New Zealand
Waimarie

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20 travelers at this place

  • Day34

    Was für ein nasser, aufregender Tag!

    December 20, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Mittig in der Nacht hatte ich einen mindestens 10-minütigen Juck-Anfall an meinen Füßen Dank der unzähligen Sandfliegenstiche. Die gaaaaanze Nacht hat es durchgeregnet.
    'Nen bissl habe ich mich trotzdem gefreut über die Aussicht aus unserer Heckscheibe direkt aufs Meer. Da es noch immer etwas nieselt, fahre ich wieder die 200 Meter vor bis zum Aufenthaltsraum samt großräumigen Café samt kleinem Innenraum-Fischteich - mit Angebot von verschiedensten Selbstgebackenem und leckerem Kaffee, eine separate Campeküche und niedlich hergerichteten Badezimmer-Bereich - Betonboden, aber dennoch 'nen kleines Väs'chen mit Blümchen auf dem Waschbecken als Deko, und ich sehe zum ersten mal einen separaten Müll-Eimer beim WC - hier ist's wirklich sehr idyllisch in "Gentle Annie Seaside Accommodation", und es hat sich tatsächlich gelohnt, extra die 30 Minuten nördlich entlang der Westküste zu fahren, und den guten Bewertungen und Empfehlungen in der "Campermates"-App zu vertrauen. Wir starten den Tag erstmal mit kurzer Videotelefonie Dank Camping-WLAN mit Oma Margrit und Cousin'chen.

    Gegen halb zehn gibt's dann heute mal etwas später als sonst Frühstück - und natürlich genießen wir auch etwas leckeres Selbstgebackenes: eien "Carameliesed Brownie" sowie einen Moccachino, nebst meinem Hafermüsli. Evi: "Das isst du ja jeden Tag?!" Ich: "Wenn's mir schmeckt?!" Allerdings war der Brownie wirklich eine köstliche Bereicherung zur Abwechslung 😍😁🍮 Wir hatten uns diesmal an den Tisch zu den Mädels von gestern Abend gesellt: Sandra und Wicky. Sandra besucht ihre Freundin hier für drei Monate, und nutzt dazu die Arbeitslosigkeit zwischen dem Jobwechsel. Wicky hingegen ist schon über ein Jahr hier, arbeitete vor allem in der Stadt "Wanaka", liebt es hier - nur die große Entfernung zur Heimat hält sie davon ab auf ewig hier zu bleiben. Ansonsten rattert es auch bei ihr: wie geht es dann, vor allem jobmäßig, in Deutschland weiter? Ein 40 Stunden Bürojob unter Cheffs Fittichen kommt für sie nicht mehr in Frage, eher die Selbstständigkeit. Wie viele andere auch muss sie in der Zeit hier noch ihrer Weichen für die Zukunft stellen nach der Zeit in Neuseeland und zurück in Deutschland. Während Evi mit Papa, Celle und Ari telefoniert, unterhalten wir uns eine ganze Weile auch über das Leben und die Menschen samt ihrem Lebensstil mit den Unterschieden in Deutschland und Neuseeland, und kommen zum Resultat, das der Fokus hierzulande weniger auf dem gesellschaftlichem Status liegt, und es viel mehr um ein ruhiges, wenig materielles, mit wenig genügsames und glückliches Leben geht. Auch geht es hier beim Reisen nicht nur um die Landschaft, sondern vor allem auch um die Menschen, die man trifft, mit deren Geschichten und Ansichten, und der gemeinsamen Zeit, die man verbringt und einen selbst ergänzt.

