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Rundreise! Nord Europa

Petualangan 163-sehari oleh René & Sonja Baca selengkapnya
  • Umeå (Degernäs)

    7 Januari, Swedia ⋅ 🌫 -8 °C

    🌳 Die Sage von den Birken von Umeå

    Vor langer Zeit, als Umeå noch eine kleine Stadt aus Holz war und der Wind frei vom Meer her über den Fluss Umeälven zog, lebten die Menschen in ständiger Furcht vor dem Feuer. Denn was der Wind bringen konnte, das konnte er auch wieder nehmen.

    Eines Sommers, so erzählt man sich, kam ein gewaltiger Brand über die Stadt. Die Flammen sprangen von Haus zu Haus, und selbst der Fluss schien machtlos gegen das wütende Feuer. Als die Menschen verzweifelt am Ufer standen, erschien eine alte Frau, in einen grauen Mantel gehüllt. Manche sagten später, sie sei eine Waldhüterin, andere glaubten, sie sei der Geist des Landes selbst gewesen.

    Die Alte sprach:

    „Baut eure Stadt neu, doch gebt dem Feuer keinen freien Weg. Pflanzt Birken zwischen euch und die Flammen, denn die Birke trägt das Gedächtnis des Wassers in sich.“

    Die Menschen hörten auf ihren Rat. Als sie Umeå wieder aufbauten, pflanzten sie Birkenreihen entlang der Straßen. Die weißen Stämme standen wie Wächter, und ihre Blätter flüsterten im Wind.

    Viele Jahre später, als erneut Funken über die Dächer flogen, erzählte man sich, dass der Wind schwächer wurde, sobald er die Birken erreichte. Die Flammen verloren ihre Kraft, und die Stadt blieb verschont. Seit jener Zeit nennt man Umeå die Stadt der Birken, und man sagt:

    Solange die Birken stehen und rauschen, wird Umeå nicht untergehen.

    Und noch heute, wenn der Wind durch die Straßen zieht, glauben manche, in ihrem Rauschen die Stimme der alten Frau zu hören – eine Erinnerung daran, dass die Stadt unter dem Schutz der Birken steht.
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  • Fahren nach Sundsvall 🤗

    9 Januari, Swedia ⋅ ☁️ -5 °C

    Die Wintersage von Sundsvall

    Der Winter hatte Sundsvall fest im Griff. Schnee lag schwer auf den steinernen Häusern der Stadt, und der Fluss Selångersån war zu einer stillen, weißen Straße erstarrt. Nur das Knirschen von Schritten durchbrach die Ruhe der langen Polarnacht.

    In einer kleinen Werkstatt nahe des Hafens lebte Erik, ein alter Holzschnitzer. Man sagte, er könne dem Holz Erinnerungen entlocken. An kalten Abenden saß er am Fenster, während der Nordwind heulte, und schnitzte kleine Figuren aus Treibholz, das das Meer im Herbst angespült hatte.

    Eines Nachts, als das Nordlicht grün über den Himmel tanzte, klopfte es an seine Tür. Draußen stand ein Kind, ganz in Weiß gekleidet, als wäre es aus Schnee gemacht.
    „Die Stadt friert“, sagte es leise. „Nicht aus Kälte, sondern aus Vergessen.“

    Erik verstand. Er nahm die letzte Figur, die er geschnitzt hatte — ein kleines Haus aus Stein — und stellte sie auf den Marktplatz. Als der Morgen kam, erzählten die Menschen einander wieder Geschichten: vom großen Brand, vom Wiederaufbau, von Mut und Zusammenhalt.

    Der Frost blieb, doch die Kälte wich aus den Herzen.
    Und wenn im Winter heute das Nordlicht über Sundsvall erscheint, sagen die Alten:
    Dann wandert das Schneekind durch die Straßen und prüft, ob die Stadt sich noch erinnert.
    ❄️❄️❄️🌨️❄️❄️❄️🌨️❄️❄️❄️🌨️
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  • Nordlichter 😏🧐

    11 Januari, Swedia ⋅ ⛅ -13 °C

    Eigentlich wollte ich heute nichts posten. Der Tag in Sundsvall war ruhig, fast schon abgeschlossen, und ich hatte mir fest vorgenommen, einfach abzuschalten.
    Doch dann passierte es.

    Über Sundsvall begann der Himmel zu leuchten.
    Erst ganz sanft, dann immer deutlicher – grüne Schleier, die sich über die Stadt legten und langsam tanzten. Nordlichter. Genau hier. Genau jetzt.

