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Europas Atlantikküste

Über Belgien und Frankreich geht es an die Atlantikküste. Abstecher ins Hinterland z.B. zu den Picos d'Europa ergänzen die Reise. Endziel könnte Gibraltar sein.
6 Wochen sind vorgesehen. Mal sehen, wie das Wetter so wird.
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    🇪🇸 Espinosa de los Monteros, Spanien

    Mal ein wenig die Gegend erkundet

    Yesterday in Spain ⋅ ☁️ 9 °C

    In der Umgebung sind einige interessante Sachen. Sie sind auf schönen kleinen Straßen erreichbar. Ich tuckere gemächlich durch kleine Dörfer, vorbei an kleinen Bächen und Flüssen und die ganze Zeit begleitet von einer Steilwand in den Bergen, die wie ein natürlicher Wall wirkt.

    Ausländische Touristen(fahrzeuge) gibt es hier nicht. Überhaupt ist alles nur auf Spanisch. Bei den Beschreibungen von Attraktionen ist sehr selten Englisch oder eine andere Sprache dabei. Jede Mail von einem Hotel ist nur in Spanisch.
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  • Tomtom läßt mich im Stich.

    May 7 in Spain ⋅ 🌧 14 °C

    Vor zwei Tagen waren plötzlich meine eingegebenen Sehenswürdigkeiten und Routen weg. Auch das Planen am PC und die Übernahme aufs Handy funktionierte nicht mehr. Zu guter Letzt hat Tomtom zwischendurch das navigieren aufgegeben. Auf Anfrage beim Support kam raus, dass sie interne Probleme haben.

    Heute habe ich dann die ganzen Navialternativen angesehen und bin eigentlich ziemlich enttäuscht. Glücklicherweise funktioniert seit ein paar Stunden alles wieder. Meine Daten muss ich aber neu eingeben.

    Ich bin sowieso überrascht, was in der EDV so alles noch gemacht wird (nur ein kleiner Exkurs für EDV'ler). Eine KI hatte bei einer Firma das Volume mit den Entwicklungsdaten gelöscht. Die Firma hatte auf dem gleichen Volume aber auch das Backup für diese Daten. 3 Monate Arbeit weg. Wahrscheinlich ist tomtom auch irgendeine Datenbank hops gegangen.
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  • 1,619

    May 6 in Spain ⋅ ☁️ 10 °C

    Das ist nicht der Preis für einen Kaffee, sondern der Preis für 1 Liter 98 Octan Sprit, den ich heute gezahlt habe.

    Ich weiß nicht, wann ich die Grenze überfahren habe. Es ist so toll, keine Grenzkontrollen mehr zu haben und überall mit Euro zu zahlen. Das letzte Mal hier im Baskenland hat uns die Polizei mit vorgehaltener Maschinenpistole auf der Landstraße angehalten und das Auto nach Waffen gefilzt.

    Zum Teil ist es heute nur 10 Grad. Die Berge sind bisher so 800 Meter hoch. Ich bin so viele Kurven gefahren, wie auf der gesamten Tour vorher.

    Auf einer 25 km Etappe auf einer kleinen Straße laufen die Pferde frei herum. Auf der einen Seite sieht das toll aus, wenn sie mit ihren Fohlen so einfach auf der Straße stehen. Andererseits habe ich gehörigen Respekt vor den Hinterlassenschaften, die sie auf der Straße verteilen. Da die Straße nass ist und in den Wäldern sich auch noch die Blüten auf der Straße verteilen, ist das teilweise eine rutschige Angelegenheit.
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  • Erstmal letzte Übernachtung in Frankreic

    May 5 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Von Bordeaux geht es in strömenden Regen nach Bayonne. Das Visier ist voller Tropfen, die Brille beschlägt und die Strasse aus Bordeaux will kein Ende finden. Im Prinzip halten meine Klamotten dicht. Alles was aus Leder ist (Schuhe und Handschuhe) ist allerdings so aufgebaut, dass aussen Leder ist und innen Goretex. Das Wasser geht durch das Leder durch und wird innen von der Goretex Membrane aufgehalten.

