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Bootslife 2026

Une aventure de 274 jours par BootshundFiete & Timo En savoir plus
  • Naturanleger bei Capestang

    9–10 avr., France ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute sind wir gegen Mittag losgefahren – unsere Trinkwasservorräte mussten langsam wieder aufgefüllt werden. Ziel war Capestang, denn dort gibt es einen Lidl und auch einen Baumarkt. Beides konnten wir gut gebrauchen: Lebensmittel natürlich, aber auch Werkzeug. Nachdem uns gestern beim Bohren für unsere Sonnenschutzfenster direkt eine Schraube abgebrochen ist (die wir zum Glück wieder rausbekommen haben!), war klar, dass wir nochmal nachrüsten müssen – mit einem passenden Bohrer zum Vorbohren, einem ordentlichen Gewindeschneider, Kabeln und Schneidfett. Immerhin stehen noch rund 60 Löcher an… 🙈
    Schon am Morgen war abzusehen, dass es heute richtig warm wird – wir kratzen das erste Mal in diesem Jahr an den 30 Grad. Kurz vorm Ablegen haben wir noch versucht, unsere Hupe wieder zum Laufen zu bringen, aber leider ohne Erfolg.
    Dann ging’s los. Kurz vor dem Tunnel wurde es nochmal etwas eng: Ein Mietboot und ein Hotelschiff lagen dort, während uns noch ein weiteres Mietboot entgegenkam. Ein kleines Nadelöhr, aber wir haben die Situation gut gemeistert. Der Tunnel selbst war mit seinen etwa 160 Metern dann überhaupt kein Problem.
    Die Weiterfahrt war dafür umso schöner. Man merkt hier richtig, dass der Canal du Midi höher verläuft – immer wieder hatten wir tolle Ausblicke über das Tal, richtig beeindruckend.
    In Capestang wurde es dann nochmal spannend: Dort gibt es eine der niedrigsten Brücken auf der Strecke. Aber alles halb so wild – wir sind problemlos durchgepasst.
    Kurz hinter dem Ort haben wir schließlich einen wunderschönen Liegeplatz gefunden: in einer Kurve, unter einem Baum, mit richtig schönem Schatten. Wir sind ganz allein hier, es ist herrlich ruhig – und mit dem Fahrrad sind es gerade mal etwa 2,5 km bis zum Lidl.
    Am Abend sind wir dann noch mit den Fahrrädern zum Lidl gefahren, um einzukaufen. All unsere Getränkevorräte waren leer. Die kurze geplante Strecke wurde dann doch etwas länger, weil google maps uns wege vorgeschlagen hat, welche garnicht existierten. Aber hat alles trotzdem gut geklappt. Als wir zurück beim Boot ankamen, wurde ich allerdings direkt wieder von Mücken „begrüßt“ 😄 – und zwar ziemlich gnadenlos. Kaum stand man kurz still, waren sie auch schon da.
    Später, in der Dämmerung, haben wir dann noch etwas ganz Besonderes gemacht: Wir haben vorne auf der Spitze vom Boot draußen geduscht. Mit dem warmen Abendlicht, der Ruhe um uns herum und dem Blick aufs Wasser war das einfach herrlich – so ein kleiner Moment, der sich richtig gut angefühlt hat 🌅🚿🚤
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  • Oppidum d'Ensérune und Archäologiemuseum

