Kings Canyon NP - Mist Falls
14. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 21 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir an das Ende der Straße in den Canyon. Von dort aus führt ein Wanderweg weiter entlang des Flusses bis zu den Mist Falls. Eine schöne Wanderung mit ausgezeichneten Blicken. Wir pausieren an den Mist Falls und gehen wieder zurück. Gerade als wir auf den Wanderweg abbiegen wollen, steht ein Bär direkt vor Thomas. Er schreit, wir rennen zurück und springen auf einen Stein um größer zu erscheinen. Auch wir schreien und wedeln heftig mit den Armen. Der Bär dreht ab und läuft gemütlich runter zum Fluß. Nur nicht eilig. Wir warnen die anderen Leute am Fluß und wandern zurück. Wir treffen die deutsche Familie vom Campingplatz, die etwas später dran sind. Sie haben den Bären leider nicht gesehen. Die Jungen bedauern es besonders. Nach dieser schönen Wanderung gehen wir noch zu einem Felsen am Fluß in den die jungen Leute springen. Nur Thomas geht im Fluß baden. Rebekka und mir ist der Bergfluß zu kalt. Wir fahren wieder zurück und essen oben auf der Passhöhe über dem Kings Canyon zu Abend. Uns hatte gestern bei der Anfahrt das Panorama so gut gefallen, dass wir dort zum Abendessen anhalten. Danach suchen wir uns einen schönen Stellplatz zwischen den Parkteilen. Dazwischen ist der Wald Public Land und so stellen wir uns auf eine kleine Lichtung mit Blick über die Bergen am Kings Canyon.Les mer
Kings Canyon NP Anreise und Grant Tree
13. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 25 °C
Weiter geht es zum Kings Canyon und Sequoia Nationalpark. Nach etwa 3 Stunden fahrt stehen wir am Eingang und besuchen zunächst das Visitor Center. Wir beschließen für die erste Nacht einen Campingplatz im Kings Canyon zu buchen und in der zweiten Nacht einen freien Stellplatz zwischen den beiden Parkteilen zu suchen. Dann besuchen wir den nahe gelegenen General Grant Tree. Er ist der zweitgrößte lebende Baum der Erde und wirklich eindrucksvoll. Wir wandern noch etwas durch den weitläufigen Park mit vielen hohen Sequoia Bäumen und fahren dann weiter in den Kings Canyon. Der Weg ist eine eindrucksvolle Panoramastraße. Wir fahren über einen hohen Pass hinab in den Canyon. Von der Passhöhe haben wir einen gigantischen Blick über die Berglandschaft. Der Weg runter führt im unteren Bereich an einem Bach entlang. Kurz vor dem Dunkelwerden erreichen wir den Campingplatz. Rebekka beschließt im Zelt zu schlafen und baut es auf, wir grillen und genießen den Abend. Doch dann ertönt lautes Hupen und Geschrei. Was ist das? Hat jemand Geburtstag? Aber nein, das Hupen kommt näher und wir hören die Leute „Bär“ schreien. Wir nehmen das nicht ernst, aber keine zwei Minuten später trottet ein Schwarzbär etwa 10 Meter von unserem Feuer entfernt vorbei. Wir bekommen einen Riesenschreck, rennen schnell in das Buschen und machen die Schiebetür zu. Ich schiebe mich aus dem Dachfenster über dem Bett raus und beobachte den Bären, der gemächlich weiter trottet. Was ein Schreck am Abend und Rebekka beschließt, heute doch nicht im Zelt zu nächtigen. Wir kehren ans Feuer zurück und unterhalten uns noch kurz mit unseren deutschen Stellplatznachbarn, deren drei kleine Kinder ganz aufgeregt sind. Wir laufen noch ein zweites Mal ins Buschen, da der Bär es so schön auf dem Campingplatz findet und sich weiter herumtreibt. Dann beschließen wir, den Abend zu beenden und gehen ins Bett. Wir werden noch zweimal in der Nacht von lautem Hupen und Schreien aufgeweckt. Der Bär ist wirklich hartnäckig.Les mer
Big Sur, nördlich des Erdrutsches
12. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 16 °C
Weiter geht’s nach Süden. Doch schon nach etwa 20 Kilometern sind wir am Ende der 1 angelangt. Ein Erdrutsch hat im Frühling einen Teil der 1 verschüttet und auch eine Brücke ins beschädigt. Die Reparaturen sind im vollen Gange, aber hier ist nun Schluß. Das bedeutet wir müssen wieder zurück und einen etwa 250 Kilometer langen Umweg fahren. Das ist echter Wahnsinn und die Reparaturarbeiten dauern voraussichtlich noch bis nächstes Jahr im Frühling. Das heißt dieser Erdrutsch hat hier für mehr als ein ganzes Jahr Menschen von ihren Arbeitsplätzen weggerissen, denn 250 km fährt man nicht an einem Tag zur Arbeit und Nachbarn und Verwandte weit voneinander entfernt. Das ist schon wirklich ein Einschnitt. Wir fahren zurück und gönnen uns noch einen Kaffee in einem wunderschönen Hotel mit Terrasse direkt über dem Meer und Blick über Big Sur. Dann fahren wir zurück nach Carmel und Richtung Kings Canyon Park. Auf dem Weg kaufen wir noch eine Stiege Mangos von einem Mexikaner und auch noch Avocados und Mangos. Kurz vor Sonnenuntergang wollen wir an einem Stellplatz an einem Stausee, finden aber nichts. Wir fahren weiter und bekommen einen wunderschönen Platz an einem See in einem State Park. Nach einem fahrreichen Tag gibt es ein schönes Abendessen und eine ruhige Nacht.Les mer
Carmel by the Sea/Mission, Point Lobos
11. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 14 °C
Wir wachen auf und haben einen vernebelten Blick über den schönen Strand von Carmel, der gestern in dem Sonnenuntergang so wunderbar beschienen worden ist. Wir frühstücken gemütlich und wundern uns, dass die Leute an uns vorbeigehen und immer an das Seitenfenster schauen, an dem wir den Rollo zugezogen haben. Als ich draußen schaue, hängt ein Zettel von einem Anwohner dran, dem es nicht gepasst hat, dass wir hier heute Nacht gestanden haben. Da aber keinerlei Verbotsschild dasteht, haben wir diesen wunderbare Sicht kostenlos genossen, obwohl dieser Anwohner bestimmt viel Geld für seine exklusive Lage am Meer gezahlt hat. So ein Ärger aber auch. Wir gehen über den Strand zur Kirche, welche einer der alten spanischen Missionskirchen ist. Die Lage oben auf dem Hügel ist wunderschön und die gesamte Missionsanlage auch. Zunächst besuchen wir den Gottesdienst in der Kirche die fast bis zum letzten Platz besetzt ist. Der Gottesdienst ist typisch katholisch, aber auch sehr unpersönlich. Nicht so wie in den kleinen freigemeindlichen Kirchen, welche wir sonst so besuchen. Nach dem Gottesdienst besichtigen wir den Innenhof der Mission mit den umliegenden Gebäuden, welche in der ursprünglichen Form von den Priestern und den bekehrten Indianern bewohnt wurde. Danach gehen wir im Gemeindezentrum noch einen Kaffee trinken. Aber auch das ist halb kommerziell und