Anders Reisen 2020

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March - October 2020
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  • Day200

    Alles hat ein Ende

    October 6 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    So endet zwar immer noch nicht Anders Reisen 2020 aber immerhin 2 1/2 etwas gestückelte aber sehr schöne Wochen unterwegs. Heute morgen machen wir uns nach einem gemütlichen letzten Frühstück wieder auf gen Heimat. Eigentlich hatten wir ja für den Heimweg noch 2 Stopps eingeplant, da aber beide potentiellen Ziele ihre Öffnungszeiten kurzfristig geändert haben und deshalb heute geschlossen haben, gehts halt einfach direkt nach Hause. Macht nix - Baden-Würtemberg hat noch einiges zu bieten, das Hotel Stauferland wird uns also vermutlich nicht zum letzten Mal gesehen haben.

    Kaum zuhause trudelt auch endlich die langersehnte Stornierung unserer geplanten und gebuchten Mexiko-Guatemala-Belize-Rundreise im November ein. Auch wenns im November dann (vermutlich) nicht in die Sonne geht, wenigstens gehen wir aus dieser Reiseplanung ohne finanziellen Verlust raus.

    Bleiben halt noch 3 Wochen Urlaub im November zu verplanen (für Mexico eine super Zeit....), mal sehen, was dann noch oder wieder geht...
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  • Day199

    Bei Königs im Keller

    October 5 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach einer Mittagspause in der Burggastronomie verlassen wir den inneren Teil der Burg durch den Keller und die Kasematten wieder.

    Im Keller scheint das eine oder andere zu lagern, was woanders keinen Platz mehr gefunden hat, wie z.B. mehrere Kaiser- und Königsbüsten. Der Nofretetekopf ist hoffentlich nur eine Kopie...

    Langsam verlassen wir die Burg wieder und nehmen den Shuttlebus zurück zu unserem Auto, und das mit perfektem Timing: genau in diesem Moment setzt der Sprühregenschauer ein, keine Minute zu früh!
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  • Day199

    In der Burg

    October 5 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Die Burg Hohenzollern ist nach wie vor Privateigentum. Sie gehört zu zwei Dritteln der brandenburgisch-preußischen Linie des Hauses Hohenzollern, zu einem Drittel der schwäbischen Linie.

    Der Rundgang startet in der Stammbaumhalle, wo die Wände mit dem (nicht grade übersichtlichen) Stammbaum der Familie Hohenzollern geschmückt sind. Weiter geht es durch diverse repräsentative Räume. Es ist ein bisschen herausfordernd gleichzeitig den „Teppich“ nicht zu verlassen und den Abstand zu halten.

    Die Burg war nach dem Wiederaufbau niemals für längere Zeit bewohnt, sie hatte ausschließlich repräsentative Funktion. Nur der letzte preußische Kronprinz Wilhelm lebte nach seiner Flucht aus Potsdam Ende 1945 einige Monate auf der Burg.
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  • Day199

    Innenhof + Kapellen

    October 5 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Das Schlossgebäude bildet ein nach Süd-Osten geöffnetes U, dessen Enden die evangelische und die katholische Kapelle bilden. Im Burginnenhof angekommen kann man die verschiedenen Räumlichkeiten besichtigen.

    Die katholische St. Michaelskapelle wurde 1853 erweitert, ihr mittelalterlicher Teil datiert aus den Jahren 1454 bis 1461 und ist damit das einzig erhaltene Bauwerk der zweiten Burg. Die evangelische Christuskapelle ist in Anlehnung an den Westchor des Naumburger Doms entstanden. Das Aposteltor am Eingang stammt von der zerstörten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche aus Berlin.

    In der Schatzkammer findet sich das kostbare Tafelsilber und Porzellan, die Tabakdosen Friedrichs des Großen, seine stark abgenutzten Gehstöcke, sein Uniformrock mit dem legendären Einschussloch, das prächtige Hofkleid der Königin Luise von Preußen sowie die preußische Königskrone. Leider darf man dort nicht fotografieren.
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  • Day199

    Burg Hohenzollern

    October 5 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Unser heutiger Ausflug bringt uns zur Burg Hohenzollern, in die man derzeit nur mit Online-Zeitfenstertickets hineinkommt. Allerdings war es auch kein Problem gestern noch kurzfristig welche für heute Vormittag zu kaufen.

