• Werner Götz
Jun – Jul 2016

Auf Island und Grönland

Unsere Tour durch Island: Von Reykjavik aus fuhren wir auf der Ringstraße, der 1, rund um die Insel. Ab Akureyri im Norden ging es mit einem Geländewagen dann ins Hochland. Zurück in Reykjavik folgte eine Tour in den Westen Grönlands nach Ilulissat. Read more
  • Trip start
    June 30, 2016

    Ausgangspunkt Reykjavik

    July 1, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 18 °C

    Unser Ausgangspunkt Reykjavik ist die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt und bedeutet Rauchbucht. Sie ist die älteste, permanent bewohnte Siedlung des Landes. Hier leben rund 120.000 der etwa 335.000 Einwohner Islands. Entsprechend dünn besiedelt ist das Land.
    Von unserem Hotel nahe des Inlandflughafens aus ließ sich die Stadt gut zu Fuß erkunden. Prägend für die Silhouette der Stadt ist vor allem das moderne Kirchengebäude Hallgrímskirkja, zugleich eins der höchsten Gebäude des Landes.
    Lohnenswert ist ein Spaziergang am alten Hafen und am Stadtteich Tjörnin mit Besuchen etwa des maritimen Museums und des Saga-Museums. Hier lässt sich einiges zu der Besiedlungsgeschichte des Landes erfahren, die von den Anfängen her gut dokumentiert ist.
    Besucht haben wir zudem das Nationalmuseum Þjóðminjasafn (Þ wird gesprochen wie ein T). Hier finden sich Kunstwerke und Sammelobjekte der isländischen Kultur.
    Eines der ältesten Gebäude in der Stadt ist der Dom (Dómkirkjan). Bei dessen Einweihung 1796 passten noch alle Einwohner der Stadt in die eher kleine Kirche. Auffallend ist ferner das Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa direkt am Hafen.
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  • The Golden Circle - Pingvellir

    July 2, 2016 in Iceland ⋅ 🌧 17 °C

    150 km betrug unsere erste Tagesetappe bis zu unserem Ziel, dem SEL Guesthouse in der Nähe von Selfoss. Entsprechend Zeit blieb für den Besuch von Sehenswürdigkeiten, die wir mit zahlreichen weiteren Besuchern teilten. Dennoch war es nie überlaufen, die Besucher verteilten sich recht gut. Es ist Saison und wir sind noch nahe Reykjavik. Zuerst stand der Nationalpark Þingvellier auf der Agenda. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung Islands. Wurde 930 n Chr. hier doch das erste Parlament gegründet, am Þingplatz fanden regelmäßig die Versammlungen der Herrscher statt. Im Jahre 1000 wurde hier die Annahme des Christentums für das ganze Land beschlossen. Übrig ist davon nicht mehr viel, aber im kleinen Besucherzentrum finden sich Informationen dazu. Ebenso zu der geologischen Bedeutung der Region, treffen hier doch die amerikanische und die eurasische Platte aufeinander. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beidseitig der Schlucht um etwa 70 m auseinander gedriftet und der Talboden hat sich um 40 m gesenkt.Read more

  • The Golden Circle - Geysir Strokkur

    July 2, 2016 in Iceland ⋅ 🌧 15 °C

    Etwa 20 km entfernt folgte ein Besuch des nördlich gelegenen Strokkur, dem wohl bekanntesten Geysir Islands. Die Springquelle schleudert alle fünf bis zehn Minuten eine Wassersäule hoch. Es lohnt auch ein Spaziergang zu den anderen heißen Quellen in der Nähe. Am Geysir gibt es auch eine informative Ausstellung über die Vulkane und Geysire.Read more

  • The Golden Circle - Guttfoss

    July 2, 2016 in Iceland ⋅ 🌧 15 °C

    Nach weiteren 10 km und einem kurzen Marsch steht man an Islands berühmtesten Wasserfall, dem Gullfoss. Mehrere Aussichtplattformen, ein Souvenirgeschäft und ein Restaurant mit der typischen isländischen Kjötsúpa (Lammfleischsuppe) finden sich hier. Das Infozentrum Sigríðarstofa bietet zahlreiche viele Informationen über die Historie und die Geologie der Gegend. Die kurze Wanderung hinunter in die Schlucht bis ans Wasser ist sehr imposant.
    Unser Tagesziel war das Sel Guesthouse, ein Stückchen von Selfoss entfernt gelegen. Viele Höfe vermieten Zimmer und kleine Hütten an Gäste, und versorgen sie zugleich mit landestypischer Kost, etwa Lamm oder Forelle. Eine nette Atmosphäre, hier werden wir im Laufe unserer Tour noch zweimal herkommen. Generell gilt für Island übrigens, das man nahezu überall eine sehr gute Internetverbindung hat, kostenlos und mit Geschwindigkeiten, davon können wir in Deutschland selbst in manchen Ballungsräumen nur träumen. Auch auf dem Land, wo weit und breit nichts ist.
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  • Seljalandsfoss bis Kirjubæjarklaustur