nicht persönlich. Spenden für den Kaffee werden erwartet, es stehen sogar Preise dran. Na dann. Wir bummeln noch durch das niedliche Örtchen Carmel, welches von Style und Flair auch in Maine liegen könnte. Dann fahren wir aus Carmel raus und besuchen das große Karmeliterinnen Kloster, welche hoch über dem Meer thront und eine große Kirche im Style der Renaissance. Wir können die Kirche von innen besuchen, welche sehr schlicht ist. Von Außen ist das Kloster von einer schönen Parkanlage umgeben, durch welche wir schlendern. Das Kloster selber ist geschlossen und von den Karmeliterinnen bekommen wir auch keine zu Gesicht. Wir fahren runter zur Küste und parken am Straßenrand. Rebekka hat uns eine schöne Wanderung rund um den Point Lobos rausgesucht. Diese ist wunderschön. Steile Felsküste, bewaldete Küstensäume, klares türkisfarbenes Wasser, dichte Seetangwiesen und unglaubliche Vielfalt an Meerestieren und Vögeln. Die Wanderung ist herrlich und das Wetter spielt auch mit. Es reßt auf und wird ein richtig sonniger Nachmittag. Wir fahren weiter auf der 1 Richtung Süden. Am Straßenrand finden wir einen schönen Stellplatz mit Sicht auf die Küste von Big Sur.Les mer
Monterey, 17 M Drive, Carmel by the Sea
10. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 17 °C
Nach einer ruhigen Nacht vor der Kirche suchen wir uns einen schöne Frühstücksplatz mit Blich aufs Meer. Wir landen bei den Natural Bridges in Santa Cruz. Dort hatten wir mit Philipp schon gestern einen kurzen Photostopp und es hatte uns ausgezeichnet gefallen. Wir Frühstücken gemütlich mit dem Pazifik vor dem Fenster des Wohnmobils. Herrlich. Danach besuchen wir einen lokalen Farmersmarkt und gönnen uns noch ein süßes Stückchen und einen Cappuccino. Weiter geht es nach Monerey. Wir halten och zwischendurch an einem mexikanischen Gemüsestand und kaufen ausgezeichnetes und ausnahmsweise günstiges Gemüse. Moterey selber ist sehr touristisch. Wir besuchen das Peer unter dem sich unzählige Seelöwen tummeln. Diese sind auch von der Strandpromenade aus zu beobachten. Von dort geht es weiter die Küste entlang Richtung Carmel. Wir machen einen Zwischenstopp und gönnen uns die andere Hälfte der Wassermelone. Diese sind hier besonders süß und lecker. Der 17 Miles Drive steht nun auf dem Programm. Die nächsten 17 Milen der Küste sind Naturschutzgebiet, Wir müssen Eintritt zahlen und können unzählige Stopps an der Küste entlang machen und die Meerestier und die Vögel beobachte. Das Naturschutzgebiet ist jedoch nur ein etwa 500 Meter breiter Streifen die Küste entlang. Dahinter liegen die weitläufigen Villen der Schönen und Reichen Californiens und natürlich auch besonders schöne Golfplätze, welche weltberühmt sind. Das Wetter ist wieder kalt und wolkig. Erst gegen Abend reißt es auf und die Sonne kommt raus. An unserem letzten Stopp mit der Insel auf der eine einsame und knorrige Pinie steht, geht der 17 Miles Drive zu Ende. Er war sehr sehenswert, aber durch das trübe Wetter nicht so beeindruckend. Hätte die Sonne das Meer türkisfarben gefärbt, hätten wir einen ganz anderen Eindruck gehabt. Wir fahren die Promenade in Carmel entlang und bekommen tatsächlich noch ganz am Ende einen ebenen Stellplatz direkt am Meer mit super Blick über den Strand von Carmel. Nach Spagetti mit Tomatensauce und einem guten Gläschen Rotwein, genießen wir den Sonnenuntergang direkt hinter diesem wunderbaren Strand. Dieser Stellplatz ist paradiesisch.Les mer
Highway 1 - Austern, Wale, Davenport
9. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 22 °C
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir auf und holen die Kinder am Zeltplatz ab. Sie haben bereits das Zelt zusammengebaut und meinen, dass die Nacht doch schon recht kühl war. Wir sind eben wieder zurück am Pazifik mit Temperaturen wie in San Francisco. Wir fahren an den nahegelegenen Strand von Aptos und frühstücken erst mal gemütlich. Erst spricht uns ein ausgewanderter Deutscher aus, der gerade eine Motorradtour durch Ecuador gemacht hat. Sehr interessant. Danach überfällt uns ein Pärchen, welches sich als Schwester und Bruder herausstellt. Die Dame beschallt uns in Rekordgeschwindigkeit, reißt mir mein Handy aus der Hand, markiert sehenswerte Punkte in Google und hinterlässt mir ihre Handynummer, für den Fall das wir etwas von ihr benötigen. Die Beiden waren sehr nett, aber auch sehr anstrengend. Weiter geht es die Küste hoch nach Norden. Philipp muss um 14 Uhr am Flughafen in San Francisco sein. Wir machen noch einige kurze Photostopps, eine kleine Klippenwanderung bei Davenport und ein Melonenpicknick an einem der Leuchttürme. Das Wetter ist sonnig und heiter, aber nicht allzu warm. Pünktlich liefern wir Philipp am Flughafen ab und steuern eine Lobster- und Austernbar hinter dem Flughafen an. Die Rezessionen in Google bewerten sie super. Wir haben auch Glück und bekommen jeder einen guten Lobster serviert. Dazu ein super leckeres frisch gebackenes Brötchen mit Butter und Coleslaw natürlich. Zum Nachtisch gönnen sich Thomas und Rebekka noch ein paar Austern und dann geht es frisch gestärkt wieder Richtung Pazifikküste, vom Sonnenschein wieder in die Wolkensuppe des Pazifiks. Wir machen einen kleine Spaziergang entlang des Devil’s Slide, dick eingepackt und frierend. Und dann sehen wir tatsächlich Wale draußen vor der Küste schwimmen. Sehr weit weg, aber immerhin. Sie stoßen große Fontänen aus und zeigen ihre Flossen und die Fluke. Das ist schon imposant. Wir fahren die Küste hoch und wollen eigentlich unseren geplanten Stellplatz in Davenport Hafen ansehen. Das sieht nicht so richtig passend aus. Also fahren wir nach Davenport, parken vor der Kirche und gehen erst mal in die örtliche Bar, welche Live Musik hat. Sehr schön und ein guter Wein dazu. Doch schon um 21:30 ist Ende und die Bar schliesst auch kurz danach. Wir beschließen vor der Kirche zu nächtigen, da es ruhig und eben ist und beenden den Abend.Les mer
Yosemite - Mariposa Cove bis Manresa
8. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 29 °C
