Blyde River Canyon
19 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ ☀️ 35 °C
Als Abwechslung zum Kruger Nationalpark ging es für einen Tag der Panorama Route entlang des Blyde Rivers. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, die man besuchen kann unter anderem die Burcke's Luck Potholes, die Three Rondavels oder das God's Window.Leia mais
Zu Besuch bei Jessy
22 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ ☀️ 28 °C
Jessica ist weltberühmt, sie ist unter anderem ein Filmstar - aber vor allem ein zahmes und trotzdem wildlebendes Hippo. Sie wurde im Jahr 2000 als Baby bei einem Hochwasser im Blyde River gefunden. Sie wurde von Hand aufgezogen und lebt seither bei der Familie, die sie gefunden hat. Wer jetzt denkt, Jessica lebe in Gefangenschaft, liegt falsch. Denn gleich vor dem Haus der Familie ist der Fluss und Jessy lebt dort manchmal mit ihren wilden Hippofreunden, manchmal möchte sie aber auch Ruhe ums Haus und verteidigt ihr Grundstück gegen die wilden Hippos und Krokodile. Manchmal besucht sie ihre Familie im Haus und hat so mit ihrem Gewicht schon manches kaputt gemacht. Seit 2012 lebt noch ein weiteres Hippo bei der Familie. Wieder wurde es bei einem Unwetter angespühlt und hatte noch die Nabelschnur dran, war also nur wenige Stunden alt. Charlie ist ein Männchen, weshalb er in einem Pool nahe beim Haus eingeschlossen lebt. Er hat momentan in der Wildnis noch recht geringe Überlebenschancen, da er keine Mutter hat und von anderen männlichen Hippos angegriffen werden kann. Durch seine gute Beziehung mit Jessy, kann aber auch er bald in die Wildnis, da die anderen dann Jessy als seine Mutter ansehen.
Wir durften Jessy besuchen und haben so einiges über eines der gefährlichsten Tiere Afrikas gelernt. Zum Abschluss durften wir sie füttern und von Leandra hat sie zum Abschied noch einen Kuss erhalten.Leia mais
Merry Christmas
24 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ 🌙 29 °C
Bei uns heisst es anstatt weisse Weihnacht für einmal heisse Weihnacht. Bei 36 Grad genossen wir den Tag im Kruger Nationalpark, von wo aus es morgen Richtung Johannesburg geht.
Wir wünschen euch allen schöne Festtage! 🎄🍾🎁Leia mais
Kruger 2.0
26 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ 🌙 32 °C
Die ursprünglich geplanten zwei Übernachtungen verdoppelten wir spontan und blieben auch an Heiligabend im Kruger. Die Tage verbrachten wir mehrheitlich im Auto, um Tiere sichten zu können. Bis zu 10 Stunden sassen wir teilweise in unserem rollenden Tiersichtungsmobil.🤷♂
440 Kilometer lang und durchschnittlich 50 Kilometer breit ist der Park, wir hatten also jede Menge zu entdecken und fuhren sozusagen einmal quer durch. Sehr schön zu beobachten sind die Veränderungen von Flora und Fauna in den verschiedenen Parkabschnitten.
Eine geführte Sonnenuntergangs-, sowie Nachtsafari liessen wir uns natürlich nicht entgehen und kamen so in den Genuss, auch mal das Nachtleben kennenzulernen. Die süssen, kleinen Springhasen zum Beispiel kommen nur nachts aus ihren Verstecken heraus. Die Fahrten waren sehr informativ, so lernten wir näheres über sogenannte Bachelorgruppen bei Impalas oder warum Elephanten mit den Ohren wippen. Ausserdem wie ein riesiges Spinnennetz von winzigen Spinnen bewirtschaftet wird oder welches die grösste Raupe in Afrika ist.
Der Löwe (König der Tierwelt), entdeckten wir leider nicht (aber wir wissen ja von Namibia, wie er aussieht😊). Gerne hätten wir auch ihm in die Augen geschaut, wir sind uns aber sicher, dass er uns ein paar mal entdeckt hat die Tage. Sprachlos machten uns aber die ganzen anderen Sichtungen, die Diversität der Tiere ist einzigartig im Kruger. Zu lange würde es gehen, wenn wir die verschiedenen Arten alle aufzählen würden, wir lassen die Bilder sprechen.
Positiv überrascht haben uns die Unterkünfte im Park, sie sind zwar etwas kostspieliger, sind aber super ausgestattet und jedes Hüttchen hat eine eigene Küche. Wo wir übernachtet haben sehr ihr hier:
Tag 1: Letaba Rest Camp
Tag 2: Shimuwini Bushveld Camp
Tag 3: Shingwedzi Rest Camp
Tag 4: Punda Maria Rest Camp
Mit einem Zwischenstopp in Polokwane sind wir nun in Johannesburg angekommen und haben bereits unseren Mietwagen abgeben - 8530 Kilometer zeigte der Tacho an. Eine stolze Zahl für die vergangen 42 Tage. 🙈Leia mais
Kruger 3.0
27 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ ☁️ 33 °C
In der Stadt des Goldes
28 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ ⛅ 26 °C
Jozi, eGoli oder Joburg - Johannesburg, die grösste Stadt Südafrikas, hat viele Namen. Sie wurde 1886 als kleine Zeltstadt gegründet, als man Gold gefunden hat. Da viele Leute vom Goldrausch profitieren wollten, wuchs die Stadt innerhalb von 10 Jahren auf 100'000 Einwohner an. Heute leben ca 10 Millionen Leute in Johannesburg (es könnten jedoch auch mehr sein, da viele nicht angemeldet sind). Die Lage der Stadt macht eigentlich überhaupt keinen Sinn, da sie weder am Meer noch an einem grösseren Fluss liegt. Deshalb ist sie sehr vom Wasser Lesothos abhängig.
Viele Touristen sehen nur den Flughafen von Johannesburg, da hier viele internationale Flüge ankommen oder abfliegen und die meisten Touristen wollen nur eines: schnell weg von dieser Stadt. Denn das grösste Problem in Johannesburg ist die Kriminalität. Es gibt aber auch viele sichere Quartiere und so wählten wir ein Hotel im Stadtteil Sandton. Gestern besichtigten wir dann die Stadt mit dem roten Sightseeing Bus, was eine sehr gute Wahl war. Von Sandton aus wird man mit einem Shuttle abgeholt und bei den Sehenswürdigkeiten warten Mitarbeitende und begleiten einem. Es ist also eine sehr sichere Möglichkeit, die Stadt zu besuchen und sich einen ersten Überblick zu schaffen.