    July 3, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 17 °C

    Etwa 250 km mehr standen am Abend auf dem Tacho. Die Straßen sind recht gut, Verkehr ist Mangelware. 90 km/h sind auf geteerten Straßen erlaubt, 80 auf Pisten. Die haben wir aber noch vor uns. Insofern kommt man recht flott voran. Der erste Stopp erfolgte am Wasserfall Seljalandsfoss in einer wunderschönen, grünen Umgebung. Man kann hinter dem Wasserfall herumlaufen. Auch bietet sich eine kurze Wanderung entlang der Böschung zu den anderen Wasserfällen an. Weiter ging es auf der 1 entlang dem Gletscher Eyjafjallajökull wo 2010 ein schwerer Vulkanausbruch stattfand. Direkt an der Straße befindet sich ein Infozentrum über den Ausbruch namens Þórvaldseyri.
    Ein Stück weiter an der Straße liegt Skógar mit dem Wasserfall Skógafoss. Von oben sollte man sich erst einen Überblick verschaffen und ihn dann von unten genießen. Die Gisch bildet wunderbare Regenbögen aus.
    Weiter ging die Fahrt durch die schwarze Sandwüste Mýrdalssandur und die „Feuerlava“ Eldhraun zu unserer Unterkunft bei Kirkjubæjarklaustur. Die unwirtlichen schwarzen Flächen werden begrünt, um den Sandstürmen Herr zu werden. Wunderschön anzusehen sind die kilometergroßen Flächen mit blühenden Lupinen. Und später das dicke Moos, das stellenweise die Felsen überzieht.
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  • Gletscher Vatnajökull

    July 4, 2016 in Iceland ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser Ziel war der Skaftafell-Nationalpark. Auf unserer Wanderung kamen wir zuerst am Wasserfall Hundafoss an. Man könne meinen, die bisher besuchten genügen, doch jeder ist auf seine Art anders und immer wieder faszinierend. Dieser ist von schwarzen Basaltsäulen umgeben, erinnert etwas an eine Bühne. Weiter ging es durch bergige Landschaft zum Aussichtspunkt Sjónarnípa gelegen. Von hier aus hat man einen schönen Überblick über eine Gletscherzunge Skaftafellsjökull des Vatnajökull. Deren gibt es zahlreiche, ist das Eisfeld des Gletschers doch 8200 Quadratkilometer groß. Wir befanden uns oberhalb der Gletscherzunge, hatten so einen schönen Überblick. Am örtlichen Infozentrum sind die Wanderwege gut beschrieben und man kann eine Wanderkarte kaufen.
    Ein paar Kilometer weiter an der Ringstraße gelegen ist ein Stopp an der Gletscherlagune Jökulsárlón ein Muss. Hier lässt sich entlang des Ufers wandern oder eine Amphibienbootfahrt unternehmen. Oder aber einfach vom Ufer aus die wunderbaren Motive mit den über das Wasser treibenden Eisschollen zu genießen. Ab und zu lässt sich auch mal eine Robbe blicken.
    Insgesamt fuhren wir heute runde 180 km, so dass wieder genügend Zeit den Tag über blieb um die Sehenswürdigkeiten zu genießen und für weitere Fotostopps oder auch einen Kaffee entlang der Strecke.
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  • Die Ostfjorde bis nach Hallormsstaður

