2. Teil unseres Sabaticals
  • Day36

    Ende unserer Auszeit

    July 22, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Himmel weint, wir weinen auch:((
    Unsere Baltikum-Skandinavien-Reise und unsere 6-monatige Auszeit ist vorbei. Wir sind sehr sehr traurig, als wir die Fähre nach Fehmarn nehmen. In den zwei Monaten Baltikum und Skandinavien sind wir etwa 11000 km und durch 8 Länder gefahren, wobei wir nur ein paar Tage in Schweden waren-leider- und durch Dänemark eher durchgefahren sind. Aber von den restlichen Ländern hat es uns sehr gut in Finnland und völlig unerwartet im Baltikum allgemein, insbesondere in Estland gefallen. Da werden wir sicherlich nochmal hinfahren. Über Schweden können wir noch nicht viel sagen, weil der Aufenthalt zu kurz war, es machte aber einen schönen Eindruck. Von Norwegen waren wir unerwarteterweise nicht so begeistert.
    Wir haben sehr selten Campingplätze aufgesucht, denn das freie Stehen war fast überall möglich und oftmals viel schöner.
    Die Hinfahrt über Polen hat mir viel besser gefallen als jetzt die Rückfahrt über Dänemark und Fehmarn. Die Strecke ist vom Fahren der Straßen zwar besser, aber durch diese Industriegebiete in Dänemark bis zur Fähre zu fahren, ist ziemlich hässlich.
    Zu unserer gesamten 6-monatigen Reise: Wir sind über 23.000 km durch 11 Länder gefahren, unsere Lieblingsländer der Reihenfolge nach: Portugal und Estland teilen sich beide Platz 1. Dort stimmte so ziemlich alles: Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Menschen sind sehr freundlich, die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten haben uns gut gefallen, man kann lecker und günstig essen gehen bzw.schmackhaftes Essen kaufen, wir hatten die schönsten Stellplätze, überall fühlte man sich willkommen und in beiden Ländern hatten wir tolle, unvergessliche Erlebnisse. Spanien und Litauen stehen auf Platz 2 und 3. Alles in allem können wir sagen, dass wir trotz der anfänglichen gesundheitlichen Probleme von Micha und dem Schock, den Michas Mutter uns während der Reise bereitet hat, eine absolut gelungene Auszeit hatten und auch unser schönes Wohnmobil war und ist nur mit wenigen kleinen Problemchen ein toller Wegbereiter und Wegbegleiter. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Möglichkeit im Leben bekommen haben!
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  • Day35

    Abschied vom kurzen Schwedenbesuch

    July 21, 2019 in Sweden ⋅ ⛅ 21 °C

    Der Parkplatz am Strand hat sich als super herausgestellt. Schöne Lage, ruhig und sogar Toiletten. Heute nochmal ein Frühstück mit Blick aufs Meer und dann müssen wir weiter. Wir gehen auch nochmal einkaufen-in Schweden haben die Supermärkte auch sonntags geöffnet - und decken uns mit den vielen Leckereien ein, die es hier gibt.
    Je weiter südlicher wir kommen, umso unspektakulärer wird die Umgebung. Um eine Abwechslung in die Langeweile zu bringen, besuchen wir noch eine Wasserburg in Landskrona. Die diente vor 120 Jahren als Gefängnis und lustig ist, dass es aus dieser Zeit Fotos von Häftlingen gibt, die alle aussehen, als hätten sie auch Jack the Ripper gewesen sein können. Vielen fehlte ein Auge und waren mit Pokennarben übersät. Huh!! Gruselig!:)
    In dem Ort gibt es noch eine kleine Strandparty. Das müssen wir uns anschauen: Den Schweden in seiner natürlichen Umgebung!! Ganz niedlich gemacht und dort könnte man sogar ein Gläschen Wein trinken (wir nicht, weil wir gar keine schwedische Kronen haben), aber ein Schild weist darauf hin, dass man wirklich nur hier an der kleinen Bar Alkohol trinken darf- bloß nicht mit deinem Glas ein paar Meter weiter gehen!:))
    Dann fahren wir weiter und kommen zur Öresund-Brücke-beeindruckendes Bauwerk-und verlassen nach unserem kurzen Besuch Schweden. Schade! Hier hätten wir mehr Zeit verbringen sollen. Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir werden ziemlich sicher nochmal hierher fahren und dann vor allem zur Grenze nach Finnland. Ein nettes Land und sympathische, gut aussehende Menschen.
    In Dänemark angekommen, fällt uns vor allem auf, dass es mega nach Industrie stinkt! Vielleicht Chemieindustrie? Keine Ahnung, aber es ist grauenvoll. Ich überlege schon, ob es daran liegt, dass wir jetzt so viele Monate in purer Natur verbracht haben und gar nicht mehr an dem "normalen" Geruch eines Industrielandes ausgesetzt waren:) Das würde ja bedeuten, dass wir leider nicht mehr in Deutschland leben können:) Na noch einen Grund mehr auszuwandern!
    Am Abend stellen wir uns bei Roskilde
    auf einen Parkplatz an ein Vogelschutzgebiet, ein paar Meter vom Strand entfernt. Dort stehen schon viele Deutsche mit ihren Womos und Campern. Die sehen aber alle aus, als würden sie nun ihren Urlaub beginnen. Ja und unsere Reise geht dem Ende zu. Unvorstellbar, dass wir übernächste Woche wieder zu arbeiten beginnen!!
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  • Day34

