• Me and Bryan, Ivo, Watson
  • Me and Bryan, Ivo, Watson

Via Del Sol

Wir haben nur eine kurze Zeit (fast drei Monate) und fahren nach Andalusien und zurück. 80 Tage: Jules Verne ist in 80 Tagen um die Welt gereist. Wir 5500 km. Lue lisää
  • Küstenspaziergang — Drohne verliert Comm

    17. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ ☀️ 15 °C

    Myles schlägt einen Fotowalk vor und ich bringe meine DJI Mini 5 Pro. Ich wollte schon lange den Küstenweg filmen und lasse noch kurz (denke ich) einen größeren Firmware Update laufen. Der dauert und dauert. Aber das Wetter ist endlich wieder himmlisch.

    Ich möchte die Küste entlang fliegen, und nach den Klippen nach links drehen um den Strand von Rincón de la Victoria zu zeigen. Genau da verliert die Drohne die Funkverbindung zu mir.

    Ich mache mir aber keine Sorgen, alle meine Drohne sind so eingestellt, dass sie bei Kappen der Funkverbindung zu mir (zum Homepoint) zurückkehren. Nach 1 Minute (oder länger) wird klar dass das nicht passiert. Wir haben keine Verbindung zur Drohne und wissen nicht genau wo sie ist. Die verbleibende Batteriezeit ist nicht ganz klar, müsste aber circa 10 Minuten sein, da wir gerade eine neue Batterie eingelegt hatten. Myles erklärt sich bereit mit dem Controller in der Hand in Richtung Drohne zu sprinten und die Verbindung zum Controller wieder herzustellen. Er findet die Drohne um die Ecke schwebend über dem Wasser, circa 20m von Strand entfernt. Er stellt die Verbindung zum Controller wieder her und fliegt die Drohne zurück. Da wo ich bin, ist ja nicht mehr der Homepoint, an den sie zurückkehren würde, da wir in Richtung Drohne gesprintet sind. (ich langsamer als Myles). Er landet dann die Drohne. Ganz unspektakulär. Die Drohne filmte seit 12 Minuten Video, maximale Flugzeit wären insgesamt 14 Minuten gewesen, da wir vorher schon einige Flüge gemacht hatten. Nach so viel Aufregung gehen wir nach Hause.

    Myles bleibendes Zitat von dem Moment ist: es hätte schlimmer sein und Sinkflug eingestellt sein können, die dritte Möglichkeit, was eine Drohne machen kann, wenn sie die Verbindung zum Controller verliert. In meinem Fall war die Drohne auf an auf der Stelle schwebend eingestellt. Ich gehe davon aus, dass das durch den Firmware Update an dem Morgen passiert war. Denn das erste, was ich bei allen Drohnen immer mache, ist diese Option einzustellen: bei Abbruch der Funkverbindung zurück zum HomePoint zu fliegen. Sinkflug? Ich mag gar nicht dran denken.
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  • Río Totalán

    18. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Río Totalán ist über weite Strecken keine richtige Flusslandschaft, sondern eine Rambla – meist trocken, steinig und auf den ersten Blick harmlos. Genau deshalb parken viele Menschen ihre Autos direkt im Flussbett. Mir läuft dabei jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken, besonders jetzt, wo es seit Wochen immer wieder stark regnet. Man vergisst leicht, wie schnell sich so ein scheinbar trockenes Bett in eine gefährliche Sturzflut verwandeln kann.

    Entlang des ausgetrockneten Flusslaufs verlaufen Wege, die heute als Wanderstrecken genutzt werden und tief in die typische Landschaft der Axarquía führen: karg, steinig, stellenweise überraschend grün. Zwischen Hügeln und engen Schluchten stößt man immer wieder auf Spuren der arabischen Vergangenheit – alte Terrassen, historische Wegeführungen –, die zeigen, wie eng Natur, Nutzung und Leben hier früher miteinander verbunden waren.

    Auch Freisteher parken dort immer wieder über Nacht. Heute gehen wir einen Teil des Río Totalán entlang um uns Cala del Moral weiter anzusehen. Aber wir bleiben in einem tollen Sushi Restaurant hängen, in dem wir sehr gut essen.
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  • Einkäufe

    19. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ ☁️ 15 °C

    Es hat den ganzen Tag geregnet, und hörte erst am späten Nachmittag auf. Also sind wir schnell noch zum großen Carrefour einkaufen gelaufen. Ich hatte den Vorteil, dass diesmal Myles die Taschen getragen hat, ganz altmodisch, wie ein amerikanischer Gentleman. Es ist dunkel als wir zum Campingplatz zurückkehren, es ist ca. 19 Uhr.Lue lisää

  • Mercado de Málaga

    23. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir wollen mit Heidi unser Weihnachtshähnchen im Markt von Málaga abholen. Aber gleichzeitig müssen wir am Stellplatz umsetzen. Also kommen wir erst am Markt an als Heidi schon wieder am Stellplatz ist. Eigentlich schade. Aber wir brauchen trotzdem noch Lebensmittel für die Feiertage. Und das Fleisch hier ist das beste, das ich im ganzen letzten Jahr gehabt habe.

