Roadtrip Marokko 2024

February - April 2024
Ich bereise mit Andreas, seinem 2x4 Kastenwagen und meinem 4x4 Hymer ML-T 580 Marokko Read more
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  • Day 1

    Anreise mit Hindernissen

    February 17 in Spain ⋅ ☀️ 19 °C

    Tatsächlich bin ich bereits seit Ende Januar unterwegs auf dem Weg zur Überfahrt nach Marokko.
    Die Anreise war abwechslungsreich, aber auch von Hindernissen und Pannen begleitet.
    In Frankreich haben mich die Bauernproteste zu umfangreichen Umwegen auf bisher unbekannten Nebenstraßen gezwungen. Zu allem Überfluss habe ich mir dabei einen kleinen Steinschlag in der Frontscheibe eingefangen. Carglas hat sich nicht getraut das zu kitten und Mercedes in Alicante hat mir dann mitgeteilt, dass es aktuell Lieferengpässe gibt, Zeitpunkt ungewiss. Also: Augen zu und durch. Ich fahre weiter. Wird schon gut gehen. Ich besuche z.T. Stellplätze, die ich von meiner letzten Andalusientour schon kannte, aber auch tolle, bisher unbekannte Plätze. Ein Wiedersehen mit Frederike und Mike, die ich auf der letzten Andalusien Reise kennen gelernt hatte, runden die Anreise ab. Das war wieder sehr nett.
    Im Cabo da Gata geht es auf einen Campingplatz, wo ich leider beim Rangieren mein Fahrzeug nicht ganz unerheblich beschädige. Ich touchiere einen Baum, obwohl ich eine 360 Grad Kamera an Board habe. Wie blöd kann man sein?! Die Außenhaut der Karosserie ist leider an einer Stelle offen. Ich kitte das mit Aluspachtel und einem Bitumenklebeband. Nicht schön, aber effektiv. Das sollte schon ein paar Monate halten. Wer weiß wann das repariert werden kann. Teuer wird das auf jeden Fall.
    Mittlerweile bin ich am Surferstrand südlich von Tarifa und werde an dem wunderschönen Freistehplatz warten, bis Andreas dazu kommt. Wir werden dann gemeinsam übersetzen und dann Richtung Südmarokko aufbrechen. Ach ja: Filme wird es natürlich geben, auch zur Anfahrt...
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  • Day 5

    Ein schwieriger Start

    February 21 in Spain ⋅ 🌙 13 °C

    Der Start in den Tag verlief planmäßig. Gegen 9 Uhr sind wir am Strand von Tarifa aufgebrochen. Dann ging es zum Ver- und Entsorgen nach Tarifa und auch ein letzter Einkauf bei Lidl war Pflicht. Dann weiter zu Carlos nach Alcaciras Tickets für die Überfahrt kaufen. Perfekt: die Fähre soll um 13 Uhr starten. Also zum Hafen, wo dann erst einmal Warten angesagt war. Mir war durchaus bekannt, dass 13 Uhr nicht wirklich 13 Uhr bedeuten muss. Das wir dann aber erst so gegen 17 Uhr losfuhren, war schon mehr als nervig. Aber man muss ja auch das Positive sehen. Schnell sind erste Kontakte geknüpft. So lernen wir Katja und Ihren Mann kennen, die in einem Hymer ML-T 570 unterwegs sind. Katja spricht perfekt spanisch und französisch und so kommt es, dass sie auch für uns einen Campinplatz in Asilah reserviert. Toll. Das spart viel Stress für das Ankommen in Marokko.
    Eigentlich war das so gar nicht mein Plan. Wir wollten eigentlich Richtung Fes fahren, aber da sind die Wetteraussichten für das Wochenende so schlecht, dass wir nun doch erst einmal am Atlantik runter fahren.
    Wer noch nie mit der Fähre in Marokko angekommen ist, kann sich den weiteren Ablauf kaum vorstellen. Nahezu alle ankommende Marokkaner müssen Ihre komplett überladenen Fahrzeuge komplett ausräumen. Irgendwann werden dann auch mein Reisepass und die Fahrzeugpapiere einkassiert. Warten ist angesagt. Zwischendurch 2x die Frage nach Drohnen und Waffen, aber tatsächlich darf ich dann weiter und Andreas auch. Ich fühle mich an übelste DDR Kontrollzeiten erinnert. Dann erst einmal auf die mautpflichtige Autobahn. Es versteht sich von selbst, dass es bereits stockdunkel ist und ich auch schon bald fast einem gefühlt mit 20 Stundenkilometer dahin schleichenden LKW hinten rein rausche. An der ersten Mautstation heisst es erst einmal den Rückwärtsgang einlegen. Falsche Spur gewählt. Am Campingplatz angekommen werden wir bereits erwartet, Katja uns bereits angekündigt und die Beiden sind auch schon da. Mir reicht es aber für heute. Während Andreas mit den Beiden in die Medina gehen, führt mich mein Weg mit den Hunden an den Strand. Die Hunde haben im Prinzip den ganzen Tag gepennt, auch auf der Fähre. Da kommt eine kurze Freilaufphase am dunklen Strand genau Recht. Nix da. Kaum habe ich meine Stirnlampe eingeschaltet, werde ich auch schon vom örtlichen Strandwächter abgefangen. Der findet das offenbar gar nicht so lustig, dass die Hunde ihn freudig begrüßen möchten. Also anleinen und Rückzug. Zeit den Tag zu beenden. Fazit: Ich bin noch nicht wirklich angekommen. Es kann besser werden....
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  • Day 6

