• Anne Kramer
  • Rüdiger Kramer
October 2019

Südschwarzwald - Tour 2019

A 15-day adventure by Anne & Rüdiger Read more
  • Trip start
    October 5, 2019

    Basel und Emil

    October 5, 2019 in Switzerland ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute hat uns der Wecker bereits um 4 Uhr aus den Betten geholt; so können wir also über einen richtig langen ersten Urlaubstag berichten. Berlin hat sich mit einem unangenehmen Landregen von uns verabschiedet, die Anreise zum Hauptbahnhof verläuft jedoch unproblematisch und unser ICE steht bei unserem Eintreffen schon einladend am Bahnsteig. Nachdem Räder und Gepäck gut verstaut sind, haben in den folgenden 8 Stunden nur die Kaumuskeln was zu tun, um sich intervallweise durch den üppigen Proviantberg zu kämpfen. Mit Lesen, Rätseln und "einfach nur sitzen" vergeht die Zeit rasch und gegen 14 Uhr erreichen wir Basel. Der Weg zum Hotel geht durch die schöne Innenstadt mit Überquerung des Rheins. Am Hotelempfang erhalten wir außer dem Zimmerschlüssel noch Tickets, mit denen wir kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. So stürzen wir uns in das bunte Straßenbahngewimmel und fahren zunächst zum Theater, um Karten für die Abendveranstaltung zu erwerben. Dann schlendern wir durch die hübschen Gassen und erfreuen uns an vielen hochwertig restaurierten alten Gebäuden. Schließlich holt uns das Berliner Schmuddelwetter ein und wir beschließen ein Ruhepäuschen im Hotel, bevor wir zum Theater aufbrechen. Es erwartet uns ein Kabarettabend mit Emil, der uns im Fernsehen und auf Schallplatte bereits vor über 30 Jahren erfreut hat. Hier in seiner Heimat spricht er Schwyzerdeutsch; das ist für unsere Ohren schwierig, man hört sich ein bisschen ein, Rüdiger mehr und ich weniger. Jetzt gibt es noch ein gepflegtes Glas Wein und dann wird das Licht gelöscht.Read more

  • Vitra Design und Surrealismus

    October 6, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach spätem Frühstück verlassen wir unser Hotel in Basel und radeln zu unserer nächsten Unterkunft, das Hotel Schwanen in Weil am Rhein. Die 9 km sind keine sportliche Herausforderung, aber das Regenwetter lässt auch keine Freude aufkommen hinsichtlich Bewegung an frischer Luft. Und erfreulicherweise auch später kein schlechtes Gewissen, zu einem gemütlichen Mittagsschläfchen unter die Bettdecke zu kriechen.
    Am Nachmittag radeln wir zu dem nahe gelegenen Vitra Design Museum. Die Firma Vitra baut seit vielen Jahren in Weil Stühle (weshalb die Stadt auch den Beinamen "Stadt der Stühle" trägt) und hat ein interessantes Museum geschaffen, wo einerseits ihre Kollektionen der letzten Jahrzehnte kurzweilig und zum Ausprobieren präsentiert werden und andererseits eine Ausstellung unter dem Motto "Dialog zwischen Surrealismus und Design" zusammengestellt worden ist. Wir erfahren anhand vieler Exponate, dass der Surrealismus aus der Welt des Traums, des Unbewussten und des Zufalls eine neue künstlerische Realität zu erschaffen versucht. Das Resultat sind teilweise ziemlich irritierende Objekte; die gezeigten Gebrauchsgegenstände sind neben einer gewissen Funktionalität Anlass zum Schmunzeln oder diversen Kopf-Kino-Fantasien. Der Begründer des Surrealismus, Andre Breton, sagt treffend, surrealistische Kunstwerke seien "schön wie die unvermutete Begegnung eines Regenschirms und einer Nähmaschine auf einem Seziertisch" .
    Der Abend klingt aus mit einem vorzüglichen Abendessen sowie einem Gläschen Wein, das wir auf das Wohl unseres Neffen Georg trinken, der heute Geburtstag hat.
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  • 3 Länder auf einen Streich

