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75 Tage Südamerika

Unsere Reise nach Südamerika beginnt in Andreas' zweiter Heimat - Brasilien. Dieses Mal besuchen wir ein weiteres Land, und zwar Peru. Read more
  • Aufbruch Richtung Norden

    March 10 in Brazil ⋅ 🌧 28 °C

    Schnell packen wir unsere restlichen Sachen und verlassen das schöne Appartement am Camburi-Strand in Vitória. Ein letzter Blick zum Strand, dann geht es über Serra zur Bundesstraße 101 Richtung Norden bis zur großen Buddhastatue. Mit einer Höhe von 35 Metern und einem Gewicht von 350 Tonnen ist der Ibiraçu-Buddha die größte Buddha-Skulptur Amerikas. Als Symbol für Frieden und Glauben hat er Espírito Santo zu einem spirituellen Reiseziel gemacht. Der riesige Buddha, der in meditativer Haltung sitzt und dem Sonnenaufgang zugewandt ist, dominiert die Landschaft. In Linhares überqueren wir den Rio Doce, der 2015 traurige Berühmtheit erlangte, als zwei von insgesamt drei Dämmen an einer Erzmine brachen und das zur bis dato größten Bergbaukatastrophe Brasiliens führte. Die Schlammwelle floss über 660 Kilometer in den Atlantik. Relativ schnell hat sich die Wasserqualität wieder verbessert. In manchen Abschnitten sind Pflanzen, Mikroorganismen und Teile der Ökosysteme zurückgekehrt. Wir fahren bis zur Mündung, wo der Rio Doce in den Atlantik mündet. Hier geht es nicht weiter, wir müssen umdrehen. Über die Erdstrasse fahren wir an mehreren Fazendas/Farmen mit riesigen Cebu-Kuhherden vorbei. Diese Rasse ist bekannt für den Buckel, helle Haut, Hitzetoleranz und Anpassungsfähigkeit. In der Dämmerung erreichen wir nach 313 km den Küstenort Guriri, wo wir uns eine kleine Pousada (B&B) suchen.Read more

  • Letzter Tag in Vitória

    March 9 in Brazil ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach einem Frühstück mit Croissants und Baguette fahren wir zum Flughafen, um unser Mietauto für die nächsten 15 Tage abzuholen. Der Übergabeprozess zieht sich in die Länge, so dass wir erst nach fast zwei Stunden das Auto in Empfang nehmen können. Das Problem war u. a., dass wir das Fahrzeug in einem anderen Bundesstaat wieder abgeben wollen. Es ist ein kompakter SUV VW Nivus mit großen Kofferraum, wo wir unser ganzes Gepäck verstauen können. Den Nachmittag verbringen wir an unserem Strand Camburi. Abends treffen wir uns noch einmal mit Carla und Andreas. Christina sagt leider ab, da sie länger arbeiten muss.Read more

  • Ausflug nach Santa Teresa

    March 8 in Brazil ⋅ ☁️ 28 °C

    Um 6:45 Uhr werden wir durch ein Schlagzeug geweckt, das direkt vor unserem Haus auf der Straße aufgebaut ist. Sonntags ist immer eine Spur der Straße komplett für Jogger und Fahrradfahrer gesperrt. Und es findet ein Volkslauf statt. Außerdem ist heute internationaler Frauentag. Das muss gefeiert werden. Zum Frühstück fahren wir mit dem Uber zu Christina und danach fahren wir zusammen mit ihrem Sohn Igor erneut zu zwei Aussichtspunkten mit fantastischem Blick über Vitória. Unser nächstes Ziel ist das Bergdorf Santa Teresa, das wie jedes andere Bergdorf für sein mildes Klima bekannt ist. Was Santa Teresa aber so besonders macht, ist die große Population an Kolibris. Kolibris zählten zu den Lieblingsforschungsobjekten des Naturforschers, Zoologen und Botanikers Augusto Ruschi, der als erster Umweltschützer Brasiliens gilt, noch bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Auf der Veranda des Hauses, in dem Augusto Ruschi lebte, lockt eine Reihe hängender Flaschen mit Zuckerwasser ständig Dutzende von Kolibris an, die zum Trinken kommen. Für einen schönen Ausblick wählen wir das Brauereirestaurant Cervejaria Três Santas. Nach einem Test der verschiedenen Biersorten bestellen wir verschiedene Vorspeisen wie Filet Mignon, Bratwurstschnecke und Kartoffelecken. Dazu schmeckt uns das Pils am besten. Danach treten wir den Heimweg nach Vitoria an.Read more