    Von 0 auf 100

    February 22 in Morocco ⋅ ☁️ 18 °C

    Was war das für ein Tag?
    Ich gehe am Morgen mit den Hunden an den Strand. Überraschenderweise treffe ich zwei junge Mädchen, die ein Picknick machen. Sofort bekomme ich einen Pfannenkuchen mit Himbeeren angeboten. Wie nett. Ich frage die beiden ob ich ein Foto machen darf. Das ist ok und die beiden freunden sich auch schnell mit den Hunden an. Die beiden jungen Frauen, 22 und 23 Jahre jung, sagen mir aber, dass ich das Foto nicht auf social Media veröffentlich soll, weil eine der beiden ihr Haar offen trägt. Das respektiere ich selbstverständlich und verspreche es. Wir tauschen uns noch ein wenig aus. Was für eine nette Begegnung.
    Nach dem Frühstück gehen wir, Andreas, Thorsten, Katja, die Hunde und ich nach Asilah. Was wir noch nicht wissen: heute ist Markttag. Und das wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Hier sind keine Touristen, nur Einheimische. Und so bekommen wir einen Eindruck des ursprünglichen Marokkos. Landfrauen in ursprünglichen Trachten, Eselskarren, lebende Hühner, die zum Verkauf vor Ort getötet werde, Schreiner, Bäcker, alles live. Faszinierend. Gestern noch in Europa, jetzt hier in einer komplett anderen Welt. Ich habe die Hunde mitgenommen und mir war klar, dass das nicht einfach wird. Viele Marokkaner können mit Hunden gar nichts anfangen, sie gelten als unrein. So sind die Reaktionen auch extrem unterschiedlich. Von Abscheu, über Unverständnis bis zu liebevollen Begegnungen, insbesondere mit Kindern und jüngeren ist alles dabei.
    Zum Abschluss hat uns Katja zum Abendessen eingeladen. Sie hat in ihrem Omnia etwas leckeres gekocht. Wir haben einen wirklich schönen Abend, wissen aber immer noch nicht wie es morgen weiter geht
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  • Day 7

