• Isabell H.
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Südafrika

A 28-day adventure by Isabell. Read more
  • Trip start
    September 23, 2026

    Graskop

    September 25 in South Africa ⛅ 24 °C

    Für den heutigen Morgen hatten wir uns nur eine Sache vorgenommen – ausschlafen. Das hat trotz fehlender Rollos erstaunlich gut funktioniert. So starteten wir ausgeruht in unseren ersten richtigen Tag. Ich war dabei definitiv deutlich aufgeregter als Philipp. Nach einem schnellen und unkomplizierten Frühstück wagten wir uns wieder in den Linksverkehr.

    Unsere heutige Etappe führte uns über lange Landstraßen durch Laub- und Nadelwälder. Zwischendurch waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir uns gerade in Kanada, Schweden, Südafrika oder vielleicht doch im Harz befanden. Drei Stunden lang bestaunten wir die Landschaft und hielten dabei immer wieder Ausschau nach Tieren. Für die heutige Fahrt war uns allerdings keine einzige Tiersichtung vergönnt.

    Zunächst fuhren wir zu unserer Unterkunft, um unser Gepäck loszuwerden. Anschließend ging es ein Stück auf der Panoramaroute weiter, wo wir die ersten Aussichtspunkte abklapperten. Nachdem wir davon genug gesehen hatten, schlenderten wir noch durch das süße Örtchen, kehrten in einem Restaurant ein und stöberten durch die kleinen Handwerksläden.

    Pünktlich zum Sonnenuntergang kehrten wir schließlich in unsere Unterkunft zurück. Jetzt lassen wir den Tag gemütlich ausklingen und planen schon einmal, was der morgige Tag für uns bereithält.
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  • Blyde River Canyon

    September 26 in South Africa ☁️ 23 °C

    Den heutigen Tag konnten wir erneut ganz entspannt angehen - das Tagesprogramm war überschaubar und der Zeitplan nicht sonderlich streng.
    Pünktlich 8 Uhr brachte uns die Housekeeperin ein fabelhaftes Frühstück zu unserer kleinen Sitzecke in der Sonne, direkt vor unserem Zimmer. Die am Vortag abgefragten Präferenzen hatte sie zwar wieder vergessen, aber die Pilze habe ich aus dem Omelette einfach aussortiert.
    Gut gesättigt ging es für uns heute zum Blyde River Canyon. Unser erster Halt sollten die Bourke's Luck Potholes sein - nach einem Goldsucher benannte, zylindrische Strudellöcher. Vor Ort angekommen begegneten wir zunächst einem kleinen Affen, welcher ganz entspannt auf einer der Bänke saß und wartete bis von den Besuchern etwas essbares abfiel.
    Kurze Zeit später kamen wir bereits aus dem Staunen kaum noch heraus. Die Landschaft und auch die Strudellöcher waren ausgesprochen schön anzusehen und in echt um ein Vielfaches schöner, als es ein Foto abbilden könnte.
    Wir schlenderten eine ganze Weile über die rotbraunen Felsen, ehe wir zum Auto zurückkehrten, um zu den Three Rondavales - drei Felskuppen aus Quarzit und Schiefer, die an traditionelle afrikanische Rundhütten erinnern - zu fahren.
    Trotz der vielen Reisebusse fanden wir hier das ein oder andere Fleckchen, an das sich kaum ein Polster&Pohl-Reisender verirrte - vermutlich aufgrund mangelnder Trittsicherheit.
    Auch hier schlenderten wir über die Felsen und bestaunten den Ausblick über den Blyde River Canyon.
    Mit dem ersten Sonnenbrand auf den Schultern ging es anschließend wieder zurück nach Graskop. Hier folgte nur noch ein kleiner Einkauf und ein ausgesprochen köstliches Abendessen beim Italiener.
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  • Manyeleti Game Reserve