  • Buenos Aires, Matilde, Domingas Martins

    March 8 in Brazil ⋅ ☁️ 25 °C

    Andreas und Carla holen uns ab. Zuerst fahren wir nach Buenos Aires. Nicht in Argentinien, sondern nur 60 Kilometer von Vitória entfernt. Dies ist am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel zum Wandern und vielen Restaurants, da hier in den Bergen ein sehr angenehmes Klima herrscht. Weiter fahren wir über eine kurvige Straße an vielen Bananenplantagen vorbei. Nach der Stadt Alfredo Chaves befindet sich der kleine Ort Matilde mit seinem berühmten Wasserfall, der den gleichen Namen trägt. Der Weg zum Wasserfall führt über viele Stufen nach unten durch ein Stück geschützten Wald. Der imposante Wasserfall gehört mit seinen 70 Metern zu den größten Wasserfällen des Bundesstaates Esprito Santo. Unweit des Wasserfalls befindet sich der Bahnhof, der um 1884 von italienischen Einwanderern gegründet wurde. Er liegt am Ufer des Flusses Maravilha. Der Bahnhof Matilde spielte eine zentrale Rolle bei der italienischen Migration nach Espírito Santo und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region, indem er landwirtschaftliche Produkte transportierte. Nur einer kleiner Bahnabschnitt von Viana nach Matilda funktioniert noch. Langsam nähern wir uns weiter der Stadt Domingas Martins, bekannt als „Cidade do Verde” (Grüne Stadt) oder „Suíça Capixaba” (Schweiz von Espírito Santo). Die Gemeinde in der Bergregion ist berühmt für ihre starke deutsche und pommersche Einwanderung und zeichnet sich durch ihr kühles Klima, ihre Kolonialarchitektur, ihren Agrotourismus und die Rua do Lazer (eine kleine Fußgängerzone) aus. Als wir in zwei Läden fragen, ob sie Deutsch sprechen, wird es allerdings verneint. Sie waren zwar deutscher Abstammung, aber nur die Eltern könnten noch die Sprache sprechen. Bevor wir den Rückweg antreten, suchen wir noch ein Steakrestaurant auf. Da wir doch viel gefahren sind, machen wir noch einen Spaziergang an unserem Stand entlang und bleiben bei Livemusik vor einer Bar hängen.Read more

  • Forte São Francisco Xavier da Barra

    March 6 in Brazil ⋅ ⛅ 28 °C

    Bevor wir unseren Mietwagen heute wieder abgeben, müssen wir erst einmal eine Waschstraße finden. Durch unsere Fahrten auf den Erdstraßen sieht er doch etwas schmutzig aus und die Autovermietung verlangt dann eine extra Gebühr. Doch eine Waschstraße zu finden ist gar nicht so leicht, weil fast alle Autos nur am Straßenrand per Hand gewaschen werden. Das ist uns zu aufwendig. Beim Tanken erfahren wir, dass nur die Shell-Tankstellen so ausgestattet sind. Und direkt an unserem Stand Camburi ist so eine. Die Rückgabe des Wagens funktioniert danach problemlos. Unser Freund Andreas holt uns am frühen Nachmittag ab und wir fahren gemeinsam mit seiner Frau Carla zum Forte São Francisco Xavier da Barra. Der Besuch der dortigen Cafeteria muss vorher angemeldet werden, da es sich immer noch um eine Militärbasis handelt, und unterliegt strengen Regeln bezüglich der Kleiderordnung. Film-und Fotoaufnahmen sind nur mit dem Handy erlaubt, Drohnen sowieso verboten. Bei der Einfahrt gibt es eine Personenkontrolle, dann dürfen wir passieren. Strategisch am Fuße des Penha-Hügels gelegen, hatte das Fort die Aufgabe, die Südspitze der Bucht von Vitória zu verteidigen. Danach fahren wir nach Hause zu Andreas und Carla. Aufgrund seiner Kindheitserinnerungen und an seinen deutschen Vater hat sich unser Freund Labskaus gewünscht, was Andreas natürlich zubereitet. Rollmöpse oder Heringsfilet gibt es hier allerdings nicht. Es war auch ohne ein gelungenes Essen und ein schöner Abend zu sechst mit Christina und ihrem Sohn Igor und vielen Erinnerungen.Read more