    Ich habe gestern und heute jeweils Ibis Budget Hotels. Ich bin damit eigentlich ganz zufrieden. Im Hotel gestern hatten sie allerdings die automatischen Türschließer so eingestellt, dass die Türen mit einem riesigen Knall zugingen, wenn man sie nicht festgehalten hat. Als mein Nachbar die Tür das erste Mal zuknallen läßt, da wackelt die Wand hinter meinem Bett.

    Was ich nicht verzeihen kann ist das, was sie dem Baguette angetan haben. Sie haben es in ca. 5 cm lange Stücke geschnitten. Das kann man für Suppen machen, aber nicht für das Frühstück.

    In Bayonne stehen dann sehr viele alte Fachwerkhäuser. Im Unterschied zu Deutschland ist das Fachwerk aber eher ein Ständerwerk. Es gibt z.Teil keine diagonale Stützen. Auch ist das Fachwerkholz dünner, aber dafür enger ausgelegt. Mir ist noch nicht so ganz klar, warum die diagonalen Versteifungen häufig fehlen.
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  • Bassins de Lumieres

    May 4 in France ⋅ 🌧 18 °C

    Zu Fuß geht es in die Innenstadt. Ich lasse mich ein wenig treiben. Bordeaux ist weitläufig ohne allerdings so richtig Charme zu versprühen. Auch an der Garonne hat man nicht so richtig dieses Gefühl an einem schönen Fluß zu sein. Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein sehr grosser Kern mit prächtigen Adelshäuser existiert, wie man ihn in Deitschland nirgendwo findet. Auch die Fußgängerzone ist riesig.

    Ich entscheide mich nach einer Weile die Bassins von Lumieres zu besuchen. Allein der Ort ist schon interessant. Es ist ein alter U Boot Bunker aus dem zweiten Weltkrieg

    Wenn man den Bunker betritt, erwartet einen ein leicht modriger Geruch und je nach Situation nahezu völlige Dunkelheit. Aus großen Lautsprechern donnert Musik in die ehemaligen Hallen. Es sind immer noch Wasserbecken. Man hat allerdings die Einfahrtsbereiche mit Wänden verschlossen. In den 5 Hallen wurden Lichtinstallationen aufgebaut, die alle 4 Wände anstrahlen. Die Musik und die Lichtinstallationen machen zusammen einen imposanten Eindruck. Wenn man bei den Videos genauer hinsieht, dann kann man die Spiegelungen im Wasser entdecken
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  • Über La Rochelle nach Bordeaux

    May 3 in France ⋅ ⛅ 18 °C

    Bordeaux wird definitiv meine letzte größere Stadt auf dieser Tour sein.

    Es war klar, dass hier an der Atlantikküste keine großen Naturwunder sind. Deshalb hatte ich auch mehr Städte und Orte als Ziele aufgenommen. Langsam bin ich aber erschöpft vom Verkehr, Ampeln und Kreiseln. Ähnlich wie in Irland wird auch die Landschaft langsam langweilig. Ich freue mich deshalb besonders darauf, bald in den Picos d'Europa anzukommen.

    La Rochelle ist mir noch von einem U Boot Roman irgendwie in Erinnerung. Der Hafen überrascht mich deshalb etwas. Er ist relativ klein. Dafür ist um den Hafen herum aber Halli Galli. Unter Arkaden haben die Wirte ihre Tische und Stühle hingestellt und alles ist voll mit Menschen beim Essen. Es ist Sonntag, das Wetter ist gut und alle sind glücklich. Die Hafendurchfahrt wird von zwei grossen alten Türmen bewacht. Das sieht schon schön aus.

    Auf der Weiterfahrt nach Bordeaux baut sich am Himmel eine riesige dunkle Front auf. Ich schaffe es gerade noch, meine Regenjacke anzuziehen. Bordeaux wirkt auf den ersten Eindruck dreckiger, wie die Städte vorher. Auch gibt es viel mehr Hochhäuser. Es wird Obst am Straßenrand verkauft und man merkt, dass diese Stadt anders ist. Morgen werde ich mir die Stadt mal genauer ansehen.
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  • Die Maschinen der Insel

    May 2 in France ⋅ 🌧 15 °C

    Nantes ist mit 330.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Frankreichs. Da fallen mir in Deutschland jede Menge Städte ein, die größer sind. Da bereits 13.000.000 Einwohner in der Region Paris leben, können die restlichen Städte natürlich nicht so gross sein. Andererseits hatte ich insbesondere im südlichen Teil der Bretagne am Meer das Gefühl, dass sich Dorf an Dorf reiht.