    September 27 in South Africa ☀️ 31 °C

    Von der Sonne geweckt starteten wir voller Vorfreude in den neuen Tag. Schließlich waren wir in freudiger Erwartung auf die ein oder andere Tiersichtung. Unser Weg führte uns ins Manyeleti Game Reserve - unweit des Krüger Nationalparks.
    Bereits auf dem Weg zum Game Reserve konnten wir von der Straße aus einen Elefanten sehen.
    Nach dem Zugangstor wurde es spannend.. neben Navigation ohne Straßennamen, tiefen Schlaglöchern und Spurenrinnen galt unsere Aufmerksamkeit hauptsächlich der Umgebung, immer auf der Suche nach Tieren. Tatsächlich sahen wir noch auf dem Weg zum Camp die ersten Büffel, Springböcke, Gnus und in weiter Ferne Hippos und Elefanten.
    Im Camp angekommen warteten wir auf dem Balkon unserer Hütte auf das Mittagessen, in ständiger Begleitung einiger Nyalas und Affen. Doch dies sollte längst nicht alles sein - nach dem Mittagessen verirrten sich zwei Elefanten ins Camp, sodass wir plötzlich nur etwa fünf Meter neben einem wilden Elefanten standen.

    Anschließend ging es dann zum wirklichen Tageshighlight - unsere erste Safari. Hier ließen die nächsten Elefanten nicht lang auf sich warten. Eine große Herde, mit mehreren Kälbern - eines davon gerade ein halbes Jahr alt. Wir beobachteten die tapsigen Schritte der Kleinen, ehe wir unseren Weg fortgesetzten. Im weiteren Verlauf sahen wir immer wieder verschiedene Gruppen von Elefanten. Während des Sonnenuntergangs fanden wir dann einige Zebras grasend im Busch. Der Fokus unseres Guides blieb jedoch auf einer Sache - Löwen. Also suchten wir auch nach Sonnenuntergang weiter. Im Scheinwerferlicht entdeckten wir dann zunächst eine Löwin mit ihren Jungen, allerdings tief im Busch. Gestört vom nachfolgenden Jeep zogen sie ihrer Wege.
    Einige Funksprüche später fanden wir uns plötzlich tief im Dickicht, wenige Meter neben einem Leoparden. Ein Teenager, wie uns unser Guide zu berichten wusste.
    Doch auch damit sollte es noch nicht vorbei sein.
    Der krönende Abschluss sollte ein Rudel Löwen sein. Das haben wir aber nicht etwa von weitem sehen können - nein, unser Guide fuhr mitten rein. Links neben dem Jeep im Abstand weniger Meter zwei Männchen, rechts daneben in einem Meter Entfernung eine schlafende Löwin.
    Auf dem Rückweg drehten wir, sodass einer der Löwen direkt neben mir lag. Der etwa 7-Jährige war übersät von Kampfspuren - im Gesicht und am ganzen Körper.
    Nach wenigen Minuten ließen wir das Rudel in Frieden zur Ruhe kommen und beendeten nach 4h unsere Tour.
    Als Abendessen gab es ein köstliches 3-Gänge-Menü bevor wir uns ins Bettchen machten, um Morgen ausgeschlafen zur Sonnenaufgangssafari zu starten.
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  • Hazyview

    September 28 in South Africa ⛅ 32 °C

    Noch vor Sonnenaufgang klingelte der Wecker. Kurz fertig gemacht, in der Gemeinschaftsküche ein Getränk geschnappt und schon fanden wir uns wieder in der letzten Reihe des Safariautos. Die Wolken hingen tief, der Nebel stand in der Landschaft und ein ständiger Nieselregen im Gesicht sorgte dafür, dass wir bereits nach kurzer Zeit hellwach waren.
    Nachdem wir zunächst am Wasserloch die beiden Hippos besuchten ging es erneut auf die Suche nach allem was es so zu finden gibt. Lange Zeit blieben Wasserböcke und Zebras das einzige was wir fanden.
    Doch irgendwann kam der Funkspruch eines anderen Guides - man hat zwei Löwinnen entdeckt. Noch im selben Moment verließen wir den Weg und kämpften uns mit dem Jeep durchs Dickicht.
    Als wir bei den beiden ankamen, lagen diese tiefenentspannt und vor sich hin dösend im Gras. Kurz darauf wurde uns klar, dass es nicht nur zwei Löwinnen sind, sondern noch ein Junges, welches am Bauch seiner Mutter nach Wärme und Schutz suchte.
    Nachdem wir die drei bestaunten, trafen wir kurze Zeit später auch auf zwei junge Männchen. Die beiden waren ähnlich bewegungsfreudig und hoben gerade mal ihre Köpfe, als unser Guide die Rufe eines Impalas imitierte.
    Mehr war für uns auf dieser Safari nicht zu finden.
    Erst auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel fanden wir durch Zufall in einem angrenzenden Reserve zwei Giraffen, womit sich für mich ein kleiner Traum erfüllte.
    Philipp wollte zunächst nicht wenden, nachdem ich sagte ich hätte die beiden entdeckt.. wenige Sekunden später traf er doch noch die richtige Entscheidung, wendete und positionierte das Auto so das ich in Ruhe staunen konnte.
    Anschließend ging es dann aber wirklich zu unserer nächsten Unterkunft in Hazyview. Von hier aus geht es morgen für eine Tagestour in den Krüger Nationalpark.
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  • Kruger-Nationalpark