    Elche im Elchpark

    July 20, 2019 in Sweden ⋅ ☁️ 20 °C

    Auch heute ist es wieder schön warm und wir gehen nach langem Herumtröddeln noch zu dem Fluss am Campingplatz. Das Wasser hier ist auch gar nicht mehr so kalt, wie es überall in Norwegen war, aber Lachse gibt es nicht zu sehen. Dann fahren wir los, immer weiter Richtung Ende unserer Reise. Aber nach ein paar Kilometern sehen wir ein Schild, dass zu einem Elchpark führt. Also, wenn wir schon während der gesamten Baltikum-und Skandinavien-Fahrt nur für zwei Sekunden einen Elch gesehen haben, können wir diese Länder nicht verlassen, ohne mal einen Elch näher gesehen zu haben. Also rein in den Elchpark. Der ist sehr schön gestaltet und die Elche haben eine weitläufige, naturbelassene Umgebung. Gleich am Eingang steht ein junger Elch unter der Veranda des Restaurants. Und nach 10 min.des Herumlaufens sehen wir eine Elchkuh, die nicht weit hinter dem Zaun liegt. Und auf der anderen Seite kommt ein männlicher Elch mit einem riesigen Geweih. Wir füttern ihn mit Äpfeln, die wir am Eingang bekommen haben und er lässt sich auch anfassen. Übrigens ist auch das Geweih mit Fell überzogen und es ist wie mit einer Art Fett behaftet. Lustig ist, wie sich die Elche immer mit ihrem Geweih durch die Bäume schlängeln müssen. So sind sie doch gar nicht in der Lage, sich schnell fortzubewegen, wenn Gefahr droht?!Schön, dass wir wenigstens so noch Elche sehen können. Im Anschluss fahren wir noch ein Stück weiter südlich an die Küste und finden einen Parkplatz, auf dem man zwar nur für max.8 Stunden stehen darf,aber da hält sich wohl keiner dran. Der Platz liegt direkt am Strand. Leider dürfen keine Hunde mit dahin und so gehen wir mit Milou durch den schicken Ort spazieren, der enorm tolle Häuser im Schwedenstil hat mit traumhaften Gärten. Also man muss schon sagen: Die Schweden haben Geschmack!!
    Gegen Abend beginnt es zu regnen. Wir buchen die Tickets für übermorgen für die Öresund-Brücke und die Fähre nach Fehmarn, denn dort wollen wir unser Sabbatical ausklingen lassen.
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  • Day33