  • Ausflug nach Santa Cruz

    March 5 in Brazil ⋅ ⛅ 27 °C

    Am Morgen regnet es in Strömen, die ganze Bucht ist in Wolken gehüllt. Doch gegen 10 Uhr reißt der Himmel wieder auf, als wäre nichts gewesen. Wir brechen auf Richtung Norden und erreichen nach fünfzig Kilometern das kleine Fischerdorf Santa Cruz. Zwischendurch locken uns die Strände immer wieder zu einem erfrischenden Bad im Meer. In Santa Cruz beobachten wir von der Terrasse des Restaurants Mocambo die Fischer, die gerade ihren Fang anlanden und ihn direkt in die Küche bringen. Das sind zwar nicht die, die auf unserem Teller landen, aber unser Fischfilet mit Garnelen Filet de Peixe com Molho Camerão ist genauso frisch und sehr lecker. Für hiesige Verhältnisse mit 16,00 Euro pro Person relativ teuer. Für die Rückfahrt wählen wir die Strecke am Fluss Rio Piraquê-Açu entlang. Über eine Erdstrasse fahren wir kilometerweit durch Eukalyptusplantagen. Diese sind in Brasilien ein gigantischer Wirtschaftsfaktor, der über 3 Mio. Hektar für die Papier-, Zellstoff Industrie und Holzkohle zur Verhüttung in der Stahlindustrie bedeckt. Sie sind hochproduktiv, aber als Monokulturen umstritten, da sie den Boden auslaugen, den Grundwasserspiegel drastisch senken. Die ökologischen folgen sind fatal. Die Pflanzen trocknen die Böden aus und verbrauchen Wasser, das lokalen Gemeinden fehlt. Zudem bedrohen sie Lebensräume, etwa durch das Verschwinden der Mata Atlântica. Im Bundesstaat Minas Gerais ist durch die Eukalyptusplantagen der Grundwasserspiegel in den vergangenen 45 Jahren um 4,5 Meter abgesunken. Die Landschaft ändert sich, es wird hügelig, rechts und links wieder Kaffeesträucher und viele kleine Farmen mit Pferden und Rinderzucht. Die letzten Kilometer fahren wir auf der Bundesstraße 101, wo wir eine Maut von 1 Euro entrichten müssen. Dafür fahren wir auf einer zweispurigen Straße, fast wie eine Autobahn. In einem großen Supermarkt kaufen wir für unser Frühstück noch frische Ananas und Papaya. Was schön ist, an jeder Kasse steht zusätzlich ein Mitarbeiter, der die Einkäufe einpackt. Allerdings gehen sie dabei so verschwenderisch mit Plastiktüten um, die immer noch kostenlos sind. Jedes Mal reklamieren wir das und weisen darauf hin, was das für die Umwelt bedeutet und dass wir in Deutschland für jede Tüte bezahlen müssen. Wir ernten Verständnis, aber ändern wird sich so schnell nichts. Am Swimmingpool auf unserer Dachterrasse lassen wir den Abend bei einer Flasche Miolo Weißwein ausklingen.Read more

