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Eine kleine Welt-Reise

Mit Radlust unterwegs Richtung Osten. Baca lagi
  • Tag 190: Yurte bis Kalter Pass

    17 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 5 °C

    Wir wachen auf. Die Mutter der Brüder ist schon fleißig am Arbeiten. Langsam stehen auch wir auf, räumen unsere Betten zur Seite, die aus unseren Luftmatratzen beziehungsweise deren Matten bestehen. Dann gehen wir nach draußen.
    Es ist bitter kalt, ganz anders als in der Yurte. Draußen steht die Ziegenherde der Familie, ein paar Pferde und Kühe. Alle haben in der Nacht um die Yurte herum geschlafen.
    In der Yurte wartet schon das Frühstück. Es gibt Tee, mongolisches frittiertes Brot und Käse und Butter. Danach spielen wir noch eine Runde Schach und bekommen dann draußen hautnah mit wie die Brüder sich gegenseitig zum Spaß mit den Lassos fangen.
    Dann sehen wir, dass vor der Yurte des jüngsten Bruders eine Ziege auf einer Folie liegt. Um sie herum steht er, seine Frau und deren vielleicht 12-jährige Schwester. Als wir näher kommen fällt mir auf, dass der Ziege gerade das Fell abgezogen wird. Es ist für mich ein vollkommen surrealer Anblick und auch die weiteren Schritte kommen mir nicht sehr real vor. Das Schlachten dauert nicht sehr lange und es wird schnell klar, dass sie alle darin geübt sind.
    Anschließend wird eine Auswahl der anderen Ziegen zusammen getrieben und an den Hälsen zusammen gebunden. Dann gehen die Frauen an die Arbeit und melken. Auch Lukas darf mal ans Werk und merkt schnell, dass pro Ziege gar nicht so viel Milch zusammen kommt.
    Es ist spannend das alltägliche Leben der Familie mit zu bekommen, doch als die Brüder die Tiere mit den Pferden wegtreiben, machen auch wir uns auf den Weg.
    Vor uns liegt noch ein Aufstieg auf 2700 m Höhe. Die Straße schlängelt sich durch das teils enge Tal und immer wieder stehen Yurten rechts oder links davon. Es ist gigantisch! Der Pass bringt uns echt aufs Neue zum Staunen!
    Noch knapp 400 Höhenmeter fehlen uns bis zum höchsten Punkt. Was ist denn das? Nein, das kann nicht sein! Gerade sind wir noch dünn bekleidet an die chinesische Grenze gefahren und jetzt das? Es ist kaum zu glauben, aber es fallen tatsächlich die ersten Schneeflocken. Sie sind zwar nicht sehr groß, aber eindeutig zu erkennen.
    Als wir oben ankommen, ist es eisig kalt. Wir machen ein paar Bilder und ziehen uns dann warm an. Unter meine lange Hose ziehe ich noch eine lange Unterhose. Oben herum habe ich letztendlich dann das Langarmshirt, ein Fleece, die Daunenjacke und die Regenjacke an.
    Dann machen wir uns an die Abfahrt. Der Wind bläst uns kalt entgegen und obwohl es nicht so steil bergab geht, bremsen wir dann doch etwas häufiger, um unsere Finger bewegen zu können. Weil es doch schon recht spät ist, bauen wir nicht weit unterhalb des Gipfels auf 2500 m Höhe das Zelt auf. Es wäre zwar noch ein bisschen Zeit, aber wegen der Kälte wollen wir auf keinen Fall erst kurz vor Sonnenuntergang anfangen, das Zelt aufzubauen.
    Weil uns draußen im Wind zu kalt ist, essen wir im Zelt, während wir in den Schlafsäcken eingewickelt sind. Bei einem Blick auf unser mitgebrachtes kleines Thermometer, wundert uns nicht mehr, dass es kalt ist - es zeigt 0°C an.
    Vor einer Woche sind wir bei knapp 30°C unter den Strahlen der Mittagssonne eingegangen und jetzt sind es einfach 0°C. Das ist unser Körper nach der langen Hitze seit Kasachstan dann doch nicht gewohnt.
    Nach dem Essen wickeln wir uns gut in unsere Schlafsäcke ein und schlafen dann auch schon bald ein.
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  • Tag 191: Kalter Pass bis Tonkhil

    17 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 9 °C

    Es ist noch immer eisig draußen. Wir liegen zwar in unseren Schlafsäcken, aber irgendwann ist auch bei uns der Zeitpunkt gekommen, dass wir einmal raus müssen. Egal wie sehr wir uns drücken, irgendwann ist der Moment gekommen, in dem man den Schlafsack öffnen muss und alles daran setzt möglichst schnell wieder in ihn zurück zu kommen.
    Auf dem Weg zurück ins Zelt fällt unser Blick auf zwei Flaschen, die in der Nacht einen halben Meter von unserem Zelt entfernt lagen. In der Flasche mit Saft schwimmt ein großer Eisbrocken und die noch volle Wasserflasche ist komplett gefroren. Dann war es wohl ganz schön kalt heute Nacht!
    Wir frühstücken im Zelt in unseren Schlafsäcken und warten vergeblich darauf, dass die Sonne die Luft um uns herum aufwärmt. Also überwinden wir uns dann doch und verlassen unsere Schlafsäcke um uns anzuziehen. Wir packen das Zelt ein und dann geht es los.
    Es geht weiter hinab ins Tal, das wieder einmal als eine endlose Hochebene vor uns liegt. Vereinzelt stehen Yurten neben der Straße, die aber ansonsten das Tal vollkommen für sich alleine haben.
    Die Straße quert das Tal in einer endlosen Geraden. Nur langsam kommt die andere Seite näher. Wir fahren hinauf und kommen dann an den Punkt, an dem wir die Mining Road verlassen. Gespannt waren wir auf diesen Abzweig und auch nicht überrascht, als vor uns lediglich ein Feldweg abgeht. Wobei das Wort "Feldweg" noch übertrieben ist. Der Weg, den wir einschlagen, lässt sich besser als "Fahrspur" bezeichnen. Wobei auch das nicht ganz richtig ist, weil sich quasi jeder seinen Weg selbst sucht und somit mehrere Spuren vor uns liegen.
    Da manche mehr und manche weniger ausgefahren sind, müssen wir teilweise wechseln und die beste aussuchen, um keinen Schüttel-Schock zu bekommen.
    Mittagspause machen wir neben einer der Spuren nach ein paar Kilometern. Als wir wieder weiter fahren trifft uns.....nein, nicht der Schlag...aber ein Hagelkörnchen. Und dann werden es immer mehr, sodass wir in einen kleinen Hagelschauer gelangen, der dann nach einer Weile aber wieder nachlässt.
    Unten in der Ebene angekommen sehen wir die nun schneebedeckten Berge hinter uns, die teils noch immer in den Wolken hängen. Wir holpern weiter vor uns hin, was dank der entstandenen Querrillen auf der Spur sehr nervig wird und müssen dann kurze Zeit später anhalten, weil Lukas einen Platten hat.
    Dann kommen wir nach Tonkhil, dem dritten Ort in der Mongolei und der erste Ort seit 200 km. Wir kaufen neuen Proviant ein und fahren dann noch ein Stück, um das Zelt aufzubauen. Währenddessen fallen vereinzelt Tropfen, dann essen wir uns legen uns ins Zelt. Wieder nieselt es leicht und wir schlafen ein.
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  • Tag 192: Tonkhil bis Darvi