    October 7, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Während wir beim Frühstück sitzen, trommelt der Regen auf das Dach des Wintergartens und Kaffee trinkend und Zeitung lesend schieben wir die Tagesplanung vor uns her. Schließlich motivieren wir uns für eine Radtour nach Basel, notfalls als Kennenlerntour einer Handvoll Museen, falls das Wetter so bleibt. Kaum in die Regenhosen geschlüpft hört es prompt auf zu nieseln und mit wachsend guter Laune radeln wir auf Basel zu. Da inzwischen immer mal die Sonne hervorlugt, kommt die Pracht der uralten und perfekt sanierten Häuser im Stadtzentrum gut zur Geltung. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von der Kirchturmspitze des Baseler Münsters, den wir uns durch fleißiges Treppensteigen wohlverdient haben. Im Anschluss radeln wir nach Arlesheim, wo es einen prächtigen Dom zu besichtigen gibt. Auf dem Rückweg nach Basel durchfahren wir einen hübsch gestalteten Landschaftspark, wo sogar ein lebensgroß nachgebildeter Saurier die Spaziergänger erfreut. Auf dem Heimweg nach Weil entschließen wir uns noch zu einem Abstecher nach Frankreich. Zunächst geht es an riesigen Industrieanlagen von Novartis und Weleda vorbei, dann erreichen wir die nette Kleinstadt Huningue. Von dort gibt es eine Fußgängerbrücke über den Rhein und schon sind wir wieder in Weil. Auf der Brücke genießen wir einen prächtigen Sonnenuntergang. Das hatten wir morgens nicht vermutet, dass wir in 3 Ländern unterwegs sein und so viele schöne Dinge sehen würden. Heute haben wir 45 km in die Pedalen getreten, gestern waren es nur 14 km und gar vorgestern nur 5 km.Read more

  • Von Weil nach Heitersheim

    October 8, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Während es nach unseren Wetterinformationen nahezu in ganz Deutschland regnet, haben wir das große Glück, die heutigen 57 km bis auf ein 15minütiges Niesel-Intermezzo im Trockenen zu absolvieren, dazu noch mit einer Prise Rückenwind. Gelegentlich lugt auch mal die Sonne hervor und lässt die herbstliche Natur besonders schön leuchten. Die heutige Tour verläuft über weite Strecken direkt am Rheinufer. Der Rhein präsentiert sich teilweise gar sanft und romantisch und wir können an den Ufern und auf dem Wasser viele Vögel beobachten, u.a. Kormorane, Reiher, bunte Enten und Schwäne. Kurzer Zwischenstop in Bad Bellingen, um eine kleine Runde im schönen Kurpark zu drehen. Nächste Pause mit Picknick in Neuenburg; dort trinken wir auf dem Marktplatz einen Milchkaffee mit Blick auf einen Brunnen, der statt mit Wasser mit Kürbissen gefüllt ist. Schließlich durchfahren wir das hübsche Örtchen Heitersheim und erreichen auf einer Anhöhe das Weingut Schmidt, wo wir heute planmäßig in einem Weinfass übernachten. Mit Blick auf die liebliche Landschaft speisen wir zu Abend und stoßen auf das Wohl unseres Geburtstagskindes Jakob an.Read more

