• PaulonTour
  • PaulonTour

Die große Reise Teil 1

Paul und ich starten auf eine große Reise!
Ich suche mich selber und er begleitet mich dabei
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  • Sonogno

    27 Maret 2025, Swiss ⋅ ☀️ 11 °C

    Der letzte Ort im malerischen Verzascatal schien fast wie aus der Zeit gefallen. Die Sonne spiegelte sich auf den grob gepflasterten Wegen, die sich durch das Dorf schlängelten, vorbei an den charakteristischen Steinhäusern mit ihren grauen Schindeldächern.

    Die Stille war allgegenwärtig, nur das sanfte Rauschen des Flusses Verzasca begleitete mich, während ich durch die Gassen wanderte. Es fühlte sich an, als würde die Natur hier unaufdringlich ihre Hand auf das Dorf legen, um es zu beschützen. Beim Blick auf die umliegenden, schneebedeckten Berge dachte ich: Hier in Sonogno scheint die Zeit langsamer zu fließen, und genau das machte diesen Ort so besonders.
    Ich habe Zeit, um mich mal zu fühlen.
    Ich gucke, wie es mir geht.
    Das vergesse ich oft.
    Ich halte inne, nehme die Umgebung tief in mein Herz auf und weiß, das ich diesen Ort nie vergessen werde.
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  • Lavertezzo

    27 Maret 2025, Swiss ⋅ ⛅ 14 °C

    Es war so magisch. Türkis und Blau schimmerndes Wasser und darin eine Felsenlandschaft und natürlich die bezaubernde Brücke Ponte dei Salti

    Die "Ponte dei salti", auch als "Römerbrücke" bekannt, führt bei Lavertezzo über den Fluss Verzasca. Es ist eine Steinbrücke mit zwei Bögen, die im Mittelalter gebaut wurde. Nach der teilweisen Zerstörung im Jahre 1868 wurde sie 1960 neu aufgebaut. In der Nähe befindet sich eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert.
    Wieder bin ich überwältigt und spüre die Magie dieses Ortes.
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  • Idemini

    28 Maret 2025, Swiss ⋅ ☁️ 14 °C

    Indemini liegt auf rund 930 Metern Höhe, hoch über dem Lago Maggiore, und ist über eine schmale Passstraße von Gambarogno aus erreichbar. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Die Straße windet sich in vielen Kurven hinauf, und mit jedem Meter wird der Blick weiter, bis man schließlich über die Bergflanken hinweg den See glitzern sieht. Oben angekommen, erwartet mich ein kleines Dorf, das wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Häuser stehen dicht an dicht, mit grauen Steindächern, alten Balkonen und schmalen Treppen, die sich zwischen den Mauern verlieren.

    Ich laufe stundenlang durch die engen Gassen, vorbei an verwitterten Türen, alten Brunnen und kleinen Torbögen, und spüre sofort diese besondere Stimmung. Indemini hat etwas, das man kaum beschreiben kann, eine Magie, die sich leise entfaltet. Vielleicht ist es die Stille, vielleicht der Geruch nach Stein und Bergluft, vielleicht einfach die Abgeschiedenheit. Ich merke, wie intensiv schöne Orte auf mich wirken. Ich will hier nicht wieder weg. Dieser Ort erdet mich, macht mich ruhig und gleichzeitig glücklich. Indemini ist einer dieser seltenen Flecken, die man nicht vergisst.
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  • Contra Diga

    29 Maret 2025, Swiss ⋅ ☁️ 12 °C

    Kaum ein Ort im Tessin ist so bekannt wie die Staumauer am Lago di Vogorno, an der James Bond im Film GoldenEye den berühmten Sprung aus 220 Metern wagte. Laut internationalen Umfragen gilt dieser Stunt bis heute als einer der spektakulärsten der Filmgeschichte. Die Staumauer wurde in den 1960er-Jahren erbaut, ist 220 Meter hoch und staut den Verzasca-Fluss zu einem tiefgrünen See, der sich zwischen schroffen Felsen und dicht bewachsenen Hängen erstreckt. Heute kann man dort tatsächlich selbst springen – der sogenannte GoldenEye-Bungee-Jump ist der ultimative Adrenalinkick für Wagemutige und zieht jedes Jahr Besucher aus aller Welt an.

