Nach einem Trip zum kostenlosen "Western & Heritage Film Museum", welches sehr interessant war, fuhren wir Richtung Monument Valley. Dort erstanden ebenso wie um Moab herum zahlreiche bekannte Western, Zurück in die Zukunft oder Johnny Depps Lone Ranger 🎥🎬
    Als wir uns MONUMENT VALLEY näherten, erschreckte die Landschaft, die am Straßenrand von in der Sonne funkelnden Glas- und Bierflaschensplitern nur so übersät war. Der Park an sich trieb uns staubige Luft in die Nase, saute das Auto endlich mal ein und bot 4 Wheel Drive Erlebnis. Auch veranlasste die Westernszenerie ein Cowboyvideo von Dad mit neuem Hut zu produzieren, wobei ich meine Regie Passion entfaltete 🎥😜
    Bemerkenswert war auch, dass wir in den letzten Tagen extrem viele Deutsche trafen, die sind offenbar überall, überall!!! Nicht nur in Australien 😁

    FUNFAKT: Amerikanische Bauarbeiter, die den lieben langen Tag nur ein Stopp Schild halten müssen, was sicherlich der Anspruch in Person ist, tragen Ganzkörper Schutzkleidung, inklusive Stahlstuhe, Warnweste UND Helm. Wozu zur Hölle... Sonnenschutz ? Oder ist die Schild auf Schuh Stürzgefahr zu enorm? 😂

    FUNNY STORY: Samstagnach schaute ich bis in die Puppen eine Kletterdoku über den Yosemite Nationalpark, ich genoss so lange die Landschaft auf dem Bildschirm, dass ich am nächste Tag auf dem Weg zum Monument Valley pennte und nichts von der realen Landschaft sah. Ups. Das passiert dann wen man Elektronik vorzieht 🙈 Aber die Doku "Upside Valley" ist unfassbar sehenswert 😊

    FRAGT EUCH MAL: *Reist ihr lieber in kurzer Zeit an möglichst viele Orte und wollte so viel sehen, wie möglich? Oder zieht ihr auch schnellem und oberflächlichem Reisen ein intensives Erleben von einem Reiseziel vor? Qualität vs. Quantität sozusagen 😉
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  • Day14

    Nach Totenstille kommt Partylärm⏩Vegas

    August 24, 2017 in the United States

    Am Montagabend fanden endlich einige von mir angeleiherte Spiele und damit einhergehende Lacher Einzug ins Auto. Auch ein paar frisch eingekaufte Drinks (diesmal Margarita mit Spaß;) erhellten die Aussichten auf den Abend, an dem wir wieder ein Zimmer viertelten.Dummerweise artete ein von mir als 20 Minuten angekündigter Powernap in 10h Tiefschlaf aus, was mich am nächsten Morgen etwas verstimmte, hatte ich doch den ganzen Abend verpennt.
    Die bald wüstenartiger werdende Landschaft, die wir daraufhin befuhren, löste jegliche Verstimmung in "trockene" Luft auf und wir staunten nicht schlecht durchs (Achtung Daddy!) "trockene" Death Valley stundenlang geradeaus zu fahren und uns in cowboygerechter Landschaft wiederzufinden.
    Beim ersten Aussteigen an schöner Aussicht schlug uns eine unfassbare Hitze ebenso entgegen wie ungeahnte Stille. Ein vorüberfliegendes Flugzeug war durch den Widerhall der uns umgebenden Berge so laut, dass wir beinahe Angst hatten, es stürze auf uns hinab.
    Bei der Weiterfahrt und nahezu 50°C sorgten die Margaritas für nötige Erfrischung und gute Stimmung!
    Auch mittags erfreuten wir uns an kleinen Cowboy Örtchen inmitten dieser Landschaft inklusive Saloons wie aus alten Filmen, von denen wir in einem das wohl beste Chili seit dem letzten Essen bei Oma aßen. Zugleich wunderten wir uns, wie die Menschen so abgeschieden leben können, was sie wohl den ganzen Tag machen bei 45 Grad und dass es kein Wunder ist, dass sie so gute Gastgeber sind, so froh wie sie über jede Menschenseele sein müssten.*
    Dann machten wir noch einen Abstecher in die sogenannt Ghost Town Rhyolite (so heißen mittlerweile verfallende Städte, die wie hier bspw. nur zu Zeiten des Goldabbaus besiedelt waren). Da sie nicht so spannend war wie erwartet, war das Bemerkenswerteste daran, die Skulptur eines belgischem Künstlers, der sich wohl dachte, eine nackte Frau im Pixelstil (also seeeehr abstrakt😜) mitten in der Wüste wäre stilvoll...