    Ankunft in Schweden

    July 19, 2019 in Sweden ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach einer schönen ruhigen Nacht gehen wir mit Milou im angrenzenden Wald spazieren und ein paar Blaubeeren pflücken und fahren anschließend, wie beschlossen, zum Frühstück wieder in den Hafen zurück. Dann verabschieden wir uns von Norwegen und fahren aber auf der kleinen, wenig befahrenen E22 nach Schweden. Kurz vor der Grenze beginnt es zu regnen. So, wie Norwegen uns begrüßt hat, so verabschiedet es sich wieder von uns: mit Regen. Irgendwie bin ich auch ganz froh, Norwegen zu verlassen. So richtig hat es uns nicht gefallen und wir können die Begeisterung von vielen Deutschen für dieses Land nicht so ganz nachvollziehen. Wir können auch nicht ganz genau sagen, woran es liegt. Die Landschaft und Natur ist wundervoll, aber das Land und vielleicht auch die Leute, die ja auch nicht unsympathisch waren, aber dennoch so eine merkwürdige Kälte ausstrahlen. Irgendwie: "bad vibrations" :)
    So richtig erklärbar ist es nicht, was uns an dem Land nicht gefallen hat, es ist vor allem ein Gefühl, hat aber vielleicht auch etwas mit den enormen Preisen zu tun, liegt auch an dem Wetter und wenn es schöne Strände gibt oder tolle Flüsse und Seen, dann kann man nicht ins Wasser, weil es zu kalt ist. Ich denke, wir werden eher nicht nochmal nach Norwegen kommen.
    Schon kurz, nachdem wir ein paar Kilometer weiter südlich gefahren sind (es hat nun auch schon wieder aufgehört zu regnen und ist sehr warm geworden) und uns nun bei Tanum befinden, sieht Micha an der Straße eine Erklärungstafel für irgendwas. Wir halten dort, um zu schauen, was man da sehen kann und stellen fest, es handelt sich um Felkravuren an, die etwa 3000 Jahre alt sind. Diese sind teilweise noch sehr gut erhalten. Ein Schild weist darauf hin, dass es UNESCO- Weltkulturerbe ist und dass es ein paar Kilometer weiter noch mehr davon gibt und ein Museum dazu. Da müssen wir auch noch hin. Dort sind neben den Felskravuren, Steingräber und ein Museum. Alles ist kostenlos und es gibt tolle ausführliche Beschreibungen (auch auf Deutsch) , die Kravuren findet man auf einem größeren Gebiet im Wald auf großen, auf dem Boden liegenden Felsmonolithen. Neben dem Museum ist noch ein Freilandmuseum, das zeigt, wie die Menschen hier in dieser Region in der Bronzezeit lebten. Es ist sehr anschaulich demonstriert und es gibt auch viele Bespaßungsaktivitäten für Kinder, wie Bogenschießen oder das Herstellen von Kleidung und Werkzeuge auf bronzezeitlicher Weise. Wirklich toll gemacht!!
    Wir finden Schweden auf Anhieb viel sympathischer als Norwegen. Die Leute (alle blond-wie Michel :))) erscheinen netter und alles strahlt eine sympathischere Atmosphäre aus. Wir steuern danach einen Campingplatz an, da wir unbedingt mal wieder Wäsche waschen müssen, gehen aber vorher noch in den ersten schwedischen Supermarkt. Das mögen wir ja wirklich gern - in einem anderen Land Lebensmittel einkaufen! Hier gibt es auch so viele leckere Sachen, es ist zwar auch teurer als in Deutschland, aber noch lange nicht so wie in Norwegen!!
    Der Campingplatz erweist sich allerdings als Reinfall. Er ist zwar schön an einem Fluss gelegen, in dem man Lachse angeln kann, aber ansonsten ist es eine große Wiese mit einem Häuschen, wo niemand drin ist, sondern man muss Geld in einen Umschlag stecken. Das wäre ja alles gut und schön. Aber es gibt nur eine Dusche, drei Toiletten und ein (!) Waschbecken für etwa 40 Leute. Aber eine Waschmaschine hat es. Also lege ich gleich unseren Wäscheberg hinein, aber nach einigen Minuten stoppt die Maschine und wäscht nicht mehr weiter. Eine Frau erzählt mir, dass es ihr genauso ergangen ist. Also, muss ich die Wäsche halb nass, mit Waschpulver dran, irgendwie mit der Hand waschen und dazu das einzige Waschbecken blockieren. Oh, ist das ein Chaos! Nach Stunden des Wäschewaschens beginnen wir zu grillen und sitzen noch lange draußen. Es ist nämlich hier auch noch viel viel wärmer als in Norwegen.
    Nun kommen noch ein paar Fotos von der schönen Stadt Frederikstadt, weil die im den gestrigen Tagebucheintrag nicht mehr hineinpassten.
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  • Day32