    In Nantes gibt es die Maschinen der Insel. Auf einem ehemaligen Werftgelände hat man mehrere interessante Maschinen gebaut. Eine ist ein ca. 8-10 Meter hoher Elefant, auf dem auch Touristen "mitfahren" können. Er bewegt sich langsam über das Gelände. Es gibt noch eine Spinne, die ich jedoch nicht gesehen habe.

    Leider ist gerade auch hier langes Wochenende und es ist voll. So spare ich mir die ca. 1 Stunde Wartezeit vor dem Maschinenmuseum.

    Nantes hat eine echt riesige Fußgängerzone. Die Innenstadt besteht fast ausschließlich aus alten Häusern mit ihren französischen Balkonen. Interessant ist, dass sie mehrere Flußläufe mit Strassen überbaut haben. Das ist übrigens auch französisch:Alles wird zugepflastert. Grün ist nur den Parks vorbehalten.
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  • Megalithen und Sümpfe

    May 1 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Irgendwie erinnert mich hier vieles an Irland. Insbesondere in der Normandie sind die Häuser ähnlich und hier in der Bretagne gibt es viele Wiesen, Steilküste und Buchten mit Sandstränden.

    Mein erstes Ziel sind die Megalithen von Carnac. Irgendwann biege ich ab und stehe plötzlich auf einem Parkplatz. Ist schon toll, wenn man alles richtig in die Routenplanung eingegeben hat. An zwei Stunden werden Fahrkarten für Busse / Minibahnen verkauft. Eigentlich kommt mir dadurch ganz gelegen, weil ich keine Lust habe in Motorradklamotten rumzulaufen.

    Die Fahrt geht erstmal durch die Stadt Carnac. Als ich schon glaube eine falsche Tour genommen zu haben, kommen wir bei den Megalithen an. Es sind Reihen von ca. 1 Meter hohen Steinen. Insgesamt gibt es mehrere Felder, auf denen tausende von Steinen stehen. Sie sollen wohl 5000 Jahre alt sein. Da die Steine weder gleichförmig, noch verziert oder einfach nur imposant gross sind, wirkt das Ganze auf mich langweilig.

    Der Naturpark Brière ist ein weiteres Ziel. Es ist ein riesiges Sumpfgebiet. Immerwieder kommt man an Häusern vorbei, bei denen die Grundstücke rundherum sumpfig sind. Die Orte nennen sich dann auch folgerichtig Insel ... .

    Als ich in meinem Hotel in Nantes ankomme, bin ich erstmal kaputt.
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  • Ruhetag

    April 30 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute ist Ruhetag angesagt. Eigentlich stand ein Bootsmuseum mit 200 Booten bei mir auf der Liste, aber meine Lust ist begrenzt. Am Strand sehe ich den Leuten zu. Eine Gruppe von Frauen spaziert in Neoprenanzügen zum Baden ins Meer. Eine Gruppe von kleinen Kindern soll scheinbar Wellenreiten lernen. Ohne Wellen ist das aber nicht ganz leicht. Als Am Himmel dunkle Wolken aufziehen mache ich mich wieder auf den Weg in mein Zimmer.

    Mein Helm hat die letzten Tage an der Stirn gedrückt. In Saint Malo lagen zwei ca. 20 cm lange Streifen als Service im Regal. Sie sehen ungefähr so aus wie die ziehbaren Streifen an Windeln. Irgendjemand muss mir mal sagen, wofür die sind. Tatsächlich eignen sie sich hervorragend als Stirnpolsterung. Mit meinem Nähzeug aus Kanada sind sie schnell befestigt und sitzen perfekt.
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  • Mein erster Regen

    April 29 in France ⋅ 🌬 14 °C

    Schon früh bin ich beim Frühstück. Ich bin noch alleine da und unterhalte mich über eine Stunde lang mit der Frau, die das Frühstück serviert. Ihre Familie kommt aus Marokko. Sie selbst ist in Frankreich geboren. Eine Schulausbildung in einer katholischen Schule hat sie stark geprägt. Wir reden aber auch über das Bild der Frau in Marokko und wie sich Marokko durch die Industriealisierung verändert hat.

