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Japan & Südkorea

Tokyo - Fuji - Osaka - Kyoto - Okinawa (Miyakojima) - Soul - Tokyo Leggi altro
  • Berg und Gyeongbokgung 경복궁

    7 agosto, Corea del Sud ⋅ ☀️ 27 °C

    Um 4:45 Uhr läutete der Wecker, damit wir eine halbe Stunde später auf den geplanten kurzen Berg namens Mt. Inwangsan spazieren konnten. Aber wer Michi kennt, weiß, dass wir auch Teile gelaufen sind 😜.
    Das Aufstehen hat sich so gelohnt - wir hatten echt den Eindruck, in dieser Riesenstadt gleich neben einem der wichtigsten Herrscherpaläste, komplett alleine zu sein. Die fünf Menschen, denen wir am Berg begegneten, waren super freundlich und genauso naturliebend wie wir.

    Den Gipfel erreichten wir relativ schnell, da es sich ja nur um 375 Höhenmeter handelte. Dort beobachteten wir den Sonnenaufgang und ließen uns den Wind um den Körper wehen. Nachdem wir ausreichend genossen und Fotos geschossen hatten, wanderten bzw. liefen wir weiter, denn das war eine sieben Kilometer Runde mit einem super langen Bergrücken. Zuhause bereiteten wir das Frühstück zu und weckten die anderen auf.

    Um 9 Uhr verließen wir das Haus in Richtung Gyeongbokgung [kjəŋp'okk'uŋ], dem ersten der fünf Herrscherpaläste, die in Seoul während der Joseon-Dynastie errichtet wurden. Der Name bedeutet „Palast der strahlenden Glückseligkeit“.
    Wir durchwanderten das gesamte Palastgelände bis zu seinem nördlichsten Eingang. Für mich am Schönsten war der Teich mit der weißen Brücke und dem Gyeonghoeru-Pavillon.

    Als wir durch den Ausgang traten, sahen wir gut 20 Polizeiautos und vor allem Busse. Wir entdeckten zwei Häuser, die streng bewacht wurden und so fragte ich eine Polizistin, wer da wohne oder arbeite. Sie erklärte mir der Präsident, der hier arbeiten würde, aber sie dürfen nicht sagen ob er da ist oder nicht. Und dann sagte sie: „Aber der Hubschrauber steht drinnen. Also ich denke, er ist da.“
    Und ratet mal wer genau eine Minute weil eine Straße entfernt wohnt? Unser Hanok 😂, also wir!

    Es war super super heiß und wie auch schon seit gestern bekamen wir fast stündlich eine Hitzewarnung aufs Handy. Deshalb beschlossen wir um 11:30 Uhr zuhause zu bleiben und uns Pizza zu bestellen und die Klimaanlage zu genießen.

    Papa, Pudi und Michi wagten noch einmal den Schritt nach draußen, denn Pudi wollte den Harley Davidson Store aufsuchen. Lenny, Felix und ich sahen inzwischen den Film In Time auf unserer Beamer-Leinwand.

    Den restlichen Nachmittag/Abend verbrachte ich im Bett, da ich einen Sonnenstich ausfasste. Die anderen verbrachten noch einen tollen letzten Abend in Seoul, denn morgen geht es weiter für Papa, Pudi und Lenny nach Tokyo und für Felix, Michi und mich nach Busan.

    Ps: wisst ihr eigentlich, dass Pudi früher Seoul [Se-ul] genannt wurde? Das war der Grund, warum wir nach Seoul kamen. 😜
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  • Tschüss Papa, Lenny und Pudi

    8 agosto, Corea del Sud ⋅ 🌬 28 °C

    Heute fällt uns der Abschied schwer! Papa, Pudi und Lenny verlassen uns Richtung Tokyo und morgen geht’s dann ab in die Heimat für sie.