    Und dann äußert Sandra einen Spruch zu Wicky - es ist 11 Uhr vormittags - "Also wenn wir heute Abend drei Stunden surfen gehen, brauchen wir eigentlich heute nicht mehr so viel zu machen." Ich ergänzte amüsiert: "Das ist doch echt eine Luxus-Aussage von einer Langzeit-Urlauberin!" Und alle lachen zustimmend 😄

    Wir treffen auch auf andere deutsche Jungs, einer davon ist Fotograf und verdient sogar sein Geld damit. Jetzt hat er noch einen Fan mehr mit mir und einen weiteren Follower auf Instagram - tolle Naturbilder, mit der nackten Ganzkörper-Rückansicht von ihm 😁😍

    Wir verabschieden uns gegen 12 Uhr schonmal von allen, bevor wir uns losmachen, um den Strand abzulaufen, in der Hoffnung dabei vllt einen "Green Stone" zu finden, und dann nach 20 Minuten Fußweg durch ein Labyrinth am Strand zu irren. Allerdings fängt es auf der Hälfte des Weges an zu tröpfeln, und ich entscheide mich doch lieber umzudrehen mit Evi. Einen dieser Steine hatte Evi bereits nach zwei Minuten gefunden - die Tinker-Queen 👑👸 Und da der Regen immer doller wurde, war mein Schritt zurück zum Camp allmählich etwas straffer geworden. Wir mussten erneut eine kleine Flussschneise überqueren, nur hatte ich jetzt auf dem Rückweg weniger Geduld langsam am Rand über die großen Stämme rüber zu klettern. In der Eile entschloss ich mich für den schnelleren Weg, Evi fix heldenhaft rüber zu werfen über dieses ein-Meter-breite fließende Gewässer und selbst rüber zu springen. Und natürlich landete Evelin mit beiden Beinen auf der anderen Seite, und kippte ungünstiger Weise mit dem Pops zuerst rückwärts ins Flusswasser hinein 🙈🤷 Ich hatte natürlich versucht sie noch aufzuhalten, und landete samt der Schuhe auch Wadentief im Wasser. 😅 Evi fand es ausnahmsweise mal nicht schlimm: "Es war doch recht warm das Wasser, das war gar nicht schlimm." Unschön war dann nur, dass wir noch etwa 500 Meter bis zum Camp laufen mussten, und wann das Flusswasser nicht geschafft hat zu durchnässen, machte dann der Regen von oben.. und wir landetenden Pitschnass im Auto. Juhu🤦

    Nach kurzem Umziehen entscheiden wir uns gegen den Labyrinth-Besuch und fahren stattdessen nun wie geplant die 30 Minuten zurück in die Stadt "Westport". Dort haben wir zum Mittag gegen 15 Uhr uns erstmal einen Wrap-des-Tages gegönnt, sind dann zur "I-site" und ich habe unsere Wale-Sichtungs-Bootstour am 27.12. in der Stadt "Kaikora" gebucht. Danach sind wir noch etwas durch die Straßen geschlendert und haben uns schließlich los gemacht Richtung Campingplatz - dem Regen entgegen natürlich. Die regenbehangenen Wolken verdecken schon wie die letzten zwei Tage die Sicht auf die ganzen, dicht mit Laubbäumen bewachsenen, bergigen Wälder. Wir fahren direkt am "Buller-River" entlang - somit ist die Strecke wieder sehr kurvenreich, mit großen Felsbrockenwänden direkt an der Straße, steilen Abhängen runter zum Fluss - ohne Sicherung wie so oft, mit mehreren Geröllwarnungs-Straßenschildern, mit Geschwindigkeitsvorgaben von 85 - 75 - 65 - 55 - 45 - 35 - 25 - 15 km/h in all den Kurven, mit verschiedenstem Strecken-Gefälle, einspurigen Brücken, und - trotz Regen und Wolken - mit tollen Aussichten. Autofahren ist hier einfach sehr abenteuerlich, es macht richtig Spaß auf diesen Straßen, erstrecht mit dieser Landschaft im Blick! 😍