    Dann besuchen wir noch kurz das Antigua Casa de Guardia, die alte Wache, wo heute Vermouth verkauft wird. Wie immer ist es interessant anzusehen, aber total überlaufen. Wir ziehen weiter.
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  • Abschied am frühen Morgen

    27. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ 🌬 13 °C

    Heute klingelt der Wecker um 6:15 Uhr, denn Myles fliegt zurück nach Düsseldorf. Wir hatten eine gute Zeit zusammen, und es war schön, ihn hier zu haben. Gleichzeitig gibt es so etwas wie eine Küstensturmwarnung ab mittags. Die Wellen sollen stark aufgeschaukelt sein, der Wind liegt bei etwa 55 km/h mit Böen bis zu 79 km/h. Warm ist es überhaupt nicht.

    Eigentlich wollte ich Myles zum Flughafen fahren, und ich hätte das auch gern gemacht. Die offizielle Check-in-Zeit für ihn war jedoch 7:55 Uhr, das Tor am Stellplatz öffnet erst um acht, und dann wären noch etwa 20 Minuten Fahrtzeit bei normalem Verkehr bis zum Flughafen dazugekommen. Es hätte also gereicht, wenn die Dame an der Rezeption zehn Minuten zu spät gewesen wäre oder es einen kleinen Stau auf der Autobahn gegeben hätte – und wir hätten es nicht rechtzeitig geschafft. Nach längerem Überlegen entscheiden wir uns daher, ein Uber zu bestellen, das 10 Minuten früher als angegeben eintrifft. Das ist angenehm.

    Der andere Vorteil von Uber zeigt sich erst später, als Myles schon am Flughafen ist: ein kilometerlanger Stau von Autos, die sich einreihen, um ihre Verwandten am Flughafen rauszulassen. Das Taxi darf daran vorbeifahren. Myles ist sehr erleichtert, als er das sieht, denn bei diesem Stau hätten wir es nicht rechtzeitig zum Check-in geschafft.

    Nachdem Myles abgereist ist, beginne ich nach einer kleinen Pause, das Wohnmobil wieder zurückzuräumen. Die schwierigste Aufgabe sind immer die großen Kissen, die für das zweite Bett benutzt werden und in der oberen Hälfte der linken hinteren Heckgarage verstaut werden müssen. Das ist Millimeterarbeit und muss über Kopf ausgeführt werden. Die Kissen sind nicht gerade leicht, da sie eine Spanplattenverstärkung haben. Ich schaffe es wie immer – nach erheblichem Körpereinsatz – und bin danach völlig erschöpft, aber auch ziemlich stolz auf mich.

    Inzwischen ist der Wind sehr stark geworden, und ich habe einige Kleinteile, die draußen standen, noch in die Garage eingeräumt. Jetzt werde ich erst einmal frühstücken und danach überlegen, ob ich noch mehr einräume oder ob Tische, Stühle und der Grill draußen bleiben können.

    Im Laufe des Tages hole ich immer mehr Sachen herein und verstaue sie. Aber um den Tisch einzuladen, müsste ich die Hauptgarage aufräumen, da ich die voller Sachen vom Fahrzeug gestellt hatte damit wir zusammen, Myles und ich und die drei Tiere genügend Platz innen haben würden. Bei diesem Wetter möchte ich das nicht tun, denn es hat sich doch noch Regen dazu gesellt. Also bleibt der Tisch draußen zu stehen. Während Sturm und Unwetter bevorzuge ich es immer möglichst eingepackt zu sein, so dass ich im Notfall gleich losfahren kann. Danach kann ich mich dann gut entspannen. Auch jetzt ist es so nur der Tisch, der Starlink und meine Kabeltrommel sind noch draußen, das würde weniger als 1 Minute dauern, herein zu nehmen und loszufahren. So kann ich dann auch ruhig schlafen, ohne mir Sorgen zu machen, was jetzt im Wind davon bläst.
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  • Silvester

    31. joulukuuta 2025, Espanja ⋅ ⛅ 15 °C

    Silvester wird auch in Spanien mit Feuerwerk gefeiert. Heidi hat sich für ihren Hund Ole, einen kleinen Yorkshire Terrier, vorsorglich Beruhigungsmittel vom Tierarzt besorgt. Da ich ohnehin nicht vorhatte, Silvester groß zu feiern, habe ich mir um meine Tiere keine besonderen Gedanken gemacht. Ich weiß, dass sie das gelassen ertragen, vor allem, wenn ich in ihrer Nähe bin. Und genau so war es dann auch.

    Ich muss ihnen nur kurz signalisieren, dass alles in Ordnung ist, dann senken sich die Köpfe wieder auf die Polster, und sie schlafen trotz des Feuerwerkslärms weiter. Es ist ohnehin nicht übermäßig viel oder laut.

