A 17-day adventure by Mijukiontour
  • Day14

    Fes

    March 24 in Morocco ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich hatte mich schon sehr auf den heutigen Tag gefreut. Schon öfters habe ich geführte Touren gebucht und damit immer gute Erfahrungen gemacht. Einmal mit einem Einheimischen durch die verwinkelten Gassen von Fes zu schlendern, interessante Geschichten über die Einwohner zu erfahren oder auch authentisch marrokanische Küche zu probieren. Es hätte so schön werden können, doch es sollte ganz anders kommen. Es regnete bereits die ganze Nacht, und auch am Morgen lichtete sich die Wolkendecke nicht. Am liebsten hätte ich mir die Bettdecke über den Kopf gezogen und wäre im Bett liegen geblieben. Doch da ich ein schlechtes Gewissen habe so kurzfristig abzusagen, rappel ich mich auf und mache mich fertig.
    Ich warte am verabredeten Treffpunkt und einige Minuten später kommt auch schon der Guide auf mich zu. Vom Rest der Gruppe fehlt allerdings jede Spur... wie sich herausstellt haben sie die Tour spontan gecancelt. Und so starteten wir zu Zweit am bekannten Bab Bou Jeloud ( dem bekannten Blauen Tor von Fes). Nach einer kurzen wortkargen 'Frühstückpause' geht es hinein in die Medina. Bei ein paar Moscheen machen wir Halt und er erzählt mir ein paar Details, doch wirkliche Begeisterung will nicht aufkommen. Der nächste Stopp ist in einem Teppichladen, wo ich die ganze Verkaufsveranstaltung alleine 'genieße', während ich mir schon die passenden Argumente überlege, warum ich nichts kaufen möchte. Im Anschluss geht es in ein Textilgeschäft, dann in eine Apotheke gefolgt von den Gerbereien, die selbstverständlich nur durch ein Lederwarengeschäft zu erreichen sind. Mittlerweile bin ich stocksauer über die dreiste Art. Jede gebuchte Tour beinhaltet oft eine 'Möglichkeit' sich die Produktion von landestypischen Produkten anzusehen um dann im Anschluss etwas erwerben zu können. Doch das ist normalerweise charmant. Die heutige Tour hingegen ist eine Unverschämtheit, und darum beende ich die Tour vorzeitig und gehe wütend zurück zum Hostel.
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    Traveler

    Warum in eine Apotheke??

    4/8/22Reply
    Mijukiontour

    Das habe ich mich auch gefragt 😂, dort konnte man Gewürze, Tee und Öle kaufen 🙄

    4/8/22Reply
    Traveler

    Gabs wenigstens Trinkgeld für ihn?

    4/8/22Reply
    Mijukiontour

    Natürlich nicht

    4/8/22Reply
    Traveler

    Tourismus ist auch nicht mehr das was es mal war

    4/8/22Reply
     
  • Day13

    Medrasa al Attarine

    March 23 in Morocco ⋅ ☁️ 17 °C

    Eine wunderschöne ehemalige Koranschule inmitten von Fes, in der die Schüler auch wohnen konnten. Mittlerweile gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe, und ist eine der wenigen Medrasen die man als Frau besichtigen darf.Read more

  • Day12

    Volubilis

    March 22 in Morocco ⋅ ⛅ 16 °C

    Diese Ruinen sind die ersten marokkanischen Kulturstätten vor der Eroberung des Landes durch die Araber im 7. Jahrhundert. Einige Wohnhhäuser sind noch gut zu erkennen anhand der am Boden befindlichen Mosaiken. Thermalanlagen, Getreidespeicher, die Basilika und auch der Triumphbogen sind noch relativ gut erhalten.Read more