    Und nach einer Stunde Fahrt - diesmal gut gelaunt und gemeinsam laut mitsingend bei Sailormoon- und Elsa-Liedern - enden wir schließlich auf dem Campingplatz, mitten im Gebirge - weiter oben auf der Strecke, mit schöner Sicht auf den bergigen Wald. Hübsch anzusehen 😊👌 Hier ist heute der, wie ich finde, bisher schlimmste Kampf gegen die Sandfliegen angesagt. Wir wappnen uns ganz schnell mit Insektenspray und einem dritten Outfit für heute: weit ausfallende Klamotten, die möglichst alles bedecken - die Drecks-Biester stechen nämlich auch durch dünne Sachen! Die umzingeln einen vor allem beim Stillstand, und so fällt das Abendbrot - auch wenn es nur ein Sandwich auf die Hand ist - sehr Sandfliegen-belagert aus. Was soll's 🤷

    Wir hatten hier direkt nach der Ankunft bereits kleinere Wanderungen steil runter zum Fluss gemacht, und sind auch 30 Minuten einfach einen schmalen Trampelpfad samt Hängebrücke planlos lang gelaufen und wieder umgekehrt. Erst danach habe ich mir die Informations-Schilder über die Geister-Straße, verschwundenen und hier gestorbenen Menschen aus der einstigen Goldgräbergegend durchgelesen.

    Eigentlich hatte ich mir für heute vorgenommen, bei diesem diesigem Wetter endlich mal Postkarten zu schreiben. Allerdings siegte dann doch die Abendteuerlust in mir, und wir machten uns mit Regenjacken - abends 20 Uhr nochmal auf die Socken. Hier gibt es einen coolen Rundweg von knapp 5 km, mit drei Hängebrücken, und vorbei am Friedhof. ...es ist offensichtlich, dass das ganz schön spät angesetzt war, für diese lange Strecke.... 🤦 So machten wir uns in die Spur, auch Evi hatte Lust, denn die Wege hier sind wirklich abendteuerlich: größtenteils gerade mal 40 cm breit.. matschig, steinig, über Wurzeln, unter umgestürzten Bäumen hindurch, entlang an steilen Hängen - hochwärts rechts von Evi, als auch runterwärts links von mir, 100 Meter? mit Sicht auf den Fluss. Das hätte mal wieder nicht jede Mami gemacht - Schande über mein Haupt, aber es ist mal wieder alles gut gegangen, wenn auch nicht ganz so wie geplant und mit mehr Adrenalin als gedacht xD

    So grob hatte ich die Strecke ja vor mir, sogar auch abfotografiert wo es langgehen soll. Der Weg war wie beschrieben wirklich sehr spannend und wir krakseln zu zweit durch den Wald, mit schönen Aussichten, mittlerweile regnet es über uns, wir bekommen allerdings wenig davon ab - dank all der riesigen Bäume um uns herum mit großem Blätterdach. Es ist nur 'nen bissl düster - klar für diese Uhrzeit.. 😅

    Nach den ersten 10 Minuten erreichen wir den Friedhof, die paar Gräber im Waldhang haben teilweise einen Grabstein, auch einer für ein Kind - Lebzeiten im 18. Jahrhundert, alle umrandet mit hüfthohen Metallzäunen. Ich mag den Platz nicht sooo, und gehe mit Evelin auch schon weiter. Es sollen bis zur ersten Hangebrücke noch weitere zwei Kilometer vergehen laut Plan. Im Hinterkopf habe ich die Gedanken, dass es doch eigentlich schon recht spät ist mittlerweile.. und es regnet.. es auch nicht ganz ungefährlich ist was ich hier mal wieder fabriziere.. mitten im Wald von Neuseeland, ohne Handyempfang, allein mit Evi..