    Wir packten die Sachen im Hanok und fuhren gemeinsam zum Bus- und Zugbahnhof, zur Seoul Station, um sie zu verabschieden. Mit dem Zug düsten sie dann zum Flughafen, wo sie zweieinhalb Stunden später nach Tokyo aufbrachen.

    Felix, Michi und ich genehmigten uns ein frühes Mittagessen (oder spätes Frühstück) und warteten ganze drei Stunden, um mit dem Zug nach Busan zu fahren. Ratet mal die Wahl des Filmes von Michi? Train to Busan 😜😂.

    Busan ist - nach Seoul - die zweitgrößte Stadt Südkoreas und befindet sich an der südöstlichen Küste der Koreanischen Halbinsel im Japanischen Meer. Es ist ein absolut beliebtes Ausflugs- bzw. Urlaubsziel der Koreaner:innen. Der Hafen ist einer der wichtigsten Seehäfen in Asien und dementsprechend riesig.

    Nachdem wir ins Noel Business Hotel eincheckten, suchten wir uns ein Hotpot Restaurant und fanden ein Fish-Cake Restaurant. Da bekommt man eine Fischsuppe auf einer Heizplatte und man kann sich die unterschiedlichen Spieße darin erwärmen. Zusätzlich schnabulierten wir noch gegrillte Spieße.

    Den Abend ließen wir am Strand ausklingen. Zum ersten Mal seit langem hatten wir wieder annehmbare Temperaturen und Wind. Wir blieben stets in Verbindung mit unserem zweiten Reiseteil in Tokyo.
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  • Auf zur alten Hauptstadt Südkoreas: Gyeongju

    9 agosto, Corea del Sud ⋅ 🌧 27 °C

    Michi war heute der Reiseleiter und so besuchten wir die alte Hauptstadt Südkoreas: Gyeongju. Die Stadt war 990 Jahre lang das Zentrum des Silla-Königreichs und wird heute als „Museum ohne Wände“ bezeichnet. Wir fuhren eineinhalb Stunden mit dem spottbilligen Bus dorthin und ließen uns mit dem noch billigeren Taxi direkt zum alten Gyochon Hanok-Dorf bringen. Ein altes traditionelles Dorf mit Häusern aus der Silla- und Joseon-Zeit. Hier zu wandern fühlte sich an, als würde man auf den Spuren der Zeit durch die Welt gehen.

    Spannend fand ich, dass der Choe-Clan absolut in Bildung investierte, seinen Reichtum über 400 Jahre lang mit anderen in Not teilte und die koreanische Unabhängigkeitsbewegung während der japanischen Besatzung aktiv unterstützte. Nach der Befreiung Koreas spendete die Dynastie ihr gesamtes Eigentum an Bildung und das soll an die wahre Bedeutung von Reichtum erinnern. Wie wahr!

    Hinter dem Dorf, aber gleich anschließend, kamen wir zum Daereungwon-Gräberkomplex Park, mit 23 riesigen, zwischen zwölf und 20 Meter hohen Hügelgräbern von Königen, Königinnen und Adeligen. Es zählt zum UNESCO Welterbe und erinnerte mich an Irlands Hügelgrab Newgrange.

    Der Gyerim Wald hatte einen besonderen Charme und unser Weg führte uns weiter zur Woljeonggyo Brücke. Diese sieht aus, aus wäre sie ein riesen-langer Schrein, man kann in den ersten Stock rauf gehen und ein wenig unterhalb am Fluss über Steine wieder auf die andere Seite gelangen (und gute Fotos machen). Danach gingen wir wieder ins Dorf zum Mittagessen.

    Vom Wetter her war’s so angenehm, da es endlich mal bewölkt war und nach dem Essen ließ es einen kompletten Regenschauer runter, den wir im Schutz eines Hausdaches absaßen.

    Die letzten zwei Punkte unseres Ausflugs führten uns zuerst zur Sternwarte Cheomseongdae und anschließend zum Donggung Palast.
    Die Sternwarte ist das älteste erhaltene astronomische Observatorium in Ostasien. Sie wurde im 7. Jahrhundert erbaut und diente als bedeutendes Wahrzeichen der Silla-Dynastie.
    Der Palast war die Nebenresidenz des Silla-Reiches und diente als Veranstaltungsort für Festmahle.