    18 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 12 °C

    Draußen ist es wieder frisch. Wir frühstücken im Zelt und staunen, als wir es dann verlassen. Die Berge um uns herum sind noch weißer als gestern!
    Heute will sich die Sonne nicht so blicken lassen. Warm angezogen fahren wir los. Da es bald wieder hoch geht, wird uns auch schnell warm. Ich fahre teils nur noch mit Fleece und selbst das ist mir fast noch zu warm.
    Dann geht es über eine lange Abfahrt zwischen Yurten hindurch nach unten in ein weiteres Tal. Auch diese Straße ist nicht asphaltiert und sie als Feldweg zu bezeichnen wäre auch nicht zutreffend. Die lange Abfahrt kühlt uns etwas aus und so genießen wir umso mehr die Pause, die wir dann in der Sonne einlegen.
    In Darvi, dem nächsten Ort, der nur 30 km hinter Tonkhil an einem See liegt, fragen wir nach einer Unterkunft im Ort, um den Tag den dem unerwarteten Wintereinbruch der letzten Tage gemütlich ausklingen zu lassen. Wir werden von einem Mann an die Schule gebracht, wo wir uns ein Zimmer anschauen, was vermutlich einmal für dort unterrichtende Lehrer gedacht war. Da wir uns dort wegen des Zigarettenrauchs und der Sauberkeit nicht sehr wohl fühlen, lehnen wir ab und beschließen dann doch im Zelt zu schlafen. Als wir noch einkaufen gehen, um für die nächsten 200 km ohne Supermärkte vorbereitet zu sein, fragt uns eine Mitarbeiterin des Ladens, ob wir hier im Ort schlafen möchten. Sie hätte ein Zimmer, das zwar keinen Strom hat, aber dennoch recht warm ist, wie wir selbst feststellen. Als wir sie fragen, was wir ihr dafür geben können, lehnt sie ab und meint, wir brauchen nicht zu zahlen.
    Da wir beide Lust auf etwas anderes als Nudeln oder Reis haben, fragen wir sie noch nach einem Restaurant, welches es hier allerdings nicht gibt. Stattdessen lädt sie uns zu sich nach Hause ein.
    Wir warten also bis zum abgemachten Zeitpunkt und treffen sie dann wieder vor dem Laden. Dann gehen wir gemeinsam auf die andere Seite des Hauses, in dem wir schlafen, und betreten eine dort stehende Yurte.
    Hier mitten im Ort eine Yurte zu sehen ist für uns schon gar nicht mehr verwunderlich, denn sowohl Tonkhil als auch Darvi bestehen zum Großteil aus Yurten, die eingezäunt sind. Nur Läden, öffentliche Gebäude (wie die Schule) oder Apotheken befinden sich in "normalen" Häusern.
    Im Inneren der Yurte werden wir zum Tee gebeten und lernen ihre Eltern kennen. Über den Google Übersetzer tauschen wir uns ein wenig aus, was leider nicht ganz so flüssig klappt, weil doch oft Wirres übersetzt wird.
    Von ihrer Mutter bekommen wir Tee, Süßes und mongolisches Brot (kleine Teigtaschen ähnlich den uns bekannten "Langos"). Dann gibt es noch selbstgemachte Nudeln mit Schafs- oder Ziegenfleisch, das ich Lukas auf den Teller schiebe.
    Es ist insgesamt ein netter Abend und wir bekommen einmal einen Einblick in das Leben innerhalb einer "modernen Yurte". In dieser wird kein Ofen mit Kuhdung befeuert. Vielmehr steht in einer Ecke eine Kühltruhe, ein Elektroherd und -ofen, ein Fernseher und eine Art elektrischer Schnellkochtopf. Durch die Anbindung an das Stromnetz und die Solarzellen neben der Yurte ist hier ein ganz anderes Leben möglich.
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  • Tag 193: Darvi bis Schöner Blick

    19 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir wachen auf, frühstücken ein bisschen und werden dann direkt von unseren Gastgebern von gestern eingleaden zu frühstücken. Wieder gibt es das mongolische Brot, Süßes, Tee und dann noch jeweils einen Teller mit Reis und grünem Salat mit Gurken und Tomaten. Ich weiß gar nicht, wann wir das letzte Mal grünen Salat gegessen haben. Uns kommt es vor, als sei es eine Ewigkeit her gewesen!
    Bevor wir gehen, kaufen wir noch eine Kleinigkeit ein und bekommen von unseren Gastgebern Hände voll mit Süßem und eine ganze Tüte des mongolischen Brots. Als wir im ersten Moment ablehnen wollen, bekommen wir nur noch mehr in die Hand gedrückt.
    Dann fahren wir hinter unseren Gastgebern her, die uns einen weniger matschigen Weg aus dem Ort heraus zeigen. Die Straße besteht auch hier nur aus Fahrspuren aber die führen auch quer durch Wasserpfützen und Matsch. Da mein Fahrrad schon bei den kleinsten Matschlöchern protestiert und nicht mehr weiter will, sind wir sehr froh dass wir einen besseren Weg gezeiht bekommen.
    Wir verabschieden uns und fahren dann auf einer der Fahrspuren in die Berge hoch. Was in Worten so kurz klingt, wirkt für uns zunächst wie eine Ewigkeit, weil die Berge einfach nicht näher kommen wollen.
    Zwischen Hügeln hindurch geht es dann auf einem schlechteren Feldweg auf den Pass, der am Ende an Steigung nochmal gut zulegt. Kurz bevor wir den Pass erreicht haben überholt uns ein Auto, der Fahrer steigt aus, kommt uns entgegen gelaufen und greift schon an meinen Gepäckträger, um mich hoch zu schieben. Nur mit Mühe kann ich ihn davon abhalten. Oben angekommen atmen wir durch und teilen unser mongolisches Brot mit unserem Helfer und seiner Familie, die noch im Auto wartet. Als er davon probiert, uns dann fragt, ob das mongolisch ist und wir ihm erklären, dass wir es aus Darvi haben, kann er es fast nicht glauben. Scheinbar haben wir von unserer Gastgeberin extra gutes mongolisches Brot bekommen, das selbst für die Mongolen bemerkenswert ist.
    Dann lassen wir es auf der anderen Seite hinunter rollen, was allerdings nicht ganz leicht ist, da die Fahrspur den Weg oft mit einem Flussbett teilt und dadurch teils sandig und teils steinig ist.
    Als wir aus den Bergen heraus kommen und auf das Tal blicken, können wir unseren Augen fast nicht trauen. Vor uns liegt ein weiteres schier endloses Tal, das aber deutlich grüner ist, als alles was wir in der Mongolei bisher gesehen haben.
    Wir bauen am Rande der Berge das Zelt auf und blicken auf das Tal, das 600 Höhenmeter unter uns liegt.
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  • Tag 194: Schöner Blick bis Warmes Tal