    Naja, und so schlug ich vor einfach was zu singen: "Ich wand're ja 'sooo gerne' mit Evi durch Neuseeland, den Rucksack auf dem Rü-hücken, die Evi in der Hand. Ich bin 'ne lust'ge Wandersfrau - so 'völlig unbeschwert', mein Lied' erklingt durch Busch und Palm', dass niiiiemand weiter hört.🤷 Diesen Weg durch die Höh'n bin ich noch nie gegangen, Vöglein singen Lieder, bin ich weit in der Welt habe ich verlangen, Thüringer Wald nur nach dir!!!" -Ja, da wäre ich grad gerne lieber, um ehrlich zu sein. "Du kannst aber schön Singen Mama." Mit dieser Bemerkungen ermuntert Evi meine Laune - Danke mein Kind 😘

    Man bin ich froh als wir endlich bei der ersten Hangebrücke ankommen und ich mich wenigstens etwas bestätigt fühle hier richtig zu sein, und jetzt auch grob einschätzen kann bis wann wir wieder zurück sind. Die Hälfte vom Weg ist jetzt laut Plan geschafft! Die Brücke sieht auch nach Evi's Meinung sehr idyllisch und märchenhaft aus. 😊

    Wir gehen den Weg weiter, ein paar Treppen hinauf,.. bis mir irgendwann einfällt, dass der Weg für den Rundgang auf der Abbildung doch eigentlich links lang gehen sollte? Und der Weg rechts entlang, auf dem wir uns gerade befinden, müsste eher der 18 km Lange zum Berg hoch hinaus sein.. also kehrte ich nochmal um mit Evi bis zur Brücke. Allerdings war da kein Weg linkswärts?! Ich sah auch so keinen weiteren erkennbaren Weg durch die Hänge, der uns hätte zur nahegelegenen nächsten Hangebrücke für den Rundgang führen können.. Um auf Nummer sicher zu gehen, entschied ich mich lieber für den Rückweg auf selber Strecke.. Ich ließ mir mittlerweile den Stress etwas anmerken und Evi äußerte mal eben, das sie Angst hat nicht mehr zurück zu finden, und ich sagte nur, dass sie solche Aussagen jetzt bitte lassen soll. Denn so ganz positiv gestimmt war ich mittlerweile auch nicht mehr soooooo.. bei der anfangenden Dämmerung, bei diesem tollem Trampelpfad, mit strömenden Regen zwischen den Bergen, alleine mit Evi hier irgendwo, und ich musste wieder vorbei an diesen Friedhof.. in Gedanken an das was ich über die verschwundenen und gestorbenen hier gelesen hatte, .. entlang der Geister-Straße😖😭 Was gibt es in neuseelands Wäldern eigentlich für Tiere?😰 ...ja, ich hatte jetzt Schiss! Mein Adrenalin-Pegel war auf 180 und ich schwitzte mittlerweile - mehr aus Verängstigung als vor Anstrengung. 🙈
    .. und so liefen wir, Evi fest an meiner Hand und dicht neben mir, im strammen Schritt zurück und ..

    .. wieder sang ich 😅😆: "Ich wand're ja 'ach sooooooooo gerne' mit Evi durch neuseelands Wald, den kleinen, rosa Rucksack auf dem Rü-hücken, die Evi in der Hand. Ich bin 'ne lust'ge Wandersfrau - so 'vöööööllig!!! unbeschwert'😅, mein Lied' erklingt durch Busch und Palm', dass wieder keiner hört - außer du, Evi.🤷 Diesen Weg durch die Höh'n bin ich eben schon gegangen, Vöglein sangen Lieder, bin ich weit in der Welt habe ich verlangen, Thüringer Wald nur nach dir!!!!!!"