Heute verlassen wir den wirklich atemberaubend schönen Yosemite Nationalpark. Auf dem Weg zum südlichen Ausgang machen wir noch einen letzten Stopp bei den Mariposa Cove Sequoias. Wir müssen aber leider am Parkplatz mit einem Bus zu dem Sequoias fahren. Also stellen wir uns in einer langen Schlange an. Der dritte Bus nimmt uns endlich mit und nach etwa 20 Minuten Fahrt sind wir da. Die Baumgiganten stehen an dieser Stelle des Parks dicht beieinander. Sie haben Jahrhunderte überlebt und sind mächtige Bäume, vom Umfang und von der Höhe. Der älteste ist der Grizzly Giant, welcher 3.000 Jahre alt und 209 feet (63 Meter ) hoch ist, einen Umfang von 28 Metern hat und aus 963 m³ Holz besteht. Darüber hinaus ist ein umgestürzter Sequoia Baum zu bestaunen, welcher ausgehöhlt ist und liegend einen begehbaren Tunnel von 2,50 Meter Höhe ergibt und etwa 80 Meter lang ist. Diese Bäume sind wahrlich Giganten des Waldes und beeindrucken zutiefst. Weiter geht es raus aus dem Yosemite Nationalpark Richtung Küste. Etwa 5 Stunden dauert die Fahrt und wir erreichen dann am späten Nachmittag Manresa Beach. Der Campingplatz hat keine Stellplätze für das Wohnmobil, jedoch noch Stellplätze für Zelte. Es ist Hochsaison und so können wir nicht wählerisch sein. Die Kinder bauen also ihr Zelt auf einem Stellplatz auf, den wir sogar noch aussuchen können. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Pazifik. Wir wandern die Klippe runter zum Strand und machen einen schönen Abendspaziergang entlang des Strandes mit tollen Sonnenuntergang. Die Pelikane schweben ein und aus und es ist ein schöner Abend. Wir sind jedoch hungrig und so fahren wir etwa 10 km in die Stadt und bekommen gerade noch in einem mexikanischen Restaurant ein wirklich vorzügliches Abendessen. Aber es schließt dann um 21 Uhr und wir müssen uns mit dem Essen sputen. Mit gut gefüllten Bauch geht es zum Zeltplatz. Die Kinder verkriechen sich tief in ihren Schlafsäcken, denn es ist schon empfindlich kühl und feucht, da sich ein dicker Nebel über die Küste legt. Das macht uns nichts. Wir parken das Buschen auf dem davor vorgesehenen Parkplatz und nächtigen darin, was zwar nicht ganz so gedacht ist, aber heute Abend nicht anders machbar ist.Les mer
Yosemite - Nevada und Vermillion Falls
7. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 24 °C
Leider haben wir für die nächste Nacht im benachbarten Campingplatz gefunden und so beschließen wir direkt nach dem Frühstück unser Glück dort zu versuchen. Vielleicht sind unsere Vorgänger schon weg und wir können das Buschen dirt den ganzen Tag stehen lassen und wandern direkt von dort weg. Wir versuchen es und tatsächlich lässt man uns schon auf den Platz und unsere Vorgänger stellen ihr Auto weg, so dass wir dort direkt für heute Nacht stehen bleiben können. Sie räumen noch ihr Zelt weg, aber das stört uns nicht und wir machen uns auf zum Nevada Point direkt unterhalb des Half Dome. Leider haben die Kinder kein Permit zur Besteigung des Half Dome bekommen, aber so kommen wir ziemlich nahe ran. Der Weg führt direkt hinter dem Campingplatz hoch hinauf durch eine enge Talschlucht und an Wasserfällen vorbei bis zu einer Felsplattform vor dem Half Dome. Es ist bereits Nachmittag und Philipp lässt immer noch nicht die Idee der Haf Dome Besteigung los. Vielleicht kontrollieren sie Nachmittags nicht mehr die Permits und man kommt so hoch. Man kann es ja mal versuchen. Rebekka winkt jedoch ab. Von dem Punkt wo wir sind benötigt man etwa 4 Stunden hoch, dann wieder zurück zuzüglich des bereits von uns geleisteten Aufstiegs. Das ist nur mit einem Gewalttrip bis spät in die Nacht zu bewältigen und ohne Tageslicht eigentlich nicht machbar. Im Nachhinein zeigt sich, dass der teilweise sehr steile Abstieg wirklich nicht für die Nacht geeignet war. Rebekka hat also Recht gehabt mit ihrer Weigerung zu diesem Abenteuer. Wir gehen den Steilen Abstieg entlang des Wasserfall runter. Die Aussichten sind beeindruckend. An einer Stelle in der Mitte des Abstiegs wird der Bergbach zu einem kleinen See aufgestaut. Thomas lässt es sich nicht nehmen und springt zur Abkühlung ins kalte Wasser. Wir schauen den jungen Leuten beim Rutschen über eine Steinplatte direkt in den See zu. Dass ist abenteuerlich und bestimmt nicht ungefährlich, aber es bringt offensichtlich viel Spaß. Weiter geht es entlng des Hauptwassefalls steil nach unten. Es wird eine harte Kletterpartie und wir sind froh den Hinweg etwas moderater gemacht zu haben. Erschöpft aber voller neuer und unvergesslicher Eindrücke kommen wir kurz vor dem Dunkelwerden unten an unserem Buschen am Campingplatz an. Wir duschen und genießen den Abend bei einem guten Abendessen am Lagerfeuer.Les mer
Yosemite - Taft Point, Sentinel Dome
6. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 26 °C
Nach einer ruhigen Nacht im Yosemite Nationalpark geht es los Richtung Glacier View. Unser erster Stopp ist eine etwa 2 stündige Wanderung zum Taft Point an dem die Granit-Felswände senkrecht in das Haupttal des Yosemite Valley abfallen. Auf dem Weg dorthin begegnet uns unser erster Braunbär in Kalifornien. Der Kerl durchstöbert so etwa 20 Meter vom Weg entfernt nach Essbaren im Unterholz und lässt sich nicht von den neugierigen Touristen stören. Ein schönes Erlebnis und das bei so regem Wanderverkehr. Der Taft Point ist atemberaubend und gibt wunderbare Motive für spektakuläre Fotos. Wir wollen wieder fast zurück zum Auto und dann entlang des Talrands bis zum Sentinel Dome. Auf dem Weg treibe ich mir einen Holzsplitter tief neben das Knie unter die Haut, als ich über einen querliegenden Baumstamm klettere. Also gehen wir zurück zum Wohnmobil, wo wir eine Pinzette haben, mit der Rebekka mir den Splitter rauszieht und wir die Wunde desinfizieren. Weiter geht es und der Anstieg zum Senteniel Dome wir mit einem gigantischen Blick über das gesamte Yosemite Tal mit dem Half Dome, den verschiedenen Wasserfällen und den steilen glattpolierten Granit-Felswänden belohnt. Es ist fantastisch hier oben und ein wirkliches Naturgeschenk. Wir wandern nun wieder zurück zum Wohnmobil und fahren bis zum Ende der Straße zu Glacier Point. Von hier hat man auch eine tolle Sicht über das Tal aber nicht so atemberaubend wie oben auf dem Sentinel Dome. Wir fahren zurück in das Yosemite Tal, wo wir nun einen Campingplatz direkt unten gebucht haben. Es ist voll, aber wir stehen am Rand und genießen den Abend am Lagerfeuer, nachdem wir uns eine erfrischende Dusche gegönnt haben.Les mer
Yosemite National Park - Anreise
5. august 2024, Forente stater ⋅ ☁️ 28 °C
