• A und E on the way
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WELTREISE A+E on the way

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  • … die Brücke nach Asien!

    16 juni 2024, Turkiet ⋅ ☀️ 28 °C

    Sonntag, 16.06.2024
    Heute ab 12h nachts endlich Ruhe auf dem Parkplatz. Gestern ab Sonnenuntergang war der ganze Parkplatz mit Einheimischen voll. Sie bevölkerten den Park, spielten mit den Kindern, plauderten und dinierten. Alex schlief trotzdem gleich ein.
    Heute früh noch Yoga im Park, und dann wollten wir zum Ikea noch einiges besorgen. Dort angekommen, marschierten wir Richtung Eingang. Dieser Zugang war mit Eisenstehen mitten am Gehsteig in Höhe 60 cm nur so gespickt. Alex tipselte wieder mal auf seinem Handy herum,und stieß mit seinem Knie voll gegen eine Säule. Darauf hin ging er sofort vor Schmerzen zu Boden. Ich lief zurrück zum Kohbi, holte einen Eisbeutel, Tape und ein Tuch und kühlte die Stelle auf der Kniescheibe.
    Minuten später konnte er wieder gehen. Glück gehabt!. Oder Pech, denn Ikea hatte heute vormittag bis 13 h geschlossen. Wegen islamischem Opfertag-Feiertag. Auch die großen Supermärkte sperrten erst gegen 13h auf. So beschlossen wir nur noch etwas Obst in einem kleinen Laden in derStadt irgendso beim vorbeifahren einzukaufen um etwas für unser Frühstück zu haben und dann ging es Richtung Dardanellen. Vorher wurde bei einem Autobahnrastplatz noch gefrühstückt. Diese Meerenge trennt das Marmarameer vom Mittelmeer und es gibt eine tolle Brücke die den Kontinent Europa mit Asien verbindet. Auf einer kleinen Anhöhe mit Blick auf das Meer fanden wir auf einem Feldweg einen Stellplatz um unser Abendessen zu kochen. Heute gabs Salat mit Tempeh, gebacken in unserem Gasbackofen und das restliche aufgebackene BrotCa. 30 km danach liegt der Ort Canakkale, dieser bekam das trojanische Pferd 2004 vom Filmteam Troja geschenkt, und seit dieser Zeit ist es dort im Hafen zu sehen. Ich wollte es natürlich auch sehen. Ich hatte es mir etwas imposanter und größer vorgestellt. Mein Brad Pitt mit den blauen Augen wartete im Auto, bis ich mit den Fotos fertig war, dann fuhren wir Richtung Ausgrabungsstätte Troja. Hier bei einem Brunnen fanden wir einen Nachtplatz. Auch Schafe mit ihrem Hirten kamen vorbei.Morgen werden wir hier Wasser nachfüllen und Duschen.
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  • Stadtbesichtigung Istanbul Teil 2

    15 juni 2024, Turkiet ⋅ ⛅ 23 °C

    Samstag, 15.06.2024
    Heute herrlich geschlafen, es war leise, von der großen Straße fast kein Lärm zu hören. Heute richten wir unser Frühstück her, unsere Obstvorräte im Kühlschrank sind dann schon gut aufgebraucht. Dann geht es mit dem Bus in die Stadt. Wir besichtigen als erstes die imposanten Zisternen der Basilika. Dieser unterirdische riesige Raum mit 336 Säulen aus allen Teilen des damaligen Reiches zusammengetragen, so groß wie die Basilika selbst, und mit einer Säulenhöhe von 8 m fasste ca. 80.000 Kubikmeter Wasser wurde unter Kaiser Justinian von 532 bis 542 gebaut. Das Wasser wurde vom Belgrader Wald über Aquädukte in die Zisterne geleitet.
    Hier wurde von Istanbul tolle Renovierungsarbeit geleistet. Ein sehr beeindruckendes Bauwerk.
    Den Topkapi-Palast ließen wir aus. Wir frühstückten dort im Park, und machten uns auf zum Galata - Turm. Wir überquerten die Brücke, und stiegen den Hügel hinauf.
    Viele alte schöne Häuser, viele Geschäfte und eine tolle Atmosphäre war hier zu spüren.
    Endlich gab es hier tolle Outdoorgeschäfte, und so erstanden wir für Alex 2 Hosen und ein Hemd. Denn seine alte Hose hatte ich schon überall geflickt.
    Auch 2 Taucherbrillen mit Schnorchel gingen mit, denn wir wollten ja auch das türkische Mittelmeer erkunden.
    In einer kleinen Gasse endeckten wir noch einen Bioladen. Dort machten wir einen Großeinkauf mit Hefeflocken,Biobohnen,Tempeh,Tofo ect. Nun konnten wir unsere Vorratskiste auffüllen.
    Fürs Abendessen hatten wir ein kleines Lokal ausfindig gemacht, in dem es Falafel gab. Und hier aßen wir einfach, vegan und äußerst köstlich und preiswert um € 80.
    Alex war happy! Danach gabs für ihn noch ein Eis, bei einem Showverkäufer, den er gar nicht mochte: viel Tra Tra um nix- wenig Eis,viel Machogehabe. Ich kaufte noch Baklava.
    Satt, zufrieden und mit 15 km in den Füßen nahmen wir Bus und Metro zurück zum Kohbi.
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  • Stadtbesichtigung Istanbul Teil 1

    14 juni 2024, Turkiet ⋅ 🌬 27 °C

    Freitag,14.06.2024
    Sightseeing Istanbul
    Nach einer sehr lauten Nacht an der 6spurigen Standpromenade entschieden wir, nachdem Alex seinen Morgenlauf inklusive checken der Istanbul-Card bei einer Metrostation,den Schlafplatz zu wechseln.
    Mit Park4Night fanden wir dann auch einen kostenfreien Parkplatz bei einem Park am Meer, inkl. Toilette, die wir auch mit der Istanbulcard benutzen konnten, bzw. Auch unseren Tank dort entleeren konnten. Diese Aktion beanspruchte doch etwas Zeit, und so kamen wir erst um ca. 12 vom Parkplatz weg. Wir machten uns mit der Metro auf in Richtung Innenstadt. 1. Anlaufpunkt die Hagia Sophia, Tickets gekauft, und dann draufkommen, das wegen der Gebete genau jetzt keine Besichtigung erlaubt ist. Also auf ins Hagia Sophia Museeum. Toll gemacht und sehr interessant ist mittels Videoanimation die Geschichte sehr interessant mit Audioguide erzählt. Für uns nun gute Vorbereitung, das imposante Gebäude nun von innen zu besichtigen. Überall bei den Eingängen gibt es Sicherheitskontrollen und doch Warteschlangen. Doch man kann dies gut abwarten. Innen erwartet uns eine imposante Kuppel, 56 m hoch, die vormals im Ursprung christliche Glaubensstätte wurde islamisiert. Es gibt aber wunderbare Mosaike von Christus, Maria mit dem Kind und noch anderen Heiligen, die bei Renovierungen unter dem Putz entdeckt wurden. Sie sind einfach herrlich anzusehen. Dieses Gebäude wurde 537 begonnen und immer weiter ausgebaut. Danach geht es in die Blaue Moschee, ein heimliges Gebäude mit wunderschönem Innenhof und schönen blauen Keramikfliesen. Und die Kronleuchter finde ich super passend.an die Raumverhältnisse angepaßt.
    Danach geht es in den Gewürzbasar. Alex kauft schwarzen Tee und tolle Gewürze für unseren veganen Käse und unsere Abendessen. Und man sollte unbedingt verhandeln. Es herrscht dort eine geschäftige Athmosphäre und die Waren sind toll präsentiert.
    Auch durch den großen Bazar lassen wir uns treiben, Jedoch ist unser Interesse an den Waren nicht vorhanden, denn uns plagt schon der Hunger nach so viel marschieren.
    Wir fallen in ein Restaurant hinein, das Essen ist so la la, und werden groß abgezockt mit € 180,— und die Bedienung ist furchtbar. Nur schnell schnell Geldmachen, die Verkäufer mit kleinen Sachen kommen bis an den Tisch, man bringt uns das falsche Getränk, und unsere Stimmung sinkt zunehmend.
    Als auch noch der Tisch abgewischt wird, obwohl wir noch dort sitzen und gerade zahlen, reißt Alex der Geduldfaden und gibt deswegen auch kein Trinkgeld.
    Auch am Himmel brauen sich die dunklen Wolken zusammen. Wir laufen zu unserem Bus, der will mir vor der Nase schon die Türe zumachen, und so stecke ich meine beiden Arme in die Tür, da Alex noch nicht da ist. Die Türen gehen zu, meine Arme stecken drin, und ich schreie laut! Der wär doch jetzt echt losgefahren! Er macht auf, und wir beide hüpfen hinein. Bezahlen mit unserer Instanbulcard, nehmen in der 1. Sitzreihe Platz, als draußen das Gewitter losbricht. Es prasselt nur so herab.
    Wir sitzen im Bus, fahren bis zur Endstation, gehen 1 x über die Straße, und da ist schon unser Parkplatz mit unserem Kohbi. Wir fallen müde ins Bett, morgen steht nochmals Stadtbesichtigung auf dem Programm.
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  • …we are in Instanbul

