• Uta Vogel
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Malerweg mit den Westweglern

A 8-day adventure by Uta Read more
  • Trip start
    October 4, 2025

    Besuch Firma Baier in Röhrsdorf

    October 4, 2025 in Germany ⋅ 🌬 14 °C

    Kurz nach dem Kauf des historische 4-Seit-Hofes durch Paul Baier waren Joe und ich zuletzt zu Besuch in Röhrsdorf. Wenn du in der Nähe sind, wollen wir alle mal vorbeischauen und sehen, wie sich die Niederlassung entwickelt hat. Eine kurze Zusammenfassung der beeindruckenden Historie.

    1992: Gründung der Niederlassung in Röhrsdorf als Teil der Baier Unternehmensgruppe.

    1994: Umzug und Aufbau eigener Produktions- und Betriebsstätten in einem sanierten Vierseitenhof.

    1995–2000er: ohne Ausbau von Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten, Entwicklung eigener Produkte und Hallenausbau.

    2000er–2010er: Kontinuierliches Wachstum – Vergrößerung von Mitarbeiterzahl, Produktionsflächen und technischem Leistungsportfolio. 

    Heute: Eigenständiger, etablierter Baier-Standort mit Produktion, Vertrieb und Montage im Bereich Metallbau/Leichtmetallbau und fester Bestandteil der internationalen Baier-Gruppe.

    Dieter und Ina führten uns stolz durch die Hallen und über das große Firmengelände. Wirklich beeindruckend, wie sich hier alles entwickelt hat! Herzlichen Glückwunsch!
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  • Hotel Pirnscher Hof

    Oct 4–5, 2025 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    Unsere Wanderreise startet in Pirma und das erste Hotel ist der Pirn’sche Hof, er befindet sich in einem rund 300 Jahre alten Gebäude direkt am Markt der Pirnaer Altstadt. Das Gebäude gehört zur mittelalterlich gewachsenen Stadtstruktur Pirnas und war früher ein sogenanntes „Hakenhaus“, in dem Kleinhändler und Handwerker ihre Waren anboten bzw. verkauften – typisch für das städtische Wirtschaftsleben in früheren Jahrhunderten.

    Im Jahr 2016 wurde das Gebäude umfangreich saniert und zum Boutique-Hotel ausgebaut. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, historische Elemente wie Dachbalken, den Kreuzgewölbe-Eingang und den Innenhof zu erhalten und mit modernem Komfort zu verbinden.

    Das Hotel hat auch ein nettes, zugehöriges Restaurant und liegt direkt auf dem historischen Markt von Pirna in einer herausragenden Lage. Von hier sind die Altstadt mit ihren Gassen und Sehenswürdigkeiten, die Elbe mit Dampferanlegern, sowie Ausflugsziele wie die Sächsische Schweiz oder nahegelegene Städte wie Dresden schnell erreichbar. 

    Uns gefällt es hier. Pirna ist eine absolute Wohlfühlstadt. Als wir einchecken, kommen gerade zwei Frauen zum Maler formaler Weg zurück, sie hatten die gemütliche Variante gewählt und fanden sie dennoch sehr herausfordernd. Allerdings hatten sie eine Woche lang Sonne und traumhaftes Wetter.

    Wir beziehen die Zimmer und machen uns dann gleich daran, die Stadt zu erkunden.
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  • Ankunft in Pirna

    October 4, 2025 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    Pirna, das „Tor zur Sächsischen Schweiz“, liegt etwa zwanzig Kilometer südöstlich von Dresden malerisch an der Elbe. Die Stadt verzaubert mit ihrer liebevoll restaurierten Altstadt, die zu den schönsten in Sachsen zählt. Enge Gassen, barocke Bürgerhäuser und Renaissancegiebel prägen das Stadtbild und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Besonders eindrucksvoll ist der Marktplatz mit dem prachtvollen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Von hier aus eröffnet sich der berühmte „Canaletto-Blick“, benannt nach dem Maler Bernardo Bellotto, der Pirna im 18. Jahrhundert mehrfach auf seinen Gemälden festgehalten hat.

