• Hase und Ritter on tour
  • Hase und Ritter on tour

Anders Reisen 2020

A 286-day adventure by Hase und Ritter on tour Read more
  • Klausenpass

    September 30, 2020 in Switzerland ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Klausenpass ist mit „nur“ 1948 m nicht ganz so hoch, und verbindet die Kantone Uri und Glarus. Hier sind noch mehr Motorradfahrer unterwegs und tatsächlich auch der eine oder andere Radfahrer.

    Die Landschaft ist atemberaubend, die Strecke aber sehr anspruchsvoll (der Hase möchte hier nicht Autofahren müssen).

    Im Tal angekommen nehmen wir dann doch nochmal ein Stück Autobahn. Sind zwar nur gut 260 km heute gewesen, aber auf Passstrassen zieht sich das.
    Read more

  • Hotel Galina

    September 30, 2020 in Liechtenstein ⋅ ☀️ 18 °C

    Am späten Nachmittag erreichen wir unser Quartier für die nächsten 2 Tage, das Hotel Galina in Malbun, auf gut 1600 Metern Höhe.

    Am Abend gehen wir gegenüber im Restaurant Vögeli schön essen. Also in der Schweiz hatte man ja schon einen sehr entspannten Corona-Umgang, in Liechtenstein gibts Corona wohl noch viel weniger.

    Morgen gehen wir (ja, wir!) wandern. Mal sehen, was der Tag uns bringt...
    Read more

  • Mit dem Sessellift aufs Sareiserjoch

    October 1, 2020 in Liechtenstein ⋅ ☁️ 7 °C

    Also, wenn der Ritter dem Hasen vorher gesagt hätte, dass wir zuerst Sessellift fahren müssen, vielleicht hätte der Hase sich das nochmal überlegt mit dem Wanderausflug heute...

    So saß der Hase schneller im Lift, als er gucken konnte, wurde vom Ritter ca. 10 min am Rande der Panikattacke vollgequatscht, und stand dann, zwar mit weichen Knien, aber immerhin oben auf ca. 2000 m.

    Die Aussicht ist jedenfalls schon mal phänomenal. Und wieder runter wird es zu Fuß gehen.

    Und dann kommt auch schon unsere Wanderbegleitung, ebenfalls mit dem Sessellift und um einiges cooler als der Hase...
    Read more

  • Wandern mit Azul

    October 1, 2020 in Liechtenstein ⋅ ☁️ 9 °C

    Zusammen mit Azul, süße 18 Jahre und als ausgewachsene Steinadlerdame hier in ihrem natürlichem Lebensraum unterwegs, geht es dann ganz, ganz langsam wieder runter.

    In vielen anderen Sprachen heißt der Steinadler Königsadler. Steinadler zählen zu den größten Adlern, ein Weibchen wie Azul kann eine Körperlänge von 90–100 cm erreichen, und eine Flügelspannweite zwischen 200 und 230 cm.

    Azul ist eine Jägerin und ihr Beutespektrum reicht von Murmeltier bis Gämse. Sie ist auf die Thermik angewiesen und erhebt sich in die Luft, wenn eine Brise aufkommt.

    In der Schweiz leben heutzutage ungefähr 300 Brutpaare, das Fürstentum Liechtenstein entspricht flächenmässig dem Revier eines einzelnen Steinadlers.

    Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis diesen grandiosen Vogel in seinem natürlichen Habitat und trotzdem aus allernächster Nähe zu erleben.
    Read more

  • Restlicher Abstieg

    October 1, 2020 in Liechtenstein ⋅ ⛅ 12 °C

    In ca. 1 1/2 h haben wir langsam, langsam - da kommt man gar nicht ins schnaufen - ungefähr die Hälfte des Abstiegs geschafft und wahnsinnig viel gelernt. Weiter unten in Dorfnähe darf Azul nicht mehr frei unterwegs sein, dass könnte dem einen oder anderen gut genährtem unvorsichtigen Dackel nicht gut bekommen...

    Während Azul und ihr Falkner also schon mal vorneweg „nach Hause“ gehen, schlendern wir zwei gemütlich hinterher noch ganz geflasht von diesem grandiosen Erlebnis.