    Oslo Teil 2 und Frederikstadt

    July 18, 2019 in Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute ist Museumstag. Micha geht ins Fram-Museum, ins Kon-Tiki-Museum und dann will er noch ins Wikinger-Museum und Milou und ich ins Folke-Museum. Das zeigt die verschiedenen Häuser in unterschiedlichen Regionen Norwegens in verschiedenen Epochen. Außerdem wird über die Lebensweise berichtet. Es gibt auch eine Stabkirche, die sehr schön ausschaut und original von einem Ort in das Museum gebracht wurde und schon über 900 Jahre alt ist. Überhaupt sind fast alle Gebäude, so wie sie an einem Ort standen, Stück für Stück in das Museum gebracht und dort wieder aufgebaut wurden. Das Freilicht-Museum ist ziemlich groß, allerdings, wie im Reiseführer steht, dass man einen halben Tag einplanen sollte, ist nicht notwendig. Es sei denn, man bleibt vor jedem Gebäude eine halbe Stunde stehen;)
    Interessant fand ich, dass die Norweger in einigen Regionen weit in die 70er Jahre hinein wirklich arm lebten und in sehr sehr einfachen Holzhütten.
    Micha war währenddessen drei Stunden in den beiden erst genannten Museen. Das Fram-Museum befasst sich mit den diversen Polarexpeditionen und zeigt als Hauptexponat die Fram, das stärkste, eisgängige Holzschiff, das je gebaut wurde und gleichzeitig das Schiff, das Roald Amudsen zu seinen Nord-Süd-Pol-Expeditionen brachte. Ebenso ist die Gøya ausgestellt, mit der die Nord-West-Passage zum ersten Mal durchquert wurde. Das Museum zeigt außerdem viele Fotos, Ausrüstungsgegenstände und andere Exponate von verschiedenen Expeditionen. Es erzählt viel zu den Menschen und der Härte der Bedingungen und der teils tragischen Schicksale in den arktischen Gegebenheiten. Micha ist völlig aus dem Häuschen und erzählt mir am Nachmittag zwei Stunden darüber und ist der Meinung, in dem Museum hätte man problemlos einen ganzen Tag verbringen können. Anschließend ist er in das Kon-Tiki-Museum gegangen, was direkt gegenüber liegt. Dort werden die Aktivitäten von Thor Heyerdahl gezeigt, so z.B.seine Fahrt von Peru aus über den Pazifik nach Polynesien und das ganze in einem Balsaholz-Floß, das den Namen Kon-Tiki trug und welches dort auch im Original zu sehen ist. Mit der Fahrt wollte er beweisen, dass eine Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus möglich war. Später fuhr er mit einem Schilfboot mit dem Namen Ra II von Marokko aus nach Südamerika, um zu beweisen, dass bereits frühe Kulturen aus Afrika und Südamerika Kontakt miteinander hatten. Beide Fahrten waren erfolgreich und zuvor von Wissenschaftlern vehement als Unsinn abgetan wurden. Auch die Ra II ist im Original ausgestellt.
    Da sich Micha wieder mal völlig mit der ihm zur Verfügung gestandene Museumszeit verschätzt hatte, fehlte ihm nun noch das Wikinger-Museum. So sind wir beide zusammen dort noch hinein gegangen. Aber auch dieses Museum war wirklich auch sehr interessant, denn es zeigt drei Original(!)Schiffe aus der Wikingerzeit. Die und die Fundstücke aus dieser Zeit waren wirklich sehenswert. Also alle Museen haben uns rundherum sehr gut gefallen. Am Nachmittag verabschieden wir uns von Oslo und fahren weiter nach Frederikstadt. Das ist nur eine drei Viertel Stunde entfernt und eigentlich planen wir, die Stadt morgen zu besichtigen, allerdings soll es dann regnen, so dass wir gleich bei der Ankunft einen Stadtrundgang machen. Die Stadt ist nach meinem Geschmack die schönste Stadt, die wir in Norwegen gesehen haben. Ich bin völlig begeistert, denn sie ist seit 300 Jahren fast unverändert. Sie ist von einem Burggraben umgeben, hat eine Festungsmauer mit Kanonen, die jetzt als Parkanlage dient und besteht aus wunderschönen Holz- aber auch Steinhäusern. So richtig sieht es nicht mehr wie Norwegen aus. An den Häusern sind große Rosenstöcke, es gibt süße kleine Innenhöfen, in denen es Restaurants und Cafés gibt und alles ist mit Blumen dekoriert. Über dem Burggraben führen immer wieder kleine Holzbrücken und die andere Stadtseite liegt an einem kleinen Fjord, in dem viele schöne Holzboote liegen. Außerdem gibt es eine kostenlose Fähre, die einem zum anderen Ufer bringt. Dort parken wir auch, kochen uns etwas und haben ein leckeres Abendessen mit Blick auf die schöne Altstadt. Gegen halb 11 entscheiden wir uns dann aber für einen Nachtstellplatz etwas außerhalb der Stadt an einer Eis-Sporthalle, die unmittelbar an einem Wald angrenzt, denn der Standort am Hafen ist zwar hübsch, doch wahrscheinlich für uns Sensibelchen zu laut (Bootverkehr und kreischende Möwen!!) Zum Frühstück wollen wir dann wieder dorthin zurück fahren. Und das war dann heute auch der letzte Tag in Norwegen.
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  • Day31

