• Norwin Gaillard
  • Martina Mannhart
Jun – Sep 2024

Sulawesi :)

A 93-day adventure by Norwin & Martina Read more
  • Trip start
    June 2, 2024

    Bira

    June 2, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Welcome to Sulawesi, Welcome to Bira

    Bira in Sulawesi ist ein kleiner verschlafener Ort und ein Paradies für Beach Bungalows, Tauchen & Schnorcheln. Leider ist es auch ein Paradies für Riesenrad Spinnen, die hier wirklich überall in den Bäumen ihre Netze spannen. In einem Baum sieht man unzählige davon, wie viel in einem Wald sind will ich gar nicht wissen. Sie bauen anscheinend die stabilsten Netze, so stabil, dass sogar die Textilindustrie interesse daran hat und versucht sie nachzumachen oder andere benutzen die Netze zum Fischen.

    Bira ist 6h Autofahrt von Makassar entfernt und vor allem für Locals ein beliebter Ort für kurz Aufenthalte über das Wochenende. Viele reisen mit Zelt und Karaoke Ausrüstung an und singen das ganze Wochenende durch. Unter der Woche ist Bira dann wieder der kleine verschlafene Ort.

    Die ersten beiden Tage hat es fast durchgeregnet und wir hatten nicht viel gemacht ausser in der Hängematte zu sein und dem Regen zuzusehen und ein Buch zu lesen und einen Spaziergang entlang der Bucht zu machen. Beim zurück laufen sind wir dann bei Ninis gelandet und haben den ganzen Nachmittag mit dem Besitzer viele interessante Gespräche gehabt. Ein Europäer der hier mit seiner indonesischen Frau ein Resort aufgebaut hat und die Karaokes nicht mehr hören kann. Er hat uns erzählt, dass er bereits 14 Jahre hier ist, zwischen dem verschlafenen Ort und den Karaoke Wochenenden, viel mehr gibts nicht. Auch Covid war er hier, er hat auf die Terrassen Lounge gezeigt und meinte, hier war ich 3 Jahre lang und hab aufs Meer geschaut. Ein Lastwagen voller Thai Noodles sei einmal gekommen als Hilfeleistung für die Bevölkerung, sonst gab es keine Unterstützung. Die Locals seien danach jeden Abend zu hundert bei Sonnenuntergang über das Riff rausgelaufen und hätten gefischt, Oktopus, Krabben und ähnliches aus dem Meer geholt. Leider wurde deshalb auch vieles vom Riff zerstört. Vor Covid sei es ein belebtes Riff gewesen, jetzt sei vieles zerstört was in Strandnähe gewesen sei. Er hat uns auch erzählt, dass es hier viele Schlangen gibt und eine 8 Meterlange bei ihnen einmal im Hotel war und den Hund erwürgen wollte. Sie konnten den Hund in letzter Minute noch retten, mussten ihn aber reanimieren. Die Schlange hat den Tag nicht überlebt.

    Für was Bira bzw. Sulawesi aber auch noch bekannt ist, sind die selbstgebauten Schiffe, welche vor allem für die Komodo Sailingtrips danach genutzt werden. Früher wurden sie zu 100% von Hand gebaut, aktuell sei es eher halb, halb aber immer noch sehr beindruckend. Nur schon zu sehen, wie sie auf Bambus "Vorrichtungen" sich um das Boot herum bewegen, ohne richtige Absicherung oder sonst irgendwas. Für uns wäre es vermutlich schon eine Herausforderung auf dem einzelnen Bambus auf das Boot raufzuklettern. :D
    Read more

  • Ausflug rund um Bira

    June 9, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute gings mit Roller die Ortschaft erkunden. Auf dem Programm standen Höhlen, Bootsbauer und ein Ort, wo man ins Meer springen kann.

    Wir fuhren mit dem Scooter gemütlich eine Halbestunde die Strasse hoch bis ich (Martina) vor mir plötzlich eine Riesenrad Spinne auf Kopfhöhe kurz vor mir befand. Mit einem riesigen Ausweichmanöver hatten wir es gerade noch so geschafft auszuweichen und die nicht mitten in unserem Gesicht zu haben. Puh das war echt knapp und der Schock des Tages (naja das war er nicht, der kommt erst noch).

    Als erstes haben wir uns zwei Höhlen angeschaut. Bei der zweiten sollte es unten einen Pool geben, wo man schwimmen kann. Es gab jedoch dazu nur ein Google Review. Die Höhle haben wir gefunden und sind mit Taschenlampe auch ein Stück weit hinuntergeklettert. Es wurde immer dunkler und viel Platz um sich zu bewegen gab es auch nicht, da es relativ steil nach unten ging. Dummerweise leuchtete ich dann neben mir hin und sah am Felsen direkt neben mir eine riesen Spinne. Innerlich rastete ich völlig aus, die war echt gross. Wer mir das nicht glaubt, kann gerne Höhlenspinnen google (ein witziges Foto gibt es von einer Frau die eine an den Beinen hält, die ist gewaltig gross). Die in der Höhle war nicht gerade so gross aber definitiv genügend gross, so gross, dass mir die Riesenrad Spinnen in den Bäumen danach nichts mehr anhaben konnten. Die Sekunden neben dieser Spinne fühlten sich wie Stunden an und da es Steil war, konnte man auch schlecht weg springen. Ich hab mich dann wohl oder übel kurz zusammen gerissen und bin dann wieder aus der Höhle rausgeklettert und hab mir geschworen, dass das die letzte Höhle war (naja wars nicht, siehe Beitrag Rammang Rammang).