    Ich persönlich fand den Ort selbst eher mittelinteressant. Der See ist schön, keine Frage, aber das Tal zeigt dort noch nicht sein eigentliches Gesicht. Die Umgebung wirkt eher karg, und die beeindruckende Natur, die das Verzascatal sonst prägt, beginnt erst weiter hinten. Wer wirklich erleben möchte, was dieses Tal ausmacht, sollte einige Kilometer weiter hineinfahren. Dort eröffnen sich traumhafte Wanderwege und Mountainbike-Routen entlang des türkisfarbenen Flusses, über alte Steinbrücken und durch kleine Bergdörfer, die ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben. Das ist das wahre Verzascatal – still, wild und wunderschön.
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  • Piee

    29 Maret 2025, Swiss ⋅ ⛅ 12 °C

    Von Piee konnte man gut an der Verzasca laufen. Es gibt Murmelbahnen aus Eichenholz an der ganzen Strecke. Die Bahnen waren so interessant gestaltet, das ich fast schon bedauerte, keine Murmeln dabei zu haben.
    Außerdem wurde hier aktiv geklettert, Bouldern heißt das hier
    Das Verzasca-Tal im Tessin, Schweiz, ist ein Paradies für Boulderer aus aller Welt. Eingebettet zwischen den steilen Bergen und dem smaragdgrünen Wasser des Flusses Verzasca bietet es zahlreiche Boulderblöcke in einer atemberaubenden Landschaft. Der Granit hier ist griffig, vielfältig und herausfordernd, was sowohl Anfänger als auch Profis anzieht.
    Bouldern ist eine Disziplin des Kletterns, bei der ohne Seil oder Gurt an Felsblöcken oder künstlichen Wänden geklettert wird. Im Gegensatz zum klassischen Klettern (Sport- oder Alpinklettern) bleiben Boulderer in der Regel in geringer Höhe, typischerweise zwischen drei und fünf Metern. Um Stürze abzufedern, werden sogenannte Crashpads – tragbare Matten – unter den Kletterern ausgelegt, und oft stehen Spotter bereit, um den Fall zu sichern.
    Das Restaurant in Piee hat sensationelle Pizza.
    Ich liebe diesen Ort. Ich werde wieder herkommen.
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  • Lavertezzo Ort

    30 Maret 2025, Swiss ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute wollte ich unbedingt noch mal nach Lavertezzo. Bei besten Sommerwetter startete ich mit einem Picknick auf den Felsen und wanderte dann etwa 6 Kilometer das Tal herunter. Das war echt schön
    Es war eigentlich mehr als einfach nur schön. Es ist so ein liebevoller, warmer Ort, man muss gar nicht viel machen, um sich wohl zu wühlen.
    Mein persönliches Fazit nach fünf Tagen Tessin ist gemischt.
    Beginnen wir mit dem Schlechten:
    In erster Linie liegt es daran, dass mein Campingplatz in einer unfassbar hässlichen Stadt namens Tenero liegt und Tenero auch noch direkt umzingelt ist von weiteren, in meinen Augen, sehr hässlichen Städten, zum Beispiel Locarno.
    Auch der völlig überteuerte Campingplatz, den ich hatte, ist im Netz völlig überbewertet.
    Klar, der Strand ist schön angelegt, mit den Palmen und so weiter und der abendliche Sonnenuntergang ist absolut magisch.
    Aber die Betonung liegt auf „künstlich angelegt“. Der Platz liegt mitten in einer Art Industriegebiet, umzingelt von Kränen, Baustellen und Schrotthändlern, und das zerstört eben völlig das Karma dieses Platzes.
    Spazieren gehen oder Radtouren unternehmen? Völlige Fehlanzeige!

    Der Lago Maggiore ist eigentlich ein schöner See, die malerischen Berge und die zahlreichen Palmen und Magnolien könnten es atemberaubend machen, aber durch den völlig verhunzten Städtebau kommt für mich einfach kein Urlaubsgefühl auf.
    Überall Bettenburgen, Schrotthändler, Autos, Lärm und nirgends Radwege oder Wege zum Spazieren.
    Vielleicht ist es auf der italienischen Seite anders? Gibt es auch schöne Orte direkt am See?