    July 5, 2016 in Iceland ⋅ 14 °C

    Am folgenden Tag ging es entlang der Ostküste mit ihren Fjorden. Das gute Wetter (wie schon die letzten Tage) bedingte, das wir nicht über die Berge, sondern die Küste entlang fuhren. Erst später ging es höher hinauf auf einer steilen steilen und kurvigen Schotterpiste nach Hallormsstadur – diese Strecke können und dürfen auch normale Pkws fahren. Nur die mit F… bezeichneten Pisten erfordern ein allradgetriebenes Fahrzeug.
    Zwischendurch ein Stopp in Djúpivogur mit Kaffeepause und Shopping im einzigen Kunsthandwerksladen der „Stadt“. Wäre bei uns noch nicht mal ein Dorf. Hat aber einen kleinen Hafen, an dem zu schlendern sich lohnt.
    Einen kurzen Besuch wert ist das kleine Museum im alten roten Handelshaus und auch das Kunstwerk „Eggin í Gleðivík“: eine Aufreihung von Eiern isländischer Vögel aus Granit. Kurioses bietet dann noch eine private Stein- und Kunstsammlung vor einem roten Haus mit Walskeletten. Kilometermäßig war es eine längere Strecke von rund 320 km bis zu unserem heutigen Domizil bei Hallormsstadur. Aber auch das ist problemlos zu schaffen, auch wenn Schotterpisten dabei sind. Denn auch die kann und darf man mit 80 km/h befahren. Solche Straßen sollte man dann aber auch schon öfters befahren haben und wissen, wie zu reagieren ist. Wobei es sich heute nur um kürzere Etappen auf ungeteerten Wegen handelte.
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  • Region Hallormstaður

    July 6, 2016 in Iceland ⋅ ☀️ 9 °C

    In Hallormsstadur blieben wir zwei Nächte, übernachteten in einer schönen Holzhütte etwas abgelegen vom dazugehörenden Hotel am Waldrand mit wunderbarem Blick über den See.
    Nach einem faulen Vormittag ging es zu einer leichten Wanderung von etwa sechs Kilometer Länge. Mal wieder bei traumhaften Wetter durch Wälder, wie sie bei uns sein könnten. Nur blüht derzeit so ziemlich alles, die Blumen haben ja nur einen kurzen Sommer Zeit. Meistens übrigens Pflanzen, die auch bei uns wachsen, nur zu unterschiedlichen Zeiten und nicht alle auf einmal.
    Was man wissen sollte ist, dass die Preise hier in Island recht hoch sind. In einem Restaurant kostet ein normales Essen kaum unter 40 Euro pro Person, ohne Getränke. Ein Glas Wein oder Bier kostet etwa 10 Euro. Wer nicht verzichten will, eine Alternative ist Pilsner mit 2,5 % Alkohol. Fällt vermutlich unter irgendeine Steuergrenze und kostet um die 2,50 bis 3 Euro. Für Kaffee muss man in etwas mit dem gleichen rechnen, kann aber häufig kostenlos nachschenken, auch mehrmals.
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  • Jökulsárgljúfur im größten Nationalpark

    July 7, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 12 °C

    Der See Myvatn (Mückensee) war unser heutiges Ziel. Dort verbrachten wir dann drei Nächte. Sollte man auch einplanen, mindestens. Dabei fuhren wir nur teilweise auf der Ringstraße 1, machten einen Umweg durch die Missetäterwüste Ódáðahraun auf einer Schotterpiste. Ziel war der einsamen Hof Möðrudalur mit seinem Kaffeehaus. Gut, so einsam war er dann auch wieder nicht, steht er doch als Tipp in vielen Reiseführern. Aber „Menschenmengen“ finden sich hier nicht, vielleicht waren es um die 20 bis 30. Zurück auf der 1 bogen wir später ab und es ging auf einer schlechten Schotterstraße (30 km einfach) zum Wasserfall Dettifoss.
    Ein Muss trotz der staubigen Fahrt, ebenfalls mit einem normalen zweiradgetriebenen Wagen möglich. Handelt es sich doch um den mächtigsten „Foss“ (steht für Wasserfall) des Landes. Übrigens sind nahezu alle Sehenswürdigkeiten ohne Gebühren zu besichtigen, zudem sind gut markierte und angelegte Wanderwege vorhanden oder auch Aussichtsplattformen. Gilt natürlich nicht für private Museen.
    Die Kraft des Wassers ist schon enorm, besonders beeindruckend, wenn man direkt an der Kante des Falles steht. Das Gletscherwasser stürzt auf einer Breite von rund 100m etwa 45 m tief in eine Schlucht. Im Sommer kann die Wassermenge 1500 m3/s erreichen, im Jahresmittel liegt sie bei 193 m3/s . Was den Dettifoss zu einem der wasserreichsten Wasserfälle Europas machen soll.
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  • Die Solfatare in Námaskarð