    Ich stand draußen, sprachlos, mit diesem Gefühl, etwas Besonderes zu erleben. Etwas, das man nicht für sich behalten kann. Etwas, das man zeigen muss.
    Und mal ehrlich – wer möchte sie nicht sehen? 🤣😏

    Also doch das Handy gezückt. Nicht um zu posten, sondern um diesen Moment festzuhalten.
    Für uns in Sundsvall.
    Und für alle, die gerade nicht nach oben schauen konnten. ✨
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  • Ein Tag der nicht besser Enden Kann

    12 Januari, Swedia ⋅ ☁️ -6 °C

    Um Punkt 9 Uhr startet unsere Perle, das Womo, brav den Motor – Sundsvall liegt hinter uns, Uppsala ruft! Die E4 wird heute unser Zuhause auf Zeit, 307 Kilometer voller Aussicht, Pausen und guter Laune.

    Frühstück? Ach nöö… Hunger hatten wir keinen. Also wird das Ganze einfach auf „nach 12 Uhr“ verschoben 🕛 – schließlich sind wir im Urlaub 🤗. Zwischendurch gönnen wir uns kleine Pausen, vertreten die Beine und lassen unsere Perle ein bisschen verschnaufen.

    Natürlich darf der Pflichtstopp nicht fehlen: einkaufen 🛒 und Diesel tanken ⛽️, damit unsere rollende Diva weiter schnurrt und nicht plötzlich beschließt, Urlaub zu machen.

    Gegen 16 Uhr 🕓 rollen wir entspannt auf dem Campingplatz in Uppsala ein. Motor aus, Füße hoch, Urlaub an. Der Rest des Tages wird genossen, gelacht und ganz sicher nichts mehr getan 🤣🚐✨

    Am Abend lag etwas Besonderes in der Luft. Schon der Duft aus der Küche versprach mehr als nur ein Essen – er versprach Geborgenheit. Mein Schatz stand dort, mit dieser ruhigen Selbstverständlichkeit, als wäre es das Natürlichste der Welt, etwas Außergewöhnliches zu schaffen.

    Auf dem Teller dann ein kleines Wunder: zartes Rentierfilet, perfekt gegart, umhüllt von einer Sauce, die mit jedem Löffel Wärme und Tiefe schenkte. Daneben selbst gemachte Spätzle, goldgelb, weich und doch mit Biss, als hätten sie all die Sorgfalt in sich aufgenommen, mit der sie gemacht wurden. Und der Spinat – fein abgeschmeckt, grün und frisch – rundete alles ab wie ein leiser, harmonischer Akkord.

    Doch es war nicht nur der Geschmack. Es war das Gefühl, gesehen und beschenkt zu werden. Mit jedem Bissen wurde klar: Mein Schatz übertrifft sich immer wieder, nicht nur am Herd, sondern mit dem Herzen. Dieses Essen war ein Liebesbeweis, still und doch so deutlich.

    Dankeschön dafür – für die Mühe, die Leidenschaft und für diesen Moment, der noch lange nachklingt. 😍✨
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  • Stadt und Dom Besuch

    14 Januari, Swedia ⋅ 🌨 1 °C

    Die Sage vom heiligen König und dem Dom von Uppsala

    In alten Zeiten, als Schweden noch jung war und der Glaube neu im Land wurzelte, herrschte König Erik, ein gerechter und frommer Mann. Er liebte Frieden und Recht und scheute weder Mühe noch Gefahr, um sein Volk zu schützen.

    Eines Tages, so erzählt man, stand König Erik in Uppsala in der Kirche und hörte die heilige Messe. Doch Feinde hatten sich gegen ihn verschworen. Ungeduldig warteten sie draußen mit gezückten Schwertern. Als man Erik warnte und ihm riet zu fliehen, schüttelte er den Kopf.

    „Erst will ich Gott dienen“, sprach er, „dann mag geschehen, was geschehen soll.“

    Kaum hatte er die Kirche verlassen, stürzten sich die Männer auf ihn. Erik kämpfte tapfer, doch er wurde tödlich verwundet und sank zu Boden. In dem Augenblick, als sein Blut die Erde berührte, geschah ein Wunder: Aus dem Boden entsprang eine klare Quelle, hell und rein wie Kristall.

    Die Menschen sagten, diese Quelle sei heilig. Kranke wuschen sich darin und fanden Heilung, Blinde erhielten ihr Augenlicht zurück, und Verzweifelte schöpften neue Hoffnung. Bald pilgerten Menschen aus nah und fern nach Uppsala, um an der Stätte des gefallenen Königs zu beten.

