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Zwischen mir und der Welt

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    🇯🇵 Kyōto, Japan

    Bestes Wetter in Kyoto

    Вчера, Япония ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute war meine letzte Gelegenheit, die besonderen Tempel und Kyoto bei gutem Wetter zu sehen, also habe ich mir ein Fahrrad gemietet, für mich immer noch die beste Art eine Stadt zu erkunden.
    Zuerst ging es in den Maruyama Park und zum dazugehörigen Chion-in-Tempel, wobei ich überraschend Glück mit der überschaubaren Anzahl an Touristen hatte. Direkt davor liegt das Geisha-Viertel, das mit seiner traditionellen Atmosphäre und den kleinen Restaurants echt was hermacht. Dort habe ich eine Schüssel Ramen gegessen, bevor ich mich wieder in den Sattel geschwungen habe.
    Ohne es zu wissen war ich da schon auf dem Weg zu meinem Highlight des Tages, der Tempelanlage rund um Kiyomizu-dera. Die 2,50 € Eintritt haben sich mehr als gelohnt, selbst unabhängig vom beeindruckenden Tempel, allein schon wegen des Blicks über Kyoto.
    Zum Abschluss bin ich noch zum Fushimi Inari-Taisha gefahren. Dort war es allerdings viel zu voll und mir lief auch langsam die Zeit davon, weil ich das Fahrrad zurückgeben musste. Fushimi ist bekannt für seine tausenden Torii, die sich den Berg hinaufziehen. Den ersten Abschnitt habe ich noch mitgenommen, ein paar Fotos gemacht und bin dann wieder umgedreht, ein klassischer Touri-Move.
    Der Reisebericht klingt zwar ganz gut, aber ich merke trotzdem, dass ich mal wieder Leute kennenlernen will.
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  • Schmuddelwetter in Kyoto

    15 апреля, Япония ⋅ 🌧 16 °C

    Ich hatte eine unglaublich schlechte Nacht. Vor 3 Uhr kam ich nicht zur Ruhe, und um 4 Uhr war ich dank meines Hustens schon wieder wach, und bekam ihn auch nicht direkt in den Griff. Entsprechend fing der Tag spät an: Erst gegen 13 Uhr verließ ich das Bett.
    Es regnete den ganzen Tag, und zwar so stark, dass an irgendwelche Tempeltouren nicht zu denken war. Also machte ich mich wieder auf den Weg zum Nishiki-Markt. Der ist zwar überdacht, aber dementsprechend auch komplett überlaufen. Wahrscheinlich hat niemand so richtig mitbekommen, dass ich dort um 14 Uhr mein „Frühstück“ hatte, Tempura, Eis und 100-Yen-Brot.
    Ich musste mir also etwas für das schlechte Wetter überlegen. Museen gibt es hier nicht wirklich viele, und ich wollte unbedingt noch einmal in ein richtiges Onsen. Also setzte ich mich in den Bus und fuhr etwa 40 Minuten Richtung Stadtrand.
    Das Onsen war echt gut, leider konnte ich keine Fotos machen. Ich blieb etwa zwei Stunden und wechselte ständig zwischen den verschiedenen Becken hin und her. Mein Highlight war definitiv das Elektroschock-Becken, ein Becken, in dem tatsächlich Strom durch das Wasser geleitet wird. Und zwar so stark, dass man unwillkürlich zuckt oder sich der Arm komplett verkrampft. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet, vor allem, weil ich ohne Brille das Schild nicht lesen konnte.
    Am Abend war ich dann nur noch essen und bestellte mir eine Beef Rice Bowl mit rohem Ei, eins meiner Lieblingsgerichte hier. Danach kaufte ich mir noch Honigbonbons und hoffe jetzt einfach, dass ich heute früher und vor allem erholsamer schlafen kann.
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  • Von der neuen zur alten Hauptstadt

    14 апреля, Япония ⋅ ☁️ 25 °C

    Funfact: Kyoto wurde nur nicht mit Atombomben bombardiert weil die Stadt zu heilig war und der US-Kriegsminister vorm Krieg in den Flitterwochen hier war.

