Ireland
Brockagh

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34 travelers at this place:

  • Day14

    Wicklow Mountains (Ostküste)

    August 11 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C

    Der Süden Irlands ist ziemlich flach, bis auf eine Ausnahme: Den Wicklow Mountains. Der Nationalpark besteht aus mehreren Bergketten umgeben von Seen und Moorgebieten.

    Die ganze Reise über hatten wir bis jetzt ein echt gutes Timing was das Wetter angeht. Auch heute war das wieder der Fall. Zwar war es vormittags bewölkt und es sah nach Regen aus, aber im Vergleich zu den letzten Tagen war es definitiv besser. Und wenn wir eines in Irland gelernt haben, dann: Einfach losgehen, auch wenn es nach Regen ausschaut. Meistens regnet es sowieso nicht.

    Der Startpunkt war im „Tal der zwei Seen“, anschließend führte der Wanderweg durch den Wald an einem Bach entlang bis wir zum ersten Stopp gelangten, dem Pulanass Wasserfall. Jedoch war er mit seinen paar Metern weniger spektakulär, dafür die Umgebung umso schöner. Anschließend stiegen wir etliche Stufen zum Gipfel des ersten Berges hinauf. Dort erwarte uns die erste schöne Aussicht auf den Lower Lake unter uns. Über zusammengesetzte Eisenbahnschwellen, wegen dem feuchten und matschigen Boden, führte der Weg weiter über den Bergkamm. Rechts von uns vielen senkrechte Klippen zum See hinab. Somit hatten wir jederzeit eine super Aussicht auf (mittlerweile) beide Seen (Lower und Upper Lake). An der nächsten Wegabzweigung entschieden wir uns spontan, eine längere Runde zu gehen, da uns der Weg so gut gefallen hat. Also ging es erstmal wieder ein Stück den nächsten Berg hinauf. Die Aussicht von dort oben war grandios, jedoch pfiff der Wind stark, es nieselte bereits leicht und der Himmel schaute nach Regen aus. Wir beeilten uns also, dass wir weiter kamen. Auf der anderen Seite stiegen wir den Berg also wieder abwärts, passierten einen Fluss (der in die Seen mündet) und schlugen somit einen Kreis. Der Weg zurück verlief direkt am Bach entlang, bis hinunter ins Tal. Das Wetter wurde im Laufe der Abwanderung wieder schöner, am Schluss schien sogar die Sonne. Typisch irisches Wetter eben.

    Der Tag war zwar anstrengend aber auch super schön. In unserer Unterkunft gab es nur wieder einen sehr schlechten Vorhang, der das Fenster kaum verdunkelt. Sprich, wir können am nächsten Tag bestimmt nicht länger als 6 Uhr schlafen. Aus diesem Grund, und weil wir so kaputt waren, vielen wir bereits um halb 10 Uhr ins Bett.
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  • Day5

    Glendalough

    May 24 in Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute haben wir Bray nach einem kurzen Frühstückspicknick am Strand in Richtung Killarney verlassen. Damit die Fahrt nicht zu lang wird und weil es so unendlich viel zu sehen gibt, haben wir zwei Stops eingeplant. Glendalough ist ein Tal in den Wicklow Mountains, welches für seine Klosterruine bekannt ist. Witzig ist, dass die Kirche dort ausgerechnet St. Kevin heißt. Umgeben ist die Anlage von einem Friedhof mit schönen keltischen Grabsteinen. Die Lage inmitten der Berge war einfach malerisch und das Wetter richtig schön. Somit konnten wir auch den Spaziergang um die Seen und das leckere dänische Eis so richtig genießen.Read more