    Auf dem Programm stehen heute einer der größten Leuchttürme, eine mit Häusern bebaute Brücke und ein schöner Ort (Locarno). Von den erstenbeiden Sehenswürdigkeiten habe ich nicht mal Fotos gemacht, so langweilig sind sie. Locarno ist ein wenig wie ein Hollywood Spielort. Alles hübsch fein gemacht und wirklich nett anzusehen, aber irgendwie künstlich.

    Die Landschaft entschädigt dafür aber. Es sind schöne Wälder dabei, wildes Bergland und schöne Buchten.

    Am Ziel angekommen geht es erstmal wieder darum, dass andere Ende der Fußgängerzone zu erreichen. Im Nacken sitzt mir eine riesige Regenwolke. Irgendwann sehe ich an einem Haus meinen Hotelnamen "Les Residences d'Armor". Unten ist ein Restaurant und oben sind Zimmer. Neben dem Namen geht eine Leuchtreklame immer an und aus. Als ich auch noch sowas wie : "Separee zu vermieten" lese, da bin ich echt am zweifeln, ob ich hier richtig bin. Ein Blick auf das Navi offenbart, dass das Hotel ein paar Häuser weiter sein muss. Dort angekommen finde ich nur eine verschlossene Tür zu einem Raum mit gelagerten Möbeln. Irgendwann fällt mir ein Hinweis auf, dass der Eingang von einer anderen Strasse aus ist. Jetzt setzt der Regen ein und ich muss mich erstmal unterstellen. Mit einem mulmigen Gefühl mache ich mich auf zum anderen Eingang. Dort gibt es tatsächlich eine Rezeption. Der Mann lacht erstmal, weil ich beim Regen mit dem Motorrad unterwegs bin. Er spricht sogar relativ gut Deutsch.

    Mein Zimmer ist in einem Nebengebäude, in dem sich aber auch der Swimmingpool befindet. Es ist relativ groß und hat Seeblick. Ich bin begeistert. Der Tag endet doch noch hervorragend.
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  • Heute nur ca 80 km

    April 28 in France ⋅ ☀️ 12 °C

    Auf einer Tour sieht man viele Unterkünfte. Heute bin ich im F1-Avranches. Es liegt ausserhalb des Ortes, ist ein Block mit 3 Geschossen und Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftstoiletten. Die Räume haben knapp 10 qm mit Waschbecken und zwei Betten. Die Kette hat sich auf einfache Hotels zwischen Jugendherberge und Hotel spezialisiert. Nicht mal Handtücher gibt es kostenlos. Dafür zahlt man auch nur 45 Euro incl. Frühstück. Das ist unschlagbar.

    Bei etwas kühlerem Wetter geht es nur ein paar Kilometer weiter nach Mont Saint Michel. Mich erwartet ein riesiger Parkplatz. Beim kostenlosen Bustransfer steht schon eine lange Schlange an. An der Organisation könnte man noch etwas verbessern, aber insgesamt dauert es nicht lange.

    Mon Saint Michel ist ein verwinkelter Klosterbau mit vielen Hallen und Treppen. Es ist alles relativ schlicht gehalten. Ein kleines Dorf mit touristischen Läden gehört auch dazu. Auf jeden Fall ein touristischer Hotspot

    Auch die weitere Fahrt nach Saint Malo sind nur 70 km. Schon die Fahrt durch die Stadt ist sehr schön. Heute muss ich in die Altstadt auf dem Berg. Das gestaltet sich etwas schwieriger. Tomtom will mich durch ein Tor in der Stadtmauer lotsen. Leider ist es gesperrt. Irgendwann finde ich einen Zugang. Durch enge Strassen geht es bergauf. Nach einem "biegen Sie links ab" stehe ich vor einer Fußgängerzone. Ich setze die Navianweisungen außer Kraft und fahre nach Gefühl. Tatsächlich finde ich das Hotel relativ schnell und es findet sich sogar eine kleine Ecke für das Motorrad.
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  • Die Landung der Alliierten

    April 27 in France ⋅ ☁️ 13 °C

    Das Frühstück ist heute sehr gemütlich. Wir sitzen an einem 6er Tisch und dazu gibt es noch einen Katzentisch für 2 Personen in einem winzigen Raum. Das Hotel scheint nicht viele Zimmer zu haben.