    Nach der Höhle ging es dann mit dem Scooter weiter an die Küste für einen kleinen Stopp und danach fuhren wir einmal quer durch auf die andere Küstenseite, Da soll es ein Boot geben, dass kurz davor ist ins Wasser gelassen zu werden. Ein Boot war bereits im Wasser und das andere wurde von Hand ins Wasser gelassen. Wie lange die wohl dafür brauchen?
    Read more

  • Schnorchel Trip 🤿

    June 9, 2024 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    In unserer Unterkunft gab es noch zwei weitere Familien aus Belgien. Die eine Familie kam gerade aus dem Norden und hat uns viele tolle Tipps gegeben und sie haben auch gleich für uns alle einen Schnorcheltripp organsiert, welchen wir am nächsten Tag machen. Eigentlich wollten wir einen Arbeitstag einlegen aber einen Schnorchelausflug hört sich etwas verlockender an und in der Nebensaison kann man seine Arbeitstage auf mal verlegen. Für den ganzen Tag hatten wir pro Person CHF 9 bezahlt inkl. Guide. Leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter und wurden regelrecht verregnet auf der Bootsfahrt. Auf einem Schnorcheltripp aber halb so wild, alles was mit an Board ist konnte an diesem Tag problemlos nass werden. Unser Guide erzählte uns, dass er für eine Reise Agentur gearbeitet hat und schon an vielen Orten in Indonesien war und sogar auch schon in Europa. Er hätte sich sehr gewundert, dass alle Leute ihn merkwürdig anschauten, wenn er sie begrüssen oder sich vorstellen wollte und hätte damit sehr schnell wieder aufgehört und nur noch denen hallo gesagt, die er kannte.

    An dem Tag hatten wir 3 Schnorchelplätze vor uns und ein Mittagessen auf der Insel, wo es Fisch, Gemüse und Reis gab.
    Read more

  • 3 Tage Tauchen

    June 12, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 30 °C

    Für das Tauchen sind wir nach Bira gekommen und haben insgesamt 6 Tauchgänge gemacht an drei Tagen. Jeden Tag gings morgens (sehr früh) los und um 10 Uhr gab es dann schon auf der Insel Mittagessen, was echt viel zu früh war. Am Nachmittag waren wir dann jeweils bereits mit unserem Tagesprogramm durch und konnten noch was anderes machen. Meistens habe ich dann das Mittagessen, was es um 10 gab und für mich noch viel zu früh war nachgeholt, denn in Bira gab es eine Unterkunft mit Smoothie Bowls, die super lecker waren und das waren wohl die letzten Smoothie Bowls für eine ganze Weile. :D

    Vom Tauchen in Bira war ich sehr beindruckt, ich dachte nicht, dass es hier so vieles zu sehen gibt unter Wasser. Es ist ähnlich wie Komodo, einfach in etwas kleiner dafür ohne die vielen anderen die ebenfalls unter Wasser sind.

    Wir hatten fast jeden Tag die Seeschlangen gesehen, viele Schildkröten. Norwin hat sogar eine gefilmt, die wohl neu da sein soll und niemand bisher gesehen hat. Da Norwin sie gefilmt hat, wird sie Norwin getauft und ins Archiv aufgenommen. Das Video gibts im Post "Turtle", die riesen grosse Schildkrote, welche etwas oberhalb zu sehen ist.

    Was es hier auch unendlich viel gibt sind die Baby Triggerfische. Die sieht man hier hunderte davon (Bild Nr 6).
    Read more

  • Ramang Ramang (Cave 1-3)

    June 15, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Eine knappe Stunde Rollerfahrt nördlich von Makass befindet sich Ramang Ramang. Ramang Ramang ist ein Karstgebiet. Es ist der Lokalbevölkerung, Umweltschützern sowie Studenten der Region zu verdanken, dass dieses Naturwunder noch betrachtet werden kann. 2015 erhielt ein Unternehmen die Bewilligung, diesen Ort zum Zement- und Marmor-Abbau zu benützen. Dank des starken Widerstands wurde diese dann widerrufen. 2017 wurden dann einer chinesischen Firma 40 Hektar versteigert. Die Lokalbevölkerung kämpfte erneut erfolgreich dagegen an und so wurde der Verkauf und die Berechtigungen rückgängig gemacht und das Gebiet wurde zu einem UNESCO Global Geopark.

    Durch eine 20-minütige Bootsfahrt erreicht man ein Tal/Dorf, welches aktuell von 18 Familien bewohnt wird, die als Reisbauern arbeiten. Der Anblick ist überwältigend. Eingebettet zwischen Karst-Berge, erstrecken sich Reisfelder so weit das Auge reicht. Doch nicht nur die Aussicht ist überwältigend, auch die herunter brennende Sonne. Es fühlt sich an wie 50 Grad, langsam quälen wir uns durch das Tal, getrieben durch die Schönheit, welche unsere Augen aufsaugen.
    Immer wieder durchkreuzt mich der Gedanke, wie wäre es hier zu leben. Etwas in mir sehnt sich nach der Unwissenheit über das Weltgeschehen dieser Menschen. Die 20 min Bootsfahrt um hierherzugelangen dient als eine Art Mauer zur Aussenwelt. Alle Kriege, Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, welche die Menschheit zustande bringt, sind ausgeschlossen. Eine kleine, unschuldige Welt für sich selbst, so scheint es mir zumindest. Doch das strenge Leben als Reisbauer und diese Hitze, nein ich wäre definitiv zu schwach um hier zu leben.