    Ich habe mir eine Erkältung zugezogen, die begonnen hat, als Myles abgeflogen ist, und die sich seitdem täglich verschlimmert. Heute, an Silvester, habe ich mir deshalb noch schnell Medikamente in der Apotheke besorgt – und das war auch gut so. Die Medikamente sind mir völlig unbekannt, und der Apothekenbesuch war insgesamt eine andere Erfahrung als gewohnt. Hustenbonbons gab es nicht, Hustensaft ebenfalls nicht. Stattdessen habe ich große, viereckige Pastillen bekommen, die eigenartig schmecken, aber erstaunlich wirksam sind.

    Als ich dann die KI zu den Erkältungstabletten befrage, die ich erhalten habe, erklärt sie mir, dass ich diese abends nicht einnehmen soll, da sie den Schlaf beeinträchtigen können. Und nein, ich kann sie auch nicht mehr um 17:00 Uhr einnehmen. Aber gut – das ist zumindest eine hilfreiche Information.

    Watson hat sich am Nachmittag am Auge verletzt, und es sieht fürchterlich aus. Ich weiß nicht genau, wie es passiert ist. Am Nachmittag saßen wir draußen, um ein paar Sonnenstrahlen zu genießen, die für gefühlte zwanzig Minuten hervorkamen. Dabei bin ich kurz eingenickt, denn meine Erkältung setzt mir deutlich zu.

    Irgendwann höre ich meine italienische Nachbarin, die ohnehin für eine permanente Geräuschkulisse sorgt, mehrfach „Señora“ rufen. Offenbar meint sie mich. Als ich mich halb umdrehe, sehe ich, wie sie Watson, der trotz Leine etwa einen Meter auf ihren Stellplatz geraten ist, wegzuscheuchen versucht. Es wirkt sogar so, als würde sie nach ihm treten.

    Natürlich hat sie recht: Watson durfte nicht auf ihrem Stellplatz sein. Seine Leine hatte sich jedoch verheddert, er kam nicht mehr weg und weinte jämmerlich. Ich löse die Leine und ziehe ihn zu mir herüber. Etwa fünf Minuten später bemerke ich, dass sein Auge blutet. Ob er sich an der Hecke verletzt hat oder ob es schon vorher passiert ist, kann ich nicht sagen.

    Ich nehme ihn mit ins Wohnmobil und gebe ihm ein paar Leckerlis, etwas Leberpastete und anschließend Futter. Alles nimmt er bereitwillig an – ein gutes Zeichen. Trotzdem sieht es schlimm aus, und ich beobachte, dass er mit dem verletzten Auge offenbar nicht richtig sehen kann. Ich mache mir große Sorgen.

    Nachdem er sich den Bauch vollgeschlagen hat, geht er auf seinen Lieblingsstuhl, rollt sich zusammen und schläft ein. Für den Moment erscheint mir das als die beste Lösung.

    Gegen elf Uhr nachts wacht er auf und möchte hinaus. Ich muss ihm erklären, dass das nicht geht – nicht mit diesem Auge. Er protestiert so energisch, dass ich lachen muss, und erkläre ihm noch ein paar Mal ruhig, dass das nicht funktionieren wird. Mit jedem Versuch wird sein Widerstand etwas leiser. Beim ersten Mal hatte ich leider die Kamera nicht griffbereit.

    Das Wetter ist regnerisch und deutlich zu kühl.
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  • Alarmstufe rot

    4. tammikuuta, Espanja ⋅ 🌧 13 °C

    Das zweite Mal, seit ich hier bin, schellt mein Handy Alarmstufe rot. Aber die Wirklichkeit sieht besser aus. Besser heißt: Dauerregen, Starkregen, aber kein Zeichen von Überflutung. Winde von 70 km/h. Aber wir scheinen hier hinter dem kleinen Hügel windgeschützter zu sein, als die Angaben es sind. Allerdings müssen wir durch knöchelhohe Pfützen waden, als Bryan und ich zum Gassi gehen gehen. Gott sei Dank hab ich meine Croqs an und keine Socken.

    Dabei ist meine Erkältung endlich besser geworden, wenn sich auch der Husten noch nicht abgeklärt hat.

    Kurz vor Mitternacht als ich das letzte Mal mit Bryan rausgehe, gehe ich noch rüber zur Brücke vom Rio Totalan, der Rambla, neben der der Stellplatz ist. Er führt ein bisschen Wasser, nicht viel und keine nennenswerte Strömung. Das ist das zweite Mal in sechs Jahren (und beides mal dieses Jahr), dass ich überhaupt Wasser dort gesehen habe. Es stehen immer noch Autos daneben geparkt, aber nicht mehr in der Mitte.
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  • Sonnenschein

    5. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 13 °C

    Der Grund, warum man 2500 km nach Andalusien fährt: Sonnenschein und Wärme im Winter. Heute soll es 17 °C werden und die Sonne scheint auch schon. Keine Minute zu früh, denn Watson hat Hüttenfieber, was ich bei ihm in Hyperaktivität ausdrückt und da er ja nun eine Sibirische Waldkatze ist, springt er dann vom Badezimmer in einem Satz auf die Couch der Dinette von da auf die Kopfstütze des Pilotensitzes und von da aufs Bett. Und dann das ganze rückwärts dafür sind eben nur zwei oder drei Sprünge notwendig. Es ist erstaunlich, ihn zu beobachten, wie ein mit einer Pfote am Hubbett hängt und sich hochschwingt. Aber genauso erstaunlich ist es ihn vor dem Wohnmobil liegen zu sehen, an der Leine natürlich, und die großen Hunde zu betrachten und beobachten die vorbeigehen. Manche der Hundebesitzer sind nicht sehr gescheit und lassen dann ihren großen Hund an der Leine, aber trotzdem, immer näher an Watson kommen, der seelenruhig da liegt. Allerdings springt dann sein Leibwächter namens Bryan ein, der es gar nicht cool findet, wenn jemand seinen Hund in Nähe von Watson lässt. (Ich finde es auch nicht sehr cool).