    13 juni 2024, Turkiet ⋅ ⛅ 25 °C

    Donnerstag,13.06.2024

    Wir haben das Wildcampen auf der Grasanhöhe bis Mittwoch,den 12. dort ausgedehnt. In der Früh Yoga, noch früher um 5:20 Sonnenaufggänge anschauen, und immer direkt ab und an den Blick aufs Meer, auf die Möwen, insbesondere auf die eine Möwe, welche sich mit dem Delfin traf. Sie schaukelte auf den Wellen, und er schwamm um sie herum, aber ganz nah, vielleicht berührten ihre Füße sogar seinen Rücken. Immer und immer wieder tauchte er mit seiner Flosse neben ihr auf, sein Rücken glänzte naß in der Sonne.
    Ein so schönes Schauspiel. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Seit Sonntag hab ich Ihnen jeden Tag zuschauen dürfen.
    Aber am Mittwoch nach dem Yoga meinte Alex dann, die beißenden Fliegen wären jetzt genug und jetzt sollte es also weitergehen.
    Mit leiser Wehmut nahm ich also Abschied von den beiden. Wir packten alles zusammen, bauten unser Sonnensegel ab und schon waren wir unterwegs.
    Ja, ich hab sie an diesem Morgen nochmals gesehen. Sie spielten wieder ihr Spiel und zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht, jedes Mal, wenn ich seinen Rücken aus dem Wasser kommen sah.
    Alex wollte die Stellplätze erkunden. Der erste in einem Dorf an der Spitze einer Landzunge, fiel sofort aus. Zuviele Häuser und Menschen rundherum, und zuviel Beton. Und dann wurde es spannend! Eine noch in Bau befindliche Straße führte an die Küste. Dort sollte an einer Klippe ein toller Stellplatz sein.
    Die Baustelle entpuppte sich als schwierig zu fahren, so entschieden wir umzudrehen. Und da wir beide aufgeregt diskutierten, und Alex unseren Kohbi vorsichtig versuchte zu wenden, rutschte der eine Hinterreifen in eine 50 cm tiefe Rinne am Straßenrand. Der andere Reifen befand sich noch auf der Straße, der diagonale Vorderreifen jedoch hing in der Luft. OMG!!! Alex versuchte es, keine Chance. Die Reifen drehten sich durch.
    Da kamen Bulgaren mit einem Jeep vorbei. 3 bullige starke Männer sprangen heraus und boten sofort ihre Hilfe an. Auch ein LKW-Fahrer kam dazu. Zu viert versuchten sie zuerst anzuschieben. Aber 3,5 Tonnen sind sehr schwer! Keine Chance.
    Dann brachte der LKW-Fahrer ein Abschleppseil, dieses montierte er gekonnt an unser Auto, denn wir konnten im ganzen Auto das Abschleppseil nicht finden. Ich glaub wir habens zu Hause vergessen.
    Dann stellten sie sich zu dritt in die offene Schiebetüre, die Seite, wo der Reifen in der Luft hing. Und während Alex Gas gab, der Jeep zog, wippten die Männer in der Schiebetüre. Und schwupps, standen wir wieder auf der Straße. Wir bedankten uns überschwenglich, und ich hatte nach dem Coolsein bei der Aktion plötzlich Tränen in den Augen. Sie hatten uns souverän geholfen, und so schnell waren wir aus der Misere wieder heraußen, und die Männer in ihrem Jeep schon davongefahren. Wir beide stiegen noch immer leicht geschockt ins Auto. Wir versuchten dann noch erst am Ende dieser Straße diesen Stellplatz, welcher uns beiden aber nicht zusagte, und so drehten wir auf einem staubtrockenen,harten Acker um und fuhren die Baustellenstraße zurück, wie wir gekommen waren.
    Im nächsten Dorf gings zum Lidl einkaufen, und ich gönnte mir ein kleines Eis am Stiel auf den Schreck. Meine Kopfschmerzen waren seit der Aktion ärger geworden, und so warf ich noch eine Tablette ein.
    Nun waren wir fürs Weiterfahren gerüstet. Wir fanden dann doch einen netten Platz, durchfuhren auf einem Weg ein abgeerntetes Feld und standen auf einer Klippe oberhalb des Meeres auf einem ebenen Grasplatz.
    Hier blieben wir, und Alex checkte uns noch eine Globale E-Sim für 124 Länder dieser Erde - GEIL! So können wir per WhatsApp mit unserer Familie in Kontakt bleiben.
    Am nächsten Morgen machten wir noch Yoga, und dann ging es auf den eher schlechten Straßen Richtung Türkei. Wir wollten heute Donnerstag eventuell noch Istanbul erreichen. Wir wechselten uns beim Fahren ab, tolles Fahrtechniktrainig, den Löchern ausweichen, und den Gegenverkehr im Auge behalten.
    Bei einer Quelle machten wir halt, füllten unseren Wassertank mit frischem Quellwasser, und weihten unsere Dusche im Kohbi ein. Ich konnte endlich Haare waschen, ohne ans Wassersparen zu denken. Herrlich war das .Weiter gings die Schlaglochstraße entlang. Plötzlich mitten auf der Straße ein kleiner Haufen, nein, es war eine Schildkröte. Die wurde von mir gerettet und am anderen Straßenrand in die Wiese gesetzt.! Frühstück um 12 im Schatten eines großen Baumes am Straßenrand. Dann weiter zur Grenze, 4x wurden wir kontrolliert. Beim 2. Kontrollpunkt war sogar eine österreichische Polizistin am Grenzposten. Alex grüßt den männlichen Beamten in seinem besten türkisch. Er machte uns aber darauf aufmerksam, daß er Bulgare sei, und hier noch bulgarisch gesprochen wurde. So ein Fettnäpfchen! Dann waren wir auch schon beim nächsten Posten. Wir brauchten noch eine Autoversicherung für € 120 für 10 Tage Türkei.
    Das Carnet de Passage brauchten wir nicht. Dann noch ein letzter Schlagbaum und wir waren in der Türkei! Ich zum ersten Mal in meinem Leben! Wir blieben nur noch um 18h auf einer Autoraststation stehen, um Abendessen zu kochen, und weil wir so begeistert von den tollen, sehr gut ausgebauten Straßen und der Autobahn waren, bretterten wir mit erlaubten 130 weiter Richtung Istanbul. Dort stehen wir jetzt an einem kostenfreien Parkplatz irgendwo an einer Meerespromenade, rund um uns strömt der Verkehr durch die Millionen-Metropole. Morgen gehts dann Sightseeing. Alex checkt uns grad noch die Metrokarte. Eine tolle Stadt wartet auf uns, und wir freuen uns sehr, sie zu entdecken.
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  • … lets start wild camping!

    8 juni 2024, Bulgarien ⋅ 🌙 21 °C

    Samstag, 08.06.2024
    Gestern und heute Ruhetag, bzw. Buchhaltungstage.
    Alex war heut wieder laufen, fast 11,6 km und war dabei noch etwas Geldabheben und in der Apotheke.
    Dann kam er zurück, und sprühte nur so vor lauter Ideen, welchen Stellplatz er nicht beim Laufen ausfindig gemacht hätte.
    Ich ließ mich anstecken, und so verließen wir heute um ca. 11h den Campingplatz, und fuhren ins ca. 14 km entfernte Soznopol zum Billa, ja verrückt, den gibt es hier auch.
    Gut aufmagaziniert fuhren wir also los, um uns einen neuen Stellplatz zu suchen.
    Und da war er:
    Eine kleine Anhöhe, darunter ein fast menschenleerer Sandstrand, an einer kleinen Zufahrtsstraße.
    Wir stehen direkt 1. Reihe fußfrei über dem blauen rauschenden Meer, es weht ein angenehmes Lüfterl, es ist nicht so heiß wie am Campingplatz.
    Gleich mal Frühstück auf unserer neuen Homebase eingenommen, die Gegend mit allen Sinnen in uns aufgesogen.
    Und plötzlich schwirrten über uns 3 bunte Vögel, wunderschön, ließen sich von den Aufwinden tragen, segelten ohne Flügelschlag dahin, dann wieder schnelles Fliegen.
    Sie waren bunt, blau,rostbraun, gelb. Es sind Bienenfresser.
    Alex konnte sie mit seinem Zoom sogar einfangen.
    Wir saßen heute den ganzen Nachmittag auf unserem Aussitz, Alex formulierte es treffend: Wir haben heute den Absprung zum Wildcampen geschafft! Und es ist herrlich! Wir fühlen uns richtig frei!
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  • …rosa Blüten und schwarzes Meer