Heute habe ich Geburtstag und ich freue mich besonders, dass wir als Familie diesen zusammen hier in den USA feiern können. Das war ein ungeplanter Zufall, aber ein sehr schöner. Nach einer wieder sehr ruhigen Nacht, warten wir mit einem Kaffee auf die Kinder. Dieser trudeln mit dem Uber aus der Innenstadt so gegen 9 Uhr ein und wir gehen zur Feier des Tages zusammen in ein amerikanisches Frühstückslokal. Es gibt ein üppiges Frühstück, so richtig mit Speck, Eiern, Pancakes und Waffeln. So richtig lecker. Dann geht es gut gestärkt Richtung Yosimite Nationalpark. Kaum sind wir aus San Francisco raus Richtung Landesinnere wird es sehr heiß und trocken. Die Landschaft ist erst landwirtschaftlich stark genutzt und dann geht sie über in die gelben Hügellandschaften Kaliforniens. Nach etwa 5 Stunden Fahrt erreichen wir den Yosimite Park. Unser heutiger Campingplatz liegt außerhalb des Haupttals nahe des nördlichen Eingangs. Sehr schön und ruhig mitten im Wald, so wie alle Nationalpark Campingplätze. Die Kinder stellen das Zelt auf und wir fahren weiter zum Haupttal. Heute Abend wollen wir zur Feier des Tages in der Ahwahnee Lodge zu Abend essen. Wir fahren in das Haupttal und sind beeindruckt von den riesigen Granitfelswänden, welche senkrecht emporwachsen und das liebliche Flusstal begrenzen. Am Ende hat man einen atemberaubenden Blick auf den Halfdome. Ein runder Felsmonolith welcher in der Mitte durchgebrochen ist und daher senkrecht emporragt. Praktisch eine halbe Felskugel, daher der Name Half Dome. Wir ver- und entsorgen noch kurz, gehen duschen, da wir diese ja immer dabei haben und machen uns schick für das Abendessen. Die Parkplatzsuche vor der Lodge ist nicht so einfach mit dem Wohnmobil. Thomas setzt mich mit Rebekka ab und parkt mit Philipp das Buschen etwas weiter. Es wird ziemlich weit, da ich mit Rebekka an dem schönen vorreservierten Platz mit Panoramascheibe und Aussicht auf das schöne Tal ziemlich lange warte. Aber dann stoßen wir mit einem Glas Champagner an und genießen das ausgezeichnete Abendbuffet. Die ganze Familie zusammen, ein gutes Essen in einer unglaublich schönen Landschaft an einem herrlich warmen Sommertag. Was will man mehr!Les mer
San Francisco
4. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 18 °C
Nach einer ruhigen Nacht am Yachthafen frühstücken wir gemütlich und rufen uns einen Uber, der uns direkt nach San Francisco zur Fishermans Warf bringt, wo wir uns mit den Kindern in einer Bäckerei verabredet haben. Leider fährt am Wochenende die Fähre von Sausalito nach San Francisco erst um 11:30 ab und die letzte Fähre am Nachmittag um 15 Uhr. Schade, denn eine schöne Fahrt über die Bucht von San Francisco wäre schon alleine ein Highlight gewesen. Da muß man sich zur Besichtigung einen Wochentag einplanen. Der Fahrer des Uber ist sehr nett und fährt uns sogar die berühmte Lombard Street mit ihren steilen Serpentienenspitzkehren entlang. Das war ein toller Einstieg. In der Bäckerei warten wir auf die Kinder und gönnen uns noch einen zweiten Cappuccino. Nachdem die Kinder auch noch ein leckeres Stückchen hatten laufen wir die Fishermans Warf entlang zu den Seelöwen. Etwa 20 bis 30 Seelöwen machen sich den Platz auf den schwimmenden Holzplanken streitig. Es ist unterhaltsam den streitenden und schiebenden Tieren zuzusehen, von denen immer wieder eins ins Wasser plumpst. Und eine riesige Schreierei veranstalten sie auch noch. Wir wandern die gesamte Hafenanlage ab mit einer schöne Sicht auf Alcatraz. Leider spielt das Wetter nicht so richtig mit, oder es ist eigentlich das typisch nebelige und leicht feuchte Wetter von San Francisco. Dazu nur 15 Grad und windig. Also nicht sehr gemütlich. Wir haben um 14 Uhr eine Free Walking Tour in der Innenstadt gebucht und schlendern gemütlich hoch. Vorbei an der Lombard Street und der großen Kathedrale von San Francisco, in der ein Gottesdienst auf Italienisch stattfindet. Und dann durch little Italy in die Innenstadt. Wir gehen noch schnell zu einem Starbucks für einen guten Cappuccino und treffen dann unseren Guide von der Free Walking Tour. Der sehr agile ältere Herr hat sein Leben in San Francisco verbracht und kennt die Stadt wie seine Westentasche. Er spricht sehr schnelles Englisch und unterhält uns mit vielen Anekdoten rund um die Innenstadt. Die interessanteste ist, dass die gesamte Innenstadt eigentlich auf einem riesigen Schiffsfriedhof steht. Viele Schiffe sind im Hafen von San Francisco angekommen und als dann die Nachricht vom Gold kam, haben die gesamten Schiffsbesatzungen ihre Schiffe verlassen und die verlassenen Schiffe sind dann im Hafen Verrottet und abgesunken. Daraus hat man dann neues Land gewonnen und Häuser darauf gebaut. Wirklich interessant. Danach schlendern wir noch durch China Town und gehen dort gleich etwas essen. Von dort laufen wir noch Richtung Rathaus und nehmen dann das Cable Car zurück zum Hafen. Die letzten 2 Stationen ergattern wir einen Stehplatz draußen auf der Stehplattform und fahren den Hügel hinab auf dem Trittbrett am Cable Car hängend. Ein schöner Spaß. Wir gönnen uns noch einen schönen Schokoladenbecher und beenden den Abend an einer Bar in Fishermans Warf mit Blick über die Bucht von San Francisco. Nach diesem gelungenen Tag voller neuer Eindrücke geht es zurück mit dem Uber zu unserem Buschen in Sausalito am Yachthafen.Les mer
Weiter nach San Francisco
3. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 21 °C
Heute Morgen ist als erstes die Reparatur der Steinschlagschäden in unserer Windschutzscheibe angesagt. Da es da jeweils Wartezeiten in der Verarbeitung gibt, mache ich das parallel zum Frühstück. Die Temperatur ist mit 23°C gerade noch unter der angegebenen Maximaltemperatur von 24°C, es sollte also klappen. Es scheint noch keine Sonne, sondern der Himmel ist bedeckt, das reduziert die zum Aushärten erforderlichen UV-Strahlen, aber ich hoffe, daß das Wetter im späteren Vormittag aufreißt, dann ist das kein Problem. Nach dem Frühstück fahren wir weiter. In einem der Orte am See halten wir an und gehen ein Stück der Seepromenade entlang. Der See ist wunderbar gelegen und nun ist das auch noch Wetter richtig gut geworden. Wir halten uns aber nicht allzu lange auf, wir wollen ja pünktlich in San Francisco sein, wo wir Rebekka vom Flughafen abholen werden.
Wir fahren also weiter vom Lake Tahoe nach San Francisco. Je näher wir kommen, desto dichter wird der Verkehr, ob wir das mal pünktlich schaffen? Am Ende schaffen wir es nicht ganz und Rebekka muß ein paar Minuten auf uns warten, aber dann sind wir da. Ab jetzt haben wir eine gute Woche zusammen, bis dann Philipp wieder zurück nach Deutschland fliegt.