    Zuhause in Busan angekommen, starteten Michi und ich noch eine 10km Laufrunde und im Anschluss genossen wir unser kulinarisches Highlight Südkoreas!
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  • Letzter Tag in Südkorea

    10 agosto, Corea del Sud ⋅ 🌬 27 °C

    Der heutige Plan war es, NICHTS zu tun.
    Es ist halb fehlgeschlagen, denn Michi und ich verbrachten die Zeit von 10-13 Uhr am Strand und ließen uns vom Sand panieren. Ins Wasser durften wir nicht, da die Wellen unglaublich hoch waren.

    Also begannen wir um 13:30 Uhr mit dem Daydrinking und planten die weitere Route zurück nach Japan. Zur Auswahl standen Nagano, Hokkaido oder Fukuoka. Letzteres schied aus, da auf diesem südlichsten Inselteil in den letzten zwei Wochen ein Vulkan ausgebrochen ist und ein Erdbeben der Stärke 7,1 stattgefunden hat.
    Nagano wäre wegen der Alpen in Frage gekommen, aber die Anreise dorthin - also zu den Alpen - hätte irrsinnig lange gedauert ohne Mietauto. Sieger wurde die nördlichste Insel: Hokkaido. Wir werden dann herausfinden, ob man dort ohne Auto gut zurecht kommt.

    Zum Tagesende fuhren wir in die Shinsegae Mall zum Shoppen und Thailändisch Essen.

    Nachtrag zu heute 1 Uhr früh in Korea und 18 Uhr österreichische Ortszeit: Papa, Lenny und Pudi sind gut in Wien gelandet und wurden von Mama und Isabella abgeholt. Zur Feier des Tages überraschte Isi die Heimkehrer mit Schnitzi 😋.
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  • Hello Hokkaido

    11 agosto, Giappone ⋅ ⛅ 26 °C

    Die nächsten sieben Tage werden wir auf der nördlichsten Insel Japans verbringen und hoffentlich das ein oder andere Mal wandern.

    Wir landeten nach 2,5 Stunden in Sapporo, welches man mit der Betonung auf A wie Sapperlot ausspricht 😜. Nach einem hervorragenden Ramen stiegen wir in den Zug nach Asahikawa, einer 314.000 Einwohner:innen Stadt auf einer Fläche von 750.000 Quadratkilometer. Zum Vergleich hat Asahikawa also ca 1,5 Mal so viele Einwohner wie Linz, ist aber fast acht Mal so groß.

    Das neue Haus ist riesig und liegt etwa zehn Autominuten entfernt vom Stadtzentrum Asahikawa. Wir haben ein enormes Wohnzimmer, welches ins Esszimmer übergeht, eine Küche, ein WC, ein Bad, eine Bibliothek (ohne Bücher!!!) und einem Yogaraum im ersten Stock und im Erdgeschoss befinden sich die Schlafräume, ein WC und die Garage. Dieses Mal ist sogar ein Balkon dabei, doch man muss ehrlich zugeben, dass die Aussicht nichts Besonderes ist. Ich wollte ja gerne ein Haus im Grünen und weit weg von allem, doch ich wurde 2:1 überstimmt.

    Wir recherchierten die morgige Wanderroute, das Wetter und die Gefahren und kamen zu dem Entschluss, dass wir noch mal raus müssen, um einen Bärenspray zu besorgen. Was glaubt ihr, wo man diesen erstehen kann? Ja genau, in einem Gebrauchtwarenhandel! Dort gab es original alles, was man sich vorstellen oder auch nicht vorstellen kann. 29€ später und mit einem kurzen Abstecher zum Supermarkt waren wir wieder am Weg nach Hause und für alle Eventualitäten gewappnet.