    Am Übergang von der Elbtalebene zum Elbsandsteingebirge gelegen, ist Pirna ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Von hier starten zahlreiche Wanderungen und Radtouren, etwa zur Bastei, zur Festung Königstein oder auf den Malerweg, der zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands zählt.

    Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Pirnas gehören die spätgotische St. Marienkirche mit ihrer imposanten Orgel, die über der Stadt thronende Festung Sonnenstein – heute Gedenkstätte und Museum –, sowie das Canalettohaus, das an den berühmten Maler erinnert. Auch das Richard-Wagner-Denkmal zeugt von der kulturellen Bedeutung der Stadt, in der der Komponist einige Zeit verbrachte.

    Pirna ist zudem ein Ort voller Lebensfreude und Kultur. Regelmäßig finden Feste, Märkte und Konzerte statt, darunter das beliebte Canaletto-Fest und das Pirnaer Stadtfest. In den kleinen Cafés, Weinstuben und Restaurants der Altstadt lässt sich die sächsische Küche in entspannter Atmosphäre genießen.
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  • Spaziergang am Elbufer

    October 4, 2025 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    Besonders schön ist ein Spaziergang am Elbufer bei Sonnenuntergang, wenn die historische Altstadt im warmen Licht erstrahlt und eines der alten Dampfschiffe der Weißen Flotte gemächlich vorbeizieht. Dann zeigt sich Pirna von seiner vielleicht schönsten Seite – als Stadt, die Geschichte, Natur und Lebensart auf ganz besondere Weise verbindet.

    Wir gesellen uns zu Bernd und Karin, die einen wunderschönen Platz im „Landgang“ mit Blick auf die Elbe gefunden haben. Hier gibt es leckeres vom Fisch und feine Getränke. Das Restaurant ist komplett reserviert und wir bekommen gerade noch einen Tisch für uns vier. Von dort geht es wieder zurück zum Marktplatz, wo wir uns mit dem Rest der Truppe zum gemeinsamen Abendessen verabredet haben.
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  • 1. Wanderung: Von Pirna nach Rathen

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Unsere sportliche Wanderung auf dem Malerweg beginnt in Pirna und folgt der gesamten Route des Malerwegs über 115 km aufgeteilt in sechs Wanderetappen. Wir wandern direkt von Unterkunft zu Unterkunft, die sich in unmittelbarer Nähe bzw. direkt am Malerweg befinden. Mit Tagesetappen von bis zu 25 Kilometern in anspruchsvollem Gelände ist diese Wanderreise für besonders sportlich ambitionierte Wanderer geeignet (was uns alle schon vor dem Start Respekt und auch etwas Angst einflößt). Die Route des Malerwegs führt auf ausgebauten und durchgängig beschilderten Wegen zu den landschaftlichen und historischen Attraktionen des Elbsandsteingebirges. Wir werden die einzigartige Natur zwischen kühlen Gebirgsbächen in den Tälern und auf den Berggipfeln mit herrlichen Aussichten über den Nationalpark Sächsische Schweiz genießen . Ob Sie nur die Landschaft erkunden oder auch historische Orte wie die Festung Königstein besichtigen werden wird sich zeigen, unvergessliche Erlebnisse und eine sportliche Herausforderung sind uns garantiert. Zu den Höhepunkten auf dieser Wanderreise zählen dabei die berühmte Aussicht von der Bastei, die Gratwanderung über die Schrammsteine sowie der Aufstieg durch das Nadelöhr auf den Pfaffenstein. Wir sind gespannt und voller Vorfreude.

    Heute Morgen geht’s also um 9:00 Uhr zu Fuß los, zunächst zum Busbahnhof von Pirna, von dort nehmen wir den Bus um 9:34 Uhr nach Liebethal, wo der Malerweg offiziell startet. Es regnet nicht, und zwischendurch blicken wir auf strahlend blauen Himmel und ein bisschen Sonnenschein. So fahren wir gut gelaunt zum Startpunkt unserer Mehrtageswanderung..
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  • Durch den Liebethaler Grund

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Unsere Wanderung startet im Liebethaler Grund mit einem Elektrizitätswerk, das 1894 von der Gemeinde Copitz errichtet wurde. Es nutzte die Wasserkraft der Wesenitz und versorgte die Umgebung, insbesondere Privathaushalte, Gastronomiebetriebe und Straßenbeleuchtung mit elektrischem Strom.