Unser erster Stopp war bei der Gold Reef City, einem Vergnügnungspark. Dort stiegen wir in einen kleinen Bus um, für einen kurze Soweto Tour. Soweto steht für South Western Townships. Es ist ein Zusammenschluss mehrerer Townships. Hier wurden während der Apartheid die Schwarzen, Farbigen und Inder hingeschafft, ganze 17 Kilometer von der Stadt weg. Wer sich jetzt eine Siedlung Wellblechhütten vorstellt, liegt völlig falsch. Es gibt sie zwar aber es gibt auch viele normale Häuser (und wohl auch einige Millionäre, die dort wohnen). In Soweto findet man Siedlungen, die zu den gefährlichsten der Welt zählen bis zu Siedlungen, die als die sichersten in ganz Johannesburg gelten. Kein Wunder gibt es so krasse Unterschiede, denn Soweto ist riesig, es leben etwa 4 Millionen Menschen hier.
Vom FNB Stadium (grösstes Stadium Afrikas, wo 2010 an der WM das Finale ausgetragen wurde) ging es einmal quer durch die verschiedenen Siedlungen Sowetos. Von den bekannten Orlando Towers ging es zur Vilakazi Street, der einzigen Strasse der Welt, an der zwei Nobelpreisträger gewohnt haben. Es sind dies Nelson Mandela und Desmond Tutu.
Nach der spannenden Soweto Tour ging es weiter ins Apartheid Museum, wo wir den grausamen Teil der afrikanischen Geschichte durch Bild und Ton besser kennenlernten. Für uns ist es fast unvorstellbar, welch grausame Dinge sich hier noch vor wenigen Jahren abgespielt haben. Leider hatten wir fast zu wenig Zeit im Museum, aber wir konnten uns einen guten Überblick verschaffen.
Im Nachhinein würden wir ein zwei Tage länger in Johannesburg bleiben, denn die Stadt hat einige interessante Orte. Doch in ein paar Stunden fliegen wir bereits weiter über Luanda nach Sao Paulo. Südamerika wir kommen😊Leia mais
Und weiter gehts...
29 de dezembro de 2018, África do Sul ⋅ ⛅ 19 °C
Feliz ano novo do Brasil
31 de dezembro de 2018, Brasil ⋅ ⛅ 25 °C
2018 war definitiv unser Jahr! Wir haben unsere Jobs gekündigt, die Wohnung aufgegeben, die Autos verkauft und sind los in die weite Welt. Bereut haben wir dies keine Minute und würden es sofort wieder tun.
Nun sind wir in Brasilien, unserem 16. Land, angekommen. Eigentlich stand das Land überhaupt nicht auf unserer Wunschliste. Aber da wir einen sehr günstigen Flug von Johannesburg nach Sao Paulo gefunden haben, entschieden wir uns gleich ein bisschen hier zu bleiben. Naja Sao Paulo ist in unseren Augen jetzt nicht wirklich sehenswert. Wir verbrachten einen Tag im Parque Ibirapuera, was sehr schön war, denn der Park ist eine grüne Oase inmitten der vielen Hochhäusern. Heute erkundeten wir dann die Stadt. Leider gibt es aufgrund der Feiertage keine Walking Touren, so mussten wir uns alleine auf den Weg machen. Als erstes ging es zur Cathedrale Sé, wo gerade eine Messe stattgefunden hat. Danach spazierten wir durch ein anderes Stadtviertel, das für viele Restaurants und seine zahlreichen Graffitis bekannt ist. Jedoch war die Gegend sehr ausgestorben, wohl aufgrund des Silvesters. Zum Abschluss ging es zur Avenue Paulista, wo uns eine weitere Ansammlung hässlicher Hochhäuser erwartete. Hier liefen die Vorbereitung für die Silvesterparty auf Hochtouren. Wir bleiben lieber in der Nähe unseres Hostels und stossen wahrscheinlich nach Schweizer Zeit an. Wir kämpfen immer noch ein bisschen mit der Zeitumstellung und morgen früh geht es auch schon weiter nach Rio.😴🛫Leia mais
Rio de Janeiro
4 de janeiro de 2019, Brasil ⋅ ☀️ 36 °C
„Viva a cachaça“ riefen wir und läuteten die Glocke, der brasilianische Zuckerrohrschnaps ging runter wie Wasser. Wir nahmen an einer abendlichen Walking Tour teil, um das Ausgangsviertel rund um Lapa zu erkunden.
Doch fangen wir von vorne an:
Wenn wir schon in Brasilien sind, ist ein Besuch in Rio fast schon Pflicht, dachten wir uns. Haben wir doch alle diese Bilder im Kopf von der Copacabana, dem einzigartigen Karneval, dem Zuckerhut und den lachenden Brasilianern, wenn wir an diese Stadt denken?! So flogen wir am Neujahrsmorgen von Sao Paulo nach Rio. Die ersten Tage verbrachten wir in einer Unterkunft im Ausgangsviertel Lapa und erkundeten die Altstadt mit den Bezirken Centro, Santa Teresa und Lapa. Eine Walking Tour brachte uns die historischen und kulturellen Aspekte der Stadt näher und wies uns auf viele interessante Details aufmerksam werden. Die Kolonialzeit (Portugal/Frankreich) hat viele prächtige Bauten hinterlassen, welche das Stadtbild noch heute prägen. Zum Beispiel das Theatro Municipal oder den Arcos da Lapa. Aber auch moderne Kunst, wie die Escadaria Sélaron (eine Reihe weltberühmter Stufen des chilenischen Künstlers Jorge Sélaron) und viele kleinere Streetarts sind durchaus sehenswert. Einzigartig ist sicherlich die Catedral Metropolitana, deren Architektur von Aussen rein gar nichts mit einer Kathedrale zu tun hat.