Wir fahren vom Flughafen in Richtung Golden Gate und dann nach Sausalito, wo wir am Yachthafenparkplatz mit unserem Buschen stehen wollen. San Francisco Innenstadt ist uns zu gefährlich. Man hört zu viel von aufgebrochenen Wohnmobilen und eingeschlagenen Fensterscheiben. Die Fahrt zur Golden Gate Bridge verläuft reibungslos, aber obwohl die ganze Zeit bleauer Himmel war liegt die Golden Gate dick eingewölkt vor uns. Man kann noch nichtmals von einem Ende zum anderen schauen. Leider ist auch der Aussichtspunkt gesperrt, so daß wir beschließen auf den nächstgelegenen Hügel zu fahren um unser Aussichtsglück zu versuchen. Wir fahren vom Highway ab und reihen uns ein in einen Stau auf diesen Aussichtshügel. Nicht nur wir hatten eine gute Idee. Erst stellen wir uns eine Weile an, geben dann aber auf, da garnichts voran geht und fahren direkt nach Sausalio, welches uns wieder mit strahlendem Sonnenschein empfängt. Wir finden einen guten Stellplatz am Yachthafen und gehen erst mal zusammen essen. Es gibt ein gutes lokales Bier und Hähnchen. Wir sitzen wunderbar direkt am Wasser und genießen die Abendsonne und die Aussicht auf die Bucht von San Francisco. Ab und zu wabert eine tiefliegende Wolke über den Hügel hinter Sausalito und zaubert so eine fast tropische Atmosphäre. Nach dem guten Essen schlendern wir am Hafen entlang bis vorne an die Spitze, von wo aus wir eine super Sicht auf Alcatraz und die dahinterliegende Skyline von San Francisco haben. Was für ein herrlicher Abend, den wir mit einem guten amerikanischen Eis beschließen. Die Kinder bestellen sich einen Uber und fahren in die Innenstadt, wo sie sich 2 Tage in einem Hostel eingemietet haben.Les mer
Zum Lake Tahoe
2. august 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 27 °C
Recht früh geht es am nächsten Morgen weiter, wir wollen ja wieder Strecke machen. Heute fahren wir durch Nevada nach Kalifornien und da liegen die Ruby Mountains mit dem Lamoille Canyon auf dem Weg, das hatte uns der Radfahrer am Flathead Lake empfohlen. Auf dem Highway 93 gibt es Bauarbeiten – eigentlich nichts Neues, aber diesmal ist viel Kies auf der Straße und schon fangen wir uns gleich zwei heftige Steinschläge. Einer davon macht einen kleinen Riß von etwa 2cm, der andere aber macht einen richtig großen Riß, der sich über bestimmt 20cm am unteren Ende der Frontscheibe hinzieht. So ein Mist! Ein Reperatur-Kit für einen Steinschlag hatten wir ja noch, aber das reicht hier nun nicht aus. Also halten wir im nächsten Städtchen und suchen einen Auto-Teile-Händler. Diesmal ist es nicht ganz einfach, die ersten beiden haben nichts mehr da – der Highway 93 und die vielen Steine ... Beim dritten Versuch haben wir Erfolg. Nun brauchen wir noch eine schattige Stelle, so dass die Scheibe auf eine Temperatur unter 24°C kommt. Das ist in dieser Hitze völlig unmöglich, also müssen wir das morgen früh machen, bevor es wieder so richtig heiß wird. Wir fahren also weiter in Richtung Lake Tahoe, unserem heutigen Ziel. Kurz vor dem Lake Tahoe wird der Verkehr etwas dichter und dann geht es hinauf, der Lake Tahoe liegt ziemlich hoch in den Bergen. Je höher wir kommen, desto kühler wird es, zumal es auch langsam Abend wird. Wir hatten uns einen Parkplatz am See ausgesucht, den steuern wir an. Überall sind Schilder, daß Camping und Overnight Parking nicht erlaubt sind, aber wir haben Glück: Auf dem Parkplatz, den wir uns ausgesucht hatten, ist das Übernachten erlaubt, da haben wir Glück. Claudia hat jetzt die Erkältung von Philipp so richtig erwischt, daher steige ich mit Philipp alleine den steilen Wanderweg hinunter zum Seeufer. Der See ist wunderschön in den Bergen gelegen. Am Seeufer ist ein schöner Sandstrand, allerdings ist es heute etwas zu spät zum Baden, es wird schon langsam dunkel. Wir machen ein paar Fotos und steigen wieder hinauf zum Buschen. Trotz der Straße, die nahe am Parkplatz entlang führt, wird es eine gute Nacht.Les mer
Fahrtag – Shoshone Falls
1. august 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 37 °C
Früh geht es heute los, wir hatten uns vorgenommen, einmal auswärts zu frühstücken. Anstatt zurück in den Teton-Park zu fahren (die Teton-Lodge war vor 17 Jahren sehr gut gewesen), fahren wir diesmal nach Jackson, da haben wir uns zwei gute Optionen ausgesucht. Die erste davon, das Café Geneviève, hat die kürzere Warteschlange, also ist das unser Lokal. Das Frühstück ist auch sehr gut, der Service ist freundlich und wir genießen das Frühstück. Danach fahren wir los, wir wollen heute noch eine ganz ordentliche Strecke schaffen. Nach einer kurzen Weile merke ich, dass meine Speicherkarte, die ich gestern ausgetauscht hatte, nicht mehr da ist. Ich hatte sie in der Hosentasche und sie muß entweder im Campground oder im Restaurant herausgefallen sein. Also fahren wir zurück zum Restaurant – wenn sie im Campground herausgefallen ist, haben wir ohnehin keine Chance, sie im Grasland zu finden. Also umgedreht und zurück. Ich suche an unserem Tisch, an der Theke, wo ich bezahlt habe, sogar auf der Toilette, aber nichts zu finden. Schade, es war fast ein ganzer Tag (Amphitheatre Lake und Lake Surprise – am Delta Lake hatte ich die Karte gewechselt), der ist nun futsch. Nicht zu ändern, wir fahren also weiter. Es wird heiß und heißer, je weiter wir nach Westen kommen. Bald zeigt das Thermometer über 40°C. In Twin Falls machen wir eine Rast, um uns dort die Shoshone-Falls anzuschauen. Das sind sehr eindrucksvolle Wasserfälle, bei denen sich der Snake River, der hier schon ziemlich groß ist, eine steile Klippe hinunterstürzt. Es geht in zwei Stufen und bei der unteren (größeren) Stufe teilt sich der Fall um zwei Felsen herum, daher wohl der Name Twin Falls. Bei den Fällen ist ein State Park mit Picknickplatz, da suchen wir uns einen schattigen Tisch und schneiden die große Wassermelone an, die wir im Buschen haben. Ein wunderbarer Genuß in dieser Hitze, das bringt auch unseren Wasserhaushalt wieder in Ordnung. Weiter geht es dann nach der Melone, bis wir beschließen, dass es für heute genug ist. Wir finden einen schonen Campingplatz im Lud Drexler Park, gerade noch eben in Idaho, wo wir mit Sicht auf einen Stausee einen schönen Stellplatz finden. Es gibt ein gutes Abendessen und einen wunderbaren Sternenhimmel.Les mer
Grand Teton / Amphiteatre Surprise Delta
31. juli 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 17 °C