    September 29 in South Africa 🌬 20 °C

    Auch heute klingelte der Wecker noch weit vor Sonnenaufgang, da wir pünktlich 05:30 Uhr zu unser Tagessafari im Kruger-Nationalpark abgeholt wurden. Leider sollte der Wetterbericht recht behalten und es regnete, die Aussicht auf Besserung war gering.
    Nach einer kleinen Menge Bürokratie ging es dann auch endlich hinein in den Nationalpark. Unser Guide verteilte Regenponchos - nach kurzer Zeit wurde mir jedoch klar, dass diese ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Mit einer nassen Hose ging es bei 16 Grad, Regen und Fahrtwind entlang der Wege, immer auf der Suche nach Tieren.
    Nach kurzer Zeit begegneten wir bereits einigen Giraffen und Zebras, die ihr Frühstück am Wegesrand genossen.
    Das mit Abstand häufigste waren wohl Impalas, die nahezu hinter jedem Busch standen und interessiert das Treiben auf den Wegen beobachteten.
    Als erstes Highlight trafen wir auf ein paar Tüpfelhyänen mit ihren Jungen. Diese lagen unbeirrt im Regen und ließen sich keineswegs stören.
    Weiter ging es mit einem Elefantenbullen in der Mast. Dieser blockierte zunächst die Straße, bevor er sich dazu entschied einigen Guides kurz den Puls in die höhe schießen zu lassen und Anlauf auf die wartenden Autos zu nehmen. Zügig legten alle den Rückwärtsgang ein und versuchten dem Bullen bestmöglich auszuweichen. Glücklicherweise gelang dies allen, der Bulle zog sich an den Straßenrand zurück und drohte mit starken Kopfschlagen jedem vorbeifahrenden Wagen.
    Kurze Zeit später ging es weiter mit einem Löwenrudel, welches tief im Busch gerade gefressen hat. Aufgrund des dichten Dickicht war eine Sicht jedoch kaum möglich und man musste eher erahnen was es zu sehen gab.
    Als nächstes Highlight trafen wir auf Baby-Dumbo, der in seinem jugendlichen Leichtsinn immer wieder versuchte uns zu drohen. Leider klang dies ziemlich niedlich und verfehlte daher seinen Zweck.
    Auch ein paar Hippos konnten wir finden, ebenso wie eine Gruppe Affen mit ihren Jungen.
    Auf dem Rückweg passierte gerade eine Leopardschiödkröte die Straße. Ein klitzekleiner Trost dafür, dass uns ein richtiger Leopard, ebenso wie Nashörner, heute verborgen blieben.
    Durchgefroren aber glücklich und zufrieden kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück. Hier ereilte uns dann jedoch die Nachricht, dass unsere für morgen und übermorgen geplanten Safaris in Eswatini buchstäblich ins Wasser fallen.
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  • Siyamukela eSwatini

    September 30 in Swaziland 🌧 19 °C

    Da wir die Info erhielten, dass aufgrund starker Regenfälle alle Safaris an unserem nächsten Zielort ausfallen, konnten wir den Morgen ein wenig entspannter angehen. Also frühstückten wir in aller Ruhe, packten unsere sieben Sachen und dann ging es los - ganz entspannt und ohne Zeitdruck. Die Landschaft änderte sich hinter jeden Kurve und so wurde die Fahrt auch nicht langweilig. Nach gut 2,5h erreichten wir die Grenze zu Eswatini. Entgegen bisheriger Erfahrung mangelte es hier jedoch an Beschilderungen sodass wir ein wenig suchen mussten, um herauszufinden wo wir denn nun eigentlich hin müssen. Am Ende war alles ganz einfach, wir sammelten alle Stempel, bezahlten für das Einfahren mit dem Auto und setzten unsere Fahrt nach wenigen Minuten unbeirrt fort.
    Weiter ging es nun entlang schier endloser Zuckerrohrplantagen - eine der größten Einnahmequellen des Landes. Weitere 1,5h später erreichten wir den Hlane Royal Nationalpark. Wir bezahlten die Eintrittsgebühr, holten den Schlüssel für unsere Unterkunft, aßen ein sehr frühes Abendessen und machten uns auf den Weg ans andere Ende des Parks zu unserer Unterkunft. Vor Ort angekommen waren wir zunächst skeptisch. Die Unterkunft lag fernab von allem, wir waren augenscheinlich allein und das Mitten in Eswatini, irgendwo in einem Nationalpark. Das "Beware of Snakes" Schild an der Eingangstür tat sein übriges.. nach kurzer Zeit sind wir dann aber doch noch warm geworden mit unserer heutigen Bleibe.
    Nun drückten wir den Rest des Abends fleißig die Daumen und hofften darauf, dass wenigstens unsere Vormittagssafari stattfindet.
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  • St. Lucia