    Wie ihr aus den Berichten erkennt, habe ich mich während meiner Ausflüge komplett vom See entfernt, auf der verzweifelten Suche nach Natur.
    Wer von tollen Radtouren an einem See unter Palmen träumt und zwischendurch in romantische Cafés einkehren möchte, ist hier völlig falsch.
    Zwar sind die kleineren Orte wie zum Beispiel Gambarogno und Vira schon schöner, aber auch nicht so, dass man jetzt sagen müsste: Da würde ich unbedingt noch mal hin.
    Und wenn man mal ein schönes Café findet, dann sind oft Hunde verboten, selbst auf den Terrassen.

    Aber es gibt natürlich auch schöne Ecken. Weit weg vom See, in den Bergen und Tälern, ist es atemberaubend.
    Wer diese Woche mitgelesen hat, hat genug Eindrücke von all der Schönheit im Umfeld mitbekommen, und heute fahre ich auch noch einmal raus ins Grüne.
    Von diesem Standort aus bedeutet das allerdings immer, 30 Minuten durch Stadthektik zur Bushaltestelle zu laufen, sich in extrem überfüllte Busse zu quetschen und dann mindestens 40 bis 70 Minuten im stickigen Bus zu sitzen, bis man endlich im Grünen ist.

    Aber zum Beispiel einen Wanderurlaub in Brione könnte ich mir durchaus vorstellen.
    Dort gibt es auch einen Wohnmobilstellplatz, den ich empfehlen kann.
    Für die Anfahrt muss man allerdings beherzt fahren können oder sich direkt hinter den Postbus klemmen.
    Wenn man nämlich hinter dem Bus ins Tal fährt, hat man keinen Bus von vorne, und die Pkw müssen dem Bus ausweichen.
    Trotzdem habe ich mir vorgestellt, wie es im Sommer sein könnte, wenn dort noch mehr Rennradfahrer unterwegs sind.
    Das ist bestimmt kein großer Spaß.

    Trotzdem, einmal in Brione angekommen, wäre es wirklich schön, dort eine Woche zu verbringen.
    Schon allein wegen der Pizza, die wirklich fantastisch war.
    Und zum Wandern, Biken und Bouldern ist das die perfekte Location.

    Paul und ich werden heute auch noch eine letzte Wanderung im Verzascatal machen, bevor wir dann morgen in Italien ankommen.
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  • Agricamping Villafranca

    31 Maret 2025, Italia ⋅ ☀️ 16 °C

    Bei Kilometerstand ca 1800 seit Beginn der Reise kommen Paul und ich heute in einen ganz normalen italienischen Ort an. So habe ich mir das vorgestellt. Nicht nur touristische Highlights sehen, sondern das ganz normale italienische Leben.
    Auch diese Etappe endet ohne Stau

    Die Strecke über die Autobahn, so ab Mailand bis rein nach Ligurien ist malerisch schön! Tolle Berge, wunderschöne Natur, dazwischen immer wieder Flüsse. Einmalig.
    Aber ganz ehrlich, ich war so froh über meine Mautbox! Ein piep und die Schranke war offen. An jeder Mautschranke einzeln zu zahlen hätte mir nicht gefallen.
    Öffnet die Schranke nicht, ist man zu schnell heran gefahren.
    Einfach das Auto zurücksetzen und noch mal langsam an die Schranke, dann sollte es klappen.
    Ansonsten hatten wir wenig Verkehr und kamen locker durch.
    Mein Agricamper Stellplatz hatte schönen Bergblick und lag an einem Reiterhof. War ok, und wenn es nichts kostet, soll man nicht meckern.
    Aber das Konzept Agricamper basiert ja auf Hofläden, Winzer oder Restaurants. Hier durfte man zwar kostenlos stehen, aber anders als beschrieben, gab es keinen Laden.
    Seltsam. Also ins Dorf mit dem Ebike und eingekauft.
    Das Dorf hat eine schöne Location mit einen Gasthof und kleinen Geschäften. Ich liebte Villa Franca sofort und es war so authentisch und echt, wie Italien nur sein kann.
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  • Levanto