    Viele Jahre später beschloss man, an diesem gesegneten Ort einen großen Dom zu errichten — höher als alle Kirchen zuvor, damit er bis in den Himmel reiche. Als die Mauern wuchsen und die Türme sich erhoben, flüsterten die Leute, der Geist des heiligen Königs wache noch immer über die Stadt.
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  • Uppsala ade Rettungsversuch ?

    15 Januari, Swedia ⋅ ☁️ 1 °C

    Nach gefühlt 100 Versuchen, unser widerspenstiges AdBlue-System zur Vernunft zu bringen, sollte es heute endlich so weit sein. Die bisherigen Werkstätten spielten alle das gleiche Lied: keine Zeit, keine Teile, Wartezeit bis Sankt Nimmerlein – bis zu zehn Tage 😅.

    Zum Glück hat sich die Mercedes-Hotline richtig ins Zeug gelegt und uns einen Termin in Skogås organisiert. Dort dann erst mal: Teile? Leider nein! Aber – Überraschung – bis 14 Uhr 🕑 sollten sie eintreffen. Und siehe da: Sie kamen tatsächlich! Ein kleines Wunder der modernen Logistik 🙏.

    Nach gut zwei Stunden Schrauben, Fluchen (vermutlich nicht von uns 😉) und Fachsimpelei war es geschafft: Die Heizungsleitung vom Tank bis zur Einspritzdüse wurde ersetzt. Jetzt hoffen wir, dass unser Perle das genauso gut findet wie wir und endlich wieder brav vor sich hinläuft 🚐💨.

    Ach ja, fast vergessen: Mercedes hat uns sogar das Mittagessen spendiert 👍🍽️
    Wenn schon Werkstattstress, dann bitte mit Gratis-Essen!

    Danach ging es entspannt weiter zum nächsten Stellplatz, nur 28 Kilometer entfernt nach Lida – eine Strecke, die man selbst mit leichtem AdBlue-Trauma noch locker schafft.

    Fazit des Tages: Repariert, satt und hoffentlich wieder sorgenfrei unterwegs 😄🍀
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  • Ab zum nächsten Stellplatz

    16 Januari, Swedia ⋅ ☁️ 3 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen vom Stellplatz Lida. Wir haben dort geschlafen wie die Murmeltiere – ruhig, gemütlich und viel zu kurz. Aber hilft ja nix: Die Straße ruft 🚐

    Ein bisschen Nervenkitzel ist heute auch dabei, denn unsere Perle (alias Womo) steht auf dem Prüfstand. Die große Frage des Tages: Hält die Reparatur, was sie versprochen hat, oder meldet sich die Technik wieder zu Wort? Spoiler vorweg: Sie benimmt sich vorbildlich 😉

    Zuerst rollen wir 17 Kilometer zurück auf die 226, dann geht’s bei Salem auf die E20. Über Södertälje wechseln wir auf die E4 und folgen ihr ganz entspannt Richtung Süden. Kilometer um Kilometer schnurrt unsere Perle vor sich hin – wir lauschen gespannt, aber: nichts. Keine Warnleuchte. Kein Piepen. Einfach Ruhe. Herrlich!

    Bei Söderköping verlassen wir die E4 und erreichen den wunderschönen Göta-Kanal. Von dort sind es nur noch ein paar letzte Kilometer bis zum Kanalanfang – und zu unserem heutigen Ziel.

    Unser Stellplatz liegt im traumhaften Stegeborg, mitten im St.-Anna-Archipel. Wasser, Natur, Idylle – genau das Richtige nach einer Fahrt von 199 Kilometern, die wir in gemütlichen 3 Stunden und 30 Minuten zurückgelegt haben.

    Fazit des Tages:
    ✔ Strecke geschafft
    ✔ Traumziel erreicht
    ✔ Keine Fehlermeldung

    Unsere Perle hat geliefert. Und wir? Wir sind glücklich, erleichtert und bereit, Stegeborg zu genießen 😄
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  • Stegeborgs Slottsruin

    17 Januari, Swedia ⋅ ☁️ 1 °C

    Die Sage vom verratenen Wächter der Burg Stegeborgs

    In der Zeit, als Burg Stegeborg noch uneinnehmbar schien, bewachte ein junger Mann namens Arvid nachts das Burgtor. Er war arm, aber treu – und er kannte jede Mauer, jeden Geheimgang der Festung.

