• Andrea Wagner
  • Frank Spieth
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Ring of Fire, Teil 2

Teil 2! Wieder entlang des Pazifischen Feuerrings - diesmal nur ein Land, voll mit Vulkanen 🌋 🌋 🌋 Indonesien 🇮🇩 Les mer
  • Vulkan Ijen

    18. april, Indonesia ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Unterkunft wollte uns ein Gesamtpaket für die Besteigung des Ijen verkaufen, bei dem wir Mitternacht (!) losfahren sollten und in der Nacht den Berg hochsteigen, um dann den Sonnenaufgang zu sehen 😳 Wir hatten genug Sonnenaufgang und entscheiden uns für die Tour auf eigene Faust - ohne Guide, ohne Mahlzeiten und ohne Sonnenaufgang ☀️ Nur den Fahrer bestellen wir für 5:00 Uhr, damit wir 6:00 Uhr am Berg sind. Als wir ankommen, bezahlen wir Eintritt und tatsächlich wird unser Gesundheitszeugnis geprüft und auch einbehalten. Schade eigentlich, ich hätte es gern bei den nächsten Vulkanen auch vorgewiesen 🌋
    Das Besondere am Ijen ist ein riesiger säurehaltiger Kratersee, gern das "größte Säurefass der Welt" genannt und der aktive Schwefelabbau. Arbeiter gewinnen aus den Fumarolen am Grund des Kraters gleich neben dem Säuresee Schwefel und schleppen ihn erst die Kraterwand hoch und dann mit Bollerwagen den Berg hinunter ins Tal. Extrem gefährlich und gesundheitsschädlich ☠️
    Als wir gegen 6:00 Uhr schön langsam die 600 Höhenmeter in Angriff nehmen, kommen uns (ohne Übertreibung) hunderte von Sonnenaufgangs-Touristen entgegen und wir sind sooo froh über unsere Entscheidung gegen die Nachtwanderung! Der Weg ist steil, wir brauchen für die vier Kilometer 1,5 Stunden und werden mit einem phantastischen Blick in den Krater belohnt. Es sind auch nur noch wenige andere da, obwohl erst jetzt die Sonne richtig durchkommt und die Wolken aus dem Krater nach oben zieht. ☀️ Für den Rückweg bieten die Minenarbeiter die Fahrt in ihren Bollerwagen an, liebevoll Ferrari und Lamborghini genannt. Wir verzichten und geben lieber Geld für die Fotos. Gegen 10:00 Uhr sind wir wieder unten im Basecamp und bekommen 11:00 noch ein spätes Frühstück in der Unterkunft. Den Rest des Tages verbringen wir mit Tee trinken und Natur gucken auf der Terrasse 🍵🍵
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  • Sonntag!

    19. april, Indonesia ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute machen wir mal nichts 💪 Der erste richtige Ruhetag nach vier Wochen Reise. Der Unterkunftsbeauftragte hat mal wieder eine wunderbare Übernachtung gefunden - riesige Kuppelzelte, die auf Plattformen an einem Hang mitten im Wald stehen. Unten fließt ein Fluss, es ist schön kühl, die Frösche 🐸 quaken und gegen die Mücken hilft das bereit gestellte Spray. Weil Sonntag ist, müssen wir natürlich Kaffee trinken und Kuchen essen. Vorher gönne ich mir noch eine balinesische Massage - die Entspannung ist perfekt. Und eine gute Überleitung für morgen - wir verlassen Java und weiter geht's nach Bali 🚢Les mer