    Die Karst Berge sind voller Höhlen, welche wir für einen Eintrittspreis von jeweils nicht mal 30 Rappen besuchen dürfen. In den 30 Rappen sind auch Taschenlampen und in einem Fall sogar eine erstaunliche Führung von einem Kind auf Englisch inklusive. Etwas beschämt fällt mir auf, dass ihr Englisch bedeutend besser ist als mein Indonesisch, höchste Zeit daran zu arbeiten ^^
    Read more

  • Ramang Ramang (Cave 4-5)

    June 15, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C

    Immer mehr dehydriert, entschieden wir uns noch zwei letzte Höhlen zu besuchen. In der letzten Höhle musste man zuerst hochklettern. Die Locals hatten zum Glück notdürftig Holzbalken zusammengenagelt und Seile befestigt, um den Aufstieg zu erleichtern. In der Höhle drin wurde es immer enger, dankbar um unsre Taschenlampe krochen wir weiter und anschliessend wieder runter. Im Schein der Taschenlampe glitzerten kleine Kristalle, doch dann plötzlich füllte eine Spinne den Lichtkegel der Taschenlampe von Martina aus. Nun hiess es Rückzug. Martina bereute es bitter, ihr Versprechen an sich, nie wieder eine Höhle zu betreten, gebrochen zu haben. Stolz bin ich auf sie, dass sie sich immer tapfer ihren Ängsten stellt und sich mit mir auf Abenteuer in Höhlen einlässt (denn dies minder meine Klaustrophobie). Diese Gedanken durchlaufen meinen Kopf während ich in der Dunkelheit krieche, denn Martina ist nach der Sichtung der Spinne blitzschnell mit unserer einzigen Taschenlampe abgerauscht, na ja so sehe ich die Spinnen wenigstens nicht. Beim Herunterklettern aus der Höhle bleibt dieses Mal mein Herz stehen, einer der Holzbalken unter mir ist gebrochen. Zum Glück konnte ich mich gerade noch an einem Seil festhalten, denke ich mir, während mein Blick 3m in die Tiefe schweift, wo ich mit etwas weniger Glück jetzt mit einem gebrochenen Bein, stunden entfernt vom nächsten Krankenhaus liegen könnte.
    Nach diesem adrenalinreichen Höhlenbesuch entscheiden wir uns zum Bootssteg zurückzugehen, wo bereits unser Bootsfahrer auf uns wartet. Während unser Boot wieder in die "reale" Welt zurückglitt, erscheint das ganze erlebte und dieses wunderschöne Tal wie ein surrealer Traum und ein dankbares Lächeln macht sich auf unseren Gesichtern breit.
    Read more

  • Malino

    Jun 16–19, 2024 in Indonesia ⋅ ⛅ 23 °C

    Nachdem wir den kompletten Vortag benötigt hatten, um jemanden zu finden, der bereit war uns ein Scooter zu vermieten, waren wir nun endlich frei. Den angenehmen Fahrtwind im Gesicht, liessen wir die sengende Hitze, die penetranten Gerüche, die abertausende halbtoten eingesperrten Hühner und das Chaos der 1.8 Mio Metropole Makassar immer weiter hinter uns. Während wir dem Tal entlang fuhren, erklommen wir immer mehr an Höhe, Nadelbäume lösten bald Palmen ab, der Horizont verengte sich und war nun von Bergkreten geprägt. Nach etwas mehr als 2h Fahrt, kurz vor dem Regen erreichten wir glücklich, wenn auch mit etwas schmerzendem Hintern von der holprigen Rollerfahrt unsere herzige Unterkunft in Malino.

    Nach einem Kaffee zur Stärkung fuhren wir noch etwas höher und bestaunten die vielen Felder, bevor wir kurze Zeit später ungläubig das Farbenspiel des Sonnenuntergangs unter uns bewunderten.

    Malino lebt von der Agrikultur, insbesondere im Bereich des Gartenbaues. Produkte für die Gartenbaukultur werden nach Makassar als auch bis nach Europa geliefert. Malino erlangte erst mal in 1927 Bekanntheit, als unter der niederländischen Kolonie, Malino als Erholungsort für Beamte genutzt wurde.
    Somit gewann auch der Tourismus an Bedeutung. In Anbetracht der unglaublichen Landschaft und atemberaubenden Wasserfällen erstaunt mich dies kaum. Was mich jedoch verwunderte, war, dass es neben den indonesischen Touristen auch viele chinesische Touristen gab. Dies kommt daher, dass Chinesen schätzungsweise 10 % der Bevölkerung von Makassar ausmachen.
    Westliche Touristen haben wir hingegen weder in Makassar noch hier in Malino gesichtet, dies hat den Nachteil, dass man an den Wasserfällen sich zum Teil als grössere Attraktion vorkommt als der Wasserfall selbst. Die Vorteile überwiegen aber, denn so kann man vollends in die Kultur eintauchen und man ist auf angenehme Art gezwungen, täglich seinen rudimentären indonesischen Wortschatz um paar Wörter/Sätze zu erweitern. Denn dies ist die einzige Weise, um halbwegs so etwas wie sozialen Kontakt zu pflegen. Das herzliche Lachen, welches man für seine Bemühungen von den Locals erhält, ist erwärmend und so fühlt man sich trotz Sprachbarriere und fremder Kultur nicht alleine und immer willkommen.
    Read more

  • Tanralili See

    June 18, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute machten wir die Wanderung zum Tanarlili See.

