• Werner Aigner
  • Werner Aigner

Alpentour Schweiz und Italien

Meine zweite große Tour. Dieses Mal ist es allerdings keine Solo-Tour, sondern ich habe einen Mitfahrer, den ich unterwegs treffen werde. Wieder sind nur die ersten Etappen geplant und ich schaue mal, wie es sich entwickelt. Read more
  • Trip start
    July 3, 2025

    Tag 0: Morgen geht es los

    July 2, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C

    Hallo allerseits! Ich melde mich zurück! Nach der tollen Tour letztes Jahr, werde ich mich wieder auf eine Tour begeben. Morgen ist der Start.
    In vielerlei Hinsicht wird diese Tour anders als die letzte. Ich werde nicht von zuhause losfahren, sondern mit dem Auto zum Start- und Endpunkt der Tour. Das liegt zum einen daran, dass ich nur 14 Tage Zeit habe dieses Mal und zum anderen am Wetter. Ab morgen ist die Hitzewelle vorbei und es sind Gewitter in den Alpen zu erwarten. Deswegen haben wir die Tour kurzfristig nach Westen in die Schweiz und das Piemont verlegt, in der Hoffnung, dass es dort schneller wieder besser wird.
    Und ihr habt richtig gehört! Wir! Anders als letztes Jahr fahre ich nicht alleine sondern habe einen Mitstreiter! Bernd, ein ehemaliger Kollege und Freund von SAP, hat Zeit und Lust mit mir zu radeln. Ob er weiß, was er sich da antut? Ich glaube er hat dieses Jahr schon so viele Höhenmeter in den Beinen, wie ich in meinem langen Radlerleben noch nicht erradelt habe. Zum Glück fahren wir mit den E-Bikes und ich kann schummeln. Wird halt der Akku schneller leer!
    Wenn ihr hier mitlesen wollt, folgt mir doch einfach. Ich würde mich freuen!
    Es ist gepackt und morgen früh geht es los. Zuerst mit dem Auto nach Bad Ragaz und dann eine kurze erste Etappe. Ich bin gespannt und habe gehörigen Respekt. Es werden wohl mehr Höhenmeter als letztes Jahr. Bernd will rauf, während ich mir gerne die Berge von unten ansehe. Jeder Kompromiss bedeutet Höhenmeter! Aber man braucht ja neue Herausforderungen!
    Servus für heute! Ab morgen wird es ernst.
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  • Tag 1: Von Bad Ragaz nach Flims

    July 3, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 24 °C

    Wow! Das war intensiv. Die Etappe war nur 47 km lang, aber sie enthielt alles, was man sich vorstellen kann. Grandiose Landschaften, tolle Wege, eine Einkehr am Kunkelspass auf fast 1400m, lange Anstiege, tolle Abfahrten, baden im Crestasee, am Anfang Regen, später dann Sonne bei angenehmen Temperaturen. Und das mit netten Begleitern und einem „privaten, lokalen Guide“.
    Ja, wir waren heute zu dritt! Sebastian, ein weiterer Freund von der SAP, der gerade in der Nähe Urlaub macht und sich gut auskennt, hat beschlossen diese Etappe mitzufahren.

    Doch der Reihe nach: Morgens bin ich mit dem Auto aufgebrochen nach Bad Ragaz. Die gesamte Fahrt war bestes Wetter, genau über der Stadt aber stand eine dunkle Regenwolke. Wir drei hatten uns schnell gefunden und beschlossen in einem Café den Regenschauer auszusitzen. Der Schauer hörte aber nicht auf, und wir starteten die erste Etappe bei leichtem und manchmal stärkeren Regen. Es ging sofort lange bergauf. So nass und anstrengend hatte ich mir den Start der Tour nicht vorgestellt.
    Das Tamina-Tal ist wunderschön und wir schraubten uns hinauf. An der Passhöhe kehrten wir bei ersten Sonnenstrahlen ein. Eine Wohltat nach der schweißtreibenden und nassen Auffahrt.
    Dunkle Wolken zogen aber wieder auf und kurz bevor es wieder anfing zu regnen, starteten wir hektisch. Es ging extrem steil bergab durch unbeleuchtete Tunnels und über viele Serpentinen. Wir mussten höllisch aufpassen. So heiß hatte ich die Fahrradbremsen noch nie bekommen.
    Es sollte nun trocken bleiben und wir fuhren zum Crestasee zum Baden und zum Aussichtspunkt in die Rheinschlucht. Dann ging es nach Flims, unserem heutigen Ziel. Leider musste ich feststellen, dass ich in der Hektik meine Sonnenbrille irgendwo verloren haben musste. Mist, aber zum Glück habe ich eine zweite dabei (Habe ich schon erwähnt, dass ich wahrscheinlich wieder zu viel eingepackt habe?)
    Am Abend luden Sebastian und seine Frau uns zum leckeren Käsefondue ein. Eine bessere Einstimmung auf die Schweiz konnte es nicht geben.