    In einer Woche brechen wir hier unsere Zelte ab und werden uns auf den langsamen Weg in den Norden machen. Ich bin schon seit einiger Zeit unruhig fünf Wochen an einem Platz ist extrem lange für mich und ich habe Hummeln. Gleichzeitig möchte ich nicht abfahren. Ich weiß, dass dies der wärmste Platz Europas ist und jeder Kilometer in den Norden bringt mich einen Schritt näher in die Kälte. Letztes Jahr sind wir fast im April gefahren und es war so fürchterlich kalt in Deutschland aber ich muss zurück. Die Arbeiten am Haus müssen weitergehen.

    Meine Freundin Heidi hat mich eingeladen mit ihr noch nach Marbella zu fahren und dort beim großen Straßenmarkt in der Nähe zwei Tage zu übernachten aber ich weiß, dass ich nach Norden fahren muss und dieser Schlenker nach Süden ist nicht die richtige Richtung für mich, auch wenn es nur zwei Tage sind und ich diese Zeit hätte.
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  • Tierarzt und Apotheke

    8. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 16 °C

    Ivo und Bryan benötigen Impfungen, ich will in die Apotheke. Hier, in Cala Del Moral ist alles fußläufig erreichbar, etwas was ich sehr zu schätzen weiß, ebenso wie das kleine, ursprünglich andalusische Stadtbild mit nur einigen Touristen.

    Es behaupten ja viele, das in Spanien alles billiger ist, was nicht meinen Beobachtungen entspricht. Meine Lieblingsschokolade kostet hier doppelt so viel wie in Deutschland. Hundefutter, Katzenfutter und Katzenstreu sind auch wesentlich teurer. Tatsächlich ist es billiger es aus Deutschland schicken zu lassen UND das Porto zu zahlen.

    Der Tierarzt, d.h. die Impfungen kosten ungefähr dasselbe—ich lasse 200€ beim Tierarzt für die 3 Impfungen.

    Ja, Diesel und Benzin ist günstiger und einige andere Dinge auch. Aber viele sind erheblich teurer. Bei manchen „Dienstleistungen“ frage ich mich, ob es 2 Preislisten gibt: eine für Einheimische…

    Sicher ist, dass es viel bequemer ist hier zum Tierarzt zu gehen. Man geht hin, kommt dran und geht wieder und nur 20 Minuten sind vergangen. Und alle waren freundlich. Kaum zu glauben, dass dies möglich ist.

    Allerdings bemerke ich abends beim Eintragen in den Impfkalender, den ich führe, dass diesmal bei Ivo die Katzenleukämieimpfung vergessen wurde. Das letzte Mal war es bei Watson bei einer deutschen Tierärztin. Es gibt also keine großen Unterschiede. Also werde ich morgen mit Ivo nochmals zum Tierarzt gehen.
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  • Tierarzt zum Zweiten

    9. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 14 °C

    Meine Freundin Heidi fährt heute ab und weiter nach Marbella wo sie morgen den großen Markt in Puerto Banus besuchen will. Danach will sie sich durch Andalusien treiben lassen und wieder danach hierher zurückkehren.

    Wir gehen zum Tierarzt und lassen die Katzenleukämiespritze nachholen. Danach setzen wir uns in den Windschatten des anderen Wohnmobils auf unserem Stellplatz, wo nur morgens die Sonne scheint. Watson braucht diese Zeit wenn ich draußen sitze, denn nur dann entspannt er sich draußen und Ivo schaut zur offenen Tür raus. Bryan wedelt die Nachbarn an und bietet seine Dienste als Schmuser an.

    Watson springt mir auf den Schoß, etwas was er fast nur draußen macht, und räkelt sich gemütlich. Ich versuche ihm die Zeit zu geben, die er braucht, denn das Wetter ist oft so hässlich oder zumindest kalt/windig, dass wir viel drinnen sind. Und natürlich sind die Katzen drinnen, wenn ich mit Bryan spazieren gehe oder wenn wir einkaufen gehen auch wenn ich nach Malaga rein fahre, müssen die Katzen im Wohnmobil bleiben.

    Am Nachmittag ist es stark windig, circa 50 km/h und der Wind kommt von Norden, was die Temperatur wesentlich abkühlt, obwohl es eigentlich gute 17° C oder 18° C sind.