    8 avril, France ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute haben wir ganz entspannt in den Tag gestartet: ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt und uns in aller Ruhe fertig gemacht. So ein Morgen auf unserer Bootsreise fühlt sich einfach richtig gut an.
    Gegen Mittag sind wir dann zu Fuß hinauf zum Oppidum d'Ensérune und zum Archäologisches Museum Ensérune gelaufen. Es war typisches Frühlingswetter – angenehm warm, aber noch nicht drückend heiß. Trotzdem: kurze Hose war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Überall entlang des Weges hat es geblüht – bunte Blumen, frisches Grün, alles wirkte lebendig und leicht. Der Frühling zeigt sich hier gerade wirklich von seiner allerschönsten Seite.
    Oben angekommen wurden wir mit einem tollen Ausblick und spannender Geschichte belohnt. Die Ausgrabungsstätte zeigt eine alte Siedlung aus vorchristlicher Zeit, und im Museum bekommt man einen richtig guten Eindruck davon, wie die Menschen hier früher gelebt haben – mit vielen Funden aus dem Alltag.
    Besonders beeindruckend war der Blick auf den Étang de Montady. Der ehemalige See wurde schon im Mittelalter trockengelegt und wird heute landwirtschaftlich genutzt. Das Verrückte: Die Felder sind sternförmig angelegt und laufen alle auf einen zentralen Punkt zu. Von oben sieht das total faszinierend aus – fast wie ein riesiges Muster in der Landschaft.
    Im hinteren Teil der Ausgrabungsstätte hatten wir allerdings mit einer ganz anderen „Attraktion“ zu kämpfen: Unmengen an Mücken! Die haben uns wirklich komplett zerstochen. Erst weiter oben, in der Nähe des Museums, wurde es zum Glück deutlich besser.
    Trotzdem war es ein richtig schöner Ausflug – entspannt gestartet, viel gesehen und wieder ein besonderer Ort, den wir entdecken durften.
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  • Naturanleger bei Colombiers

    7–9 avr., France ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach dem aufregenden Start in den Tag mit der Schleusentreppe sind wir noch ein gutes Stück weitergefahren. Irgendwann war aber klar: Heute wollen wir einfach nur noch irgendwo in der Natur anlegen und die Ruhe genießen.
    Kurz hinter Colombiers, kurz vor dem Tunnel, haben wir dann genau so einen Platz gefunden. Eine richtig schöne, ruhige Stelle – mit einem Stück Spundwand, perfekt zum Anlegen, ganz ohne Gestrüpp. Manchmal hat man einfach Glück.
    Hier haben wir sogar noch ein zweites Luxus-Hotelschiff gesehen.
    Der Ort selbst ist auch nicht weit entfernt, sodass wir ganz entspannt mit den Fahrrädern zum Einkaufen fahren können – besser geht’s eigentlich nicht.
    Abends haben wir es uns dann einfach gemacht: die restlichen Baguettestücke und den Aufschnitt gegessen – ganz schlicht, aber genau richtig nach so einem Tag. Timo ist noch eine große Runde mit Fiete gegangen, während ich mir ein bisschen Ruhe gegönnt und einfach entspannt habe.
    Und heute gab es noch eine kleine Premiere: Zum ersten Mal dieses Jahr hat Timo draußen geduscht 😄 Ein Grund dafür war, dass wir aktuell nicht so einfach unsere Dusche abpumpen können, aber bei den warmen Temperaturen war das gar kein Problem – im Gegenteil, es war sogar richtig angenehm. Fiete hat dabei auch gleich seine Abkühlung bekommen.
    An diesem Ort bleiben wir jetzt erst einmal ein paar Nächte. Wir möchten unseren Sonnenschutz noch anbringen und haben auch ein bisschen Papierkram zu erledigen. Timo arbeitet außerdem noch an der Zeichnung für das Haus unserer Freunde. Außerdem haben wir unsere neue Abwasserpumpe bestellt, auf die wir noch warten müssen – wir haben also ein bisschen Zeit und können alles ganz entspannt angehen lassen.
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  • Schleusentreppe von Fonserannes