    Zunächst geht es zum Juno Beach. Mir war nicht bewußt, dass damals auch an flachen Stränden gelandet wurde. Trotzdem scheint es auch hier tausende Tote gegeben zu haben.

    Eine Küstenbatterie liegt als nächstes an. Auch hier eine kleine Überraschung. Sie liegt nicht etwa direkt an der Steilküste, sondern 100 Meter landeinwärts. Direkt an der Küste sind hauptsächlich MG Nester. Laut Beschreibung waren die Geschütze trotz ihrer Befestigungen wohl schon nach einem Tag nicht mehr in der Lage zu feuern. Sie sollen wohl kein einziges Schiff getroffen haben.

    In Bayeux will ich mir einen 70 Meter langen Teppich ansehen. Leider wird das Museum gerade renoviert. Schade. Ich ziehe mir dafür ein Omlette rein.
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  • Von allem zuviel

    April 26 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Beim Frühstück komme ich mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch. Sie erzählen mir, dass es weiter südwestlich wohl keine Mautstationen mehr gibt. Man muss das Geld innerhalb von 72 Stunden in Zigarettenläden oder im Internet bezahlen.

    Die heutige Route hat meine Naviapp zu einem großen Teil selbst festgelegt. Ich hatte den Parameter für kurvenreich auf Mittel eingestellt. Schon kurz nach Amiens werde ich auf kleinste Strassen gelotst. Sie sind so 1,5 Autos breit. Mit dem Motorrad kann ich noch eine halbwegs vernünftige Geschwindigkeit fahren, da ein Auto ja immer vorbeipasst.

    Es geht bei Sonnenschein durch herrliche Auen mit Bächen und über Hügel durch gelbe Rapsfelder. Kein Auto weit und breit. Die kleinen Dörfer bestehen zum Teil aus wunderschönen gelb-orangenen Fachwerkhäusern oder Backsteinhäusern. Obwohl man hier manchmal echt am A... der Welt ist hat man das Gefühl, die Leute wollen genau hier leben. Landflucht scheint kein Thema zu sein.

    Irgendwann komme ich in Rouen an. Eine Altstadt zum verlieben. Viel Fachwerk, viele Restaurants mit Leuten die draußen essen und natürlich auch eine große Kathedrale. Auf einem Platz spielt ein Musikant und nirgendwo ein Zeichen von Hektik.

    Hinter Rouen geht es wieder auf die kleinen Strassen. Jetzt gehen sie mir aber langsam auf den Geist. Immer wieder muss ich an Hauptstrassen halten, die ich überquere. In jedem Dorf sind eine oder mehrere Tempo 30 Zonen, manchmal werden willkürlich Stoppschilder hingestellt, wenn lediglich eine Wohnstrasse einmündet und den Höhepunkt bilden Tempo 30 Zonen 50 Meter vor dem Ortsausgangsschild. Ich setze jetzt auf dem Navi den direkten Kurs nach Entretat.

    In Entretat is die Hölle los. Ja es ist Sonntag und man sollte das berücksichtigen. Den Walk in Motorradklamotten auf die Klippen spare ich mir. Es ist ansonsten aber schön hier.

    Der nächste Ort ist Honfleur. Schon von weiten sieht man ein Riesenrad. Eigentlich sollte der Hafen sehr schön sein. Tatsächlich ist es aber eher der Ort. Eine Autoschlange quält sich in den Ort und die Andere wieder heraus. Man hat den Eindruck, wie auf einem Jahrmarkt. Zuviel ist zuviel. Ich fahre sofort weiter nach Caen.

    Mein Hotel liegt in einer Seitenstraße. Der erste Blick ist ernüchternd. Mein Zimmer ist jedoch ok.

    Heute waren es zu viele kleine Strassen und zu viele Touristen.
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  • Amiens

    April 25 in France ⋅ ⛅ 13 °C

    Als mich der Hoteleigentümer gestern fragte, ob ich heute mein Motorrad benötige, da habe ich in weiser Voraussicht das schon verneint. Die Temperaturen sollen heute bis auf 20 Grad hochgehen und es ist herrlicher Sonnenschein.