    1 April 2025, Italia ⋅ ☀️ 14 °C

    Die Anfahrt nach Levanto war unfassbar schön. In engen Serpentinen ging es mit spektakulären Meerblick bis ins Dorf hinunter. Die Berge mit ihren wunderbaren farbenfrohen Häuschen erweckten in mir gleich das Gefühl, angekommen zu sein. Es ist genau, wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Schon ab Mailand wurde die Umgebung unfassbar schön. Man fährt die ganze Zeit durch die Berge, hat Aussicht auf wunderschöne Dörfer ( Lärmschutzmauern kennt man hier offenbar nicht) und hat das Gefühl, hier dreht sich die Welt langsamer.
    Mein Blitzer.de ist unentwegt am melden, insbesondere wenn man mal geradeaus schneller fahren könnte aber halt nicht darf, oder es kommen Sepertinen, da geht es halt nicht schneller. Für 60 Kilometer brauchen wir über 2 Stunden. Aber es stört ja nicht, wir haben Zeit. So ganz allmählich breitet sich eine fantastische Ruhe über mich aus.
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  • Vernazza

    1 April 2025, Italia ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach nur 2 Stationen mit dem Zug kommen Paul und ich in das Dörfchen Vernazza an, welches wir besichtigen wollten.
    Laut diversen Medien ist Vernazza das schönste Dorf der Cinque Terre. Und ohne die anderen Dörfer gesehen zu haben, glaube ich das sofort.
    Man wird gleich empfangen vom Zitronenduft, viele Händler mit Souvenirs, Cafés und Restaurants säumen die engen Gassen. Oft sehe ich winzige Pizzerias mit nur 2 oder 3 Tischen. Ich hohle mir ein Stück Kuchen, Blätterteig mit Zitrone und später noch Zitroneneis.
    Ich werde für den Rest meines Leben bei den Geruch von Zitrone an diesen Ort denken.
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  • Vernazza 2

    1 April 2025, Italia ⋅ ☁️ 15 °C

    Noch ein paar Eindrücke von Ligurien, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Vernazza hat mich völlig verzaubert. Dieser kleine Ort an der ligurischen Küste ist so süß, so lebendig und so unglaublich schön, dass ich ihn vom ersten Moment an geliebt habe. Enge, bunte Gassen schlängeln sich zwischen pastellfarbenen Häusern, die sich wie in einem Amphitheater um den kleinen Hafen schmiegen. Unten liegen Fischerboote im türkisblauen Wasser, oben wehen Wäscheleinen über den Balkonen, und überall riecht es nach Meer, Salz und frischem Pesto.

    Ich sitze am Nachmittag auf den Stufen vor der Kirche Santa Margherita di Antiochia, schaue auf den Hafen hinaus und höre das Stimmengewirr der Menschen um mich herum. Trotzdem ist es friedlich. Vernazza hat diese seltene Mischung aus Energie und Ruhe, die einen sofort berührt. Vielleicht ist es die Lage, vielleicht die Farben, vielleicht einfach das Gefühl, angekommen zu sein.

    Der Ort gehört zu den Cinque Terre, jenen fünf weltberühmten Dörfern, die an der steilen ligurischen Felsküste liegen. Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter, aber Vernazza ist für mich das schönste von allen. Man erreicht es mit dem Zug oder auf schmalen Wanderpfaden, die hoch über dem Meer verlaufen. Der Blick von dort oben ist atemberaubend, das Meer schimmert in allen Blautönen, und die Häuser kleben an den Klippen, als hätten sie sich dort festgekrallt, um nicht hinabzurutschen.

    Ich möchte auf jeden Fall wiederkommen, das nächste Mal länger. Ich habe dort so viel gefühlt, und ich weiß, dass mich dieser Ort auch beim zweiten Mal wieder berühren wird. Ligurien ist einfach wunderschön, voller Leben, voller Kontraste, und ich spüre, dass ich noch viel mehr davon entdecken will.
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  • Levanto

    1 April 2025, Italia ⋅ ☁️ 14 °C

    So ein zauberhaftes Örtchen🥰Levanto ist so ein zauberhaftes Örtchen, dass ich mich sofort verliebt habe. Es liegt eingebettet zwischen grünen Hügeln und der tiefblauen ligurischen Küste, nur wenige Kilometer von den berühmten Cinque Terre entfernt. Trotzdem geht es hier ruhiger zu, entspannter, echter. Ich esse Orangen direkt vom Baum, kaufe mir endlich eine italienische Gasflasche und decke mich auf dem kleinen Wochenmarkt mit frischem Obst und Gemüse ein. Alles schmeckt intensiver, süßer, sonniger. Die Tomaten sind aromatisch, die Zitronen duften, und die Orangen schmecken, als hätte die Sonne selbst sie geerntet.