Zurück zum Cachaça. Der populärste Schnaps Brasiliens wird aus Zuckerrohr hergestellt. Man findet ihn in diversen Geschmacksrichtungen von Erdnuss bis Honig. Auf der abendlichen Tour durch Lapa haben wir eine kurze Einführung über die Herstellung erhalten und gleich auch noch degustiert. Schade sind wir nicht zum Karneval hier, denn wo die angesagten Sambaclubs sind, wissen wir nun.😁 Den Abend liessen wir mit einem hier üblichen Caipirinha ausklingen.Leia mais
Immernoch (!) Rio de Janeiro
9 de janeiro de 2019, Brasil ⋅ ☀️ 32 °C
Obwohl Rio nirgends auf einer unserer Liste zu finden ist, sind wir hängen geblieben und haben nochmals einige Tage verlängert. Lässt man die ganze Kriminalität mal aussen vor (man weiss nie, wer als nächstes sein Hab und Gut einem dieser Gauner abgeben muss🤔) ist Rio eine der schönsten und vielseitigsten Metropolen, welche wir bis anhin entdecken durften. Nach einigen Tagen im Lapa Quartier wechselten wir die Unterkunft und gingen auf die andere Seite der Altstadt nach Flamengo.
Da haben wir es etwas gemütlicher angehen lassen. Nicht selten traf man uns an einem der Strände (Flamengo oder Copacabana) am (schatten-) sonnen, selbstverständlich durfte die frische Kokosnuss nicht fehlen. Die berühmt berüchtigten Strände der Copacabana oder Ipanema empfanden wir nicht unbedingt als sehenswert, eher völlig überfüllte Trenddestinationen bei welchen es um Sehen und Gesehen werden geht.
Spektakuläre Aussicht auf die Stadt und den Atlantik genossen wir vom Zuckerhut aus, eines der Wahrzeichen von Rio. Die Seilbahnen, welche auf den 396 Meter hohen Granitfelsen fahren, sind mit einem Steuerungssystem aus Stans ausgestattet.🇨🇭👏 Ein weiteres Wahrzeichen befindet sich auf dem gegenüberliegenden Hügel Corcovado: Christus, der Erlöser. Die auf dem Gipfel thronende Statue Jesus misst 30 Meter und blickt Richtung Zuckerhut. Die Statue wurde aus Anlass der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal geplant, ist seit 2006 ein offizieller Wallfahrtsort und gilt als eines der 7 neuen Weltwunder. Auch hier ist das Transportmittel auf den Berg aus Schweizer Herstellung.🚞
Im botanischen Garten genossen wir die Ruhe und die etwas milderen Temperaturen. Dank der vielen Bäume war es angenehm zum Spazieren. Achja: die Temperaturen fielen übrigens nie unter 27 Grad nachts, tagsüber pendelte sie sich bei 36-40 Grad ein. An dieser Stelle herzliche Grüsse in die kalte Schweiz.☀😁😂
Im Moment sitzen wir am Flughafen von Rio und warten auf unseren nächsten Flug. Wohin uns die Reise führt verraten wir euch beim nächsten Eintrag.Leia mais
Cataratas do Iguaçu
11 de janeiro de 2019, Brasil ⋅ ⛅ 29 °C
Ob wir zu den Iguazu Wasserfällen wollen, fragte uns der liebe Reiseberater bei STA Travel in Basel im Oktober 2017. Ehrlich gesagt hatten wir keine Ahnung, dass es sich dabei um eines der 7 Weltwunder der Natur handelt. Wir haben dann geantwortet, dass wir das noch nicht genau wissen und wir nur mal eine grobe Vorstellung für unsere Reiseplanung brauchen.
Lustigerweise standen wir jetzt heute aber vor eben diesen Fällen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist wirklich überwältigend, diese riesen Ansammlung von 275 Wasserfällen, zu bestaunen. Die Wasserfälle befinden sich beim Länderdreieck von Brasilien, Argentinien und Paraguai. Man kann die Fälle auf der brasilianischen oder argentinischen Seite besuchen. Als erstes ging es für uns auf die brasilianische Seite, da man von dort einen guten Überblick hat. Ein kurzer Weg führte uns an diversen kleineren Wasserfällen vorbei, direkt zu den grösseren Fällen. Dort hatte man die Möglichkeit auf einem Steg ein Stück rauszulaufen und die Fälle von Nahem zu sehen und vor allem zu spüren (durch den Sprühnebel wir man nass, was bei diesen Temperaturen überhaupt nicht stört). Es ist wirklich überwältigend. Es sieht auf den Bildern schon mächtig aus aber das Gefühl dort inmitten dieser Naturgewalt zu stehen, ist einfach einmalig.😍
Da sich die Wasserfälle in einem Nationalpark befinden, sieht man auch Tiere. Vor allem Nasenbären, die sehr gefrässig sind und auftauchen, sobald man etwas zu essen in der Hand hat. Wir hatten Glück und konnten zudem ein Wasserschwein mit drei Jungen beim Grasen beobachten.
Am Vortag haben wir den Parque das Aves besucht, ein Vogelpark, in dem Vögel gehalten werden, die aus Zoos oder vom Handel gerettet wurden. Nach Möglichkeit werden sie dann wieder ausgewildert. Ausserdem wird auch für die Arterhaltung geschaut. Was wir im Park so gesehen habt, seht ihr in einer seperaten Bildstrecke.
Morgen geht es über den Rio Iguaçu weiter nach Argentinien.🇦🇷Leia mais
Parque das Aves
11 de janeiro de 2019, Brasil ⋅ ⛅ 29 °C
Und weiter gehts...
12 de janeiro de 2019, Brasil ⋅ ⛅ 30 °C
Cataratas del Iguazú
14 de janeiro de 2019, Argentina ⋅ ⛅ 33 °C
Mit dem Ortsbus ging es über die Grenze von Brasilien nach Argentinien. Genauer gesagt mit zwei verschiedenen Busunternehmen, da uns das Erste am Zoll stehen gelassen hatte und die darauffolgenden Busse nicht mehr anhielten. Naja mussten wir halt von der Grenze in das Städtchen auf ein anderes Unternehmen ausweichen und die 6 Real (Chf 1.50) nochmals bezahlen. Um ehrlich zu sein, hat uns ein sehr netter spanischer Tourist die Tickets bezahlt, da wir keine Real mehr übrig hatten und es keinen ATM an der Grenze gab.🤷♂
Kurz darauf haben wir unser gemütliches Zuhause für die kommenden 4 Nächte bezogen. Von Foz do Iguaçu (BRA) nach Puerto Iguazú (ARG) sind es zwar nur einige Kilometer und eine Flussüberquerung, der Unterschied zwischen den Brasilianern und Argentiniern fällt uns jedoch sofort auf. Da ist es wieder: Gastfreundschaft und ein Lächeln im Gesicht. Hallo Argentinien!
