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Europawandel

…noch ein bisschen Europaluft schnuppern Read more
  • Trip start
    March 3, 2025

    Komm und tanz mit mir

    Mar 3–9, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 11 °C

    An eine umfangreiche Fotodokumentation haben wir bei unserem Start in Berlin leider nicht so richtig gedacht. Aber man sieht es auf den wenigen Bildern: Berlin meint es gut mit uns. Wir haben strahlenden Sonnenschein, und zwar ganze 7 Tage lang. Das tut der Seele gut.

    Was der Seele noch besser tut, ist der herzliche Empfang durch Lutz, der uns für die Woche bei sich aufnimmt. Rolf und Lutz haben ein bisschen Zeit für sich, während ich 5 der 7 Tage bei meiner Tanztherapie-Fortbildung bin.

    So lange waren Rolf und ich in den letzten 1,5 Jahren nicht getrennt. Es fühlt sich etwas komisch an, aber auch ganz gut. Die Gruppe macht es mir leicht, anzukommen, und zusammen arbeiten wir die Tage am Thema „Emotionen in der Tanztherapie“. Da die Fortbildung auch viele Selbsterfahrungselemente beinhaltet, kann ich den Start in Deutschland gleich umfangreich ver- und bearbeiten und gehe mit vielen leiblichen Ein- und Ausdrücken aus den Tagen heraus, die mich darin unterstützen, in dieser Phase das zu leben, was mir wichtig ist: Lebendigkeit, Leichtigkeit, Präsenz. Und so tanze ich mit einem „Hier bin ich“ aus dem Tanzsaal heraus…

    … und direkt in ein nepalesisches Restaurant hinein: Irgendwie haben sich Lutz und Rolf wohl überlegt, unsere Reise nochmal kulinarisch abzubilden: indonesisch, nepalesisch, thailändisch: Es ist alles dabei. Zu unserer großen Freude treffen wir unsere Freunde Evi und Kay aus Wien, die gerade zufällig auch in Berlin sind.

    Viel schöner hätte unser Start in Deutschland also nicht sein können. 😀
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  • 3x Heimat, bitte!

    Mar 9–13, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Es geht weiter nach Darmstadt, wo wir meine Eltern und ein paar gute Freundinnen besuchen. Wir füllen wirklich ordentlich mit allem auf, was wir während der Reise vermisst haben: Familie, Freunde, Heimat, Brezeln, Vollkornbrot, Gekochtes von Mama, dm, … Nur den blauen Himmel aus Berlin nehmen wir leider nicht durchgängig mit, und so erfüllt mich auch wieder ein bisschen Sehnsucht nach der warmen Sonne.

    Die folgenden zwei Wochen verlaufen ein bisschen zerstückelt. Ich komme noch zwei weitere Male für ein paar Tage zu meinen Eltern, und zwar ohne Rolf, der in Heidelberg bei Freunden bleibt. Das erste Mal seit Reisebeginn sind wir auch über Nacht getrennt: Wir merken beide, dass unsere Schlafqualität darunter leidet. Es ist doch viel schöner, zusammen in einem Bett schlafen zu können. 😊

    Und leider kommt es noch zu dem eigentlich Unausweichlichen, wenn man im März nach Deutschland kommt: Ich werde krank. 7 Tage Antibiotika sind angesagt, und währenddessen scheine ich mir weitere Bakterien einzufangen, sodass ich bis zum Ende unserer Zeit in Deutschland krank bin. Der nächste Winter dann doch wieder im Süden? 🤷🏼‍♀️

    Während des Besuchs bei meinen Eltern erreichen wir dann noch gleich zwei Meilensteine: Wir lassen unsere Hochzeit offiziell beim deutschen Standesamt eintragen UND vollziehen die Namensänderung. 🎉 Da mein Nachname in Kombination mit „Rolf“ leider nach einem 80-Jährigen klingt, nehme ich Rolfs Namen an und starte damit in eine neue künstlerische selbstbewusst-lebendige Identität.

    Ja, und tatsächlich habe ich kein einziges Foto gemacht. Gut, dass mein Papa sämtliche Kindervideos digitalisiert hat und ich euch einen kleinen Ausschnitt aus meiner frühen Tanzkarriere präsentieren kann.
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  • Burn Burn Burn

    Mar 13–16, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    Annies Eltern leihen uns ihr Auto aus, und wir fahren damit zurück Richtung Berlin. Aber nicht ganz dorthin: In der absoluten Pampa bei Halle gibt es ein verwunschenes Schloss, und dort findet eine deutsche Variante des Burning Man Festivals statt.

    Der Burning Bear ist nicht in der Wüste Nevadas, sondern im Schloss Beesenstedt, und hat auch nicht 80.000 Teilnehmer, sondern nur 500. Aber sonst ist die Idee dieselbe: Radikale Selbstverwirklichung, ohne Spuren zu hinterlassen. Während beim Burning Man eine ganze Stadt in der Wüste auf- und wieder abgebaut wird, steht beim Burning Bear das Schloss glücklicherweise schon - weshalb die Energie, die sonst in den Aufbau gesteckt würde, direkt in die Raumgestaltung und Dekoration fließen kann.