    Ich muss in 2 Wochen in Deutschland sein.
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  • Rincón de la Victoria

    10. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir haben 17 °C, es ist relativ angenehm und Samstag — alles ist auf der Strandpromenade und die Restaurants sind voll.

    In Alsfeld soll es -10° C haben, aber sehr zu meinem Glück liegt kein tiefer Schnee, denn trotz aller Bemühungen war ich nicht in der Lage, jemanden zu finden, der bei mir am Haus Schnee schaufeln oder die Gehwege frei räumen würde.

    Da wir in 2-3 Tagen abfahren werden, überprüfe ich die Vorräte, so dass ich nicht beim ersten Stopp gleich unterwegs nach irgendetwas suchen muss, besonders falls ich mich an dem Stellplatz nicht auskenne. Mein Beifahrer (Bryan) ist leider nicht sehr geschickt im Karten lesen oder Supermarkt auf dem Weg zu finden. Also muss das vorher geplant werden.

    Ich überlege mir schon die ganze Zeit die Route, die ich fahren oder besser gesagt, die ich nicht fahren, und welche Stellplätze ich anfahren möchte. Ich würde mir gerne Zeit lassen und neue Stellplätze anfahren, aber ich habe bereits entschieden, dass ich Cabo de Gata nicht dazu gehört. Es wird wirklich Zeit, sich die España Discovery Karte anzusehen, ich habe heute meine Mitgliedschaft verlängert, so dass ich Zugang zur App habe.

    Ich wollte mit der Drohne fliegen, aber ein Blick auf die Drohnenwetter App zeigt mir, dass der KP Wert einen Wahnsinnswert von 6,3 KP hat. Bei diesem Wert funktioniert das GPS nicht zuverlässig und über dem Meer zu fliegen wäre schierer Irrsinn. Alles über 3KP ist gefährlich. Kein Wunder, dass in Deutschland Polarlichter zu sehen sind.
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  • Sonntag ist Waschtag

    11. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 14 °C

    Das war schon bei meiner Mutter so, während meine Tante Eva am Sonntag für die ganze Woche gekocht hat. Meine Mutter war nicht sehr einfallsreich beim Kochen, was wahrscheinlich etwas damit zu tun hatte, dass sie ihre Teenagerjahre auf der Flucht von Königsberg nach Sangerhausen und dann nach Albstadt Ebingen verbracht hat. Sie kochte immer wieder dieselben sieben Gerichte, die sie aus dem Schulkochbuch von Doktor Oetker kannte. Es war also vorgegeben, dass ich kochen lernen musste, sobald ich dazu in der Lage war, denn niemand wollte die gleichen Gerichte immer weiter essen.

    Aber heute ist Waschtag und es ist die Bettwäsche von Myles zusätzlich zu meiner zu waschen, mindestens zehn Kilo, die ich auf zwei Waschmaschinen verteilen muss, aber dann in einem Trockner trocknen kann. Trotz allem muss man sich in die Schlange derjenigen, die waschen, einreihen und darauf warten, bis deren Wäsche gewaschen und getrocknet ist. Es ist 16:30 Uhr, als ich endlich fertig bin, denn das Bett musste ja auch noch bezogen werden.

    Vor- und hinterher ein ausgiebiger Spaziergang mit Bryan von je einer Stunde und der Tag ist vorbei. Jedenfalls das Tageslicht, denn irgendwie muss man zwischendrin noch kochen, essen, und abwaschen, die Matratze absaugen und sonstige Kleinigkeiten, die einem noch einfallen.

    Heute war ein schöner warmer Tag mit nicht viel von den kalten Winden, die uns die letzten Wochen geplagt haben. Der Spaziergang mit Bryan macht wirklich Spaß. Morgens gehe ich an den Höhlen hier vorbei, die so aussehen, als ob sie zu mindestens am Fuß einmal bewohnt waren. Dicke Gitter schützen vor dem Besuchen der einzelnen Höhlen und feste Grundmauern stehen noch im Gebüsch. Auch die kleine Gärten kann man noch erkennen von Kulturrosen, die gepflanzt worden sind, zu Früchte tragenden Bäumen und auch einer runden Zisterne, die sorgfältig abgedeckt wurde, damit niemand hineinfallen kann. Ich habe schon Google durchsucht, konnte aber nichts zu den Höhlen finden.

    Ich muss gestehen, seit Heidi nicht mehr da ist, sind meine Spaziergänger tatsächlich das: Spaziergänge eben und nicht das einkehren in einem Restaurant, das eigentlich das Ziel des Ganzen ist. Aber es macht mir nichts aus. Die Strandpromenade ist voll von Kindern, Hunden, Leuten: Familien, die gemeinsam ausgehen, ich empfinde das als wunderbar und würde mir in Deutschland etwas ähnliches wünschen.

    In Alsfeld hat der Marder uns zu Hause besucht und diesmal relativ früh in der Nacht schon kurz nach Mitternacht. Er inspiziert sogar die Kamera, die ihn filmt.
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  • Umzüge

    12. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 15 °C

    Da der Stellplatz hier immer voll ausgebucht ist, ziehe ich zur Zeit jeden Tag um, denn ich habe Tage angehängt, um auf ein Paket mit Medikamenten aus Deutschland zu warten. Wieder so ist. Das Paket hat sich verzögert und verzögert sich auch weiter. Donnerstag fahre ich egal ob es hier ist oder nicht.