  • Von Java nach Bali

    20. april, Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir verlassen das angenehm kühle Flusstal und machen uns auf den Weg zum Fährhafen Ketapang. Dort fahren die Fähren nach Bali ohne Fahrplan, sondern immer dann, wenn sie voll sind. Wir bezahlen umgerechnet einen Euro pro Person, warten nicht lange und schon sind wir auf dem Wasser. Die Überfahrt dauert nicht lange, aber die Fähre muss ewig warten, bis in Gilimanuk ein Anlegeplatz frei wird. Zum Glück haben wir im Vorfeld einen Transfer bestellt, der uns nach der Ankunft schon erwartet und dann vier Stunden (für 125 Kilometer) durch völlig verstopfte Straßen bis zu unserer Unterkunft nach Ubud im Zentrum der Insel fährt. Nach dieser Fahrt glaube ich, Bali ist überbewertet 😳 Aber wir sind ja noch ein paar Tage hier und ich gebe der Insel eine Chance 🏝️ Unsere Unterkunft ist super schön, es gibt einen Sonnenuntergang und zur Feier des Tages auch mal einen Cocktail. Und abends Frösche 🐸 🐸🐸Les mer

  • Ubud: Affenwald

    21. april, Indonesia ⋅ 🌧 26 °C

    Wir sind drei Tage in Ubud und stürzen uns gleich am ersten Tag in die Haupt-Attraktion: den heiligen Affenwald 🐒 Auf ca. 12 Hektar leben mitten in der Stadt ca. 1.200 Langschwanz-Makaken. Sie werden gefüttert und wohnen inmitten der Tempelanlagen und der riesigen Bäume. Man soll seine Brille, Handy, Kamera etc. gut festhalten, weil sie wohl auch aufdringlich werden und Sachen klauen. Uns haben sie ignoriert 🙊🙉🙈 Im Park war es relativ kühl und wir hatten eine gute Zeit mit dem Angucken von Affen und Menschen 😉Les mer

  • Ubud: Tempelchen und Tempel

    22. april, Indonesia ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir machen Sightseeing in Ubud: die Stadt besteht hauptsächlich aus Klamottenläden, Cafés, Restaurants, Unterkünften, Massageangeboten und Souvenirshops - und natürlich den zugehörigen Touristen. Wir nehmen uns da nicht aus, wobei uns die Einkaufsverlockungen weniger interessieren. Frank braucht einen Haarschnitt, beim Barber 💈 gibt's eine Kopf- und Nackenmassage gratis dazu - schließlich sind wir auf Bali. Ansonsten sind an jeder Ecke Tempel aller Größen, jedes Haus und jedes Grundstück hat einen eigenen. Wir schauen uns den Ubud Palace an, dort wohnen noch immer die Nachfahren der ehemaligen Herrscherfamilie. Das obligatorische Nachmittags-Gewitter sitzen wir in einem Café ab 🥃🥧 nicht die schlechteste Überbrückung. Und abends im Restaurant wird der traditionelle Feuer 🔥 Tanz für die Gäste aufgeführt.Les mer

  • Ubud, Tag 3

    23. april, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    Der letzte Tag in Ubud beginnt für mich frühmorgens mit einer wunderbaren Yoga-Stunde auf einem Dachgarten mit Aussicht. Wir sind zu fünft und Open Air-Yoga ist toll 🧘🏻 Danach wird das Frühstück am Pool serviert und wir überlegen, was wir mit dem Tag anfangen. Wir entscheiden uns für eine Wanderung zu Reisfeldern, wobei Wandern, Schlendern, Spazierengehen aufgrund fehlender oder extrem schmaler Bürgersteige eher schwierig ist. Man muss immer aufpassen, dass einem die Motorräder nicht über die Füße fahren. Aber wir bekommen es hin und finden den Wanderweg, der sich als ruhig und sogar einigermaßen kühl erweist. In einem Café inmitten von Reisterrassen und Fischteichen gibt's den obligatorischen Kuchen, diesmal Bananen-Pancake - sehr lecker 🍌🥞 Franks Highlight sind die riesigen Goldfische 🐟🐟🐟 Unterwegs landen wir noch im *Water Palace", bei dem ich nicht so richtig weiß, wo die Kunst aufhört und der Kitsch anfängt 😏 Nach Zahlung des Eintrittsgeldes bekommen alle einen Sarong umgebunden, man muss eine Jacke anziehen und die Männer müssen ein traditionelles Tuch um den Kopf binden. Der Tempel ist sehr schön und scheint echt zu sein, der Rest ist - glaube ich - Touristenbespaßung.
    Morgen wird's wieder ernst 😉 wir machen uns auf den Weg zum einzigen Vulkan Balis 🌋
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  • Von Ubud zum Gunung Batur