    Das Ergebnis ist ein unglaublich bunter und kreativer Raum, oder eigentlich ca 20 verschiedene kreative Räume. Wir sind total baff. Ich war tatsächlich schon zweimal im Schloss (bei Swing-Festivals) und wusste, dass es schon ohne Deko ein supercooler Ort ist - aber die Aufbauten für den Burn hauen mich trotzdem um.

    Die Teilnehmer passen zu den Räumen. Obwohl wir in Berlin extra shoppen waren und ich einen Tag lang in einem Schneemann-Anzug herumlaufe, sind wir total underdressed. Stört aber nicht, weil alle nicht nur extrem kreativ, sondern auch extrem gut drauf und nett sind.

    Genau wie die Räume wird auch das Programm von den Teilnehmern selbst gestaltet. Es gibt Workshops von Pilzen (normal und happy) über Butt-Slamming bis zu Potato Tantra und Massenpsychose, von Sensual Tango über Shibari bis zu Kakaozeremonien und Schaumduschparties. Dazu geile Musik, großartige Verpflegung, Pool, Sauna, Parties, Cuddle Puddles und Kinks aller Couleur. Wir nehmen maximal 20% mit und haben trotzdem eine unglaublich intensive und schöne Zeit.

    Leider ist nach drei Tagen alles vorbei: Am Samstagabend wird das Maskottchen verbrannt, die Nacht nochmal durchtanzt, und am nächsten Mittag ist schon fast alles wieder abgebaut - keine Spuren eben. Wir fahren gemütlich zurück und sind uns sicher, dass das nicht unser letzter Burn war.
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  • Heimaturlaub in Heidelberg

    Mar 17–29, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 8 °C

    Wir übernachten für eine weitere Nacht bei Annies Eltern, und dann trennen wir uns zum ersten Mal seit Beginn der großen Reise: Annie bleibt noch einige Tage bei ihren Eltern und besucht Freundinnen in der Nähe, während ich mit dem Deutschlandticket nach Heidelberg fahre und jede Menge Freunde treffe.

    Die Trennung fühlt sich richtig komisch am, nachdem wir für über anderthalb Jahre jeden Tag - und meist jede Minute - miteinander verbracht haben. Annie hat vom Burn eine hartnäckige Erkältung mitgebracht und muss nun allein damit fertigwerden, aber auch für mich ist es ganz ungewohnt, wieder solo einzuschlafen.

    Zum Glück kenne ich unglaublich viele liebe Menschen in Heidelberg... und treffe die meisten davon. Das ist sehr, sehr schön, und wenn man sich anderthalb oder mehr Jahre nicht gesehen hat, gibt es jede Menge zu erzählen.

    Unterschlupf finde ich bei Johanna und Noah in Eppelheim nahe Heidelberg. Wir kennen uns schon lange, und wie immer verstehen wir uns richtig gut. Wir machen Ausflüge in die Umgebung, wandern durch die Eppelheimer Felder, spielen Minigolf, Tischtennis und Klavier, kochen, essen und reden über Gott und die Welt. Freunde zu haben ist einfach toll!

    Für drei Tage ist auch Annie mit dabei - dann muss sie wieder los zu einer weiteren Fortbildung. Irgendwie kriegen wir es zwischen all den Treffen sogar hin, die Heirat im deutschen Standesregister eintragen zu lassen und Annies Namen zu ändern. Und auf ein paar aufmerksame Tipps hin fangen wir an, Wohnungen in Augenschein zu nehmen, um im Herbst vielleicht wieder eine feste Bleibe zu haben (leider bisher erfolglos).

    Nach fast zwei Wochen geht es dann aber weiter: Wir verlassen Deutschland wieder und fahren nach Wien, wo wir vor achtzehn Monaten die große Reise gestartet haben. Mal sehen, was sich dort so verändert hat.
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  • Guter Sex trotz Liebe ❤️

    Mar 26–29, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    … so heißt die neue WhatsApp-Gruppe der angehenden systemischen Paartherapeut:innen. Das gleichnamige Buch des bekannten deutschen Paartherapeuten Ulrich Clement steht auf meiner Leseliste.

    Für die Weiterbildung begebe ich mich extra ins ferne Magdeburg. Der Kontakt mit dem Institut, die Zertifizierungsmöglichkeit und die Weiterbildungstermine (8 x 3-Tagesblöcke) hatten mich überzeugt. Die Räumlichkeiten tun es auch. Ich fühle mich fast zurückversetzt in unser Wochenende im Schloss Beesenstedt. Das Wartezimmer besteht aus auf einer Empore platzierten pinken Plastikstühlen, einer Lampe mit rosa Federn nebst großem Plüschpanda und Einhornbild. Das Institut arbeitet mit einer lokalen Künstlerin zusammen, die alle Räumlichkeiten gestaltet.

    Wir sind eine sehr kleine Gruppe von nur 7 Teilnehmer:innen, alles Psycholog:innen, fast alle auch angehende Psychologische Psychotherapeut:innen. Das wird wohl ein ganz intimer Kurs werden, die Truppe und die Leitung erscheinen mir nett, und ich komme gut in Kontakt. Wie auch bei der Tanztherapie finde ich es sehr angenehm, die Fortbildung mit so vielen mentalen Kapazitäten zu machen. Es ist eben etwas anderes, als daneben noch einen Vollzeitjob zu bewältigen, und eröffnet mir die Möglichkeit, mich tiefergehend mit den Themen zu beschäftigen.

