Namibia
Kramersdorf

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Travelers at this place
    • Day164

      Swakopmund

      July 20 in Namibia ⋅ ☀️ 16 °C

      Nach dem schönen Naturerlebnis in der Wüste geht es heute in die Kleinstadt Swakopmund, die wir nach einer tollen Fahrt zwischen der Atlantikküste und den Dünen der Wüste erreichen.
      Swakopmund ist die Hauptstadt der Erongo-Region und hat etwa 34.000 Einwohner.
      Die Geschichte der Stadt beginnt auch hier mit der Landung des portugiesischen Seefahrers Bartholomew Diaz am Cape Cross, etwas nördlich der Stadt im Jahr 1487, wo er ein Steinkreuz errichtete. Viel später, im Jahr 1862 hisste die Besatzung eines deutschen Kanonenboots die deutsche Flagge an der Mündung des Swakop-Flusses, um die Besetzung der Gebiete zu signalisieren.
      Ein weiteres Kanonenboot markierte im August 1892 mit Pfählen den möglichen Landeplatz. Mit diesem hoheitlichen Akt wurde den Engländern, die den Hafen von Walvis Bay 30 km weiter südlich besetzten, die Besetzung dieses Küstengebietes durch das Deutsche Reich demonstriert. Den deutschen Einfluss erkennt man auch heute noch wie so oft in Namibia, an den zahlreichen deutschen Straßennamen, Lokalen und Geschäften.

      Geografisch liegt Swakopmund inmitten von Dünen der Namib Wüste nahe der Mündung des Swakop River. Während der Kolonialzeit war Swakopmund ein wichtiger Hafen, allerdings waren die Bedingungen nicht wirklich günstig: Das Küstenwasser war viel zu flach, eine geschützte Lagune fehlte und die Brandung war viel zu stark. Außerdem war der Hafen von Lüderitz zu weit entfernt und der nahe gelegene Hafen von Walvis Bay unter britischer Besatzung. Da das Ausschiffen von Siedlern und Truppen auf Brandungsbooten ein lebensgefährliches Unterfangen war, wurde mit sehr hohen Kosten ein künstlicher Hafen angelegt und ab 1894 unter Führung einer Reederei in Hamburg ein regelmäßiger Güterverkehr aufgenommen. Zunächst wurde 1902 ein 325 Meter langer, hölzerner Steg gebaut, der 1912 durch einen eisernen ersetzt wurde. Die komplette Versorgung der Kolonie wurde über Swakopmund abgewickelt. Die Überreste dieses sog. Jetty sind noch heute zu sehen.

      Heute dient Swakopmund hauptsächlich als Ferienort und ist somit von touristischer Bedeutung. Viele südafrikanische und namibische Rentner lassen sich hier nieder, es gibt schicke Strandhäuser und auch sonst wirkt die Stadt sehr wohlhabend. Während der Kolonialzeit wurde Swakopmund als „Deutschlands südlichster Küstenort“ bezeichnet, obwohl die Wassertemperaturen aufgrund der kalten Benguela-Strömung des Atlantiks kaum über 20 °C anstiegen.

      Wir nutzen den ersten Tag für einen kleinen Spaziergang durch die noch im Nebel liegende Stadt, essen hervorragende, frische Fischbrötchen, gönnen uns mittags eine Schwarzwälder Kirschtorte und schauen den Fischerboten an der Küste zu.

      Anschließend fahren wir nach Walvis Bay (Walfischbucht). Wegen der reichen Wal- und Fischvorkommen fand die Bucht seit dem frühen 18. Jahrhundert bei europäischen und nordamerikanischen Fischern Interesse und wurde 1795 durch die Besatzung des britischen Kriegsschiffs Star annektiert. Sie ist heute die drittgrößte Stadt des Landes und die mit Abstand am dichtesten besiedelte.