    7 avril, France ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute war ein richtig aufregender Tag!
    Wir sind ganz entspannt in den Morgen gestartet, haben noch den Müll weggebracht und Wasser getankt, bevor wir uns auf den Weg Richtung Schleusentreppe von Fonserannes gemacht haben. Diese Schleusentreppe ist wirklich etwas Besonderes: Sie besteht aus mehreren hintereinanderliegenden Schleusenkammern und überwindet insgesamt einen ordentlichen Höhenunterschied. Früher waren es sogar acht Kammern, heute sind es noch sieben, die wie eine Treppe angeordnet sind – ein echtes Meisterwerk aus der Zeit des Canal du Midi.
    Auf dem Weg dorthin kommt man auch über das Pont-canal de l'Orb, ein Aquädukt, auf dem der Kanal einfach über den Fluss Orb hinweggeführt wird. Darüber zu fahren ist schon ziemlich beeindruckend – man gleitet quasi mit dem Boot über eine Brücke, während unter einem der Fluss fließt.
    Wir dachten zuerst, wir hätten Glück und könnten ganz alleine schleusen, ohne die Mietboote – aber daraus wurde leider nichts 😄 Kurz vor der großen Schleuse hat sich noch ein weiteres Boot vor uns geschoben. Die Schleuse aus dem Hafen von Béziers zur Schleusentreppe hatte es auch direkt in sich: ganze sechs Meter Höhenunterschied!
    Wir waren als Erste drin, und das Mietboot hinter uns hatte sichtbar Schwierigkeiten. Ganz ehrlich – wir hatten ein bisschen Sorge, dass sie uns in der Schleusentreppe rammen könnten. Deshalb haben wir nach der Schleuse, noch vor dem Aquädukt, angelegt. Ich bin eine kleine Runde mit Fiete gegangen, und wir haben das andere Boot vorgelassen.
    Unsere Hoffnung: die Schleusentreppe dann doch noch für uns allein zu haben. Und immerhin – die Fahrt über das Aquädukt konnten wir ganz entspannt alleine genießen. Das war wirklich ein besonderer Moment.
    Kurz vor der Schleusentreppe dann die Überraschung: Das andere Boot wartete auf uns. Also doch gemeinsam schleusen 😅 Diesmal waren wir aber hinten – zum Glück! So konnten wir genug Abstand halten, und alles lief deutlich entspannter.
    Das Schleusen selbst war super aufregend. Es wurden immer zwei Kammern gleichzeitig geflutet, was ziemlich beeindruckend zu beobachten war. Alles hat auch gut geklappt – naja, fast alles: Zwei unserer Wäscheklammern sind leider der Schleusentreppe zum Opfer gefallen, weil wir mit der Reling etwas zu nah an die Wand gekommen sind. Aber das ging ganz klar auf unsere Kappe.
    Trotzdem: Es hat richtig Spaß gemacht und war definitiv eines der spannendsten Erlebnisse bisher auf unserer Reise 🚤
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  • Die Schleusentreppe und Abendspaziergang

    6 avril, France ⋅ ☀️ 18 °C

    Am Abend haben wir noch einen kleinen Spaziergang zur Schleusentreppe von Fonserannes und zum Pont-canal de l'Orb gemacht. Das Licht war einfach wunderschön – warm, weich und mit diesem besonderen Abendlicht, was alles noch ein bisschen ruhiger wirken lässt.
    Dabei haben wir die Schleusentreppe zum allerersten Mal gesehen – und das in diesem besonderen Abendlicht, fast ganz still. Es war beeindruckend, sie so ruhig vor uns zu sehen, bevor wir sie am nächsten Tag selbst befahren würden.
    Auch das Aquädukt lag ruhig vor uns, und wir konnten in Ruhe einen ersten Eindruck davon bekommen, was uns morgen erwartet. Es war irgendwie schön, alles einmal ganz entspannt auf sich wirken zu lassen, ohne den Trubel des Schleusens.
    Auch den SonnenKönig haben wir wieder entdeckt.
    Der Blick über die Anlage im Abendlicht war wirklich beeindruckend, und dieser Moment hat den Tag perfekt abgerundet 🌅🚤
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  • Béziers