  • Day48

    Glendalough

    August 21 in Ireland ⋅ 🌧 14 °C

    Mercredi, 21 août 2019
    Il ne nous faut guère plus que 15min., en quittant le camping, pour se retrouver en pleine campagne et ainsi laisser ce trafic terrible de la capitale derrière nous. Le Wicklow Mountains National Park est notre but pour aujourd'hui. Nous passons un premier col, où nous traversons une marée violette de bruyères et rejoignons Glencree. Sur la route du Sally Gap, prochain col, près de 500m, nous jouissons de nombreux points de vue, soit sur la côte ou sur l'intérieur de l'Irlande. Peu après le col, un écriteau vante le Glenmacnass, chutes d'eau brune, très photogéniques. Laragh, petit bourg à l'entrée du Glendalough, “vallée des deux lacs”, nous permet d'acheter le plus urgent. Le Visitor's Center propose une expo, superbien faite, sur la vie de Saint Kevin, la vie monastique et explique, comment le couvent à Glendalough a évolué. Le saint ermite y a élu domicile vers 570 et attire vite une communauté qui construit la petite église qu'on peut encore voir. Le couvent sera agrandi, une plus grande église et une tour de protection construites, mais Kevin, l’ermite, ira habiter une petite grotte isolée. Après toute cette théorie, nous partons marcher sur les sentiers aménagés par l'équipe du parc national. En traversant le site monastique, il nous faut contourner les nombreux groupes de “bus-touristes”, qui suivent, comme des moutons, leurs guides. Nous longeons le Lower Lake et grimpons au début du Upper Lake jusqu'au Poulanass Waterfall. Nous passons à l'endroit où Kevin avait sa première cellule et de l'autre côté du lac on aperçoit sa grotte. Nous revenons au Visitor's Center par le sentier sur pilotis sur l'autre rive du lac. Nous sommes partis sous la brume et finissons sous la pluie, nos k-Way’s sont nos meilleurs amis. Nous restons sur place pour la nuit et espérons de voir ce magnifique coin, baigné de soleil, demain matin.Read more

  • Day4

    Wicklow Mountains und Glendalough

    June 10 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach einem kleinen Frühstück sind wir mit dem Airlink zum Flughafen zur Autovermietung gefahren. Man wollte uns dort einen runtergerittenen Micra geben... Für ein paar Euronen Aufpreis nennen wir jetzt einen nagelneuen Golf unser Eigentum.
    Über die Autobahn ging's dann zum ersten Mal durch seeeehr schmale Straßen durch die Wicklow Mountains, Sally Gap, Glenmacnass Waterfall nach Glendalough. Dort machten wir einen tollen Rundgang über das ehemalige Kloster zum Lower und Upper Lake.Read more

  • Day12

    Glendalough

    August 22, 2017 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Een oud klooster met round tower en 2 lakes in de wicklow mountains.
    In de morgen weinig plaats zodat we op een parking moeten, auto's krijgen mindering maar wij moeten de volle pot betalen en dit voor slechts 2 uur want meer tijd hebben we niet. Buiten het kerkhof zijn er wat stalletje en een gezellige wandeling naar het kleine meer. Eerst de lange weg en dan terug voor de korte weg maar dan aan de juiste kant. Voor het grote meer is er geen tijd meer want we moeten ons schema halen voor de boot.Read more

  • Day1

    Glendalough, Monastic City

    August 31 in Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    We are finally in the Wicklow mountains, where many iconic scenes from "Braveheart" were shot. The main attraction in this area is of course the world-renowned Glendalough (meaning "Valley of two lakes"), a spectacular mountain valley where time seems to have stopped ages ago.

    From the parking lot, we start walking on a path until we reach the ruins of a monastic city. The first and only time I came here was almost 20 years ago, but I was so impressed by this please that it feels like yesterday.

    This impressive site entirely made of grey stone dates back to the 10th-12th century and survived several Viking invasions. The whole complex includes a church, the remains of a cathedral, a graveyard and a tower. Most of the gravestones have been bent (probably by the strong wind flowing in the valley) and would be a perfect shooting set for any zombie movie.

    Overall, this site has an atmosphere which is truly difficult to describe. I think every author of Fantasy books should come here at least once in their life...
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  • Day1

    Glendalough, Lakes

    August 31 in Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    After leaving the amazing monastic site, we take a path in the forest aiming at reaching the two lakes that the valley is named after. We soon reach the lower (and smaller lake), which fades into the meadows creating some swampy areas (in which we immediately get stuck).

    After finding our way back to the main path, we continue waling for another 20 minutes until we reach the second (and way bigger) lake. This is the one I remembered from my first trip to Ireland in summer... 2000! The deep black water rippled by the icy wind together with its dark green surroundings make this place creepy and magical at the same time.

    The only ones who don´t seem affected at all by the dark atmosphere of these place are some cute duckies, who keep idly cleaning their feathers totally ignoring the tourists all around...🦆 🦆🦆
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  • Day1

    Glendalough

    February 3, 2017 in Ireland ⋅ 🌧 2 °C

    Hier haben wir die Ruinen und den Friedhof (noch in Benutzung) eines alten Klosters aus dem 6. Jahrhundert besichtigt. 🙄
    Wahnsinn das es noch so gut erhalten ist. Und unfassbar wie wahnsinnig alt die Grabsteine und alles andere ist. 😎