Auf dieser Seite der Wasserfälle ist das Angebot der Aktivitäten viel grösser als auf der Brasilianischen. Wir brauchten zwei volle Tage um das ganze Areal zu erkunden. Tag 1 bestand aus einem Boattrip und einer Zugfahrt, während wir am Tag 2 mehrheitlich zu Fuss unterwegs waren.
Schwimmweste an und rein ins Vergnügen!
Mit dem Boat fuhren wir wenige Minuten den Rio Iguazú hinauf bis unter die Wasserfälle. Da gab es einen kurzen Fotostopp, bevor es mit Vollgas in die Fälle ging. Richtig gelesen, wir waren mittendrin in den Wasserfällen - und danach auch richtig nass bis auf die Unterwäsche.😂 Zum Glück trocknen die Kleider sehr schnell bei den warmen Temperaturen. Mit dem kleinen Zug gings danach weiter zum Garganta del Diablo Aussichtspunkt. Der befindet sich genau an der Kante des grössten Wasserfalls. Näher als an diesem Tag können wir also nicht mehr an die Fälle heran.
Am folgenden Tag liefen wir 3 wunderschöne Trails ab. Den Lower, Upper und den Macuco Trail. Insgesamt etwas mehr als 11 Kilometer. Die Wege führen vorbei an vielen kleinen und grösseren Wasserfällen, welche nicht weniger beeindruckend sind. An manchen Punkten war das Panorama hinweg über die Fälle und die Natur atemberaubend.Wir hatten übrigens grosses Glück: Auf Grund des vielen Regens der vergangenen Wochen führt der Fluss mehr Wasser als üblich. Das heisst, dass auch die kleinsten Nebenflüsse einen Wasserfall produzieren und die grösseren noch imposanter daherkommen.
Wir haben wiedermal ein kleines Video für euch zusammengestellt. Kommentiert mit 🌊 und wir senden es euch zu.Leia mais
Tango in Buenos Aires
18 de janeiro de 2019, Argentina ⋅ ⛅ 21 °C
Zur Zeit machen wir grosse und schnelle Schritte. Von Iguazu brachte uns der Flieger ins über 1000 Kilometer entfernte Buenos Aires. Unser eigentliches Ziel ist jedoch Patagonien ganz im Süden des Kontinents. Da in Argentinien aber ausnahmslos alle Flüge nach/von Buenos Aires ausgehen, haben wir uns entschlossen, ein paar Tage in der Hauptstadt zu bleiben. Die knapp 3 Millionenstadt gilt als Geburtsort des Tangos, hat einige kulturelle Sehenswürdigkeiten und ist die Heimatstadt der zwei besten Fussballclubs (Boca Juniors und River Plate) Südamerikas. Auch der legendäre Fussballer Maradona oder Papst Franziskus sind gebürtige Porteño‘s.
In den Quartieren Monserrat und Palermo fanden wir jeweils eine Bleibe für zwei Nächte. Auf einer historischen Tour durch die Nachbarschaft lernten wir mehr über die Gründung und die Hintergründe der Stadt, deren Name Gute Lüfte bedeutet, kennen. Die wirtschaftliche Lage ist besonders interessant, da der Peso fast stündlich an Wert verliert und die Inflation steigt und steigt. Die Regierung findet anscheinend seit Jahren kein passendes Mittel zur Regulierung. Auf dem etwas speziellen Friedhof La Recoleta sahen wir die Särge mit den Toten nicht in, sondern über der Erde ausgestellt.
La Boca, das Gründungsviertel Buenos Aires, besuchten wir an einem anderen Tag. Auch hier sind die geschichtlichen Aspekte sehr interessant und wir verstehen nun, warum das Viertel so farbig daher kommt, wieso die Häuser aus so unterschiedlichen Rohstoffen gebaut wurden oder warum Coca Cola hier nicht rot/weiss sondern schwarz/weiss wirbt! Das Fussbalstadion der Boca Juniors befindet sich übrigens auch hier.
In eine der vielen Tangoshows wollten wir auch gehen, irgendwie ging es dann in der Planung aber wieder in Vergessenheit. Immerhin sahen wir einige Tangotänzer in den Restaurants oder auf der Strasse.Leia mais
El Calafate
21 de janeiro de 2019, Argentina ⋅ ☀️ 12 °C
Ein kalter Wind weht, als wir den Flughafen in El Calafate verlassen. Zwar scheint ab und zu die Sonne durch, aber es ist eindeutig kälter, als in Buenos Aires. Bereits aus der Luft präsentierte sich uns die unglaubliche Weite, aber auch schöne Landschaft Patagoniens.
Wir kommen in einem der zahlreichen Hostels im Touristenort unter. Der Ort selber erinnert uns sehr an Pokhara in Nepal - ein Souvenir- oder Outdoorladen nach dem anderen, ab und zu unterbrochen von kleinen Restaurants. Wäre hier nicht einer der grössten Gletscher Südamerikas in der Nähe, gäbe es im Dorf wohl kaum mehrere Restaurants.
In Patagonien regnet es 300 Tage im Jahr und die Durchschnittstemperatur liegt bei 6,5 Grad (zum Glück sind wir im eher wärmeren Sommer hier😄). Leider regnete es dann gestern wirklich den ganzen Tag und so entschlossen wir uns, den Tag im Hostel zu verbringen. Erst als die Sonne sich gegen 19:30 Uhr zeigt, wagen wir einen kleinen Spaziergang zur Lagune. Da es bis nach 22 Uhr hell ist, konnten wir die Sonne doch noch ein bisschen geniessen.