    Morgen steht eine längere Etappe an mit noch mehr Höhenmetern. Wahrscheinlich wird es dann mit einer Akkuladung nicht getan sein. Morgen dazu mehr .
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  • Tag 2: von Flims nach Andermatt

    July 4, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 24 °C

    Gruezi miteinand!

    Geschafft! Mein erster Pass über 2000m liegt hinter mir! Was hatte ich Respekt, um nicht zu sagen Angst vor dem Anstieg! Aber ich musste ja rüber, unser Hotel lag auf der anderen Seite. Und ich wollte mich ja auch nicht blamieren. Also Augen auf und durch!

    Der erste Blick heute Morgen aus dem Fenster war nicht erfreulich. Die Berge waren weg! Na ja vielmehr waren die Wolken da und es regnete ziemlich stark. Nach einem guten Frühstück stieg die Laune und auch die Wettervorhersage war gut für den Rest des Tages. Also bei Regen gestartet in der Hoffnung, dass uns die Sonne danach trocknet. Runter vom Berg ins Rheintal und erst mal flussaufwärts bis zur Rheinquelle. Nach einer Stunde kam die Sonne raus und erledigte erst mal ihren Job. Leider machte sie dann alles wieder kaputt, da es heiß und schweißtreibend wurde. Das ist keine Beschwerde, es war toll so durch die Wahnsinns-Landschaft zu radeln. Wusstet ihr, dass man auf dem Rhein Rafting und Canyoning machen kann? Ein wunderbarer Gebirgsfluss! Nach circa der Hälfte der Strecke begann es dann hügelig und anstrengender zu werden. Ich wollte ja nicht meinen ganzen Akku verschießen noch bevor der eigentliche Anstieg kommt.
    Langsam wurde ich auch zuversichtlicher, dass ich es ohne nachzuladen schaffen kann. Und so schlecht kann meine Fitness nicht sein, weil ich fast den ganzen Berg mit Eco (und ich gebe es zu mit ein paar Turbo-Schummel-Einlagen) fahren konnte ohne dass Bernd mich abhängen konnte. Ich muss aber zugeben, er hat es auch nicht versucht.
    Welch ein Gefühl, als die letzten Serpentinen absolviert waren und wir die Passhöhe des Oberalp-Passes erreichten. Allerdings musste ich feststellen, dass man auch mit dem Zug hätte fahren können, da die Route des Glacier-Express über den Pass führt und sogar ein Bahnhof da ist. Aber wer will schon Bahn fahren.
    Nach einem Radler ging es dann weiter in rasender Abfahrt die letzten Kilometer nach Andermatt, das wunderschön auf eine Hochebene liegt. Nachdem wir völlig verschwitzt und zersaust nach 82 Kilometern im Hotel eingecheckt hatten, wurde geduscht und als wir wieder als Menschen zu erkennen waren (bitte keine Kommentare dazu!), machten wir uns auf den Weg ins Hallenbad und zur Sauna. Da liege ich nun im Ruheraum, schreibe diese Zeilen und freue mich auf ein gutes Abendessen.

    Adieu!
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  • Tag 3: von Andermatt nach Brig

    July 5, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 28 °C

    Gruezi miteinand!

    Mir kommt es vor, als wäre ich schon ewig auf dieser Radtour. Wie lange ist der Start schon her? So viele Eindrücke und so viele Herausforderungen.