    Mit dem Scooter fuhren wir zum Ausgangspunkt, dem sogenannten "Basecamp". Dort kann man seine ganze Camping Ausrüstung mieten und mitnehmen. Es ist auch notwendig, dass man sich registriert und 5k (20 Rappen) bezahlt. Als wir beim Registrierungshaus angekommen sind war bereits eine andere Gruppe dort und teilte uns mit Händen und Füssen mit, dass es geschlossen sei. Norwin hat sich dann erkundigt, ob es noch was anderes zum ansehen gibt aber eine verwendbare Info bekamen wir nicht. Ich (Martina) sagte dann, lass uns einfach mal ein Stück weit loslaufen und das Tal ansehen. Ohne gross Aufmerksamkeit zu erregen versuchte ich möglichst rasch zum Wanderweg zu gelangen, Norwin war etwas weniger eilig unterwegs und hat noch die Info gelesen beim Startpunkt, wo Stand, dass es gschlossen sei und er hat sich schon umgesehen um jemanden zu fragen. Ich sagte dann, lass uns besser schneller loslaufen bevor das ganze Dorf uns gesehen hat, was nie lang dauert als Tourist, da man immer extrem auffällt. Wir liefen somit los und Norwin war etwas gestresst und meinte, wenn die Berge und der See heilig sind, rennt uns noch jemand nach, wenn es verboten ist da hin zu gehen. Ich war da etwas anderer Meinung, da hier alle Muslimisch sind und gerade "Opfertage" sind, wird der Weg vermutlich einfach geschlossen sein, da alle Frei haben, sprich wenn sie kein Geld einnehmen können ist es einfach geschlossen. Bei heiligen Orten sind ansonsten viele Zermonien und die Menschen pilgern da hin mit Opfergaben (Bali). Hier wird das vermutlich nicht der Fall und somit keine Gefahr, dass uns jemand nachrennt und da kein Schild in Englisch war, war es theoretisch auch schwierig, dass wir etwas verstanden hätten, was da geschrieben stand und wenn alles nichts hilft, Geld hilft immer. Zusätzlich sind wir in der Natur und die gehört ja eigentlich niemand und sollte frei zugänglich sein.

    Wir liefen also immer etwas weiter und Norwin erkundigte sich bei jedem, der uns entgegen kam, ob wir hier durchlaufen dürfen. Verstanden hat ihn niemand so richtig aber alle haben genickt und gesagt "Danau Tanarlili" und mit der Hand den Weg gezeigt. Bei dem ersten Viewpoint mit Sicht auf das atemberaubende Tal wollt Norwin dann schon wieder umdrehen. Ich dachte mir schon einen gemütlichen Tag mit Tee und Kaffee wäre auch verlockend aber jetzt sind wir hier und machen die Wanderung, die Stand bei Norwin auch ganz oben auf der Liste für Malino und da wir morgen bereits abreisen, gibts nur jetzt oder nie. Als wir noch 2 bis 3x andere Leute sahen, die ebenfalls am Wandern waren und die ganz entspannt waren, war Norwin dann auch entspannt und hatte keine Angst mehr, dass uns jemand mit Machete nachrennen wird und wir konnten die Wanderung geniessen.

    Die Landschaft war atemberaubend schön und der Weg wie ein Wanderweg in der Schweiz, was selten ist in Indonesien. Die Landschaft erinnert an die Berge in der Schweiz oder an die Rheinschlucht nur mit dem Unterschied, dass hier niemand ist, keine Häuser, Antennen oder sonst irgendwas gebaut ist, einfach nur Natur so weit wie man sehen kann.

    Zwischendurch kreuzten wir sogar einige Kühe, die ebenfalls auf dem Wanderweg unterwegs waren, da musste man dann etwas schauen wie man sich kreuzt. War aber witzig zu sehen, dass die auch hier unterwegs waren und teilweise ziemlich steile Passagen rauf und runter kamen.

    Am See angekommen waren noch 2 Fischer da und sonst niemand. Ziemliches Glück, da normalerweise hier viele Zelte stehen und bestimmt auch einige Karaoke Maschinen installiert werden. Heute nicht, weil es "geschlossen" war, hatten wir den See und den Wanderweg fast für uns alleine, was für ein Glück.

    Nach einer Pause im See ging es später wieder den selben Weg zurück. Beim Base Camp wieder angekommen war laute Musik und viele Leute, bestimmt alle hier am Übernachten um sich am nächsten Tag mit Sack und Pack bereit zu machen. 20 Meter vor unserem Scooter bremst ein Auto und der Fahrer steigt aus und kommt etwas aufgebracht auf uns zu, natürlich erklärte er uns, dass der Weg geschlossen sei heute und zeigte uns die Info beim Starthäuschen, ich fragte ihn dann "English?" um zu sagen, dass wir das nicht verstehen oder lesen können. Nach 5 Minuten sagte er uns dann, dass wir 100k zahlen sollen, was CHF 5.90 sind. Die haben wir dann auch bezahlt und fuhren mit dem Scooter wieder zurück.
    Read more

  • Busfahrt Makassar - Toraja

    June 21, 2024 in Indonesia ⋅ 🌙 27 °C

    Der zweite kurz Aufenthalt in Makassar geht heute dem Ende zu. Die Arbeitstage im Starbucks damit auch. Ich werden den Starbucks Kaffee mit Sojamilch sowas von vermissen.