Philipp geht es besser, so daß wir heute die geplante Tageswanderung zum Amphitheatre Lake machen können. Wieder fahren wir zum Trailhead und wieder ist es sehr voll. Der Parkplatz dort ist allerdings groß genug, so daß wir am entfernten Ende noch einen Platz bekommen. Los geht es, das Wetter ist heute wirklich klasse, blauer Himmel und von dem Rauch der Waldbrände ist nichts mehr übrig. Die Wanderung heute ist eher anstrengend, steil geht es durch den Wald hinauf. Anfangs sind noch viele Wanderer unterwegs, aber je höher wir kommen, desto weniger werden es. Kurz unterhalb des Amphitheatre Lake ist noch der Surprise Lake, da gehen wir gleich noch hin. Der Amphitheatre Lake macht seinem Namen alle Ehre, er ist wie ein Amphitheater von den Bergen der Tetons umgeben, türkises Wasser, ein herrlicher Anblick. Wir genießen unser mitgebrachtes Picknick in der Sonne auf dem Felsen am See. Die Streifenhörnchen (Chipmunks) sind hier besonders zutraulich, offensichtlich wissen sie, daß bei den Touristen immer etwas abfällt. Auch von uns bekommen sie das Kerngehäuse eines Apfels, was sie begeistert nehen und direkt verspeisen. Beim Aufbruch zurück begegnet uns noch ein älterer Wanderer, bestimmt über 70, der erzählt, daß er schon sehr oft hier war, auch auf den Tetons oben, er war mal professioneller Bergsteiger. Das sieht man seiner Figur auch an, er wirkt trotz seines Alters gut trainiert, wahrscheinlich hätten wir (außer Philipp natürlich) es eher schwer mit ihm mitzuhalten. Der Surprise Lake auf dem Herunterweg ist eher kleiner, aber tief dunkelgrün und auch wunderbar von den Bergen umrahmt. Als wir auf dem weiteren Herunterweg am Abzweig zum Delta Lake vorbeikommen, fragen wir die dort Sitzenden, ob es sich lohne, da auch noch hinzugehen. Eine ältere Lateinamerikanerin meint, es sei sehr schwierig und sehr steil und steinig, aber ihre Enkelin schiebt sofort nach, daß es sich unbedingt lohne. Wir gehen also los. Leider ist der Weg „not maintained“. Wir merken bald, was das bedeutet: keine Markierungen und ein Teil des ehemaligen Weg ist von einer Gerölllawine überdeckt, da müssen wir drüber klettern. Wir verlieren fast den Weg, es ist wirklich anstrengend. Hoffentlich finden wir eine bessere Route zurück. Der See ist dann aber wirklich sehr schön, ein echter Gletschersee, man sieht oberhalb noch den Gletscher, aus dem er sich speist. Man kommt nur schwer heran, es liegt dort sehr viel Geröll und jede Menge Baumstämme. Herunter finden wir tatsächlich eine eher gangbare Route. Wir kommen nach einem langen Wandertag wieder gut an unserem Buschen an. Wir fahren zurück zum Campground, demselben wie gestern und vorgestern, es ist wieder recht spät, als wir ankommen und es leuchtet das Abendrot über der Teton-Gruppe. Später tut sich dann ein herrlicher Sternenhimmel auf, wir haben abnehmenden Mond, da kann man das gut bewundern. Morgen geht es dann weiter nach WestenLes mer
Grand Teton - Taggard Lake, Bradley Lake
30. juli 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 20 °C
Philipp hat sich im Flieger eine Erkältung aufgeschnappt, da wollen wir die eigentlich für heute geplante große Wanderung auf morgen verschieben, heute wandern wir zu Bradley Lake und Taggart Lake, zwei schöne Seen mit wunderbarem Blick auf die Teton-Berge. Auch hier ist der Parkplatz wieder richtig voll und es dauert eine Weile, bis wir einen Platz haben. Die Wanderung ist nicht sehr anstrengend, aber trotzdem sehr schön, durch den Wald und an den beiden Seen entlang. Heute beenden wir den Tag mal etwas früher, wir fahren wieder zum selben Platz wie gestern – den hatten wir diesmal reserviert, indem wir unser Zelt und einen Stuhl dort stehen ließen, und genießen den Abend am Campground mit tollem Blick auf die Grand Teton Bergkette.Les mer
Grand Teton - String Lake Cascade Canyon
29. juli 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 23 °C
Das nächste Highlight nach dem Yellowstone Park ist der Grand Teton Nationalpark. Das Wetter ist eigentlich recht gut, aber leider ist der Himmel etwas bedeckt. Das ist kein Regen, sondern der Rauch von den Waldbränden im Norden Kaliforniens und in Oregon, erklärt man uns. Wenn der Wind etwas drehe, solle es aufklaren, mal sehen. Heute wollen wir eine Wanderung in den Cascade Canyon machen. Wir halten am Parkplatz des String Lake, wo wir gerade noch einen Platz finden, nach einiger Warterei. Es ist schon wirklich sehr voll hier. Los geht es, entlang des String Lake, dann durch den Wald und am Jenny Lake entlang, bis der Weg nach oben abzweigt. Am Anfang recht steil, dann immer wieder abwechselnd steile und eher moderate Stücke. Eine wunderbare Gebirgslandschaft, und das Wetter wird auch wieder besser. Immer höher geht es in den Canon, von den Wänden kommen die Wasserfälle, denen er seinen Namen verdankt. Es ist eine wunderbare hochalpine Gebirgslandschaft, allerdings – zumindest von der Landschaft – nicht so, daß man in den Alpen nicht ähnliche Landschaften hätte. Auf dem Rückweg sehen wir dann aber, was wir in den Alpen nie gesehen hätten: Am Bergbach unterhalb des Wanderwegs liegt eine Elchkuh mit ihrem Baby. Zuerst sehen wir nur das Kalb, dann alle beide. Das ist schon ein tolles und auch für hiesige Verhältnisse nicht alltägliches Erlebnis. Wir machen noch einen Umweg, vorbei an den Hidden Falls, schöne Wasserfälle umgeben von Wald, daher der Name. Zurück geht es zum Buschen. Dort angekommen, nehmen wir unsere Badesachen und springen nochmal in den See, das ist erfrischend nach der langen Wanderung. Diesmal müssen wir den Park wieder verlassen, da die Campgrounds innerhalb des Parks alle belegt sind. Das ist aber hier kein Problem, der Grand Teton Park ist ja flächenmäßig nicht sehr groß. Wir haben uns bereits einen Campingplatz ausgesucht, da fahren wir nun hin. Als wir ankommen, ist allerdings alles voll, und drumherum sind überall „no Camping“-Schilder. An einem der Plätze sieht einer der Camper unser Problem und lädt uns ein, mit auf seinem Platz zu stehen. Wir nehmen dankend an, groß genug ist der Platz ja. Er hat seinen Van selbst ausgebaut, wir kommen kurz ins Gespräch. Allerdings nicht lange, es fängt an kühl zu werden (was ihm offensichtlich gar nichts ausmacht) und wir haben noch nichts gegessen. Als wir ihn einladen, uns später, nach dem Essen, zu einem Bierchen zusammenzusetzen, meint er nur, sie trinken nicht und dann ist das Gespräch auch bald beendet – auch gut.Les mer
Yellowstone Canyon Mammoth Norris Basin
28. juli 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 21 °C
Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück zurück nach Gardiner. Am großen Stein-Tor des Yellowstone Nordeingangs gibt es einen kurzen Foto-Stopp, danach geht es weiter zu den Mammoth Hot Springs. Das sind Sinter-Terrassen, die von den heißen Quellen und den darin enthaltenen Minaralien gebildet werden. Einige sind zerfallen, wohl weil kein heißes Wasser mehr nachfließt, aber die anderen sind sehr schön. Auch hier gibt es mit Holzbohlen geplankte Spazierwege, die man nicht verlassen soll, weil das Terrain Drumherum sehr empfindlich ist. Da halten wir uns lieber mal dran, wir wollen ja nicht in ein kochendes schwefliges Loch einbrechen. Nach den Mammoth Hot Springs fahren wir weiter zum Norris Basin, einem weiteren Tal mit vielen Geysiern und Hot Poles. Es ist schon eine sehr unwirkliche Landschaft, das muß auf die frühen Bewohner hier schon einen unglaublichen Eindruck gemacht haben. Weiter geht es zu den Upper Falls des Yellowstone River, die hatten wir ja auf heute verschoben. Sie sind etwas niedriger als die Lower Falls, aber auch sehr schön. Es gibt Spazierwege an der Rim des Canyon entlang. Wir fahren noch ein Stück weiter an der South Rim entlang und sehen auch nochmal zu den Lower Falls, diesmal von der gegenüberliegenden Seite. Da gibt es einen schönen, nicht allzu langen Spazierweg an der Rim entlang mit eindrucksvollen Blicken auf die gelben Felsen des Yellowstone Canyon immer mit den Wasserfällen im Hintergrund. Leider ist das Wetter nicht optimal, bedeckt uns ab und zu ein paar Tropfen. Das tut unserer Stimmung aber keinen Abbruch. Wir fahren weiter zum Yellowstone See, da gibt es nochmals Geysire zu sehen, diesmal sogar unter Wasser. Wir genießen diese unwirklichen Naturphänomene, das gibt es ja sonst nur noch an ganz wenigen Stellen in der Welt. Heute wollen wir unser