      Die Stadt selber interessiert uns aber weniger, als die über 5000 Jahre alte Lagune nahe der Stadt, die als älteste Lagune Namibias gilt und ein international bekanntes Vogelschutzgebiet mit dem bedeutendsten Wattbereich im südlichen Afrika ist. Sie bietet bis zu 160.000 Vögeln Schutz und für über 200.000 Seeschwalben Nahrung bei ihren Zügen von und zu antarktischen Regionen. Über 80 % aller Flamingos im südlichen Afrika ernähren sich aus dieser Lagune.
      Und diesen schauen wir hier einige Zeit bei ihrem etwas lustig aussehenden Treiben zu, bevor wir anschließend noch ein Stück weiter zum sogenannten Pink Lake fahren.
      Da die Küstenstadt Walvis Bay über riesige Salzvorkommen in den Küstengebieten verfügt und 90% des in Subsahara-Afrika produzierten Salzes produziert, entwickeln sich in der Region große rosafarbene Seen mit hohem Salzgehalt. Die Seen sind auch deshalb pink/rot/rosa, da sie von Mikroorganismen bewohnt sind, die im Rahmen ihrer Photosynthese die rötlich-rosa Substanz Beta-Carotin freisetzen. Dieses riesige Becken sieht wirklich verrückt aus, die Sonne scheint optimal und lässt vor uns das Wasser fast dunkelrot leuchten, während am Ufer riesige Salzkristalle und -platten funkeln. Man kann wohl sogar ohne Probleme in diesen Becken schwimmen, es müsste ein ähnliches Gefühl wie im Toten Meer sein, allerdings ist es momentan nicht warm genug 😜.

      Den nächsten Tag verbringen wir mit einer kleinen Rundfahrt in der Umgebung, hier gibt es nämlich so einiges zu sehen.

      Der erste Stopp ist eine Gegend, in der die Welwitschia Pflanze (genauer: Welwitschia mirabilis) vorkommt. Sie ist die einzige Art der Gattung Welwitschia in der Familie der Welwitschiagewächse, die bereits vor 112 Millionen Jahren auf der Erde wuchsen und daher manchmal auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet wird.
      Laut einschlägigen Nachschlagewerken wurde die Pflanze 1859 von dem österreichischen Botaniker Friedrich Welwitsch in Angola „entdeckt“ und nach ihm benannt. Natürlich kannte die lokale Bevölkerung diese Pflanze schon viel länger und hatte sie entsprechend benannt. In Angola heißt sie n’tumbo (Stumpf), die Herero nennen sie onyanga (Wüstenzwiebel) und auf Afrikaans heißt sie „twee-blaar-kanniedood“ (zwei Blätter können nicht sterben). Die Afrikaaner waren kluge Leute, denn dieser Name beschreibt zwei charakteristische Eigenschaften der Welwitschia: ihre Beständigkeit als Wüstenpflanze und die Tatsache, dass sie nur zwei Blätter hat. Diese beiden Blätter wachsen kontinuierlich, aber langsam und geben, da sie mit zunehmendem Alter zerrissen werden, mehrere Blätter oder gar einen ganzen Blätterhaufen vor. Mit der Zeit zersplittern diese Blätter auch an ihren Spitzen, wenn der Wind, die Hufe von Antilopen und anderen Welwitschia-Fressern und einigen unbeobachteten Touristen ihren Tribut fordern.
      Die Welwitschia findet sich im Wappen von Swakopmund und der Kunene-Region, was aufgrund ihres häufigen Vorkommens in dieser Gegend verständlich ist. Wenn es eine Pflanze aber sogar in das Staatswappen von Namibia schafft, muss es eine sehr wichtige und eine sehr schöne sein, sollte man meinen. Allerdings sieht sie eher aus, als wäre sie gerade von einem Dutzend Geländewagen überfahren worden. Allerdings steht sie durch ihre besondere Eigenschaften für Ausdauer, Überleben in feindlicher Umgebung und für das Durchhalten allen Widrigkeiten zum Trotz.
      Und so fahren wir zu einigen der berühmtesten Exemplare, die auf mindestens 1000 Jahre geschätzt werden. Viele der Pflanzen sind mit einem Kreis aus Steinen umgeben, um zu verhindern, dass Touristen zu nahe kommen und das zerbrechliche Wurzelgeflecht zerstören.

      Nach diesem botanischen Ausflug geht es zur nächsten Sehenswürdigkeit, der sog. Bull’s Party. Der Weg dorthin führt uns durch eine völlig surreal wirkende Landschaft, die passender Weise auch Moon Landscape genannt wird und vor zwei Millionen Jahren ein Hochgebirge war, das durch die Einwirkungen des Swakop-Flusses erodiert wurde.