    Heute kein Regen am Morgen und es sollte auch trocken bleiben. Aber Bernds Schuhe haben die Sohle verloren und waren nicht mehr zu gebrauchen. Zum Glück gab es einen Mammut-Store in der riesigen Hotel-Anlage und Bernd kam mit ferrariroten Schuhen zurück. Ich fand sie perfekt, er war skeptisch. Da merkt man, dass ich anders geprägt worden bin. 😃

    Los ging es deshalb etwas verspätet und wir hatten noch etwas vor uns. Gemütlich rollten wir aus Andermatt raus an Kühen und Golfplätzen vorbei, aber das größte Hindernis des heutigen Tages lag gleich vor uns, der Furkapass. Nach der Erfahrung von gestern konnte mich das aber nicht mehr beunruhigen. Trotzdem war es sehr anstrengend. Aber nach Serpentine um Serpentine war der Pass geschafft. Über 2400 m! Allerdings lag der Startpunkt heute wesentlich höher als gestern, so dass es wahrscheinlich ähnlich viele oder sogar weniger Höhenmeter waren.
    Oben war es kühl und windig, aber sonnig und trocken.
    Danach ging es runter. Die Bremsen wurden wieder heiß. In der berühmten Kurve des ehemaligen Hotel Belvedere hielten wir natürlich! Es ist Samstag und viele Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer waren da.
    Dort ist auch der Rhonegletscher und den mussten wir uns natürlich ansehen. Unglaublich, wie er in den letzten Jahrzehnten geschrumpft ist.
    Bis hierhin hatten wir erst ein Viertel der heutigen Strecke geschafft. Es wurde Zeit, Strecke zu machen. In rasender Abfahrt ging es talwärts. Den Grimselpass ließen wir glücklicherweise links (oder vielmehr rechts) liegen. Danach wurde ein „normaler“ Flussradweg daraus und es ging immer leicht bergab bis Brig, das wir nach insgesamt 86 km erreichten. Während es auf der Passhöhe kühl war, wurde es immer heißer und so richtig südländisch. Hier im Brig hört man auch sehr viel italienisch.
    Wir waren deshalb auch italienisch essen und gönnten uns noch ein Eis aus der Gelateria.

    Mal sehen, was morgen kommt. Das Wetter wird wieder unbeständiger und wir werden morgen früh entscheiden, wohin es weitergehen wird.

    Buona notte!
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  • Tag 4: von Brig nach Martigny

    July 6, 2025 in Switzerland ⋅ ☁️ 23 °C

    Salut aus der französischen Schweiz!

    Heute war zur Abwechslung eine Flachetappe angesetzt. Nach einer eher gemütlichen Vorbereitung beim Frühstück und nach dem Einrollen aus Brig raus wurde es ernst. Bei leichtem Gefälle wurden einzelne Attacken gesetzt, es konnte sich aber keine Ausreißergruppe bilden. Alles deutete auf eine eine Zielankunft für die Sprinter hin. Doch einsetzender Gegenwind verhinderte Attacken und so rollten wir gemeinsam zur Jugendherberge in Martigny. Hier gab es Gleichstand, allerdings war ich danach schneller bei meinem ersten Bier 🍺. Gewonnen!

    Eigentlich wäre heute ein Abstecher nach Zermatt mit Blick auf das Matterhorn geplant gewesen, aber laut Wettervorhersage sollten wir nicht mehr bei schönem Wetter, sondern bei Wolken und Regen oben ankommen. Schade! So haben wir uns entschieden, auf geradem Wege nach Martigny zu radeln. Das haben wir im Trockenen geschafft.
    Der Weg führte immer die Rhone entlang. Der Fluss wurde immer größer, blieb aber reißend. Das Tal wurde weiter und bald wurde Wein angebaut. In Sion stellten wir fest, dass am Abend zuvor ein Spiel der Frauen-EM stattgefunden hatte. Wir waren zu spät.

    Wir kamen relativ früh in Martigny an, bezogen unser Vierbettzimmer in der Jugendherberge (zu zweit) und gingen in die Stadt zum Essen. Dabei fanden wir die Distillerie Morand, die uns durch unserem „Lieblingsnachbarn“ ein Begriff ist. Leider war sie am Sonntag geschlossen. Und morgen früh wäre ein Tasting kontraproduktiv, weil wir eine schwere Etappe vor uns haben.

    Und weil wir in der französischen Schweiz sind:

    Au revoir!