  • Pedra Azul und Três Pontões

    March 4 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir fahren heute ins Interior, d. h. ins Hinterland von Vitória in die Serra Capixaba. Die Region ist sehr bergig und besticht durch ihr mildes Klima. Die Fahrt durch diese Landschaft begeistert uns. Die Orte Domingos Martins, Venda Nova do Imigrante, Marechal Floriano und Pedra Azul sind stark beeinflusst von europäischen Einwanderern hauptsächlich aus Deutschland und Italien. Die Region ist bekannt für Agrotourismus, Regenwald und bietet Wanderwege, Wasserfälle und den beeindruckenden Pedra Azul, der sich auf 1.822 m Höhe befindet. Wir kommen dort an und dicke Wolken schieben sich vor die Sonne. Schade, aber beeindruckend ist der Pedra Azul vielleicht gerade wegen der bedrohlich aussehenden Himmelsformation. Der Pedra Azul nimmt oft eine blaue, grüne oder sogar gelbe Färbung an, dank der Flechten, die auf dem Stein wachsen, wobei diese je nach Sonneneinstrahlung angeblich bis zu 36 Mal am Tag ihre Farbe ändern. An der Seite sieht es aus, als würde eine Eidechse die steile Wand erklimmen. Im Aroso Paço Hotel genießen wir einen Blick auf die Felsformation. Dazu gibt es für 1,65 Euro einen frisch gepressten Orangensaft. Kurz hinter Afonso Cláudio befinden sich die Pedra Três Pontões. Diese drei Felsen sind die Hauptattraktion des Ortes. Die Gipfel können nur von erfahrenen Bergsteigen erklommen werden. Für den besten Blick auf diese Felsen müssen wir über eine Erdstraße bis zum Aussichtspunkt fahren. Und auch unsere Weiterfahrt nach Santa Maria de Jetibá führt uns über insgesamt 50 Kilometer Erdstrasse Estrada do Chão. Zu Santa Maria de Jetibá hat Andreas eine besondere Beziehung, da er damals dort in der Kirche Paróquia Evangélica de Confissão Luterana von einem deutschen Pastor konfirmiert wurde und viel Zeit mit ihm verbracht hat. Eigentlich wollten wir im Ort etwas essen und dann übernachten, aber gegen 18 Uhr waren alle Restaurants und Geschäfte geschlossen. Lediglich beim Gottesdienst in der Kirche waren mehr Personen als wir auf den Straßen gesehen haben. Also beschließen wir, doch noch bis Vitória zurückzufahren. Insgesamt waren das 316 km.Read more

  • Garoto und Vila Velha

    March 3 in Brazil ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute mieten wir uns für die nächsten drei Tage ein Auto und fahren über die "dritte" Brücke Terceira Ponte nach Vila Velha zur Schokoladenfabrik Garoto. Eigentlich wollten wir gern eine Werksführung buchen. Allerdings gibt es bereits seit 2020 durch Corona keine Führungen mehr durch die Fabrik. In dem angrenzenden kleinen Museum wird uns die Historie erklärt. Die brasilianische Schokoladenfabrik Garoto wurde am 16. August 1929 vom deutschen Einwanderer Henrique Meyerfreund in Vila Velha (Espírito Santo) als „H. Meyerfreund & Cia.“ gegründet. Ursprünglich produzierten sie Bonbons, die von Straßenjungen („Garotos“) verkauft wurden, bevor 1934 die Schokoladenproduktion begann. Am bekanntesten ist die Praline Serenata de Amor, die 1949 kreiert wurde und ursprünglich als „Serenata ao Luar” (Mondscheinserenade) gedacht war, um einem romantischen Paar jener Zeit zu huldigen. Mit ihrer klassischen Waffelhülle, der Füllung aus Cashewnüssen und der Schokoladenglasur wurde sie zu einer der traditionellsten und beliebtesten Pralinen Brasiliens. Heute ist Garoto einer der größten Schokoladenhersteller Brasiliens und eine der 10 größten Schokoladenfabriken der Welt. 2002 hat der Nestlé- Konzern Garoto erworben. Nach mehreren Gerichtsverfahren und kartellrechtlichen Auflagen von 2023 darf Nestlé den Marktanteil nicht erhöhen und muss die Produktion in der Fabrik in Espírito Santo für mindestens sieben Jahre aufrechterhalten. Natürlich ist am Museum ein Shop angegliedert, wo wir auch nicht widerstehen können. Als nächstes fahren wir zum Convento da Penha. Das Kloster wurde 1558 vom spanischen Mönch Pedro Palácios gegründet und ist einer der ältesten Marienheiligtümer Brasiliens. Es liegt auf einer 154 Meter hohen Klippe mit herrlichem Blick über die Brücke nach Vitória und zur anderen Seite auf Vila Velha. Der heutige Bau wurde 1650 begonnen und ist ein Wahrzeichen der Kolonialarchitektur und nationales Kulturerbe. Am Abend holen wir unsere Freundin Christina ab und gehen mit ihr Essen.Read more