    October 1 in South Africa ☁️ 21 °C

    Nach dem geglückten Vormittags Game Drive in Eswatini ging es dann auch schon wieder weiter. Insgesamt knapp über 4h auf schnurgeraden Straßen bis wir schließlich St. Lucia erreichten und das Gefühl hatten, wir sind in einer anderen Welt angekommen. Alles grün, alles modern und luxuriös, riesige Anwesen und jedes Grundstück mit einer eigenen riesigen Bootsgarage, keinerlei Elektrozäune auf den Grundstücksmauern und vor allem keinen mulmiges Gefühl nach Sonnenuntergang.
    Das einzige wovor hier gewarnt wird sind Affen - einer davon hat mir heute beim Frühstück meinen Muffin geklaut.
    Ansonsten ging es für uns heute früh auf eine Hippo- und Krokodilsafari. Abgesehen von einem ausgesprochen riesigen Krokodil beim Sonnenbaden, konnten wir drei verschiedene Gruppen Nilpferde entdecken.
    Am frühen Nachmittag ging es für mich dann auf die erste Reitsafari. Hier allerdings noch in sicheren Gefilden ohne die Big Five. Lediglich ein paar Zebras, Warzenschweine und Impalas kreuzten den weg.. Nunja, und eine riesige Python, welche im Zaun festhing. Als Sifiso (mein Guide) diese erblickte war selbst er recht erschrocken und entschied sich, nach einem Foto, für einen geordneten Rückzug.
    Den restlichen Nachmittag ließen wir entspannt ausklingen. Am Abend warteten wir dann auf die Nilpferde, wie sie die Stadt durchqueren, um im Park das Gras zu fressen.
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  • Tsitsikamma Nationalpark

    October 4 in South Africa 🌧 16 °C

    Nach unserem Inlandsflug gestern hielten wir die Fahrtstrecke danach relativ kurz. Der neue Mietwagen sorgt aber zumindest für etwas mehr Spaß beim Fahren für meinen persönlichen Chauffeur.
    Auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft legten wir einen Zwischenstopp im Tsitsikamma-Nationalpark ein. Unsere Gastgeberin in Jeffreys Bay gab uns hierzu nur mit auf den Weg "Wer dort nicht war, hat Eastern Cape nicht gesehen". Umso gespannter waren wir darauf was uns erwartet.
    Am Eingang fanden sich zunächst die üblichen "Do not feed the Baboons"-Schilder und anschließend fanden wir uns auf einer Straße durch einen dichten Küsten- und Urwald. Die Straße führte uns bis kurz über Meereshöhe. Von hier ging es einen entspannten kleinen Trail durch den Wald zur Suspension Bridge - eine lange, super wacklige Hängebrücke über der Storms River Mündung.
    Erschüttert von Unmengen an deutschen Touristen, die ihre besten Jahre schon länger hinter sich hatten und dennoch auf wackligen Beinen diesen Trail absolvieren mussten, nur um dann allen im Weg zu stehen, bahnten wir uns unseren Weg und bestaunten schließlich von der Hängebrücke aus die gewaltige Flussmpndung und die dazugehörige Schlucht.
    Nach dem Rückweg verweilten wir noch mit Blick auf den Ozean, auf der Suche nach Walen. Am heutigen Tag blieben die uns aber noch verborgen.
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  • Plettenberg Bay