    Es war ein gemütlicher Reisetag. Gegen 11 Uhr habe ich mir einen Shinkansen nach Kyoto gebucht, zwar happige 70 €, aber dafür war ich in unter drei Stunden schon am Ziel.
    Kyoto hat mir direkt gefallen, und ich wurde gar nicht so von den Touristen erschlagen, wie es mir vorher immer gesagt wurde. Mal sehen, wie es morgen bei den bekannten Sehenswürdigkeiten aussieht.
    Zuerst habe ich mir etwas zu essen gesucht, bevor ich direkt mein erstes Highlight entdeckt habe: den Higashi Hongan-ji. Ein wirklich imposanter Tempel mit einem ebenso beeindruckenden Komplex drum herum. Wir konnten sogar spontan eine kleine Zeremonie miterleben.
    Danach habe ich mich nochmal kurz hingelegt, bevor ich mir am Abend den Nishiki Market angeschaut habe. Ich liebe diese kleinen, überdachten Straßen mit den ganzen Essensständen.
    Zum Abschluss gab es noch Okonomiyaki und Knoblauchreis, ganz klassisch mit Herdplatte direkt am Tisch.
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  • Shinjuku, der letzte Tag Tokio

    13 апреля, Япония ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute ging es mir schon besser. Nach dem Frühstück bin ich mit dem Bus Richtung Shinjuku gefahren – der letzte Ort auf meiner Liste in Tokio. Es war deutlich entspannter als am Samstag. Dieser Stadtteil gehört für mich definitiv zu den schönsten in Tokio: viele kleine Läden und Cafés, dazwischen ein paar größere Malls. Alles ist bunt, ein bisschen wie in Osaka – aber auch etwas verruchter, was wohl am Nachtleben liegt.
    Ich wurde mehrmals angesprochen, ob ich den Abend nicht mit einer „hübschen Frau“ verbringen möchte. „Pink Salon“ nannten sie das. War nichts für mich – ich wollte einfach nur ins nächste Buchgeschäft.
    Bei KINOKUNIYA war ich dann richtig: derselbe Laden wie in Abu Dhabi, aber hier auf neun Etagen. Die englische Abteilung war zwar kleiner als erwartet, aber ich habe trotzdem ein gutes Souvenir gefunden und war zufrieden.
    Danach habe ich es mir noch etwas gut gehen lassen und bin weiter zum Government Building, um eigentlich den Ausblick von der Aussichtsplattform mitzunehmen. Aber 60 Minuten anstehen? Sehe ich nicht ein. Die Umgebung rund um das Gebäude hat mir auch so schon gut gefallen.
    Auf dem Rückweg zum Hotel wurde ich dann noch von einem richtig schönen Sonnenuntergang begleitet. Tokio hat mir insgesamt sehr gefallen.
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  • Ruhetag

    12 апреля, Япония ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute war ein ruhiger Tag. Ich habe den ganzen Tag im Bett verbracht, weil ich immer noch krank bin, und mir bewusst Zeit zur Erholung genommen. Ich war nur zweimal im Convenience Store, einmal fürs Mittagessen und einmal fürs Abendessen.
    Hoffentlich bin ich morgen wieder fit genug für Shinjuku – ein wichtiger Stadtteil auf meiner Liste.
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  • Die Sonne geht auch wieder auf(unter)

    11 апреля, Япония ⋅ ☀️ 27 °C

    Nachdem sich heute ein Zimmergenosse dachte, es schläft sich genauso gut mit klingelndem Wecker, war es für uns andere ein eher ungemütlicher Morgen. Nach wie vor war ich nicht fit und legte mich nach dem Frühstück nochmal hin.
    Gegen 12 machte ich mich dann doch nochmal los und plante eigentlich einen ruhigen Tag. Das war allerdings nicht wirklich möglich – es war Samstag und 27 Grad. Shinjuku war voll. Und voll in Tokio heißt wirklich voll.
    Ich versuchte mein Glück im Park, bekam aber keinen Kaffee wegen der langen Schlangen und fand auch keinen Platz im Schatten zum Sitzen. 2,50 € Eintritt – der Park war zwar schön, aber ich bin nur einmal durchgelaufen, weil ich keinen Ort fand, an dem ich wirklich runterfahren konnte.
    Auch in Shinjuku selbst: vor jedem Laden Schlange, alles überfüllt, und mir ging es zunehmend schlechter. Am Ende fand ich eine Bar im Keller, wo ich noch eine Pizza bekam, bevor ich mit dem Bus zurück zum Hotel bin.
    Der Stadtteil sah trotzdem wahnsinnig gut aus, und ich hoffe, ich komme nochmal hin – gesund und wenn es nicht so brutal heiß ist.
    Den Rest des Tages habe ich viel geschlafen, und abends gab es wie gewohnt Bento-Boxen.
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  • TeamLabs und Regen