    24. april, Indonesia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir fahren zwei Stunden nach Norden, um zum Batur zu kommen. Die Fahrt ist schrecklich - ich glaube, unser Fahrer kann gar nicht Auto fahren. Weiter geht's mit der eigentlich sehr schönen Hütte am See, mit eigenem Warmwasser-Pool und Aussicht auf den Vulkan Agung. Das Problem sind massenweise Fliegen 🪰🪰🪰🪰🪰 Das stand schon in den Bewertungen, aber wir dachten, so schlimm wird's schon nicht sein. Es ist schlimmer .... Wahrscheinlich kommen sie von den Zwiebelfeldern und vom massenweise Müll, der überall herumliegt. Krönung des Tages ist mein Abendessen - ich wollte die lokale Spezialität "Fischsuppe mit Tilapia aus dem See" probieren. Hab ich bekommen 😂Les mer

  • Batur 🌋

    25. april, Indonesia ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir wollen den einzigen einigermaßen erschlossenen Vulkan Balis erwandern. Wie immer will man uns eine Sunrise-Tour verkaufen - das ist der Standard. Alle Touristen sollen um 2 oder 3 Uhr in der Nacht mit Taschenlampe einen Berg hochkraxeln, um dann gegen 6 Uhr die Sonne ☀️ aufgehen zu sehen 😳 Am Batur sind es jeden Morgen 600 bis 700 Menschen - ohne uns. Wir gehen 7 Uhr los, müssen aber einen Guide nehmen, weil man alleine nicht aufsteigen darf. Aus meiner Sicht reine Geldschneiderei, weil der Weg breit ausgetreten ist und nicht im geringsten gefährlich. Ich verstehe aber auch, dass die Leute hier von irgendwas leben müssen. Unser Guide versteht überhaupt nicht, warum wir den Sonnenaufgang nicht wollen, als Ersatz bekommen wir im Vulkandampf gekochte Eier zum Frühstück auf dem Kraterrand. Ein weiterer Highlight: ein Stück des Weges zurück zur Unterkunft fahren wir auf den Motorrädern von unserem Guide und seinem Sohn mit 😳
    Gestern bereits haben wir - fliegengenervt - beschlossen, heute wieder abzureisen, irgendwie stimmt die Energie des Ortes nicht für uns. Wir gönnen uns noch Kaffee und Kuchen in einer wirklich hübschen Bäckerei und versuchen dann, uns über die immer und überall funktionierende App ein Auto nach Denpasar zu bestellen. Das klappt auch, allerdings wird der Fahrer von der örtlichen Taxi-Mafia vertrieben 😳 Mit einem der lokalen Transportunternehmer einigen wir uns dann doch auf einen Preis und sind gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang in Denpasar am Strand. 🌅 Uff 🫡
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  • Sonntag! Strand?

    26. april, Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    Es ist mal wieder Sonntag und ein Strandspaziergang ist dran. Allerdings brechen wir den recht schnell wieder ab: nur dort, wo die Hotels den Strand kehren, ist er überhaupt begehbar - ansonsten alles voller Müll ☹️ Und die meisten Hotels haben sowieso große Poolanlagen, im Meer baden ist gar nicht vorgesehen.
    Dann lieber Wäsche waschen im Hotel: gegen einen geringen Obolus kann man / frau an den Waschmaschinen und Trocknern selbst tätig werden, sehr praktisch. Zur Belohnung den üblichen Sonntagskuchen und abends Sonnenuntergang. Morgen verlassen wir Bali - der Hype um die Insel hat sich uns nicht erschlossen, wir waren aber auch nicht in den Touristen-Hotspots 📸
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  • Von Bali nach Flores