Heute war dann das Wetter zum Glück besser, denn wir haben eine Busfahrt zum Perito Moreno Gletscher gebucht. Dort angekommen, hatte man die Auswahl zwischen verschiedenen Wegen, auf denen man den Gletscher aus diversen Perspektiven beobachten kann. Immer wieder hört man es knartschen und krachen - beim Kalbern des Gletschers ist man hier live dabei. Plötzlich kracht wieder irgendwo ein kleines Stück ins Wasser und es tönt, als sei ein riesiger Brocken runtergefallen. Man könnte meinen, wenn so viele Teile abbrechen, der Gletscher sei in ein paar Jahren nicht mehr da. Jedoch zieht der Perito Moreno Gletscher sich im Gegensatz zu vielen anderen Gletscher nicht zurück.
Morgen geht es mit dem Bus nach Puerto Natales. Von dort möchten wir gerne den Torres del Paine Nationalpark besuchen. Die Wetterprognosen sind allerdings nicht gerade rosig. Mal schauen, wie weit wir mit unserer eher sommerlichen Ausstattung kommen.😉Leia mais
Perito Moreno
21 de janeiro de 2019, Argentina ⋅ 🌬 10 °C
Und weiter gehts...
22 de janeiro de 2019, Argentina ⋅ 🌬 8 °C
Mit dem Bus nach Chile
24 de janeiro de 2019, Chile ⋅ 🌬 15 °C
Am frühen Abend fuhr der Bus los, um uns über die Grenze nach Chile, ins kleine Städtchen Puerto Natales zu fahren. Der Ort ist der optimale Ausgangspunkt für mehrtägige Trekking- und Tagestouren im Torres del Paine Nationalpark. Auf Grund der schlechten Wettervorhersagen, unserer nicht vorhandener Ausrüstung sowie der horrenden Preisen verzichteten wir auf ein mehrtägiges Trekking und schlossen uns einer Tagesbustour an. Möglichkeiten um Trekkings zu machen, gibts ja noch viele in Südamerika.
Der Nationalpark ist vor allem landschaftlich sehenswert. Wir fuhren vorbei an Lagunen mit türkisblauem Wasser, bestaunten sprudelnde Wasserfälle und das Kontrastspiel der verschiedenen Farben. Weiter sahen wir hängende Gletscher in den Bergen oder zweifarbige Erhebungen. Ein anderes Highlight sind die 3 Torres-Bergspitzen, auch als „the Towers“ bekannt. Laut Aussage des Guides sind sie nur ca. 60 Tage im Jahr komplett nebelfrei - scheint als hätten wir einen dieser Tage erwischt. Auf einem kurzen Spaziergang spürten wir, wie anstrengend das Trekking hier sein kann. Der Wind liess uns nur sehr schwer vorankommen. Den letzten Stopp des Tages bei einer Höhle liessen wir sausen und genossen die Pause bei Sonnenschein und Kaffee.
Nach dem kurzen Aufenthalt in Puerto Natales (im wohl kleinsten Zimmer auf unserer Reise bisher) ziehen wir weiter in die südlichste Stadt Chiles.Leia mais
Chile's südlichste Stadt
28 de janeiro de 2019, Chile ⋅ 🌬 11 °C
Bienvenido a Punta Arenas. Wir sind angekommen in der südlichsten Stadt Chiles. Mit etwas mehr als 120’000 Einwohnern ein kleines Städtchen, direkt an der Magellanstrasse. Die benannte Wasserstrasse war bis zur Eröffnung des Panamakanals einer der wichtigsten Wasserwege weltweit. Viele Schiffe kürzten die Umfahrung Südamerikas durch die Magellanstrasse ab. Heute erinnern noch einige historische Denkmäler an die Seefahrerzeiten. Wie zum Beispiel das Denkmal von Ferdinand Magellan auf dem Plaza de Armas oder ein Schifffreilichtmuseum. Ausserdem ist die Stadt ein beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen rund ums Kap Horn, Feuerland und Pinguinkolonien. Es gibt also einiges zu entdecken... theoretisch.🤨
Wir haben es bei unserem viertägigen Aufenthalt jedoch gemütlich angehen lassen. Wir verbrachten viel Zeit im etwas ausserhalb gelegenen Hostel, welches direkten Meerblick ermöglichte. Wir sahen von der Terrasse aus, wie die Delphine im Meer springen.🐬
Die Küstenpromenade ist sehr langläufig und schön ausgebaut und lädt zu längeren Spaziergängen ein. Wir konnten uns sogar sportlich betätigen in einem der vielen Freiluftgym‘s.🤣 Nennenswert ist der wunderschön angelegte Friedhof, der auch als Park dient. Auch die vielen netten Strassenhunde, welche uns immer wieder ein Stück begleiteten, gehören irgendwie zum Stadtbild.
Dass wir anderst reisen als Andere, merkten wir im Gespräch mit ihnen. Fast alle brechen von hier nach Ushuaia auf oder kommen von da, um in der südlichsten Stadt der Erde gewesen zu sein. Wir heben uns diese kostspielige Angelegenheit für ein anderes Mal auf, um dann auch der Antarktis einen Besuch abstatten zu können (wenn schon, dann richtig). Auch die extrem teuren Tagesausflüge oder Transportmöglichkeiten per Schiff verschieben wir auf unbestimmte Zeit. 🤷♂ Anders gesagt: nach einem kurzen Abstecher verlassen wir Patagonien wieder, haben aber massenhaft gute Gründe in einigen Jahren wiederzukommen.😍
Uns treibt es wieder in die Wärme. Wir nehmen den Flieger bis nach Concepción und fahren von da mit dem Nachtbus in die Hauptstadt von Chile.Leia mais
Santiago zum Ersten
31 de janeiro de 2019, Chile ⋅ ☀️ 28 °C
Von Concepción ging es im Nachtbus nach Santiago. Für 7 CHF extra, bekommt man statt eines normalen Sitzes, eine Luxusausführung (vergleichbar mit der Businessclass in Flugzeugen). So konnten wir unbekümmert schlafen und kamen am nächsten Morgen einigermassen ausgeruht an.
Nachdem wir kurz das Gepäck beim Hostel deponiert haben, ging es gleich los mit einer ersten Walkingtour über den Markt La Vega.
Dort sahen wir, wo die Einheimischen günstig Gemüse und Früchte einkaufen (1 kg Beeren kosten dort ca. 2 CHF) und durften einige chilenische Spezialitäten kennenlernen.