    10 апреля, Япония ⋅ 🌧 19 °C

    Ich habe mir heute den Stadtteil Odaiba angesehen. Der Weg dorthin war stark, weil es eine führerlose Schwebebahn war, was dafür sorgte das man ganz vorne mit geoßem Fenster sitzen konnte. Hatte ein wenig was von Achterbahn fahren. Vor Ort gab es nicht besonders viel – außer zwei netten Malls und ein paar imposanten Gebäuden. TeamLab Tokio war auch dort, weshalb ich überhaupt erst auf den Stadtteil gekommen bin. Ich habe im Laufe der Woche gerade noch ein Ticket dafür bekommen. Es war okay. Vieles kannte ich so ähnlich schon aus Abu Dhabi.
    Was mir aber auf jeden Fall am besten gefallen hat, war der Orchideengarten: 13.000 Orchideen hängen von der Decke und bewegen sich bei Annäherung nach oben, um den Weg freizumachen.
    Allerdings war es insgesamt ziemlich voll. Ich bin nach wie vor krank, und das Wetter war heute auch echt unangenehm, weshalb ich früh zurück ins Hostel gegangen bin.
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  • Naturwissenschaft und alte Tempel

    9 апреля, Япония ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Einstieg in den Tag war der Ueno-Park – ein großer Park in Tokio, der mehrere bekannte Museen beherbergt. Ehrlich gesagt hat mich der Park selbst nicht wirklich abgeholt.
    Als ich fast schon draußen war, habe ich plötzlich einen riesigen Wal gesehen. Der gehört zum Nationalmuseum der Naturwissenschaften. Da musste ich sofort an das Naturkundemuseum in Abu Dhabi denken, das mir damals extrem gut gefallen hat. Für umgerechnet 3,50 € konnte ich nichts falsch machen – und genau so war es auch.
    Das Museum war der Wahnsinn. Ich bin über drei Stunden durch die Ausstellungen gelaufen und habe mir alles angeschaut. Am meisten beeindruckt haben mich das Mammut und die Schildkröte – beides habe ich so zum ersten Mal gesehen.
    Danach bin ich weiter nach Asakusa gefahren. Dort steht der Sensō-ji, der älteste buddhistische Tempel Tokios, mit einem wirklich beeindruckenden Erscheinungsbild. Aber nicht nur der Tempel – das ganze Viertel ist ein Highlight für sich.
    Von dort aus konnte man auch den Tokyo Skytree sehen.
    Zufällig habe ich dort wieder Maurice getroffen, und wir sind ein Stück zusammen herumgelaufen. Ich habe den ganzen Abend in Asakusa verbracht, bis die Stände langsam geschlossen haben. Davor habe ich mir noch ein ziemlich cooles Paar Socken gekauft.
    Bis jetzt ist das mein Lieblingsstadtteil – erinnert mich stark an Osaka.
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  • Heute vor einem Jahr

    8 апреля, Япония ⋅ ☀️ 18 °C

    Ich habe gut geschlafen und war um 9 Uhr beim Frühstück. Das Frühstück ist überschaubar, aber Preis-Leistung stimmt. Mal sehen, ob es jeden Tag das Gleiche ist.
    Beim Frühstück habe ich Maurice kennengelernt, einen Deutschen, der sich im sechsten Monat seines Sabbatjahres befindet. Wir haben uns lange unterhalten und erst gegen 11 Uhr das Hotel getrennt verlassen.
    Ganz klischeehaft ging es für mich zuerst zur Shibuya-Kreuzung, der größten Fußgängerkreuzung der Welt, mit zum Teil bis zu 2500 Überquerungen in einer Ampelphase. Direkt dort steht auch die Hachiko-Statue, die einen Hund ehrt, der selbst nach dem plötzlichen Tod seines Besitzers noch neun Jahre lang täglich dort auf ihn gewartet hat. Zufälligerweise war heute „Hachiko Day“, und die Statue wurde mit Blumen geehrt.
    Nach ein wenig Klamotten schauen und etwas Streetfood ging es für mich weiter zum Meiji-Schrein, dem wohl bedeutendsten Schrein hier in Tokio. Anschließend bin ich Richtung Midtown Tokio gelaufen, einer eher wohlhabenden Gegend, die mir mit ihren teuren Boutiquen und Restaurants allerdings nicht besonders gefallen hat.
    Etwa 20 Minuten weiter zu Fuß wurde ich dann im schönen Stadtteil Roppongi doch noch glücklich: Tokio Tower und der Zojo-ji-Tempel haben das wieder rausgeholt. Danach bin ich zurück ins Hotel, um mich für eine Stunde hinzulegen und bis zum Sonnenuntergang auszuruhen.
    Gegen 20 Uhr machte ich mich auf den Weg zu einem Geheimtipp: ein Hotelkomplex mit einem Garten in der Mitte, der dank Nebelmaschinen und Licht ein fantastisches Bild erzeugen soll. Ich wurde nicht enttäuscht und habe mich wirklich darüber gefreut. Witzigerweise traf ich dort wieder Maurice – ich hatte ihm den Tipp auch gegeben. Wir waren die einzigen, die keine Hotelgäste waren. 400 € pro Nacht, meinte er – nichts für uns Backpacker.
    Auf dem Rückweg haben wir uns noch etwas bei Lawson geholt.