    Die Anlage bestand aus zwei Turbinen, einer kanalisierten Wasserzufuhr (das Obergraben-Einlaufrohr) von der Lochmühle und weiteren technischen Einrichtungen wie Maschinenhausanbau, Untergraben und Wehranlage.

    Mit der Elektrifizierung durch das Werk wurden alte Petroleum- oder andere Beleuchtungsformen ersetzt; man konnte nun Glühlampen nutzen.

    In den 1920er Jahren übernahm eine unterhalb gelegene Pappenfabrik in Liebethal das Werk. Mit der Zeit wurde der Betrieb eingestellt — in den 1970er Jahren hörte das Elektrizitätswerk auf zu produzieren. Danach verfiel das Gebäude. Heute sind noch Reste zu sehen: Turbinenfragmente, das Maschinenhaus, das Wasserzulaufrohr und Grundmauern.

    Das Copitzer Elektrizitätswerk ist historisch interessant, weil es zu den frühesten Wasserkraft-Elektrizitätswerken in Sachsen gehört. Es demonstriert, wie Gemeinden Ende des 19. Jahrhunderts begannen, ihre Energieversorgung zu modernisieren — durch Nutzung lokaler Wasserläufe, um Strom zu erzeugen.

    Außerdem steht es in engem Zusammenhang mit der touristischen und infrastrukturellen Erschließung des Liebethaler Grunds: Seit dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zog das Tal Wanderer an, und ab 1894 besondere Attraktion aufgrund des Elektrizitätswerks. Das Werk war Teil eines zunehmenden Interesses an Technik und Landschaft, wie es sich in der Malerweg-Route und in Künstlerdarstellungen manifestierte.
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  • Impressionen unserer ersten Etappe

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Entlang der Wesenitz führt diese Etappe durch den romantischen Grund zum monumentalen Richard-Wagner-Denkmal. Versteckt hinter Bäumen und Sträuchern zeugen die längst verlassenen Steinbrüche von der jahrhundertelangen Gewinnung des Sandsteins und seiner Verwendung als Werkstein bzw. zur Herstellung von Mühlsteinen. Nach dem Ort Lohmen erreichen Sie den Uttewalder Grund. Die mit Farnpflanzen und Moosen bewachsene Schlucht war ein häufiges Motiv für die Bilder der Romantiker.Read more

  • Der steinerne Tisch

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Durch das Uttewalder Felsentor und den Wehlener Grund führt der Malerweg nach Wehlen an der Elbe. Hier findet sich auch die Burgruine Wehlen, von deren Plateau Sie einen schönen Ausblick über das Städtchen haben. Ab Wehlen folgt der Malerweg dem Schwarzbergweg vorbei am „Steinernen Tisch“. Unweit von der Bastei gelegen, ist er ein historisch reizvoller Rastplatz mitten im Wald und gehört zu den traditionellen Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz.

    Der Steinerne Tisch wurde bereits 1710 angelegt – und zwar im Zusammenhang mit einer kurfürstlichen Jagd, bei der „vornehmen Personen“ diesen Platz zur Rast nutzen sollten. Über dem Rand des steinernen Tisches sind zahlreiche Buchstaben eingeritzt – man sagt, dass es die Initialen der Jagdgesellschaft seien, die damals dort versammelt war. Eine alte Quelle, das Reisehandbuch von W. L. Götzinger aus dem Jahr 1804, erwähnt diese Inschriften. Im Volksmund wird außerdem erzählt, dass August der Starke hier ein Jagdfrühstück abgehalten haben soll.

    Unsere Wandertruppe ist schon vorbeigezogen, ehe ich das nette Kiosk entdecke, das hier auch bewirtet. Schade, das wäre ein schöner Pausenplatz gewesen.
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  • Highlight: Auf der Bastei

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Bastei ist sicherlich eines der absoluten Highlights unserer Wanderreise, sie ist keine künstliche, sondern eine beeindruckende, natürliche Felsformation aus Sandstein, entstanden über viele Millionen Jahre durch Erosion und Verwitterung im Elbsandsteingebirge. Der Sandstein hat sich durch die Einwirkungen von Wind, Regen, Frost etc. geformt, wodurch markante Kliffs, Felstürme und Schluchten entstanden sind.