    20 September 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 22 °C

    Die Nacht war angenehm ruhig.
    Wir frühstücken und fahren dann die verbleibenden 600 Höhenmeter ins Tal hinab. Die Landschaft um uns herum gibt uns nicht wirklich Hinweise, dass wir bergab fahren. Würde es nicht so gut rollen, könnte man fast meinen, wir fahren durch eine Ebene.
    Während wir dem Weg folgen fahren wir vorbei an freilaufenden Pferden und Kamelen. Obwohl hier keine wilden Tiere mehr leben, wirken sie doch, als seien sie frei.
    Nach 23 km Schüttel-Schock erreichen wir die Autobahn. Die "Autobahn" hat zwar rein gar keine Ähnlichkeit zu einer uns bekannten, dafür ist es aber eine sehr gut geteerte Straße, auf der wir deutlich schneller voran kommen.
    Jede Straße, die von dieser abzweigt, geht nach knapp 10 Metern in eine Fahrspur über, was allerdings nicht bedeutet, dass auf dieser auch nur im Geringsten langsamer gemacht wird.
    Generell scheint es den Mongolen nichts auszumachen, ob die Straße geteert ist oder nicht. Teilweise erleben wir sogar, dass sie eher die Fahrspuren nutzen als die geteerte Straße.
    Auf der Straße ist recht wenig los. Kommt dann doch mal ein Auto wird meist einen Kilometer vorher schon gehupt, damit wir auf die Seite fahren können. Beim Überholen fahren sie dann so weit links, wie sie nur irgend können, auch wenn das teilweise bedeutet, mit einem Rad den Schotter neben der Straße noch mitzunehmen. Außerdem erleben wir sehr interessierte Autofahrer, die winken, aufblenden oder sehr langsam an uns vorbei fahren, um einen genauen Blick auf uns zu werfen.
    Wir kommen 60 km nachdem wir die asphaltierte Straße erreicht haben an einen Supermarkt, den wir gar nicht eingeplant hatten. Wir kaufen noch etwas Wasser ein und fahren dann noch knapp eine Stunde, bevor wir unser Zelt aufschlagen.
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  • Tag 195: Warmes Tal bis Altai

    21 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Nacht war ungewöhnlich warm. Nachts sind wir beide aufgewacht, um die Schlafsäcke zu öffnen und heute Morgen ist es warm genug, um gemütlich in der Sonne draußen zu frühstücken.
    Danach geht es auf der "Autobahn" weiter. Wir sehen schon, wo sie durch die Berge hindurch fahren wird und es wirkt gar nichr mehr so weit. Tatsächlich dauert es allerdings eine ganze Weile und erst nach 40 Kilometern haben wir den Rand der Berge erreicht, auf die wir schon seit zwei Tagen zu fahren.
    Der Weg hinauf und durch die Berge ist bestimmt von zwei Dingen: Zum einen haben wir schöne Blicke auf vereinzelte Yurten und farbenfrohe Hänge, zum anderen werden wir von einer Scharr Fliegen geärgert, die am liebsten auf unserem Rücken mitfahren und dann bei Lust und Laune vor unserem Gesicht herum fliegen.
    Oben angekommen finden wir wieder einen der Steinkreise vor. Wir werfen ein paar Kieselsteine drauf, was wohl Glück auf der Fahrt bringen soll und fahren dann nach Altai, der ersten Stadt, die wir in der Mongolei erreichen.
    Während wir leicht bergab fahren, zieht sich der Himmel immer weiter zu, sodass die Berge bald in den Wolken liegen. Wir gönnen uns nach 8 Tagen ohne Dusche mal wieder eine Unterkunft, in der wir auch die Wärme genießen.
    Dann gehen wir noch etwas essen, um die mongolische Küche besser kennen zu lernen. Wir finden ein Restaurant, übersetzen die mongolische Karte und sind begeistert! Es gibt sehr viele Salatsorten, was wir seit einer Ewigkeit (bis auf das Schüsselchen in Darvi) nicht mehr hatten und entdecken Knödel und Pfannkuchen. Ok, das klingt erstmal nicht sehr mongolisch, aber das ist noch das einzige, das wir erkennen.
    Als die Bestellung dann kommt, sehen die Salatteller sehr lecker aus. Die Knödel sind allerdings eher Dumblings, die natürlich mit Fleisch gefüllt sind und die Pfannkuchen eher eine Art frittierte Teigtasche, natürlich auch mit Fleisch gefüllt. Hinzu kommt, dass das Fleisch wegen des ganzen Fetts, Knorpels und da es sehr zäh ist auch Lukas nicht so gut schmeckt.
    Ich esse also Salat, Pommes und teilweise den Teig und Lukas den Rest, was dann doch recht viel ist.
    Danach rolle ich ihn zurück zum Hotel.
    Dabei laufen wir an einigen Karaoke-Bars vorbei, die hier wohl sehr typisch sind, und beschließen morgen mal in eine zu gehen, da wir einen Pausentag machen wollen, um unsere Fahrräder nochmal in Stand zu bringen und unser Visum für die Mongolei zu verlängern, das nur 30 Tage gültig ist.
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  • Tag 196: Altai

    22 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 8 °C

    Das Frühstück, das im Preis inklusive ist, fällt mit einem Spiegelei und einer kleinen Scheibe Brot (die Wurst bekommt Lukas) etwas spährlich aus.
    Heute haben wir viel vor. Wir machen zwar einen Pausentag, müssen aber einiges organisieren. Zuerst beginnen wir im Internet den Antrag zur Verlängerung unseres Visums auszufüllen. Danach geht es auf die Bank, um den Betrag zur Verlängerung zu überweisen. Das der Frau in der Bank klar zu machen, ist gar nicht so einfach. Dann kaufen wir in einer Bäckerei ein bisschen Brot und frittierte Teigtaschen, in denen kein Fleisch drin sein soll. Schon von außen lockt die Bäckerei mit Bildern von Muffins und Brezeln. Denen können wir natürlich nicht widerstehen. Innen bietet die Bäckerei dann leider doch nicht das außen abgebildete. Und beim Biss in die Teigtaschen stellen wir fest, dass sie mit Reis und kleinen Fleischstückchen gefüllt sind. Nach den Verhältnissen hier sind sie also quasi vegetarisch.
    Wir gehen wieder ins Hotel und können nach einigem hin uns her das Zimmer wechseln. Gestern war nur noch ein etwas teureres Zimmer mit Wohnzimmer frei, was wir aber nicht wirklich brauchen. Wir räumen also um und gehen dann an unsere Fahrräder. Bei Lukas spinnt die Schaltung ein bisschen und bei mir müssen die Bremsen nachgestellt werden. Dann telefonieren wir mit zu Hause.
    Abends gegen wir nochmal in das gleiche Restaurant wie gestern, bestellen diesmal aber nur das Vegetarische. Auf dem Weg zurück zum Hotel schauen wir noch in einer kleinen Karaoke-Bar vorbei. Auf dem Bildschirm laufen mongolische Texte und im Hintergrund zuerst ein Video einer Modelschow und danach ein Video einer mongolischen Familie in einer Yurte, beide nacheinander in Dauerschleife.
    Wir sitzen mit zwei Frauen im Alter von etwa 40 Jahren am Tisch. Nach einer Weile bekommen sie einen Ordner mit Liedern, von denen sie sich welche aussuchen. Auch wir blättern den Ordner durch und bleiben bei der Sparte der englischen Lieder hängen. Von Rihanna über Backstreet Boys gibt es alle möglichen älteren Lieder. Auch wir suchen eins aus, "Everybody" von den Backstreet Boys. Auch wenn wir beide nicht textsicher sind, machen wir uns keine Sorgen, denn der Text wird ja angezeigt.
    Solange wir auf das Lied warten, unterhalten wir uns mit dem Handy mit den beiden Frauen und werden nacheinander von einer vielleicht 30 Jährigen vom Nachbartisch zum Tanzen aufgefordert. Generell ist es scheinbar keine Besonderheit, dass hier mehr mit anderen als mit den Leuten des eigenen Tischs getanzt wird. Als wir nacheinander an der Reihe sind, sind wir allerdings etwas überfordert mit den immer wechselnden Schrittfolgen und froh, wenn wir uns wieder setzen dürfen.
    Als unser Lied an der Reihe ist, machen wir uns bereit, während viele der anderen aufstehen und tanzen. Liegt es an dem Lied oder aus Solidarität uns gegenüber? Das ist schwer zu sagen. Die Melodie beginnt also und wir warten auf den Text...und warten....und warten. Den Refrain singen wir auch ohne Text mit, aber ausgerechnet bei den englischen Liedern gibt es keinen Text. Wir versuchen also noch das beste daraus zu machen und denken erst im Nachhinein daran, dass wir den Text auch auf dem Handy hätten mitlesen können.
    Wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel und genießen noch die klare Luft nach diesem sonst sehr veregneten Tag.
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  • Tag 197: Altai bis Delger