    5 juni 2024, Bulgarien ⋅ ☀️ 30 °C

    Mittwoch.05.06.2024
    … von Weliko Tarnovo nach Burgas ans Schwarze Meer!
    Um 6h Tagwache, grünen Tee von meinem Schatzi, und um 7h gings den Berg hinunter zum Kaufland Supermarkt. Dort haben wir Obst und Gemüse, Kirchererbsen, Humus, Tofu und sonstiges noch eingekauft. Dann machten wir uns auf ins Tal der Rosen, dieses lag ca. 1,5 Std entfernt und beherbergt der Welt größte Produktion von Duftrosenöl. Für 1 l Öl braucht man ca 5.000kg duftende Rosenblätter. 5ml reines Rosenöl kostet ca. € 220,— Das Tal erstreckt sich von Westen nach Osten und wird im Süden und Norden von Bergkämmen eingerahmt, und 2 Flüsse strömen durch das ca. 9 km breite Tal. Hier wachsen die Rosen am Besten, und das schon seit dem 16. Jahrhundert. Es war mir einfach ein großes Anliegen, das zu sehen. Leider waren wir ein ganz klein wenig zu spät dort, denn das Wochenende davor, war das große Rosenfest, welches das Ende der Erntezeit abschließt.
    Da es heute fast 30° bekommen sollte, waren wir um ca. 10:30 endlich da, kurz davor hatten wir noch am Straßenrand unser Frühstück im Van eingenommen.
    Wir suchten im Internet nach Angaben, wo die Rosenfelder zu finden seien und Alex fand ein PDF mit GPS Koordinaten. Als wir dort ankamen, wir fuhren auf Feldwegen in Richtung der Berge, und wir konnten durch die offenen Fenster schon den feinen Duft wahrnehmen. Jedoch war dies Lavendel! Überall blühte es blau. Durchsetzt war das Blau mit dem Rot der Mohnblumen. Näher der Talsohle wurde hier also Lavendel für die Duftölindustrie angebaut.
    Dann endeckten wir die Damaszener Rosenplantagen. Einige Blüten waren noch da, jedoch der Großteil war schon abgeerntet. Diese Blüten hatten einen Duft, so stark und süß, es war einfach nur herrlich. Es gab rosa und weiße Rosenfelder, und jede Rosenfarbe hatte einen anderen Geruch. Die rosa Rosen waren am intensivsten.
    Wir streiften ein wenig durch die Reihen der Pflanzen und sogen den wunderbaren Duft in uns ein. Wir waren ganz allein, nur weit entfernt sahen wir ein paar Arbeiter in den Feldern stehen.
    Nach diesem schönen Erlebnis wollte ich noch in die Damascener Erlebniswelt mit Destillerie ganz in der Nähe schauen. Dies war jedoch eigentlich nur eine Touristenabzocke, ein Prunkbau, mit kleiner Destillerie, riesigem Parkplatz für die Touristenbusse, Abspeisungsrestaurant für die Hungrigen und Durstigen, eine Rosenarena für Veranstaltungen,ect.
    Dies hat uns doch nach unserem naturnahen Erlebnis etwas abgetörnt.
    Im Shop erstand ich noch Shampoo und Conditioner, und eine Tagescreme,sowie ein Gesichtsöl, alles natürlich mit Rosenöl.
    Froh, all die Touristen hinter uns lassen zu können, beschloßen wir uns auf den Weg zum Schwarzen Meer zu machen. Es ist ein Binnenmeer, so groß wie die BRD, und an manchen Stellen sogar bis zu 2000 m tief, und hat einen geringen Salzgehalt von 17-19 Promille, statt der normalen Meere mit ca. 35 Promille. Durch die vielen Süßwasserflüsse ist auch der Salzgehalt so niedrig. Dennoch gibt es hier viele Tierarten, wie Delphine und Robben.
    Auf der Bundesstraße waren wieder viele Lkws unterwegs und unsere AD BLUE Anzeige leuchtete auf einmal auf. Eigentlich war der Tank dafür noch ¾ voll. Sehr eigenartig. Wir fuhren also zur Tankstelle und tankten dort nach. Voll! Danach war die Anzeige auf voll, und nichts leuchtete mehr auf und machte uns panisch.
    Alles Gut.
    Wir hatten uns einen Campingplatz am Meer in der Nähe von Burgas auserkoren.
    Dort angekommen fuhren wir beim geschlossenen Tor gleich mal vorbei. Alex rief an, wir fuhren ein paar Meter zurück, und das Tor ging auf. Ein riesiges Areal, und ein netter Besitzer begrüßten uns. Es war einfach nur herrlich, viel Schatten, das Meer so warm das Schwimmen auch Spaß macht, eine kostenlose Waschmaschine und das Beste: Wir waren die allerersten Camper dieses Jahr! Es waren ein paar Dauercamper da, aber für uns wurde das warme Duschwasser aufgedreht und man muss sagen: „Sehr sauber, sehr gepflegt, schöner Rasen, viel Schatten, keine Leute!
    YES!!!! Hier werden wir mal bleiben. Mal Wäsche waschen und die Einkommen und Umsatzsteuererklärung für 2023 machen und die Anträge einbringen.
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  • … in Weliko Tarnovo

    4 juni 2024, Bulgarien ⋅ ⛅ 26 °C

    Dienstag,04.06.2024
    …. Auf nach Bulgarien
    Als wir aufwachten waren wir von riesigen Sattelschleppern und Lkws umzingelt, wir konnten grad noch arschlinks hinten zurückfahren wo wir hergekommen waren, denn die vordere Ausfahrt war total verstopft. So legte Alex den Rückwärtsgang ein und fuhr die Einfahrtsstraße zum Parkplatz retour. Bei einer großen Lücke die zwischen 2 Trucks entstanden war,konnten wir auf die normale Fahrbahn auffahren. Endlich! Und da war sie schon die bulgarische Grenze. Gut durchgekommen gings nun zur alten bulgarischen Hauptstadt Weliko Tarnovo. Dort angekommen ,gings noch zum Kaufland Supermarkt und der Parkplatz bot sich als Frühstückort an. Wir suchten uns über die ParkApp Park4night einen kostenlosen Stellplatz für Stadtbesuch und Übernachtung beim Fluß. Dieser war wirklich genial. Schattig,Eben und viele Bäume.
    Wir besichtigten die Festung mit der Kirche am Berg, und nach dem anstrengenden Aufstieg und dem immer noch andauernden Jetlag, übermannte uns beide in der Kirche bei Chorälen und der mit modernen Fresken ausgemalten Kirche, der Schlaf.
    Das halbe Stündchen tat gut, und danach besichtigten wir noch Serafinás Museeum, Ein altes Haus um 1890, mit kompletter Innenausstattung und vielen Fotos und Exponaten. Hat uns sehr gut gefallen, und war sehr interessant, etwas über das Leben der Bevölkerung in dieser Zeit zu erfahren.
    Dann gings zurück zum Kohbi, wir kochten Abendessen und waren froh über unser Bett.
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  • …es geht nach Bulgarien

    3 juni 2024, Bulgarien ⋅ ⛅ 29 °C

    Montag, 03.06.2024

    Wir schliefen lang und gut in unserem eigenen Bett. Dann gings noch in den Supermarkt,,um unseren leeren Kühlschrank aufzufüllen,und dann machten wir uns dort unser 1. Frühstück im Kohbi.
    Den Anruf, daß unser Gepäck und die Räder da sind, erreichte uns um 9h. Wir fuhren auf den Flughafen, ich suchte einen Parkplatz und Alex ging inzwischen alles holen. Mit den Gepäckwagen ging das ganz gut. Wir luden alles ein und machten uns auf den Weg zum Hornbach. Der hatte einen riesigen Parkplatz, dort parkten wir unter Bäumen, denn es war richtig heiß, fast 30°, und während Alex die Räder zusammen baute, räumte ich alle Taschen aus und schlichtete und räumte im Van herum.
    Nachdem wir endlich fertig waren, gings nochmals los in den Supermarkt, auch eine Regenjacke für mich, wollten wir noch kaufen.
    Nach einem 2. Versuch, in einer riesigen Einkaufs-Mall in einem Sportgeschäft eine Regenjacke zu finden,welcher wegen Überteuerung fehlschlug,machten wir uns auf den Weg nach Weliko Tarnovo.
    Wir fuhren bis zum Anbruch der Dunkelheit, und es war wirklich Zeit, einen Schlafplatz zu finden. Der 1. Versuch in einem kleinen Dorf schlug fehl, wir konnten uns schlecht mit unserem riesigen Auto vor irgendein Haus stellen.
    So ging es weiter auf der Bundesstraße. Die Lkw`s wurden immer mehr, teilweise standen sie schon rechts am Straßenrand. Bei einem Rastplatz fuhr ich hinein, konnte im hintersten Eck beim Feld noch einen freien Platz finden. So, jetzt nur mehr Schlafen. Wir hatten doch spürbar Jetlag, und waren nun froh schlafen gehen zu können. Einfach stehen bleiben und ins Bett hüpfen, ohne irgendwas auf oder abzubauen, herrlich! So einfach!
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  • Flug zurück nach Bukarest

    2 juni 2024, Bulgarien ⋅ ☀️ 30 °C

    Sonntag , 02.06.2024

    Um 5 läutete unser Wecker! Die Packtaschen wurden nochmals gut mit Folie umwickelt um Beschädigungen zu vermeiden. Dann gings los. Mit den Gepäckwagen des Hotels transportierten wir die riesigen Bikekartons in den Lift, dann zum Shuttlebus, der glücklicherweise unsere Riesenpakete in seinem Gepäckladefach unterbrachte. Dann gings zum Terminal 3 zum Check In.
    Wir waren die Ersten und kamen gleich nach dem Eintreffen am Schalter sofort dran.
    Super, daß hat ja hervorragend geklappt.
    Noch so viel Zeit über, da könnten wir nochmals rüber ins Hotel mit dem Shuttlebus und uns das tolle Frühstücksbuffet gönnen. Gesagt, getan. 1h15 vor Abflug gings zurück mit dem Shuttlebus zum Terminal. Sicherheitskontrolle, und dann zum Gate.
    Als wir endlich im Flieger saßen, konnten wir es noch gar nicht richtig realisieren, das unser Japan-Abendteuer nun wirklich zu Ende war.
    Ich werde die warmen Klobrillen und das leckere Natto sehr vermissen.
    Nach 12 Stunden Flug, mir kam es vor wie 6 Stunden, kamen wir in Instanbul an.
    Jetzt wurde es richtig hektisch. Wir mussten laufen, um unseren Anschlußflug nach Bukarest noch zu erreichen. Wir haben es geschafft. Doch unser Gepäck und unsere Räder schafften es nicht in unseren Flieger.
    Um 20:20 landeten wir in Bukarest. Auf Grund unserer airtags wußten wir bereits, daß unser Gepäck nicht mitgeflogen war. Wir reklamierten dies, und wir würden einen Anruf bekommen, wenn morgen früh um ca. 9 unsere Radln und Packtaschen angekommen wären.
    So nahmen wir ein Uber-Taxi und fuhren zum Haus von Marius, er ist der Chef von Fiat Colentina, wo unser Kohbi repariert wurde. Er hatte den Van vor seinem Haus geparkt, denn dieses war nur 10 Minuten vom Flughafen entfernt, und wir konnten dort schlafen. Er wartete schon auf der Straße, übergab uns die Schlüssel und das Auto, und falls wir noch was brauchen würden, seine Frau wäre in jedem Fall da.
    Wir fielen nur mehr im Kohbi in unser Hochbett, alles andere würde sich morgen regeln.
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  • Unser Tag in Tokio

    1 juni 2024, Bulgarien ⋅ ☀️ 29 °C

    Samstag,01.06.2024

    Haben am Freitag abend noch die Räder in die beiden Kartons gepackt, aus den Reifen etwas Luft abgelassen , und auch schon die Radtaschen gepackt.
    Um ca. 23.30 waren wir fertig und fielen erschöpft ins Bett. Morgen werden wir uns noch Tokio ansehen.
    Gut geschlafen und gefrühstückt gings am Samstag mit dem Zug in die Stadt.
    Durch einen Park mit schönem Tempel ging es in die Altstadt, im Park selber waren viele junge Leute unterwegs. Mittags kauften wir Obst und Natto bei einem Supermarkt und aßen im Schatten.
    …mit dem Rad wären wir wohl schneller von A nach B gekommen, so gingen wir ca.gefühlte 100 km zu Fuß und es kam uns voll langsam vor.
    Bei einem alten Tempel in einem schönen Park kaufte Alex noch verschiedene Teesorten an einem Standl. Ich gönnte mir einstweilen ein Mango Lassi, und es war köstlich.
    Unsere nächste Station war ein riesiger Park, mit Gewächshaus, riesigen alten Bäumen, einem japanischen Ziergarten und einer Wiese wie ein Golfrasen. Wir sahen mindestens 3 japanische Boybands, die ihren Kasperl herunterrissen und dabei fotografiert wurden. Wem das wohl gefällt?
    Als Abschluss unseres Tages hatte mein lieber Mann im besten veganen Restaurant der Stadt einen Tisch bestellt. Soph ma, so hieß das Restaurant in einem kleinen Haus aus Beton, sehr stylish und einfach. Und das Essen war der Wahnsinn! Frisch, knackig und eine Geschmacksexplosion.
    Danach fuhren wir mit dem Zug wieder zurück ins Hotel. Satt, glücklich und voller Vorfreude unsere Reise fortsetzen zu können.
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  • … zu Nobu und Yakue