      Als Bull’s Party werden einige Granitfelsen Namibias genannt, die sich auf dem Land der kleinen Farm Ameib befinden. Die Formationen der Bull‘s Party sind das Ergebnis von Jahrmillionen langen Erosionsprozessen, die den Granit, ein sehr hartes, aber auch sehr poröses Gestein, geformt haben. Granit ist ein unter der Erdoberfläche erkaltetes Magma, das vor etwa 110 – 130 Millionen Jahren durch massive vulkanische Aktivität in diesem Gebiet entstanden ist.
      Als die Blöcke durch Erosion der Erdoberfläche schließlich an der Oberfläche freigelegt wurden, wurden sie durch die extremen Schwankungen der Nacht- und Tagestemperaturen weiter geformt. Durch diese Temperaturverwitterung platzen die äußeren Schichten der zahlreichen Blöcke ab und runden über Jahrmillionen quadratische Blöcke ab, bis fast runde Felsbrocken entstehen, die ins Tal rollen und Orte wie die fotogene Bull’s Party bilden konnten.

      Die drei größten und allein stehenden Brocken sind riesig und es ist ein etwas seltsames Gefühl, sich „unter“ sie zu stellen, scheinen sie doch nur noch an einer minimalen Stelle auf dem Boden zu stehen und jederzeit umkippen zu können. Aber sie halten zum Glück und wir können ein paar schöne Schnappschüsse machen 😅.
      Außerdem kann man von hier noch eine weitere schöne Felsformation entdecken, den Elephant’s Head, der wohl keiner weiteren Erläuterung bedarf.

      Als wir uns auf den Rückweg machen, stecken wir plötzlich in einer Mulde auf dem Weg im tiefen Sand fest und es geht nichts mehr. Wir sind, wie immer optimal ausgerüstet und versuchen mit den Händen so viel Sand als möglich unter dem Auto wegzuschaufeln. Aber es genügt nicht. Das Auto sitzt in der Mitte auf und alles schieben und drücken hilft nichts. Nach kurzer Zeit kommt ein Geländewagen mit deutschen Touristen vorbei, die uns versuchen zu helfen. Aber auch hier hilft ohne Abschleppseil oder einer Schaufel nichts. Der Vater der Familie ist aber zum Glück so nett und fährt Manu die 2 km zurück zum Farmhaus, damit er dort um Hilfe bitten kann. Nach einer knappen halben Stunde kommt er mit der Farmbesitzerin und zwei Arbeitern zurück, die mit einer Schaufel ausgestattet das Auto schnell freigeschaufelt bekommen und wir uns nach einem letzten Anschieben und ein wenig Trinkgeld herzlich bedankend verabschieden.

      Der letzte Stopp ist die Spitzkoppe (auch Spitzkuppe, Spitzkopje oder Spitskopje), ein Inselberg mit 1728 m Höhe, der seine Umgebung 700 Meter überragt. Aufgrund ihrer markanten Form wird sie auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und gehört zu den meistfotografierten Bergen des Landes.

      Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit kommen wir zurück nach Swakopmund und genießen noch ein super leckeres Wildsteak, bevor es zurück in die Unterkunft geht.
      In der Zwischenzeit hat auch hier die Besitzerin unserer Unterkunft mit dem Flughafen telefoniert und am nächsten Morgen bekommen wir endlich die erlösende Nachricht, dass unser Campingequipment angekommen ist 🥳🥳. Wir sind ihr so dankbar und können nun endlich, zwei Wochen nach unserer Ankunft in Namibia doch noch campen. Und so machen wir uns am Morgen auf den Weg nach Windhoek, allerdings nicht ohne einen kleinen Zwischenstopp bei der größten Seerobbenkolonie Namibias, dem Cape Cross Seal Reserve. Das Robbenreservat ist nur eine von 24 Kolonien an der südwestafrikanischen Küste. Insgesamt schätzt man das Robbenvorkommen an der ganzen namibischen Küste auf 650.000 Tiere.
      Zwischen 80.000 und 100.000 Zwergpelzrobben, auch Ohrenrobben genannt, tummeln sich am Cape Cross auf den Felsen – was für uns nicht nur ein außergewöhnlicher Anblick ist, sondern auch extremen Gestank und Lärm mit sich bringt. Aber trotz des Geruches, an den man sich auch relativ schnell gewöhnt, macht es unglaublich Spaß, den Robben zuzusehen. Die meisten liegen ziemlich faul herum und tuen eigentlich gar nichts, während dazwischen immer wieder kleine Grüppchen ins Wasser watscheln oder Kämpfe austragen.