    6–7 avr., France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute haben wir erstmal ausgeschlafen und alles ganz ruhig angehen lassen – genau so ein Morgen, wie man ihn sich wünscht.
    Kurz bevor wir ablegen wollten, kam aus der Schleuse das Luxushotelschiff MS Roi Soleil. Ein wirklich beeindruckendes Schiff – und mit einem Wochenpreis von rund 33.000 € auch in einer ganz anderen Liga unterwegs. An Bord waren nur fünf ältere Amerikanerinnen, die kurz hinter uns am Steg aussteigen wollten, um zu ihren Ausflügen zu gelangen.
    Dafür mussten wir mit unserem Boot ein Stück zurücksetzen. Aber der Kapitän und die Gästebetreuerin waren unglaublich nett. Und als kleines Dankeschön – und weil Timo das Buffet so bewundert hat 😄 – haben wir tatsächlich einen ganzen Korb mit süßen Frühstücksköstlichkeiten bekommen. Total lieb und wirklich richtig lecker!
    Danach haben wir noch einmal den Motor überprüft und unser Zelt abgebaut. Da das Hotelschiff vor uns weiterfuhr und ziemlich langsam unterwegs ist, haben wir uns noch etwas Zeit gelassen: gemütlich gefrühstückt und mit Fiete eine Runde gedreht, bevor es dann auch für uns weiterging.
    Die Fahrt bis nach Béziers war einfach wunderschön. Eigentlich wollten wir noch weiterfahren, aber spontan haben wir uns in der Schleuse umentschieden und beschlossen, eine Nacht im Hafen zu bleiben.
    Dort haben wir hinter einem sympathischen Schweizer Pärchen festgemacht, das hier überwintert hat. Sie planen, bald Richtung Norden aufzubrechen – Paris steht dieses Jahr ganz oben auf ihrer Bucketlist.
    Am Abend haben wir noch die Stadt erkundet, die uns richtig gut gefallen hat. Der Park ist wunderschön, und auch die Kathedrale ist wirklich beeindruckend. Die Markthalle sah ebenfalls toll aus – leider hatte sie schon geschlossen, als wir dort ankamen.
    Wir haben uns dann noch einen Aperol in der Stadt gegönnt und einfach diesen Moment genossen – dieses Leben, unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und sich treiben zu lassen.
    Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch einen Amerikaner kennengelernt, der ebenfalls hier überwintert hat. Er möchte den Canal du Midi bis nach Toulouse fahren und dort künftig seinen Winterliegeplatz haben. Es ist also gut möglich, dass wir ihm auf unserer Reise nochmal begegnen.
    Ein rundum schöner Tag – voller kleiner Begegnungen, spontaner Entscheidungen und diesem Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein 🚤✨
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  • Portiragnes

    4–6 avr., France ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute Morgen sind Jule und ich noch schnell über den Markt in Frontignan gegangen. Wir haben frische Orangen für den Aperol gekauft und herrlich duftende Tomaten – genau so, wie man es sich hier wünscht. In einer Bäckerei haben wir uns noch verschiedene Baguettes geholt und ganz frische, noch warme Pain au Chocolat. Zurück an Bord haben wir in Ruhe gefrühstückt, nochmal 100 Liter Wasser getankt und sind dann ganz entspannt losgefahren – Richtung Canal du Midi.
    Zuerst ging es noch ein Stück über den Canal du Rhône à Sète. Dabei ist uns aufgefallen, wie viele alte, teilweise verlassene Boote am Rand liegen – irgendwie faszinierend und gleichzeitig ein bisschen traurig.
    Dann kam der große Étang de Thau mit seinen Austernbänken. Die Navigation war hier gar nicht so einfach, da die Bojen nur sehr spärlich gesetzt sind. Aber wir haben die Fahrrinne gut gefunden und sind sicher durchgekommen. Entlang der Austernbänke zu fahren war schon etwas Besonderes. Trotzdem hatte ich wieder ein leicht mulmiges Gefühl – ich merke einfach, dass ich größere, offene und etwas welligere Gewässer nicht so gerne mag.
    Und dann kam dieser Moment… die Einfahrt in den Canal du Midi. So lange haben Timo und ich davon geträumt – und jetzt sind wir tatsächlich hier, mit unserem eigenen Boot. Die kleine Tinka hat uns wirklich den ganzen Weg von Holland bis hierher gebracht. Ein richtig emotionaler Moment.
    Am Anfang des Kanals stehen sogar noch ein paar Platanen – ein schöner erster Eindruck. In Agde haben wir die berühmte Rundschleuse ganz alleine passiert, konnten dort aber leider keinen passenden Liegeplatz finden. Also sind wir weitergefahren bis vor die Schleuse in Portiragnes.
    Dort haben wir festgemacht – und es ist ein perfekter Ort für den nächsten Tag: Der Flughafen Flughafen Béziers Cap d’Agde ist nur etwa 4 km entfernt. Ideal für Jule und Kurt, die uns morgen leider schon wieder verlassen.
    Zum Glück haben wir auch direkt einen Flughafenshuttle aus dem Ort gefunden – er holt die beiden morgen um 12 Uhr direkt am Boot ab und bringt sie zum Flughafen. Besser hätte es kaum laufen können.
    Abends sind wir noch durch den Ort gelaufen und haben ein Restaurant entdeckt, in dem es richtig gute Pizza gab – ein schöner Abschluss für diesen besonderen Tag 🍕🚤✨
    Am nächsten Morgen in Portiragnes hieß es leider Abschied nehmen – und das ausgerechnet an Ostersonntag. Der Flughafenshuttle hat Jule und Kurt pünktlich um zwölf Uhr direkt am Boot abgeholt. Ein komisches Gefühl – eben noch gemeinsam unterwegs, und plötzlich ist es wieder deutlich ruhiger an Bord.
    Die beiden hatten uns sogar noch eine richtig liebe Kleinigkeit dagelassen: Aus ihrem 3D-Drucker haben sie einen kleinen Osterhasen gemacht, in dem eine Rocher-Kugel steckte – wirklich eine unfassbar schöne und persönliche Überraschung. Und auch beim Bäcker gab es passend zu Ostern etwas Besonderes: Baguettes mit kleinen Hasenohren – einfach herrlich.
    Nach dem Abschied haben wir uns erstmal ein bisschen sortiert. Das Boot wurde aufgeräumt, alles wieder an seinen Platz gebracht, einmal durchgesaugt – so ein kleiner Reset tut immer gut. Anschließend haben wir es ruhig angehen lassen, eine große Runde mit Fiete gedreht und nebenbei schon die weitere Route geplant.
    Allerdings gab es auch einen kleinen Dämpfer: Wir haben festgestellt, dass unsere Fäkalienpumpe, die den Tank abpumpt, leider defekt ist. Das bedeutet im Moment, dass wir unsere Dusche nicht mehr richtig nutzen können, da das Abwasser nicht abgepumpt wird und der Tank vermutlich schon ziemlich voll ist.
    Also wieder ein kleines Technik-Thema auf der Liste – gehört irgendwie dazu auf so einer Reise. Zum Glück haben wir ja inzwischen gelernt, die Dinge Schritt für Schritt anzugehen 🚤🔧✨
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  • Frontignan