    October 5 in South Africa 🌬 17 °C

    Die neue Woche haben wir heute mit einer weiteren einmaligen Erfahrung gestartet - Schnorcheln mit Robben.
    Also ging es nach dem Frühstück runter zum Strand. Hier wurden wir umfangreich eingewiesen und mit allem ausgestattet was nötig ist - inklusive Beißschutz für die Beine und Arme. Wie sich später herausstellen sollte, waren diese wirklich Gold wert.
    Nachdem wir auf dem Boot Platz nahmen wurden wir mit ordentlich Schwung vom Strand geschoben - mitten rein in die 2-3m hohen Wellen. Ordentlich durchgeschaukelt ging es zur Spitze des Robberg. Hier leben ca. 7000 Kap-Pelzrobben. Nach einer weiteren Einweisung ging es dann auch schon ins kühle Nass und mitten rein die Gruppe spielender Pelzrobben. Bei dem unerwartet kühlen Wasser brauchten wir einen Moment, um uns zu akklimatisieren bevor wir den Moment durch und durch genießen konnten. Immer wieder schwammen die wendigen Robben bis kurz vor unser Gesicht und wendeten sich plötzlich ab. Philipp wurde von einer Robbe mit Blasen angeblubbert, während eine der Robben mir spielerisch ihr offenes Maul präsentierte. Bis dahin war das alles auch noch wirklich witzig.
    Anfangs wurden wir aufgeklärt, dass die Robben im spielerischen Verhalten gerne an den Flossen knabbern und es sich anfühlt als würde man mit einem Welpen spielen.
    Mit welcher Rasse es zu vergleichen wäre, wurde allerdings nicht erwähnt. Eine der Robben verfehlte unsere Flossen und zwackte Philipp und mir ins Schienbein und in den Oberschenkel. Es tat deutlich mehr weh als wir erwartet hatten. Kurz danach war das Abenteuer auch schon beendet.
    Auf dem Rückweg begleitete unser Boot eine Delfinschule für einigr Minuten.
    Zurück am Strand inspizierten wir unsere Beine und ein gute Stunde später fanden wir uns beim Arzt des Vertrauens wieder und erhielten eine Boosterimpfung gegen Tollwut. Da wir beide geimpft sind reicht es glücklicherweise, wenn wir uns in drei Tagen eine zweite Dosis selbst verabreichen.
    Verarztet ging es nun dennoch zum Robberg für eine kleine Wanderung. Aufgrund des ungeplanten zeitlichen Verzugs reichte es jedoch nur noch für die mittlere Länge von 5km. Dennoch konnten wir die Robben erneut beobachten - dieses Mal aus sicherer Entfernung und von oben. Auf dem Weg zum Auto erspähte ich dann auch die ersten Wale in Küstennähe.
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  • Botlierskop Private Game Reserve

    October 7 in South Africa ☀️ 18 °C

    Heute ging es für uns noch einmal sehr zeitig los. Das Frühstück fiel daher ausgesprochen schmal aus und dann ging es auch schon los. Von Wilderness aus fuhren wir eine gute dreiviertel Stunde bis zum Botlierskop Private Game Reserve. Hier wurde zunächst das Auto desinfiziert und dann ging es zum Camp. Nach einer kurzen Anmeldung trennten sich dann unsere Wege. Ich ging zum Stall und nahm an einer weiteren Reitsafari teil, Philipp wählte erneut die motorisierte Variante.
    Kurz nachdem wir unsere Safari begonnen hatten liefen uns die ersten Giraffen buchstäblich über den Weg. Eine kam so nah, ich hätte nur meine Hand ausstrecken müssen.. Kurze Zeit später fanden wir drei Nashörner. Einem solchen Koloss so nah sein zu können war einfach atemberaubenden.
    Unser Guide hielt stetig Funkkontakt mit einem Beobachter und allen anderen Guides, um eine Löwenbegegnung zu vermeiden.
    Wir galoppierten durch das Reserve, vorbei an Gnus, Wasserböcken und lebten für einen Moment den Traum so manches kleinen Mädchens.
    Eine unsere Galoppaden wurde unerwartet durch den Ruf "Kobra" unterbrochen. Noch bevor wir realisierten was da war, war sie auch schon weg.
    Nach einer ganzen Weile fanden wir tief im Busch eine kleine Herde Elefanten beim Frühstück. Vom Pferd aus waren die dann doch irgendwie nochmal etwas größer als vom Safarijeep aus betrachtet.
    Auf dem Rückweg kreuzte noch eine Schildkröte unseren Weg und zum Abschied trafen wir noch einmal auf ein paar Giraffen.
    Philipp erhielt während seiner Safari die Gelegenheit einen Geparden zu sehen - der fehlt mir nun noch immer. Auch er konnte die Nashörner deutlich besser und näher beobachten als in Eswatini.