Lustig war als unsere Guide angewidert auf die Peruaner vor dem Markt aufmerksam machte, die tatsächlich ihre Poulets aus einer Einkaufstasche verkaufen. Für uns sind dies nach Asien eigentlich sehr gesittete Verhältnisse.🤷♂️😄
Am nächsten Morgen besorgten wir uns eine lokale SIM Karte und neue Hosen (die Kleider leiden doch recht, wenn man sie 1x pro Woche wäscht&tumblert). Nachmittags gings dann nochmals zu einer Walkingtour (wir sind seit Kapstadt Fans dieser Touren). Dieses Mal lernten wir mehr zur Geschichte der Stadt von früher bis heute. Wir besuchten den Plaza des Armas, wo sich das Leben der Stadt abspielt, gingen weiter zum Palast la Moneda, bekannt als Schauplatz des blutigen Militärputsches von 1973 und endeten unsere Tour beim GAM Cultural Centre, wo die Jugend von heute ihre Freizeit mit tanzen, Musik machen, usw. verbringt. Abends ging es dann noch auf den Cerro San Cristobal, wo man eine schöne Rundumsicht auf die Stadt und die umliegenden Berge hat.
Morgen müssen wir uns bereits von Santiago verabschieden, da wir auf einen dreiwöchigen Roadtrip gehen. Wir werden aber danach wieder zurück nach Santiago kommen, es gibt noch viel zu sehen hier.😊Leia mais
Zwei Gringos unterwegs Teil 1
4 de fevereiro de 2019, Chile ⋅ ☀️ 25 °C
„Gute und sichere Fahrt“ wünschte uns der deutsch sprechende Herr der Autovermietung. Ein Citroen C3 begleitet uns die kommenden knapp 3 Wochen auf unserem Trip Richtung Norden in die Atacama Wüste. Ein Mietwagen ist zwar die etwas teurere Variante ein Land kennen zu lernen, jedoch auch jene mit den meisten Freiheiten und Vorteilen.
Valparaiso heisst unser erster Übernachtungsstopp, etwas über eine Fahrstunde von Santiago entfernt. Die Hafenstadt ist für ihre steilen Seilbahnen (Lifte) und Hügel mit farbenfrohen Häusern bekannt. Die Stadt breitet sich auf über 40 Hügeln aus, dementsprechend ist auch die Fortbewegung ein ständiges auf und ab. Einzigartig. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind jedoch die vielen kleinen und grösseren Graffitis, welche wir in jeder Gasse und Strassenecke entdecken können. Das Absurde dabei ist, dass das Sprayen von Graffitis offiziell verboten ist in Chile.🤷♂😅
Weiter ging es der Küste entlang nach La Serena, von wo wir auf der Ruta de las Estrellas ins Elqui Tal aufbrachen. Das erwähnte Tal liegt auf dem 37. Breitengrad. Freunde der Astronomie wissen wahrscheinlich schon, dass es in diesem Breitengrad die meisten Sterne zu sehen gibt. Auch wir sahen den Sternenhimmel und die Milchstrasse sehr klar und versuchten Sternbilder zu deuten.✨
Vom Tal des bezaubernden Sternenhimmel fuhren wir, mit einem Zwischenstopp in Copiapo, weiter nach Caldera. Ein kleines Küstendörfchen, gleich neben dem Lieblingsstrand der Chilenen (Bahia Inglesa). Für uns war der Strand kein Highlight, deshalb vertagten wir unser erstes Bad im Pazifik.
Achja, wir fahren übrigens auf der weltberühmten Panamericana-Route. Das einzig Nennenswerte bisher sind jedoch nur die hohen Gebühren.🙈 Neinein, stimmt natürlich nicht ganz. Die vorbeiziehende Wüstenlandschaft mit den Kaktusen und verschiedenen Tieren ist sehr eindrücklich.Leia mais
Ein Jahr auf Reisen
6 de fevereiro de 2019, Chile ⋅ ☁️ 24 °C
Heute vor einem Jahr hiess es Tschüss Schweiz- Hallo Welt😃
In den vergangenen 365 Tagen waren wir:
- in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten unterwegs
- haben 25 mal ein Flugzeug geboarded
- in 107 verschiedenen Unterkünften und auf 47 Campingplätzen übernachtet, zudem je 2 Nächte im Flugzeug, Bus und Zug und 3 Nächte auf dem Schiff verbracht
- haben insgesamt über 96'000 Kilometer (Luftlinie) zurückgelegt, davon 21'835 km mit dem Auto
- laut findpenguins haben wir bis jetzt 9 % der Welt gesehen, haben 2,4 mal die Erde umrundet und sind 0,3 mal bis zum Mond gereist😄
- CHF 53 in Manuels 6 Coiffeurbesuche investiert
- für CHF 41 neue Sonnenbrillen für Leandra gekauft (sie verliert sie andauernd und bekommt deshalb nur günstige Modelle)
- CHF 236 dafür ausgegeben, dass unsere Wäsche wieder sauber ist
- CHF 6794 für Essen und Getränke in Restaurants bezahlt (während unseren 6 Monaten in Asien haben wir kein einziges Mal selber gekocht🙊)
Vielfach werden wir gefragt, welches Land uns denn am besten gefallen hat bis jetzt. Da alle Länder ihre Sonnen- und Schattenseiten haben, ist diese Frage sehr schwierig zu beantworten. Und trotzdem fängt unsere Antwort immer wieder mit Japan an. Dieses Land hat uns irgendwie mit seiner Kultur, den zurückhaltenden/scheuen aber sehr liebenswerten Japanern und nicht zuletzt mit der für uns besten Küche der Welt beeindruckt. Natürlich war es auch Manuela zu verdanken, dass wir Land und Leute durch ihre Kontakte, noch besser kennenlernten und eine wunderbare Reisebegleiterin hatten.
Aber natürlich haben uns alle Länder fasziniert. Sei es durch den Schlamm in die abgelegenen Dörfer Myanmars zu wandern, auf der chinesischen Mauer zu stehen oder durch die einsame Wüste Namibias zu fahren.