    July 7, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 11 °C

    Weiter ging es die Rüttelpiste zurück und auf der 1e-Ringstrasse zu unserem Domizil, dem Hof Stöng. Da wir aber noch gut in der Zeit waren und auch das Wetter stimmte besuchten wir vorher noch die Solfatare in Námaskarð, eine vulkanisch aktive Zone, eigentlich erst für den kommenden Tag geplant. Hier zeigen die Bilder mehr als Worte erklären können. Und dann machten wir noch eine kurze Wanderung bei den Pseudokratern von Skútustaðir. In Stöng bleiben wir jetzt erst mal drei volle Tage. Zurückgelegt haben wir übrigens heute um die 290 km.Read more

  • See Mývatn, der Krafla

    July 8, 2016 in Iceland ⋅ 3 °C

    Heute hatten Sonnenschein und Traumwetter ein Ende. Knapp 3° C, Nieselregen und Graupelschauer. Summer in the North. Dazu ein eisiger Wind. Macht nichts, dafür haben wir ja die entsprechenden Klamotten bis hierher mitgeschleppt. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung… Also rauf zum Krafla und eine etwa 3 ½-stündige Wanderung durch das Vulkangebiet, letzter Ausbruch 1984. So sieht es hier auch aus, unwirtlich, schwarz, überall steigen Dämpfe aus dem Boden – gut zum Aufwärmen, es stinkt nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff). Eine faszinierende Landschaft, die durch das Wetter sogar eine noch mystischere Stimmung erhält. Hier versteht man, warum bald die Hälfte alles Isländer an Gnome und Trolle glaubt.
    Nachmittags wird es etwas wärmer, um die 7 °C, und es bleibt trocken. Also noch eine etwa 1 1/2-stündige Wanderung durch die düsteren Felsen, die Lavaformation Dimmuborgir. Ein ehemaliger Lavasee, der an der Oberfläche erstarrte, aber irgendwann brach der Lavawall und die noch nicht erstarrte, sich darunter befindliche Lava floss ab. Dann brach die abgekühlte Oberfläche des Lavasees ein, stehen blieben Schlote und Röhren, Dome, Bögen und Lavafenster.
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  • See Mývatn, Hyverfjall

    July 9, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 9 °C

    Die Sonne ist wieder da nach dem einen Tag Unterbrechung. Kühl zwar, zum Wandern jedoch sogar besser. Also rauf auf den Explosionskrater Hyverfjall und einmal umrundet. Dauert über zwei Stunden. Erst der Aufstieg auf den 452 m hohen Ascheringwall, der zwischen 90 und 150 m hoch ist und einen Durchmesser von etwa einem Kilometer hat. Entstanden ist dieser Aschetuffring vor etwa 2500 Jahren durch eine riesige Wasserdampfexplosion. Mag man es sich gar nicht vorstellen, kann aber jederzeit oder auch nie wieder passieren. Die Wanderung auf dem Wall bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke auf den Krater selbst und auf die Umgebung.Read more

  • Eine Wanderung am See Mývatn

    July 9, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach dem obligatorischen Kaffee, ein Stück Kuchen kostet übrigens in touristischen Gebieten um die 9 €, abseits die Hälfte, geht es zu einer kleineren Wanderung an den See Myvatn. Was übrigens Mückensee heißt. Uns verschonen die zehn Arten an Stechmücken, die es hier gibt. Viel Wind heißt wenig Mücken. Windstille bedeutet entsprechend viele Mücken. Hatten sicherheitshalber Kopfnetze dabei, ohne sie zu benötigen. Kálfaströnd heißt das Eck wo wir wandern und zu sehen gibt es Lavadome aller Couleur und eine wunderschöne, blühende Landschaft.Read more

  • Akureyri, auf ins Hochland

    July 10, 2016 in Iceland ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute ging es etwas früher 8.30 Uhr los, da wir nicht wussten wie lange der Tausch des Autos in einen Geländewagen in Akureyi dauert. Vorab, es ging sehr schnell und unbürokratisch, wir hatten insofern auch Glück, dass wir anstatt des gebuchten kleinen Suzuki-Jeeps einen deutlich größeren und besseren Geländewagen von Toyota erhielten. Zum gleichen Preis versteht sich. Akureyi ist die „Hauptstadt Nordislands“, im Eyjafjörður gelegen. Ein kurzer Besuch der Kirche, ein Stadtbummel, ein Besuch im Akureyri Art Museum, zuviel Zeit haben wir nicht investiert, zumal es Sonntag war und alle Geschäfte geschlossen hatten.
    Vorher ergab sich jedoch noch ein Stopp beim Wasserfall Godafoss, derartige Wasserfälle liegen hier halt mehr oder weniger an der Strecke herum, jeder einzelne wäre in Deutschland eine Attraktion für sich. Anschließend folgte der Besuch von Glaumbær respektive des dortigen Heimatmuseums. Die Gebäude des großen Hofkomplexes entstanden zu unterschiedlichen Zeiten des 18. und 19. Jahrhunderts. Alle jedoch sind in Torfrasenbauweise errichtet, mangels ausreichend Holz schon zu damaligen Zeiten. Zudem schützt diese Bauweise gut vor dem rauen Klima. In Glaumbær lässt sich einiges über das Leben auf solchen Höfen in früheren Zeiten erfahren.
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  • Hochlandpiste Kjölur und Hveravellir