Abendessen in der Lodge am Yellowstone-See genießen, man speist mit Blick über den See. Erstmals findet sich sogar eine Forelle auf der Speisekarte, wo es doch hier so viele davon geben muß und wir konnten noch keine bekommen. Einmal haben wir gefragt, wo man welche kaufen kann. Das gab ein völlig unverständliches Gesicht des Gefragten, er meinte, na ja, wenn man eine möchte, geht man eben mit seiner Angel hinaus und angelt sich eine. Nun also wenigstens hier im Restaurant. Leider ist es keine ganze Forelle, sondern nur zwei ganz kleine Filetstücke, das ist nicht mal eine halbe! Und besonders frisch schmeckt sie auch nicht, eine echte Enttäuschung. Das hatten wir noch nie, bisher war das Essen in der Restaurants zwar immer teuer, aber dafür sehr gut. Claudia und Philipp haben mehr Glück, so dass wir zumindest eine Quote von 2/3 haben, das nächste Mal wird es wieder besser. Für heute haben wir uns einen Campground in dem kurzen Stück zwischen den Nationalparks Yellowstone und Grand Teton vorgenommen. Es ist schon spät und dunkel, als wir ankommen und auch ziemlich voll, so daß es eine Weile dauert, bis wir einen Platz finden.Les mer
Yellowstone - Old Faithful, Geyser Basin
27. juli 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 20 °C
Heute ist das Geyser-Basin rund um den Old Faithful angesagt. Wir fahren los und kommen pünktlich zum nächsten Ausbruch am Old Faithful an. Der ist besonders zuverlässig (daher der Name) alle 90 Minuten dabei. Es sind schon viele Zuschauer versammelt, aber es gibt trotzdem noch genug Platz für uns. Und tatsächlich, sogar vier Minuten vor der Zeit, schießt die Fontäne hoch. So kamen wir hier auch vor 17 Jahren an, allerdings ist heute sehr viel schöneres Wetter und sogar strahlend blauer Himmel im Hintergrund. Nach dem Ausbruch gehen wir weiter, es ist ja ein recht großes Gelände mit ganz vielen Geysieren, ständig brodelt uns zischt es irgendwo. Nicht alle so groß wie der Old Faithful, aber auch sehr interessant. Pünktlich zum nächsten Ausbruch des Old Faithful sind wir in einem Waldstück oberhalb, so daß wir den Ausbruch aus der Vogelperspektive sehen können, auch sehr schön anzusehen. Weiter geht es durch das Tal, das Wetter bleibt uns gut gewogen. Am Riverside Geyser warten wir, der sollte jeden Moment ausbrechen und dann ganz hoch sprühen, aber er kommt und kommt nicht. Halt eben nicht so „faithful“ wie sein Kollege! Irgendwann reicht es uns und wir gehen weiter, es gibt hier so viele zu sehen. Wir gönnen uns noch ein Eis in der Lodge vor dem Parkplatz und dann geht es weiter zum mittleren Geyser-Basin. Da sind weniger Geysire, sondern mehr „Hot Poles“, in denen das Wasser vor sich hin kocht, meist mit intensivem Schwefelgeruch und in Löchern und Kavernen, die schöne schweflig-gelbe Ränder haben. Das ist für die Nase eher unangenehm, aber das Auge freut sich – ebenso die Kamera, auf den Bildern kommt der Gestank ja auch nicht mit. Am Abend suchen wir uns noch eine Picknick-Area, heute wollen wir grillen. Wir haben Maiskolben und Steaks besorgt und auch genügend Grillholz dabei. Wir finden einen schönen Picknickplatz und da es schon etwas später ist und auch das Wetter sich eingetrübt hat, sind wir hier alleine. Wir halten an dem einzigen Platz, der einen Grill hat und legen los. Ein paar vereinzelte Regentropfen gibt es zwar, aber die können uns die gute Laune nicht vermiesen. Nach einem vorzüglichen Abendessen fahren wir weiter, heute gab es keinen Platz mehr im Park, da müssen wir einen Campground außerhalb ansteuern. Wir fahren nach Norden, bei Gardiner sollte es Platz geben. Die Strecke ist sehr eindrucksvoll, eine tolle Gebirgslandschaft. Es kommen uns sehr viele Autos entgegen, dabei wird es schon dunkel – wo wollen die denn alle noch hin? Wir fahren durch Gardiner hindurch zu einem der Campgrounds auf unserer Liste. Es ist schon ziemlich voll, aber am Ende finden wir dann doch noch einen Platz für die Nacht.Les mer
Yellowstone - Lamar Valley + Mud Volcano
26. juli 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 22 °C
Am Morgen geht es nach einem guten Frühstück weiter in den Yellowstone Park hinein. Wir kommen am Nord-Ost-Eingang an, das ist genau richtig für uns, denn heute wollen wir in das dort gelegene Lamar Valley. Das ist der beste Bison-Spot im Yellowstone. Wir sehen viele Bisons hier, Philipp ist ganz beeindruckt. Wir hatten ja schon sehr viele gesehen, auch von ganz nahe, aber so große und viele Herden wie hier hatten wir auch noch nicht, das ist schon sehr eindrucksvoll. Als wir vor 17 Jahren hier waren, gab es schon viele Bisons, aber das hier ist noch einmal deutlich mehr, ein echter Erfolg! Wir machen viele ausgiebige Foto-Stopps bis wir dann irgendwann das Lamar Valley hinter uns haben. Weiter geht es zum Yellowstone Canyon, dem der Park seinen Namen verdankt. Dort beeindrucken die Wasserfälle, heute zunächst die (größeren) Lower Falls. Wir spazieren den Wanderweg hinunter zum Kopf der Fälle, es ist schon eine Menge Wasser, das da hinunterstürzt. Wir beschließen aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, die Upper Falls für übermorgen einzuplanen und fahren noch am Mud Volcano vorbei. Das sind die heißen Quellen, die hier nach oben kommen, allerdings in einer schlammigen Umgebung. Es sieht aus, als würde man ein Schlammbad aufkochen und es riecht nach Schwefel, dem charakteristischen „Duft“ des Yellowstone-Parks. Wir gehen eine Runde um die brodelnden Schlamm-Löcher herum und auch hier tummelt sich ein Bison. Ein richtig großer „einsamer Streiter“, was will der denn hier im Schlamm? Wir fahren weiter, heute haben wir einen Platz im Grant Campground am Yellowstone-See bekommen. Am Eingang müssen wir unsere Reservierung vorzeigen und bekommen dort erst unsere Platznummer genannt, sowie einen Gutschein für zwei Duschen. Wir sind aber doch zu Dritt! Auch so angemeldet! Ja, sagt die Dame, wir dürften sogar mit bis zu sechs Personen kommen, aber Duschen gibt es nur zwei, jede weitere kostet extra. Na gut, dann halt so. Wir gehen erst zur Dusche, die ist nämlich an einem eigenen Platz, ziemlich weg weg von den Campsites, und die beiden jungen Leute, die dort kontrollieren, lassen uns auch so herein – sehr nett, vielen Dank!Les mer
Über den Beartooth Pass
25. juli 2024, Forente stater ⋅ 🌬 19 °C
Am Morgen fahren wir erst einmal aus dem Flughafen heraus. In der Nähe gibt es eine Fischzucht, da sind auch Picknickplätze dabei. Wir haben ein gutes Frühstück. Eine sehr nette Dame kommt vorbei uns spricht uns an. Sie ist eigentlich nicht von hier, nun aber in Rente und kümmert sich als Volunteer um den Picknickplatz. Das gibt es hier ganz oft. Sie fragt woher wir kommen (das ist die Standard-Frage, die fast alle stellen) und nach unserer Reise. Wir erzählen unsere Story, sie findet das gut. Vor allem, daß unsere Kinder uns hier besuchen kommen. Sie wünscht uns eine weiterhin gute Reise und schenkt uns noch einen selbstgehäkelten Topflappen – das haben wir noch nicht gehabt. Wir bedanken uns ganz herzlich und fahren weiter. Heute wollen wir über den Beartooth Pass zum Yellowstone-Park. Der Beartooth Pass ist ein wunderbarer Gebirgspass. Das Wetter ist leider etwas bedeckt, der blaue Himmel, den wir die letzten Wochen hatten, hat sich leider verabschiedet. Trotzdem ist es ein tolles Gebirgspanorama mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. An einem der Aussichtstürme kommen wir mit dem Ranger dort ins Gespräch, auch er ein pensionierter Volunteer. Er warnt uns vor den Bären, die es hier wieder gibt. Wir haben allerdings – außer der kurzen Begegnung in der Bison Range in Montana – noch keinen zu sehen bekommen. Bis zum Yellowstone-Park schaffen wir es heute nicht mehr, wir fahren in einen National Forest, da gibt es einen schönen Campground am Lily Lake. Philipp nimmt sogar noch ein Bad im See, mir ist es zu kalt, obgleich ich ja sonst immer gut dabei bin, nochmal in den See zu springen. Wir finden eine sehe schöne Campsite und genießen unser Abendessen zu Dritt.Les mer
