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Italien Wintertour 2025/2026

A short but fine adventure by Johnny & Helena_247 Read more
  • Trip start
    December 28, 2025

    Deggendorf - Venedig

    December 28, 2025 in Italy ⋅ ⛅ 2 °C

    Unser neues Abenteuer beginnt.
    Italien ruft.
    Noch liegt Deggendorf hinter uns, als wir den Motor starten und uns gen Süden bewegen – dorthin, wo Venedig wie ein Versprechen am Horizont wartet. Ob wir die Lagunenstadt heute schon erreichen werden, wissen wir nicht. Und genau das macht es so besonders. Wir fahren einfach los. Ohne festen Plan. Ohne Zeitdruck. Nur wir, die Straße und das Gefühl grenzenloser Freiheit.
    Die Autobahn ist leer, fast unwirklich leer. Kilometer um Kilometer gleiten unter uns hinweg, als würde die Welt kurz den Atem anhalten, nur für uns. Ein leiser Nebel empfängt uns zu Beginn der Reise – feine Schleier, die über der Landschaft liegen. Es ist, als wollte er alles verwischen, was hinter uns liegt: den Alltag, die Gedanken, das Bekannte. Wir lassen ihn gewähren und fahren weiter.
    Hinter dem Nebel öffnen sich lange Tunnel, einer nach dem anderen. Dunkelheit, Licht, Dunkelheit – wie ein Rhythmus, der uns tiefer in das Abenteuer hineinzieht. Ab und zu blitzt Schnee am Straßenrand auf, ein letztes winterliches Zeichen, bevor wir weiter in den Süden reisen. Österreich zieht an uns vorbei, still und majestätisch, doch nichts kann uns aufhalten. Die Vorfreude ist zu groß. Die Straße zu frei. Ein Zwischenstopp? Undenkbar.
    Also fahren wir weiter. Immer weiter. Venedig kommt näher, ohne dass wir es wirklich begreifen.
    Und dann, fast unscheinbar, endet die Fahrt. Keine große Ankunft, kein Lärm – nur eine kleine Seitenstraße, kaum zehn Minuten von Venedig entfernt. Wir parken, lehnen uns zurück und fallen in einen tiefen, wohlverdienten Schlaf. Der Motor ist aus, doch das Abenteuer läuft weiter – jetzt in unseren Träumen.
    Denn morgen früh wartet Venedig.
    Vielleicht haben wir es heute Nacht schon betreten.
    Zwischen Kanälen aus Traum und Magie.
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  • Venedig erkunden