    23 September 2023, Mongolia ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir wachen auf und schauen zuerst einmal nach draußen, um zu sehen, wie das Wetter ist. Nicht nur erwartet uns ein strahlend blauer Himmel, sondern auch der freie Blick auf die in Schnee gehüllte Bergkette.
    Wir frühstücken die Scheibe Brot und das Ei und machen uns dann auf den Weg.
    Immer wieder sehen wir auf die Bergkette und genießen den winterlichen Blick so früh im Jahr. Obwohl die Sonne scheint bläst ein kalter Wind von hinten und wir sind froh auf die Räder steigen zu können, um ihm ein wenig zu umgehen.
    Vereinzelt stehen auch hier wieder Yurten und Herden weiden außenrum.
    Insgesamt geht es leicht abwärts, aber auch um kleine Anstiege sind wir froh um in Bewegung zu kommen.
    Wir bauen das Zelt abseits der Straße auf und beobachten wie eine Gewitterfront unweit von uns vorbeizieht, während wir bei recht milden Temperaturen draußen essen und verschont bleiben.
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  • Tag 198: Delger bis Schafshügel

    24 September 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 13 °C

    Bevor wir nach unserem Frühstück aufbrechen packt uns die Fotografie-Lust und wir verweilen ein bisschen an unserem Zeltplatz. Dann geht es mit Blick auf die schneebedeckten Berge weiter.
    Am Straßenrand schauen uns immer wieder Kamele interessiert nach, wobei das Interesse auf jeden Fall auf Gegenseitigkeit beruht.
    Uns erwarten einige Höhenmeter uns so beginnt ein Spiel des An- und Ausziehens, um uns an die Temperatur bei auf- und abfahren anzupassen.
    Hier wechselt sich an manchen Stellen die Halbwüste mit der Steppe ab. Wir merken, dass wir durch die großen Weiten, die vor uns liegen, in denen sich nach europäischen Verhältnissen nicht viel ändert (die Straße geht gut und gerne mal für 40 km schurstracks geradeaus und merkliche landschaftliche Veränderungen gibt es eigentlich nicht), noch mehr als zuvor auf Details achten und wir uns schon über wenige Grashalme begeistern, die aus dem sonst eher trockenen Boden kommen. Von weiter weg sieht es so aus, als bedecke eine Grasdecke beide Ebenen rechts und links der Straße. Als wir allerdings näher heran kommen sehen wir, dass uns unsere Augen gur getäuscht haben.
    Wir verbingen den Tag damit, Hörbücher zu hören und die kleinen Details in der sich ansonsten nicht bedeutend ändernden Landschaft zu beobachten.
    Der Wind bläst und voran oder wenn wor Pech haben schräg entgegen.
    Wir schieben abends unsere Fahrräder auf einen Hügel hinter einer Kuppe, um zum einen dem Straßenlärm und zum anderen dem stetig blasenden Wind zu entgehen.
    Es ist ziemlich kalt draußen und so sind wir froh, sobald wir in unseren warmen Schlafsäcken sitzen.
    Zum Glück haben wir das Zelt richtig ausgerichtet da es ansonsten wegen des Windes nicht stehen bleiben würde. Nach einer Weile ebbt er dann jedoch ab und wir können beruhigt einschlafen.
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  • Tag 199: Schafshügel bis Großer Fluss

    25 September 2023, Mongolia ⋅ 🌬 8 °C

    Wir frühstücken wieder mal im Zelt, in dem es durch die darauf scheinende Sonne schön warm wird. Sobald wir jedoch die Seitentüren öffnen bläst uns wieder ein kalter Wind entgegen.
    Wir bauen das Zelt ab, während immer einer von uns die losen Teile fixiert damit wir sie nicht in zwei Kilometern Entfernung aufsammeln müssen.
    Wir fahren, meist getragen vom Wind, weiter Richtung Osten und vorbei an Raumvögeln von einer Größe, die wir beide so noch nie gesehen haben. Wir kommen bald wieder in einen Ort, in dem wir neue Vorräte kaufen und die Pause vom Wind genießen.
    Die Orte hier sind besonders bunt und so hat kein Nachbar die selbe Farbe beim Hausdach gewählt. Außerdem stehen zahlreiche Yurten dazwischen.
    Wir fahren weiter und kommen gehen Nachmittag an einer Laden-Restaurant-Zeile vorbei und beschließen einen Tee zu trinken, um uns ein bisschen zu wärmen bevor wir das Zelt aufschlagen.
    Im Restaurant sitzend, wärmen wir die Hände an dem mit vergorener Milch "verfeinerten" Tee, essen noch ein Nudel-Fleisch-Gericht und erleben eine kleine Auseinandersetzung zwischen einem weiblichen Gast und der Besitzerin des Restaurants. Da zwischen den Streitigkeiten jedoch entspannt in gemeinsamer Arbeit der Boden gefegt wurde, haben wir es nicht als sehr schlimme Auseinandersetzung aufgefasst.
    Wir überqueren einen für die Mongolei in Übermaßen großen Fluss und bauen dann unser Zelt nach weiteren Radelkilometern auf.
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  • Tag 200:Großer Fluss bis Hügellandschaft