    3–4 avr., France ⋅ 🌬 20 °C

    Die Jungs waren pünktlich fertig mit dem neuen Stromumwandler, sodass wir wie geplant um halb drei ablegen konnten. Unser Ziel war Frontignan – genauer gesagt die Brücke kurz davor, die nur zweimal am Tag öffnet: morgens um 9:30 Uhr oder nachmittags um 16 Uhr. Da wir gerne noch am selben Tag durchwollten, war klar: Wir peilen die Öffnung um 16 Uhr an und verbringen die Nacht im Hafen.
    Die Strecke dorthin war richtig schön. Auf der einen Seite das Mittelmeer, auf der anderen der Étang – diese besondere Landschaft hat einfach ihren ganz eigenen Charme. Unterwegs sind wir sogar noch an André und Dominika vorbeigefahren und konnten ihnen ein letztes Mal zuwinken.
    Wir waren am Ende sogar etwa zwanzig Minuten zu früh an der Brücke, haben kurz angelegt und die Gelegenheit genutzt, unseren Müll zu entsorgen. Dann ging es auch schon los: Punkt 16 Uhr setzte sich die Brücke in Bewegung – ganz langsam hob sie sich, und wir konnten in den Hafen einfahren und festmachen.
    Dort gab es direkt alles, was wir brauchten: Am Automaten konnten wir Wasser auffüllen und Strom beziehen. Perfekt, um gleich den neuen Landstromanschluss zu testen - Kurt war zufrieden.
    Anschließend sind wir noch eine Runde durch die Stadt gegangen, bevor wir zurück an Bord sind und gemeinsam gegessen haben. Es gab Lauchgemüse mit den restlichen Bouletten von gestern – einfach und richtig gut.
    Dazu haben wir den Weißwein von dem Weingut bei der Kathedrale von Maguelone getrunken, den Jule mittags mitgenommen hatten. Und der war wirklich richtig lecker. Da waren wir uns schnell einig: Auf dem Rückweg müssen wir dort unbedingt nochmal anhalten und uns ein paar Flaschen mitnehmen 🍷🚤✨
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  • Cathédrale de Maguelone