Aber die Reise bringt einem auch näher, wie Glück wir hatten, in einem der reichsten Länder der Welt geboren worden zu sein. In einem Land, in dem es keine korrupte Regierung gibt, in dem die Luft rein ist und man das Wasser aus dem Wasserhahn problemlos trinken kann. Je weiter wir reisen, desto mehr wird uns bewusst, wie klein unsere Schweiz doch ist. In der Schweiz überlegt man sich lange, ob man jetzt eine einstündige Fahrt auf sich nimmt. In vielen Ländern ist die Distanz zum nächsten Supermarkt, zur Tankstelle oder einem Spital noch länger.
Natürlich vermissen wir unsere Familie und Freunde. Wie auch manchmal eine Bratwurst, Röschti, Ghackets und Hörnli, ... (hier muss ich aufhören, ansonsten wird die Liste seehr lang😂). Wir wären ab und zu auch froh, in unserem eigenen Bett zu schlafen oder ein sauberes Badezimmer zu benutzen.
Aber das Reisen hat einfach zu viele Vorteile. Die Freiheit zum Beispiel: wir stehen am Morgen auf und entscheiden, was wir machen, wohin wir gehen,... so konnten wir die Route so planen, dass wir immer in den warmen Jahreszeiten reisen (abgesehen vom Norden Japans und Patagonien hiess das, immer Temperaturen über 20 Grad). Man lernt viele neue Kulturen kennen, trifft spannende Leute, probiert neue Gerichte. Ich glaube, wir müssen euch nicht erklären, weshalb wir so lang am reisen sind.
Eigentlich war ja nur ein Jahr Weltreise geplant, jedoch ist es uns noch nicht langweilig geworden. Es gibt noch viele Ziele auf unserer Wunschliste und das Geld ist uns auch noch nicht ausgegangen. Wir werden also noch eine Weile unterwegs sein.
Übrigens wer sich fragt was aus unseren Bekanntschaften geworden ist: In Indonesien ist im Mai 2018 der kleine Ukasha Arya Satya Rileyandra auf die Welt gekommen. Der Sohn von Desi und Hendra, die uns ganz spontan zu sich nach Hause zum Essen eingeladen haben. Im September haben sich Saki und Yuki in Japan das Ja-Wort gegeben und auch bei ihnen ist bereits Nachwuchs unterwegs. Und seit kurzem wächst auch auf den Philippinen ein Babybauch heran, Gaze und MC, die wir ebenfalls in Indonesien kennenlernten, erwarten Nachwuchs. Mit Tshewang unserem Guide aus Bhutan haben wir lange mitgefiebert und sind ihm moralisch zur Seite gestanden beim ganzen Visaprozess für Australien. Es hat sich bisher leider noch nicht gelohnt, das erste Visum wurde abgelehnt.
Immer wieder kommt es zu spannend Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Beispielsweise haben wir in Namibia direkt neben zwei Nidwaldner gecampt. Was für ein Zufall, gibt es doch nur 40'000 auf der ganzen Welt! Ausserdem hat Leandra in Südafrika nochmals eine Nidwaldnerin, die sie aus der Schulzeit kennt, getroffen. Auch sie haben ihr Auto bei einem Aussichtspunkt gleich neben unserem parkiert.
Wie ihr sehen könnt: die Welt ist wirklich klein🌍Leia mais

ViajanteAhhh ihr zwoi liebe, ihr hend völlig rächt! Gniesseds solangs gad, au wen mir üch sehr vermissed!! Hihii danke, üsi japanziit esch ächt top gsi! Hed alles super passed und mit üch zwee reise esch mega lessig! Am liebschte wördi grad wedr bitz mit üch mitcho😍😍😍
Zwei Gringos unterwegs Teil 2
8 de fevereiro de 2019, Chile ⋅ 🌧 21 °C
Bei unserem Zwischenstopp in Caldera haben wir erfahren, dass in der trockensten Wüste der Welt - der Atacama Wüste - zur Zeit sehr viel Regen fällt, zu viel Regen genauer gesagt. San Pedro de Atacama sei zur Zeit überschwemmt und Touristen wurden aus der Stadt evakuiert. Dieses Mal ging unser Plan nicht auf, denn wir sind extra möglichst schnell Richtung San Pedro gefahren, um viel Zeit in dieser Region zu verbringen. Eigentlich erstreckt sich die Atacama Wüste über 1'200 km, aber die Hauptattraktionen mit Lagunen, Geysiren, Mondlandschaften,... befinden sich alle rund um San Pedro. Naja, man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter.🤷♀️
Wir machten uns trotzdem auf den Weg Richtung Norden. Wir besuchten den Pan de Azucar Nationalpark, bevor es weiter nach Antofagasta ging. Die Küstenstadt ist der letzte Stopp, bevor es Richtung San Pedro geht. Zwischenzeitlich war die Situation mit dem Wasser wieder besser und es seien bereits wieder einige Attraktionen geöffnet. Also haben wir beschlossen ein Cabaña in Calama, eine Stunde von San Pedro zu mieten. Am Vorabend unserer Fahrt dorthin, haben wir jedoch gelesen, dass auch Calama nicht unverschont blieb vom Unwetter und ein grosser Teil der Stadt seit 3 Tagen ohne Wasser auskommen muss. Die Vermieter meinten jedoch, es sei alles in Ordnung und so machten wir uns auf den Weg. Vorsichtshalber kauften wir genügend Lebensmittel und Wasser und tankten das Auto nochmals voll (man weiss ja nie).
In Calama angekommen, konnten wir nichts spezielles feststellen, wir hatten Wasser, die Strassen waren in gutem Zustand und auch der Strom funktionierte bis auf einen etwa 3-stündigen Ausfall. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach San Pedro de Atacama. Die Strasse, die vor ein paar Tagen noch geschlossen war, fanden wir in einem guten Zustand vor (ab und zu ein bisschen getrockneter Schlamm auf der Strasse). Der Grossteil der Attraktionen war dann aber doch gesperrt, also machten wir uns auf zum Valle de la Luna, das geöffnet war, jedoch hatten die Angestellten gerade Mittagspause. Also beschlossen wir, zuerst mal die Lage bei den Lagunen abzuchecken. Der Weg dorthin war kein Problem, doch 1 km vor der Lagune kam dann das Cerrado-Schild. Hätten sie auch weiter vorne anschreiben können.. die Motobikes vor uns probierten, trotzdem zur Lagune zu kommen, doch der Weg war einfach zu schlammig. Wir bemerkten, dass langsam dunkle Wolken am Himmel aufzogen und so machten wir uns schnellstmöglich auf den Rückweg. Das Valle de la Luna konnten wir für heute vergessen. Für den Aussichtspunkt sollte die Zeit bis zum Einsetzen des Regens aber noch reichen. Die Aussicht auf die Mondlandschaft war sehr eindrücklich, aber noch eindrücklicher war die Gewitterfront, die jetzt von allen Seiten kam. Als Leandra die Haare zu Berge standen und bei anderen Touristen die Hände zu knirschen begannen, wussten wir das wir langsam ins Auto müssen.