    26 September 2023, Mongolia ⋅ 🌬 7 °C

    Wir frühstücken wie immer im Zelt, nachdem die Sonne aufgegangen ist und sie die Luft schon ein bisschen aufwärmen konnte.
    Weiter geht es auf der Autobahn Richtung Osten, entlang ewiger Weiten und durch Hügelketten hindurch.
    Nach einer Weile und nachdem wir einen Hügel erklommen haben, blicken wir auf die Stadt Bayanchongor hinab. Gleich sind wir also da! Der Blick auf die Navigation zeigt uns allerdings, dass es sage und schreibe noch 12 Kilometer sind und etwas weiter sehen wir den nächten Ort, der weitere 20 Kilometer entfernt liegt. Obwohl wir schon einige Tage in diesen Weiten unterwegs sind, erstaunen sie uns immer wieder aufs Neue und immer wieder verschätzen wir uns in den Entfernungen. Oft scherzen wir, dass wir wahrscheinlich vollkommen überfordert werden würden, wenn wir jetzt zurück nach Europa kämen und dort teilweise alle paar Hundert Meter Läden stehen und alle paar Kilometer ein nächster Ort liegt.
    In der Stadt besorgen wir wieder neue Vorräte und werden von ein paar Kindern umzingelt. Nach einer Weile frage ich sie auf Englisch nach ihrem Namen und sie antworten zögerlich. Dann werden sie jedoch etwas mutiger und auch andere Kinder nennen uns ihre Namen.
    In einem Laden finden wir seit längerem mal wieder Bananen, eine Seltenheit hier.
    Wir fahren die 20 Kilometer bis zum nächsten Ort und suchen uns etwas dahinter ein Plätzchen neben der Straße, an dem wir unsere Reste von gestern und Brot essen. Nach einer Weile kommt ein Mann auf einem Motorrad gefahren. Er trägt die hier typische Kleidung, einen langen Mantel, der mit einem bunten Tuch um die Hüfte zusammengebunden ist. Er hält mit seinem Motorrad (das typische Fortbewegungsmittel für Hirten) neben uns, stellt den Motor ab und schaut uns an. Wir grüßen wie gewohnt mit einem "Sain uu" (mongol. Guten Tag) und winken. Von ihm bekommen wir keine Reaktion zurück. Lukas bietet ihm einen Moment später Kekse und Schokolade an. Daraufhin steigt er ab, nimmt das Essen an, setzt sich daneben und schaut uns weiter an. Als er dann irgendwann einen Anruf bekommt, steht er auf, zerbröselt einen der Kekse, die ihm Lukas gegeben hat und nimmt ihn entgegen. Als er mit dem Telefonta fertig ist, dauert es nochmal einen Moment, bis er schließlich wieder auf das Motorrad steigt und dann ohne ein Wort oder eine Geste davon fährt. Wir haben bisher in der Mongolei viele nette Menschen kennen gelernt, die uns sehr freundlich und interessiert begegnet sind, den Reifendruck unserer Räder geprüft haben (sehr beliebt seit Usbekistan) und uns mit Händen und Füßen oder auch nur auf Mongolisch befragt haben. Tatsächlich haben wir allerdings weder in der Türkei, in Kasachstan, in Usbekistan noch in Kirgistan (alles Länder, in denen uns die Einheimischen sehr herzlich entgegen gekommen sind) jemals erlebt, dass uns die Leute einfach nur anstarren, beziehungsweise dass sie einfach ohne jegliche Reaktion wieder gehen. Auch von anderen haben wir schon gehört, dass sie ähnliche Situationen erlebt haben und auch etwas stutzig waren.
    Nach dieser etwas ungewohnten Begegnung fahren wir also weiter, einen Hügel hinauf und dann durch ähnliche Landschaften wie zuvor.
    Da es heute wieder einmal (eigentlich wie jeden Tag) sehr windig ist, suchen wir einen möglichst windstillen Platz für das Zelt und folgen deshalb einer Fahrspur, die von der Straße abgeht und über einen Hügel führt. In einem kleinen Tal finden wir ein Plätzchen und freuen uns wieder auf die Schlafsäcke, in denen wir uns gemütlich einkuscheln und die Kälte von draußen ausblenden.
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  • Tag 201: Hügellandschaft bis Dornenberg

    27 September 2023, Mongolia

    Nach wieder einmal einem Frühstück im Zelt bauen wir ab und fahren dann über die Hügel zurück auf die Straße. Der Wind bläst wieder einmal eiskalt. Während uns am Körper zwar einigermaßen warm ist, fühlt er sich im Gesicht und an den Händen doch unangenehm an.
    Immer wieder stehen neben der Straße oder in entfernteren Tälern Jurten. Was für ein Leben! Viele ziehen noch immer mit den Jahreszeiten mit und bauen im September bzw. Oktober ihre Jurten ab verladen sie auf kleine Transporter und ziehen in tiefere Täler, mitsamt den Tieren.
    Wir scherzen darüber in der Mongolei eine Jurte zu kaufen und ebenfalls so herum zu ziehen. Nein, mit unserer kleinen grünen "Jurte" und den Drahteseln sind wir dann doch zufriedener.
    Wir radeln so vor uns hin, stellen uns das Leben hier vor und merken erst spät, dass uns ein Wohnmobil entgegen kommt. Ist das etwa.....? Nein, das kann doch kein Münchner sein! Tatsächlich hält das Wohnmobil mit Münchner Kennzeichen an. Der Fahrer ist etwa 50 und zieht nun schon seit Jahren mit dem Wohnmobil umher überwintert in Südostasien und wohnt ausschließlich in seinem Auto. Verrückt! Das ausgerechnet der erste Ausländer in der Mongolei ein Deutscher ist.
    Wir fahren weiter und suchen uns dann am Abend ein Plätzchen etwas weiter oben an einem Hügel aus, weil der Wind doch sehr heftig bläst. Es ist ganz schön frisch!
    Wir essen mal wieder im Zelt und der Wind rüttelt leicht daran, bevor er nachlässt. Wir machen uns bettfertig und sind dann gerade am einschlafen, als der Wind dreht und nun mit voller Wucht auf die Seite des Zeltes bläst und es nicht wenig eindrückt. Aus der Befürchtung heraus, das Gestänge könnte brechen, halten wir dieses erst mit den Händen nach oben und dann setzt sich Lukas darunter und lehnt sich mehr oder weniger gegen den Wind. Erst heute Morgen haben wir von Noel erfahren, dass sein Zeltgestänge im Wind gebrochen ist.
    Weil der Wind einfach nicht nachlassen will und wir so langsam richtig müde werden, kommen wir auf die Idee, Lukas' Kamerastativ quer ins Zelt zu klemmen, damit dieses das Gestänge stabilisieren kann. Erst einmal sind wir etwas skeptisch, aber dann funktioniert es ganz gut und wir können beruhigt einschlafen.
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  • Tag 202: Dornenberg bis Mäusetal