    Das Magdeburg-Sightseeing muss ich allerdings aufs nächste Mal verschieben. Meine Gesundheit lässt es gerade so zu, dem Kurs konzentriert zu folgen, und danach falle ich in mein Hotelbett.
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  • Wiener Nächte sind lang

    Mar 29–Apr 8, 2025 in Austria ⋅ 🌧 10 °C

    Eigentlich wollten wir zusammen nach Wien fahren und gemeinsam dort ankommen. Die Deutsche Bahn hat aber andere Pläne, und so ist Annie etwa eine Stunde vor mir in unserem Airbnb ganz in der Nähe der alten Wohnung.

    Die ersten Tage verbringen wir hauptsächlich damit, Annie gesund zu pflegen. Nach fast drei Wochen Krankheit wird das höchste Zeit. Entsprechend ruhig ist unser Tagesprogramm. Wir frühstücken jeden Morgen gemütlich, spazieren viel durch die schönen Wiener Parks und organisieren dies und das.

    Gegen Ende der Woche ist Annie endlich wieder gesund. Gerade rechtzeitig, damit wir uns mit zwei guten Freunden, Evi und Kay, treffen können, um zusammen das verlängerte Wochenende zu verbringen. Es wird sehr intensiv mit extrem guter Musik und Gesellschaft, und wir machen die Nächte zum Tage. Die beiden hatten wir auf der Reise wirklich vermisst - so einen guten Austausch kriegt man einfach nicht oft.

    Ganz am Ende überrascht uns Wien noch mit einem verspäteten Wintereinbruch inklusive Minusgraden. Wir sind dafür nicht wirklich richtig ausgerüstet, aber es macht den Abschied ein wenig leichter, denn zum Glück wird es an unserer nächsten Station hoffentlich deutlich wärmer. Andalusien, wir kommen!
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  • Mi cielo es mi vida

    Apr 8–20, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Die ersten beiden Wochen in Andalusien verbringen wir in Arcos de la Frontera, einem „pueblo blanco“ (weißen Dorf), das malerisch auf einem Berg an einem Fluss gelegen ist und mit seinem alten Stadtkern und den kleinen engen Gässchen einen besonderen Charme versprüht.

    Ausgesucht hat diese Basis Rolf, der Andalusien bereits gut kennt und meinte, Arcos eigne sich gut für unsere erste kleine „Workation“. Der Frühling und Sommer stehen bei uns ja ganz im Lichte des Übergangs. Wir wollen weiterhin unterwegs sein, aber nicht mehr einzig und allein als Touris, sondern auch ein bisschen „Arbeits“routine integrieren. Rolf hat sich als Projekte das Spanisch lernen und meditieren gewählt, während ich mich zusätzlich mit Paartherapie, Tanztherapie und Belly Dance beschäftige. Dementsprechend teile ich auch meine Zeit mehr auf und bin gespannt, wann mich Rolf mit seinem Spanischwissen überholen wird.

    Jedenfalls üben wir im Dorf schon ordentlich mit den Angestellten in den Tapasbars, die wir fast täglich besuchen. Von Tag zu Tag klappt es ein bisschen besser, und die Einheimischen geben sich wirklich Mühe mit uns. Apropos Tapas - mir wird klar, wie wenig Tapas ich eigentlich in meinem Leben vorher gegessen hatte. Die ersten Patatas Bravas sind jedenfalls eine Überraschung - ich hatte sie irgendwie ganz anders in Erinnerung.

    Insgesamt gefällt es uns in Arcos sehr gut - nur hatten wir es uns deutlich wärmer und frühlingshafter vorgestellt. Auf unserer wunderschönen Dachterrasse weht oft ein so starker Wind, dass wir sie nicht, wie erhofft, als unser erweitertes Wohnzimmer nutzen können. Jeans, Jacke, Schal und Stirnband werden zu meinen täglichen Begleitern, die ich eigentlich hatte in Deutschland lassen wollen. Wir fragen uns schon, ob sich Andalusien als Winterbasis vielleicht doch nicht so ideal eignen wird und wir da lieber nochmal weiterschauen.

    Wie dem auch sei, was ist, ist und was geht, geht (eine Weisheit aus der Tanztherapie), und wir sind gespannt, was uns die nächsten Wochen in Spanien noch so bescheren werden.

    *Zum Titel: Laut Copilot zählen zu den gängigsten spanischen Kosenamen sowohl mi cielo (mein Himmel) als auch mi vida (mein Leben), nebst mi corazón (mein Herz), mi amor, mi cariño (mein Liebling), mi rey (mein König) und mi tesoro (mein Schatz).
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  • Ausflug nach Ronda

    April 14, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 11 °C

    Nach fast einer Woche Spanisch lernen in Arcos machen wir unseren ersten Ausflug. Es geht nach Ronda, einer spektakulär auf beiden Seiten eines Canyons gelegenen und durch eine unwahrscheinliche Brücke verbundenen kleinen Stadt.