Weiter nach Bozeman, Philipp kommt
24. juli 2024, Forente stater ⋅ ☀️ 33 °C
Am nächsten Morgen geht es nach einem guten Frühstück weiter, heute ist Wasch- und Einkaufstag und in der Nacht kommt Philipp in Bozeman an. Unterwegs halten wir, um die schöne Library von Anaconda anzusehen (und vom WiFi zu profitieren), dann geht es nach Butte zum Einkauf und weiter zur Laundry – muß halt ab und zu auch mal sein. Abends in Belgrade (das ist der Ort vor Bozeman, in welchem sich der Flughafen befindet) suchen wir uns dann einen Platz für die Nacht. Im Städtchen ist gerade ein Straßenfest, genau an der Bibliothek, was eigentlich eine Option für die Übernachtung gewesen wäre, aber eben nicht mit Straßenfest und alles ist abgesperrt. Wir fahren also aus dem Städtchen heraus in Richtung Wald, da sollte es schöne BLM Plätze geben. Die Straße ist recht rauh und weit ist es auch. Wir finden zwar einen schönen Platz, aber ideal ist er nicht, mehr als eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt. Wir fahren zurück ins Städtchen. Das Straßenfest ist um, da können wir nicht mehr essen gehen. Allerdings hatten wir uns ein (angeblich) tolles Burger-Restaurant herausgesucht, da gehen wir nun hin. Es hat tatsächlich noch geöffnet, aber die Küche ist schon geschlossen – das ist ja wie daheim in Deutschland!. Wir gehen also weiter, die Straße entlang und tatsächlich finden wir ein Restaurant, das noch geöffnet hat und uns auch noch etwas zum Essen serviert. Es ist ein sehr spätes Essen, aber wir müssen ja aufbleiben bis in die Nacht, der Flug von Philipp landet laut Plan um 0:37 Uhr. Nach dem Essen beschließen wir, zum Flughafen zu fahren. Dort kann man auch übernachten, wenn man das Tagesticket löst. Machen wir, das ist das Einfachste. Wir gehen in das Empfangsgebäude, ganz viele Menschen kommen aus dem Ausgang, nur nicht Philipp. Ich frage mal einen der Ankommenden und aha!, es ist ein anderer Flug. Dann endlich ist er da. Wir freuen uns sehr, ab nun sind wir gemeinsam unterwegs. Wir gehen zurück ins Buschen und verbringen eine kurze, aber verhältnismäßig ruhige Nacht.Les mer
Noch ein Tag am East Fork Reservoir
23. juli 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 31 °C
Heute gibt es ein gutes Banana-Pancake-Frühstück. Wir beschließen, heute nochmal hier am East Fork Reservoir zu bleiben. Morgens machen wir eine Wanderung am Seeufer entlang, soweit die Uferstraße geht, immer durch schönen schattigen Nadelwald. Leider keine Chance, an den See zu kommen, der ist hier viel zu steil unter uns. Na ja, wir wollen ja noch einen Faulenzer-Tag einlegen, dann gehen wir eben an unserer Campsite in den See. Wir machen etwas Hantel-Training, und genießen ansonsten den Tag im Schatten am See.Les mer
Lazy Monday am East Fork Reservoir
22. juli 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 28 °C
Nach einer ruhigen und kühlen Nacht machen wir uns ein gemütliches Frühstück. Wir fahren weiter an einer Saphirmine vorbei, welche heute leider geschossen hat zum East Lake Reservoir. Der See ist völlig unbewohnt. Auf der rechten Seite gibt es einen Campingplatz mit 14 Stellplätzen und auf der linken Seite sind freie Stellplätze direkt am See. Wir finden direkt am See aber mit viel schattigen Bäumen ein schönes Stellplätzchen und bleiben. Wir legen wieder unseren Montags-Faulenzertag ein. Gehen etwas spazieren, schwimmen, lesen in der Hängematte und schreiben unseren Blog.Les mer
Lake Como und Skalkaho Falls
21. juli 2024, Forente stater ⋅ ⛅ 28 °C
Nach einer ruhigen Nacht frühstücken wir gemütlich am Fluß. Wir beschließen der nahgelegenen „slawischen Pfingstlerkirche“ um 11.00 Uhr einen Besuch abzustatten. Dann können wir uns noch Zeit lassen. Wir telefonieren noch ausgiebig mit Philipp und machen uns dann auf den Weg. Der Parkplatz vor der Kirche ist fast voll. Wir werden freundlich begrüßt und gefragt ob wir russisch sprechen. Leider nur Thomas und auch nur ein bisschen. Sie geben uns ein kleines Empfängergerät und sagen, dass ein Teil des Gottesdienstes auf Russisch sei, wir aber eine Simultanübersetzung auf Englisch bekämen. Na dann. Männer rechts, Frauen links. Wir sortieren uns ein. Der Gottesdienst beginnt mit wunderschönem und getragenen russischem Gesang. Dann kommt die erste Predigt auf Englisch. Schon sehr konservativ aber noch ganz nachvollziehbar. Dann kommt der zweite Prediger. Ein älterer Mann der leidenschaftlich auf Russisch predigt. Ich höre mir die Übersetzung an. Der Herr wirkt schon etwas aus der Zeit gefallen. Dann kommt noch ein dritter Prediger. Wieder auf Russisch und wieder übersetzt. Der Mann predigt immer verworrener. Ich schaue auf die Uhr. Der Gottesdienst ist bereits 2 Stunden am Gange und der Prediger läuft sich erst so richtig warm. Vielleicht folgt dem noch ein vierter oder fünfter. Das ist uns zu viel. Wir verlassen leise die Kirche und bedanken uns am Ausgang. Das war mal ein Erlebnis der ganz anderen Art. Die Integration in die amerikanische Volksgemeinschaft hat bei dieser russischen Gemeinde völlig versagt. So was hätten wir nicht für möglich gehalten. Wir fahren noch etwas Wasser beim Walmart kaufen und entleeren und befüllen unser Buschen an der Station in der Stadt. Dann geht es weiter in die Bitterroot-Mountains zum Lake Como. Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt sind wir da. Der See ist wunderschön türkisfarben und liegt in einer einzigartigen Berglandschaft. Hinzu kommt noch ein sandiger Strand. Das zieht viele Leute in der Umgebung an, und so ist es picke packe voll. Der Campingplatz am See ist leider auch schon voll. Wir könnten uns nur ganz dicht an einen Platz dazustellen. Das wollen wir nicht und so fahren wir weiter Richtung East Fork Reservoir. Google sagt 36 Minuten Fahrzeit an. Wir fahren also die Berge hoch Richtung Skalkaho Falls. Diese liegen in etwas auf der Hälfte der Strecke. Aber nach einigen kurzen Kilometern auf der Teerstraße geht der Highway ungeteert mit dicken Steinen, Waschbrett-Piste und Pot-Holes weiter. Die Fahrt ist wirklich kein Spaß, und schmal ist die Straße noch zudem. An den Wasserfällen angekommen machen wir einen kurzen Photo-Stop und fahren weiter. Wir peilen den nächsten Campingplatz an. Alle 4 Stellplätze sind zu haben, aber dicke Pferdefliegen fallen über uns her. Hier bleiben wir nicht. Wir fahren weiter und bleiben auf einem kleinen Plätzchen im Wald direkt an einem kleinen Bergbach. Sehr schön und romantisch und Mücken gibt es auch nicht übermäßig.Les mer



























































































































































































































































