    1 juni 2024, Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Donnerstag, 30.05.2024
    40. Radltag
    63,5 km, 9h05 Gesamtzeit, 250 hm, 4h17 in Bewegung
    von Tsuchiura bis zu Nobusan in Tokio

    Ziemlich zerstochen von den kleinen Biestern im Wald machten wir uns am Morgen auf nach Tokio zu Nobusan und seiner Frau Yakue. Es war warm und angenehm zu fahren, wobei wirklich viel Verkehr auf den Straßen war. Und als ausländischer Radfahrer mit großen Packtaschen ist man hier wohl wirklich ein Novum. Die LKW - Fahrer, die natürlich auch nicht viel Platz haben, kamen uns wirklich oft sehr nahe.
    Und ab und zu rutscht einem dann das Herz in die Hose.
    Viele Ampeln hatten wir zu bewältigen, und oft fuhren wir auf der linken Seite der Straße, da der Fahrradweg am Gehsteig entweder zu eng für die Packtaschen, oder voller Schüler in Schuluniformen zu Fuß oder auf dem Rad war. Oder aber es waren zu viele Schwellen, oder zuviele Auf und Abschrägungung und das Fahren wurde dadurch ungemein unruhig, so daß wir die Straße mit deren Gefährlichkeit oft bevorzugten.
    Die Vorstädte Tokios sind eigentlich sehr grün, in den Vorgärten blühen viele Blumen,ah ja, und Kreisverkehre sind in Japan unbekannt.
    Wir hatten nicht mehr weit zu Nobus Appartment, Alex war wieder mal vorne abgerauscht und ich, auf Grund des stärker werdenden Verkehrs und der LKWs, hatte als Fahrroute den Gehsteig gewählt. Ich bimmelte mit meiner Fahrradglocke, um Aufmerksamkeit, denn es war nur ein Mann vor mir auf dem breiten Gehsteig.
    Statt das er jedoch zur Seite ging, stellte er sich mitten auf den Gehsteg und kreuzte die Arme vor seiner Brust. Ich verstand irgendwie, daß ich da nicht fahren durfte, noch dazu war da eine Reling, die die Fahrbahn vom Gehsteig trennte. Wild gestikulierend auf japanisch drängte der Mann mich rückwärts, und ich musste verkehrt zurückschieben, bis zu einem Durchgang, um dann auf die Straße zu fahren.
    Ich habe mich sehr laut, und sehr zornig bei ihm auf japanisch bedankt.
    Nachdem ich dann bald danach über eine Brücke fuhr und unter mir die Mohnfelder blühten, war mein Zorn schon wieder verraucht.
    Und endlich hatten wir es geschafft! Wir waren beim Hochhaus von Nobu angekommen. Wir fuhren zu ihm in den 11. Stock, wo er uns schon erwartete.
    Sein Therapeut hatte ihn gerade behandelt und öffnete uns die Türe.
    Nobu hat seine Wohnung mit Alexa ausgestattet und einige tolle Features eingebaut, die ihm das Leben im Rollstuhl hier erleichtern. Ein kleiner Hund und ein frecher grauer Papagei mit orangenen Schwanzfedern gehörten ebenfalls mit zum Inventar.
    Wir plauderten, und bald kam auch Yakue von der Arbeit in einer Bäckerei. Wir machten uns noch auf den Weg in ein Restaurant und hatten dort Spagetti, Bier und tolle Gespräche.
    Die beiden hatten auch schon eine große bequeme Matratze für uns hergerichtet und
    um 22h fielen wir müde, nach einer herrlichen Dusche ins Bett.
    Nobu erinnerte uns noch, das es morgen ziemlich regnerisch sein würde und ob er nicht für uns ein großes Taxi zu unserem Hotel am Flughafen organisieren sollte.
    Aber irgendwie kam das für uns beide nicht in Frage, wir wollten unseren letzten Radltag in Japan trotz strömenden Regen nicht aufgeben.
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  • Regen bringt Segen

    31 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    Freitag, 31.05.2024
    41. Radltag
    67,3 km, 6 h 19 Gesamtzeit, 397hm , 4h38 in Bewegung

    Trotz einem manchmal krächzendem Papagei und einem verhalten bellenden kleinen Wuffi, waren wir erholt und hatten gut geschlafen.
    Und Nobusan hatte Recht behalten. Es schüttete wie aus Schaffeln.
    Wir packten alles zusammen, verabschiedeten uns von den beiden und fuhren mit dem Lift und den Rädern ins Erdgeschoß.
    Wir hatten mit Nobu und Yakue noch ausgemacht, daß wir uns in der Nähe des Flughafenhotels nochmals treffen würden. Die beiden waren so lieb und brachten unsere Fahrradkartons in unser Hotel. Ohne die tolle angebotene Hilfe der beiden, wäre unser Plan nie aufgegangen.
    Wir fuhren also los. Nobusan hatte uns noch empfohlen kleinere Straßen durch Tokio zu nehmen, da viel Verkehr auf den Hauptrouten sein würde.
    Und er hatte recht! So fuhren wir durch kleine enge Gässchen, ohne Verkehr, und der Regen trommelte auf unseren Fahrradhelm.
    Die Straßen glänzten naß vom starken Regen und unsere Reifen schnitten regelrecht durch die Lacken, daß es nur so spritzte.
    Nach ca. 20 km machten wir Frühstückspause in einem Supermarkt.
    Dort schälten wir uns aus den tropfnassen Regensachen, und ich zog mir oben etwas Trockenes an, denn meinen Pulli konnte man auswringen, so naß war er.. Meine Hände waren aufgeweicht vom Wasser und hatten regelrecht Wellen bekommen.
    Nach dem Essen wurde der Regen immer weniger, und hörte sogar ganz auf.
    Wir fuhren teilweise durch Reisfelder, sowie auch neben stark befahrenen Straßen,
    Jedoch diesmal meistens auf breiten Gehsteigen.
    So kamen wir um die Mittagszeit nach weiteren ca. 20 km in der AEON Mall vor Narita an. Dort aßen wir zu Mittag und kauften noch für unser Abendessen im Hotel etwas ein. Auch Verpackungsmaterial wurde von mir noch besorgt, während sich Alex bei seinem Lieblingseis-Dealer noch ein paar Eiskugeln holte. Er wolle eigentlich ein Stanizel mit 4 Kugeln. Aber die Japaner sind doch sehr strikt und bürokratisch, so bekam er dann 4 Stanizel mit je 1 Kugel. Nun sollten wir aber los, denn Nobu hatte unsere Kartons schon im Hotel abgegeben und wartete auf einer Raststation auf uns.
    Und dann, als wir gerade unsere Räder aufpackten unter dem Dach des Haupteingangs, kam ein Schwarm Ausländer um die Ecke. Ich musste 3 x hinschauen, den einen kannte ich doch!! Ja, definitiv! Es war Andreas Mandler, der Mann von Angelika Mandler-Saul,wiederunterwegs.com.
    Auch er kannte mich und unsere Geschichte vom Kohbi, und vom Beginn unserer Reise.
    Das war ein großes Hallo! Na, niemals hätte ich mir gedacht, hier jemanden zu treffen, in dem großen Japan, den man kennt! Ich hab mich so gefreut!
    Nach 15 Minuten plaudern und Beweis-Foto für Angelika mussten wir los.
    Wir radelten unsere letzten Kilometer auf autofreien Wegen, durch grünen Wald, über kleine Brücken und neben dunkelgrünen Wiesen und Reisfeldern. Es war einfach wunderschön und der krönende Abschluß war das Treffen mit Nobu und Yakue! Sie hatten so geduldig auf uns gewartet. Wir verabschiedeten uns mit einer dicken Umarmung. Wir hatten die letzen 8 Wochen viel gesehen und erlebt, das schönste jedoch, passierte uns am Ende unserer Reise: Wir haben liebe Menschen kennengelernt, die uns ohne Vorbehalte Gastfreundschaft gewährt haben, uns Einblick in ihr Leben gegeben haben. Das ist wohl das Schönste am Reisen: Neue Freunde gewinnen und wir werden in Verbindung bleiben!
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  • … auf dem Weg nach Tokio

    29 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    Dienstag,28.05.2024

    Die Nacht auf der Fähre war ziemlich unruhig. Wir hatten gefühlt ziemlichen Seegang,besonders zu spüren war dies, wenn man sich auf den langen Weg im Mittelgang des Schiffes zum Klo aufmachte. Der eigene Gang war ziemlich unsicher und schwankend. Wir waren in einem Gemeinschaftsraum, ausgelegt mit Tatamis und Futons mit Bettzeug, ausgelegt auf ca. 12 Personen, jedoch nur 50% belegt.
    Ich schlief irgendwie um 1h nachts erst ein und wurde um 4:30 wieder wach.
    Die Luft war dermaßen stickig, daß ich mich gleich nach dem munter werden, wieder auf die bequemen Sessel mit Tisch im Aufenthaltsraum,setzte um zu lesen.
    Alex hatte in jedem Fall besser geschlafen.
    Um 7 h war auch er dann munter und setzte sich zu mir.
    Beim Einchecken in die Fähre hatten wir im Lift einen Englisch sprechenden Japaner mit seiner Frau kennengelernt. Er saß im Rollstuhl und wir kamen total nett gleich ins Gespräch.
    Nobu und Yukae,seine Frau, kamen zu uns in den Aufenthaltsraum, setzten sich neben uns, und bald darauf war schon ein tolles Gespräch im Gange. Wir plauderten und die Zeit verging wie im Flug, Als um 14 h die Fähre in den Hafen Oarai einfuhr,wurde uns erst bewußt, wie interessant und kurzweilig unsere Gespräche gewesen waren.
    Alex fiel in den letzten 10 Minuten noch ein, daß mein Ausschlag den ich am Oberschenkel und Dekollte bekommen hatte, vielleicht doch in einem Krankenhaus begutachtet werden sollte.
    Nobu und seine Frau boten sofort ihre Hilfe an, telefonierten, recherchierten mit uns.
    Die Hilfsaktion wurde im Lift der Fähre sowie noch am Parkplatz ausgedehnt.
    Die beiden waren unglaublich lieb und hilfsbereit. Auch eine Einladung zu ihnen nach Hause haben wir bekommen.
    Wir mussten dann zu unserem Hotel mit dem Rad fahren, denn um 16h begann die Zoom-Sitzung der Hausverwaltung.
    Wir schafften es rechtzeitig ins Kamenoi Hotel.
    Nur zum schreiben war ich definitv durch den Schlafentzug auf der Fähre zu müde.