    27.–28. apr., Indonesia ⋅ 🌧 28 °C

    Wir verlassen Bali und fliegen nach Flores, von hier aus wollen wir uns die Komodo-Warane anschauen. Das geht natürlich wieder mal nur mit einer gebuchten Tour - Bootsfahrt, Nationalpark, Guide etc. Als wir am Montag auf Flores ankommen, fängt es an, in Strömen zu regnen und hört bis Dienstag Nachmittag nicht wieder auf. Zum Glück können wir die Tour stornieren - wir haben keine Lust auf Wasser von allen Seiten 🌧️🌊 Also verbringen wir einen Regentag im Beach Hotel und bekommen abends noch den allerschönsten Sonnenuntergang der bisherigen Reise 🌅Les mer

  • Von Flores nach Jakarta

    29. april, Indonesia ⋅ ☁️ 32 °C

    Heute ist super Wetter, aber wir müssen zurück nach Jakarta - morgen haben wir uns einen der Höhepunkte der Reise vorgenommen, den Krakatau 🌋 Wir haben vor dem Abflug noch Zeit und da wir vorhaben, wieder nach Flores zu kommen, schauen wir uns ein bisschen um und fangen noch ein paar Postkarten-Ausblicke ein 🏝️
    Vom Flughafen Jakarta nehmen wir den Zug in die Stadt, eine komfortable und preiswerte Variante und vor allem staufrei 🚗🚛🚌🛺🚐🛵🛵🛵🛵
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  • Anak Krakatau 🌋

    30. april, Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Die frühen Vögel fangen den Vulkan 🌋 Na ja, so ähnlich 😉 Wir wollen zum Krakatau, einer Vulkaninsel in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra - ein absolutes Muss für die Vulkanenthusiasten auf dem Feuerring 🌋 Allerdings ist der Vulkan schwer zu erreichen, natürlich wieder nur mit Guide, außerdem ist noch eine Bootsfahrt von der Nordküste Javas aus notwendig. Eigentlich wollten wir von dort aus starten, aber die Gegend scheint das Usedom Indonesiens zu sein - über den Feiertag und das lange Wochenende ist alles ausgebucht oder 🐷 teuer. Also buchen wir die Tour von Jakarta aus und da geht's 5 Uhr los.
    Hier ein bisschen Vulkangeschichte zur Überbrückung der drei Stunden Autofahrt 😉 Auf der Vulkaninsel Krakatau hatten sich die Holländer in ihrer Kolonie hübsch eingerichtet, bis der Vulkan 1883 ausbrach, fast 40.000 Todesopfer forderte und riesige Tsunamis auslöste. Seine letzte Explosion, bevor er im Meer versank, ist das bis heute lauteste bekannte Geräusch der Geschichte. An der Stelle, wo sich die Insel befand, schauen heute noch ein paar Berggipfel aus dem Meer und in der Mitte der unterseeischen Caldera hat sich ein neuer Vulkan gebildet: der Anak Krakatau - das "Kind des Krakatau". Der ist auch sehr aktiv, hatte 2018 seinen letzten Ausbruch und ist auf Warnstufe Orange.
    Dahin fahren wir also zwei Stunden mit einem laut dröhnenden Schnellboot, haben totales Glück mit dem Wetter und unser Guide geht sogar mit uns auf den Gipfel. Wir können von oben auf den Lava-Dom schauen und es ist einfach nur fantastisch 🌋❤️🌋
    Nach einer Fahrt rund um den Vulkan legt das Boot noch am "Mutter-Krakatau" an, wo wir an einem Strand ein Mittagessen bekommen. Baden wollen wir nicht (ziemlich viel Müll ☹️), also geht's zurück nach Java. Dort empfängt uns strömender Regen, die Rückfahrt nach Jakarta dauert durch die Staus ewig, aber wir sind happy 🌋😊🌋
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  • Mayday Mayday