  • Das alte Zentrum Vitória

    March 2 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

    Mit dem Uber fahren wir zum historischen Zentrum Vitórias, das 1551 gegründet wurde und das kulturelle Herz der Hauptstadt des Bundesstaates Espírito Santo ist. Viele Kolonialbauten, einige schön restauriert und andere leider etwas zerfallen, jahrhundertealte Kirchen und Museen, darunter Höhepunkte wie der Palácio Anchieta, die Kathedrale Catedral Metropolitana und der Parque Moscoso säumen die Straßen. Das Viertel, auch „Cidade Alta” (Oberstadt) genannt, verbindet Geschichte mit geschäftigem Treiben. Wir beginnen am Parque Moscoso, der bereits 1912 eröffnet wurde. Leider sind heute die Tore verschlossen, so dass wir weiter über die Treppe Escadaria Dr. Carlos Messina in die Oberstadt zur Kirche Igreja de São Gonçalo gelangen. Nur ein kurzes Stück weiter ist der Kulturpalast Palácio da Cultura Sônia Cabral, bevor wir zum Palácio Anchieta gelangen, dem Sitz der Landesregierung. Dort befindet sich zurzeit eine Rembrandt-Ausstellung, die wir uns gerne anschauen wollen. Aber auch hier haben wir kein Glück. Wir hätten uns einen anderen Tag aussuchen sollen. Montags ist wir überall vieles geschlossen, so auch diese Ausstellung. Die Uhr auf dem Platz, dem Praça Oito ist ein 16 Meter hohes historisches Wahrzeichen, das 1942 eingeweiht wurde. Zu jeder vollen Stunde spielt sie die ersten Akkorde der Hymne des Bundesstaates Esprito Santo. Eine weitere Treppe Escaderia Maria Ortiz führt uns hinauf zur Kathedrale Metropolitana de Vitória. Der Bau der zwei Türme wurde inspiriert vom Kölner Dom. So viel Kultur macht hungrig. In einer Bäckerei nehmen wir einen Imbiss zu uns, bevor wir zu dem Haus aufbrechen, wo Andreas mit seinen Eltern mehrere Jahre gewohnt hat und alte Erinnerungen wieder wach werden. Genauso beim Imbiss Garapa da Cidade, wo es den leckersten eisgekühlten Zuckerrohrsaft gibt, den wir natürlich probieren müssen. Danach bringt uns ein Uber wieder zurück zu unserem Apartment.Read more

  • Entspannter Sonntag

    March 1 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Tag beginnt mit einem Strandspaziergang und einem Bad im Meer bei schönstem Wetter. Sonntags ist die Hälfte der Straße für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrer und Spaziergänger reserviert. Wir fahren wieder zu viert auf die andere Seite des Flusses und Andreas lässt die Drohne steigen, um schöne Fotos von der Stadt einzufangen. Dann fahren wir erneut zum Steg mit der Cubano Bar, um dort etwas zu essen und zu trinken. Eine Caipirinha kostet dort 3 Euro.Read more

  • Insel von Vitória

    Feb 27–28 in Brazil ⋅ 🌧 25 °C

    Gestern haben wir uns wegen des starken Regens nur in einem Café mit unserem Freunden getroffen. Anschließend waren wir noch im Shoppingcenter. Und auch heute hängen die Wolken tief, zum Glück regnet es nicht mehr. So fahren wir zu viert auf die Insel Vitória zum Stadtteil Santo André. Direkt am Fluss wurde eine neue Promenade angelegt mit einigen Restaurants und Blick auf den Berg Mestre Álvaro. Auf dem Rückweg suchen wir noch ein kleines Geschäft auf, das ausschließlich den Zuckerrohrschnaps Cachaça Santa Terezinha vertreibt. Die Brennerei zählt zu den traditionsreichsten des Bundesstaates. Die Herstellung erfolgt handwerklich: Ausgewähltes Zuckerrohr wird in einer Kupferbrennblase destilliert, die über direktem Holzfeuer beheizt wird. Jeder der verschiedensten Cachaça können wir probieren. Ebenso die produzierten Liköre. Besonders lecker ist einer mit Maismehl, der an Eierlikör erinnert. Ein anderer, ebenfalls sehr lecker, schmeckt wie Baileys.
    Danach müssen wir erst einmal etwas essen und kehren in einem Restaurant ein, wo es das typische Gericht für Samstag gibt: Feijoada. Dieses traditionelle brasilianische Gericht besteht aus schwarzen Bohnen, gepökelten Schweine- und Rindfleisch und wird langsam geschmort. Dazu werden Reis, gebackene Bananen, Orangenscheiben, grüner Kohl und geröstetes Maniokmehl serviert.
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  • Strand und Kultur