    Heute ist übrigens ein Feiertag in Japan: der Tag des Berges. Er ist der jüngste Feiertag Japans und wird heuer zum zehnten Mal gefeiert. Das Datum wurde gewählt, da die Kanji Schreibweise für 8 八 so aussieht wie ein Berg und 11 wie zwei Bäume aussehen können. Ich bin dafür, dass wir in Österreich auch einen Feiertag zu Ehren der Berge einführen.
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  • Mt. Asahidake und Kraterumrundung

    12 agosto, Giappone ⋅ ☀️ 23 °C

    Um 4:20 Uhr wurde ich munter und erkannte, dass es draußen schon komplett hell war. Da hielt mich nichts mehr im Bett und ich weckte die anderen, damit wir uns für unser Bergabenteuer im Daisetsuzan-Nationalpark bereit machen konnten.

    Das Taxi holte uns beim Seven-Eleven ab und nach 50 Minuten erreichten wir den Ausgangspunkt. Zu unserem Erstaunen und komplett wider allen Informationen, die wir dem Internet entnehmen konnten, fuhr die Seilbahn schon und so sparten wir uns einige Höhenmeter. Kurz vor der Ankunft an der Bergstation des Vulkans bot sich uns ein absolut geiler Anblick. Schwefelsäulen, sogenannte Fumarolen, stiegen zum Himmel auf. Einfach fantastisch. Je näher man kam, desto lauter wurden die Geräusche des aus der Erde austretenden Dampfes. Da die Windrichtung entgegengesetzt zum Wanderroutenverlauf war, stieg der typische Schwefelgeruch noch nicht in unsere Nase.

    Mit Bärenglocke und Bärenspray bewaffnet sowie voller Motivation starteten wir auf 1600 Metern und mit ca. 200 anderen Personen. Flashbacks zum Fuji setzten ein. Michi war sofort verschwunden - wir nahmen an, er wollte die neue Local Legend auf Strava werden. Wir trafen ihn erst am Gipfel wieder 😜 und er hatte uns 17 Minuten abgenommen. Felix und ich gingen in unserem Tempo und mit ausreichend Foto- und vor allem Bewunderungsstopps. Ich war fasziniert.

    Am großflächigen Gipfel suchten wir nach Michi und fanden ihn mit einer Flasche Prosecco in der einen und Red Bull in der anderen Hand. Was für eine Begrüßung! Noch bevor er uns einschenken konnte, kam schon ein japanischer Herr auf uns zu und fragte auf Englisch, woher wir kamen. Auf die Aussage Austria sprach er in perfektem Deutsch: Ah…aus Österreich! Was für ein Glück den pensionierten Kieferchirurgen Shiro Kubo kennenzulernen, der den restlichen Tag mit uns verbrachte.

    Michi suchte uns eine Runde heraus, doch wir nahmen die 22,7 Kilometer Kraterumrundung mit 1768 Höhenmetern von Shiro gerne an. Er erzählte uns von seinem Buch - einem Reiseführer - das er auf Deutsch verfasste. Seit 1972 fährt er regelmäßig nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Ganz stolz war er auf seine Brieffreundinnen, mit denen er seit 50 Jahren in Kontakt ist.

    Die Runde am Krater war wunderbar, die Aussicht auf die umliegenden Gipfel legendär aber das Beste war das Innenleben des Kraters, abgesehen vom Schwefelgeruch, der uns jetzt ziemlich in die Nase stieg.

    Nach ca. drei Stunden und ungefähr der Hälfte der Kraterumrundung mussten wir ein wenig auf die Tube drücken, denn die letzte Gondel würde um 17:30 Uhr abfahren. Für uns war es kein Problem, aber Shiro brauchte mit 77 Jahren die ein oder andere Pause, die wir natürlich immer nahmen. Schlussendlich bestiegen wir sechs Gipfel:
    Mt. Asahidake, Mt. Mamiya, Mt. Nakadake, Mt. Hokuchin, Mt. Hokkai und Mt. Matsuda und zum Abschluss noch einmal den Mt. Asahidake, um die Runde zu vervollständigen.