    July 11, 2016 in Iceland ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute wurde der Geländewagen erstmals gefordert. Ging es doch über das Hochland zurück in den Süden. Rund 305 km, davon 220 km mehr oder weniger gute Piste mit Geschwindigkeiten (erlaubt) um die 80 km/h. Wenn möglich. Erste Station war das Thermalgebiet um Hveravellier, das zwischen den Gletschern Langjökull and Hofsjökull liegt. Rauchende Dampfsäulen, Blubbern, Zischen, quasi Schnellkochtöpfe finden sich zuhauf. Das Wetter ist leicht bewölkt und recht kühl, um die 7 °C, zudem herrscht ein starker, eiskalter Wind vor. Dennoch ergab sich eine kurze Wanderung. Hier findet sich auch ein geothermische Pool, sowohl heißes als auch kaltes Wasser fliesen hinein, was die Temperatur des Wassers gut regulierbar macht, wunderbar für ein Bad.
    Weitere 45 km entfernt dann noch ein Abstecher in das farbenprächtige Liparitgebirge Kerlingarfjöll. Sicherlich einer der Höhepunkte der bisherigen Islandreise. Nach 6 km zu Fuß (einfach, musste auch wieder zurück) und rund 500 Höhenmeter hat man einen Blick auf das farbenprächtige Gebiet, wie es ihn wohl kaum sonst wo auf diesem Planeten noch einmal gibt. Der Marsch lohnt, ich denke die Bilder sprechen für sich.
    Nach weiteren rund 50 km gelangten wir wieder an den Wasserfall Gullfoss, den wir zu Anfang schon besuchten und somit ausließen. Sprich, wir waren wieder in bewohntem Gebiet. Die Hochlandpiste ist je nach Witterung meist erst an Anfang Juli zu befahren, im September ist schon wieder Schluss.
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  • Hochlandperle Landmannalaugar

    July 12, 2016 in Iceland ⋅ ⛅ 8 °C

    Auch heute ging es rund 170 km durch das isländische Hochland. Es es bestätigt sich, viele landschaftliche Höhepunkte liegen im Inselinneren. Schwerer erreichbar, aber allemal wert. Unser Ziel war Landmannalaugar. Schon der Weg dahin übertrifft vieles, 80 km Piste, und zwar durch schwarze, bizarre Lavafelder mit einer wunderbaren kargen Vegetation. Zahlreiche Stopps verdoppelten schnell mal die Fahrzeit. Hinzu kamen sechs Flussdurchfahrten, auch nicht alltäglich.
    In Landmannalaugar gibt es einen Infostand und eine große Wanderhütte, Zeltplätze, Toiletten, Duschen und Möglichkeiten, sich umzuziehen wenn man den natürlichen Pool ausprobieren möchten. Landmannalaugar ist Basislager für viele Wanderungen, auch mehrtägige Trecks sind möglich, hinkommen kann man auch mit dem öffentlichen Bus, einem geländetauglichen natürlich.
    Wir nahmen uns eine etwa dreistündige Wanderung auf der markierten Strecke Laugavegur vor, durch das faszinierende Obsidian-Lavafeld sowie farbenprächtige Berge bis zu den Dampfquellen am farbenfrohen Berg Brennisteinsalda. Zurück folgten wir dem Pfad über die Lava durch die grüne Schlucht Grænagil. Das Wetter machte mit, erst abends dann in unserer Unterkunft in Hrauneyjar angekommen, ein paar Minuten vorher fing es an in Strömen zu regnen. Wir konnten das Auto nicht verlassen, wären komplett durchnässt worden.
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  • Gletscherflusstal und Saga-Hof