    February 26 in Brazil ⋅ 🌧 29 °C

    Gegen Mittag gehen wir an der Strandpromenade entlang. Die Sonne brennt bei 35 Grad. Im Strandrestaurant Tarrafas genießen wir unter einem Sonnenschirm ein leichtes kühlendes Lüftchen. Neben einer Portion frittiertem Aipim genießen wir Bobo de Camerão. Neben Reis handelt es sich hierbei um Garnelen in einem Püree aus Maniokmehl mit Kokosmilch, Kräutern, Ingwer und rotem Palmöl. Aipim ist die Wurzelknolle des Maniokstrauches. Parallel zum Strand gehen wir zurück zu unserem Apartment. Wie überall sind auch hier die Häuser mit Mauern gesichert oder Glasveranden umgeben. Zutritt erfolgt nur mit einem Code oder per Kamera und Gesichtskontrolle. Am Nachmittag geht wieder ein heftiges Gewitter runter. Mit einem Uber fahren wir im dichtem Verkehr zum Theater Carlos Gomes, wo heute ein Konzert des Sinfonieorchesters des Bundesstaates Esprito Santo mit Werken von Richard Strauss und Igor Stravinsky stattfindet, zu dem uns unser Freund Andreas mit seiner Frau Carla eingeladen hat. Dirigent ist der deutsche Musikwissenschaftler Knut Andreas. Das Theater ist erst im Januar 2026 nach gründlicher Restaurierung des historischen Gebäudes von 1927 sowie der technischen Ausstattung wiedereröffnet worden. Leider war das Konzert nach 75 Minuten schon beendet.Read more

  • Relaxtag in Vitória

    February 25 in Brazil ⋅ 🌧 25 °C

    In unserem Apartment haben wir wunderbar geschlafen und beim Frühstück genießen wir die Aussicht auf den Strand. Wir sind erst heute Nachmittag verabredet, so dass wir es langsam angehen lassen. Relaxen ein wenig am Pool auf der Dachterrasse und fahren später zum Shopping Center, wo wir uns mit Carla im Café Cultura verabredet haben. Kurze Zeit später stößt ihr Mann, Andreas' Schulfreund auch mit Namen Andreas, dazu. Gemeinsam beschließen wir den Abend im Restaurant Coco Bambu mit leckerer Caipirinha und gezapftem Brahma Bier. Da wir uns das letzte Mal vor acht Jahren gesehen haben, gibt es natürlich viel zu erzählen.Read more

  • Ankunft in Vitória - Espirito Santo

    February 24 in Brazil ⋅ 🌧 25 °C

    Die Busfahrt zieht sich doch länger hin als geplant. Unterwegs sind unheimlich starke Regenfälle, nördlich von Rio sogar so stark, dass bis jetzt 30 Tote zu beklagen sind. Für uns heißt dass nur, dass wir statt der angedachten 12 insgesamt 15 Stunden benötigen und erst gegen 8:30 Uhr unser Ziel erreichen. Von unserer Freundin Christina werden wir vom Busbahnhof mit dem Auto abgeholt. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir zu zwei Aussichtspunkten, Mirante Recanto da Floresta ( wie der Name schon sagt, "Rückzugsort im Wald") und Mirante Mochuara. Von hier ist der Blick auf den Fluss Santa Maria do Vitoria River
    fantastisch, nur ist es heute leider etwas bewölkt. Vitória ist die Hauptstadt des Bundesstaates Esprito Santo, 530 Kilometer nordöstlich von Rio der Janeiro und liegt auf einer Insel. Auch Vitória ist neben Santos eine wichtige Hafenstadt mit dem bedeutendsten Erzausfuhrhafen Brasiliens, den Porto do Tuberão. Jährlich werden ca. 80 bis 100 Millionen Tonnen Eisenerz exportiert. Von hier ist Andreas 1976 mit seinen Eltern mit einem Erzfrachter über Rotterdam nach Deutschland zurückgekehrt. Für die nächsten 14 Tage haben wir ein Appartement gemietet mit Blick auf den Strand Camburi, an dessen Ende der Hafen Tuberão liegt. Christina und ihr Sohn Igor fahren mit uns noch in einen Supermarkt, in dem wir Getränke und Lebensmittel für die nächsten Tage einkaufen.
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  • Busfahrt nach Vitória