      Die nördliche Atlantikküste Namibias wird auch als Skelettküste bezeichnet, die von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zum nördlich gelegenen Angola reicht. Der heute übliche Name „Skeleton Coast“ wurde von dem Schriftsteller John Henry Marsh erfunden; er verwendete ihn als Titel seines 1944 erschienenen Buches über die MV Dunedin Star, die 1941 vor dem Küstenabschnitt sank. Zuvor hatten San diesen als „das Land, das Gott im Zorn erschuf“ und portugiesische Seeleute als „Tor der Hölle“ bezeichnet. Entlang der Küste legen hunderte von Schiffswracks in Ufernähe und am Strand davon Zeugnis ab.
      Die Schiffbrüchigen, die sich noch von den an der Küste zerschellten oder gestrandeten Wracks hatten retten können, hatten in der unbesiedelten, extrem trockenen Küstenwüste keine Überlebenschance und verdursteten. Der Name bezieht sich daher sowohl auf die Schiffs-„Skelette“, die echten Skelette der Gestrandeten, aber auch auf die zahlreichen Gerippe von an Land gespülten Walen. Ein solches Schiffswrack bekommen wir auf dem Weg auch zu sehen, es sieht wirklich etwas gruselig aus, wie es dort in den Wellen des Atlantiks steht und nur noch von Vögeln bewohnt wird.

      Auf dem Weg zum Flughafen wird Manu dann noch von der Polizei „geblitzt“ und rausgewunken. Bei erlaubten 120 km/h, raste er mit 127 km/h Richtung Windhoek, heißt umgerechnet ca. 60 € 😨. Wie wir in Peru aber gelernt haben, fragen wir erst mal nach der Möglichkeit mit Karte zu zahlen. Als dies verneint wurde, haben wir leider nur 20 € in Bar dabei, was den netten Beamten auch reicht 😅🙈🤣. Wir vermuten, sie teilen das fair untereinander auf und das Knöllchen verschwindet im Müll 😅. Nach ein paar Stunden kommen wir dann am Flughafen Windhoek an und sehen unser Gepäckstück schon von Weitem, während vor dem Gepäckschalter wieder mal eine lange Schlange angekommener Touristen steht, die ihr Gepäck vermissen. Wir haben nun keine Lust, noch mehr Zeit hier zu verbringen, nehmen kurzerhand unser Gepäck und fahren los, ohne die unmotivierten Mitarbeiter noch einmal darüber zu informieren.
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      Traveler

      Wie findest du nur neben den vielen unglaublichen Erlebnissen, den tollen Fotos, dem Recherchieren und eventuell auch mal Schlafen noch die Zeit, so schöne interessante Berichte zu schreiben? Meine Bewunderung hast du 👍👍👍🤗

      7/31/22Reply
      Traveler

      Ach Mensch, du Liebe! Danke für die Blumen. Die ein oder andere lange Autofahrt kommt ja immer 😅. Aber es macht auch einfach sehr viel Spaß und wir lesen auch gerne zwischendurch die älteren Berichte.