    Morgen geht es dann Richtung Italien.
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  • Tag 5: von Martigny zum St.Bernardo

    July 7, 2025 in Switzerland ⋅ ⛅ 9 °C

    Bon Jour!
    War es gestern eine Flachetappe, so war die heutige Etappe ein Bergzeitfahren mit Bergankunft. Es ging auf nur 43 km hinauf zum Col du Grand-Saint-Bernard, wo wir heute im Hospice du Grand-St-Bernard übernachten werden. Aber die Strecke hatte es in sich! Das waren über 2000 Höhenmeter! Und wir wollten oben sein, bevor das Wetter wie gemeldet schlechter würde.
    Das haben wir geschafft. Wir sind zeitig in Martigny aufgebrochen und waren deshalb schon um halb zwei auf dem Berg. Es ging quasi die ganzen 43 km bergauf, mal mehr und mal weniger. Wir brauchten einige Pausen. Leider mussten wir auch etliche km auf der viel befahrenen Straße fahren, weil die alte Straße nicht mehr durchgehend existiert. In Martigny fanden wir auch noch Verkehrszeichen, die erklären, wie man die Steigung berechnet. Nach einem langen Anstieg, erst relativ weit oben geht es für den Hauptverkehr in den Tunnel und wir nahmen bei weniger Verkehr die Fahrt zur Passhöhe in Angriff.
    Mit jedem Höhenmeter wurde es kälter und kälter, die Jacke wurde ausgepackt. Trotzdem kam ich mit einem steifen Nacken oben an. Hoffentlich ist das morgen wieder gut.
    Hier auf der Passhöhe gibt es einen kleinen See und auf der anderen Seite beginnt Italien. Ich freue mich schon auf die Wärme im Tal und auf ein oder zwei Aperol Spritz in einer Bar.
    Jetzt übernachten wir erst mal in einem Hospice, was so wie das Gästehaus eines Klosters ist. Es wurde 1045 von Bernard de Monjoux, dem Erzbischof von Aosta gegründet und auch Napoleon hat hier schon geschlafen. Daneben befindet sich eine Bernhardiner-Zucht. Ich habe aber noch keine Hunde mit Schapsfässern um den Hals gesehen. Dafür kann man hier Plüsch-Bernhardiner in Massen kaufen.
    Gerade regnet es und in der Nacht könnte sogar noch Schnee fallen. Morgen soll es aber im Laufe des Vormittags wieder trocken werden.

    Au revoir und bis morgen!
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  • Tag 6: vom St. Bernard nach Bard

    July 8, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C

    Salut!
    Ich weiß wirklich nicht, warum ich auf dem ersten Foto lache! 3 Grad, eiskalter Wind und Regen. Ein ungemütlicher Start in die Tour heute. Und es sollte noch ungemütlicher werden. Kaum war nach circa 300 m die Grenze nach Italien überquert, erwartete uns nicht etwa ein Aperol Spritz in der Sonne, sondern ein Graupelschauer mit intensiver Massage der Gesichtshaut, sowie steifgefrorene Finger! Zum Glück ging es bergab und es musste ja immer wärmer werden dache ich! Falsch gedacht! Die ersten 10 km waren schon heftig! Leider war da auch keine Zeit für Fotos, denn meine Finger hätten das Handy nicht halten können. Ich wundere mich jetzt noch, dass ich noch bremsen konnte.
    Die Abfahrt wäre eigentlich ein Traum gewesen. Wir ließen es die 30 km bis Aosta einfach rollen. Am Ende der Abfahrt waren wir dann wieder leidlich trocken und wir feierten unser Überleben in einer Bar bei Cappucino und Panini.
    Danach ging es das Tal entlang an einem schönen Flussradweg. In Saint-Vincent war es dann soweit. Der erste Aperol Spritz der Tour. Angekommen in Italien!
    Weiter ging es dann bis nach Bard, das eine schöne Burg besitzt.
    Dort haben wir ein kleines Hotel gefunden mit netten Leuten. Da sie keinen Fahrradraum haben, durften wir die Räder in die Enoteca stellen. So eine tolle Garage hatten die noch nie. Ich hätte da auch gerne übernachtet 😉. Wir bekamen einen Welcome Drink und eine kleine Schinken-Käse-Platte. Nach dem Abendessen und einem leckeren Grappa, bekamen wir in fließendem Italienisch noch gefühlt 100 Tipps für die Weiterfahrt morgen. Ich bezweifle, dass ich alles verstanden habe. Mal sehen, was wir daraus machen.
    Ciao und Buona Notte!
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  • Tag 7: von Bard zum Ortasee

    July 9, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Salve!