    Heute ist ein besonderer Tag für mich. Vor einem Jahr hätte ich nicht erwartet, wo ich heute stehen würde – und schon gar nicht, dass ich in Tokio auf der Reise meines Lebens sein würde. Aber ich weiß noch genau, wo ich damals war: in Frankreich, in Saint-Jean-Pied-de-Port, auf dem Weg nach Santiago de Compostela, einer Reise die mein Leben verändern wird.

    Buen Camino
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  • Tokio

    7 апреля, Япония ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich habe erst mal bis neun ausgeschlafen, da ich ein wenig kränklich bin. Heute musste ich mich von meinem aktuellen Lieblingsberg verabschieden, weil um 10:30 mein Bus nach Tokio ging, auf den ich mich schon sehr gefreut habe. Die zweieinhalbstündige Fahrt habe ich genutzt, um mich ein wenig mit der Geschichte zu beschäftigen, denn ich wollte direkt ins Weltkriegsmuseum in Tokio, das praktischerweise auf dem Weg zu meinem Hostel lag.
    Ebenfalls auf dem Weg lag der Kaiserpalast. Klingt wahnsinnig spannend, aber da der Kaiser dort tatsächlich wohnt, kommt man nicht wirklich nah heran. Trotzdem gefallen mir Burgen auch von außen sehr – vor allem mit Burggraben und Brücke.
    Zehn Minuten später stand ich dann schon im Yushukan. Der Teil nach 1939 hat mich am meisten interessiert. Man muss schon sagen: Die Japaner gehen gerne mit dem Kopf durch die Wand – ob in der Luft oder zu Wasser, viele Fahrzeuge waren irgendwie für den einmaligem Einsatz ausgelegt.
    Ich habe mich wieder für ein Kapselhotel entschieden und bin sehr zufrieden mit meiner Kapsel. Leider ist der Aufenthaltsraum klein und ungemütlich, deshalb vermute ich, dass es wieder ein paar eher einsame Tage in Tokio werden.
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  • Fahrradtour

    6 апреля, Япония ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich habe mir heute ein Fahrrad gemietet – und es war einfach geil.
    Obwohl ich erst gegen 10 Uhr aus der Herberge loskam, machte ich mich direkt auf den Weg, um Frühstück zu besorgen. Meine Anlaufstelle war Lawson. Eigentlich nur irgendein Lawson – aber durch die Lage direkt vor dem Fuji ein kleines Fotomotiv mit Bekanntheitsgrad.
    Danach mietete ich mir für 2000 Yen ein Fahrrad und startete meine Runde um den Kawaguchi-See. Plan war erstmal: Frühstück am Nordufer mit Blick auf den Fuji.
    Nachdem ich die 20 km einmal komplett rum hatte, bin ich einfach weitergefahren, ohne festen Plan. Genau richtig so. Ich habe ein paar richtig schöne Schreine entdeckt und bin über entspannte Radwege gefahren. Die Sonne schien, das Wetter war perfekt – genau so, wie man sich so einen Tag vorstellt.
    Zum Sonnenuntergang bin ich nochmal eine kleine Runde gefahren, bevor ich das Fahrrad zurückgegeben habe. Danach ging’s noch kurz in den Supermarkt, um mich wieder ordentlich mit Bento-Boxen einzudecken.
    Abends kam Igor zu mir an den Tisch, und ziemlich schnell waren wir eine Gruppe von vier Leuten. Eine von ihnen war heute bei einem Vulkan und hat mir ein dort gekochtes Ei angeboten. Sah spannend aus – war am Ende aber einfach ein Ei.
    Ich habe heute bestimmt 200 mal ein Berg fotografiert.
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  • Mount Fuji