    💚💚

  • Day3

    Ausflug in die Wicklow Mountains

    January 15, 2016 in Ireland ⋅ ☀️ 1 °C

    Bis zum Einschlafen habe ich etwas gebraucht, durch die dünnen Fenster fühlt man sich als würde man direkt im Freien neben der Straße schlafen. An die Verkehrslautstärke hatte ich mich schnell gewöhnt und begann statt Schäfchen Fahrzeuge zu zählen. Aber als sich gleich zwei Personen in dieser Nacht lautstark unter dem Gelächter ihrer „Freunde“ irgendwo in der Nähe meines Fenstes erbrachen, wies ich den Rezeptionisten auf das dünne Fenster hin und riet dazu es zu ersetzen und warb gleichzeitig dafür, dass die Heizkosten dadurch stark sinken werden. Er nahm meinen Hinweis ausdruckslos zur Kenntnis. Diese Konversation bekommt das Prädikat „erfolglos“. Etwas gerädert wachte ich um 6.30 Uhr auf, der Berufsverkehr startete. Und so hatte ich genug Zeit mir einen Tee zu machen, Irish Soaps zu schauen und pünktlich um 9.20 Uhr vor dem Gresham Hotel zu stehen. Denn dort war der Treffpunkt für meinen heutigen Tagesausflug. Die „Wild Wicklow“ Tour hatte ich bereits zuhause über Guidedtours.de gebucht. Es ging raus aus Dublin, u.a. zu den Klosterruinen von Glendalough, bei eisig kaltem Wind aber dafür bei strahlend blauen Himmel.

    Am Treffpunkt begrüßte mich ein gutgelaunter Busfahrer namens John, der gleichzeitig den Tourguide und Animateur gab. Auf unserem Weg raus aus der Stadt sah ich die Zugverbindung, die entlang der Küste (Dublin Bay) führte. Eine tolle Strecke, sollte ich mich mal wieder in Dublin rumtreiben, werde ich die Fahrt Richtung Wicklow mal mit dem Zug fahren. Nach einer kurzen Stop am James Joyce Tower am Sandycove Park ging es vorbei an Bulloch Castle zum Killney Hill Park.

    Vom Fitzpatrick Castle Hotel spazierten wir hoch auf den Victory Hill. Von dort oben hat man einen wundervollen Ausblick, unter anderem auf das Anwesen von U2 Sänger Bono. Auf dem Weg kam ich schnell mit einem Studenten aus Prag ins Gespräch, der derzeit und London lebt und studiert und ebenfalls alleine reiste und mit dem ich mich über unsere Reiseerfahrungen austauschte. Kaum zu glauben aber wahr, durch den Black Friday Sale hat Miky für seinen Flug mit Ryainair lediglich vier Pfund gezahlt. Irre. Auch eine junge Dame aus Deutschland war an Bord. Janzu ist ebenfalls das erste Mal in Irland und besucht hier Ihren Bruder, der in seit mehreren Jahren in Dublin arbeitet. Sie hat durch ihn und dessen irischer Frau nochmal einen intensiveren Blick auf Dublin und plauderte etwas aus dem Nähkästchen, unter anderem von den unglaublichen Immobilienpreisen in Dublin. So sei es nicht ungewöhnlich, dass man für ein kleines Haus mit 100 Quadratmetern in der City eine Millionen Euro hinlegen muss. Chapeau.

    Nach dem halbstündigen Fußmarsch ging es mit dem Bus weiter, vorbei an einer kleine Burg in der Sängerin Enya lebt. Rund um Killiney Beach gibt es zahlreiche Residenzen, bei der Lage verständlich. Im Schatten des Great Sugar Loaf Mountain gab es dann die erste Kaffeepause. Kurz aufgewärmt ging es weiter nach Glendalough, das „Tal der zwei Seen“ in den Wicklow Mountains.

    John erläuterte uns innerhalb der Ruinen und des Friedhofs die Geschichte des Heiligen Kevin, der sich im 6. Jahrhundert hier niederliess und angeblich im Alter von 120 Jahren gestorben sein soll. Jährlich feiern in diesem Tal die Pilger am 3. Juni den St. Kevin’s Day.

    Nachdem wir die Umgebung erkundet hatten ging es zum unweit gelegenen Lynham Restaurant zum Lunch und auf ein Pine of Guinness. Gestärkt ging es dann entlang der Wege zum Upper Lake.