    Oslo 1. Teil

    July 17, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 21 °C

    Ausnahmsweise beeilen wir uns heute, denn unser heutiges Ziel ist Oslo. Wir überlegen,ob wir erst im Zentrum parken sollen oder direkt zu einem Stellplatz, aber wie vom dort zum Zentrum gelangen? Erst wollen wir zu dem Stellplatz an der Skischanze, entscheiden uns dann aber für einen Parkplatz auf der Museumsinsel Bygdoy, denn morgen wollen wir sowieso einige Museen anschauen.
    Der Platz erweist sich als sehr gut, mitten im Grünen, aber Zentrum fußläufig gut zu erreichen. Man bezahlt dafür 195 Kronen für 24h. Wir gehen gleich los und es ist ein schöner Weg immer am Yachthafen entlang. Dann kommt man in dem Stadtviertel Aker Brygge an, ein top modernes Viertel in Glas-und Stahlarchitektur gehalten. Micha meint, das sieht aus, wie 50 Jahre später. Stimmt! Sehr sehr schick. Und die ganze Shoppingmeile ist mit moderner Kunst bestückt. Wir essen eine Kleinigkeit, haben ja noch einige NOK, die wir loswerden wollen, denn am Wochenende werden wie Norwegen verlassen haben. Micha isst den schlechtesten Hotdog ever und ich ein mittelmäßiges Stück Pizza. Also die norwegische Küche ist für unseren Geschmack echt katastrophal. Noch schlimmer als USA! Überhaupt scheint es das Land zu sein, wo man fast ausschließlich Hamburger in allen Varianten bekommt. Grauselig!!!
    Dann laufen wir am Hafen entlang zur Festung Akershus, von wo man einen schönen Blick von oben auf das Hafengebiet hat und gehen weiter zur mega modernen Oper. Man läuft vorbei an einem Kunstprojekt mit einem hohen Holzgestell und da hängen Blusen und Hemden dran und an einer superschön gestalteten Olsoer Variante einer Strandbar. Das hieß Alternativ Food-,Bar-and Event-Location. Alles aus Holz, also keine richtige Strandbar mit Sand sondern eben mit viel Holz und Holzfässern. Es gab sogar eine Sauna in einem Holzfass. Nur das Essen traf nicht unseren Geschmack, auch wieder nur Burger, dieses Mal Bio-Burger:)
    Die Ufer -Promenade mit Blick auf die Oper ist auch von mehreren schwimmenden Saunen gesäumt, von denen man direkt ins Wasser springen kann. Wir gehen weiter die Karl Johann entlang, die Pracht- Einkaufsstraße Oslos. Hier gibt es Souvenir-Läden, bekannte Modegeschäfte, Fastfoodketten und Straßenkünstler. Die Straße führt am Bahnhof und am Dom entlang, der aber nicht lohnenswert ist und endet am königlichen Schloss. Der König ist heute anwesend, was an der Fahne, die auf dem Schloss weht, erkennbar ist. Leider kann man heute nicht mehr das Schloss von innen besichtigen und für morgen gibt es auch keine Tickets mehr. Schade, hätte ich gern gemacht. Das Schloss ist von außen sehr einfach gehalten, das ist wohl bewusst so gemacht, um die Volksnähe auszudrücken. Vor dem Schloss haben wir noch ein nettes Erlebnis. Als ich mich umdrehe, sehe ich, wie ein junger Mann Milou filmt. Zuerst ist das etwas merkwürdig, aber dann erzählt er uns, dass er, während er die ganze Straße bis hierher zum Schloss gelaufen ist, einen Fim gedreht hat und Milou der krönende Abschluss war. Diesen Film will er einen Freund in den USA schicken, weil dieser ganz begeistert von Oslo ist und so denkt er sich für ihn immer besondere Sachen mit Oslo aus, die er ihm schickt. Jetzt war es dieses Zeitraffer-Video, wobei Milou ein besonderer Abschluss ist, weil der Freund ein Buch über genau so einen Hund geschrieben hat. Er schickt mir gleich noch das Video und das ist wirklich toll geworden! Wir freuen uns sehr darüber, weil es auch den gleichen Weg zeigt, den wir gegangen waren.
    Danach setzen wir uns noch in den Schlosspark, der oft für die Bevölkerung geöffnet ist und nur bei Events der königlichen Familie geschlossen wird. Finde ich wirklich lustig, dass man sich in den Garten des norwegischen Königs setzen darf. Lustig sind auch die Verhaltensregeln am Eingang: "Umarmt die Bäume, geht auf das Gras, habt Spaß!"
    Genau das tun wir, bevor wir zu unserem Stellplatz mit der Fähre fahren. Im Reiseführer stand, dass man unbedingt eine Fährfahrt zur Museumsinsel machen soll. Na, dann machen wir das und es ist ein schöner Abschluss für Oslo-City, denn so können wir das Zentrum nochmal vom Wasser aus sehen.
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  • Day30