      7/31/22Reply
      Traveler

      an diesen Stein habt ihr euch herangetraut? 😲

      7/31/22Reply
      Traveler

      War ganz schön anstrengend, ihn zu halten 💪💪

      8/1/22Reply
      4 more comments
       
    • Day7

      Lewis Hamilton und wir

      August 5 in Namibia ⋅ 🌙 12 °C

      Heute klapperten wir alles ab, was Swakopmund so hergab. Als Erstes ging es zum Museum um die Ecke, wo zum Einen allerlei ausgestopfte Tiere von Namibia zu sehen waren und andererseits dessen ganze Geschichte dargestellt war. Nicht erwähnt wurde das Verhalten der Deutschen gegenüber der Urbevölkerung. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass sie Tausende Nama und 80% der Herero getötet haben, als diese Völker sich gegen den deutschen Kolonialismus gewehrt haben. Gemäss Wikipedia war das der erste Genozid des 20. Jahrhunderts...
      Danach spazierten wir an zig Läden vorbei zum Snake Park. Das ist ein kleiner, aber feiner Zoo mit zig einheimischen Schlangen, einer Schildkröte und einem Monitor Echse. Das Highlight war, dass der Mann, der dort arbeitete, uns ungefragt und mit viel Fachwissen zig spannende Details zu den Schlangen verriet. Er zeigte uns dann noch das frei laufende Haustier, die Monitor Echse. Sie war gerade im Begriff, das Haus Richtung Garten zu verlassen. Ein schönes Tier und die Kinder hätten sie gerne nach Hause genommen. Zum Schluss fütterte der Wärter dann noch das Chamäleon, dessen herausschnellende Zunge alle zum Lachen brachte. Themengerecht besuchten wir danach noch das kleine Aquarium im Städtchen. Es soll das Einzige in ganz Namibia sein. War nicht sehr spektakulär, aber doch einen Besuch wert. Danach buchten wir noch die Quad-Tour durch die Wüste für morgen (ohne mich), schnappten uns einen späten Lunch und machten dann ein bisschen Pause im Hotel. Am späten Nachmittag ging es für Zora und mich noch schnell auf den kleinen Markt um die Ecke, wo viele Lokals dasselbe verkauften: Sehr schöne Holzschnitzereien, selbst gebastelten Schmuck und natürlich die typischen afrikanischen Wachsstoffe.
      Am Abend waren wir dann nochmals mit Boffos im Seafood Restaurant verabredet.
      Die Kellnerin verriet uns zum Schluss, dass gemunkelt würde, dass Lewis Hamilton in unserem Hotel sei. Sie hätten schon Tom Cruise und Brad Pitt hier gehabt. Lewis Hamilton war gemäss den Medien gleichzeitig wie wir in Sossusvlei bei den Dünen. Vielleicht treffen die anderen ihn heute beim Quad fahren? Mal sehen, wer schneller ist.
      Von Boffos mussten wir uns leider nach dem Abendessen verabschieden, was insbesondere den zwei Kleinsten schwer fiel. Aber auch wir hoffen, dass wir es irgendwie doch noch schaffen, sie noch einmal zu sehen. Sie fahren jetzt direkt hoch zum Etosha Nationalpark und fliegen dann am 15. noch für eine Woche nach Kapstadt. We'll see.
      Claudia
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      Traveler

      Klingt ja alles sehr abwechslungsreich. In dieser Nacht hat es bei uns in Pontresina endlich geregnet. Es is immer noch bewölkt, mal sehen wo die Wanderung heute hingeht. Gestern war es sehr heiss, kein Schatten, kein Baum, aber mit Sonnenhut. Zu Hause angekommen ging es gleich unter die Dusche. Freddy war bis auf die Unterhose klatschnass. 😅 LG 🙋‍♀️🙋🏻‍♂️

      8/6/22Reply
      Traveler

      🥰

      8/6/22Reply
      Traveler

      Bei euch ist mehr los als im Engadin. Übrigens, es gibt dann Sandflöhe. Hat‘s noch nicht gejuckt?🤪 Aber hat sicher alles Spass gemacht. Gerne hätten wir ein Foto von Zora mit dem neuen Outfit. Gestern waren wir in La-Punt bei Freunden zum Abendessen eingeladen. Es gab "Tomahawk". Soo.. lecker. Kennt ihr das? Einen schönen Tag!🙋‍♀️🙋🏻‍♂️

      8/7/22Reply
      Traveler

      Ja, Tomahawk kennen wir! War sicher lecker. Sandflöhe hatten wir noch nicht bisher…

      8/7/22Reply
      2 more comments
       
    • Day8

      Shopping, Dünen und Chillen

      August 6 in Namibia ⋅ 🌙 18 °C

      Heute gingen die drei Jungs in die Wüste mit Quads, während wir Frauen uns etwas Wesentlicherem widmeten: dem dringend notwendigen Kauf von Kleidern für Zora, davon hat sie ja viel zu wenig. Wir erbeuteten 1 T-Shirt und 1 Jeans-Kleid für Madame, zu einem Preis, der kaum die Materialkosten deckt. Ich habe Zora dann auch wieder mal erklärt, dass die (Billig-)Kleidungsindustrie (was anderes gibt es hier für Kinder aber auch kaum) ein ziemlich schmutziges Geschäft ist und ich die Kleider aus dem Grund lieber selber nähe, und zwar aus Stoff, dessen Herkunft und Qualität ich kenne.
      In der Folge besuchten wir noch den ein oder anderen kleinen Handwerksmarkt, es war heute einiges los im Städtchen. Wir sahen auch einen Demonstrationszug, bei dem eine politische Partei ihre Kandidatin lauthals bewarb. Am 12. August sind hier offenbar Wahlen. Der Himmel zeigte sich leider auch heute wieder von seiner grauen Seite. Das ist nun schon seit drei Tagen so und wir sind froh, morgen bei der Weiterreise wieder ein wenig von der Sonne zu sehen.
      In der Zwischenzeit amüsierten sich die drei Männer in der Wüste und waren nach dem Mittag wieder zurück im Hotel. Wir assen einen kleinen Lunch in einer Art italienischen Apérokneipe mit einer riesigen Weinauswahl. Danach wollten Pascal und die Kinder noch zum Paintball-Schiessen, was jedoch am tiefen Alter der Kinder scheiterte. Es wurde dann noch ein wenig im Hotel entspannt und schliesslich auch beim hoteleigenen Italiener zu Abend gegessen. Morgen geht es weiter Richtung Norden.
      Claudia
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      Traveler