    Mittwoch, 29.05.2024
    39. Radltag
    60 km, 8h 37 Gesamtzeit, 226 hm, 3h29 in Bewegung
    von Oarai in Richtung Tokio

    Heute früh um 6:30 bekamen wir von Frau Julia von der Help-Line Fiat Österreich Bescheid, das unser Kohbi endlich fertig repariert war und auf uns wartet.
    Wir freuten uns total! Alle Pläne die wir für eine Weiterreise in Japan gestern noch geschmiedet hatten, wurden nochmals über den Haufen geworfen.
    Wir suchten einen Flug, einen Bikeshop um zu Bikekartons zu kommen und Hotels heraus, mailten mit Nobu hin und her, und im Laufe des Tages fügten sich noch durch einige Informationen die noch notwendigen Puzzelsteine zum Großen Ganzen zusammen.
    Dies checkten wir mit einigen größeren Pausen,während wir die ca. 116 km Richtung Tokio angerissen haben.
    Die Luft ist warm und es radelt sich leicht und beschwingt. Wir biken einen wunderschönen See auf einem eigenen Radlweg entlang. Ich sehe japanische Fischer beim Miesmuschel einsammeln und unser Weg ist gesäumt von wahnsinnig vielen Maroni-Plantagen. Die Maronibäume stehen gerade in voller Blüte und beim Vorbeirauschen können wir eine Brise dieses herrlichen süßlichen Duftes wahrnehmen.
    Mittagessen wird in einem Supermarkt eingekauft und gleich dort verspeist. Abendessen und Frühstück eingepackt.
    Weiter geht es in der abendlichen Sonne, vorbei an Maronibäumen und blühenden Hortensien.
    Kurz nach Tsuchiura finde ich einen Feldweg mit einer kleinen Lichtung im Wald, wo wir unser Zelt aufstellen können. Auf Grund der vielen Gelsen flüchten wir zum Kochen und Essen ins rasch aufgestellte Zelt.
    Endlich hat Alex alle Infos beieinander und hat gerade unsere Flüge gebucht.
    Wir fliegen nun am Sonntag, den 02.06. 2024 nach Bucarest, haben über Amazon Japan 2 Stk Bikeboxen zu Nobus Wohnung bestellen können, da in Narita/Flughafen Tokio, in keinem einzigen von den 3 Bikeshops, Kartons zu bekommen waren.
    Wir werdern die Einladung zum Übernachten bei Nobu und seiner Frau Yukae von Donnerstag bis Freitag, sehr gerne annehmen.
    …. Wahnsinn, wie schnell wir nun Entscheidungen getroffen haben.
    Wir freuen uns auch unbändig, daß wir Nobu und seine Frau nochmals sehen werden.
    Und alles andere wird sich finden.
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  • …zurück in den Sommer?

    27 maj 2024, Japan ⋅ 🌧 15 °C

    Montag, 27.05.2024
    Tomakomai
    Ruhetag? Vertrödeltag?Abreisetag nach Honshu/Oarai

    Heute früh um 7h aufgewacht, im 8. Stock des Route Inn Hotels, Frühstück war ok, dann packten wir unsere Räder auf und fuhren im Regen ins AEON Einfkaufscenter.
    Unsere Einkaufsliste war lang: ein Pen für das Tablet von Alex, da verlorengegangen,
    Eine Geburtstags-Regenjacke für Alex, da seine alte Jacke sich schon von Innen her zerbröselte und den Regen durchließ, Radlhandschuh für mich, da verlorengegangen. Essen für die Fähre, Kaffee für mich und Kakao für Alex bei Starbucks.
    Wir konnten gar nicht so schnell schauen, war es auch schon 16h und um 16:30 war schon einchecken in die Fähre. Wir radelten also wieder durch den strömenden Regen zum Fährterminal. Alex checkte die Tickets und dann richteten wir noch unsere Sachen für die Übernachtung in den Rucksack.
    Wenig später wurden wir in den Bauch der Fähre gelotst, unsere Räder wurden seitlich an horizontalen Stangen festgebunden, und wir konnten nach oben gehen.
    Als erstes besuchten wir den Onsen, wir konnten uns duschen, Haarewaschen und durch das heiße Wasser wurde uns endlich wieder warm.
    Vor unserem Schlafbereich besetzten wir gleich einen netten Sitzplatz, richteten unser Abendessen her und Alex hat uns für morgen in Oarai nochmals ein Hotel gebucht. Es soll dort nämlich auch regnen, jedoch ist es um 10° wärmer als hier in Hokkaido. Auch hat mein Schatzi morgen ein Zoom-Treffen mit seiner Hausgemeinschaft.
    Ich bin froh, das es nun wieder in wärmere Gefielde geht, ich denke die Wärme und Sonne wird uns beiden gut tun. Schließlich haben wir Ende Mai! Ich will den Sommer spüren!
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  • Tomakomai, wir kommen!

    26 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 11 °C

    Sonntag,27.05.2024
    38. Radltag
    von Noboribetsu nach Tomakomei
    65 km , 9h50 Gesamtzeit, 348 hm, 3h56 Zeit in Bewegung

    Ich hatte doch ganz gut geschlafen, um 5 Uhr früh hörte ich schon die ersten Touristen anmarschieren! Konnte das wahr sein? Wahrscheinlich hatten die Schlafstörungen und hielten es in ihren Betten nicht aus.
    Ich schlief dann doch wieder ein, und wir wurden um 6h wach. Das Zelt war trocken und die Nacht im Schlafsack gut warm gewesen.
    Wir packten alles zusammen, und Alex machte uns noch unseren grünen Morgentee.

    Dann gings bergauf, vorbei an Felsspalten aus denen der heiße Wasserdampf stieg.Es war frisch heroben, ca. 12°, doch der Anstieg mit dem Radl wärmte uns.
    Die Straße führte einsam durch dichten Wald zum nächsten See, einem kreisrunden Vulkansee. Auf Grund des dichten Waldes konnten wir nur Ausschnitte erahnen. Hier war dichtester grünster Wald und die asphaltierte Straße führte uns bergauf auf den Kamm des Grates. Dann ging es eine lange Strecke durch den Wald bergab. Wir strampelten wieder Richtung Meer.
    Die Bundesstraße führte uns an der Küste bis zum Ort Tomakomei. Der Wind hatte wieder aufgefrischt, fegte Wolken über den Himmel und wir hatten heute mehr angezogen als sonst.
    Alex spürte auch seine Nase, musste niesen und war deswegen unrund. Und heute hatte sich in mir ein ganz eigenes Gefühl breitgemacht: Hokkaido zeigte uns die kalte Schulter, schickte eine dicke Regenfront, die uns am Montag erreichen soll, die ganze Küste hinauf rauhe Klippen, verlassene Fischerdörfer, wenig besiedeltes Gebiet, sturmgepeitschtes Meer, Wind gegen den ich anfahren müsste, und dieselbe Strecke dann auch wieder zurück, da wir sonst bei Wahl einer anderen Strecke über die hohen Berge im Inland müssten. Diese Bilder strömten durch meine Gedanken.
    Nachdem wir in einem Supermarkt Essen eingekauft hatten, beschlossen wir dem Fährhafen von Tomakomei noch einen Besuch abzustatten. In uns hatte sich der Gedanke eingenistet, vielleicht heute noch eine Fähre nach Oarai zu bekommen. Oarai liegt ca. 150 km oberhalb von Tokio und lt Wetterapp war es dort um 10° wärmer.
    Leider waren die Schalter zu, und die Fähren gingen erst morgen wieder um 18.45.
    So buchte ich in Tomakomaik nochmals ein Hotel für eine Nacht für uns beide um € 68. Alex wollte prinzipielle die Nacht prinzipielle im Zelt verbringen, regengeschützt unter irgendeiner Brücke , aber heute konnte ich mir das gar nicht gut vorstellen.
    So buchte Alex für morgen Abend die Fähre Richtung Tokio und ich für heute abend das Hotel. Dies hatte sogar ein kleines Onsen. So ist uns heute eine geschützte, trockene Nacht in einem warmen Hotelbett sicher.
    Morgen ist 100% Regen angesagt.
    Wir sind beide froh,nun in den wärmeren Süden zurückzukehren und freuen uns nun wieder auf das was noch kommt.
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  • …zum Onsen nach Noboribetsu

    25 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 18 °C

    Samstag, 25.05.2024
    37. Radltag
    vom Toyasee nach Noboribetsu Onsen
    76 km , 11h30 Gesamtzeit, 1.193 hm, 5h38 Zeit in Bewegung