    February 23 in Brazil ⋅ ☁️ 27 °C

    Bevor heute Nachmittag unser Bus abfährt, gehen wir in der Nähe unseres Hotels auf den Wochenmarkt (s. Video) und probieren den ersten Zuckerrohrsaft. Selbst gekühlt ist er immer noch sehr süß, aber lecker. Beim Anblick der Früchte freuen wir uns schon auf unser Appartement in Vitória, wenn wir dort dann die Früchte kaufen können. Um die Zeit bis zu unserer Abfahrt zu überbrücken, fahren wir mit einem Uber zum Shoppingcenter Cidade São Paulo auf der Av. Paulista. Gegen Mittag sind wir wieder im Hotel, packen unsere Sachen und fahren wieder mit einem Uber zum Busbahnhof. Diese halbstündige Fahrt kostet 8,20 Euro. Der Busbahnhof Terminal Rodoviário do Tietê ist als größter Busbahnhofs Lateinamerikas ein zentraler Verkehrsknotenpunkt und verbindet São Paulo mit zahlreichen Städten inner- und außerhalb Brasiliens. Sämtliche Busunternehmen sind hier vertreten. Für unsere Fahrt am 07.04. von Rio nach São Paulo kaufen wir ein Ticket, diesmal mit der Gesellschaft Itapemirim, für 17,50 Euro p. P. Heute fahren wir mit Aguia Branca. Die verschiedenen Buslinien halten an 55 Plattformen. Es gibt Busse nach Argentinien, Chile, Bolivien und Peru. Die Fahrt nach Cusco in Peru dauert einhundert Stunden und kostet sogar etwas mehr als unser Flug von São Paulo nach Lima, rund 200 Euro. Unser Bus wird pünktlich bereitgestellt und unser Gepäck eingeladen. Der Busfahrer kontrolliert die Tickets. Unsere Plätze in dem Doppeldeckerbus sind unten. Dort finden nur acht Passagiere Platz. Die komfortablen Sitze lassen sich jeweils in eine 180°-Liege verwandeln. Bis Rio ist ein Stopp in Resende für einen Imbiss angekündigt. Bei Rio findet nur ein Fahrerwechsel statt für die restlichen der insgesamt 1.000 Kilometer bis Vitória.Read more

  • São Paulo

    February 22 in Brazil ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir werden wieder von Silvia und Cintia mit den Auto abgeholt. Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel fällt uns auf, dass es in dieser 12 Mio. Einwohner zählenden Metropole nicht nur Hochhäuser gibt, sondern auch viele begrünte Straßen mit riesigen Bäumen und schönen alten Villen. Schließlich erreichen wir die "Beco do Batman". Dabei handelt es sich um eine Open-Air-Kunstgalerie, die für ihre mit lebendigen Graffitis bedeckten und ständig erneuerten Wände bekannt ist. Kunststudenten verwandelten die Graffitis zu einer Hochburg der Straßenkunst. Der Name entstand in den 1980er Jahren, als eine Zeichnung von Batman an einer der Wände erschien. Mittendrin befinden sich einige Stände mit Kunsthandwerk. Um diese Zeit am frühen Vormittag können wir die Kunstwerke noch ungestört genießen, später am Tag und hauptsächlich auch am Sonntag drängeln sich die Menschen durch die engen Gassen. Menschenmassen sehen wir danach auf der Av. Paulista, die über 3 Kilometer das Kultur- und Wirtschaftszentrum ist. Auch hier haben heute viele Straßenhändler ihre Stände aufgebaut. Besonders fällt uns die Polizeipräsenz auf. Ca. alle einhundert Meter steht ein Polizeiauto und mehrere Polizisten stehen bereit, um bei Bedarf einzugreifen. Die Präsenz wurde erhöht, als es zu vermehrten Diebstählen insbesondere von Handys gekommen war. Unbehelligt schlendern wir so bis zum Kunstmuseum. Immer wieder stehen neben den Wolkenkratzern kleine historische Gebäude wie das Krankenhaus oder eine Schule. Erst auf der Rückfahrt bemerken wir, dass unser Hotel nur zwei Kilometer von dieser Hauptverkehrsstraße entfernt ist.Read more