    Gestern hatte ich dann äGlück: ich bin Nachbarin eines sehr netten Herrn geworden, der mir meinen Fernseher repariert hat oder um genau zu gehen mein Satellitenempfänger. Dafür war ich wirklich dankbar, denn ich hatte schon Alden angeschrieben und wollte auf der Rückfahrt bei Alden Hauptquartier Frankreich vorbeifahren.

    Allerdings haben sie auf meine E-Mail nicht geantwortet. Es stand ein französischer Telefonanruf bevor, aber jetzt hat sich das eventuell erledigt.
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  • Verzögerung der Heimfahrt

    14. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich bin immer noch hier und hüpfe jeden Tag auf einen anderen Platz und warte auf meine Medikamente. Heute wurde mir dann mitgeteilt, dass die Medikamente eventuell erst am 17. hier sein würden, und wenn nicht, dann würde man mir das Geld erstatten. Das behebt nicht, dass ich die Medikamente eigentlich für die Rückfahrt wollte.

    Aber ein wunderbares Toastlaster ist, dass ich morgen einen Platz in der ersten Reihe habe und noch einmal diese wundervolle Aussicht genießen kann. Man muss das Positive sehen.

    Gepackt hatte ich schon heute Garage aufgeräumt, staub gesaugt, Geräte aufgeladen. Alles diese Dinge, die ich unterwegs griffbereit und ready to go haben möchte. Und ich bin inzwischen extrem effizient im Umziehen zu einem anderen Platz. Es gibt Schlimmeres als einen Tag länger in der Wärme zu bleiben.
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  • Am frühen Morgen

    15. tammikuuta, Espanja ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Platz, auf den wir heute müssen, ist noch nicht frei. Also machen Bryan und ich einen ausgiebigen, frühen Morgenspaziergang. Aus welchen Gründen auch immer sind wir um 7:00 Uhr aufgewacht und ich habe mich entschlossen aufzustehen, trotzdem machen wir uns erst nach dem Sonnenaufgang auf den Weg. Sonnenaufgang ist hier zur Zeit um 8:30 Uhr.

    Als wir zurückkommen, ist unser Platz frei: erste Reihe hurra, ich genieße die erste Reihe. Manche andere behaupten, da wären zu viele Gaffer, aber ich glaube, wenn man sich selbst nicht so wichtig nimmt, dann laufen die Leute hier nur am Stellplatz vorbei und schauen uns nicht mal an. Hier, 100 m vor dem Stellplatz, ist auch das Ende der Strandpromenade. Mir gefällt es prima.
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  • Ein anderer früher Morgen

    16. tammikuuta, Espanja ⋅ 🌧 12 °C

    Heute hilft auch früh aufstehen nichts. Es regnet. Wir wollten heute losfahren, aber unser Päckchen treibt sich immer noch in Malaga herum. Ich ergattere wieder mal den letzten Stellplatz und werde auch wieder mal umziehen müssen: zurück für den Platz, den ich vorgestern verlassen habe. Ist nicht schlimm, denn inzwischen habe ich nur noch zwei Sachen reinzuholen: den Starlink und das Elektrokabel und ich bin inzwischen so gut da drin, dass ich die nicht mal ausstecke, sondern einfach den Stecker am Sicherungskasten ziehe, alles ins Auto lege, umsetze und in den nächsten Sicherungskasten einstecke. Gestern fragte mich der Nachfolger auf meinem Platz, ob ich jetzt noch eine halbe Stunde brauchen würde, da mein Folgeplatz frei geworden war. Ich habe nur gelacht: ich brauche keine 5 Minuten: das gute ist, ich habe jetzt Routine. Aber dann lassen mich die netten Damen vom Empfang wissen, dass ich doch mal einen Platz behalten darf. Jemand anderes wollte ihn nicht oder wollte zu mindestens nicht umziehen. Ich finde das prima, denn dieser Platz gefällt mir gut.

    Watson findet das Wetter überhaupt nicht toll. Er wollte heute Morgen um 7:00 Uhr raus und ich habe die Tür aufgemacht und er ist rausgegangen, war aber nach weniger als 5 Minuten wieder mauzend vor der Tür.

    Gestern hat er eine kleine, schwarzhaarige Schönheit von einer Katze angeschleppt, die sich lautstark unter dem Wohnmobil beschwerte, dass ich’s ihr nicht sofort Futter servieren würde. Er war ein bisschen verwundert über das Ganze und eigentlich dann am Schluss erleichtert, als ich in rein rief, dass er diesen Konflikt hinter sich lassen konnte.