    Als ersichtlich wurde, dass sich für Shiro die letzte Gondel nicht mehr ausgehen würde, gingen Felix und ich voran, um mit den Schaffnern zu sprechen, ob sie nicht eine Ausnahme machen könnten. Michi drehte um und lief Shiro noch mal entgegen, der tatsächlich gestürzt war und sich am Arm und an der Nase leicht verletzt hatte.
    Die Gondelbetreiber waren so nett, noch eine eigene Fahrt für Michi und Shiro zu organisieren. Felix und ich mussten mit der letzten nach unten fahren. Alles ging gut aus und wir boten Shiro an, bei uns im Airbnb zu nächtigen, wofür er sich auch entschied.

    Als Dankeschön chauffierte er uns zurück nach Asahikawa und lud uns zum Ramenessen ein. Nach der ersehnten Dusche zeigte er uns stolz sein Buch und am TV dann seine YouTube-Beiträge. Ein super Ausklang eines wunderschönen Tages.
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  • Lazy Thursday

    13 agosto, Giappone ⋅ ☀️ 32 °C

    Eigentlich wollten wir in den Norden, um den sommerlich hohen Temperaturen des Südens zu entkommen, aber die Hitze verfolgt uns weiter. Heute hat es wieder 30 Grad und es ist nicht zum Aushalten ohne Klimaanlage.

    Den gesamten Tag verbrachten wir mit Rasten, Frühstücken, Reise weiter planen, Rafting für Samstag buchen, Mittagessen, Film schauen, einige Sachen für die Hochzeit bestellen und faul herumliegen.
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  • Rafting am Ishikari Fluss

    15 agosto, Giappone ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich konnte wieder nicht länger als 6 Uhr schlafen, also suchte ich mir eine neue Laufrunde und fand die Donaulände von Asahikawa. Im Summe wurden es neun Kilometer und die Temperatur war noch auszuhalten.

    Um 10 Uhr fuhren wir dem Zug nach Kamikawa, wo Michi für 13 Uhr eine Rafting Tour gebucht hatte. Nachdem aber noch Zeit geblieben war, versuchten wir in dem kleinsten Nest Japans, in dem wir uns nun befanden, ein offenes Café oder Lokal zu finden. Wir entdeckten ein Café names Good Moss, wo man zusätzlich auch Foto-Shootings machen konnte und wurden neugierig. Die Inneneinrichtung war speziell und sehr bunt. Das mit dem Foto-Shooting war ein wenig weird, aber es wird auch Menschen geben, die sich in den Kleidern fotografieren lassen wollen.

    Pünktlich um 13 Uhr wurden wir vom Alpine River Guide Team begrüßt. Der Chef Toshi ist Japaner, welcher zehn Jahre in Neuseeland lebte und einige Jahre in Kanada arbeitete, immer als Rafting- oder Kayakguide. Er erinnerte mich ein wenig an Onkel Heinz, also super sympathisch, großherzig und freundlich.

    Mit Neoprenanzug, Schwimmweste und Helm ausgerüstet, wurden wir dem Kleinbus sechs Kilometer stromaufwärts gebracht, um dann die beiden Rafting-Boote ins Wasser zu lassen. Wir hatten die volle Masn, denn wir fuhren alleine mit dem Chef (zu viert) in einem Boot und die beiden japanischen Familien samt Kinder zu acht mit dem jungen Guide.