    28 September 2023, Mongolia ⋅ 🌬 7 °C

    Wir und vor allem das Zelt haben die windige Nacht tatsächlich unbeschadet überstanden. Während es in den Schlafsäcken schön warm ist, ist es draußen ganz schön frisch. Es fallen sogar ein paar Schneeflocken und ein naheliegender Bergkamm ist leicht mit Schnee bepudert.
    Wir fahren weiter und überbrücken die lange, weniger abwechslungsreiche Strecke mit Hörbüchern, kaufen nochmal Vorräte ein und müssen dann gegen Ende des Tages ganz schön gegen den Wind ankämpfen. Die letzten Kilometer werden unsere Füße in den Schuhen kalt und wir müssen ein bisschen auf der Stelle springen, damit sie etwas aufwärmen bevor wir ins Zelt gehen und dort zu Abend essen.
    Das Zelt haben wir in einem kleinen Tal aufgebaut, in dem es von Mäuselöchern nur so wimmelt. Immer wieder piepst es um und herum und ab und zu lässt sich sogar eine Maus sehen. Unglaublich, wie gut die einzelnen Löcher vernetzt und wie deutlich die Wege dazwischen ausgetreten sind.
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  • Tag 203: Mäusetal bis Arwaicheer

    29 September 2023, Mongolia ⋅ ⛅ 11 °C

    Kann es noch kälter sein als gestern Morgen? Unsere Wasserflaschen sind vollständig gefroren, sodass sie einen einzigen Eisglotz bilden und das Gras um uns herum ist mit Reif bedeckt.
    Bis wir mit dem Frühstück fertig und gut angezogen sind, ist es zum Fahren recht angenehm, besonders auch, weil es erstmal hoch geht und uns dann schnell unter den ganzen Schichten zu warm wird.
    60 km sind noch zu fahren bis wir nach Arwaicheer kommen, wo wir in eine Unterkunft wollen und einen Pausentag einlegen, um auch wieder einmal ein paar Dinge zu regeln.
    Wir kämpfen uns gerade einen kleinen Hügel hoch, als ich auf der Straße eine Maus entdecke, die noch atmet sich aber nicht bewegt. Auch als wir sie leicht mit einem Stein anstupsen bewegt sie sich nur leicht. Weil wir sie hier, so den Autos ausgeliefert, nicht liegen lassen können, tragen wir sie mit zwei Steinen an den Straßenrand, damit wir sie nicht direkt anfassen müssen, falls sie krank ist.
    Mit etwas schlechtem Gewissen, ihr nicht besser helfen zu können, fahren wir weiter, kommen wieder an Jurten vorbei und dann kurz vor unserer Mittagspause zu einem Tempel, der gigantisch wirkt auf dem Hügel. Zu beiden Seiten stehen Statuen von Pferden in Lebensgröße und er ist mit Gold verziert. Hinter der eigentlichen Anbetungsstätte liegen einige Schädel von Pferden und Kühen als Opfergabe, zwei davon wurden bestimmt erst in den letzten Tagen gebracht.
    Als wir uns gerade aufmachen wollen um einen Platz für die Mittagspause zu finden, fährt eine Kolonne aus 10 Autos auf das Gelände und ein Brautpaar und die Gäste steigen aus, um vor dem Tempel fotographiert zu werden. Es ist interessant eine Hochzeit in der Mongolei zu sehen, bei der (zumindest in diesem Fall) das Paar moderne Kleidung und die Gäste unter ihren traditionellen bunten Mänteln ebenfalls moderne Hochzeitsbekleidung tragen. Wir machen ein paar Bilder und lassen dann die Gesellschaft alleine.
    Bis Arwaicheer ist es nicht mehr weit. Nach einiger Suche finden wir dann ein Hotel. Wir beziehen das Zimmer und gehen dann nochmal los. Zunächst zum "Rathaus", um unser Visum verlängern zu lassen. Allerdings haben sie dort nicht den richtigen Stempel, weshalb es nur in Ulaanbaatar gemacht werden kann. Dann suchen wir ein veganes Restaurant auf. Vegan? In der Mongolei? Wir waren auch verwirrt, als wir es auf der Karte entdeckt haben und waren so gespannt darauf, dass wir es mit eigenen Augen sehen wollten.
    Am Ort angekommen gibt es aber wie vermutet natürlich kein veganes Restaurant geschweige denn überhaupt irgendein Restaurant. Wir finden einen Imbiss und Lukas isst ein Sandwich mit Wurst und Käse und ich ein Ei. Kurz darauf finden wir ein "Pizza&Chicken" Fast Food Restaurant und beschließen unser Glück dort einmal zu versuchen. Leider haben sie weder Pizza noch Salat und so bleibt und nur eine Portion Pommes. Während wir die essen finden wir aber auf Google Maps ein Restaurant mit einer Bewertung, die gar nicht so alt ist und vermuten deshalb, dass es dieses sicherlich auch noch gibt.
    Wir ziehen also nocheinmal weiter und gehen zu dem besagten Restaurant.
    Wir sind vollkommen überwältigt von dem was wir vorfinden. Im "Nomadic" gibt es Gemüsepizza, Suppen, Salate und weitere Gerichte, die man tatsächlich auch bestellen kann! Wir nehmen eine große Pizza und einen Teller mit gebrateten Kartoffeln Zwiebeln und Aubergine in einer Soße mit einer Schüssel Reis. Das ist auf dieser Reise das beste Essen, das wir seit Georgien hatten.
    Mit diesem Schmaus lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.
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  • Tag 204: Arwaicheer

    30 September 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 14 °C

    Es gibt ein Frühstücksbüffet!!! :D
    Unsere Tabletts sind so voll, dass sich die anderen Gäste wundern müssen, wo das alles hin geht. Es gibt neben Brot, Butter und Marmelade auch Salat, mit Fleisch gefüllte Teigtaschen und eine Reissuppe mit Fleisch.
    Während ich es mir danach im Zimmer gemütlich mache und ich mich von den Tagen zuvor erhole, zieht Lukas los in die Stadt und wird Zeuge eines Ringkampfes. Später erzählt er mir, dass der jeweilige Gewinner jedes Zweikampfes dem Verlierer auf den Hintern schlägt, um so seinen Sieg anzudeuten. Es gibt doch schon komische Traditionen!
    Vor unserem Hotel trifft er außerdem noch auf den 29-jährigen Bernhard, der mit seinem Motorrad unterwegs ist. Mit ihm gehen wir abends wieder in das "Nomadic" und essen Salat, Brokkolisuppe und das gebrateten Gemüse. Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen Schokoladen-Milchshake.
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  • Tag 205: Arwaicheer bis Mückenanhöhe

    1 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir frühstücken gemeinsam mit Bernhard unten im Hotel und merken da nochmal, wie viel wir im Vergleich zu ihm essen. Danach verabschieden wir ihn und ich sitze einmal Probe auf seinem Motorrad. Ein bisschen neidisch werde ich dann schon, schließlich ist es schon um eine ganze Ecke komfortabler als der harte, schmale Sattel auf meinem Rad.
    Wir checken aus und gehen dann in einem absolut genialen und seltenen Supermarkt einkaufen, in dem wir sogar Pesto Rosso und mehrere (nicht vergorene) Käsesorten finden.
    Die weitere Fahrt ist warm und der Wind kommt aus der richtigen Richtung, um uns ein bisschen anzuschieben.
    Wie machen Mittagspause und treffen dann kurz danach den ersten Bikepacker in der Mongolei und auch den ersten seit Kirgistan. Er ist Chinese und ist ursprünglich aus Peking. Mit ihm können wir uns auf Englisch recht gut unterhalten, bisher eine Seltenheit unter den Chinesen. Er erzählt uns, dass er bereits Touren wie die Panamericana gefahren ist und er auf solchen Touren innerhalb von China seinen Reis immer online bestellt und an einen Ort ein paar Tage vor ihm schickt damit er ein bisschen Geld spart.
    Kurz darauf treffen wir noch zwei mongolische Motorradfahrer mit denen wir uns in perfektem Englisch unterhalten, bei Weitem besser als das des Chinesen.
    Als wir über einen Hügel fahren, werden wir von einem Schwarm kleinster Mücken angeflogen und müssen erst eine Weile fahren, um einen etwas entspannteren Zeltplatz zu finden. Als wir gerade das Zelt aufbauen, kommt ein Mongole auf einem Motorrad angefahren und lädt uns zu sich ein. Da wir allerdings schon mit dem Kochen begonnen haben, erklären wir ihm, dass wir gerne am nächsten Morgen vorbei schauen.
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  • Tag 206: Mückenanhöhe bis Graslandschaft