    Entgegen unserer Meinung, handelt es sich nicht um einen See oben auf dem Berg, sondern lediglich um einen angrenzenden See , also westlich des Lower Lake. Unser kleiner Ausflug zum „top of the mountain“ wurde nach 45 Minuten durch einen Anruf von Janzus Bruder – der mit seiner Frau im Bus saß – unterbrochen, und der sich im Namen von Busfahrer John meldete und uns erläuterte, dass wir schnellstmöglich wieder vom Berg kommen sollten und seine Schwester gleichzeitig darüber aufklärte, wo genau der Upper Lake liegt.

    Also drehten Miky, Janzu, die vier britischen Mädels, die fünfköpfige italienische Familie und ich um und machten uns an den Abstieg. Eine halbe Stunde später kamen wir am Bus an, John lachte nur über unseren „mountain climbing“ Ausflug und verteilte an die Runde ein Pinchen Jameson Whiskey zum aufmuntern. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass John kein Whiskey trank, sondern Wasser. Anekdote: bei einer Bewertung über Tripadvisor schrieb ein Gast mal, dass der Fahrer selbst mitgetrunken hatte und John sich vor seinem Boss dafür rechtfertigen musste. Slainte. Und zwischen den Bergen von Wicklow Mountain endete dann unser Trip, leider konnten wir auf Grund von Strassensperrungen wegen des Schnees in den Bergen keinen weiteren höhergelegenen Punkte mehr anfahren und so machten wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Weg nach Dublin. Ich wäre gern noch etwas geblieben, denn nachmittags wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet, leuchten die Wälder und Wiesen in einem ganz besonderen Licht.

    Nach einer warmen Dusche machte ich mich auf den Weg zum Jersey Einkaufszentrum, um mich dort mit einem Freund zu treffen. Bereits Silvester hatten Kai und ich uns bei einer Feier in Kamp Lintfort für ein Treffen verabredet. Kai lebt und arbeitet in Dublin, war an den Feiertagen und zum Jahreswechsel zu Besuch bei seiner Schwester und hatte uns an diesem Abend ein vorzügliches Essen zubereitet. Wir machten uns also auf dem Weg zum Viertel Temple Bar. Wusstet ihr das sich der Mietpreis in Irland nicht nach Quadratmetern, sondern nach der Anzahl der Schlafzimmer berechnet wird? Statt in eine „größere“ Wohnung zu ziehen, verbessert man sich hier, wenn man von 1-bedroom in eine 2-bedroom Wohnung zieht und fast unabhängig von der Quadratmeterzahl oder Anzahl der weiterer Zimmer gerne mal mit 1500 Euro plux X rechnen muss. Unseren ersten Stop machten wir im Porterhouse.

    Drei Etagen, mehrere Bars, Live Music. Eine coole Location, freitagabends natürlich voll und ein echter Touritreff. Wir ergatterten die letzten zwei Plätze an der Bar, bestellten Chicken Wings und tranken das ein oder andere Stout, die selbstgebraute Alternative zum Guinness. Ein wirklich leckeres Gebräu.

    Auf unserem Weg zum nächsten Pub kamen wir an mehreren Strassenmusikern vorbei, für mich normalerweise ein Grund länger dort zu verweilen und zuzuhören, aber in diesem Fall hielten wir nie kurz an und lauschten. Einige der Jungs haben richtig abgerockt, oder besser gesagt ihre neuen Fans 😄

    Unser nächster Halt war das Woods, eine Localbar in die sich höchstens mal ein Touri ausversehen verirrt oder wie ich mitgeschleppt wird. Eine nette kleine Location in der sich die Twens zum vorglühen treffen oder mittfünfziger Damen mit „Happy Birthday“-Kopfschmuck ihren Geburtstag feiern. Was Kai an Irland übrigens nicht mag, so erzählte er mir beim nächsten Guinness, ist die Unpünktlichkeit der Iren. Ob zum Essen verabredet oder zum Sport, sei immer eine halbe Stunde später als abgemacht am Ort und du bist immer noch als erstes am Treffpunkt. Und auch hier in der Bar fällt es mir wieder auf: Der Modetrend bei jungen Irinnen sind Leggins und dazu einen Dutt tragen. Alternativ geht natürlich auch der Ausgehjogger.

    Um 0 Uhr zogen wir weiter zum Pub „The Norseman“ und ergatterten den letzten und besten Platz, nämlich einen Tisch zwischen den Türen der Damen- und Herrentoilette. Ich war kurz geneigt mich bei vorbeigehenden Gästen als Motombo Umbokko, den Austausch-Toilettenmann aus Deutschland vorzustellen, belasse es dann aber doch dabei und stelle auch kein Trinkgeldschälchen auf. Apropro Toilettenmann. Die Herrentoilette blitzt, am Waschbecken stehen Parfümfläschen, vor dem Händewaschen wird Seife und nach dem Händewaschen Papier zum abtrocknen gereicht. Was ist denn hier los. Darf ich vorstellen, der freundliche Toilettenmann von nebenan und die Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos habe ich eingeholt.