    Wir laufen einen gemütlichen Tag lang durch alte Gassen, sehen uns die Brücke und den Canyon aus sämtlichen möglichen Perspektiven an, essen sehr touristisch inklusive ziemlich schlechtem Eis und üben unser Spanisch. Und abends geht es zurück nach Arcos, wo die Semana Santa, die heilige Osterwoche, angebrochen ist und wir eine Prozession nach der anderen erleben - aber davon später mehr.
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  • Eine riesige Kathedrale

    April 16, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Bei unserem ersten Ausflug nach Sevilla bleiben uns leider die absoluten kulturellen Highlights (Kathedrale und Königspalast) verwehrt. In der Semana Santa, der heiligen Osterwoche, läuft der Tourismus auf Hochtouren, und die Tickets sind ausverkauft bzw es muss eine mehrstündige Warteschlange in Kauf genommen werden, auf die wir keine Lust haben.

    Glücklicherweise hat Sevilla auch sonst viel zu bieten, und wir verbringen einen sonnigen Tag in der Stadt. Wir stoßen sogar auf eine Prozession, wie wir sie in dieser heiligen Woche auch in Arcos noch zuhauf erleben werden dürfen, bei der riesige Monstranzen mit Jesus und Maria durch die Stadt getragen werden, eingebettet in Blasmusik. Es ist eine richtige Volksfeststimmung in der Stadt, und viele Spanier:innen sind auf der Straße. Somit bekommen wir an diesem Tag doch noch eine ordentliche Portion andalusischen Kulturguts mit.

    Und wäre dem nicht schon genug, so begeben wir uns ein paar Tage später dann noch mal nach Sevilla, eigens um die Kathedrale anzuschauen. Hierfür sind wir sogar schon eine halbe Stunde vor der Öffnungszeit da, um nicht zu lange warten zu müssen.

    Rolf hat nämlich eine Art erweiterte FOMO entwickelt. Er selbst hat die Kathedrale schon mehrere Male besichtigt, kann es aber kaum ertragen, dass mir dies verwehrt bleiben soll. Und schließlich kann auch ich nicht mehr guten Gewissens diese Kathedrale NICHT besichtigt haben.

    Und ja, ich gebe zu, es lohnt sich wirklich. Alles ist einfach riesengroß. Die kleinste Sakristei ist größer als so manche Kirche, ebenso wie die einzelnen Seitenschiffe, und auf den Turm geht es über 34 Rampen hoch. Wir verbringen ca. 2,5 Stunden in der Kirche und fahren danach glücklich zurück.
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  • Die heilige Woche

    Apr 20–22, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    In Spanien heißt die Osterwoche "la semana santa" - die heilige Woche. Anders als in Deutschland spielt der Ostermontag kaum eine Rolle - dafür sind aber alle sieben Tage bis einschließlich Ostersonntag Feiertage oder zumindest Volksfesttage.

    Und die Spanier kennen da kein Pardon. Von Montag bis Sonntag werden jeden Tag ungeheure Monstranzen durch die Städte getragen, begleitet und getragen von verschiedenen "Bruderschaften" in Ku-Klux-Klan-ähnlichen Kostümen, die sich nur durch die Farbgebung unterscheiden. In Sevilla sind es neun verschiedene Umzüge jeden Tag (!!!), und das die ganze Woche lang, so viele Bruderschaften gibt es.

    In Arcos sind es "nur" zwei Umzüge am Tag, aber Arcos ist ja auch viel kleiner. Zusätzlich gibt es aber einmal ein komplettes Passionsspiel inklusive Herodes, Pontius Pilates und natürlich Jesus, der tatsächlich ein Kreuz durch die Straßen schleppen muss und am Ende daran angenagelt wird (letzteres immerhin nicht mit echten Nägeln). Die Stimmung ist ganz unheimlich; alle sind totenstill, als Jesus seine letzten Atemzüge tut und das Soundsystem die tiefstmöglichen Basstöne dazu produziert.

    Und weil das alles noch nicht reicht, werden am Ostersamstag und -sonntag auch noch zwei Bullen durchs Dorf gejagt, und wer verrückt genug ist, kann vor die Absperrung gehen und von dem rasenden Stier davonlaufen... oder es zumindest versuchen. Am ersten Tag kriegen wir denn auch den Bullen gar nicht zu Gesicht: Gleich nach der Freilassung hat er die Absperrung umgerannt und mehrere Zuschauer dahinter auf die Hörner genommen und schwer verletzt - Abbruch der Veranstaltung; 3-0 für den Stier. Das hält die Spanier aber nicht davon ab, in Volksfeststimmung am nächsten Tag wieder zu erscheinen - und dieses Mal sehen wir den Bullen für ca. zwei Sekunden, bevor er "wie ein wilder Stier" an uns vorbei rast.

    Aus Tierschutzsicht alles extrem fragwürdig, aber insgesamt mit Prozessionen, Passionsspielen und Stierrennen ein sehr eindrücklicher und für uns unerwarteter Einblick in die spanische Kultur. Wir hatten die Semana Santa während unserer Planung gar nicht auf dem Schirm, aber jetzt wissen wir auch, weshalb es hier in Arcos so wenige (und teure) freie Unterkünfte gab...
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  • Schöne Aussichten

    April 22, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir machen einen weiteren Ausflug in zwei weiße Dörfer (pueblos blancos): Zahara de la Sierra und Grazalema. Auf dem Weg nach Grazalema kommen wir an einem beeindruckenden Pass mit malerischer Aussicht vorbei. Vom Stadtbild her gefällt es uns in Zahara aber besser. Wir speisen in der Sonne auf dem süßen Kirchplatz umgeben von Orangenbäumen und haben das Gefühl, der Frühling/Sommer kommt nun auch in Andalusien an. Und der Aufstieg zur mittelalterlichen Festung wird mit einer weiteren tollen Aussicht belohnt.