    Demut

    February 23 in Morocco ⋅ ☁️ 18 °C

    Demut ist das Wort, was meine Gefühle zum ersten Teil des heutigen Tages am besten beschreibt.
    Andreas, aber auch Karsten und Katja - wir alle beschließen auch das nächste Ziel gemeinsam anzugehen. Aufgrund des Wetters bleibt das Ziel die Atlantikküste. Es soll nach Mohammedia gehen. Andreas und ich beschließen aber auch so wenig Autobahn wie möglich zu fahren, wir wollen das Land ja kennenlernen. Und das werden wir an diesem Tag! Es geht etwas abseits der Küste durch landschaftlich nicht besonders interessante Gegenden. Im Gegensatz zu Spanien gibt es allerdings kein Wasserproblem. Alles ist üppig grün. Was diesen Teil der Fahrt aber extrem beeindruckend macht, ist die krasse Armut, die hier in dieser ländlichen Gegend herrscht. Das hatte ich so krass hier nicht erwartet. Auf den Feldern wird Gras und Gemüse geerntet, es gibt aber keine Traktoren, aber zahllose Eselskarren, die hier als Transportmittel dienen. Oft kommt die Sense zum Einsatz, Maschinen sind nicht zu sehen. Wenn man einen Blick nach rechts und links in die kleineren Dörfer wirft, sieht man häufig kaum mehr als Baracken und ungeteerte Dorfstrassen. Wir kommen durch ein paar kleinere Städte, wo sich alles auf der Straße abspielt. Garküchen, Verkaufsstände, zahllose Eindrücke. Na klar: die Polizeikontrollen dürfen hier natürliche auch nicht fehlen. Es ist unbedingt wichtig, sich exakt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Ein Polizist fragt mich dann auch irgendetwas, was ich nicht wirklich verstehe . Aus Spaß frage ich ihn, ob er deutsch spricht. Viel Spaß verstehen die aber oft nicht, aber der ist ganz nett und so fällt mir dann auch wieder ein, wo wir hin wollen, denn das wollte er wissen. Weiter geht es. Mittlerweile ist die Schule aus und mutige Jugendliche wagen sich weit auf die Straße um uns zu begrüßen. Ich winke freundlich und begrüße die Jungs mit lautem Hupen und gebe etwas mehr Gas, damit keiner auf die blöde Idee kommt ein Stück mit auf dem Fahrzeug mit zu fahren. Ich bin mir fast sicher, dass die uns wohl gesonnen sind, ganz sicher kann man aber auch nicht sein. Wenn wir durch die Orte fahren, bekomme ich aber immer wieder nette Rufe und Winken, was ich gerne zurück gebe. Ich bin mir sicher, dass Freundlichkeit das beste Rezept ist, wenn man diese Gegend bereist. Das zeigt sich auch in einem kleinen Ort, wo wir spontan Rast machen und wieder den örtlichen Markt besuchen. Mancher hätte vielleicht Angst sich in diesen engen Gassen und Baracken zu bewegen, aber auch hier gilt. Freundlichkeit hilft. Ein Typ fragt uns wo wir her kommen. Ich sage: Alemanha. Und er: aaah, Hitler! Das meint der gar nicht böse. Ich erwiedere dann nur lächelnd: nix Hitler - Borussia Dortmund, Bayern München und wir trennen uns lachend.
    Zwei Jugendliche quatschen mich von der Seite an. Die wollen aber gar nichts negatives, sondern sind nur neugierig. Und so kommt es zu einem kurzen, netten Gespräch auf Englisch. Der Parkplatzwächter bekommt ein kleines Trinkgeld und freut sich so auch über unseren Besuch. Und: wir sehen einen großen Funkmast, der über und übervoll ist mit Storchennestern ist. Da nisten mindestens 40 Storche. Krass.
    Und so gäbe es noch einige weitere Eindrücke zu schildern. Wir kommen nach Riad und damit sind wir vom gefühlten Mittelalter wieder in die Neuzeit gebeamt worden. Eine moderne Stadt, gepflegt, Villen und Parks nicht nur des Königs, sondern auch vieler anderer reicher Marokkaner. Größer könnte der Kontrast kaum sein. Zwischen Rabat und Cassablanca dann eigentlich nur noch Baustellen. Die Straße wird erneuert, die Küste zugepflastert mit zahllosen Bauten. Bauruinen ohne Ende, warum auch immer.
    Am Campingplatz angekommen, gehen wir dann noch einmal zum Strand, aber besonders schön ist das hier nicht. Also wird es morgen weiter gehen, wohin auch immer...
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  • Day 7

    Das 2. Video ist online

    February 23 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C

    Das 2. Video unserer Reise nach Marokko ist online. Es geht mautfrei durch Frankreich und es gibt ein sehr nettes Wiedersehen...

    Nur auf Youtube, nur bei GI WomoNews...