  • Regen und Sonne

    October 9, 2019 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Heute darf unsere Regengarderobe mal zeigen, was sie kann. (Um es gleich vorweg zu nehmen, meine Regenhose hat nicht verhindert, dass die Jeans nass geworden sind - kann aber auch Schweiß von innen sein...). Eigentlich hatte ich zur Abfahrt bereits den Titel des heutigen Blogs im Kopf, nämlich "Regenradeln ins Hotel Sonne", aber ganz so arg hat es uns mit dem schlechten Wetter dann doch nicht erwischt; weit mehr als die Hälfte der Zeit schweben die Wolken völlig passiv über uns. Bei der Ausfahrt aus Heitersheim freuen wir uns über die trotz dunkelgrauem Himmel farbenprächtige Natur. Auf Empfehlung der Wirtin vom Weingut modifizieren wir die vorgeschlagene Route und radeln zuerst nach Staufen, ein Städtchen mit einer wunderhübschen Altstadt. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und an einem Gebäude hängt sogar eine kleine (schmiedeeiserne) Sonne. Unserer weiterer Weg führt durch weitere Dörfer und entlang vieler Mais- , Salat- und Kürbisfelder. Die Kürbisse leuchten auch wie kleine Sonnen und werden mancherorts am Straßenrand zum Kauf angeboten. Schließlich radeln wir durch Freiburg, halten uns jedoch hier nicht auf, da wir ja Ende nächster Woche noch 2 Tage für Freiburg eingeplant haben. Nun haben wir nur noch 8 km bis Kirchzarten zu radeln, Wind und erneuter Regen mindern den Genuss, die näher kommenden Berge des Schwarzwaldes erzeugen aber bereits eine gewisse Vorfreude auf die nächsten Tage. Nach Ankunft in unserem Hotel lassen wir uns rasch den Weg in die Sauna zeigen; das ist genau das Richtige nach 37 km Radfahren. Da am Abend tatsächlich noch mal kurz die Sonne herauskommt, spazieren wir noch ein wenig durch den Ort.
    Mal sehen, ob ich Rüdiger jetzt noch zu einem kleinen Spieleabend überreden kann.
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  • Endlich im Hochschwarzwald

    October 10, 2019 in Germany ⋅ 🌧 7 °C

    Sieben Grad und Regen lassen erstmal nicht die ganz große Freude aufs Radfahren aufkommen. Nach dem Frühstück geht es zunächst nur einen Kilometer zum Bahnhof. Die Strecke von Kirchzarten nach Hinterzarten lassen wir uns geplant von der Höllentalbahn befördern. Damit haben wir schon mal etwa 400 Höhenmeter gewonnen. Von Hinterzarten bis zu unserem heutigen Ziel Bonndorf (41 km) geht es im Wesentlichen durch die schöne Natur des Schwarzwaldes. Teilweise hat man eine ehemalige Bahntrasse zum "Bähnle-Radweg" umgebaut. Das Wetter ist auch glücklicherweise nicht ganz so grimmig wie angekündigt und wir haben immer mal ein bisschen Sonne zwischendurch und 2x das Glück, einen schönen Regenbogen zu sehen.
    Vorbei geht es am Titisee, der von Scharen japanischer Touristen bevölkert ist, über Neustadt, Lenzkirch und Holzschlag. Am Wegesrand erfreuen uns viele Pilze; man hätte ohne große Anstrengung eine üppige Mahlzeit zusammentragen können. Kurz vor Bonndorf lässt eine längere Regenphase die Stimmung ein bisschen sinken, aber schließlich erreichen wir unser schönes Hotel und entspannen in der "Wellness-Oase", die ein Schwimmbad mit beheiztem Außenbecken und eine Saunalandschaft umfasst.
    In Bonndorf bleiben wir die nächsten drei Tage; morgen ist erstmal keine Radtour geplant.
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  • Lotenbachklamm

    October 11, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Den heutigen Tag kann man einen perfekten Herbsturlaubstag nennen, strahlend blauer Himmel, spätsommerliche Temperaturen, eindrucksvolle Natur.
    Nach dem Frühstück nehmen wir den Bus nach Gündelwangen, wo der Einstieg in die Lotenbachklamm ist. Diese ist eine Perle der Natur, das Wasser glitzert in der Sonne und stürzt dann metertief in steinerne Schluchten, an den Ufern alte bemooste Baumstämme, Farne, Schachtelhalme, Pilze, bekannte und unbekannte Sträucher und buntbelaubte Bäume. Am Ende der Lotenbachklamm laufen wir in der Wutach-Schlucht bis Boll - ebenfalls ein wunderschöner Weg - und von dort zurück nach Bonndorf. Das Städtchen glänzt in der Abendsonne und ganz hinten am Horizont erkennt man die Bergketten der Alpen.
    Das ist natürlich mehr als ein kleiner Spaziergang geworden und ich bin ordentlich erschöpft, aber nach leckerem Abendessen und danach noch Schwitzen in der Sauna fallen wir glücklich und zufrieden in unsere Betten.
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  • Wutach-Schlucht