    December 28, 2025 in Italy ⋅ 🌙 7 °C

    Venedig – zwischen Nebelzauber, Sonnenmagie und 17-Euro-Bier
    Wie schon bei unserer Abfahrt in Deggendorf empfängt uns auch Venedig mit einem schweren, dichten Nebelteppich. So dicht, dass man fast erwartet, gleich einem Gondoliere aus einer anderen Welt zu begegnen. Also erst einmal: Wetter-App checken. Und siehe da – Hoffnung! In einer Stunde soll sich der Nebel verziehen, die Sonne ihren großen Auftritt haben. Perfekt.
    Planänderung beschlossen: gemütliches Frühstück im Van statt hastigem Sightseeing.
    Gestärkt machen wir uns schließlich auf den Weg zum People Mover. Keine zwei Minuten später – zack – stehen wir mitten in Venedig. Und als hätten wir einen geheimen Schalter umgelegt, verschwindet mit dem Öffnen der Türen auch der Nebel. Bühne frei für La Serenissima.
    Schon der erste Gedanke: Hier möchte ich nicht im Hochsommer sein. Und das Ende Dezember! Die Touristenmassen schieben sich bereits jetzt durch die Gassen. Im Juli oder August? Unvorstellbar. Doch kaum setzen wir einen Fuß in die Stadt, sind diese Gedanken auch schon wieder vergessen.
    Grachten glitzern, Brücken spannen sich elegant über das Wasser, und die Gebäude sehen aus, als hätten sie Geschichten aus tausend Jahren in ihren Mauern gespeichert.
    Wir lassen uns treiben. Verlieren absichtlich die Orientierung. Schlendern durch schmale Gassen, über Brücken, über Plätze – Venedig macht es einem leicht, sich zu verlieren. Und doch gibt es einen Ort, den man sehen muss: den Markusplatz, die Piazza San Marco.
    Ein Traum aus Stein. Die Basilika majestätisch, die Cafés elegant, der Platz voller Leben. Und Luxus. Prada. Louis Vuitton. Namen, bei denen selbst das Portemonnaie nervös wird.
    Ein kurzer Blick in eine Speisekarte – und BÄM: 17 Euro für ein Bier.
    Ich liebe Bier. Ich bin im Urlaub großzügig. Aber irgendwo hört die Liebe dann doch auf. Schnell wieder zuklappen, bevor das Bier auch noch Trinkgeld verlangt.
    Also weiter. Wieder rein ins Gassenlabyrinth. Und dann – fast zufällig – stehen wir plötzlich auf der Piazza Santo Stefano.
    Die Sonne hat diesen Platz ganz offensichtlich exklusiv reserviert. Warmes Licht, entspannte Stimmung, Leben pur. In der Ferne entdecken wir tatsächlich noch einen freien Tisch. Ein kleines Wunder. Also hin da!
    Aber wir haben gelernt. Erst die Karte, dann bestellen. Und siehe da: deutlich humanere Preise. Ein kollektives Aufatmen.
    Wir bleiben. Lange. Sitzen in der Sonne, beobachten das Treiben der Menschen, genießen Getränke und kleine Häppchen. Venedig zeigt sich hier von seiner entspannten, fast familiären Seite.
    Irgendwann meldet sich der Körper. Deutlich.
    25.400 Schritte.
    19,5 Kilometer.
    Beine schwer, Füße platt, aber das Herz voll.
    Zurück am Van wartet der perfekte Abschluss: Sonnenuntergang, ein selbst zusammengestellter Antipasti-Teller und dieses zufriedene Gefühl, das nur ein Tag voller Eindrücke hinterlassen kann.
    Erschöpft, müde und rundum glücklich fallen wir ins Bett.
    Danke, Venedig.
    Für deinen Nebel.
    Deine Sonne.
    Deine Schönheit.
    Und dafür, dass wir kein 17-Euro-Bier trinken mussten. 🍷
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  • Verona - Sirmione - Desenzano