    Wie man auf dem Bild sehen kann, starrt er jetzt zum Fenster hinaus und fragt sich, was das Ganze soll. Ich hatte auf Delfine gehofft, die ich auf dieser Reise schon zweimal hier gesehen habe, und hatte sogar die Kamera vorbereitet und griffbereit liegen, und einen Rundflug mit der Drohne. Aber gestern Nachmittag setzten die Fallwinde ein und zwar schlagartig und sehr kalt und nicht vorhergesehen. Da war es dann Zeit nach drinnen zu gehen und einen Mittagsschlaf zu halten. Danach sind Bryan und ich noch mal zu Carrefour, um die Vorräte nochmals aufzustocken, da wir ja ganz offensichtlich noch einen weiteren Tag bleiben werden.

    Anstatt Delfinen sehen wir dann ganz fantastische Wellen und das windgepeitschte Mittelmeer.
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  • In der Nähe von Totana

    17. tammikuuta, Espanja ⋅ ☁️ 7 °C

    Meine Medizin wurde nach Deutschland zurückgeschickt. Angeblich hatte der Stellplatz die Annahme verweigert. Das stimmte so aber nicht, das wussten wir alle. Also stand meiner Abreise nach Deutschland nichts mehr im Weg. Wir wurden mit „Gute Reise“-Wünschen auf dem Stellplatz verabschiedet. Der Vorteil kleiner Stellplätze ist, dass man sich kennt.

    Ich hatte mir meinen Zielstellplatz mithilfe der KI herausgesucht, aber wie so häufig irrte sie sich bei den Kilometerangaben. Ich gab die GPS-Koordinaten ins Navi ein und fuhr los, ohne weiter nachzusehen. Als ich kurz hinter Granada noch einmal alles überprüfte, sah ich, dass mein Ziel über 600 Kilometer entfernt war. Das ist nicht lustig und hätte mir nicht passieren dürfen, denn mein Beifahrer – in diesem Fall Watson – ist schlecht darin, Karten oder andere Details zu lesen. Wie so oft war natürlich kein Autobahnparkplatz in Sicht. Die sind in Spanien eine Rarität.

    Ich beschloss also, weiterzufahren, bis ich müde würde, und dann irgendwo abzufahren, um mir einen Stellplatz zu suchen. Nicht meine bevorzugte Methode, aber die Standardmethode bei Menschen, die zu zweit unterwegs sind.

    Es ist Samstag und wir haben die Strecke über Granada gewählt und dachten schon, dass es dort kühler sein würde. Allerdings hatte ich nicht mit Schneeregen, 1 °C und Schnee auf beiden Seiten der Fahrbahn gerechnet, auch wenn es wenig ist. Die Straßenglättewarnung blinkte mir vom Armaturenbrett entgegen. Aber es hat eben auch Vorteile, wenn man 4,8 Tonnen wiegt. Unsere Straßenhaftung ist extrem gut.

    In Lorca fuhr ich an einer Tankstelle rechts raus und begann, nach Stellplätzen zu suchen. Der Stellplatz in Lorca war vollkommen belegt. Kein Wunder, denn Camping-Car-Park verlangt dort immer noch nur einen Euro pro Übernachtung bei voller Ver- und Entsorgung. Der Stellplatz direkt an der Autobahn in Totana gefiel mir nicht. Es ist ein riesiger asphaltierter Parkplatz und kostet 13 € mit Strom, aber das war mir egal.

    Beim nächsten Stellplatz fuhr eine Französin in ziemlich rasantem Tempo vor mir her, ich direkt hinter ihr. Dann verfuhr sie sich und musste zurücksetzen. Ich war höflich und ließ sie wieder vor mir einscheren und links abbiegen. Das war ein Fehler, denn sie war die Letzte, die auf diesem Stellplatz noch angenommen wurde. Ich sah zwar selbst eine mögliche Parkmöglichkeit, doch mir wurde gesagt, der Untergrund sei zu weich, dort könne man nicht stehen, obwohl er genauso geschottert aussah wie der Rest. Sie werden es wissen, auch wenn es für mich nicht so aussah.

    Ich wurde weitergeschickt und man empfahl mir, einen Platz in den Bergen anzufahren: das Heiligtum Santa Eulalia in Totana, Sierra de Espuña. Der Platz ist bei park4night gelistet und sieht sehr schön aus. Als Erstes fiel auf, dass Google mich über Schleichwege führen wollte, für mein Fahrzeug völlig ungeeignet. Ein netter Passant gab mir schließlich genaue Anweisungen, wie ich fahren sollte: bis zum nächsten Stoppschild, dann rechts, anschließend eine stark S-kurvige Straße in die Berge hinauf. Kurz darauf erschien auch eine Warnung: Bergstraße, Vorsicht, Geschwindigkeit verringern.

    Oben stand nur ein kleiner Kastenwagen mit niederländischem Kennzeichen. Ein Stellplatz ist es nicht, aber für eine Nacht würde es gehen. Es ist kalt hier oben, in der Nacht geht die Temperatur auf 4 °C herunter. Es ist einsam genug, dass ich die Katzen hinauslassen könnte, aber als ich einen Uhu rufen höre, überlege ich es mir anders. Es sieht nach einem guten Gelände für Uhus aus. Zwar läuft nachts eine einheimische Katze über den Parkplatz, aber ich nehme an, sie kennt sich mit den örtlichen Gegebenheiten aus. Watson hingegen würde mit seiner Neugier wahrscheinlich den Wald hinauf laufen, der direkt hinter dem Wohnmobil beginnt.