    October 12, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Nächster perfekter Herbst-Wandertag; diesmal wandern wir auf einem weiteren Abschnitt der Wutach-Schlucht, lassen uns dafür mit einem Wanderbus zur Wutacher Mühle fahren und steigen am späten Nachmittag in einen weiteren Wanderbus, der uns von Boll nach Bonndorf zurückbringt. Ähnlich wie gestern haben wir zauberhafte Ausblicke, außerdem laufen wir an etwa 10 kg Hallimasch vorbei.
    Wir lassen die Bilder sprechen, heute mal nur ein kurzer Text...
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  • Von Bonndorf nach Waldshut - Tiengen

    October 13, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute ist wieder mal eine Radeletappe auf der Südschwarzwald-Rundtour dran. Wir verabschieden uns somit von unserem luxuriösen Wellness-Hotel sowie vom Hoch-Schwarzwald und mein krankes Bein ist froh, heute nicht wandern zu müssen. Bei der Ausfahrt aus Bonndorf geraten wir auf einen falschen Radweg; das kostet 8 km Umweg und eine schweißtreibende Tal-Bergfahrt, aber bei dem sommerlichen Wetter und der buntgefärbten Landschaft bleibt die gute Laune an Bord. Der größte Teil der heutigen Fahrt geht entlang des Flusses Wutach, den wir in den beiden vergangenen Tagen in Teilabschnitten bereits kennengelernt haben. Weiter stromabwärts ist die Wutach Grenzfluss zur Schweiz; in Waldshut mündet sie dann in den Rhein. Wir durchfahren wieder zahlreiche nette Ortschaften, bis wir am späten Nachmittag unser neues Domizil in Tiengen erreichen. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, erkunden wir per Rad ein bisschen die Ortschaft und lassen uns auf dem Marktplatz Zwiebelkuchen und Federweißer schmecken. Mit knapp 62 km haben wir heute wohl unsere längste Etappe absolviert. Bei dem guten Wetter ist uns dies nicht sonderlich schwer gefallen; trotzdem freuen wir uns noch auf angenehme Entspannung in der Sauna.Read more

  • Rheinfall

    October 14, 2019 in Switzerland ⋅ ☀️ 18 °C

    Da wir für 2 Nächte in Tiengen eingebucht sind, müssen wir keine vorgeplanten Entfernungen radeln und entschließen uns, mal dem Rheinabschnitt Richtung Schaffhausen einen Besuch abzustatten. Das Wetter ist wieder fantastisch; als wir eine Wiese mit Krokussen entdecken, wähnen wir uns beinahe im Frühling. Der Weg am Rhein ist so einladend schön, dass wir vor lauter Übermut beschließen, die ganze Strecke bis Schaffhausen zu bewältigen. Nach gut 30 km Wegstrecke, die wir inzwischen auf die Schweizer Seite des Rheins verlagert haben und u.a. das wunderschöne Örtchen Kaiserstuhl passiert haben, zeigen die Wegweiser, dass bis Schaffhausen noch weitere 30 km anstehen. Da sind wir dann doch ganz froh, als wir nach kurzer Zeit einen S-Bahnhof entdecken und direkt bis zum Rheinfall mit der Bahn fahren können. Nachdem wir die imposant herabstürzenden Wassermassen von verschiedenen Seiten fotografiert haben, radeln wir weiter in die Altstadt von Schaffhausen. Als wir vor 11 Jahren mit Jonas im Rahmen der Bodensee-Umrundung in Schaffhausen waren, ist uns damals dieser schöne Teil der Stadt mit alten, kunstvolle Erker tragenden Häusern verborgen geblieben.
    Für den Rückweg leisten wir uns wieder eine Zugfahrt; die Zeit vergeht auch allzu schnell und es wird schon bald dunkel. Sind immerhin 41 km geradelt. Für den Tagesabschluss ist wieder ein Saunagang geplant.
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  • Trompeterstadt Bad Säckingen