    Dec 29–30, 2025 in Italy ⋅ 🌙 3 °C

    Nach einer erholsamen Nacht wachten wir voller Energie auf – bereit, die Welt zu entdecken. Also Van-Tür auf … und zack: Da war er wieder. Unser täglicher Reisebegleiter. Der Nebel. Dicht, grau und so zuverlässig wie ein Wecker, den man nicht abstellen kann.
    Ein schneller Blick auf die Wetter-App brachte Hoffnung: Bäm! Sonne ab 11 Uhr. Also angezogen, eine kleine Gassi-Runde mit den Hunden gedreht und los ging’s Richtung Verona.
    Wir fuhren tapfer durch die Suppe, fest davon überzeugt, dass uns dort strahlender Sonnenschein erwarten würde. Spoiler: Tat er nicht. Der Nebel hatte offenbar ebenfalls Verona als Tagesziel gewählt.
    Parkplatz gesucht, Hunde angeleint und ab in die Stadt. Schon auf dem Weg wurden wir von einer mächtigen Burgbrücke empfangen – sehr beeindruckend, sehr fotogen, leider sehr neblig. Trotzdem schlenderten wir neugierig weiter, vorbei an einem Amphitheater, einem großen Marktplatz mit vielen Restaurants und wunderschönen Gebäuden. Alles toll – wäre da nicht diese graue Decke gewesen, die die Stimmung ein bisschen drückte.
    Kurzer Krisenrat: Bleiben oder weiterziehen?
    Ergebnis: Weiterziehen!
    Neues Ziel: Sirmione am Gardasee.
    Und natürlich – wie sollte es anders sein – riss genau beim Wegfahren der Nebel plötzlich auf. Strahlender Sonnenschein über Verona. Als würde die Stadt uns hinterherrufen: „Jetzt? Wirklich jetzt fahrt ihr?“
    Ja. Jetzt.
    In Sirmione angekommen: Jackpot. Sonne, blauer Himmel, ein wunderschöner Park direkt am See – und kaum Menschen. Die Hunde verloren komplett die Contenance und tobten herum, als hätten sie drei Espressi zu viel gehabt. Wir genossen die Sonne, die Aussicht und das Gefühl, endlich wieder Farbe im Leben zu haben.
    Mit dem Van ging es danach Richtung Stadt. Theoretisch.
    Praktisch war Sirmione irgendwie… verteilt. Kein richtiger Kern, keine klare Verbindung zum See. Entweder war die Stadt ein Labyrinth oder wir einfach nicht besonders orientiert. Also Plan B: Desenzano del Garda.
    Und hier beginnt der Actionfilm.
    Ich wollte links abbiegen. Blinker gesetzt, gebremst – alles völlig legal. Doch plötzlich:
    WIIIIIIIIIÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM!
    Ein Motorrad schoss heran, der Fahrer riss den Motor auf, als wolle er gleich in die Formel 1 einsteigen. Offenbar war er der festen Überzeugung, ich hätte es auf sein Leben abgesehen.
    Er fluchte. Laut. Wild. Leidenschaftlich. Komplett auf Italienisch.
    Ich verstand kein Wort – fühlte mich aber zutiefst persönlich angesprochen. Also fluchte ich zurück. Auf Deutsch. Ebenfalls laut. Ebenfalls emotional. Kommunikation auf höchstem Niveau.
    Ich bog endlich ab, fuhr den Berg hinauf – und musste kurz darauf rechts anhalten. Und dann sah ich es im Rückspiegel.
    Er kam zurück.
    Der Motorradfahrer.
    Er hatte offenbar beschlossen, dass diese Geschichte noch nicht auserzählt war.
    Er hielt neben meinem Fenster, Helm auf, Gestik wie in einer Opernaufführung und fluchte weiter. Ich fluchte zurück. Zwei Erwachsene, zwei Sprachen, null Verständigung – aber 100 % Einsatz. 😂😂😂
    Als ich beim Fluchen auch noch meine Jacke auszog, als würde ich sagen: „So, jetzt reden wir richtig!“, überlegte er es sich plötzlich anders. Er schaute mich an, schaute meine entschlossene Haltung an – und fuhr kommentarlos davon.
    Sieg durch Ausziehen der Jacke. Wer hätte das gedacht.
    In Desenzano angekommen dann endlich wieder Ruhe. Parkplatz direkt an der Stadt – perfekter Start. Hunde angeleint, ab in die Stadt. Und diesmal: Volltreffer.
    Nur eine Straße trennte uns vom Gardasee, direkt gegenüber der Hafen. Kleine Restaurants, weihnachtlich geschmückt, traumhaftes Wetter und kaum Touristen. Genau unser Ort.
    Wir schlenderten entspannt durch die Stadt, genossen die Sonne, den Blick auf den See und dieses Gefühl von „Hier bleiben wir jetzt einfach“. Irgendwann meldete sich der Hunger – laut, deutlich und nicht mehr zu ignorieren.
    Da noch nicht viele Restaurants geöffnet hatten, wurde gegoogelt, Rezensionen studiert und eine mutige Entscheidung getroffen: Hop oder top.
    Und es wurde top.
    Vorspeise, Hauptgang, Beilage, Nachtisch – alles ein Traum. Der perfekte Abschluss für einen Tag voller Nebel, Sonne, Abenteuer, italienischem Temperament und kulinarischem Glück.
    Ein wechselnder, wilder, wunderschöner Tag.
    Und wieder einmal die Erkenntnis: Genau für solche Momente sind wir unterwegs. ✨
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  • Drei Seen

    December 30, 2025 in Italy ⋅ ☁️ 2 °C

    📍 Tag 3–7 – Drei Seen und zu viele Serpentinen
    Heute starteten wir mutig und leicht naiv im Nebel Richtung Iseo-See, in der festen Überzeugung, dort von der Sonne empfangen zu werden. Spoiler: Sie war offensichtlich noch im Urlaub.
    Iseo selbst zeigte sich hübsch, charmant – und parkplatztechnisch eher so: „Schön, dass ihr da seid, aber bitte fahrt weiter.“ Unser sechs Meter langer Van nahm es gelassen, und so ging es weiter nach Pisogne.
    Volltreffer.
    Eine richtig hübsche Altstadt, viele Einheimische, echtes Italien-Gefühl und eine für so ein kleines Dorf erstaunlich glamouröse Kirche. Dazu wunderschöne Seeausblicke und das beruhigende Gefühl: Hier hätten wir auch einfach bleiben können.