    Anschließend ging s nach:

    LAS VEGAS

    Nach Death Valley, also dem Tal des Todes war es ein Unterschied wie Tag und Nacht Abends in Las Vegas anzukommen. Apropos Tag und Nacht, wer schon mal in Vegas war, weiß, dass es sich dort ebenfalls schwierig gestaltet das eine vom anderen zu unterscheiden. Denn in den 24/7 beleuchteten riesigen Luxushotel kann einem das zeitliche Gefühl ebenso wie die Orientierung mal ganz schön verloren gehen. Lost in Vegas hat plötzlich eine ganz neue Bedeutung und auch die Phrase "Welcome to Fabulous Las Vegas " bekommt eine völlig neue Dimension, wenn man, wie ich erstmals im Leben, durch derart glamouröse Resorts wandelt.
    Für die, die es noch nicht wissen: Hauptbesuchermagnet in dieser 1/2 Millionen Leute Stadt, die mitten in der Wüste plötzlich auftaucht, ist der Las Vegas Boulevard "Der Strip", an dem sich ein Motto Hotel ans andere reiht. Die Architektur dieser Bauwerke ist dabei absolut bemerkenswert, vor allem wenn man sich das Venezia, das mittelalterliche Excelsior, Caesars Palace oder das pyramidemförmige Luxor ansieht. In letzterem sind wir tatsächlich für läppische 30$ die Nacht untergekommen.
    Aber das ist die Strategie der Hotels, denn ebenso faszinierend wie die Bauweise ist die Komplexität und Intrige der Resorts. So gibt es zum Beispiel weder Kühlschrank noch Minibar in den Standardzimmern, sodass man gezwungenermaßen auswärts speist und trinkt. Auch die Inexistent von Sitzgelegenheiten in der gesamten Stadt treiben einen in Bars und Restaurants.
    In Bars bin ich allerdings (da unter 21) logischerweise nicht erlaubt und Ausnahmen kennen die Amis in keiner Weise, die Straightheit mit der nach ID gefragt wird, hätte ich so nicht erwartet. Ist aber auch besser so, denn so war ich nur halb so betrübt, dass die anderen an beiden Abenden so früh schlapp machten. War allerdings verständlich, wenn man bedenkt, dass die Distanzen in Las Vegas wirklich enorm sind und man sich echt die Füße wund laufen kann, denn auch wenn Trains benachbarte Hotels miteinander verbinden und Rolltreppem entlasten sind die Strecken inklusive Zeit in der man sich verläuft wirklich lang :D

    Wenn man dann mal im Hotelzimmer angekommen ist, verwundert es, wie ruhig (zumindest im Luxor ) und kontrastreich zu draußen es ist. Denn dort wird man mit Werbung von allen Seiten zugeballert bis zum geht nicht mehr, es blinkt und funkelt aus allen Richtungen und überall dröhnt Musik aus Lautsprechern. Aber ich will gar nicht zu viel sagen, denn Vegas MUSS man einfach selbst erleben!
    Ich glaube allerdings wir hatten hier die beste Zeit bisher. Tagsüber trennten wir uns auch mal von den anderen, sodass wir nur unseren Bedürfnissen nach entspannt erkunden konnten. So fuhren Daddy und ich mit dem Rollercoaster , welcher kunstvoll das New York New York umfährt und der uns das halbe Vermögen Wert war**