    Herumtröddeln und Heddal-Stabkirche

    July 16, 2019 in Norway ⋅ ☀️ 16 °C

    Halb 7 werden wir wach-nein, heute mal nicht von ankommenden Autos oder Möwen- sondern heute sind es Schafe:)
    Sehr lustig! Unser Womo ist von ihnen umzingelt, sie schubbern sich dran und ihre Glöckchen läuten. Aber nachdem sie weiter gezogen sind, können wir noch weiter schlafen. Micha geht es auch wieder gut und das wollen wir auch nicht verändern, deshalb lassen wir es heute ganz ruhig angehen. Wir sonnen uns und fahren ganz gemütlich weiter. Zwischendurch halten wir noch in Geilo und bummeln durch die ganzen Geschäfte und fahren dann bis zur Heddal-Stabkirche. Aber als wir da ankommen, kann Micha gar nicht mehr rein. Wir stehen genau 17.30 Uhr vor der Tür und da wird gerade geschlossen. Na, macht nichts! Die Kirche soll von außen sowieso sehenswerter als von innen sein. Aber ich muss sagen, von außen sieht sie sehr schön aus und das Holz riecht so gut nach Harz. Das kann man bis auf die andere Straßenseite riechen!! Wir setzen uns noch ein bisschen auf eine Bank davor und essen unser Eis, das wir in einem Supermarkt gekauft haben. Dann suchen wir einen Stellplatz und finden in der Nähe der Kirche einen schönen Platz an einem See mit einem Grillhäuschen und Picknickplatz. Dort ist nur noch eine Familie mit einem Camper, natürlich aus Sachsen:). Wir grillen, unterhalten uns mit ihnen und Milou geht baden. Uns ist das Wasser zu kalt.Read more

  • Day29

    Wasserfall Voringfoss

    July 15, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 18 °C

    In der Nacht gegen 3 Uhr werden wir wach,weil ein Auto kommt, hält und Türen zuschlagen. Ich hoffe, dass es keine Polizei ist, da wir ja auf ein Radweg stehen. Aber es ist ein VW - Bus mit Deutschen, die wohl auch einen Platz für die Nacht suchen. Glück gehabt! Den Morgen genießen wir auch wieder bei strahlenden Sonnenschein - haben wir ein Glück mit dem Wetter :) und füllen noch unsere Wasservorräte am Wasserfall auf. Das macht wirklich Spaß!
    Dann fahren wir zum Voringfoss und müssen bis dahin auch wieder durch einige Tunnel fahren, wovon einer sogar auf verschiedene Ebenen geht. Beeindruckend!
    Als wir am Wasserfall ankommen, sind wir erstmal enttäuscht, weil da so ein dünnes Rinnsal lang läuft. Was?! Das soll der spektakulärste Wasserfall Norwegens sein?!? Aber dann stellen wir fest, dass das nur der gegenüberliegende Wasserfall ist, den richtigen können wir von unserer Position gar nicht gut sehen. Zur besseren Aussicht muss man einen Weg entlang der steil abfallenden Felsen gehen. Also, ich finde das ja doch ziemlich gefährlich. Da gibt es keinerlei Absperrungen. Mit kleinen Kindern würde ich da nicht hin gehen.
    Von dem Punkt, wo wir ankommen, kann man den Wasserfall immer noch nicht gut sehen. Man muss zu dem anderen Parkplatz fahren, der am Fossli-Hotel liegt. Also machen wir das noch. Da wir ,wie immer, etwas spät sind, gibt es gar nicht mehr so viele Touristen. Die Chinesen - Busse sind uns gerade entgegen gekommen;)
    Von diesem Parkplatz hat man einen wirklich tollen Blick. Wir könnten jetzt noch eine einstündige Wanderung runter zum Fuße des Wasserfalls machen, aber das ist ein nicht so einfacher Weg, den Milou gegebenfalls nicht mitgehen könnte und Micha ist heute auch sehr müde und findet es schwierig, einen Parkplatz an dem Ausgangspunkt zu finden. So fahren wir noch ein bisschen Richtung Oslo und suchen schon ganz früh einen Stellplatz, den wir im Hardangervidda-Nationalpark finden. Der NP zieht sich auch wieder über Berge, die 1000- 2000 Meter hoch sind. Auch hier findet man eine Tundra-Gegend mit niedrigen Büschen und Flechten vor. Dieses Gebiet ist sehr trostlos und wir fragen uns, warum viele Norweger hier ihre Ferienhäuschen haben. Was macht man hier? Der Winter dauert doch sicherlich bis Ende Mai und beginnt schon wieder im September mit meterhohem Schnee. In der Ferne sieht man Gletscher, die auch nicht blau sind, was also bedeutet, dass dort noch frischer Schnee liegt.
    Wir finden schließlich einen Platz auf einer Höhe von 950 Metern, aber weil es heute noch sehr warm ist, können wir noch eine Weile draußen sitzen. Aber Micha fühlt sich gar nicht gut und bekommt sogar erhöhte Temperatur. Erkältung? Wir schauen mal ausnahmsweise Fernsehen, bevor wir schlafen gehen.
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  • Day28