    Und dann kam auch schon der Friedhof. Puh! Aaaber.. eigentlich dachte ich, dass wir erst dem Wasserfall hätten begegnen müssen? .. ich dachte schon an irgendwelche verkorksten geister-verdrehten Wege wie im Horrorfilm.. wollte diese Gedanken aber nicht weiter ausführen, und war mehr darauf fokussiert jetzt in 10 Minuten endlich wieder am Campingplatz sein zu müssen!!! .. und nach weiterem Singen, dann eeeendlich!! Die Sicht auf unserem Platz! Man war ich erleichtert und glücklich 🙈 .. stoppte, kurz mit Evi, atmete tief durch, ein Grinsen machte sich breit in meinem Gesicht, und wir bestritten die letzten paar Schritte glücklich - im Regen, und ich ließ mir ein paar abkühlende Tropfen vom Heldinnen-Schauer ins Gesicht fallen. 😆😅😄🤦 #Puuuuhh... Michele, du immer mit deinen Ideen, Postkarten schreiben wäre echt 'ne super Alternative gewesen, nur halt nicht ganz sooo spannend 😄 Also doch alles richtig gemacht! 😁😆

    Wir hielten gleich an der Toilette, bei welcher ich ein paar erleichterde Worte mit einer englischen Mit-Camperin austauschte. Kurz danach gingen wir zum Campervan, ziehen unsere nassen Sachen fix aus, Evi ist knülle, zieht sich dennoch freiwillig um, während ich noch eine weitere Heldentat veranstalte: ich lasse, dank unserer einen, sehr hellen, krellen Deckenlampe, alle sich im Auto befinden Sandfliegen genau dort versammeln und beginne mit meinen bloßen Fingern die Todesschlacht gegen dieses Insekten-Gedöhns!! Neben einer Mücke, sind es an die 30 Viecher, die ich an der Decke um die Lampe zerdrücke, und einen kleinen "Sandfly-Friedhof" dort gestalte. Evi fiebert auch hier wieder fleißig mit.

    So richtig K.O. schlafen wir schließlich, im leisen Regen- und nahem Fluss-Geplätscher ein."Regentropfen, Flusswasser, wieder Regentropfen und Schweiß - Was für ein nasser, aufregender Tag.

    P.S.: Mittlerweile muss ich auch mal auf die Toilette, aber mit Regen, Sandfliegen und Geister-Geschichten vor der Campervan-Türe, verkneife ich mir das lieber und nehme die Bauchschmerzen morgen früh damit gerne in Kauf! 😆😄🙈
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  • Day33

    Höhlen, Buchten, Felsen an der Westküste

    December 19, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 15 °C

    Die Nacht war echt nicht die beste. Es regnete und es trommelte lautstark auf unserem Campervandach, sodass ich wach wurde. Unschöner Weise bemerkte ich dann auch das Summen um mich herum. Im Licht sah ich dann, dass wir eine große Schar von Mücken im Auto hatten.. das Fenster der Fahrerseite war noch ein Stück weit offen, und die Biester fanden bei uns gemütlichen Unterschlupf 🙄 Naja.. ich hätte sie unmöglich alle töten können.. und so habe ich eben samt Mückensummen irgendwann wieder in den Schlaf gefunden... Am nächsten Morgen waren wir natürlich total zerstochen. Mittlerweile sehen wir beide ganz schön geschunden aus.. vor allem die Stiche der Sandfliegen sind schlimm, ich habe mit vor allem an den Beinen einige Stellen wund gekratzt und habe überall Grind verteilt... Dann hätten wir die ersten Tage der Autoreise wohl irgendwelches Milbenviehzeug in der Bettwäsche welches uns überall gebissen hatte, aber dank Bettwäsche lüften war zumindest das Thema schnell durch. Evelin ist dank dieser Nacht vor allem am Hals und im Gesicht sehr zerstochen, und an den Händen hat sie irgendeinen Ausschlag seit ein paar Tagen, von was auch immer. Oh Mann 🙈

    Und wie Evelin es schon einmal erwähnt hatte, so ging es mir heute auch: "Mama, manchmal wenn ich früh aufwache, da weiß ich gar nicht wo ich bin." 😅 Ja, das ist auch recht komplex immer den Überblick zu behalten, wenn man mehrmals täglich die Örtlichkeiten wechselt 🤷 Hätte ich den Kontakt zur Heimat inklusive der Weihnachtszeit und Kalendertürchen-öffnen nicht, dann würde das Gefühl fürs Datum ebenso weg sein, Wochentage und Uhrzeit - diese Komponenten sind echt schon flöten gegangen.