    1. mai, Indonesia ⋅ 🌧 27 °C

    Heute ist 1. Mai, auch hier in Indonesien ein Feiertag. Nach einem ausgiebigen Frühstück beschließen wir, ins Nationalmuseum zu gehen - das ist fußläufig vom Hotel gleich neben dem Nationaldenkmal. Allerdings kommen wir da nicht an, weil wir in die zentrale Mai-Feier rund um das Nationaldenkmal hinein geraten. Es sind Menschenmassen unterwegs, die aus allen Landesteilen mit Bussen angereist sind. Wir kommen nur schrittweise voran, aber alle sind freundlich 😊 Die große Kundgebung ist schon vorbei, aber wir bekommen noch etwas vom anschließenden Bühnenprogramm mit. Das ist wie Festival, nur ohne Bier 🍻 Wahrscheinlich ein tieferer Einblick in die indonesische Kultur als uns das Museum hätte vermitteln können.Les mer

  • Von Jakarta nach Sulawesi

    2. mai, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir kommen ums Fliegen ✈️ nicht drum herum, wenn wir von einer Insel zur anderen wollen. Heute also von Java nach Sulawesi. Das liegt direkt auf einer tektonischen Plattengrenze und hat daher viele Vulkane und außerdem noch eine interessante Tierwelt zu bieten. Wir übernachten gleich neben dem Nationalpark im Norden der Insel, in einer schlichten, aber großen und sauberen Hütte mit Familienanschluss.Les mer

  • Tangkoko Nationalpark

    3. mai, Indonesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Schon wieder zeitig aufstehen 🫩 Die Tour in den Nationalpark startet 6:00 Uhr - unser Gastgeber ist auch gleichzeitig unser Guide und führt uns durch den Dschungel. Wir sehen viele Schopf-Makaken und einen Bärenkuskus - letzterer ist gar kein Bär, sondern ein Beuteltier, verwandt mit Koalas🐨 und Kängurus 🦘 Beide sind endemisch in Sulawesi. Außerdem bekommen wir noch Eisvögel und die riesigen Nashornvögel gezeigt und finden auch noch schlafende Fledermäuse in einem Baum 🦇 Nach der Rückkehr in die Unterkunft gibt's ein spätes Frühstück und dann vergammeln wir den Tag in Erwartung der Führung in der Dämmerung. 17 Uhr gehen wir wieder in den Nationalpark - zielgerichtet zu einem der Schlafbäume der Kobold-Makis und erwischen die entzückenden nachtaktiven Äffchen tatsächlich beim Aufwachen, bevor sie sich im Dunkeln auf die Jagd nach Insekten aufmachen. Eine Vogelspinne 🕷️ fällt auf dem Rückweg noch mit ab und dann ist der Tierbeobachtungs-Tag auch schon vorbei.
    Der Großteil der Fotos ist diesmal nicht von mir, sondern von unserem Guide, der ein Teleskop dabei hatte, auf dem er das Handy angebracht hat. Damit hat er nicht nur die Fotos gemacht, sondern wir konnten die Tiere auf dem Display super sehen, auch wenn sie weit entfernt waren.
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  • Von Tangkoko nach Manado

    4. mai, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir verlassen die Hütte am Nationalpark und ziehen um nach Manado, das ist die nächstgrößere Stadt. Wir brauchen Zeit und schnelles Internet, um die nächsten Etappen der Reise zu planen. Da ist ein Business-Hotel 🏨 besser geeignet als die Dschungel-Hütte. 🏡 Und der Reiseführer verspricht, dass es in Manado auch ein paar Dinge zu Entdecken gäbe.Les mer

  • Sightseeing Manado

    5. mai, Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Von den 280 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Indonesiens ist der Großteil (fast 90 %) muslimischen Glaubens. Bisher waren überall, wo wir waren, mehrmals am Tag (und vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang) die Rufe und Gesänge von den Moscheen zu hören. Hier in Manado leben hauptsächlich Christen - die Portugiesen und später die Niederländer haben sehr erfolgreich missioniert. Daher gibt's viele, viele Kirchen und als Krönung die größte Jesus-Statue Asiens. Aber wir entdecken auch einen hinduistischen Tempel und Moscheen. Es ist schon sehr beeindruckend, dass die Menschen verschiedener Religionen im ganzen Land anscheinend konfliktfrei nebeneinander und miteinander leben. In Manado haben die Kirchen die muslimischen Gepflogenheiten übernommen und rufen ebenfalls abends zum Gebet. Die Stadt ist dann erfüllt von mehr oder weniger schönen Gesängen 🎶🎶
    Parallel tobt an der Strandpromenade das volle Leben - alles ist auf den Sonnenuntergang ausgerichtet. Stühle werden Richtung Meer aufgestellt, die Garküchen und Foodtrucks haben Hochbetrieb und gefühlt ist die ganze Stadt auf den Beinen. 🎈🎉🌅
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  • Vulkan Lokon 🌋