      Uns gefällt vor allem die Tafel mit dem pinkelden Mann und die Schere mit den zwei Eiern😂😂

      8/8/22Reply
      Traveler

      Hat denn die treuumsorgende Mutter nicht dafür gesorgt, dass das Töchterlein genügend warme Kleider eingepackt hat ?? Dabei muss ich gestehen, dass das dem alt erfahrenen Opa auf der Ostseereise vor einem Monat auch passiert ist - ich musste mich mit einer warmen Jacke aus der Schiffboutique eindecken - war wohl etwas teurer als Zoras Jeans Kleid. Herzlichen Dank für die täglichen unterhaltsamen Berichte ! Fritz

      8/9/22Reply
      Traveler

      Ne ne, die hat keine warmen Kleider „gebraucht“, sondern ein Sommerjeanskleid und ein T-Shirt. Wobei von „brauchen“ kann keine Rede sein…😀

      8/9/22Reply
       
    • Day6

      Auf zum Atlantik

      August 4 in Namibia ⋅ ☀️ 12 °C

      Heute ging's nach einer nicht ganz so eisigen Nacht wie die davor Richtung Norden. Nach einer Stunde hielten wir vor der grossen Einöde an der letzten Tankstelle / Café. Selbstverständlich trafen wir da wieder auf Familie Boffo, wie könnte es auch anders sein. Offenbar haben sie uns auch in den Dünen gehört, aber nicht gesehen. Unüberhörbar sind wir. Jedenfalls haben wir in diesem Café einen leckeren Apfelkuchen verspeist und nebenbei die Erdmännchen beobachten können, die ums Café rumgeflitzt sind. Erdmännchen haben wir bis jetzt noch keine gesehen! Süsse Tierchen. Nach diesem Pitstop für Mensch und Auto (die Toiletten sind hier überall blitzblank sauber, kein Vergleich zu Schweizer Raststätten...) ging's stundenlang durch verschiedenfarbige Einöden. Zuerst rötlich/gelb, dann grünliche Hügel, dann beige Sandwüste und dann schwärzliche lava-artige Gesteinswüste (ein wenig wie auf Lanzarote) und schliesslich wieder rötliche Wüste. Schliesslich kamen wir nach zig Kilometern Schotterstrasse im Industriestädtchen Walvis Bay an. Nichts fürs Auge, aber wohl ein wichtiger Hafen. Leider alles sehr schlecht ausgeschildert, drum haben wir uns gleich mal verfahren... Autofahren an so einem Ort ist echt nicht lustig, die Bodenmarkierungen sieht man kaum, keine Wegweiser, aber dafür viele Lastwagen. Wir waren dann froh, als wir dank einer netten Frau Klarheit hatten und die Schnellstrasse Richtung Swakopmund fanden. Diese führte uns dem Atlantik entlang gegen Norden. Wir sahen diverse Containerschiffe wie auch zwei riesige Ölplattformen. Dann sind wir in Swakopmund angekommen und haben gleich in unserem Hotel, dem Strandhotel, eingecheckt. Ist zwar so gar kein Badewetter. Die Temperaturen sind unter 20 Grad und es ist bewölkt. Aber das macht uns nichts aus, solange wir nicht frieren müssen.
      Am Abend dann gingen wir mit Familie Boffo im hauseigenen Brauhaus essen. Die Boffos sind ja hier auch wieder ganz in der Nähe, als hätten wir die Ferien gemeinsam geplant... Dabei haben wir ja erst vor zwei Wochen per Zufall erfahren, dass sie überhaupt auch hier sind :)
      Das Essen war lecker. An diesem Abend war eine Acapella-Gruppe zu Besuch und gab jedem Geburtstagskind ein Ständchen. Wir erzählten dann unseren Freunden die Geschichte, wie Quentin es als kleines Kind nicht ausstehen konnte, wenn jemand für ihn "happy birthday" sang. Pascal konnte es sich nicht verkneifen und meldete bei der Acapella-Gruppe Quentin heimlich ebenfalls als Geburtstagskind an, weshalb er auch sein Ständchen bekam. Dieses Mal verkroch er sich aber nicht mehr unter dem Tisch wie früher, sondern lachte sich krumm. Erstmals probierten wir ausserdem namibischen Wein (Shiraz und Cabernet Sauvignon). Gar nicht schlecht!
      Claudia
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      Traveler