    Wie so oft wurde es heute noch etwas chaotisch. Zuerst haben wir am morgen bemerkt, dass eine von unseren beiden Powerbanks mit der wir u.a. auch Laptops laden können defekt ist. Wir fahren also nochmals mitten in die Stadt und durch das pure Verkehrschaos um in einem Einkaufszentrum eine neue Powerbank mit genügend Leistung zu finden. Leider war die Auswahl sehr bescheiden es gab gerade mal einige passable Powerbanks für Handys. Im letzten Laden haben wir dann eine gefunden, es war aber ein allerlei Laden und die Powerbank heisst "Bintang", so wie hier eine Biermarke heisst, ob das wirklich eine gute Powerbank ist? Wir haben am Ende die Mall mit einer Powerbank, welche vermutlich nur für Handys geht und der Bintang Powerbank verlassen. Erfolgreich ist was anderes aber nun die ganze Fahrt wieder aus der Stadt und zum Starbucks um doch noch etwas zu arbeiten zu können bevor der Bus losgeht.

    Um 8 Uhr fährt der Bus um 5 Uhr schreibe ich mal unserem Scooter Vermieter, dass er den Scooter abholen kann. Eine Antwort kommt allerdings nicht. Es ist nun 6 Uhr, der Verkehr nimmt zu und wir brauchen noch 20 Minuten bis zur Busstation. Ich schreibe ihm nochmals, dass wir früher los sollten und wann er kommt. Er schreibt um 7 Uhr zurück, dass er in 30 Minuten hier ist, also 15 Minuten später als wir los wollten. Auch um halb ist noch niemand hier, ich rufe ihn nochmals an und sage ihm, dass wir los müssen und ob wir ihn bei der Busstation treffen könnten ansonsten verpassen wir unser Bus, er stimmt zu. Sekunden bevor wir losfahren wollen kommt sein Mitarbeiter und holt den Scooter doch noch ab und gibt mir meine ID zurück. Unser bestelltes Taxi kommt auch direkt und wir fahren los mit Ankunftszeit 20:09 um 20:10 fährt der Bus los. Am Ende waren wir um 20:05 da der Bus hat uns schon per Whatsapp mitgeteilt, dass er warten wird. In Asien kann man ja jedem auch jedes Unternehmen und sogar die Behörden per Whatsapp erreichen, was vieles vereinfacht. Wir steigen in den Bus und kurz danach geht die Fahrt los. Der Bus erinnert an Vietnam. Jeder hat sein eigenes Abteil mit elektronischem Sessel und Massage Funktion und sogar ein Bildschirm gibts. Decke und Kopfkissen ebenfalls, so lässt es sich durch Sulawesi extrem bequem fahren und das für CHF 14.70 pro Person. Insgesamt dauerte die Fahrt 10h anstelle von den angeben 8h. Die Strasse war auch teilweise sehr holprig und noch nicht fertig gestellt.
    Read more

  • Jemand erreicht heute den nächsten grossen Geburtstag und wurde heute 30! ;)

    San’dan River Rafting

    June 24, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Aufregung steigt. Wir sind die nächsten 2 Tage auf einer River Rafting Expedition und sind in einem Tal ohne Netz und Internetempfang. Also besser keinen Unfall haben bis in die Zivilisation ist es weit und ohne Netz kann man auch keine Hilfe rufen.

    Es steht auch noch ein anderes grosses Ereignis an. Jemand will nicht darüber reden aber der Hinweis ist in einem Bild zu finden. ;)

    Früh morgens ging es los, 3h fahrt lag vor. Mit dabei waren einige Studenten und rundeten unsere Gruppe ab. Auf der Fahrt wurde noch einige Male gestoppt und essen gekauft. Frische Früchte und mehrere Liter Palm Wine wurde eingekauft und auf die Ladefläche geladen. Dort auf der Ladefläche waren auch noch die meisten der Gruppe untergebracht und die ganze Ausrüstung und zwei Boote. Alles auf und in einem Truck.

    Am ersten Ziel angekommen wurde alles entladen, die Boote vorbereitet und alles mögliche 3x verpackt, damit sicher alles trocken ankommt, vor allem die Elektronik.. Macht nicht wirklich Sinn, wenn man in ein Tal geht ohne jeglichen Empfang und eine Gopro hat, mit der man Filmen und Fotos machen kann aber trotzdem muss das Handy tatsächlich mit... Lieber einen Wasserschaden in Kauf nehmen als es zuhause zu lassen. Spoiler es hat tatsächlich alles überlebt aber der besorgte Blick zur Tasche wo das Handy drin war und öfters komplett unter Wasser war, war öfters da. Der Weg zum nächsten Iphone Shop habe ich mir auch schon überlegt nur 10h Busfahrt entfernt. Nächstes Mal versuche ich es dann vielleicht doch mal ohne Handy, wenn sowieso kein Empfang da ist. Die Bootsfahrt wäre weniger stressig gewesen. xD