    6. mai, Indonesia ⋅ ☁️ 22 °C

    Das nennt man selbst gewähltes Leid: wir stehen schon wieder kurz vor 5 Uhr auf 😧 Aber schließlich sind wir auf dem Feuerring 🌋 Die Vulkane sind spätestens ab 10 Uhr in den Wolken und außerdem wird es bereits am Vormittag so warm, dass das Wandern keinen Spaß mehr macht 🥵 Also - um 5 Uhr geht's los, 6 Uhr sind wir am Einstieg des Wanderweges am Lokon. Diesmal ist kein Guide notwendig, der Weg ist toll: immer einen alten Lava-Fluss entlang. Nach einer Stunde kommen wir am Krater an, der unterhalb des Berggipfels liegt. Wir sind begeistert : ein sehr schöner aktiver Krater und kaum Menschen - die einzigen, die wir treffen, sind ein paar Deutsche, die eine Drohne fliegen lassen, die allerdings abstürzt 😳 Zum Glück nicht in den Krater, sie finden das Teil leicht zerkratzt auf der anderen Seite wieder.
    Der Rückweg geht schnell und so schaffen wir es sogar noch zum späten Frühstück im Hotel 🍳🍜
    Das Wetter ist unbeständig, nachmittags gibt's ein heftiges Gewitter mit anschließendem Regenbogen 🌈 und wir sind froh, dass wir den Vulkan heute früh so schön erwandern konnten.
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  • Von Sulawesi nach Borneo

    7. mai, Indonesia ⋅ 🌧 30 °C

    Wir haben uns nach viel Hin und Her entschieden, Sulawesi und damit den Feuerring zu verlassen. Wir wollten eigentlich noch ein Stück Richtung Molukken und die dortigen Vulkaninseln besuchen, haben aber trotz intensiver Bemühungen weder praktikable Fährverbindungen noch machbare Flüge noch Unterkünfte gefunden. Also fliegen wir nach Borneo - dort wollen wir nochmal in den Dschungel 🌳🌴🌳🐒🦧 Erste Station ist Balikpapan, eine Stadt mit Öl-Industrie 🛢️ Schon beim Anflug sehen wir die Öl-Plattformen im Meer, in der Stadt selbst ist aber kaum Müll zu sehen. Wir sind gespannt auf Kalimantan - so heißt der indonesische Teil Borneos.Les mer

  • Sightseeing Balikpapan

    8. mai, Indonesia ⋅ 🌧 29 °C

    Balikpapan liegt an der Mündung eines Flusses in den Ozean und hat nicht nur Erdöl-Industrie zu bieten, sondern auch Mangroven-Wälder und Sumpfgebiete. Dort leben auch Nasenaffen, die wollen wir gern sehen. Also machen wir uns auf zu einem Mangroven Center, wo man auf Holzstegen ein Stück in den Mangroven-Wald hinein laufen kann. Dort wird uns noch eine Bootsfahrt angeboten, die machen wir natürlich auch. Wir sehen keine Affen, aber schön ist es trotzdem. Allerdings ist das Wasser braun, der Fluss kommt aus dem Dschungel und es hat viel geregnet. Müll schwimmt auch rum und die Industrieanlagen sind ebenfalls kein Highlight. Da würde ich mich als Nasenaffe auch nicht blicken lassen.
    Nachmittags das Kontrastprogramm: ganz in der Nähe des Hotels gibt es einen Tempel mit einem riesigen schlafenden Buddha - den schauen wir uns natürlich auch noch an. Rein dürfen wir nicht, nur gläubige Buddhisten dürfen den Raum betreten - aber wir können von der offenen Tür aus schauen und auch ein Foto machen.
    Abends auf der Dachterrasse spielt eine Live-Band gegen den Gesang des Muezzins von der Moschee direkt neben dem Hotel an (die weltliche Musik gewinnt 😉), wir gönnen uns wieder eine Pizza frisch aus dem Ofen und zum Tagesausklang legt sogar eine DJane auf.
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  • Samboja Lestari