    Ein weiteres Highlight im wahrsten Sinne des Wortes war am Abend der Aussichtsturm auf dem Stratosphäre- Tower, bei dem man für 25$ statt 20$ pro Kopf sogar eine adrenalinfreisetzende Karussellfahrt in schwindelerregender Höhe fahren konnte. Und schwindelerregend waren die gut 350m schon bei der mit Fensterwändem gesicherten Aussichtsplattform, denn der Turm bewegte sich wie sonst was. Beim Gedanken dass ich gleich in ein noch weiter oben angebrachtes Krakkenkarusell ohne sicheren Fenster steigen würde, wurde mir zunehmends schlecht, allerdings lenkte die kilometerweite Aussicht auf das Lichtermeer mich ab...ich glaube ich habe mich noch nie zuvor so krass gefühlt wie auf diesem Turm, in jener Situation.
    Das herzklopfensteigernde Karussell im Anschluss verleitete mich zwar zur Frage, ob das Herz vor lauter Klopfen platzen könne, revanchierte die Panik aber mit harmlosen Drehungen und atemberaubender Aussicht.

    DOWNTOWN LAS VEGAS
    Widme ich einen eigene Abschnitt, weil es abseits des weltbekannten Strips liegt und das "Original Las Vegas war, indem noch Stars wie Elvis verkehrten, bevor der ganze Touristenscheiß gebaut wurde". Jenen Satz bekam wir von unserem UBER Fahrer zu hören, den ich mal eben über die App, deren Funktionsfähigkeit Paps bis heute eestaunt, bestellte. 18 Minute Fahrt trennen die Fremont Straße im Strip, 18 Minuten, in denen wir eine Menge von unserem Fahrer Michael lernen, so auch, dass Locals viel lieber hier feiern gehen. Die vorangegangenen Gespräche mit Michael lassen das was wir dann erleben in völlig neuem Licht erscheinen. Zwar ist auch hier alles lichterloh, aber kaum Wolkenkratzer trüben die gemütliche Bar und Casinoszene. Günstiges Essen, Straßenkünstler, Bettler, ranzig bequeme Ecken und Live Rockbands. Erst jetzt fällt auf, woran es dem nun künstlich erscheinenden Strip mangelt. Selbst die komplett mit LED s beleuchtete Straße wirkt nicht übertrieben und übermodern wie alles am Strip, stattdessen ist es hier urig, ursprünglich und authentisch. Auch der Lärmpegel ist trashiger, nicht so perfektioniert wie drüben. Mir gefällt's! 😊

    FUNFAKT : Allerdings hat Fremont einige lächerliche Bierkonsumregeln von denen ich euch 3 nicht vorenthalten kann:
    Im Supermarkt
    1. Darf man nur, falls es dort auch Gerichte gibt, ein Bier dazu trinken.
    2. Muss man andernfalls mindestens 6 Bier kaufen, die man auf der Straße 1000 Mile nur
    3.aus einem Becher statt Flasche oder Dose trinken darf🍻 na dann.. cheers💧

    FUNNY STORY : * Hingegen meiner weisen Warnung, hat Daddy doch tatsächlich sein Handy mit in die Looping Achterbahn genommen und während ich die Fahrt einer Träume hatte, war es für ihn wohl eher ein Alptraum, so wie drin Gesichtsauadruck mit steigende Tempo unentspannter würde und er unter Hanskrämpfen das Handy festhielt🎢📲😂 Immerhin ein Video ist bei rausgesprungen😂

    FRAGT EUCH MAL: **Was machen oder brauchen wohl Menschen zu ihrem Glück, die unglaublich abgeschieden mitten in der Wüste leben? Das Gleiche fragten wir uns übrigens bei den halbnackten Federboa tragende Girls vor den Clubs in Las Vegas, die nichts anderes tun als lächeln und winken. Was motiviert die ? :)
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  • Day11