    Wir sehen aber auch Murmeltiere (in Habachtstellung solange der Adler noch unterwegs war), Enzian am Wegesrand und schauen uns noch die kleine Alpenkapelle an.

    Praktischerweise befindet sich am Ende des Weges im Dorf ein Gasthaus, wo wir fürs Mittagessen einkehren können.
    Read more

  • Noch mehr Raubvögel

    October 1, 2020 in Liechtenstein ⋅ ⛅ 10 °C

    Am frühen Nachmittag kommen wir von unserem Balkon aus in den Genuss noch mehr wunderschöne Raubvögel aus nächster Nähe zu sehen - ein Vorteil, wenn man in der Falknerei Quartier gefunden hat.

    Mäusebussard und Habicht landen zwischendurch sogar auf unserem Balkon... 😅
    Und der Uhu ist auch wunderschön... 😍

    Was für ein Tag...
    Read more

  • Abschied von Malbun

    October 1, 2020 in Liechtenstein ⋅ 🌧 6 °C

    Mit einem letzten echten Liechtensteiner Käsefondue im Vögeli beschließen wir diesen tollen Tag.

    Die Nacht wird stürmisch - also für uns, für die Einheimischen hier ist es vermutlich nur ein laues Lüftchen.

    Am Morgen verabschieden wir uns von Malbun. Auf dem Weg zur Grenze zur Schweiz machen wir noch einen kleinen Schlenker durch die Hauptstadt Vaduz, um einen Blick aufs Fürstenschloss zu werfen, und dann geht es auch schon auf die Autobahn.

    Die Grenze zur Schweiz ist kein Problem, die Grenze Schweiz-Österreich ist auch kein Problem. Wir müssen durch Vorarlberg durch, um nach Deutschland zurück zu kommen, und hatten befürchtet, da Vorarlberg derzeit aus deutscher Sicht als Risikogebiet klassifiziert ist, an der österreichisch-deutschen Grenze erklären zu müssen, dass wir lediglich als Transit gelten. Aber auch hier, kein Grenzkontrolle, kein Problem. Scheint als kämen wir dem vereinten Europa mit offenen Grenzen wieder näher...
    Read more

  • Ravensburg

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Da bekanntlich der Weg das Ziel ist, machen wir gegen Mittag einen ersten Stopp im Städtchen Ravensburg, weil wir quasi dran vorbeikommen auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel und weil der Hase da gerne mal hinwollte.

    Die ehemalige Freie Reichsstadt Ravensburg wurde aufgrund ihrer zahlreichen, gut erhaltenen mittelalterlichen Türme früher auch als „das schwäbische Nürnberg“ bezeichnet.

    Wir schlendern eine große Runde durch die Stadt, an diversen Stadttoren und Türmen vorbei bis zum Marienplatz und wieder zurück.

    Nach mehreren Tagen in der beschaulichen Ruhe der Schweiz und Liechtenstein, wo es keinerlei Maskenpflicht außerhalb von öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, stresst uns das Gewusel in Ravensburg und das Maske-auf-Maske-ab tatsächlich irgendwie.

    Wir kaufen uns noch unser obligatorisches Mittagskäsebrötchen (bzw. Zwiebelkuchen für den Ritter), und machen uns dann recht schnell wieder auf den Weg. Unsere Mittagspause verbringen wir mitten im Wald, eine Wohltat.
    Read more

  • St. Magnus in Bad Schussenried

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Unser nächster Halt ist das Kloster Schussenried.
    Da das Klostermuseum erst um 14 Uhr wieder öffnet, schauen wir uns zuerst die ehemalige Klosterkirche an.

    St. Magnus ist heute die Pfarrkirche von Bad Schussenried, gehörte aber ehemals zum Kloster Schussenried und wurde 1185 erbaut. Im 15. Jahrhundert wurde es umgebaut und gotisiert. Der Innenraum wurde im 18. Jahrhundert barockisiert.

    Die Kirche besitzt ein hochbarock ausgeschmücktes Chorgestühl aus Nussbaumholz.
    Read more

  • Kloster Schussenried

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Das Kloster Schussenried ist eine ehemalige Reichsabtei in Bad Schussenried. Das Chorherrenstift der Prämonstratenser bestand von 1183 bis 1803. Seit 2010 wird das Konventsgebäude unter dem Namen Neues Kloster Schussenried als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum genutzt und gehört zum Landesmuseum Württemberg.