    Die Burg Hohenzollern ist die Stammburg des Fürstengeschlechts und ehemals regierenden preußischen Königs- und deutschen Kaiserhauses der Hohenzollern.

    Die erste mittelalterliche Burg der Grafschaft Zollern, die 1267 erstmals erwähnt wurde, geht vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Sie wurde 1423 erobert und vollständig zerstört.

    Die zweite Burg, ab 1454 erbaut, war Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch eine Ruine. Als einziger nennenswerter Teil war die St. Michaelskapelle erhalten geblieben.

    Die Grundsteinlegung für die jetzige Burg fand 1850 statt, den Anstoß für den Wiederaufbau der Burg gab König Friedrich Wilhelm IV., vollendet wurde sie 1867 unter König Wilhelm I.

    Zum einen ist die Burg Hohenzollern das Ergebnis politischen Repräsentationswillens der Herrscher von Preußen, die die Stammburg ihrer Ahnen in prunkvoller Form wiederaufgebaut sehen wollten. Zum anderen ist die Burg Ausdruck des romantischen Geistes jener Zeit und verkörpert die damalige Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg.

    Der in sich verschlungene Zugang ist nicht zufällig so angelegt, das Geringelte machte bereits die Vorgängerburg faktisch unbezwingbar. Sie konnte auch von keiner Seite aus beschossen werden: alle anderen Hügel waren zu weit weg, und die Burg für jegliche Kanone zu hoch gelegen! Hat auch gut funktioniert, im Zweifelsfalls wurde einfach monatelang belagert und ausgehungert...
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  • Day198

    Aussengelände

    October 4 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Neben dem Museumsgebäude befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen verschiedener keltischer Gebäude, deren Überreste an ebendieser Stelle gefunden worden waren.

    Nach soviel Kultur haben wir uns den Käsekuchen im Café Katz gegenüber redlich verdient... 😋Read more

  • Day198

    Grab des Keltenfürsten von Hochdorf

    October 4 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Am Ortsrand von Hochdorf befindet sich ein gewaltiges keltisches Hügelgrab, das nach den Ausgrabungen wieder rekonstruiert wurde. Mit einer Höhe von ca. sechs Metern und einem Durchmesser von 60 Metern zählt es zu den größten seiner Art. Hier wurde um 550 vor Christus ein „Fürst“ der Hallstattkultur mit großem Aufwand und reichen Grabbeigaben bestattet. Die Grabkammer hat eine Größe von 4,70 m × 4,70 m und war aus Eichenholz angefertigt. Das Grab war unentdeckt und nicht geplündert.

    Zur Gestaltung des Museumsgebäudes wurden Elemente des Grabhügels aufgegriffen. Der Metallbogen an der Front des Gebäudes stellt den Grabhügel dar, die nachgebaute und mit Repliken ausgestattete Grabkammer befindet sich unter diesem Bogen an der gleichen Stelle wie einst im richtigen Grab. Die Repliken wurden mit eisenzeitlicher Technik hergestellt.

    Auch wenn hier ausschließlich Repliken ausgestellt sind, allein die Präsentation ist atemberaubend.
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  • Day198

    Keltenmuseum Hochdorf/Enz

    October 4 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Nicht weit von Stuttgart wartet unser 2. Programmpunkt für heute auf uns: Der Keltenfürst von Hochdorf und das Gold der Kelten. Gar nicht so einfach, von der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts wieder umzuschalten auf 2500 Jahre früher.

    Das Keltenmuseum Hochdorf zeigt vor allem Repliken der Funde aus dem 1978 ausgegrabenen keltischen Hügelgrab am Rande des Orts und gibt einen Überblick über die Lebensweise der Kelten im Allgemeinen.

    Der Krieger von Hirschlanden ist die älteste bisher gefundene eisenzeitliche lebensgroße Statue nördlich der Alpen. Zeitlich kann der Krieger in die Hallstattzeit eingeordnet werden, vermutlich in das 6. Jahrhundert v. Chr.

    Die Sonderausstellung das Gold der Kelten zeigt Grabfunde aus keltischen Frauengräbern.
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  • Day198

    Weissenhofsiedlung

    October 4 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Die Siedlung war Teil der 1927 vom Deutschen Werkbund initiierten Ausstellung „Die Wohnung“, die an verschiedenen Stellen Stuttgarts stattfand. In der kurzen Bauzeit von nur 21 Wochen entstanden 21 Häuser mit insgesamt 63 Wohnungen. Es gab mehrere Werkbundsiedlungen im deutschsprachigen Raum, doch keine hatte die nachhaltige Bedeutung wie diese.