    Der erste Gang geht zur Kathedrale. Sie ist größer, wie die in Köln, wirkt aber nicht so filigran. Allerdings hat sie ähnliche Dachstützen, wie Notre Dame und auch die Türme sind ähnlich. Die Fenster sind relativ schlicht gehalten. Dafür hat man in den Seitenbereichen innen kunstvolle Statuen und Bilder installiert.

    Die City von Amiens wird von der Somme geprägt. In unzähligen Kanälen verläuft sie durch die Stadt. Am Hauptfluss haben sich charmante Restaurants und Bars angesiedelt. Die Fußgängerzone ist riesig und man merkt überall das französische Flair. Im Unterschied zu Köln sind die Gebäude relativ gleichförmig. Im Erdgeschoss sind Geschäfte und darüber sind meist 2-4 Geschosse mit Wohnungen. Mir ist allerdings unklar, wo Autos und Roller sind. Eigentlich müsste es ein Parkplatzchaos geben. Die Franzosen haben im Schnitt genauso viel Fahrzeuge pro Haushalt, wie die Deutschen.
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  • Eigentlich die perfekte Lage

    April 24 in France ⋅ ☁️ 13 °C

    6:30 Uhr ist Frühstücken angesagt. Warme Brötchen stimmen mich gleich glücklich für den Tag. Das muss allerdings auch sein. 480 km liegen an. Heutiges Tagesziel ist Amien.

    Gestern habe ich aus der Route die Anfahrt aus Riede rausgelöscht, damit die Route hier in Köln beginnt. Allerdings habe ich vergessen, den Kölner Dom rauszulöschen. Prompt versucht mich das Navi zuerst zum Kölner Dom zu navigieren.

    Weiter geht es am Rhein entlang. Viele weiße Strände laden zum Baden ein. Das ist schon sehr schön. Im weiteren Verlauf geht es dann allerdings durch viele kleine Orte mit vielen Ampeln.

    Irgendwann erreiche ich das Ahrtal. Ein kleiner Fluß, man möchte eher von einem großen Bach sprechen, schlängelt sich durch die Hügel. Irgendwann wird Flutwein verkauft und es gibt ein Flutmuseum. Letzteres soll laut Schild sehr dramatisch sein. Leider ist ein Teil des Tales gesperrt.

    Es geht weiter Richtung Eifel. In den Bergen ist man es gewohnt, dass die Straßen im Tal verlaufen. Hier ist das anders. Die Berge sind nur Hügel und die Strassen verbinden die Ortschaften mehr oder weniger direkt, unabhängig davon, ob da ein Hügel ist.

    Irgendwann bin ich in Belgien. Der Sprit ist ca 20 Cent billiger wie in Deutschland. Mehrfach überfahre ich Ländergrenzen (Irgendwann ist es auch wieder die belgische Grenze). Frankreich ist dann endgültig erreicht. Die Landschaft wird flacher und auf Landstraßen darf man nur noch 80 km/h fahren. In vielen Dörfern sind große Teile sogar auf 30 km/h beschränkt.

    In 100 Metern links sagt das Navi. Tja, da steht aber Strasse gesperrt. Beim Garmin konnte man die Strasse als gesperrt kennzeichnen. Beim Tomtom geht das meiner Meinung nach auch. Ich finde nur nicht raus, wie. Da muss man man dann wieder wie in alten Zeiten Ortsnamen merken und nach Schildern fahren.

    Mein Hotel liegt 20 Meter entfernt von der Fußgängerzone. Es gibt sogar eine Garage, wo ich das Motorrad für 5 Euro am Tag abstellen kann. Mein Zimmer ist dafür eher Zellenartig. Ein Bett, eine Garderobe und ein kleines Bad. Letztlich reicht es mir. Die Lage und die Garage gleicht alles aus. Allerdings ist die Hellhörigkeit schon sehr hoch. Meine Nachbarn über mir scheinen permanent über den Dielenboden zu wandern. Ich werde mich heute Nacht mit Schnarchen revanchieren
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  • Köln zu Fuß

    April 23 in Germany ⋅ ☀️ 9 °C

    Das Frühstück ist gut. Kein Vergleich zu dem, was in den USA oder Kanada in den Motels, ... serviert wird. Gestärkt geht es Richtung Dom. Imposant ist er von vielen Stellen der Stadt sichtbar. Seine filigrane Außenfassade läßt erahnen, warum der Bau so lange gedauert hat. Innen begeistern die extrem hohen Decken und die Größe.