    Die Dauerausstellung „Verborgene Pracht – vom Leben hinter Klostermauern“ informiert über die Geschichte des Klosters Schussenried und die Kulturgeschichte schwäbischer Klöster.

    Durchaus interessant und sehenswert.
    Read more

  • Bibliothek

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Zum Museum gehört der lichtdurchflutete Rokoko-Bibliothekssaal. Auf zwei Geschossen befinden sich die geschlossenen Bücherschränke. 1757 waren die Fresken und 1766 die Skulpturen vollendet.

    Die Bibliothek als großer zweigeschossiger Raum mit Galerie, die von Säulen getragen wird, ist eine Erfindung der Barockzeit. Die spätmittelalterliche Studienbibliothek mit Lesepulten entwickelte sich zur repräsentativen Schaubibliothek mit einheitlichen Bücherschränken. Hinter den unteren Türen der Bücherschränke verbargen sich in Schussenried die ausklappbaren Lesepulte.

    Leider sind die Schränke heutzutage alle leer, die wertvolle Sammlung wurde teilweise verkauft, teilweise bei der Überführung nach Stuttgart zerstört, teilweise ist sie ein Opfer des Krieges geworden. Nur noch ein Bruchteil der wertvollen Sammlung lagert im Archiv in Stuttgart.
    Read more

  • Federsee

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Einen nächsten Stopp legen wir am Federsee ein. Der Federsee bei Bad Buchau ist mit einer Fläche von 1,4 km² der zweitgrößte See in Baden-Württemberg. Er liegt inmitten des mit 33 km² größten zusammenhängenden Moorgebietes Südwestdeutschlands und ist mit ihm der Rest eines einst sehr viel größeren, etwa 50 km² bedeckenden nacheiszeitlichen Sees.

    Der Federsee und das ihn im zentralen Becken umgebende Moor/Ried sind jetzt in einer Fläche von 23,76 km², also zu mehr als zwei Dritteln, als Natur- und Vogelschutzgebiet „Federseeried“ geschützt.

    Seit dem Jahr 1875 wird der Federsee archäologisch erforscht. Über 20 vorgeschichtliche Pfahlbaudörfer sind im feuchten Milieu des Federseemoores bestens konserviert. Seit 2011 hat die Unesco die „Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen“ als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe anerkannt und 4 rund um den Federsee sind mit dabei.

    Für das Museum haben wir heute keine Zeit mehr bzw. nach den großartigen Funden jener Zeit, die wir im Laténium letzt gesehen haben, reizt es uns auch nicht so sehr. Stattdessen gönnen wir uns die 1,5 km Wanderung durchs Ried bis zum See und zurück.

    Für Birdies ist das weder die richtige Tages- noch die richtige Jahreszeit. Außer ein paar Enten, Schwänen und einem einsamen Reiher ist nichts an Vögeln zu sehen. Vielleicht ist auch einfach nur zu viel Betrieb auf dem Steg. Schön ist es trotzdem...
    Read more

  • Hotel Stauferland

    October 2, 2020 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Müde und hungrig erreichen wir am Abend unser letztes Quartier auf dieser Reise, das Hotel Stauferland. Hier war waren wir im letzten Jahr schon mal ein paar Tage, und hatten festgestellt, was es hier in der Gegend noch alles zu entdecken gibt.

    Leider stellt sich beim Einchecken heraus, dass irgendwas mit unserer Buchung schiefgegangen ist, und wir zumindest für heute Nacht keins der schönen Zimmer mit Balkon bekommen.

    Nach dem Frühstück am nächsten Morgen können wir dann doch ein Balkonzimmer beziehen, so dass wir zumindest für die restlichen Tage den Ausblick genießen können.

    Dann kann das Tagesprogramm ja starten...
    Read more

  • Heuneburg Museum

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Entgegen der Vorhersage der Wetterapp, die für heute morgen zwar bewölkt, aber trocken prophezeit hat, regnet es heute früh so richtig heftig. Da macht auch dem Ritter das Landstraßenfahren nur begrenzt Spaß.

    Da die Reihenfolge des Tagesprogramms erstmal sekundär ist, steuern wir nach über 1 1/2 Stunden Anfahrt zuerst das drinnen trockene Heuneburg Museum an.