    Am Morgen ist es immer noch kalt, aber als die Sonne herauskommt, stehen wir in wunderschönem Sonnenschein auf einem wirklich tollen Platz.
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  • Dénia

    18. tammikuuta, Espanja ⋅ ⛅ 12 °C

    Meine Internetverbindung ist unterwegs extrem schlecht, da wir im Regen unterwegs sind, keinen Strom haben, und die Stellplätze schlammig sind.

    Wir haben eine holprige Anreise gehabt, da ich verschiedene Stellplätze unterwegs anfahren wollte und nicht gemerkt habe, dass der Stellplatz in Vall d’Ebo auf gefühlten 2000 Höhenmetern liegen muss, und dass die 12 km Anfahrtstraße nicht nur 8 % Steigung, sondern auch extreme Serpentinen hat. Zusätzlich ist die Straße circa 4 m breit zwar mit einem Mittelstreifen, aber Bobby mit seinen zwei Spiegeln passte auf keine der beiden Bahnen.

    Man hat atemberaubende Ausblicke und zwar im wörtlichen Sinne. Ich habe nicht oft Höhenangst, aber da hab ich manchmal in den Abgrund geschaut. Auf der ersten möglichen Ausweichstelle, auf der ich umdrehen konnte, circa 4 km vom Ziel, habe ich dann umgedreht und bin tapfer mittig auf der Fahrbahn wieder runtergefahren, solange ich sehen konnte, dass mir kein Auto entgegen kam. Auf der ganzen Fahrt hoch und runter sind mir zehn Autos entgegengekommen, Gott sei Dank, kein anderer Camper oder Wohnmobil, die meisten klein, aber die Fahrer von kleinen Autos sind oft unsicherer, als die Fahrer von Wohnmobilen gewöhnt sind. Auch entgegengekommen ist mir ein Pick-up, dessen Fahrer sich allerdings sehr souverän verhalten hat und es war einfach an ihm vorbeizukommen. Ich habe aufgeatmet, als ich wieder von dieser Straße runter war, und hätte mir etwas detailliertere Beschreibung der Anfahrt gewünscht.

    Der Stellplatz ist in Campercontact und alles, was ich dort lesen konnte, war, dass die Zufahrtstraße zwar etwas eng sei, allerdings wären die Stellplätze sehr großzügig. Unter Zufahrtstraße verstehe ich etwas, dass maximal 3 km lang ist nicht eine 12 km lange Serpentinenstraße, auf der man beten muss, dass einem kein anderes Wohnmobil entgegenkommt. Denn Rückwärtsfahren war aufgrund der extremen Serpentinen auch sehr problematisch.
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  • Barcelona

    19. tammikuuta, Espanja ⋅ 🌧 12 °C

    Die letzten beiden Tage waren eine Schlammschlacht, sowohl in Dénia als auch hier in Barcelona. Ich wäre gerne in Dénia geblieben und hätte mir die Stadt angeschaut, denn der Stellplatz lag eigentlich stadtnah. Der stetig weiter fallende Regen machte den Platz jedoch zunehmend gefährlich, vor allem mit Blick auf das spätere Wegfahren.

    Mein Platznachbar blieb letzte Nacht beim Wegfahren mitten in einer Pfütze stecken. Er hängte seinen Anhänger ab und schaffte es, rückwärts aus der Pfütze herauszukommen, fuhr dann aber vorwärts in die nächste Pfütze. Dort blieb er schließlich die ganze Nacht stecken, weil er nicht mehr herauskam.

    Ich war sprachlos, als ich das beobachtete, denn ich wäre nie in eine zweite Pfütze gefahren, ohne zu wissen, wie tief sie ist. Ganz ehrlich: Auch ich habe gemerkt, wie einer meiner Vorderreifen kurz durchgedreht hat. Damit war klar, dass ich so früh wie möglich am Morgen wegfahren musste, bevor der Platz noch weiter aufweicht.

    Eigentlich wollte ich in Barcelona ebenfalls einen Freisteherplatz anfahren, wusste aber bereits von Bildern, dass dieser sehr schlammig sein würde. Zufällig lag die Anfahrt nahe bei einem Campingplatz, den ich noch aus Corona-Zeiten kannte. Ich bin kurzerhand dorthin gefahren, in der Hoffnung, dass ich vielleicht auch die Katzen hinauslassen könnte, die nun schon den dritten Abend keinen Freigang hatten. Aber auch hier ist es relativ schlammig, und es regnet durchgehend.

    Am Tag unserer Abfahrt aus Barcelona stürzte infolge des Unwetters eine Brücke ein und fiel auf die Bahngleise, was zu einem schweren Zugunglück mit Toten und Verletzten führte.
    Drei Tage zuvor, zum Zeitpunkt unserer Abreise aus Málaga, war es bereits auf der Strecke Málaga–Madrid zu einem Zugunglück mit 44 Toten und über 130 Verletzten gekommen.
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