    5 апреля, Япония ⋅ ☁️ 19 °C

    Der Tag begann früh, mein Bettnachbar hielt drei Wecker auf maximaler Lautstärke offenbar für eine gute Idee und snoozte sie konsequent durch. Also war ich wach. Ich nutzte den Morgen sinnvoll, erst ein entspannter Kaffee, dann nochmal über den Wochenmarkt geschlendert.
    Um 8:50 ging’s mit dem Bus nach Fujikawaguchiko. Die Fahrt war stark – Berge, Täler, überall diese 3000er um einen herum. Ich saß da mit einem Dauergrinsen im Gesicht. Und dann tauchte er auf: der Mount Fuji. Gänsehaut. Deutlich beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte. Wir hatten komplett freie Sicht, und als Bonus noch Sonnenuntergang mit Licht auf dem Berg – absoluter Ausnahme-Moment.
    Später noch schnell in den Supermarkt, Abendessen und Getränke organisiert. Und weil ich meine Stimme so gerne höre und gern Leute anquatsche, hab ich Igor und William kennengelernt. Wir haben zusammen gegessen, viel gelacht. William ist mit dem Bike durch Japan unterwegs, ich durfte auf seinem Helm unterschreiben, hat mich ehrlich gefreut.
    Das Lustige hier: Je länger jemand arbeitslos und unterwegs ist, desto „cooler“ ist er. Die beiden sind cooler als ich.
    Hostel ist wieder ein 10/10 Kapselhotel. Riesige Betten und geile duschen.
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  • Umwege

    4 апреля, Япония ⋅ 🌧 12 °C

    Gestern Abend beim Planen des Tages habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, von Kanazawa nach Takayama zu kommen, denn der Bus ist oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Alternativplan war dann, mit dem Zug nach Toyama zu fahren und von dort zu versuchen, einen Bus zu bekommen, weil die Zugverbindung gleichzeitig auch noch eingeschränkt war.
    Am Ende hat sich aber alles zum Guten gewendet. Toyama an sich war nicht besonders, aber der Weg dorthin und von dort weg war atemberaubend – begleitet von den Japanischen Alpen, die wir teilweise sogar durch Tunnel durchquert haben. Es hat den ganzen Tag geregnet, und mein ursprünglicher Plan, nochmal in Shirakawa Halt zu machen, hätte wahrscheinlich eher frustriert als Spaß gemacht.
    In Takayama angekommen, machte ich mich gegen 14 Uhr unvoreingenommen auf den Weg in die Altstadt und wurde sofort von ihrer Schönheit überrascht. Das war einfach Bilderbuch-Japan. Ich bin ein wenig herumgeschlendert und irgendwann in einem Aal-Restaurant gelandet. Dort wollte ich zum einen Aal probieren und zum anderen Hida-Rind, für das die Region bekannt ist. Der Aal war richtig gut – und Hida war halt Rindfleisch.
    Danach habe ich in ein klassisches japanisches Haus eingecheckt: knarrende Holzböden, Schiebetüren mit lichtdurchlässigem Papier. Ich war nicht alleine, sondern habe mal wieder einige Backpacker getroffen. So gut mir die Altstadt gefallen hat, bin ich abends nochmal hin. Auf dem Rückweg habe ich mir noch etwas im Konbini geholt.
    Ich habe mich mit meinem Essen zu Clair, einer Französin, gesetzt, und innerhalb kürzester Zeit waren wir ein Tisch mit sechs Leuten. Wir haben uns übers Alleinsein in Japan unterhalten – die meisten hatten das gleiche „Problem“ wie ich: Die Japaner sind einfach zu respektvoll.

    Cheers!
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  • Reisende!