    Halbzeit! Unglaublich wie lange wir schon gefühlt unterwegs sind! Heute hatten wir uns die bisher längste Etappe vorgenommen. Unser Ziel war der Ortasee. Wir haben es auch geschafft und ich schreibe gerade auf unserem Minibalkon am Centro Storico von Orta San Giulio.
    Es war aber knapp, weil ich erstens unterschätzt hatte, wie hügelig, um nicht zu sagen bergig der Weg war und zweitens, weil ich mir heute den ersten Platten auf einer Tour gefahren habe.
    Wir waren von unseren tollen Hotel in Bard aufgebrochen uns sind erst nach Süden gefahren bevor wir uns auf einen Höhenweg zum Kloster von Graglia gemacht haben. Ich hätte mir schon denken können, was Höhenweg bedeutet. Anstrengung pur, aber der Ausblick bis nach Turin und Mailand war es wert.
    Das Kloster selber ist riesig und thront hoch über der Ebene. Dann ging es runter nach Biella. Leider hatten wir nicht viel Zeit für diese schöne Stadt. Es war aber gut, dass wir schnell weiter sind, denn 20 km später hatte ich dann einen Platten. Genau an der Bar, an der ich meinen Aperol Spritz für heute trinken wollte. Aus Frust wurde dann nur ein Radler daraus. Glück im Unglück war, dass in 200m Entfernung ein Fahrradgeschäft war. Schnell dorthin geschoben, eine gute Pumpe ausgeliehen und getestet. Einen neuen Schlauch gekauft und mit Bernds Hilfe war alles schnell repariert. Trotzdem hatten wir viel Zeit verloren und wir kamen erst gegen halb acht an unserer Unterkunft am See auf der Halbinsel direkt am Hauptplatz an. Schnell geduscht, ins Restaurant und dann noch kurz ein bisschen rumgebummelt.
    Morgen wird es hoffentlich ein bisschen relaxter.
    Ciao!
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  • Tag 8: von Orta San Giulio nach Verbania

    July 10, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Salve!
    Nach dem harten Tag gestern, ist heute Erholung angesagt. Wir sind nach einem späten Frühstück losgefahren,. Nur zwei km später haben wir eine Stelle zum Baden gefunden. Umgezogen und reingesprungen! Schön und erfrischend! Nach kurzer Trocknung fuhren wir weiter Richtung Norden am See entlang. In Omegna der nächste Stop. Ein Bistro gesucht, einen Aperol Spritz bestellt und Nudeln zum Mittagessen. Danach waren wir noch kurz im Alessi Werksverkauf, aber da passte das Design der Teile nicht zu unseren Rädern.
    Danach ging es schon zum Ziel des heutigen Tages, Verbania am Lago Maggiore. Insgesamt nur etwas mehr als 30km.
    Eingecheckt in unserem netten Hotel mit Blick auf den See umd den Borromeischen Inseln. Kurz abgeduscht und dann mit den Badesachen an den See.
    Später haben wir dann den weiteren Trip etwas umgeplant und beschlossen, auch morgen noch hier zu bleiben. Leider konnten wir das Zimmer nicht verlängern und so haben wir morgen eine Tour von 600 Metern vor uns zum nächsten Hotel.
    Jetzt waren wir gerade lecker Abendessen und ich trinke noch ein Bierchen an der Bar, während ich dies schreibe.
    Buona notte!
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  • Tag 9: am Lago Maggiore

    July 11, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Salve!

    Kein Radfahren heute bis auf den einen Kilometer zum neuen Hotel. Ein richtiger Tag zum Erholen also. Mein Plan war klar, ich fahre mit dem Schiff über den See.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem relativ späten Checkout machten wir uns auf zum ehrwürdigen Hotel Europalace, das günstig an der Anlegestelle der Verkehrsschifffahrt des Lago liegt.
    Kurz das Zimmer bezogen uns umgezogen. Dann trennte ich mich von Bernd, der andere Pläne hatte und kaufte ein Ticket nach Stresa am anderen Ufer des Sees mit Hop-off Möglichkeit auf den Inseln im See. Ich nutzte die Gelegenheit und sah mir die Isola Bella an mit ihrem beeindruckenden Palast und dem noch beeindruckenderen Garten.

    Es hat mich ein bisschen an die Isola del Garda erinnert, nur ist das Schloss größer, der Garten imposanter und es ist ein kleiner Ort mit Läden auf der Insel. Echt schön. Im Garten lief ein weißer Pfau herum. Wahrscheinlich ein Albino.