    Die eigentliche Felskanzel der Bastei ragt etwa 194 Meter über der Elbe empor, und ihr Felsgrat ist ca. 305 Meter über dem Meeresspiegel.

    Schon im Mittelalter war das Gebiet besiedelt bzw. befestigt: Etwa im 13. Jahrhundert wurde die Felsenburg Neurathen angelegt, vermutlich von böhmischen Rittern. Die Burg diente vermutlich dazu, die Grenze der Mark Meißen nach Böhmen abzusichern. Neurathen wurde in späteren Jahrhunderten mehrfach in Kriegen und Auseinandersetzungen erwähnt, wechselte mehrmals den Besitzer und kam schließlich unter sächsische Kontrolle.

    Mit der Burg verbunden war die Idee, die Bastei als einen Vorsprung oder Bastion zu nutzen — daher der Name „Bastei“. Im militärischen Sinne ist eine Bastei ein Teil einer Befestigung, oft ein vorspringender Teil, von dem aus man Angriffe abwehren konnte.

    Ein zentrales Bauwerk ist die Basteibrücke, die Felsen des Massivs und den Felsenbereich der Neurathen verbindet. Ursprünglich existierte eine hölzerne Brücke (die genaue Datierung ist etwa um die Zeit der 1820er Jahre) zur Verbindung von Aussichtsfelsen und Neurathen. 1850/1851 wurde diese durch die heute bekannte sandsteinerne Brücke ersetzt. Sie misst etwa 76,5 Meter Länge, überspannt sieben Bögen und spannt sich über die rund 40 Meter tiefe Schlucht „Mardertelle“. 
    Zusätzlich wurde die Infrastruktur mit den Jahren ausgebaut: Wege, Treppen, Aussichtspunkte, Versorgungsmöglichkeiten etc. Auch Wasserleitungen und Telefonverbindungen wurden im späten 19. Jahrhundert installiert.

    1938 wurde das Gebiet um die Bastei unter Naturschutz gestellt und ist heute Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz. In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedentlich Sicherungsmaßnahmen nötig, etwa bei Aussichtsplattformen, Felsabbrüchen und Verwitterung des Sandsteins. So musste die Aussichtsplattform 2016 gesperrt werden, da der Fels unter ihr gefährdet war. Auch moderne Ergänzungen: 2022/2023 wurde eine neue Aussichtsplattform gebaut, die ca. 21 Meter lang und etwa 3,3 Meter breit ist, mit Sicherheitsmaßnahmen im Fels als Fundament.

    Die Bastei hat seit dem frühen 19. Jahrhundert Künstler, Dichter und Reisende inspiriert. Namen wie Caspar David Friedrich werden in diesem Zusammenhang genannt.

    Nach und nach wurde die Bastei zu einem Symbol für die romantische Landschaft in Deutschland, zu einem Magneten für Touristen, Wanderer und Naturfreunde. Der Malerweg, ein bekannter Wanderweg durch die Sächsischen Schweiz, führt auch über oder durch Teilgebiete rund um die Bastei.
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  • Abstieg durch die Schwedenlöcher

    October 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Schwedenlöcher sind eine beeindruckende Felsschlucht in der Sächsischen Schweiz. Entstanden sind sie durch jahrtausendelange Erosion: Wasser hat sich tief in den weichen Sandstein gefressen und so eine enge, teilweise nur wenige Meter breite Schlucht geschaffen. Heute führt ein Wanderweg mit rund 700 Stufen und zahlreichen Stegen durch diese faszinierende Felsenwelt. Der Weg verläuft vorbei an moosbewachsenen Felswänden, kleinen Höhlen, Tropfstellen und schmalen Felsspalten – ein echtes Naturerlebnis, das die wilde Schönheit der Sächsischen Schweiz auf eindrucksvolle Weise zeigt.