    Bergen

    July 14, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    So gut können wir leider nicht schlafen, weil das Gekreische der Möwen schon ziemlich früh auf die Nerven fällt. In Spanien waren es die Hunde,hier sind es die Möwen. Aber ich kann einen schönen Spaziergang mit Milou am See machen und nach dem Frühstück fahren wir nach Bergen. Wir haben Glück, denn es regnet nicht (in Bergen soll es wohl 300 Tage im Jahr regnen) und es ist Sonntag. Wir bekommen einen zentralen, kostenlosen Parkplatz und sind auch gleich in der Brygge, dem ehemaligen Hanseviertel und Top- Sehenswürdigkeit in Bergen. Das sieht sehr schön aus. Es ist ein komplettes Viertel aus Holzhäusern, die schön renoviert und unterschiedlich farbig angestrichen sind. Zwischen den Häusern gibt es viele schöne Innenhöfe mit Cafés, Restaurants, Galerien und Souvenir-Läden. Es ist natürlich auch ein ganz schöner Touristenrummel, aber das war ja zu erwarten, denn im Hafen liegen schon wieder zwei Kreuzfahrtschiffe.
    Wir gehen weiter über den Fischmarkt und erstehen drei Rentier-/Elchsalamis, die wir probieren durften und sehr gut schmecken (übrigens stelle ich später fest, dass da nur 20% Rentier/ Elch drin ist und der Rest Schwein- super, schön wieder in die Touri-Falle getappt:)!)
    Ansonsten kann man sich auf dem Markt wie überall in Norwegen nichts leisten bzw.lohnt es sich nicht, weil alles irgendwie nicht lecker aussieht. Wir gehen noch zum Dom und durch die Stadt, die meiner Meinung nach so lala ausschaut, aber Micha findet sie ganz hübsch. Schön gestaltet ist der Park vor der Kunsthalle mit einem Pavillon und vielen Blumen. Wir gehen zurück über die Fußgängerzone zum Hafen, in dem mehrere Luxusyachten mit Flagge von den Cayman-Inseln stehen. Micha will dann noch zur Festung mit dem berühmten Rosenkranzturm, aber der hat es gerade noch bis Michas Ankunft geschafft, sich unter ein Baugerüst zu verstecken. Naja, das Foto geht wieder in unsere Sammlung: "Baugerüste dieser Welt";) ein.
    Dann sind wir mit Bergen auch schon fertig, ging ja noch schneller als Trondheim!:)
    Wir wollen noch zum Wasserfall Voringfoss, aber bis dahin ist es noch 2,5 Stunden Fahrt und weil mein Mann nicht mehr der Jüngste ist, fahren wir nur noch anderthalb Stunden weiter. Die Fahrt dahin ist wirklich interessant, weil man durch einen 8km langen Tunnel fährt, dann sofort über eine riesige Brücke über einen Seitenarm des Hardangerfjords und direkt wieder in den Berg hinein durch einen Tunnel. Der Hardangerfjord selbst sieht gar nicht so toll aus, wie andere Fjorde, die wir hier schon gesehen haben, da er nicht von hohen Berge umgeben und an den Hängen ziemlich besiedelt ist (in Summe ein bisschen wie der Bodensee).
    Neben einem Tunnel finden wir auch unseren heutigen tollen Stellplatz mit Blick auf den Eidfjord. Da soll man sogar ab und zu Delfinschulen sehen, schade, wir sehen keine! Aber der Platz ist super, weil man durch den Tunnel nichts von der Straße hört und wir ganz allein da stehen. Wir machen uns ein Feuerchen, genießen die Sonne und den Blick auf den Fjord und hören das Rauschen des Wasserfalls, der direkt neben uns ist.
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  • Day27