    3 апреля, Япония ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute bin ich das erste Mal seit ich hier bin wieder auf kommunikative Leute getroffen. Ich habe heute Morgen nach dem Frühstück Osaka verlassen und habe mich mit Zug und Shinkansen auf den Weg nach Kanazawa gemacht. In Kanazawa habe ich mir dann den bekannten Fischmarkt, die Kanazawa Burg und den Kenroku-en Garten angesehen. Die Burg hat mir am besten gefallen mir allem drum herum. Beim einchecken ins Hostel lernte ich dann 3 Argentinier und 2 Japaner kennen mit den ich noch etwas länger zusammen saß. Wir versuchten zusammen Tango zu tanzen und die Argentinier zeigten und „Mate-Tee“ wie er dort getrunken wird. Es war sehr interessant und wir haben viel gelacht. Ich setzte mich irgendwann ab und besuchte noch das Geisha Viertel, welches absolut hübsch anzusehen war, aber alles war schon zu um 19 Uhr. Auf dem Rückweg gab’s dann noch einen Burger zum Abendbrot.
    Der soziale Kontakt heute, meine Highlight!
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  • Nara-Park und TeamLab

    2 апреля, Япония ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute komplett zerklötert erst um 13 Uhr aufgewacht. Dann schnell noch bei Adidas gewesen und danach in die Bahn Richtung Nara-Park.
    Der Park ist bekannt für seine frei laufenden Rehe – und davon gibt es dort wirklich mehr als genug. Ich hatte null Interesse, sie zu streicheln oder zu füttern, aber es war ziemlich unterhaltsam, einfach zuzusehen. Die Viecher haben es echt drauf: Die checken sofort, wer Futter hat, und gehen dann konsequent auf Angriff. Teilweise haben sie die Leute richtig überrumpelt und ihnen die Reiscracker abgezogen. Schon fast wie Affen vom Verhalten her – frech, direkt und ziemlich clever.
    Neben den Rehen gab es auch zwei riesige Tempel im Park, die man sich gut anschauen konnte. Insgesamt eine entspannte, ganz schöne Anlage, aber eher wegen der Atmosphäre als wegen irgendwelcher Highlights.
    Danach ging’s weiter zum TeamLab Botanical Garden. Seit Abu Dhabi bin ich Fan von diesen TeamLab-Sachen, und das hier hat auch geliefert. Diesmal draußen, mitten in der Natur und alles im Dunkeln inszeniert – starke Kombination. Hat richtig gut funktioniert.
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  • Regen in Osaka

    1 апреля, Япония ⋅ 🌧 13 °C

    Erstmal war heute Bettenwechsel, ein wenig günstiger, ein weniger enger, aber mir gefällt es wieder gut und es ist immer noch in Osaka. Zwei Nächte werde ich hier noch bleiben bevor es weitergeht, wohin, ist bis jetzt noch nicht ganz klar.
    Das Wetter war schmuddelig. Ich verbrachte fast den ganzen Tag in der Namba Mall mit shoppen und essen. Gegen 16 Uhr klarte es aber ein wenig auf und ich wollte unbedingt noch mal zum Shinsekai-Viertel. Dies sollte ein bisschen „schmutziger“ und „echter“ sein. Ich hatte leichte Jahrmarkt Vibes, aber es hat mir sehr gefallen. Dort war auch mein Messerladen bei dem ich mir unbedingt ein Higonokami kaufen wollte, was sie aber leider nicht hatten. Danach ging es für mich vorerst zurück um mich mal eine Stunde hinzulegen und ein wenig weiter zu planen was nach Osaka passiert. Heute hatte ich mir auch vorgenommen Dotonbori bei Nacht anzugucken, aber ich glaube die kennen hier keine Nacht. Es war um 11 immer noch hell durch die ganzen Tafeln und gefühlt voller als am Tag.
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  • Ich glaube ich komme rein

    31 марта, Япония ⋅ 🌧 23 °C

    Dafür, dass ich heute erst um 12 Uhr hoch bin, habe ich noch echt viel gesehen. Erst das Osaka Castle – von außen eine absolute Wucht. Danach weiter ins Umeda-Viertel. Ich glaube, „überwältigend“ trifft es da am besten. Alles ist riesig und modern: Bahnhöfe, Malls, Hochhäuser – und alles dicht an dicht. Kaum verlässt man eine 12-stöckige Mall und geht über die Straße, steht man schon in der nächsten. Oft sind die sogar noch unterirdisch miteinander verbunden. Es gab auf jeden Fall jede Menge zu sehen.
    Danach bin ich mit der Metro weiter und nochmal durchs Shinsaibashi-Viertel zurück zum Hotel. Dort bin ich dann noch zum Entspannen in den Sento (wie ein Onsen, aber ohne natürliches Wasser). Danach gab’s noch ein Late-Night-Dinner – hier hat echt alles bis tief in die Nacht offen – und einen kurzen Snack-Einkauf bei Lawson um die Ecke.
    Osaka Station ist mir heute besonders ins Auge gestochen. Außerdem habe ich mich köstlich über mich selbst amüsiert beim Versuch, Ramen mit Stäbchen zu essen. Ich glaube, die mussten danach erstmal sauber machen.
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  • Konnichiwa