    Nach etwas mehr als drei Stunden trafen wir uns im Camp wieder, gönnten uns noch ein köstliches Mittagessen und dann ging es zurück nach Wilderness. Dort hielten wir noch kurz an einem Aussichtspunkt der den Namen "Map of Africa" trägt. Hier blickt man auf den Fluss Kaaiman. Durch eine Flussschleife sieht das Gestein mit der üppigen Landschaft aus der Vogelperspektive betrachtet aus wie der Kontinent Afrika.

    Nach Einbruch der Dunkelheit versuchte ich den Sternhimmel zu fotografieren, dabei entdeckte ich plötzlich das blaue Leuchten im Bereich des Wassers auf meiner Kamera. Und so konnten wir das erste Mal das Meeresleuchten mit eigenen Augen betrachten.
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  • Whalewatching Knysna

    October 8 in South Africa ⛅ 19 °C

    Unsere für Dienstag gebuchte Whalewatching-Tour wurde aufgrund zu starken Windes und zu rauer See auf den heutigen Tag verschwommen. Also ging wir direkt zum Beginn des Frühstücks auch direkt frühstücken. Aufgrund dessen das der Kühlschrank über Nacht scheinbar aufhörte mit kühlen konnten wir unsere Tollwutimpfstoffe nicht mehr bis zum Nachmittag aufbewahren. Also wurde noch wenige Minuten vor Abreise das nicht vorhandene Medizinstudium genutzt und wir verpassten uns gegenseitig unsere Boosterimpfungen.
    Leicht im zeitlichen Verzug wurde das Auto gepackt, getankt und es ging los nach Knysna. Kaum losgefahren erreichte mich die Nachricht, dass der Skipper noch nicht sicher ist, ob die Tour stattfinden kann, da sich das Wetter drastisch verschlechtert hatte. Nach kurzem Abwägen setzten wir unsere Fahrt fort. Kurz vor Ankunft kam dann auch die Entscheidung das der Skipper versuchen wird uns aus der Bucht zu bringen.
    Also rödelten wir uns an, verstauten alles so wasserdicht wie möglich, versuchten stabil und sicher zu sitzen und dann ging sie auch schon los unsere wilde Fahrt.
    An der schmalen Bucht türmten sich die und unser Skipper benötigte zwei Anläufe, um und sicher heraus aufs offene Meer zu bringen. Hier blieb es windig und wellig. Aber für mich wellig genug, um eben nicht Seekrank zu werden.
    Nach einer ganzen Weile trafen wir dann auf eine sogenannte Superschule von Delfinen.. Normalerweise leben diese in Schulen von 10-50 Tieren, hier waren es tausende. So weit das Auge reichte über etliche Minuten waren umringt von Delfinen. Das war für alle auf dem Boot ein wirklich magischer Moment.
    Dies entschädigte uns dann auch dafür, dass dies das einzige sein sollte was wir auf unserer Tour zu sehen bekamen.
    Bei weiterhin rauer See manövrierte uns unser Skipper nach zwei Stunden zurück in die Bucht.
    Hier organisierten wir uns einen kleinen Snack und dann ging es für uns wieder ins Auto. Als nächstes geht es zum südlichsten Punkt des Kontinents.
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  • Kap Agulhas

    October 9 in South Africa 🌬 18 °C

    Nach einer schier endlos wirkenden Fahrt über schnurgerade Autobahnen und Landstraßen, entlang kilometerweit reichender Ackerflächen erreichten wir gestern irgendwann Struisbaai - ein kleines verträumtes Fischerdörfchen. Nachdem wir liebevoll in Empfang genommen wurden spazierten wir zum Hafen, organisierten uns Abendessen und schlenderten im Dunkeln anschließend zurück zur Unterkunft.
    Heute ging es dann ein Dorf weiter, nach Kap Agulhas. Hier befindet sich der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents und gleichzeitig der Punkt an dem geografisch der Indische Ozean und der Atlantische Ozean aufeinander treffen.
    Wir fuhren ein Stück mit dem Auto und spazierten den Rest über einen Küstenwanderweg zum südlichsten Punkt. Ein paar Fotos später genossen wir das Wetter, die Luft und die Aussicht auf einer Bank. Hier besuchte uns kurzerhand eine Schildkröte.
    Weiter ging es anschließend zu einem kleinen Schiffswrack und dann wieder zurück zur Unterkunft. Hier verbrachten wir den restlichen Tag gemütlich in der Sonne sitzend und das Meer beobachtend, immer auf der Suche nach ein paar Walen.
    Da unsere Whalewatching-Tour in Knysna nicht von Erfolg gekrönt war empfohl uns unsere Gastgeberin einen Herrn aus dem Dorf. Dieser möchte uns, wenn das Wetter mitspielt, morgen Vormittag mit raus nehmen, um Wale zu suchen.
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  • Whalewatching Struisbaai