    Nach zwei Wochen ist dann schließlich unsere Zeit in Arcos de la Frontera vorbei. Auf dem Weg nach Malaga, wo wir unser Mietauto abgeben, besichtigen wir noch ein weiteres weißes Dorf: Setenil de las Bodegas. Es ist bekannt für seine in Felsen gebauten Häusern. Und wer hätte es gedacht, von der Burg aus haben wir auch hier schöne Aussichten.

    Jetzt freuen wir uns auf unsere nächste Station: Granada.
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  • Hola Granada

    Apr 22–29, 2025 in Spain ⋅ 🌙 16 °C

    Wir geben unseren kleinen Mietwagen in Malaga ab und fahren mit dem Zug nach Granada. Dort haben wir ein extrem zentrales Airbnb, in dem es bei der abendlichen Ankunft dunkel und maximal 10 Grad kalt ist. Oh je!

    Zum Glück gibt es eine Klimaanlage, die auch in umgekehrter Richtung funktioniert. Wir heizen ordentlich ein und erkunden das Haus. Und siehe da: Es gibt eine in Airbnb erstaunlicherweise kaum erwähnte, riesengroße und sehr schöne Dachterrasse! Die zwei Wochen sind gerettet.

    Gleich am ersten Abend treffen wir uns mit einer Freundin von Annie, die zusammen mit einer Bekannten gerade zufällig in Granada ist. Es wird ein ziemlich lustiger Abend und ein schöner Auftakt für unsere Zeit hier.

    Wir lassen es gemütlich angehen und erkunden jeden Tag ein bisschen mehr der Stadt. Granada ist unheimlich schön mit tausenden winziger Gässchen, hunderten schöner Plätze und vielen Dutzend alter Kirchen mit teils spektakulärem Innenleben, darunter meine Lieblingskirche, die grandiose Kathedrale.

    Granada ist allerdings auch voller Touristen. An Tickets zum absoluten Highlight der Stadt, der Alhambra, kommt man nur noch Monate im voraus (oder für 300€ pP) heran. Wir lernen lieber weiter Spanisch und machen darin langsam Fortschritte, gehen abends gut essen und lassen uns von den feierlustigen Spaniern bei ihren diversen Festen anstecken.
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  • In der Alhambra

    Apr 29–May 6, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir sind weiterhin in einem ganz guten Rhythmus: ein paar Stunden Arbeitsroutine pro Tag, unterbrochen von Spaziergängen in der Stadt, zumeist begleitet von leckerem Eis und abendlichen Restaurantbesuchen (von Tapas über marrokanisch bis hin zu italienisch ist hier alles dabei). Wir werden Spanien wohl ein paar Kilo schwerer verlassen. 😅

    Ein paar überflüssige Pfunde versuchen wir allerdings wegzutanzen. In Granada knüpfen wir ein bisschen in der Swingszene an und gehen zu ein paar Socials. Die Leute nehmen uns total nett auf, und wir üben uns weiter in der spanischen Konversation - noch mehr schlecht als recht. Aber wir haben doch beide deutliche Fortschritte gemacht im Vergleich zu vor einem Monat.

    Und was wären die Spanier, wenn es nicht mit der (religiösen) Feierei weiterginge. Am 3. Mai ist der „Cruz de Mayo“, an dem die Heilige Helena im 4. Jhd. n. Chr. das Kreuz gefunden haben soll, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Um das zu feiern, laufen die Spanierinnen zwei Tage lang in ihren schönsten Flamencokleidern durch die Stadt, und es gibt diverse Flamencodarbietungen, begleitet von Live-Musik.

    Und am allerletzten Tag in Granada geschieht dann ein kleines Wunder: Wir ergattern Alhambra-Tickets, zum Normalpreis von knapp 20 Euro pro Stück. Hierfür haben wir, insbesondere Rolf, großen Einsatz gezeigt. Er hat unermüdlich im Internet nach Möglichkeiten gesucht und in einer der vielen Alhambrarezensionen schließlich gelesen, dass gegen 1 Uhr nachts wohl ein paar neue Tickets für denselbigen Tag freigeschaltet werden sollen. Da diese viele wollen (inklusive der Touragenturen, die sie dann teuer weiter verkaufen), sitzen wir ca. eine halbe Stunde mit 3 Endgeräten vor dem Bildschirm und klicken wie die Wilden. Um 1.30 Uhr halten wir die Tickets dann tatsächlich „in den Händen“.

    Um 10 Uhr morgens geht es dann auch schon los mit den Nasridenpalästen. Wir verbringen einen wunderbaren Tag in der Alhambra. 😊
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  • Malaga und ab nach Hause

    May 6–7, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Am Ende unserer vier Spanienwochen verbringen wir noch einen Tag in Malaga, um am nächsten Tag unsere vormittäglichen Flüge nach Deutschland ohne Stress nehmen zu können. Flüge im Plural, weil sich unsere Wege für etwa eine Woche trennen: Annie fliegt nach Hannover und fährt dann weiter nach Magdeburg, um dort das nächste Modul ihrer Paartherapie mitzumachen, während ich über Düsseldorf fliege, um meinen Bruder und meine Eltern zu besuchen und dann noch ein kleines Festival in Belgien mitzunehmen.