    October 15, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute werden wir mit eher spätherbstlichem Wetter konfrontiert, Wind (natürlich Gegenwind) und Wolken, die am Vormittag noch gelegentlich die Sonne hindurchlassen, am Nachmittag sich dann ihrer nassen Last entledigen. So haben wir ordentlich in die Pedalen getreten, um die Strecke von Tiengen nach Bad Säckingen noch im Trockenen zu absolvieren. Durch die anderen Lichtverhältnisse wirkt der Rhein, an dessen Ufer wir heute die überwiegende Strecke entlang radeln zeitweise richtig melancholisch. Bevor wir das zauberhafte Städtchen Laufenburg passieren, fahren wir an einem Atomkraftwerk vorbei; ja, zuweilen mindern auch hässliche Industrieanlagen sowie laute Straßen in der Nähe der Radwege das reine Radelvergnügen. In Bad Säckingen angekommen, nutzen wir die nach Wetterprognose letzte trockene Stunde, um die hübsche Altstadt sowie die längste überdachte Holzbrücke Europas zu besichtigen. Den Namen "Trompeterstadt" hat Bad Säckingen nach einer Legende, wo sich eine Adlige im 17.Jahrhundert nicht standesgemäß in einen Trompeter verliebte und die Beiden letztlich eine glückliche Ehe führten.
    Das in Bad Säckingen befindliche Trompetenmuseum ist unsere nächste Anlaufstelle; leider ist heute jedoch Ruhetag. So lassen wir nach erneut 40 km Radelstrecke und inzwischen kräftigem Regen den Tag entspannt im Hotel ausklingen. Von unserem Hotelfenster aus haben wir einen fantastischen Blick auf die berühmte Holzbrücke und den Rhein.
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  • Über den Dinkelberg nach Efringen

    October 16, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Ihr armen Berliner müsst heute nasses Schmuddelwetter ertragen, während wir den ganzen Tag mit Sonnenschein verwöhnt werden. Zunächst unternehmen wir einen erneuten Versuch, das Trompetenmuseum zu besichtigen, aber es öffnet erst um 14 Uhr; solange können wir nicht warten. Zum Abschied von Bad Säckingen statten wir der überdachten Holzbrücke aus dem 17./18. Jahrhundert nochmal einen Besuch ab und radeln dann am Rheinufer bis Rheinfelden. Würden wir diesen Weg weiter verfolgen, wären wir in einer guten Stunde wieder in Basel, wo vor 12 Tagen unsere Reise begonnen hat. Da wir noch Freiburg besichtigen wollen und nicht 2 Tagesetappen auf gleicher Strecke wie vor eineinhalb Wochen fahren wollen, nehmen wir die sportliche Herausforderung an und wählen den Weg über den Dinkelberg und weitere Hügel, so dass wir am Ende unserer 58 km langen Tour auch 462 Meter bergauf vermelden können (bergab zählt Rüdigers Fahrradcomputer nicht). Der Weg kreuzt Lörrach im Norden und führt durch mehrere nette Dörfer, vor allem aber auch durch farbenfrohe Waldgebiete. Dank des fantastischen Wetters und der vielfältigen Eindrücke blicken wir wieder auf einen gelungenen Urlaubstag zurück.Read more