    July 13, 2016 in Iceland ⋅ ☁️ 11 °C

    Es steht der erste richtige Regentag an. So scheint es. Dennoch los, als erstes stand ein alter wikingerzeitlicher Hof Namens Stöng aus dem 11. Jahrhundert an, respektive dessen Grundmauern. Zerstört mutmaßlich 1104 durch einen Ausbruch des auch heute noch gefürchteten Hekla. Rechtzeitig hörte es übrigens auf zu regnen und fing wieder an, als wir im Auto saßen. Das passierte und nun noch zwei weitere Male. Stiegen wir aus, kam die Sonne, stiegen wir wieder ein, der Regen.
    Nur ein paar Kilometer entfernt befindet sich ein originalgetreuer Nachbau des Hofes. Die Rekonstruktion besteht aus drei Gebäuden – darunter ein Langhaus – und wurde 1974 begonnen, anlässlich des 1100-jährigen Jubiläums der Besiedlung Islands.
    Nicht weit weg findet sich zudem ein weiter Wasserfall, der Hjalparfoss mit schönen Basaltsäulen. Auch den „nahmen“ wir mit. Dann verließen wir das regnerische Hochland, fuhren Richtung Süden etwa 80 km weit an die Küste. Schönstes Wetter erwartete uns. Zwei Städtchen mit Museen – Stokkseyri (Elfenmuseum) und Eyrarbakki (Heimatmuseum und Fischereimuseum) – besuchten wir noch, dann ging es zurück zu dem uns schon mehrmals bekannten Sel Guesthouse, drei Nächte verbrachten wir hier – eine Empfehlung. Auf dem Weg noch den wunderschönen Explosionskrater Kerið entdeckt, umrundet und einmal hinabgestiegen, das war es aber auch schon und auf Tacho standen 208 km mehr.
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  • Auf Umwegen nach Reykjavik

    July 14, 2016 in Iceland ⋅ 12 °C

    Wir nähern uns dem Ende der Rundreise. Morgen geht es weiter nach Grönland. Den direkten Weg nach Reykjavik kennen wir, also fahren wir noch mal einen Umweg (insgesamt 327 statt 150 km) über das Hochland. Haben ja noch den Geländewagen. Nach knapp 100 km auf der Hochlandpiste Kjölur erreichen wir die Gletscherzunge des Langjökull, Islands zweitgrößten Gletschers. Man kann sogar auf ihn hinauffahren, wir aber stoppen direkt an der Zunge, sind hier gerade die einzigen. Von dem Gletscher weht ein eiskalter, fast stürmischer Wind herunter. Nur ein momentan verlassenes Camp mit Motorschlitten können wir ausmachen. Ein paar Hundert Meter vor dem Gletscher ist eine Station, von der aus Touren auf ihn mit riesigen, achträdrigen Trucks gemacht werden können.
    Weiter geht es auf der Piste etwa 30 km bis zum Eingang einer alten Lavahöhle. Mitten in einem öden, ebenen Lavafeld ist einer dieser kilometerlangen Tunnel eingebrochen, hat somit zwei Öffnungen freigelegt. Erschlossen ist hier nichts, ohne Helmlampen, festes Schuhwerk und entsprechender Ausrüstung kommt man nur einige Dutzend Meter in die Höhlen hinein.
    Beim Wasserfall Hraunfossar tritt an einer Bruchkante über mehrere Hundert Meter Grundwasser direkt aus dem Felsen, bis zu 500 l/s und strömt in einen darunter fließenden Fluss, der oberhalb zugleich einen Wasserfall ausbildet (Barnafoss). Dann fahren wir in Deildartunguhver zu den ergiebigsten isländischen Heißwasserquellen. Sie schütten um die 160 l/s kochendes Wasser aus.
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  • Flug nach Ilulissat (Grönland)

    July 15, 2016 in Greenland ⋅ ⛅ 12 °C

    Früh ging es los, stand doch der Flug nach Ilulissat (dänisch: Jakobshavn) in Westgrönland an. Eine kleine Maschine für 28 Personen, halb voll besetzt. So brachte ich auch den Fotorucksack mit seinem Übergewicht problemlos unter. Knapp drei Stunden dauerte der Flug einmal quer über Grönland. Erst etwa eine halbe Stunde vor der Landung verschwanden die Wolken, endlose Eisflächen taten sich auf. Und dann erschienen tiefblaue Seen in der Eisfläche, Fjorde mit treibenden Eisbergen auf blauem oder milchigem Gletscherwasser, einzelne schneefreie Landflächen, dann die Stadt Ilulissat.Read more