    9. mai, Indonesia ⋅ 🌧 29 °C

    Wir fahren mal wieder in den Dschungel 🌳🌴🌳 In der Nähe der Ortschaft Samboja betreibt die Borneo Orang Utan Survival Foundation https://www.orangutan.or.id/ eine Auffangstation für Orang Utans und für Malaienbären. Außerdem eine Lodge für Touristen wie uns 😁 Wir gönnen uns eines der Zimmer ganz oben auf dem Turm und haben vom Balkon aus einen phantastischen Blick über die Baumwipfel 🌳🌴🌳 Da hauptsächlich internationale Besucherinnen und Besucher sowie Freiwillige in der Lodge wohnen, gibt es eine große Tausch-Bibliothek mit Büchern in vielen Sprachen und endlich mal wieder Reiselektüre für mich 📚📚
    Die Orang Utans in der Station stammen aus illegaler Haltung, aus illegalen Zoos und Zirkussen. Diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausgewildert werden können, leben auf sogenannten "Inseln" und werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt. Wir machen eine Führung entlang der Inseln mit und lernen ganz viel über Menschenaffen. Abends nach dem Sonnenuntergang steht noch eine Nachtwanderung auf dem Programm. Wir sehen zwar kaum Tiere, aber schön ist es trotzdem.
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  • Sungai Wain

    10. mai, Indonesia ⋅ 🌧 28 °C

    Rund um die Samboja Lodge wurde der Regenwald in den vergangenen 50 Jahren wieder aufgeforstet. Eine Stunde Autofahrt entfernt gibt es noch Primärwald - also Dschungel, der noch ursprünglich erhalten ist. Von der Lodge aus wird eine Wanderung durch diesen Wald angeboten und das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Der Sungai Wain wurde schon in den 1930er Jahren vom damals regierenden Sultan unter Schutz gestellt. Die Stiftung, die auch die Auffangstation betreibt, wildert unter anderem hier die Orang Utans aus 🦧 Für uns bewahrheitet sich mal wieder einer meiner Lieblingssprüche: Regenwald heißt Regenwald, weil's regnet 🌧️🌧️🌧️ Bei dem Wetter lassen sich natürlich weder Orang Utans noch andere Tiere sehen - sind ja nicht so blöd wie Menschen, bei Regen im Wald rumzulaufen 😅 Auch wenn unser supernetter Guide sich ganz oft entschuldigt hat - für's Wetter kann er nichts und wir fanden's trotzdem toll.
    Wieder zurück in der Lodge schauen wir - inzwischen wieder bei Sonnenschein ☀️ - noch die Auffangstation für die Malaienbären (auch Sonnenbären) an und gucken auch noch mal bei den Orang Utans vorbei. Zum Tagesabschluss mal was Süßes zum Bier mit Sonnenaufgang 🌄
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  • Sungai Hitam