    Insgesamt bin ich grad innerlich ziemlich gestresst - aber nach mehrmaligen hin-und-her-Gebuche und Abstimmung mit Janine steht es nun endgültig fest: die Überfahrt zur Nordinsel wird am 28.12.18 stattfinden. Janine? Sie wohnt in Wellington - das ist die Hauptstadt von Neuseeland, sie befindet sich im Süden der Nordinsel und ist Ankerpunkt der Fährüberfahrt. Janine ist eine gebürtige Schweizerin, welche mit ihrem kleinem einjährigem (?) Sohn alleinerziehend in Neuseeland lebt. Wir kennen uns natürlich wieder über die Plattform Couchsurfing, und ich hatte angefragt ob wir nicht Weihnachten zusammen verbringen wollen. Dem stimmte sie auch gleich begeistert zu. Allerdings ... Wäre der einzige Termin, um pünktlich zu Weihnachten bei ihr zu sein, zu den bezahlbaren Preisen - am 21.12. - also in zwei Tagen, und das ist mir dann doch zu stressig für meine noch ausstehenden Ziele hier auf der Südinsel. Wir werden also ein kleines "Nach-Weihnachten" dann bei ihr samt Weihnachtsbaum veranstalten 🎅und wohl auch Silvester zusammen verbringen😊 Und ich kann in Ruhe im Süden noch reisen mit Evi - stressfrei, es ist schließlich Urlaub. Auch hier: hätte ich den Kontakt zur Heimat nicht, dann würde der 24. für uns hier ein Tag wie jeder andere sein 😆

    Heute sind wir also bei bedecktem Himmel mal am Strand von Punakaiki aufgewacht. Was steht für heute auf dem Plan? Ich hatte vor, Evelin am Strand auf einem Pferd reiten zu lassen - es hätte auch mit dem Kalendertürchen so schön gepasst. Abgebildet ist ein Rentier samt Sattel und Evi sagte: "Das ist der Hinweis das ich bald Reiten werde." Aber... Nachdem dort angerufen hatte, und das Wetter doch eigentlich passte, stand genau für heute kein Pferd dafür zur Verfügung. 😖 Aaaach man... Aber wie gut das ich Evi davon nichts gesagt hatte, eine Enttäuschung bleibt somit aus. Allerdings... Steht schon die nächste bevor 🙈😅 Stattdessen besuchen wir nämlich ein paar Höhlen hier im Ort, und ich habe bereits gestern Abend gesagt, dass man hier Glühwürmchen sehen kann! .. und die Mitarbeiter vom Camp meinten, die sieht man auch bei Tage, und dem war leider nicht so. Dennoch war die kleine Wanderung - für mich im Hock-Gang - durch die Höhlen auf eigene Faust mit Taschenlampe sehr beeindruckend. Es war dunkel, glibschig, eng und etwas beängstigend. Ich glaube im Dunkeln hätte ich es auch mit den Glühwürmchen hier nicht soooo toll gefunden 😅 Evi fand es aufregend und cool - sie braucht diese action um was toll zu finden 😅😁

    Danach ging es zu den "Pancake Rocks" - das sind Felsen an der Küste, welche wie gestapelte Eierkuchen geformt sind. "Wie als hätte Oma Helga tausende gebacken" - so Evi.😄 Diese Tour war mit einem kleinem Rundgang durch einen Wald verbunden, und mit einigen beeindruckenden Einsichten in tiefe Schluchten und Meeresbuchten, in welchen das Meerwasser impulsant rumbrauste und meterhoch aufschlug. Eine gute Stunde sind wir hier gewesen. Danach ging es weiter mit einem Spaziergang, wieder durch einen Wald, bis zum Strand - der "Truman Track" - vorbei an schicken Palmen namens "Nikau" und den hier typischen "Herekaiki"-Blumen/Pflanzen, die bis zu zwei Meter hoch werden können.. oder der "Rimu"-Baum, welcher bis zu 60 Meter hoch werden kann. Ich finde diese Pfade immer schön zu laufen. Und Belohnt wurden wir mit einer tollen Meeresbucht mit Kieselsteinstrand, mit hohen Gesteinswänden und -überhängen und großen Felsen zum rumkletttern. Auch hier peitschte das Wasser ordentlich rein, und wir brauchen hier auch um die zwei Stunden.