    Nachdem Toshi unsere Skills ausgetestet und gesehen hatte, dass wir schon ein wenig Erfahrung hatten, bekamen wir die spannende Tour mit allen Extras. Es war soooo unglaublich geil! Wir durften an manchen Stellen über Bord gehen und uns am Seil hängend mitziehen lassen. An anderen Stellen durften wir sogar richtig reinspringen und uns von der Flussströmung und den Wellen ein paar Meter tragen lassen, bis wir wieder ins Boot einstiegen.
    Selbst die Kehrwasser und Felsen wurden für Action genutzt: Einmal saßen wir absichtlich auf einem riesigen Stein auf. Wir mussten dann alle blitzschnell auf die rechte Seite wechseln, um das Boot wieder zu drehen. Dabei rutschte das Boot rückwärts halbwegs steil nach unten – Adrenalin pur, kann ich nur sagen! An einer anderen Stelle zeigte er uns, wie wir mit dem Boot in einem großen Kreis fahren konnten, weil das Wasser dort im Kehrwasser - wie der Name schon sagt - flussaufwärts strömte.

    Außerdem erzählte uns Toshi, dass er heuer bereits drei Bären gesehen hatte, die entweder am Flussufer Himbeeren fraßen oder den Fluss überquerten. Wir sahen leider keinen. An einer Stelle legten wir an, um zu einem kleinen Wasserfall zu wandern. Hier nahm Toshi sicherheitshalber den Bärenspray mit.

    Alles in allem ein wunderschöner, aufregender, spaßiger und sportlicher Ausflug.
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  • mont-bell und Konbini-Hopping

    16 agosto, Giappone ⋅ ☀️ 27 °C

    Michi und ich starteten gleich in der Früh mit der neun Kilometer Donauländen-Runde. Danach dann hatten wir wieder einen kompletten Entspannungstag: Wir schauten den zweiten und dritten Teil von Maze-Runner und bestellten uns Essen ins Airbnb.

    Um ca. 16 Uhr brachte uns das Uber zum elf Kilometer entfernten mont-bell, denn wir halb leer shoppten 😜🤭🫶🏻. Auch hier hätte es einen Bärenspray gegeben.

    Da die Temperaturen so genial waren, überlegten wir einen Teil nach Hause zu wandern, obwohl wir Flipflops trugen. Beim ersten Konbini, in dem Fall einem 7-11, kauften wir uns den ersten Chuhai und dann begann die lustige Konbini-Hopping-Tour. Ein Chuhai ist ein Mischgetränk aus dem japanischen „Wodka“ Shochu und einem kohlensäurehaltigen Fruchtsaft. Der Alkoholgehalt variiert zwischen vier und neun Prozent. Der Name ergibt sich aus dem zweiten Teil von Shochu: Chu und aus das Hai kommt vom High-Ball, einem Mischgetränk aus Whiskey und Mineralwasser. Bei jedem Mini-Mart gingen wir rein und kauften uns immer einen neuen Chuhai, am besten einen, den wir noch nicht kannten. Nach fünf Kilometern war eine Bushaltestelle irgendwo im Nirgendwo und der Bus blieb tatsächlich stehen.

    Zu Hause angekommen, bestellten wir uns Sushi. Morgen geht’s wieder zurück nach Tokyo für die letzten fünf Tage dieser fünfwöchigen Japan und Südkorea Reise.
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  • Reisetag: Von Hokkaido nach Tokyo

    17 agosto, Giappone ⋅ ☁️ 27 °C

    Am Vormittag packten wir unsere Koffer, denn um 15 Uhr ging der Flieger in Richtung Tokyo. Wir fühlten uns gestrandet, denn wir verbrachten tatsächlich fünf Stunden am Flughafen. Serien- oder Filmschauen, Essen, Trinken und die Zeit verging wie im Flug. Um 16:30 Uhr landeten wir schon in Tokyo.

    Gut eine Stunde später kamen wir im neuen Airbnb an und es ist großartig. Eigentlich würden elf Personen laut Beschreibung Platz finden - gerade groß genug für uns drei 😜. Es hat im unteren Stock zwei Schlafzimmer, eine Küche, ein Badezimmer und ein WC und wenn man zu Michi in den oberen Stock geht, sein Schlafzimmer und eine sehr große Dachterrasse.