    Ein feindlicher Herr versprach ihm Gold und ein neues Leben, wenn Arvid ihm den verborgenen Wasserweg zur Burg zeigen würde. Nach langem Ringen ließ sich der Wächter verführen und öffnete in einer nebligen Nacht das Tor.

    Doch kaum waren die Feinde eingedrungen, brach Feuer und Kampf aus. Viele starben, und die Burg wurde schwer beschädigt. Arvid aber erhielt nie seinen Lohn: Die Eindringlinge töteten ihn noch im Morgengrauen.

    Seit jener Nacht soll der Geist des verratenen Wächters auf den Mauern umhergehen. Wenn der Wind durch die Ruinen pfeift, klingt es, als klirrten Schlüssel. Man sagt, wer nachts dort ein leises „Kehr um“ hört, sollte sofort gehen – denn Arvid bewacht die Burg nun für immer, um seine Schuld zu sühnen.
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  • Vertrauen ist gut Kontrolle besser

    19 Januari, Swedia ⋅ ⛅ 0 °C

    Weiter ging’s nach Kalmar – Großkampftag: Reifenwechsel 🛞💥
    Runter mit den Spikereifen, rauf mit den Winterreifen. Schließlich wollen wir ja brav und gesetzestreu nach Deutschland 🇩🇪 zurückrollen… zumindest was die Reifen angeht 😏

    Die E22 zeigte sich von ihrer besten Seite: bewölkt, trocken, kaum Verkehr. Fast schon unheimlich. So entspannt, dass wir vor 12.30 Uhr 🕐 in Kalmar einrollten – und uns kurz fragten, ob wir irgendwas falsch gemacht hatten.

    Reifenwechsel? „Kein Problem!“ hieß es.
    Spoiler Nummer 1: Doch. 🤯😤

    Beim letzten Wechsel hatte offenbar jemand beschlossen, den Reifen 🛞 einem Belastungstest für Panzerfahrzeuge zu unterziehen. Ergebnis: Karkasse beleidigt, Luft beleidigt, Reifen beleidigt – undicht.
    Aber immerhin: Kein Diskutieren, kein Augenrollen – neuer Reifen. Allerdings musste der erst organisiert werden. Vermutlich per Brieftaube oder Rentierschlitten 🦌📦

    Zweieinhalb Stunden später (wir hätten in der Zeit locker eine Kaffeerösterei eröffnen können ☕😆) war es dann endlich so weit:
    Unsere Perle von Womo stand wieder auf allen Sechsen – äh, Rädern 🚐✨

    Die Radschrauben? Lasse ich natürlich niemandem durchgehen.
    Die ziehe ich selbst an. Mit Drehmomentschlüssel.
    240 Nm vorne, 180 Nm hinten.
    Nicht „ungefähr“, nicht „passt schon“ – sondern Werksangabe oder gar nicht 🔧😎
    Man will ja nicht, dass das Rad irgendwo Urlaub macht, wo wir nicht sind.

    Danach nur noch ein kurzes Stück zum Stellplatz in Kalmar.
    Reifen neu, Nerven halbwegs gerettet, Womo glücklich.
    Und wir? Müde, leicht genervt – aber wieder rollbereit 😜🛞

    Gefahren: 246 Kilometer
    Zeit: 3.23 Stunden
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  • Strasse nach Trelleborg Hafen

    20 Januari, Swedia ⋅ 🌙 -1 °C

    Nach dem Spaziergang sind wir ausreichend durchgelüftet und bereit für Großes. Also: Zündung an, Perle 😄🚐💨 schnurrt los und wir gondeln gemütlich über die E22 Richtung Trelleborg Hafen. Ziel des Abends: unser schwimmendes Schlafzimmer ⛴️😂

    Punkt 22 Uhr heißt es dann „Alle Mann an Bord“ – wir, die Perle und vermutlich noch ein paar andere Urlaubsgestalten mit ähnlichen Plänen. Luxus pur: schlafen, während man reist. Besser geht’s nicht 😎
    Morgen früh um 7 Uhr spuckt uns die Fähre geschniegelt, geschniegelt… na gut, zumindest angekommen, in Travemünde wieder aus 🕖.

    Bis dahin erledigen wir noch die wichtigen Dinge des Lebens: Einkäufe (mehr als geplant), Gas tanken ⛽️ (sehr wichtig!) und natürlich „dies und das“, was sich mysteriöserweise immer summiert 😏. Irgendwas ist ja immer.