    Danach geht's weiter in Richtung "Westport" - eigentlich wollte ich direkt ins Informations-Center, um einige Touren für die nächsten Tage zu buchen, aber ich bin dann doch nochmal spontan abgebogen. Mittag gab's also nicht in der Stadt, sondern doch nur 'ne leckere Bemme als Sandwich von Mami. Wir pausieren zum Essen kurz mit Blick auf den erneut tollen, weitläufigen Strand - diesmal mit weichem Sandstrand und Muscheln zum Sammeln. Hier sind außerdem Surfer zu beobachten, und wir zappeln wieder für eine Stunde hier rum - rennen vor den Wellen weg, unsere Hosen sind längst nass, scheuchen Möven auf und klettern auf rutschigen Strandbrocken rum. In zwei Kilometern Entfernung ist dann das nächste Highlight: eine Seehund-Colonie - wieder einen Kilometer laufen, und Evi macht heute super mit!😊🙌 Und ist schließlich begeistert von so vielen Seehunde-Familien, und ich erfreue mich auch hier an riesigen Felsen und Meeresgebrumme. Ein Glück hält sich der Himmel schon den ganzen Tag ganz gut, die Sonne schimmert ganz demsig sogar durch die Wolkenfront, die heute nicht regnen will, ein Glück.

    Und nun geht's für heute wirklich nur noch zum Campingplatz. Nachdem ich den ersten nach gerade mal 10 Minuten Fahrzeit angefahren hatte, entschied ich mich doch für einen anderen, der nochmal 30 Minuten entfernt war - zu gut waren seine Bewertungen und ich konnte Evelin mit einem dortigen Spielplatz auch dafür begeistern. Wir fahren also die Westküste weiter Richtung Norden hoch und landen schließlich direkt am Strand, mit Schaukeln und Trampolin, einer coolen Lounge, samt Mini-Fischteich drinnen, einer Kinderspielecke, einem Außensitzbereich, tollem selbstgebackenem Essen zur Auswahl, und einem Pizzaofen, und? mit freiem WLAN😄 Das ist doch mal was! Nach kurzem Rumgehopse und Klettern fing es an mit regnen, war aber nicht schlimm, denn wir machten uns nun ans Pizza selber backen 🙌😊 Den Teig dazu haben wir von der lieben Damen von links geschenkt bekommen, etwas Tomatensoße von den Mädels von rechts gesponsert, und den Belag haben wir selbst - Zack, schieben wir die Pizza in den Ofen und sie schmeckt wirklich sehr gut! Wir haben kurz mit Papa Video-telefoniert, dann gab's für Evi noch eine Sailormoon-Session, während Mama sich Mal ganz entspannt mit all den anderen Deutschen unterhielt - davon gab es hier nämlich viele, und vor allem Evi fand das toll 😄

    So richtig richtig richtig knülle, viel Evelin dann ins Bett "Ich will ins Bett Mama", sagte sie sogar xD und sie schlief binnen einer Minute ein. Das war ein toller Tag 👌😊
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  • Day70

    JOIN THE ESTIMA GANG

    December 25, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 20 °C

    Den ersten Weihnachtfeiertag haben wir etwas ruhiger, aber nicht untätig verbracht. Bald müssen wir unsere dicke Bertha leider wieder verkaufen. Deswegen haben wir während der letzten Wochen ein kleines Video gedreht, um aus der Masse herauszustechen und unseren Campervan rechtzeitig verkaufen zu können. Wir haben noch die letzten Feinheiten angepasst und hier ist das fertige, nicht ganz ernst gemeinte Video:
    https://youtu.be/JfLERLtDQFA
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  • Day69

    Gentle Annies

    December 24, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Für die Weihnachtsfeiertage sind wir weiter in den Norden raufgefahren, zum tollen Campingplatz Gentle Annies. Er liegt direkt am Meer, die Leute dort sind wahnsinnig nett, es gibt leckeren Kaffee und selbst gebackene Kuchen.