      Claudia, deine Beschreibungen sind so wundervoll, als ob wir mitreisen würden. Du machst uns richtig "gluschtig“. Die Tiere, die traumhaften Sonnenauf- und -untergänge und die Landschaft beeindrucken uns sehr. Beeindruckt hat uns auch die Kälte in der Nacht. In Genf war es gestern 38,3 Grad!!!! Dann noch tropische Nächte. Beim Acapella-Ständchen für Quentin wären wir auch gerne dabei gewesen. Das Gesicht von Quentin können wir uns gut vorstellen. 🤪

      8/5/22Reply
      Traveler

      Freddy meint der Wein in Namibia sei sicher nicht schlecht

      8/5/22Reply
       
    • Day46

      About bolts and nuts

      February 1, 2020 in Namibia ⋅ ⛅ 17 °C

      Toyota service in southern africa:
      "I lost one bolt of my panhard stabilizer rod. Can you give me a spare?"
      "We don't find your vehicle number in our system."
      "Yeah, it's a German car."
      "Oh."
      "Can you just give me a new bolt and a nut?"
      "We need a sample. Do you have it?"
      "No, as I said, I lost it in the road."
      "Oh. Hmm. Look, the part number you are requesting is not in stock. Apparently it is not available in wohle Namibia."
      "You have the hall full of Toyota Land Cruisers and Hiluxes, they probably all share the very same bolt and nut. Gimme one!"
      "We only work with original parts. We can order your bolt and nut from Japan. At least 5 days to wait."
      "But I need it now!"
      "Ok, then go to Marc's Auto."

      Marc's Auto is officially closed on Saturdays. But happily I find a guy behind the counter today! :-D
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    • Day32

      Living Desert Tour

      April 3 in Namibia ⋅ ⛅ 15 °C

      In der Namib Wüste bzw ihren Dünen die in Swakopmund münden, kann man die little five besichtigen und sich alles Wissenswerte über das Leben in der Wüste bei einer geführten Tour erzählen lassen.
      Einige dieser Tiere sind: palmato Gecko, sanddiving lizard, sidewinding adder und der Toki Käfer. Es gibt auch chameleon und Skorpione. Diese lassen sich aber nur schwer sehen.

      Charly's desert tours kann ich sehr empfehlen. Wir wurden morgens im Hostel abgeholt und nach der 3 stündigen Tour auch wieder zurück gebracht. Unser Guide Johnny war sehr nett und hatte viel Spaß am Offroad Dünen cruisen 😎👍😅
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      Traveler

      😂

      4/3/22Reply
      Traveler

      ♥️

      4/3/22Reply

      🥰 [Alex]

      4/4/22Reply
       
    • Day8

      Am Matterhorn Afrikas

      September 5, 2021 in Namibia ⋅ 🌙 12 °C

      Als das Matterhorn Afrikas wird hier die Spitzkoppe bezeichnet und tatsächlich sieht sie dem in der Schweiz ein ganz kleines bisschen ähnlich. Die Größe im Vergleich ist natürlich lächerlich. In dem Park gibt es noch viele weitere seltsame Felsformationen, worauf wir teilweise geklettert sind.
      Der Weg dahin führte uns über endlose und staubige Straßen. Fast hätten wir uns auch noch einen Pelz aus Streifenhörnchen machen können, da diese plötzlich aus dem Nichts die Straßenseite wechselten und wir mit 100 auf der Schotterpiste angedonnert kamen.
      Nach dem Zwischenstopp an der Spitzkoppe ging es weiter nach Swakopmund. Die Rezeption von unserem Hotel hatte bereits geschlossen und wir wurden vom Security Service empfangen. Einer der Mitarbeiter wollte uns dann den Weg zum Restaurant erklären, doch seine zwei Kollegen meinten er soll uns am besten gleich dorthin begleiten. Das ist doch mal Service.
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      Traveler