  • Day11

    Fes

    March 21 in Morocco ⋅ ⛅ 19 °C

    Die größte Medina von Afrika ist zum Teil so verwinkelt, daß man wirklich Panik hat nicht mehr zurück zu finden. Anfangs habe ich noch großen Respekt vor meiner neuen Umgebung, und so begleitet mich in der Früh netterweise der Typ aus der Unterkunft zum Bankautomaten, damit ich mich nicht verlaufe. Wenig später versuche ich selbst mein Glück und bleibe überwiegend auf den zwei größeren Hauptgassen. In den nächsten Tagen habe ich eine geführte Tour durch die Altstadt gebucht, um auch etwas versteckte und weniger touristische Ecken zu sehen. Gegen Mittag probiere ich ein Restaurant in der Nähe aus, und wie es der Zufall will, treffe ich dort einen anderen Fahrgast von gestern wieder, und das in einer Medina mit über 9000 kleinen Gassen. Nach dem leckeren Lunch besorge ich noch ein paar Souvenirs und genieße anschließend die Abendstunden auf der riesigen Dachterrasse meiner Unterkunft. Am Nebentisch sitzen Marrokanerinnen, und wir kommen ins Gespräch. Wir unterhalten uns über unsere Kulturen und Marokko, und sie schlägt vor mir ihre Heimatstadt Fes zu zeigen. Das ist das Gute daran, wenn man alleine verreist, man lernt ständig neue Menschen kennen, und verbringt eine schöne Zeit mit Ihnen.Read more

  • Day9

    Merzouga

    March 19 in Morocco ⋅ 🌙 20 °C

    Ein weiterer Tag den ich fast nur im Bus verbringe. Hin und wieder ein unbedeutender Stop, doch das ist alles nichts im Vergleich zum Highlight dieser Tour. Gegen 18 Uhr kommen wir endlich an unserem Ziel an... der Sahara. Und ich bin überwältigt von diesem Anblick. Ich habe allerdings nicht genügend Zeit um mich daran satt zu sehen, denn nach gerade einmal fünfzehn Minuten ist es auch schon wieder Zeit um aufzubrechen. Damit wir das Wüsten Camp noch rechtzeitig erreichen bevor es dunkel wird, müssen wir pünktlich los. Schnell packe ich das Nötigste für eine Übernachtung zusammen, und mache mich dann mit den anderen Reisenden auf zum Treffpunkt. Hier werden wir schon von unserem Guide und den Kamelen erwartet. Nach ein paar ersten Schnappschüssen bekommt jeder von uns ein Kamel zugeteilt. Etwas umständlich ist es schon, auf dem Tier Platz zu nehmen, doch mit etwas Hilfe klappt es ganz gut, und kurz darauf bewegt sich unsere Karawane langsam durch die Dünen. Es ist ein unglaublich schöner Moment. Diese Umgebung strahlt so eine Ruhe aus, es ist vollkommen windstill und absolut leise. Mehr als eine Stunde sind wir unterwegs, als es langsam beginnt dunkel zu werden. Es ist ein bißchen surreal, so weit weg von der Zivilisation zu sein. Umgeben von nichts anderem als Sand sind wir komplett auf unseren Guide angewiesen. Ich bin überrascht, wie er uns ohne jegliche Hilfe nur anhand von Erfahrung durch die Sahara führt. Hinter jedem Hügel vermute ich das Camp, doch erst kurz vor halb acht, als es schon richtig dunkel ist erreichen wir unsere Unterkunft für diese Nacht.Read more

    Traveler

    Kamele sind in Afrika üblicherweise die Währung für den Brautkauf. Um Missverständnissen vorzubeugen: dieser Preis steht dem Vater der Braut zu. Vielleicht kann man sie hier integrieren als KPNV als Kamel orientierter Personen Nahverkehr. 🐫🚊🤒

    3/24/22Reply
    Mijukiontour

    Du kommst auf Ideen 😊, aber ich muss dich leider enttäuschen, es gibt keine Kamele für dich 😉

    3/24/22Reply
     
  • Day8

    Ben Haddou

    March 18 in Morocco ⋅ ⛅ 13 °C

    Ein langer Tag liegt vor mir, den ich überwiegend im Bus verbringen werde. Der erste Stop ist das Ksar Ait Ben Haddou, ein ehemaliges Berberdorf. Seit 1987 Teil des UNESCO Welterbes, kann man hier noch die ursprünglichen Behausungen der Berber besichtigen. In traditionellen Lehmhäusern sind alle Lebensbereiche untergebracht, ob Waschstelle, Kochnische oder die Stallungen der Tiere. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Berber weggezogen, so das heutzutage nur noch fünf Familien in diesem Dorf wohnen. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie neben den wenigen Einkünften vom Tourismus überwiegend durch die vielen Hollywood Produktionen die hier gedreht werden, wie z.B. Gladiator, Indiana Jones oder Game of Thrones. Der Rest der Tour ist relativ unspektakulär, ein paar Stops um die Beine zu vertreten und die obligatorische Mittagspause. Es ist bereits spät am Abend als wir in unserer ersten Unterkunft ankommen. Unglücklicherweise bin ich ganz alleine in einem Hotel untergebracht, doch das sollte sich schnell ändern. Spät am Abend checkt eine Gruppe von Teenagern ein, und der Lärmpegel steigt unmittelbar auf 100 db an. Es werden Türen geknallt, quer durch den Raum gebrüllt und die Soundboxen auf volle Lautstärke gedreht. Um schlafen zu können bitte ich kurzerhand den Typen an der Rezeption um ein ruhigeres Zimmer, und werde in eine ruhige Suite einquartiert. Erschöpft von der langen Reise schlafe ich sofort ein.Read more