    Auf dem Weg dorthin haben wir bei den PancakeRocks gehalten, die so heißen weil sie aussehen wie aufgeschichtete Pfannkuchen ;)

    Zum Essen hatten wir ein WeihnachtsBBQ mit Wein und abends haben wir mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik den Sonnenuntergang genossen.
    Frohe Weihnachten 😊
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  • Day67

    Gentle Annie’s Campingplatz

    January 9 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Geschafft😁 Nach einem langen Tag mit vielen Erlebnissen schlagen wir unser Camp auf.
    Wir haben uns den besten Platz fast direkt am Meer gesichert. Dies ist einer der schönsten Campingplätze auf denen wir je waren.
    Wir gönnen und ein Feierabendbierchen und sind erfreut, dass die Sonne nun doch noch aufgetaucht ist. Einen neuen Freund haben wir auch schon, ein Weka Wildhuhn, diese Vögel können auch nicht fliegen (wie die Kiwis). Im Vergleich zu den “normalen” Hühnern haben diese Art sehr kräftige Beine und Schnabel. Sieht irgendwie aus wie eine Mischung zwischen Adler und Huhn.
    Wir haben Hunger und jagen das Huhn. Nein nur Spass 😂 heute gönnen wir uns auch mal wieder ein super zartes Rindefilet mit Kartoffeln und Salat. Eine Flasche Wein darf natürlich nicht fehlen☺️.
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  • Day73

    Heute -> Chillday

    December 1, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Der Bericht ist kurz 😂
    Aufgewacht, gefrühstückt, Holz für den Ofen und den Firespot am Strand geholt, anschließend in Westport einkaufen gewesen und wieder zum Camp. Eigentlich wollten wir ne Runde wandern, aaaaaber ich hatte keinen Drive mich 3 Stunden mit gehen zu beschäftigen 😁

    So haben wir Abends dann wieder Pizza gemacht - also Inga hat sich entschieden ihre zu nah bzw ins Feuer zu schieben, deswegen gab's bei der Pizza nur das innere 😆
    Nachher noch mit Izzy Phase 10 gezockt und Jaaa ich hab schon wieder nicht gewonnen, sondern Izzy 🙄
    Am Ende haben wir noch Max und Marion kennengelernt, die Beiden sind echt easy drauf!

    Ui, das Beste hätte ich beinahe vergessen - wir haben Beide einen Adventskalender von Mami Moni bekommen 😎
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  • Day25

    Blue Pools/ Pancake Rocks

    February 24, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Auf dem Weg nach Mokihinui kamen wir an einigen tollen Orten vorbei. Bei Hokitika machten wir eine kleine Wanderung um die Blue Pools zu sehen.
    Ebenfalls machten wir einen halt bei den Pancake Rocks.

  • Day131

    Sunset and dinner at the beach

    February 14, 2017 in New Zealand ⋅ 🌬 16 °C

    Been a while since we have been the last time on the side of the island where the sun is actually going down. But now, being on the west coast with views towards the west, the sun presented us a wonderful show!

  • Day131

    Jungle maze & hidden beach

    February 14, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Since the weather has been this afternoon so good with us again, we decided to make an extended beach walk. The owner of our campground told us, that they cut a little maze into the Jungle further up the road as well as we would get there some spectacular views up and down the ocean front. And they didn't lie. :)Read more

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Waimarie

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