    Aus Afrika stammt er, lebt seit mehreren Jahren in Irland und hat so gut wie keine Chance auf einen Job. Im The Norseman ist er nicht angestellt, sondern wird geduldet. Er kauft die Putzutensilien und das Parfüm selbst und lebt von den Trinkgeldern, die die Gäste ihm geben. Ein Tipp von Kai. Solltet ihr in einem Pub mal längere Zeit verbringen, gleich zu Beginn ein „ordentliches“ Trinkgeld geben und ihr hab über den gesamten Aufenthalt eine super Toilettenservice. Das geht soweit, dass euch bei nochmaligen Eintritt und vor Benutzung eines Klos oder des Pissoirs dieses extra für euch gesäubert wird. Ich war vom Service und von der Nettigkeit schwer beeindruckt und kam mit dem jungen Mann schnell ins Gespräch, schließlich wollte ich etwas mehr über von ihm und seiner Arbeit wissen.

    Als die Live Musik einsetzte stieg die Stimmung im Laden. Es wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Und wir verlagerten unseren Ort mit Blick auf den Musiker. Aber in einem kurzen Moment der inneren Stille merkte ich, dass ich irgendwie mein Heimatgefühl verliere. Das war kein schleichender Prozess, sondern eher soetwas wie eine Eingebung. Das „ich freue mich auch wieder auf Zuhauses“-Gefühl ist irgendwie weg. Zumindest was den Ort angeht, nicht die Menschen. Was hat das zu bedeuten? Ich kann es nur vermuten. Aus den Gedanken werde ich gerissen als ein Wolfgang Petry Verschnitt eine junge Dame aus der Truppe hinter uns über den Parkett wirbelt. Mein „böser Blick“ lenkt den Tänzer von seiner weiteren Anmache ab und er lässt die junge Frau los. Diese dankt es mit einem netten Lächeln und einen süßen Blick und von ihren Freunden hinter mir bekomme ich sogar ein Schulterklopfen. So funktioniert das mit dem Flirten, hatte ich ganz vergessen. Aus gegeben Anlass konzentriere ich mich aber wieder auf mein Guinness und höre fasziniert Kai zu, der mir von seinen Trips und Reisen erzählt und wirklich schon viel von der Welt gesehen hat. Besonders inspirierte mich sein Reisebericht zum Nordkap mit seinem Vater. Nordkap, ja, dieser Reiseplan kam Anfang des Jahres tatsächlich auch schon bei mir auf und ich werde darin bestärkt das ganze weiterzuverfolgen.

    Ein besonderer Moment des Abends – und Kai und ich dachten genau dasselbe – war eine simple und im Zuge der aktuellen Islam-Diskussion doch aktuelle Feststellung: Christen, non-religious und Muslime können doch zusammenfeiern. Die junge, mit Kopftuch bedeckte, Muslimin und ihre muslimischen Freunde tranken, feierten und tanzten ausgelassen mit allen anderen im Pub und machten kräftig Stimmung. Komisch, dass wir beide dieses als besonderen Moment wahrgenommen haben, aber irgendwie war die Szene vor uns so beispielhaft gut, um die vielen derzeit kursierenden pauschalisierten Vorurteile zu widerlegen.

    Es muss so 2 Uhr gewesen sein als wir den Pub verließen und uns verabschiedeten und mich mein Hunger zu Burger King an The Spire trieb. The Spire, oder offiziell „Monumet of Light“ ist eine 123 Meter hohe Nadel aus 126 Tonnen schweren Edelstahl und ist das Wahrzeichen der Stadt. Mir gefällt die umgangssprachliche Bezeichnung „Stiletto in the Ghetto“ aber wesentlich besser. 🙂 Die zwei Securities an den Türen der Fastfoodkette hatten in dieser Nacht einiges zu tun, denn der Alkohol hatte bei vielen Gästen seine Spuren hinterlassen. Hysterische Mädels, aggressive Jungs und ein paar völlig Verpeilte. Vom Secu bekam ich einen Platz in der Ecke mit den Tischen für – so glaube ich – die Kategorie „angetrunken aber friedlich“ zugewiesen und beobachtete das Geschehen ein geschlagene Stunde. Dublin @ Night, schon interessant.
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Brockagh

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