    Der erste Tag war auch nicht ohne. Nicht nur das Handy war regelmässig am Schwimmen und die Guides mussten das Gepäck festhalten sondern auch wir waren wie auf einem Trampolin. Der Fluss hatte nicht so viel Wasser (Trockenzeit). Wenig Wasser bedeutet steile und tiefe Passagen mussten überwunden werden. Einer war wirklich steil. Zwei waren sogar über Boot. Einmal ich von unserem Boot und einmal der Käpten vom anderen Boot. Das Boot ging zuerst tief unter Wasser und danach schlagartig nach oben, wie auf einem Trampolin war ich von der einen Sekunde auf die andere statt im Boot neben dem Boot im Wasser aber genau so schnell wieder im Boot also alles halb so wild aber dieser erste Tag war schon sehr wild. Der Schwierigkeitsfaktor beim San'dan River ist bei 4 bis 5. 4 ist als schwer angegeben und die höchste Stufe soll eine 6 sein.

    Nach etwa 3 Stunden auf dem Boot sind wir bei unserem heutigen Ziel angekommen. Ein Ort mit einem Haus und einer Familie. Auf dem Weg zum Haus erschreckte sich eine Kuh vor mir und ich erschreckte mich drei Schritte weiter vor einem riesigen Büffel, der regungslos da stand mit gesenkten Kopf und mich anstarrte. So wie die Kuh dachte ich nun auch omg und ging zurück. Norwin machte ebenfalls drei Schritte vor und noch schnellere 4 Schritte wieder zurück. Die Guides meinten aber alles gut und so oder so ihr müsst da vorbei. Also schnell an dem erstarrten Büffel, der uns im Blick hatte vorbei zum Zaun vom Haus, der sichere Ort. Von wegen, auf der anderen Seite vom Zaun sind 10 riesen Büffel und einige haben sogar noch kleine Büffel neben sich. Vielleicht bevorzuge ich doch den einen Büffel hier anstelle dieser Zehn da? Die Kuh dachte bestimmt, das Gegenteil, wann gehen die über den Zaun, die war ebenfalls noch verängstigt vor uns so wie wir es vor den Büffel waren. Kaum 2 Meter über dem Zaun hatten wir alle Aufmerksamkeit und wurden von vielen Augen angesehen. Wie immer standen sie einfach da und starrten, man weiss nie so richtig, was sie jetzt tun werden, los rennen oder weiter grasen? Die Chance ist 50/50 wenn man sie ansieht, sehen sie schon so aus als würden sie gleich los sprinten und auf der anderen Seite wartet die verängstigte Kuh und der andere Büffel. Ein entkommen gibts hier nicht und auch kein Hügel, wo Norwin hochrennen kann (kleiner Sidehit am Rande, kurzfassung Zelt; Abend; horde Kühe wohnen anscheinend hier; Norwin rennt auf Hügel schafft es aber nicht, weil zu Steil). Hier gibts keinen Hügel.

    Wir laufen möglichst schnell hinter den Locals her, die werden schon wissen, was zu tun ist, wenn hier jemand los rennt, hoffentlich! Aber nach 5 Minuten beruhigt sich die Lage, wir sind nicht mehr Mittelpunkt und werden von allen angestarrt, die Büffel sind wieder in ihrer Routine und gehen in ihren Wellness Pool und entspannen eine Runde. Auch danach nehmen sie uns fast nicht mehr war und laufen um uns herum und wir bewegen uns auch alleine vom einen Ort zum anderen. Und so ist es auch ziemlich cool mitten in einer Herde Büffel Kaffee und Palm Winde zu trinken und das grosse Ereignis zu feiern, worüber ich nicht reden darf.

    Drinnen sind bereits alle am Kochen und als es Dunkel wird, essen wir alle zusammen am Boden, so wie man das hier macht. Auf dem Boden zu essen hat einen riesen Vorteil, man hat nie einen zu kleinen Tisch. Egal wie viele beim Essen dabei sind, es hat immer genügend Platz. Der Kreis kann grösser oder kleiner gemacht werden. Nicht wie bei einem Tisch, wo man irgendwann jemanden ausladen muss bzw. nicht noch weitere Einladen kann, weil man einfach zu wenig Stühle oder Platz am Tisch hat.

    Nach zu vielen Gläser Palm Wine gingen wir zum Zelt. Dank dem Vollmond sahen wir die Umrisse der Berge, wie sieht es hier wohl am morgen aus. Ich freute mich bereits auf die Sonne und alles im Tageslicht sehen zu können. Um 7 standen wir auch und schauten uns das riesige Tal vor uns an. Bis auf die paar Häuser gabs einfach nichts aussser Natur. Keine Stormmasten und ausser die Vögel und der Fluss hörten wir nichts, keine Scooter, keine Autos nichts.