    3 avril, France ⋅ 🌬 14 °C

    Heute haben wir die Kathedrale von Maguelone besucht – eine wirklich außergewöhnlich schöne Anlage. Die Kathedrale liegt abgeschieden auf einer schmalen Halbinsel zwischen Lagunen und dem Mittelmeer und wirkt dadurch fast wie eine eigene kleine Welt. Sie stammt aus dem Mittelalter und war früher ein bedeutender Bischofssitz in der Region. Heute ist sie vor allem ein Ort der Ruhe, umgeben von Natur, Weinbergen und weiter Landschaft.
    Nur Jule und ich haben diesen Ausflug gemacht – die Jungs waren währenddessen an Bord und mit dem Einbau des neuen Stromumwandlers beschäftigt.
    Besonders beeindruckend war die Atmosphäre vor Ort: Zwischen den alten Mauern und Wegen haben wir sogar Pfauen gesehen – einen ganz normalen blauen und tatsächlich auch einen weißen. Der weiße Pfau war wirklich unfassbar faszinierend und hat diesen ohnehin schon besonderen Ort noch ein Stück magischer wirken lassen.
    Nach dem Rundgang sind wir noch bis zum Strand gelaufen, um dem Mittelmeer Hallo zu sagen. Dort haben wir lange auf einem Baumstamm gesessen, einfach geschaut, geatmet und den Moment genossen – mit Blick aufs Meer und dieser ganz besonderen Ruhe.
    Auf dem Rückweg sind wir wieder an der Kathedrale vorbeigekommen. Eigentlich wollten wir dort noch einen Kaffee trinken, aber als wir ankamen, war gerade Mittagspause und es gab nur Getränke zum Mitnehmen. Also eher kurz und unkompliziert.
    Jule hat dann noch eine Flasche Weißwein von dem dort produzierten Wein mitgenommen – perfekt für den Abend an Bord. Danach sind wir wieder zurück zum Boot gelaufen, zufrieden und voller schöner Eindrücke von diesem besonderen Ort
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  • Maguelone

    2–3 avr., France ⋅ 🌬 16 °C

    Am Abend sind wir bei Maguelone angekommen – schon im Halbdunkeln, aber das Anlegen hat trotzdem gut geklappt. Dieser Anleger ist deutlich ruhiger und sicherer, hier ist keine böse Stufe unter Wasser. Kaum festgemacht, gab es erstmal Essen: Bouletten im Dunkeln 😄 Danach roch allerdings das ganze Boot danach – wirklich überall lag dieser herzhafte Duft in der Luft.
    Wir haben noch versucht, ein bisschen aufzuräumen, und sind dann in eine eigentlich ruhige Nacht gestartet… wenn da nicht die Hitze gewesen wäre. Es war unglaublich warm hinten in der Kajüte. Die Heizung lief noch, und trotz aller drei offenen Fenster wurde es einfach nicht besser. Irgendwann, gegen drei Uhr nachts, haben wir uns dann endlich dazu entschlossen, die Heizung auszumachen.
    Kurz nach sieben war die Nacht dann endgültig vorbei – Kurt hat den ersten Kaffee gemacht, und damit waren wir alle wach. Oben an Deck haben wir gemeinsam den Morgen genossen, während Kurt eigentlich schon beim Frühstück war und es kaum erwarten konnte, den Stromumwandler zu installieren.
    Jule und ich sind in der Zeit mit Fiete eine große Runde gegangen und haben die Gegend erkundet. Wir kamen an der beeindruckenden Kathedrale von Maguelone vorbei und auch an einem Weingut – eine richtig schöne, ruhige Ecke.
    Da wir heute erst gegen halb drei los mussten – unser Ziel war Frontignan, und die Brücke öffnet erst um 16 Uhr – hatten wir genug Zeit. Kurt und Timo haben den neuen, größeren Stromumwandler eingebaut und installiert. Alles lief glatt, und sie waren rechtzeitig fertig, sodass wir wie geplant um halb drei ablegen konnten.
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  • Palavas-les-Flots