  • Über die Weinberge nach Freiburg

    October 17, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Als ich heute früh erwache, kommt mir mein süßes Stoff-Faultier, welches bequem auf meinem Wohnzimmersofa sitzt, in den Sinn und ich habe gleich die gute Idee, mit dem Zug von Efringen-Kirchen nach Freiburg zu gelangen. Schließlich gelingt es dem guten Wetter und Rüdiger jedoch, mich zum Radeln der letzten Etappe zu bewegen. Da habe ich mich ja auf was eingelassen...
    Da wir auf neuen Wegen nach Freiburg fahren wollen, lassen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Rhein links liegen und gucken uns eine alternative Route gen Norden aus, die fast den Anschein einer gewissen Abkürzung erweckt.
    Wir starten die ersten Kilometer gleich mit einer ordentlichen Steigung, die nur Rüdiger ohne Absteigen bewältigt und werden auch prompt mit einer wunderschönen Aussicht übers Land belohnt. Nach der kurzen Freude des Bergab-Radelns folgt der nächste Berg, dann der übernächste usw. Dieses "Intervall-Bergauf-Fahren" lässt den Kreislauf auf Hochtouren arbeiten; wie gut hat es doch mein kleines Faultier... Die Berge sind überwiegend mit Weinstöcken bepflanzt; wir tun uns gütlich an weißen und roten Trauben; das ist schon eine gewisse Entschädigung. Von einer Anhöhe haben wir einen Blick über den Rhein hinweg bis weit nach Frankreich hinein; ob das wohl die Vogesen sind? Im Verlauf unserer Tour wird es immer wolkiger und grauer; ab Kilometer 50 packen wir schließlich unsere Regenjacken aus und radeln die letzten Kilometer im Nassen. Rüdigers Fahrradcomputer teilt uns mit, dass wir heute 56 km in die Länge und 746m in die Höhe geradelt sind. Nach der heutigen Anstrengung werden wir nun gleich mal Ausschau halten, ob es im Hotel eine Sauna gibt. Die Erkundung von Freiburg muss auf morgen warten.
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  • 22 km durch Freiburg

    October 18, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Frühstück auf den letzten Drücker, dann geht es per Rad in die Innenstadt. Noch scheint die Sonne, aber nicht mehr lange. Wir beginnen mit der Besteigung des berühmten Freiburger Münsters, haben von oben eine wunderbare Sicht auf die Stadt. Um 12 Uhr stehen wir neben der großen Glocke und haben ein über mehrere Minuten dauerndes Geläut aus unmittelbarer Nähe. Danach gibt es einen Bummel durch die Fußgängerzone und wir sitzen eine Weile auf dem Marktplatz. Als der Regen losgeht, besichtigen wir das Münster in Ruhe von innen.
    Radfahren macht in Freiburg Spaß, da es sehr viele Fahrradstraßen gibt, u.a. einen kilometerlangen Fluss-Radweg entlang der Dreisam, die durch Freiburg fließt. Mitten im Fluß erspähen wir sogar einen Reiher.
    Am Nachmittag gönnen wir uns ein Ruhepäuschen im Hotel. Den Abend krönt ein wunderschönes Bach-Mendelssohn-Konzert in der Christuskirche mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble (Chor und Barockorchester).
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  • Heimreise

    October 19, 2019 in Germany ⋅ 🌧 13 °C

    Der ausdauernde Regen, der heute Vormittag das Freiburger Gebiet überzieht, hält die Lust auf letzte Erkundungen im Zaum und ist - positiv gesehen - ein ganz angenehmer Entschleunigungsfaktor für den letzten Reisetag. Frühstück und Packen ganz in Ruhe, danach ein gemütliches Lesestündchen in der Hotel - Lobby. Als wir um 12 Uhr eine Regenpause bemerken, nutzen wir diese, um trocken zum Hauptbahnhof zu gelangen. In einem Bahnhofs-Cafe setzen wir unsere Zeitungsschau fort, bis wir kurz vor halb vier (mit fast einer halben Stunde Verspätung) in den Zug steigen.
    Hier ist reichlich Zeit, vieles Erlebte nochmal Revue passieren zu lassen. Wir haben abwechslungsreiche Tage hinter uns, sind insgesamt 483 km geradelt, haben wahrscheinlich trotzdem mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, haben verschiedene regionale Weine gekostet, haben viel mehr geschlafen als im Alltag, waren häufig in der Sauna, haben ein wenig unsere botanischen Kenntnisse erweitert, haben zwei traumhafte Wanderungen im Hochschwarzwald absolviert, können insgesamt auch mit dem Wetter recht zufrieden sein. Wir haben einige Abschnitte des Rheins kennengelernt, die hinsichtlich ihrer Schönheit weit über unseren Erwartungen lagen.
    Trotzdem können wir es nun auch kaum erwarten, wieder nach Hause zu kommen. Wir freuen uns auf unsere Kinder, die ganze Familie. An dieser Stelle schon mal ein Dankeschön an Jonas, der nach Wunschliste unseren Kühlschrank gefüllt hat.
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    Trip end
    October 19, 2019