  • Day7

    Marrakesch

    March 17 in Morocco ⋅ ⛅ 17 °C

    Ich habe mich entschieden doch nicht nach Agadir zu reisen. Stattdessen bleibe ich noch eine weitere Nacht hier in Marrakesch. Bei einer dreistündigen Fahrt mit dem Bus ist es mir dann doch zu stressig. Aufgrund eines Erdbebens von 1960 ist dort nicht mehr all zu viel übrig geblieben von der einst schönen antiken Architektur. Die Stadt besticht eher durch neue Häuser und der günstigen Lage am Atlantik. Möglicherweise komme ich ein anderes Mal hierher zurück. Oftmals kann man sich sowieso nicht alles anschauen, und bekommt nur einen flüchtigen Eindruck der Stadt. Für meine letzte Nacht habe ich mir ein eigenes Zimmer gegönnt, und genieße den Luxus eines eigenen Badezimmers, bevor es weiter geht auf eine 3-tägige Tour durch die Wüste bis nach Fes. Mit meinen Roommates besuche ich einen weiteren Garten von Marrakesch, den Jardin Majorelle. Im Jahre 1980 kaufte Yves Saint Laurent diesen Garten und holte sich hier die Inspiration für seine Kollektionen. Nachdem er sich aus der Modewelt zurückgezogen hatte, wurde der Garten mitsamt der Villa ein Rückzugsort für den Designer.Read more

  • Day6

    Jamaa El Fna

    March 16 in Morocco ⋅ ⛅ 13 °C

    (Platz der Gehängten)
    Ein Platz inmitten der Medina, der wie kaum ein anderer das marokkanische Lebensgefühl widerspiegelt. Und so ist es kein Wunder, daß die UNESCO ihn 2008 auf die Liste des immateriellen kulturellen Welterbes gesetzt hat. Unsere Tour endet hier, und wir nutzen die Gelegenheit diesen Platz einmal am Abend zu erleben. Bereits tagsüber ist es ein Erlebnis über den Platz zu schlendern. Hier findet man nicht nur den klassischen Schlangenbeschwörer der seine kleinen Kobras mit seiner Musik 'tanzen' lässt, die dressierten Affen die ihre Kunststücke präsentieren, oder die Frauen die ihre Hennatattoos anpreisen, sondern auch eine Vielzahl von Buden an denen man frisch gepresste Säfte erwerben kann. Begleitet wird dies von dem Geräusch allgegenwärtiger Fortbewegungsmittel, sei es ein klassischer Handkarren der Waren transportiert, ein Motorrad auf dem eine ganze Familie Platz findet oder auch eines der unzähligen Taxis die in einer Endlosschleife neue Touristen in die Stadt bringen. Doch erst am Abend entfaltet er seinen ganzen eigenen Charme. Es gleicht einer großen Show die Seinesgleichen sucht. Zwischen all den kleinen Essensständen an denen man all die traditionellen marokkanischen Speisen und Getränke probieren kann, findet man auch jede Menge anderer Attraktionen. Zum einen die Geschichtenerzähler, die ihre Abenteuer zum Besten bringen, selbstverständlich nicht ohne genügend Trinkgeld einzufordern an besonders spannenden Stellen, oder auch die Wahrsagerinnen die eine rosige Zukunft prognostizieren.
    Dieser Platzt ist definitiv einzigartig, und egal wie viele Fotos und Videos ich mache, all die unterschiedlichen Geräusche, die verschiedenen Gerüche, die orientalische Musik und die freundlichen Menschen hier kann man nicht wirklich beschreiben, diese ganz besondere Atmosphäre muss man selbst erlebt haben.
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