    2 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir frühstücken im Zelt und fahren dann, nachdem wir alles eingepackt haben, zu dem von dem Mongolen angegebenen Bauwagen neben zwei Jurten.
    Wir werden direkt empfangen, zum einen von dem Mongolen, zum anderen von zwei aggressiv bellenden Hunden. Ala sie von uns ablassen, werden wir in den Bauwagen gebetem, dessen Innenwände sehr gemütlich mit Holzbrettern verkleidet sind. Neben dem älteren Mongolen leben in dem Bauwagen und den beiden Jurten eine ältere Frau, deren zwei Söhne und Frau und Sohn des einen Sohnes. Der 4-jährige ist zu Anfang etwas scheu, wird dann aber zutraulicher.
    Wir bekommen direkt eine Schüssel Stutenmilch, mongolisches Brot und vergorenen Käse angeboten. Nach einer Weile kommen noch zwei weitere Männer hinein, die ebenfalls einen kleinen Snack bekommen, bevor die ganze Familie nach draußen geht. Gespannt folgen wir ihnen und bekommen mit, wie sie ein Pferd mit dem Lasso einfangen und es dann mit aller Mühe (auch indem sie es schieben und am Schweif ziehen) in einen kleinen Transporter laden, um es zu verkaufen. Es ist schmerzhaft das mit ansehen zu müssen und scheinbar als einzige zu merken, dass das Pferd panische Angst hat und es sicher auch einfachere Wege gibt, das Pferd zu verladen.
    Wir erfahren, dass das Pferd umgerechnet knapp 250 Euro kostet und scherzen zu zweit, wie viele Pferde wir wohl für unsere Fahrräder bekommen könnten.
    Dann geht es zum Stutenmelken. Auch der Kleine kommt mit und ist erst zögerlich uns gegenüber, dann aber kurz darauf nicht mehr. Erst kommt er auf uns zu, nach einer Weile macht er sich einen Scherz daraus uns auf den Hintern zu schlagen und wir drohen ihm damit ihn zu kitzeln. Daraufhin beginnt er uns mit Pferdeäpfeln zu bewerfen. Was für uns erstmal sehr ungewohnt ist, scheint hier (wie etwa bei uns eine Schneeballschlacht) vollkommen normal zu sein. Zum Glück können wir aber allen Geschossen nochmal ausweichen.
    Danach geht es zum Ziegenmelken. Der Kleine ist fleißig dabei, die Ziegen mit dem Lasso zu fangen, bevor sie aneinander gebunden werden. Wir verabschieden uns so langsam und fahren bei kühlem Gegenwind weiter.
    Nach kurzem Radeltag bauen wir bei schönem Sonnenschein das Zelt auf und mir fällt auf, dass meine Rohloffschaltung Öl verliert. Das sollte erstmal kein Problem sein und könnte an den Temperaturschwankungen liegen. Hoffen wir es mal!
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  • Während es hier gestern noch schön sonnig war, wachen wir in einer Nebelbrühe auf. Mein Sattel ist, wie auch die Flaschen, gefroren.
    Hier hat sich die Landschaft doch nochmal deutlich geändert und so wächst hier viel mehr Gras als davor.
    Gegen Mittag kommen wir an einer unwirklichen Landschaft vorbei. Inmitten der Graslandschaft taucht eine kleine Sandwüste auf, wie wir sie auf der ganzen Tour noch nicht gesehen haben. Und was noch merkwürdiger ist, die Sanddünen sind teilweise mit einer solchen Anzahl an Bäumen bewachsen, wie wir sie in der Mongolei noch nicht gesehen haben. Hier stehen einige Camps, vom denen aus Touristen Kameltouren buchen und vermutlich auch in den Jurten übernachten können.
    Wieder einmal kommen wir an einigen Kadavern vorbei, die hier leider oft neben der Straße liegen. So vorsichtig die Mongolen weiter im Westen gefahren sind, umso rasanter fahren sie hier und bremsen leider auch nicht vor Tieren. Mit den Kadavern sehen wir auch wieder die Riesengeier, die sich zu zwanzigst darüber hermachen.
    Hatte ich gesagt, die Mongolen fahren rasant, je näher wir nach Ulaanbaatar kommen? Nicht nur fahren sie teilweise mit einer sehr hohen Geschwindigkeit bzw. etwas wenig Abstand an uns vorbei, die LKWs sind auch mit Ausnahme von einigen wenigen maßlos überladen. Auf einen LKW kommt meist die doppelte, wenn nicht gar dreifache Ladung. Was wir aus den anderen Ländern schon gewohnt sind, wir hier nochmal übertroffen.
    Ein ebenfalls neuer Anblick in der Mongolei sind die Getreidefelder die sich nun teilweise zu beiden Seiten der Straße erstrecken. Bisher haben wir nicht eine Anbaufläche gesehen aber hier ist das Klima wahrscheinlich milder, es regnet häufiger und die Hauptabnehmer wohnen nunmal auch alle in Ulaanbaatar, das nicht mehr allzu weit weg ist.
    Wir finden einen relativ ruhigen Zeltplatz und als dann auch der Wind nachlässt, schlafen wir beruhigt ein.
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  • Tag 208: Getreidefeld bis Lun

    3 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach unserem Frühstück im Zelt verlassen wir unseren Schlafplatz und fahren weiter mit leichtem Rückenwind. Sanddünen sind von hier aus nur noch weit entfernt zu sehen. Dafür wird das Gras immer üppiger und so bekommen wir auch größere Herden von Kühen, Pferden, Kamelen, Schafen und Ziegen zu sehen.
    Als wir uns gegen Mittag wegen eines schönen Platzes für eine Pause umschauen, entdecken wir beim Vorbeifahren tatsächlich zwei Bikepacker etwas abseits der Straße, die dort gerade Pause machen. Wir fahren zu ihnen und erfahren, dass Mirko und Ina (beide 48) aus Chemnitz kommen und vor 6 Monaten in Tashkent gestartet sind.
    Gemeinsam verbringen wir die Mittagspause und erfahren weiter, dass die beiden vor ein paar Jahren von ihrer dreijährigen Weltumradelung zurück gekommen sind. Im Moment machen der Elektroingenieur und die Sozialpädagogin ein halbes Jahr Auszeit für eine eher kleinere Tour bis nach Ulaanbaatar.
    Wir verstehen uns auf Anhieb gut und beschließen im stillen Einvernehmen zusammen weiter zu fahren. So vergeht die Zeit unheimlich schnell und die immer rasanter fahrenden Autos werden gemeinsam auch erträglicher.
    In Lun kaufen wir Vorräte ein und zelten dann zusammen ein Stück dahinter. Wir kochen jeweils und essen dann, während wir gemeinsam zwischen unseren Zelten sitzen und aus dem Reden nicht mehr heraus kommen.
    Als es dann doch zu kalt wird, gehen wir schlafen und kuscheln uns wieder einmal in unsere Schlafsäcke.
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  • Tag 209: Lun bis Bayantsogt