    Alles ganz entspannt, ohne Zeitdruck – wir sind ja unterwegs, nicht auf der Flucht. Die Perle rollt, die Laune stimmt und das Abenteuer fährt einfach mit 🚐✨😄
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  • Travemünde - Herzberg

    21 Januari, Jerman ⋅ 🌙 0 °C

    In Herzberg am Südharz, dort wo der Wald dicht wird und der Nebel manchmal wie ein vergessener Gedanke zwischen den Bäumen hängt, gibt es einen Ort, den kaum jemand beim Namen nennt: die Einhorn-Hölle 🦄🔥.

    Man erzählt sich, dass sie nicht unter der Erde liegt, sondern daneben. Ein Schritt zu weit vom bekannten Weg, ein falscher Gedanke im Kopf – und schon verändert sich die Welt.

    Die Einhörner dort sind keine sanften Wesen aus Kinderbüchern. Ihre Mähnen glühen wie geschmolzenes Silber, ihre Augen leuchten bernsteinfarben, und ihre Hörner sind schwarz vom Ruß alter Flüche. Sie bewachen die Einhorn-Hölle nicht aus Bosheit, sondern aus Pflicht. Denn tief in Herzberg ist einst ein Wunsch zu stark gewesen.

    Vor langer Zeit lebte ein Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünschte als eine perfekte Welt. Rein. Schön. Schmerzfrei. Die Einhörner hörten ihren Wunsch – doch Magie, die keine Fehler erlaubt, wird grausam. Die perfekte Welt zerbrach, und aus ihren Scherben entstand die Einhorn-Hölle: ein Ort, an dem jeder verdrängte Wunsch weiterbrennt.

    Wer sich dorthin verirrt, hört zuerst das Wiehern. Kein Schrei, kein Lied – eher ein Echo von Hoffnung, die zu spät kam. Die Luft riecht nach Moos, Asche und Regen. Und doch ist es seltsam schön. Blumen wachsen dort aus schwarzer Erde, leuchten im Dunkeln und flüstern die Wahrheit über jene, die sie betrachten.

    Die Einhörner bestrafen nicht. Sie zeigen. Sie führen Wanderer zu Spiegeln aus Obsidian, in denen man sieht, was aus den eigenen Wünschen hätte werden können. Manche kehren gebrochen zurück. Andere still. Und wenige… geläutert.

    Noch heute sagt man in Herzberg:
    Wenn der Wald ungewöhnlich still ist und ein fernes Schnauben im Wind liegt, dann ist die Einhorn-Hölle wach. Und besser, man wünscht sich nichts – außer den Mut, mit dem zu leben, was ist. 🦄✨

    Die Fahrt heute war zügig, einfach ein kleines Stück schneller als sonst.
    Das Wetter spielte mit, klarer Himmel, ruhige Luft. Die Straße lag offen vor uns, als hätte sie es eilig, uns nach Hause zu bringen.

    Travemünde blieb hinter uns, Herzberg kam näher.
    330 Kilometer flossen vorbei, gleichmäßig, fast mühelos. Keine Hektik, nur dieses angenehme Gefühl von Vorankommen.

    Nach 3 Stunden und 57 Minuten war es geschafft.
    Eine gute Fahrt. Eine von denen, die man nicht vergisst, weil sie sich genau richtig angefühlt hat.
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  • Zu Hause 🏡

    23 Januari, Swiss ⋅ ☁️ 1 °C

    Wie die aufmerksamen Mitleser natürlich sofort bemerkt haben 😜:
    Seit Freitag stehen wir wieder brav zu Hause 🏠 – und ja… unsere schöne Winterreise ❄️ ist damit offiziell beendet. Der Alltag hat uns wieder. Er hat nicht mal geklopft.

    Unser Wohnmobil darf jetzt erstmal durchatmen. Pause, Wellness, Werkstatturlaub 🛠️😆
    Ein paar kleinere Mängel wollen behoben werden – denn selbst echte Perlen 💎 haben so ihre Wehwehchen. Man wird ja auch nicht jünger… weder Mensch noch Mobil 🤗

    Wie lange die Reparatur dauert? Keine Ahnung. Wir hoffen auf ein Happy End in wenigen Folgen 📺.

    Danke an euch alle fürs Mitreisen, Mitlachen und Mitfiebern!
    Wir wünschen euch Gesundheit, gute Nerven, volle Tanks und vor allem: immer eine unfallfreie Fahrt 🍀🚐

    Fortsetzung folgt… irgendwann… ganz sicher 😉
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    Akhir trip
    23 Januari 2026