    Danach ging es auf ein Eis nach Stresa und nach einem kleinen Bummel durch die Stadt wieder aufs Schiff und zurück nach Pallanza. Insgesamt sind die Orte, die ich hier gesehen habe größer und die Gebäude ehrwürdiger als am Gardasee, vielleicht mit Ausnahme von Salo und Gardone.

    Es war sehr heiß und ich verbrachte danach erst mal eine Stunde im Hotel zum Ausruhen.

    Danach traf ich mich mit Bernd und wir suchten uns ein Restaurant. Nach dem Essen gingen wir noch mal runter an den See und sahen und die Wasserspiele an. Wie eine kleine Version von denen im Bellagio in Las Vegas.

    Morgen geht’s weiter an den Luganer See.

    Buonanotte!
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  • Tag 10: von Verbania nach Lugano

    July 12, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 28 °C

    Salve!
    Heute verabschiedeten wir uns vom Lago Maggiore. Wir fuhren zur Fähre und über den See. Dort dann am See entlang nach Norden. In Luino gab es noch einen Aperol Spritz, bevor es wieder in die Schweiz zurück ging. Unser Ziel war der Luganer See und der Ort Lugano. Wir bauten aber noch ein paar Umwege und Berge ein, denn wir wollten etwas von der Landschaft und den Orten sehen.
    In Morcote machten wir Mittagspause. Am Ort und auf dem Weg dorthin konnte man erahnen, dass da keine armen Leute wohnen.
    In Lugano selber sahen wir, dass an dem Wochenende das Long Lake Festival war mit vielen Bühnen, Verkaufsständen und wir mittendrin in unserem Hotel an der Uferpromenade.
    So bummelten wir durch das wirklich schöne Lugano und genossen die Stimmung. Auch hier sieht man überall den Schweizer Wohlstand.
    Nach dem Abendessen ging es zurück ins Hotel und hier sitze ich nun bei einem Bierchen, höre der Musik zu und schaue von unserem Balkon auf die Leute, die unten feiern.
    Uns geht es nämlich so wie dem Herren auf dem vorletzten Bild. Nach all der Anstrengung hängen wir etwas in dem Seilen.
    Morgen geht’s weiter zum Comer See.
    Ciao e buonanotte!
    (wir sind nämlich in der italienischen Schweiz angekommen)
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  • Tag 11: von Lugano nach Gravedona

    July 13, 2025 in Italy ⋅ ⛅ 24 °C

    Salve!
    Aktuell habe ich das Gefühl, ich bin auf einer Seenrunde. Jeden Tag ein neuer See. Heute geht es zum Lago di Como. Allerdings lässt das Wetter zu wünschen übrig. Beim Aufstehen hat es noch kräftig geregnet und wir studierten das Regenradar intensiv während des Frühstücks.
    Es wurde tatsächlich trocken und das blieb es auch, bis wir bei unserer nächsten Unterkunft ankamen. Zum Glück!
    Dazwischen wurde es sogar so sonnig, dass wir uns ein Eis gönnten und einen Badestopp machten.
    Ja, es war wieder eine kurze und relativ flache Etappe heute. Sehr entspannt.
    Wir machten in Menaggio Mittagspause mit Blick auf die Spitze von Bellagio im Comer See. Danach ging es zum größten Teil auf Radwegen und kleinen Wegen nach Norden. Heute übernachten wir zur Abwechslung mal nicht am See, sondern in einem netten Agriturismo mit Pool und sogar mit Sauna. Trotz einsetzenden Regens ließen wir es uns nicht nehmen, einige Bahnen im Pool zu ziehen.
    Faul wie wir sind entschieden wir uns für ein Abendessen in der Anlage und jetzt sitze ich hier bei meinem zweiten Grappa und tippe den Footprint.
    Morgen verlassen wir die Seen und es geht wieder in die Berge. Wir müssen ja wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.
    Ursprünglich wollten wir den Splügenpass und die Via Mala fahren, da wir aber noch etwas Zeit haben, haben wir die Strecke geändert. Es wird den Maloja hoch gehen bis nach Sils. Danach geht es weiter nach St. Moritz und über den Albulapass nach Lenzerheide. Von dort aus ist es nur noch eine kurze Strecke nach Bad Ragaz, wo mein Auto steht.
    Ihr seht, die Tour neigt sich (leider) dem Ende zu. Morgen wird es nochmal anstrengend!
    Aber jetzt erst mal ein Schluck Grappa!
    Cheers und buonanotte!
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  • Tag 12: von Gravedona nach Sils