    30 марта, Япония ⋅ ☁️ 23 °C

    Auch der Umstieg in Shanghai funktionierte sehr gut, sodass ich um 12 Uhr wie geplant in Osaka landete. Das Einreisen war sehr modern und entspannt, ich entschied mich wieder für eine ESim, weil der Preisunterschied zur physischen SIM am Flughafen marginal war. Ich habe mir dann eine Zug-Prepaid-Karte auf mein Handy geladen und bin dann für 1000 Yen, umgerechnet 5€ ins Zentrum von Osaka gefahren. Es war überwältigend, positiv wie auch negativ, dann ich war einfach viel zu müde und ich habe noch nie so viele Leute an einem Ort gesehen, was wahrscheinlich auch am guten Wetter und der Uhrzeit lag. Ich suchte mir noch was zu essen, bevor ich um 15 Uhr an meinem Hostel war, mit dem ich super zufrieden bin, 25€ für meinen eigenen kleinen Raum, mit Fernseher und „Schreibtisch“. Aber ich wurde dann von der kurzen Nacht und der Zeitumstellung erschlagen, weshalb ich dann mal eben bis 0:00 Uhr schlief. Ich hoffe ich komm schnell aus dem Jetlag raus.Читать далее

  • Über den Wolken

    29 марта, Германия ⋅ 🌬 8 °C

    Heute ging es weiter. Die Tage zuhause habe ich mit dem Besuchen der wichtigsten Leute verbracht, darunter meinem Friseur. Ich muss ein wenig mehr auf meine Linie achten, der reichliche Reis in Sri Lanka und das wenige Laufen haben doch ihre Spuren auf der Wage hinterlassen. Nachdem es so stressig war von Sri Lanka nach Amsterdam und auch von Maastricht nach Flensburg, freue ich mich schreiben zu können, dass es bis jetzt läuft wie am Schnürchen. Heute um 3 Uhr los gefahren, von 6 bis 7:45 nach Paris geflogen und von dort nach einem längeren Aufenthalt dann um 13:25 Richtung Shanghai. Leider kann ich kein Film gucken weil es keinen englischen Untertitel gibt und ich habe Hunger, bei AirIndia wurde ich ein wenig besser versorgt. Ich befinde mich gerade irgendwo über Russland.Читать далее

  • Auf Wiedersehen Niederlande 🇳🇱

    25 марта, Германия ⋅ 🌬 8 °C

    Heimaturlaub!
    Heute ging es von Maastricht nach Flensburg um ein wenig was zu regeln und neu zu packen. Die Strecke habe ich mit verschiedensten Zügen und Bussen zurückgelegt. Es lief so schlecht wie es nur laufen konnte. Aus 3 mal umsteigen und 8 Stunden wurde dank verschiedenster Zugausfällen und irgendwelchen Bahnhöfen die mit einmal nicht angefahren wurden mit einmal 8 mal umsteigen und 12 Stunden Fahrt. Ich muss beim schreiben schmunzeln weil ich daran denke wie einfach es von Süd- nach Nord-Sri Lanka war. Dennoch hat es mir irgendwo zwischendurch auch Spaß gemacht und die Leute hatten gute Laune. Unter anderem habe ich Lea kennengelernt die mich zumindest für 3 Stunden auf meiner Reise begleitet hat und sich gerne angehört was ich so alles erlebt habe. Auf dem Weg nach Hause merke ich, dass ich noch nicht fertig bin mit Reisen und mich freue wenn es am Sonntag weiter geht.Читать далее