  • In Ilulissat angekommen

    July 15, 2016 in Greenland ⋅ ☀️ 16 °C

    In Ilulissat leben 4500 Menschen und 1800 Schlittenhunde. In der ganzen Provinz „Polarkommune“ leben etwa 17.600 Einwohner auf einer Fläche größer als Spanien. Grönland ist mit rund 56.000 Einwohner und einer Fläche von knapp 2,17 Mio. Quadratkilometern – über sechs Mal so groß wie Deutschland – das am dünnsten besiedelte Land der Erde. 300 km nördlich des Polarkreises scheint zu dieser Jahreszeit die Sonne auch noch um Mitternacht, geht überhaupt nicht unter.
    Grönland empfing uns mit strahlend blauem Himmel. Während ich das hier schrieb, trieben gerade Eisberge am Fenster vorbei. Mittags, besser als jedes Programm in Fernsehen. Ilulissat selbst ist bekannt für den Ilulissat-Eisfjord, seit 2004 ein UNESCO-Weltnaturerbe und wurde 1741 als Jakobshavn nahe einer Inuit-Siedlung Namens Sermermiut errichtet. Diese war mit über 200 Bewohnern die größte Inuit-Siedlung jener Zei.
    Die Menschen leben vom Fischfang, in zwei Fischfabriken verarbeiten sie vor allem Krabben und Heilbutt. Im kurzen Sommer hat sich zudem der Tourismus zu einem weiteren Standbein der lokalen Wirtschaft entwickelt. Im Winter kommen hartgesottene bei bis zu −30 °C für Hundeschlittenfahrten. Im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 25 °C, bei uns herrschten um die 20 °C. Genug, um in der Sonne auf der Terrasse des Hotels zu sitzen.
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  • Siedlung am Eisfjord

    July 16, 2016 in Greenland ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute haben wir zwei Wanderungen hinter uns. Eine kürzere (3 km) in Begleitung zweier junger Inuit-Damen und eines weiteren Besuchers zu Sermermiut im Eisfjord gelegen, die wichtigste archäologische Stätte des Landes. Schon 2000 v. Chr. lebten hier vorgeschichtliche Kulturen, mit über 200 Einwohnern soll es um 1740 eine der größten Siedlungen der Thule-Kulturen gewesen sein. Man sieht nur nichts mehr, deswegen waren die Erzählungen der Guides sehr wichtig. Sehr viel mehr sieht man jedoch im Eisfjord, nämlich Eisberge und -schollen zuhauf in traumhaften Umgebung. Natürlich bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.
    Nachmittags sind wir deswegen noch einmal allein ins Eisfjord gewandert (4 km), aber einen anderen Weg bis zum Aussichtspunkt Kællingkløften. Ein paar Daten müssen sein: Der Ilulissat-Eisfjord ist etwa 4000 Quadratkilometer groß. Die Länge des Fjords ist 70 km, die Tiefe bis zu 1000 m. Die größten Eisberge von hier sind bis zu 2 km breit und über Wasser 150 m hoch, unter Wasser noch einmal 800 m. Die Eisberge brauchen für den Weg zum offenen Meer drei bis zwölf Monate. Vorher müssen sie eine nur 200 m tiefe Wasserstelle überwinden, große stoßen hier auf Grund und zerbrechen in kleinere Stücke. Täglich lösen sich 86 Mio. Tonnen Eis, die Geschwindigkeit des Gletschers beträgt bis zu 40 m am Tag. Er hat sich in den letzten zehn Jahren um zehn Kilometer zurückgezogen, vermutlich durch den Klimawandel. Wobei der Gletscher vor etwa 5000 Jahren schon mal auf dem heutigen Punkt stand.
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  • Dinner Cruise in der Disco-Bucht

    July 16, 2016, Davis Strait ⋅ ☀️ 12 °C

    Am Abend haben wir dann noch einen Platz auf einem kleinen Boot ergattert, Dinner Cruise, sprich es gab ein Mehrgangmenü mitten in den Eisbergen im Fjord. Auf dem Boot natürlich. Waren gerade mal sechs Personen, zwei aus den USA, zwei aus Japan und wir. Allein die Fahrt die Eisberge entlang, traumhaft. Und das Meer war ruhig. Auch das Essen war wirklich gut. Suppe als Vorspeise, Buffet mit Moschusrind, Rentier, Kabeljau… als Nachspeise süße Torte und Käse, dazu Weißwein. Hat alles gepasst. Und das Panorama die Eisberge entlang, einfach wunderbar. Zu guter Letzt ließ sich dann auch noch ein Wal blicken.Read more