    https://youtu.be/hjaypyc_8eQ

  • Day 8

    Abenteuer Casablanca

    February 24 in Morocco ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir standen ja zuletzt nur etwas mehr als 30 km von Casablanca entfernt auf einem Campingplatz. Da liegt es doch nahe, dass wir die Gelegenheit nutzen und die größte Moschee Afrikas besuchen. Die Fahrt durch die Vororte und die Stadt gestaltet sich jedoch abenteuerlich. Verkehr ohne Ende, Kreisverkehre ohne Regeln, na ja alles was man so erwarten darf. Mein Wahlspruch aber lautet: wer einmal mit dem Wohnmobil im Großraum Neapel unterwegs war, den schreckt nichts mehr. Und so tauchen wir ein in den afrikanischen Großstadtsumpf, frei nach dem Motto: Wer bremst verliert. Gerade rechtzeitig sind wir an der Moschee angekommen um den letzten Öffnungsslot um 12 Uhr noch zu erwischen. Es ist einfach beeindruckend. Du kannst noch soviele Berichte vorher sehen, live da zu sein ist doch immer anders.
    Danach geht es weiter entlang der Küste. Es wird gebaut, als ob es kein Morgen gäbe. Wer soll eigentlich in all den teuren Wohnungen einziehen? Es bleibt ein Rätsel. Irgendwann verlassen wir den gruseligen Großraum Casablanca und tauchen wieder in vergangene Jahrhunderte ein. Auf dem Land herrscht noch das Mittelalter. Wir kommen durch Kleinstädte, wo gerade der Samstagsmarkt endet. Das blanke Chaos. Eselskarren, hoffnungslos überladene Transporter und Müll. Soll ich irgendetwas zum Thema Marokko und Müll erzählen? Ich schweige lieber. Ein Grauen. Wie kann man nur das eigene Land so verschandeln? Es bleibt mir auch ein wenig rätselhaft warum die Marokkaner offenbar gar keinen Bezug zu Ihrer Meeresküste haben. Entweder es sind Spekulatinsgrundstücke mit unzähligen Bausünden, oder das Meer ist gar nicht zugänglich. Freistehen ist jedenfalls komplett undenkbar an der Küste.
    Unser heutiges Ziel ist Qualidia, ein scheinbar sehr beliebter Küstenort. Hier gibt es einen Wohnmobilstellplatz, den wir sofort wieder fluchtartig verlassen. Hier stehen auf einer großen Asphaltparkfläche gefühlt deutlich über 50 Wohnmobile, eng auf eng. Zum Glück gibt es noch einen Campingplatz, wo Karsten und Katja auch schon wieder sind und so zögern wir nicht lange. Das ist auch hier voll, aber deutlich angenehmer. Leider hat sich Karsten irgend etwas eingefangen und liegt flach, Katja, Andreas und ich nehmen aber das Angebot eines fliegenden Händlers gerne an und wir lassen uns 2 Tajine ans Wohnmobil liefern. Das ist nicht nur lecker, so können wir den Tag dann auch noch bei einem Gläschen Wein gemütlich ausklingen.
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  • Day 9

    Storchentag

    February 25 in Morocco ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute sollte eigentlich ein Ruhetag werden. Sauber machen, Wäsche waschen und solche Sachen. Die Waschmaschine am Platz hat dann aber keine Lust mehr Wasser zu ziehen. Also fällt das aus. Das Wetter ist toll. Also packen wir die Räder aus und fahren zu dritt ans Meer. Karsten ist leider ausgefallen, der liegt mit einer Magenverstimmung flach.
    Uns erwartet eine fantastische Brandung. Da geht ordentlich die Post ab. Wir fahren noch ein Stück weiter in den Ort zurück und kommen an den Strand, wo die kleinen Fischerboote liegen und an einigen Buden vor allem Austern angeboten werden. Auch das wieder ein ganz unerwartetes Erlebnis. In der Lagune schaukeln noch ein paar bunte Boote, die auf Kundschaft warten. Was für ein toller Tag. Katja hat entschieden heute wieder für uns zu kochen, da sagen wir nicht nein. Wir bauen Tisch und Stühle vor meinem Womo auf der Wiese auf und genießen ein leckeres Essen beim Sonnenuntergang....
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  • Day 10

    Schön?