    6h Tagwache, 6:45 Frühstück mit herrlichem Ausblick auf den See und Abfahrt aus dem Hotel um 8:30. Es ging mal gleich kurz ein wenig um den See, und dann aus der Calderasenke des Sees wieder bergauf dem Meer zu.
    Wir fuhren auf der Bundesstraße, das Meer zur Rechten und links bewaldete Hügel, es war frisch, wir hatten ca. 14° aber die Sonne schien und zwischen weißen Wolken blitzte der blaue Himmel durch.
    Mittags gegen 12.30 enterten wir den Supermarkt und kauften für Mittagessen, Abendessen und Frühstück ein. Dann gings noch ein wenig am Meer entlang, doch die Straße nach Noboribetsu wand sich wieder mal den Hügel hinauf. Inzwischen muß ich sagen, daß mir das mental überhaupt nichts mehr ausmacht. Ich weiß ich werd den Berg in meinem Tempo ohne Absteigen schaffen.Und es macht überhaupt nichts aus wie lange ich brauch.
    Aber ich werde schon schneller, und heute war Alex hinter mir. Er hat sich heute auf einem Firmengelände verfranzt und so kamen wir fast gleichzeitig beim Dai ichi Thaki motokan Hotel an. Schon 100 m vor dem Hotel traten heiße Dampfwolken aus der Erde.
    Es war 16h und wir genoßen bis 18 h das öffentliche Onsen direkt an den heißen Geysiren. Leider wieder mal getrennt. Aber vielleicht kam ich gerade deshalb mit einer Australierin mit japanischem Aussehen ins Gespräch. Eva hieß sie. Sie war allein hier, und wir redeten über Gott und die Welt. Auf Englisch, und sie hat mich doch direkt gut verstanden. So hatte ich jedenfalls den Eindruck und ich hatte sie auch gut verstanden.
    So traf ich um 18h Alex wieder vor der Eingangstüre. Nun gings an die Schlafplatzsuche. Wir radelten noch ca. 1 km bergauf, dort lag lt. Google maps der Geysirsee, der den Onsen speiste. Und da war er schon! Es dampfte und sprudelte und es stank doch etwas nach Schwefel. Dazu muss ich sagen, daß mein Ausschlag inzwischen auf Grund des schwefelhaltigen Onsenwassers schon viel besser geworden ist.
    Neben dem Aussichtsparkplatz am See, wurde eine schöne Wiese für das Zelt auserkoren. Es gab einen Tisch mit 2 Bänken (sehr feudal, sonst sitzen wir ja immer auf dem Boden). Alex kochte Udon Nudeln mit Brokkoli-Spargel-Schwammerlsauce und es gab Salat dazu.
    Die paar Japaner die auch noch heraufgekommen waren mit ihren Autos verschwanden, und nun hatten wir den ganzen Spot für uns allein.
    Herrlich, vielleicht wird es heute in der Nacht auch nicht so Kalt, denn wir liegen ja in der Senke des heißen Sees mit dem warmen Wasserdampf.
    Bin gespannt.
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  • … nach Toyoura

    24 maj 2024, Japan ⋅ 🌫 13 °C

    Mittwoch, 22.05.2024
    35.Radltag
    von Yakumo bis kurz vor Toyoura
    65 km, 9h02 Gesamtzeit 3h50 in Bewegung, 398 hm,

    Es war wohl irgendwann um 4h früh, als ein Fahrzeug auf dem Feldweg durch die Wasserlacken pflügte, ziemlich nah an unserem Zeltplatz. Dann wachte ich erst wieder auf, als Alex mich um 6h weckte. Wie immer macht er grünen Tee für uns beide. Er ist so ein lieber Schatz, kümmert sich so gut um mich, daß ich auch genug trinke in der Früh. Bis wir dann unsere Sachen auf die Räder gepackt haben, dauert es immer ca. 1,5 Std,um abfahrbereit zu sein.
    Es ging also die Bundesstraße am Meer entlang. Wir hatten Hose und Jacke angezogen, denn der Wind vom Meer war frisch. Ziemlicher Gegenwind.
    Wir fuhren an weit voneinander entfernten Fischereibetrieben oder auch Muschelfangbetrieben vorbei. Ich entdeckte beim Vorbeiradeln Berge von Jacobsmuschelschalen.
    Auch dieser Geruch hing in der Luft, jedoch nicht unangenehm,da der frische Wind vom Meer,diesen zerstreute.
    Bei einem Supermarkt an der Meeresküste kauften wir für Mittag,Abendessen und Frühstück nochmals ein.
    So ausgerüstet können wir überall, wo wir wollen Rast machen, und fühlen uns frei und unabhängiger dadurch.
    Dann ging es vom Meer weg in die Hügel. Auf einem sattgrünen Hügel auf einer Anhöhe grasten Kühe, die als weiß-schwarze Flecken auf grün auszumachen waren.
    Ich fühlte mich auf den Jacobsweg zurückversetzt, in die grüne Schweiz, mit ihren vielen Kühen. Auch an einer Schweinefarm zog ich vorbei.
    Hier auf Hokkaido scheint alles weiter auseinander zu liegen. Es ist mehr Platz vorhanden, menschenleerer.
    Auch bei einem Schul-Sportplatz kam ich vorbei. Die Kinder in ihren schwarzen Schuluniformen, grüßten mich überschwänglich, riefen „Hallo“, Good Morning“, sie hatten keinerlei Berührungsängste,wie ich das bei den Erwachsenen beobachten konnte, die sehr,sehr selten auf uns reagierten.
    Alex fand eine Route, die uns autofrei in die Berge führte.
    Bei einer kurzen Rast vor einem Tunnel schickte ich noch ein Glückwunsch-Video
    an meine Zwillingsjungs Leon und Lorenz ab, die heute 21 Jahre geworden sind.
    In diesem Moment vermisste ich es sehr, sie nicht drücken zu können.
    In der Nachmittagssonne, vor einem weiteren Anstieg, begann ich nach einem Zeltplatz zu suchen, und wurde bald fündig. Alex fand ihn auch sehr gut, er war direkt neben einem Bach, zwischen hohen Stauden, die uns etwas von der fast nicht befahrenen Straße abschirmte. Eine schöne ebene Wiese, Sonnenschein, einfach nur herrlich. Und dennoch konnten wir das so nicht genießen. Wir stellten das Zelt auf und mußten dabei feststellen, das lauter kleine Steckmücken es uns so unangenehm wie nur möglich machen wollten.
    Alex wollte in jedem Fall noch meine Schlafmatte, bei der wir ein Loch vermuteten,reparieren. Im Bach,beim Untertauchen, hatte er es schnell entdeckt.
    Wir reparierten sie mit Radlschlauch-Pick-Zeug. Mein Mc Giver-Schatzi!
    Und nachdem ich sie mit einem Handtuch getrocknet hatte, war sie auch für die Nacht wieder einsatzbereit. Mein Gentlemen hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, die Matte selbst in der Nacht einem Test zu unterziehen.
    Die Mücken wurden immer lästiger und so zogen wir uns ins Zelt zurück, kochten im Inneren, und waren froh, nicht gebissen zu werden.
    Alles andere wäre nicht auszuhalten gewesen.
    Ich hatte auch eine Anhäufung lauter roter Punkte auf einer Stelle meines Oberschenkels und seitlich beim Hals ebenfalls das selbe Phänomen. Die juckten extrem. Hatte mich was gestochen? War es eine Sonnen-Allergie? (Aber dort hatte ich Gewand angehabt)… na gut, ich werde das weiter beobachten.
    Bald war die Sonne weg, und es wurde frisch. Wir schlupften in unsere warmen Schlafsäcke und ich war so müde, das ich nicht mal mehr schreiben wollte.
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  • … an den wunderbaren Toya - See!

    23 maj 2024, Japan ⋅ ⛅ 19 °C

    Donnerstag,23.05.2024
    36.Radltag
    von Toyoura an den Toyasee
    19 km, 4h53 Gesamtzeit, 388hm, 1h36 Zeit in Bewegung

    …es war warm im Zelt, die Sonne schien und es war schon 7h. Heute würden wir es ganz geruhsam angehen lassen. Uns Zeit nehmen!
    Alex hatte am Abend noch ein tolles Hotel am Toyasee gebucht, in das wir um 15h einchecken konnten. Dieser vulkanische Caldera-See ist der nördlichste See Japans, der nie zufriert, und der zweitklarste in Japan. In der Mitte des Sees befindet sich eine bewaldete Insel. Also ein wahrer Genuss fürs Auge.
    Um dorthin zu gelangen, mussten wir noch 3 Anstiege bewältigen. Aber diese fielen uns leicht, denn die Sonne schien und der Wind war eingeschlafen.
    Am letzten Anstieg kamen wir bei einem noch tätigen Vulkan vorbei, wir sahen aus der Ferne kleine Wölkchen aufsteigen. Auch eine Tafel beschrieb den Ausbruch im Jahre 2000. Sehr interessant und gut nachvollziehbare Geschehnisse waren fotografisch und auf einem Trail ganz real anzusehen. (Diesen haben wir aber ausgelassen.)
    Dann ging es hügelabwärts. Schon war der See teilweise auszumachen, noch durch die hohen Bäume des Waldes verdeckt.
    Als wir unten am See ankamen, erschloß sich uns hier die gesamte Schönheit dieses Naturwunders.
    Links ein noch mit etwas Schnee bedeckter Vulkanberg mit ca. 1500 m Höhe in der Ferne, vor uns der klare See, mit der im schönsten grün erleuchteten Waldinsel, der strahlend blaue Himmel und die bewaldete Kreisrundung des umlaufenden Seeufers.
    3 Stunden haben wir diese Szenerie in uns aufgesogen, die Sonne hat uns gewärmt,wir haben dort gefrühstückt und uns ganz viel Zeit gelassen.
    Das haben wir uns nach dem vielen Strampeln wirklich mal gegönnt.

    Gegen 15 h rissen wir uns los, machten noch einen Abstecher in die Münzwäscherei, die nur 130 m von unserem Hotel entfernt lag, schmissen unsere Wäsche in die Waschmaschine, und checkten im Hotel ein.
    Ein schönes, schon etwas in die Jahre gekommenes, sehr traditionelles Hotel mit eigenem Onsen auf dem Dach. Wir bekamen ein Zimmer im japanischen Stil mit herrlichen Blick auf den See.
    Wir gingen gleich mal hinauf, um im heißen Onsen den Wahnsinnsausblick zu inhalieren
    Danach konnten wir noch ein tolles Abendbuffet mit Ausblick auf den See und ein frisches Bett genießen. Sogar ein Feuerwerk war für diesen Abend noch Programm.
    Satt, und müde vom heißen Bad schliefen wir unserem morgigen Ruhetag entgegen.
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  • … der Verlier-Tag.