    Danach hiess es Abschied nehmen. Was für ein toller Ort. Dieses Haus mit ihrem Garten und der überwältigen Blick in die Natur.
    Read more

  • Das Land der Toraja

    June 26, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 24 °C

    To Riaja bedeutet «Volk aus den Bergen» . Reisfelder erstrecken sich von den Tälern bis hoch in die abgelegenen Bergen hoch. Überall finden sich die Dörfer bestehend aus den traditionellen schiffsähnlichen Häuser «Tongkonan genannt», welche ganz ohne Nägel gebaut werden. Auch wenn die Bambusdächer der Tongkonan immer mehr Blechdächer weichen, haben sie immer noch eine spirituelle Bedeutung als Verbindung zu den Vorfahren und die vielen Ahnenrituale prägen auch noch heute massgebend das Alltagsleben der Toraja. Als die Niederländer das Christentum in der Region missionierten, behielten die allermeisten Dörfer ihre an animistischen und polytheistisch Glauben. Erst die Bedrohung durch die Muslime aus dem Süden bewegte die Einwohner zwecks halber zum Christentum, um von den Niederlanden beschützt zu werden. Zu dieser Zeit entstand auch ein Gemeinsamkeitsgefühl der Dörfer, die zuvor abgetrennt voneinander lebte, eigene Sprachen sprechen und sich nicht als Volk bzw. Ethnie fühlte. Dies erklärt auch die Komplexität in sozialen Strukturen, Ritualen und Glauben, da jedes Dorf seine eigene besitzt und diese nun zum Teil mischten.
    Durch die Niederlande wurde auch der Sklavenhandel verboten, dennoch blieb das komplexe und strikte soziale Klassensystem bestehen, welches keinen Aufstieg erlaubte. So kann an der Anzahl Büffelhörner an den Häusern, dem Beerdigungsritual, und Beerdigungsart der Sozialstand noch heute erkannt werden. Durch den Tourismus und Möglichkeiten in anderen Regionen von Indonesien Geld zu verdienen wurde dieses aber verwässert und ein sozialer Aufstieg ist nun (durch Geld) möglich.
    Wasserbüffel sind ein Symbol für Macht und Reichtum und deren Opferung ist ein essenzieller Bestandteil der Beerdigungsrituale (auf die ich in einem nächsten Post eingehen werde). So findet man überall majestätische Wasserbüffel, die gefüttert, gepflegt und gewaschen werden, anscheinend werden ihnen sogar die Zähne geputzt. Die Wasserbüffel sind für indonesische Verhältnisse sehr teuer (6000 Euro, Albinos sogar 34'000 Euro). Es ist als westlicher Mensch schon erstaunlich, wenn auf der Weide neben dem Haus Wasserbüffel im Wert von einem Ferrari stehen, der Inhaber aber einen rostigen Scooter fährt.
    Read more

  • Togian - Poki Poki 🌺☀🌴

    July 11, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C

    Welcome to Togean Island; welcome to paradise 🥥🤿🐟 Umgeben von Palmen und Korallenriffen, da wo weniger mehr ist - als wäre die Zeit vor 30 Jahren stehen geblieben.

    Endlich sind wir in POKI POKI und auf den Togian Inseln. Wie lange habe ich Norwin von Poki Poki erzählt? Es war bestimmt 1.5 bis 2 Jahr als ich die Togians bzw. Poki Poki entdeckt habe und seit dem halte ich Norwin immer wieder mal das Handy vors Gesicht, wenn wieder mal eines der wenigen Bilder in der Story von Poki Poki erscheint. Es war somit ein langersehntes Ziel für mich. Ein Inselparadies mit dem etwas anderen Luxus. Materiellen Luxus findet man hier nicht, dafür eine intakte Natur und unverbaute Strände. Viele Fische, tolle Riffe, viel Dschungel, kein Internet, kein Netz, keine Strassen, keine Shopps, keine Heisswasser Dusche. An den meisten Orten im Inland der Inseln war vermutlich noch nicht mal jemand. Indonesien vor 30 Jahren, heisst es. Wie viele Jahre versetzt sind das wohl zu Europa? Wie schön, kann man das in der heutigen Zeit noch finden und erleben.

    Viele Dörfer und Resorts gibt es nicht. Auf jeder Insel gibt es das ein oder andere kleine Fischerdorf, welches am Ufer lebt. Im Landesinnern gibt es tatsächlich nichts. Die Resorts sind alle klein und bestehen aus 6 bis 8 Bambus Bungalows. Stromanschluss gibts hier nicht, viele haben Solarstrom oder nutzen Generatoren für einige Stunden Strom am Abend. Kein Strom und sich auf das nötigste begrenzen bedeutet auch kein Luxus wie eine Waschmaschine zu haben. Alles wird hier mit Handwäsche selber gewaschen also auch alles vom Resort, was doch noch einiges ist an Bettwäsche und co.

    Wegen dem wenigen Strom und Internetempfang hatten wir uns endlich einmal entschieden Ferien zu nehmen, die ersten Ferien seit 5 Jahren und uns bei allen abgemeldet, damit sich auch niemand sorgen macht. 2 Wochen offline zu sein, war toll und hat gut getan.
    Read more

  • Togian - Sera Beach

    July 19, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C

    Unser zweiter Stopp war auf der Insel Malenge. Ganze 4 Stunden Bootsfahrt von Poki Poki entfernt. Als ich gehört habe, dass es 4 Stunden dauern würde bis nach Malenge wurde mir erst so richtig klar, wie gross die Togian Inseln eigentlich sind. Insgesamt zählen 56 Inseln dazu.

    Sera Beach war unser Ziel. Der Ort ist vor allem für seinen Strand bekannt. In der Mitte der Bucht gibt es eine Sandinsel und das Wasser ist glasklar.