    October 10 in South Africa ☀️ 20 °C

    Bertie schrieb mir, dass das recht windig sei, aber er uns dennoch mitnehmen würde. Wir zögerten also nicht lange und entschieden uns selbstverständlich dafür diese Gelegenheit zu nutzen.
    Da unsere Gastgeber selbst verreist sind haben wir außerdem die Möglichkeit unser Zimmer so lange zu behalten am heutigen Tag wie es eben nötig ist. Also frühstückten wir entspannt und fuhren anschließend zum Hafen. Hier wartete Bertie bereits mit seinem Skipper und einem Kumpel, welcher sich mkt Walen auskennt. Keine 10min später fanden wir uns mit den beidem auf einem Boot im Wasser wieder. Das Verlassen des Hafens war nicht ansatzweise so unkomfortabel wie in Knysna, aber dennoch etwas holprig.
    Es dauerte nur wenige Minuten und schon sahen wir die ersten Wale. Von dem Moment an musste man sich nur für eine Blickrichtung entscheiden - man hat quasi überall Wale entdeckt. Immer wieder sprangen die Kälber aus dem Wasser heraus, während die Mütter versuchten ihre Kräfte zu schonen. Drei Monate lang fressen die Mütter selber nichts. Sie versorgen lediglich ihre Kälber und sorgen rundum die Uhr dafür, dass die Kälber zum atmen an die Oberfläche gelangen. Anfangs können diese das nämlich noch nicht selber, später benötigen sie zumindest beim Schlafen noch Hilfe dabei.
    Es war durch und durch ein atemberaubender Moment. Besonders als eines der Kälber voller Neugier direkt zu unserem Boot kam, eine Runde herum drehte und anschließend mit seiner Mutter wieder verschwand.
    Insgesamt fast zwei Stunden dauerte dieses magische Erlebnis bevor wir zurück in den Hafen kehrten.
    Hier erwischten wir dann tatsächlich noch den berühmten Stachelrochen Perrie. Er lebt im Hafenbecken und folgt den Geräuschen der Boote bis zum Steg - normalerweise in dem Wissen das hier die Fischer zurückkehren und ggf etwas für ihn abfällt. Aufgrund des hohen Wasserstandes konnte man ihn leider nur als Schatten erahnen.

    Nun konnten wir glücklich und zufrieden weiter nach Hermanus fahren. Auch hier konnten wir tatsächlich direkt nach unserer Ankunft vor der Küste noch ein Kalb bei seinen Sprüngen beobachten.
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  • Boulders Beach

    October 11 in South Africa ☀️ 19 °C

    Nach einer super erholsamen Nacht packten wir erneut unsere Sachen, verstauten alles im Auto und fuhren zunächst ein Stück Richtung Innenstadt. Hier starteten wir entspannt mit einem kleinen Frühstück in den Tag. Anschließend schlenderten wir noch einmal zur Küste, um Abschied von den Walen zu nehmen.
    Auf unserer Fahrt nach Simon's Town legten wir einen Zwischenstopp in Bettys Bay am Stony Point ein. Hier bestaunten wir die erste Kolonie Afrikanischer Pinguine und dazu etliche Klippschliefer, optisch das südafrikanische Pendant zu unseren Murmeltieren.
    Weiter ging es dann vorbei an Kapstadt und ein paar Townships bis nach Simon's Town und dem dortigen Boulders Beach. Hier lebt die größte Kolonie Afrikanischer Pinguine.
    Unser Hotel befand sind unmittelbar daneben. Am Abend hörten wir von unserem Zimmer aus die Rufe der Pinguine - auf Dauer gar nicht mehr so niedlich.
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    Trip end
    October 20, 2026