    21 maj 2024, Japan ⋅ 🌙 10 °C

    Dienstag, 21.05.2024
    34. Radltag
    vom Onuma Quasi Nationalpark/Hokkaido bis nach Yakumo
    40km,von Alex zusätzlich eigentlich 56km normale Route plus, 637 hm Alex und Elisa 200 hm, 11h Gesamtzeit, 6h 10 in Bewegung

    Wir schmissen uns um 7:30 auf unsere Drahtesel und verließen den Wald.
    Bei leichtem Nieselregen und ca. 15° fuhren wir den See entlang und über die den See teilende Brücke. Wunderschön lag der See da, mit seinen kleinen Bauminseln, richtig mystisch. Es ging danach gemächlich bergauf, und schön langsam wurde uns wärmer. Wir hatten auch alles an: 2 Radlhosen, Berghose und Regenhose.
    Die Straße wurde breiter, und der Verkehr nahm zu.
    Um 9h hielten wir bei Autobahnraststation mit super Toilette, und Aussichtsgebäude aufs Meer und den tollen Berg. Der Gipfel war jedoch in den Wolken. Wir wollten uns mit Tee und Suppe aufwärmen, und waren die 2 Geschoße in dem Gebäude hinaufgestiegen. Alex begann den Brenner zusammenzusetzen und fand den Topfaufsatz nicht. Wir begannen alles umzudrehen, und auszuräumen, in jedes Sackerl und auch in die 2 Geschoße unten aufgehängten Packtaschen auf dem Radl wurden penibelst umgedreht. WEG! Einfach nicht mehr zu finden! Alex glaubte er hätte sie auf unserem Schlafplatz, der lag 20 km entfernt, ausgestreut.
    Er machte sich also auf den Weg, hin und zurück 40 km! Natürlich haben wir vorher noch gefrühstückt. Er hat es leider nicht gefunden. 2 Stunden später war er wieder da. Wir hatten keinen Kocher mehr!
    Wir fuhren los, Richtung Yakumo, dort gab es einen Baumarkt und einen Supermarkt.
    Ich fuhr vorne weg. Ich merkte, das Alex keine Power mehr hatte, so legten wir an einem sonnigen Plätzchen unsere Mittagspause ein und aßen alles, was wir noch so im Rucksack hatten auf. Dort habe ich auch den wunderschönen türkisen Falter entdeckt. Ein blauer Mahaon, oder Segelboot Maaka. Ein Tagesschmetterling.
    Ich fuhr als erste los. Alex hatte noch ein Telefonat mit Österreich geführt und hing am Telefon, und organisierte noch einige wichtige Dinge.
    Inzwischen war ich 10 km voraus. Wir telefonierten miteinander und wir beschlossen das ich vorfahren und im Supermarkt einkaufen sollte. Gesagt getan. Mehr oder Weniger, denn der Wind blies heute besonders stark vom Meer her, er direkt kalt und wir mussten beide gegen den Wind ankämpfen.Ich wollte meine Mütze aufsetzen, da es so blies, kam jedoch drauf, daß ich sie verloren hatte.
    Ich erreichte als erste den Supermarkt. Alex war dazwischen noch bei einem Combini eingekehrt und hatte 3 Bananen und eine Orange gegen seinen Hungerast eingeworfen.
    Als ich mit den Einkäufen aus dem Markt nach draußen ging, war Alex endlich da.
    War ich froh! Ich sollte nun einen Schlafplatz ausfindig machen, während er im Baumarkt noch einen neuen Campingkocher besorgte.
    Gesagt, getan, gefunden. Etwas außerhalb der Stadt, fand ich eine Ebene bei einem Fluss.
    Dann endlich kam Alex, mit dem neuen Kocher und einem neuen Bärenfänger und einer neuen Kopflampe mit USB Auflademöglichkeit. Er war glücklich! Und er hatte meine Haube gefunden! Jetzt war auch ich glücklich!
    Wir stellten das Zelt auf, aßen, ich bekam noch heißen Tee und Alex heiße Suppe.
    Heute wird es ziemlich huschi, 7° sollen es nur sein. Heute ist es die volle Belohnung, satt im warmen Schlafsack zu liegen.
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  • Ankunft in Hokkaido

    20 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Montag, 20.05.2024
    33.Radltag
    von Aomori bis Onuma Quasi Nationalpark/Hokkaido
    49km, 396 hm 9h17 Gesamtzeit, 4h38 in Bewegung

    Um 7h früh verließen wir unseren Schlafplatz, es ging mitten durchs Dorf, wo uns zum Abschied vom Bahnhof noch laute Musik begleitete. Dann gings die Bundesstraße den Berg hinauf, denn auf der anderen Seite erwartete uns Aomori und das Meer.
    Nach 1,5 Stunden, es ging ja auch viel bergab, hatten wir den Fährhafen erreicht.
    Um 10:30 ging unser Schiff nach Hokkaido. Wir hatten also noch 1 Stunde Zeit, die wir in Alexs Lieblingsshop, dem Komeri, verbrachten. Wir erstanden dort noch Batterien für die neue Stirnlampe und Bärenglöckchen für das Rad. Und eine Trillerpfeife für jeden war auch noch drin.
    Dann gings zurück, wir wurden gleich ins Innere des Schiffbauches dirigiert, unsere Räder wurden professionell befestigt und wir suchten uns einen guten Platz zum Strom nachladen und Frühstücken.
    3,5 Stunden dauerte die Überfahrt, und wir hatten so viel zu tun, dass es uns viel viel kürzer vorkam. Kurz nach der Abfahrt hatten wir noch einen europäischen Biker gesehen, und ich sagte zu Alex, daß wir unbedingt mit ihm plaudern müssten, wenn sich die Gelegenheit bietet.
    … und die bot sich: Beim der Landung trafen wir Merick, unseren Amerikaner, bei den Rädern an. Gleich entwickelte sich ein total nettes Gespräch, daß wir noch 1 Stunde nach dem Verlassen des Schiffes direkt neben der Fähre fortsetzten. Es war total nett und super interessant. Er ist 52, und macht tolle Projekte, Fotos und Reportagen, und war vor kurzer Zeit in Buthan auf einer Radreise mit Guide und Führer
    Wir hoffen ihn wiederzusehen, und tauschten Facebookadressen aus.
    Danach gings für uns in den Supermarkt und mit Essen vollgepackt, visierten wir unser Ziel an. Einen See direkt über den ersten Bergen in Hokkaido.
    Wir fuhren durch viele Gemüsefelder, und mir kam vor,daß Hokkaido viel entwickelter und nicht so verlassen und teilweise verfallen ist wie der Norden von Honshu.
    Nach dem anstrengenden Uphill wurden wir mit einem herrlichen Blick auf den Vulkanberg mit See belohnt.
    Wir haben auch ein Schlafplätzchen in einem Wald nah am See gefunden. Leider auch mit vielen Gelsen, deswegen liegen wir jetzt schon in unserem Zelt, geschützt vor Mücken und Regentropfen, diese haben vor 5 Minuten angefangen auf unser Zelt zu fallen.
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  • … unser letzter Tag und Nacht auf Honshu

    19 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Sonntag, 19.05.2024
    32. Radltag
    vom Yoneshiro River bis Namioka, ca. 17 km vor Aomori
    73 km, 9h29 Gesamtzeit, 418 hm, 5h 08 in Bewegung

    Sind um 7:30 vom Fluß weggekommen, heute soll es sonnig und bis zu 27° bekommen. Zuerst geht es am Damm entlang, wieder an ganz vielen Reisfeldern vorbei. Dann haben wir einen Anstieg mit ca. 300 hm vor uns. Wir schaffen inzwischen die Anstiege sehr easy und und oben haben wir dann gleich mal Frühstück gegessen. Danach gings bergab und der Wind kam auch noch von rückwärts und so machten wir heute vormittag gute Kilometer.
    Mittags kauften wir wieder bei Max Valu ein.(Mittagessen, Abendessen und Frühstück). Gut gestärkt mussten wir ca. 1,5 Std auf einer großen Bundesstraße radeln, dann wurde das Tal enger, und es waren neben den vielen Reisfelder nun auch einige Apfelplantagen zu sehen.
    Heute Sonntag war auf der großen Bundesstraße auch viel Verkehr. In den kleinen nachfolgenden Dörfern beruhigte sich die Situation und wir sahen viele Obstbauern in den Plantagen arbeiten.
    Sehr fleißiges Völkchen, die Japaner.
    Um 16h30 fing unsere Schlafplatzsuche an. Endlich wurden wir mitten in einem kleinen Dörfchen fündig. Ein riesiges zugewuchertes Grundstück bot uns Sichtschutz. Wir kochten noch Spagetti in der letzten Abendsonne, stellten unser Zelt auf und endlich als es schon dunkel wurde, kam ich dazu, alle meine 4 Kinder per Video-WhatsApp anzurufen. Ich sah sie gut, bei mir wars schon finster, also schwarzer Bildschirm. Na, wichtig is, das ich sie gesehen hab und das es Ihnen gut geht.
    Morgen werden wir Honshu verlassen und mit der Fähre auf die nördlichste Insel Japans Hokkaido übersetzen.
    Wir sind gespannt, was uns noch erwartet.
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  • …bis zum Yoneshiro River

    18 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 21 °C

    Samstag, 18.05.2024
    vom Campground Fukumezawa zum Schlafplatzerl am Yoneshiro River
    78 km, 387 hm, 9h12 Gesamtzeit, 5 h in Bewegung