    Der Name „Schwedenlöcher“ geht auf den Dreißigjährigen Krieg zurück. Damals suchten die Bewohner der Region hier Zuflucht vor den einfallenden schwedischen Truppen. In den unzugänglichen Felsen konnten sie sich mit Vieh und Habseligkeiten verstecken, sodass der Name „Schwedenlöcher“ bis heute an diese Zeit erinnert.
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  • 2. Wanderung: Rathen - Kirnitzschtal

    October 6, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute Nacht hat es ziemlich stark geregnet und so verzögert sich unser Abmarsch ein wenig, doch um 9:30 Uhr sieht es gar nicht so schlecht aus und wir starten wohlgemut in unsere heutigen Tages-Etappe.

    Nach einem kurzem Aufstieg gelangen wir schon bald zum Amselfall. Am Ausgang des Amselgrunds kurz vor Rathewalde befinden sich die teilweise wieder restaurierten Rathewalder Mühlen. Kurz vor der Hocksteinaussicht überqueren wir die Teufelsbrücke und folgen dem Malerweg hinab durch die enge Wolfsschlucht in das Polenztal. Über dem Tal thront das Städtchen Hohnstein mit seiner Burg. Vorbei an den Mauerresten des ehemaligen Bärengartens führt der Weg direkt in das kleine Städtchen, welches auch berühmt für die Hohnsteiner Handspielpuppen ist. Aus Hohnstein heraus führt der Malerweg zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz, der Brandaussicht. Über den steilen und stufenreichen Abstieg der Brandstufen erreichen wir den Tiefen Grund und nehmen wegen des schlechten Wetters von dort den Bus. Eigentlich wollten wir auf dem Malerweg in das malerische Dorf Waitzdorf wandern. Mitten in der Ortschaft befindet sich die Waizdorfer Schänke mit Biergarten und Gaststube, dann weiter nach Kohlmühle. Von dort parallel zur Bahnstrecke der Nationalparkbahn in Richtung Großdorfer Raubschloss. Über den Mühlenweg sollte es raus aus dem Sebnitztal hinauf nach Altendorf gehen um dann über die große Steiganlage der Dorfbachklamm das Kirnitzschtal zu erreichen.
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  • Aufstieg auf dem Bockstein über Leitern

    October 6, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Der Aufstieg auf den Bockstein im Elbsandsteingebirge ist ein echter Geheimtipp für alle, die die stille, ursprüngliche Seite der Sächsischen Schweiz erleben möchten. Der Bockstein liegt nahe der kleinen Stadt Hohnstein und erhebt sich über dem tief eingeschnittenen Polenztal. Der Weg hinauf führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der sich lichte Wälder, moosbewachsene Sandsteinfelsen und enge Felsspalten abwechseln. Schon zu Beginn spürt man den typischen Charakter dieser Region: weiche Waldpfade, durchbrochen von steinernen Stufen, Wurzeln und uralten Felsformationen, die von Wind und Wetter zu bizarren Gebilden geformt wurden.

    Je weiter man aufsteigt, desto schmaler und steiler wird der Pfad. Immer wieder öffnen sich kleine Aussichtspunkte, von denen man hinunter in das Polenztal blicken kann, das sich tief und grün zwischen den Felsen hindurchschlängelt. Der Weg ist gut begehbar, erfordert aber etwas Trittsicherheit – besonders bei feuchtem Wetter, wenn die Sandsteinstufen glatt werden können. An manchen Stellen führt der Pfad durch enge Felspassagen, die nur einzeln zu passieren sind, was dem Aufstieg einen abenteuerlichen Charakter verleiht.

    Oben auf dem Bockstein angekommen, wird man mit einem herrlichen Panoramablick belohnt. Über die Baumkronen hinweg sieht man die zerklüftete Felsenwelt der Sächsischen Schweiz, die Tafelberge in der Ferne und das idyllische Hohnstein mit seiner Burg auf dem gegenüberliegenden Felsen.
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  • Auf dem schönen Hohnstein

    October 6, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Die Burg Hohnstein liegt eindrucksvoll auf einem Felssporn aus Sandstein über dem malerischen Polenztal. Sie thront rund 140 Meter über dem Tal und bietet einen weiten Blick über die Felsenlandschaft der Umgebung. Ihre Ursprünge reichen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück, als sie erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich war sie eine mittelalterliche Wehranlage, die den Handelsweg zwischen Böhmen und Sachsen sichern sollte. Die Lage auf dem steilen Felsen machte sie nahezu uneinnehmbar – ein strategisch wichtiger Punkt in einer Zeit, in der Macht und Besitz ständig umkämpft waren.

    Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer und erlebte unterschiedliche Nutzungen. Nach ihrer militärischen Bedeutung diente sie zeitweise als Amtssitz und später sogar als Gefängnis. Besonders bekannt wurde sie im 20. Jahrhundert, als sie in den 1930er Jahren als Jugendherberge genutzt wurde – eine Funktion, die sie mit Unterbrechungen bis heute teilweise erfüllt. Während des Nationalsozialismus war die Burg jedoch auch Schauplatz dunkler Geschichte: Sie diente 1933/34 kurzzeitig als sogenanntes „Schutzhaftlager“ für politische Gefangene, bevor sie wieder in zivile Nutzung überging.

    Heute ist die Burg Hohnstein ein beliebtes Ausflugsziel und ein faszinierendes Zeugnis der regionalen Geschichte. Besucher können die weitläufige Anlage mit ihren Mauern, Türmen und Innenhöfen besichtigen, das kleine Museum erkunden und von der Aussichtsterrasse den Blick über das grüne Polenztal genießen. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen der massiven, wehrhaften Burgarchitektur und der zerklüfteten, fast märchenhaften Felsenlandschaft ringsum.

    Wie gut, dass das Burg Restaurant geöffnet hat, denn gerade fängt es an zu regnen und so stärken wir uns drinnen im Warmen und rutschen eng zusammen, dass wir alle an einem Tisch Platz haben.
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  • Wanderung zur Brand-Baude

    October 6, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Weiter geht es durch urigen Wald zur Gautschgrotte. Die Grotte ist eine halboffene Felsnische, die durch Verwitterung und Auswaschung des Sandsteins entstanden ist. Über Jahrtausende hat sich das Regenwasser seinen Weg durch den weichen Fels gesucht und dabei eine beeindruckende, kuppelförmige Höhlung geschaffen. Von der Felsdecke tropft selbst an trockenen Tagen Wasser herab, das in feinen Rinnsalen über die moosbewachsenen Wände läuft und den Ort in eine geheimnisvolle, fast märchenhafte Atmosphäre taucht. Besonders nach Regenfällen ist die Grotte ein Schauspiel: Dann glitzern unzählige Wassertropfen im schräg einfallenden Sonnenlicht, und der feuchte Sandstein leuchtet in warmen Gelb- und Rottönen.

    Die Gautschgrotte war schon früh ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde. Ihren Namen verdankt sie vermutlich dem benachbarten Gautschgrund, einem wildromantischen Seitental mit dichtem Mischwald, Farnen und moosbedeckten Felsen. Im 19. Jahrhundert wurde die Grotte von Künstlern und Malern entdeckt, die hier Inspiration für ihre romantischen Landschaftsbilder fanden – daher auch ihre Erwähnung auf dem berühmten Malerweg, der viele solcher Orte verbindet.

    Ein nächstes Highlight ist die Diebeshöhle, bevor es auf einem breiten Waldweg zur Brand geht.
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  • Rast auf der Brand-Baude

    October 6, 2025 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Die Brand-Baude ist eine traditionsreiche Berggaststätte und zugleich einer der schönsten Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz. Sie liegt hoch über dem Polenztal bei Hohnstein, auf dem sogenannten Brandplateau, das wegen seiner atemberaubenden Weitsicht auch „Balkon der Sächsischen Schweiz“ genannt wird. Von hier aus öffnet sich ein spektakulärer Blick über die tief eingeschnittenen Täler, die zerklüfteten Felsen des Elbsandsteingebirges und bis weit hinein ins Böhmische – ein Panorama, das zu jeder Jahreszeit beeindruckt.