    Wir wandern einen Nachmittag durch Malagas Innenstadt samt altem römischen Theater, arabischer Festung und der unvermeidlichen protzigen Kathedrale. Nett hier, aber Sevilla und Granada haben uns doch viel besser gefallen.

    Und nach letztem Eis und letzten Tapas verlassen wir dann das schöne Andalusien mit einigen zusätzlichen Pfunden und deutlich verbessertem Spanisch.
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  • Ich bin, wie ich bin!

    May 7–10, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    Es geht in die zweite Runde Paartherapie - dieses Mal mit den Paar- und Konfliktdynamiken, einem der wichtigsten Themenbereiche der Paartherapie.

    Ich bekomme einiges an Input, den ich auch gleich auf meine eigene Beziehung anwenden kann. Das coole und zugleich herausfordernde bei Paarberatung und -therapie ist, dass ja auch die Berater:innen selbst Beziehungserfahrungen gemacht haben und sehr viele Themen auch auf sich beziehen können. Und gleichzeitig ist das höchste Gebot in der Paararbeit natürlich die Neutralität, die es bestmöglich zu wahren gilt.

    *Der Titel bezieht sich übrigens auf die Empfehlung des Paartherapeuten David Schnarch, sich dem Partner/der Partnerin so zuzumuten, wie man eben ist, mit seinen Stärken als auch Schwächen.

    Ganz dem Motto:
    Es ist nicht meine Aufgabe, mich so zu zeigen, dass ich dir gefalle! Es ist deine Aufgabe, mich so zu nehmen, wie ich bin.

    Das ist gar nicht egoistisch gemeint, und meint auch nicht, dass die Belange der geliebten Person missachtet werden oder dass alles hingenommen werden muss.

    Eine solche gegenseitig gelebte Haltung kann vielmehr zu einer tiefen Bestätigung und Akzeptanz des Selbst führen, dadurch dass ein Gefühl individueller Freiheit entsteht (wer mehr wissen möchte, kann mal „Differenzierungsmodell“ googlen).
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  • Willkommen in Westfalen

    May 7–10, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Für mich geht's zuerst nach Düsseldorf, wo mich mein Bruder und seine Freundin dankenswerterweise am Flughafen abholen. Wir fahren zuerst zum neu gebauten Haus der beiden, das ich, bedingt durch die große Reise, noch gar nicht "in echt" gesehen habe.

    Nach einer ausführlichen Besichtigung geht's dann mit meinem Bruder weiter zu meinen Eltern. Dank der Hochzeit haben wir uns ja vor ein paar Monaten "erst" gesehen - es ist trotzdem schön, wieder zu Hause zu sein. Mein Bruder und ich werden gleich zur Gartenarbeit verpflichtet; ein kleiner Baum mitsamt gar nicht so kleinem Wurzelwerk muss ausgegraben werden, der Rasen vertikutiert werden etc etc. Mit vereinten Kräften schaffen wir es schließlich.

    Ansonsten essen wir gut, spielen viel und bringen uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Und nach knapp zwei Tagen geht es für mich auch schon weiter - meine Eltern leihen mir netterweise ein Auto aus, und ich fahre damit nach Belgien auf ein kleines aber feines Elektrofestival.

    PS. Fotos habe ich keine; ohne Annie habe ich irgendwie nicht daran gedacht, meine alte Heimat zu fotografieren... 🤦‍♂️
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  • Im elektronischen Zoo

    May 10–12, 2025 in Belgium ⋅ ☀️ 13 °C

    Mit dem Auto meiner Eltern brause ich in ca drei Stunden in die Pampa Belgiens. Wobei "brausen" etwas übertrieben ist - seit wann sind in Holland alle Autobahnen auf 100?!

    Nach dem Einchecken im sehr schönen (und sehr teuren) B&B fahre ich zu Evis und Kays tatsächlich noch schönerem B&B - die beiden sind extra aus Wien angereist. Etwas später geht es dann zusammen auf's Festival - den ElektronikZoo.

    Das ist ein eher kleines (~2000 Leute?), sehr familiäres Festival mit exquisitem Lineup und ebensolcher Stimmung. Wir kommen sofort mit anderen ins Gespräch; das Wochenende verbringen wir fast durchgehend mit ein paar mega netten Belgiern, die genauso viel Spaß haben wie wir. Das Wetter ist der Hammer und die Musik auch - alles top!

    Nur schade, dass Annie nicht hier sein kann. Am Montag bringe ich das Auto zurück zu meinen Eltern und steige in den Zug: Abends sehen wir uns wieder!
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  • Die liebe Mama 💐💜

    May 10–13, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Für mich ist auch noch ein kleiner Heimaturlaub angesagt. Zuerst geht es zu Svenja und Flo, deren „neue“ Wohnung (sie wohnen dort seit Anfang 2024) ich noch gar nicht kenne. Ich werde sogar mit gegrilltem Spargel begrüßt.