  • Bootsfahrt zur Siedlung Ilimanaq

    July 17, 2016 in Greenland ⋅ ⛅ 8 °C

    Heute saßen wir wieder auf dem Boot. Diesmal auf einem alten, roten Fischerboot. Recht kühl war es, trotz „arktischer“ Kleidung. Saßen wir doch alle draußen. Mit fünf weiteren Reisenden und der Bootsbesatzung ging es entlang des Eisfjords zu der Siedlung Ilimanaq, Fahrtdauer etwa eine Stunde. Die Sonne scheint immer noch, der Himmel ist blau. Wobei der Wetterbericht anderes prognostiziert hatte. Heute Morgen auf dem Fußweg zum Hafen sah es noch düster aus. Kaum auf dem Boot klarte der Himmel auf, die Sonne kam. Der dritte Tag Topp-Wetter in Folge.
    In kleinen Siedlungen wie Ilimanaq wohnte vor nur einer Generation der größte Teil der grönländischen Bevölkerung. Sie reihten sich wie eine Perlenschnur entlang der grönländischen Küste.
    In Ilimanaq finden sich derzeit 54 Menschen, sieben davon sind Kinder. Vier davon gehen in die Grundschule, die es hier gibt, der Rest in den Kindergarten. Die Menschen leben vom Fischfang und der Jagd. Künftig wollen sie auch ein wenig vom Tourismus partizipieren, deswegen bauen sie einige kleine Lodges direkt an der Küste. Ein älteres Haus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts wird zudem umgebaut, hier soll ein kleines Restaurant entstehen und eine Ausstellung.
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  • Schlittenhunde einmal anders

    July 17, 2016 in Greenland ⋅ ⛅ 9 °C

    Interessant auch, rings um die Siedlung, wie auch in Ilulissat gibt es große Bereiche, die den Schlittenhunden vorbehalten sind. Es sind Arbeitstiere und keine Haustiere, es heißt also sich fernzuhalten. Sie sind alle angekettet, läuft einer frei herum,kann er erschossen werden. Wäre zu gefährlich. Hat einer einen Menschen gebissen, auch dann wird er getötet. So jedenfalls die Ranger in Ilulissat. Die Sommermonate über verbringen sie auf diesen Plätzen, schlafen, fressen und heulen. Bis der Winter kommt. In der Karte von Ilulissat sind diese recht großen Zonen rot markiert. Als Warnung für Wanderer. Sollte man doch mal einem freilaufenden begegnen und die Situation gefährlich erscheinen, heißt es, Steine nach Ihnen zu schmeißen. Auf keinen Fall nahe herankommen lassen. Regeln der Ranger.Read more

  • Tagestour Eqip Sermia

    July 18, 2016 in Greenland ⋅ ⛅ 10 °C

    Heute Nacht hat es etwas geregnet, am Himmel sind dunkle Wolken, inzwischen ist es wieder trocken. Es war gegen 5 Uhr morgens, wir mussten früh los, hatten wir doch heute eine zwölfstündige Schifffahrt vor uns. Mit einem etwas größeren Stahlschiff, das auch gegen Eisbrocken und sulzige See geschützt ist. An Bord waren etwa 35 Personen. Unser Ziel, der einfach fünf Bootsstunden entfernt liegende Eqip Sermia-Gletscher, 80 km nördlich von Ilulissat in einem Fjord gelegen. Bis auf einen Kilometer kann man an die Gletscherzunge heranfahren, gefühlt sind es aber nur wenige Hundert Meter. Der Eqi-Gletscher ist bis zu 250 m hoch und etwa 2,3 km breit. Da er sich täglich um die 20 m vorwärtsbewegt, sind Kalbungen recht häufig. Wir konnten auch einige „kleinere“ beobachten, richtig große sind selten. Kleinere heißt aber auch, dass sich Eisbrocken von 50 oder 100 m Größe lösen und ordentlich Wellen auslösen, die auch in einem Kilometer Entfernung noch zu spüren.
    Beeindruckend ist die Geräuschkulisse, ein permanentes Donnern, lautes Knirschen und Krachen, wenn sich das Eis bewegt oder Teile lösen. Ein guter Teil der Mitfahrenden stieg hier aus, der Ausflug kann als Tagestour oder auch als mehrtägige Tour gebucht werden. Dann übernachtet man in der Nähe des Gletschers in der Glacier Lodge Eqi. Die Zeit haben wir aber nicht mehr.
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