    Aber nein.
    Ein See ist kein See.
    Also weiter zum Lecco-See (L-E-C-C-O – wir buchstabieren inzwischen fließend).
    Startpunkt Dervio: Der See hatte heute eindeutig Meer-Ambitionen. Wind, hohe Wellen, ordentlich Drama. Die Hunde fanden es sensationell und rannten über die grünen Wiesen, als gäbe es Punkte für Geschwindigkeit. Kleiner Strandspaziergang, kleiner Abstecher auf eine Mini-Flussinsel mitten im See – sehr idyllisch, sehr fotogen, sehr „das war die richtige Entscheidung“. Einfach einmal tief durchatmen mitten in der Natur. Und bei einem Getränk und ein paar Chips erhielten wir sodann auch gleich Besuch von einem kleinen Piepmatz. Nach genauerer Betrachtung unserer Chips holte er dann gleich seine ganzen Brüder. Und schon war das Ringen um die Chips eröffnet. Diplomatisch, wie ich bin, handelte ich erfolgreich aus, dass das Bier für mich bleibt und ich dafür die Chips abgebe. Und so waren alle zufrieden.

    Und dann kam Varenna.
    Beziehungsweise: die Serpentinen von Varenna.
    Wir fuhren nicht einmal.
    Nicht zweimal.
    Dreimal rauf und runter.
    Mit einem sechs Meter langen Van.
    Auf Straßen, die offenbar für Fiat Pandas mit Selbstmordneigung entworfen wurden.
    Jede Kurve ein kleines Abenteuer, jeder Gegenverkehr ein Vertrauensbeweis, jede Kehre begleitet von dem Gedanken: „Ach, hier waren wir doch gerade schon?“
    Waren wir auch. Mehrfach.
    Aber: Wir haben es geschafft.
    Van heil.
    Nerven noch vorhanden.
    Stolzlevel deutlich erhöht. 💪
    In Varenna gab es zur Belohnung eine leckere Mahlzeit, leider nur im Dunkeln. Die berühmten bunten Häuser kennen wir bisher eher aus dem Internet – ein klarer Grund, irgendwann tagsüber wiederzukommen.

    Und weil wir heute offensichtlich im Seen-Sammelmodus waren, ging es noch weiter zum dritten Gewässer: dem Pusiano-See. Vor lauter Seen habe ich schon das Gefühl, dass ich wieder besser seh. 😂😂😂
    Jetzt liegen wir im Van, die Hunde komplett erledigt, wir auch ein bisschen, und sind uns einig:
    Fazit:
    Drei Seen.
    Unzählige Kurven.
    Mehr Höhenmeter als geplant.
    Schnarchende Hunde.
    Und das sichere Gefühl, heute mindestens zwei Reisetage auf einmal verbraucht zu haben.
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  • Richtung Schweiz

    December 31, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 2 °C

    Nachdem wir am Vortag offiziell drei Seen abgehakt hatten („Reicht jetzt auch mal mit Wasser“), gab es heute Morgen noch einen kleinen Abschiedsspaziergang am Pusiano-See. Frische Luft, müde Beine, zufriedene Hunde – und ein Van, der innerlich schon ahnte, was kommt.
    Denn dann hieß es: Tschüss Italien, Grüezi Schweiz. Ziel: das wunderschöne Valle Verzasca.
    Wir waren naiv. Wirklich naiv.
    Wir dachten ernsthaft, wir hätten die Serpentinenquote des Urlaubs bereits erfüllt. Spoiler: Serpentinen kommen nie allein. Sie reisen in Gruppen. Große Gruppen. Mit Nachschlag.
    Also schraubten wir uns erneut den Berg hinauf, Kurve um Kurve, während der Van leise seufzte und die Hunde bei jeder Kehre prüften, ob ihr Magen noch da ist, wo er hingehört.
    Und dann: Ankunft im Tal.
    Zack – Gänsehaut. Ringsherum hohe Berge, manche oben weiß gepudert wie Puderzucker, andere noch sattgrün. Dazwischen im Tal dieses unfassbar türkisgrüne Wasser, als hätte jemand den Farbregler übertrieben weit nach rechts geschoben. Dazu pittoresk geschwungene Steinbrücken, alte Steinhäuser, unfassbar schöne kleine Bergdörfer, überall kleine Kirchen, die aussehen, als hätten sie seit 300 Jahren genau auf uns gewartet.
    Kurz gesagt: Augen-Overload und gleichzeitig doch so authentisch- einfach.
    Am Stellplatz dann der nächste Luxusmoment:
    🎉 Ein eigenes Toilettenhäuschen!
    🚰 Fließendes Trinkwasser außerhalb des Vans!