    Tunnel und fahrerische Herausforderungen

    July 13, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute stehen wir mal, sogar für unsere Verhältnisse spät auf- halb 10. Dementsprechend zieht sich unser morgendlicher Ablauf besonders lang hin. Wir möchten gern mit der Fähre von Kaupanger nach Gudvangen fahren, um durch den spektakulären Seitenarm Naroyfjord des Sognefjords zu fahren. Es gibt nur drei Fähren täglich und als wir 14 Uhr dahin kommen, um die Fähre um 15 Uhr zu nehmen, gibt es keinen Platz mehr. Schade! Aber bis 18 Uhr wollen wir nicht mehr in dem langweiligen Ort warten. Man könnte zwar direkt am Fähranleger im Fjord schwimmen gehen, es ist heute auch sehr warm und einige Kinder springen von einer schwimmenden Insel auch immer wieder hinein, aber so richtig haben wir keine Lust dazu. Also fahren wir weiter Richtung Bergen. Dafür nehmen wir auch eine Fähre, deren Fahrt aber nur 10 min.dauert und die von Kaupanger nach Fodnes über den Aurlandsfjord führt. Naja, dann sind wir heute doch noch Fähre gefahren, wenn auch nur so kurz. Und heute kommen wir von einem Tunnel in den nächsten. Einer ist 24,5 km lang und damit der längste Autotunnel der Welt. Unter Klaustrophobie sollte man da möglichst nicht leiden. Insgesamt sind wir an dem Tag wahrscheinlich zwischen 50-60 km nur durch Tunnel gefahren. Wir machen noch einen Abstecher zum Stegastein, einer Aussichtsplattform über dem Aurlandsfjord. Dafür fahren wir beide, ahnungslos wie wir sind, die Serpentinenstraße Bjørgarvegen hoch. Aber schon nach den ersten Haarnadelkurven stellen wir fest, dass die Fahrt den Trollstiggen entlang dagegen Kindergarten war. Die Straße ist sooo schmal und besteht nur aus Kurven. Zusätzlich fahren ziemlich viele Autos und vereinzelt Wohnmobile hoch bzw. hinunter. Es gibt zwar viele Haltebuchten, aber die sind nur sehr klein, so dass da immer nur ein, zwei Autos warten können, um entgegenkommende Fahrzeuge hindurch zu lassen. Der Weg nach oben ist also eine ziemliche Herausforderung. Dafür ist der Blick von der Plattform über den Fjord auch besonders schön. Die umliegenden Berge sind sehr hoch und die Farben des Wassers, der bewaldeten Berge und der blaue Himmel sieht wirklich toll aus. Dann geht es wieder hinunter. Oh, armer Micha. Schon wenige Meter nach der Plattform wartet ein entgegenkommendes Wohnmobil an einer Haltebucht, die aber so klein und eng ist, dass vor uns die beiden Autos nicht vorbei kommen und wir erst recht nicht. Nach ein wenig Hin- und Herfahren, kommt ein Norweger, der sich des Problems annimmt und er regt sich ziemlich darüber auf, dass hier Wohnmobile hochfahren, denn bei TripAdvisor stehe drin, dass man das mal sein lassen solle. Naja, im Reiseführer steht davon nichts. Nach einem zwanzig minütigen Manövrieren schaffen wir es dann alle, aber das war noch nicht alles. Immer wieder muss Micha ein Stück rückwärts bergauf fahren, um andere Autos vorbei zu lassen. Als wir endlich unten ankommen, ist Micha schweißgebadet:))
    Es ist nun auch schon wieder 18 Uhr und wir wollen nicht mehr viel weiter fahren. Für heute reicht es damit. Allerdings gestaltet sich heute die Suche nach Stell- oder Campingplatz erneut schwierig. Zwei Campingplätze sind voll, Stellplätze gibt es irgendwie gar nicht so richtig. Andere Campingplätze liegen direkt an der E 16 und scheiden damit schon von vornherein aus. So fahren wir doch noch anderthalb Stunde weiter, bis wir einen Parkplatz im Ferienort Voss finden. Das ist zwar ein normaler Parkplatz vor dem Schwimmbad, aber da stehen auch noch andere Womos aus Norwegen, die sogar ihre Tische und Stühle davor stehen haben. Wir machen uns marinierten Hering und gehen dann nochmal an dem schönen See und angrenzenden Wald spazieren, bevor wir ins Bett fallen.
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