    Zum Abendessen probierten wir heute einmal Shabu Shabu. Das ist ein japanisches Feuertopf-Gericht bzw. eine Art asiatisches Fleischfondue. Der Name ist ein lautmalerisches Wort, das das Geräusch nachahmt, wenn hauchdünne Fleischscheiben mit Stäbchen in kochender Brühe hin und her bewegt werden.
    Es handelt sich um eine Onomatopoesie – wir danken an dieser Stelle der Deutschlehrerin von Felix, Frau Prof. Pia Dorn 😜, für das schöne Wort.
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  • Asakusa & Nationalmuseum

    18 agosto, Giappone ⋅ ☁️ 32 °C

    Heute entdeckten wir eine neue Laufrunde entlang des Sumida Fußes in Tokyo und nach dem tollen Frühstück - kredenzt von Michael - fuhren wir mit der U-Bahn zum bekanntesten und ältesten buddhistischen Tempel von Tokyo: Asakusa [Asaksa]. Wir waren uns beim Einbiegen in die Straße schon einig: dort bleiben wir nicht lange! Viel zu viele Touristen.
    Die Menschen wuselten unkontrolliert herum und nach Kyoto bzw. Seoul war uns bewusst, dass es eine gewisse Ordnung bzw. ein bestimmtes Verhalten an solchen - für viele Menschen - sehr heiligen Orten gab. Das wurde hier auf jeden Fall nicht eingehalten.

    Am Schönsten fand ich die Pagode, ein markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen Geschosse durch vorragende Dachgesimse bzw. -vorsprünge voneinander getrennt sind. Mindestens zwei davon sahen wir schon in Kyoto.

    Nachdem es ziemlich heiß geworden war, setzten wir uns zum weiteren Pläne Schmieden in einen Starbucks. Wir waren uns einig, dass ein Museum fällig wird und Michi wählte das Nationalmuseum von Tokyo für uns aus. Bevor wir dieses erreichten, picknickten wir in einem Park, direkt hinten einem Mundharmonika-Spieler.

    Das Museum war super interessant und bot tolle Einblicke in die Welt der Samurai, deren Tachi (lange Schwerter, die beim Reiten verwendet wurden) und Katana (Schwerter, die historisch gesehen nur den Samurai vorbehalten waren zu tragen). Felix war kaum aus diesen Räumen zu bekommen.
    Ich war natürlich wieder Feuer und Flamme für die Tee-Schalen und Michi war besonders angetan von den biologisch, detailgetreuen Zeichnungen der unterschiedlichsten Meeresbewohner.
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  • Baseball Yokohama vs. Tokyo Giants

    19 agosto, Giappone ⋅ 🌙 28 °C

    Die Tokyo Giants spielten heute auswärts im Derby gegen Yokohama DeNA BayStars, sozusagen der Zweitplatzierte gegen den Drittplatzierten kurz vor den Playoffs im September. Wir beschlossen zur Heimmannschaft zu helfen.

    Die Stimmung im ausverkauften 34.000
    Sitzplätze Stadion war der Hammer. Das mühselige „Kaufen und Ausdrucken“ der Karten im 7/11 auf Hokkaido hat sich 100-fach bezahlt gemacht.

    Im Vorfeld wiederholten wir noch einmal die Regeln dieses doch sehr komplizierten Spiels, um dann im Stadion feststellen zu müssen, dass wir vieles nicht verstanden haben 😜😂.

    Wir gönnten uns alles was zu einem Baseballspiel gehört, also Hot Dogs und für die Burschen Bier, manchmal sogar gleich im Doppelpack, wenn Felix für Michi und Michi für Felix das Bier kauft.

    Die Yokohama DeNA BayStars gewannen nach 2,5 Stunden mit EINEM Punkt, aber der Spassfaktor war sehr hoch.

    Übrigens: Um am Nachmittag zum Stadion zu gelangen, schlenderten wir durch China Town, aber meins war’s nicht. Das Wetter ließ uns wieder ins Innere flüchten.
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    Fine del viaggio
    21 agosto 2026