    Roadtripburner-Yosemite & Sequoia NP

    August 21, 2017 in the United States

    3 Tage sind wir nun schon hauptsächlich im Auto durch dieses mächtige Land unterwegs🚙 Dabei befuhren wir vor San Francisco bereits den berühmt berüchtigten Highway No. 1 und erkunden seit gestern Nationalparks (NP) wie den Yosemite oder Sequoia NP, aber dazu im Anschluss mehr🌲🌳
    Während des Fahrens stehen die Chancen, dass man von Daddy einen Satz wie "Wir sitzen halt viel im Auto, aber das war ja vorher klar" oder "Ganz schön trocken hier" zu hören bekommt 1:1. Falls er aber mal keine Bemerkung zur Trockenheit der Umgebung macht, kommentiert er kritisch den Handykonsums von Andy, der, falls er nicht mit diesem Gerät zugange ist, meist mit gedrücktem Auslöser seine schnieke Canon Spiegelreflexkamera aus dem Fenster streckt📷
    Unterdessen vergreife ich mich, gefährlich nah an der Quelle sitzend, wohlmöglich mal wieder am Essen oder staune darüber, wie genial einst die Erfindung eines Fernglases war🔭Außerdem kommt mir die ehrenhafte Aufgabe zuteil, eine Unterkunft zu organisieren. Dabei hatte ich die letzten beiden Male nämlich Glücksgriffe wie in San Francisco mit dem "Atherton", welches durch kostenloses Popcorn am Entrée gleich überzeugte. Einziges Manko war dort allerdings, dass es nur ein King Bed und eine Couch gab und da Daddy und ich unsere Bedürfnisse durch Popcorn und Fitnessraumexistenz schon gestillt sahen, verzichteten wir sogar 2 Nächte auf das Luxusbett, was ich beim erstmaligen Probeliegen am Morgen darauf dezent bereute. Na immerhin fand ich in der darauffolgenden Nacht für lau das "Hampton Inn", eine Art Hilton für unsere Preisklasse und mit Queenbett für uns alle! :) Auch das Luxusfrühstück bei dem es erstmalig Obst (!) gab, erfreute heute Morgen unsere Gemüter🍎🍌🍉 Nur Saskia nützt derartiges Frühstück recht wenig, da sie sich üblicherweise mit Kaffee zufrieden gibt☕ Darüber hinaus glänzt sie im Auto durch hervorragende Schilderles-Fähigkeiten, wenn sie sich nicht gerade gegen die von den Männern eingestellten eisigen Klimaanlagentemperaturen wappnet und mit mir démonstrativ die Heizung anmacht.
    Ansonsten genießen wir entweder schweigend die Landschaft oder diskutieren mal wieder über Fahrenheit↔️Celsius Umrechnungen (Wüsstet ihr wie das geht?), den Weg, oder die philosophische Ausgangsfrage, ob wir Menschen uns in der millionenjahrealten Weltgeschichte und im Kontext des gesamten Kosmos als viel zu wichtig ansehen😉

    LESS LUXURY, MORE LIFE QUALITY

    Vor einigen Tagen kamen wir in einer Bruchbude unter, deren maroder Baustil und RöhrenTV Hinweise auf das Alter dieser Absteige gab. Und siehe da, dort hatten wir einen geselligeren Abend als je zuvor, während wir Witze über die "german engineering work" widerstrebende Unterkunft rissen. Auch das Geplauder mit einem Ami des Nebenzimmers sorgte dafür, dass unsere Daddys auf ihrem Englisch Sätze raushauten wie: "She looks like a duck" (Sie sucht nach ihrer Ente) oder "We go San Francisco" (Wir sind gestern von LA nach San Francisco gereist), von "Sänk yuh" und "Se hotel" mal ganz zu schweigen💭😂 Hier trieben uns keine Luxusbetten in den Schlaf und vor die Handys. Im Hilton hingegen unterlagen wir den komfortablen Betten sofort und verschanzten uns fast schweigend hinter den Mobiltelefonen.... Gemäß dem in der Überschrift verankerten Motto, präferiere ich schlichtere Schlafvarianten und insbesondere Campen und Selbstkochen fehlt mir. Denn mit Sicherheit kennt ihr das Phänomen, dass bei wenig Luxus der beste Grundstein zur Teambildung gelegt ist. Und dass man beim Campen das Land wesentlich authentischer und näher wahrnimmt und auch immer mit Leuten ins Gespräch kommt, was beim Motel zu Motel Reisen leider nicht gegeben ist. Denn Faszinierend ist Amerika allenfalls:

    HIGHWAY NO.1
    Die amerikanische Version der australischen Great Ocean Road verläuft zwischen LA und San Francisco an der Küste entlang, und bietet, wenn nicht mal wieder gesperrt, was wegen "falling rocks" häufiger der Fall ist, traumhafte Aussichten auf den Pazifik🌊 tolle Strände mit feinstem Sand und beeindrucken Wellen, die dich zum Surfen förmlich schreiend auffordern🏄Dank Andy's Kommentar, man könne ja dort anhalten, wo viele Menschen sind, schabten wir haarscharf daran vorbei, uns unzählige am Strand faulenzende Seeelefanten entgehen zu lassen. Genauso beachtenswert sind die überall hier rumhoppsenden Eichhörnchen 😁

    YOSEMITE NATIONALPARK
    Hier säumen massenhaft Nadelbäume die unendlich erscheinende Gebirgslandschaft🌲 und ein an Finnland oder Sauna erinnernder Kiefernduft erfüllt die Luft. Wasserfälle, mit Kanu befahrerbarer Fluss und die Sonne, die je nach Tageszeit unterschiedliche Felsformationen akzentuiev beleuchtet, tun ihr übriges, um mich von der Schönheit dieses Parks zu überzeugen.

    SEQUOIA NATIONAL PARK
    Landschaftlich zwar fast genauso groß und bergig wie Yosemite, aber durch andere Vegetation wesentlich uneinheitlicher und diverser besticht dieser NP insbesondere durch die ihn auszeichnenden Mammutbäume (engl. =Sequoia). Besonders sehenswert sind die Prachtexemplare rund um den weltgrößten (eigentlich dicksten) GENERAL SHERMAN TREE, der einen Umfang von 30m vorweist.

    Ach und dann war da noch die SONNENFINSTERNIS, die glücklicherweise genau dort partiell auftrat, wo wir uns befanden und so hielten wir mal eben am Straßenrand um Zeuge dieses seltenen Naturspektakels zu werden. Nach 15 Minuten am Kamera und Handy rumtüfteln und dem Versuch den Schatten auf der uns weiterhin blendenen Sonne zu sehen, stiegen alle unbefriedigt ins Auto, außer mir, hatte ich doch mit 2 Sonnenbrillen und blinzelnden Autos etwas gesehen! 😎

    FUNFAKT: Nur well Margarita drauf steht und es neben Hochprozentigem im Ladenregal steht, bedeutet das nicht, dass auch Alkohol drin ist. Ähnlich wie damals im Urlaub in Spanien, wo wir uns 2 Wochen unter der Dusche mit Body Lotion einrieben, weil wir es für Duschgel hielten, tranken wir hier einige Gläschen Margarita Syrup, dem der Tequila hätte zugefügt werden müssen 😂

    FUNNY STORY: Einen der Aussichtspunkte beprosteten wir ganz gemäß unseres Heimatlandes mit Bier🍻 (diesmal entschlossen wir uns diesbezüglich Experimente zu unterlassen und stattdessen Heineken einzukaufen ;) ganz zur Belustigung der Amerikaner, die sich für ihre Tourifotos doch gleich mal unsere Bierdose als Accessoire ausleihen. Cheers! 🍻

    FRAGT EUCH MAL: Ausgehend von unserer philosophischen Diskussion darüber, dass der Mensch sich in der Erdgeschichte als zu wichtig betrachtet, diskutierten wir über Umweltschutz. Von Andy kamen neue Denkanstöße wie der, dass jegliche Abgase, die jemals von den Autos der gesamten Menschheit produziert werden, die Brennstoffreste natürlich ausbrechender Vulkane nicht übersteigen. Und dass die Erde sich immer regeneriert, wie sie die letzten Milliardenjahre bewies, von denen Menschen nicht mal 1 Mrd. auf ihr wandelten. Zwar sollte man seine Umwelt schützen und für kommende Generationen aufrecht erhalten aber am Ende zerstören wir eher uns als die Erde und sind nur ein winziger Part in der milliardenjahrenalten Weltgeschichte. Na?
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