  • Ausflug nach Santos

    February 21 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach einem kleinen Frühstück mit vielen Früchten holen uns unsere beiden Freundinnen Silvia und Cintia mit dem Auto ab. Auf unserem Weg nach Santos passieren wir den Stausee Barragem Rio das Pedras. Heute am Samstag ist hier mächtig was los und wir ergattern gerade noch so einen Parkplatz. An uns ziehen Heerscharen von Joggern und Radfahren vorbei. Die alte Straße nach Santos zieht sich wunderschön und kurvenreich durch hügeliges Bergland. Hier quälen sich aber auch die Lastwagen nach Santos durch. Sattes Grün wechselt sich mit den lilafarbigen Prinzessinnenbäumen ab. Leider hängen die Wolken sehr tief. Kilometerweit fahren wir an den Hafenanlagen vorbei. Der Hafen ist der größte Seehafen Lateinamerikas und zentraler Umschlagplatz für Container und Kaffee, Zucker, Soja und Rohstoffe. Heute ist es ebenso ein beliebter Stopp für Kreuzfahrtschiffe. Im 19. Jahrhundert war er als "Hafen des Todes" wegen Ausbruch des Gelbfiebers bekannt. Unser Ziel ist der historische Stadtkern mit der historischen Straßenbahn. Gleich gegenüber befindet sich das Museum Pelé. Dieser Ausnahmesportler ist der einzige, der bisher drei Weltmeisterschaften (1958, 1962 und 1970) gewonnen hat. Dementsprechend wird er hier gewürdigt, ist doch der FC Santos jahrelang sein Heimatverein gewesen. Um die Zeit bis zur Abfahrt der Straßenbahn zu überbrücken, kehren wir im "Restaurante-Escola Estação Bistrô" ein. Eine große Portion Fischfilet mit Salat kostet hier 60 R$ (knapp 10 Euro). Die Fahrt mit der Straßenbahn führt uns am Kaffeemuseum und historischen Plätzen entlang. Bevor wir die Rückfahrt nach Sao Paulo antreten, besuchen wir noch den Fischmarkt. Nicht nur in der Halle herrscht reges Treiben, auch vor dem Eingang, allerdings nicht von Menschen. Vielmehr warten hier die Reiher, ob sie etwas Fisch ergattern können. Am Gebäude gegenüber ist ein riesiges Streetartgemälde des brasilianischen Künstlers Kobra. Im Regen und mit vielen Staus zieht sich die Fahrt zurück in die Länge.Read more

  • Flughafen Paris und Flug

    February 20 in Brazil ⋅ ☁️ 23 °C

    Pünktlich landen wir in Paris. Für den Weiterflug haben wir von unserem Reisebüro die letzten beiden Plätze in der Premier Economy bekommen. Allerdings waren diese mit einem Transport mit Geheinschränkung auf dem Flughafen in Paris verbunden. Komfortabel werden wir in einer Art Golfcaddy durch den Flughafen gefahren, vorbei am Duty Free und an der Einkaufsmeile mit den schönen teuren Geschäften. Hat den Nachteil, dass wir nichts mehr shoppen können. 😢Vielleicht besser so 😆. Zeitlich hätten wir das aber sowieso nicht mehr geschafft. Kaum am Gate angekommen, ging das borden los. Ein Vorteil ist, dass wir nicht mehr durch eine Sicherheitskontrolle mussten und als erstes einsteigen. Gleich nach dem Start bekommen wir ein Glas Champagner serviert. Die Route führt uns genau über die Kapverdischen Inseln, rechts die Insel Fogo wo wir den Pico 2013 bestiegen haben. Und Höhe der Stadt Natal stoßen wir auf brasilianisches Festland. Elf Stunden später landen wir pünktlich 18:15 Uhr Ortszeit in Sao Paulo bei 25°C. Abends sind wir noch bei unserer Freundin Silvia eingeladen, die nur 10 Minuten Fußweg von unserem Hotel wohnt. Nach 24 Stunden auf den Beinen geht der erste Tag zu Ende.Read more

  • Brasilien -wir kommen

    February 20 in Germany ⋅ ☁️ -5 °C

    Der Wecker klingelt 4:30 Uhr, dann geht es mit der S-Bahn zum Flughafen Hannover bei -5°C. Der Check-in für unseren Flug nach Paris geht zügig. Unser Gepäck wird bis Sao Paulo durchgecheckt. Bei den Sicherheitskontrollen sind wir schnell durch. Zum ersten Mal gehen wir in Hannover zu Fuß über das Flugfeld zur Maschine. Bevor wir starten muss das Flugzeug erst noch enteist werden.Read more

    Trip start
    February 20, 2026