    Das Dorf selbst ist wunderschön. Enge Gassen mit alten Steinhäusern, bunte Fensterläden, kleine Läden, in denen noch handgeschriebene Schilder hängen. In den Bars sitzen Einheimische, die laut lachen, Espresso trinken und über das Wetter oder den nächsten Fang sprechen. Es ist dieses typische italienische Lebensgefühl, das mich sofort glücklich macht – unkompliziert, herzlich, offen.

    Am späten Nachmittag gehe ich hinunter zum Strand. Levanto hat eine weite, sanft geschwungene Bucht, umrahmt von Bergen, und das Meer glitzert, als würde es in Gold getaucht. Surfer warten auf die perfekte Welle, Kinder spielen im Sand, und alles wirkt unbeschwert und friedlich. Ich bleibe lange dort sitzen, schaue aufs Meer und denke: So fühlt sich Italien an.

    Levanto ist für mich einer der schönsten Orte dieser Reise. Es ist weniger bekannt als seine Nachbarn, aber genau das macht es so besonders. Wer Ruhe sucht und trotzdem das echte Ligurien erleben will, ist hier richtig. Ich weiß schon jetzt, dass ich wiederkommen werde.
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  • Framura

    2 April 2025, Italia ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute Morgen starte ich den Tag mit einer Radtour am Meer. Die Strecke zwischen Levanto, Bonassola und Framura gilt als Geheimtipp unter Radfahrern, weil sie größtenteils durch alte Eisenbahntunnel führt, die zu einem Radweg umgebaut wurden. Auf Social Media wird die Pista Ciclopedonale Maremonti als traumhafte Küstenroute gefeiert, mit atemberaubenden Ausblicken auf das Ligurische Meer. In der Realität war ich allerdings weniger begeistert. Die Fahrt durch die Tunnel war dunkel, kühl und teilweise feucht, und der Geruch nach altem Gestein und Meerluft mischte sich zu einer seltsamen Atmosphäre. Ich verstehe, dass viele es mögen, aber für mich war das eher Mittelmaß. Ich wäre viel lieber einfach direkt an der Uferkante entlanggefahren, mit Sonne im Gesicht und dem Rauschen der Wellen neben mir.

    Trotzdem gab es immer wieder Stellen, an denen sich die Tunnel öffneten und fantastische Ausblicke auf die Steilküste freigaben. Kleine Aussichtsbalkone mit Bänken laden dort zum Anhalten ein, und der Blick auf das türkisblaue Wasser und die grünen Hänge ist wirklich wunderschön. Die Orte entlang der Strecke, besonders Bonassola und Framura, haben mir ausgesprochen gut gefallen. Sie sind ruhiger als Levanto oder die Cinque Terre, nicht so überlaufen und wirken noch richtig italienisch. Enge Gassen, bunte Häuser, ein paar Fischer am Kai, die Netze flicken, und in den Bars treffen sich die Dorfbewohner zum Plausch.

    Am Ende der Tour sitze ich wieder am Meer, esse eine Orange und schaue auf die Wellen. Ich bin froh, diese Strecke ausprobiert zu haben, auch wenn sie nicht so spektakulär war, wie überall beschrieben. Manchmal sind die einfachen Wege, die stillen Momente und der Blick auf das echte Leben viel schöner als jeder Hype.
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  • Monterosso

    2 April 2025, Italia ⋅ ⛅ 16 °C

    Einfach mal am Strand sitzen und entspannen, das war heute mein Plan! Nach der Radtour fuhren Paul und ich in den Badeort Monterosso.
    Monterosso ist ein hübscher Badeort direkt am Meer. Man steigt aus dem Zug und sieht schon Strand, Berge und das Meer.
    Paul und ich sonnten uns, gingen aber auch mit den Füßen ins Wasser rein. So kalt war es nicht mehr.
    Danach machten wir noch einen Spaziergang durch die hübsche Stadt, kaufen Zitroneneis und gingen mal zeitig zum Wohnmobil zurück.
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  • Manarola

    3 April 2025, Italia ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute mache ich bei bestem Wetter eine Wanderung in Manarola. Schon die Ankunft ist ein Erlebnis. Das Dorf liegt malerisch in den Felsen, die Häuser kleben bunt und dicht übereinander, als wollten sie sich gegenseitig festhalten. Unten glitzert das Meer, oben ragen Weinberge und Terrassen empor, auf denen Oliven und Zitronen wachsen. Ich verstehe sofort, warum Manarola als einer der schönsten Orte der Cinque Terre gilt. Die Gassen sind schmal, voller Treppen, mit kleinen Läden und winzigen Cafés, in denen es nach Espresso und frisch gebackenem Focaccia duftet.