    Der Heumarkt ist im Prinzip ein großer Platz mit vielen Restaurants umzu. Es ist etwas südländisch. Der Charme der Bauten hält sich in Grenzen. Neumarkt ist dann eine riesige Fußgängerzone. Erste leer stehende Geschäfte künden auch hier von einer Veränderung der Kaufkultur.

    Fahrradfahrer sind überall und fahren zum Teil sehr egoistisch auf den Plätzen herum. Gerade ist einer vom Ordnungsamt mit seiner BMW durch die Fußgängerzone gefahren. Die Steigerung ist aber am Rheinufer. Auf einem ca. 10 Meter breiten Streifen flanieren die Touristen. Die Fahrradfahrer rasen z.T. in hohem Tempo im Slalomkurs zwischendurch. Ansonsten ist das Rheinufer wirklich schön. Man kann den Schuten zusehen, die in Schrittgeschwindigkeit flußaufwärts fahren. Ab und zu kommt ein riesiger Schubverband vorbei. Kleine Restaurants und Gartenlokale servieren Erfrischungen und Essen. Nette alte Gebäude lassen einem schnell vergessen, dass man sich in einer Millionenstadt befindet.

    Da es noch früh am Tag ist besuche ich das Schokoladenmuseum. Auf der einen Seite enthält es viele Maschinen zur Schokoladenverarbeitung, die sogar live Schokoladentafeln produzieren. Auf der anderen Seite werden viele Videos und Lesetafeln gezeigt. Das ist eher langweilig. Der 200 Kilo Schokoladenbrunnen ist eher eine Schüssel mit Metallzierblumen.

    Am Abend will ich noch die morgige Route auf dem Notebook prüfen. Mit Schreck stelle ich fest, dass ich das Kabel für die Stromzuleitung zum Netzteil zu Hause vergessen habe. Also nochmal los zum nächsten Saturn. Dort bekomme ich es tatsächlich.

    Mancher fragt sich, warum hat der ein Notebook mit. Ein Handy reicht doch. Ja, das ist zu einem grossen Teil wahr. Tomtom Routen lassen sich in der Tomtom app z.B. nicht ändern, sondern nur im Browser. Fernsehen ist auf dem Notebook einfach schöner. Über VPN kann man dann im Hotel sogar deutsche Sender sehen.
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  • Köln

    April 22 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Na, da hat der Wetterbericht doch Recht gehabt. Nachtfrost und Sonnenschein. Um 8:30 Uhr sind es dann allerdings schon 6 Grad. Heute geht es über die Autobahn nach Köln.

    Was waren das noch für Zeiten, als Baumaßnahmen noch die Ausnahme, statt die Regel waren. Allein sechs Brücken über die Autobahn werden gerade gebaut. Vor Kreuz Unna dann ca. 15 km Stau. Wer zur A2 abbiegen will braucht Zeit. Zum Glück kann ich halbwegs zügig dran vorbei fahren.

    Insgesamt fahren im Durchschnitt alle langsamer auf der gesamten Strecke. Selten fährt mal jemand schneller, wie 130 km/h. Ich selbst fahre so 115 km/h. Wann wird endlich maximal Tempo 130 eingeführt ?

    In Schwerte bekomme ich einen Kaffee von meinem Schwager. Nach zwei Stunden Pause geht es dann weiter Richtung Köln.

    Das erste, was mir auffällt bei der Ankunft bei meinem Hotel ist die Reklame für einen Erotikshop neben meinem Hotel. Das nächste ist die Gay Bar 50 Meter weiter. Das Hotel selbst scheint alt aber ok zu sein. Schwieriger ist die Parkplatzsuche. Zum Glück gibt es eine Art Zweiradparkplatz. Ich quetsche mich mit meinem Schlachtschiff noch in die letzte freie Ecke.
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    Trip start
    April 22, 2026