    Wir waren übrigens nicht allein: Auch ein paar andere Camper hatten offenbar beschlossen, vor Silvesterlärm in die Schweiz zu flüchten – inklusive Hund, versteht sich. Man nickte sich solidarisch zu. Vanmenschen erkennen sich.
    Abends dann die kleine akustische Überraschung:
    Ein paar vereinzelte Böller – nichts Wildes, ABER:
    In den Bergen klingt alles gleich nach Weltuntergang.
    Wir so: „Ähm … Gewitter? Lawine? Thor persönlich?“
    Die Hunde so: 👀👂😐
    Am Ende aber: ruhiger Abend, kein größeres Drama, alle Vierbeiner wohlauf, Menschen entspannt, Berge majestätisch.
    Fazit des Tages:
    👉 Landschaft 12/10
    👉 Serpentinen 14/10
    👉 Hunde: leben noch
    👉 Wir auch
    Gute Nacht aus der Schweiz 🇨🇭🐧
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  • Heimreise

    January 1 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    ,,Minus acht Grad, Tunnelmania & Hopfen-Heimkehr“
    Wir starten wieder im Valle Verzasca – und zwar erstaunlich ausgeschlafen.
    Gegen halb zehn melden sich dann endlich auch die Hunde mit einem dezenten, aber bestimmten: „Ähm… draußen wär jetzt nett.“
    Kein Wunder: Wir haben wirklich gut geschlafen. Und – Sensation! – der Van stand vollkommen gerade. Kein Keil, kein Gefälle, kein nächtliches Wegrollen in Richtung Kühlschrank.
    Also: Warm anziehen.
    Der Wetterbericht verkündet fröhlich –8 °C. Handschuhe, Mütze, alles, was isoliert, wird angezogen. Einmal raus in die frische Luft – und zack: Sauerstoff-Flash.
    Die Luft ist so klar, wie sie nur draußen fernab von Menschen und Jahreswechselböllern sein kann. Die Sonne lässt den Bach des Verzascatals funkeln, der Reif auf der Wiese glitzert wie Deko aus dem Naturkatalog. Absolute Postkartenstimmung. Authentisch und echt.
    Die Hunde?
    Die laufen den Reststress der letzten Nacht einfach in Grund und Boden. Auf, ab, hin, her – als gäbe es Bonuspunkte. Danach: zufrieden, leer, durchlüftet.
    Dann beginnt das klassische Van-Abfahrtsritual:
    💧 Wasser am nahegelegenen Quellbrunnen holen
    🚻 Noch einmal fix aufs stille Örtchen
    🐕 Hunde füttern
    🎒 Alles einpacken, was sich über Nacht verteilt hat
    ➡️ Und los!
    Einmal quer durch die Schweiz Richtung Luzern.
    Wir fahren vorbei an großen, teils schneebedeckten Bergen, und irgendwann verschluckt uns der Gotthard Tunnel.
    Über 16 Kilometer Tunnel, in denen man sich fragt, ob das Tageslicht jemals zurückkommt. Spoiler: tut es. Kurz. Dann kommt der nächste Tunnel.
    Fazit des Urlaubs: Tunnel haben wir jetzt gesehen. Viele. Sehr viele.
    Kurz grüßen wir noch den Luganersee, winken Zürich aus respektvoller Entfernung zu – und schwupps sind wir auch schon in Luzern.
    Und ja: Luzern ist wirklich hübsch.
    Eine schöne Altstadt, alte Holzbrücken, Uferrestaurants in der Sonne – alles sehr fotogen, sehr idyllisch.
    Aber dann… die Preise.
    Die Schweizer Preise schauen einen an und sagen leise: „Du kannst bleiben – musst aber nicht.“
    Nach einem gemütlichen Bummel durch die Altstadt beschließen wir daher:
    👉 Zeit für die Heimreise.
    Und so lassen wir die Schweiz hinter uns und sind schneller als gedacht wieder im Heimatlande.