    In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Siedlung wegen der weißen Dachterrassen als „Araberdorf“ bezeichnet und sollte abgerissen werden. Zu diesem Zweck wurde die Siedlung bereits an das Deutsche Reich verkauft.

    Im zweiten Weltkrieg wurden Teile der Siedlung zerstört. Nach dem Krieg wurden einige Gebäude abgerissen, andere durch Umbaumassnahmen stark verfremdet. 1958 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt, in den 1980er Jahren die noch verbliebenen Gebäude saniert.

    Faszinierend, wie die einzelnen Architekten (die zum Teil gar keine waren, sondern Autodidakten bzw. Künstler, die Häuser entwarfen), modernste Konzepte umsetzten, immer mit der Prämisse, durch Licht und Luft die damals durch extreme Wohnverhältnisse grassierenden Krankheiten zu vertreiben - in Coronazeiten plötzlich wieder aktuell.

    Meistens kubische Formen, gelegentlich abweichend durch organische Formen wie von Hans Scharoun. Aber egal wie, alles wurde von den Nationalsozialisten angefeindet. Wenn der 2. Weltkrieg nicht gekommen wäre, hätte vermutlich gar nichts von der Siedlung überlebt.

    Heute sind alle noch stehenden Häuser bis auf die 2 von Le Corbusier, in denen sich das Museum befindet, private Wohnhäuser. Das muß man aber lieben, wenn einem ständig die Leute ins Wohnzimmer fotografieren. Oder man ist gleich Architekt im Ruhestand wie der Herr aus dem Haus von Peter Behrens, der uns neugierig die auf einer Tafel angebrachten Grundrisse diskutieren sehend, gleich ein Gespräch aufhängte über den Architekten :-).
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  • Day198

    Weissenhofmuseum

    October 4 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Unser sonntäglicher Ausflugstag startet heute morgen um kurz nach 10 Uhr bei Kaiserwetter in Stuttgart. Jetzt waren wir in letzter Zeit mehrfach in Stuttgart im Linden-Museum, die Weissenhofsiedlung haben wir bisher aber irgendwie nie geschafft. Der Ritter hatte sich diesen Ausflug rein fahrtechnisch bewusst auf den Sonntagmorgen gelegt, und dann so gedrängelt, dass es beim Frühstück etwas hektisch war.

    Die Kombination aus Weissenhofmuseum und Weissenhofsiedlung wurde 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Zunächst widmen wir uns dem Museum, das in einem 1927 von Le Corbusier und Pierre Jeanneret errichteten Doppelhaus untergebracht ist.

    Schwierig in Coronazeiten: es dürfen nur maximal 15 Besucher gleichzeitig im Museum sein. Und obwohl eng und beschränkte Anzahl müssen wir hier mal keine Kontaktdaten angeben (gestern im Freilichtmuseum Heuneburg schon - das versteht doch kein Mensch... 🧐).

    Die eine Hälfte des Doppelhauses widmet sich der Geschichte der Weissenhofsiedlung mit der gesamten Vorgeschichte von Werkbund und den Querverbindungen zum Bauhaus. Die ganz besondere Bedeutung dieses Ortes ergibt sich daraus, daß die Stadt Stuttgart in der Zeit der großen Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg bewußt eine Siedlung nach modernsten und bislang nicht erprobten Ideen frei bauen ließ unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe mit diversen gemeinsam ausgewählten Architekten. In der anderen Doppelhaushälfte wurde versucht, den Originalzustand von 1927 wiederherzustellen, nach bereits in den Dreißiger Jahren und später vorgenommenen Umbauten, die faktisch nichts vom Original übrigließen. Beispielsweise orientierte man sich bei der Rekonstruierung des Badezimmers an den Dübellöchern!
    Welch ein faszinierender Ort: extrem moderne Konzepte, die man bis dato nicht kannte und nach fast 100 Jahren noch zum Teil aktuell wirken; andere, die uns noch heute zu radikal vorkommen, und eine Enge in den Wohnräumen, die man von außen nicht vermutet hätte.
    Doch haben wir uns selber damit überrascht, wie wir das Haus nach unseren Maßstäben gedanklich nach unseren Bedürfnissen verändert hätten. Technisch kein Problem, da konzeptionell Stahlskelett mit variablen Wänden :-)
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