    Weithin sichtbar, oberhalb der Donau gelegen, zeugen noch bis heute die mächtigen Wallanlagen und Großgrabhügel von der Bedeutung der Heuneburg. Vor 2500 Jahren, zur Zeit der frühen Kelten, lag hier in Oberschwaben die älteste Stadt nördlich der Alpen.

    Im zugehörigen nahegelegenen Keltenmuseum Heuneburg, dem Heuneburgmuseum bieten originale Funde der Ausgrabungen rund um die Heuneburg, einen Einblick in die Zeit der Kelten.

    Die Blütezeit der Heuneburg war in der Hallstatt- Zeit, also ca. 800 bis 400 v. Chr. Nachdem, was wir letzt im Laténium an Schätzen der Keltenzeit gesehen haben, erscheinen uns die Ausgrabungen, die hier ausgestellt werden, eher, nun ja, übersichtlich. Erst später wird uns klar, dass die meisten Funde noch gar nicht ausgestellt sind, sondern noch untersucht werden.

    Ach ja, eigentlich durfte man im Heuneburgmuseum gar nicht fotografieren (warum auch immer), das hat der Hase allerdings erst beim Rausgehen gesehen...
    Read more

  • Hohmichele

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 8 °C

    Rund um die Heuneburg gibt es einen archäologischen Rundwanderweg, der vom Museum an diversen keltischen Grabhügeln vorbei bis zur Heuneburg und wieder zurück führt. In Anbetracht des Wetters entscheiden wir uns aber doch fürs Auto, auch wenn es schon ein bisschen weniger regnet, als wir das Museum verlassen.

    Wir steuern als nächstes den Hohmichele an, ein keltischer Fürstengrabhügel der späten Hallstattzeit. Er gehört zum Komplex der Heuneburg. Mit einem Durchmesser von 85 m und einer Höhe von 13,5 m ist der Grabhügel einer der größten Mitteleuropas.

    In dem Hügel wurden 13 Bestattungen nachgewiesen, von denen zahlreiche Grabbeigaben zeugen. Das Hauptgrab stellte sich als antik geplündert heraus, trotzdem fanden sich noch Relikte wie Reste eines Pferdegeschirrs und nahezu 600 Glasperlen einer kostbaren Kette.

    Nach dem Abschluss der Ausgrabungen wurde der Hohmichele 1960 wieder auf seine letzte Höhe von 13,5 m aufgeschüttet, und bleibt als überwachsenes Bodendenkmal. Zwei Tafeln davor veranschaulichen die Funde. Nur wenig davon ist im Heuneburgmuseum zu sehen, die meisten (wertvollen) Fundstücke befinden sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.
    Read more

  • Heuneburg

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 7 °C

    Als wir das Gelände der Heuneburg erreichen, regnet es fast gar nicht mehr, ein Glück bei dem großen Freilandmuseum.

    Die Heuneburg ist eine vor- und frühgeschichtliche Höhensiedlung am Oberlauf der Donau. Die älteste nachgewiesene Besiedlung fand in der Mittelbronzezeit, also im 15. bis 13. Jahrhundert v. Chr. statt.

    Um 600 v. Chr. entstand hier ein so genannter Fürstensitz der Hallstattkultur. Vorterrassen und umgebende Begräbnisplätze verdeutlichen die Stellung der Heuneburg als einer der großen eisenzeitlichen Fürstensitze Süddeutschlands. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde die Anlage durch Feuer zerstört

    Die befestigte Kernanlage des frühkeltischen Fürstensitzes aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist etwa 300 Meter lang und bis zu 150 Meter breit.

    Das Freilichtmuseum bietet Rekonstruktionen der einstigen Bebauung und einen herrlichen Ausblick auf die Donau. Es wirkt alles recht mittelalterlich, doch geht alles auf eine Zeit zurück, die über 1 1/2 Jahrtausende früher lag...
    Read more

  • Blautopf

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 8 °C

    Als wir die Heuneburg verlassen, hat es nicht nur aufgehört zu regnen, es zeigt sich sogar schon ein bisschen blauer Himmel, genau richtig für des Ritters nächsten Programmpunkt.

    Der Blautopf in Blaubeuren ist eine Karstquelle. Hier entspringt die Blau, die der Donau zufließt.

    Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers. Die blaue Farbe entsteht durch einen physikalischen Effekt der Lichtstreuung an winzigen Kalkpartikeln im Wasser.

    Okay, ist vielleicht nicht das beste Ausflugsziel für einen mittlerweile sonnigen Feiertagsnachmittag, wo alle unterwegs sind. Wir haben schon Schwierigkeiten einen Parkplatz zu finden. Rund um den Blautopf gehts nur im Einbahnstraßensystem, und es gilt Maskenpflicht, was angesichts des Besucherstromes sogar sinnvoll ist.
    Read more

  • Altstadt von Blaubeuren

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Auf dem Weg vom Blautopf zum Urmu besichtigen wir quasi on the way die schnuckelige Altstadt von Blaubeuren.

    Bereits im 6./7. Jahrhundert bestand eine Siedlung Beuren an der Blau. Die Keimzelle der heutigen Stadt ist jedoch das um 1085 am Blautopf gegründete Benediktinerkloster Blaubeuren, das wir uns heute allerdings nicht mehr ansehen.

    Im Blau- und Aachtal in der Nachbarschaft von Blaubeuren befinden sich mehrere Höhlen mit bedeutenden archäologischen Fundstellen eiszeitlicher Jäger und Sammler.
    Read more

  • URMU

    October 3, 2020 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Das URMU, das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren untergebracht im ehemaligen Spital zum Heiligen Geist, widmet sich der zentralen Rolle der Schwäbischen Alb bei der Entwicklung des modernen Menschen in Europa.

    Seit 2014 ist die Venus vom Hohle Fels hier ausgestellt, die auch uns hierher gebracht hat, haben wir doch in München im letzten Jahr bei der Lascaux-Ausstellung eine Replik gesehen. Die etwa sechs Zentimeter hohe, aus Mammut-Elfenbein geschnitzte Venusfigurine, die im September 2008 im Hohle Fels bei Schelklingen entdeckt wurde, ist mit ihrem Alter von rund 40 000 Jahren die älteste Frauendarstellung weltweit.

    Die Flöte aus einem Flügelknochen eines Gänsegeiers wurde ebenfalls im Hohle Fels gefunden. Sie gehört mit einem Alter von etwa 40 000 Jahren zu den ältesten bekannten Musikinstrumenten weltweit.

    Aus 14 Bruchstücken wurde der Phallus vom Hohle Fels zusammengesetzt. 287 Gramm wiegt das etwa 30.000 Jahre alte und knapp 20 Zentimeter lange Kunstwerk aus grau-grünem Siltstein.

    Auch die Venus vom Vogelherd wird hier ausgestellt, eine Venusfigurine, angefertigt aus einem Wildschweinzahn. Das Alter wird mit 13000 Jahren angegeben; sie stammt aus dem Magdalenien.

    Die Elfenbeinfigur eines Wasservogels wurde ebenfalls im Zuge von Ausgrabungen im „Hohle Fels“ bei Schelklingen entdeckt. Mit ihrem Alter von 40 000 Jahren ist sie die älteste bekannte Vogeldarstellung der Welt. Der Körper der Figur wurde im Jahr 2001, der zugehörige Kopf im Jahr darauf gefunden.

    Das letzte Foto zeigt den Schädel eines Höhlenbären.

    Wir sind sehr beeindruckt in Anbetracht dieser uralten Kunst.
    Read more

  • Weissenhofmuseum

    October 4, 2020 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Unser sonntäglicher Ausflugstag startet heute morgen um kurz nach 10 Uhr bei Kaiserwetter in Stuttgart. Jetzt waren wir in letzter Zeit mehrfach in Stuttgart im Linden-Museum, die Weissenhofsiedlung haben wir bisher aber irgendwie nie geschafft. Der Ritter hatte sich diesen Ausflug rein fahrtechnisch bewusst auf den Sonntagmorgen gelegt, und dann so gedrängelt, dass es beim Frühstück etwas hektisch war.

    Die Kombination aus Weissenhofmuseum und Weissenhofsiedlung wurde 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Zunächst widmen wir uns dem Museum, das in einem 1927 von Le Corbusier und Pierre Jeanneret errichteten Doppelhaus untergebracht ist.