    Den Abend lassen wir ganz entspannt ausklingen – und zwar in Freiburg im Breisgau.
    Traditionell badisches Essen, ein kühles Hopfengetränk, entspannte Stimmung.
    Genau der richtige Abschluss für einen Tag zwischen Naturschönheit und Frost, Tunnelrekorden und Heimkehrgefühlen.
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  • Angekommen zu Hause

    January 2 in Germany ⋅ 🌬 1 °C

    Ein frostiges Abenteuer im Breisgau
    Kaum waren wir in Freiburg im Breisgau angekommen, wurden wir von einer unerwarteten Überraschung empfangen: klirrende Kälte und ein eisiger Wind, der uns sofort klar machte, dass dies kein gewöhnlicher Städtetrip werden würde. Frisch durchgepustet und hungrig machten wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem.
    Voller Hoffnung steuerten wir das erste Lokal an – nur um festzustellen, dass es geschlossen hatte. Was wir nicht bedacht hatten, dass es Neujahr war und somit einige Lokale zu hatten. Freiburg schien uns gleich prüfen zu wollen. Also weiter, tapfer gegen den Wind, bis wir schließlich ein zweites Lokal fanden, das uns gnädig Einlass gewährte.
    Dort wurden wir belohnt: eine sehr feine Vorspeise, gefolgt von einer soliden, mittleren Hauptspeise – genau das Richtige, um Körper und Seele wieder aufzuwärmen.
    Der Rückweg zum Van hatte es dann erneut in sich. Der Wind pfiff uns um die Ohren, als hätte er es persönlich auf uns abgesehen. Endlich angekommen, fielen wir erschöpft aufs Bett, schauten noch einen Film und wollten nichts sehnlicher, als sanft in den Schlaf zu gleiten.
    Doch Freiburg hatte andere Pläne.
    Der Wind rüttelte und schaukelte den Van, als wären wir auf hoher See. Und ja, es war nur der Wind 😏Und direkt nebenan läutete eine Kirche – zuverlässig, stündlich, gnadenlos. Es war, als hätten sich Wetter und Kirchenglocken verschworen, uns die Nacht möglichst kurz zu gestalten. Mal der Wind, mal die Kirche – ein Wechselspiel der Wachhaltung.
    So fiel das Erwachen am Morgen entsprechend schläfrig aus. Trotzdem rafften wir uns auf, zogen uns warm an und machten uns auf, die Altstadt von Freiburg im weißgrauen Licht des Tages zu erkunden. Zwischen beeindruckenden Gebäuden und zahlreichen Kirchen – eine schöner als die andere – lag eine fast märchenhafte Stimmung über der Stadt.
    Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns schließlich wieder auf den Weg. Das Wetter zeigte sich gnädig, und so beschlossen wir, die Heimreise anzutreten.
    Was harmlos begann, wurde auf der Autobahn schnell zur Prüfung: Regen, Schnee, schlechtes Wetter – und eine Notbremsung, die uns den Puls kurzzeitig in die Höhe trieb. Irgendwann legten wir eine Pause ein und gingen mit den Hunden im Schnee spazieren.
    Und dann geschah Magie.
    Die Hunde tobten, sprangen und wühlten im Schnee, als gäbe es kein Morgen mehr. Endlich wieder Schnee unter den Pfoten! Die tief stehende Sonne tauchte alles in ein warmes Licht, während sie langsam hinter dem Horizont verschwand. Harmonie, Wildheit und pure Freude – ein Moment zum Festhalten.
    Nach dem Spaziergang ging es zurück in den Van und weiter Richtung Heimat. Im Schneetreiben kamen wir schließlich wohlbehalten an. ❄️🚐✨
    Wir sind dankbar für die vielen, schönen Eindrücke die wir erleben durften. Halten fest an wunderschönen Erinnerungen und freuen uns bereits jetzt auf die zukünftigen Ausflüge. Wir sagen DANKE! 🙏❤️
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    Trip end
    January 2, 2026