    Doch noch spannender als der Ort selbst sind die Wanderwege, die von hier abzweigen. Ich starte auf einem der alten Pfade, die hoch über dem Meer verlaufen, ursprünglich angelegt von Winzern, die ihre Reben auf den steilen Hängen pflegten. Die Aussicht ist atemberaubend. Unter mir das tiefblaue Meer, vor mir die Felsküste, die sich endlos hinzieht. Immer wieder bleibe ich stehen, einfach nur um zu schauen. Jeder Schritt lohnt sich.

    Ein besonders schöner Weg führt Richtung Corniglia, teils über Steinstufen, teils über kleine Feldwege, gesäumt von duftenden Kräutern und Weinreben. Zwischendurch höre ich das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zikaden, sonst nichts. Diese Mischung aus Ruhe, Sonne und Natur ist magisch.

    Am Nachmittag kehre ich in Manarola zurück, trinke einen Cappuccino auf der Terrasse eines kleinen Cafés und schaue hinunter auf den Hafen. Fischerboote schaukeln sanft im Wasser, Kinder springen von den Felsen ins Meer, und die Sonne lässt die Farben der Häuser leuchten. Es ist einer dieser Momente, in denen man einfach nur dankbar ist, hier zu sein. Ich weiß schon jetzt: Ich komme wieder.
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  • Riomaggiore

    3 April 2025, Italia ⋅ ⛅ 17 °C

    Riomaggiore ist einer dieser Orte, die man von Fotos her kennt, und genau deshalb hatte ich große Erwartungen. Bunte Häuser, steil übereinandergeschichtet, ein kleiner Hafen, das Meer ganz nah – das klang nach Postkartenidylle. In Wirklichkeit war ich aber ziemlich enttäuscht. Als Stadt lohnt sich Riomaggiore für mich so gar nicht. Die engen Gassen sind schnell durchlaufen, viele Läden sind rein touristisch, und der Ort wirkt ein wenig überfüllt und seelenlos. Nach den charmanten Plätzen in Manarola oder Vernazza kommt hier kaum Stimmung auf. Vielleicht liegt es daran, dass sich alles auf die wenigen Hauptwege konzentriert, vielleicht auch daran, dass der Ort einfach zu stark auf Tagestourismus ausgelegt ist.

    Trotzdem hat die Umgebung einiges zu bieten. Wer gern wandert, findet rund um Riomaggiore wunderschöne Wege. Die alten Verbindungsrouten zwischen den Dörfern der Cinque Terre sind legendär, und einige der steilen Pfade starten direkt oberhalb der Stadt. Besonders schön ist der Weg Richtung Manarola, der sich über Terrassenfelder und durch Olivenhaine schlängelt. Von oben sieht man das Meer glitzern, und manchmal weht der Duft von Kräutern und wildem Rosmarin herüber. Diese Landschaft ist einzigartig, rau und trotzdem harmonisch.

    Für mich war Riomaggiore also weniger ein Ziel als ein Ausgangspunkt. Ich habe schnell gemerkt, dass ich lieber in die Natur laufe, als mich durch die überfüllten Gassen zu schieben. Die Wanderstrecken hier sind spektakulär, die Aussicht grandios, aber die Stadt selbst bietet wenig, das hängen bleibt. Trotzdem war es den Stopp wert, allein wegen der Landschaft.
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  • San Filippo

    4 April 2025, Italia ⋅ 🌙 12 °C

    Paul und ich besuchen heute das Thermalbad von San Filippo in der südlichen Toskana. Schon die Anfahrt durch die hügelige Landschaft ist wunderschön, überall Olivenhaine, Zypressen und kleine Dörfer auf den Hügelkuppen. In San Filippo dampft es bereits am Ortseingang, ein feiner Schwefelduft liegt in der Luft. Die heißen Quellen sind hier völlig natürlich, das Wasser sprudelt mit fast vierzig Grad aus dem Gestein und sammelt sich in kleinen Becken, die von weißen Kalkterrassen umgeben sind. Es sieht fast aus wie Schnee, obwohl alles warm ist.