      So beeindruckend 🙏🏻🥰

      9/6/21Reply
       
    • Day10

      Wasser und Sand

      September 7, 2021 in Namibia ⋅ 🌙 12 °C

      Es gilt das Gebot, sobald Michas Haare gestyled sind, habe ich sie auf gar keinen Fall mehr anzufassen. Die Pelikane, die sich heute früh zu uns an Bord gesellten, nahmen darauf jedoch keine Rücksicht und streiften mehrfach mit den Flügeln über die Köpfe. Durch ihre Zutraulichkeit hatte Micha ihnen aber schnell verziehen. Neben den Pelikanen kam auch noch eine Robbe aufs Boot und ließ sich den Fisch schmecken. Nach der Catamaran Tour sind wir aufs Auto umgestiegen und nach Sandwich Habour gefahren. Dort treffen riesige Sanddünen auf die Küste und es ging auf dem Sand hoch und runter, wie auf einer Achterbahn. Unser Guide hat extra für uns zum essen oben auf den Dünen angehalten. Da Namibia sehr berühmt für seine Austernfarmen ist und auch unser Guide davon schwärmte, habe ich mir dann auch mal eine rein gezwungen. Das ist allerdings als kulinarische Köstlichkeit zu verbuchen, die ich nicht nochmal brauche. Da bleiben wir doch lieber beim Steak.Read more

      Traveler

      Sooooooo schön 🥰

      9/7/21Reply
      Traveler

      Ja war wirklich beeindruckend 😍

      9/7/21Reply
       
    • Day9

      Tag 9 Tour in die Wüste

      September 19 in Namibia ⋅ 🌙 13 °C

      Heute ging es in die Wüste. Leider mussten wir dafür schon wieder zeitig aufstehen, da wir 8.00 Uhr im Hotel aufbrachen. Mit Safarijeeps fuhren wir in die Wüste. In mehreren Stops wurde uns die Tier- und Pflanzenwelt der Wüste erklärt. Unser Ziel war es, die 5 kleinen Tiere der Wüste ( Spinne, Schlange, Skorpion, Camelion und Wüstengecko) zu sehen. Als erstes wurde für uns ein Wüstengecko ausgebuddelt, dann eine Schlange und als drittes der Bau einer weißen Spinne im Sand gezeigt. Die Spinne wurde in Ruhe gelassen und uns ihr Aussehen anhand von Bildern gezeigt.Read more

    • Day20

      The little five tour

      December 16, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 13 °C

      Heute haben wir die kleinen Tiere der Wüste kennen gelernt.
      Als erstes hat Jürgen eine Zwergpuffotter gefunden.

      Die Zwergpuffotter (Bitis peringueyi; englisch Sidewinder Snake), auch Namibviper oder Peringuey-Wüstenotter genannt, ist eine Schlangenart aus der Gattung der Puffottern. Sie lebt als einzige Viper in der Namib-Wüste, die sich vom Küstenbereich Namibias bis nach Süd-Angola erstreckt. Mit einer Körperlänge von nur maximal etwa 30 Zentimetern gehört sie neben Schneiders Zwergpuffotter (Bitis schneideri) zu den kleinsten Arten der Gattung. Sie zählt zu den sogenannten Little Five.

      Das nächste Tier ist eine schwarze Witwe.

      Die Südliche Schwarze Witwe (Latrodectus mactans), meist nur Schwarze Witwe genannt, ist eine Webspinne aus der Familie der Haubennetzspinnen. Die aufgrund der Wirkung ihres Giftes prominente sowie gefürchtete Art ist im Südosten der Vereinigten Staaten anzutreffen und überdies die bekannteste Art der Echten Witwen (Latrodectus).

      Die englischen Trivialbezeichnungen der Südlichen Schwarzen Witwe lauten Black widow, Southern black widow und Shoe-button spider. Während die Bedeutung der ersten beiden englischen Trivialnamen mit denen der beiden deutschen identisch ist, lautet die dritte übersetzt "Schuhknopfspinne".
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    Kramersdorf

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