    Heute um 7:30 verließen wir unseren schönen Zeltplatz. Der junge Japaner mit dem Motorbike war schon lange vor uns aufgebrochen.
    Wir fuhren die 7er Bundesstraße mindestens 30 km, es ging an 1000den von Reisfeldern vorbei. Heute hatte ich das Gefühl, ganz Japan beginnt mit dem Einpflanzen der Reishalme in die Felder.
    Die kleinen Lkws mit den Millionen von kleinen Reishälmchen waren überall zu sehen.
    Bei einem schönen großen Supermarkt frühstückten wir, luden unsere Handys und Powerbanks, und danach kauften wir Mittag-, Abendessen und Frühstück ein.
    Heute wars einfach nur herrlich! Angenehme Temperaturen, moderate Steigungen und wunderschöne Landschaft. Japan ist wirklich ein Traum.
    Mittagessen gabs auf einem Rastplatz mit tollem WC und Schatten. Wir saßen am Gehsteig, und vor uns ein riesiger abgestellter LKW mit Autos drauf. Niemand war zu sehen. Wir waren schon fertig, da wurde plötzlich der Motor eingeschaltet. Kurz darauf spang eine Japanerin aus der Fahrerkabine. Alex plauderte gleich mit ihr drauf los,sichtlich beeindruckt, daß so ein Riesen-LKW mit 2 Autos drauf von einer kleinen zierlichen Frau gelenkt wurde. Leider verneinte sie ein gemeinsames Foto.
    Es ging zügig dahin, und so spulten wir unsere km sehr easy herunter. Gegen 16:30 begannen wir mit der Schlafplatzsuche am Fluss.
    Wir fanden ein sehr nettes Platzerl, direkt bei der Schleuse eines Wasserkanals in den Fluss.
    Wir kochten, speisten, und Alex montierte unsere Airtags an unseren Bikes. So wissen wir immer, wo unsere Radln sind. Die Montagestelle wird natürlich nicht verraten.
    Dann hängten wir noch unseren Lebensmittel-Rucksack in einen hohen Baum.
    Beim 1. Mal werfen, Seil mit Stein durch eine Astgabel, hätte der Stein Alex fast getroffen. Beim 2. Mal klappte es dann.
    Jetzt hängt er hoch oben und der Bär kann nicht ran. Na, er hat ja eh uns 2 im Zelt,
    falls er Fleisch doch lieber mag als unsere Nüsse und Früchte und den Reis.
    Heute plätschert der Bach bei uns vorbei, und wir werden sicher deswegen gut schlafen,wenn nicht ab und zu der Zug vorbeifährt und uns aus dem Schlaf reißt.
    Aber das Geräusch des Zuges ist zumindestens sehr rythmisch.
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  • Kampf der Wind Warriors

    17 maj 2024, Japan ⋅ ⛅ 21 °C

    2 Nächte Pause im Spa Resort in Akita mit Onsen
    3 Nächte Pause im Ana Crown in Akita

    Freitag, 17.05.2024
    von Akita zum Campground in Fukumezawa
    50 km, 215 hm, 6 h25 Gesamtzeit, 3h 51 Zeit in Bewegung

    Heute hervorragendes Frühstücksbuffet im Ana Crown, um 11h ausgecheckt. Ich bin wieder heil! Zinkoxydsalbe hilft ja doch gut! Es geht im leichten Nieselregen durch Akita, wir durchfahren Stadtteile mit vielen Einfamilienhäusern, dann geht es wieder Teile auf der Bundesstraße und durch die Reisfelder.
    Es ist heute sehr windig und teilweise gibt es Böen mit 40 km/h, sonst ist der Wind bei 2o-25 km/h. Beim Fahren kommt der Wind von links, und wenn eine Böe kommt versetzt es das Radl um ca. 30 cm. Stellenweise gelingt es mir, mich direkt links an den Wind anzulehnen, wenn eine Böe daherkommt. Es ist also heute spannendes Fahrtechniktraining angesagt. Mittagspause machen wir bei einem Max Valu, bei dem wir gleich drinnen essen können. Auch Abendessen und Frühstück haben wir gleich eingekauft.
    Alex entdeckt auch noch seinen Lieblingshop, Daiso, einen mit bei uns vergleichbarem 1€ Shop. Dort ersteht er zu dem vorher schon gekauften sauteurem Bärenspray (€ 110,—) ein Gürtelhalterung und ein Küchenmesser, das zum Bärenfänger umfunktioniert wird und auch in der Gürtelhalterung seinen Platz findet.
    Auch 2 Stück 10m lange dünne Seile hat er noch erstanden. Damit können wir unser Essen in den Bäumen aufhängen.
    Ich denke wir sind jetzt wirklich save!
    Wir steigen wieder auf unsere Drahtesel und siehe da, das Wetter hat sich gebessert, der Himmel hat ein paar blaue Flecken bekommen und die Sonne kämpft sich durch die Wolken.
    Ich habe für die Nacht einen kostenlosen Campground herausgesucht. Dieser liegt an einem kleinen See, unter vielen Kirschbäumen, und es gibt überdachte Plätze mit Tischen und Bänken, und es gibt sogar einen Waschplatz mit Strom, wo wir unsere Handys laden können. Auch ein Sanitärhäuschen gibt es.
    Um 17h hat die Sonne es geschafft alle Wolken zu vertreiben, der See glitzert und Alex hat uns Udon Nudeln gekocht. Ich hab den Salat gemacht und Zwiebel, Knoblauch und Ingwer geschnitten.
    Inzwischen hat auch ein junger Japaner hier sein Zelt aufgestellt. Er ist mit dem Motorrad unterwegs und kommt aus Tokio. Er meint sein Englisch ist dürftig und ich glaube deswegen ist unser Gespräch auch sehr sehr kurz.
    Nach 5 Nächten Hotelluft und Fenster die nur einen Spalt breit zu öffnen sind, ist Alex richtig glücklich,heute wieder ganz viel Frischluft tanken zu können.
    Wir liegen schon im Zelt, eingepackt in unsere warmen Schlafsäcke. Ich schreibe und Alex telefoniert noch geschäftlich.
    Es wird auch nicht mehr regnen, und morgen wirds sonnig!
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  • … auf nach Akita!

    12 maj 2024, Japan ⋅ ☁️ 17 °C

    Sonntag, 12.05.2024
    vom Sandstrand in Nikaho nach Akita
    75 km, 485hm, 10h02 Gesamtzeit, 5h 18 in Bewegung

    Bereits irgendwann um 4h schlug ich unter unserem Netzzelt das 1.Mal die Augen auf. Es war fast taghell! Das konnte doch nicht sein! Nein, noch nicht aufstehen und radeln! Ich rollte mich nochmals in meinen Schlafsack ein, zog die Kapuze über meine Augen und es wurde wieder dunkel. So schlief ich doch noch bis 6h früh wieder ein, trotz des lauten Geräusches der Wellen, die an den Sandstrand rollten.
    Alex hatte sich dagegen Ohrstöpsel verordnet.
    Wir packten alles zusammen, und verließen diesen einsamen Ort der krassen Gegensätze. Auf der einen Seite der angeschwemmte Müll (bzw. meiner Meinung nach stammten die angeschwemmten Überreste zu 70% aus der Fischerei, Netze,Seile,PVC Behälter ect) und auf der andern Seite,die starke,überbordende Natur, die mit ihrer ungebändigten Kraft und Schönheit der purpurfarbenen Königin,der Rose, diese menschliche Schande überdeckt hat.
    Als wir abfuhren, war der Himmel mit Schäfchenwolken überzogen, es war schwül, und mit dem Wind im Rücken, ging es die Bundesstraße der Küste entlang hinauf in den Norden, Richtung Akita.
    Es war eine ganz eigene Stimmung, Sonntag, wieder mal niemand unterwegs, und es schien als ob die Küste nur uns allein gehörte.
    Der Wasserdampf stieg aus dem Meer auf und hüllte den Küstenstrich in gedämpftes,warmes und weiches Licht.
    Die gegenüberliegende Insel schien wie auf einem Schwimmreifen aus Wolken zu schweben.
    So fuhren wir dahin, unangestrengt und die Eindrücke in uns aufsaugend.
    Gefrühstückt haben wir auf einem mit dichten Blättern bewachsenen Abhang mit toller Aussicht aufs Meer.
    Inzwischen hatten sich auch die Wolken verdichtet, und unser nächster Zielpunkt war ein Supermarkt in einer Vorstadt von Akita. Wir aßen gleich vor Ort, und hatten auch nicht wie sonst auf Vorrat eingekauft, da wir ja am Nachmittag im Hotel einchecken würden.
    Auf dem Weg dorthin brach in einem Ort beim Hinunterfahren einer abschüssigen Straße plötzlich Alexanders Packträger. Eine Hülse für einenSchrauben war verloren gegangen. Alex fixte das Problem und so steuerten wir als erstes einen Baumarkt an, dort kauften wir Ersatz für diesen Teil,Klettband für die Hose von Alex zum Verschließen seiner Hosentaschen, Gewebeband zum fixen von Allerlei.Ich muß dazu sagen, daß wir uns im Lieblingsshop von Alex befanden.
    Ich fand dort auch nochmals eine viel bessere Arbeitsbrille, die meine tränenden Augen schützen sollten, denn die letzte grub mir beim Tragen eine tiefe schmerzende Rille in meinen Nasenrücken.
    So verschenkte ich dann am Eingang meine alte Brille an einen vorbeieilenden Japaner, der sich sehr wunderte und freute über mein Geschenk.
    Dann gings noch weiter in einen „Mediamarkt“ auf japanisch, wo ich eine Hülle für mein Tablet erstand, da meine auch schon Löcher bekam und ich Angst hatte, jedesmal meinen Pen zu verlieren. Alex erstand dort noch einen neuen Kopfhörer, da seiner gebrochen war.
    Dann vielen auch schon die ersten dicken Regentropfen. So kamen wir am Hotel an und checkten ein, Alex ging ins Onsen und ich regenerierte mein wieder mal aufgescheuertes Hinterteil - ja, ich hatte heute mal die Blasenpflaster weggelassen und geglaubt, es hätte sich schon an die Belastung gewöhnt. Fehlglaube!
    Wir suchten uns noch eine nahe gelegene Pizzeria, wo wir mit Pizza und Bier den Tag beendeten.
    Morgen mal nicht in den Sattel! Allgemeine Dinge erledigen! Ausrasten!
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