    Ich steige vorsichtig ins Wasser, das tatsächlich angenehm heiß ist. Ein herrliches Gefühl, mitten in der Natur zu baden, während über mir die Baumkronen rauschen. Paul klettert derweil auf den Felsen herum, schnuppert neugierig und benimmt sich erstaunlich brav. Er scheint die Ruhe des Ortes genauso zu genießen wie ich. Rundherum plätschert das Wasser, und aus den Felsen steigen kleine Dampfwolken auf.

    Die heißen Quellen von Bagni San Filippo sind seit Jahrhunderten bekannt. Schon die Römer nutzten sie wegen ihrer heilenden Wirkung auf Haut und Gelenke. Heute kommen Menschen aus der ganzen Welt hierher, um zu entspannen. Für mich ist es einer der friedlichsten Orte dieser Reise. Ich sitze lange im warmen Wasser, schaue in die Bäume und denke, wie schön es ist, solche Momente mit Paul zu teilen.
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  • Val d‘ Orcia

    5 April 2025, Italia ⋅ ☀️ 19 °C

    Das Val d’Orcia ist genau so, wie man sich die Toskana vorstellt. Sanfte Hügel, goldene Felder, Zypressenalleen und kleine Dörfer, die wie gemalt auf den Hügelkuppen liegen. Paul und ich fahren durch diese Landschaft und können uns kaum sattsehen. Hier ist alles harmonisch, ruhig und weit. Zwischen Pienza, Montalcino und San Quirico d’Orcia reiht sich ein Postkartenmotiv ans nächste. Ich halte oft an, nur um die Aussicht zu genießen. Das Licht ist weich, fast golden, und die Luft riecht nach Erde und Kräutern. Am Abend färbt die Sonne die Hügel orange, und ich denke: schöner kann Italien kaum sein.Baca selengkapnya

  • Moltecino

    5 April 2025, Italia ⋅ ☀️ 18 °C

    Montalcino ist ein Ort, der auf einem Hügel thront und von Weinbergen umgeben ist, soweit das Auge reicht. Schon von Weitem sieht man die alte Festung über den Dächern der Stadt. Hier wird der berühmte Brunello di Montalcino hergestellt, und überall duftet es nach Wein, Holz und Sonne. Paul und ich spazieren durch die engen Gassen, vorbei an kleinen Weinläden und Cafés, in denen Einheimische in aller Ruhe ihren Espresso trinken. Von der Stadtmauer aus hat man einen weiten Blick über das Val d’Orcia, das in der Abendsonne in warmen Farben leuchtet. Ich bleibe lange stehen und genieße diesen Moment, still, friedlich und unglaublich schön.Baca selengkapnya

  • San Quirico

    6 April 2025, Italia ⋅ ☀️ 16 °C

    San Quirico d’Orcia liegt mitten im Herzen des Val d’Orcia, umgeben von sanften Hügeln, Weinbergen und endlosen Feldern. Schon beim Ankommen spüre ich diese besondere Ruhe, die den kleinen Ort umgibt. Die Altstadt ist von einer alten Stadtmauer umgeben, und in den engen Gassen reihen sich Steinhäuser, kleine Geschäfte und ein paar gemütliche Trattorien aneinander. Besonders schön ist der Horti Leonini, ein symmetrischer Renaissancegarten, in dem man wunderbar spazieren kann. Paul läuft brav neben mir, während ich mir alles anschaue. In der Abendsonne leuchtet der Stein goldgelb, und ich merke, wie sehr ich diesen Ort mag. San Quirico wirkt unaufgeregt, echt und einfach wunderschön.Baca selengkapnya

  • Termoli

    8–9 Apr 2025, Italia ⋅ ⛅ 12 °C

    Termoli war für mich nur ein Zwischenstopp, eine Übernachtung, weil die Strecke sonst einfach zu lang gewesen wäre. Die Stadt liegt zwar direkt an der Adriaküste und hat einen alten Stadtkern mit einer Burg und kleinen Gassen, doch mir war es dort zu laut und zu unruhig. Der Verkehr, die vielen Menschen, das ständige Gewusel – all das war mir nach den stillen Tagen in der Toskana einfach zu viel. Der Stellplatz war in Ordnung, sauber und sicher, aber mehr auch nicht. Paul hat gut geschlafen, ich weniger. Am nächsten Morgen war ich froh, weiterzufahren. Manchmal merkt man einfach, dass ein Ort nicht passt, und das ist auch völlig in Ordnung.Baca selengkapnya