    2 avril, France ⋅ 🌬 17 °C

    Nach dem Ablegen haben wir uns erst einmal einen kleinen Snack gemacht – und natürlich durfte der erste Aperol an Bord nicht fehlen. Es gab frisches Baguette mit Aioli und Pesto, dazu Tomaten und Rucola – einfach, aber richtig lecker. Ein schöner Moment: endlich wieder unterwegs, alles läuft, die Tinka fährt ruhig und zuverlässig, und auch der Wind hat im Vergleich zu den letzten Tagen deutlich nachgelassen.
    Heute waren wir noch in vertrauter Umgebung unterwegs. Für die Nacht haben wir in Palavas-les-Flots angelegt. Von dort sind wir nochmal von Bord gegangen und haben den Ort ein bisschen erkundet. Wir sind durch den Hafen geschlendert und sogar bis zum Mittelmeer gelaufen – immer wieder schön, das Meer zu sehen.
    Eigentlich hatten wir überlegt, noch etwas in der Stadt trinken zu gehen, aber irgendwie hat es sich richtiger angefühlt, den Abend auf dem Boot ausklingen zu lassen. Also sind wir zurück an Bord.
    Dort haben wir dann allerdings gemerkt, dass wir nicht ganz optimal lagen. Immer wieder sind wir gegen die unteren Stufen vom Steg gestoßen, und auch der Wind hat uns ständig dagegen gedrückt. Also haben wir kurzerhand beschlossen, nochmal ein Stück weiterzufahren und uns einen besseren, ruhigeren Liegeplatz zu suchen.
    Das Ablegen war dann nochmal ein kleines Abenteuer für sich: Der Wind hat uns ordentlich gegen die Mauer gedrückt, und es war gar nicht so einfach, frei zu kommen. Aber mit ein bisschen Geduld hat es schließlich geklappt. Direkt danach wurde es nochmal eng – zwischen dem Beiboot eines Berufsschiffers vor uns und unserer Persenning. Wir waren wirklich ziemlich nah dran, aber zum Glück ist alles gut gegangen.
    Kurz bevor es dunkel wurde, haben wir dann unseren neuen Liegeplatz erreicht. Deutlich ruhiger, sicherer – und genau richtig, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen 🌅🚤
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  • Abfahrt in Aigues-Mortes

    2 avril, France ⋅ 🌬 17 °C

    So beginnt sie also – unsere Bootsreise 2026. Endlich geht es wieder los, endlich sind wir wieder unterwegs.
    Den Winter haben wir in Aigues-Mortes verbracht, und auch wenn es dort eine richtig schöne Zeit war, fühlt sich das Ablegen immer ganz besonders an. Die letzten Tage waren noch ziemlich stürmisch, aber heute hat der Wind deutlich nachgelassen – als hätte das Wetter gewusst, dass es für uns losgeht.
    Timo ist morgens schon mit Eeuwe, dem Holländer von der „Barolo“, nach Béziers gefahren, um Jule und Kurt vom Flughafen abzuholen. Ich habe die Zeit genutzt, um mich um ein paar Dinge an Bord zu kümmern. Dabei stand auch Aioli auf dem Programm – und sagen wir mal so: Es gibt definitiv Angenehmeres, als morgens um 9 Uhr Aioli abzuschmecken 😄
    Außerdem habe ich noch Kartoffeln für Fiete gekocht und bin schnell mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren. Frisches Baguette, Croissants, Pain au Chocolat und Pain au Suisse durften natürlich nicht fehlen – schließlich wollten wir Jule und Kurt standesgemäß auf französische Art begrüßen. Für den Nachmittag habe ich noch eine kleine Auswahl an Kuchen besorgt.
    Anschließend das Bad noch geputzt und gerade als ich anfangen wollte, das Hackfleisch für die Bouletten vorzubereiten, sind die beiden auch schon angekommen. Es war richtig schön, sie hier zu begrüßen.
    Wir sind dann noch gemeinsam um die Stadtmauer und durch die Stadt gelaufen und haben auf dem Marktplatz unseren ersten Aperol getrunken. Ein perfekter Start in diese neue Etappe.
    Zurück an Bord haben wir alles vorbereitet, nochmal kontrolliert und uns schließlich verabschiedet – von den Freunden, die wir über den Winter hier kennengelernt haben. Clara und Lukas werden in einer Woche mit ihrem Katamaran aufs Mittelmeer aufbrechen, und André und Dominika sind sogar schon gestern losgefahren.
    Und dann kam dieser Moment: um 14:14 Uhr Leinen los. Ein bisschen Aufregung, ein bisschen Wehmut – aber vor allem ganz viel Vorfreude. Jetzt beginnen sie wieder, die neuen Abenteuer 🚤✨
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    Début du voyage
    2 avril 2026