    Und zum Muttertag fahren wir dann alle zusammen nach Darmstadt, um mit Mama und Papa in unserem Stammcafé zu frühstücken. 🥐☕️😍 Solche Treffen habe ich während der Reise vermisst!

    Zum Schluss werde ich sogar nochmal mit leckerem Spargel beglückt, pünktlich bevor Rolf zu meinen Eltern kommt (er hasst Spargel abgrundtief). Und dann geht es für uns auch schon weiter gen Frankreich, mit einem kleinen Abstecher nach Heidelberg.
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  • Zwischenstop in Heidelberg

    May 13–14, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Montagabend komme ich (fast) pünktlich mit dem Zug am Frankfurter Flughafen Fernbahnhof an und werde dort von Annies Eltern mit dem Auto abgeholt - Annie selbst hat genau zu dieser Zeit Liquid Fusion Bellydance Onlinekurs.

    Wir übernachten bei Annies Eltern und fahren am nächsten Morgen nach Heidelberg - mit dem Auto, das Annies Eltern uns für die nächsten zwei Monate ausleihen (Danke!!!).

    In der Outdoorpassage decken wir uns mit Zelt und ein paar Kleinigkeiten für das Festival in Spanien ein - Markus selbst ist leider gerade auf Sizilien. Dafür läuft uns beim Verlassen des Ladens Julius über den Weg, der wohl gerade im Jack Wolfskin arbeitet. Heidelberg ist klein! 😂

    Wir beziehen unser Airbnb und treffen uns dann mit Sophia, einer Freundin, die sich während unserer Reise als Paartherapeutin in Heidelberg etabliert hat. Annie hat das ja auch vor, und es entwickelt sich ein reger Austausch mit tausend Fragen und Antworten.

    Danach geht's noch kurz in die Eisdiele; kurz vorm Verlassen erspähe ich aber Michi und Jojo, zwei weitere Freunde - und schon sitzen wir die nächsten Stunden am Neckar und quatschen über Gott und die Welt.

    Schade, dass es am nächsten Morgen schon weiter nach Frankreich geht - aber die Menge an Begegnungen stimmt uns doch zuversichtlich, dass Heidelberg die richtige Wahl für unsere Zukunft ist.
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  • Bei Marie und Robert

    May 14–19, 2025 in France ⋅ ⛅ 23 °C

    In unserer Frankreichzeit stehen zwei Besuche bei Pärchen an, die wir auf der Reise kennengelernt haben. Das erste sind Marie und Robert in Orléans. Eigentlich hatten wir nur gehofft, die beiden mal zu sehen, vielleicht zusammen essen zu gehen. Aber sie nehmen sich tatsächlich ganze vier Tage Zeit für uns und stellen ein richtiges Besichtigungsprogramm für uns zusammen. Sie laden uns zu sich nach Hause ein, bekochen uns, beschenken uns sogar mit lokalen Köstlichkeiten. Und Marie nimmt uns mit zu ihrem Blueskurs, bei dem wir sehr herzlich empfangen werden. So viel hatten wir wirklich nicht erwartet.

    Uns gefällt es also richtig gut. Orléans selbst ist ein nettes Städtchen mit schöner Altstadt und einer gotischen Kathedrale, direkt an der Loire gelegen, die zum Spazierengehen oder Verweilen einlädt. Das tun wir mehrfach abendlich in einem der Biergärten am Ufer, während wir uns bei französischer Livemusik die tief stehende Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

    Ein toller Start in unsere Frankreichzeit.
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  • Ausflug nach Fleury

    May 16, 2025 in France ⋅ ☀️ 17 °C

    Mit Marie und Robert fahren wir zur Abtei von Fleury, in der die Überreste von St. Benedikt, dem Gründer der Benediktiner, aufbewahrt werden. Vorher machen wir aber einen Zwischenstopp an einer sehr alten romanischen Kirche, die uns mit ihrer schlichten Architektur und der daraus resultierenden frommen Atmosphäre beeindruckt.

    In Fleury selbst wohnen wir dann einer Mönchsliturgie bei, die in der Krypta unter der eigentlichen Kirche gefeiert wird. Es ist schon eine besondere Stimmung - aber auch definitiv nicht so, wie ich mein Leben verbringen möchte.

    Wir essen sehr gut zu Mittag und wandern dann bis zur Loire, wo wir eine Stunde im Gras liegen und uns vom anstrengenden Faulenzen erholen. Ein toller Tag!
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  • Ein Schlösschen an der Loire

    May 17, 2025 in France ⋅ ☀️ 17 °C

    Das Loiretal, in dem auch Orléans liegt, ist bekannt für seine vielen schönen Schlösser. Rolf hat einige davon bereits auf einer mehrtägigen Fahrradtour, „La Loire à Velo“, besichtigt. [Rolf: Und mit dem Womo und meiner Familie!]

    Zusammen mit Marie und Robert fahren wir zum Château de Chambord, dem größten der Loireschlösser. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, sieht es aus wie im Märchen - allerdings nur von außen. Innendrin ist alles ziemlich ungemütlich, dunkel und mit so hohen Wänden, dass sich die damaligen Könige verloren gefühlt und im Winter wohl unheimlich gefroren haben müssen. Ich bin doch etwas schockiert. Da sahen die Schlösser in Wien (Hofburg, Schloss Schönbrunn), die ich als letztes in Erinnerung habe, von innen doch deutlich schöner aus.