    July 14, 2025 in Switzerland ⋅ ⛅ 15 °C

    Gruezi miteinander!
    Wir sind wieder in der Schweiz angekommen und unsere Runde schließt sich bald.
    Heute Morgen verabschieden wir uns vom Comer See nach einem leckeren Frühstück und wir versuchten vor dem aufziehenden Regen zu bleiben. Das gelang uns einige Zeit, aber am Lago di Mezzola mussten wir dann in eine Bar flüchten. Als der Regen nachließ ging es weiter nach Chiavenna mit einer netten Stadtmitte. Bis dahin war alles flach und ich konnte Akku sparen. Das war gut, denn die zweite Hälfte sollte es in sich haben! Es begann der Anstieg zum Maloyapass. Über 30 km ging es bergauf durch eine grandiose Berglandschaft. Zum Schluss wurde es echt heftig. Gut, dass wir mal eine längere Pause eingelegt hatten.
    Oben angekommen war der nächste Pass geschafft und ich auch! Aber Bernd hatte die größere Leistung vollbracht. Er musste teilweise ohne Unterstützung fahren, um Akku zu sparen.
    Das war aber noch nicht das Ende, wir mussten noch weiter bis nach Sils und auch da hatte die Strecke noch einige Herausforderungen!
    Im Hotel angekommen mit fast leeren Akkus musste ich feststellen, dass wir ein vegetarisches Hotel gebucht hatten! Kein Frühstück mit Eiern und Speck!
    Aber die Lage ist toll, viel Landschaft und Blick auf die Gletscher. Morgen bleiben wir hier, mal sehen, was wir unternehmen. Vielleicht radfahren?
    Servus!
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  • Tag 13: Ruhetag in Sils

    July 15, 2025 in Switzerland ⋅ ⛅ 12 °C

    Gruezi!
    Heute war ein richtig fauler Tag auf knapp 1900m Höhe. Nach der gestrigen Bergetappe wollten wir uns erholen, bevor es zur nächsten geht.
    Nach einem späten Frühstück sind wir trotzdem mit dem Rad aufgebrochen und haben das Fextal erkundet. Hier verkehren neben Bikern und Wanderern nur Pferdekutschen, die für teures Geld die Leute zu den Almen bringen.
    Landschaftlich ist es wunderschön, mit Blick auf mächtige 3000er mit Schneefeldern und Gletscherresten. Die Tour war kurz, nur 12 km, mit etwas mehr als 200 Höhenmetern und einer kleinen Wanderung.
    Wieder im Hotel angekommen haben wir uns auf den Liegesäcken in der Wiese ausgeruht.
    Bernd ging dann noch in die Sauna, wobei wir nach dem Namen der Sauna vermutet haben, dass aufs Einheizen verzichtet wird (siehe Bild) Dem war aber doch nicht so.
    Nach dem Abendessen im Hotel waren wir noch auf unserer Terrasse bei einem guten Glas Wein und ein paar Landjägern als Snack (sagte ich schon, dass unser Hotel vegetarisch war? 😃) und planten die morgige Tour. Es wird nochmal anstrengend und wir hoffen, dass das Wetter mitspielt.
    Bis morgen!
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  • Tag 14: von Sils nach Lenzerheide

    July 16, 2025 in Switzerland ⋅ ☁️ 17 °C

    Gruezi!
    Heute war die letzte richtige Etappe und sie hatte es in sich! Zwei heftige Anstiege, der erste zum Albulapass und der zweite am Ende von Tiefenkastel hoch nach Lenzerheide!
    Dazwischen als Belohnung eine über 30 km lange wunderschöne Abfahrt.
    Gleich zu Beginn ging es von Sils am Silvaplanasee entlang zum mondänen St. Moritz, das seinem Ruf alle Ehre machte. Über einen kurzen Abstecher zur alten Bobbahn ging es dann zum Einstieg in den Albulapass.
    Eine landschaftlich wunderschöne Etappe, zum Glück trocken (jetzt gerade schüttet es hier in Lenzerheide) aber schon sehr kühl. Bei den Anstiegen wurde uns schnell warm, bei den Abfahrten mussten wir uns was Wärmeres anziehen.
    Am letzten Abend gönnten wir uns ein schönes Hotel. Wir gingen in den Wellnessbereich. Das warme Wasser im Pool und die Wärme der Sauna taten richtig gut.
    Auch das Abendessen war mehr als lecker!
    Hier in Lenzerheide ist gerade Straßenfest „Viva la Strada“. Es wäre toll, wenn es trocken wäre. So gingen wir kurz an den Buden entlang und dann müde auf unser Zimmer.
    Morgen geht es nur noch bergab nach Chur und dann am Rhein entlang nach Bad Ragaz, wo sich der Kreis schließt.
    Servus!
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  • Tag 15: von Lenzerheide nach Bad Ragaz