    11. mai, Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir finden die Arbeit der Stiftung richtig gut, also geben wir eine Spende und dürfen dafür jeder einen Baum pflanzen 🌳🌳 Franks Baum ist ein Eisenholz, der Baum mit dem härtesten Holz der Welt und mein Baum ist ein Bangkirai - das sind die Bäume, die in Größenordnungen abgeholzt werden, um zu Gartenmöbeln und Poolumrandungen weiter verarbeitet zu werden.
    Den Rest des Tages verbringen wir mit Gucken und Lesen auf der Terrasse, bis dann am späten Nachmittag eine Bootsfahrt auf dem Sungai Hitam, dem Schwarzen Fluss, auf dem Plan steht. Und das ist noch mal ein Höhepunkt des Aufenthaltes in Samboja - wir sehen Nasenaffen 🐒, ein Salzwasser-Krokodil 🐊, eine kleine Phyton 🐍, viele Vögel 🐦 und zu guter Letzt noch einen Waran. Die Bootsfahrt selbst ist phantastisch schön, wir fahren den Fluss entlang bis fast an's Meer. Die Menschen leben in Pfahlhäusern am und im Fluss und wir sind nur am Winken, weil alle uns grüßen 🙋🏻‍♀️🙋🏻‍♂️ Der Sonnenuntergang ist das Sahnehäubchen auf dem Tag🍦
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  • Über Bukit Bangkirai nach Nusantara

    12. mai, Indonesia ⋅ 🌧 30 °C

    Es war sooo schön in der Lodge, aber alles hat ein Ende ... Wir fahren weiter nach Nusantara, der neuen Hauptstadt Indonesiens, dazu später mehr. Auf dem Weg dorthin liegt Bukit Bangkirai - alle empfehlen uns, dort einen Zwischenstopp zu machen, also machen wir das. Bukit Bangkirai ist Regenwald mit ein paar Wanderwegen und der Höhepunkt: ein Baumwipfel-Pfad aus Hängebrücken. Ich weiß schon, warum ich das eigentlich abklemmen wollte 😳 Zum Glück ist niemand außer uns da und damit auch niemand hinter mir, der drängelt. Den Turm schaffe ich noch problemlos per Treppe - aber dann ist auf 40 Meter Höhe Schluss für mich, während der höhentaugliche Teil der Reisegruppe fröhlich die Hängebrücken abläuft. Er sieht aber von den Plattformen aus auch nicht mehr als ich - keine Affen, keine Vögel etc. Der Wanderweg durch den Wald ist dann richtig schön.
    Die Fahrt geht weiter nach Nusantara. Als wir ankommen, regnet es - also erst einmal Kaffee und Kuchen und dann der Abendspaziergang - der erste überhaupt auf der ganzen Reise.
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  • Nusantara, Tag 1

    13. mai, Indonesia ⋅ 🌧 30 °C

    Jakarta ist die Hauptstadt Indonesiens und hat - wie viele Mega-Cities - riesige Probleme: es liegt nur neun Meter über dem Meeresspiegel und sinkt wegen der zunehmenden Bebauung und der Entnahme des Grundwassers immer weiter ab, während der Meeresspiegel steigt. Die Hälfte der Stadt befindet sich schon unter Normalnull. Jedes Jahr wird Jakarta überschwemmt, während der Regenzeit kann das Wasser nicht abfließen. Dazu kommen der chaotische Verkehr und die Staus, Bevölkerungszuwachs, damit verbunden die Ausweitung der Slums, das Müllproblem usw. Die Lösung der indonesischen Regierung: wir bauen uns eine neue Hauptstadt 🏗️🏗️ Und zwar auf Borneo, weil's dort keine Vulkane und Erdbeben gibt, dafür aber viel Platz. Also, eigentlich ist da ja Dschungel, aber der ist schnell gerodet 🪚 und so wird seit einigen Jahren eine super moderne Stadt im Osten Kalimantans gebaut. Offiziell ist sie sogar seit 2024 schon eröffnet, aber so richtig umgezogen sind die Regierungsbeamten noch nicht. Das Ganze heißt Ibu Kota Nusantara - also Hauptstadt Nusantara. Nusantara ist der Begriff für die Inselwelt Indonesiens.
    Da wir in der Nähe sind, müssen wir uns das natürlich anschauen. Es gibt ein einziges Hotel einer bekannten Hotelkette, ansonsten keine touristische Infrastruktur. Dafür aber breite Fußwege (ist nur niemand da, der läuft), Fahrradwege ohne Ende (ohne Fahrräder) und ganz viel Grün. Einige Prestige-Bauwerke sind schon fertig - wir gehen seit Wochen das erste Mal spazieren und sind schon ziemlich beeindruckt.
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