    Ich lasse mir vom Fachmann (Rolf) erklären, dass Chambord ein Renaissancebau aus dem 15. Jahrhundert sei, eine Zeit, zu der es nur Burgen gab und sich Schlösser erst langsam entwickelten. Die Barockbauten in Wien kamen erst viel später, und noch dazu waren diese die Vorzeigeprojekte der Habsburger, in die sie all ihr Geld steckten. Wieder was gelernt.
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  • Sonne und Meer in Hyères

    May 19–26, 2025 in France ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach dem Besuch bei Marie und Robert geht es für uns nach Südfrankreich, genauer gesagt nach Hyères, einem kleinen Hafenstädtchen am Rande der Côte d’Azur. Den Ort habe ich mir ausgesucht, weil ich mir eine Station in der Nähe des Meeres während unserer Frankreichzeit gewünscht habe, und Hyères klang meinen Recherchen nach sehr nett.

    Uns gefällt es tatsächlich sehr gut. Wir haben ein Airbnb in der Altstadt inklusive Terrasse mit Meerblick und unternehmen jeden Tag kleine Spaziergänge durch die kleinen Gässchen mit den vielen kleinen und künstlerischen Läden, essen (teures) Eis (6,00 Euro für 2 Kugeln sind in Südfrankreich leider normal), schlendern durch die süßen Gärten in Hanglage und genießen die Aussichten, die man von vielen Orten hat, da die gesamte Altstadt von Hyères auf einem Hügel liegt. Zum Meer fahren wir auch zweimal, wobei uns der direkte Küstenabschnitt ehrlich gesagt nicht so beeindruckt. Viel besser gefällt es uns auf einer der vorgelagerten Inseln, Porquerolles, auf der wir eine kleine Fahrradtour unternehmen und auch einen sehr schönen Strand finden.

    Insgesamt ist es eine ruhige Woche, in der wir uns auch wieder mit unseren Themen und Orgasachen beschäftigen, die Zeit in Orléans verarbeiten und uns für unsere nächste Station bereit machen, den Besuch bei Patricia und Tousssaint, die wir aus Laos kennen.
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  • Teures Mittagessen

    May 26, 2025 in France ⋅ ☀️ 22 °C

    Von Hyères machen wir einen Tagesausflug nach St. Tropez. Leider sind unsere Hunger-/ Durstanflüge heute ganz schlecht synchronisiert: Wenn ich Hunger habe, will Annie nichts, wenn sie Durst hat, brauche ich nichts. Am Ende landen wir in einem Bistro direkt am Hafen, wo uns ein nicht mal besonders gutes Mittagessen fast 100€ kostet. Ups. Kann man besser machen!

    Die Wohnungspreise in den Aushängen der Immobilienbüros passen aber dazu, ebenso die Yachten im Hafen. Laut Annies Recherche kostet die abgebildete Yacht ihren Besitzer 2.300€ pro Nacht - nur für die Liegegebühr. 🫣 Da man sie für 340.000€ pro Woche (plus "expenses", versteht sich) mieten kann, sind das aber wohl nur Peanuts...

    St. Tropez ist reich, so viel ist klar. Uns ist es eindeutig zu schnöselig - sehr hübsch für einen halben Tag, aber dann reicht es auch. Gut... Was hätten wir bei "Côte d'Azur" auch anders erwarten sollen!
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  • Bei Patricia und Toussaint

    May 26–Jun 2, 2025 in France ⋅ ⛅ 19 °C

    Von St. Tropez fahren wir in Richtung der italienischen Grenze. In den Hügeln dort wohnen Patricia und Toussaint, mit denen wir in Laos herumgereist sind.

    Die beiden hatten wir dort schon ins Herz geschlossen, und wir werden empfangen, als wären wir ihre eigenen Kinder. Sie haben ein großes Haus mit unfassbarer Aussicht bis zum Mittelmeer (und bei klarem Wetter wohl sogar bis Korsika!) und bringen uns für eine Woche in einem der Kinderzimmer unter.

    Wir frühstücken zusammen auf der Terrasse, bewundern die ca. 60 Schildkröten, den riesigen Garten mit tropischen Früchten, die ganzen Reiseandenken und Patricias Orchideenzucht. Es gibt sogar ein Klavier, auf dem ich endlich mal wieder ein bisschen spielen kann.

    An den meisten Tagen machen wir Ausflüge, entweder nur Annie und ich oder mit den beiden zusammen. Abends kocht Toussaint sehr, sehr gut, meist mit unserer Unterstützung, und dann essen wir gemeinsam und quatschen, bis es spät ist. Alles auf Französisch; für mich gar nicht einfach - aber die drei anderen sind sehr geduldig, und langsam mache ich kleine Fortschritte.

    Wir verstehen uns prächtig; die Woche vergeht wie im Flug. Am letzten Tag gehen wir erst zusammen Tanzen, und abends kochen dann Annie und ich für die beiden. Zum Glück wird es richtig lecker.

    Wir sind richtig traurig, als wir wieder fahren müssen. Und drei Kilo schwerer - die müssen jetzt erstmal wieder runter! Wir verabschieden uns voneinander und freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Besuch, entweder hier oder bei uns in Heidelberg.
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