    July 17, 2025 in Switzerland ⋅ ☀️ 21 °C

    Hallo!
    Ich bin wieder zuhause! Die Rundfahrt ist abgeschlossen! Allerdings haben wir heute beim Frühstück die Etappe noch mal geändert! Als wir gesehen hatten, dass das Wetter gut wird, haben wir zunächst aus Spaß darüber gesprochen, noch einen Pass einzubauen. Aus Spaß wurde Ernst und Ernst hatte 1357m Höhe!
    Wir sind in einer langen Abfahrt von Lenzerheide nach Chur gefahren und dann statt nach rechts den Rhein entlang, nach links abgebogen. Wir hatten beschlossen den Kunkelspass, den wir vor genau zwei Wochen als erste Etappe gemacht haben, auch als letzte zu machen, nur in der anderen Richtung. Dadurch ergeben sich ja neue Perspektiven.
    Der Anstieg war relativ kurz aber knackig! Die Maximalsteigung war 22%! Mir gingen im Ecomodus die kleinen Gänge aus und ich musste leider etwas mehr Strom zapfen! Damit wurde er für mich fahrbar und sogar sehr schön!
    Oben angekommen, sind wir noch kurz in der Gastwirtschaft eingekehrt. Der Wirt hat uns wiedererkannt. Dann folgte die Abfahrt nach Bad Ragaz, wo ich mich von Bernd verabschiedete. Für mich hieß es Umsteigen aufs Auto und nach Hause fahren. Bernd wird morgen noch auf dem Velo zu sich nach Hause radeln.
    Es war eine tolle Tour mit einem tollen Weggefährten! Es ist nicht selbstverständlich, dass es so gut funktioniert! Vielen Dank an Bernd!

    Und vielen Dank an alle, die hier unsere Tour verfolgt haben, Likes hinterlassen haben und sich die Zeit genommen haben, das was ich so schreibe, zu lesen. Es hat mir viel Spaß gemacht.

    Tschüss,
    Euer Werner
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  • Tag 16: der Tag danach

    July 18, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Nachtrag

    Wieder zuhause, alles ist verräumt, trotzdem wirkt die Tour noch nach.
    Viele tolle Eindrücke und neue Erfahrungen!
    Ich habe mal zusammengerechnet. Ich bin knapp 950km in den 14 Tagen gefahren, Bernd hat die 1000er Marke gerissen. Das ist im Schnitt deutlich weniger als bei meiner letztjährigen Tour. Aber der Grund ist klar. Während letztes Jahr der Großteil der Tour in Flusstälern relativ flach verlief, waren dieses Mal die Pässe dominierend. Insgesamt mehr als 15500 Höhenmeter sind schon etwas, auch mit elektrischer Unterstützung.
    Im Vergleich zum letzten Jahr, war ich viel verbrauchsärmer unterwegs. Nur 0,5 Aperol Spritz und 1 Bier pro Tag sind deutlich weniger als letztes Jahr. Wobei ich nicht effizienter war, sondern nur weniger Gelegenheiten hatte.
    Aber die Statistik kann nicht die intensiven Eindrücke wiedergeben, die man bei der Fahrt durch die grandiose Landschaft erfährt, sei es bei den schweißtreibenden Anstiegen oder den rasanten Abfahrten. Es ist auch ein Unterschied, ob man alleine unterwegs ist oder zu zweit. Man kann seine Eindrücke sofort teilen und bekommt auch viele Hinweise von dem Begleiter. Danke Bernd!
    Es war eine super Tour und eine intensive. Ich bin 3kg leichter geworden, vermute aber, dass es leider nur temporär sein wird. Dafür stehen jetzt zu viele Events und Urlaube mit gutem Essen an.

    Und damit soll die Tour jetzt endgültig beendet sein.

    Bis zum nächsten Mal!
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    Trip end
    July 17, 2025