    5 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 15 °C

    Wir frühstücken gemeinsam in der langsam aufgehenden Sonne, wobei es noch ziemlich frisch ist. Wieder einmal merken wir, dass wir beide deutlich mehr essen als Ina und Mirko.
    Wir packen ein und fahren gemeinsam weiter. Es ist wirklich schön mal wieder Begleiter zu haben und von den beiden bekommen wir viele Reisetipps bzw. unterhalten uns auch generell über unser Leben zu Hause.
    Weil wir gestern ihre Keks- und Kaffepause "geklaut" haben, legen wir heute eine ein, indem wir in ein Restaurant gehen. Da es keinen Kaffee gibt trinken wir gemeinsam einen Milchtee, essen ein paar Kekse und fahren dann weiter zu unserem nächsten "Zeltplatz".
    Wieder kochen wir gemeinsam, essen draußen, unterhalten uns noch lange und lachen viel. Aber auch heute drängt uns die Kälte dann doch gegen 19 Uhr in die Zelte.
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  • Tag 210: Bayantsogt bis Ulaanbaatar

    6 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute morgen ist es so kalt, dass wir jeweils in unseren Zelten frühstücken. Währenddessen fallen ein paar Regentropfen. Als wir abbauen ist es aber trocken, aber der Wind ist kalt.
    Wir fahren gemeinsam nach Ulaanbaatar, gehen zusammen zum Immigration Office, um jeweils unseren Stempel für die Visumsverlängerung abzuholen und fahren dann in die Stadt.
    Dabei bekommen wir auch aus einiger Entfernung mit, wie das Führerhaus eines LKW vollständig in Flammen steht. Zum Glück, so denken wir, fahren hierzulande die LKWs nicht mit Gas, sonst hätte es noch ganz anders ausgehen können.
    Wir finden in der Stadt ein Hostel, das mit einer Küche ausgestattet ist und verabschieden uns erst einmal von den beiden, die noch bei einem Amerikaner eingeladen sind.
    Dann machen wir uns noch auf und gehen auf einem Markt einkaufen. Damit braten wir uns eine riesige Pfanne Bratkartoffeln und Gemüse. Die anderen Hostelgäste (ein Deutscher, zwei Franzosen, ein Chinese und weitere) müssen bei diesen Mengen glauben, wir kochen für das ganze Hostel. Allerdings bleibt am Ende davon nur ein kleiner Teil übrig, den wir morgen Mittag essen wollen.
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  • Tag 211 - 213: Ulaanbaatar

    8 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 11 °C

    Wir essen das Frühstück, das im Preis mit enthalten ist und strecken es noch ein bisschen. Nach einigen kleinen Dingen die wir regeln, gehen wir nochmal los in die Stadt, kaufen in einem riesigen Supermarkt ein, von dem wir vollkommen überwältigt sind, besichtigen einen Tempel, bekommen ein Gebet der hier häufig zu sehenden "tibetischen" Mönche mit und suchen dann Ina und Mirko in ihrem Hostel auf.
    Gemeinsam gehen wir Pizza essen und verbringen mal wieder einen sehr schönen Abend.
    Die nächsten zwei Tage verbringen wir noch damit unsere Wäsche zu waschen, ich schaue nochmal nach meiner Rohloff, die allerdings kein Öl mehr verliert, wir ruhen uns aus und planen noch die weitere Route (bzw. schauen, was auf uns zukommt). An den beiden anderen Abenden essen wir Käsespätzle (wir haben tatsächlich "Schwäbische Käsespätzle" gefunden!).
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  • Tag 214: Ulaanbaatar bis Nalaikh

    10 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ⛅ 12 °C

    Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück,...
    Zur Feier des Tages essen wir ein noch ausgiebigeres Frühstück, packen dann zusammen und fahren nochmal zu dem Tempel, da er jetzt auch geöffnet ist und uns eine meterhohe goldene Statue (der Shiva?) offenbart, die von den Gläubigen angebetet wird. Auch ein bekanntes Gesicht, das des XIV Dalai Lamas finden wir hier.
    Anschließend fahren wir noch zum Winterpalast, der im letzten Jahrhundert erbaut wurde. Allerdings hat er leider geschlossen, weshalb wir ihn nur von außen sehen.
    Auf dem Weg aus der Stadt heraus nehen wir unter anderem auch den knapp 20 km langen Fahrradweg, den wir uns hätten nicht besser erträumen können. Fernab von Straßenlärm, Abgasen und Rasern kommen wir entspannt aus der Stadt und essen dann an einer sonnigen Stelle zu Mittag, von der aus wir einen schönen Blick zurück auf die kälteste Hauptstadt der Welt haben.
    Wir fahren noch ein gutes Stück weiter und feiern dann noch Lukas' Geburtstag indem wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.
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  • Tag 215: Nalaikh bis Bayan

    11 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 12 °C

    Mit gutem Früstück (wir haben sogar noch ein bisschen Joghurt übrig) starten wir in den Tag. Kurz hinter unserem Schlafplatz besuchen wir noch einen Friedhof, der außer einer weiteren goldenen Shiva (?) eher schlicht gehalten ist. Was uns bestürzt ist die Entdeckung, dass ein paar der Verstorbenen nicht einmal 30 Jahre alt geworden sind und der überwiegende Teil erst während oder nach den 60ern geboren ist.
    Die andere Seite des Friedhofs ist deutlich pompöser, ist allerdings auch hauptsächlich von Jahrgängen der 60er belegt, was uns schon ein wenig nachdenklich macht.
    Je weiter wir uns von der Stadt entfernen, desto beruhigter wird im Allgemeinen auch der Verkehr.
    Am Abend finden wir wieder ein recht schönes Zeltplätzchen, von wo aus allerdings der Straßenlärm wegen fehlender Hügel oder Bäume leider viel zu sehr zu hören ist (dazu muss man wissen, dass bei werdender Dunkelheit der Verkehr hier erst so richtig aufblüht).
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  • Tag 216: Bayan bis Bayantal

    12 Oktober 2023, Mongolia ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir frühstücken weiterhin im Zelt, da es am Morgen ohne Sonne so um die 5 Grad sind.
    Ansonsten verläuft der Tag ohne große Besonderheiten. Wir essen in der warmen Sonne unser Mittagessen und können es hier wirklich sehr gut aushalten. Dann geht es weiter, immer ein kleines bisschen bergab und entlang der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn.
    Abends ist es noch so warm, dass wir gemütlich draußen essen können und dabei den Sonnenuntergang genießen.
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