    February 26 in Morocco ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute ging es weiter, immer entlang der R301, meist entlang der Atlantikküste.
    Wir bleiben also unserem Motto treu, weil wir ja möglichst viele authentische Eindrücke vom Land bekommen möchten.
    Es bleibt zwiegespalten.
    Wir kommen immer wieder an scheinbar wunderbaren Strandabschnitten vorbei, aber die Küste ist selten zugänglich. Die Marokkaner haben die Liebe zum Meer, Strand und Dünen offenbar noch nicht entdeckt. Möglicherweise auch weil sie andere Sorgen haben. Auf dem Land herrscht bittere Armut, das ist an vielen Stellen einfach nicht zu übersehen.
    Wir kommen an der alten Stadt Safi vorbei. Hört sich doch vielversprechend an, ist in Wirklichkeit aber eine Industriestadt mit unfassbaren Umweltbelastungen. Schnell weiter.
    Hatte ich mich schon zum Thema Marokko und Müll ausgelassen? Es ist das Grauen. Wie kann man sein Land so zumüllen? Es bleibt ein Rätsel.
    Hört sich das alles zu negativ an? Es ist halt die Wahrheit und Realität. Wir stoppen kurz an einem ganz kleinen Fischerdörfchen, wo vermutlich selten oder nie Touristen hinkommen. Hier ist die Zeit seit mehreren Jahrhunderten stehen geblieben. Wir ernten hier keineswegs nur freundliche Blicke, also schnell weiter. Hört sich das zu negativ an? Für mich ist hier alles neu und daher auch noch faszinierend, aber es macht ja keinen Sinn die Augen vor den vielen unschönen Dingen hier im Land zu verschließen. Unser Ziel war eigentlich ein Campingplatz im Raum Essaouira. Knapp 40 km vorher finden wir aber total durch Zufall einen tollen Platz. Eigentlich suchen wir nur ein Kaffee an der Küste, aber das ist ja wie bereits erwähnt mehr als schwierig. Doch dann gibt es doch noch eine Aspaltstrasse runter zum Meer, wo auch ein Restaurant ausgeschildert ist. Vor uns noch ein deutsches Wohnmobil. Die Straße geht in einen Feldweg über, der in eine Sandpiste. Das Wohnmobil vor uns scheint sich auszukennen, also hinterher. Und plötzlich geht es direkt am Strand auf einen Platz wo bereits mehrere Wohnmobile stehen. Hier gibt es noch ein paar Ferienhäuser und sogar einen Pool. Aber ansonsten eigentlich nur einsamer Sandstrand. Hammer. Wir checken spontan ein, sagen noch schnell Katja und Karsten Bescheid, damit die auch noch nachkommen können. Traumstrand und alles wunderbar? Na ja. Ich gehe mit den Hunden an den eigentlich tollen Strand. Es riecht verdächtig nach Raffinerie. Die Ursache ist schnell klar. Der Strand ist nicht nur mit weißem Sand versehen, vielmehr finden sich doch nicht wenigen ölhaltige Sandanteile, vermutlich von Schiffsverklappungen. Die Umweltschäden sind also selbst hier unübersehbar.
    Am Abend bekocht uns Katja dann wieder lecker, diesmal in ihrer neu erstanden Tajine.
    Morgen bleiben wir auf jeden Fall hier. Mal sehen wie es weiter geht....
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  • Day 12

    Essaouira

    February 28 in Morocco ⋅ 🌬 20 °C

    Gestern waren noch ein paar Wohnmobilisten auf unserem Platz etwas unruhig. Die Frage war, wie sie von dem Platz wieder auf die asphaltierte Straße kommen würden. Der starke Wind hatte zu etwas stärkeren Sandverwehungen geführt. Das wäre vermutlich für unsere 4x4 Fraktion kein echtes Problem gewesen, für alle anderen aber schon. Der Platzbesitzer kennt aber das schon und so rückte am Morgen ein Bagger an, der den Weg wieder befahrbar machte. Wir müssen also auf das erste Sandabenteuer noch etwas warten.
    Ziel heute: na klar. Essaouri. Sicher eines der bekanntesten Touristen Highlights an der marokkanischen Atlantikküste. Warum? Weil es einfach trotz der Touristen authentisch ist. Ein ehemals kleines Fischerdorf mit einer schöner Medina. Zahllose kleine Läden warten auf Kundschaft. Das Auge kann sich gar nicht genug satt sehen. Die Farben strahlen bei Traumwetter und angenehmen 20 Grad um die Wette. Und so erliege auch ich dem Charme von Essaouira und erstehe ein paar mehr oder weniger nützliche Dinge. Auf Wohnmobile ist man hier jedoch nicht so wirklich eingestellt. So gestaltet sich die Suche nach einem Parkplatz als sehr schwierig. Am Carfour Markt bleiben wir letztlich und nehmen ein Taxi. Für umgerechnet 1 Euro ist das eine gute Wahl.
    Der Besuch der Stadt gehört einfach zu Recht zum absoluten Mußprogramm einer Marokkoreise.
    Übernachten ist hier nicht angesagt. So fahren wir etwas mehr als 30 km weiter nach Sidi Kaouki. Hier gibt es einen Campingplatz am Surferstrand. Die Hunde brauchen dringend Bewegung. Also geht es zum Sonnenuntergang zum Strand, wo uns Reiter und Touristenkamele noch wunderbare Bilder schenken.
    Und schon wieder bekocht uns Katja, diesmal mit einer leckeren Lasagne.
    Morgen geht es dann weiter Richtung Paradise Valley....
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