Durch die Gewitterfront fuhren wir zurück nach Calama. Dort war das Wetter zwar noch besser, aber nicht lange. Vor dem Schlafengehen verteilten wir die Kochtöpfe, da mittlerweile das Wasser durchs Dach tropfte. An diesem Abend fielen 12,6 mm Regen. Hört sich nicht nach wirklich viel Regen an, ist aber in Calama was normalerweise in zwei Jahren vom Himmel fällt!😳
Am nächsten Morgen ging es nochmals nach San Pedro, um das Valle de Luna zu besuchen. Doch als wir dort waren, hiess es wiederum Cerrado und zwar heute für alle Attraktionen. So machten wir uns auf ins Städtchen, um einen Kaffee zu trinken (wer ist nicht auch schon mal kurz von Basel nach Zürich gefahren, um eine Kaffee zu trinken😂). In der Stadt wimmelte es nur so von Touristen, da alles geschlossen war. Nach einem Spaziergang durch die schlammigen Strassen und dem Kaffee machten wir uns wieder auf den Rückweg. Mittlerweilen hat die Polizei die Einfahrt in die Stadt gesperrt und liess wahrscheinlich nur noch Leute rein, die wirklich rein mussten.
Kurz nach unsere Rückkehr nach Calama war die Lage etwas angespannter. Nun war auch der chilenische Präsident Piñera in der Stadt, um sich die Lage anzuschauen. Kurz nachdem er den Katastrophenzustand verkündet hat, konnten wir am Fernseh live mitverfolgen wie eine Brücke zwischen Calama und Chuquicamata einstürzte. Nun waren auch wir ein bisschen angespannt und verfolgten die Ereignisse am TV. Auch wir hatten jetzt seit mehreren Stunden kein Wasser mehr. Am frühen Abend wurden ca. 150 Leute vom Norden Calamas evakuiert, denn es wurden erneute Regenfälle erwartet und man wusste, dass die Flüsse dieses Mal die Wassermassen nicht mehr halten würden. Um 12 Uhr nachts setzte der Regen wieder heftig ein, was es schwierig machte zu schlafen. Am nächsten Morgen rechneten wir mit dem Schlimmsten aber so wie es in den Nachrichten aussah, ist die Nacht ruhig und ohne grösseren Zwischenfälle verlaufen.
Nun hiess es für uns wieder zurück nach Antofagasta zu gehen, da es nicht viel Sinn machte, noch länger in der Region zu bleiben. Weiter nördlich konnten wir auch nicht, da dort die Überschwemmungen noch viel schlimmer sind. Während es im sonst staubtrockenen Norden immer häufiger zu Überschwemmungen kommt, steigen die Temperaturen im Süden immer mehr an. Zur Zeit gibt es dort schlimme Waldbrände. Hier ist der Klimawandel deutlich zu spüren..😕Leia mais
Zwei Gringos unterwegs Teil 3
15 de fevereiro de 2019, Chile ⋅ ☀️ 24 °C
Gezwungenermassen machten wir uns auf den Weg zurück nach Santiago. Da Chile ein schmales langezogenes Land am Fusse der Anden ist und sich die Unterkünfte in wenigen Städten zentrieren, kommen wir nicht drumherum, einige Orte zweimal zu besuchen. Von Calama brachte uns der Weg mit Zwischenstopp in Antofagasta nach Copiapó. Die Minenstadt ist nicht bekannt als Touristenmagnet, eher als Industrie- und Arbeiterstadt. Sie beheimatet mehrheitlich die Arbeiter der zahlreichen Minen in der Umgebung. Die Mine San José, welche seit dem tragischen Vorfall 2010 weltweit bekannt ist, steht heute allen offen und die geführten Touren sollen ganz interessant sein. Wir waren leider am falschen Wochentag da (Mine geschlossen) und mussten mit dem örtlichen Museum vorlieb nehmen. Die Original Rettungskapsel der 33 verschütteten Bergarbeiter aus dem Jahre 2010 ist hier ausgestellt.
Nach Copiapó führte uns der Weg zurück an den Pazifik nach Coquimbo. Die Küstenstadt liegt gleich neben La Serena, dem Hauptbadeort der Chilenen. Unsere Hauptattraktion waren jedoch die 3 süssen kleine Hunde von unserem Gastgeber.🐶
Um die Mautgebühren zu umgehen, bevorzugten wir (wenn möglich) nicht auf der Panamericana zu fahren. Die auf diesem Abschnitt übrigens auch nicht wirklich sehenswert ist und einer normalen 4-spurigen Autobahn gleicht. Wir nahmen also die kleineren Bergstrassen um von Coquimbo nach Illapel zu gelangen. Der kleine Bergort hat um die 40‘000 Einwohner, Touristen verirren sich weniger hier her. Im Hostal Sherpa traffen wir auf Besitzer Erik, ein ehemaliger Dakar Rally Fahrer. Er nahm uns ganz spontan mit auf einen besonderen Ausflug!Leia mais





























































































































































































ViajanteWow..so schöni Bilder 🤗