    Das Dorf, welches hier in der Nähe ist, ist verbunden mit einer 1 km langen Brücke, damit die Kinder in die Schule gehen können. Auch hier sind wir wieder auf tolle Locals gestossen, die immer ein Lächeln auf ihrem Gesicht haben und die Kids viel Spass daran haben mit den Touristen Englisch zu sprechen.
    Read more

  • Togian - Bolilanga Island

    July 22, 2024 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Der nächste Stopp war Bolilanga Island. Eine winzige Insel mit einem Resort. Diese Insel soll das schönste Hausriff haben.

    An unserem ersten Abend gab es direkt ein Lagerfeuer am Strand. Wir sind mit einem Angestellten ins Gespräch gekommen. Er erzählte, dass sie bis vor 30 Jahren ohne Geld gelebt haben bis dann der Staat gekommen ist und sie gewissermassen vom Geld „abhängig“ gemacht hat. Früher hätten sie alles selbst angebaut, viel Platz hatten sie nicht, da es hügelig ist aber jeder hätte seinen Garten gehabt. Einer mit Reis, der andere Mais, der dritte hat gefischt. Strom gabs gar keinen, da sie keine Generatoren hatten und die Boote hätten keine Motoren gehabt, sondern nur Paddel.. Ich hab ihn gefragt, welche Zeit er besser findet mit oder ohne Geld. Er meinte früher, als sie ohne Geld gelebt haben.Read more

  • Togian - Una Una

    July 25, 2024, Teluk Tomini ⋅ ☁️ 29 °C

    Ab nach Una Una, dem Tauchparadies.

    Nun sind unsere Ferien vorbei aber dank, dem Satelliten Internet von Starlink und den Solarpanles, welche für 24h Strom sorgen, könnten wir unseren Aufenthalt auf den Togians etwas verlängern, denn hier können wir arbeiten und sind offiziell wieder online. Die Solaranlage und das Satelliten Internet hat auch wunderbar funktioniert.

    Una Una ist eine Vulkan Insel mit einem aktiven Vulkan. Bisher sind 3 Ausbrüche bekannt. Der heftigste war 1983. Der Vulkan schleuderte Asche 12km in die Atmosphäre hoch. 7000 Menschen wohnten bis zu diesem Zeitpunkt auf der Insel. Die meisten kehrten nach dem Ausbruch nicht mehr zurück. Dadurch blieb die Insel bis heute noch weniger bewohnt als andere Inseln und auch das Riff blieb noch mehr verschont. Denn mit dem Geld kam auch das Dynamit Fischen. Es gibt einige Zeitungsartikel, die über das Dynamit Fischen berichten, worin auch Leute von diesen Inseln interviewt wurden. Wir haben erfahren, dass dafür jetzt zum Teil immer noch mit Dynamit gefischt wird, obwohl es verboten sei. Doch wenn die Frau vom Bürgermeister das Dynamit verkauft, wird niemand dagegen vorgehen. Leider.

    Auf der Insel gibt es fast unendlich viele Tauchorte und all sind in ein paar wenigen Minuten mit dem Boot erreichbar. Ab und zu hört man sogar die Vulkan Aktivitäten unter Wasser. Wir waren hier eine Woche und sind jeden Tag 2x unter Wasser gewesen und sind nun über zwei Zertifikate reicher. Einmal haben wir das Nitrox Zertifikat gemacht und auch noch den Tieftaucher und dürfen nun offiziell 30 Meter in die Tiefe tauchen.
    Read more

  • Bye bye Togian

    July 29, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 31 °C

    3 Wochen sind vorbei und somit Zeit auf die Fähre zu gehen. 12h fahrt stand an bis nach Gorontalo.

    Wir hatten auch "Glück" und die Fähre fuhr, teilweise kann sie nicht ablegen wegen zu starken Wellengang und niemand kann weg. Dann heisst es improvisieren, denn Schlafplätze hat es nicht Unmengen und die Resorts sind immer sehr gut ausgebucht. Bei uns war das Wetter aber gut und die Fähre legte pünktlich ab.

    Vor der Fähre hatten wir noch einige Stunden Aufenthalt. Da wir mit einem ganzen Sack an Malbücher, Stiften und Notzibücher für die Kinder angereist sind, waren heute die restlichen Sachen dran um die zu verteilen. Wir hatten noch Unmengen an Luftballonen. Die Kinder haben sich so darüber gefreut und Stunden damit gespielt und sich so darüber gefreut. Als wir zur Fähre gingen haben wir im ganzen Dorf Kinder mit den Ballonen gesehen.

    Bei der Fähre wurde es dann etwas chaotisch. Eine Platzreservation ist nicht möglich, man kann nur ein Ticket zum mitfahren kaufen aber kein Liegeplatz. Erst wenn man an Board ist, kann man sich einen ergattern, wenn es noch einen frei hat und da dies der zweite Stopp der Fähre ist, ist meistens schon alles besetzt. Wir haben aber den Tipp bekommen, dass jemand aus dem Festland in Gorontalo einen Platz reservieren kann. Dies hat tatsächlich geklappt als wir dort waren, war jemand von der Crew an unserem Platz und hat ihn reserviert gehabt mit einer Tasche. Man muss halt nur jemand kennen der jemand kennt und schon läuft es. :D
    Read more

    Trip end
    September 2, 2024