  • Maastricht

    24 марта, Нидерланды ⋅ ☁️ 17 °C

    Es war für mich ein Erholungstag in Maastricht. Um 7 gab‘s Frühstück und danach habe ich mich erstmal nochmal hingelegt bevor ich um 10 das Hostel verlassen habe. Ich fühlte mich leicht kränklich und meine Beine merkte ich noch vom Trail. Dennoch war ich lange durch die Stadt spazieren bevor ich gegen 13 Uhr zu einer Bergwerk-Führung auf dem Sint-Pietersberg war. Die Führung war auf deutsch und wirklich gut. Danach ist nicht mehr viel passiert, ich war nochmal quer durch die Stadt an den wichtigsten Orten bevor es für mich was zu essen gab und ich rechtzeitig zurück beim Hostel war.Читать далее

  • Dutch Mountain Trail Tag 4

    23 марта, Нидерланды ⋅ ☁️ 16 °C

    Mheer - Maastricht
    29 km, 380 HM
    Geschafft! Der letzte Tag wurde wieder lang aber er konnte sich sehen lassen. Erst an einer Schleuse, dann schöne Aussichten und dann ein altes Bergwerk bevor wir die schöne Stadt Maastricht erreichten. Eine relevante Fähre ist ausgefallen und wir mussten außen rum gefahren werden. Erst wurden Pat, Iris und ich gefahren und beim warten auf die Jungs bin ich dann auf einer Bank eingeschlafen. Es gab später die lang ersehnte Pizza welche mir versprochen wurde, bevor es dann hieß, Abschied nehmen. Ich bin so dankbar für dieses Abenteuer und habe so oft von ganzem Herzen gelacht.
    Mit Iris war ich noch bei ihrer Nichte und habe Tipps für Maastricht bekommen. Mein Hostel sieht bis jetzt absolut klasse aus.
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  • Dutch Mountain Trail Tag 3

    22 марта, Нидерланды ⋅ ☀️ 14 °C

    Gulpen - Mheer
    31 km, 770 HM
    Voll im Camino-Vibe! Das Wetter war toll, die Strecke schön und die Leute die wir trafen freundlich. Wir Frühstückten zusammen in unserem Chalet mit Aussicht. Auf einem Campingplatz wurden wir auf einen Kaffee eingeladen weil weit und breit kein Café zu finden war. Es war wieder spät und als wir zu Abendbrot in einer Bar saßen, bekam die Besitzerin mit das wir Probleme hatten zu unserer Unterkunft zu kommen und bot an uns zu fahren. Die Unterkunft heute war von Iris geregelt und wir haben ein riesen Gästehaus mit 40 Betten nur für uns, aber wir entschieden uns alle in einem Raum zu schlafen. Tolle Menschen mit den ich hier unterwegs bin.Читать далее

  • Dutch Mountain Trail Tag 2

    21 марта, Нидерланды ⋅ ☀️ 14 °C

    Vaals - Gulpen
    29 km, 700 HM
    Zweiter Tag war auch anstrengend, aber es gab wesentlich mehr Cafés und die Strecke war wesentlich schöner als gestern. Wetter war auch heute wieder auf unserer Seite. Mein absolutes Highlight war, dass wir mit einmal wieder auf dem Jakobsweg waren, ohne Vorahnung sahen wir unser vertrautes Zeichen, welchem wir vor ziemlich genau einem Jahr alle gefolgt sind. Ein anders Highlight war das Dreiländereck auf dem Vaalsberg und der höchste Berg Hollands (322m). Nachdem wir dann im dunklen unser süßes kleines Chalet erreichten, saßen wir noch lange zusammen, schnackten, lachten und lasen uns poetry’s vor oder versuchten es zumindest.Читать далее

  • Dutch Mountain Trail Tag 1

    20 марта, Нидерланды ⋅ ☁️ 14 °C

    Eygelshoven - Vaals
    30km, 570 HM
    Ein sehr schöner aber anstrengender erster Tag. Iris erwartete uns in Eygelshoven und wir starteten von dort aus unseren Trail bei schönstem Wetter um 8:30. Der Weg führte uns an ein paar schönen kleinen Burgen vorbei. Die Infrastruktur ist anders als auf dem Camino, wir suchten lange einen Ort zum frühstücken und auch Orte für Käffchen zwischendurch waren rar. Es gab ein UNESCO Weltkulturerbe zum Frühstück, „Rijstevlaai“ ein Ricepuddingkuchen. Wir waren spät und kamen um 17:30 an. Es war ein tolles Hotelzimmer und es gab ein Griechisches Restaurant im Haus, bei dem wir zu Abend aßen, bevor wir uns auf ein Tee im Zimmer verkrochen.Читать далее