    Die Geschichte der Brand-Baude reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Schon damals zog der Brand viele Ausflügler und Wanderer an, die hier die Ruhe und die grandiose Aussicht suchten. 1856 wurde schließlich die erste einfache Schutzhütte errichtet, die später zu einer Bergbaude ausgebaut wurde. Sie diente nicht nur als Raststätte für Wanderer, sondern auch als beliebter Treffpunkt für Naturfreunde, Künstler und Einheimische. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Baude mehrfach umgebaut und modernisiert, hat dabei aber ihren urigen, gemütlichen Charakter behalten.

    Heute erwartet uns eine urig-gemütliche Gaststätte mit regionaler Küche, einer großen Sonnenterrasse und – natürlich – einem grandiosen Rundblick. Besonders beliebt ist der Besuch bei Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die Felsenlandschaft in goldene und rötliche Töne taucht. Im Winter, wenn Schnee auf den Tafelbergen liegt und Nebel durch die Täler zieht, herrscht hier eine fast mystische Stimmung.
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  • Abstieg über die Brandstufen zum Bus

    October 6, 2025 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Direkt hinter der Brand-Baude taucht der Weg in schattigen Buchen- und Mischwald ein. Schon nach wenigen Metern wird deutlich, dass es sich nicht um einen gemütlichen Spazierweg handelt: Der Pfad wird schmal, fällt steil ab und führt in engen Kehren über zahlreiche in den Sandstein geschlagene Stufen bergab. Teilweise wechseln sich Felsstufen mit Naturstein- und Holztritten ab, an besonders ausgesetzten Stellen sichern Geländer und Handläufe den Weg.

    Während des Abstiegs öffnen sich immer wieder kleine Aussichtspunkte zwischen den Felsen, die den Blick hinunter ins Polenztal freigeben und die Höhe spürbar machen. Der Höhenunterschied von rund zweihundert Metern ist auf der relativ kurzen Strecke deutlich zu merken, vor allem, weil die Stufen oft unregelmäßig und stellenweise glattgetreten sind. Es hat angefangen zu regnen und bei Nässe ist absolute Vorsicht und Konzentration gefordert, der Weg ist rutschig und sehr anspruchsvoll.

    Am Ende der Brandstufen ändert sich die Atmosphäre glücklicherweise. Aus dem luftigen Felsgelände gelangt man in den kühlen, feuchten Talgrund, wo die Polenz zwischen Farnen, Moosen und schattigen Uferbäumen dahinplätschert. Hier wird der Weg wieder flach und angenehmer zu gehen.
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  • Hotel Forsthaus Kirnitzschtal

    Oct 6–8, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Die nächsten beiden Nächte übernachten wir im Hotel Forsthaus, mit dem nirgendwo, lediglich erreichbar mit der Straßenbahn, einen Bus oder mit dem Auto, eigentlich nicht weiter tragisch, denn weg möchte heute Abend sowieso keiner. Tragischerweise haben wir genau die beiden Abende erwischt, an denen das Restaurant geschlossen ist. D.h. wir bekommen pünktlich um 17:30 Uhr Abendessen und müssen spätestens 20:30 Uhr auf unsere Zimmer. Es gibt keine Möglichkeit, irgendwo noch irgendwas zu trinken. Sowas aber auch! Wir sind schon ein bisschen enttäuscht und haben vergleichbares bisher noch nie erlebt. Am Ende ist das alles gar nicht so tragisch, denn wir sind ohnehin sehr müde um diese Uhrzeit alle auch schon bettreif.

    Allerdings war das Essen wirklich super und auch die Bedienung hat für Stimmung gesorgt und uns viele Lacher beschert. Das hat uns am Ende wieder versöhnt.

    Karin, Joe und ich hatten vor dem Abendessen auch noch die kleine Gartensauna genutzt, von der aus man einen schönen Blick in die Natur hat.
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  • Zu den Affensteinen

    October 7, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Um weiter in das Gebiet der Affensteine zu gelangen, folgen wir dem Schrammsteinweg und dem Zurückesteig in das Felsenlabyrinth der Affensteine. Ein lohnender Abzweig ist an dieser Stelle der Weg zum Carolafelsen, dem höchsten Gipfel der Felsformation. Wieder zurück auf dem Malerweg erfolgt der gemütliche Abstieg ins Kirnitzschtal und zum Lichtenhainer Wasserfall über den Kleinen Dom und den Unteren Affensteinweg.Read more