    Schwierig in Coronazeiten: es dürfen nur maximal 15 Besucher gleichzeitig im Museum sein. Und obwohl eng und beschränkte Anzahl müssen wir hier mal keine Kontaktdaten angeben (gestern im Freilichtmuseum Heuneburg schon - das versteht doch kein Mensch... 🧐).

    Die eine Hälfte des Doppelhauses widmet sich der Geschichte der Weissenhofsiedlung mit der gesamten Vorgeschichte von Werkbund und den Querverbindungen zum Bauhaus. Die ganz besondere Bedeutung dieses Ortes ergibt sich daraus, daß die Stadt Stuttgart in der Zeit der großen Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg bewußt eine Siedlung nach modernsten und bislang nicht erprobten Ideen frei bauen ließ unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe mit diversen gemeinsam ausgewählten Architekten. In der anderen Doppelhaushälfte wurde versucht, den Originalzustand von 1927 wiederherzustellen, nach bereits in den Dreißiger Jahren und später vorgenommenen Umbauten, die faktisch nichts vom Original übrigließen. Beispielsweise orientierte man sich bei der Rekonstruierung des Badezimmers an den Dübellöchern!
    Welch ein faszinierender Ort: extrem moderne Konzepte, die man bis dato nicht kannte und nach fast 100 Jahren noch zum Teil aktuell wirken; andere, die uns noch heute zu radikal vorkommen, und eine Enge in den Wohnräumen, die man von außen nicht vermutet hätte.
    Doch haben wir uns selber damit überrascht, wie wir das Haus nach unseren Maßstäben gedanklich nach unseren Bedürfnissen verändert hätten. Technisch kein Problem, da konzeptionell Stahlskelett mit variablen Wänden :-)
    Read more

  • Weissenhofsiedlung

    October 4, 2020 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Die Siedlung war Teil der 1927 vom Deutschen Werkbund initiierten Ausstellung „Die Wohnung“, die an verschiedenen Stellen Stuttgarts stattfand. In der kurzen Bauzeit von nur 21 Wochen entstanden 21 Häuser mit insgesamt 63 Wohnungen. Es gab mehrere Werkbundsiedlungen im deutschsprachigen Raum, doch keine hatte die nachhaltige Bedeutung wie diese.

    In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Siedlung wegen der weißen Dachterrassen als „Araberdorf“ bezeichnet und sollte abgerissen werden. Zu diesem Zweck wurde die Siedlung bereits an das Deutsche Reich verkauft.

    Im zweiten Weltkrieg wurden Teile der Siedlung zerstört. Nach dem Krieg wurden einige Gebäude abgerissen, andere durch Umbaumassnahmen stark verfremdet. 1958 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt, in den 1980er Jahren die noch verbliebenen Gebäude saniert.

    Faszinierend, wie die einzelnen Architekten (die zum Teil gar keine waren, sondern Autodidakten bzw. Künstler, die Häuser entwarfen), modernste Konzepte umsetzten, immer mit der Prämisse, durch Licht und Luft die damals durch extreme Wohnverhältnisse grassierenden Krankheiten zu vertreiben - in Coronazeiten plötzlich wieder aktuell.

    Meistens kubische Formen, gelegentlich abweichend durch organische Formen wie von Hans Scharoun. Aber egal wie, alles wurde von den Nationalsozialisten angefeindet. Wenn der 2. Weltkrieg nicht gekommen wäre, hätte vermutlich gar nichts von der Siedlung überlebt.

    Heute sind alle noch stehenden Häuser bis auf die 2 von Le Corbusier, in denen sich das Museum befindet, private Wohnhäuser. Das muß man aber lieben, wenn einem ständig die Leute ins Wohnzimmer fotografieren. Oder man ist gleich Architekt im Ruhestand wie der Herr aus dem Haus von Peter Behrens, der uns neugierig die auf einer Tafel angebrachten Grundrisse diskutieren sehend, gleich ein Gespräch aufhängte über den Architekten :-).
    Read more

  • Keltenmuseum Hochdorf/Enz

    October 4, 2020 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Nicht weit von Stuttgart wartet unser 2. Programmpunkt für heute auf uns: Der Keltenfürst von Hochdorf und das Gold der Kelten. Gar nicht so einfach, von der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts wieder umzuschalten auf 2500 Jahre früher.

    Das Keltenmuseum Hochdorf zeigt vor allem Repliken der Funde aus dem 1978 ausgegrabenen keltischen Hügelgrab am Rande des Orts und gibt einen Überblick über die Lebensweise der Kelten im Allgemeinen.

    Der Krieger von Hirschlanden ist die älteste bisher gefundene eisenzeitliche lebensgroße Statue nördlich der Alpen. Zeitlich kann der Krieger in die Hallstattzeit eingeordnet werden, vermutlich in das 6. Jahrhundert v. Chr.

    Die Sonderausstellung das Gold der Kelten zeigt Grabfunde aus keltischen Frauengräbern.
    Read more

  • Grab des Keltenfürsten von Hochdorf

    October 4, 2020 in Germany ⋅ 16 °C

    Am Ortsrand von Hochdorf befindet sich ein gewaltiges keltisches Hügelgrab, das nach den Ausgrabungen wieder rekonstruiert wurde. Mit einer Höhe von ca. sechs Metern und einem Durchmesser von 60 Metern zählt es zu den größten seiner Art. Hier wurde um 550 vor Christus ein „Fürst“ der Hallstattkultur mit großem Aufwand und reichen Grabbeigaben bestattet. Die Grabkammer hat eine Größe von 4,70 m × 4,70 m und war aus Eichenholz angefertigt. Das Grab war unentdeckt und nicht geplündert.

    Zur Gestaltung des Museumsgebäudes wurden Elemente des Grabhügels aufgegriffen. Der Metallbogen an der Front des Gebäudes stellt den Grabhügel dar, die nachgebaute und mit Repliken ausgestattete Grabkammer befindet sich unter diesem Bogen an der gleichen Stelle wie einst im richtigen Grab. Die Repliken wurden mit eisenzeitlicher Technik hergestellt.

    Auch wenn hier ausschließlich Repliken ausgestellt sind, allein die Präsentation ist atemberaubend.
    Read more

  • Aussengelände

    October 4, 2020 in Germany ⋅ 16 °C

    Neben dem Museumsgebäude befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen verschiedener keltischer Gebäude, deren Überreste an ebendieser Stelle gefunden worden waren.

    Nach soviel Kultur haben wir uns den Käsekuchen im Café Katz gegenüber redlich verdient... 😋Read more

  • Burg Hohenzollern

    October 5, 2020 in Germany ⋅ 10 °C

    Unser heutiger Ausflug bringt uns zur Burg Hohenzollern, in die man derzeit nur mit Online-Zeitfenstertickets hineinkommt. Allerdings war es auch kein Problem gestern noch kurzfristig welche für heute Vormittag zu kaufen.

    Die Burg Hohenzollern ist die Stammburg des Fürstengeschlechts und ehemals regierenden preußischen Königs- und deutschen Kaiserhauses der Hohenzollern.

    Die erste mittelalterliche Burg der Grafschaft Zollern, die 1267 erstmals erwähnt wurde, geht vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Sie wurde 1423 erobert und vollständig zerstört.

    Die zweite Burg, ab 1454 erbaut, war Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch eine Ruine. Als einziger nennenswerter Teil war die St. Michaelskapelle erhalten geblieben.

    Die Grundsteinlegung für die jetzige Burg fand 1850 statt, den Anstoß für den Wiederaufbau der Burg gab König Friedrich Wilhelm IV., vollendet wurde sie 1867 unter König Wilhelm I.

    Zum einen ist die Burg Hohenzollern das Ergebnis politischen Repräsentationswillens der Herrscher von Preußen, die die Stammburg ihrer Ahnen in prunkvoller Form wiederaufgebaut sehen wollten. Zum anderen ist die Burg Ausdruck des romantischen Geistes jener Zeit und verkörpert die damalige Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg.

    Der in sich verschlungene Zugang ist nicht zufällig so angelegt, das Geringelte machte bereits die Vorgängerburg faktisch unbezwingbar. Sie konnte auch von keiner Seite aus beschossen werden: alle anderen Hügel waren zu weit weg, und die Burg für jegliche Kanone zu hoch gelegen! Hat auch gut funktioniert, im Zweifelsfalls wurde einfach monatelang belagert und ausgehungert...
    Read more